Beiträge von Melot1967

    Gestern ist die neue Aufnahme von Levit erschienen: Schostakowitschs 24 Präludien und Fugen und die fabelhafte Passacaglia on DSCH von Ronald Stevenson. Meine Vorfreude war groß, als ich sie vor Monaten bestellte. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Aufnahmen haben meine Erwartungen und Hoffnungen übertroffen.


    Hier eine Sony-Promotion mit dem sympathischen Igor Levit. Interviews und - ab Minute 36 - einige Lieblingsstücke aus den Präludien und Fugen.


    Die CDs sind am Freitag bei mir angekommen. Ich halte die Präludien und Fugen nicht für eine "ganz gute Normaleinspielung", sondern für mehr als das. Mein Wunschtraum ist in Erfüllung gegangen, nachdem ich Levit mit dem Zyklus, den ich schon lange gekannt hatte, vor ca. zwei Jahren im Wiener Konzerthaus erlebt hatte und so überwältigt war, dass mich die Erinnerung nicht mehr los ließ: Jetzt kann ich mir den Levit mit diesem Werk wieder (und immer wieder) anhören.

    Ronald Stevensons Werk ist der absolute Oberhammer, und so ist das Spiel von Igor Levit. Ich hörte es erstmals in der Ö1-Radioübertragung von den Salzburger Festspielen mit Igor Levit und war von Anfang bis Ende gespannt und aufgeregt.

    Ich habe diese neuen CDs, die erst im September herauskommen, wegen der fantastischen 24 Präludien und Fugen von Schostakowitsch bestellt. Ich hörte Levit im Wiener Konzerthaus damit und war begeistert. Aber jetzt bin ich schon ganz aufgeregt wegen des anderen Werks, das da enthalten ist: Ronald Stevensons Passacaglia on DSCH. Neulich wurde die Aufführung aus Salzburg vom 21. Juli übertragen. Am 20. Juli hatte ich Levit noch im Wiener Konzerthaus gehört mit den Diabelli-Variationen.

    Bei der Radio-Übertragung war ich von Anfang bis Ende hin und weg und hoffe, dass ich diese Passacaglia mal live erleben (und den Levit bei seinem Spiel sehen) kann.

    Ich kann astewes' Worten nur beipflichten.

    Ich habe die Aufführung nur vom Radio aufgenommen und angehört und war begeistert, auch und vor allem von Asmik Grigorian und Eric Cutler (meine Ernüchterung folgt im zweiten Absatz). Die Männerchöre vom Probensaal hätte man vielleicht noch etwas lauter einspielen können, aber ich weiß ja nicht, wie das vor Ort geklungen hat. In der Übertragung klangen sie etwas zurückhaltend. Mir ist es ohnehin immer ein Rätsel, wie man das mit den Einspielungen überhaupt so gut hinbekommt (das fragte ich mich zuletzt bei der Turandot in St. Margarethen).


    Nach Durchsicht mehrerer Rezensionen zur musikalischen Seite (v. a. Senta und Dirigentin) frage ich mich, ob man vergessen hat, dass es schon sensationelle Holländer-Dirigate und Sentas gegeben hat in Bayreuth. Da fallen mir zuerst gleich mal Karl Böhm und Gwyneth Jones ein.

    Turandot live aus dem Steinbruch St. Margarethen. (Fernsehen ORF III)


    Ich bin ganz von den Socken, weil ich mich frage, wie das möglich ist, dass die musikalisch so eine Weltklasse-Turandot hinbekommen. Wo sind überhaupt das Orchester, der Chor, der Dirigent? Andere Frage: Wie klingt das, wenn man live vor Ort ist? Auch szenisch ist es kaum peinlich. Durchwegs ansprechend und imposant. Da habe ich schon Schlimmeres gesehen (Verona).


    Alle Stimmen: super! Auch Martina Serafin, die im Frühjahr in der neuen Tristan-Produktion an der Seite von Andreas Schager die Isolde singen wird.


    Toll!

    Klavierabend im Wiener Konzerthaus 17. und 18. Juni 2021

    Ursprünglich wäre der Termin - wie immer - Anfang Dezember gewesen. Die Karte hatte ich schon seit Oktober. Wegen Corona abgesagt. Ersatztermin(e) im Februar: zweimal halbvolles Haus (coronabedingte Sitzabstände), wieder abgesagt wegen Corona. Nun hat es geklappt. Ich war heute 18.06. da. Es hingen zig Mikrofone über der Bühne - Ö1 wird das Programm irgendwann senden.


    1. Teil

    Chopin: Polonaisen cis-Moll op. 26/1, es-Moll op. 26/2, fis Moll op. 44, As-Dur op. 53


    2. Teil

    Rachmaninov: Zehn Preludes op. 23


    Zugaben
    Brahms Intermezzo A-Dur op. 118/2, Ballade g-Moll op. 118/3, Chopin Mazurka a-Moll op. 68/2, Prelude c-Moll op. 28/20, Skrjabin Prelude e-Moll op. 11/4, Bach "Ich ruf' zu dir, Herr Jesu Christ" (Orgelbüchlein) BWV 639.


    Nicht enden wollende Ganzkörpergänsehaut, vor allem während der fis-Moll-Polonaise und der Preludes.

    Trotz der vielen freien Plätze (Coronamaßnahme) kam mir das Applausgetöse nicht viel weniger stark vor als bei sonst üblicherweise knallvollem Haus.


    Auf dem Weg zur U-Bahn erlebte ich dann einen Polizeieinsatz, wie ich ihn nur aus wilden Filmen kannte. Ein paar Minuten versteckte ich mich hinter einer Säule, da ich Sorge hatte, von einer Kugel getroffen zu werden. Am Ende standen mehrere Einsatzfahrzeuge um das Auto, das verfolgt worden war, Männer lagen auf dem Bauch und Polizisten knieten auf ihnen. Ich schlich auf einem Umweg Richtung U-Bahn.

    Der Dirigent dirigert mit verschieden großen "Zahnstochern".

    Ich habe mit der Box sehr viel Freude. Besonders angetan bin ich vom 1. Cellokonzert mit Capucon, dem Konzert für Klavier und Trompete und von meinen Lieblingssymphonien 4, 13, 15 (wobei ich aber die Dreizehnte, die sie vor Jahren mal in der Royal Albert Hall spielten, unübertroffen und spannender finde und auch der Sänger Petrenko besser war), aber auch 8 und 9. Ich kann die Box nur empfehlen.

    Er hat die Suite 2012 überall gespielt, so auch im Wiener Konzerthaus, wo er immer Anfang Dezember auftritt. Es gab auch Mozart (KV 310) und nach der Pause die Hammerklaviersonate und dann sechs Zugaben.

    Rheingold1876, da bin ich ganz bei dir, was die Veranstaltung in der Kirche angeht. Genau so geht es mir. Ich liebe es und finde es so richtig erhebend, nicht nur immer wieder in der Wiener Franziskanerkirche, wo nicht gerade Laien spielen und singen, sondern auch in anderen kleineren Kirchen, auch auf dem Land, z. B. Waizenkirchen in Oberösterreich.


    Ich glaube auch, dass Veranstalter hinter besagten teuer verkauften Konzerten stehen. In dem von mir genannten Fall steht das hier auf der Website des Konzerthauses:

    Dieses Konzert wird im Rahmen einer Kooperation zwischen der Wiener Konzerthausgesellschaft, MünchenMusik und Semmel Concerts veranstaltet.


    Münchenmusik und Semmelkonzerte werde ich mir jedenfalls merken.

    "Weihnachten mit Jonas Kaufmann" am 22. Dezember 2021 im Wiener Konzerthaus.

    Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

    Dirigent Jochen Rieder


    Abgesehen davon, dass ich seine Stimme ohnehin nicht so mag (obwohl ich ihn in manchen Partien und Produktionen schon sehr gut finde) und mich dieses Konzert weniger als gar nicht interessieren würde, finde ich es eine Frechheit, was bei seinen Auftritten die Karten kosten sollen. Was soll das? Wer bitte zahlt im Konzerthaus mehr als 120 Euro, außer es spielen internationale Orchester oder die Wiener Philharmoniker und man will auf den teuersten Plätzen sitzen, wobei da die besten Plätze bei solch teuren Orchesterkonzerten nicht die teuersten sind, sondern auf dem Balkon Mitte weit unter 100 kosten. Bei Kaufmann zahlt man auf dem Balkon über 200 und die teuersten Karten kosten fast 300 Euro.

    Auch wenn Anna Netrebko in so einem Nepp-Konzert wie diesem auftritt, gibt es dieses Phänomen. Und interessanterweise sind solche Konzerte ausverkauft. Mich stößt das aber so ab, dass ich überhaupt nirgends (!) mehr hingehe, wo solche Künstler auf dem Programm oder auf dem Theaterzettel stehen, weil sie mir damit so unsympathisch geworden sind.

    Zur Erinnerung: Heute (Sa, 17.04., 19:30) im Radio Ö1 die ganze Aufführung vom 11. April 2021.

    Sendungen im TV bzw. Internet siehe hier (weiter unten links eine Übersicht):

    https://orf.at/stories/3209097/

    Hugo Portischs Ausführungen habe ich schon vor über 40 Jahren als junger Schüler geliebt. Die zuletzt aktualisierten Ausgaben von Österreich I und Österreich II als DVD-Boxen (und auch andere Dokumentationen) sind ein wertvolles Vermächtnis. Ebenso die im Rahmen der Reihe Universum gedrehten Filme über Pilze. Seine Frau Gertraude Portisch (1920-2018, Mädchenname Traudi Reich) schrieb ebenfalls zahlreiche Bücher, vor allem für Kinder. Eines davon, Nogi und der Zug der schwarzen Vögel, ist eine wunderschöne Hommage an die wenig beachteten Saatkrähen, die jeden Winter aus Osteuropa massenhaft zu uns kommen, um Nahrung zu suchen und in Wien einen ganz eigenen Wintersound erzeugen, der den ganzen Winter in der Luft liegt. Im März sind sie dann ganz plötzlich wieder weg - und damit auch dieses permanente Wintergeräusch.

    Das ist zwar keine Oper, sondern eine Sprechtheater-Aufführung, dennoch möchte ich den Termin hier platzieren. Das Live-Erlebnis im Burgtheater fühlt sich an, als erlebe man Oper. Zumal mit dem überwältigenden Sound von Live-Percussion und einigen Streichern.

    Überall prangen an den Eingängen Tafeln mit der Information, man könne Gehörschutz bei den Platzanweisern ausleihen. Darüber habe ich mich gewundert, denn Elektra oder Götterdämmerung (unverstärkt) sind sicher lauter, aber vielleicht nahm man Rücksicht auf ein Theaterpublikum, das normalerweise nicht in die Oper oder ins Konzert geht.


    Die Bakchen von Euripides (ca. 400 v. Chr.)

    ORF III, Aufzeichnung aus dem Wiener Burgtheater

    Freitag, 23. April 2021, 22:50 Uhr (gut drei Stunden)

    Link zu ORF III: https://tv.orf.at/program/orf3/20210423/991912301/

    Link zu einer Besprechung von Renate Wagner im Online-Merker:

    https://onlinemerker.com/wien-burgtheater-die-bakchen/

    Und Fernsehen ORF III überträgt am 11.04. live.

    (Heute 27.03. steht das allerdings plötzlich nicht mehr im Programm von ORF III.)

    Für mich ist Welser-Möst von den gegenwärtigen Dirigenten einer der ganz großen. Unvergesslich seine Dirigate in der Wiener Staatsoper, vor allem bei Wagner und Strauss. Ich war überglücklich, dass ich seine Elektra - endlich wieder die Kupfer-Inszenierung! - im September erleben konnte, ehe der Kulturbetrieb wieder geschlossen wurde, und hoffentlich geht sich das pandemiemäßig aus, dass man im Juni wieder in die Oper gehen kann, denn da kommt diese Elektra noch mal - diesmal mit anderer Besetzung, aber mit Welser-Möst.

    Ich bin auch von seinem Bruckner vollkommen überzeugt, seit ich mir seine Bruckner-DVD-Box zugelegt habe. Ich kann da gar nicht sagen, welches der beiden Orchester mir besser gefällt.

    ich bin dann mal wieder so widerlich pietätlos, auf zwei Kommentare zu Mickischs Tod hinzuweisen. In den seriösen "Haltungsmedien" konnte ich leider nichts finden, was eines feinfühligen Nachrufs gerecht worden wäre. Drum diese Kommentare. Ich weiß, es ist voll Nazi, auf solche unseriösen Quellen zu verweisen


    https://www.tichyseinblick.de/…es-seitlich-umgeknickten/


    https://www.achgut.com/artikel/der_tod_des_stefan_mickisch

    Ich finde den Nachruf von Herrn Wendt (Tichys Einblick) auf Stefan Mickisch würdevoll und bewegend. Ebenso die Worte mancher der vielen Leserkommentare darunter. Danke fürs Einstellen dieses Links.

    Stefan Mickisch wird mir sehr fehlen. Ich habe die Nachricht von seinem Tod zum Wochenende gelesen. Ich war immer wieder bei seinen erhellenden und amüsanten Konzerten (Wiener Konzerthaus) und habe mir über seine Website fast alle seine CDs gekauft. Seine Worte zur von ihm pianistisch erstklassig dargebotenen Musik und den Überleitungen zu anderen Komponisten waren für mich oft eine Offenbarung. Eine von den besonders beeindruckenden Aufnahmen ist für mich die spätere Aufnahme von Tristan und Isolde. Ich bin traurig.

    [...]Bevorzugt werden sollen beim Kartenverauf jene Personen, die im vergangenen Jahr auf Rückerstattung der Preise für bereits fest gebuchte Eintrittskarten verzichtet haben. Offenkundig müssen sie aber 2021 nochmals zahlen, wenn ich es richtig verstanden habe.

    In meinem Profil auf der Website der Festspiele steht, dass ich ein entsprechendes Guthaben habe. Ich wüsste nicht, wo da steht, ich müsste abermals zahlen.

    Mich hätte halt Lohengrin interessiert, aber den gib es jetzt leider nicht mehr. Ich werde mich wahrscheinlich für Tannhäuser entscheiden.

    Anderes Thema bzw. meine Frage dazu: Hat schon mal jemand ein Programmheft für eine bestimmte Bayreuther Produktion gekauft? Ich habe noch nie eines gesehen. Man bekam immer nur einen billigen Flyer (Besetzungsliste), für den man noch dazu zahlen musste.

    Meine am öftesten gehörte Bruckner-Aufnahme ist die Achte mit Celibidache und den Münchner Philharmonikern, schon lange her. Vielleicht auch deshalb meine Fixierung auf genau diese Version der Achten. Ich hatte besagte Aufnahme seinerzeit als Videokassette, habe sie aber in den letzten Jahren nie als DVD gefunden. Weiß jemand mehr? In Youtube kann man sie aufrufen und ich lade sie gerade herunter.

    Das ist ein interessantes Thema. Ich kann jegliche Vorlieben nachvollziehen. Doch mich selbst muss ich als kompletten Anti-Multitasker outen. Nicht, dass ich nicht fähig wäre, gleichzeitig spazieren zu gehen (oder sonst was zu tun) und Musik zu hören - aber ich will nicht. Wenn ich Musik hören möchte, dann höre ich nur Musik. Wenn ich spazieren gehe, dann gehe ich nur spazieren. Wenn ich in der U-Bahn fahre, dann fahre ich nur U-Bahn (zwanzig Minuten Lesen kommt aber schon vor) - ohne Kopfhörer, ohne Sonnenbrille, ohne Telefongebrauch. Ich habe alles gerne einzeln und pur. Ich könnte da gar nicht sagen, was mich mehr stören würde - die Musik beim Hören der Umgebungsgeräusche oder die Umgebungsgeräusche beim Hören der Musik.

    Diese DVD-Box habe ich mir gegönnt, nachdem ich von meinen KollegInnen am Ende des Schuljahres einen sehr üppigen Gutschein für Morawa bekommen hatte. Enthalten sind nur 4, 5, 7, 8, 9 (also Hauptsache meine Lieblingssymphonien 5 und 9).

    Bislang habe ich nur die Achte und Neunte gehört/angeschaut und bin zu hundert Prozent überzeugt, obwohl ich die Achte in dieser Version gar nicht soo gerne mag. Das Cleveland Orchestra "mit dem richtigen Dirigenten" - was für ein Klang! Lange Zeit hatte ich keine Lust auf Bruckner. Und jetzt habe ich Lust auf noch mehr Bruckner.

    Ich sehe Andreas Schager als Heldentenor und reise auch, um ihn zu hören.

    Auf der Bühne habe ich ihn erlebt als:


    • Parsifal, oft in Berlin
    • Tristan, oft in Berlin
    • Jung-Siegfried, Berlin
    • Siegfried, Berlin
    • Tannhäuser, Berlin
    • Bacchus, Berlin
    • Apollo, Frankfurt

    Um jede Partie, in der ich ihn noch nicht gehört habe, tut es mir leid.

    Das kann ich gut verstehen. Ich hatte schon oft von ihm gehört, bemühte mich aber nicht, zu seinen Vorstellungen zu gehen. Dann hörte ich ihn in Wien als Max im Freischütz und zuletzt als Kaiser in Die Frau ohne Schatten, die in der Premierenserie schon im Vorverkauf ausverkauft war. Was war ich froh, die Premierenserie (mit an der Wiener Staatsoper erstmalig und hoffentlich letztmalig maßlos überteuerten Premierenkartenpreisen) verpasst zu haben und erst im Herbst danach Karten zu bekommen - somit habe ich Andreas Schager in der Partie genießen (!) dürfen. Eine Offenbarung!

    Nicht zu vergessen Il viaggio a Reims (siehe Opernführer). Leider ist diese Aufführungsserie, die seinerzeit vom ORF aufgezeichnet wurde, nicht offiziell erhältlich. Dabei war das solch ein Fest!

    Eigentlich hätte ich mich gefreut, nach Jahrzehnten wieder die Entführung an der Wiener Staatsoper zu hören und zu sehen. Als ich aber "Neuenfels" las, wollte ich mir dann doch keine Karte kaufen.

    Nun brachte Ö1 (und auch Deutschlandfunk Kultur und andere Sender) Samstagabend die Premiere vom 12. Oktober 2020. Teilweise hatte man Sequenzen vom 16.10. hineinkopiert.

    Der musikalische Teil lässt kaum Wünsche offen. Die Konstanze ist für heutige Verhältnisse sensationell. Rein akustisch machen sich die von Schauspielern gesprochenen Dialoge sehr gut. Freilich weiß ich nicht, wie das dann vor Ort auf der Bühne ausgesehen hat. Auch hatte ich bisher noch nie bei der Entführung ein Cembalo gehört, das fast ständig mitspielt. (Ist das überhaupt ein Cembalo?)

    Nach dem Finale sollte meiner Meinung nach aber Schluss sein. Danach ein Mörike-Gedicht anhören zu müssen, finde ich eine Zumutung. Nichts gegen Mörike. Aber doch nicht an dieser Stelle! Ich bin froh, nicht dabeigewesen zu sein, denn ich fürchte, ich hätte während des feierlichen Vortrags einen lauten Lachkrampf bekommen (und mich gleichzeitig geärgert).

    Die Übertragung im Radio habe ich mit meinen AKG-702-Kopfhörern aber sehr genossen. Ich war entzückt.


    Hier die ganze Vorstellung:

    https://bit.ly/3dVGBMc

    Ich habe mir erlaubt, die Aufnahme zu zerstückeln. So kann ich besser auf einzelne Stücke zugreifen.

    Falls es eine Beanstandung gibt, bitte den Link löschen. Man will ja nicht verklagt werden.

    Eben in ORF 2 gesehen und gehört: Beethovens Neunte bei den Salzburger Festspielen.

    Wiener Philharmoniker, Dirigent: Riccardo Muti; Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor; Asmik Grigorian, Sopran; Marianne Crebassa, Alt; Saimir Pirgu, Tenor; Gerald Finley, Bass.

    Eine schleppende Neunte mit dem Chor der Wiener Staatsoper (die Damen nicht ganz auf der Höhe). Das viel zu früh einsetzende Geplapper der netten Moderatorin Teresa Vogl machte den Matinee-Genuss am Ende vollends kaputt.