Beiträge von Melot1967

    Der Dirigent dirigert mit verschieden großen "Zahnstochern".

    Ich habe mit der Box sehr viel Freude. Besonders angetan bin ich vom 1. Cellokonzert mit Capucon, dem Konzert für Klavier und Trompete und von meinen Lieblingssymphonien 4, 13, 15 (wobei ich aber die Dreizehnte, die sie vor Jahren mal in der Royal Albert Hall spielten, unübertroffen und spannender finde und auch der Sänger Petrenko besser war), aber auch 8 und 9. Ich kann die Box nur empfehlen.

    Er hat die Suite 2012 überall gespielt, so auch im Wiener Konzerthaus, wo er immer Anfang Dezember auftritt. Es gab auch Mozart (KV 310) und nach der Pause die Hammerklaviersonate und dann sechs Zugaben.

    Rheingold1876, da bin ich ganz bei dir, was die Veranstaltung in der Kirche angeht. Genau so geht es mir. Ich liebe es und finde es so richtig erhebend, nicht nur immer wieder in der Wiener Franziskanerkirche, wo nicht gerade Laien spielen und singen, sondern auch in anderen kleineren Kirchen, auch auf dem Land, z. B. Waizenkirchen in Oberösterreich.


    Ich glaube auch, dass Veranstalter hinter besagten teuer verkauften Konzerten stehen. In dem von mir genannten Fall steht das hier auf der Website des Konzerthauses:

    Dieses Konzert wird im Rahmen einer Kooperation zwischen der Wiener Konzerthausgesellschaft, MünchenMusik und Semmel Concerts veranstaltet.


    Münchenmusik und Semmelkonzerte werde ich mir jedenfalls merken.

    "Weihnachten mit Jonas Kaufmann" am 22. Dezember 2021 im Wiener Konzerthaus.

    Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

    Dirigent Jochen Rieder


    Abgesehen davon, dass ich seine Stimme ohnehin nicht so mag (obwohl ich ihn in manchen Partien und Produktionen schon sehr gut finde) und mich dieses Konzert weniger als gar nicht interessieren würde, finde ich es eine Frechheit, was bei seinen Auftritten die Karten kosten sollen. Was soll das? Wer bitte zahlt im Konzerthaus mehr als 120 Euro, außer es spielen internationale Orchester oder die Wiener Philharmoniker und man will auf den teuersten Plätzen sitzen, wobei da die besten Plätze bei solch teuren Orchesterkonzerten nicht die teuersten sind, sondern auf dem Balkon Mitte weit unter 100 kosten. Bei Kaufmann zahlt man auf dem Balkon über 200 und die teuersten Karten kosten fast 300 Euro.

    Auch wenn Anna Netrebko in so einem Nepp-Konzert wie diesem auftritt, gibt es dieses Phänomen. Und interessanterweise sind solche Konzerte ausverkauft. Mich stößt das aber so ab, dass ich überhaupt nirgends (!) mehr hingehe, wo solche Künstler auf dem Programm oder auf dem Theaterzettel stehen, weil sie mir damit so unsympathisch geworden sind.

    Zur Erinnerung: Heute (Sa, 17.04., 19:30) im Radio Ö1 die ganze Aufführung vom 11. April 2021.

    Sendungen im TV bzw. Internet siehe hier (weiter unten links eine Übersicht):

    https://orf.at/stories/3209097/

    Hugo Portischs Ausführungen habe ich schon vor über 40 Jahren als junger Schüler geliebt. Die zuletzt aktualisierten Ausgaben von Österreich I und Österreich II als DVD-Boxen (und auch andere Dokumentationen) sind ein wertvolles Vermächtnis. Ebenso die im Rahmen der Reihe Universum gedrehten Filme über Pilze. Seine Frau Gertraude Portisch (1920-2018, Mädchenname Traudi Reich) schrieb ebenfalls zahlreiche Bücher, vor allem für Kinder. Eines davon, Nogi und der Zug der schwarzen Vögel, ist eine wunderschöne Hommage an die wenig beachteten Saatkrähen, die jeden Winter aus Osteuropa massenhaft zu uns kommen, um Nahrung zu suchen und in Wien einen ganz eigenen Wintersound erzeugen, der den ganzen Winter in der Luft liegt. Im März sind sie dann ganz plötzlich wieder weg - und damit auch dieses permanente Wintergeräusch.

    Das ist zwar keine Oper, sondern eine Sprechtheater-Aufführung, dennoch möchte ich den Termin hier platzieren. Das Live-Erlebnis im Burgtheater fühlt sich an, als erlebe man Oper. Zumal mit dem überwältigenden Sound von Live-Percussion und einigen Streichern.

    Überall prangen an den Eingängen Tafeln mit der Information, man könne Gehörschutz bei den Platzanweisern ausleihen. Darüber habe ich mich gewundert, denn Elektra oder Götterdämmerung (unverstärkt) sind sicher lauter, aber vielleicht nahm man Rücksicht auf ein Theaterpublikum, das normalerweise nicht in die Oper oder ins Konzert geht.


    Die Bakchen von Euripides (ca. 400 v. Chr.)

    ORF III, Aufzeichnung aus dem Wiener Burgtheater

    Freitag, 23. April 2021, 22:50 Uhr (gut drei Stunden)

    Link zu ORF III: https://tv.orf.at/program/orf3/20210423/991912301/

    Link zu einer Besprechung von Renate Wagner im Online-Merker:

    https://onlinemerker.com/wien-burgtheater-die-bakchen/

    Und Fernsehen ORF III überträgt am 11.04. live.

    (Heute 27.03. steht das allerdings plötzlich nicht mehr im Programm von ORF III.)

    Für mich ist Welser-Möst von den gegenwärtigen Dirigenten einer der ganz großen. Unvergesslich seine Dirigate in der Wiener Staatsoper, vor allem bei Wagner und Strauss. Ich war überglücklich, dass ich seine Elektra - endlich wieder die Kupfer-Inszenierung! - im September erleben konnte, ehe der Kulturbetrieb wieder geschlossen wurde, und hoffentlich geht sich das pandemiemäßig aus, dass man im Juni wieder in die Oper gehen kann, denn da kommt diese Elektra noch mal - diesmal mit anderer Besetzung, aber mit Welser-Möst.

    Ich bin auch von seinem Bruckner vollkommen überzeugt, seit ich mir seine Bruckner-DVD-Box zugelegt habe. Ich kann da gar nicht sagen, welches der beiden Orchester mir besser gefällt.

    ich bin dann mal wieder so widerlich pietätlos, auf zwei Kommentare zu Mickischs Tod hinzuweisen. In den seriösen "Haltungsmedien" konnte ich leider nichts finden, was eines feinfühligen Nachrufs gerecht worden wäre. Drum diese Kommentare. Ich weiß, es ist voll Nazi, auf solche unseriösen Quellen zu verweisen


    https://www.tichyseinblick.de/…es-seitlich-umgeknickten/


    https://www.achgut.com/artikel/der_tod_des_stefan_mickisch

    Ich finde den Nachruf von Herrn Wendt (Tichys Einblick) auf Stefan Mickisch würdevoll und bewegend. Ebenso die Worte mancher der vielen Leserkommentare darunter. Danke fürs Einstellen dieses Links.

    Stefan Mickisch wird mir sehr fehlen. Ich habe die Nachricht von seinem Tod zum Wochenende gelesen. Ich war immer wieder bei seinen erhellenden und amüsanten Konzerten (Wiener Konzerthaus) und habe mir über seine Website fast alle seine CDs gekauft. Seine Worte zur von ihm pianistisch erstklassig dargebotenen Musik und den Überleitungen zu anderen Komponisten waren für mich oft eine Offenbarung. Eine von den besonders beeindruckenden Aufnahmen ist für mich die spätere Aufnahme von Tristan und Isolde. Ich bin traurig.

    [...]Bevorzugt werden sollen beim Kartenverauf jene Personen, die im vergangenen Jahr auf Rückerstattung der Preise für bereits fest gebuchte Eintrittskarten verzichtet haben. Offenkundig müssen sie aber 2021 nochmals zahlen, wenn ich es richtig verstanden habe.

    In meinem Profil auf der Website der Festspiele steht, dass ich ein entsprechendes Guthaben habe. Ich wüsste nicht, wo da steht, ich müsste abermals zahlen.

    Mich hätte halt Lohengrin interessiert, aber den gib es jetzt leider nicht mehr. Ich werde mich wahrscheinlich für Tannhäuser entscheiden.

    Anderes Thema bzw. meine Frage dazu: Hat schon mal jemand ein Programmheft für eine bestimmte Bayreuther Produktion gekauft? Ich habe noch nie eines gesehen. Man bekam immer nur einen billigen Flyer (Besetzungsliste), für den man noch dazu zahlen musste.

    Meine am öftesten gehörte Bruckner-Aufnahme ist die Achte mit Celibidache und den Münchner Philharmonikern, schon lange her. Vielleicht auch deshalb meine Fixierung auf genau diese Version der Achten. Ich hatte besagte Aufnahme seinerzeit als Videokassette, habe sie aber in den letzten Jahren nie als DVD gefunden. Weiß jemand mehr? In Youtube kann man sie aufrufen und ich lade sie gerade herunter.

    Das ist ein interessantes Thema. Ich kann jegliche Vorlieben nachvollziehen. Doch mich selbst muss ich als kompletten Anti-Multitasker outen. Nicht, dass ich nicht fähig wäre, gleichzeitig spazieren zu gehen (oder sonst was zu tun) und Musik zu hören - aber ich will nicht. Wenn ich Musik hören möchte, dann höre ich nur Musik. Wenn ich spazieren gehe, dann gehe ich nur spazieren. Wenn ich in der U-Bahn fahre, dann fahre ich nur U-Bahn (zwanzig Minuten Lesen kommt aber schon vor) - ohne Kopfhörer, ohne Sonnenbrille, ohne Telefongebrauch. Ich habe alles gerne einzeln und pur. Ich könnte da gar nicht sagen, was mich mehr stören würde - die Musik beim Hören der Umgebungsgeräusche oder die Umgebungsgeräusche beim Hören der Musik.

    Diese DVD-Box habe ich mir gegönnt, nachdem ich von meinen KollegInnen am Ende des Schuljahres einen sehr üppigen Gutschein für Morawa bekommen hatte. Enthalten sind nur 4, 5, 7, 8, 9 (also Hauptsache meine Lieblingssymphonien 5 und 9).

    Bislang habe ich nur die Achte und Neunte gehört/angeschaut und bin zu hundert Prozent überzeugt, obwohl ich die Achte in dieser Version gar nicht soo gerne mag. Das Cleveland Orchestra "mit dem richtigen Dirigenten" - was für ein Klang! Lange Zeit hatte ich keine Lust auf Bruckner. Und jetzt habe ich Lust auf noch mehr Bruckner.

    Ich sehe Andreas Schager als Heldentenor und reise auch, um ihn zu hören.

    Auf der Bühne habe ich ihn erlebt als:


    • Parsifal, oft in Berlin
    • Tristan, oft in Berlin
    • Jung-Siegfried, Berlin
    • Siegfried, Berlin
    • Tannhäuser, Berlin
    • Bacchus, Berlin
    • Apollo, Frankfurt

    Um jede Partie, in der ich ihn noch nicht gehört habe, tut es mir leid.

    Das kann ich gut verstehen. Ich hatte schon oft von ihm gehört, bemühte mich aber nicht, zu seinen Vorstellungen zu gehen. Dann hörte ich ihn in Wien als Max im Freischütz und zuletzt als Kaiser in Die Frau ohne Schatten, die in der Premierenserie schon im Vorverkauf ausverkauft war. Was war ich froh, die Premierenserie (mit an der Wiener Staatsoper erstmalig und hoffentlich letztmalig maßlos überteuerten Premierenkartenpreisen) verpasst zu haben und erst im Herbst danach Karten zu bekommen - somit habe ich Andreas Schager in der Partie genießen (!) dürfen. Eine Offenbarung!

    Nicht zu vergessen Il viaggio a Reims (siehe Opernführer). Leider ist diese Aufführungsserie, die seinerzeit vom ORF aufgezeichnet wurde, nicht offiziell erhältlich. Dabei war das solch ein Fest!

    Eigentlich hätte ich mich gefreut, nach Jahrzehnten wieder die Entführung an der Wiener Staatsoper zu hören und zu sehen. Als ich aber "Neuenfels" las, wollte ich mir dann doch keine Karte kaufen.

    Nun brachte Ö1 (und auch Deutschlandfunk Kultur und andere Sender) Samstagabend die Premiere vom 12. Oktober 2020. Teilweise hatte man Sequenzen vom 16.10. hineinkopiert.

    Der musikalische Teil lässt kaum Wünsche offen. Die Konstanze ist für heutige Verhältnisse sensationell. Rein akustisch machen sich die von Schauspielern gesprochenen Dialoge sehr gut. Freilich weiß ich nicht, wie das dann vor Ort auf der Bühne ausgesehen hat. Auch hatte ich bisher noch nie bei der Entführung ein Cembalo gehört, das fast ständig mitspielt. (Ist das überhaupt ein Cembalo?)

    Nach dem Finale sollte meiner Meinung nach aber Schluss sein. Danach ein Mörike-Gedicht anhören zu müssen, finde ich eine Zumutung. Nichts gegen Mörike. Aber doch nicht an dieser Stelle! Ich bin froh, nicht dabeigewesen zu sein, denn ich fürchte, ich hätte während des feierlichen Vortrags einen lauten Lachkrampf bekommen (und mich gleichzeitig geärgert).

    Die Übertragung im Radio habe ich mit meinen AKG-702-Kopfhörern aber sehr genossen. Ich war entzückt.


    Hier die ganze Vorstellung:

    https://bit.ly/3dVGBMc

    Ich habe mir erlaubt, die Aufnahme zu zerstückeln. So kann ich besser auf einzelne Stücke zugreifen.

    Falls es eine Beanstandung gibt, bitte den Link löschen. Man will ja nicht verklagt werden.

    Eben in ORF 2 gesehen und gehört: Beethovens Neunte bei den Salzburger Festspielen.

    Wiener Philharmoniker, Dirigent: Riccardo Muti; Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor; Asmik Grigorian, Sopran; Marianne Crebassa, Alt; Saimir Pirgu, Tenor; Gerald Finley, Bass.

    Eine schleppende Neunte mit dem Chor der Wiener Staatsoper (die Damen nicht ganz auf der Höhe). Das viel zu früh einsetzende Geplapper der netten Moderatorin Teresa Vogl machte den Matinee-Genuss am Ende vollends kaputt.

    Ich weiß nicht genau, was du mit "Gesamtfassung" meinst, aber da ich 2012 ib Salzburh drin war, weiß ich, was da gespeilt wurde, nicht wirklich dir Erstfassung, sondern eine Pseudo-Erstfassung. Nach der Pause gab es in der Tat die Oper in der wesentlich längeren Erstfassung (die Zweitfassung hat sich in ihrer Focussierung und Streichung von Überflüssigem sehr zum Positivem entwickelt), wo der Schlussmonolog des Herrn Jourdin natürich nicht original war. Vor der Pause gab es nicht den "Bürger als Edelmann" wie 1912, sondern ein recht unbekommliches Neugebräu frei danach, auch mit Anklängen an das spätere, heute übliche "Vorspiel", das so seit 1916 gespielt wird, also zur Zweitfassung gehört.

    In Salzburg wurde die Fassung mit Molieres "Der Bürger als Edelmann" gespielt, also komplett anders als meist an Opernhäusern gewohnt. Daniel Harding dirigierte, Jonas Kaufmann war der Bacchus, Emily Magee war die Ariadne.

    Welche anderen Fassungen es noch gibt, weiß ich jetzt nicht. Jedenfalls ist das, was seither in der Wiener Staatsoper gespielt wird, die Fassung, die die meisten kennen. Und in Salzburg war das noch etwas langgestreckt gewesen und für meinen Geschmack nicht so befriedigend, wie ich das meistens höre.

    "Musikalischer Triumph" - das kann ich nur unterstreichen. Ich habe von der Veröffentlichung der Aufnahme auch "nur" hier erfahren und habe gleich zugeschlagen.


    Ariadne in Wien und in dieser Konstellation - besser geht's nicht.


    Die Wiener "Premiere" war 2012, eine Übernahme von den Salzburger Festspielen, wo das Werk in der Gesamtfassung gespielt worden war. In Wien dann daraus die populäre Fassung mit Vorspiel und Oper. 2012 mit Welser-Möst am Pult und Stephen Gould als Bacchus. Hier 2014 also mit Thielemann und mit dem fabelhaften und unübertroffenen und auch herrlich komischen Johan Botha als Bacchus. Etwas untergegangen ist in dem Video die Szene, als Bacchus auftrat. Beziehungsweise war vorgesehen - und in der ersten Serie in der Wiener Staatsoper auch mit Stephen Gould zu sehen und vor allem zu hören - dass die ersten Phrasen des Bacchus aus dem Off kamen und der erste Auftritt des Sängers mit den Worten "Doch da ich unverwandelt von dir gegangen bin" stattfand, und es bei diesem Auftritt (bei dieser überlauten Deklamation des imposanten Sängers) alle ehrenwerten Zuschauer von ihren Sitzen flogen wegen der Lautstärke.


    Hier ein sehr interessantes Interview mit Thielemann zu diesem Werk und im Besonderen über diese Aufführungsserie im Oktober 2014. Er nennt das Staatsopernorchester und das Orchester der Dresdner Oper "Geschwister", aus gutem Grunde.


    Zur Vierten wurde schon einiges gesagt. Schostakowitsch komponierte sie von 1934 bis 1936. Die Uraufführung der (rekonstruierten) Orchesterfassung fand erst am 30. Dezember 1961 statt: Moskauer Philharmoniker unter Kondrashin.

    Ausführlicher und recht gelungener Eintrag in Wikipedia zu dieser Symphonie hier:

    https://de.wikipedia.org/wiki/4._Sinfonie_(Schostakowitsch)


    Die Symphonie ist neben der 13. und 15. meine Lieblingssymphonie von diesem Komponisten. Die Vierte wird meiner Wahrnehmung nach nicht so oft gespielt. Im Wiener Konzerthaus kann man sie gegen Ende November 2020 zweimal im Wiener Konzerthaus erleben mit den Wiener Symphonikern. Erster Teil des Konzertes: ein Mozart Klavierkonzert (Leonskaja). Beginn des Vorverkaufs: Anfang Oktober. Mal sehen, wie in Corona-Zeiten heuer noch große Konzerte stattfinden können. Jede zweite Reihe und jeder dritte Platz besetzt? Das hieße, in einem Konzertsaal mit 2000 Plätzen sitzen - wenn er ausverkauft ist - 333 Personen.


    Vor kurzem gesehen und mit guten Kopfhörern gehört: Diese Aufnahme in Youtube, von der ich sehr angetan bin. Der Sound der Aufnahme ist hervorragend (ist in Youtube nicht immer so). Die Ausführung ist etwas breit und im zweiten Satz gibt es einen winzigen Schnitzer (Trompete?) und im dritten Satz ebenfalls ein paar ganz kleine Schnitzer, gar nicht der Rede wert, kaum hörbar außer das kurze Auseinandersein der Instrumentengruppen (ein paar Sekunden). Schade, dass manche Zuhörer unbedingt in die Stille hineinhusten müssen, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Alles in allem ist das eine großartige Aufführung. Alle, die drinnen saßen, können sich glücklich schätzen.

    Elbphilharmonie, Münchner Philharmoniker, Gergiev


    Von ihm kenne ich nicht allzu viel, aber jede seiner Aufnahmen hat mich bis jetzt überzeugt. Seine Aufnahme von 24 Präludien und Fugen von Schostakowitsch ist eine, die ich auf die "einsame Insel" mitnehmen möchte. Davon kann ich mich nicht satthören. Ich erlebte das Werk vor nicht allzu langer Zeit im Konzerthaus mit Igor Levit - dessen Spiel schwirrt immer noch in meinem Kopf herum, da das so beeindruckend und ergreifend war - und in Ermangelung einer Levit-Aufnahme ist die von Scherbakov die, auf die ich immer wieder zurückgreife.