Beiträge von teleton

    Pulcinella nur mit Gesang.

    Ich habe 3 Aufnahmen der Pulcinella - Suite, die ich auch sehr schätze:

    Es handelt sich um die Pulcinella Suite ohne Gesang, die ich für mich als gerne hörbares Orchesterwerk einstufe und so schätze.


    1. Academy Of St. Martin-in-the-Fields / Neville Marriner (Decca, 1968) - die Klangbeste im Decca-Sound

    2. New Yorker PH / Pierre Boulez (CBS, 1975) - wirkt sehr ausgefeilt

    3. Version 1947 --- New Yorker PH / Leonard Bernstein (SONY, 1960) - wirkt auf mich am spielfreudigsten


    Irgendwo habe ich auch die Pucinella Ballettversion mit Gesang: Das müsste die in der dicken Strawinsky-SONY- Box mit dem komplette Pulcinella - Ballett sein ... höre ich aber wegen des für mich unsympathischen Gesanges nicht !

    Wunderbare Musik für Klavier, dieser grossartigen Ballettmusik Romeo und Julia.

    Für mich persönlich die Beste Ballettmusik in der Orchesterfassung überhaupt !


    Auf dem Klavier eine fantastische Sache mit Hörspass ...


    :angel: Prokofieffs Romeo und Julia gehört für mich zu den Sachen, wo sich die verwendete Hörzeit absolut lohnt .... 8-)

    Hallo Hayate,


    wenn es um Wireless geht, muss man über Bluetooth ohnehin Klangeinschränkungen gegenüber Kabel direkt in Kauf nehmen.

    Aber es ist natürlich bequemer als mit dem Kabel.

    Ich habe mir vor vielen Jahren den Sennheiser Momentum Over Ear (damals noch 1.Generation) gekauft, mit dem ich bis heute sehr zufrieden bin. Ich nutze ihn im Bett, am Strand o. ä. mit meinen Smartphones ... Klasse ! Bei mir war es ein Auslaufmodell, dass ich bei SATURN für 170,-€ abstauben konnte.


    Heute gibt es bereits den aktuellen Nachfolger Sennheiser MOMENTUM 4 Wireless, der derzeit beim Urwald bei 277,-€ liegt (UVP 369,-) ... also voll in Deinem Bugetrahmen. Ausserdem soll die Akkulaufzeit beim Neuen auf das Doppelte 60Stunden gestiegen sein.


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    Sennheiser MOMENTUM 4 Wireless


    :!:Man hat übrigends die Möglichkeit diesen KH auch ohne Bluetooth und eingebautem Vr direkt mit Kabel zu betreiben. Dazu hatte ich mir sogar ein hochwertigeres Kabel, als die Beipackstrippe gekauft. Klanglich eine andere Welt !

    Aber ehrlich gesagt, hab ich diesen Weg bei dem Momentum kaum benutzt, da ich für kabelgebundenes Hören auf Beyerdynamic DT 990, DT880 und AKG K702 zurückgreife.

    Bernstein / Wiener PH (DG, 1990, DDD)


    Was haltet ihr eigentlich von Bernsteins Interpretation ?


    Vor 10Jahren (2013) hatte ich hier meine erste Begeisterung in Beitrag 69 über diese Aufnahme kund getan ... und nur von Willi eine Antwort erhalten.

    Gut, Bernstein ist nicht der Bruckner - Dirigent, was man besonders in seiner Aufnahme mit den New Yorker PH (SONY, 60er) merkt, die ich mit aber interessenhalber vor einigen Jahren trotzdem noch al auf CD zugelegt habe ... und ja auch dieser kann ich trotzdem noch einiges abgewinnen.

    Umso mehr noch der späten DG-Aufnahme aus Wien, wo dieser Vollblutmusiker Bernstein alles an Emotion gibt, was möglich ist .... :hail:

    Das einzige was mich an der Int geringfügig stört ist die für Bernstein aus seiner Spätphase überlange Spielzeit ... da bin ich dann von Karajans Aufnahmen (insbesondere die von DG1975) vorgeprägt, bei dem mir die Spielzeiten stimmiger erscheinen ...

    in New York war er diesbezüglich noch "normaler" unterwegs ...

    Selber besitze ich nur eine CD von Hovhaness, die mir von einem Tamino mal zur Verfügung gestellt wurde: Sinfonien NR. 7 + 14 +23 (NAXOS) ...


    *** Ich hab mir gerade mal die letzte Hälfte der Sinfonie Nr.50 angehört, gem. Beitrag 12. JA, war intereassant anzuhören, obwohl trotz des von mir heissgeliebten Schlagzeuges keine so richtige Spannung aufkommen wollte. (Ich möchte da mal von Kalevi Aho - Sieidi für Schlagwerk und Orchester (2010) als Vergleich zur Seite stellen, wie kunstvoll und hochspannend man dort Schlagzeug komponieren kann und wie dies genial von Grubinger umgesetzt wird.)


    Im Prinzip würde ich gerne mehr von Hovhaness kennen lernen. :?: Aber wann soll man das alles hören ??? Mir fehlt die Zeit, da ich auch andere Unternehmungen mache, als nur vor der Anlage zu sitzen ... besonders jetzt im Sommer .... wie man gemerkt hat, bin ich auch bei TAMINO derzeit nicht sehr intensiv unterwegs .... ;) der Winter kommt ja bald ...

    Man muss bei der Musikauswahl, bei der angebotenen Masse, dann einfach sondieren was man hören kann, damit auch noch Zeit bleibt für die grossen und lohnenden Werke ... da lasse ich dann Hovhanes einfach erst mal aussen vor, damit es für die mir "Wichtigen" reicht.


    Erst gestern habe ich Sibelius 2 mit P.Järvi/Orchestre de Paris (2010) als YT-Video genossen ... welch ein megagenuss diesem Klangrausch auch optisch zu geniessen und dem wohl besten Schluss des Werkes in der bisherigen Musikrezeption zu erleben.

    :angel: Das sind Sternstunden in der Musik, für die sich die Zeit lohnt.

    Auch wenn es viele nicht nachvollziehen können oder wollen - ebenfalls Revueltas - Sensemaya mit Dudamel / und seinem Simon Bolivar Orchestra Venezuela als YT Video .... für diese hochmusikalischen Musiker, die unheimlich Spass an der Musik haben und zeigen, lasse ich dann Hovhaness gerne mal stehen ... erst mal ...

    Es sind ja wirklich (fast) alle wichtigen Ersten Sinfonien genannt worden.

    Für mich vom Geschmack her von den Genannten ganz vorne die Ersten von Sibelius, Brahms, W.Walton, Bruckner, Schumann, Beethoven, Prokofieff, ..... und bisher nicht genannt Leonard Bernstein, Barber und Copland


    :angel: Aber für ganz extreem wichtig halte ich auch das Meisterwerk, den sinfonischen Erstling des 20jährigen Studenten Dmitri Schostakowitsch ! Mich wundert, dass den keiner nannte.

    Ausserdem ist die Erste von Rachmaninoff ohnehin in meinen Augen die Beste ... mehr Gänsehaut geht kaum ...

    Mit absolutem Spassfaktor auch die Erstlinge von Andrei Eshpai und Gavril Popov ... und auch wenns keiner gerne hört, die Erste von Tikhon Khrenikov reisst auch die letzte Schlafmütze vom Hocker.

    Für mich immer wichtig und dabei = Aram Khatchaturians Erste. Auch besonders schön Borodin und Balakiriew.

    Unbekannt aber sehr gut komponiert, tolles Werk ist die Erste von Jewgenij Swetlanow !


    Amdir nannte die Nordländer Ersten mit Langgaard, Merikanto und Nielsen ... aber vergesst auch Einar Englunds fabelhaft spannende Kriegssinfonie und Ture Rangström und E.Rautavaara nicht.



    Was gibt es aus England ?

    Nichts was William Walton entgegengesetzt werden kann. Aber Arnold Bax, Alan Bush und Artur Butterworth sind von nett an zu hören bis sehr Interessant als Erstlinge zu erwähnen.

    Ich bin kein Elgar - Fan, von daher geht seine Erste nicht so direkt an mich ... dann ungleich lieber den fetzigen Erstling von Malcolm Arnold !



    Aus Italien möchte ich unbedingt die grossartige Sinfonie Nr.1 von Alfredo Casella ins Spiel bringen.



    8) Wir sind noch nicht fertig.

    Portugal und Rumänien hat Meisterwerke als Erstlinge auf dem Programm = Joly Braga Santos und George Enescu

    Lucas & Arthur Jussen spielen in Perfektion.

    :angel: Absolute Spitzenklasse ... Danke fürs Einstellen, lieber Moderato


    Alleine über die Tatsache, dass man so ein Meisterwerk auswendig spielt, bin ich immer wieder fasziniert.

    Das ist die grosse Kunst, wofür diese Künstler viel zu schlecht bezahlt werden ... ich halte mal Fussballer dagegen, was diese "Eierköppe" ein wahnsinns Geld für nix kassieren !!!


    Eine Fassung für 2 Klaviere würde sich auch gut machen ... gibt es eine solche ?

    Sinfonie Nr. 3 "Symphonie liturgique"

    An der Spitze steht bei mir die 3. Sinfonie "Symphonie liturgique". Eine der bezwingendsten Liturgievertonungen der Musikgeschichte würde ich sagen. Und eine der wenigen, die ohne Worte auskommt. Dem 1. Satz liegt das ziemlich häufig vertonte "Dies Irae" zu Grunde. Das liturgische Motiv der Gregorianik findet sich ja quer durch die Musikgeschichte, z.B. immer wieder im Werk Rachmaninows. Dem Tag des Zorns angemessen ist die stürmische, wilde Musik. Teilweise klingt es nach purer Raserei. Höhepunkt der Sinfonie ist, nicht nur für mich, das "De profundis" im 2. Satz. "Aus der Tiefe rufe ich Herr zu dir", ist die Vertonung von Psalm 130. Erschütternde Musik, teilweise von einer ganz eigenen Schönheit. Der Beter dieses Psalms, der theologisch eine 'Klage des Einzelnen' darstellt, ist verzweifelt und ruft in größter Not nach Gott. Die Entstehungszeit der Sinfonie am Ende des Zweiten Weltkrieges (1945/46) erklärt einen solchen Fokus. Honegger bezeichnet den Satz als 'Gebet ohne Hoffnung'. Dem eignet eben am ehesten die Klage. Nun sind aber Psalmen immer in bestimmter Weise aufgebaut. Eine 'Klage des Einzelnen' z.B. schildert zunächst in aller Ausführlichkeit das Leid und die hoffnungslose Situation um dann in einer katechetischen Wendung seine Hoffnung auf Gott zu setzen. Hier passiert das in Vers 4 ("denn bei dir ist die Vergebung[...] Ich hoffe auf den Herren"). Abschließend wird in diesem Psalm-Typus die nun positive Zukunft ausgemalt. Honegger betont verständlicherweise eher die Klage des Psalmbeginns und spricht von Hoffnunglosigkeit. Aber ein wenig Hoffnung enthält IMO auch dieser Satz: Das tröstende Element klingt mit den abschließenden Flötenfiguren am Satzende nach Aufbruch. Als Finale erklingt das "Dona nobis pacem", das die meisten (vollständigen) Messvertonungen abschließt, weil es am Ende des Agnus Dei steht. Das Lamm Gottes wird um Frieden angerufen. Bei Honegger wird daraus ein kämpferischer Satz (1945!), mit der Erfahrung seiner Zeit muss Frieden erkämpft werden. Doch nach dem großen Höhepunkt (nach diesem Kampf) schließt ein kontemplatives, vielleicht auch resignatives Finale die Sinfonie. Ein Violinsolo strebt der Höhe entgegen. Musik eben, von 1946.

    Das hast Du fabelhaft charakterisiert, lieber Tristan.

    Auch ich schätze diese Sinfonie Nr.3 von seinen Sinfonien am höchsten und habe mehre Interpretationen vorliegen:

    Ansermet (Decca), Ansermet (ORFEO), Melodiya), Baudo - GA (Supraphon), Karajan (DG), Järvi (Chandos), Jansons (EMI), Plasson - GA (EMI), Mrawinsky ( ..... alle sind gut - hervorragend).

    Besonders die Erste, die Ansermet-Aufnahme (Decca) schätze ich wegen der über die Zeit entstandenen Prägung absolut hoch.


    :angel: Doch zwei Aufnahmen haben eine Besonderheit, die mir "die Socken ausgezogen hat:

    Das sind 2 CD-Edelsteine, die ich nicht missen möchte.


    1. Ansermet (Orfeo)

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    Orfeo, LIVE 1966


    Ganz anders als in meiner gewohnten Decca-Aufnahme aus 1960 betont er hier alle modernen Effekte, lässt die Sinfonie in einem ganz anderen Licht dastehen, als sei sie 30Jahre später komponiert. Nie habe ich zwei Interpretationen von einem Dirigenten des gleichen Werkes gehört, die sich so krass unterscheiden ... und es liegen gerade mal 6Jahre zwischen beiden Interpretationen. Es sind Stimmen und Effekte zu hören, die in allen anderen Aufnahmen ungehört bleiben ... eine Wahnsinnsaufnahme ...




    2. Mrawinsky (Melodiya)

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    Melodiya, 1965

    Diese CD ist schon durch Hindemiths Die Harmonie der Welt-Sinfonie eine ganz besondere Aufnahme ... nie wurde dieses Werk bezwingender dirigiert ... der absolute Hammer !

    Genau so die Honegger Liturgique ... es ist frapierend welchen Hochspannungsgehalt Mrawinsky wiedereinmal erzeugen erzeugen kann. Kann man kaum in Worte fassen ... muss man einfach selber hören !

    Die Klangqualität hat natürlich das Niveau der russischen Aufnahmen von 1965, wenigstens gutes Stereo ... aber das vergisst man durch Faszination bereits nachwenigen Takten Mrawinsky - Genuss :hail:

    Kennt jemand die Einspielung des Radiosinfonieorchesters Berlin mit James Judd und kann mir darüber berichten?

    Hallo Zucholsky,


    hier sprichst Du eine Thema an, dass es unbedingt wert ist sich damit zu befassen = Schostakowitschs Filmmusik ... aber es kostet viel Zeit sich damit zu befassen, denn diese Musiken werden durch andere wertvolle Werke quasi verdrängt.

    Bei den Sinfonien hat man einen roten Faden ... bei den Filmmusiken müsset man sich erst in die Handlungen einlesen. Denn diese als absolute Musik zuhören, führt dazu, dass lange Passagen oft langatmig wirken.


    Schostakowitsch gehört für mich zu den wichtigsten Komponisten überhaupt ... natürlich habe ich auf CD (und wo es geht auch DVD, BluRay) alles Verfügbare.

    *** Die Filmmusiken habe ich mir genau mit dem von Dir angesprochenen Dirigenten James Judd in einer 7CD-Box zugelegt ... diese wird von den weiteren Dirigenten Michail Jurowsky und Leonid Grin bestritten.

    In der Box ist die Aufnahme Das neue Babylon op.18 mit dem Radio SO Berlin aber unter James Judd enthalten und geht über 2 CDs (Spieldauern 65:27 und 48:59) ......

    Tolle Musik soweit und tolle Aufnahmen (auch Klangtechnisch); aber diese Längen als Hörer durchzuhalten ist schon schwierig und führt oft zum weiterzappen, wenn es zu langatmig wird ... bei der Spieldauer der GA kein Wunder.


    So geht es mir aber mit mehreren Filmmusiken ... deshalb hat Schostakowitsch für den Konzertgebrauch auch Filmmusik-Suiten daraus verfasst, damit es kurzweiliger wird. Bei der GA muss man dann die eigene Suite selber zusammenstellen (und im Programmheft mit Bleistift vermerken !), was sich schon alleine recht zeitaufwendig gestaltet.

    .... Das ist quasi wie bei den Tschaikowsky - Balletten ! Oder setzt Du dich vor die Anlage und hörst Dir ein ganzes Tschaikowsky-Ballett am Stück an ??? ... da bekäme ich nen "Walzerkoller".... dafür hat man die grossen Suiten.


    Hier die Capriccio - 7CD- BOX:


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    CAPRICCIO, 1988 - 1995, DDD

    Von den beiden Klavierkonzerten Nr. 1 und 2 ist allgemein viel zu selten die Rede ... und überhaupt von den Werken für Klavier und Orchester.

    Diese haben mich schon (zusammen mit den 13 Sinfonischen Dichtungen) in meiner Jugendzeit fasziniert.

    Ich höre ihn derzeit auch viel zu selten ......


    Hier meine hochempfehlenswerte GA der Werke für Klavier und Orchester, die ich bereits schon zu "LP-Zeiten" damals sehr oft auf meinem Konzertprogramm stand:


    :| Dass die Box nicht mal bei jpc gelistet ist ... daran kann man sehen wie sich die Zeiten rund um die CD und Klassik geändert haben ................

    und die EMI-7CD - Box mit allen Orchesterwerken incl. der für Klavier und Orchster mit Masur / Beroff, die ich besitze, ist nicht mal mehr aufzufinden.


    Heute sieht die GA mit den KK so aus:

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    EMI, ADD/DDD



    Die enthaltenen Klavierkonzerte Nr. 1 und 2 mit Beroff / Masur in der Box sind feine Aufnahmen, aber natürlich darf man die alles übertreffende Jahrhundertaufnahme mit Richter / Kondraschin (Philips) nie aus den Augen ... und Ohren verlieren ... a dream !

    Sibelius 4 und 5 mit Levine


    Zum Kauf wurde ich vor ca 3 Wochen in "Heute gehört" angeregt.


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    DG, 1994 / 1992, DDD


    Kurz meine Eindrücke:

    Die Sinfonie Nr.4 halte ich für eine der stärksten und besten Einspielungen. Levine hält den Hörer auf Spannung, lässt keine Langatmigkeiten aufkommen, kostet jeden Höhepunkt zur Hochspannung aus, bietet klanglich Paukenstellen, die bisher für mich ungehört blieben ... abgerundet und unterstützt wird das Erlebnis durch eine ausgezeichnet natürliche Klangqualität.

    Die Schlusstakte im Finale werden nicht verlangamt, sondern straff und linear durchgezogen ... "richtig" !


    Die Sinfonie Nr.5 ist ebenfalls eine sehr hörenswerte Aufnahme mit spanenden Momenten, aber nicht die Allerbeste.

    Folgendes habe ich zu anzumerken: Das Schwanenthema im letzten Satz hat nicht die Strahlkraft, wie bei Karajan (DG und EMI). Da erwarte ich mehr Betonung und Ausdruck. Der Paukenauftakt zum letzten Satz ist zwar da, aber hat mir zu wenig Betonung (bei Karajan leider auch nicht anders).

    Vorbildlich ist für meinen Geschmack da eher Ashkenazy (Decca) und Bernstein (DG), wenn er insgesamt nicht so langsam wäre.





    Im Moment kaufe ich wenig neue CDs um erst mal den unglaublich riesigen Bestand zu verarbeiten, zu hören und zu vergleichen.

    Ausserdem --- Frühjahr und Sommer stehen vor der Tür ... da sitze ich lieber im Kajak oder Motorboot, oder auf dem E-Bike :P

    Meine Mutter ist im März stolze 96Jahre geworden.


    Sie kann sich mittlerweile am Tag nur im Rollstuhl sitzen. Ich bin immer wieder verblüfft, wie sehr sie in dem Alter bereit ist Musik aufzunehmen und richtig Freude daran zu haben.

    Sie wohnt 200m von mir entfernt und wir haben vor und über Ostern (Karfreitag und Ostermontag) zwei Mamutprogramme durchgezogen:


    Natürlich kommt für sie der Musik-Genuss nur per DVD in Frage, um das Geschehen auch optisch auf dem TV-Bildschirm, quasi wie im Konzert zu erfassen. Der Ton über ihre Anlage mit schönen CANTON-BStandboxen (die hatte ich ihr bereits vor mehr als 10Jahren mit allergrösstem Erfolg aufgestellt).


    Karfreitag:

    Richard Strauss: Also Sprach Zarathustra (Karajan / Berliner PH, DVD)

    Gustav Mahler: Sinfonie Nr.1 (Bernstein / Wiener PH, DG - DVD)


    Leider ist die Karajan-Aufnahme nicht so gut wie auf seinen entsprechenden CD-Aufnahmen mit den Wiener PH und Berliner PH. DAs liegt aber an der Aufnahmetechnik: Die DG hat die Originalaufnahme über grosse Monitorboxen in der Berliner PH wiedergegeben und das Klangergebnis fü die DVD neu aufgezeichnet :(. In meinen Augen und Ohren klangtechnisch ein Fehlschuss, da die Detailtreue dann auf der Strecke bleibt und die Aufnahme sehr Tiefenbetont klingt.

    Meiner Mutter gefiel dann der Mahler aus Wien mit dem ungleich tempamentvolleren Bernstein auch besser ... wenn auch das rein interpretatorische Ergebnis bei Karajan nicht übel ist !

    Man beachte ! ... nach meiner Kenntnis müsste Mahler für sie Neuland gewesen sein !


    Ostermontag:

    Gustav Mahler: Sinfonie Nr.2 (Bernstein / London PO, DG - DVD)


    Besonders von Mahlers 2ter war sie zu Ostern total begeistert: "Das war ja was ganz besonderes".

    Trotz der Längen und langen Abschnitte, wo der Geduldsfaden bei mir schon sehr angespannt wird. Da hab ich wieder gemerkt, dass ich nicht der grosse Mahlerianer bin (und bestimmt nicht jede Woche hören kann !!) ... hinzu kommt, dass Bernstein ja alles sehr lange auskostet ... zwar alles mit unglaublicher Hingabe und Temprament, aber die strafferen CD - Aufnahmen der Zweiten mit Solti und Metha (Decca) gehen da schon weit eher an mich ...

    ohne Bildunterstützung über DVD um Bernsteins Faszination in Action zu sehen, wäre es weit weniger kurzweilig gewesen.


    Ich stelle immer wieder fest, das Werke, die mich in der Regel nicht voll ansprechen, dann über die DVD/BluRAy an Interesse deutlich gewinnen.


    Als nächstes Programm habe ich ihr dieses Wochenende ein schmissiges und leicht zu erfassendes Programm aufgelegt, dass ihr auch gut gefallen hat:

    Neujahrskonzert der Wiener PH mit Harnoncourt 2003 ....

    :) in der Zeit habe ich mich verdünnisiert und den 1.Flohmarkt in der Rheinaue Bonn besucht ... (J.Strauß und Co nicht meine Musik !).

    Dort habe ich eine CD erstanden : Bruckner Sinfonie Nr.5 mit Inbal (Teldec) ...

    ;( zu Hause musste ich dann feststellen ... diese CD hatte ich bereits :pfeif: !

    Hallo zusammen


    vielleicht interessant für unsere Boxer …äh Boxenfans 😀




    Gruß Michael

    Diese Solti - Box ist verdammt interessant. Für mich käme sie nicht in Frage, weil ich so gut wie alle Einspielungen, die mich interessieren, bereits auf Einzel-CDs besitze.


    ^^ Und als Antwort zu Perikles:

    Opernaufnahmen würde ich in dieser Orchestral Recordings - Box ohnehin nicht erwarten .... gut so :pfeif: :untertauch: !

    Ich sehe gerade im Manfred-Sinfonien - Thread, dass sich Alexander Sladkovsky mit dem Tarstan SO auch der gekürzten Fassung ohne Orgel bedient.

    Sladdi ist ja auch für solche Gänsehaut-Sidehitze-Extasen gut. Leider bleibt er hier gegenüber den beiden Swetlanow-Aufnahmen sehr auf dem Teppich:


    Zitat von teleton

    Leider wählt Sladkovsky nicht die Komplettfassung mit Orgel, sondern die Fassung ohne Orgel. Wenn man sich das Tatarstan National SO im Video ansieht, ist dort auch offenbar keine Orgel vorhanden ...


    Sladkovky ist ja einer der aktuellen Dirigenten, die mit dem Tatarastan NSO noch einen russischen Sound drauf haben, den man als Fan der grossen alten (Swetlanow, Kondraschin, Roshdestwensky) auch heute noch hören kann. Das finde ich persönlich sehr erfreulich, denn zum Beispiel die zahlreichen rusisschen Orchester (manchmal mit Fantasienamen) beim Label NAXOS, sind weit entfernt davon.


    Insofern dirigiert Sladkovsky die Manfred - Sinfonie mit dem Anspruch auch wirklich russisch zu klingen. Gegenüber Swetlanow wirkt er aber sehr relaxt. Stellen, bei denen ich mir beim Dirigenten eine totale Extase vorstelle, ^^ an der Grenze zum Herzinfarkt, wirken bei ihm recht kontrolliert. Das Orchester ist mit Sladkovsky gut eingespielt und weis auch kleine Gesten effektvoll in Klang umzusetzen. Insofern ist das ein beachtliches Konzert mit einer recht spannedenden Manfred-Sinfonie.

    Tschaikowosky - Manfred mit Swetlanow

    Das ist eine interessante Beobachtung, lieber Thomas. Darauf hatte ich bisher noch gar nie geachtet. Ich habe gerade die beiden Swetlanow-Aufnahmen an der Stelle überprüft. Dir liegt demnach die ältere (1967, unten links abgebildet) vor, wo das Tamtam tatsächlich fehlt. Dafür ist hier der Finalsatz in seiner ursprünglichen Gestalt. In der späteren Aufnahme (1992, unten rechts) setzt Swetlanow das Tamtam tatsächlich (sehr effektvoll!) ein. Und es ist auch eine derjenigen Aufnahmen, wo der Finalsatz einen krassen Strich hat und stattdessen diese Coda des Kopfsatzes dort noch ein weiteres Mal, noch energischer erklingt, was das Werk in einem völlig anderen Charakter ausklingen lässt. Gewiss wird man einen so gravierenden Eingriff kritisch sehen können, die Wirkung ist allerdings unglaublich. Auf wen diese "Fassung" genau zurückgeht, kann ich nicht sagen, meine aber, dass Swetlanow nicht der erste war, der das so dirigiert.


    Lieber Thomas und Josef,


    die WARNER-Aufnahme von 1992 mit Swetlanow ist in der Tat die Imposanteste, die ich kenne. :hail: Mehr Sidehitze ist wohl kaum möglich.

    Die 1967er - Aufnahme hat mich bereits als meine Erste auf LP geprägt. Dort ist, wie Josef schon schreibt, die Originalfassung eingespielt. Bei dieser ist eine Orgel vorhanden. Diese Aufnahme befindet sich heute, ungleich klangbesser als damals auf "Kratzware", in meiner Tschaikowsky-Sinfonien - GA mit Swetlanow (Melodiya).

    Das TAMTAM ist mir auch nie explizit als fehlend oder vorhanden aufgefallen ... das werde ich mal in der 92er-Aufnahme nachhören.


    Da die Manfred-Sinfonie in der Warner-Aufnahme 1992 LIVE in Tokyo in der Orchard Hall aufgenommen wurde, vermute ich dass dort keine Orgel vorhanden war, sodass er sich der gekürzten Fassung bediente. :angel: Aber das Finale gestaltet Swetlanow in Tokyo so packend, wie Josef richtig bestätigt, dass man locker auf die Orgel verzichten kann.

    Dass ein Barbirolli oder Markewitch an diesen Wahnsinn dran kommen, erscheint mir eher unwahrscheinlich.


    :!:Hier die Antworten zu den 2 Fassungen des Finales der Manfred - Sinfonie aus dem Manfred-Sinfonien - Thread (Beitrag 6 und 7) :

    Zitat von teleton

    Ich habe nachgelesen und bin zu keiner Antwort gekommen, wer die Kurzfassung "verbrockt" hat. Die Originalfassung hält sich jedenfalls an Byrons Manfred und ist unbedingt vorzuziehen.

    Der Schluß muß gemäß Programm ruhig enden --- Manfed stirbt.


    Tschaikowsky sah in seiner 1885 komponierten Manfred-Sinfonie durch die Viersätztigkeit eine deutlich formale Beziehung zur berliozschen Symphony fantastique. Daher kündigte er 1888 eine Umarbeitung in eine einsätzige Fassung an um nicht als Berlioz-Nachahmer da zu stehen. Zu dieser Umarbeitung kam es aber nie. Tschaikowsky konnte mit seinem Anfangserfolg der am 11.03.1986 von Max Erdmannsdörfer geleiteten Uraufführung in Moskau, die mit tosendem Beifall endete, auch zufrieden sein.

    Er war ohnehin sehr hin und her gerissen und hielt das Werk für die beste seiner sinfonischen Kompositionen (Brief an Nadescha von Meck). Später verwarf er diesen Gedanken wieder, hielt nur den ersten Satz für gut.


    :!: Der Manfred - Sinfonien - Thread steht "wiedermal" nicht im Themenverzeichnis.

    Schostakowitsch mit Roshdestwensky und Swetlanow


    Lieber Amdir,


    die von Dir abgebildete Swetlamow - Doppel-CD (WARNER) ist uneingeschränkt zu empfehlen. Es handelt sich hier um die Swetlanow-Aufnahmen, die er 1970 und 1978 (7.) mit seinem Staatlichen So der UDSSR gemacht. Die Siebte ist klanglich besser, als die Ältere aus den 70ern, aber von der Int geht ist die Ältere sogar noch etwas vorzuziehen.


    Ich rate unbedingt zu den offiziellen Studioeinspielungen für Melodia, was Schostakowitsch und Roshdestwenski angeht. Der Klang ist dort allemal besser (80er Jahre digital), auch wenn mancher ihn wegen der vielen Mikrophone und der dadurch möglichen besonderen Hervorhebung bestimmter Instrumente als etwas künstlich empfindet. Es war wohl das ambitionierteste "High-End"-Projekt von Melodia zu Sowjetzeiten und hat einen Touch von Decca Phase 4 Stereo. ;)

    Die Studioeinspielungen mit Roshdestwensky hab ich auch alle - es sind die "härtesten" Int voller Biss und Elan, wie es kaum vorstellbar ist, ween man nur die Westaufnahmen auf dem Schirm hat.

    Aber die LIVE-Aufnahmen in der Brilland-10CD-Box gehen noch darüber, wen auch klanglich nihct immer so toll, aber die INt sind der Hammer ... besonders bei der Sinfonie NR.4 :baeh01:.


    Jssef hat die Roshdestwensky-CDs abgebildet.

    Das sind die spätere Melodiya-Ausgaben. Ich habe noch die Urausgaben auf Melodiya/Eurodisc von allen 15Sinfonien als Einzelk-CDs (für mich damals ein absolutes MUSS - ich habe quasi danach gegiert, alle zu bekommen).


    Die URausgaben sehen alle so aus:


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    Melodiya/Eurodisc, 1988, DDD

    Man sollte die Konzerte der letzten Jahre mit dem HR SO (auch Frankfurt Radio SO) beachten, die fast immer für positive Überraschungen gut sind und in Bild und Ton richtig Hörspass machen.


    Auch das Konzert vom 28.06.2016 mit Bruckner Sinfonie Nr.6 mit Christoph Eschenbach, kann sich sehen und hören lassen:


    Heute morgen ist mir nach Schostakowitsch zumute:

    Die Rede ist von Schostakowitsch 10 mit Giandrea Noseda. :!:Diesen Dirigenten sollte man im Auge behalten.

    Bereits bei Alfredo Casella hat er geniale Aufnahmen der Sinfonien und Orhesterwerke gemacht, die die verfügbaren Naxosen ganz deutlich in den Schatten stellt.


    Von den Schostakowitsch - Sinfonien habe ich auf YT einige Konzertvideos runtergeladen. Die Sinfonie Nr.10 ist der Hammer unter Noseda ... da ist man an die Grossen alten Russen am Pult erinnert.



    Vaughan-Williams - Konzert für 2 Klaviere und Orchester

    Diese Williams CD gehört auch bereits seit Jahren zu meiner CD-Samlung um Lücken bei Vaughan Williams zu schliessen.

    Vom KK für 2 Klavieren und dieser Aufnahme bin ich sehr angetan.

    Auch die Fünfte, die mich sonst nicht so umhaut wie manche Andere VW-Sinfonie, ist eine sehr gelungene Aufnahme unter Menuhin, die mir diese Sinfonie ein paar Schritte näher gebracht hatte.



    Levine mit Sibelius

    Diese DG-CD steht sei Jahren auf meiner Wunschliste ... bisher einfach immer zu teuer !

    Heute habe ich sie endlich mal für nenn Fünfer bestllen können und bin bereits gespannt ... zumal Du und Jpsef sehr angetan sind von der Vierten ... bin auch auf Levines Fünfte gespannt.


    Noch nebenbei: ... die Sibelius 2 habe ich in meiner Levine - CD -Box (DG). Leider ist das eine Int die nicht direkt an mich geht, da diese sehr fremd klingt mit jede Menge ungewöhnlichen Eigenheiten ausgestattet ist ... da lobe ich mir Bernstein (SONY + DG), Ashkenazy (DEcca), Karajan (EMI) und von den neueren Aufnahmen Paavo Järvi Live in Paris !

    Alfredo Casella

    Ja, die Aufnahmen mit dem italienischen Energiebündels Noseda sind ganz exquisite Aufnahmen, die sich ganz deutlich von den NAXOS-Produktionen in Qualität, packendem Zugriff und Orchesterqualität unterscheiden. Ich habe einen Teil dieser Aufnahmen noch teuer in Einzel-CDs erwerben müssen ... aber es lohnt sich absolut !

    :!:Die Casella - Sinfonien sind hochinteressant und leider bisher noch total vernachlässigt.


    :!: Bitte seht Euch auch mal den bisher schon umfangreichn Thread zu Alfredo Casella an.



    Nebenbei um Noseda mal in seinem Element optisch zu erleben:

    :saint: Man höre und sehe sich auf YT Nosedas Int des 2.Satzes der Schostakowitsch 10 an ---- :angel:der Hammer !

    Bisher wusste ich nur von der Existenz des Andante festivo.

    Eine verfügbare Aufnahme musste also in meiner DG-GA der Sibelius-Orchesterwerke mit dem Gothenburg SO / Neeme Järvi (DG) vorhanenden sein.

    Irgendwann hab ich mal reingehört in das exakt 5minütige Werk ...


    *** Heute habe ich diese DG-Aufnahme dann das erste Mal wirklich bewusst gehört:

    Auf der CD steht Andante festivo für Streichorchester. Aber es sind tatsächlich in der letzten Hälfte ein paar softe Paukenwirbel zu hören. Wie Josef berichtete ist das die heute gebräuchliche Fassung.

    Das Gothenburg SO präsentiert sich in ausgezeichneter Klangqualität mit diesem "netten" und kurzen Orchesterstück.


    Mein Fazit: :) Jooo, ganz nett anzuhören und von der Intensität vergleichbar mit Valse Triste ... :untertauch: als Filler gut geeignet.

    Im Werkverzeichnis bei Wikipedia ist weder das Andante festivo noch der Bolero festivo gelistet ... im Klassica - Werkverzeichnis ist das Andante festivo dann mit 1922 angegeben.



    Da ich meine DG-CD mit N.Järvi weiter laufen lies habe ich dann aber ein weiteres quasi wenig beachtetes Werk positiv entdeckt:

    Die Sinfonische Dichtung Die Oceaniden op.73


    *** Wer alle Sibelius Orchesterwerke in einem Griff und zudem in guten Interpretationen in ausgezeichneter Soundqualität haben möchte, ist mit der DG-GA (7CD-Box) mit Neeme Järvi gut-sehr gut bedient. :!: Zudem ist diese GA sehr preiswert und bei Kauf an richtiger Stelle für knapp unter 20,-€ schon neu zu haben !

    Die enthaltenen Orchesterwerke sind meiner Meinung unter Neeme Järvi besser gelungen, als die Sinfonien ... ;) aber als Sibelius - Fan ist man ja dahingehend bei den Sinfonien sowieso sehr anspruchsvoll, verwöhnt und sucht das Bestmögliche.


    DG, 1992 - 2005, DDD

    Die Sechste mit Szell ???

    Habe ja mit Abbado, Szell, Bernstein (Wiener ) und Solti keine schlechte Auswahl.

    Hallo Kalli,


    wenn man meine Beiträge verfolgt, wird schnell klar, dass ich ein absoluter Szell-Fan bin.

    Habe praktisch auf SONY/CBS alles Sinfonische und Konzertante vorliegen, was Szell vorgelegt hat (natürlich das was mich davon interessiert) !


    Es ist bei der Mahler 6 in meinen Augen/Ohren ein Sonderfall - mit Szell Interpretation kann ich mich einfach nicht anfreunden.

    Die Aufnahme klingt mir zu klassisch konservativ ...... er legt im Prinzip eine feine detailtreue Sichtweise vor, aber zündet bei mir nicht (mehr). :| Die SONY - CD steht bei mir in einer noch kleinen noch übrigen Reihe der CDs, die aussortiert werden.

    Kann gut sein, dass ich für die Sechste im positiven Sinne verdorben bin, denn ich bin bei die Sinfonie Nr.6 absolut geprägt von Solti (Decca) ... selbst Bernstein/Wiener (DG) auf DVD und auf CD (CBS), erreicht mich hier nicht in dem Maße, wie der Solti-Wahnsinn !!!


    :hello:Mich würde interessieren, wie andere Taminos und Du Kalli die Szell - Aufnahme der Sechsten beurteilen !?!

    Gegenüber meinem Voting von 2010 habe sind auch die frühen Sinfonien bei mir präsent.

    An der anderen Reihenfolge hat sich aber wenig verändert: (Ich bleibe auch bei der alten Zählweise ! :P)


    Sinfonie Nr.8 "Unvollendete"


    Sinfonie Nr.9 " Die Grosse C-Dur"

    Hier schliesse ich mich Accupahn vollumfänglich an .... deshalb höre ich auch am liebsten Karajan (DG), gefolgt von Szell (SONY) ...

    Die 9. ist ein großes Stück, ein großartiges ebenso, nur geht sie mir teilweise auch echt auf den Sack. Diese Wie-der-hooolungen... Das ist in meinen Ohren teils echt zermürbend und ich denke dann: "Ja, Franz, ich hab's verstanden. Einmal reicht!" ;-)

    Sinfonie Nr. 6

    Die Sechste mit Maazel / Berliner PH ... dann hat man ausgesorgt.

    Da gibt es Aufnahmen, die für den 4.Satz 11:55 brauchen (Harnoncourt) = =Ogruselig ! :thumbup: Maazel in sauberen 7:40 !


    Sinfonie Nr. 3

    Sinfonie Nr. 2

    Nachdem ich nu:Pn die Aufnahmen mit Maazel / Berliner PH (DG) habe sind die Nr. 2 und 3 deutlich nach oben gerutscht.


    Sinfonie Nr. 1

    Die Aufnahme mit Rene Jacobs (Pentatone) ist was ganz feines !


    Sinfonie Nr. 4

    Was soll bei der Vierten tragische sein ? Eine Erfindung aus der damaligen Zeit um die Sinfonie interessanter erscheinen zu lassen !


    Sinfonie Nr. 5

    Diese Fünfte ist bei mir etwas ins Hintertreffen geraten .... ^^ fehlen mir die Pauken .... letztendlich schätze ich sie alle 9 ....


    Sinfonie Nr. 7 (rekonstruierte Fassung von Brian Newbould)

    Meine Brahms - Reihenfolge wird sich nie mehr ändern, zumal ich die 4 Sinfonien mehr schätze, als die Klassiker, ;) die zwischen 41 und 109 Sinfonien geschrieben haben:

    1 - 4 - 3 - 2 .

    ((Bei den Klassikern wird es bereits durch die grosse Anzahl der Sinfonien unübersichtlich, was mich andererseits schon stört. Habe von diesen Beiden aber einen gute Zusammenstellung und mit Bernstein die Londoner und Pariser ... ))


    Sinfonie Nr. 1 :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:


    Sinfonie Nr. 2 :jubel: :jubel:


    Sinfonie Nr. 3 :jubel: :jubel: :jubel:


    Sinfonie Nr. 4 :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:


    Die Sinfonie Nr.1 ist für mich das grösste sinfonische Werk des 19.Jhd. ... Ohrwürmer am laufenden Band ...

    Bei der Sinfonie Nr.4 finde ich gegenüber Accuphan ich den 3. Satz besonders gut gelungen. Da ist in der Sinfonie kein langatmiger Satz vorhanden.

    Der letzte Satz der Sinfonie Nr.2 gefällt mir am Besten, besonders dann, wenn er nicht wesentlich länger als 9Minuten dauert.

    Gustavo Dudamel leitet ab 2026 die New Yorker PH


    Von dieser unglaublichen musikalischen Intensität dieses Energiebündels Gustavo Dudamel bin ich immer wieder fasziniert.


    Derzeit ist er Chefdirigent beim Los Angeles PO.

    :jubel: Ich freue mich für ihn, dass er 2026 die Leitung der New Yorker PH übernimmt:


    Georg Solti gehört seit jahrzehnten zu meinen Lieblingsdirigenten.

    In diesem Thread besteht der grösste Prozentsatz aus seinen Opernaufnahmen ... das ist bekanntlich nicht meinen Thema. Soltis hier schon einem la gepostet zu haben

    Ich hab doch deutlich in Erinnerung die grossen Aufnahmen Soltis hier schon einem la gepostet zu haben.


    Es ist klar das kein Dirigent für das gesamte klassische Repertoire perfekt sein kann. Aber Soltis Repertoire ist schon sehr umfassend und weitreichend.


    8) Es ist fast TAMINO-typisch, dass Georg Solti hier durchweg nicht so gut weg kommt, wie es ihm zustehen würde.


    :!: Ich sehe in seinen Dirigaten keine Hektik, keine Kühle, keine Nervösität. Das ist die rhythmische Schärfe, die ich bei ihm schätze.

    :thumbup: Er ist für mich der beste Rhythmiker aller Zeiten.

    Von meinem persönlichen Geschmack her muss ich sagen: Das ist ein Dirigent, der genau mir genau liegt - quasi für mich geboren wurde.


    *** Ich besitze von Solti praktisch alle großen Orchesterwerke der Klassik, die ich auch gleichzeitig in anderen Aufnahmen vorliegen habe:

    Beethoven-Sinfonien (alle Stereo-Aufnahmen - beide Zyklen mit dem CSO + die Wiener Aufnahmen), Beethoven-KK, Brahms-Sinfonien, Tschaikowsky-Sinfonien Nr. 4 - 6 u.a., Dvorak 9, Bruckner-Sinfonien, Mahler-Sinfonien, Bartok-Orchesterwerke auf Decca (wo sonst !), Kodaly-Orchesterwerke, Mendelssohn 3+4, Liszt-Sinf.Dichtungen + Faust-Sinfonie, R.Strauss - Sinf.Dichtungen, Ravel-Werke, Elgar-Sinfonien und Orchester-Werke (Josef vergesse die ausgezeichenete Decca-CD mit den Enigma-Var nicht !!!), Blacher-Paganini-Variationen u.a.


    Dazu kommen noch etliche DVDs, wo man Solti auch optisch erleben kann !


    Bei allen diesen Aufnahmen schneidet er durchweg sehr gut ab, wenn nicht dann sogar am besten bei Bartok, R.Strauss, Liszt, Tschaikowsky 4 und 5, Mahler 1, 5 und 6, Bruckner 1, 6 und 8, Elgar Sinfonien und Enigma-Var; Pomp+Circumsdances ... was soll ich noch mehr aufzählen - ich finde Solti grosse Megaklasse !


    :yes: Zudem war er ein unheimlich symphathischer Zeitgenosse.

    Auf dieser Doppel-DVD kann man sich von seinen musikalischen Fähigkiten und seiner symphatischen Art augenscheinlich überzeugen:


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    Decca-DVD, 1991



    Die Bartok-Orchesterwerke würde ich bei den liebsten Aufnahmen an die Spitze setzen:


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    DECCA, DDD

    Im Prinzip schätze ich alle Beethoven - Sinfonien gleichermaßen hoch ein ... daran hat sich in den 18 Jahren wo ich meine erste Reihung abgegeben habe auch nichts geändert: die Alte von 2005:

    5 - 3 - 7 - 9 - 4 - 8 - 6 - 2 - 1.

    Es gibt keinen anderen Komponisten, von dem sich bis heute so viel GA der Sinfonien angesammelt haben (Schostakowitsch wäre der Nächste).


    *** Meine Liste würde heute so aussehen: 5 - 3 - 7 - 9 (nur auf die ersten drei Sätze bezogen) - 4 - 2 - 8 - 1 - 6


    Das soll nicht heißen, dass ich die Pastorale in irgend einer Form gering schätze ... aber die höre ich ohnehin fast nur noch mit Karajan (DG, 80er) ...

    RE: Sinfonie Nr.4

    Nr. 4 ist auf eine Art seine modernste, gewagteste, radikalste. Und genau deswegen habe ich wohl ein Problem mit ihr.

    Mir ging es zuerst auch so. Nachdem ich dann aber verschiedene Aufnahmen gehört habe, hatte ich mich an die Sinfonie gewöhnt. Die scheinbar nicht enden wollenden Extasen im Fortissimo klingen in vieeln Int fast übertrieben und ohne innere Steigerung, zu gleichförmig bleibend; auch ohne Durchhörbarkeit hat man oft den Eindruck eines Klangbreies, der nicht enden will .....

    Ganz anders mit der LIVE-Aufnahme mit Roshdestensky von 24.Mai 1987, die für mich die absolute Referenz für die Vierte darstellt ... diese befindet sich mit den weiteren Hammeraufnahmen der Sinfonien Nr. 1, 4, 7, 9, und 10 in der BRILLANT-10CD-Roshdestwensky-Box:

    ES ist unfassbar was da abgeht ... Steigerungen in den Steigerungen ! Die übertrifft auch seine Studio-Aufnahme mit der Moskauer PH (Melodiya/Eurodisc, 1988).


    51AwPGRo0cL._SY300_.jpg51LHnAiHb6L._SY300_.jpg

    Brillant, 1987 (Schost.4), ADD


    :!:Ne ganz dolle Box, die bei mir zu den Unverzichtbaren gehört.

    Heuer teuer geworden ....

    Alle anderen Sinfonien haben sich mir leider noch nicht wirklich erschlossen, ich hoffe, dass Petrenkos GA, die noch auf dem Ungehört-Stapel liegt, mir dabei weiterhelfen kann ;)

    Lieber Amdir,


    als Schosty-Fan habe ich mir die gut klingende NAXOS_GA mit Petrenko auch zugelegt, als diese als GA verfügbar war. So richtige volle Begeistung kam dann von der Int nicht auf, weil ich klar durch Kondraschin - Roshdestwensky - Swetlanow geprägt bin, was alle Sinfonien angeht. Petrenko geht die Sache recht sachlich und zwar präzise an, aber er reisst einfach nicht so mit wie :angel: die grossen alten Russen, die die Werke absolut auf Sidehitze bringen .. eine ganz andere Liga tut sich da auf !


    Aber nicht alle Neuaufnahmen sind aber "lasch".

    *** Die GA von Ashkenazy (Decca) habe ich in der Vergangenheit immer gerne als "moderne Referenz" bezeichnet. Keine Ausreisser, alle Klasse interpretiert.


    *** Eine der neusten GA hat mir auch die Socken ausgezogen = Michael Sanderling / Dresdener PH (SONY, 2019) ... tolle Int, durchweg angemessene Tempi, durchschlagskräftig und spannend; geradezu der Gegenpol zu dem zu sauberen oft zu abgeklärten Petrenko. Bei M.Sanderling war ich nur von der 10ten enttäuscht, die mir zu wenig Power hat und gerade besonders im so wichtigen 2.Satz ohne pepp und Kraft daherkommt. Der Klang ist aktuell und astrein ... leider nicht auf SACD verfügbar, aber auf CD auch TOP.


    *** Von Dmitri Sohn Maxim Schostakwitsch hätte ich mir bei seiner GA mit den Prager Sinfoniken mehr erwartet. Er bleibt spannungsmässig fast am unteren Ende, scheint jede Effekte zu meiden und bleibt einfach zu sauber ... ganz das Gegenteil von einigen seiner früheren Einzelaufnahmen (zum Beispiel der Sinfonie Nr. 15) mit Maxim Schostakowitsch / Moskauer PH (Melodiya/Eurodisc), wo er sich als Sohn und Interpret ausgezeichnet bewährte. Ich hatte ihn auch mal LIVE in der Beethovenhalle Bonn mit der 10ten erlebt ... ein denkwürdiges Konzert, das ich nie vergessen werde. ES liegt nicht am Orchester, sonderen einfach an seiner später geänderten Sichtweise. (Auch das VC Nr.1 mit Maxim / Salerno-Sonnenberg (EMI, 1992) ... man kann es sich nicht vorstellen, aber die gehört aus meiner Sicht zu den schwächsten Aufnahmen dieses grossen (grössten aller) VC !)


    *** Dagegen schätze ich alle Aufnahmen von meinem Liebling Georg Solti (Decca), der aber leider nur die Sinfonien Nr. 1, 5, 8, 9, 10, 13, 15 im Programm hatte .. alles sehr gute Int und Aufnahmen in der gewohnten TOP-Decca-Quali !


    *** Nicht mehr ganz so neu, aber absolut russisch klingend vom Schosty-Kenner und Freund ist die ausgewogenste aller GA, die alle Vorteile einer guten Int mitbringen und die von den Neueren alleine ausreichen würde um zufrieden zu sein = :thumbup: Rudolf Barshai / Kölner RSO (Brillant) ... diese GA war viele Jahre für nen lumpigen Zwanni zu haben !!!


    :S Leider kann ich mit den GA vom Schosty-Freund, dem Cellisten M.Rostropowitsch (EMI) und genau so mit der GA von Kitaenko aus Köln (Dacapo) wenig anfangen ... die sind mir Beide einfach zu langatmig und bleiben streckenweise im viiiiel zu langsamen Tempo stecken ... entsorgt ! Die sind so ganz und gar der Gegenpol zu meinem hochgeschätzten Kondraschin !



    Habt Ihr mal die 1. oder 6. probiert? Sollten da eigentlich auch gehen ...

    Klar, die Erste war zusammen mit der Neunten meine Initialzündung für Schostakowitsch. Die Erste ist die Abschlussarbeit des 21jährigen Studenetn Dmitri Schostakowitsch ... ein Meisterwerk per Excelance. Amerikanische UA durch Eugene Ormandy, der die Pauken im 4.Satz aber noch zu harmlos behandelt.


    Bei der Sinfonie Nr.6 weicht er mal von der Form ab, indem die 3 Sätze immer schneller werden ... bis zum atemberaubenden Finale ... bei der Aufnahme mit Roshdstwensky bleibt man nur noch fertig und regungslos im Stereohörsessel sitzen und muss das gehörte erst mal verdauen ... :hail:herrrrrrlich ... der absolute Wahnsinn. Dieses Erlebnis ist aber nur bei Roshdstwensky (Melodiya/Eurodisc) in dem Umfang gegeben, denn alle Anderen bleiben (zu sehr) auf dem Teppich ...