Beiträge von Melot1967

    Christians Artikel hat mich zunächst verwirrt, aber dann habe ich mir gedacht, er hat die Besprechung in der SZ wahrscheinlich gelesen, als er in Salzburg war.

    Mit einem Bericht kann ich leider nicht dienen, da ich bei manchen Regisseur-Namen mittlerweile abwartend bin und mir vorerst keine Karte kaufe. Und wie's aussieht auch nicht für Vorstellungen in der kommenden Saison.


    Besprechungen, die keine Bezahlartikel sind, gibt es im Onlinemerker und von der Tageszeitung Der Standard.


    Die heutige Vorstellung ist übrigens live im Radio Ö1 zu hören.

    https://oe1.orf.at/programm/20…719/Mozart-Cosi-fan-tutte ab 18:30 Uhr

    Ich, seit 12/2019 für 39,99 Euronen

    Ich habe die Box seit einiger Zeit, obwohl ich die Aufnahmen alle in Kopie schon hatte. Meine erste Berührung mit Scarlatti war vor vielen Jahren, als ich mir nach und nach die französischen Einzelboxen von der Städtischen Bücherei ausborgte. Da hörte ich längere Zeit nur noch Scarlatti. Später habe ich viele Aufnahmen mit Klavier kennengelernt und schätze diesen anderen Klang ebenso.

    Zu Weihnachten bekam ich von meinen Eltern ein recht gutes südkoreanisches Handy, obwohl ich mit meinem alten Handy (damals vor ein paar Jahren mit 50 mein erstes Smartphone) recht zufrieden war.


    Könnt ihr mir eine brauchbare App für das Abspielen meiner MP3 empfehlen? Nicht dass ich oft am Handy Musik hören würde - Musik höre ich fast nur daheim an der Stereoanlage und mit Kopfhörer, oder im Konzertsaal.


    Ich lade mir ausgewählte Ordner vom Computer aufs Handy, und ich würde sie dann am Handy gern auch so vorfinden und benützen.


    Ich hatte mal eine App "Equalizer", bei der ich den Klang nach meinem Geschmack einstellte. Die habe ich aber jetzt deinstalliert, da ich die Werbung unerträglich und störend finde. In der Arbeit muss ich gelegentlich Hörübungen abspielen, da kann ich das überhaupt nicht brauchen, dass plötzlich irgendwas Störendes dazwischenkommt, wenn ich die nächste Datei suche.

    [...]Die Aufzeichnung vom Samstag kann man hier nachhören:

    https://www.rbb-online.de/rbbk…archiv/20230930_2000.html

    Der Liszt profitiert sogar von der Aufzeichnung, weil die Balance besser ist als im Saal, wo Kantorow bei einigen Stellen Mühe hatte, gegen das Orchester anzukommen.

    Danke für den Hinweis und den Link. Sehr spannend die Aufführung der Vierten. Sensationell! Eigentlich wollte ich mir erst mal nur den ersten Satz anhören, war aber so gebannt, dass ich den Kopfhörer nicht abnehmen wollte.

    Ich habe bis jetzt auch an einigen Stellen nicht an ein Zitat gedacht, wenn ich Sequenzen hörte, die so oder so ähnlich auch in anderen Werken Schostakowitschs vorkommen. Immerhin hört man in vielen seiner Werke solche Stellen. Für mich ist das dann einfach ("typisch") Schostakowitsch.

    Etwa das Motiv, das in besager Oper im 4. Akt vorkommt, als sich kurz vor Ende die Gefangenen wieder aufmachen zum Weitermarsch; kurz bevor der alte Gefangene Katerina ermahnt mitzukommen und diese dann Sonyetka in den Fluss stößt.

    Und in dieser Oper kommen auch öfter bekannte Stellen vor, etwa aus Hypothetically Murdered, eins zu eins.

    Meine Notiz darf man gerne auch wieder löschen, da ich nicht ganz verstanden habe, was man hier schreiben soll.

    Nachdem ich den Liederabend von Patrick Grahl vom 22. Juni im Radio gehört habe und ich danach seine CD Dichterliebe sogar noch mehr genossen habe, habe ich kurz nachgeschaut und gesehen, dass Patrick Grahl am 18.06.2024 um 20 Uhr einen Liederabend hat (Klavier: Malcolm Martineau).

    Ein Liederabend von der Schubertiade Schwarzenberg vom 22. Juni (Beethoven, Mendelssohn, Schubert), der im Radio Ö1 gesendet wurde, hat mich so begeistert, dass ich auf diese CD neugierig wurde. Wie auf der CD von 2020 gab es bei besagtem Liederabend 2023 "An die ferne Geliebte" und die gleichen Mendelssohn-Lieder (in anderer Reihenfolge). Die Schubertlieder waren "Der Musensohn", "Himmelsfunken", "Der Wanderer", "An mein Herz", "Auf dem See", "Im Abendrot", "Das Zügenglöcklein", "Schwanengesang", "Ganymed", "Willkommen und Abschied". Statt Schubert gibt es auf der CD Schumann - und wie!



    Meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen. Der Tenor Patrick Grahl und Daniel Heide am Bechstein gestalten Dichterliebe mit großer Einfühlsamkeit. Und auch aufnahmetechnisch ist die CD perfekt. Der Track mit "Die alten, bösen Lieder" spielt nach Verklingen des letzten Klavierakkords einfach über eine Minute weiter - in Stille.


    Die beiden gesetzten You Tube Beiträge sind nicht mehr verfügbar.

    Lieber Alfred,


    du kannst dich ja auf die Namen beschränken, deren Namen man aussprechen kann, die deutschsprachig sind und aus unserem kulturellen Umfeld stammen. Mit denen gibt es doch ohnehin viele Vorstellungen bzw. Konzerte.


    Natürlich entgeht dir da z. B. Bychkov, wenn er die Tschechische Philharmonie leitet, und viele andere auch. Aber macht ja nichts, denn wie gesagt gibt es viele Veranstaltungen mit Dirigenten mit aussprechbaren Namen, die deutschsprachig sind und aus unserem kulturellen Umfeld stammen.


    Ich habe mit den unaussprechlichen Namen kein Problem. Ich spreche sie einfach nicht aus. Ich war mal mit einem Inder befreundet, dessen Namen ich bis heute nicht aussprechen kann. Trotzdem gehe ich zu seinen Konzerten, wenn er z. B. mal im Konzerthaus dirigiert. Sein Hintergrund und sein Name sind da für mich kein Hindernis, weil ich mich nur auf die Musik und die Darbietung konzentriere.

    Kürzlich erlebt in der Wiener Volksoper, 28. Jänner 2023: Die neue Produktion von Orpheus in der Unterwelt in der Regie von Spymonkey.


    So ähnlich wollte ich diese Operette immer erleben, und die Aufführung hat meinen Wunschtraum noch übertroffen. Nach der Lektüre von Edwin Baumgartners Besprechung in der Wiener Zeitung war ich noch skeptisch, aber es hat sich für mich alles bestätigt, was er schreibt. Eine einzige kleine unwichtige Ausnahme ist, dass ich mir von der Sängerin der Eurydike gelegentlich gewünscht hätte, sie hätte ihren Spitzenton eine Oktave tiefer gesungen.


    Hier der Artikel in der Wiener Zeitung:

    https://www.wienerzeitung.at/n…Zerberus-macht-Haufi.html


    Hier der Trailer von der Volksoper:


    Hier die sogenannte Kurzeinführung, in der die Regisseure zu Wort kommen:

    ORF III übertrug am Sonntag, 11. Dezember live zeitversetzt, bis Barbara Rett nach dem 1. Aufzug verkündete, es habe "Probleme" gegeben und man werde ab jetzt die Aufnahme vom 8. Dezember senden (in dieser Vorstellung saß ich im Parkett). Man weiß nie, was mit "Problemen" gemeint ist. Es wurde auch nicht gesagt, dass es "technische Probleme" wären. Im Radio Ö1 wurde ganz live gesendet an jenem Sonntag, und ja, es gab musikalisch im 2. und im 3. Aufzug Ungereimtheiten an manchen wenigen Stellen, aber nicht so schlimm, dass man deswegen die beiden Aufzüge für die Fernsehübertragung hätte absagen und stattdessen die vom 8. Dezember einfügen müssen. Sei's drum.


    Als klar wurde, die Otto-Schenk-Inszenierung würde durch eine neue ersetzt, wurde mir ganz anders. Was sollte denn da jetzt kommen, das noch dazu (viele?) Jahre im "Repertoire" bleiben müsste. Ich war halt noch traumatisiert vom neuen Parsifal und (noch schlimmer) vom Tristan. (Mir unbegreiflich, warum man die wunderschöne Tristan-Produktion von David McVicar ersetzt hat.)


    Aber siehe da: Die neue Meistersinger-Produktion war gar nicht so schlimm. Besser gesagt, sie war eine Sternstunde (oder viereinhalb, oder - inklusive Pausen - fünfeinhalb). Ich nehme die Kritik an Walther und Beckmesser zur Kenntnis (die an David nicht, denn an dem gab es rein gar nichts auszusetzen), aber das war doch wirklich alles stimmig und einwandfrei. Dass mich diese Meistersinger-Vorstellung sowohl musikalisch als auch darstellerisch dermaßen berührt hat, bedeutet für mich, dass da vieles gut gelaufen ist. Wenn einen szenisch was stört, liegt das sicher meist an Elementen des Bühnenbildes. Die Personenführung war exzellent, die Diktion immer vorbildlich. Die Idee der Regie, ab und an mal Traum und Wirklichkeit abzuwechseln ("Hat Sachs diese Szene jetzt gerade nur geträumt?"), fand ich beeindruckend und zum Nachdenken anregend.


    Von mir nur Bravos für alle Beteiligten, allen voran Michael Volle als Sachs, Michael Laurenz als David, Wolfgang Koch als Beckmesser, Georg Zeppenfeld als Pogner und für Orchester und Chor (besser gesagt: für die Chöre).


    Hier zwei Szenen vom 3. Aufzug aus der Vorstellung vom 8. Dezember. Das Quintett und dann der Auftritt Beckmessers und Stolzings mit dem Preislied, falls nicht von der Zensur gelöscht:




    Hier die ganze Vorstellung vom Sonntag, 11. Dezember, live übertragen im Radio Ö1.

    Bester Klang: Alle MP3 herunterladen und über entsprechendes Equipment anhören.

    https://bit.ly/3HSOS4q

    Hier ein Ausschnitt aus der Burgtheater-Produktion von Ulrich Rasche:



    Mit Franz Pätzold, Felix Rech, Martin Schwab, Markus Meyer u. a.
    Musikalische Ausführung: Violine 1, Violine 2, Viola, Cello, Bass (abwechselnd Kontrabass und Bassgitarre), Percussion und hinter der Bühne ein Tenor und ein Bariton. Diese (letzte) Vorstellung wurde pandemiebedingt ohne Publikum aufgeführt. Bei allen anderen Vorstellungen saßen die Musiker direkt auf der Bühne links (Streicher) bzw. rechts (Percussion) vor dem Bühnentor.

    Alternativ dieser Link für die, die ...


    Ich habe lange gewartet auf eine Aufführung von Medea wie diese. Interessanterweise begegnet mir hier schon wieder David McVicar. Inszenierungen von ihm habe ich in den letzten Jahren schon mehrmals gerne gesehen (Wiener Staatsoper Les Troyens, Tristan und Isolde, Wiener Volksoper Der Tod in Venedig, auf BluRay die wunderhübsche Glyndebourne-Produktion von Die Meistersinger von Nürnberg und die spannende Londoner Produktion von Salome).

    (Ich habe das Gefühl, ich bin hier im falschen Forum. Gibt es keines zu Wagners Sprache?)

    Es ist mir jedenfalls ein Bedürfnis, denen, die zu Recht skeptisch sind, was die sprachliche Qualität in Wagners Musikdramen betrifft, dieses Buch ans Herz zu legen (das ich mir übrigens zulegte auf Empfehlung in einem anderen Thread), das einige Skeptiker ein wenig umstimmen könnte:



    Ich stieß mich ohnehin nie an der Sprache, vielleicht weil ich beim ersten Kennenlernen der Opern während des Hörens in Kurt Pahlens kommentierten Textbüchern mitlas, oder weil ich das meiste während des Hörens von Anfang an als stimmig empfand, wie hier auch schon manche meinten. Aber nach oben genanntem Buch weiß ich - der Laie - nun auch, dass die Operntexte Wagners - selbst als reine Texte - nicht einfach nur seltsam oder selbsterfunden sind.

    Für mich liegt London geografisch näher als Linz :)

    Auch wenn Linz geographisch ferner liegt, kann ein Besuch im Musiktheater lohnen, und das zu recht moderaten Preisen. Ich hatte da schon Sternstunden, z. B. "Die Frau ohne Schatten", "Tristan und Isolde", "Le nozze di Figaro", "Parsifal". Wie "Die tote Stadt" wird, weiß ich natürlich noch nicht. Zum Haus: Da es recht neu ist, hatte man Gelegenheit, sich was zu überlegen und das auch umzusetzen. Ich war bisher noch in keinem anderen Theater, in dem ich mich so wohl fühlte wie in Linz. Meine Lieblingsplätze sind im normalen Parterre letzte Reihe. Aber nicht nur dort sitzt man so bequem wie im Kino. Ist aber jetzt wohl der falsche Thread für diese Bemerkungen.

    Ich kenne an die zehn (oder etwas mehr) Aufnahmen, die schon genannt wurden. In letzter Zeit bin ich besonders angetan von der BluRay mit Thielemann und den Wiener Philharmonikern, obwohl ich die Nahaufnahmen vom Dirigenten und einzelner Musiker nicht so mag, aber ich glaube, dass meine Lieblingsaufnahme nach wie vor die mit Harnoncourt ist.

    Lieber Alfred, danke für deine plausible Zusammenfassung, und deinen letzten Satz kann ich unterstreichen. Ich verstehe die Anmerkungen oder die Kritik mancher Mitglieder, aber ich finde ebenfalls, dass das Forum recht gut dasteht. Dass nicht zu jeder Zeit alle Bereiche hier abgedeckt oder alle aktuellen Kulturereignisse besprochen werden, halte ich nicht für problematisch.

    P.S. zu den von mir angesprochenen tontechnischen Mängeln (die ich übrigens auch in dem auf Youtube vorhandenen Video mit der Radioübertragung vorfinde):


    Das Problem hat sich für mich erledigt, nachdem ich die Aufnahme von der WDR3-Mediathek heruntergeladen hatte. Das hört sich auf meiner HiFi-Anlage nun fabelhaft an. Nichts mehr von der krassen Aussteuerungs-Normalisierung, die entweder bei der unmittelbaren Übertragung stattfand oder vielleicht auch durch Phonostar, von dem ich den ersten Download hatte. Jetzt kann ich die Aufführung genießen.

    https://www1.wdr.de/mediathek/…istan-und-isolde-100.html

    Mal sehen, ob's auch die zeitverzögerten Übertragungen des Ring nach und nach (und im Nachhinein) auf diese Weise gibt.

    Eröffnungspremiere Tristan und Isolde am 25. Juli 2022


    Ich habe die aufgenommene Live-Übertragung am nächsten Tag angehört und kann mich - was das Gehörte betrifft - diesen beiden Besprechungen anschließen.


    https://www.derstandard.at/sto…net-bayreuther-festspiele

    https://www.tagesspiegel.de/ku…-vom-glueck/28549660.html


    Dass gelegentlich SängerInnen und Orchester nicht ganz exakt beisammen waren, hat mich wenig gestört, zumal der Dirigent (Markus Poschner, den ich schon öfter in Linz erlebt habe) die Ungereimtheit immer im Nu wieder wegzaubern konnte, alle Achtung! Auch die angeblich mangelnde Textverständlichkeit ist mir kaum aufgefallen oder hat mich jedenfalls nicht gestört, da ich den Text ja kenne. Für mich waren die Eindrücke, die ich von den Stimmen und vor allem vom Orchester bekam, sehr befriedigend und ab und an sogar überwältigend.


    Im Tagesspiegel erwähnt auch wieder endlich jemand das Premierenpublikum, und zwar wie es im Saal akustisch auffällt. So unangenehm habe ich es selten erlebt - live vor Ort ohnehin nicht, da ich genau aus diesem Grund nicht zu so einer Premiere gehe, sondern wenn, dann in eine der Folgevorstellungen. Da wurde - wie im Tagesspiegel geschildert - weit in die ersten Takte hinein weitergequasselt, laut gelacht, Handys fielen auf den Holzboden, Flaschen fielen um und rollten weiter (und es wurde gegen Ende jedes Mal schon applaudiert, als die letzten Akkorde noch nicht verklungen waren). Die Weise, wie die Übertragung vom Bayerischen Rundfunk ausgesteuert wurde, verstärkte die Unannehmlichkeiten noch, indem unmittelbar nach der Moderation der Lautstärkepegel der Übertragung hochfuhr und es klang, als sei man in einem vollen Bierzelt, während man die ersten zwei Noten des Vorspiels verpasste - oder sie bei mehrmals wiederholtem Abspielen der Aufnahme nur erahnen konnte. Diese Lautstärkeanpassung der Übertragung verhinderte mir auch den vollen Genuss des Vorspiels, das irgendwie immer leiser wurde anstatt lauter. Oder vielleicht ging es nur mir so und es lag an der Aufnahme, die ich von Phonostar heruntergeladen hatte. Ab dem zweiten Aufzug gewöhnte ich mich halbwegs an das Problem oder achtete nicht mehr so darauf.


    Vielleicht könnte sich jemand zu Wort melden, der/die sich den Tristan live im Radio angehört hat?

    Natürlich gehören hier die Übertragungen von den Bayreuther Festspielen angeführt.


    Wenn mir nicht im letzten Moment eingefallen wäre, für einen Monat ca. 7 Euro für Phonostar zu zahlen, hätte ich heuer von Wien aus davon überhaupt nichts mitbekommen, da ich heuer auch nicht hinreisen wollte. Jetzt habe ich für die nächsten Tage den heutigen Tristan und dann die Ring-Aufführungen programmiert und habe sie dann fertig als MP3 zum Download - und da ich WDR3 ausgewählt habe, sind die Dateien in 256 kb/s (immerhin). Dann noch schneiden, um die Aufzüge oder Interviews einzeln anhören zu können - vom Stick im BluRay-Player über die Stereoanlage/Lieblingskopfhörer.


    Jetzt gerade Tristan (Beginn der Aufführung 16 Uhr). Beiträge und Interviews in den einstündigen Pausen, kleine Kritikerrunde direkt im Anschluss an die Vorstellung.


    Bayreuth-Programm BR Klassik:

    https://www.br-klassik.de/aktu…-festspiele-2022-100.html

    Auf Rzewski wurde ich vor ca. zwanzig Jahren aufmerksam durch Hamelins Einspielung von "The People United ...". "Winnsboro Cotton Mill Blues" hat es mir ebenfalls angetan.

    Am 29.11.2019 habe ich Rzewski selbst am Klavier im Wiener Konzerthaus mit dem zuerst genannten Werk erlebt. Einerseits war es faszinierend, den alten Meister mit seiner eigenen Komposition zu erleben. Er kam in bequemer Kleidung und mit Sandalen auf die Bühne und sprach ein paar Worte zum Publikum, wirklich rührend. Das Spiel war dann für mich aber eine Herausforderung. Rzewski hatte die Noten auf dem Klavier liegen, spielte also nicht auswendig. Das Werk dauerte anderthalb Stunden (statt knapp einer Stunde) und klang an jenem Abend für mich weitaus nicht so interessant wie in den Aufnahmen von Hamelin oder Levit. Diese Langsamkeit war kaum auszuhalten. Dennoch: für mich ein unvergessliches Konzerterlebnis, das ich nicht missen möchte.