Beiträge von Christian B.

    Vielen Dank für den Hinweis. Der Film ist beim Sponsor nicht mehr zu haben



    Aber Mitglieder der Primaten am Urwaldfluss können ihn sehen ...:) Steht auf meiner Liste für die nächsten Tage ...

    Die Doku ist toll, ich habe die DVD noch irgendwo auf dem Speicher!

    Mit den klanglichen Ergebnissen bin ich bei Aimard jedoch nicht immer glücklich - bei Liszt klingt der Flügel großartig, von seinem Debussy hatte ich mir mehr erhofft und die letzten Beethoven-Aufnahme von op. 106 hingegen wirkt sehr trocken und hat wenig Atmosphäre.

    Ich schätze Duchâble seines natürlichen Spiels sehr, aber die Aufnahme der Sonate ist mir nicht bleibend in Erinnerung geblieben. Bei Interesse kann ich sie über den kleinen Dienstweg zur Verfügung stellen. Ansonsten empfehle ich ein Abo bei Spotify, das ja wirklich wenig kostet. Für die hier genannten absurden Preise bekommt ja fast schon ein Jahresabo. Die Liszt-Aufnahme von Aimard ist rein klanglich übrigens eine Offenbarung!


    Viele Grüße, Christian

    Zur Erinnerung hier der Auftrag gemäß aktuellem Medienstaatsvertrag:


    § 26

    Auftrag

    (1) Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist, durch die Herstellung und
    Verbreitung ihrer Angebote als Medium und Faktor des Prozesses freier individueller
    und öffentlicher Meinungsbildung zu wirken und dadurch die demokratischen, sozialen
    und kulturellen Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Die öffentlich-rechtlichen
    Rundfunkanstalten haben in ihren Angeboten einen umfassenden Überblick über das
    internationale, europäische, nationale und regionale Geschehen in allen wesentlichen
    Lebensbereichen zu geben. Sie sollen hierdurch die internationale Verständigung, die
    europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bund und
    Ländern fördern. Ihre Angebote haben der Bildung, Information, Beratung und
    Unterhaltung zu dienen. Sie haben Beiträge insbesondere zur Kultur anzubieten. Auch
    Unterhaltung soll einem öffentlich-rechtlichen Angebotsprofil entsprechen.


    https://www.rlp.de/fileadmin/r…k/Medienstaatsvertrag.pdf


    Viele Grüße

    Christian

    Während im gleich Zeitraum die Programmaufwendungen um ca. 5% zurückgingen!


    Zu den Alterversorgungen muss man ergänzen, dass diese heute nicht mehr so abgeschlossen werden. Und kündigen kann man sie freilich auch nicht. Das ist eine sehr große Position.

    Bundesländer erhöhen Druck auf ÖRR:

    https://www.faz.net/aktuell/fe…die-pflicht-18338691.html

    Vielen Dank für den Link, die Berichterstattung der FAZ über diese Thematik ist seit Jahren ausgezeichnet, das ist eine der wenigen Zeitungen, die über eine qualifizierte Medienredaktion (Hartung, Hahnfeld…) verfügt. Ich bin ja in der Branche tätig, allerdings nicht (mehr) auf Senderseite. Von daher weiß ich, dass die Sender an neuen Compliance-Regeln arbeiten. Das Problem sind mE nicht die Gehälter der Führungskräfte - die sind natürlich hoch, aber Manager bei den Privaten verdienen mehr. Das Problem ist struktureller Art, und damit meine ich nicht nur die hohen Pensionsverpflichtungen, sondern die vielen Doppelstrukturen und insbesondere die durch Gewohnheit eingefahrenen, völlig unsinningen Regularien, die mit hohem personellen Aufwand aufrecht erhalten werden. Ich bin kein Freund von McKinsey & Co., aber wenn die da einmal durchrauschen würden, wäre sehr viel mehr Geld fürs Programm da.
    Viele Grüße, Christian

    Oh, wie traurig!


    Was für eine tolle Aufführung der B-Dur Sonate! Er spielt sie hier ganz anders als in seiner 2008er-Einspielung, viel freier, und den ersten Satz auch schneller! Zudem hört man hier Binnenstimmen, die ich so noch nie gehört habe! Auch die hier eingestellte Aufnahme des Brahms-Intermezzi ist zauberhaft.


    Was für ein Verlust!


    Viele Grüße

    Christian

    Nur ist der ÖRR keine "freie Wirtschaft". Er hat ganz eigene Strukturen, ist durch die Gebühren, die wie eine Steuer, der sich in Deutschland niemand entziehen kann, ewig gesichert und kann niemals pleite gehen. Die jeweiligen Intendanzen hatten nur stes den falschen Eindruck erweckt, sie seien einem kapitalistischen Wirtschaftunternehmen vergleichbar und könnten sich wie diese auch ihre enormen Gehälter, Boni und Spesen genehmigen. Diese erschreckende Selbstbedienungsmentaliltät, die sich immer mehr verselbstständigt hat, trug sehr zum Image- und Glaubwürdigkeitsverlust der Sender bei und brachte zumindest beim RBB das Fass zum Überlaufen. Der Demokratie ist dies mehr als abträglich.

    Ich habe beruflich viel mit dem ÖRR zu tun und es gibt tatsächlich viel, was man kritisieren kann - darauf will ich hier aber nicht eingehen, da ich privat hier bin und weil hier meines Erachtens nicht der richtige Ort für eine differenzierte Diskussion über den ÖRR ist -, aber die Aufregung über die Spesen finde ich relativ kleinlich und neidgetrieben. Da gibt es wirklich ganz andere Probleme.

    So traurig! Ich höre gerade sei wunderbares Mozart- Album mit den Sonaten.

    Auch ein Steinway hat natürlich einen Bass, aber insgesamt doch ein sehr homogenes Klangbild, während der Maene bespannungstypisch den Bass fast orgelartig abhebt. Auch der Diskant von dem Maene Flügel klingt etwas anders.

    Ja genau, das beschreibt es sehr gut! Der Maene-Flügel folgt weniger einem Mischklang und die Register sind mehr aufgefächert, aber trotzdem homogen. Ich finde das toll!

    Nachdem ich mir jetzt aus seinem neuen Beethovenzyklus op. 31/3 angehört habe, bin ich mir recht sicher, dass er auch hier den Maene-Flügel verwendet, beim Bass ist der Unterscheid am deutlichsten, da hast du einen wichtigen Hinweis gegeben. Aber bei Spotify erfahre ich darüber natürlich nichts, es ist zuweilen eben doch ein Nachteil, dass die Streamer die Booklets nicht veröffentlichen. Ansonsten ist dieser Zyklus klanglich wirklich toll! War ich bei op. 109 noch etwas enttäuscht (das ist aber auch eine meiner absoluten Lieblingssonaten), finde ich die Sonate op. 31/3 in ihrer Gesanglichkeit und auch ihrem Witz ganz wunderbar ausgeleuchtet! Es macht große Freude, hier zuzuhören.


    Schon sehr schade, dass Willy seinen Thread nicht mehr weiterführt, ich vermisse ihn hier doch sehr!



    Viele Grüße

    Christian

    Nein, ich meinte die ältere CBS-Aufnahme, wo er noch ganz auf der Höhe war, die spätere DG-Aufnahme aus Wien ist auch gut, aber mit Abstrichen. Ich hatte das Glück, Serkin damals mit genau dem gleichen Programm (op. 109-111) in München live zu erleben, 1988 muss das ungefähr gewesen sein.

    lieber Holger, vielen Dank für die Info über den Flügel, das wusste ich als Downloader nicht, habe es mir aber gedacht! Ja, wenn er sich die Zeit nimmt, dann ist das ein großer Pianist. Habe mir am WE seine neue Einspielung von Beethoven op. 109 angehört. Die hat er ja auch in der Pandemie aufgenommen. Aber da fand ich dann doch, dass er in den entscheidenden Stellen das Tempo zurücknimmt, und nicht aus musikalischen Gründen. So hat mich der Variationssatz da doch enttäuscht - kein Vergleich zu Serkin, der hier anzieht und expressiv verdichtet und die Dissonanzen maximal ausspielt!
    Viele Grüße, Christian

    Danke, das ist eine interessante Rechereche. Eigentlich sollte es einer Intendantin erlaubt sein, Gesprächspartner angemessen einzuladen - und das kostet nun mal. Damit habe ich kein Problem. Auch ist es in Firmen absolut üblich, dass leitende Angestellte über einen Spesenrahmen verfügen. Das ist völlig normal - wenngleich nicht für jeden Steuerzahler vorstellbar. Aber in dieser Recherche wird eben auch offensichtlich, dass hier jemand den Hals nicht voll bekommen hat und sich offenbar völlig hemmungslos bedient hat.

    Barenboims Klavieraufnahmen waren in letzter Zeit - bis auf die beiden Brahms-Konzerte mit Dudamel - wirklich vorzüglich! Er hat in der Pandemie ja noch einmal den kompletten Beethoven eingespielt. Ich habe da bisher nur reingehört, finde aber, dass es viel zu entdecken gibt. Und vor allem besitzt er die Fähigkeit, die Musik zum Atmen zu bringen und sie mit Leben zu erfüllen. Ich wünsche mir auch, dass er den richtigen Zeitpunkt nicht verpasst, deswegen bin ich über die Meldung oben doch ein wenig erschrocken.


    Ich stelle meine CDs bisher bei amazon ein. Der Vorteil: man muß praktisch nichts machen, also kein Photo etc und man kann vorab sehen, ob es sich überhaupt lohnt. Wenn es das Teil bei medimops etc schon für 2,43 gibt, stelle ich es erst gar nicht ein, denn dann lohnt es nicht. Unter € 7 stelle ich nichts ein. Dann bringe ich es lieber zu Oxfam und tue noch was Gutes. (Bitte jetzt keine Meta-Diskussion;)).

    Aber um bei Amazon etwas zu verkaufen, muss man sich doch erst als Verkäufer registrieren lassen? Oder kann man das auch mit einem normalen Account? Viele Grüße, Christian

    Inzwischen habe ich eine Vermutung, warum die Tchaikovsky-Sonate auf der digitalen Wiederveröffentlichung der oben abgebildten Aufnahme von Leonskaja nicht enthalten ist: Sie hat diese Sonate ja noch später für ein anderes Label aufgenommen und ich könnte mir vorstellen, dass vereinbart wurde, dass sie sich hier nicht selber Konkurrenz macht. So etwas ist durchaus üblich im Musikgeschäft, aus der Sicht des Konsumenten freilich unverständlich. Hier noch die neuere Aufnahme der Tchaikovsky-Sonate:


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