Beiträge von Carlo

    In der „Marcel Cordes-Edition“ des ‚Hamburger Archivs für Gesangskunst‘ ('HAfG*) - mit vier Folgen zu je 3 CDs - sind neben Schallplattenaufnahmen auch Arien und Duette aus Opern-Gesamtaufnahmen des Rundfunks und des Fernsehens enthalten. Dazu kommen mehrere Titel aus den ‚Münchner Sonntagskonzerten‘ (*) und einige Studioaufnahmen, die Marcel Cordes überwiegend beim Bayerischen Rundfunk (meistens mit dem Münchner Rundfunkorchester) einspielte.und die bisher hier nicht genannt wurden.



    Vol. 1 („Giuseppe Verdi“ / HAfG Nr. 10459 / 3 CDs) - u. a. sind darin folgende Titel enthalten:


    „Rigoletto“: Als Tänzerin erschienst du mir… Holdes Mädchen, sieh mein Leiden (mit Erika Köth, Hetty Plümacher und John van Kesteren / Dirigent: Kurt Eichhorn / Live*, 9. 12. 1962). Diese Aufnahme ist auch bei ‚Gala‘ in der CD-Box „The Art of John van Kesteren“ erschienen. Sowohl das HAfG als auch ‚Gala‘ nennen das Aufnahmedatum 6. 12. 1962; ob dieses Quartett drei Tage vorher im Studio auch aufgenommen wurde, lässt sich nicht mehr feststellen. Im Archiv des Bayerischen Rundfunks befindet sich nur der Konzert-Mitschnitt vom 9. 12. 1962.


    „Der Troubadour“ : Gott, was seh’ ich? (Finale 1. Akt) – Vernahmt ihr?… Sieh meiner hellen Tränen Flut (3. Akt) (mit Hildegard Hillebrecht und Sándor Kónya / Dirigent: Gianfranco Rivoli / Live*, 12. 3. 1961).


    „La Traviata“: Fräulein Valery?… Gott schenkte eine Tochter mir (mit Erika Köth / Dirigent: Janos Kulka / Studio, 4. 7. 1959).


    „Die sizilianische Vesper“: In Glanz und Pracht regier’ ich hier (Dirigent: Gianfranco Rivoli / Studio, 4. 4. 1961).


    „Ein Maskenball“: Für dein Glück und für dein Leben – Erhebe dich!… O nur du hast dies Herz mir entwendet (Das Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Dirigent: Meinhard von Zallinger / Live, ca. 1958).


    „Die Macht des Schicksals“: Dem Tod soll er erliegen… Was ihr auch berget, Blätter des Schicksals (Dirigent: Ennio Gerelli / Live*, 18. 3. 1962).


    „Don Carlos“: Ich bin’s, mein Carlos… Schon seh’ ich den Tag erscheinen (Dirigent: Gianfranco Rivoli / Live*, 12. 3. 1961)



    Vol. 2 („Belcanto & Verismo“ / HAfG Nr. 10460 / 3 CDs) – u. a. sind darin folgende Titel enthalten:


    „ Der Barbier von Sevilla“: Strahlt auf mich der Blitz des Goldes (mit John van Kesteren / Dirigent: Kurt Eichhorn / Live*, 9. 12. 1962). Das HAfG nennt als Datum den 6. 12. 1962. In der ‚Gala‘- Box (2 CDs), die dem niederländischen Tenor John van Kesteren gewidmet ist, ist auch dieses Duett – ebenfalls mit dem Datum 6. 12. 1962 – enthalten. Ob das Duett vorab im Studio aufgenommen wurde, lässt sich nicht mehr klären; beim Bayerischen Rundfunk existiert nur der Mitschnitt vom 9. 12. 1962.


    dto.: Also ich? Meinst du es wirklich? (mit Erna Berger / Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke / Studio?, ca. 1955). Diese Aufnahme ist beim Bayerischen Rundfunk nicht mehr archiviert.


    „Die Puritaner“: Soll ich auf immer dir entsagen? (Dirigent: Kurt Eichhorn / Live* 9. 12. 1962). Das HAfG gibt als Quelle das „Sonntagskonzert“ vom 11. 12. 1960 unter Richard Kraus an.


    „Lucia di Lammermoor“: Komm näher, Lucia (mit Erika Köth / Dirigent: Richard Kraus / Live* 11. 12. 1960).


    „Die Favoritin“: O dieses Höflingspack!… Geliebte ohnegleichen. Das HAfG nennt als Dirigenten Kurt Eichhorn und als Datum das Jahr 1960; beim Bayerischen Rundfunk ist diese Aufnahme nicht archiviert.


    „Cavalleria rusticana“: Ach, Euch sendet Gott mir! (mit Hildegard Hillebrecht / Dirigent: Ennio Gerelli / Live*, 18. 3. 1962). Dieses Duett wurde auch am 27. 4. 1962 mit denselben Solisten – und ebenfalls unter Ennio Gerelli – im Studio des Bayerischen Rundfunks aufgenommen.


    „La Bohème“: In einen Wagen?… Ach, Geliebte, nie kehrst du mir wieder (mit Sándor Kónya / Dirigent: Gianfranco Rivli / Live*, 12. 3. 1961).


    „Tosca“: Drei Häscher mit einem Wagen (Te Deum) (mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks / Dirigent: Ennio Gerelli / Live* 18. 3. 1962). Das HAfG nennt Kurt Eichhorn als Dirigenten.



    Vol. 3 („Opern-Streifzug“ / HAfG Nr. 10461 / 3 CDs) – u. a. sind darin folgende Titel enthalten:


    „Die Zauberflöte“: Bei Männern, welche Liebe fühlen – Ein Mädchen oder Weibchen (mit Erna Berger / Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke / Studio?, ca. 1955). Diese Aufnahmen sind beim Bayerischen Rundfunk nicht mehr archiviert.


    „Hérodiade“(Jules Massenet): Wie ein Traum nahst du mir (Studio-Orchester Berlin / Dirigent: Kurt Gaebel / SFB-Studio, 7. 7. 1958).


    Bonus: Marcel Cordes als Tenor (unter dem Namen Kurt Schumacher):


    „Tannhäuser“: Den Bronnen, den uns Wolfram nannte (Das Orchester des Nationaltheaters Mannheim / Dirigent: Fritz Rieger / Live, 25. 9. 1949).


    „Der fliegende Holländer“: Mit Gewitter und Sturm aus fernem Meer (Das Orchester des Nationaltheaters Mannheim / Dirigent: Fritz Rieger / Live, März 1950).


    „Die Fledermaus“: Trinke, Liebchen, trinke schnell (mit Anja Eikhoff / Das Orchester des Nationaltheaters Mannheim / Dirigent: Eugen Szenkar / Live, 1. 1. 1950).



    Vol. 4 („Moderne-Konzert-Lieder“ / HAfG Nr. 10462 / 3 CDs) – u. a. sind darin diese beiden Titel enthalten:


    „Arabella“: Sie gibt mir keinen Blick… Das war sehr gut, Mandryka (Finale 3. Akt) (mit Trude Eipperle / Das Sinfonieorchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart / Dirigent: Alfons Rischner / Studio 1955).


    „Gasparone“: Dunkelrote Rosen bring ich, schöne Frau (Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke / Studio?, ca. 1955). Diese Aufnahme ist beim Bayerischen Rundfunk nicht mehr archiviert.


    Ferner enthält diese Box auch mehrere Konzertstücke und Lieder, die später in einem gesonderten Beitrag über die Konzertaufnahmen von Marcel Cordes detailliert genannt werden und dementsprechend gekennzeichnet sind.



    Carlo

    Es ist schade, dass es von einem so hervorragenden Sänger-Schauspieler wie Gerhard Stolze nur wenige Dokumente in ‚bewegten Bildern‘ gibt. Vor allem sein Herodes in der „Salome“ wäre eine Fernseh-Aufzeichnug wert gewesen. Er spielte ihn in Wieland Wagners Regiekonzept nicht – wie damals oft zu sehen – als einen alternden ‚Lustgreis‘, sondern als einen noch jungen, durchaus attraktiven Mann (mit halbnackter dichtbehaarter Brust), der unter der Fuchtel seiner wesentlich älteren Gattin steht und den es nach der jungen Stieftochter giert.


    Folgende TV-Opernsendungen mit Gerhard Stolze sind mir bekannt:


    "Der Revisor" (Werner Egk): Chlestakow - Gerhard Stolze / Ossip, sein Diener - Heinz Cramer / Der Stadthauptmann - Fritz Ollendorff / Anna, seine Frau - Hetty Plümacher / Marja, seine Tochter - Friederike Sailer / Mischka, sein Diener - Hubert Buchta / Der Postmeister - Alfred Pfeifle / Der Kurator - Frithjof Sentpaul / Der Richter - Fritz Linke / Bobtschinskij - Fritz Wunderlich / Dobtschinskij - Gustav Grefe / Eine junge Witwe - Ellinor Junker-Giesen / Die Frau des Schlossers - Paula Kapper / Ein Kellner - Robert H. Pflanzl / Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart - Dirigent: Werner Egk / Bühnenbild und Kostüme: Leni Bauer-Ecsy / Regie: Günther Rennert / TV-Regie: Werner Völger / Es handelte sich um eine Aufführung der Württembergischen Staatsoper Stuttgart im Schlosstheater Schwetzingen, wo die Oper am 9. 5. 1957 uraufgeführt wurde. (Ein separater Rundfunk-Mitschnitt ist im Archiv des Süddeutschen Rundfunks vorhanden.)

    TV-Sendung am 28. 5. 1957 (ARD/Süddeutscher Rundfunk) - siehe Beitrag Nr. 14 vom 9. 6. 2018 im Thread "Fritz Ollendorff".

    "Siebzehn Tage und vier Minuten" (Werner Egk): Circe - Ruth-Margret Pütz / Lybia - Sieglinde Kahmann / Asträa - Franziska Wachmann / Babe - Hetty Plümacher / Ulyss - Gerhard Stolze / Klarin - Alfred Pfeifle / Leporell - Fritz Linke / Ein Zwerg - Salvatore Poddine / Ein Löwe - Franz Steinmüller u.a. / Das Württembergische Staatsorchester Stuttgart - Dirigent: Ferdinand Leitner / Bühnenbild und Kostüme - Ita Maximowna / Inszenierung: Günther Rennert / Aufzeichnung einer Aufführung vom Juni 1966 / Uraufführung der zweiten Fassung von Werner Egks Oper "Circe" (1948) in der Württembergischen Staatsoper Stuttgart am 2. Juni 1966. / Eine Sendung der ARD, 1. Programm (Süddeutscher Rundfunks Stuttgart).

    TV-Sendung am 22. 8. 1966 (ARD/Süddeutscher Rundfunk) - siehe Beitrag Nr. 51 vom 26. 5. 2018 im Thread "Ruth-Margret Pütz".

    „Dantons Tod“ (Gottfried von Einem): mit Sonja Schöner (Lucile), Helly Spittler (Julie), Elisabeth Höngen (Simons Frau), Edith Vonkilch (Eine Dame), Eberhard Waechter (Danton), Donald Grobe (Desmoulins), Paul Späni (de Séchelles), Gerhard Stolze (Robespierre), Hans Christian (St. Just), Hans Braun (Herrmann), Karl Schmitt-Walter (Simon), Kurt Equiluz (Ein junger Mensch), Karl Terkal und Josef Knapp (Zwei Henker) / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Wilhelm Pitz / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Ferdinand Leitner / Bühnenbild: Walter Dörfler / Kostüme: Hill Reihs-Gromes / Inszenierung und TV-Regie: Otto Schenk (Wien, Theater an der Wien, 15. 6. 1963). Eine Live-Fernsehübertragung des ORF von den Wiener Festwochen 1963; eine DVD ist bei 'House of Opera' erhältlich. (In der TV-Sendung führte der Produktionsleiter Wilfried Scheib ein Pausengespräch mit dem Komponisten der Oper, Gottfried von Einem, und mit dem damaligen Leiter der Wiener Festwochen und späteren Intendanten der Wiener Staatsoper, Egon Hilbert.)

    Siehe Beitrag Nr. 45 vom 10. 10. 2020 im Thread "Karl Terkal".

    "Die Entführung aus dem Serail" (Wolfgang Amadé Mozart): Bassa Selim - Peter Pasetti / Konstanze - Anneliese Rothenberger / Blondchen - Judith Blegen / Belmonte - Werner Krenn / Pedrillo - Gerhard Stolze / Osmin - Oskar Czerwenka / Der RIAS-Kammerchor / Chorltg.: Günther Arndt / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Dirigent: Georg Solti / Choreographie: Heinz Schmiedel / Szenenbild: Jean-Pierre Ponnelle / Kostüme: Charlotte Flemming / Dramaturgie: Gerhard Reutter / Regie: Heinz Liesendahl / Eine Co-Produktion der Bavaria-Filmgesellschaft mit dem WDR Köln und dem ORTF Paris, gedreht im Münchner Bavaria-Studio / Erstsendung - in Farbe - am 27. 4. 1969 (ARD). (Eine Woche vor Ausstrahlung dieses Opernfilms zeigte der WDR in der ARD eine einstündige Dokumentation über die Dreharbeiten unter dem Titel "Konstanze gibt Auskunft".)

    Siehe Beitrag Nr. 40 vom 4. 8. 2018 im Thread "Oskar Czerwenka". Gerhard Stolze war zwar ein spielfreudiger Pedrillo, aber sein Gesang war - zumindest in dieser Rolle - etwas gewöhnungsbedürftig. (Ich habe die Tonspur dieser Fernsehsendung.)

    „Das Rheingold“ (Richard Wagner): Wotan – Thomas Stewart / Donner – Leif Roar (Vladimir de Kanel) / Froh – Hermin Esser / Loge – Peter Schreier / Alberich – Zoltán Kélémen / Mime – Gerhard Stolze / Fasolt – Karl Ridderbusch (Gerd Nienstedt) / Fafner – Louis Hendrikx / Fricka – Brigitte Fassbaender / Freia – Jeannine Altmeyer / Erda – Birgit Finnilä (Martha Mödl) / Woglinde – Liselotte Rebmann / Wellgunde – Edda Moser / Flosshilde – Eva Randová / Die Berliner Philharmoniker / Dirigent und Regisseur: Herbert von Karajan / Szenenbild: Georges Wakhevitch und Jean Forestier (nach Entwürfen von Günther Schneider-Siemssen) / Kostüme: Georges Wakhevitch. In Klammern die Namen der Darsteller; die Rheintöchter wurden von Komparsinnen gedoubelt. (Ton: Salzburg, Großes Festspielhaus, April 1973 / Film: München, Bavaria-Filmatelier, November 1978). Erschienen auf VHS (1981) und DVD (2008) bei der 'DGG'.

    Siehe Beitrag Nr. 40 vom 12. 8. 2020 im Thread "Hermin Esser".



    „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ (Kurt Weill): Leokadja Begbick – Martha Mödl / Fatty, der ‚Prokurist‘ – Alfred Pfeifle / Dreieinigkeitsmoses – Klaus Bertram / Jenny – Anja Silja / Jim Mahoney – Gerhard Stolze / Jack – Hermann Winkler / Bill, genannt ‚Sparbüchsenbill‘ – Fritz Linke / Joe, genannt ‚Alaskawolfjoe‘ – Klaus Hirte / Der Schiedsrichter und Tobby Higgins – Gustav Grefe / Sechs Mädchen – Jutta Blumenthal-Munz, Elfriede Dobbertin, Renate Gutmann, Sieglinde Kahmann, Ingeborg Kollesch und Franziska Wachmann / Der Chor und das Orchester der Württembergischen Staatsoper Stuttgart / Chorltg.: Heinz Mende / Dirigent: Ferdinand Leitner / Musikalische Assistenz: Harry Pleva / Bühnenbild und Kostüme: Teo Otto / Inszenierung: Günther Rennert / TV-Regie: Herbert Junkers. Eine Aufzeichnung von 1969 aus dem Großen Haus der Württembergischen Staatstheater Stuttgart, gesendet (in Farbe) vom ZDF am 19. 4. 1970. Die Tonspur der Fernsehsendung ist vom ‚Opera Depot‘ in den USA veröffentlicht worden. Dort wird das Jahr 1967 als Datum genannt, aber damals (Premiere am 24. 5. 1967) waren einige Rollen anders besetzt, z. B. mit Sigurd Björnsson als Jack, Willy Ferenz als Joe, Günther Klaus als Schiedsrichter und Klaus Hirte als Tobby Higgins.


    Kurt Honolka schrieb in der "Opernwelt 7/1967": 'Es ist immer wieder faszinierend, wie Rennert Opernstars in singende Schauspieler zu verwandeln versteht. Beim Protagonisten des Abends, dem Jim Mahoney Gerhard Stolzes, hatte er es am leichtesten. Die Intensität dieses hochbegabten Mimen, in Rollen hineinzukriechen, ist dutzendfach erprobt. Ganz gewiss ist er von der Erscheinung her nicht der Prototyp eines simplen Alaska-Holzfällers, eines Triebmenschen. Desto bewundernswerter, wie er Primitivität illusionierte, freilich mit Resten der Glaubhaftigkeit.'


    Carlo

    Kerstin Meyer mit Kompositionen von Igor Stravinsky:



    „The Rake’s Progress“ (Igor Stravinsky): Trulove – Arne Tyrén / Ann – Margareta Hallin / Tom Rakewell – Ragnar Ulfung / Nick Shadow – Erik Saedén / Baba the Turk – Kerstin Meyer / Mother Goose – Kjerstin Dellert / Sellem – Olle Sivall / The Keeper of the Madhouse – Erik Sundquist / Kungliga Operans Kör / Chorltg.: Arne Sunnegårdh / Kungliga Hovkapellet / Dirigent: Michael Gielen (Stockholm, Operahus, 7. 5. 1961, Live-Übertragung durch ‚Sveriges Radio‘ in schwedischer Sprache). Die Premiere – eine der wenigen Operninszenierungen Ingmar Bergmans - war am 22. 4. 1961 am Stockholmer Opernhaus (mit Barbro Ericson als Mother Goose). Kerstin Meyer sang die Rolle der ‚Türken-Baba‘ in dreizehn Vorstellungen bis Juni 1961, dann übernahm Barbro Ericson die Partie einschließlich der zwei Aufführungen bei der ‚EXPO 1967‘ in Montreal.


    Kerstin Meyer verkörperte die ‚Türken-Baba‘ später wieder in Hamburg (Premiere am 5. 4. 1967 in englischer Sprache) und an der New Yorker ‚Met‘ beim Gastspiel der Hamburgischen Staatsoper am 29. 6. 1967 mit Arlene Saunders (Ann), Edith Lang (Mother Goose), Loren Driscoll (Tom Rakewell), Tom Krause (Nick Shadow), Hans Sotin (Trulove), Erwin Wohlfahrt (Sellem) und Carl Schultz (Keeper of the Madhouse); Dirigent: Charles Mackerras; Regie: Gian-Carlo Menotti.



    „Oedipus Rex“ (Igor Stravinsky): Oedipus – Peter Pears / Jokaste- Kerstin Meyer / Kreon – Donald McIntyre / Teiresias – Stafford Dean / Ein Hirte – Ryland Davies / Ein Bote – Benjamin Luxon / Der Erzähler – Alec McCowen / The John Alldis Choir / Chorltg.: John Alldis / The London Philharmonic Orchestra / Dirigent: Georg Solti (London, Kingsway Hall, 8. 3. - 10. 3. 1976). Der britische Schauspieler Alec McCowen dürfte Filmfreunden hauptsächlich durch seine Rolle als Kriminalinspektor in Alfred Hitchcocks „Frenzy“ ein Begriff sein.


    Diese Aufnahme – zuerst 1977 auf einer LP veröffentlicht – wurde von der ‚Decca‘ inzwischen mehrfach wieder aufgelegt, zuletzt in der Serie ‚Eloquence‘ auf zwei CDs, gekoppelt mit Szenen aus „Elektra“ von Richard Strauss (mit Christel Goltz und Ferdinand Frantz, aufgenommen von der 'Deutschen Grammophon Gesellschaft' im August 1952 im Amerika-Haus in München) und der Orchestersuite aus „Háry János“ von Zoltán Kodály in einer Aufnahme vom Mai 1949 aus dem Münchner Prinzregententheater; in diesen zwei Aufnahmen dirigierte Georg Solti das Bayerische Staatsorchester München (de facto das Orchester der Bayerischen Staatsoper München).



    „Les noces“ (Igor Stravinsky): Catherine Gayer (Sopran), Kerstin Meyer (Alt), Helmut Krebs (Tenor) und Anton Diakov (Bass) / Der RIAS-Kammerchor / Chorltg.: Günthr Arndt / Klavier: Lothar Broddack, Horst Göbel, Rolf Kuhnert und Friedrich Schröder / Die Schlagwerk-Gruppe des Radio-Symphonie-Orchesters Berlin / Dirigent: Robert Craft (Berlin, Philharmonie, 2. 10. 1969). In diesem Konzert der ‚Berliner Festwochen 1969‘ wurden die ‚Hochzeitstänze‘ nicht nur in ihrer vollständigen Fassung von 1923, sondern auch – in europäischer Erstaufführung – deren Fragmente Nr. IV (1914-1916) und Nr. VI (1919) zusammen mit weiteren Chor- und Instrumentalwerken Stravinskys aufgeführt.



    Carlo

    Ein Fund vom Flohmarkt:


    „Die strahlende Stimme – Kurt Wehofschitz“


    "Eine Nacht in Venedig“ (Johann Strauß): Treu sein, das liegt mir nicht / "Die große Sünderin“ (Eduard Künneke): Immerzu singt mein Herz deinem Herzen zu (mit Liselotte Fölser) / "Ich liebe alle Frauen" (Film / Robert Stolz): Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau’n / "Casanova“ (Paul Lincke): Zaubrisch steigt empor wie schaumgeboren… Isola bella im Lago Maggiore / Das Symphonie-Orchester Graunke / Dirigent: Carl Michalski (München, 1957). ‚Columbia‘ SEGW 7844 bzw. C 40 270 (mono / 17cm).


    Diese EP ist nicht zu verwechseln mit der EP vom ‚Bertelsmann Schallplattenring‘ von 1959, die denselben Titel hatte (siehe Beiträge Nrn. 32 und 34):

    Eine EP mit „Tenorschlagern“: 'Freunde, das Leben ist lebenswert' („Giuditta“ / Lehár), 'Schön ist die Welt' („Schön ist die Welt“ / Lehár), „Ein Lied geht um die Welt“ (von Hans May) und „Chiantiwein“ (von Gerhard Winkler) / Das FFB-Orchester (FFB = Film-Funk-Bühne) / Dirigent: Frank Fox (Berlin, 1959) 'Bertelsmann Schallplattenring' 36767 (mono / 17 cm).

    Carlo

    Hier folgt eine Auflistung der Solo-Aufnahmen von Marcel Cordes für die Kölner Schallplattenfirma ‚Electrola‘; wenn nichts Anderes genannt wird, begleitet den Sänger ein ‚Großes Opernorchester‘ - siehe hierzu den Beitrag Nr. 92 vom 26. 10. 2022.



    „Don Giovanni“ (Wolfgang Amadé Mozart): Auf zu dem Feste, froh soll es werden - Feinsliebchen, komm ans Fenster / Dirigent: Wilhelm Schüchter / EG 8585 (78) bzw. 17-8585 (45).


    „Rigoletto“ (Giusepe Verdi): Gleich sind wir beide / „La Traviata“ (Giuseppe Verdi): Hat dein heimatliches Land / Dirigent: Wilhelm Schüchter / EH 1468 (78) bzw. 7 PW 18554 (45).


    „Don Giovanni“ (Wolfgang Amadé Mozart): Feinsliebchen, komm ans Fenster – Auf zu dem Feste! - Reich mir die Hand, mein Leben* (mit Erika Köth) / Dirigenten: Wilhelm Schüchter und Werner Schmidt-Boelcke* / 7 RW 567 bzw. E 30115 (17 cm). *Aufgenommen im November 1957 in der Grunewaldkirche Berlin.


    „Rigoletto“ (Giuseppe Verdi): Wenn ich an Festestagen – Hab ich erst vollbracht, was noch muss geschehen (mit Erika Köth, Karl Christian Kohn, Walter Stoll) / Dirigent: Wilhelm Schüchter / 7 EGW 8415 bzw. E 40103 (17 cm). Aufgenommen am 5. 2. 1957 in der Grunewaldkirche Berlin.


    „Aroldo“ (Giuseppe Verdi): Entflohen! Er konnte treulos mein armes Kind verlassen… Mina, du schienst von Gott gesandt… O Wonne! Kaum erhofftes Glück* / „Rigoletto“ (Giuseppe Verdi): Gleich sind wir beide / Dirigent: Wilhelm Schüchter / 7 EGW 8446 (17 cm). Aufgenommen am 4. 3. 1956 im Gemeindehaus Berlin-Zehlendorf.


    „La Traviata“ (Giuseppe Verdi): Hat dein heimatliches Land / „André Chenier“ (Umberto Giordano): Als Feind des Vaterlandes / Dirigent: Wilhelm Schüchter / 7 EGW bzw. E 40143 (17 cm). Aufgenommen 1957.


    „Eugen Onegin“ (Piotr Ilich Chaikovskii): Sie schreiben mir, wozu es leugnen – Ist dies denn wirklich die Tatjana? / Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke / 7 EGW 8491 bzw. E 40157 (17 cm). Aufgenommen am 7. und 8. 11. 1957 in der Grunewaldkirche Berlin.


    "Tannhäuser" (Richard Wagner): Blick ich umher in diesem edlen Kreise - Wie Todesahnung. Dämm'rung deckt die Lande... O du, mein holder Abendstern / Dirigent: Wilhelm Schüchter / 7 EGW 8548 bzw. E 41011. Aufgenommen 1958.


    „Der Bajazzo“ (Ruggero Leoncavallo): Schaut her, ich bin’s! / „Hoffmanns Erzählungen“ (Jacques Ofenbach): Leuchte, heller Spiegel, mir / Dirigent: Kurt Gabel / 7 EGW 8550 bzw. E 41014 (17 cm). Aufgenommen 1958.


    „Rigoletto“ (Giuseppe Verdi): Feile Sklaven, ihr habt sie verhandelt – Wer ist statt seiner im Sacke? (mit Erika Köth) / Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke / 7 EGW 8572 bzw. E 41071 (17 cm). Aufgenommen am 17. 1. 1959 im Gemeindehaus Berlin-Zehlendorf.


    ‚Granada‘ (Agostín Lara) / ‚Maria, Marí!‘ (Ernesto Di Capua) / ‚Torna a Surriento‘ (Ernesto De Curtis) / ‚Vorrei morire!‘ (Francesco Paolo Tosti) / Das F.F.B.(Film-Funk-Bühne)-Orchester Berlin / Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke. Aufgenommen am 21. 10. 1957 im Gemeindehaus Berlin-Zehlendorf. Die EP mit dem Titel „Italienische Volkslieder“ wurde im ‚Bielefelder Katalog‘ jener Jahre nicht gelistet, weil es sich um Unterhaltungsmusik handelt. Marcel Cordes singt die italienischen Canzoni in der Originalsprache, das spanische Lied ‚Granada‘ des Mexikaners Agustín Lara aber in der deutschen Textfassung von Ralph Maria Siegel.


    ‚Liebesfeier‘ (Felix Weingartner) / ‚Das Zauberlied’ (Erik Meyer-Helmund) / ‚Ich rufe deinen Namen in die Nacht‘ (Willy Czernik) / Barcarole ‚Hajoh! Wer fährt mit?‘ (Franz Grothe) / Das F.F.B.-Orchester Berlin / Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke / 7 EGW 8560 bzw. E 41037 (17 cm). Aufgenommen am 24.10. 1958 im Gemeindehaus Berlin-Zehlendorf.



    „Marcel Cordes singt“: „Aroldo“: Entflohen!… Mina, du schienst von Gott gesandt* / „La Traviata“: Hat dein heimatliches Land* / „Don Giovanni“: Feinsliebchen, komm ans Fenster* – Auf zu dem Feste* / “André Chenier“: Als Feind des Vaterlandes* / ‚Vorrei morire‘° (Francesco Paolo Tosti) / ‚Granada‘° (Agustín Lara) / Ein Großes Opernorchester / Dirigenten: Wilhelm Schüchter* und Werner Schmidt-Boelcke° / WBLP 541 bzw. E 70015 (25 cm). Lt. dem Plattenetikett dirigiert Werner Schmidt-Boelcke alle Titel der 1. Plattenseite, was nicht stimmt - es ist Wilhelm Schüchter. (Das Farbfoto auf dem Cover zeigt den Sänger als ‚Don Giovanni‘.)



    „Marcel Cordes singt – 2. Folge“: „Der Bajazzo“: Schaut her, ich bin’s!* / „Hoffmanns Erzählungen“: Leuchte, heller Spiegel, mir* / „Der Barbier von Sevilla“: Ich bin das Faktotum der schönen Welt° / „Tannhäuser“: Blick ich umher in diesem edlen Kreise° – Wie Todesahnung. Dämm'rung deckt die Lande… O du, mein holder Abendstern° / „Eugen Onegin“: Sie schrieben mir, wozu es leugnen+ / Ein Großes Opernorchester / Dirigenten: Kurt Gaebel*, Wilhelm Schüchter°, Werner Schmidt-Boelcke+ / WBLP 549 bzw. E 70371 (25 cm). (Das Farbfoto auf dem Cover zeigt den Sänger als ‚Eugen Onegin‘.)



    „Marcel Cordes – Dokumente einer Sängerkarriere“: „Don Giovanni“: Auf zu dem Feste* – Feinsliebchen, komm ans Fenster* / „Der Barbier von Sevilla“: Ich bin das Faktotum der schönen Welt* / „Aroldo“: Entflohen!… Mina, du schienst von Gott gesandt* / „Rigoletto“: Tochter! Mein Vater!* (mit Erika Köth und Sieglinde Wagner) – Feile Sklaven, ihr habt sie verhandelt° – Wenn ich an Festestagen* (mit Erika Köth, Karl Christian Kohn und Walter Stoll) – Wer ist statt seiner im Sacke?° (mit Erika Köth) / „La Traviata“: Hat dein heimatliches Land* / „Tannhäuser“: Blick ich umher in diesem edlen Kreise* – Wie Todesahnung. Dämmrung deckt die Lande* / „Hoffmanns Erzählungen“: Leuchte, heller Spiegel, mir+ / „Der Bajazzo“: Schaut her, ich bin’s+ / „Andrea Chenier: Alsd Feind des Vaterlandes* / Dirigenten: Wilhelm Schüchter*, Werner Schmidt-Boelcke° und Kurt Gaebel+ / ‚Preiser‘ 93464 (CD, Österreich, 1993).



    Das ‚Hamburger Archiv für Gesangskunst‘ startete 2010 eine vierteilige Edition (von je 3 CDs) mit Schallplatten- und Rundfunkaufnahmen von Marcel Cordes, aufgeteilt in die Bereiche 'Giuseppe Verdi‘ (Vol. 1), 'Belcanto & Verismo’ (Vol. 2), 'Opern-Streifzug‘ (Vol. 3) und 'Moderne-Konzert-Lieder‘ (Vol. 4). Darunter befinden sich mehrere hier bisher nicht genannte Einzeltitel, die ich im nächsten Beitrag auflisten werde.



    Carlo

    „Follie per l'opera“* ('Verrückt nach Oper') (Italien 1948 – Scalera Film S. A., Rom)


    mit Gina Lollobrigida, Constance Dowling, Aroldo Tieri, Carlo Campanini, Aldo Silvani. Lamberto Picasso u. a. / Regie: Mario Costa.


    In dieser etwas chaotischen Komödie wirken – in Bühnenauftritten - Maria Caniglia in der (gekürzten) Szene 'Casta Diva' aus „Norma“, Gino Bechi als Escamillo in der „Carmen“, Tito Schipa als Almaviva im „Barbiere di Siviglia“ und Tito Gobbi (sehr eindrucksvoll) im Prolog aus „I pagliacci“ mit. Beniamino Gigli wird allerdings nur mit einem älteren Filmausschnitt gezeigt, u. z. der Arie 'Sì, fu soldato' des „Andrea Chenier“ aus dem Film „Solo per te“ ('Mutterlied').


    (Dies ist einer der ersten Spielfilme der heute 92jährigen Gina Lollobrigida, die von Mario Costa - dem Regisseur dieses Films - bei einem Schönheitswettbewerb entdeckt wurde. Sie hatte übrigens eine ausgebildete Sopranstimme; in dem Film „Die schönste Frau der Welt“ - über Carusos Partnerin und späteren Stummfilmstar Lina Cavalieri – sang sie z. B. die „Tosca“-Arie selbst. Mit dieser Playback-Tonaufnahme trat 'Lollo' auch 1982 in einer Folge von René Kollos ZDF-Fernsehshow „Ich lade gern mir Gäste ein“ auf, die in Budapest aufgezeichnet wurde.)


    Zitate aus dem Thread "Beniamino Gigli und seine Filme" (Beitrag Nr. 24 vom 12. 2. 2020). Die Handlung des Films "Follie per l'opera" kann dort nachgelesen werden.


    Cara Gina,


    non sarai dimenticata! Resta in pace!


    Carlo

    Opern von Richard Strauss (2. Teil)



    „Der Rosenkavalier“ (Richard Strauss): Die Feldmarschallin – Birgit Nilsson / Baron Ochs – Arne Tyrén / Octavian – Kerstin Meyer / Herr von Faninal – Erik Sundquist / Sophie – Eva Prytz / Marianne Leitmetzerin – Ingeborg Kjellgren / Valzacchi – Sven-Erik Vikström / Annina – Barbro Ericson / Ein Sänger – Uno Stjernqvist / Der Notar – Bo Lundborg / Der Haushofmeister bei der Feldmarschallin – Kolbjörn Höiseth / Der Haushofmeister bei Faninal – Conny Söderström / Der Polizeikömmissär – Arne Wirén / Ein Wirt – Arne Ohlson / Eine Modistin – Birgit Nordin / Ein Tierhändler – Lars Billengren u. a. / Kungliga Teaterns kör / Chorltg.: Arne Sunnegardh / Kungluga Hovkapellet / Dirigent: Sixten Ehrling (Stockholm, Kungliga Operan, 27. 9. 1959). Szenen aus dem 1. und 2. Akt (in schwedischer Sprache; Dauer ca. 76 Minuten) wurden 2003 von ‚Caprice‘ in der CD-Box „Royal Swedish Opera Archives, Vol. 2“ veröffentlicht.


    Die zweite CD enthält (in deutscher Sprache) Ausschnitte aus der „Fidelio“-Aufführung vom 3. 3. 1959 mit Birgit Nilsson (Leonore), Ingeborg Kjellgren (Marzelline), Conny Söderström (Florestan), Sigurd Björling (Don Pizarro), Leon Björker (Rocco), Sen-Erik Vikström (Jaquino), Erik Saedén (Don Fernando) sowie Ernö Talas und Bertil Alstergard (Zwei Gefangene) unter Sixten Ehrling. (Siehe Beitrag Nr. 9.)



    „Der Rosenkavalier“ (Richard Strauss): Die Feldmarschallin – Elisabeth Grümmer / Baron Ochs – Josef Greindl / Octavian – Kerstin Meyer / Herr von Faninal – Ernst Krukowski / Sophie – Lisa Otto / Marianne Leitmetzerin – Marlies Siemeling / Valzacchi – Martin Vantin / Annina – Sieglinde Wagner / Ein Sänger – Helmut Krebs / Der Notar – Leopold Clam / Der Haushofmeister bei der Feldmarschallin – Theo Altmeyer / Der Haushofmeister bei Faninal – Gustav Banze / Der Polizeikommissär – Hellmut Gritzka / Ein Wirt – Karl Ernst Mercker / Eine Modistin – Helga Hildebrand / Ein Tierhändler – Karl Ernst Mercker u. a. / Der Chor und das Orchester der Städtischen Oper Berlin / Chorltg.: Hermann Lüddecke / Dirigent: Silvio Varviso (Berlin, Theater des Westens, 23. 12. 1959). Der (klanglich leider nicht sehr gute) Privatmitschnitt der Rundfunkübertragung des SFB erschien 2004 bei der niederländischen ‚Gala‘ auf drei CDs. (Siehe Beitrag Nr. 5).



    „Der Rosenkavalier“ (Richard Strauss): Die Feldmarschallin – Régine Crespin / Baron Ochs – Kurt Böhme / Octavian – Kerstin Meyer / Herr von Faninal – Heinz Friedrich / Sophie – Anneliese Rothenberger / Marianne Leitmetzerin – Marta Benegas / Valzacchi – Eugenio Valori / Annina – Noemi Souza / Ein Sänger – Fritz Wunderlich / Der Notar – Eduardo Ferracani / Der Haushofmeister bei der Feldmarschallin – Umberto Di Toto / Der Haushofmeister bei Faninal – Virgilio Tavini / Der Polizeikommissär – Victor De Narké / Ein Wirt – Italo Pasini / Eine Modistin – Consuelo Ramos / Ein Tierhändler – Virgilio Tavini u. a. / Coro y Orquesta Estables del Teatro Colón / Chorltg.: Tulio Boni / Dirigent: Heinz Wallberg (Buenos Aires, Teatro Colón, 8. 10. 1961). Als erklärter ‚Fan‘ von Régine Crespin habe ich diese Aufnahme auch, in der CD-Ausgabe von ‚Walhall‘ von 2012; das entsprechende Cover ist im Beitrag Nr. 6 abgebildet.


    Doch leider ist auch hier der akustische Eindruck negativ, wie bei so vielen Aufnahmen ‚aus der Handtasche‘; das Orchester ist zu direkt ‚eingefangen‘ und deckt die Sänger zu. Régine Crespins wundervolle Gestaltung der Marschallin mit ihren exquisiten Piano-Tönen kommt in den Mitschnitten aus Glyndebourne 1959 (mit Elisabeth Söderström, Anneliese Rothenberger, Oskar Czerwenka, Willy Ferenz und William McAlpine unter Leopold Ludwig) und New York 1962 (mit Hertha Töpper, Anneliese Rothenberger, Otto Edelmann, Ralph Herbert und Sándor Kónya unter Lorin Maazel) besser zur Geltung. Leider sind die Downloads des niederländischen ‚Opera Club‘ mit seinem Label „Fiori“ nicht mehr verfügbar.



    „Der Rosenkavalier“ (Richard Strauss): Die Feldmarschallin – Régine Crespin / Baron Ochs – Ludwig Weber / Octavian – Kerstin Meyer / Herr von Faninal – Walter Cassel / Sophie – Teresa Stich-Randall u. a. / Dirigent: Joseph Rosenstock (Mexico City, Palacio de Bellas Artes, 19. 9. 1962). Auf diesen Mitschnitt, erschienen 2020 bei Ed Rosens ‚Opera Depot‘, habe ich bereits im Beitrag Nr. 24 vom 2. 7. 2020 detailliert hingewiesen.



    In der „Kerstin Meyer Memorial Edition“ der schwedischen Firma ‚Sterling Records‘ (2 CDs, 2022) ist auch ein Konzert-Mitschnitt der ‚Überreichung der silbernen Rose‘ aus dem „Rosenkavalier“ mit Kerstin Meyer und Margareta Hallin enthalten, begleitet von der Kungliga Hovkapellet unter Stig Westerberg. Margareta Hallin, die eine lange und bemerkenswerte Karriere hatte (zunächst als Koloratursopranistin, später im jugendlich-dramatischen Fach), war auch eine anerkannte und mit Preisen ausgezeichnete Komponistin, z. B. mit der Kammeroper „Fröken Julie“ (1990) nach August Strindbergs Drama. Sie starb am 9. 2. 2020 mit 88 Jahren, neun Wochen vor Kerstin Meyer, die 92 Jahre alt wurde.



    „Ariadne auf Naxos“ (Richard Strauss): Der Haushofmeister – Morley Meredith / Der Musiklehrer – Walter Cassel / Der Komponist – Kerstin Meyer / Der Tenor (Bacchus) – Jess Thomas / Ein Offizier – Robert Nagy / Der Tanzmeister – Paul Franke / Der Perückenmacher – Roald Reitan / Ein Lakai – Gerhard Pechner / Zerbinetta – Roberta Peters / Die Primadonna (Ariadne) – Leonie Rysanek / Harlekin – Theodor Uppman / Scaramuccio – Andrea Velis / Truffaldin – Ezio Flagello / Brighella – Charles Anthony / Najade – Laurel Hurley / Dryade – Gladys Kriese / Echo – Jeanette Scovotti / The Orchestra of the Metropolitan Opera House / Dirigent: Karl Böhm (New York, Metropolitan Opera House, 2. 2. 1963). Der Prolog wurde in einer englischsprachigen Fassung von John Gutman gegeben, die Oper aber mit dem deutschen Originaltext.


    Für den ‚Matinee Broadcast‘ am 2. 2. 1963 war eigentlich „Der fliegende Holländer“ (mit Leonie Rysanek, George London, Sándor Kónya und Giorgio Tozzi unter Karl Böhm) vorgesehen. Doch wegen der plötzlichen Erkrankung Sándor Kónyas wurde „Ariadne auf Naxos“ in der Besetzung der ‚Met‘-Premiere vom 29. 12. 1962 aufgeführt, aber mit Roberta Peters statt Gianna D’Angelo als Zerbinetta. Allerdings war die – eigentlich für den 16. 2. terminierte - Rundfunkübertragung der „Ariadne“ Lisa Della Casa zugesagt worden, die am 22. und 29. 1. die Titelrolle gesungen hatte: eine ‚schöne‘ Überraschung für die Schweizerin, die am 2. 2. 1963 in ihrem New Yorker Appartement ihren Geburtstag feierte und von der kurzfristigen Änderung nicht informiert wurde.



    „Arabella“ (Richard Strauss): Graf Waldner – Otto Edelmann / Adelaide – Ira Malaniuk / Arabella – Lisa Della Casa / Zdenka – Anneliese Rothenberger / Mandryka – Dietrich Fischer-Dieskau / Matteo – Kurt Ruesche / Graf Elemer – Helmut Melchert / Graf Dominik – Georg Stern / Graf Lamoral – Karl Weber / Die Fiaker-Milli – Eta Köhrer / Die Kartenaaufschlägerin – Kerstin Meyer / Welko – Willi Lenninger / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Joseph Keilberth (Salzburg, Festspielhaus, 29. 7. 1958). Der ORF-Mitschnitt erschien 2005 bei ‚Orfeo‘ auf drei CDs; angehängt sind die „Vier letzten Lieder“ von Richard Strauss mit Lisa Della Casa und den Wiener Philharmonikern unter Karl Böhm, live aufgenommen am Tag nach dieser „Arabella“-Aufführung.



    Carlo

    Marcel Cordes in Opern von Richard Wagner und Ermanno Wolf-Ferrari:



    „Tannhäuser“ (Richard Wagner): Landgraf Hermann – Gottlob Frick / Tannhäuser – Rudolf Lustig / Wolfram von Eschenbach – Marcel Cordes / Walther von der Vogelweide – Karl Terkal / Biterolf – Philip Curzon / Heinrich der Schreiber – Karl Gustav Jehrlander / Reinmar von Zweter – Ljubomir Pantscheff / Elisabeth – Leonie Rysanek / Venus – Birgit Nilsson / Ein junger Hirte – Patricia Brinton / Vier Edelknaben – Anna Maria Borrelli, Vittoria Wanda Clerici, Laura Macario und Fulvia Maglione / Coro e Orchestra del Teatro San Carlo di Napoli / Chorltg.: Michele Lauro / Dirigent: Karl Böhm (Neapel, Teatro San Carlo, 17. 3. 1956). Der Mitschnitt ist in diversen Ausgaben auf je drei CDs erschienen, wobei aber ‚Melodram‘ im Aufnahmedatum (3. 3. 1956) irrt. Bei ‚Andromeda‘ (2010) sind noch Aufnahmen mit Leonie Rysanek („Der fliegende Holländer“: ‚Johohoe! Johohoe! Traft ihr das Schiff im Meere an?‘ / Das Sinfonieorchester des Saarländischen Rundfunks / Dirigent: Rudolf Michl) und Rudolf Lustig („Rienzi“: ‚Erstehe, hohe Roma, neu‘ – ‚Kennt ihr mich nicht? Es fordert Ruhe der Tribun.‘ / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Mitteldeutschen Rundfunks Leipzig / Dirigent: Herbert Kegel) angehängt. Der Chor singt in italienischer Sprache. Der amerikanische Bariton Philip Curzon trat auch unter dem Namen ‚Phil Curzon‘ auf und der Tenor Karl Gustav Jehrlander nannte sich im heimatlichen Schweden ‚Kåge Jehrlander‘.



    „Das Rheingold“ (Richard Wagner): Wotan – Otto Wiener / Donner – Marcel Cordes / Froh – Horst Wilhelm / Loge – Gerhard Stolze / Alberich – Otakar Kraus / Mime – Erich Klaus / Fasolt – Walter Kreppel / Fafner – Peter Roth-Ehrang / Fricka – Grace Hoffman / Freia – Jutta Meyfarth / Erda – Marga Höffgen / Woglinde – Gundula Janowitz / Wellgunde – Elisabeth Schwarzenberg / Flosshilde – Sieglinde Wagner / Das Ochester der Bayreuther Festspiele / Dirigent: Rudolf Kempe (Bayreuth, Festspielhaus, 28. 7. 1962). Auf zwei CDs 2013 bei ‚Myto‘ erschienen.


    dto.: Wotan – Theo Adam / Donner – Marcel Cordes / Froh – Horst Wilhelm / Loge – Ken Neate / Alberich – Otakar Kraus / Mime – Erich Klaus / Fasolt – Franz Crass / Fafner – Peter Roth-Ehrang / Fricka – Grace Hoffman / Freia – Jutta Meyfarth / Erda – Marga Höffgen / Woglinde – Barbara Holt / Wellgunde – Elisabeth Schwarzenberg / Flosshilde – Sieglinde Wagner / Das Orchester der Bayreuther Festspiele / Dirigent: Rudolf Kempe (Bayreuth, Festspielhaus, 27. 7. 1963). Vom ‚Opera Depot‘ auf zwei CDs veröffentlicht (2015).


    dto.: Wotan – Theo Adam / Donner – Marcel Cordes / Froh – Hans Hopf / Loge – Gerhard Stolze / Alberich – Zoltán Kélémen / Mime – Erich Klaus / Fasolt – Gottlob Frick / Fafner – Peter Roth-Ehrang / Fricka – Grace Hoffman / Freia – Jutta Meyfarth / Erda – Marga Höffgen / Woglinde – Barbara Holt / Wellgunde – Elisabeth Schwarzenberg / Flosshilde – Sieglinde Wagner / Das Orchester der Bayreuther Festspiele / Dirigent: Berislav Klobučar (Bayreuth, Festspielhaus, 22. 7. 1964). Innerhalb einer „Ring des Nibelungen“-Edition von 2016 bei ‚House of Opera‘ erhältlich (14 CDs).



    „Götterdämmerung“ (Richard Wagner): Siegfried – Hans Hopf / Gunther- Marcel Cordes / Hagen – Gottlob Frick / Alberich – Otakar Kraus / Brünnhilde – Birgit Nilsson / Gutrune – Jutta Meyfarth / Waltraute – Margarethe Bence / Erste Norn – Elisabeth Schärtel / Zweite Norn – Grace Hoffman / Dritte Norn – Gertraud Hopf / Woglinde – Gundula Janowitz / Wellgunde – Elisabeth Schwarzenberg / Flosshilde – Sieglinde Wagner / Der Chor und das Orchester der Bayreuther Festspiele / Chorltg.: Wilhelm Pitz / Dirigent: Rudolf Kempe (Bayreuth, Festspielhaus, 1. 8. 1962). Auf vier CDs 2013 bei ‚Myto‘ erschienen.


    dto.: Siegfried – Hans Hopf / Gunther – Marcel Cordes / Hagen – Gottlob Frick / Alberich – Otakar Kraus / Brünnhilde – Astrid Varnay / Gutune – Jutta Meyfarth / Waltraute und Erste Norn – Elisabeth Schärtel / Zweite Norn – Grace Hoffman / Dritte Norn – Anita Välkki / Woglinde – Barbara Holt / Wellgunde – Elisabeth Schwarzenberg / Flosshilde – Sieglinde Wagner / Der Chor und das Orchester der Bayreuther Festspiele / Chorltg.: Wilhelm Pitz / Dirigent: Rudolf Kempe (Bayreuth, Festspielhaus, 31. 7. 1963). Vom ‚Opera Depot‘ auf vier CDs veröffentlicht (2016).


    dto.: Siegfried – Hans Hopf / Gunther – Marcel Cordes / Hagen – Gottlob Frick / Alberich – Zoltán Kélémen / Brünnhilde – Astrid Varnay / Gutrune – Jutta Meyfarth / Waltraute – Grace Hoffman / Erste Norn – Marga Höffgen / Zweite Norn – Grace Hoffman / Dritte Norn – Anita Välkki / Woglinde – Barbara Holt / Wellgunde – Elisabeth Schwarzenberg / Flosshilde – Sieglinde Wagner / Der Chor und das Orchester der Bayreuther Festspiele / Chorltg.: Wilhelm Pitz / Dirigent: Berislav Klobučar /(Bayreuth, Festspielhaus, 26. 7. 64). Innerhalb einer „Ring des Nibelungen“-Edition von 2016 bei ‚House of Opera‘ erhältlich (14 CDs).



    „Il campiello“ (‚Das Plätzchen‘) (Ermanno Wolf-Ferrari) / Dirigent: Argeo Quadri / Fernsehsendung am 9. 2. 1967 – siehe Beitrag Nr. 91.



    „Der Kuckuck von Theben“ (‚Gli Dei a Tebe‘) (Ermanno Wolf-Ferrari): Die Nacht – Elisabeth Steiner / Zeus, der Göttervater – Marcel Cordes / Hera, seine Gemahlin – Ellen Kunz / Hermes, der Götterbote – Manfred Schmidt / Amphitryon, tebanischer Feldherr – Raimund Grumbach / Alkmene, seine Gemahlin – Hildegard Hillebrecht / Chryseis, Alkmenes Sklavin – Christa Degler / Sosias, Amphitryons Sklave – Richard Holm / Megära, seine Frau – Antonia Fahberg / Theopompos, Priester des Hera-Tempels – Josef Weber / Agathon, ein kleiner Junge – Marjorie Heistermann / Vier Hetären – Erika Billig, Gisela Kronseder-Segiath, Margot Laminet und Hildegard Niedermair / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Wolfgang Schubert / Dirigent: Rudolf Alberth (München, Herkulessaal, 15. 12. 1964).


    Beim ‚Hamburger Archiv für Gesangskunst‘ ist diese Aufnahme auf zwei CDs erschienen, zusammen mit Ausschnitten aus einer Produktion des Rundfuks der DDR von 1965 (?) mit folgenden Interpreten: Annelies Burmeister (Die Nacht), Elisabeth Ebert (Alkmene), Renate Hoff (Chryseis), Ruth Schob-Lipka (Hera), Horst Hiestermann (Hermes), Johannes Kemter (Sosias), Robert Lauhöfer (Amphitryon), Hajo Müller (Zeus) und Reiner Süß (Theopompos); Der Rundfunk-Kinder- und Jugendchor Berlin (Ltg.: Manfred Roost); Die Solistenvereinigung des Berliner Rundfunks (Chorltg.: Gerhard Recke); Das Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin; Dirigent: Robert Hanell. Bemerkenswert ist, dass die Partie der Megära hier von einem hohen Tenor (Werner Enders) gesungen wird, wie Ermanno Wolf-Ferrari – dessen Todestag sich am 21. 1. 2023 zum 75. Mal jährt - es wünschte. Zu diesem interessanten und leider vergessenen Bühnenwerk (Uraufführung am 5. 6. 1943 in Hannover) gibt es auch einen ausführlichen Opernführer bei „Tamino“!



    Carlo

    Opern von Richard Strauss (1. Teil)



    „Salome“ (Richard Strauss): Herodes – Arne Hendriksen / Herodias – Margareta Bergström / Salome – Birgit Nilsson / Jochanaan – Sigurd Björling / / Narraboth – Einar Andersson / Der Page der Herodias – Kerstin Meyer / Fünf Juden – Sixten Farck, Arne Ohlson, Hans Wihlborg, Eric Gustafson und Sven Wallskog / Zwei Nazarener – Sven Nilsson und Carl-Axel Hallgren / Zwei Soldaten – Erik Sundquist und Sven-Erik Jacobsson / Ein Kappadozier – Erik Saedén / Ein Sklave – Busk Margit Jonsson / Kungliga Hovkapellet / Dirigent: Sixten Ehrling (Stockholm, Operahus, 12. 9. 1954). Die nachfolgend genannten Ausschnitte in schwedischer Sprache wurden von Ed Rosen bei ‚Opera Depot‘ und ‚Legato Classics‘ (je zwei CDs) veröffentlicht; allerdings gibt er das Datum 18. 11. 1954 an, was nicht stimmen kann: an diesem Tag wurden in Stockholm „Die lustigen Weiber von Windsor“ gegeben. Der Inhalt der ersten CD: ‚Wie schön ist die Prinzessin Salome heute Nacht‘ - ‚Ich kann nicht bleiben‘ ‚Wo ist er, dessen Sündenbecher jetzt voll ist?‘ – ‚Wo ist Salome? Wo ist die Prinzesssin?‘ - ‚Tanz für mich, Salome!‘ – Der Tanz der sieben Schleier – ‚Ah! Herrlich! Wundervoll!‘ – ‚Ah! Du wolltest mich nicht deinen Mund küssen lassen, Jochanaan!‘


    Am 29. 6. 1955 sang Birgit Nilsson ihre erste Salome in deutscher Sprache, u. z. in München in einer Neuinszenierung von Rudolf Hartmann mit Lilian Benningsen (Herodias), Hertha Töpper (Page), Bernd Aldenhoff (Herodes), Josef Metternich (Jochanaan) und Lorenz Fehenberger (Narraboth) unter Joseph Keilberth. Ausschnitte daraus sind auf der zweiten CD zu hören, wobei Ed Rosen unter diesem Datum aber die abweichenden Namen Jean Madeira (Herodias) und Howard Vandenburg (Narraboth) nennt.



    „Elektra“ (Richard Strauss): Klytämnestra – Jean Madeira / Elektra – Inge Borkh / Chrysothemis – Lisa Della Casa / Orest – Kurt Böhme / Aegisth – Max Lorenz / Der Pfleger des Orest – Alois Pernerstorfer / Die Vertraute – Anny Felbermayer / Die Schleppträgerin – Carol Loraine* / Der junge Diener – Erich Majkut / Der alte Diener – György Littasy* / Die Aufseherin – Audrey Gerber-Candy / Fünf Mägde – Kerstin Meyer, Sonja Draksler, Sieglinde Wagner, Marilyn Horne und Lisa Otto / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Dimitri Mitropoulos (Salzburg, Felsenreitschule, 7. 8. 1957). Dieser Mitschnitt (Regie: Herbert Graf) - ein Höhepunkt in der „Elektra“-Discographie - ist in verschiedenen Formaten erschienen. *In den Annalen der Salzburger Festspiele sind diese Namen als 'Karol Loraine' und 'Georg Littasy' gelistet.


    dto.: Klytämnestra – Kerstin Meyer / Elektra – Birgit Nilsson / Chrysothemis – Berit Lindholm / Orest – Erik Saedén / Aegisth – Ragnar Ulfung / Der Pfleger des Orest – Björn Asker / Die Vertraute – Kjerstin Dellert / Die Schleppträgerin – Sylvia Lindenstrand / Der junge Diener – John-Erik Jacobsson / Der alte Diener – Paul Höglund / Die Aufseherin – Margareta Bergström / Fünf Mägde – Ileana Peterson, Margot Rödin , Dorrit Kleimert, Hillevi Blylods und Solweig Lindström / Kungliga Operans Kör / Chorltg.: Lasse Zilliacus / Kungliga Hovkapellet / Dirigent: Berislav Klobučar (Stockholm, Kungliga Operan, 17. 9. 1972).


    dto. Klytämnestra – Kerstin Meyer / Elektra – Danica Mastilovic / Chrysothemis – Heather Harper / Orest – Donald McIntyre / Aegisth – Richard Lewis / Der Pfleger des Orest – Richard Van Allan / Die Vertraute – Ula van Wyk / Die Schleppträgerin – Elena Davies / Der junge Diener – Adrian de Peyer / Der alte Diener – Paul Statham / Die Aufseherin – Milla Andrew / Fünf Mägde – Elizabeth Bainbridge, Heather Begg, Gillian Knight, Anne Edwards und Alexandra Browning / The Chorus and Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden / Chorltg.: Douglas Robinson / Dirigent: Rudolf Kempe (London, Royal Opera House, Covent Garden, 26. 10. 1973). Der Mitschnitt ist beim ‚Opera Depot‘ in New York erhältlich.



    „Der Rosenkavalier“ (Richard Strauss): Die Feldmarschallin – Elisabeth Schwarzkopf / Baron Ochs – Otto Edelmann / Octavian – Christa Ludwig / Herr von Faninal – Eberhard Waechter / Sophie – Teresa Stich-Randall / Marianne Leitmetzerin – Ljuba Welitsch / Valzacchi – Paul Kuen / Annina – Kerstin Meyer / Ein Sänger – Nicolai Gedda / Der Notar – Harald Pröglhöf / Der Haushofmeister bei der Feldmarschallin – Erich Majkut / Der Haushofmeister bei Faninal – Gerhard Unger / Der Polizeikommissär – Franz Bierbach / Ein Wirt – Karl Friedrich / Eine Modistin – Anny Felbermayer / Ein Tierhändler – Gerhard Unger u. a. / The Philharmonia Chorus and Orchestra / Chorltg.: Wilhelm Pitz / Dirigent: Herbert von Karajan (London, Kingsway Hall, 12. - 15. 12. und 17. - 22. 12. 1956). Kerstin Meyer ist hier auch die dritte adelige Waise neben Elisabeth Schwarzkopf und Christa Ludwig! (Ursprünglich waren Irmgard Seefried und Rita Streich als Octavian und Sophie vorgesehen, doch Irmgard Seefried war exclusiv zur Konkurrenz ‚DGG‘ gegangen und die hochschwangere Rita Streich traute sich die Reise nach London nicht zu.)


    Diese Produktion von Walter Legge für die britische ‚Columbia‘ ist über die Jahre immer wieder neu aufgelegt worden, 1996 sogar in einer Mono-Version auf drei CDs. Da Elisabeth Schwarzkopf wiederholt ihr Missfallen über den Transfer ihrer Aufnahmen auf die Compact Disc geäussert hatte, wurde sie von der ‚EMI‘ zu ihrem 80. Geburtstag in das legendäre Tonstudio in der Abbey Road in London eingeladen, um zusammen mit dem Toningenieur Johann-Nikolaus Matthes das Remastering einiger ihrer Aufnahmen – darunter auch dieser „Rosenkavalier“ - zu überprüfen.


    Die frühen Stereoaufnahmen der ‚EMI‘ (ab 1955) wie auch der ‚Decca‘ (ab 1954) wurden zwar gleichzeitig, aber auf separaten Apparaturen von verschiedenen Tontechnikern – im Falle dieses „Rosenkavaliers“ Douglas Larter (mono) und Christopher Parker (stereo) - sowohl monaural als auch stereophon eingespielt, wobei die entsprechenden Stereo-Platten erst nach der Markteinführung der geeigneten Abspielgeräte (ab 1958) erschienen. Im Studio der ‚EMI‘ hatte man lange nicht die Möglichkeit, das soeben Aufgenommene stereophon abzuhören, was zu kuriosen Begebenheiten führte – siehe die „Capriccio“-Aufnahme (unter Wolfgang Sawallisch) von 1957.


    ‚Her Master‘s Voice’ erklärte in einer Pressekonferenz, dass dieser neue Umschnitt der monauralen Version den Klangvorstellungen ihres Mannes, der bekanntlich der Zweikanal-Technik kritisch gegenüber stand, entspräche (Walter Legge: „Ich habe nicht jahrelang versucht, bei meinen Aufnahmen einen überzeugenden Mischklang herzustellen, um nun alles wieder auffächern zu müssen.“) und dass den Gesangsstimmen nun ein Vorrecht zukommen würde. (Im Booklet der CD-Ausgabe wird die Sängerin als ‚Re-engineering Consultant‘ genannt.) Der renommierte Kritiker Alan Blyth schrieb dazu: „The results are, to my ears, far from satisfying. The sound seems confined and almost artificial. It bears no comparison with the still resplendent-sounding stereo version.“



    Nicht nur die Carmen, sondern auch der Octavian in „Der Rosenkavalier“ zählt zu den Rollen, mit denen Kerstin Meyer hauptsächlich im Gedächtnis der Opernfreunde geblieben ist (u. a. mit Birgit Nilsson 1959 in Stockholm unter Sixten Ehrling, ebenfalls 1959 mit Elisabeth Grümmer in Berlin unter Silvio Varviso, mit Elisabeth Schwarzkopf in Paris 1962 unter Louis Fourestier und 1963 in London mit Régine Crespin unter Heinz Wallberg). Dazu demnächst mehr…



    Carlo

    Hallo, 'moderato'!


    Wie ich im Beitrag Nr. 132 darlegte, war die Übertragung am 31. 12. 2022 nicht die erste TV-“Fledermaus“ der Wiener Volksoper!


    Der vermutlich erste weibliche Frosch (Fröschin?) der Operettengeschichte heißt korrekt Stefanie Reinsperger!. Sie war seit 2014 Mitglied des Wiener Burgtheaters und wechselte 2017 zum Berliner Ensemble. Bei den Salzburger Festspielen spielte sie 2017/2018 die Buhlschaft im „Jedermann“. Seit 2021 gehört sie zum Dortmunder „Tatort“-Team und ist aktuell im neuesten Eberhofer-Krimi „Guglhupfgeschwader“ im Kino zu sehen.


    Aus der Wiener Staatsoper gab es m. W. bisher folgende Fernseh-Übertragungen der „Fledermaus“:


    „Die Fledermaus“ (Johann Strauß): Gabriel von Eisenstein – Bernd Weikl / Rosalinde – Lucia Popp / Adele – Edita Gruberova / Dr. Falke – Walter Berry / Frank – Erich Kunz / Prinz Orlofsky – Brigitte Fassbaender / Alfred – Josef Hopferwieser / Dr. Blind – Anton Wendler / Frosch – Helmuth Lohner / Ida – Karin Göttling / Iwan – Karl Caslavsky / Der Chor und das Orchester der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Norbert Balatsch / Dirigent: Theodor Guschlbauer / Choreographie: Gerlinde Dill / Bühnenbild: Günther Schneider-Siemssen / Kostüme – Milena Canonero / Inszenierung und TV-Regie: Otto Schenk (Wien, Staatsoper, 31. 12. 1980). Die Besetzung der TV-Übertragung, die nicht in der BRD gesendet wurde, entspricht exakt der Besetzung der Premiere vom 31. 12. 1979, die nur im Rundfunk übertragen wurde. (Die Aufführung vom 31. 12. 1980 ist auch auf DVD zu sehen.)


    dto.: Gabriel von Eisenstein – Hermann Prey / Rosalinde – Karita Mattila / Adele – Edith Lienbacher / Dr. Falke – Peter Weber / Frank – Walter Berry / Prinz Orlofsky – Gabriele Sima / Alfred – Herbert Lippert / Dr. Blind – Waldemar Kmentt / Frosch – Fritz Muliar / Ida – Guggi Löwinger / Iwan – Erich Wessner / Der Chor und das Orchester der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Dietrich D. Gerpheide / Dirigent: Ulf Schirmer / Choreographie, Ausstattung und Inszenierung wie 1979 (Wien, Staatsoper, 31. 12. 1993). Im zweiten Akt trat Natalie Dessay mit dem „Frühlingsstimmen-Walzer“ auf und Waldemar Kmentt sang mit Heinz Holecek Wiener Lieder. In Deutschland war der Privatsender ‚VOX‘ an der Übertragung beteiligt und ich habe sie mir auf Video aufgenommen.


    dto.: Gabriel von Eisenstein – Kurt Streit / Rosalinde – Michaela Kaune / Adele – Daniela Fally / Dr. Falke – Markus Eiche / Frank – Alfred Šramek / Prinz Orlofsky – Zoryana Kushpler / Alfred – Rainer Trost / Dr. Blind – Peter Jelosits / Frosch – Peter Simonischek / Ida – Lydia Rathkolb / Iwan – Csaba Markovits / Der Chor und das Orchester der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Thomas Lang / Dirigent: Franz Welser-Möst / Choreographie, Ausstattung und Inszenierung wie 1979 (Wien, Staatsoper, 31. 12. 2011). Der Sender ‚Arte‘ übertrug live den gesamten zweiten Akt; vermutlich lief im ORF die komplette Übertragung.


    dto.: Gabriel von Eisenstein – Andreas Schager / Rosalinde – Rachel Willis-Sørensen / Adele – Vera-Lotte Boecker / Dr. Falke – Clemens Unterreiner / Frank – Wolfgang Bankl / Prinz Orlofsky – Christina Bock / Alfred – Hiroshi Amako / Dr. Blind – Robert Bartneck / Frosch – Peter Simonischek / Ida – Johanna Wallroth / Iwan – Jaroslav Pehal / Der Chor und das Orchester der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Martin Schebesta / Dirigent: Bertrand de Billy / Choreographie, Ausstattung und Inszenierung wie 1979 (Wien, Staatsoper, 31. 12. 2021). Eine Aufzeichnung der Live-Übertragung des ORF sendete ‚3sat‘ am 26. 2. 2022 zum Karneval.


    Rundfunkübertragungen von Silvester-Vorstellungen der „Fledermaus“ aus der Wiener Staatsoper gab es nach den Inszenierungen von 1960 und 1979 mehrere.


    Und hier die Besetzung der „Fledermaus“ aus der Wiener Volksoper am 31. 12. 2022:


    „Die Fledermaus“ (Johann Strauß): Gabriel von Eisenstein – Daniel Schmutzhard / Rosalinde – Annette Dasch / Adele – Hedwig Ritter / Dr. Falke – Björn Bürger / Frank – Marco Di Sapia / Prinz Orlofsky – Katia Ledoux / Alfred – David Kerber / Dr. Blind – Karl-Michael Ebner / Frosch – Stefanie Reinsperger / Ida – Julia Edtmeier / Iwan* - Gabor Oberegger / Der Chor und das Orchester der Wiener Volksoper / Chorltg.: Roger Diáz-Cajamarca / Dirigent: Alexander Joēl / Choreographie: Lili Clemente und Florian Hurler / Bühnenbild: Pantelis Dessyllas / Kostüme: Doris Engl nach Entwürfen von Evelyn Frank / Inszenierung nach Robert Herzl (Wien, Volksoper, 31. 12. 2022). *An der Volksoper heißt der Iwan ‚Ivan‘.


    Carlo

    Lieber 'greghauser2002',


    Rudolf Christ hat den Prinzen Orlofsky von 1950 bis 1955 an der Wiener Staatsoper – damals noch ‚Staatsoper in der Volksoper‘ – alleine 97 mal gesungen. Später wechselte er zum Gabriel von Eisenstein an der Wiener Volksoper, den er dort bis 1974 dargestellt hat. Auch an der Deutschen Oper am Rhein, wo er von 1957 bis 1959 Ensemble-Mitglied war, und sogar in Paris (im Théâtre de l’Alhambra im September 1961) hat er den Eisenstein gesungen, mit Karl Terkal als Alfred. Natürlich hätte Rudolf Christ an Stelle von Helmut Krebs auch den Alfred in der Karajan-Aufnahme der „Fledermaus“ von 1955 (mit Schwarzkopf, Streich, Gedda, Kunz und Dönch) singen können, aber dort ist er ‚nur‘ der Prinz Orlofsky.


    Adolf Dallapozza ist zumindest als Alfred zu hören: unter Boskovsky in der ‚EMI‘-Aufnahme mit Rothenberger, Holm, Fassbaender, Gedda, Fischer-Dieskau und Berry. Und mit Waldemar Kmentt gibt es den Gabriel von Eisenstein in der „Fledermaus“ unter Karajan von 1960 (mit Güden, Köth, Resnik, Zampieri, Berry und Waechter). Sogar den Advokaten Dr. Blind (Wiener Staatsoper, 31. 12. 1993) und den Gefängnisdirektor Frank hat Waldemar Kmentt gesungen: 1996 im Eszterházy-Schloss in Eisenstadt für die Aufnahme bei ‚Arte Nova‘ (mit Silvana Dussmann, Ute Gfrerer, dem Countertenor Artur Stefanowicz als Orlofsky und den Brüdern Edelmann als Eisenstein und Dr. Falke).


    Carlo

    Marcel Cordes singt Verdi.



    Es ist bedauerlich, dass es von Marcel Cordes kaum Tondokumente seiner Interpretationen der großen Baritonrollen in den Opern Giuseppe Verdis gibt. Während der zehn Jahre seiner Mitgliedschaft an der Bayerischen Staatsoper hat er – anfangs noch alternierend mit Josef Metternich – viele Male den Rigoletto, die Grafen Luna („Der Troubadour“) und Ankarström („Ein Maskenball“), den Vater Germont in „La Traviata“ (Neueinstudierung vom 11. 12. 1958 mit Erika Köth und Cesare Curzi unter Otto Matzerath), die Titelrolle in „Simon Boccanegra“ (Neueinstudierung vom 20. 5. 1959 mit Maud Cunitz, Lorenz Fehenberger und Gottlob Frick unter Meinhard von Zallinger), den Marquis Posa in „Don Carlos“ (Neuinszenierung vom 9. 11. 1961 mit Hildegard Hillebrecht, Hertha Töpper, Jess Thomas und Gottlob Frick unter Fritz Rieger) und die Titelrolle in „Nabucco“ (Neuinszenierung vom 25. 10. 1962 mit Hildegard Hillebrecht und Mino Yahia unter Joseph Keilberth) gesungen. Die Oper „Die Macht des Schicksals“ befand sich in jenen Jahren nicht im Repertoire der Bayerischen Staatsoper.



    „Nabucco“ (Giuseppe Verdi): Rezitativ und Arie des Nabucco aus dem 4. Akt ‚Schmerz durchzuckt meine Glieder!… Neu will ich bauen Dir, Jehova, den Altar‘ (Son pur queste mie membra!… Dio di Giuda! L’ara, il tempio a te sacro, sorgeranno’) / Marcel Cordes (Nabucco) / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Kurt Eichhorn (München, Funkhaus, 14. 3. 1964). Eine Aufnahme des Bayerischen Rundfunks, wie alle Opern-Einspielungen von Marcel Cordes in deutscher Sprache.



    „Die Räuber“ (‚I masnadieri’) (Giuseppe Verdi): Maximilian, Graf von Moor – Thomas O’ Leary / Karl, sein erster Sohn – Jean Cox / Franz, sein zweiter Sohn – Marcel Cordes / Amalia, Nichte des Grafen – Christiane Sorell / Hermann, Diener des Grafen – Adolf Dallapozza / Pastor Moser – Frederick Guthrie / Roller, Karls Gefährte – Wolfgang Zimmer / Der Chor und das Orchester der Wiener Volksoper / Chorltg.: Franz Gerstacker / Dirigent: Argeo Quadri (Wien, Volksoper, 23. 9. 1964) Ein Mitschnitt auf zwei CDs beim ‚Hamburger Archiv für Gesangskunst‘. (Die Premiere dieser Inszenierung – mit den genannten Solisten – war am 21. 12. 1963 der Beitrag der Wiener Volksoper zum ‚Verdi-Jahr 1963‘.)


    dto-: Szene Franz-Hermann und ‚Traumerzählung‘ des Franz aus dem 4. Akt ‚Wie entsetzlich! Die Toten kommen wieder!‘ (‚Tradimento! Risorgono i defunti!‘) / Marcel Cordes (Franz) und Friedrich Lenz (Hermann) / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Kurt Eichhorn (München, Funkhaus, 14. 3. 1964). Eine bisher nicht veröffentlichte Aufnahme des Bayerischen Rundfunks.



    „Rigoletto“ (Giuseppe Verdi): (Drei Duette Gilda-Rigoletto) ‚Tochter! Mein Vater! Wenn ich dich sehe… Sprich nie mit einem Armen… Heimat, Familie und Freunde‘* (2. Akt) ‚Wenn ich an Festestagen vor dem Altare kniete…. - Hab ich erst vollbracht, was noch muss geschehen… Ha, bald schlägt sie, die Stunde der Rache!‘* (3. Akt) ‚Wer ist statt seiner in dem Sacke?… Ich bin schuldig. Ich täuschte dich, Vater… Oben bei Gott an der Mutter Seite‘° (4. Akt) / Gilda – Erika Köth / Rigoletto – Marcel Cordes / Der Graf von Monterone – Karl Christian Kohn / Ein Gerichtsdiener – Walter Stoll / Ein Opernorchester / Dirigent: Wilhelm Schüchter* und Werner Schmidt-Boelcke° (Berlin, Grunewaldkirche, 5. 2. 1957* und 17. 1. 1959°). Eine 25cm-Platte der ‚Electrola‘ (E 60 030).


    dto.: (Ausschnitte): ‚Gleich sind wir beide!‘* (Monolog des Rigoletto) ‚Tochter! Mein Vater!… Schon seit drei Monden, die nun verflossen… Ach, wache sorglich und behüte‘° (Duett Gilda-Rigoletto, 2. Akt) ‚Feile Sklaven! ihr habt sie verhandelt‘+ (Arie des Rigoletto) ‚Wenn ich an Festestagen vor dem Altare kniete… Gott! Für mich selbst erfleht‘ ich… Hab ich erst vollbracht, was noch muss geschehen’° (Duett Gilda-Rigoletto, 3. Akt) ‚Wer ist statt seiner in dem Sacke?… Ich bin schuldig. Ich täuschte dich, Vater… Oben bei Gott an der Mutter Seite‘+ (Duett Gilda-Rigoletto, 4. Akt) / Gilda – Erika Köth / Giovanna – Sieglinde Wagner / Rigoletto – Marcel Cordes / Der Graf von Monterone – Karl Christian Kohn / Ein Gerichtsdiener – Walter Stoll / Ein Opernorchester / Dirigenten: Wilhelm Schüchter*° und Werner Schmidt-Boelcke+ (Berlin, Grunewaldkirche, 4. 3. 1956*. 5. 2. 1957° und 17. 1. 59+). Eine ‚EMI‘-CD von 2001, die das Duett aus dem 2. Akt erstmals in voller Länge bringt. Sie enthält weitere Szenen aus „Rigoletto“ mit Erika Köth, Sieglinde Wagner, Rudolf Schock, Josef Metternich, Gottlob Frick und dem Männerchor der Städtischen Oper Berlin; Dirigent: Wilhelm Schüchter (Aufnahmen aus den Jahren 1953 und 1954). Die Kopplung der zwei Szenenfolgen macht den Unterschied zwischen Josef Metternich und Marcel Cordes deutlich: der Rheinländer – von seinen Fans auch „Schmetternich“ genannt – mit seiner markanten ‚körnigen‘ Stimme und der etwas anonymer timbrierte Pfälzer Bariton mit einem ebenso nuancierten Vortrag.



    „Der Troubadour“ ('Il trovatore') (Giuseppe Verdi): (Ausschnitte) Der Graf von Luna – Marcel Cordes / Leonore – Trude Eipperle / Manrico – Eugene Tobin / Ferrando – Frithjof Sentpaul / Ines – Herta Schulz-Huber / Ruiz – Bernhard Michaelis / Der Südfunk-Chor / Chorltg.: Hermann Josef Dahmen / Das Sinfonie-Orchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart / Dirigent: Alfons Rischner (Stuttgart, Villa Berg, 24. 7. 1956). Es wurden nur Szenen aus dem 1. und 2. Akt eingespielt.



    „Aroldo“ (Giuseppe Verdi): Szene und Arie des Egberto aus dem 3. Akt ‚Entflohen! Er konnte treulos mein armes Kind verlassen… Mina, du schienst von Gott gesandt… O Wonne, kaum erhofftes Glück!‘ (‚Ei fugge! E con tal foglio Mina a seguirlo tento… Mina, pensai che un angelo… Oh, gioia inesprimibile!‘) / Marcel Cordes (Bariton) / Ein Großes Opernorchester / Dirigent: Wilhelm Schüchter (Berlin, Gemeindehaus Zehlendorf, 4. 3. 1956). Eine Aufnahme der 'Electrola'.


    Verdis „Aroldo“ von 1857 – die Revision seines „Stiffelio“ von 1850 – wurde am 10. 2. 1954 an der Hamburgischen Staatsoper mit Anne Bollinger (Mina), Gisela Litz (Elena), Peter Anders (Aroldo), Josef Metternich (Egberto), James Pease (Briano), Fritz Lehnert (Godvino) und Hermann Prey (Enrico) erstmals in Deutschland aufgeführt (Dirigent: Herbert Sandberg / Regie: Günther Rennert). Zehn Tage später folgte das Badische Staatstheater Karlsruhe mit einer Inszenierung, in der Marcel Cordes den Egberto sang. (In weiteren Rollen: Hannelore Wolf-Ramponi als Mina, Josef Walden als Aroldo, Hans Hofmann als Briano und Alice Oelke als Elena / Dirigent: Walter Born).



    „Ein Maskenball“ (‚Un ballo in maschera‘) (Giuseppe Verdi): (Szenen aus dem 1. und 3. Akt) Vorspiel – 1. Akt, 1. Szene ‚Der Gouverneur!… O meine Freunde… Ha, welche hohe Wonne – Harr‘ meines Winkes… Für dein Glück und für dein Leben’ – 2. Szene ‚Stille, man darf ihren Zauber nicht stören… König des Abgrunds, zeige dich… Der erste bin ich!… Er ist‘s! Er ist’s!‘ - 6. Szene ‚Weise Prophetin… O sag‘, wenn ich fahre auf schäumenden Wogen… Glaub’, du Prahler… Nur Scherze sind’s und Possen’ – 3. Akt, 1. Szene ‚Der Tod sei mir willkommen‘ – 2. Szene ‚Erhebe dich!… Oh, nur du hast dies Herz mir entwendet‘ – 5. Szene ‚Wohl kam im sich‘ren Heime… Doch heißt dich auch ein Pflichtgebot’ – 6. Szene ‚Ha, sie ist da!… Ach, warum hier? O fliehe… Lieben, ja lieben muss ich dich… Sie ist schuldlos‘ / Richard – Rudolf Schock / René – Marcel Cordes / Amelia – Marlies Siemeling / Ulrica – Rut Siewert / Oscar – Lisa Otto / Samuel – Anton Metternich / Tom – Peter Roth-Ehrang / Der Chor der Städtischen Oper Berlin / Chorltg.: Hermann Lüddecke / Die Berliner Symphoniker / Dirigent: Horst Stein (Berlin, Grunewaldkirche, 6. - 8. 12. 1960). Erschienen bei ‚Electrola‘ 1961 und 1978 (Serie ‚Das Meisterwerk‘) als Schallplatte sowie auf CD 1990 bei ‚EMI‘.



    „Die Macht des Schicksals“ (‚La forza del destino‘) (Giuseppe Verdi) / Dirigent: Mario Rossi / Fernsehsendung am 5. 6. 1960 – siehe Beitrag Nr. 91.



    „Don Carlos“ (Giuseppe Verdi): Vierter Akt (‚Das Kabinett des Königs‘) / König Philipp II. - Gottlob Frick / Elisabeth von Valois – Hildegard Hillebrecht / Die Fürstin von Eboli – Hertha Töpper / Der Marquis von Posa – Marcel Cordes / Der Großinquisitor – Kurt Böhme / Der Graf von Lerma – Karl-Ernst Mercker / Die Berliner Symphoniker / Dirigent: Horst Stein (Berlin, Grunewaldkirche, Juni 1963). Erschienen bei ‚Eurodisc‘ 1963 auf einer LP (mit zwei Wiederauflagen) und erst 2019 auf CD bei ‚Profil/Hänssler‘ in der Box „Gottlob Frick – Der schwärzeste Bass“.



    „Falstaff“ (Giuseppe Verdi): Sir John Falstaff – Dietrich Fischer-Dieskau / Mr. Ford – Marcel Cordes / Fenton – Donald Grobe / Dr. Cajus – Julius Katona / Bardolph – Karl-Ernst Mercker / Pistol – Fritz Hoppe / Alice Ford – Pilar Lorengar / Nannetta – Edith Mathis / Mrs. Quickly – Sieglinde Wagner / Meg Page – Patricia Johnson / Der Chor und das Orchester der Deutschen Oper Berlin / Chorltg.: Walter Hagen-Groll / Dirigent: Giuseppe Patané (Berlin, Deutsche Oper, 10. 10. 1963). Ein Mitschnitt aus dem Nachlass von Dietrich Fischer-Dieskau. Es war eine Neueinstudierung der legendären „Falstaff“-Inszenierung Carl Eberts, die am 22. 12. 1957 mit folgender Besetzung in der Städtischen Oper Berlin Premiere hatte: Dietrich Fischer-Dieskau (Sir John Falstaff), Marcel Cordes (Mr. Ford), Ernst Haefliger (Fenton), Theo Altmeyer (Dr. Cajus), William Forney (Bardolph), Fritz Hoppe (Pistol), Elfride Trötschel (Alice Ford), Hedi Klug (Nannetta), Sieglinde Wagner (Mrs. Quickly) und Nada Puttar (Meg Page); der Dirigent war Alberto Erede.


    dto.: Sir John Falstaff – Dietrich Fischer-Dieskau / Mr. Ford – Marcel Cordes / Fenton – Horst Wilhelm / Dr. Cajus – Eberhard Katz / Bardolph – Martin Häusler / Pistol – Heiner Horn / Alice Ford – Wilma Lipp / Nannetta – Lily Sauter / Mrs. Quickly – Grace Hoffman / Meg Page – Elisabeth Schärtel / Der Kölner Rundfunk-Chor / Chorltg.: Herbert Schernus / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Mario Rossi (Köln, Funkhaus, Januar 1966). Ein Rundfunk-Mitschnitt, erhältlich beim 'Hamburger Archiv für Gesangskunst'.



    Carlo

    Vorgestern antwortete ich ‚rodolfo39‘ auf seinen Beitrag im Thread „Opernaufführungen als Übertragungen per Rundfunk und Fernsehen“ zu der TV-Sendung (ORF III) der „Fledermaus“ aus der Wiener Volksoper am 31. 12. 2022. (Mit einem echten Ehepaar als 'Ehepaar von Eisenstein': Annette Dasch und Daniel Schmutzhard!). Da viele Informationen in solchen Sammel-Threads – wie z.B. auch „Was hört ihr gerade?“, „Frisch erstanden“ und „Künstler-Erinnerungen“ - untergehen, poste ich meinen Beitrag hier noch einmal, denn dort gehört er eigentlich hin.



    Es ist schon ein bisserl lange her, aber bereits zu Silvester 1956 wurde eine „Fledermaus“-Aufführung aus der Wiener Volksoper live im Fernsehen übertragen:


    „Die Fledermaus“ (Johann Strauß): Gabriel von Eisenstein – Fred Liewehr / Rosalinde – Sonja Mottl / Adele – Eta Köhrer / Dr. Falke – Eberhard Waechter / Frank – Karl Dönch / Prinz Orlofsky – Rudolf Christ / Alfred – Kurt Preger / Dr. Blind – August Jaresch / Frosch – Franz Böheim / Ida – Uta Boehm / Der Chor und das Orchester der Wiener Volksoper / Chorltg.: Franz Holetschek / Dirigent: Anton Paulik / Bühnenbild: Walter Hoesslin / Kostüme: Fred Adlmüller / Inszenierung: Oskar Fritz Schuh / TV-Regie: Erich Neuberg (Wien, Volksoper, 31. 12. 1956). Als Rosalinde war in den Programmzeitungen Gerda Scheyrer angekündigt, sie wurde kurzfristig durch Sonja Mottl – die in erster Ehe mit Kurt Preger und nach dessen Tod mit Karl Dönch verheiratet war - ersetzt. Die ARD war über den Bayerischen Rundfunk an diese Fernseh-Übertragung angeschlossen.


    Nicht live, aber ebenfalls eine „Fledermaus“ der Wiener Volksoper war die TV-Sendung des ORF2 am 30. 12. 1979:


    „Die Fledermaus“ (Johann Strauß): Gabriel von Eisenstein – Peter Minich / Rosalinde – Mirjana Irosch / Adele – Melanie Holliday / Dr. Falke – Franz Waechter / Frank – Karl Dönch / Prinz Orlofsky – Karen Johnson / Alfred – Adolf Dallapozza / Dr. Blind – Peter Baillie / Frosch – Ossy Kolmann / Ida – Dagmar Koller / Der Chor und das Orchester der Wiener Volksoper / Chorltg.: Franz Gerstacker / Dirigent: Franz Bauer-Theussl / Bühnenbild: Pantelis Dessyllas / Kostüme: Fred Adlmüller und Alice Maria Schlesinger / Inszenierung: Karl Dönch (Tokyo, Bunka Kaikan Theater, Juni 1979). Eine Aufzeichnung von der ersten Japan-Tournee der Wiener Volksoper, die m. W. seither weitere acht Male das fernöstliche Land bereiste.


    Und auch vom Gastspiel der Wiener Volksoper 1982 in Japan gab es vermutlich eine TV-Aufzeichnung:


    „Die Fledermaus“ (Johann Strauß): Gabriel von Eisenstein – Waldemar Kmentt / Rosalinde – Mirjana Irosch / Adele – Melanie Holliday / Dr. Falke – Robert Granzer / Frank – Hans Kraemmer / Prinz Orlofsky – Dagmar Koller / Alfred – Richard Karczykowski / Dr. Blind – Peter Drahosch / Frosch – Ossy Kolmann / Ida – Guggi Löwinger / Der Chor und das Orchester der Wiener Volksoper / Chorltg.: Franz Gerstacker / Dirigent: Erich Binder / Ausstattung wie 1979 / Inszenierung: Karl Dönch (Fukuoka, Sun Palace, 24. 6. 1982). Die Tonspur der Fernsehsendung (?) wurde 1984 in Japan von ‚Nippon Columbia‘ und in Österreich von ‚Teletheater‘ (gesponsert von der ‚Ersten Allgemeinen und Generali Versicherung‘) auf zwei LPs veröffentlicht; ‚Denon‘ gab den Mitschnitt 1996 auf zwei CDs heraus, nennt aber Gabriele Juster als Ida.



    Carlo

    Ich glaube es war das erste Mal das die Fledermaus aus der Volksoper und nicht aus der Staatsoper übertragen worden ist.


    Lieber ‚rodolfo‘,


    es ist schon ein bisserl lange her, aber bereits zu Silvester 1956 wurde eine „Fledermaus“-Aufführung aus der Wiener Volksoper live im Fernsehen übertragen:


    „Die Fledermaus“ (Johann Strauß): Gabriel von Eisenstein – Fred Liewehr / Rosalinde – Sonja Mottl / Adele – Eta Köhrer / Dr. Falke – Eberhard Waechter / Frank – Karl Dönch / Prinz Orlofsky – Rudolf Christ / Alfred – Kurt Preger / Dr. Blind – August Jaresch / Frosch – Franz Böheim / Ida – Uta Boehm / Der Chor und das Orchester der Wiener Volksoper / Chorltg.: Franz Holetschek / Dirigent: Anton Paulik / Bühnenbild: Walter Hoesslin / Kostüme: Fred Adlmüller / Inszenierung: Oskar Fritz Schuh / TV-Regie: Erich Neuberg (Wien, Volksoper, 31. 12. 1956). Als Rosalinde war in den Programmzeitungen Gerda Scheyrer angekündigt, sie wurde kurzfristig durch Sonja Mottl – die in erster Ehe mit Kurt Preger und nach dessen Tod mit Karl Dönch verheiratet war - ersetzt. Die ARD war über den Bayerischen Rundfunk an diese Fernseh-Übertragung angeschlossen.


    Nicht live, aber ebenfalls eine „Fledermaus"-Aufführung der Wiener Volksoper war die TV-Sendung des ORF am 30. 12. 1979:


    „Die Fledermaus“ (Johann Strauß): Gabriel von Eisenstein – Peter Minich / Rosalinde – Mirjana Irosch / Adele – Melanie Holliday / Dr. Falke – Franz Waechter / Frank – Karl Dönch / Prinz Orlofsky – Karen Johnson / Alfred – Adolf Dallapozza / Dr. Blind – Peter Baillie / Frosch – Ossy Kolmann / Ida – Dagmar Koller / Der Chor und das Orchester der Wiener Volksoper / Chorltg.: Franz Gerstacker / Dirigent: Franz Bauer-Theussl / Bühnenbild: Pantelis Dessyllas / Kostüme: Fred Adlmüller und Alice Maria Schlesinger / Inszenierung: Karl Dönch (Tokyo, Bunka Kaikan Theater, Juni 1979). Eine Aufzeichnung von der ersten Japan-Tournee der Wiener Volksoper, die m. W. seither weitere acht Male das fernöstliche Land bereiste.


    Und auch vom Gastspiel der Wiener Volksoper 1982 in Japan gab es vermutlich eine TV-Aufzeichnung:


    „Die Fledermaus“ (Johann Strauß): Gabriel von Eisenstein – Waldemar Kmentt / Rosalinde – Mirjana Irosch / Adele – Melanie Holliday / Dr. Falke – Robert Granzer / Frank – Hans Kraemmer / Prinz Orlofsky – Dagmar Koller / Alfred – Richard Karczykowski / Dr. Blind – Peter Drahosch / Frosch – Ossy Kolmann / Ida – Guggi Löwinger / Der Chor und das Orchester der Wiener Volksoper / Chorltg.: Franz Gerstacker / Dirigent: Erich Binder / Ausstattung wie 1979 / Inszenierung: Karl Dönch (Fukuoka, Sun Palace, 24. 6. 1982). Die Tonspur der Fernsehsendung (?) wurde 1984 in Japan von ‚Nippon Columbia‘ und in Österreich von ‚Teletheater‘ (gesponsert von der ‚Ersten Allgemeinen und Generali Versicherung‘) auf je zwei LPs veröffentlicht; ‚Denon‘ gab den Mitschnitt 1996 auf zwei CDs heraus, nennt aber Gabriele Juster als Ida.


    Carlo

    Heute Opern von Mozart, Offenbach, Poulenc, Puccini, Ravel und Saint-Saēns:



    „Le nozze di Figaro“ (‚Die Hochzeit des Figaro‘) (Wolfgang Amadé Mozart): Conte Almaviva – Dietrich Fischer-Dieskau / La Contessa – Elisabeth Schwarzkopf / Susanna – Irmgard Seefried / Figaro – Erich Kunz / Cherubino – Christa Ludwig / Don Basilio – Murray Dickie / Dottor Bartolo – Georg Stern / Marcellina – Kerstin Meyer / Antonio – Alois Pernerstorfer / Barbarina – Anny Felbermayer / Don Curzio – Erich Majkut / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Karl Böhm (Salzburg, Festspielhaus, 4. 8. 1958). Der Rundfunkmitschnitt ist bei ‚Omega Opera Archive‘ in den USA erhältlich.


    dto.: Conte Almaviva – Tom Krause / La Contessa – Elizabeth Harwood / Susanna – Edith Mathis / Figaro – Walter Berry / Cherubino – Teresa Berganza / Don Basilio – Michel Sénéchal / Dottor Bartolo – Paolo Montarsolo / Marcellina – Kerstin Meyer / Antonio – Zoltán Kélémen / Barbarina – Evelyn Mandac / Don Curzio – Willy Caron / Una ragazza - Gunda Spiluttini / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Walter Hagen-Groll / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Herbert von Karajan (Salzburg, Großes Festspielhaus, 26. 7. 1972). Eine Kopie der Rundfunkübertragung des ORF befindet sich im ‚Eliette und Herbert von Karajan Institut‘ in Salzburg.



    „Cosi fan tutte“ (Wolfgang Amadé Mozart): Fiordiligi – Elisabeth Söderström / Dorabella – Kerstin Meyer / Despina – Birgit Nordin / Ferrando – Sven Olof Eliasson / Guglielmo – Lars Carlsson / Don Alfonso – Kim Borg / Kungliga Operans Kör / Kungliga Hovkapellet / Dirigent: Silvio Varviso (Stockholm, Operahus, 18. 12. 1965). Ein Mitschnitt der Premiere – in italienischer Sprache - durch ‚Sveriges Radio‘. (Kerstin Meyer hatte bereits in ihrer ‚Berliner Zeit‘ die Dorabella in der Inszenierung Carl Eberts gesungen, alternierend mit Sieglinde Wagner; Elisabeth Grümmer und Evelyn Lear waren ihre Partnerin als Fiordiligi.)



    „Les contes d’Hoffmann“ (‚Hoffmanns Erzählungen‘) (Jacques Offenbach): Hoffmann – Ragnar Ulfung / Nicklaus und Die Muse – Kerstin Meyer / Olympia, Antonia, Giulietta, Stella – Margareta Hallin / Lindorf, Coppelius, Doktor Mirakel, Dapertutto – Anders Näslund / Andreas, Cochenille, Franz, Pitichinaccio – Sven-Erik Vikström / Lutter – Arne Wirén / Spalanzani – Arne Ohlson / Crespel – Arne Tyrén / Stimme der Mutter – Barbro Ericson / Schlemihl – Bo Lundborg / Hermann – Georg Svedenbrant / Nathanael – Kolbjörn Höiseth / Kungliga Operans Kör / Chorltg.: Arne Sunnegårdh / Kungliga Hovkapellet / Dirigent: Herbert Sandberg (Stockholm, Operahus, 28. 2. 1960). Ein Mitschnitt in schwedischer Sprache wurde 2021 bei ‚Premiere Opera’ veröffentlicht.



    „Die Brüste des Tiresias“ ('Les Mamelles de Tirésias') (Francis Poulenc): Der Theaterdirektor – Franz-Josef Kapellmann / Theresia und Die Kartenlegerin – Jeanette Scovotti / Theresias Gatte – Fritz Uhl / Die Herren Lacouf und Presto – Gerhard Stolze und Benno Kusche / Der Gendarm – Claudio Nicolai / Der Journalist – Martin Finke / Die Zeitungsverkäuferin – Marie-Louise Gilles / Der Sohn – Raimund Gilvan / Die elegante Dame – Barbara Vogel / Die dicke Dame – Kerstin Meyer / Der bärtige Mann – Toshimitsu Kimura / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Hiroshi Wakasugi (Köln, Funkhaus, 6. 10. 1978, Live-Aufnahme). Der französische Text dieser 'Farce in einem Vorspiel und zwei Akten' von Guillaume Apollinaire – uraufgeführt 1947 in Paris - wurde von Horst Goerges und Josef Heinzelmann ins Deutsche übertragen. (In diesem Konzert im Großen Sendesaal des Westdeutschen Rundfunks Köln kam auch Maurice Ravels “L'Enfant et les sortilèges“ zur Aufführung – siehe dort.)



    „Suor Angelica“ (Giacomo Puccini): Suor Angelica (Schwester Angelica) – Pilar Lorengar / La Zia Principessa (Die Fürstin) – Kerstin Meyer / La Badessa (Die Äbtissin) – Margarethe Bence / Suor Zelatrice (Schwester Eiferin) – Axelle Gall / La maestra delle novizie (Die Lehrmeisterin der Novizen) – Czeslawa Slania / Suor Genovieffa (Schwester Genoveva) – Olivera Miljakovic / Suor Dolcina (Schwester Dolcina) – Maria Venuti / Due suore cercatrici (Zwei Almosensucherinnen) – Silvia Herman und Margareta Hintermeier / Due novizie (Zwei Novizinnen)– Elfriede Höbarth und Irmgard Röschnar / Der Chor und das Orchester der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Helmuth Froschauer / Dirigent: Gerd Albrecht (Wien, Staatsoper, 11. 2. 1979). Merkwürdig ist, dass auf den Programmzetteln die Darstellerinnen der übrigen Rollen nicht namentlich genannt wurden; vermutlich hat man dafür Chorsängerinnen eingesetzt.



    „Das Kind und die Zauberwelt“ ('L'Enfant et les sortilèges') (Maurice Ravel): Das Kind – Helen Donath / Das Feuer – Eva Csapò / Die Nachtigall, Die Prinzessin und Die Fledermaus – Krisztina Laki / Die Schäferin, Das Käuzchen und Das Dritte Tier – Edith Gabry / Das Hirtenmädchen und Das Eichhörnchen – Barbara Vogel / Der Hirtenknabe, Die Katze und Das Zweite Tier – Marie-Louise Gilles / Die Mutter, Die chinesische Tasse und Die Libelle – Kerstin Meyer / Ein altes Männchen und Der Kater – Gerhard Stolze / Der Frosch – Raimund Gilvan / Die Teekanne und Das Erste Tier – Martin Finke / Die Standuhr – Franz-Josef Kapellmann / Das Fauteuil – Claudio Nicolai / Der Baum und Das Vierte Tier – Toshimitsu Kimura / Der Kölner Kinderchor / Ltg.: Hans-Günter Lenders / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Herbert Schernus / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Hiroshi Wakasugi (Köln, WDR-Funkhaus, 6. 10. 1978, Live-Sendung). Siehe auch „Die Brüste des Tiresias“ von Francis Poulenc.



    „Samson et Dalila“ (Camille Saint-Saēns): Dalila – Kerstin Meyer / Samson – Set Svanholm / Le Grand-Prêtre de Dagon (Der Oberpriester des Dagon) – Erik Sundquist / Abimélech, Satrape de Gaza (Der Satrap von Gaza) – Erik Saedén / Un vieillard Hébreux (Ein alter Hebräer) – Folke Jonsson / Un messager philistin (Ein Bote der Philister) – Olle Sivall / Le premier Philistin (Der erste Philister) – Carl-Axel Hallgren / Le deuxième Philistin (Der zweite Philister) – Sven-Erik Jacobsen / Kungliga Operans Kör / Chorltg.: Arne Sunnegårdh / Kungliga Hovkapellet / Dirigent: Herbert Sandberg (Stockholm, Operahus, 12. 12. 1955). Ein Ausschnitt aus dieser Aufführung - die auf schwedisch gesungene Arie der Dalila (‚Amour! Viens aider de ma faiblesse‘) - ist in der Portrait-CD von Kerstin Meyer in der Serie „Great Swedish Singers“ bei ‚Bluebell‘ enthalten (siehe Beitrag Nr. 13 vom 17. 4. 2020).



    Ich wünsche allen ‚Taminos‘ nach einem Jahr, dessen Ereignisse und Umwälzungen sowie deren Folgen uns noch lange beschäftigen werden, trotzdem oder auch deswegen für das hoffentlich bessere Jahr 2023 alles erdenklich Gute!



    Carlo

    Kerstin Meyer in Opern von Henze, Janácek, Ligeti, Mascagni und Monteverdi:



    „Elegie für junge Liebende“ (Hans Werner Henze): siehe Beitrag Nr. 22 vom 15. 6. 2020 zur Fernsehübertragung vom Gastspiel der Deutschen Oper Berlin in Tokyo am 2. 11. 1966.



    „Jenůfa“ (Leoš Janáček): Die alte Buryja – Margareta Bergström / Steva – Jonny Blanc / Laca – Kolbjörn Höiseth / Die Küsterin – Kerstin Meyer / Jenůfa – Elisabeth Söderström / Der Altgesell – Jerker Arvidson / Der Bürgermeister – Kim Borg / Die Frau des Bürgermeisters – Kjerstin Dellert / Karolka – Sylvia Lindenstrand / Barena – Solweig Lindström / Jarno – Gunilla Slättegård / Eine Magd – Margareta Sundman / Kungliga Operans Kör / Chorltg.: Lasse Zilliacus / Kungliga Hovkapellet / Dirigent: Rudolf Vašata / Regie: Götz Friedrich (Stockholm, Operahus, 1. 12. 1972). Kerstin Meier hat im Interview erzählt, dass Elisabeth Söderström und sie die schwedische "Jenůfa“-Übersetzung des Komponisten Ture Rangström nicht adäquat fanden und sie (zusammen mit anderen an der Produktion beteiligten Sängern) bearbeiteten. (Diese Inszenierung wurde 1974 mit großem Erfolg auch bei den Festspielen von Edinburgh gezeigt.)



    „Katja Kabanova“ (‚Kát‘a Kabanová’) (Leoš Janáček): Sawjol Prokofjewitsch Dikoj, ein Kaufmann – William McCue / Boris Grigorjewitsch, sein Neffe – Allen Cathcart / Marfa Ignatjewna Kabanová, eine reiche Kaufmannswitwe, genannt Kabanicha – Kerstin Meyer / Tichon Iwanytsch Kabanow, ihr Sohn – John Robertson / Katharina, seine Frau, genannt Katja – Josephine Barstow / Warwara, Pflegetochter im Hause Kabanow – Cynthia Buchan / Wanja Kudrjasch, ein Lehrer, Chemiker und Mechaniker – Peter Jeffes / Kuligin, Kudrjaschs Freund – Donald Maxwell / Glascha und Fekluscha, Dienstmädchen – Linda Ormiston und Marjorie Williamson / Chorus and Orchestra of the Scottish Opera / Dirigent: Richard Armstrong (Glasgow, Theatre Royal, April 1979). Diese in Coproduktion mit der Welsh National Opera im Rahmen eines ‚Janácek-Zyklus‘ entstandene – und englisch gesungene - Inszenierung von David Pountney wurde im Mai 1979 auch in Edinburgh und Newcastle gezeigt; bei einer der Aufführungen entstand ein ‚Bootleg‘-Mitschnitt. (Im walisischen Cardiff kam diese Produktion erst im Mai 1982 auf die Bühne, mit Elisabeth Söderström und Rita Gorr.)



    Le Grand Macabre“ (‚Der große Makaber‘) (György Ligeti): Zu den Angaben in meinem Beitrag Nr. 20 vom 1. 6. 2020 ist noch nachzutragen, dass auch die Partien der beiden Minister doppelt – mit Schauspielern und Sängern - besetzt waren. Ligeti strich für die deutsche Erstaufführung (am 15. 10. 1978 in Hamburg) weite Teile des gesprochenen Textes und nahm einige kompositorische Änderungen vor, z. B. schrieb er die beiden Minister für zwei Soprane um. Die korrekten Besetzungsangaben für die Uraufführung in Stockholm (am 12. 4. 1978) lauten demnach wie folgt:


    Nekrotzar, der große Makaber – Erik Saedén / Piet vom Fass, ein Trinker – Sven-Erik Vikström / Clitoria und Spermando, ein Liebespaar – Elisabeth Söderström und Kerstin Meyer / / Fürst Go-Go – Gunilla Slättegård / Astradamors, Hofastrologe – Arne Tyrén / Mescalina, seine Frau – Barbro Ericson / Venus, Göttin der Liebe – Monika Lavén (Gesang: Kerstin Wiberg) / Der Chef der 'Gepopo', der geheimen politischen Partei – Britt-Marie Ahrun / Der weiße Minister – Dimitry Cheremeteff (Gesang: Sven-Erik Vikström) / Der schwarze Minister – Nils Johansson (Gesang: Arne Tyrén) / Die Soldaten: Ruffiak – Ragne Wahlroth, Schobiak – Hans-Olof Söderberg, Schabernak – Lennart Stregård / Fürst Go-Gos Diener – Kaj Nuora / Spitzel der ‚Gepopo‘ – Anna-Lena Nord, Peter Rajka, Lennart Stregård und Vazgen Zarouki / Kungliga Operans Kör / Chorltg.: Lasse Zilliacus und Jan-Åke Hillerud / Kungliga Hovkapellet / Dirigent: Elgar Howarth (Stockholm, Kungliga Teatern, 12. 4. 1978, Uraufführung). ‚Sveriges Radio‘ hat die - in schwedischer Sprache gesungene und gesprochene - Premiere live übertragen.


    Zur Ergänzung hier die Besetzung der deutschen Erstaufführung in Hamburg: Nekrotzar – Dieter Weller / Piet vom Fass – Peter Haage / Hymenia und Spermando – Inga Nielsen und Olive Fredricks / Fürst Go-Go – Kevin Smith / Astradamors – Ude Krekow / Mescalina – Debria Brown / Venus und Der Chef der ‚Gepopo‘ – Hildegard Uhrmacher / Der weiße Minister – Sona Cervena / Der schwarze Minister – Edith Lang / Ruffiak – Helmut Grundmann / Schobiak – Harald Staar / Schabernak – Horst Bethe / Chorsolisten - Ingeborg Kersten, Margot Lund, Dieter Heppeler und Heinz-Albert Zell / Der Norddeutsche Kinderchor Hamburg / Ltg.: Jürgen Luhn / Der Chor der Hamburgischen Staatsoper / Chorltg.: Günther Schmidt-Bohländer / Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg / Dirigent: Elgar Howarth (Hamburg, Staatsoper, 15. 10. 1978). Die Rolle des babyhaften Fürsten Go-Go war hier mit einem Countertenor besetzt. Die amerikanische Mezzosopranistin Debria Brown wurde auf dem Programmzettel als 'Deborah Browne' angekündigt. (Vermutlich wurde die Generalprobe intern mitgeschnitten.)



    „Cavalleria rusticana“ (Pietro Mascagni): Santuzza – Barbro Ericson / Turiddu – Luigi Carrara / Lucia – Judit Garellick / Alfio – Sigurd Björling / Lola – Kerstin Meyer / Kungliga Operans Kör / Chorltg.: Arne Sunnegårdh / Kungliga Hovkapellet / Dirigent: Bertil Bokstedt (Stockholm, Operahus, 4. 10. 1959). Ausschnitte aus dieser Aufführung sind (in schwedischer Sprache) enthalten auf der Doppel-CD „Verismo at the Royal Swedish Opera 1952 – 1962“ von ‚Caprice‘, erschienen 2008.



    „L’Incoronazione di Poppea“ (‚Die Krönung der Poppea‘) (Claudio Monteverdi): Pallade – Elizabeth Bainbridge / Amore – Annon Lee Silver / Poppea – Saramae Endich / Nerone – Richard Lewis / Ottavia – Kerstin Meyer / Ottone – Walter Alberti / Seneca – Carlo Cava / Arnalta – Oralia Dominguez / Drusilla – Margaret Neville / Valerio – Duncan Robertson / Damigella – Soo-Bee Lee / Liberto – Neilson Taylor / Lucano – Gerald English / Lictor – Stafford Dean / Due soldati – Dennis Brandt und Gerald English / The Glyndebourne Festival Chorus / Chorltg.: Myer Fredman / The London Philharmonic Orchestra / Dirigent: Raymond Leppard (Glyndebourne, Opera House, 22. 5. 1964). Es war die Wiederaufnahme der berühmten Inszenierung von Günther Rennert von 1962.



    „Il ritorno d’Ulisse in patria“ (‚Die Heimkehr des Odysseus‘) (Claudio Monteverdi): Am 10. 3. 1965 gab es an der Hamburgischen Staatsoper eine Neuinszenierung der vorletzten Oper Monteverdis in der musikalischen Fassung von Erich Kraack. Der Regisseur Günther Rennert bearbeitete das Werk, indem er einige Szenen und Personen strich und in den italienisch gesungenen Text Zitate von Homer (gesprochen von Ullrich Haupt) zum Verständnis der Handlung einschob. Kerstin Meyer sang die Penelope und Ernst Haefliger den Ulisse. Die weiteren Mitwirkenden waren Cvetka Ahlin (Melanto), Maria von Ilosvay (Ericlea), Doris Jung (Minerva), Heinz Hoppe (Telemaco), Hans Otto Kloose (Eumete), Horst Wilhelm (Eurimaco), Erwin Wohlfahrt (Iro), Peter Roth-Ehrang (Antinoo und Giove), Kurt Marschner (Pisandro), Heinz Blankenburg (Anfinomo) und Hans Sotin (Nettuno). Albert Bittner leitete das Philharmonische Staatsorchester Hamburg. Bisher ist mir kein Mitschnitt von einer der betreffenden Aufführungen bekannt geworden.



    Carlo

    Marcel Cordes in Bühnenwerken von Richard Strauss, Igor Stravinsky, Heinrich Sutermeister und Walter Triebel:



    „Feuersnot“ (Richard Strauss): Schweiker von Gundelfingen, der Burgvogt – Karl Ostertag / Ortolf Sentlinger, der Bürgermeister – Max Proebstl / Diemut, seine Tochter – Maud Cunitz / Elsbeth, Wigelis und Margret, Diemuts Freundinnen – Antonia Fahberg, Irmgard Barth und Liselotte Fölser / Kunrad, der Ebner – Marcel Cordes / Jörg Pöschel, der Leitgeb – Georg Wieter / Kofel, der Schmied – Kieth Engen / Hämerlein, der Fragner – Carl Hoppe / Kunz Gilgenstock, der Bäck und Bräuer – Rudolf Wünzer / Ortlieb Tulbeck, der Schäfflermeister – Paul Kuen / Ursula, seine Frau – Ina Gerhein / Ruger Aspeck, der Hafner – Walther Carnuth / Walpurg, seine Frau – Gerda Sommerschuh / Ein Mädchen – Luise Camer / Der Kinderchor und der Chor der Bayerischen Staatsoper / Chorltg.: Herbert Erlenwein / Das Orchester der Bayerischen Staatsoper / Dirigent: Rudolf Kempe (München, Prinzregententheater, 14. 8. 1958). Diese musikalische ‚Abrechnung‘ von Richard Strauss mit seiner Vaterstadt wurde inszeniert von Herbert Graf zum 800. Jahrestag der Stadterhebung Münchens und zusammen mit dem Ballett „Josephslegende“ desselben Komponisten (in der Choreographie von Heinz Rosen) aufgeführt. Der Rundfunkmitschnitt der Oper erschien 1980 auf zwei LPs bei ‚Melodram‘ – gekoppelt mit zwei Arien aus „Guntram“ von Richard Strauss, gesungen von Wolfgang Windgassen - und 1996 bei ‚Orfeo‘ auf zwei CDs.


    dto.: Schweiker von Gundelfingen – Albert Weikenmeier / Ortolf Sentlinger – Max Proebstl / Diemut – Ingrid Bjoner / Elsbeth, Wigelis und Margret – Eva Kasper, Hildegunt Walther und Käthe Möller-Siepermann / Kunrad – Marcel Cordes / Jörg Pöschel – Samuel van Dusen / Kofel – Heiner Horn / Hämerlein – Günter Reich / Kunz Gilgenstock – Fritz Ollendorff / Ortlieb Tulbeck – Jürgen Förster / Ursula – Helga Jenckel / Ruger Aspeck – Walter Jenckel - / Walpurg – Lily Sauter / Der Kölner Kinderchor / Der Kölner Rundfunk-Chor / Chorltg.: Herbert Schernus / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Joseph Keilberth (Köln, Funkhaus, 23. 4. - 25. 4. 1964) Erschienen auf je zwei CDs 1999 bei ‚Gala‘ und 2014 beim ‚Opera Depot‘, hier mit zusätzlichen Arien aus „Lohengrin“, „Daphne“. „Elektra“ und „Ariadne auf Naxos“, gesungen von Ingrid Bjoner.


    „„Feuersnot“ (Richard Strauss) / Dirigent: Fritz Rieger / Fernsehsendung am 30. 10. 1964 – siehe Beitrag Nr. 91.



    „Ariadne auf Naxos“ (Richard Strauss): Der Haushofmeister – Kurt von Ruffin / Ein Musiklehrer – Marcel Cordes / Der Komponist – Elisabeth Lindermeier / Der Tenor (Bacchus) – Hans Hopf / Ein Offizier – Hans Kern / Ein Tanzmeister – Paul Kuen / Ein Perückenmacher – Willy Schmitz / Ein Lakai – Rudolf Wünzer / Die Primadonna (Ariadne) – Lisa Della Casa / Zerbinetta – Erika Köth / Harlekin – Carl Hoppe / Scaramuccio – Karl Ostertag / Truffaldin – Max Proebstl / Brighella – Paul Kuen / Najade – Lotte Schädle / Dryade – Ira Malaniuk / Echo - Gerda Sommerschuh / Das Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Dirigent: Karl Böhm (München, Prinzregententheater, 7. 9. 1956). Eine ‚Inhouse‘-Aufnahme wurde von ‚Mr. Tape‘ in New York angeboten.



    „Arabella“ (Richard Strauss): Duett Arabella-Mandryka aus dem zweiten Akt ‚Sie wollen mich heiraten, sagt mein Vater… Und du wirst mein Gebieter sein‘ / Trude Eipperle (Sopran) und Marcel Cordes (Bariton) / Das Sinfonieorchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart / Dirigent: Alfons Rischner (Stuttgart, Villa Berg, 1955). Dieses Duett ist in der CD-Box „Portrait Trude Eipperle“ bei ‚Bayer-Records‘ enthalten.



    „Die Nachtigall“ (‚Le rossignol‘) (Igor Stravinsky): Die Nachtigall – Colette Boky / Der Kaiser von China – Marcel Cordes / Des Kaisers Kammerherr – Friedrich Nidetzky / Die Köchin – Mihoko Aoyama / Der Fischer – Adolf Dallapozza / Der Bonze – Ottokar Schöfer / Der Tod – Sonja Draksler / Die japanischen Gesandten – Wolfgang Witte, Wolfgang Schellenberg und Hans Strohbauer / Der Chor und das Orchester der Wiener Volksoper / Chorltg.: Franz Gerstacker / Dirigent: Peter Maag (Wien, Volksoper, 9. 12. 1966). Igor Strawinskys Oper von 1914 wurde – in der deutschen Fassung von A. Elukhen und B. Feiwel - zusammen mit Béla Bartóks Oper „Herzog Blaubarts Burg“ gespielt; hier sangen Irmgard Seefried und Otto Wiener unter der Leitung von Peter Maag.



    „Oedipus Rex“ (Igor Stravinsky): Oedipus – Fritz Wunderlich / Jokaste – Marga Höffgen / Kreon und Bote – Marcel Cordes / Tiresias – Otto von Rohr / Hirte – Georg Jelden / Der Stuttgarter Lehrer-Gesangverein / Der Südfunk-Chor / Chorltg.: Hermann Josef Dahmen / Das Sinfonieorchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart / Dirigent: Hans Müller-Kray (Stuttgart, Villa Berg, 14. 10. 1959). Es handelt sich um ein öffentliches Konzert mit gleichzeitiger Rundfunk-Übertragung im Rahmen der SDR-Reihe „Musik der Zeit“; leider ist mir nicht bekannt, wer der Sprecher des verbindenden Textes war.



    „Titus Feuerfuchs“ (Heinrich Sutermeister): Spund, Brauereibesitzer – Herbert Simon / Titus Feuerfuchs, dessen rothaariger Neffe und Lehrling in der Brauerei – Marcel Cordes / Salome Pockerl, die rothaarige Gänsemagd auf dem Schlossgut – Ingeborg Wieser / Flora Baumscheer, eine Witwe, Schlossgärtnerin – Ingeborg Felderer / Constantia, eine Witwe. Kammerfrau der Gräfin – Herta Schomburg / Die verwitwete Gräfin Cypressenburg, dilettierende Komponistin – Sabine Zimmer / Der Chor und das Orchester des Stadttheaters Basel / Chorltg. Karl Keuerleber / Dirigent: Silvio Varviso (Basel, Stadttheater, 14. 4. 1958, Uraufführung). Die Rolle des gräflichen Friseurs, Monsieur Marquis, der Titus eine schwarze Perücke schenkt, wird nach dem Willen des Komponisten nur pantomimisch (von einem Tänzer) verkörpert. Zwei der Nebenrollen 'Die sechs Räuber, später die sechs Herren' wurden in der Uraufführung gesungen von dem Tenor Hanns Bastian und dem Bassisten Derrik Olsen. Auf eine Antwort auf meine Anfrage beim Basler Stadttheater bzgl. der anderen vier Sänger warte ich noch...


    Den Text zu der heiteren zweiaktigen Oper (Untertitel: „Liebe, Tücke und Perücke“) schrieb der Komponist nach Johann Nestroys Komödie „Der Talisman“, wobei er sich auch bei Ferdinand Raimund und Friederike Kempner ‚bediente‘. Die Regie hatte der damalige Intendant des Basler Theaters, Hermann Wedekind. Heinrich Sutermeister war von Beginn der Proben an im Theater anwesend und er beantwortete (in der Pause der Radioübertragung von der Uraufführung) die Frage von Hans Ehinger, weshalb er seit „Der rote Stiefel“ (1951) keine Oper mehr komponierte: er fand schlicht und einfach kein niveauvolles Libretto für ein komisches Bühnenwerk, alle Autoren wollten nur noch ‚erhabene‘ Texte schreiben. Die Titelrolle erfordert einen äusserst temperamentvollen Darsteller mit einer sehr flexiblen Stimme, der auch das Pathos und die Parodie nicht scheut. (Im Staatsarchiv Freiburg des Landesarchivs Baden-Württemberg befinden sich viele Fotos, die während der Proben entstanden.) Hinter dem Namen ‚Ingeborg Felderer‘ verbirgt sich die Sopranistin Ina Delcampo, die in Italien zusammen mit ihrem Sohn die Bootleg-Schallplattenfirma ‚Melodram‘ gründete, der wir so viele wertvolle Aufführungs-Mitschnitte verdanken. (Es gibt auch einen Beitrag im „Tamino“-Opernführer zu „Titus Feuerfuchs“!)


    Die deutsche Erstaufführung war am 12. 10. 1958 im Düsseldorfer Haus der Deutschen Oper am Rhein in Anwesenheit des Komponisten; es sangen Ilse Hollweg (Constantia), Eva Kasper (Salome Pockerl), Ingeborg Lasser (Frau von Cypressenburg), Hanna Ludwig (Flora Baumscheer) und Helmut Fehn (Spund) unter der Leitung von Arnold Quennet (Regie: Günter Roth). Es war aber vor allem Benno Kusche in der Titelrolle, der hier diese Oper zum Erfolg führte.



    „Pfälzer Wein“ (Walter Triebel) (Querschnitt): Friederike Sailer, Fritz Wunderlich und Marcel Cordes / Der Chor des Pfalztheaters Kaiserslautern / Das Rundfunkorchester Kaiserslautern des SWF / Dirigent: Emmerich Smola (Kaiserslautern, Funkhaus, 26. 3. - 27. 3. 1957). Walter Triebel (1908-1951) ist vor allem durch seine Tätigkeit als Sänger, Dirigent und Regisseur der „Fritz-Hirsch-Operette“ aus Den Haag in Erinnerung, die von 1926 bis zum Einmarsch deutscher Truppen 1940 unser Nachbarland (und die Niederländer sind große Operetten-Liebhaber!) mit zahlreichen Bühnen-Produktionen bereiste und auch Gastspiele von Robert Stolz und Richard Tauber bot. Nach dem Auftrittsverbot dieses Ensembles - Fritz Hirsch und seine Familie wurden deportiert und im KZ ermordet – betrieb Walter Triebel von 1940 bis 1942 noch die „Frontbühne Triebel“ für die deutschen Besatzer. Die für den Südwestfunk von Ernst Kochan bearbeitete Melodienfolge aus „Pfälzer Wein“ (eine Operette in drei Akten mit dem Text von Friedrich Wilhelm Jürgens) beinhaltet auch das Lied ‚Wenn ich jetzt etwas jünger wär… Man wird bescheiden‘, gesungen von Marcel Cordes. Das Finale ‚Unsere schöne Pfalz‘ (mit Friederike Sailer, Fritz Wunderlich und Marcel Cordes) ist auf der Doppel-CD „Fritz Wunderlich: Operetten-Arien“ bei ‚SWR Music‘ (2017) zu hören.



    Carlo

    Weiter geht es heute mit Opern von Claude Debussy, Gottfried von Einem, Gunnar de Frumerie, Christoph Willibald Gluck und Georg Friedrich Händel.



    „Pelléas et Mélisande“ (Claude Debussy): Arkel – Guus Hoekman / Geneviève – Kerstin Meyer / Golaud – Michel Roux / Pelléas – Henri Gui / Mélisande – Denise Duval / Yniold – Rosine Brédy / Le Docteur; Un Berger – John Shirley-Quirk / The Glyndebourne Festival Chorus / Chorltg.: Myer Fredman / The Royal Philharmonic Orchestra / Dirigent: Vittorio Gui (Glyndebourne, Opera House, 27. 5. 1962). Diese Produktion (Regie: Carl Ebert) wurde im folgenden Jahr wiederholt, allerdings sangen da die Britin Anna Reynolds die Geneviève und der Niederländer Hans Wilbrink den Pelléas; bei dem Label ‚Glyndebourne Enterprises‘ erschien 2009 davon ein Mitschnitt auf zwei CDs.



    „Der Besuch der alten Dame“ (Gottfried von Einem): Claire Zachanassian – Kerstin Meyer / Gatte VIII (Zoby)– Franz Klarwein / Der Butler (Boby) – Georg Paskuda / Koby und Loby, zwei Blinde – Lorenz Fehenberger und David Thaw / Alfred Ill – William Murray / Seine Frau – Antonia Fahberg / Seine Tochter – Helena Jungwirth / Sein Sohn – Friedrich Lenz / Der Bürgermeister – Hans Hopf / Der Pfarrer – Heinz Imdahl / Der Lehrer – Hans Hotter / Der Arzt – Albrecht Peter / Ein Polizist – Raimund Grumbach / Zwei Frauen – Gertrud Freedmann und Annelie Waas / Hofbauer – Horst Hoffmann / Hellmesberger – Hans Wilbrink / Der Bahnhofsvorstand – Max Proebstl / Der Zugführer – Gerhard Auer / Der Kondukteur – Paul Friess / Der Reporter – Peter Schmid / Der Kameramann – Paul Winter / Der Chor und das Orchester der Bayerischen Staatsoper / Chorltg.: Josef Beischer / Dirigent: Heinrich Hollreiser (München, Nationaltheater, 24. 10. 1975). Ein Mitschnitt der Premiere wurde von 'Mr. Tape' in New York angeboten.


    dto.: Claire Zachanassian – Kerstin Meyer / Boby – Kåge Jehrlander / Koby – Sven-Erik Vikström / Loby – Kolbjörn Höiseth / Alfred Ill – Erik Saedén / Seine Frau – Kjerstin Dellert / Seine Tochter – Gunilla Slättegård / Sein Sohn – John-Erik Jacobsson / Der Bürgermeister – Hans Johansson / Der Pfarrer – Arne Tyrén / Der Lehrer – Jerker Arvidson / Der Arzt – Bo Lundborg / Der Polizist – Sten Wahlund / Zwei Frauen – Dorrit Kleimert und Ileana Peterson / Hofbauer – Tord Slättegård / Hellmesberger – Gunnar Lundberg / Der Bahnhofsvorstand – Rolf Cederlöf / Der Zugführer – Paul Höglund / Der Kondukteur – Silvio Maurizio / Der Kameramann – Martti Wallén / Kungliga Operans Kör / Chorltg.: Lasse Zilliacus / Kungliga Hovkapellet / Dirigent: Berislav Klobučar (Stockholm, Operahus, 17. 12. 1976). Eine Rundfunkübertragung der schwedischen Erstaufführung (Regie: John Cox), für die Kerstin Meyer selbst das Libretto Gottfried van Eimens in ihre Muttersprache übersetzte.


    Ebenfalls mit Kerstin Meyer war die ‚alte Dame‘ in der Wiederaufnahme (22. 12. 1977) der Produktion der Wiener Staatsoper von 1971 besetzt; Hans Helm war der Alfred Ill und es dirigierte Alfred Walter. (Die Mitwirkenden der englischen Erstaufführung am 31. 5. 1973 beim Glyndebourne Festival – Kerstin Meyer und Donald Bell in den Hauptrollen; Dirigent: John Pritchard; Regie: John Cox – habe ich detailliert im Beitrag Nr. 17 vom 23. 5. 2020 genannt. Am 2. 6. 1973 wurde die Oper live von der BBC im Rundfunk übertragen.)



    „Singoalla“ (Gunnar de Frumerie): Ritter Bengt Manesköld, Herr auf Ekö – Erik Sundquist / Frau Elfrida, seine Gattin – Margareta Bergström / Erland, ihr Sohn – Set Svanholm / Pater Henrik – Folke Jonsson / Bruder Johannes – Georg Svedenbrant / Helena Ulvsax. Erlands Frau – Ruth Moberg / Das Oberhaupt des wandernden Volkes – Sven-Erik Jacobsson / Singoalla, seine Tochter – Kerstin Meyer / Assam, ihr Verlobter – Carl-Axel Hallgren / Assams Mutter – Margit Sehlmark / ‚Trauerkind‘, Singoallas kleiner Sohn – Busk Margit Jonsson / Singoallas Freundinnen – Lehti Aug, Sylvan Beré und Maud Edgardt / Kungliga Operans Kör / Chorltg.: Arne Sunnegårdh / Kungliga Hovkapellet / Dirigent: Herbert Sandberg (Stockholm, Operahus, 22. 5. 1956). Ed Rosen von ‚Premiere Opera‘ hat diesen Mitschnitt, gibt aber das (falsche) Jahr 1951 an und nennt – bei sonst identischer Besetzung - als (namenlosen) Vater Singoallas den Bassisten Leon Björker, der in der Neuinszenierung am 15. 9. 1955 sang. Es gibt auch den Mitschnitt einer konzertanten Aufführung vom September 1985 mit Anne Sofie von Otter in der Titelrolle und mit dem (sehr kurzfristig eingesprungenen) norwegischen Tenor Björn Haugen als Erland: der Dirigent ist Yuri Ahronovitch und die Aufnahme wird von ‚Caprice‘ auf zwei CDs angeboten.


    Gunnar de Frumerie (1908-1987) komponierte seine einzige Oper „Singoalla“ – uraufgeführt am 16. 3. 1940 am Stockholmer Opernhaus - auf ein Textbuch von Elle Byström-Bäckström nach Viktor Rydbergs Roman, der ihm einen englischen Titel gab: „The Wind is My Lover“. Die Handlung spielt im 14. Jahrhundert in Schweden: Der Rittersohn Erland liebt die junge ‚Zigeunerin‘ Singoalla, die ein Kind zur Welt bringt, wovon er nichts weiß, weil ihm von ihren Leuten durch ein Gift die Erinnerung an Singoalla genommen wurde. Jahre später - und verheiratet mit einer Anderen – gewährt Erland einem kleinen Jungen Obdach und dieser führt ihn jede Nacht zu Singoalla. Erlands Erinnerung kehrt langsam zurück und er verliebt sich neu in die heißblütige Frau. Als aber das Kind sich weigert, wegen einer das Land überziehenden Pestepidemie Erland wie sonst zu Singoalla zu führen, ersticht er den Jungen und muss nun erfahren, dass er seinen Sohn getötet hat.



    „Orfeo ed Euridice“ (Christoph Willibald Gluck): Orfeo – Kerstin Meyer / Euridice – Elisabeth Söderström / Amore – Busk Margit Jonsson / Radiokören / Radioorkestern / Dirigent: Albert Wolff (Ekerö, Drottningholms Slottteatern, 1. 6. 1958). Auf die TV-Übertragung des 1. Aktes habe ich bereits im Beitrag Nr. 22 vom 15. 6. 2020 hingewiesen. Die Stockholmer Oper gastierte auch bei den Maifestspielen in Wiesbaden und führte dort am 18. 5. 1975 Glucks Oper auf, allerdings in einer Inszenierung von 1971 und in italienischer Sprache; es sangen Kerstin Meyer, Elisabeth Söderström und Birgit Nordin unter dem Dirigat von Charles Farncombe.


    dto.: Orfeo – Kerstin Meyer / Euridice – Lucine Amara / Amore – Anneliese Rothenberger / Chorus and Orchestra of the Metropolitan Opera House / Chorltg.: Kurt Adler / Dirigent: Jean Morel (New York, Metropolitan Opera House, 10. 3. 1962). Eine Sendung im Rahmen der ‚Saturday Afternoon Broadcasts‘ der New Yorker ‚Met‘. Byron G. Hathaway gibt in seiner ‚Opera Tape List‘ George Schick als Dirigent an, während die ‚Annals of the Metropolitan Opera‘ Jean Morel nennen, was wohl glaubwürdiger ist, da er auch die Premiere am 3. 3. 1962 (mit den genannten Sängerinnen) leitete.



    „Alcina“ (Georg Friedrich Händel): Alcina – Margareta Hallin / Morgana – Birgit Nordin / Oronte – Uno Stjernqvist / Ruggiero – Ingvar Wixell / Bradamante – Kerstin Meyer / Melisso – Erik Saedén / Kungliga Operans Kör / Chorltg.: Arne Sunnegårdh / Kungliga Hovkapellet / Dirigent: Lars af Malmborg (Stockholm, Operahus, 27. 12. 1959, Live-Übertragung des Schwedischen Rundfunks). Händels „Alcina“ hatte genau zweihundert Jahre nach Händels Tod am 14. 4. 1959 in der genannten Besetzung in Stockholm (in schwedischer Sprache) Premieret. Damit gastierte die Stockholmer Oper im September 1960 am Royal Opera House, Covent Garden, in London. (Die berühmte Zeffirelli-Produktion der „Alcina“ mit Joan Sutherland, die im Februar 1960 in Venedig Premiere hatte und ab November 1960 auch in Dallas gezeigt wurde, kam erst im März 1962 in Londons Opernhaus Covent Garden zur Aufführung.)



    Carlo

    Die heutigen Komponistennamen sind Puccini, Ravel, Schweitzer und Strauß.



    „La Bohème“ (Giacomo Puccini): (Querschnitt) Vorspiel – Szene Rudolf-Mimi ‚Ich bin nicht aufgelegt. Wer klopft?‘ - Arie des Rudolf ‚Wie eiskalt ist dies Händchen‘ - Arie der Mimi ‚Man nennt mich jetzt Mimi‘ - Duett Rudolf-Mimi und Finale 1. Akt ‚O du süßestes Mädchen‘ – Auftritt und Walzer der Musette mit dem Finale des 2. Aktes ‚Will ich allein des Abends in Paris mich ergeh‘n’ – Quartett Mimi-Rudolf- Musette-Marcel und Finale 3. Akt ‚Leb‘ wohl denn… Wo ich selig von Glück deinem Treueschwur lauschte... Lebt wohl, ihr süßen Stunden’ - Duett Rudolf-Marcel ‚In einem Wagen?… Ach, Geliebte, nie kehrst du mir wieder‘ – Lied des Collin ‚Höre, du alter Mantel‘ – Mimis Tod und Finale der Oper ‚Sind wir allein? Ich stellte mich nur schlafend‘ / Rudolf – Fritz Wunderlich / Schaunard – Georg Völker / Marcel – Marcel Cordes / Collin – Gottlob Frick / Mimi – Anneliese Rothenberger / Musette – Ruth-Margret Pütz / Alcindor – Leopold Clam / Ein Knabenchor / Der Chor der Komischen Oper Berlin / Chorltg. Hermann Lüddecke / Ein Großes Opernorchester / Dirigent: Berislav Klobučar (Berlin, Grunewaldkirche, Juni 1961). Eine LP der deutschen ‚Columbia‘ von 1961, wiederveröffentlicht 1990 auf einer CD der ‚EMI‘.



    „Madame Butterfly“ (Giacomo Puccini): Cho-Cho-San – Elisabeth Lindermeier / Suzuki – Hertha Töpper / B. F. Pinkerton – Richard Holm / Konsul Sharpless – Marcel Cordes / Goro – Karl Ostertag / Fürst Yamadori -Adolf Keil / Onkel Bonze – Max Proebstl / Kate Pinkerton – Dagmar Naaf / Yakusidé – Peter Schranner / Der kaiserliche Kommissar – Heinz Maria Lins / Der Standesbeamte – Karl-Heinz Bennert / Die Mutter – Gertrud Jäger / Die Tante – Maria Goller / Die Kusine – Elisabeth Wiese / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Josef Kugler / Dirigent: Rudolf Alberth (München, Herkulessaal, 21. 4. - 24. 4. 1954). Bei ‚Walhall‘ ist die Aufnahme 2005 erschienen – als Anhang Elisabeth Schwarzkopf mit Arien aus „Madame Butterfly“ (NDR 1952 unter Wilhelm Schüchter) - und später auch beim ‚Hamburger Archiv für Gesangskunst‘.



    „Der Mantel“ (‚Il tabarro‘) (Giacomo Puccini) / Dirigent: Alberto Erede / Fernsehsendung am 1. 10. 1961 – siehe Beitrag Nr. 91. Die Tonspur zu dieser TV-Produktion ist – gekoppelt mit dem Fernsehton von Leoncavallos „Der Bajazzo“ (1962) - beim ‚Hamburger Archiv für Gesangskunst‘ erhältlich.



    „Die spanische Stunde“ (‚L‘heure espagnole’) (Maurice Ravel) / Dirigent: Peter Maag / Fernsehsendung am 31. 5. 1967 – siehe Beitrag Nr. 91. Auch von dieser TV-Produktion ist die Tonspur beim ‚Hamburger Archiv für Gesangskunst‘ erschienen, gekoppelt mit der Rundfunkaufnahme (1964) von Janáceks „Aus einem Totenhaus“ (Beitrag Nr. 96).



    „Alceste“ (Anton Schweitzer): Admet. König von Pherae – Franz Fehringer / Alceste, seine Gemahlin – Margot Guilleaume / Parthenia, ihre Schwester – Irmgard Pipa / Herkules, Freund des Admet – Marcel Cordes / Das Kurpfälzische Kammerorchester Heilbronn / Dirigent: Eugen Bodart (Stuttgart, Villa Berg, 20. 11. 1954). Für diese Produktion des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart wurde das Werk stark gekürzt. (Das Libretto zu dieser Oper in fünf Akten – Uraufführung am 28. 5. 1773 am Hoftheater Weimar – schrieb Christoph Martin Wieland, der gemeinsam mit Anton Schweitzer im Auftrag der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar versuchte, die Gattung des ‚Deutschen Singspiels‘ zu etablieren.)


    Nach ihrer Wiederentdeckung am 4. 9. 1999 als konzertante Aufführung im Weimarer Hotel ‚Elephant‘ mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl unter Hermann Bremer (mit Übertragung durch den Deutschlandfunk) wurde die Oper am 31. 5. 2001in der Thomaskirche Erfurt mit dem Philharmonischen Orchester Erfurt unter Stephan E. Wehr (Mitschnitt bei ‚Marco Polo‘ bzw. ‚Naxos‘) ebenfalls konzertant gegeben. Ab dem 23. 10. 2007 folgten vier szenische Aufführungen - zur Wiedereröffnung der 2004 durch einen Brand schwer beschädigten Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar - mit dem ‚Concerto Köln‘ unter Michael Hofstetter im Weimarer Residenzschloss (mit CD- und DVD-Aufzeichnung durch ‚Berlin Classics‘) sowie je eine Aufführung in Erlangen (11. 3. 2008) und Ludwigsburg (5. 7. 2008).



    „Die verkaufte Braut“ (‚Prodaná nevěsta’) (Bedřich Smetana): Kruschina – Marcel Cordes / Kathinka – Nada Puttar / Marie – Pilar Lorengar / Micha – Ivan Sardi / Agnes – Sieglinde Wagner / Wenzel – Karl-Ernst Mercker / Hans – Fritz Wunderlich / Kezal – Gottlob Frick / Springer – Ernst Krukowski / Esmeralda – Gertrud Freedmann / Muff – Walter Stoll / Der RIAS-Kammerchor / Chorltg.: Günther Arndt / Die Bamberger Symphoniker / Dirigent: Rudolf Kempe (Bamberg, Kulturraum ‚Dominikanerkirche‘, Ende Mai - Anfang Juni 1962 / Berlin, Grunewaldkirche, Oktober 1962). Diese Referenzaufnahme – mit der deutschen Übersetzung von Max Kalbeck – kam bei ‚Electrola‘ zuerst 1963 auf fünf LP-Seiten in den Handel; daher kosteten die drei Schallplatten nur DM 62,50 statt DM 75,00. 1972 wurde sie (mit einigen Kürzungen) von ‚Electrola‘ auf zwei LPs wiederveröffentlicht und schließlich erschien sie 1987- natürlich ungekürzt - auf zwei CDs bei ‚EMI‘. (Der RIAS-Kammerchor war kurzfristig für die Aufnahmen in Bamberg eingesetzt worden; einige Chor-Passagen wurden in Berlin nachträglich ‚kalt‘ eingespielt, d. h. zu einem in Bamberg aufgenommenen Orchester-Band. Es war die letzte ‚Electrola‘-Opernaufnahme von Fritz Ganss, der danach zur Bertelsmann-Tochter ‚Eurodisc‘ wechselte.) Übrigens verwendete die 'Electrola' hier zum ersten Mal das Aufnahmeverfahren der Vier-Spur-Technik (nicht zu verwechseln mit der Quadrophonie).



    „Der Zigeunerbaron“ (Johann Strauß): (Querschnitt) Vorspiel – Chor ‚Geh‘, fahr’ mit mir, Herzallerliebste mein’ – Auftrittslied des Sándor ‚Als flotter Geist, doch früh verwaist… Ja, das alles auf Ehr‘ – Quartett Czipra-Sándor-Carnero-Saffi ‚So täuschte mich die Ahnung nicht‘ – Lied des Kálmán ‚Ja, das Schreiben und das Lesen‘ – Finale 1. Akt ‚O habet Acht… Hier in diesem Land Eure Wiege stand‘ – Duett Sándor-Saffi ‚In dieser Nacht voll herrlicher Pracht‘ – Terzett Czipra-Sándor-Saffi ‚Ein Greis ist mir im Traum erschienen‘ – Schatzwalzer ‚Ha, seht! Es winkt, es blinkt, es klingt!‘ - Chor ‚Ja, das Eisen wird gefüge’ – Duett Saffi-Sándor ‚Wer uns getraut? Ei sprich! Sag du‘s!‘ - Werberlied des Grafen Homonay ‚Her die Hand, es muss ja sein‘ – Finale 2. Akt ‚Noch eben in Gloria von Hoheit umflossen… Ich hab‘ gewacht bei Tag und Nacht‘ – Entr’acte (Walzer) – Lied des Kálmán ‚Von des Tajo Strand‘ – Einzugsmarsch ‚Hurra! Die Schlacht mitgemacht hab‘n wir im fernen Land‘ – Finale 3. Akt ‚Reich ihm die Hand, vertraue dem Zigeuner!‘ / Graf Peter Homonay – Marcel Cordes / Conte Carnero – Wilhelm Strienz / Sándor Barinkay – Rudolf Schock / Kálmán Zsupán – Benno Kusche / Arsena – Helga Hildebrand / Mirabella – Christel Willenberg / Ottokar – Walter Rausch / Czipra – Sieglinde Wagner / Saffi – Erika Köth / Der Chor der Städtischen Oper Berlin / Chorltg.: Hermann Lüddecke / Ein Großes Opernorchester / Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke (Berlin, Gemeindehaus Zehlendorf, 13. - 16. 1. 1959). Als LP angeboten bei ‚Electrola‘ (1959 / E 80460 bzw. STE 80460), 1963 (E 83442 bzw. STE 83442) und 1975 (1 C 037-28185). Auf CD bei ‚EMI‘ 2000 erschienen, gekoppelt mit Melodien aus „Wiener Blut“ (Anneliese. Rothenberger) und „Waldmeister“, „Der lustige Krieg“ und „Casanova“ (alle mit Marco Bakker), begleitet vom ‚Bayerischen Symphonieorchester‘ - d. i. das Symphonieorchester Kurt Graunke - unter Franz Allers, aufgenommen im Mai 1978. (1992 ist dieser Querschnitt auf CD auch von ‚Delta Music‘ mit dem Label ‚Laserlight Classics‘ veröffentlicht worden.)



    Carlo

    Mittlerweile sind seit meinem letzten Beitrag zwei Jahre vergangen, in denen ich noch zahlreiche Tondokumente von Kerstin Meyer finden konnte. (Auf einige der nachfolgend detailliert genannten Aufnahmen wurde in den ersten Beiträgen zu diesem Thread lediglich mit CD-Covers hingewiesen.) Für die Produktionen des Stockholmer Opernhauses habe ich einheitlich die Bezeichnungen ‚Kungliga Operans Kör‘ (Chor der Königlichen Oper) und ‚Kungliga Hovkapellet‘ (Königliche Hofkapelle) verwendet.



    „Wozzeck“ (Alban Berg): Wozzeck – Walter Berry / Marie – Kerstin Meyer / Der Tambourmajor – Hans Beirer / Der Hauptmann – Helmut Melchert / Der Doktor – Walter Dicks / Andres – Loren Driscoll / Margret – Alice Oelke / Der Narr – Martin Vantin / Zwei Handwerksburschen – Manfred Röhrl und Barry McDaniel / Ein Soldat – Walter Muggelberg / Der Chor und das Orchester der Deutschen Oper Berlin / Chorltg.: Walter Hagen-Groll / Dirigent. Heinrich Hollreiser (Tokyo, Nissei Theatre, 6. 11. 1963). Ein Rundfunk-Mitschnitt von NHK (Nippon Hoso Kyokai) vom Gastspiel der Deutschen Oper Berlin, auf je zwei CDs veröffentlicht in Japan bei ‚Pony Canyon‘ und ‚King International‘. Walter Berry war beim Gastspiel der Deutschen Oper Berlin 1963 in Japan im ‚Dauereinsatz‘; er sang in mehreren Aufführungen den Figaro in „Le nozze di Figaro“, den Don Pizarro im „Fidelio“, den Basspart in der „Neunten“ von Beethoven (alles unter Karl Böhm) und auch am 29. 10. und 6. 11. 1963 den Wozzeck.


    Am 2. 2. 1960 wurde an der Städtischen Oper Berlin Alban Bergs „Wozzeck“ von Wolf Völker neu inszeniert: mit Helga Pilarczyk (Marie). Sabine Zimmer (Margret), Dietrich Fischer-Dieskau (Wozzeck), Ludwig Suthaus (Tambourmajor), Martin Vantin (Hauptmann), Karl Christian Kohn (Doktor) und Karl-Ernst Mercker (Andres); der Dirigent war Richard Kraus. Bei der Aufführung zu den Berliner Festwochen (20. 8. 1960) übernahm Kerstin Meyer die Rolle der Marie, die sie auch in den Wiederaufnahmen am 10. 5. 1963 und am 25. 5. 1965 sang, nunmehr in der Deutschen Oper Berlin; die „Wozzeck“-Darsteller waren Dietrich Fischer-Dieskau, Rolf Polke und William Dooley. Bemerkenswert ist, dass Dietrich Fischer-Dieskau – trotz hervorragender Kritiken - den Wozzeck wie auch den Dr. Schön in der „Lulu“ nur in wenigen Vorstellungen gesungen hat, und auch nur in Berlin.



    „Lulu“ (Alban Berg): Ein Tierbändiger – Benno Kusche / Lulu – Anneliese Rothenberger / Dr. Schön, Chefredakteur – Toni Blankenheim / Alwa, Dr. Schöns Sohn – Gerhard Unger / Gräfin Geschwitz – Kerstin Meyer / Der Maler – Erwin Wohlfahrt / Der Medizinalrat – Ernst Wendt / Schigolch, ein Greis– Kim Borg / Eine Theatergarderobiere – Maria von Ilosvay / Der Theaterdirektor – Karl Otto / Der Prinz, ein Afrikareisender – Jürgen Förster / Rodrigo, ein Athlet – Benno Kusche / Ein Gymnasiast – Elisabeth Steiner / Ein Kammerdiener – Kurt Marschner / Jack the Ripper – Rolf Mamero / Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg / Dirigent: Leopold Ludwig (Hamburg, Staatsoper, 16. bis 19. 2. und 15. 3. 1968). Ein Zusammenschnitt von drei live aufgenommenen Vorstellungen, 1968 von der ‚Electrola‘ auf drei LPs – sogar als Subscriptionsangebot für DM 48,00 statt DM 75,00 – veröffentlicht; 1997 folgte die Ausgabe auf zwei CDs bei der ‚EMI‘.


    1967 plante der Regisseur (und ehemalige Hamburger Staatsopernintendant) Günther Rennert eine Neueinstudierung seiner Hamburger „Lulu“-Inszenierung vom April 1957, die er auch beim Gastspiel der Hamburgischen Staatsoper in Montreal zur Weltausstellung (13. bis 18. 6. 1967) und daran anschließend an der Metropolitan Opera in New York (23. 6. bis 2. 7. 1967) präsentieren wollte. Für die Titelrolle wählte er nun nicht Helga Pilarczyk, die seinerzeit international führende „Lulu“-Interpretin (wie auch 1957 in Hamburg), sondern Anneliese Rothenberger, der er schon zehn Jahre vorher die ‚berühmt-berüchtigte‘ Partie angeboten hatte. Anneliese Rothenberger, die zehn Spielzeiten lang (1946-1956) dem Hamburger Ensemble angehört hatte, nahm diesmal an und die Premiere am 25. 4. 1967 wurde zu einem ihrer größten Bühnenerfolge; auch die Kritiken (für je zwei „Lulu“-Vorstellungen) in Montreal und New York waren hervorragend. Mit diesem Gastspiel kehrte Anneliese Rothenberger noch einmal an die ‚Met‘ zurück, an der sie sechs Spielzeiten lang (1960-1966) zum ‚Roster‘ gehört hatte, aber jetzt war es natürlich das am 16. 9. 1966 eröffnete neue Haus der Metropolitan Opera im Lincoln Center, an der die „Lulu“ erst 1977 (in einer eigenen Inszenierung mit Carole Farley unter James Levine) wieder gespielt wurde. Kerstin Meyer, mit der Rolle der Gräfin Geschwitz – u. a. durch die Gastspiele der Hamburgischen Staatsoper in Stockholm (November 1965) und London (Sadler’s Wells Theatre, Mai 1966) - schon länger vertraut, trat als Hamburger Ensemble-Mitglied beim Gastspiel an der ‚Met‘ neben der „Lulu“ auch in den Opern „The Rake’s Progress“ und „The Visitation“ auf. (Den Alwa in den „Lulu“-Aufführungen in Montreal und New York sang übrigens der Tenor Heinz Hoppe.)


    „Lulu“ (Alban Berg): Ein Tierbändiger – Arne Tyrén / Lulu – Laila Andersson / Dr. Schön – Rolf Jupither / Alwa – John-Erik Jacobsson / Gräfin Geschwitz – Kerstin Meyer / Der Maler – Gösta Winbergh / Der Medizinalrat – Bo Lundborg / Schigolch – Paul Höglund / Eine Theatergarderobiere – Gunilla Söderström / Der Theaterdirektor – Martti Wallén / Der Prinz – Kolbjörn Höiseth / Rodrigo – Arne Tyrén / Ein Gymnasiast – Margot Rödin / Ein Kammerdiener – Lars Kullenbo / Jack the Ripper – Gunnar Lundberg / Kungliga Hovkapellet / Dirigent: Sixten Ehrling (Stockholm, Operahus, 18. 2. 1977). Das ist ein Premieren-Mitschnitt des Schwedischen Rundfunks. Wie die Hamburger Aufführungsserie, so wurde ebenfalls die Stockholmer Inszenierung (in schwedischer Sprache; Regie: Hans Hartleb) in der damals gebräuchlichen zweiaktigen Fassung des Operntorsos gegeben. Erst am 24. 2. 1979 folgte die Pariser Oper mit der von Friedrich Cerha vervollständigten Version der Oper, was einen längeren Rechtsstreit nach sich zog.


    Auf die TV-Sendung der „Lulu“ vom 3. 2. 1970 bei ‚Danmarks Radio‘ mit Birgit Nordin und Kerstin Meyer (Dirigent: Gerd Albrecht; Regie: Götz Friedrich) habe ich bereits im Beitrag Nr. 22 am 15. 6. 2020 detailliert hingewiesen.

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    „Les Troyens à Carthage“ (‚Die Trojaner in Karthago‘) (Hector Berlioz): Dido – Kerstin Meyer / Anna – Barbro Ericson / Aeneas – Set Svanholm / Askanius – Busk Margit Jonsson / Panheus – Erik Sundquist / Narbal – Erik Saedén / Iopas – Arne Hendriksen / Hylas – Kolbjörn Höiseth / Kungliga Operans Kör / Chorltg.: Arne Sunnegardh / Kungliga Hovkapellet / Dirigent: Herbert Sandberg (Stockholm, Kungliga Operan, 27. 3. 1958). Bei ‚Caprice‘ wurden 2004 auf schwedisch gesungene Szenen (Dauer ca. 50 Minuten) aus der Generalprobe am 26. 3. 1958 zu diesem zweiten Teil der „Trojaner“ von Berlioz veröffentlicht. Die CD-Box enthält ferner Szenen aus dem ersten Teil „La prise de Troie“ (‚Die Eroberung Trojas‘) - u. a. mit Kjerstin Dellert als Kassandra, Anders Näslund als Choroebus und Arne Tyrén als Priamus – sowie den zweiten Akt aus „Samson et Dalila“ von Camille Saint-Saens mit Blanche Thebom, Set Svanholm und Sigurd Björling unter Herbert Sandberg, in französischer Sprache aufgenommen am 4. 9. 1956. Die Szenen aus den beiden „Trojaner“-Teilen sind auch bei ‚House of Opera‘ in den USA erschienen. (Siehe die Beiträge Nrn. 10 und 13.)


    dto.: Dido – Kerstin Meyer / Anna – Josephine Veasey / Aeneas – Jon Vickers / Askanius – Joan Carlyle / Pantheus – Forbes Robinson / Narbal – Joseph Rouleau / Iopas – Kenneth Macdonald / Hylas – John Lanigan / Merkur – Hamish Macmillan / Zwei Wächter – Gwyn Griffiths und Rhydderch Davies / Der Geist des Priamus – Rhydderch Davies / Der Geist des Choroebus – John Shaw / Der Geist des Hektor – David Kelly / Der Geist Kassandras – Kathleen Dunkerley / The Chorus and Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden / Chorltg.: Douglas Robinson / Dirigent: John Pritchard (London, Royal Opera House, Covent Garden, 10. 5. 1960). Auch der erste Teil „La prise de Troie“ wurde an diesem Abend aufgeführt; u. a. sangen Amy Shuard die Kassandra, John Shaw den Choroebus und Rhydderch Davies den Priamus. Der komplette Mitschnitt wurde vom ‚Omega Opera Archive‘ in den USA veröffentlicht.



    „Rosamunde Floris“ (Boris Blacher): Rosamunde – Stina-Britta Melander / William – Thomas Stewart / Herr Bendler – Peter Roth-Ehrang / Frau Bendler – Alice Oelke / Erwin und Bruno, deren Söhne– Karl-Ernst Mercker und Helmut Krebs / Wanda, eine Krankenschwester, die Verlobte von Bruno – Kerstin Meyer / Der Wächter im botanischen Garten – Leopold Clam / Der Gefängnisdirektor – Hanns Pick / Das Orchester der Städtischen Oper Berlin / Dirigent: Richard Kraus (Berlin, Theater des Westens, 21. 9. 1960, Uraufführung). Der Komponist schrieb hierzu im Programmheft: „Ein Naturwesen, eine Fee, die jenseits von Gut und Böse ist, mit den Menschen und den dazugehörigen moralischen Begriffen zu konfrontieren, war für mich der Reiz, dieses Werk zu komponieren.“ (Allerdings war dieser Oper kein nachhaltiger Erfolg beschieden, trotz der Regie Erwin Piscators, der hier erstmals eine Oper inszenierte, und der eindrücklichen Leistung der beteiligten Sänger bei der Uraufführung.)


    Das Textbuch zu dieser Oper von Boris Blacher (1903-1975) verfasste Gerhart von Westermann nach einem Schauspiel des expressionistischen Dramatikers Georg Kaiser, der auch für drei Opern Kurt Weills die Texte schrieb. Rosamunde – eine Mischung von Melisande und Lulu - kann ihren Geliebten, den Abenteurer William, nicht halten, der ein ungebundenes Leben führen möchte. Sie verschweigt dem Mann, dass sie von ihm ein Kind erwartet. Rosamunde, eine Waise, versucht den jungen Erwin zu verführen, um ihm das noch ungeborene Kind unterschieben zu können. Doch er stirbt durch einen Unfall, als er Rosamundes heftigem Begehren zu entkommen versucht. Sie behauptet nun Erwins Familie gegenüber, von ihm schwanger zu sein, worauf Erwins älterer Bruder sein Verlöbnis mit Wanda löst und Rosamunde heiratet, um seine Familie vor übler Nachrede zu bewahren. Als Wanda hinter das Geheimnis kommt, stößt Rosamunde sie von einer hohen Gartenmauer. Doch Wanda hat alles aufgeschrieben und als Bruno Rosamunde zur Rede stellt, versucht sie, ihn zu töten. Schließlich stellt sich Rosamunde der Polizei und wird des Mordes angeklagt. (In Kaisers 1953 - acht Jahre nach seinem Tod - uraufgeführten Drama stirbt Bruno allerdings an seiner Vergiftung und Rosamunde ertränkt ihr Kind, weil es braune Augen hat und nicht blaue wie Erwin.)



    „The Rape of Lucretia“ (Benjamin Britten): Male Chorus – Ronald Dowd / Female Chorus – Sylvia Fisher / Collatinus, a Roman General – Forbes Robinson / Lucretia, his wife – Kerstin Meyer / Bianca, Lucretia’s nurse – Helen Watts / Lucia, Lucretia’s maid – Elizabeth Vaughan / Tarquinius, son of King Tarquinius Superbus – Peter Glossop / Junius, a Roman General – John Shirley-Quirk / Chorus and Orchestra of The English Opera Group / Dirigent: Meredith Davies / Regie: Colin Graham (Edinburgh, King’s Theatre, 20. 8. 1963). Eine Aufführung im Rahmen des ‚Edinburgh Festivals 1963‘; vermutlich gab es davon eine Rundfunkübertragung der schottischen BBC.



    Carlo

    Marcel Cordes mit Werken von Carl Orff und Hans Pfitzner. (Überliefert ist Pfitzners deftige Antwort auf die Frage nach seinen beiden Komponisten-Kollegen: „Egk mich am Orff!“)



    „Carmina burana“ (Carl Orff): Annelies Kupper (Sopran), Paul Kuen (Tenor) und Marcel Cordes (Bariton) / Solosoprane in ‚Frühling‘: Doris Pilling, Hilde Rehm, Lotte Schädle und Gertrud Vollath / Sextett in ‚Cour d‘amour’: Ferry Gruber, Carl Hoppe, Adolf Keil, Franz Klarwein, Paul Kuen und Georg Wieter / Der Chor und das Orchester der Bayeriscchen Staatsoper / Chorltg.: Herbert Erlenwein / Dirigent: Wolfgang Sawallisch (München, Prinzregententheater, 14. 10. 1955). Eine Neuinszenierung der zwei bekanntesten Werke Carl Orffs: „Carmina burana“ und „Die Kluge“ mit Elisabeth Lindermeier (Des Bauern Tochter), Kieth Engen (König) und Rudolf Wünzer (Bauer); die Regie in beiden Werken hatte Heinz Arnold.


    Am 6. 5. 1959 gab es im Münchner Prinzregententheater eine weitere Neuinszenierung von „Carmina burana“ in der Regie und mit der Choreographie von Heinz Rosen mit Liselotte Fölser, Paul Kuen und Marcel Cordes, der hier nur in den Teilen ‚Taverne‘ und ‚Cour d‘amour’ mitwirkte, während Kieth Engen im ‚Frühling‘ die Baritonpartie sang; der Dirigent war Lovro von Matačić. Fraglich ist, ob es davon einen Mitschnitt gibt


    "Carmina burana" (Carl Orff): Agnes Giebel (Sopran), Paul Kuen (Tenor) und Marcel Cordes (Bariton) / Der Kölner Rundfunk-Chor / Chorltg.: Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Wolfgang Sawallisch (Köln, Sartory-Säle, 15. 6. - 20. 6. 1956). Eine Schallplattenaufnahme der deutschen ‚Columbia‘, die im Beisein Carl Orffs entstand.


    dto.: Anny Schlemm (Sopran), Paul Kuen (Tenor) und Marcel Cordes (Bariton) / Der Kölner Rundfunk-Chor / Chorltg.: Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Wolfgang Sawallisch (Köln, Funkhaus, 14. 1. 1957, Live-Aufnahme).


    dto.: Lisa Otto (Sopran), Hendrikus Rootering (Tenor) und Marcel Cordes (Bariton) / The Choral Society of Dublin / L’Orchestre National de l’Opéra de Monte-Carlo / Dirigent: Louis Fremaux (Monte-Carlo, Théâtre de l’Opéra, 29. 7. 1961). Diese konzertante Aufführung wurde europaweit im Rundfunk übertragen, nur nicht in der BRD!


    dto.: Colette Boky (Sopran), William Blankenship (Tenor) und Marcel Cordes (Bariton) / Der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde, Wien / Chorltg.: Reinhold Schmid / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Franz Allers (Wien, Musikverein, 4. 3. 1967).



    „Die Kluge“ (Carl Orff): Der König – Marcel Cordes / Der Bauer – Gottlob Frick / Des Bauern Tochter – Elisabeth Schwarzkopf / Der Kerkermeister – Georg Wieter / Der Mann mit dem Esel – Rudolf Christ / Der Mann mit dem Maulesel – Benno Kusche / Drei Strolche – Paul Kuen, Hermann Prey und Gustav Neidlinger / Das Philharmonia Orchestra London / Dirigent: Wolfgang Sawallisch (London, Abbey Road, Studio No. 1, 22. 5. - 26. 5. 1956). Eine Aufnahme der britischen ‚EMI/Columbia‘ mit mehreren Wiederauflagen. (Den Prolog und den Epilog spricht Carl Orff.) Marcel Cordes hat im Interview erzählt, dass er die Rolle des Königs speziell für diese Einspielung gelernt hat und sie nie auf der Bühne verkörperte.


    Carl Orff – bei den Aufnahmen anwesend - war ein Verfechter der stereophonen Aufnahmetechnik und setzte sich gegen den Produzenten der Aufnahme, Walter Legge, durch, der davon nicht viel hielt und meinte: „Ich habe nicht jahrelang versucht, bei meinen Aufnahmen einen überzeugenden Mischklang herzustellen, um nun alles wieder auffächern zu müssen.“ In der Anfangszeit des stereophonen Aufnahmeverfahrens beschäftigte die ’EMI’ im Studio an der Abbey Road dafür einen speziellen Techniker in einem separaten winzigen Zimmer (sogar ohne Sichtkontakt in den Aufnahmeraum). Die beteiligten Musiker und das Aufnahmeteam konnten das soeben Aufgenommene aber nur in der Mono-Version abhören, weil es im Studio an der Abbey Road keine Möglichkeit gab, Stereobänder abzuspielen! Im Falle von „Die Kluge“ waren Douglas Larter (mono) und Christopher Parker (stereo) die Toningenieure. (Auch die berühmte „Rheingold“-Einspielung unter Solti oder Karajans erste „Aida“ wurden in getrenntem Mono- und Stereo-Aufnahmeverfahren von der ‚Decca‘ produziert: James Brown [mono] und Gordon Parry [stereo] heißen hier die Tontechniker.)



    „Die Rose vom Liebesgarten“ (Hans Pfitzner): Siegnot, ein junger Edeling – Bernd Aldenhoff / Zwei Edelinge vom Liebesgarten: Der Waffenmeister – Kieth Engen, Der Sangesmeister – Marcel Cordes / Minneleide, die Elfe vom Quellenstein – Trude Eipperle / Schwarzhilde und Rotelse, zwei Waldweibchen, Minneleides Dienerinnen – Hanna Scholl und Georgine von Milinkovic / Der Moormann, ein Sumpfbewohner – Paul Kuen / Der Nachtwunderer, Herr in den Bergen – Max Proebstl / Die Singgemeinschaft Rudolf Lamy / Chorltg.: Rudolf Lamy / Die Münchner Philharmoniker / Dirigent: Robert Heger / Funkregie: Johannes Maria Boykow (München, Funkhaus, 24. 6. 1957). Die ungekürzte Aufführungsdauer dieser Oper beträgt ca. 170 Minuten; die um ca. 45 Minuten kürzere Produktion des Bayerischen Rundfunks wurde zuerst 1976 auf zwei Schallplatten der Firma ‚Rococo‘ in Canada veröffentlicht und erschien später auf je zwei CDs unter den Labels ‚Gala‘ und ‚Cantus Classics‘. Siegnots ‚Erzählung vom Liebesgarten‘ liegt in zwei Aufnahmen vor: a) mit Julius Patzak und dem Orchester des Reichssenders München unter der Leitung des Komponisten (1937) und b) mit Wolfgang Windgassen im Duett mit Lore Wissmann und dem Sinfonieorchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart unter Bertil Wetzelsberger (1950).



    Carlo

    Einzel-Aufnahmen mit Trude Eipperle (Teil 2):



    „Die Hochzeit des Figaro“ (Wolfgang Amadé Mozart): Und Susanna kommet nicht… Wohin flohen die Wonnestunden (Rezitativ und Arie der Gräfin) / Trude Eipperle (Sopran) / BBC Concert Orchestra / Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke (London, Camden Theatre, 16. 5. 1957).


    Die ‚British Broadcasting Company‘ veranstaltete gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk zwei Konzerte in London ‚before an invited audience‘ (mit gleichzeitiger Rundfunksendung bei der BBC und beim Bayerischen Rundfunk); am 16. 5. mit Musik aus Oper und Konzertsaal (mit Trude Eipperle und Richard Holm als Gesangssolisten) und einen Tag später – ebenfalls mit diesen beiden Sängern – ‚sixty minutes of light music in the British and German styles‘. (Diese Arie der Gräfin aus dem 3. Akt – im Londoner Konzert von Trude Eipperle in deutscher Sprache gesungen – befindet sich noch im Archiv des Bayerischen Rundfunks.)



    „Die Zauberflöte“ (Wolfgang Amadé Mozart): Ach, ich fühl’s, es ist entschwunden (Arie der Pamina) / Trude Eipperle (Sopran) / Das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks / Dirigent: Kurt Schröder (Frankfurt, Funkhaus, 25. 9. 1953).



    „Hoffmanns Erzählungen“ (Jacques Offenbach): Sie entfloh, die Taube so minnig (Arie der Antonia) / Trude Eipperle (Sopran) / Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Dirigent: Rudolf Alberth (München, Funkhaus, 7. 9. 1951).



    „Madame Butterfly“ (Giacomo Puccini): Ja, es ward Abend (Duett Cho-Cho-San – F. B. Linkerton) / Trude Eipperle und Helge Rosvaenge / Das Orchester des Reichssenders Stuttgart / Dirigent: Gustav Görlich (Stuttgart, Funkhaus, 5. 2. 1938).



    „Arabella“ (Richard Strauss): Aber der Richtige, wenn’s einen gibt für mich (Duett Arabella-Zdenka) / Felicie Hüni-Mihaczek (Arabella) und Trude Eipperle (Zdenka) / Das Ochester des Reichssenders München / Dirigent: Richard Strauss (München, Funkhaus, 31. 10. 1940).



    „Mignon“ (Ambroise Thomas): Kam ein armes Kind von fern (Steirisches Lied) – Kennst du das Land, wo die Zitronen blühen? / Trude Eipperle / Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Dirigent: Rudolf Alberth (München, Funkhaus, 7. 9. 1951).



    „Tannhäuser“ (Richard Wagner): Dich, teure Halle, grüß’ ich wieder! – Allmächt’ge Jungfrau, hör mein Flehen (‚Hallenarie‘ und Gebet der Elisabeth) / Trude Eipperle (Sopran) / Das Sinfonieorchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart / Dirigent: Hans Müller-Kray (Stuttgart, Straßenbahner-Waldheim, 13. 2. 1949).



    „Lohengrin“ (Richard Wagner): Einsam in trüben Tagen / Trude Eipperle (Sopran) / Das Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Dirigent: Heinrich Hollreiser (München, Nationaltheater, 1. 7. 1944).


    dto.: Einsam in trüben Tagen - Euch Lüften, die mein Klagen / Trude Eipperle (Sopran) / Das Sinfonieorchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart / Dirigent: Gustav Koslik (Stuttgart, 10. und 11. 11. 1950).


    dto.: Das süße Lied verhallt (Duett Elsa-Lohengrin) / Trude Eipperle und Hans Hopf / Das Sinfonieorchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart / Dirigent: Hans Müller-Kray (Stuttgart, Straßenbahner-Waldheim, 13. 2. 1949).



    „Der Freischütz“ (Carl Maria von Weber): Wie nahte mir der Schlummer… Leise, leise, fromme Weise (Rezitativ und Arie der Agathe) Trude Eipperle (Sopran) / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Ljubomir Romansky (Köln, 1948).


    dto.: Trude Eipperle (Sopran) / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Willy Mattes (München, Funkhaus, 9. 11. 1953).



    „Portrait Trude Eipperle“:

    „Lohengrin“ (Einsam in trüben Tagen – Das süße Lied verhallt) mit Peter Anders und Josef Greindl / Der Kölner Rundfunkchor und das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Richard Kraus (1951) –

    „Tannhäuser“ (Dich, teure Halle grüß’ ich wieder! – Dort ist sie. Nahe dich ihr ungestört… O Fürstin! - Allmächt’ge Jungfrau, hör mein Flehen) mit Günther Treptow und Heinrich Schlusnus / Das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks / Dirigent: Kurt Schröder (1949) –

    „Arabella“ (Sie wollen mich heiraten, sagt mein Vater… Und du wirst mein Gebieter sein) mit Marcel Cordes / Das Sinfonieorchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart / Dirigent: Alfons Rischner (1955) –

    „Madame Butterfly“ (Da sind sie. - Mädchen, in deinen Augen liegt ein Zauber – Höre. Eines Tages seh’n wir) mit Fritz Wunderlich und Theo Zilliken / Der Chor und das Orchester der Städtischen Oper Berlin / Dirigent: Richard Kraus (1958) –

    „La Bohème“ (Man nennt mich nur Mimi) Das Orchester der Städtischen Oper Berlin / Dirigent: Richard Kraus (1956) –

    „La Bohème“ (O du entzückendes Mädchen – Sind wir alleine?) mit Alfons Fügel / Das Orchester der Bayerischen Staatsoper / Dirigent: Heinrich Hollreiser (1943) –

    „Faust“ (Ich gäb’ was drum, wenn ich nur wüsst’… War einst ein König in Thule… Nur große Herrn… Ha, welch ein Glück!) Das Orchester des Deutschen Opernhauses Berlin / Dirigent: Artur Rother (1943) –

    „Der Widerspenstigen Zähmung“ (Die Kraft versagt) Das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks Frankfurt / Dirigent: Kurt Schröder (1953) -

    „Die verkaufte Braut“ (Der Liebe Traum, wie schön er war – Ist die Mutter uns ein Segen) mit Horst Taubmann / Das Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Dirigent: Heinrich Hollreiser (1943) –

    „Der Freischütz“ (Und ob die Wolke sie verhülle – Leise, leise, fromme Weise) Das Orchester des Deutschen Opernhuses Berlin / Dirigent: Gerhard Steeger (1942).

    Die Box mit zwei CDs erschien 1991 bei ‚Bayer-Records‘ in Bietigheim (BW). Dieter Lindauer beginnt seinen Essay im Booklet (begleitet von seltenen Fotos) mit den Worten: "Adel und Herzenswärme, Sensibilität und Innigkeit prägten Trude Eipperles unvergessliche Frauengestalten auf der Opernbühne. Fünfunddreißig Jahre lang begeisterte sie das Publikum an renommierten deutschen und ausländischen Theatern mit dem edlen Silberglanz ihres Soprans, ihrer hohen Gesangskultur und ihrer unprätentiösen, ganz von der Musik inspirierten Darstellungskunst."



    „Trude Eipperle: Die schönsten Arien – Ihre größten Erfolge“: „Lohengrin“ (Einsam in trüben Tagen – Das süße Lied verhallt) – „Tannhäuser“ (Dich, teure Halle, grüß ich wieder!) - „Arabella“ (Und du wirst mein Gebieter sein) – „Madame Buterfly“ (Mädchen, in deinen Augen liegt ein Zauber – Höre. Eines Tages seh’n wir) – „La Bohème“ (Man nennt mich nur Mimi) – „Faust“ (Ich gäb’ was drum, wenn ich nur wüsst’… War einst ein König in Thule) – „Die verkaufte Braut“ (Der liebe Traum) – „Der Freischütz“ (Und ob die Wolke sie verhülle) / Details siehe oben. Diese CD wurde 2008 von der ‚Trude Eipperle-Rieger Stiftung‘ in Aalen-Unterkochen (BW) veröffentlicht.



    ich hoffe, dass es mir mit dieser umfangreichen Aufstellung der Aufnahmen Trude Eipperles gelungen ist, eine weitere interessante und schätzenswerte Sängerpersönlichkeit in Erinnerung zu rufen.



    Carlo

    Trude Eipperle wirkte in vier öffentlichen Konzerten des Bayerischen Rundfunks mit dem Münchner Rundfunkorchester mit, die anfangs noch programmatische Titel trugen und später als „Münchner Sonntagskonzerte“ bekannt und beliebt wurden. (Für die Sonntagskonzerte am 11. 10. 1953 und 16. 3. 1958 war die Mitwirkung Trude Eipperles vorgesehen, gesungen hat dann aber Sári Barabás.):



    26. 10. 1952 „Meister der heiteren Muse“: Operettenlieder und Filmmelodien von Paul Abraham, Leo Fall, Franz Grothe, Imre Kálmán, Franz Lehár, Carl Millöcker u. a. Es sangen: Trude Eipperle, Ilse Hübener, Anneliese Rothenberger, Herbert Ernst Groh, Willy Hofmann, Benno Kusche, Karl Schmitt-Walter und Josef Traxel. Das Münchner Rundfunkorchester spielte unter der Leitung von Werner Schmidt-Boelcke.



    8. 11. 1953 „Melodien, die jeder gern hört“: Ausschnitte aus Opern und Operetten von Gaetano Donizetti, Giacomo Puccini und Johann Strauß, sowie Melodien von Camille Saint-Saens, Fritz Kreisler und George Gershwin. Es sangen Trude Eipperle und Anton Dermota; der Dirigent war Willy Mattes.



    10. 4. 1955 „Rom – München“ (Gemeinschaftssendung mit der RAI Radiotelevisione Italiana): Ausschnitte aus Opern von Gaetano Donizetti und Gioachino Rossini sowie aus Operetten von Franz Lehár, Carl Millöcker u. a. Es sangen: Trude Eipperle, Alda Noni, Kurt Böhme, Luigi De Stefanis und Josef Traxel; das Münchner Rundfunkorchester wurde geleitet von Tito Petralia und Werner Schmidt-Boelcke.



    20. 4. 1958 „Sonntagskonzert“: Ausschnitte aus Opern von Giacomo Puccini und Gioachino Rossini sowie aus Operetten von Nico Dostal, Rudolf Kattnigg und Franz Lehár. Die Solisten waren Trude Eipperle und Anton Dermota; es dirigierten Hans Gierster und Werner Schmidt-Boelcke.



    Einzel-Aufnahmen mit Trude Eipperle (Teil 1):



    „Carmen“ (Georges Bizet): Hier in der Felsenschlucht… Ich sprach, dass ich furchtlos mich fühle (Rezitativ und Arie der Micaela) / Trude Eipperle (Sopran) / Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Dirigent: Rudolf Alberth (München, Funkhaus, 7. 9. 1951).



    „Eugen Onegin“ (Piotr Ilich Chaikovskii): Und sei’s mein Untergang (Briefszene der Tatjana) / Trude Eipperle (Sopran) / Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks / Dirigent: Winfried Zillig (Frankfurt, Funkhaus, 24. 2. 1959).



    „Rusalka“ (Antonín Dvorák): Du lieber Mond, so silberzart (‚Mondlied‘ der Rusalka) / Trude Eipperle (Sopran) / Das Kölner Rundfunkorchester / Dirigent: Franz Marszalek (Köln, 14. 6. 1950).



    „Der Widerspenstigen Zähmung“ (Hermann Goetz): Die Kraft versagt (Arie der Katharina) / Trude Eipperle (Sopran) / Das Sinfonieorchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart / Dirigent: Gustav Koslik (Stuttgart, 11. 11. 1950).


    dto.: Trude Eipperle (Sopran) / Das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks / Dirigent: Kurt Schröder (Frankfurt, Funkhaus, 25. 9. 1953). Enthalten in der CD-Box „Portrait Trude Eipperle“ von ‚Bayer-Records‘.



    „Das Nachtlager von Granada“ (Konradin Kreutzer): Da mir alles nun entrissen (Arie der Gabriele) / Trude Eipperle (Sopran) / Das Orchester des Reichssenders Stuttgart / Dirigent: Gustav Görlich (Stuttgart, Funkhaus, 14. 9. 1944).



    Carlo

    Versehentlich habe ich den Beitrag, der erst für kommende Woche bestimmt war, schon heute gepostet. Hier ist der Beitrag, der eigentlich die Nummer 95 haben sollte. Er umfasst Bühnenwerke von Janáček, Killmayer, Korngold, Künneke und Leoncavallo.



    „Aus einem Totenhaus“ (‚Z mrtvého domu‘) (Leoš Janáček): Alexander Petrowitsch Gorjantschikow – Mino Yahia / Alej - Naan Pöld / Filka Morosow (alias Luka Kusmitsch) – Josef Traxel / Der große Sträfling – Georg Paskuda / Der kleine Sträfling – Richard Kogel / Der Platzkommandant – Günter Reich / Ein ganz alter Sträfling – Friedrich Lenz / Skuratow – Heinz Hoppe – Tschekunow – Carl Hoppe / Ein betrunkener Sträfling – Karl Kreile / Der Koch – Peter Schranner / Der Schmied – Wulf von Lochner / Der Pope – Josef Weber / Ein junger Sträfling – Albert Gassner / Eine Dirne – Margot Laminet / Ein Sträfling (als Don Juan und Brahmine) – Günter Reich / Ein Sträfling (als Kedril) – Franz Weiẞ / Schapkin – Lorenz Fehenberger / Schischkow – Marcel Cordes / Tscherewin – Rudolf Gantner / Eine Stimme hinter der Szene – Albert Gassner / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Kurt Prestel / Dirigent: Rafael Kubelik (München, Herkulessaal der Residenz, 17. 11. 1961, Konzertmitschnitt).


    „Aus einem Totenhaus“ ist Leoš Janáčeks letztes Bühnenwerk, uraufgeführt posthum 1930 in Brno (Brünn). Da es Janáčeks Gewohnheit war, seine Opern während der Proben am Theater noch zu ändern, wurde das Werk von zwei seiner Schüler, Břetislav Bakala und Osvald Chlubna, ‚überarbeitet‘: sie feilten an der Instrumentation und der Vokallinie und änderten das Finale im Sinne der Vorlage, einem Roman Fedor M. Dostoevskiis. Rafael Kubelik revidierte den Schluss der Oper nach dem Autograph Janáčeks; die übrigen Partitur-Teile wurden in der Fassung von Bakala und Chlubna wiedergegeben, da die von Kubelik angeforderten Fotokopien der Original-Partitur zu spät aus Brünn in München eintrafen.


    dto.: Alexander Petrowitsch Gorjantschikow – Kieth Engen / Alej – Naan Pöld / Filka Morosw (alias Luka Kusmitsch) – Josef Traxel / Der große Sträfling – Georg Paskuda / Der kleine Sträfling – Richrd Kogel / Der Platzkommandant – Andrew Foldi / Ein ganz alter Sträfling – Friedrich Lenz / Skuratow – Heinz Hoppe / Tschekunow – Carl Hoppe / Ein betrunkener Sträfling – Karl Kreile / Der Koch – Theodor Nicolai / Der Schmied – Wulf von Lochner / Der Pope – Josef Weber / Ein junger Sträfling – Albert Gassner / Eine Dirne – Marjorie Heistermann / Ein Sträfling (als Don Juan und Brahmine) – Andrew Foldi / Ein Sträfling (als Kedril) – Franz Weiß / Schapkin – Lorenz Fehenberger / Schischkow – Marcel Cordes / Tscherewin – Franz Weiß / Eine Stimme hinter der Szene – Naan Pöld / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Wolfgang Schubert / Dirigent: Rafael Kubelik (München, Herkulessaal der Residenz, 30. 5. - 1. 6. 1964). Eine Studio-Aufnahme des Bayerischen Rundfunks, diesmal mit der von Rafael Kubelik aus dem Autograph komplett rekonstruierten Originalfassung. Am 2. 6. 1964 wurde die Oper in der genannten Besetzung im Münchner Herkulessaal und auch zwei Tage später im Wiener Musikverein konzertant aufgeführt. Beim ‚Hamburger Archiv für Gesangskunst‘ ist die Studio-Aufnahme des Bayerischen Rundfunks erhältlich.



    „La buffonata“ (Die Schelminnen’) (Wilhelm Killmayer) / Dirigent: Wilhelm Killmayer / Fernsehsendung am 19. 6. 1961- siehe Beitrag Nr. 91.



    „Die tote Stadt“ (Erich Wolfgang Korngold): Paul – John Alexander / Marietta und Marie – Marilyn Zschau / Frank, Pauls Freund – Marcel Cordes / Brigitta, Haushälterin – Sonja Draksler / Fritz, der Pierrot – George London / Juliette und Lucienne, Tänzerinnen – Britt Bern und Elisabeth Sobota / Gaston, Tänzer – Janez Miklic / Victorin, Regisseur – Wolfgang Witte / Graf Albert, Mäzen - Peter Baillie / Der Chor und das Orchester der Wiener Volksoper / Chorltg.: Franz Gerstacker / Dirigent: Lee Schaenen (Wien, Volksoper, 5. 6. 1967). Ein Mitschnitt ist beim ‚Opera Depot‘ in den USA erhältlich. Für den großen George London in der Nebenrolle des Fritz, dem aber mit dem ‚Tanzlied des Pierrot‘ einer der beiden ‚Schlager‘ dieser Oper zufällt, bedeutete diese Wiener Volksopern-Produktion das Ende seiner Sängerlaufbahn. (Der besonders in Wien seit seinem dortigen Debüt 1949 vom Publikum sehr verehrte Bass-Bariton litt seit 1962 an einer Lähmung seines rechten Stimmbandes infolge einer Hepatitis-Erkrankung.)


    Am 12. 5. 1955 kam es im Münchner Prinzregententheater zur Premiere der Neuinszenierung von „Die tote Stadt“, die seit über zwanzig Jahren in München nicht mehr aufgeführt worden war. (Es gab lediglich eine Produktion des Bayerischen Rundfunks von 1952 mit Maud Cunitz und Karl Friedrich.) Marcel Cordes verkörperte den Frank und sang auch das Solo des Pierrot (‚Mein Sehen, mein Wähnen, es träumt sich zurück.‘), das normalerweise vom Darsteller des Fritz gesungen wird. Ferner wirkten Marianne Schech (Marietta/Marie), Irmgard Barth (Brigitta), Gerda Sommerschuh (Juliette), Elisabeth Lindermeier (Lucienne), Hans Hopf (Paul), Adolf Keil (Fritz), Walther Matthes (Gaston), Franz Klarwein (Victorin) und Walther Carnuth (Graf Albert) mit; der Dirigent war Robert Heger. Rudolf Hartmann, der Intendant der Bayerischen Staatsoper, hat in seinen Memoiren von den schwierigen Proben berichtet, bei denen der Komponist und der Regisseur – die beiden Exilanten Erich Wolfgang Korngold und Otto Erhardt – in heftige Streitigkeiten gerieten.


    Der Tenor John Alexander, der in der Saison 1955/56 Ensemble-Mitglied der Städtischen Oper Berlin war (und in den Premieren von Mozarts „Idomeneo“, Menottis „Die Heilige der Bleecker Street“ und Dallapiccolas „Nachtflug“ eingesetzt wurde) und der den Melomanen hauptsächlich als Partner von Joan Sutherland und Elena Souliotis in den ‚Decca‘-Aufnahmen von „Norma“ und „Anna Bolena“ ein Begriff ist, sang 1975 den Paul in "Die tote Stadt" auch in der Produktion von Frank Corsaro an der New York City Opera, die am Beginn der internationalen Wiederentdeckung von Korngolds Oper stand und von der es einen Mitschnitt (in englischer Sprache) ebenfalls beim ‚Opera Depot‘ gibt. Hier die Mitwirkenden: Carol Neblett (Marietta/Marie), Diane Curry (Brigitta), Rose Wildes (Juliette), Pull Toro (Lucienne), John Alexander (Paul), Charles Roe (Frank), Dominic Cossa (Fritz), Dennis Seetoo (Gaston), John Lankston (Victorin) und Jerold Siena (Graf Albert); Dirigent: Imre Pallo; New York State Theater, 4. 4. 1975.



    „Liselott“ (Eduard Künneke): Ludwig XIV., König von Frankreich – Ernst Fritz Fürbringer / Philipp, Herzog von Orléans, sein Bruder – Arno Assmann / Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz – Ado Riegler / Liselott, seine Tochter – Anny Schlemm / Freifrau Leonore, Liselotts Erzieherin – Martha Kunigk-Rinach / Graf Walter Harling, kurfürstlicher Kurier – Ferry Gruber / Gräfin Françoise de Grançal, Oberhofmeisterin – Hilde Hildebrand / Chevalier de la Garde, Hofmarschall – Harry Friedauer / Blanche, Liselotts französische Zofe – Rosl Schwaiger / Temple, ein Apache – Marcel Cordes / Lacroix, Küchenchef – Otto Brüggemann / Mme. Dubois, Wirtin einer Taverne – Katharina Ettenreich / Zwei Minister – Fritz Lafontaine und Klaus W. Krause / Der Chor des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Kurt Prestel / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke / Funkbearbeitung und -regie: Ludwig Bender (München, Funkhaus, 22. 11. - 27. 11. 1955). Diese Aufnahme ist beim ‚Hamburger Archiv für Gesangskunst‘ erhältlich, gekoppelt mit dem Einakter „Das Rendezvous“ von Oskar Jascha.


    Die Uraufführung der „Liselott“ - eine Neufassung von Künnekes „Die blonde Liselott“ aus dem Jahre 1927 - am 17. 2. 1932 im Berliner Admiralspalast war ein rauschender Erfolg, nicht zuletzt durch die Besetzung - Käthe Dorsch (Liselott), Hilde Hildebrand (Gräfin de Grançal) und Gustaf Gründgens (Herzog von Orléans) – und die Textbearbeitung von Richard Keßlers Libretto durch Gustaf Gründgens, der auch Regie führte; das Duett Gräfin-Herzog ‚Gräfin, ach Gott, was sind wir vornehm‘ wurde ein Schlager. (1935 gab es auch einen Spielfilm über die berühmt-berüchtigte Pfälzerin am französischen Königshof mit Renate Müller, Hilde Hildebrand, Hans Stüwe und Michael Bohnen, allerdings ohne die Musik von Eduard Künneke.)



    „Der Bajazzo“ ('I pagliacci') (Ruggero Leoncavallo): Canio – Rudolf Schock / Nedda – Melitta Muszely / Tonio – Josef Metternich / Beppo – Manfred Schmidt / Silvio – Marcel Cordes / Ein Bauer – Werner Müller / Der Chor und das Orchester der Deutschen Staatsoper Berlin / Chorltg.: Karl Schmidt / Dirigent: Horst Stein (Berlin, Grunewaldkirche, Juni 1959). Eine west-/ostdeutsche Co-Produktion, 1960 in der BRD bei ‚Electrola‘ auf drei LP-Seiten erschienen und deshalb nur DM 28,50 (mono) bzw. DM 30,50 (stereo) teuer. (Die preisgebundenen 30cm-Langspielplatten kosteten damals in Westdeutschland in Mono DM 19,00 bzw. DM 21,00 in Stereo; die höchste Preiskategorie war DM 25,00 sowohl für Mono- wie für Stereo-LPs.) In der DDR wurde die Aufnahme 1960 bei ‚Eterna‘ auf zwei LPs veröffentlicht, später auf je einer CD bei ‚EMI‘ (1990) und bei ‚Berlin Classics‘ (1993).


    Diese Aufnahme diente als Playback-Tonunterlage für eine Fernseh-Inszenierung des Deutschen Fernsehfunks von 1962, die auf der Freilichtbühne in Jonsdorf (Sachsen) aufgezeichnet wurde: Canio – Hans-Dieter Krämer / Nedda – Brigitte Schäfer / Tonio – Günter Kindler / Beppo – Horst Noack / Silvio – Rudolf Riemer / Szenenbild: Heinz Zehkorn / Kostüme: Tamara Schramm-Bansen / Regie: Wolfgang Nagel (DFF, Sendung am 24. 7. 1962).


    Am 29. 10. 1960 sang Marcel Cordes den Tonio in einer Neuinszenierung von Leoncavallos „Bajazzo“ an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf (mit Ingrid Paller, Hans Hopf, Alfons Holte und Willi Brokmeier). Gekoppelt war diese Oper mit der Deutschen Erstaufführung des Einakters „König Ödipus“ (‚Edipo Re‘) desselben Komponisten, wobei die baritonale Titelrolle von Hugh Beresford verkörpert wurde. Weitere Mitwirkende waren Margarita Kenney (Jokaste), Kurt Wehofschitz (Kreon), Guus Hoekman (Teiresias), Fabio Giongo (Ein Korinther), Herold Kraus (Ein Hirte), Walter Heinrich (Eine Wache) und Walter Cuhay (Die Pest). Die zwei Opern dirigierte Reinhard Peters; der Regisseur für beide Werke war Bohumil Herlischka.


    „Der Bajazzo“ (I pagliacci’) (Ruggero Leoncavallo) / Dirigent: Nello Santi / Fernsehsendung am 16. 12. 1962 - siehe Beitrag Nr. 91. CDs mit der Tonspur zu dieser TV-Produktion sind erschienen beim ‚Opera Depot‘ in New York und - gekoppelt mit der Tonspur zur Fernsehsendung von Puccinis „Der Mantel“ – beim 'Hamburger Archiv für Gesangskunst’.



    Carlo

    Marcel Cordes in Opern von Lortzing, Mussorgski, Nicolai und Offenbach:



    „Zar und Zimmermann“ (Albert Lortzing) (Querschnitt) Chor und Zimmermannslied des Zaren ‚Greifet an und rührt die Hände… Auf, Gesellen, greift zur Axt‘ – Arie des van Bett ‚O sancta justitia‘ – Lied des Marquis ‚Lebe wohl, mein flandrisch‘ Mädchen’ – Sextett ‚Zum Werk, das wir beginnen‘ – Chor ‚Hoch lebe die Freude!‘ - Brautlied der Marie ‚Lieblich röten sich die Wangen‘ = Finale 2. Akt ‚Schon seit geraumer Zeit bemerk' ich hier Gesichter‘ – Lied des Zaren ‚Sonst spielt‘ ich mit Zepter, mit Krone und Stern’ – Szene des van Bett ‚Den hohen Herrscher würdig zu empfangen‘ – Holzschuhtanz – Finale 3. Akt ‚So scheid‘ ich denn von euch’ / Zar Peter der Erste – Marcel Cordes / Peter Iwanow – Manfred Schmidt / Bürgermeister van Bett – Gottlob Frick / Marie – Helga Hildebrand / Witwe Browe – Emmy Hagemann / Marquis von Chateauneuf – Fritz Wunderlich / Admiral Lefort – Wilhelm Lang / Lord Syndham – Ernst Wiemann / Der Chor der Städtischen Oper Berlin / Chorltg.: Hermann Lüddecke / Ein Großes Opernorchester / Dirigent: Berislav Klobučar (Berlin, Grunewaldkirche, 13. und 14. 9. 1959). Erschienen 1959 auf einer LP der ‚Electrola‘ und wiederveröffentlicht auf ‚Electrola/Dacapo‘ (LP) und ‚EMI‘ (CD).



    „Der Wildschütz“ (Albert Lortzing): (Querschnitt) Introduktion, Chor und Duett Baculus-Gretchen ‚ABCD, der Junggesellenstand tut weh‘ – Arie der Baronin ‚Auf des Lebens raschen Wogen‘ – Szene Baronin-Baron-Graf-Gretchen-Baculus ‚Bin ein schlichtes Kind vom Lande‘ – Billard-Szene ‚Ich habe Num‘ro Eins’ – Rezitativ und Arie des Grafen ‚Wie freundlich strahlt die holde Morgensonne… Heiterkeit und Fröhlichkeit‘ – Arie des Baculus ‚Fünftausend Taler!‘ - Finale ‚Was seh‘ ich?… Nun geht das Spiel zu Ende’ / Der Graf von Eberbach – Marcel Cordes / Die Gräfin – Cvetka Ahlin / Baron Kronthal – Rudolf Schock / Baronin Freimann – Erika Köth / Schulmeister Baculus – Gottlob Frick / Gretchen – Renate Holm / Ein Gast – Heinz Stoll / Ein Kinderchor / Der RIAS-Kammerchor / Chorltg.: Günther Arndt / Die Berliner Symphoniker / Dirigent: Wilhelm Schüchter (Berlin, Grunewaldkirche, 14. und 15. 3. 1963). Angekündigt 1963 im LP-Katalog der Bertelsmann-Tochter ‚Eurodisc‘ und 2015 in einer CD-Box von ‚Sony‘ („Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein“) mit neun weiteren deutsch gesungenen Opernquerschnitten der ‚Eurodisc‘ wiederveröffenticht.



    „Die Fürsten Chowansky“ (‚Khovanshchina‘) (Modest Mussorgski): Monolog des Bojaren Schaklowity ‚Ja, es schläft das Schützenlager‘ (‚Spit streletskoe gnezdo‘) / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Kurt Eichhorn (München, Funkhaus). Eine Studio-Aufnahme des Bayerischen Rundfunks in deutscher Sprache; das exakte Datum ist nicht mehr feststellbar. Vermutlich steht die Aufnahme in Zusammenhang mit dem ‚Münchner Sonntagskonzert‘ vom 9. 12. 1962.


    Am 8. 11. 1956 wurde Modest Mussorgskis unvollendetes und nur in einer Klavierfassung vorliegendes Musikdrama „Khovanshchina“ (wörtlich: die Machenschaften der Khovanskis) - in deutscher Übersetzung als „Die Fürsten Chowansky“ – auf Wunsch des neuen GMD der Bayerischen Staatsoper, Ferenc Fricsay, in München erstmals in München aufgeführt, in der damals gebräuchlichen Instrumentierung von Nikolai Rimski-Korsakov. Es sangen: Gottlob Frick (Fürst Iwan Chowansky, Anführer der Strelizen), Hans Hopf (Andrei, sein Sohn), Richard Holm (Fürst Golizyn), Josef Metternich (Bojar Schaklowity), Kieth Engen (Dosifej, Oberhaupt der ‚Altgläubigen’), Hertha Töpper (Marfa, eine junge Witwe), Liselotte Fölser (Anna, ein Mädchen aus der deutschen Vorstadt), Paul Kuen (Ein öffentlicher Schreiber). Adolf Keil (Warsonofjew, Golizyns Vertrauter) und Carl Hoppe (Kujska, ein Soldat). Ferenc Fricsay stand am Dirigentenpult und die Regie übernahm der Intendant der Bayerischen Staatsoper, Rudolf Hartmann. In einigen der folgenden 15 Aufführungen (bis 1958) sang Marcel Cordes die Partie des ‚macchiavellischen‘ Bojaren Schaklowity, alternierend mit Josef Metternich. Leider existiert kein Mitschnitt des Bayerischen Rundfunks von dieser werkgerechten (von Publikum und Kritikern aber zwiespältig aufgenommen) Produktion, die der von Fricsay empfohlene Ungar Gustav Olah – der kurze Zeit später in München starb - ausstattete. So ist die obengenannte Studio-Aufnahme mit Marcel Cordes von Schaklowitys Monolog aus dem dritten Akt (5. Szene) das einzige - wenn auch Jahre später aufgenommene - akustische Dokument für diese Inszenierung, die wohl für das damalige Publikum einige Jahre zu früh kam.


    Übrigerns ist der Bojar Fedor Shaklowitii eine historische Person: er wurde 1682 Anführer der Strelizen (die Palastgarde des Zaren), nachdem die Fürsten Khovanskii (Vater und Sohn) hingerichtet wurden, weil sie die Regentin Sofia Alekseevna, die für ihre unmündigen Halbbrüder Ivan und Piotr (später der Zar ‚Peter der Große‘) herrschte, nicht anerkannten und rebellierten. Fürst Vassili Golitsin war der Berater Sofias und wohl auch ihr Geliebter. Damit verknüpft ist die Geschichte der ‚Altgläubigen‘ (auch ‚Raskolniki‘ genannt), die die Kirchenreform des Patriarchen Nikon mit der Anbetung der Heiligen Dreifaltigkeit ablehnen: nach ihrem Glauben ist der Heilige Geist nicht existent.



    „Die lustigen Weiber von Windsor“ (Otto Nicolai): Sir John Falstaff – Walter Kreppel / Herr Fluth – Marcel Cordes / Herr Reich – Alois Pernerstorfer / Fenton – William Blankenship / Junker Spärlich – Peter Drahosch / Dr. Cajus – Günther Adam / Frau Fluth – Mimi Coertse / Frau Reich – Ira Malaniuk / Jungfer Anna Reich – Dorit Hanak / Der Chor und das Orchester der Wiener Volksoper / Chorltg.: Franz Gerstacker / Dirigent: Dietfried Bernet (Wien, Volksoper, 6. 2. 1966). Der Mitschnitt ist beim ‚Hamburger Archiv für Gesangskunst' erhältlich.


    Die genannte Aufnahme hat die Besetzung der A-Premiere festgehalten. In der B-Premiere der Wiener Volksoper wirkten (in der Reihenfolge der obengenannten Rollen) mit: Georg Schnapka, Lothar Ostenburg, Friedrich Nidetzky, Adolf Dallapozza, Peter Drahosch, Günther Adam, Colette Boky, Sonja Draksler und Waltrud Haas-Basenach. Beide Aufführungen wurden von Dietfried Bernet dirigiert; der Regissseur war Adolf Rott. Am 19. 1. 1957 hatte im Prinzregententheater in München eine Neuinszenierung dieser Oper Premiere, die Hans Knappertsbusch zuliebe ins Repertoire genommen wurde, dessen erklärte Lieblingsoper „Die lustigen Weiber von Windsor“ waren. Es sangen Annelies Kupper (Frau Fluth), Lilian Benningsen (Frau Reich), Liselotte Fölser (Anna Reich), Max Proebstl (Falstaff), Marcel Cordes (Herr Fluth), Kieth Engen (Herr Reich), Richard Holm (Fenton), Paul Kuen (Spärlich) und Rudolf Wünzer (Dr. Cajus). Ein Mitschnitt der Vorstellung vom 14. 12. 1957 wurde von ‚Orfeo‘ 2010 veröffentlicht, allerdings mit Karl Schmitt-Walter als Herr Fluth.


    dto.: (Querschnitt) Ouvertüre – Duett Frau Fluth-Frau Reich ‚Nein, das ist wirklich doch zu keck‘ – Rezitativ und Arie der Frau Fluth ‚Nun eilt herbei, Witz, heit‘re Laune’ – Lied des Falstaff mit Chor ‚Als Büblein klein an der Mutter Brust‘ – Rezitativ und Duett Herr Fluth-Falstaff ‚Gott grüß euch, Sir...In einem Waschkorb?‘ - Romanze des Fenton ‚Horch, die Lerche singt im Hain‘ – Duett Anna-Fenton ‚Fenton! Mein Mädchen! Doch du hast geweint?‘ - Chor ‚O süßer Mond‘ – Finale ‚So hat denn der Schwank der fröhlichen Nacht' / Sir John Falstaff – Franz Crass / Herr Fluth – Marcel Cordes / Fenton – Ernst Haefliger / Frau Fluth – Evelyn Lear / Frau Reich – Sieglinde Wagner / Anna Reich – Catarina Alda / Ein Bürger – Marcel Cordes / Der Philharmonische Chor Bamberg / Chorltg.: Fritz Braun / Die Bamberger Symphoniker / Dirigent: Hans Löwlein (Bamberg, Kulturraum, Juni 1964). Eine LP der ‚Deutschen Grammophon Gesellschaft‘ von 1964, wiederveröffentlicht 1978 und auf CD erschienen 1991. Auf der Erstausgabe dieses Querschnitts wurde Catarina Alda noch 'Katharina Alder' genannt; 1965 wurde eine neue LP-Hülle gedruckt mit dem korrekten (?) Namen und einem anderen Foto der Sängerin.



    „Hoffmanns Erzählungen“ (‚Les contes d‘Hoffmann’) (Jacques Offenbach): (Querschnitt) Orchestereinleitung – Lied des Hoffmann ‚Es war einmal am Hofe von Eisenack‘ – Finale des 1. Aktes ‚Die Becher füll‘ ich voll… Soll ich die Geschichte der drei euch erzählen?‘ - Arie der Olympia ‚Phöbus stolz im Sonnenwagen‘ – Rezitativ und Romanze des Hoffmann ‚O Himmel! Sie ist es… Zusammen sein, mit dir zu teilen alle Freuden‘ – Finale 2. Akt ‚Die Tänzer sind da!‘ - Zwischenspiel und Barcarole ‚Schöne Nacht, du Liebesnacht‘ – Rezitativ und Arie des Hoffmann ‚Genug! Nicht süße Tändelei… Die Liebe fürs Leben ist nur Wahn‘ – Rezitativ und Arie des Dapertutto ‚Ja, geht! Der Kampf mag beginnen… Leuchte, heller Spiegel, mir‘ – Szene Giulietta-Hoffmann und Arie des Hoffmann ‚Sie wollen gehen?… Ha, wie in meiner Seel‘ entbrennet süße Wonne’ – Szene und Finale 3. Akt ‚Schlemihl!… Ah, meine Herren!… Schöne Nacht, du Liebesnacht‘ – Einleitung 4. Akt und Romanze der Antonia ‚Sie entfloh, die liebliche Taube‘ – Duett Hoffmann-Antonia ‚Hörst du es tönen mit süßer Melodie?‘ - Terzett Antonia-Dr. Mirakel-Stimme der Mutter ‚Du wirst nicht mehr singen… Leise tön‘ meiner Stimme Klang’ – Finale 4. Akt ‚Ach, mein Kind!‘ - Finale 5. Akt mit Szene des Hoffmann und Chor ‚Meine drei Liebesgeschichten habt ihr nun gehört“ / Hoffmann – Rudolf Schock / Olympia – Ruth-Margret Pütz / Giulietta – Hildegard Hillebrecht / Antonia – Pilar Lorengar / Coppelius, Dapertutto und Dr. Mirakel – Marcel Cordes / Nathanael, Cochenille und Pitichinaccio – Karl-Ernst Mercker / Nicklaus – Sieglinde Wagner / Crespel – Georg Wieter / Die Stimme der Mutter – Betty Allen / Spalanzani und Schlemihl – Leopold Clam / Der Chor der Städtischen Oper Berlin / Chorltg.: Hermann Lüddecke / Ein Großes Opernorchester / Dirigent: Berislav Klobučar (Berlin, Grunewaldkirche, 6. bis 8. 6., 12. 6. und 17. 6. 1961). Veröffentlicht als LP bei ‚Electrola‘ 1961 und 1978 sowie als CD bei ‚EMI‘ 1990.



    Carlo

    Weitere Konzertaufnahmen mit Trude Eipperle (2. Teil):



    „Die Schöpfung“ (Joseph Haydn): Trude Eipperle (Sopran; Gabriel), Friedl Riegler (Sopran; Eva), Julius Patzak (Tenor; Uriel), Georg Hann (Bass; Raphael), Alois Pernerstorfer (Bass; Adam) / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Clemens Krauss (Wien, Musikverein, 28. 3. 1943). Dieser Mitschnitt des ‚Großdeutschen Rundfunks‘ ist auf Schallplatten bereits 1949 in den USA bei der 'Haydn Society' erschienen; später folgten mehrere Labels, u. a. 'Musical Masterpiece Society/Concert Hall' und 'Preiser' (die auch eine CD-Ausgabe anbieten). 'Haydn Society' und 'Concert Hall' sind jedoch die einzigen Ausgaben, die auch die separaten Solisten für Eva und Adam nennen.


    Am 18. und 19. 11. 1953 leitete der Aachener GMD Wolfgang Sawallisch zu seinem Amtsantritt im neu errichteten Konzertsaal des ‚Neuen Kurhauses‘ zwei Aufführungen von Haydns „Die Schöpfung“ mit Trude Eipperle, Ernst Haefliger und Benno Kusche.



    „Die Jahreszeiten“ (Joseph Haydn): Trude Eipperle (Sopran; Hanne), Julius Patzak (Tenor; Lukas), Georg Hann (Bass; Simon) / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Clemens Krauss (Wien, Musikverein, 7. 6. 1942). Auch dieses ‚Philharmonische Akademie-Konzert‘ wurde im ‚Großdeutschen Rundfunk‘ übertragen und ist auf mehreren Tonträgern zu hören.



    „Drei Lieder“ (Joseph Haydn): ‚Die Liebe trug sie stumm‘ ('She never told her love', Hob. XXVIa Nr. 34) – ‚Nimm dies kleine Angedenken’ ('Abschiedslied', Hob. XXVIa Nr. F1; Joseph Haydn zugeschrieben, aber wohl von Adalbert Gyrowetz) – ‚Wünsche der Liebe‘ ('Acht Lieder für Männerchor a cappella') / Trude Eipperle (Sopran) / Klavier: Hubert Giesen (Stuttgart, Funkhaus, 14. 10. 1938). Eine Aufnahme des Reichssenders Stuttgart.



    „Von deutscher Seele“ (Hans Pfitzner): Trude Eipperle (Sopran), Luise Willer (Alt), Julius Patzak (Tenor), Ludwig Weber (Bass) / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Clemens Krauss (Wien, Musikverein, 16. und 17. 1. 1945). Der Mitschnitt eines der beiden Konzerte erschien 1995 bei 'Preiser' auf zwei CDs.


    Ein Fund aus dem Antiquariat: Das Programmheft zu einem Konzert im Düsseldorfer Robert-Schumann-Saal am 13. und 14. 5. 1949 mit der Kantate „Von deutscher Seele“ zum 80. Geburtstag von Hans Pfitzner, gestorben am 22. 5. 1949. Es sangen Trude Eipperle. Martha Mödl, Heinz Marten und Rudolf Watzke mit dem Städtischen Musikverein Düsseldorf (Chorltg.: Michel Rühl); der damalige GMD Heinrich Hollreiser leitete die Düsseldorfer Symphoniker.



    „Messe Nr. 6, D 950“ (Franz Schubert): Trude Eipperle (Sopran), Elena Nikolaidi (Alt), Anton Dermota und Karl Friedrich (Tenor), Georg Hann (Bass) / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Clemens Krauss (Wien, Musikverein, 8. und 9. 12. 1944). Im Archiv des ORF befindet sich auch eine undatierte Wiener Aufnahme dieser Messe mit Trude Eipperle, Luise Willer, Anton Dermota, Hugo Meyer-Welfing und Georg Hann unter Clemens Krauss.



    „Messa da Requiem“ (Giuseppe Verdi): Trude Eipperle (Sopran), Marta Rohs (Alt), Peter Anders (Tenor), Hans Hotter (Bass) / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Karl Böhm (Salzburg, Festspielhaus, 19. 8. 1942). Dieses Konzert wurde definitiv vom Reichsrundfunk übertragen, allerdings wurden bis heute keine entsprechenden Tonbänder gefunden.



    Carlo

    Heute Opern von Gluck, Goetz, Hindemith, Hoffmann und Humperdinck:



    „Iphigenie auf Tauris“ (‚Iphigénie en Tauride‘) (Christoph Willibald Gluck): Iphigenie – Hilde Zadek / Orest – Hermann Prey / Pylades – Anton Dermota / Thoas – Marcel Cordes / Diana – Elsa Matheis / Ein Tempeldiener - Harald Pröglhöf / Eine Griechin – Mia Pawlik / Zwei Priesterinnen – Anny Franz und Anny Windhager / Der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde, Wien / Chorltg.: Reinhold Schmid / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Joseph Keilberth (Wien, Musikverein, 10. 6. 1956). Die konzertante Aufführung – mit Übertragung durch den ORF - brachte die Oper in der Bearbeitung von Richard Strauss.


    dto.: Iphigenie – Hilde Zadek / Orest – Hermann Prey / Pylades – Nicolai Gedda / Thoas – Marcel Cordes / Diana – Ilse Wallenstein / Ein Aufseher des Thoas – Friedrich Himmelmann / Ein Skythe – Herbert Beil / Eine Griechin – Claire Breske / Zwei Priesterinnen – Brigitte Kaltwasser und Elly Volkenrath / Der Kölner Rundfunk-Chor / Chorltg. Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Joseph Keilberth (Köln, Funkhaus, 26. 10. - 30. 10. 1956). Diesmal dirigierte Joseph Keilberth die Oper in der Originalfassung. Die WDR-Aufnahme erschien 2011 bei ‚Capriccio‘ auf zwei CDs.



    „Der Widerspenstigen Zähmung“ (Hermann Goetz): Baptista, ein reicher Edelmann in Padua – Gottlob Frick / Katharina und Bianka, seine Töchter – Annelies Kupper und Elisabeth Lindermeier / Hortensio und Lucentio, Biankas Freier – Benno Kusche und Waldemar Kmentt / Petruchio, ein Edelmann aus Verona – Marcel Cordes / Grumio, sein Diener – Max Proebstl / Ein Schneider – Paul Kuen / Der Haushofmeister – John Kuhn / Die Haushälterin – Gertrud Vollath / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Josef Kugler / Dirigent: Joseph Keilberth / Regie: Johannes Maria Boykow (München, Herkulessaal der Residenz, 15. 9. - 22. 9. 1955). Die Aufnahme erschien auf drei LPs bei ‚Melodram‘ sowie bei ‚Gala‘ (mit der Arie der Katharina ‚Die Kraft versagt‘ als Ergänzung, gesungen von Christel Goltz und aufgenommen am 5. 8. 1952 von der 'DGG' mit dem Orchester der Bayerischen Staatsoper unter Robert Heger) und bei ‚Profil/Hänssler‘ auf je zwei CDs.



    „Die Harmonie der Welt“ (Paul Hindemith): Kaiser Rudolph II. (Sol) - Kieth Engen / Kaiser Ferdinand II., Bruder und Nachfolger Rudolfs - Carl Hoppe / Johannes Kepler, Mathematiker und Astronom (Erde) – Josef Metternich / Die kleine Susanna, Keplers Töchterchen aus erster Ehe– Luise Camer / Katharina, Keplers Mutter (Luna) – Hertha Töpper / Christoph. Keplers Bruder - Franz Klarwein / Ulrich Grüßer, Keplers Gehilfe, später Soldat (Mars) – Kurt Wehofschitz / Wallenstein, Feldherr (Jupiter) – Richard Holm / Tansur, ein entlaufener Student, später in Wallensteins Diensten (Saturn) – Marcel Cordes / Daniel Hizler, Pfarrer in Linz (Merkur) – Josef Knapp / Baron Starhemberg – Max Proebstl / Susanna, sein Mündel, Keplers zweite Frau (Venus) – Liselotte Fölser / Der Vogt – Albrecht Peter / Ein Anwalt – Rudolf Wünzer / Ein Regensburger Pfarrer – Josef Knapp / Drei Mörder – Karl Ostertag, Rudolf Wünzer und Adolf Keil / Der Chor und das Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Chorltg.: Herbert Erlenwein / Dirigent: Paul Hindemith (München, Prinzregententheater, 11. 8. 1957, Uraufführung). Eine bisher offiziell nicht veröffentlichte Aufnahme.


    Paul Hindemith, der den Titel der Oper Johannes Keplers Werk “Fünf Bücher zur Harmonie der Welt“ (1618) entnahm, dachte schon in den dreißiger Jahren unter dem Eindruck der damaligen politischen Verwerfungen an die Komposition dieses Bühnenwerks, zu dem er selbst das Libretto schrieb. (1951 verarbeitete er musikalische Skizzen dazu in einer Symphonie gleichen Titels, gewidmet dem Dirigenten Paul Sacher.) Die eigentliche Komposition der Oper entstand innerhalb von nur neun Monaten vom September 1956 bis zum Mai 1957. Johannes Kepler erkennt sterbend in einer Zeit der Wirren und Umbrüche mit einem letztlich dreißig Jahre dauernden Krieg und Hexenverfolgung: ‚Die große Harmonie, das ist der Tod. Im Leben hat sie keine Stätte.‘ Im letzten Bild der Oper sind fast alle Personen der Handlung als Allegorien der Gestirne auf der Bühne vereint - ein Symbol der kosmischen Harmonie.


    Es gibt drei weitere Aufnahmen der Oper: a) die (konzertante) Wiener Aufführung 1960 in einer von Paul Hindemith selbst stammenden ‚Konzertfassung‘; b) die Premiere der Inszenierung der Wuppertaler Bühnen aus dem Jahre 1980 und c) eine Studio-Produktion des DeutschlandRadios von 2000:


    a) Kaiser Rudolf II., Kaiser Ferdinand II., Sol – Ludwig Welter / Johannes Kepler, Erde – Carlos Alexander / Die kleine Susanna und Katharina Kepler, Luna – Edith Polednik / Christoph Kepler und Ulrich Grüßer, Mars – Murray Dickie / Wallenstein, Jupiter – Karl Liebl / Tansur, Saturn – Kunikazu Ohashi / Daniel Hizler, Merkur – Raymond Hayter / Baron Starhemberg – Kunikazu Ohashi / Susanna, Venus – Evelyn Lear / Ein Regensburger Pfarrer – Raymond Hayter / Die Wiener Singakademie / Chorltg.: Hans Gillesberger / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Paul Hindemith (Wien, Konzerthaus, 17. 11. 60). Die Aufnahme des ORF erschien 1992 auf zwei CDs bei ‚Stradivarius‘.


    b) Kaiser Rudolf II., Kaiser Ferdinand II., Sol – Hartmut Bauer / Johannes Kepler, Erde – Theo van Gemert / Die kleine Susanna – Edith Lehr / Katharina Kepler, Luna – Marianne Dorka / Christoph Kepler – Siegfried Schmidt / Ulrich Grüßer, Mars – Roderic Keating / Wallenstein, Jupiter – Adrian de Peyer / Tansur, Saturn – Franz Wyzner / Daniel Hizler, Merkur – Dieter Schweikart / Baron Starhemberg – Zsolt Ketszery / Susanna, Venus – Reingard Didusch / Der Vogt – Byung-Woon Kang / Ein Anwalt – Zsolt Ketszery / Ein Regensburger Pfarrer – Dieter Schweikart / Drei Mörder - Oskar Pürgstaller, Louis Landuyt und Ernst Daniel Smid / Der Opernchor der Städtischen Bühnen Wuppertal / Chorltg.: Winfried Maczewski / Das Städtische Orchester Wuppertal / Dirigent: Hanns-Martin Schneidt (Wuppertal, Opernhaus, 2. 11. 1980). Diesem – leicht gekürzten - Spätwerk Hindemiths wurde in Wuppertal, wo gleichzeitig ein ‚Hindemith-Symposium‘ statt fand, die Oper „Sancta Susanna“ aus dem Jahre 1922 voran gestellt: mit Mildred Tyree (Susanna), Danielle Grima (Klementia), Marianne Dorka (Alte Nonne), Maria Krause (Eine Magd) und Igor Folwill (Ein Knecht). Beide Werke nahm der WDR bei der Premiere auf; ein Mitschnitt der Radiosendung befand sich im Katalog von ‚Mr. Tape‘ aus New York.


    c) Kaiser Rudolf II., Kaiser Ferdinand II., Sol – Arutjun Kotchinian / Johannes Kepler, Erde – François Le Roux / Die kleine Susanna – Tatjana Korovina / Katharina Kepler, Luna – Michelle Breedt / Christoph Kepler – Daniel Kirch / Ulrich Grüßer, Mars – Christian Elsner / Wallenstein, Jupiter – Robert Wörle / Tansur, Saturn – Reinhard Hagen / Daniel Hizler, Merkur – Michael Burt / Baron Starhemberg – Michael Kraus / Susanna, Venus – Sophia Larson / Der Vogt – Egbert Junghanns / Ein Anwalt – Andreas Kohn / Der Rundfunkchor Berlin / Chorltg.: Gerd Müller-Lorenz / Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin / Dirigent: Marek Janowski (Berlin, Jesus-Christus-Kirche, 15. 2. - 19. 2. und 20. 3. - 27. 3. 2000). Diese Aufnahme der ungekürzten Oper erschien 2002 auf drei CDs bei ‚Wergo‘.



    „Undine“ (E. Th. A. Hoffmann): Ritter Huldbrand – Marcel Cordes / Ein alter Fischer – Georg Wieter / Seine Frau – Ina Gerhein / Undine – Antonia Fahberg / Kühleborn – Max Proebstl / Pater Heilmann – Hans Hermann Nissen / Der Herzog – Franz Klarwein / Die Herzogin – Cäcilie Reich / Berthalda – Hanny Steffek / Der ‚Liederkranz‘ Bamberg / Die Bamberger Symphoniker / Dirigent: Robert Heger (Bamberg, Theater, 28. 6. 1959). Dies ist eine Live-Übertragung einer konzertanten Aufführung, archiviert im Studio Franken des Bayerischen Rundfunks.



    „Hänsel und Gretel“ (Engelbert Humperdinck): Peter – Marcel Cordes / Gertrud – Marianne Schech / Hänsel – Elisabeth Grümmer / Gretel – Erika Köth / Die Knusperhexe – Res Fischer / Das Sandmännchen – Ursula Kerp / Das Taumännchen – Christa Degler / Der Frauenchor und das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks / Chorltg.: Edmund von Michnay / Dirigent: Otto Matzerath (Frankfurt, Funkhaus, 19. 9. 1956). Ein Mitschnitt der Rundfunksendung erschien 2004 bei der niederländischen CD-Firma ‚Ponto‘.


    „Hänsel und Gretel“ (Engelbert Humperdinck) / Dirigent: Carl Schuricht / Fernsehsendung am 25. 12. 1963 – siehe Beitrag Nr. 91.



    Carlo

    Es folgen die Konzert-Aunahmen mit Trude Eipperle (1. Teil):



    Mir ist bewusst, dass der Chor der Wiener Staatsoper seine Konzertauftritte als 'Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor' absolviert. Der Vereinheitlichung halber verwende ich aber die Bezeichnung 'Chor der Wiener Staatsoper', weil dies seiner Hauptbeschäftigung entspricht.



    Clemens Krauss war der Mentor Trude Eipperles in ihrer ersten Zeit an der Bayerischen Staatsoper (ab 1937) und – nachdem sie sich bewährt hatte - setzte er sie für einige seiner Chorkonzerte auch in Wien ein, obwohl es dort genug andere Sopranistinnen für diese Aufgaben gab.



    „Matthäus-Passion, BWV 244“ (Johann Sebastian Bach): Julius Patzak (Evangelist und Tenor-Arien) / Georg Hann (Jesus) / Trude Eipperle (Sopran-Arien) / Margarete Klose (Alt-Arien) / Ludwig Weber (Bass-Arien, Petrus und Pilatus) / Harald Pröglhöf (Judas) / Alfred Poell (Kaiphas) / Raimund Loibnegger (Ein Priester) / Betti Kodicek (Pilati Weib) / Mimi Wesely (Erster Zeuge) / Erich Majkut (Zweiter Zeuge) / Eva Held (Erste Magd) / Else Weichert (Zweite Magd) / Die Wiener Sängerknaben / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Clemens Krauss (Wien, Musikverein, 5. 3. 1944). Merkwürdigerweise wurde dieser Mitschnitt des Reichsrundfunks, der sowohl im DRA in Potsdam wie auch im DRA in Frankfurt/Main archiviert ist und der sich auch im Nachlass von Julius Patzak befand, bis heute nicht veröffentlicht. (Lediglich der ORF in Wien hat 2003 in einer Sendung über Margarete Klose einige Arien daraus gesendet.)



    „Neunte Symphonie“ (Ludwig van Beethoven): Trude Eipperle (Sopran), Gusta Hammer (Alt), Franz Fehringer (Tenor), Otto von Rohr (Bass) / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks / Chorltg.: Edmund von Michnay / Dirigent: Kurt Schröder (Frankfurt, Funkhaus, 1. 1. 1953).



    „Missa Solemnis“ (Ludwig van Beethoven): Trude Eipperle (Sopran), Luise Willer (Alt), Julius Patzak (Tenor), Georg Hann (Bass) / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Clemens Krauss (Wien, Musikverein, 5. 11. 1940). Die „Missa Solemnis“ wurde am 5. und 6. 11. 1940 im Großen Musikvereinssaal aufgeführt; das erste Konzert wurde für den 'Großdeutschen Rundfunk' aufgezeichnet und am 7. 11. 1940 gesendet. Der Mitschnitt erschien 1991 auf je zwei CDs bei 'Melodram' (gekoppelt mit Auszügen einer Aufführung unter Arturo Toscanini von 1935 mit Elisabeth Rethberg, Marion Telva, Giovanni Martinelli und Ezio Pinza) und in der Serie „150 Jahre Wiener Philharmoniker“ der 'Deutschen Grammophon Gesellschaft' mit Stravinskys „Pulcinella-Suite“ und Dukas' „Zauberlehrling“ als Ergänzung.



    „Liebeslieder-Walzer, op. 52“ (Johannes Brahms): Trude Eipperle (Sopran), Luise Willer (Alt), Julius Patzak (Tenor), Georg Hann (Bass) / (München, 1942 oder 1944). Der Name des Pianisten – bzw. die Namen der Pianisten bei vierhändiger Klavierbegleitung - wie auch das exakte Aufnahmedatum sind nicht zu ermitteln.



    „Te deum“ (Anton Bruckner): Trude Eipperle (Sopran), Elena Nikolaidi (Alt), Julius Patzak (Tenor), Georg Hann (Bass) / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Clemens Krauss (Wien, Musikverein, 1944). Die Tonbandkopie des Bayerischen Rundfunks wurde leider gelöscht.



    „Peer Gynt“ (Edvard Grieg): Solveigs Wiegenlied / Trude Eipperle (Sopran) / Das Kölner Rundfunkorchester / Dirigent: Franz Marszalek (Köln, 14. 6. 1950)



    Carlo

    Weiter geht es mit Opern von Gaetano Donizetti und Werner Egk:



    „Die Nachtglocke“ (‚Il campanello‘) (Gaetano Donizetti): Don Annibale Pistacchio, Apotheker – Franz Glawatsch / Serafina, seine Frau – Sári Barabás / Madame Rosa, ihre Mutter – Alma Sorell / Enrico, Rosas Neffe – Marcel Cordes / Spiridione, Diener in der Apotheke – Rudi Joksch / Der Chor und das Orchester des Landestheaters Linz / Chorltg.: Hans Bachl / Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke (Linz, Funkhaus, Sendung am 25. 8. 1958). Eine Produktion der Sendergruppe ‚Rot-Weiß-Rot’. Gaetano Donizetti schrieb selbst – nach einem französischen Vaudeville - das Libretto zu dieser köstlichen kleinen Oper, uraufgeführt 1836 in Neapel und im Original mit gesprochenen Dialogen im neapolitanischen Dialekt. Die Rolle des eifersüchtigen Enrico, der seinem Rivalen Annibale Pistacchio die Hochzeitsnacht mit Enricos Kusine Serafina stört, indem er in drei verschiedenen Verkleidungen die Nachtglocke der Apotheke läutet (zuerst als magenkranker Franzose, dann als heiserer Sänger, der nach dem Genuss von Annibales Pillen ihm seine wieder hergestellte Stimmkraft mit einer virtuosen Cabaletta aus Donizettis „Marin Faliero“ demonstriert und als alter Mann, der dem genervten Apotheker eine ganze Litanei an Krankheiten vorliest), ist ‚ein gefundenes Fressen‘ für einen Bariton.


    Am 12. 11. 1955 flimmerte über die bundesdeutschen Bildschirme eine Fernsehproduktion der „Nachtglocke“ (mit gesprochenen Dialogen): mit Wilma Lipp (Seraphina), Horst Günter (Enrico), Walter Kreppel (Hannibal Pistacchio) und Adolf Meyer-Bremen (Spiridione), während die als reine Sprechrolle gestaltete Rosa von Lotte Brackebusch - bekannt als Tante Marie aus der Fernseh-Familie ‚Schölermann‘ - gespielt wurde. Der Dirigent war Hermann Spitz (besser bekannt als ‚Harry Hermann‘) und der Regisseur Herbert Junkers. Vom 12. 12. bis 14. 12. 1955 wurde die Tonaufnahme der im Playback-Verfahren aufgezeichneten Oper als Grundlage für eine ‚Funkoper‘ benutzt, wobei die (wesentlich erweiterten) Dialoge nun von Schauspielern gesprochen wurden: Gisela Peltzer (Seraphina), Inge Meysel (Rosa), Heinz Klevenow (Hannibal Pistacchio) und Max Walter Sieg (Spiridione); Horst Günter sprach seinen Dialog selbst, die Funkregie hatte Fritz Schröder-Jahn. Interessant ist, dass Wilma Lipp hier eine virtuose ‚Einlage-Arie‘ singt (‚Von fernen Bergen sinkt nun hernieder‘), die ich keiner anderen Donizetti-Oper zuordnen kann und die in keiner der mir bekannten (italienischsprachigen) Aufnahmen von „Il campanello“ vorkommt.



    „Don Pasquale“ (Gaetano Donizetti): Don Pasquale – Toni Blankenheim / Dr. Malatesta – Marcel Cordes / Ernesto – Waldemar Kmentt / Norina – Erika Köth / Ein Notar – Max Proebstl / Fünf Bedienstete – Wulf von Lochner, Karl Schwert, Josef Trykar, Peter Schranner und Helmut Huber / Ein Lakai – Karl-Heinz Bennert / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Josef Kugler / Dirigent: Hans Gierster (München, Herkulessaal der Residenz, 8. 7. - 12. 7. 1956).


    dto.: (Großer Querschnitt) Rezitativ und Kavatine der Norina ‚O diese Glut in Blicken… Auch ich versteh‘ die feine Kunst’ – Quartett und Finale 2. Akt ’Es sind erschienen, etcetera… Ich will Adieu Euch sagen… Nun ist geschehen die Vermählung… Ich wünsche hier geschwinde die Dienerschaft zu seh’n’ - Einleitung 2. Akt, Rezitativ und Arie des Ernesto ‚Armer Ernesto!… In der Fremde will ich weilen‘ – Duett Norina-Malatesta ‚Gut, ja, ich tu‘s!… Spiel’ ich die Traurige, die Tolle?‘ - Chor der Dienerschaft ‚O welch ein ewiges Laufen und Jagen‘ – Serenade des Ernesto mit Chor ‚O süße Nacht, im Mai durchwacht‘ – Duett Norina-Ernesto ‚Lass es, ach, lass es mich hören‘ / Don Pasquale – Wilhelm Strienz / Dr. Malatesta – Marcel Cordes / Ernesto – Josef Traxel / Norina – Erika Köth / Ein Notar – Helmut Winkenstern / Der Chor der Städtischen Oper Berlin / Chorltg.: Hermann Lüddecke / Ein Großes Opernorchester / Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke (Berlin, Grunewaldkirche, November 1957, die originale Reihenfolge der Musiknummern wurde auf der Schallplatte aus Platzgründen verändert.) Eine LP der ‚Electrola‘ von 1958, wiederveröffentlicht auf ,Electrola/Dacapo’ (LP) und ‚EMI‘ (CD). Die Serenade des Ernesto (‚O süße Nacht‘) und das 'Notturno-Duett' (‚Lass es, ach, lass es mich hören‘) wurden mit Erika Köth und Josef Traxel sowie dem Chor der Städtischen Oper Berlin unter Wilhelm Schüchter bereits 1956 aufgenommen und auf einer EP (E 30 026 / 7 PW 553) und sogar auf einer 78er Schelllackplatte (EH 1470) veröffentlicht; auf der obengenannten LP (E 80 030 / WCLP 551) wird als Dirigent aber nur Werner Schmidt-Boelcke genannt.



    „Die Zaubergeige“ (Werner Egk): (Ausschnitte) Ouvertüre – Duett Fanger-Schnappauf ‚O Galgen, du hohes Haus!‘ - Szene Kaspar-Cuperus ‚Ach, wie ich Hunger habe… Ach, lieber Herr, gebt mir um Gottes Lohn‘ - Szene Kaspar-Guldensack ‚Zweihundert Dukaten bei diesem falschen Geschäft… O Geld, du meine Stärke… Wenn der Vogel singt, frisst er nicht‘ - Szene Fanger-Schnappauf-Guldensack ‚Wie sanft, wie süß er schläft… Wo bin ich? Wo ist mein Geld?‘ - Duett Gretl-Amandus ‚Sie liebt mich, sie liebt mich nicht… Ach, es mög‘ des Himmels Gunst’ - Arie der Ninabella ‚Alles Liebe muss dir dienen‘ - Lied des Kaspar ‚Dahin sind alle Plagen!‘ - Arioso der Gretl ‚Wo find‘ ich nur ein Wort, mein Elend auszudrücken… Wo sind die Stunden der süßen Zeit?‘ - Szene des Kaspar-Lakaien ‚Jetzt will ich saufen!… Spanischen Wein her!‘ - Spaniola (Spanischer Tanz mit Chor) - Duett Ninabella-Kaspar und Quartett Gretl-Ninabella-Amandus-Kaspar ‚Ich danke euch, dass ihr mir das Vergnügen bereitet habt‘ - Finale I ‚Seine Stunde hat geschlagen!‘ - Finale II ‚Uns nützt nicht mehr das Klagen… Man beginne mit der Exekution!‘ / Kaspar – Marcel Cordes / Gretl – Erika Köth / Ninabella – Elisabeth Lindermeier / Amandus – Richard Holm / Guldensack – Max Proebstl / Cuperus – Gottlob Frick / Fangauf und Schnapper – Karl Ostertag und Josef Knapp / Der Richter – Paul Kuen / Zwei Lakaien – Emil Graf und Walter Bracht / Der Chor und das Orchester der Bayerischen Staatsoper / Chorltg.: Herbert Erlenwein / Dirigent: Werner Egk. Die Aufnahme der ‚Deutschen Grammophon Gesellschaft‘ entstand im Zusammenhang mit der Erstaufführung der Neufassung (uraufgeführt am 2. 5. 1954 in Stuttgart) an der Bayerischen Staatsoper. In der Premiere am 25. 11. 1954 im Münchner Prinzregententheater sangen Albrecht Peter den Bauer und Adolf Keil den Bürgermeister - beide Partien kommen in den obengenannten Ausschnitten nicht vor - und Hans Hermann Nissen war der Cuperus. Die LP der ‚DGG‘ erschien 1955 auch in den USA bei der amerikanischen ‚Decca‘ – nicht identisch mit der britischen Schallplattenfirma – und wurde 2012 bei dem Label ‚Magdalen‘ von ‚Metronome Recordings’ auf CD veröffentlicht.


    Diese am 22. 5. 1935 in Frankfurt uraufgeführte ‚Volksoper‘ wird heutzutage kaum noch aufgeführt, weil sie als mit nationaldeutschem Gedankengut behaftet gilt; die letzte Neuinszenierung an der Bayerischen Staatsoper war am 12. 11. 1966. Es gab zwei bemerkenswerte Fernsehinszenierungen - beide im ZDF – und eine Rundfunkaufnahme des ORF:


    a) 1963 mit Edith Mathia (Gretl), Ingrid Bjoner (Ninabella), Raymond Wolansky (Kaspar), Andor Kaposy (Amandus), Benno Kusche (Guldensack), Gottlob Frick (Cuperus) und Caspar Bröcheler (Bauer); Dirigent: Werner Egk: Regie: Wolfgang Liebeneiner


    b) 1976 mit Jutta-Renate Ihloff (Gretl), Norma Sharp (Ninabella), Bernd Weikl (Kaspar), René Kollo (Amandus), Alexander Malta (Guldensack), Karl Ridderbusch (Cuperus) und Nikolaus Hillebrand (Bauer); Dirigent: Heinz Wallberg; Regie: Hans Hartleb. (Diese Fernseh-Produktion kann bei ‚YouTube‘ angesehen werden.)


    c) 1958 mit Anneliese Rothenberger (Gretl), Gerda Scheyrer (Ninabella), Walter Berry (Kaspar), Kurt Wehofschitz (Amandus), Endre Koréh (Guldensack), Hans Hermann Nissen (Cuperus) und Norman Foster (Bauer): Dirigent: Werner Egk

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    „Irische Legende“ (Werner Egk): Cathleen – Marianne Schech / Aleel, ein Dichter – Hans Braun / Der Tiger – Benno Kusche / Der Geier - Kurt Marschner / Zwei Eulen – Oda Balsborg und Lilian Benningsen / Erster Kaufmann – Karl Ostertag / Zweiter Kaufmann – Marcel Cordes / Zwei Hirten – Richard Holm und Hans Hermann Nissen / Die Erscheinung des verdammten Faust – Kieth Engen / Eine Stimme hinter der Szene (Satanas) – Max Proebstl / Oona, die Amme – Maria von Ilosvay / Der Verwalter – Albrecht Peter / Eine leere Seele – Irmgard Jacobeit / Die Sprecherin des verbindenden Textes – Gisela Uhlen / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Kurt Prestel / Dirigent: Werner Egk (München, Herkulessaal der Residenz, 19. 2. - 24. 2. 1956) Die Erstsendung dieser Studio-Aufnahme war am 14. 6. 1956.


    Es gibt außer dem Mitschnitt von der Uraufführung bei den Salzburger Festspielen 1955 (mit Inge Borkh als Cathleen; Dirigent: George Szell) und der obengenannten Produktion des Bayerischen Rundfunks von 1956 noch drei weitere Aufnahmen von Werner Egks „Irische Legende“:


    a) mit Mimi Coertse (statt Marianne Schech) (Cathleen), Otto Wiener (Aleel), Walter Berry (Der Tiger), Julius Patzak (Der Geier), Judith Hellwig und Margareta Sjöstedt (Zwei Eulen), Max Lorenz (Erster Kaufmann), Wilhelm Leitner (statt Oskar Czerwenka) (Zweiter Kaufmann), Kurt Equiluz und Harald Buchsbaum (Zwei Hirten), Norman Foster (Die Erscheinung des verdammten Faust / Eine Stimme hinter der Szene), Dagmar Hermann (Oona), Franz Bierbach (Der Verwalter), Laurence Dutoit (Eine leere Seele) / Die Wiener Singakademie / Chorltg.: Hans Gillesberger / Die Philharmonia Hungarica / Dirigent: Werner Egk (Wien, Musikverein, 22. 6. 1958, konzertante Aufführung mit Radioübertragung).


    b) mit Hildegard Hillebrecht (Cathleen), Barry McDaniel (Aleel), Bernd Weikl (Der Tiger), William Cochran (Der Geier), Charlotte Berthold und Marga Schiml (Zwei Eulen), Ulf Fürst (Erster Kaufmann), Jörn W. Wilsing (Zweiter Kaufmann), Hermin Esser und Raimund Grumbach (Zwei Hirten), Herbert Lackner (Die Erscheinung des verdammten Faust / Eine Stimme hinter der Szene), Margarete Bence (Oona), Theodor Nicolai (Der Verwalter), Karin Hautermann (Eine leere Seele) / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Josef Schmidhuber / Dirigent: Werner Egk (München, Herkulessaal der Residenz, 24. 10. - 31. 10. 1971, Studio-Produktion).


    c) mit Susan Anthony (Cathleen), Dietrich Henschel (Aleel), Hartmut Welker (Der Tiger), Stephen Gould (Der Geier), Jennifer Trost und Silvia Fichtl (Zwei Eulen), Kevin Conners (Erster Kaufmann und Erster Hirte), Jan Zinkler (Zweiter Kaufmann), Rüdiger Trebes (Zweiter Hirte),Taras Konoshchenko (Die Erscheinung des verdammten Faust / Eine Stimme hinter der Szene), Anne Pellekoorne (Oona), Martin Gantner (Der Verwalter), Anna Gabler (Eine leere Seele) / Der Chor und das Orchester der Bayerischen Staatsoper / Chorltg.: Udo Mehrpohl / Dirigent: Philippe Auguin (München, Prinzregententheater, 28. 7. 2001, konzertante Aufführung). Ein Mitschnitt ist bei ‚House of Opera‘ in den USA erhältlich.



    Carlo