Beiträge von Carlo

    Als Ergänzung zu meinem Beitrag Nr. 2 folgt hier eine Liste von einigen Ton- und Bilddokumenten von Kleists unsterblichem Lustspiel, wobei mehrere mundartliche Rundfunk-Produktionen nicht berücksichtigt sind.


    Das gab es im Rundunk:


    Walter, Gerichtsrat – Ernst Fritz Fürbringer / Adam, Dorfrichter – Friedrich Domin / Licht, Schreiber – Siegfried Lowitz / Frau Marthe Rull – Therese Giehse / Eve, ihre Tochter – Margrit Ensinger / Ruprecht – Gerhard Riedmann u. a. / Funkregie: Hans Schweikart (Bayerischer Rundfunk, 1953)


    Walter, Gerichtsrat – Kurt Horwitz / Adam, Dorfrichter – Walter Richter / Licht, Schreiber – Joseph Offenbach / Frau Marthe Rull – Mila Kopp / Eve, ihre Tochter – Renate Zillessen / Veit Tumpel, ein Bauer – Rudolf Rhomberg / Ruprecht, sein Sohn – Helmut Haupt / Frau Brigitte – Edith Heerdegen / Ein Bedienter – Gert Eichen / Zwei Mägde – Ellen Mahlke und Johanna Bach-Rüschmeier / Ein Büttel – Adalbert von Cortens /Funkbearbeitung: Hartmann Goertz / Funkregie: Gert Westphal (Bayerischer Rundfunk, 10. 6. 1957)


    Walter, Gerichtsrat – Paul Wagner / Adam, Dorfrichter – Eduard Wandrey / Licht, Schreiber – Herbert Stass / Frau Marthe Rull – Trudik Daniel / Eve, ihre Tochter – Edeltraud Elsner / Veit Tümpel, ein Bauer – Max Grothusen / Ruprecht, sein Sohn – Hans Jürgen Poritz / Frau Brigitte – Elsa Wagner / Ein Bedienter – Moritz Milar / Zwei Mägde – Gerda Harnack und Erna Senius / Ein Büttel – Gerd Duwner / Funkbearbeitung und -regie: Hans Conrad Fischer (Sender Freies Berlin, 21. 11. 1961) (CD beim 'Audio-Verlag' 2011)


    Und auch das gab es im Fernsehen:


    Walter, Gerichtsrat – Robert Meyn / Adam, Dorfrichter – Hans Mahnke / Licht, Schreiber – Joseph Offenbach / Frau Marthe Rull – Lucie Mannheim / Eve, ihre Tochter – Ursula Lillig / Veit Tümpel, ein Bauer – Erich Buschardt / Ruprecht, sein Sohn – Helmut Griem / Frau Brigitte – Sonja Karzau / Ein Bedienter – Robert Dittmann / Zwei Mägde – Inge Schönberg und Eva-Maria Strien / Fernsehregie: Joachim Hess (ARD/Norddeutscher Rundfunk Hamburg, 30. 7. 1959)


    Walter, Gerichtsrat – Ernst Fritz Fürbringer / Adam, Dorfrichter – Paul Dahlke / Licht, Schreiber – Heinz Schubert / Frau Marthe Rull – Sonja Karzau / Eve, ihre Tochter – Christine Ostermayer / Veit Tümpel, ein Bauer – Georg Hartmann / Ruprecht, sein Sohn – Horst Reckers / Frau Brigitte – Annemarie Marks-Rocke / Ein Bedienter – Hans Pössenbacher / Zwei Mägde – Ruth Drexel und Ruth Kähler / Ein Büttel – Paul Bös / Fernsehregie: Detlof Krüger (ZDF Zweites Deutsches Fernsehen, 25. 12. 1965)


    Walter, Gerichtsrat – Ernst Schröder / Adam, Dorfrichter – Wolfgang Reichmann / Licht, Schreiber – Ernst Jacobi / Frau Marthe Rull – Carla Hagen / Eve, ihre Tochter – Christiane Schröder / Veit Tümpel, ein Bauer – Hans Beerhenke / Ruprecht, sein Sohn – Jürgen Kloth / Frau Brigitte – Edda Seippel / Ein Bedienter – Frank Dannenbauer / Zwei Mägde – Renate Grosser und Wega Jahnke / Ein Büttel – Ulrich Bödecker / Fernsehbearbeitung und -regie: Franz Peter Wirth (ZDF Zweites Deutsches Fernsehen, 15. 4. 1974). Eines der wenigen Dokumente von Ernst Schröders sehr begabter Tochter Christiane, deren Leben 1980 auf der Golden Gate Bridge in San Francisco endete.


    Walter, Gerichtsrat – Bernhard Minetti / Adam, Dorfrichter – Helmut Wildt / Licht, Schreiber – Friedhelm Ptok / Frau Marthe Rull – Carla Hagen / Eve, ihre Tochter – Birgit Doll / Veit Tümpel, ein Bauer – Heinz Rabe / Ruprecht, sein Sohn – Wolfgang Pampel / Frau Brigitte – Heidemarie Theobald / Ein Bedienter – Krikor Melikyan / Zwei Mägde – Hansi Jochmann und Hanna Köhler / Ein Büttel – Thomas Fetscher / Inszenierung: Hans Lietzau / Eine Aufführung des Schlosspark-Theaters Berlin / (ARD/Sender Freies Berlin, 6. 9. 1980)


    Walter, Gerichtsrat – Günter Ringe / Adam, Dorfrichter – Jürgen Watzke / Licht, Schreiber – Detlef Gieß / Frau Marthe Rull – Gertraud Kreißig / Eve, ihre Tochter – Eva Weißenborn / Veit Tümpel, ein Bauer – Peter Pauli / Ruprecht, sein Sohn – Peter Jahoda u. a. / Inszenierung: Piet Drescher / Eine Aufführung des Hans-Otto-Theaters Potsdam / Fernsehregie: Margot Thyrét (Das Fernsehen der DDR, Sendung am 28. 7. 1984). Enthalten in der DVD-Box „Großes Berliner Theater, Vol. 1“


    Walter, Gerichtsrat – Ezard Haußmann / Adam, Dorfrichter – Günter Strack / Licht, Schreiber – Lutz Mackensy / Frau Marthe Rull – Witta Pohl / Eve, ihre Tochter – Simone Pfennig / Veit Tümpel, ein Bauer – Mogens von Gadow / Ruprecht, sein Sohn – Heino Ferch / Frau Brigitte – Daniela Ziegler / Ein Bedienter – Dieter Junek / Zwei Mägde – Roswitha Dierck und Silvia Tietz / Ein Büttel – Wilfried Elste / Fernsehregie: Heinz Schirk (ARD/Hessischer Rundfunk Frankfurt, 6. 1. 1991)


    Walter, Gerichtsrat – Claus Eberth / Adam, Dorfrichter – Rolf Boysen / Licht, Schreiber – Edgar Selge / Frau Marthe Rull – Doris Schade / Eve, ihre Tochter – Sibylle Canonica / Veit Tümpel, ein Bauer – Peter Herzog / Ruprecht, sein Sohn – Axel Milberg / Ein Bedienter – Richard Beek / Zwei Mägde – Jennifer Minetti und Ulrike Willenbacher / Ein Büttel – Matthias Hell / Bearbeitung: Hans-Joachim Ruckhäberle / Inszenierung: Dieter Dorn / Eine Aufführung der Münchner Kammerspiele / Fernseh-Regie: Gernot Roll (ARD/Bayerischer Rundfunk, 9. 5. 1991)


    Walter, Gerichtsrat – Klaus Piontek / Adam, Dorfrichter – Jörg Gudzuhn / Licht, Schreiber – Thomas Neumann / Frau Marthe Rull – Gudrun Ritter / Eve, ihre Tochter – Ulrike Krumbiegel / Veit Tümpel, ein Bauer – Horst Weinheimer / Ruprecht, sein Sohn – Bernd Stempel / Frau Brigitte – Käthe Reichel / Ein Bedienter – Wolf-Dietrich Köllner / Zwei Mägde – Annelene Hischer und Heidrun Perdelwitz / Ein Büttel – Walter Lendrich / Inszenierung: Thomas Langhoff / Eine Aufführung des Deutschen Theater Berlin / Fernsehregie: Kurt-Oskar Herting (ZDF Zweites Deutsches Fernsehen, 17. 9. 1991) Siehe die Beiträge Nrn. 3 und 4.


    Walter, Gerichtsrat – Rudolf Melichar / Adam, Dorfrichter – Heinrich Schweiger / Licht, Schreiber – Karl Menrad / Frau Marthe Rull – Ida Krottendorf / Eve, ihre Tochter – Katharina Pichler / Veit Tümpel, ein Bauer – Karl Mittner / Ruprecht, sein Sohn – Alexander Strömer / Frau Brigitte – Elfriede Ramhapp / Ein Bedienter – Alexander Buczolich / Zwei Mägde – Isabelle Abrokat und Inge Prosel / Inszenierung: Rudolf Buczolich / Eine Aufführung der Schloss-Spiele Kobersdorf im Burgenland / Fernsehregie: Koloman Watzek (ORF Österreichisches Fernsehen/3sat, 1995). 2017 brachte der jetzige Intendant der Kobersdorfer Schloss-Spiele, Wolfgang Böck, eine typisch 'zeitgemäße' Neuinszenierung dieser Komödie.


    Walter, Gerichtsrat – Norbert Mahler / Adam, Dorfrichter – Jörg Hube / Licht, Schreiber – Thomas Birnstiel / Frau Marthe Rull – Monika Baumgartner / Eve, ihre Tochter – Stephanie Kellner / Veit Tümpel, ein Bauer – Wolfram Kunkel / Ruprecht, sein Sohn – Markus Baumeister / Frau Brigitte – Doris Buchrucker / Ein Bedienter – Joachim Vollrath / Zwei Mägde – Barbara Lucia Bauer und Barbara Lackermeier / Bearbeitung: Leopold Ahlsen / Inszenierung: Michael Lerchenberg / Eine Aufführung der Bayerischen Theaterakademie August Everding im Prinzregententheater München / Fernsehregie: Hans-Klaus Petsch (ARD/Bayerischer Rundfunk München, 3. Programm, 26. 1. 2003)


    Und das gab es auf der Kinoleinwand (siehe Beitrag Nr. 5):


    Walter. Gerichtsrat – Friedrich Kayßler / Adam, Dorfrichter – Emil Jannings / Licht, Schreiber – Max Gülstorff / Frau Marthe Rull – Lina Carstens / Eve, ihre Tochter – Angela Salloker / Veit Tümpel, ein Bauer – Bruno Hübner / Ruprecht, sein Sohn – Paul Dahlke / Frau Brigitte – Elisabeth Flickenschildt / Ein Bedienter – Walter Werner / Zwei Mägde – Gisela von Collande und Lotte Rausch / Ein Büttel – Erich Dunskus / Drehbuch: Thea von Harbou / Regie: Gustav Ucicky / Künstlerische Oberleitung: Emil Jannings (Tobis-Magna Filmproduktion im Verleih der Ufa, 1937 – Jannings war Aufsichtsrats-Vorsitzender der 'Tobis-Film'.). Dieser zeitlose 'Klassiker des deutschen Films' nennt einige der großen Namen des deutschsprachigen Theaters in seinem Vorspann.


    Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Fernseh-Inszenierungen von 1959 (wegen Lucie Mannheims überlegener Frau Rull und Hans Mahnkes fast schon bemitleidenswertem Dorfrichter) und von 1974 (wegen Carla Hagen – die im deutschen Nachkriegskino weit unter Wert eingesetzt wurde - als sehr pointierte Frau Rull und dem beängstigend präsenten Wolfgang Reichmann als Adam).


    Carlo

    "Münchner Sonntagskonzerte" 2003


    „Sonntagskonzert“ - „L'anima del filosofo ossia Orfeo ed Euridice“ (Joseph Haydn): Kobie van Rensburg (Orfeo), Lynne Dawson (Euridice), Martin Gantner (Creonte / Pluto), Lisa Larsson (statt Claudia Barainsky) (Il Genio) / Dirigent: Marc Piollet / 19. 1. 2003


    „Mittwochs um halb neun“ - „Richard Strauss über Richard Strauss“: Elizabeth Whitehouse und Michael Volle / (Ausschnitte aus „Guntram“ und Orchesterlieder) / Dirigent: Marcello Viotti / Prinzregententheater, 22. 1. 2003 (Sendung am 2. 2. 2003) (Richard Strauss, der Enkel des Komponisten, berichtet im Gespräch mit Daphne Wagner von seinem Großvater.)


    „Vorhang auf!“ - „The Telephone“ (Gian Carlo Menotti): Marlis Petersen (Lucy) und William Shimell (Ben ) / (Menottis Einakter von 1947, gekoppelt mit der 3. Symphonie von Nino Rota, komponiert 1956-1957) / Dirigent und Moderator: Marcello Viotti / Prinzregententheater, 26. 1. 2003


    „Paradisi gloria“ - Zoran Todorovich und Roland Hermann / Die Regensburger Domspatzen / Der Chor des Bayerischen Rundfunks / (Krzysztof Penderecki: Adagietto 'Als Jakob erwachte' aus der Oper „Paradise Lost“; Arnold Schönberg: „Friede auf Erden“ für Chor a cappella von 1907 und „Ein Überlebender aus Warschau“, ein Melodram für Sprecher, Männerchor und Orchester von 1947; Zoltán Kodály: „Psalmus hungaricus“ für Tenor, Chor und Orchester von 1923) / Dirigent: Marc Albrecht / Herz-Jesu-Kirche, 7. 2. 2003 (Sendung am 15. 2. 2003)


    „Sonntagskonzert“ - „L'Orfeo“ (Claudio Monteverdi / Bruno Maderna): William Dazeley (Orfeo), Veronica Cangemi (statt Alison Hagley) (Euridice / Eco), Stella Doufexis (La Musica / La Speranza / La Messaggera), Paolo Battaglia (Caronte / Plutone / Pastore 3 / Spirito 3), Mark Tucker (Apollo / Pastore 1 / Spirito 2), Simone Schneider (Proserpina / Ninfa / Spirito 1), Konrad Jarnot (Pastore 2) / Der Chor des Bayerischen Rundfunsk / Dirigent: Steven Sloane / 16. 2. 2003 (Bruno Madernas Fassung für modernes Instrumentarium stammt von 1967.)


    „Sonntagskonzert“ - „Roméo et Juliette“ (Charles Gounod): Giuseppe Sabbatini (statt Ramón Vargas und Roberto Aronica) (Roméo), Brett Polegato (Mercutio), Lorenz Fehenberger (Benvolio), Debora Beronesi (Stephano), José Fardilha (Le comte Capulet), Stefania Bonfadelli (Juliette), Elena Zhidkova (Gertrude), Yves Saelens (Tybalt), Nathaniel Webster (Gregorio), Wolfgang Klose (Le comte Pâris), Jan-Hendrik Rootering (Le duc de Vérone / Frère Laurent), Dankwart Siegele (Frère Jean) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Udo Mehrpohl) / Dirigent: Lodovico Zocche (statt Paolo Carignani) / 30. 3. 2003


    „Sonderkonzert“ - „Musik-Bilder“: Letizia Scherrer, Ann Katrin Naidu und Werner Güra / Der Chor des Bayerischen Rundfunks / (Adriana Hölszky: „Gemälde eines Erschlagenen“ für einen großen Chor a cappella aus dem Jahr 1993, nach einem Gedicht von Jakob Michael Reinhold Lenz; Felix Mendelssohn-Bartholdy: 'Große Festmusik zum Dürerfest' für Solisten, Chor und Orchester, komponiert 1828 zum 300. Todestag des Malers) / Chorltg. und Dirigent: Michael Gläser / 12. 4. 2003 (Sendung am 4. 5. 2003)


    „Vorhang auf!“ - „Il segreto di Susanna“ ('Susannens Geheimnis') (Ermanno Wolf-Ferrari): Judith Howarth (Susanna) und Renato Bruson (Gil) / (Die viel zu selten auf unseren Bühnen gespielte Oper über den 'blauen Dunst' wurde hier kombiniert mit dem „Nocturne symphonique“ von Wolf-Ferraris Zeitgenossen Ferruccio Busoni.) / Dirigent und Moderation: Friedrich Haider / Prinzregententheater, 11. 5. 2003


    „Sonntagskonzert“ - „Die Feen“ (Richard Wagner): Friedemann Röhlig (Der Feenkönig / Die Stimme des Zauberers Groma) / Die Feen: Nancy Gustafson (Ada), Elisabeth Wilke (Farzana), Silvia Weiss (Zemina) / John Keyes (Arindal, König von Tramond), Alexandra Coku (Lora, seine Schwester), Andreas Schmidt (Morald, ihr Geliebter), Gabriele Rossmanith (Drolla, Loras Dienerin). Martin Hausmann (Gernot, Arindals Jäger), Martin Homrich (Gunther, Höfling Arindals), Renatus Meszar (Harald, Arindals Feldherr) u. a. / Der Chor des Bayerischen Rundfunks / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Jun Märkl / Forum Ludwigsburg, 15. 6. 2003 (Sendung am 31. 8. 2003) (Mitschnitt bei 'Premiere Opera'.)


    „Paradisi gloria“ - „Kantate und Passion des 20. Jahrhunderts“: Emily Magee und Vincent Le Texier / Der Chor des Bayerischen Rundfunks / (Noam Sheriff: „Akeda - Die Opferung Isaaks“ , eine Passacaglia für Orchester in Erinnerung an Yitzhak Rabin; Ernest Bloch: „Der 22. Psalm“ für Bariton und Kammerorchester; Erich Wolfgang Korngold: „Passover Psalm“ für Sopran, Chor und Orchester; René Staar: „Hammabbul“, Uraufführung des Oratoriums über Noah und die Sintflut für Sopran, Bass, Chor und Orchester) / Dirigent: Marcello Viotti / Herz-Jesu-Kirche, 27. 6. 2003 (Sendung am 20. 7. 2003). Korngolds „Passover Psalm“ sang Emily Magee im originalen englischen Text und Blochs „22. Psalm“ wurde (in französischer Sprache) mit Vincent Le Texier in der Version für 'Großes Orchester' aufgeführt.


    „Sonderkonzert“ - „Klassik im Park“: Alexia Voulgaridou, Fabio Sartori und Vladimir Chernov / (Open-Air-Konzert mit Ausschnitten aus „Roberto Devereux“ und „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti und aus Giuseppe Verdis „Macbeth“ und „Falstaff“) / Dirigent: Marcello Viotti / Park im Studio Franken des Bayerischen Rundfunks Nürnberg, 24. 7. 2003 (Sendung am 21. 9. 2003)


    „Paradisi gloria“ - „Le roi David“ (Honegger): Christine Buffle, Brigitte Balleys, Fabrice Dalis / Andrea Eckert (statt Julia Stemberger) (Hexe von Endor), Örs Kisfaludy (Erzähler) / Die Augsburger Domsingknaben / Der Chor des Bayerischen Rundfunks / Dirigent: Marcello Viotti / Herz-Jesu-Kirche, 26. 9. 2003


    „Mittwochs um halb neun“ - „Operette sich, wer kann... “: Nancy Gustafson und Jochen Kowalski (statt Michael Heltau) / (Operettenmelodien von Johann Strauß, Franz Lehár, Imre Kálmán, Robert Stolz u. a.) / Dirigent: Frank Beermann / Prinzregententheater, 8. 10. 2003 (Jochen Kowalski war auch der Moderator des Abends.)


    „Sonntagskonzert“ - „Der Zigeunerprimás“ (Imre Kálmán): Wolfgang Bankl (Pali Rácz), Gabriele Rossmanith (statt Angela Maria Blasi) (Sári, seine Tochter), Roberto Saccà (Laczi, sein Sohn), Edith Lienbacher (Juliska, seine Nichte), Zoran Todorovich (Graf Gaston Irini), Klaus Häger (Monsieur Cadeau / Fekete), Kay Stiefermann (Graf Estragon), Martin Likier (Excellenz Mustari), Ladislav Hallon und Karol Bernáth (Zwei Zigeuner) / Der Kinderchor der Bayerischen Staatsoper München (Chorltg.: Eduard Asimont) / Slovenský filharmonický zbor (Der Slowakische Philharmonische Chor, Bratislava) (Ltg.: Marián Vach) / Dirigent: Claus Peter Flor / 26. 10. 2003. Kálmáns Operette von 1912 wurde ohne Dialoge konzertant aufgeführt; die Schauspielerin Sunnyi Melles, Tochter des Dirigenten Carl Melles, führte durch die Handlung. (Der Mitschnitt der Generalprobe und des Konzerts erschien 2005 beim Label 'cpo' - Classic Productions Osnabrück - auf zwei CDs.)


    „Paradisi gloria“: Elena Prokina und Yaron Windmüller / (Igor Strawinsky: „Abraham und Isaak“, eine 'heilige' Ballade für Bariton und Kammerorchester; Bohuslav Martinu: Das Orchesterstück 'Bildnis der Königin von Saba und des Königs Salomo' aus „Die Fresken des Piero della Francesca“; Igor Markevitch: „Psaume-Tehillim“ für Sopran und Orchester) / Dirigent: Peter Rundel / Herz-Jesu-Kirche, 31. 10. 2003 (Sendung am 10. 11. 2003). Igor Markevitch war nicht nur Dirigent: aus dem Jahr 1931 stammt seine Komposition „Psaume-Tehillim“, eine Psalmvertonung in französischer Sprache.


    „Sonntagskonzert“ - „Orfeo ed Euridice“ (Christoph Willibald Gluck): Daniela Barcellona (Orfeo), Mariella Devia (Euridice), Elena de la Merced (Amor) / Der RIAS-Kammerchor (Ltg.: Daniel Reuss) / Dirigent: Bruno Weil / 16. 11. 2003 (Ein Mitschnitt ist in den USA bei 'House of Opera' veröffentlicht worden.)


    „Vorhang auf!“ - „Der Schauspieldirektor“ (Wolfgang Amadé Mozart): Claudia Barainsky (Madame Herz), Elena Mosuc (Mademoiselle Silberklang), Thomas Harper (Monsieur Vogelsang) und Lars Woldt (Der Schauspieler Buff) / (Mozarts musikalische Komödie von 1786 wurde gekoppelt mit Hans Rotts Symphonie Nr. 1 aus dem Jahre 1880) / Dirigent: Sebastian Weigle / Prinzregententheater, 7. 12. 2003


    „Sonntagskonzert“ - „L'enfance du Christ“ ('Die Kindheit Jesu') (Hector Berlioz): Nora Gubisch (Marie), Steve Davislim (Récitant / Un Centurion), Brett Polegato (Joseph / Polydorus) und Jérôme Varnier (Herode / Le père de la famille) / A Magyar Rádió és Televizió Énekkara (Der Chor des Ungarischen Rundfunks und Fernsehens) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks / Dirigent: Jesús López-Cobos / 14. 12. 2003 (Eine konzertante Aufführung zum 200. Geburtstag von Hector Berlioz)


    Carlo

    Liebe 'Taminos',


    nach vier Wochen nun - nach den Gesamtaufnahmen und Querschnitten von Opern und Operetten - einige Recitals mit Karl Terkal. Leider haben es 'Decca' und auch 'Preiser' zu Lebzeiten des Sängers versäumt, mit den nur im 'kleinen' Format (17 cm) veröffentlichten Aufnahmen aus Opern und Operetten eine 'große' Solo-Schallplatte (30 cm) zusammenzustellen.


    a) Oper


    „Die Afrikanerin“ (Giacomo Meyerbeer): Land so wunderbar / „La Bohème“ (Giacomo Puccini): Wie eiskalt ist dies Händchen / Das Orchester der Städtischen Oper Berlin / Dirigent: Wolfgang Martin / 'Decca' D 18072 (EP, BRD 1953, 17 cm)


    „Rigoletto“ (Giuseppe Verdi): Ach, wie so trügerisch / „Die Zauberflöte“ (Wolfgang Amadé Mozrart): Dies Bildnis ist bezaubernd schön / „Der Evangelimann“ (Wilhelm Kienzl): Selig sind, die Verfolgung leiden (mit einem Kinderchor) / „Tosca“ (Giacomo Puccini): Und es blitzten die Sterne / Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg / Dirigenten: Richard Müller-Lampertz und Walter Martin („Tosca“) / 'Decca' DX 1761 (EP, BRD 1953, 17 cm) bzw. 'Decca' VD 603 (EP, BRD 1955, 17 cm)


    „Rienzi“ (Richard Wagner): Allmächt'ger Vater, blick' herab / „Der fliegende Holländer“ (Richard Wagner): Mit Gewitter und Sturm aus fernem Meer / Das Orchester der Städtischen Oper Berlin / Dirigent: Wolfgang Martin / 'Decca' VD 513 (EP, BRD 1955, 17 cm)



    „Karl Terkal zum 90. Geburtstag“:


    „Der Evangelimann“ (Wilhelm Kienzl): Selig sind, die Verfolgung leiden (mit einem Kinderchor) / Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg / Dirigent: Richard Müller-Lampertz (ca. 1953)


    „Die Hugenotten“ (Giacomo Meyerbeer): Ihr Wangenpaar wie zwei blühende Rosen (mit Franz Fuchs) / Das Große Wiener Rundfunkorchester / Dirigent: Rober Heger (Dezember 1955)


    „Die Zauberflöte“ (Wolfgang Amadé Mozart): Dies Bildnis ist bezaubernd schön / Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg / Dirigent: Richard Müller-Lampertz (ca. 1953)


    „Hoffmanns Erzählungen“ (Jacques Offenbach): Wohlan, nur Mut und Vertrauen! / Das Rundfunkorchester Kaiserslautern des Südwestfunks / Dirigent: Emmerich Smola (13. 3. 1957)


    „La Bohème“ (Giacomo Puccini): Wie eiskalt ist dies Händchen / Das Große Wiener Rundfunkorchester / Dirigent: Kurt Richter (ca. 1953)

    dto.: O du süssestes Mädchen (mit Trude Eipperle) – Ach, Geliebte, nie kehrest du mir wieder (mit Alfred Poell) / Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Dirigent: Clemens Krauss (22. 12. 1951)


    „Manon Lescaut“ (Giacomo Puccini): Wo lebte wohl ein Wesen / Das Sinfonie-Orchester des Norddeutschen Rundfunks Hamburg / Dirigent: Wilhelm Schüchter (1952)


    „Tosca“ (Giacomo Puccini): Wie sich die Bilder gleichen – Und es blitzten die Sterne / Das Große Wiener Rundfunkorchester / Dirigent: Kurt Richter (ca. 1953)


    „Turandot“ (Giacomo Puccini): Keiner schlafe! / Das Rundfunkorchester Kaiserslautern des Südwestfunks / Dirigent: Emmerich Smola (13. 3. 1957)


    „Rigoletto“ (Giuseppe Verdi): Freundlich blick' ich – O wie so trügerisch / Großes Wiener Rundfunkorchester / Dirigent: Kurt Richter (ca. 1953)


    „La Traviata“ (Giuseppe Verdi): Ach, ihres Auges Zauberblick – O Herrin! Was ist geschehen?... O lass uns fliehen aus diesen Mauern (mit Teresa Stich-Randall und Hilla Oppel) / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Mario Rossi (November 1953)


    „Der fliegende Holländer“ (Richard Wagner): Mit Gewitter und Sturm aus fernem Meer / Das Orchester der Städtischen Oper Berlin / Dirigent: Wolfgang Martin (ca. 1953)


    „Rienzi“ (Richard Wagner): Allmächt'ger Vater, blick' herab / Das Orchester der Städtischen Oper Berlin / Dirigent: Wolfgang Martin (ca. 1953)


    „La Bohème“ (Giacomo Puccini): Wie eiskalt ist dies Händchen / Pianist: NN (Meisterklasse Beniamino Gigli, Wien 1955) (Privataufnahme)


    'Drunt' in der Lobau' (Heinrich Strecker) (Privataufnahme 1996)


    'Relief' CR 3007 (1 CD, Schweiz 2009)



    b) Operette


    „Der Vetter aus Dingsda“ (Eduard Künneke): Ich bin nur ein armer Wandergesell / „Ein Walzertraum“ (Oscar Straus): Da draußen im duftenden Garten / „Schön ist die Welt“ (Franz Lehár): Schön ist die Welt – Liebste, glaub' an mich / Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg / Dirigenten: Walter Martin und Richard Müller-Lampertz („Schön ist die Welt“) / 'Decca' DX 1960 (EP, BRD 1953, 17 cm)


    „Pearls of Viennese Operetta“ / Emmy Loose, Lotte Rysanek, Murray Dickie und Karl Terkal / „Die lustige Witwe“ (Franz Lehár): Mein Freund, Vernunft!... Wie eine Rosenknospe... Sieh dort den kleinen Pavillon*^ – Es lebt eine Vilja° / „Gräfin Mariza“ (Imre Kálmán): Wenn es Abend wird... Grüß mir die süßen, die reizenden Frauen+ – Höre ich Zigeunergeigen° / „Der Zarewitsch“ (Franz Lehár): Einer wird kommen* / „Eine Nacht in Venedig“ (Johann Strauß): Alle maskiert!*°^+ - Komm in die Gondel^ / „Das Land des Lächelns“ (Franz Lehár): Wer hat die Liebe uns ins Herz gesenkt?°+ / „Giuditta“ (Franz Lehár): Meine Lippen, sie küssen so heiß* / „Der Opernball“ (Richard Heuberger): Geh'n wir ins Chambre séparée*^ / Emmy Loose*, Lotte Rysanek°. Murray Dickie^ und Karl Terkal+ / Der Chor der Wiener Volksoper / Chorltg.: Franz Holetschek / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Wilhelm Loibner (Dezember 1960) 'HMV' ALP 1903 (mono) und ASD 471 (stereo) (LP, Great Britain 1962, 30 cm) bzw. 'Emidisc' 1 C 047-50576 (LP, BRD 1975, 30 cm)


    „Robert Stolz Evergreens“ / Sechzehn Melodien von Robert Stolz mit Sári Barabás, Angèle Durand, Karl Terkal und Fred Bertelmann / Das Lucas-Sextett / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Carl Michalski / 'Electrola' E 83308 (mono) und STE 83308 (stereo) (LP, BRD 1961, 30 cm) bzw. 'Die Volksplatte' SMVP 6129 (LP, BRD 1970, 30 cm) (Karl Terkal singt 'Ob blond, ob braun' – 'Zwei Herzen im Dreivierteltakt' – 'Mein Liebeslied muss ein Walzer sein'; die beiden letzten Lieder zusammen mit Sári Barabás) In der Interpretation von Karl Terkal gibt es auch eine Aufnahme des ORF von 'Auf der Heide blüh'n die letzten Rosen' von Robert Stolz aus dem Film „Herbstmanöver“.

    .

    „Operettenmelodien für dich und für mich“ / „Maske in Blau“ (Fred Raymond): Schau einer schönen Frau nie zu tief in die Augen° / „Der weiße Traum“ (Film) (Anton Profes): Wie schön wär' heut' für mich die Welt (orchestral) / „Victoria und ihr Husar“ (Paul Abraham): Pardon, Madame*° / „Saison in Salzburg“ (Fred Raymond): Warum denn nur bin ich in dich verliebt?* / „Frühling im Prater“ (Robert Stolz): Du bist auf dieser Welt° / „Hochzeitsnacht im Paradies“ (Friedrich Schröder): So stell ich mir die Liebe vor* / „Clivia“ (Nico Dostal): Ich bin verliebt, bin so verliebt* / „Marietta“ (Walter Kollo): Was eine Frau im Frühling träumt (orchestral) / „Die Millionen-Hochzeit“ (Erich Jaksch): Bin verliebt in zwei Augen° / „Im weißen Rössl“ (Ralph Benatzky): Es muss was Wunderbares sein (orchestral) / „Frauen sind doch bessere Diplomaten“ (Film) (Franz Grothe): Einen Walzer für dich und für mich* / „Viktoria und ihr Husar“ (Paul Abraham): Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände*° / Ellen Klein* und Karl Terkal° / Das Wiener Solistenorchester / Arrangeur und Dirigent: Karl Grell / 'Fontana' 701 533 WPY (LP, BRD 1967, 30 cm) Mit der Sopranistin Ellen Klein und dem Wiener Solistenorchester unter Karl Grell gibt es auch eine Aufnhme des Liedes 'Wien im Laternenschein' von Herbert Seiler.



    „Freunde, das Leben ist lebenswert“:


    „Giuditta“ (Franz Lehár): Freunde, das Leben ist lebenswert / „Gräfin Mariza“ (Imre Kálmán): Wenn es Abend wird... Grüß' mir die süßen, die reizenden Frauen / „Schön ist Welt“ (Franz Lehár): Liebste, glaub' an mich / „Die Landstreicher“ (Carl Michael Ziehrer): Sei gepriesen, du lauschige Nacht / „Das Land des Lächelns“ (Franz Lehár): Dein ist mein ganzes Herz / Das Orchester Hermann Hagestedt / Dirigent: Hermann Hagestedt (WDR Westdeutscher Rundfunk Köln, live 27. 12. 1959)


    „Ein Walzertraum“ (Oscar Straus): Da draußen im duftenden Garten / „Die tanzende Helena“ (Willy Richartz): Ich bin in einen Mund verliebt / „Die Faschingsfee“ (Imre Kálmán): Komm doch, komm doch, Faschingsfee / „Die Vielgeliebte“ (Nico Dostal): Ein Spiel mit der Liebe ist gefährlich / „Die Dubarry“ (Carl Millöcker/Theo Mackeben): Wie schön ist alles / „Der Bettelstudent“ (Carl Millöcker): Ich hab' kein Geld, bin vogelfrei / Das Hamburger Rundfunkorchester / Dirigent: Wilhelm Stephan („Ein Walzertraum“ und „Die tanzende Helena“: 7.-8. 7. 1952 / übrige: 15. 12. 1952)


    „Über alles siegt die Liebe“ (Edmund Nick): Es war einmal ein König (mit dem Südfunkchor) – Jeder Blick, den du mir schenkst (mit Christine Görner) /“Das Halsband der Königin“ (Edmund Nick): Meine Liebe ist so weit wie das endlose Meer / Das Unterhaltungsorchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart / Dirigent: Heinz Schröder (24. 3. 1960)


    „Der Bettelstudent“ (Carl Millöcker): Ich knüpfte manche zarte Bande (April 1956) / „Der Vogelhändler“ (Carl Zeller): Grüß' euch Gott, alle miteinander (mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks) (1954) / „Eine Nacht in Venedig“ (Johann Strauß): Komm in die Gondel (mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks) (9. 6. 1956) / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigenten: Werner Schmidt-Boelcke und Robert Stolz („Eine Nacht in Venedig“)


    „Eine Nacht in Venedig“ (Johann Strauß): Ach, wie so herrlich zu schau'n / „Die Zirkusprinzessin“ (Imre Kálmán): Wieder hinaus ins strahlene Licht... Zwei Märchenaugen / „Die lustige Witwe“ (Franz Lehár): Wie eine Rosenknospe... Sieh dort den kleinen Pavillon / Das Rundfunkorchester Kaiserslautern des Südwestfunks / Dirigent: Emmerich Smola („Eine Nacht in Venedig“: 20. 6. 1958 / übrige: 13. 3. 1957)


    „Balkanliebe“ (Rudolf Kattnigg): Leise erklingen Glocken vom Campanile (mit dem RIAS-Kammerchor) / Das RIAS-Unterhaltungsorchester / Dirigent: Hans Carste (26. 8. 1955)


    „Balkanliebe“ (Rudolf Kattnigg): Einmal leuchtet die Sonne (mit Erika Nitsche) – Heimat, mit der Seele grüß' ich dich / Das Radio-Orchester des Senders Freies Berlin / Dirigent: Fried Walter (8. 7. 1956)


    'Ricardo Productions' RP 200-1 (1 CD, BRD 2005) Diese speziell für Frau Friederike Terkal von rheinischen Musikfreunden angefertigte CD – mit einem beigefügten Essay von Gottfried Cervenka - wurde auch vom 'Hamburger Archiv für Gesangskunst' als CD Nr. 3 in dessen 'Karl Terkal-Edition' veröffentlicht.


    Carlo


    Demnächst folgt noch ein abschließender Beitrag.

    „Nathan der Weise“ (Gotthold Ephraim Lessing)


    Das gab es im Rundfunk:


    Sultan Saladin - Walter Richter / Sittah, dessen Schwester – Gisela von Collande / Nathan, ein reicher Jude in Jerusalem – Albert Florath / Recha, dessen angenommene Tochter – Eva Katharina Schultz / Daja, ihre Gesellschafterin – Gerda Maurus / Ein junger Tempelherr – Hans Quest / Ein Derwisch – Alfred Schieske / Der Patriarch von Jerusalem – Hans Mahnke / Ein Klosterbruder – Max Mairich / Funkbearbeitung und -regie: Wilhelm Semmelroth (Westdeutscher Rundfunk Köln 1952)


    Sultan Saladin – O. E. Hasse / Sittah, dessen Schwester – Edith Heerdegen / Nathan, ein reicher Jude in Jerusalem – Erich Ponto / Recha, dessen angenommene Tochter – Ina Peters / Daja, ihre Gesellschafterin – Else Wolz / Ein junger Tempelherr – Peter Arens / Ein Derwisch – Hans-Hermann Schaufuß / Der Patriarch von Jerusalem – Hans Leibelt / Ein Klosterbruder – Gustav Knuth / Der Erzähler: Peter Lühr / Funkbearbeitung: Lutz Neuhaus / Funkregie: Walter Ohm (Bayerischer Rundfunk München, Sendung am 13. 12. 1955)


    Sultan Saladin – Ernst Fritz Fürbringer / Sittah, dessen Schwester – Edith Heerdegen / Nathan, ein reicher Jude in Jerusalem – Erich Ponto / Recha, dessen angenommene Tochter – Elfriede Kuzmany / Daja, ihre Gesellschafterin – Lina Carstens / Ein junger Tempelherr – Wolfgang Arps / Ein Derwisch – Hans-Helmut Dickow / Der Patriarch von Jerusalem – Hans Mahnke / Ein Klosterbruder – Max Mairich / Funkbearbeitung und -regie: Paul Hoffmann (Süddeutscher Rundfunk Stuttgart, Sendung am 7. 3. 1956)


    Sultan Saladin – Heinz Woester / Sittah, dessen Schwester – Eva Zilcher / Nathan, ein reicher Jude in Jerusalem – Ernst Deutsch / Recha, dessen angenommene Tochter – Christiane Hörbiger / Daja, ihre Gesellschafterin – Adrienne Gessner / Ein junger Tempelherr – Wolfgang Stendar / Ein Derwisch – Attila Hörbiger / Der Patriarch von Jerusalem – Hans Thimig / Ein Klosterbruder – Hermann Thimig / Inszenierung: Leopold Lindtberg (Ein Mitschnitt der "Nathan"-Premiere im Wiener Burgtheater am 10. 5. 1962) (Österreichischer Rundfunk) Der 'Clou' der Aufführung war die Mitwirkung von Attila Hörbiger (der erst 1968 – auf einer Tournee durch die BRD - seinen ersten 'Nathan' spielte) und den Brüdern Hans und Hermann Thimig.


    Sultan Saladin – Claus Holm / Sittah, dessen Schwester – Eva Katharina Schultz / Nathan, ein reicher Jude in Jerusalem – Ernst Deutsch / Recha, dessen angenommene Tochter – Luitgard Im / Daja, ihre Gesellschafterin – Berta Drews / Ein junger Tempelherr – Lothar Blumhagen / Ein Derwisch – Herbert Grünbaum / Der Patriarch von Jerusalem – Robert Müller / Ein Klosterbuder – Walter Bluhm / Ein Emir – Wilhelm König / Funkregie: Boleslaw Barlog (Sender Freies Berlin, Sendung am 26. 12. 1962)


    Sultan Saladin – Walter Niklaus / Sittah, dessen Schwester – Regina Jeske / Nathan, ein reicher Jude in Jerusalem – Rolf Hoppe / Recha, dessen angenommene Tochter – Ellen Hellwig / Daja, ihre Gesellschafterin – Marylou Poolmann / Ein junger Tempelherr – Hanns-Jörn Weber / Ein Derwisch – Fred Arthur Geppert / Der Patriarch von Jerusalem – Günter Grabbert / Ein Klosterbruder – Fred Delmare / Funbkbearbeitung: Ulrich Griebel / Funkregie: Walter Niklaus (Der Rundfunk der DDR, Sendung am 25. 12. 1980)


    Das gab es im Fernsehen:


    Sultan Saladin – Franz Schafheitlin / Sittah, dessen Schwester – Gisela Mattishent / Nathan, ein reicher Jude in Jerusalem – Ernst Deutsch / Recha, dessen angenommene Tochter – Ina Halley / Daja, ihre Gesellschafterin – Käthe Haack / Ein junger Tempelherr – Martin Benrath / Ein Derwisch – Leonard Steckel / Der Patriarch von Jerusalem – Hans Leibelt / Ein Klosterbruder – Alfred Balthoff / Inszenierung: Karl-Heinz Stroux (Aufzeichnung einer Aufführung im Theater am Besenbinderhof in Hamburg) (ARD/Norddeutscher Rundfunk Hamburg, Sendung am 30. 1. 1956). Die im Beitrag Nr. 1. genannte Aufnahme vom Juni 1956 habe ich noch auf Schallplatten ('Deutsche Grammophon Gesellschaft' 43028/29). Leider habe ich im Düsseldorfer Schauspielhaus – Intendant: Karl Heinz Stroux - Ernst Deutschs 'Nathan' 1956 (mit diesem Ensemble gastierte er 1962 als 'Nathan' sogar in New York) und auch seinen 'Shylock' im „Kaufmann von Venedig“ 1957 nicht gesehen, dafür aber - alles in Düsseldorf - 1959 den 'Gessler' im „Wilhelm Tell“ (neben Attila Hörbiger in der Titelrolle), 1961 den Geheimrat Clausen in Gerhart Hauptmanns „Vor Sonnenuntergang“ und 1963 seinen 'Philipp II.“ im „Don Carlos“. Ein faszinierender und unvergesslicher Schauspieler!


    Sultan Saladin – Heinz Woester / Sittah, dessen Schwester – Eva Zilcher / Nathan, ein reicher Jude in Jerusalem – Ernst Deutsch / Recha, dessen angenommene Tochter – Christiane Hörbiger / Daja, ihre Gesellschafterin – Adrienne Gessner / Ein junger Tempelherr – Wolfgang Stendar / Ein Derwisch – Helmut Janatsch / Der Patriarch von Jerusalem – Hanns Obonya / Ein Klosterbruder – Günther Haenel / Inszenierung: Leopold Lindtberg / Fernsehregie: Hermann Lanske (Eine Aufführung des Wiener Burgtheaters) (Österreichisches Fernsehen, Sendung am 26. 3. 1964)


    Sultan Saladin – Siegfried Wischnewski / Sittah, dessen Schwester – Xenia Pörtner / Nathan, ein reicher Jude in Jerusalem – Kurt Ehrhardt / Recha, dessen angenommene Tochter – Monika Peitsch / Daja, ihre Gesellschafterin – Bruni Löbel / Ein junger Tempelherr – Lothar Blumhagen / Ein Derwisch – Wolfgang Reichmann / Der Patriarch von Jerusalem – Paul Hoffmann / Ein Klosterbruder – Klaus Schwarzkopf / Fernsehbearbeitung: Paul Herbert Appel und Franz Peter Wirth / Fernsehregie: Franz Peter Wirth (Zweites Deutsches Fernsehen, Sendung am 17. 9. 1967)


    Sultan Saladin – Siegfried Wischnewski / Sittah, dessen Schwester – Judy Winter / Nathan, ein reicher Jude in Jeusalem – Werner Hinz / Recha, dessen angenommene Tochter – Katerina Jacob / Daja, ihre Gesellschafterin – Ehmi Bessel / Ein junger Tempelherr – Peter Fricke / Ein Derwisch – Dieter Hufschmidt / Der Patriarch von Jerusalem – Alf Marholm / Ein Klosterbruder – Sigfrit Steiner / Fernsehbearbeitung und -regie: Oswald Döpke (Sender Freies Berlin, Sendung am 21. 1. 1979) Ehmi Bessel war die Ehefrau von Werner Hinz. (Das Stück wurde 1978 teilweise - mit zahlreichen Außenaufnahmen – in Israel für das Fernsehen verfilmt.)


    Sultan Saladin – Peter Roggisch / Sittah, dessen Schwester – Barbara Petritsch / Nathan, ein reicher Jude in Jerusalem – Hans Schulze / Recha, dessen angenommene Tochter – Suzanne von Borsody / Daja, ihre Gesellschafterin – Rosemarie Fendel / Ein junger Tempelherr – Sylvester Groth / Ein Derwisch – Branko Samarovski / Der Patriarch von Jerusalem – Paul Hoffmann / Ein Klosterbruder – Hans Günter Müller / Ein Emir – Hans-Werner Pollok / Inszenierung: Johannes Schaaf / Fernsehregie: Claus Homschak (Eine Aufführung der Salzburger Festspiele 1984) (Österreichisches Fernsehen, Sendung am 28. 7. 1984) Rosemarie Fendel war die Mutter von Suzanne von Borsody und Lebensgefährtin von Johannes Schaaf. (Die Aufzeichnung ist 2008 bei 'Arthaus' auf DVD erschienen.)


    Sultan Saladin – Jörg Gudzuhn / Sittah, dessen Schwester – Katja Paryla / Nathan, ein reicher Jude in Jerusalem – Otto Mellies / Recha, dessen angenommene Tochter – Ulrike Krumbiegel / Daja, ihre Gesellschafterin – Christine Schorn / Ein junger Tempelherr – Tobias Langhoff / Ein Derwisch – Dieter Mann / Der Patriarch von Jerusalem – Ulrich Mühe / Ein Tempelherr – Volkmar Kleinert / Ein Emir – Horst Manz / Inszenierung: Friedo Solter / Fernsehregie: Margot Thyrét (Eine Aufführung des Deutschen Theaters Berlin) (Das Fernsehen der DDR, Sendung am 1. 1. 1990) Enthalten in der Box „Großes Berliner Theater, Vol. 1“ aus der CD-Serie 'DDR TV-Archiv'.


    Carlo

    Hallo, 'Orfeo'!


    Es handelt sich um einen in der Handlung identischen Film, der in zwei Sprachfassungen gedreht wurde und der in der ungarischen Version "Mária növér" (also "Schwester Maria") hieß - aber eine andere Hauptdarstellerin (Éva Szörenyi) hatte - und auf deutsch mit Camilla Horn "Sein letztes Modell" bzw. "Sein Modell" betitelt wurde. Pál (Paul) Javor und Sándor (Alexander) Svéd wirkten in beiden Fassungen mit. Svéd spielt einen Maler und als solcher ist er neben Camilla Horn auf den zwei Titelseiten des oben abgebildeten 'Filmkuriers' zu sehen. (Das Cover meiner 'Filmwoche' zeigt Camilla Horn und den Sänger en face.) Das rechte farbige schmale Plakat zeigt von oben nach unten Javor, Szörenyi und Svéd.


    Carlo

    Lieber 'Orfeo',


    der Herr (mit der markanten Nase) in dem kurzen Ausschnitt aus dem Film "Mária növér" ('Schwester Maria') ist keinesfalls Sándor (Alexander) Svéd, der Anfang 1937 erst 30 Jahre alt war und wesentlich jünger - und besser - aussah; ich tippe auf den auch im 'deutschen Reich' bekannten ungarischen Komiker Tibor Halmay. Ich habe ein Exemplar der "Filmwoche" vom 10. 3. 1937, auf deren Titelbild ein großes Foto von Camilla Horn (die in diesem Film, der auch unter dem Titel "Sein letztes Modell" lief, die weibliche Hauptrolle spielte) zusammen mit 'Alexander Svéd' in der zweiten männlichen Hauptrolle (neben Pál Javor) zu sehen ist.


    Eine kleine Rolle hatte Sándor Svéd 1935 in dem Film "Hallo, Budapest!", in dem neben Rosa Barsóny in der Hauptrolle auch Mária Németh und Jenö Hubay mitwirkten (Regie: László Vajda!). Aus dem Jahre 1955 stammt der ungarische Film "Diszelöadás" ('Gala-Vorstellung'), ein Musikfilm mit vielen Interpreten der klassischen Musik, darunter außer Sándor Svéd auch Mária Gyurkovics, Hanna Hónthy, József Simándy, Mihály Székely, János Ferencsik und Tamás Vasary.


    Und schließlich kann man auf 'YouTube' unter "Operafejedelmek Svéd Sándor" den Sänger in 'bewegten Bildern' sehen: ein Porträt des ungarischen Fernsehens von 1992, bei dem auch Paula Takács, József Simándy und György Melis zu Wort kommen.


    Carlo

    „Kabale und Liebe“ (von Friedrich Schiller)


    Das gab es im Rundfunk:


    Präsident von Walter – Walter Franck / Ferdinand, sein Sohn – Max Eckard / Hofmarschall von Kalb – Hubert von Meyerinck / Lady Milford, Favoritin des Fürsten – Agnes Fink / Wurm, Sekretär des Präsidenten – Richard Münch / Miller, Stadtmusikant – Walter Richter / Dessen Frau – Lina Carstens / Luise, ihre Tochter – Waltraud Schmahl / Sophie, Kammerzofe der Lady – Ursula Kube / Ein Kammerdiener des Fürsten – Paul Bildt / Ein Bedienter des Präsidenten – Kurt Marquardt / Sprecherin der Zwischentexte – Rotraut Grauer / Funkbearbeitung: Hansjörg Schmitthenner / Funkregie: Heinz-Günter Stamm (Bayerischer Rundfunk, Sendung am 10. 5. 1955, zuletzt am 25. 10. 2015 im Westdeutschen Rundfunk Köln)


    Präsident von Walter – Gert Westphal / Ferdinand, sein Sohn – Jürgen Goslar / Hofmarschall von Kalb – Ludwig Cremer / Lady Milford, Favoritin des Fürsten – Irmgard Först / Wurm, Sekretär des Präsidenten – Heinz Reincke / Miller, Stadtmusikant – Hans Mahnke / Dessen Frau – Käthe Lindenberg / Luise, ihre Tochter – Elfriede Kuzmany / Sophie, Kammerzofe der Lady – Eva Luck / Ein Kammerdiener des Fürsten – Kurt Ebbinghaus / Ein Bedienter des Präsidenten – Helmuth Wittig / Funkbearbeitung und -regie: Paul Hoffmann (Hessischer Rundfunk Frankfurt, Sendung am 27. 6. 1955)


    Präsident von Walter – Hanns Ernst Jäger / Ferdinand, sein Sohn – Peter Kollek / Hofmarschall von Kalb – Fred Kretzer / Lady Milford, Favoritin des Fürsten – Hildegard Schmahl / Wurm, Sekretär des Präsidenten – Hans-Helmut Dickow / Miller, Stadtmusikant – Peter Pöschl / Dessen Frau – Nelly Rademacher / Luise, ihre Tochter – Christiane Hammacher / Sophie, Kammerzofe der Lady – Anne Wehner / Ein Kammerdiener des Fürsten – Adolph Spalinger / Ein Bedienter des Präsidenten – Klaus W. Leonhard / Funkbearbeitung und -regie: Amido Hoffmann (SRF Schweizer Rundfunk und Fernsehen, 1968)


    Das gab es im Fernsehen:


    Präsident von Walter – Paul Hoffmann / Ferdinand, sein Sohn – Christian Wolff / Hofmarschall von Kalb – Boy Gobert / Lady Milford, Favoritin des Fürsten – Marie Luise Etzel / Wurm, Sekreär des Präsidenten – Herbert Fleischmann / Miller, Stadtmusikant – Hans Karl Friedrich / Dessen Frau – Inge Meysel / Luise, ihre Tochter – Heidi Mentz / Sophie, Kammerzofe der Lady – Herta Fahrenkrog / Ein Kammerdiener des Fürsten – Peter Esser / Fernsehregie: Harald Braun (ARD/Norddeutscher Rundfunk Hamburg, Sendung am 1. 1. 1959)


    Präsident von Walter – Werner Hinz / Ferdinand, sein Sohn – Michael Heltau / Lady Milford, Favoritin des Fürsten – Judith Holzmeister / Wurm, Sekretär des Präsidenten – Leopold Rudolf / Miller, Stadtmusikant – Gustav Knuth / Dessen Frau – Elisabeth Lennartz / Luise, ihre Tochter – Johanna Mertinz / Ein Kammerdiener des Fürsten – Günter Haenel / Ein Bedienter des Präsidenten - Rudi Schippel / Ein Diener der Lady - Walter Simmerl / Fernsehbearbeitung: Hans Weigel und Erich Neuburg / Fernsehregie: Erich Neuburg (Österreichisches Fernsehen, 1965) Elisabeth Lennartz war die Ehefrau von Gustav Knuth. (In allen Publikationen dazu fehlen merkwürdigerweise die Rollen des Hofmarschalls und der Kammerzofe - ich kann mir nicht vorstellen, dass man sie gestrichen hat; vor allem die Rolle des Herrn von Kalb ist für die Dramaturgie des Stücks unverzichtbar.)


    Präsident von Walter – Karl Maria Schley / Ferdinand, sein Sohn – Willi Kowalj / Hofmarschall von Kalb – Peter Arens / Lady Milford, Favoritin des Fürsten – Uta Sax / Wurm, Sekretär des Präsidenten – Norbert Kappen / Miller, Stadtmusikant – Hermann Schomberg / Dessen Frau – Camilla Spira / Luise, ihre Tochter – Maresa Hörbiger / Sophie, Kammerzofe der Lady – Fritzi Seliger / Ein Kammerdiener des Fürsten – Leonard Steckel / Fernsehregie: Gerhard Klingenberg (ARD/Westdeutscher Rundfunk Köln, Sendung am 10. 12. 1967) Eine Fernsehinszenierung, die mir noch heute wegen der hervorragenden Schauspieler in Erinnerung ist; vor allem die blutjunge Maresa Hörbiger und die sonst fast nur im Komödienfach besetzte Uta Sax haben mich beeindruckt.


    Präsident von Walter – Alexander Trojan / Ferdinand, sein Sohn – Klaus Maria Brandauer / Hofmarschall von Kalb – Sebastian Fischer / Lady Milford, Favoritin des Fürsten – Johanna Matz / Wurm, Sekretär des Präsidenten – Norbert Kappen / Miller, Stadtmusikant – Erich Auer / Dessen Frau – Judith Holzmeister / Luise, ihre Tochter – Gertraud Jesserer / Sophie, Kammerzofe der Lady – Hilke Ruthner / Ein Kammerdiener des Fürsten - Klaus Behrendt / Ein Bedienter des Präsidenten- Franz Zelinka / Ein Diener der Lady - Wolfgang Janich / Inszenierung und Fernsehregie: Gerhard Klingenberg (Eine Aufführung des Akademie-Theaters Wien 1976) Johanna Matz - die man heute fast nur noch aus den 'Schmalz-Filmen' der 50er und 60er Jahre kennt – ist eine beeindruckende Lady Milford. (Ich habe mir heute meine fast 30 Jahre alte und noch tadellose Videaufnahme des 'ZDF-Theaterkanals' angesehen; 2010 wurde diese Aufzeichnung auch in der DVD-Reihe 'Edition Burgtheater' veröffentlicht.)


    Präsident von Walter – Klausjürgen Wussow / Ferdinand, sein Sohn – Jan Niklas / Hofmarschall von Kalb – Lambert Hamel / Lady Milford, Favoritin des Fürsten – Thekla Carola Wied / Wurm, Sekretär des Präsidenten – Lutz Mackensy / Miller, Stadtmusikant – Wolfgang Reichmann / Dessen Frau – Gustl Halenke / Luise, ihre Tochter – Dietlinde Turban / Sophie, Kammerzofe der Lady – Simone Rethel / Ein Kammerdiener des Fürsten – Hans-Helmut Dickow / In weiteren Rollen: Hans Peder Hermansen, Sigfrid Jobst, Werner Schlichter und Michael Westerhoff / Fernsehbearbeitung und -regie: Heinz Schirk (ARD/Bayerischer Rundfunk 1980, Wiederholung in Bayern 3 am 28. 2. 1982) Auch diese Fernsehsendung habe ich auf Video; trotz der hinlänglich bekannten 'Fernsehgesichter' eine sehr überzeugende Gesamtleistung.


    Präsident von Walter – Götz George / Ferdinand, sein Sohn – August Diehl / Hofmarschall von Kalb – Georg Friedrich / Lady Milford – Katja Flint / Wurm, Sekretär des Präsidenten – Detlev Buck / Miller, Stadtmusikant – Ignaz Kirchner / Dessen Frau – Katharina Thalbach / Luise, ihre Tochter – Paula Kalenberg / Sophie, Kammerzofe der Lady – Annika Kuhl / Ein Kammerdiener des Fürsten – Johann Adam Oest / Ein Delinquent – Torsten Michaelis / Drehbuch: Boris Naujoks und Leander Haußmann / Regie: Leander Haußmann (Boje-Buck Film- und Fernsehproduktion / Lotus-Film 2005) Ein beeindruckender - und werkgetreuer - Spielfilm, der aber sofort ins Fernsehen kam. (Sendung am 3. 10. 2005 in der ARD)


    Und das gab es auf der Kinoleinwand:


    Präsident von Walter – Wolf Kaiser / Ferdinand, sein Sohn – Otto Mellies / Hofmarschall von Kalb – Willi Schwabe / Lady Milford, Favoritin des Fürsten – Marion van de Kamp / Wurm, Sekretär des Präsidenten – Uwe-Jens Pape / Miller, Stadtmusikant – Martin Hellberg / Dessen Frau – Marianne Wünscher / Luise, ihre Tochter – Karola Ebeling / Sophie, Kammerzofe der Lady – Christine Schwarze / Ein Kammerdiener des Fürsten – Hans Finohr u. v. a. / Drehbuch und Regie: Martin Hellberg (Defa 1959) In den Film eingebettet sind Szenen von der Rekrutierung und dem Ausmarsch deutscher Soldaten, die vom (hessischen) Landgrafen nach Amerika zur Unterstützung englischer Truppen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg verkauft wurden. Im Schauspiel berichtet ein Kammerdiener des Fürsten der Lady Milford davon. (Bei der Videofirma 'Icestorm' als VHS-Kassette erschienen.)


    Carlo

    (Janis Zabers wurde auch deshalb von seinen Landsleuten so geliebt, weil er in den Zugaben mancher Konzerte eben auch ein paar unverdächtige Volkslieder sang.)

    Lieber 'Orfeo',


    Janis Zabers, dem auch die Auszeichnung „Sänger des Volkes“ verliehen wurde, hat aber nur die fünf im Beitrag Nr. 33 genannten 'Dainas' (Volkslieder) - wohl schon teilweise von seiner Erkrankung beeinträchtigt - aufnehmen können. Dass aber ein Lied wie „Liepajai“ sogar auf einer Schallplatte der von Moskau kontrollierten 'Melodiia' erschien, ist ein Kuriosum. (Wobei ich bei der Google-Übersetzung einem Fehler aufgesessen bin: statt „Nach Liepaja“ muss es wohl korrekt „Für Liepaja“ heißen. Die 'i'-Endung hinter dem Substantiv bedeutet sowohl 'nach', 'für' oder 'an', wie im Englischen das Wort 'to'.)


    Liepaja, von den Deutschen 'Libau' genannt, steht für ein weiteres dunkles Kapitel unserer Geschichte. Kurz nach der Besatzung im Juni 1941 begann die deutsche Wehrmacht zusammen mit der SS (unterstützt von lettischen Hilfstruppen) mit 'Säuberungsaktionen', die ihren Höhepunkt im Dezember 1941 mit Massenerschießungen von fast 2800 jüdischen Männern, Frauen und Kindern am Strand von Liepaja hatten. Insgesamt fielen der deutschen Besatzung rund 7000 Menschen zum Opfer – ein historisches 'Erbe', mit dem wir leben müssen.


    Carlo

    Mit einem Konzert („Hommage an München“) am 9. 3. 2002 feierte man den 50. 'Geburtstag' des Münchner Rundfunkorchesters. Aus diesem Anlass gab der Bayerische Rundfunk Ende 2001 ein von Doris Sennefelder verantwortetes Buch heraus („50 Jahre Münchner Rundfunkorchester 1952 - 2002“), in dem auch die seit Oktober 1952 öffentlich veranstalteten Konzerte dieses Klangkörpers in München (ohne die Gastkonzerte in anderen Städten) aufgelistet sind, darunter auch die sogenannten – und damals bei den Radiohörern äusserst beliebten - „Münchner Sonntagskonzerte“.


    Schon gegen Ende des 20. Jahrhunderts war die ursprüngliche und jahrzehntelang bewährte Konzeption dieser 'Potpourri'-Konzerte aufgebrochen worden, um dem veränderten 'Publikumsgeschmack' entgegen zu kommen, indem man verstärkt interessante (und seltener zu hörende) komplette Opern – deren Besetzungen in dem besagten Buch leider ohne Angabe der Rollen und oft unvollständig genannt werden - konzertant aufführte, ergänzt gelegentlich von Werken der geistlichen Musik. (Zusätzlich hatte man durch 'Sonderkonzerte', 'Promenadenkonzerte', 'Konzerte für Kinder' und 'Jugendkonzerte' bzw. 'Konzerte für die Jugend' das Musikangebot erheblich ausgedehnt.)


    Dabei zeigte auch jeder der Chefdirigenten des Orchesters (Werner Schmidt-Boelcke, Kurt Eichhorn, Heinz Wallberg, Lamberto Gardelli, Giuseppe Patané, Roberto Abbado und zuletzt Marcello Viotti) sein eigenes Profil. Vor allem Viotti, der seit September 1998 das Orchester leitete, erweiterte mit neuen Konzertserien wie „Paradisi gloria“ (Zeitgenössische geistliche Musik) und „Vorhang auf!“ (Opern-Einakter kombiniert mit seltenen Orchesterwerken des 20. Jahrhunderts) das musikalische Spektrum in viele weitere Richtungen, wodurch das Münchner Rundfunkorchester zu einer ernsthaften Konkurrenz für das Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks wurde.


    Da mir das obengenannte Buch von 2001 – die Liste der Konzerte endet mit der Programmplanung für die 1. Jahreshälfte 2002 - nun nicht mehr als Grundlage dienen kann, bin ich für die nachfolgenden Jahre auf diverse Publikationen (Opern- und Rundfunkzeitungen), das Internet und einzelne Anfragen beim Archiv des „BR“ angewiesen. (Glücklicherweise ist der Bayerische Rundfunk - der ohne Zweifel über das größte Archiv an Gesangsaufnahmen in Deutschland verfügt - nach wie vor der in dieser Hinsicht zugänglichste Sender.) Da werden wohl einige 'Lücken' nicht vermieden werden können; für diesbezügliche Ergänzungen bin ich dankbar.


    "Münchner Sonntagskonzerte" 2002


    „Vorhang auf!“ - „Fernando“ (Franz Schubert): Endrik Wottrich (Fernando de la Porte), Annette Dasch (Eleonore, seine Gattin), Christine Buffle (Philipp, deren zwölfjähriger Sohn), Tim Hennis (Ein Jäger), Gerald Häußler (Ein Köhler), Theodor Weimer (Ein Bauer) / Sprecher der Zwischentexte: Oliver Trautwein / (Franz Schuberts einaktiges Singspiel von 1815, kombiniert mit der dritten Symphonie von Egon Wellesz aus dem Jahre 1951) / Dirigent und Moderation: Marcello Viotti / Prinzregententheater, 20. 1. 2002


    „Sonntagskonzert“ - „L'Arlesiana“ (Francesco Cilea): Stephanie Friede (Rosa Mamai), Luca Canonici (Federico), Gabriele Weinfurter (L'innocente), Wilfried Vorwold (Marco), Silvia Colombini (Vivetta), Vladimir Chernov (Baldassare), Giuseppe Riva (Metifio) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Gustaf Sjökvist) / Dirigent: Marcello Viotti / 27. 1. 2002


    „Paradisi gloria“ - „Deus Passus“ (Wolfgang Rihm): Letizia Scherrer, Iris Vermillion, Birgit Remmert, Thomas Cooley und David Pittman-Jennings / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Gerd Müller-Lorenz) / Dirigent: Helmuth Rilling / Bamberger Dom, 17. 2. 2002 (Wolfgang Rihms 'Passions-Stücke' - mit Texten aus dem Lukas-Evangelium und von Paul Celan - wurden 2000 im Auftrag von Helmuth Rilling komponiert.)


    „Mittwochs um halb neun“ - „Ein Leben für die Bühne – Der Bariton Bo Skovhus“: Bo Skovhus / (Ein 'Portrait-Konzert' mit diversen Opernarien) / Dirigent: Bruno Weil / Prinzregententheater, 20. 2. 2002 (Sendung am 3. 3. 2002) Der Moderator des Abends war der Schauspieler Christian Quadflieg.


    „Sonderkonzert“ - „Hommage an München“: Hildegard Behrens, Hellen Kwon, Deon van der Walt und Thomas Allen / (Ausschnitte aus „Les contes d'Hoffmann“ von Jacques Offenbach, „Feuersnot“ von Richard Strauss, „Lulu“ von Alban Berg und „Die Bernauerin“ von Carl Orff) / Dirigent: Marcello Viotti / Prinzregententheater, 9. 3. 2002 (Ein Konzert zum Jubiläum '50 Jahre Münchner Rundfunkorchester')


    „Sonntagskonzert“: Barbara Hendricks / (Musical-Melodien) / Dirigent: Wayne Marshall / 14. 3. 2002


    „Paradisi gloria“ - „“La danse des morts“ ('Totentanz') von Arthur Honegger und „Pilate“ ('Pilatus') von Frank Martin: : Ildikó Komlosi, Fabrice Dalis. Francois Le Roux und Christophe Fel / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Gustaf Sjökvist) / Dirigent: Ulf Schirmer / Herz-Jesu-Kirche, 22. 3. 2002 (Sendung am 29. 3. 2002) Der Mitschnitt dieser Aufführung des Oratorius „Pilate“ wurde 2005 von 'Profil/Hänssler' zusammen mit zwei weiteren Werken von Frank Martin in Aufnahmen des Bayerischen Rundfunks veröffentlicht: „In terra pax“ vom 4. 2. 2000 und „Golgotha“ vom 11. 10. 2002.


    „Mittwochs um halb neun“ „Gipfelgespräch“: Daniela Barcellona und Wolfgang Schmidt / (Melodien von Gioachino Rossini und Richard Wagner) / Dirigent: Marcello Viotti / Prinzregententheater, 17. 4. 2002 (Sendung am 1. 5. 2002) Die Moderation Nike Wagners beschrieb das Treffen der beiden Komponisten Rossini und Wagner in Paris im März 1860.


    „Sonntagskonzert“ - „Pelléas et Mélisande“ (Claude Debussy): Nicolai Ghiaurov (Arkel), Debora Beronesi (statt Carmen Oprisanu) (Geneviève), José van Dam (Golaud), Brett Polegato (Pelléas), Véronique Gens (Mélisande), Tim Hennis (Le médecin / Un berger), Ein Mitglied des Tölzer Knabenchors (Yniold) / Damen des Philharmonischen Chors München / Dirigent: Marcello Viotti / 28. 4. 2002 (Eine halbszenische Aufführung)


    „Vorhang auf!“ - „Sancta Susanna“ (Paul Hindemith): Angela Maria Blasi (Schwester Susanna), Cornelia Kallisch (Schwester Klementia / Eine alte Nonne) / (Hindemiths 'Skandal-Oper' von 1922 und drei Orchesterwerke von Arthur Honegger: „Pacific 231“, „Rugby“ und „Mouvement symphonique no. 3“) / Dirigent und Moderator: Mario Venzago / Prinzregententheater, 12. 5. 2002


    „Sonderkonzert“ - „Daphne“ (Richard Strauss): Jacek Janiszewski (Peneios), Birgit Remmert (Gaea), Elisabeth Maria Wachutka (Daphne), Francisco Araiza (Leukippos), Jeffrey Dowd (statt Frank van Aken) (Apollo) u. a. / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Michael Gläser) / Dirigent: Pinchas Steinberg / Olympia-Eissporthalle Garmisch-Partenkirchen, 9. 6. 2002 (Sendung am 28. 7. 2002) Eine Bühnenaufführung in der Regie von Harald Thor bei den 'Richard-Strauss-Tagen 2002'.


    „Paradisi gloria“: Julie Moffat, Martyn Hill und Roland Hermann / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Michael Gläser) / Siegfried Mauser (Klavier) / (Johann Sebastian Bach/Max Reger: „O Mensch, bewein' dein' Sünde groß“ für Streichorchester; Olivier Messiaen: „Les offrandes oubliées“ - 'Die vergessenen Opfer', eine symphonische Meditation für Orchester - und „La ville d'en haut“ - 'Die Stadt in der Höhe' für Klavier und Kammerorchester; Hans Zender: „Shir-ha-shirim, Teil 3“ - 'Das Lied der Lieder, 3. Teil' für Soli, Chor und Orchester - und „Canto VI“ für Bariton, Chor a cappella und Tonband ad libitum) / Dirigent: Hans Zender / Herz-Jesu-Kirche, 19. 7. 2002 (Sendung am 29. 9. 2002)


    „Paradisi gloria“ - „Golgotha“ (Frank Martin): Tatiana Lisnic (statt Leontina Vaduva), Lioba Braun, Claude Pia (statt Jean-Luc Viala), Gilles Cachemaille, Jérôme Varnier / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Michael Gläser) / Dirigent: Marcello Viotti / Herz-Jesu-Kirche, 11. 10. 2002 (Sendung am 23. 10. 2002) (Oratorium in 2 Teilen für Soli, Chor und Orchester von 1945-48) Der Mitschnitt dieser Aufführung des zweiteiligen Oratoriums (1945-1948) wurde 2005 von 'Profil/Hänssler' veröffentlicht, gekoppelt mit zwei weiteren Oratorien von Frank Martin in Aufnahmen des Bayerischen Rundfunks: „In terra pax“ vom 4. 2. 2000 und „Pilate“ vom 22. 3. 2002.


    „L'Italiana in Algeri“ (Gioacchino Rossini): Lorenzo Regazzo (statt Bruno Praticò) (Mustafa), Rosanna Savoia (statt Iride Martinez) (Elvira), Romina Basso (Zulma), Riccardo Novaro (Haly), Kenneth Tarver (statt Juan Diego Flórez und Bruce Fowler) (Lindoro), Vesselina Kasarova (Isabella), Bruno De Simone (Taddeo) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Udo Mehrpohl) / Dirigent: Marcello Viotti / 27. 10. 2002 (Bei 'Premiere Opera' in den USA erschienen.)


    „Vorhang auf!“ - „Abu Hassan“ (Carl Maria von Weber): Deon van der Walt (Abu Hassan), Ofelia Sala (Fatima) und Günter von Kannen (Omar) / Der Chor der Bayerischen Staatsoper (Ltg.: Eduard Asimont) / Dirigent: Hartmut Haenchen (Webers Einakter - uraufgeführt 1811 in München – und Hanns Eislers 'Kleine Symphonie, op. 29' von 1932) / Prinzregententheater,10. 11. 2002


    „Sonntagskonzert“ - „La Bohème“ (Giacomo Puccini): Richard Leech (statt Ramón Vargas) (Rodolfo), Roberto Accurso (Schaunard), Vladimir Chernov (Marcello), Paolo Battaglia (Colline), Enrico Fissore (Benoit / Alcindoro), Alexia Voulgaridou (statt Miriam Gauci und Angela Gheorghiu) (Mimi), Cinzia Forte (Musetta), Lorenz Fehenberger (Parpignol), Matthias Ettmayr (Un doganiere) und Wilfried Vorwold (Un sergente) / Der Kinderchor der Bayerischen Staatsoper (Ltg.: Eduard Asimont) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Udo Mehrpohl) / Dirigent: Miguel Gomez Martinez / 17. 11. 2002


    „Paradisi gloria“: Attila Fekete und István Kovács / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Michael Gläser) / Bernhard Haas (Orgel) / (Béla Bartók: „Cantata profana“; Benjamin Britten: „Cantata misericordium“; Heinz Holliger: „Choral-Nachspiel“) / Dirigent: Heinz Holliger / Herz-Jesu-Kirche, 22. 11. 2002 (Sendung am 4. 12. 2002)


    „Sonderkonzert“ - „Der Messias“ (Georg Friedrich Händel) (Ausschnitte): Letizia Scherrer, Annette Seiltgen, Kenneth Tarver und Thomas Mohr / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Michael Gläser) / Dirigent: Bobby McFerrin / 15. 12. 2002


    „Paradisi gloria“ - „Weihnachtskantate“ (Toshio Hosokawa): Eiko Hirayama und Iris Vermillion / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Michael Gläser) / (Choralvariationen über „Vom Himmel hoch“ von Johann Sebastian Bach in der Bearbeitung von Igor Strawinsky, „Trois petites liturgies de la présence divine“ von Olivier Messiaen und die Uraufführung der „Weihnachtskantate“ für Sopran, Alt, gemischten Chor und Orchester von Toshio Hosokawa) / Dirigent: Hiroshi Wakasugi / Herz-Jesu-Kirche, 20. 12. 2002


    Carlo

    „Hamlet, Prinz von Dänemark“ (William Shakespeare)


    Das gab es im Rundfunk:


    Claudius, König von Dänemark – René Deltgen / Königin Gertrud, Hamlets Mutter – Ida Ehre / Hamlet, Sohn des vorigen Königs und Neffe des Claudius – Peter Lühr / Polonius, Oberkämmerer – Horst Beilke / Laertes, sein Sohn – Günter König / Ophelia, Tochter des Polonius – Käthe Gold / Horatio, Hamlets Freund – Heinz Klingenberg / Rosenkrantz und Güldenstern, Hamlets ehemalige Jugendfreunde – Johannes Schauer und Otto Stern / Fortinbras, Prinz von Norwegen – Hannsgeorg Laubenthal / Der Geist von Hamlets Vater – Kurt Lieck / Osrick, ein Höfling – Herbert Schimkat / Marcellus und Lucianus, Offiziere – Ernst Altmann und Gert Benofsky / Ein Totengräber – Albert Florath / Ein norwegischer Hauptmann – Lothar Ostermann / Ein Edelmann – Erwin Scherschel / Ein Matrose – Walter Dennechaud / Ein Priester – Otto Osthoff / Funkbearbeitung: Hans Rehberg / Regie: Ulrich Lauterbach (Hessischer Rundfunk Frankfurt, Sendung am 26. 12. 1955, Wiederholung am 1. 1. 1962)


    Claudius, König von Dänemark – Gerd Brüdern / Königin Gertrud, Hamlets Mutter – Lola Müthel / Hamlet, Sohn des vorigen Königs und Neffe des Claudius – Jürgen Goslar / Polonius, Oberkämmerer – Kurt Ehrhardt / Laertes, sein Sohn – Erik Schumann / Ophelia, Tochter des Polonius – Christine Ostermayer / Horatio, Hamlets Freund – Klausjürgen Wussow / Rosenkrantz und Güldenstern, Hamlets ehemalige Jugendfreunde – Claus Biederstaedt und Horst Sachtleben / Fortinbras, Prinz von Norwegen – Martin Benrath / Der Geist von Hamlets Vater – Friedrich Maurer / Ein Schauspieler ('Der König') – Kurt Lieck / Eine Schauspielerin – Helen Vita ('Die Königin') / Zwei Totengräber – Hanns Ernst Jäger und Heini Göbel / Funkbearbeitung: Jutta Leskien / Funkregie: Helmut Brennicke (Bayerischer Rundfunk München, Sendung am 17. 4. 1964)


    Claudius, König von Dänemark – Fred Düren / Königin Gertrud, Hamlets Mutter – Inge Keller / Hamlet, Sohn des vorien Königs und Neffe des Claufius – Gerd Grasse / Polonius, Oberkämmerer – Norbert Christian / Laertes, sein Sohn – Peter Reusse / Ophelia, Tochter des Polonius – Jutta Hoffmann / Horatio, Hamlets Freund – Lothar Schellhorn / Rosenkrantz und Güldenstern, Hamles ehemalige Jugendfreunde – Werner Tietze und Ezard Haußmann / Fortinbras, Prinz von Norwegen – Hans-Jochen Weber / Der Geist von Hamlets Vater - NN / Ein Schauspieler ('Der König') – Ekkehard Hahn / Eine Schauspielerin ('Die Königin') – Ruth Glöss / Zwei Totengräber – Dieter Franke und Victor Deiß / Funkbearbeitung: Peter Goslicki und Hans Bräunlich / Funkregie: Fritz Göhler (Der Rundfunk der DDR, Sendung am 1. 4. 1973) Das Werk wurde in einer neuen Übersetzung von Maik Hamburger und Adolf Dresen aufgenommen.


    Claudius, König von Dänemark – Wolfgang Reichmann / Königin Gertrud, Hamlets Mutter – Christiane Hörbiger / Hamlet, Sohn des vorigen Königs und Neffe des Claudius – Christoph Bantzer / Polonius, Oberkämmererer – Charles Regnier / Laertes, sein Sohn – Helmut Förnbacher / Ophelia, Tochter des Polonius – Renate Müller / Horatio, Hamlets Freund – Wilm Roil / Rosenkrantz und Güldenstern, Hamlets ehemalige Jugendfreunde – Joachim Bliese und André Jung / Osrick, ein Höfling – Herbert Knaup / Ein Schauspieler ('Der König') – Heinz Bender-Plück / Eine Schauspielerin ('Die Königin') – Gudrun Geier / Zwei Totengräber – Peter Lerchbaumer und Bill Mockridge / Funkregie: Hans Hausmann (SRF Schweizer Radio und Fernsehen, Sendung am 1. 1. 1974) Erschienen 2014 auf 2 CDs bei 'D-A-V Der Audio Verlag'.


    Das gab es im Fernsehen:


    Claudius, König von Dänemark – Hans Caninberg / Königin Gertrud, Hamlets Mutter – Wanda Rotha / Hamlet, Sohn des vorigen Königs und neffe des Clajudius – Maximilian Schell / Polonius, Oberkämmerer – Franz Schafheitlin / Laertes, sein Sohn – Dieter Kirchlechner / Ophelia, Tochter des Polonius – Dunja Movar / Horatio, Hamlets Freund – Karl Michael Vogler / Rosenkrantz und Güldenstern, Hamlets ehemalige Jugendfreunde – Eckart Dux und Herbert Bötticher / Der Geist von Hamlets Vater – Alexander Engel / Osrick. ein Höfling – Karl Lieffen / Bernardo, ein Offizier – Rolf Boysen / Francisco, ein Soldat – Michael Paryla / Zwei Totengräber – Paul Verhoeven und Johannes Buzalski / Ein Schauspieler – Adolf Gerstung u. a. / Fernsehbearbeitung und -regie: Franz Peter Wirth (Die Rolle des Fortinbras wurde gestrichen) (ARD/Westdeutscher Rundfunk Köln, Sendung am 1. 1. 1961)


    Ich habe das Video einer leicht gekürzten Version dieser Fernseh-Inszenierung für das Schulfernsehen des WDR. Besonders eindrücklich sind für mich die wunderbare Wanda Rotha (die leider viel zu selten im deutschen Fernsehen zu sehen war, weil sie in den USA lebte) und vor allem die schon mit einigen bemerkenswerten Filmen und Fernsehspielen viel gelobte Dunja Movar, die mit 22 Jahren - aus Liebeskummer, wie Ophelia - den Freitod wählte. (Wohl wegen der Popularität von Maximilian Schell wurde dieser „Hamlet“ in einer englisch synchronisierten Fassung auch im amerikanischen TV gezeigt und dort sogar auf VHS veröffentlicht.)


    Carlo

    Lieber 'hart',


    dieser 'Thread' ist wie eine wunderschöne Blume, die im Verborgenen blüht. Ich lese Deine äusserst informativen und sehr lebendig geschriebenen Aufsätze - die uns die heute etwas 'entrückten' Musiker-Persönlichkeiten früherer Zeiten nahe bringen - stets mit großer Freude.


    Die Lebensbeschreibung von Jarmila Novotná veranlasste mich, nach langer Zeit die 'RCA-Victrola'-Platte "Songs of Czechoslovakia" aufzulegen, auf der neben einigen Opernarien mit ihr auch die fünfzehn sogenannten "Lidice-Lieder" (tschechische Volkslieder, zusammengestellt zur Erinnerung an das furchtbare Massaker der Nazis in den Ortschaften Lidice und Lezàky 1942 als 'Vergeltung' für das Heydrich-Attentat), in New York aufgenommen 1942 mit Jan Masaryk am Klavier, enthalten sind. Auch werde ich mir bald meine Videos von zwei ihrer fünf deutschen Spielfilme ansehen: "Brand in der Oper" (1930) mit Gustaf Gründgens und Gustav Fröhlich - da tritt sie in einer Nebenrolle als 'Elisabeth' im "Tannhäuser" auf - und "Der Kosak und die Nachtigall" (1935) mit Ivan Petrovich und Siegfried Schürenberg (eine teilweise in Ägypten spielende Dreiecksgeschichte). Natürlich habe ich auch den mehrfach preisgekrönten Film "Die Gezeichneten" von Fred Zinnemann (1948) mit der ergreifenden Darstellung des kleinen Ivan Jandl neben Montgomery Clift (Oscar als bester Hauptdarsteller) und mit einer eindrucksvollen Jarmila Novotná als Mutter auf der Suche nach ihrem Kind im zerstörten Nachkriegsdeutschland.


    Carlo

    „Don Karlos, Infant von Spanien“ (Friedrich Schiller)


    Das gab es auf Schallplatten:


    Philipp II., König von Spanien – Walter Franck / Elisabeth von Valois, seine Gemahling – Eva-Katharina Schultz / Don Carlos, Kronprinz – Rolf Henniger / Alexander Farnese, Prinz von Parma – Paul Gorden / Der Marquis von Posa, ein Malteserritter – Erich Schellow / Der Herzog von Alba – Paul Wagner / Der Graf von Lerma – Ernst Sattler / Der Herzog von Feria – Theodor Vogeler / Der Herzog von Medina Sidonia – Hugo Gau-Hamm / Die Prinzessin von Eboli – Joana Maria Gorvin / Die Herzogin von Olivarez – Maria Schanda / Die Marquise von Mondecar – Heike Balzer / Der Großinquisitor – Wolfgang Kühne / Domingo, Beichtvater des Königs – Friedrich Maurer / Don Raimond von Taxis, Oberpostmeister – Georg Völkel / Don Ludwig Mercado, Leibarzt der Königin – Walter Tarrach / Die Infantin, ein Kind – Renate Nickel / Der Page der Königin – Moritz Milar / Zwei Offiziere – Erich Gühne und Rudolf Brandt / Eine Aufführung des Schiller-Theaters Berlin 1959 / Inszenierung: Gustav Rudolf Sellner ('Telefunken' TSC 13401/03 bzw. STSC 13401/03 B, 3 LPs)


    Das gab es im Rundfunk:


    Philipp Ii., König von Spanien – Friedrich Domin / Elisabeth von Valois, seine Gemahlin – Maria Becker / Don Carlos, Kronprinz – Hannsgeorg Laubenthal / Der Marquis von Posa, ein Malteserritter – Will Quadflieg / Der Herzog von Alba – Carl Kuhlmann / Der Graf von Lerma – Heinz Sailer / Die Prinzessin von Eboli – Ilse Bally / Der Großinquisitor – Paul Bildt / Domingo, Beichtvater des Königs – Helmut Peine / Der Page der Königin – Charles Brauer u. a./ Funkbearbeitung: Goetz Kozuszek / Funkregie: Gustav Burmester (Norddeutscher Rundfunk Hamburg, Sendung am 30. 6. 1955)


    Philipp II., König von Spanien – Ewald Balser / Elisabeth von Valois, seine Gemahlin – Eva Zilcher / Don Carlos, Kronprinz – Wolfgang Stendar / Der Marquis von Posa, ein Malteserritter – Gerd Brüdern / Der Herzog von Alba – Heinz Moog / Der Graf von Lerma – Walter Holten / Die Prinzessin von Eboli – Gisela Mattishent / Die Herzogin von Olivarez – Elsa Pfeiffer / Die Marquise von Mondecar – Uta Rücker / Der Großinquisitor – Kurt Horwitz / Domingo, Beichtvater des Königs – Ernst Fritz Fürbringer / Don Raimond von Taxis – Wolfgang Wendt / Don Ludwig Mercado, Leibarzt der Königin – Egon Clauder / Der Page der Königin – Peter van Hamme / Ein Offizier - Dieter Eppler / In weiteren Rollen: Helmut Wieland, Fred Goebel, Karl Grytzmann, Hans Fromann, Bodo Knuth, Wolfgang Schwalm, Dieter Cartellieri, Elfie Heilig, Ingeborg Schubert, Charlotte Kunze, Ingrid Fernolt, Irma Schwab und Anni Steiner / Funkbearbeitung und -regie: Leopold Lindtberg (Süddeutscher Rundfunk Stuttgart, Sendung am 11. 11. 1959) Erschienen 2005 auf 2 CDs bei 'D-A-V Der Audio Verlag'.


    Philipp II., König von Spanien - Friedo Solter / Elisabeth von Valois, seine Gemahlin - Gisela Büttner / Don Carlos, Kronprinz - Winfried Wagner / Der Marquis von Posa, Malteserritter - Klaus Piontek / Der Herzog von Alba - Hans-Joachim Hanisch / Der Graf von Lerma - Herbert Köfer / Der Herzog von Feria - Eugen Schaub / Die Prinzessin von Eboli - Ruth Glöss / Der Großinquisitor - Herwart Grosse / Domingo, Beichtvater des Königs - Walter Kröter / Der Page der Königin - Rüdiger Götze / Ein Offizier - Fred Ludwig u. a. / Funbearbeitung: Ellen Maria Jäger / Funkregie: Martin Flörchinger (Der Rundfunk der DDR, Sendung am 10. 4. 1966)


    Philipp II., König von Spanien – Will Quadflieg / Elisabeth von Valois, seine Gemahlin – Christine Ostermayer / Don Carlos, Kronprinz – Michael Heltau / Der Marquis von Posa, ein Malteserritter – Karl Michael Vogler / Der Herzog von Alba – Erich Aberle / Der Graf von Lerma – Walter Jacob / Die Prinzessin von Eboli – Andrea Jonasson / Die Marquise von Mondecar – Lona Dubois / Der Großinquisitor – Paul Hoffmann / Domingo, Beichtvater des Königs – Richard Münch / Der Page der Königin – Oskar Kravanja / Ein Offizier – Hermann Scheidleder / In weiteren Rollen: Eva Fichte, Beatrice Frey, Alexandra Tichy, Johannes Bahr, Hans Fasser, A. W. Hirschal und Peter Haener / Funkbearbeitung und -regie: Gert Westphal (Österreichischer Rundfunk Wien, Sendung am 16. 3. 1974)


    Das gab es im Fernsehen:


    Philipp II., König von Spanien – Paul Verhoeven / Elisabeth von Valois, seine Gemahlin – Elfriede Kuzmany / Don Carlos, Kronprinz – Georg Thomas / Alexander Farnese, Prinz von Parma – Horst Rüschmeier / Der Marquis von Posa, ein Malteserritter – Peter Arens / Der Herzog von Alba – Ernst Fritz Fürbringer / Der Graf von Lerma – Hans Elwenspoek / Der Herzog von Feria – Wolfgang Büttner / Der Herzog von Medina Sidonia – Herbert Kroll / Die Prinzessin von Eboli – Rosel Schäfer / Die Herzogin von Olivarez – Anne Kersten / Die Marquise von Mondecar – Gunhild Bohnen / Die Gräfin Fuentes – Franziska Stömmer / Der Großinquisitor – Fritz Rasp / Domingo, Beichtvater des Königs – Werner Hessenland / Don Raimond von Taxis, Oberpostmeister – Anton Reimer / Don Ludwig Mercado, Leibarzt der Königin – Harald Mannl / Die Infantin, ein Kind – Anita Wolf / Der Page der Königin – Leon Huber / Ein Offizier – Wolf Petersen / Der Prior eines Kartäuserklosters - Viktor Gehring / Fernsehbearbeitung und -regie: Fritz Umgelter (ARD/Bayerischer Rundfunk, Sendung am 25. 11. 1957)


    Philipp II., König von Spanien – Ernst Fritz Fürbringer / Elisabeth von Valois, seine Gemahlin – Lieselotte Rau / Don Carlos, Kronprinz – Helmut Griem / Alexander Farnese, Prinz von Parma – Ulrich Faulhaber / Der Marquis von Posa, ein Malteserritter – Karl Michael Vogler / Der Herzog von Alba – Carl Lange / Der Herzog von Feria – Ernst Konstantin / Der Herzog von Medina Sidonia – Heinrich Wildberg / Die Prinzessin von Eboli – Ruth Maria Kubitschek / Die Herzogin von Olivarez – Nora Minor / Die Marquise von Mondecar – Irene Marhold / Der Großinquisitor – Kurt Ebbinghaus / Domingo, Beichtvater des Königs – Hans Baur / Don Raimond von Taxis, Oberpostmeister – Rolf von Nauckhoff u. a. / Fernsehbearbeitung: Oliver Storz und Franz Peter Wirth / Fernsehregie: Franz Peter Wirth (ZDF Zweites Deutsches Fernsehen, Sendung am 25. 12. 1963)


    Philipp II., König von Spanien – Rolf Boysen / Elisabeth von Valois, seine Gemahlin – Marita Marschall / Don Carlos, Kronprinz – Jacques Breuer / Der Marquis von Posa, ein Malteserritter – Robert Atzorn / Der Herzog von Alba – Rolf Becker / Der Herzog von Feria – Eric P. Caspar / Der Herzog von Medina Sidonia – Karl-Heinz von Hassel / Die Prinzessin von Eboli – Renan Demirkan / Die Herzogin von Olivarez – Ingrid Resch / Die Marquise von Mondecar – Sabine von Maydell / Der Großinquisitor – Bernhard Minetti / Domingo, Beichtvater des Königs – Walter Renneisen / Don Raimond von Taxis, Oberpostmeister – Detlof Krüger u. a. / Fernsehbearbeitung: Bernd Rhotert und Franz Peter Wirth / Fernsehregie: Franz Peter Wirth (ARD/Hessischer Rundfunk Frankfurt, Sendung am 21. 11. 1984). 2015 erschien dieser „Don Carlos“ in der Reihe 'Fernsehjuwelen' auf DVD.


    Und das gab es auf der Kinoleinwand:


    Philipp II., König von Spanien – Ewald Balser / Elisabeth von Valois, seine Gemahlin – Aglaja Schmid / Don Carlos, Kronprinz – Walther Reyer / Der Marquis von Posa, ein Malteserritter – Fred Liewehr / Der Herzog von Alba – Stefan Skodler / Der Graf von Lerma – Eduard Volters / Der Herzog von Feria – Karl Eidlitz / Der Herzog von Medina Sidonia – Fred Hennings / Die Prinzessin von Eboli – Judith Holzmeister / Die Herzogin von Olivarez – Vera Balser-Eberle / Die Marquise von Mondecar – Beatrix Degenschild / Der Großinquisitor – Albin Skoda / Domingo, Beichtvater des Königs - Helmuth Krauss / Ein Offizier der Leibwache – Michael Janisch / Zweiter Grande – Peter Kreuzinger / Eine (gekürzte) Aufführung des Wiener Burgtheaters / Inszenierung: Josef Gielen / Filmregie: Alfred Stöger (Thalia-Film Wien 1960)


    Carlo

    Liebe 'Taminos',


    ich muss gestehen, dass mir der Name 'Janis Zabers' bis vor ein paar Jahren auch kein Begriff war, bis ich auf einem Flohmarkt die Arien-CD von 'Utpett' (siehe Beitrag Nr. 24) kaufte. Gefragt nach seiner Stimme, hätte ich wahrscheinlich wegen des akustischen Eindrucks etlicher Töne bei den italienischen Arien geantwortet: „Manchmal klingt er wie ein etwas dunklerer Richard Tucker.“ Nun habe ich mich in den letzten Tagen durch die zahlreichen 'YouTube'-Aufnahmen von diesem Sänger gehört und immer wieder etwas Neues entdeckt. Ich muss mein Urteil revidieren, denn Janis Zabers verfügte über die Gabe, das im Grunde nicht sonderlich ausgeprägte Timbre je nach Bedarf und musikalischer Anforderung zu verändern, die Stimme immer wieder neu einzufärben. Man höre nur einige der Schlager von Raimonds Pauls: da meint man, verschiedene Sänger zu hören und es wird geschmachtet und 'gecroont', dass es eine Freude ist. Die 'Dainas' (Volksweisen) werden entweder schlicht oder schelmisch (wie bei 'Pieci gadi kalpins biju') interpretiert, pathetisch - mit Chor und Glockenklang und in der Baritonlage bei 'Liepajai' – oder auch sehr einschmeichelnd bei 'Cuci, mana ligavina'. Nur zu gern wüsste ich, wovon Janis Zabers in diesen Liedern singt...


    Die neapolitanischen Canzonen, die Janis Zabers 1963 aufnahm, könnten beim ersten Hören auf einen gebürtigen Italiener schließen lassen – und denen geht der Dialekt auch nicht leicht von der Zunge. Zabers gehört zu jenen Sängern, die bei diesen Liedern der Versuchung widerstehen, die Stimme über Gebühr 'herauszustellen'. Die 'Kunstlieder' vermag ich nicht detailliert zu beurteilen, da mir z. B. vor allem hinsichtlich der sprachlichen Erfassung und Ausformung (Rakhmaninov und Grieg) einige Vergleichsaufnahmen fehlen; ich bin mehr auf die Oper 'geeicht'. Drei der Schubert-Lieder werden von Janis Zabers live in deutsch gesungen und da hat er ein paar Schwierigkeiten mit dem Text bzw. der Aussprache, aber umgekehrt gibt es wohl keinen deutschen Sänger, der öffentlich lettisch singt.


    Hier nun eine Aufstellung von Janis Zabers' Aufnahmen von Liedern russischer und westeuropäischer Komponisten und von Unterhaltungsmusik:


    „Vier italienische Canzonen“: Dicitencello vuie (Rodolfo Falvo) – Tu, ca nun chiagne (Ernesto De Curtis) – Core 'ngrato (Salvatore Cardillo) – O paese d' 'o sole (Vincenzo D'Annibale) / Vilma Cirule (Klavier) / 'Melodiia' D 00032499/500 (EP, UdSSR 1972, 17 cm) (Aufnahmen in italienischer Sprache.)


    "Vier Lieder“: Pie dzimtenes siliem (Die heimatlichen Wälder) (Alnis Zakis) – Vasara sauc (Der Sommer ruft) (Elga Igenberga) – Zilas naktis (Blaue Nächte) (Ringolds Ore) – Liepajai (Nach Liepaja) (Raimonds Pauls) / 1 und 2: Latvijas Televizijas un Radio vieglas un estrades muzikas orkestris (Das Unterhaltungsorchester des Lettischen Fernsehens und Rundfunks) - Dirigent: Alnis Zakis / 3: Rigas estrades orkestris (Das Rigaer Unterhaltungsorchester) - Dirigent: Egils Svarcs / 4: Latvijas Radio kora viru vokala grupa; Rigas estrades orkestris (Die Herren des Lettischen Rundfunkchors; Das Rigaer Unterhaltungsorchester) - Dirigent:: Raimonds Pauls / 'Melodiia' M32-35885/86 (EP, UdSSR 1974, 17 cm)


    „Janis Zabers sings Mozart, Schubert, Brahms, Grieg and Medins“:
    Friedrich Fleischmann (früher Wolfgang Amadé Mozart und Bernhard Flies zugeschrieben): Wiegenlied (Schlafe, mein Prinzchen, schlaf' ein) (lettisch gesungen)

    Franz Schubert: Ständchen+ ('Schwanengesang, D. 957') – Die Post* ('Winterreise, D. 911') – Ungeduld* ('Die schöne Müllerin, D. 795') – Der Leiermann* ('Winterreise, D. 911') (+ lettisch gesungen) (*Live-Aufnahme 17. 5. 1970, in deutscher Sprache)

    Johann Sebastian Bach/Charles Gounod: Ave Maria (lateinisch gesungen)

    Johannes Brahms: Wiegenlied, op. 49/4 (Guten Abend, gut' Nacht) (lettisch gesungen)

    Edvard Grieg: Du fatter ej Bolgernes evige Gang, op. 5/2 (Das Herz des Dichters) – Jeg elsker dig, op. 5/3 (Ich liebe ich) – Med en Primula veris, op. 26/4 (Mit einer Primula veris) – Til Norge, op. 58/2 (An's Mutterland) – Turisten, op. 58/4 (Die Schäferin) – En svane, op. 25/2 (Ein Schwan) (alle lettisch gesungen)

    Janis Medins: Glasts (Liebkosung) (lettisch gesungen)
    Janis Zabers (Tenor) / Kamerkoris 'Ave Sol' – Ltg.: Imants Kokars (Bach/Gounod) / Klavier: Hermanis Brauns (Schubert), Vilma Cirule (Grieg, Medins) und Gunars Stade (Fleischmann, Brahms, Schubert: 'Ständchen' / Orgel: Peteris Sipolnieks (Bach/Gounod) / Violine: Eduards Bulavinovs (Fleischmann, Brahms) / Violoncello: Juris Bremss (Fleischmann, Brahms) / 'Kaibala Records' 40D03 (LP, USA 1973, 30 cm). Schallplattenhülle und -etikett weisen das „Ave Maria“ als die Version von Franz Schubert aus, die Janis Zabers meines Wissens aber nicht aufgenommen hat.

    Die obengenannten Lieder von Fleischmann, Schubert, Bach/Gounod, Brahms und Grieg kann man auch auf einer 'Melodiia'-LP (M10-36637/38) von 1975 hören – hier fehlt aber das Lied von Janis Medins ('Glasts'), dafür sind vier Lieder von Rakhmaninov ('Aprilis', 'Son', 'Noch pechalna' und 'Ia opiat odinok') enthalten. Und auch 'Melodiia' ordnet das 'Ave Maria' Franz Schubert zu!


    „Janis Zabers – Zvaigznes cels“ ('Aufgehende Sterne'):

    „Zelta zirgs“ ('Das goldene Pferd') (Arvids Zilinskis): Arie des Antins, 2. Akt 'Sirds ka uguns augsa cela' (1965) (lettisch gesungen)

    „Pikovaia dama“ ('Pique Dame') (Piotr Ilich Chaikovskii): Arie des Hermann, 1. Akt 'Prosti, nebesnoe sozdane' (1967) (russsich gesungen)

    „Kniaz Igor“ ('Fürst Igor') (Aleksandr Borodin): Rezitativ und Kavatine des Vladimir Igorevich 'Medlenno den ugasal... Akh! Gde ti, gde? (1963) (russisch gesungen)

    „La fanciulla del west“ ('Das Mädchen aus dem goldenen Westen') (Giacomo Puccini): Arie des Dick Johnson 'Ch'ella mi creda libero e lontano' (1963) (lettisch gesungen)

    „Rigoletto“ (Giuseppe Verdi): Rezitativ und Arie des Herzogs von Mantua 'Ella mi fu rapita... Parmi veder le lagrime (1966) (italienisch gesungen)

    „Drei Lieder von Edvard Grieg“: Til Norge – En svane – Turisten (lettisch gesungen)

    „Drei Lieder von Franz Schubert“: Die Post – Der Leiermann – Ungeduld (deutsch gesungen)

    „Vier lettische Volkslieder“: Saulit tecej' tecedama (Die Sonne ging auf Zehenspitzen) – Tumsa nakte, zala zale (Dunkle Nacht, grünes Gras) – Cuci, mana ligavina* (Husch-husch, meine kleine Braut) – Pieci gadi kalpins biju (Fünf Jahre war ich ein Knecht) (1969* und 1970) (lettisch gesungen)

    „Sechs neapolitanische Canzonen“: Tu, ca nun chiange – Dicitencello vuie – Core 'ngrato – Maria, Marì! - O marenariello* – Ideale^ (1963, 1964* und 1970^) (italienisch gesungen)

    Janis Zabers (Tenor) / Hermanis Brauns und Vilma Cerule (Klavier) / Diverse Orchester und Dirigenten mit teilweise falscher Zuschreibung (siehe Einzeltitel der 'Upett'-CDs) / 'Microphone Records' MRCD 180 (CD, Latvija 2002)


    „Krievu un rietumu Kamermuzika“ ('Russische und westliche Kammermusik'):
    Mikhail Glinka: Lied „Ia pomniu chudnoe mgnovene“ (Ich erinnere mich des zauberhaften Augenblicks) (russisch gesungen)

    Aleksandr Aliabev: Lied „Ia vas liubil“ (Ich liebte dich) (russisch gesungen)

    Sergei Rakhmaninov: „Aprilis, o. O.“ (April) - „Son, op. 8/5“ (Der Traum) - „Noch pechalna, op. 26/12“ (Die Nacht ist traurig) - „Ia opiat odinok, op. 26/9“ (Ich bin wieder allein) (russisch gesungen)

    Edvard Grieg: „Du fatter ej Bolgernes evige Gang, op. 5/2“ (Das Herz des Dichters) - „Jeg elsker dig, op. 5/3“ (Ich liebe dich) - „Til Norge, op. 58/2“ (An's Mutterland) - „Turisten, op. 58/4“ (Die Schäferin) - „Med en Primula veris, op. 26/4“ (Mit einer Primula veris) - „En svane, op. 25/2“ (Ein Schwan) (lettisch gesungen)

    Franz Schubert: „Ungeduld“ ('Die schöne Müllerin, D. 795') - „Die Post“ ('Winterreise, D. 911') – „Der Leiermann“ ('Winterreise, D. 911') - „Ständchen“ ('Schwanengesang, D. 957') (Das „Ständchen“ wird lettisch gesungen, die drei anderen Lieder in deutsch.)

    Friedrich Fleischmann (früher Wolfgang Amadé Mozart und Bernhard Flies zugeschrieben): „Wiegenlied“ (Schlafe, mein Prinzchen, schlaf' ein) (lettisch gesungen)

    Johannes Brahms: „Wiegenlied, op. 49/4“ (Guten Abend, gut' Nacht) (lettisch gesungen)

    Johann Sebastian Bach / Charles Gounod: „Ave Maria“ (lateinisch gesungen)

    Janis Zabers (Tenor) / Kamerkoris 'Ave Sol' – Ltg.: Imants Kokars (Bach/Gounod) / Klavier: Hermanis Brauns (Rakhmaninov, Schubert 1-3), Vilma Cirule (Grieg) und Gunars Stade (Glinka,, Aliabev, Schubert 4, Fleischmann und Brahms) / Violine: Eduards Bulavinovs (Fleischmann und Brahms) / Violoncello: Juris Bremss (Fleischmann und Brahms) / Orgel: Peteris Sipolnieks (Bach/Gounod) / 'Upett' CD 061 (CD 2, Latvija 2011). Die vier Lieder von Rakhmaninov und die Schubert-Lieder „Ungeduld“, „Die Post“ und „Der Leiermann“ wurden live aufgenommen am 17. 5. 1970 während eines Liederabends in der Aula der Universität von Riga, bei dem Janis Zabers von Hermanis Brauns am Klavier begleitet wurde.


    „Popularas melodijas“ ('Bekannte Melodien')

    1. „Mattinata“ (Ruggero Leoncavallo) 1963 (lettisch gesungen)

    2. „Core 'ngrato“ (Salvatore Cardillo) 1963 (italienisch gesungen)

    3. „Maria, Marì!“ (Eduardo Di Capua) 1963 (dto.)

    4. „Dicitencello vuie“ (Rodolfo Falvo) 1963 (dto.)

    5. „Tu, ca nun chiagne“ (Ernesto De Curtis) 1963 (dto.)

    6. „O paese d' 'o sole“ (Vincenzo D'Annibale) 1963 (dto.)

    7. „O marenariello“ (Salvatore Gambardella) (live) 19. 6. 64 (dto.)

    8. „Ideale“ (Francesco Paolo Tosti) (live) 1970 (dto.)

    9. „Les cloches de Corneville“ ('Die Glocken von Corneville') (Robert Planquette): Walzer-Rondo des Jean, 1. Akt 'J'ai fait trois fois le tour du monde' (Ich bin dreimal um die Welt gereist) (lettisch gesungen) 1962

    10. „Ar katru dienu“ ('Mit jedem Tag') (Mendelis Bass) 1961

    11. „Zilas naktis“ ('Blaue Nächte) (Ringolds Ore) 1964

    12. „No Daugavas kapj pirmo palu dima“ (Das Brausen von des Daugavas steigenden Fluten') (Raimonds Pauls) 1966

    13. „“Pavasara gaidas“ ('Warten auf den Frühling') (Raimonds Pauls) 1966

    14. „Sidraba makoni“ ('Silberne Wolken') (Raimonds Pauls) 1965

    15. „Liepajai“ ('Nach Liepaja') (Raimonds Pauls) 1970

    16. „Pie dzimtenes siliem“ ('Die Wälder der Heimat') (Alnis Zakis) 1970

    17. „Vasara sauc“ ('Der Sommer ruft') (Elga Igenberga) 1970

    18. „Kad Adams atvalinajuma“ ('Wenn Adam auf Reisen ist') (Nikolajs Zolotonos): Jana dziesma (Lied des Janis) 1959

    19. „Dzintarkrasta puisi“ ('Die jungen Männer von der Bernsteinküste') (Arvids Zilinskis): Lied des Arnis, 2. Akt 'Menes, sonakt neaizmiedz' (Mond, schlafe heut' nicht) 1970

    20. „Liepa auga ar ozolu“ ('Die Linde wuchs mit der Eiche') (Volkslied, Bearb.: Valters Kaminskis) mit Vera Davidone (Sopran) 1964

    21. „Cuci, mana ligavina“ ('Husch-husch, meine kleine Braut') (Volkslied, Bearb.: Gunars Ordelovskis) 1969

    22. „Pieci gadi kalpins biju“ ('Fünf Jahre war ich ein Knecht') (Volkslied) 1970

    23. „Tumsa nakte, zala zale“ ('Dunkle Nacht, grünes Gras') (Volkslied) 1970

    24. „Saulit tecej' tecedama' ('Die Sonne ging auf Zehenspitzen) (Volkslied) 1970

    Janis Zabers (Tenor) / Latvijas Radio kora viru vokala grupa (Die Herren des Lettischen Rundfunkchors) (15) / Klavier: Hermanis Brauns (8), Vilma Cirule (1-6 und 20) und Jazeps Lindbergs (7) / Teodora Veja koncertansamblis (Das Konzertorchester Teodor Vejs) – Dirigent: Teodors Vejs (9 und 18) / Latvijas Radio simfodzeza orkestris (Das Lettische Rundfunk-Jazzorchester) – Dirigent: Egils Svarcs (10) / Rigas estrades orkestris (Das Rigaer Unterhaltungsorchester) – Dirigenten: Egils Svarcs (11) und Raimonds Pauls (14-15) / Latvijas Televizijas un Radio vieglas un estrades muzikas orkestris (Das Unterhaltungsorchester des Lettischen Fernsehens und Rundfunks) – Dirigenten: Ringolds Ore (12-13) und Alnis Zakis (16-17) / Latvijas Radio kamerorkestris (Das Kammerorchester des Lettischen Rundfunks) - Dirigent: Jazeps Lindbergs (19) / Latvijas Radio lauku kapela (Die Volksmusikkapelle des Lettischen Rundfunks) – Dirigent: Gunars Ordelovskis (21-24) / 'Upett' CD 066 (CD, Latvija 2012)


    Carlo

    „Der zerbrochene Krug“ (Heinrich von Kleist)


    Das gab es auf Schallplatten :


    Walter, Gerichtsrat – Kurt Ehrhardt / Adam, Dorfrichter – Walter Richter / Licht, Schreiber – Günther Lüders / Frau Marthe Rull – Lina Carstens / Eve, ihre Tochter – Eva-Ingeborg Scholz / Veit Tümpel, ein Bauer – Adolf Dell / Ruprecht, sein Sohn – Claus Hofer / Frau Brigitte – Roma Bahn / Ein Bedienter – Gerhard Becker / Zwei Mägde - Ingeborg Schlegel und Ursula Feldhege / Regie: Heinz Schimmelpfennig ('Eurodisc – Wort' 89140 XDW, 1965, 2 LPs). Leider schweigt sich das Textheft über das Aufnahmedatum und den -ort (vermutlich Köln) aus.


    Das gab es im Fernsehen:


    Walter, Gerichtsrat – Paul Hartmann / Adam, Dorfrichter – Hans Mahnke / Licht, Schreiber – Walter Bluhm / Frau Marthe Rull – Mila Kopp / Eve, ihre Tochter – Cordula Trantow / Veit Tümpel, ein Bauer – Georg Lehn / Ruprecht, sein Sohn – Jochen Sostmann / Frau Brigitte – Elsa Wagner / Ein Bedienter – Konrad Mayerhoff / Zwei Mägde – Maria Hofen und Angela Pschigode / Ein Büttel – Alexander Elgeti / Inszenierung: Rudolf Noelte / Eine Aufführung der Ruhrfestspiele Recklinghausen (ARD/Westdeutscher Rundfunk Köln, Sendung am 14. 5. 1967)


    Carlo

    Vielen Dank! Wie heißt es doch: "Wovon das Herz voll ist, fließt der Mund über."


    Wie ich in meinem Beitrag Nr. 51 andeutete, hatte die in der Oper so hochdramatische Sängerin auch eine 'leichte' Seite. So wirkte sie – noch als Ursula Schröder - beim WDR in Köln an der Einspielung einiger Operetten- und Musical-Medleys mit:


    „Kiss me Kate!“ (Cole Porter): Ursula Schröder-Feinen, Rita Paul, Evi Kent, Norman Bailey, Peter René Körner und Bill Ramsey / Der Botho-Lucas-Chor / Das Orchester Kurt Edelhagen / Das Kölner Rundfunkorchester – Heinz Geese (29. 3. 1966 – ca. 25 Min.) Der später international bekannt gewordene englische Bariton Norman Bailey war damals Ensemble-Mitglied der 'Deutschen Oper am Rhein'!


    „The King and I“ (Richard Rodgers): Ursula Schröder-Feinen, Rita Bartos, Dorothea Chryst, Ernst Schütz und Benno Kusche / Der Kinderchor Käthe Buss-Schmitz / Der Philharmonische Chor der Stadt Bonn / Das Kölner Rundfunkorchester – Heinz Geese (8. 6. 1966 – ca. 25 Min.) Das Lied der Anna Leonowens 'Hello, young lovers' ist als 'Die Zeit der Liebe' auch auf YouTube zu hören.


    „Königin einer Nacht“ (Will Meisel): Ursula Schröder-Feinen, Greetje Kauffeld, Günter Baldauf und Rob Prank / Der Botho-Lucas-Chor / Das Kölner Rundfunkorchester – Heinz Geese (5. 10. 1966 – ca. 18 Min.)


    „Show Boat“ (Jerome Kern): Ursula Schröder-Feinen und Wolfgang Anheisser / Das Kölner Rundfunkorchester – Heinz Geese (7. 10. 1966 – ca. 12 Min.)


    „Melodien von Paul Abraham“: Ursula Schröder-Feinen, Wencke Myhre, Wolfgang Anheisser, Peter René Körner und Vico Torriani / Das Kölner Rundfunkorchester – Curt Cremer und Werner Müller (22. 10. 1967 – ca. 30 Min.)


    Carlo

    Zum Beitrag Nr. 169:


    Hallo, 'greghauser2002' und 'Orfeo'!


    Vielleicht wissen es viele der Jüngeren nicht, aber es gab in den 70er Jahren eine 'Wunschkonzert'-Serie des ZDF mit dem schönen Titel "Musik ist Trumpf" - moderiert von Peter Frankenfeld - mit Ausschnitten u. a. auch aus Opern, wobei bemerkenswert ist, dass die italienischen Opern in eben dieser Sprache aufgenommen wurden. Die Aufnahmen der gezeigten Platte 'EMI' 1C 061-46 248 mit Ausschnitten aus "I pagliacci" und "Cavalleria rusticana" wurden im Auftrag des ZDF 1978 extra für diese TV-Sendung gemacht; auf dem Cover der Schallplattenhülle sind Fotos aus der Fernsehsendung abgebildet.


    "I pagliacci" ('Der Bajazzo') (Ruggero Leoncavallo) (Szenen): Si può? Si può? - Din don, suona vespero - Qual fiamma avea nel guardo... Stridevan lassù, liberamente - E fra quest'ansie - Recitar!... Vesti la giubba - O Colombina, il tenero fido Arlecchin - No! Pagliacco non son! / Nedda - Edda Moser / Canio - Franco Bonisolli / Tonio - Bruno Pola / Beppe - Martin Finke / Silvio - Wolfgang Schöne / Der Opernchor des Nationaltheaters Mannheim / Chorltg.: Jürgen Schulz / Die Pfälzische Philharmonie / Dirigent: Bruno Weil (1978) - gekoppelt mit:

    "Cavalleria rusticana" (Pietro Mascagni) (Szenen): O Lola, ch'ai di latti la cammisa - Il cavallo scalpita - Ineggiamo il Signor - Voi lo sapete, o mamma - Ah! Lo vedi... No, no. Turiddu! - Viva il vino spumeggiante / Santuzza - Eva Randova / Turiddu - Wieslaw Ochman / Alfio - Klaus Hirte / Der Chor der Städtischen Bühnen Dortmund / Die Philharmonia Hungarica / Dirigent: Reinhard Peters (1978) / 'EMI' 1 C 061-46 248 (1 LP, BRD 1981, 30 cm).


    Da wir bei Franco Bonisolli sind - es gab auch die folgende Platte mit drei Ausschnitten aus "La Traviata" (und zusätzlich noch Ausschnitte aus "La Bohème", "Cavalleria rusticana" und "Hoffmanns Erzählungen") aus den TV-Wunschkonzerten des ZDF "Musik ist Trumpf":


    "La Traviata" (Giuseppe Verdi) (Szenen): Libiamo ne' lieti calici - Di provenza il mar - Lunge da lei... De' miei bollenti spiriti / Violetta Valery - Edda Moser / Alfredo Germont - Franco Bonisolli / Giorgio Germont - Klaus Hirte / Der Chor der Kölner Oper / Chorltg.: Hans Wolfgang Schmitz / Die Philharmonia Hungarica / Dirigent: Heinz Wallberg (1976) / "La Bohème" (Giacomo Puccini) (Szenen): Che gelida manina - Mi chiamano Mimi - O soave fanciulla - Quando m'en vo soletta per la via / Mimi - Helen Donath / Musetta . Jeanette Scovotti / Rodolfo - Adolf Dallapozza / Die Philharmonia Hungarica / Dirigent: Reinhard Peters (1976) / "Hoffmanns Erzählungen" (Jacques Offenbach) (Szenen in deutscher Sprache): Schöne Nacht, du Liebesnacht - Leuchte, heller Spiegel mir / Giulietta - Edda Moser / Niklaus - Ilse Gramatzki / Dapertutto - Peter Lagger / Das Bayerische Symphonie-Orchester (Symphonie-Orchester Graunke) / Dirigent: Willy Mattes (1975) - gekoppelt mit drei Ausschnitten aus "Cavalleria rusticana" (siehe oben): O Lola, ch'ai di latti la cammisa - Voi lo sapete, o mamma - Viva il vino spumeggiante (1978) / 'EMI' 1 C 053-32 885 (1 LP, BRD 1979, 30 cm).


    Ich habe beide Platten und kann mich erinnern, dass z. B. Edda Moser in der TV-Sendung mit Ausschnitten aus "La Traviata" auch die Arie der Violetta aus dem 1. Akt sang.


    Carlo


    Als ich meinen Beitrag hier eingetippt habe, waren die Beiträge Nrn. 173 - 175 noch nicht zu sehen. Merkwürdig...

    Liebe Melomanen,


    es ist ja eine Binsenweisheit, dass viele große Opernsänger, wenn man sie nur auf Grund ihrer Tonaufnahmen beurteilt, keinen so einprägsamen Eindruck hinterlassen wie bei einer miterlebten Aufführung im Opernhaus, wo zur Stimme und dem Gesang auch die Darstellung kommt. Solch eine Sängerin war auch Ursula Schröder-Feinen: zu ihrem überwältigend voluminösen, apart timbrierten und sehr jugendlich klingenden Sopran (der mich anfangs immer ein wenig an Régine Crespin erinnert hat, deren gesangliche Raffinesse sie aber nicht besaß), kam noch eine gewinnende Bühnenerscheinung – sie hatte wahrlich keine Heroinenfigur – und eine natürliche und intensive Spielbegabung. Doch wie beschreibt man eine Stimme? Da bekanntlich jedes Ohr anders hört, muss jeder anhand ihrer leider nur sehr wenigen und meistens klanglich eingeschränkten Mitschnitte zu einem eigenen Urteil kommen. Die Faszination der künstlerischen Gesamtpersönlichkeit von Ursula Schröder-Feinen war jedenfalls enorm und sie hat nach ihrem krankheitsbedingten Rückzug von der Opernbühne – sie sang lange mit einer vereiterten Stirnhöhle und litt zunehmend an traumatischen Versagensängsten - in ihrem 'Fach' eine bis heute nicht vollkommen gefüllte Lücke hinterlassen.


    Nachstehend die Opern und Aufführungen, die ich mit Ursula Schröder-Feinen an der 'Deutschen Oper am Rhein' in Düsseldorf sah und hörte:


    „Jenufa“: mit Astrid Varnay, William Holley, Werner Götz - Arnold Quennet (23. 11. 69)


    „Die Walküre“: a) mit Astrid Varnay, Mignon Dunn, Wilhelm Ernest, Theo Adam, Karl Ridderbusch - Günther Wich (15. 11. 70) / b).mit Berit Lindholm, Faith Puleston, Gerd Brenneis, Leif Roar, Peter Meven - Günther Wich (18. 5. 74) / c) mit Gunilla af Malmborg, Gwyn Cornell, Jon Andrew, Leif Ror und Peter Meven - Günther Wich (29. 12. 1974) / d) mit Berit Lindholm, Gwyn Cornell, Karl-Josef Hering, Leif Roar und Peter Meven - Günther Wich (1. 2. 1976)


    „Parsifal“: a) mit Sven Olof Eliasson, Leif Roar, Peter Meven, Peter Brunsmeier und Marius Rintzler - Günther Wich (15. 3. 1970, Premiere) / b) in gleicher Besetzung am 9. 4. 1971 / c) mit Gerd Brenneis, Leif Roar, Peter Meven, Peter Brunsmeier und Malcolm Smith - Arnold Quennet (18. 3. 1972)


    „Fidelio“: a) mit Ingrit Liljeberg, Ernst Kozub, Peter Wimberger, Peter Meven, Wolf Appel und Siegmund Nimsgern - Günther Wich (29. 9. 1971, Premiere - siehe 'Orfeo'-CD) / b) in gleicher Besetzung am 1. 11. 1971 / c) mit Jeannette Zarou, Gerd Brenneis, Peter Wimberger, Malcolm Smith, Heribert Steinbach und Siegmund Nimsgern - Günther Wich (5. 6. 1972)


    „Siegfried“: mit Oralia Dominguez, Jean Cox, Wolf Appel, Theo Adam, Gustav Neidlinger und Peter Meven - Günther Wich (18. 11. 1970)

    „Elektra“: mit Roberta Knie, Astrid Varnay, Siegmund Nimsgern und Wilhelm Ernest - Arnold Quennet (3. 1. 1973 - siehe 'Orfeo'-CD) / später noch zweimal ohne Programmheft


    „Salome“: mit Astrid Varnay, Ilse Köhler, Wilhelm Ernest, Siegmund Nimsgern und William Holley - Peter Schneider (9. 1. 1973 - siehe 'Orfeo'-CD) / später noch zweimal ohne Programmheft


    „Die Frau ohne Schatten“: a) mit Hildegard Behrens, Linda Karén, Matti Kastu und Gerd Feldhoff - Günther Wich (17. 12. 1977) / b) in gleicher Besetzung am 30. 4. 1978


    An der Deutschen Oper am Rhein soll sie auch die 'Senta' im „Fliegenden Holländer“ gesungen haben, was ich leider verpasst habe. Auch in Bayreuth sang sie 1971 in drei Vorstellungen diese Partie; die Rundfunkübertragung bekam aber Gwyneth Jones, die hochschwanger die 'Senta' sang und auch auf dem offiziellen Mitschnitt bei der 'DGG' zu hören ist.


    Zuerst sah und hörte ich Ursula Schröder, wie sie damals noch hieß, 1969 in der Titelrolle von Janáceks „Jenufa“ im Düsseldorfer Opernhaus als Partnerin von Astrid Varnay (in der Rolle der 'Küsterin'). Schon da fiel mir nicht nur ihre sehr persönlich timbrierte und ungewöhnlich großvolumige Stimme auf, sondern auch ihre Art des darstellerischen 'Understatements', mit wenigen Gesten und Blicken glaubwürdig ein Menschenschicksal darzustellen. Als nächstes folgte dann 1970 die 'Sieglinde' (neben der Varnay in ihrer letzten „Walküren“-'Brünnhilde' und dem schon auf die 60 zugehenden und trotzdem großartigen Wilhelm Ernest als 'Siegmund'; Theo Adam gastierte als 'Wotan'.) Hier ging die Sängerin nicht nur darstellerisch aus sich heraus, sondern sie ließ ihrer Stimme - und die hatte ein riesiges Volumen - ungehemmt freien Lauf. Das 'hehrste Wunder' im dritten Akt übertraf sogar noch das der Rysanek und animierte einige Opernbesucher sogar zu zaghaftem Applaus. (Der Schlussbeifall für Schröder-Feinen, Varnay und Adam dauerte gefühlt 20 Minuten.) Die 'Sieglinde' in der Gelsenkirchener „Walküren“-Premiere am 6. 4. 1969 (neben Anna Green, Hedwig Schubert, Helmut Meutsch, Jef Vermeersch und Harald Stamm unter Ljubomir Romansky) hat Frau Schröder-Feinen denn auch als ihren eigentlichen 'Durchbruch' bezeichnet.


    Es folgte die 'Kundry', die Ursula Schröder-Feinen auch 1975 in Bayreuth sang: im 1. Akt, der ja für jede Sängerin schwer darzustellen ist, wirkte sie weder hexenhaft noch getrieben, sondern nur irgendwie 'ferngesteuert'. Viele Interpretinnen spielen im 2. Akt gern die 'Verführerin' im Kontrast zum Akt davor; die Schröder-Feinen verkörperte hier mit sparsamen Gesten die vielen Facetten der Weiblichkeit, ausgehend von einer expressiv gesungenen 'Herzeleide'-Erzählung. Ihr 'Fidelio' versuchte nicht, zu verbergen, dass 'er' eine Frau ist – was sicher dem tradierten Rollenprofil zuwiderläuft – und trotzdem war sie glaubwürdig.


    So war auch ihre 'Salome' – sie debütierte damit am 24. 2. 1970 im 'Musiktheater im Revier' in Gelsenkirchen (neben Hedwig Schubert, Elke Estlinbaum, Willi Kunzmann, Roderick Ristow und Julio Julian – Harald Stamm war der 'Erste Soldat' - Dirigent: Ljubomir Romansky) und Ulrich Schreiber schrieb unter dem Titel „Eine neue Ljuba Welisch?“ in der „Opernwelt“ eine hymnische Kritik - nicht plakaktiv erotisch und lasziv-lockend (dafür hatte die Sängerin nicht die entsprechende 'physique du rôle'), sondern sie war eher wie ein verspielter und kindlich-trotziger Teenager; das Ende wirkte daher umso schockierender. (Zu diesem Rollenkonzept gehörte, dass sie im 'Tanz der sieben Schleier' ihren Körper weitgehend bedeckt hielt.) Ihre 'Elektra' war fast eine Schwester der 'Salome' mit einem ganz eigenen Profil: keine verhärmte Megäre à la Inge Borkh oder ein mitleidsloser Racheengel wie Birgit Nilsson, sondern eine sehr mädchenhaft und fast unschuldig wirkende junge Frau. Dieser Eindruck wurde noch dadurch verstärkt, dass die Sängerin es entgegen der gängigen Praxis vorzog, die Atridentochter mit blonden Haaren zu spielen - in Düsseldorf und Berlin war die Chrysothemis dunkelhaarig - deshalb wirkte sie wie die jüngere Tochter (oder salopp gesagt wie 'Papas Nesthäkchen'), die in der Mutter eine Rivalin um die Liebe des Vaters sieht.


    Die 'Färberin' in „Die Frau ohne Schatten“ war die Rolle, in der ich 'Uschi' (wie ihre Düsseldorfer Fans sie nannten), 1978 zum letzten Mal sah. Diese Partie ist bekanntlich eine der undurchsichtigsten und am schwersten darzustellenden Figuren des 'Frauen-Verstehers' Richard Strauss; das Augenmerk liegt hier gewöhnlich auf der 'Kaiserin' (hier war es Hildegard Behrens) und auf dem 'Barak' (Gerd Feldhoff). Damals haben wir den uneinheitlichen Eindruck ihrer Darstellung und auch der Stimme als Charakterisierung dieser Rolle verstanden, doch in Wahrheit dürfte schon da der Keim zu der kurze Zeit später einsetzenden Stimmkrise vorhanden gewesen sein. Das sehr persönliche Timbre mit dem metallischen Beiklang war noch da, aber die große Stimme wurde fast nur noch 'groß' geführt, es gab kaum noch Zwischentöne, von Hofmannsthals doppelbödigem Text war nicht viel zu verstehen, was immer ein schlechtes Zeichen ist. Kurze Zeit später häuften sich die Absagen...


    Noch eine Binsenweisheit: Wie alle groß dimensionierten 'Naturstimmen' war auch der Sopran Ursula Schröder-Feinens vom den Mikrophon nur schwer 'einzufangen', wurde im Volumen beschnitten. Selbst ein technisch einwandfreier Mitschnitt wie der Bayreuther „Lohengrin“ von 1972 kann den Impakt nicht vermitteln, den die raumgreifende Stimme im Opernhaus hervorrief. Es ist ein Jammer, dass die Schallplattenindustrie erst so spät auf Ursula Schröder-Feinen aufmerksam wurde. Was und wieviel sie aus dem „Lohengrin“ unter Karajan im Dezember 1975 und März 1976 aufnahm, ist nicht bekannt - aber es dürfte nicht gereicht haben, um ihren Beitrag in die erst 5 Jahre später fertiggestellte Gesamtaufnahme zu integrieren. (Alle Szenen mit Beteiligung der 'Ortrud' wurden mit Dunja Vejzovic innerhalb von 2 Tagen im Mai 1981 neu aufgenommen.) Im Dezember 1977 schrieb das englische Magazin 'Opera': „Erich Korngold's opera „Violanta“ has been recorded in Munich by CBS, with Ursula Schröder-Feinen, Ruth Hesse, Siegfried Jerusalem, Horst Laubenthal, Walter Berry, c. Marek Janowski“. (Meines Wissens sollte Ingvar Wixell ursprünglich den 'Simone' singen, den dann Walter Berry übernahm.) Die Aufnahme, die vom Bayerischen Rundfunk am 20. 1. 1980 erstmalig gesendet wurde und später im selben Jahr auf Schallplatten erschien, hat aber Eva Marton in der Titelrolle!. Was war da passiert?


    Privat lebte Ursula Schröder-Feinen mit ihrem Ehemann unauffällig in Düsseldorf; manchmal sah man sie mit ihrem Hund, einem grauen Collie, Spazieren gehen. Sie war stets freundlich, aufgeschlossen, kommunikativ und hatte nicht die Spur einer international gefeierten 'Primadonna' an sich. Ich weiß noch, wie sie nach der Düsseldorfer „Walküre“ im November 1970 den auf ein Autogramm Wartenden glücklich strahlend ihren frisch geheirateten Ehemann Bernd Feinen vorstellte und bereits mit 'Ursula Schröder' mit Kugelschreiber signierte Autogrammkarten verteilte, in unserem Beisein mit Filzschreiber 'Feinen' hinzufügte und augenzwinkernd meinte, so käme sie schneller nach Hause. Wir alle – und das waren nicht wenige – haben sie geliebt und bewundert; das tragische Ende der kurzen Laufbahn dieses Opernsterns konnte man da noch nicht ahnen...


    Hier nun abschließend das Programm des „Münchner Sonntagskonzerts“ im Kongress-Saal des Deutschen Museums am 5. 3. 1972 mit Ursula Schröder-Feinen (1), Hugh Beresford (2), Francisco Lazaro (3) und Gerd Nienstedt (4) unter Kurt Eichhorn (sowie dem Chor des Bayerischen Rundfunks und dem Münchner Rundfunkorchester):


    a) „Fidelio“: Ouvertüre – Gott, welch Dunkel hier... In des Lebens Frühlingstagen (2) – Abscheulicher! Wo eilst du hin? (1) – Ha, welch ein Augenblick! (4, mit Chor)

    b) „Die Walküre“: Der Männer Sippe saß hier im Saal... Winterstürme wichen dem Wonnemond... Du bist der Lenz... Siegmund heiß' ich (1 und 2)

    c) „I pagliacci“: Si può, si può? (4) – Din, don. Suona vespero (Chor) - Recitar!... Vesti la giubba (3) )

    d) „Cavalleria rusticana“: Intermezzo sinfonico - Gli aranci olezzano (Chor) – Oh! Il Signore vi manda, compar Alfio! (1 und 4)

    e) „Manon Lescaut“: Intermezzo 3. Akt)

    f) „Turandot“: In questa reggia (1) – Principessa di morte!... Diecimila anni al nostro Imperatore! (1, 3 und Chor)


    Zeitgenössische Musik hat die Sopranistin wohl wenig gesungen. Auf 'YouTube' findet man einen Uraufführungs-Mittschnitt der 'Elementarphantasie' für Sopran und großes Orchester „Die Flamme“ von Rudolf Mors (1920 – 1988) auf einen Text von Christian Morgenstern, aufgenommen am 26. 3. 1971 mit dem Philharmonischen Orchester der Stadt Bielefeld unter Bernhard Conz.


    Übrigens hatte die Sängerin auch eine 'leichte' Seite (ihr solistisches Debüt nach Jahren als Komparsin und Choristin in Gelsenkirchen hatte sie dort – innerhalb von wenigen Stunden eingesprungen - als 'Christel von der Post' im „Vogelhändler“; ein paar Tage später rettete sie eine Vorstellung als „Aida“): beim WDR sang sie zusammen mit Wolfgang Anheisser Melodien von Richard Rodgers und in der damals sehr beliebten Rateshow des ZDF „Erkennen Sie die Melodie?“ mit Ernst Stankovski war sie am 9. 2. 1974 mit (gekürzten) Arien aus „Turandot“ und „Oberon“ - als 'Rezia' sehr attraktiv in einem Haremskostüm; ich habe das auf Video - zu sehen. (Für die Jüngeren: Das Konzept der Sendung war, dass die Kandidaten aus den Bereichen 'Oper', 'Operette' und 'Musical' eine Melodie - Arie, Duett, Chor usw. - erraten mussten, die aber in einem falschen Kostüm und Bühnenbild zu sehen war. Nachdem man auch die Frage zu dem richtigen, passenden Bühnenwerk beantworten musste, wurde dann das korrekte Musikstück gezeigt.) Derartige Fernseh-Sendungen, so 'hausbacken' sie aus heutiger Sicht auch wirken mögen, trugen damals enorm zur Popularisierung der Gattung 'Oper' bei, während sie heutzutage nach meiner Einschätzung immer mehr in einem elitären 'Elfenbeinturm' verschwindet.


    Carlo


    Ich muss mich berichtigen: in der TV-Produktion des ZDF von Webers „Oberon“ (Beitrag Nr.12) sang wohl Günter Missenhardt den Scherasmin – da bin ich der falschen Information der CD-Firma 'Ponto' aufgesessen. Aber das Orchester waren einwandfrei die Bamberger Symphoniker unter Heinz Wallberg, so steht es auch in seiner Biographie auf Seite 46. (Ich habe diesen „Oberon“, der unter dem Titel „Des Elfenkönigs Schwur“ gesendet wurde, nach einer Stunde ausgeschaltet und den Abspann nicht abgewartet, weil ich wütend war, dass man die Sänger - u. a. René Kollo, Donald Grobe und natürlich Ursula Schröder-Feinen - nicht zeigte und statt dessen Tänzer - darunter den schon mit 28 Jahren verstorbenen Heinz Bosl von der Bayerischen Staatsoper - 'agieren' sah. Diese 'versemmelte' TV-Oper wurde vom ZDF nie wieder gezeigt.)

    Lieber 'Orfeo',


    das wusste ich nicht, danke! Leider scheint der 'Opera-Club.net' nicht mehr zu existieren; die hatten immer interessante Aufnahmen im Katalog (z. B. Überspielungen der Schallplatten des "Metropolitan Opera Record Club" aus den 50er Jahren oder Mitschnitte der Konzerte des "Vrije Zaterdag" aus dem Concertgebouw in Amsterdam.


    Carlo

    Ab 2001 fanden die Konzerte der Reihe „Paradisi gloria“ in der neu erbauten Herz-Jesu-Kirche in München-Neuhausen statt.


    „Münchner Sonntagskonzerte“ 2001


    „Sonntagskonzert“ - „Rigoletto“ (Szenen): Patrizia Ciofi, Vladimir Chernov, Eldar Aliev und Chorsolisten / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Udo Mehrpohl) / Dirigent: Oleg Caetani / 21. 1. 2001 (Unter dem Titel „Rigoletto – Facetten einer Opernfigur“ moderierte Luc Bondy Szenen aus Giuseppe Verdis Oper; im Konzept des Dramaturgen Wolfgang Willaschek spielte der 'Herzog von Mantua' keine Rolle.)


    „Sonntagskonzert“ - „Un ballo in maschera“ (Giuseppe Verdi): Fabio Armiliato (Gustavo, Re di Svezia), Vladimir Chernov (Renato Anckarström), Elizabeth Whitehouse (statt Stephanie Friede) (Amelia), Lidia Tirendi (Ulrica Arvidson), Elena de la Merced (Oscar), Florian Boesch (Silvano), Arutjun Kotchinian (Conte Ribbing), Paolo Battaglia (Conte Horn) und James Anderson (Un giudice / Un servo d'Amelia) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Udo Mehrpohl) / Dirigent: Marcello Viotti / 11. 2. 2001 (Eine semi-konzertante Aufführung in der szenischen Gestaltung von Gerlinde Pelkowski.)


    „Paradisi gloria“: Herbert Lippert und Reinhard Hagen / Solisten des Tölzer Knabenchors: Tom Amir, Christian Fliegner und Ludwig Mittelhammer / Der Tölzer Knabenchor (Ltg.: Gerhard Schmidt-Gaden) / Karl Maureen und Friedemann Winklhofer (Orgel) / („Missa solemnis, KV 337“ von Wolfgang Amadé Mozart: „Messe für Soli, Chor und zehn Bläser“ von Igor Strawinsky; Uraufführung von „Via dolorosa – Passio instrumentalis für vier Orchestergruppen , zwei Orgeln, drei Trompeten und Schlagzeug“ von Wilfried Hiller) / Dirigent: Marcello Viotti / Herz-Jesu-Kirche, 16. 2. 2001 (Zwischen den Konzertteilen trug der Schauspieler und Liedermacher Konstantin Wecker Texte von Gottfried Benn und Rainer Maria Rilke vor.)


    „Sonntagskonzert“: Elena Prokina und Luca Canonici (statt Fabio Sartori) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Michael Gläser) / Julia d'Althann, Micaela Czisch, Johannes Hitzelberger und Klaus Münster (Sprecher) / (Opernmelodien von Gaetano Donizetti und Giuseppe Verdi, eingebettet in die Lesung des Theaterstücks „Peppina – Verdis guter Stern oder Schwarzer Schwanengesang in Sant' Agata“ von Julia d'Althann und Hans Ludwig Hirsch) / Dirigent: Arthur Fagen / 18. 3. 2001 (Sendung am 25. 3. 2001)


    „Paradisi gloria“: Anna Korondi, Jolana Fogasova, Robert Wörle und Thomas Mohr / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Michael Gläser) / Thomas Holtzmann (mit der 'Todesfuge' von Paul Celan und Texten von Romano Guardini) / (Die „Maurerische Trauermusik, KV 477“ und die „Grabmusik, KV 42“ von Wolfgang Amadé Mozart sowie von Krzysztof Penderecki das 'Stabat mater' aus der „Lukaspassion“ und Ausschnitte aus dem „Polnischen Requiem“) / Dirigenten: Michael Gläser und Krzysztof Penderecki / Herz-Jesu-Kirche, 13. 4. 2001


    „Paradisi gloria“: Sibylla Rubens, Ingeborg Danz, Christian Elsner und Michael Volle / Der Tölzer Knabenchor (Ltg.: Gerhard Schmidt-Gaden) / Dietrich Fischer-Dieskau und Johannes Hitzelberger (Sprecher) / (Das „Münchner Kyrie, KV 341“ und die „Vesperae solennes de confessore, KV 339“ von Wolfgang Amadé Mozart sowie die 'Ekklesiastische Aktion' „Ich wandte mich und sah an alles Unrecht, das geschah unter der Sonne“ für Bass-Solo, zwei Sprecher und Orchester von Bernd Alois Zimmermann) / Dirigent: Hartmut Haenchen / Herz-Jesu-Kirche, 4. 5. 2001


    „Paradisi gloria“: Donna Brown, Marianne Rörholm, Christian Elsner und Andreas Schmidt / Der Tölzer Knabenchor (Ltg.: Gerhard Schmidt-Gaden) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Michael Gläser) / (Von Wolfgang Amadé Mozart die „Krönungsmesse, KV 317“ und von Luigi Dallapiccola die „Canti di prigionia“ für Chor und Instrumente) / Dirigent: Marcello Viotti / Herz-Jesu-Kirche, 15. 6. 2001 (Hanna Schygulla las Texte von Ingeborg Bachmann und Wole Soyinka.)


    „Paradisi gloria“: Christian Elsner und Alfred Reiter / Der Tölzer Knabenchor (Ltg.: Gerhard Schmidt-Gaden) / Slovenská filharmónia sbor (Der Slowakische Philharmonische Chor Bratislava) (Ltg.: Jan Rozehnal) / Edgar Krapp (Orgel) / Andrea Eckert (Sprecherin) mit Texten von Christine Lavant, Wolfgang Amadé Mozart u. a. / (Wolfgang Amadé Mozart:„Missa brevis, KV 140“; Erik Satie: „Messe des pauvres“ für Orgel; Zoltán Kodály: „Missa brevis“) / Dirigent: Marcello Viotti / Herz-Jesu-Kirche, 6. 7. 2001


    „Sonderkonzert“: Neil Shicoff / (Opernmelodien von Giuseppe Verdi, Charles Gounod, Jules Massenet u. a.) / Dirigent: Frédéric Chaslin / Prinzregententheater, 20. 7. 2001 (Teilweise enthalten im Programm der CD „Neil Shicoff Live“ von 'Orfeo')


    „Sonderkonzert“: Thomas Hampson / („Old American Songs“ von Aaron Copland, vier Lieder von Kurt Weill nach Gedichten von Walt Whitman und Songs von Leonard Bernstein sowie die 1. Symphonie von Ludwig van Beethoven) / Dirigent: Bobby McFerrin / 24. 7. 2001 (Sendung am 15. 8. 2001)


    „Sonntagskonzert“ - „Norma“ (Vincenzo Bellini): Silvana Dussmann (Norma), Sonia Ganassi (Adalgisa), Zoran Todorovich (Pollione), Denis Sedov (statt Paolo Battaglia) (Oroveso), Francesco Piccoli (Flavio) und Theresa Franke (Clotilde) / Der Chor der Bamberger Symphoniker (Ltg.: Rolf Beck) / Dirigent: Marcello Viotti / 14. 10. 2001 (Eine konzertante Aufführung anlässlich des 200. Geburtstages von Vincenzo Bellini.)


    „Paradisi gloria“: Tatiana Lisnic (statt Ruth Ziesak), Marianne Rörholm, Christian Elsner und Franz-Josef Selig / Der Tölzer Knabenchor (Ltg.: Gerhard Schmidt-Gaden) / Christian Altenburger (Violine) / (Wolfgang Amadé Mozart: Das „Requiem, KV 626“ als Fragment mit der angehängten Motette „Ave verum corpus, KV 618“; die „Piccola musica notturna“ von Luigi Dallapiccola und von Karl Amadeus Hartmann das „Concerto funebre“ für Violine und Streichorchester) / Dirigent: Marcello Viotti / Herz-Jesu-Kirche, 26. 10. 2001 (Sendung am 2. 11. 2001) Heinz Bennent las Texte von Else Lasker-Schüler und Federico Garcia Lorca.


    „Sonntagskonzert“: Miriam Gauci und Sergei Larin / (Opernmelodien von Giuseppe Verdi und Arrigo Boito) / Dirigent: Rico Saccani (statt Daniele Callegari) / 4. 11. 2001 (Das Konzert mit dem Titel „... aber bravo sagen will ich“ beleuchtete zum Schluss des 'Verdi-Jahres 2001' das Verhältnis des Komponisten Verdi zu seinem Librettisten Boito.)


    „Vorhang auf!“ - „Fürwahr...?!“ und „Die Witwe von Ephesus“ (Karl Amadeus Hartmann): a) „Fürwahr...?!“ (Fassung von Hans Werner Henze): Klaus Häger (Der Vater), Konrad Jarnot (Der Sohn), Kurt Streit (Der Schutzmann) und Dagmar Schellenberger (Die Frau) / b) „Die Witwe von Ephesus“: Dagmar Schellenberger (Sie), Kurt Streit (Er), Lorenz Fehenberger (Der Bürgermeister), Hanne Weber (Die Katze) und als die vier Zylinder: Die Singphoniker (Alfons Brandl, Michael Mantaj, Hubert Nettinger und Ludwig Thomas) / Dirigent und Moderator: Marcello Viotti / Prinzregententheater, 25. 11. 2001 (Die konzertante Aufführung von K. A. Hartmanns zwei 'Einaktern' aus seinem Zyklus „Wachsfigurenkabinett“' wurde kombiniert mit der „Florentiner Symphonie“ von Joseph Rheinberger zum 100. Todestag dieses Komponisten.) Marcello Viotti eröffnete unter dem Motto „Vorhang auf!“ eine weitere Konzertreihe, die selten aufgeführte einaktige Opern und wenig bekannte symphonische Werke vorstellen soll.


    „Sonntagskonzert“: Christiane Oelze, Elisabeth von Magnus, Claudia Schneider, Jonas Kaufmann und Sebastian Bluth / Der Windsbacher Knabenchor / (Das „Magnificat“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, das „Oratorio de Noel“ von Camille Saint-Saens und Weihnachtslieder a cappella) / Chorltg. und Dirigent: Karl-Friedrich Beringer / 9. 12. 2001


    Carlo

    Lieber 'udohasso' (Beitrag Nr 3),


    die Geschichte der 'schwierigen Geburt' von Herbert von Karajans „Lohengrin“-Aufnahme dürfte für die Zeitzeugen allgemein bekannt sein.


    Für die Osterfestspiele 1976 plante 'HvK' eine Neuinszenierung (3 Vorstellungen) dieser Oper, natürlich in eigener Regie mit vorheriger Schallplattenaufnahme. Die Aufnahmesitzungen für die 'EMI'-Produktion begannen am 8. 12. 1975 in der Berliner Philharmonie, wurden aber vier Tage später abgebrochen, weil der Dirigent an so starken Bandscheibenschmerzen litt, dass er sich einer sofortigen Operation unterziehen musste. Ende Februar 1976 war Karajan wieder so weit genesen, dass er ein Konzert der Berliner Philharmoniker in Berlin dirigieren konnte und man begann am 3. 3. 1976 mit der Fortsetzung der Aufnahme. Allerdings waren nicht alle Sänger – die für diese neuen, unvorhergesehenen Termine andere Verpflichtungen eingegangen waren – gleichzeitig verfügbar, was zu einigen Schwierigkeiten führte. Da unter diesen Umständen nur einige brauchbare 'Takes' zustande kamen, wurden die Aufnahmen am 8. 3. abgebrochen und auf später verschoben.


    Bei den Bühnenproben im Großen Salzburger Festspielhaus Ende März 1976 kam es erneut zu Spannungen, da sich einige Sänger nicht mit Karajans Regiekonzept einverstanden erklärten und der 'Maestro' sich ihrer Meinung nach mehr um die Beleuchtung als um die musikalische Gestaltung kümmerte. (Um die Sänger zu schonen, arbeitete Herbert von Karajan üblicherweise bei den Bühnenproben mittels Kassetten-Recordern mit der von ihm vorab aufgenommenen Musik. Da es eine solche Aufnahme aber beim Salzburger „Lohengrin“ nicht gab, probten die Sänger mit der Aufnahme dieser Oper unter Rudolf Kempe!) Die Premiere am 10. 4. 1976 - mit internationaler Rundfunkübertragung - ging irgendwie über die Bühne, aber am Tag der zweiten Vorstellung (14. 4.) meldete sich Renè Kollo morgens um 10 Uhr krank und reiste einige Stunden später ab (nicht ohne zu verkünden, dass er mit Herrn von Karajan zukünftig nicht mehr zusammen arbeiten möchte).


    Zwar war der Tenor Karl-Walter Böhm schon vorher als Cover verpflichtet worden, war aber an diesem Tag in Mannheim, um dort die Generalprobe von „Parsifal“ zu singen! Böhm eilte sofort nach Salzburg (Beginn: 16.30 Uhr!) und sang statt Kollo die zweite und dritte Aufführung (17. 4.). Zu der schlechten Stimmung hatte auch beigetragen, dass Siegmund Nimsgern ('Telramund') während der Salzburger Proben in Frankfurt auch den 'Pizarro' im „Fidelio“ probte (und die Premiere sang) und zwischen den drei „Lohengrin“-Vorstellungen in Salzburg zwei Aufführungen der „Matthäus“-Passion in Deutschland absolvierte. Schließlich goss auch noch Karl Ridderbusch Öl ins Feuer, indem er ebenfalls 'HvK' zukünftig die Zusammenarbeit aufkündigte. Da auch die internationale Kritik an dieser „Lohengrin“-Produktion sehr gemischt ausfiel, nahm Karajan von einer im Folgejahr geplanten Wiederaufführung bei den Salzburger Osterfestspielen Abstand. (Die Premieren-Rundfunkübertragung des ORF war beim 'Opera-Club Netherlands' und ist in den USA beim 'Opera Depot' erhältlich. Szenen der 'Ortrud' sind in dem CD-Portrait von Ursula-Schröder-Feinen bei 'Gala' enthalten.)


    Nachdem sich die Wogen wieder längst geglättet hatten, nahm Karajan auf Drängen der 'EMI' dann vom 22. bis 23. 5. 1981 in Berlin einige der im Dezember 1975 bzw. März 1976 noch nicht zuvor eingespielten Teile des „Lohengrin“ auf. Da mittlerweile Ursula Schröder-Feinen nicht mehr sang, mussten alle Szenen mit der Beteiligung der 'Ortrud' mit Dunja Vejzovic neu aufgenommen werden. (Nach meiner Meinung ist die zeitliche Differenz von fünf Jahren vor allem in den Stimmen von René Kollo und Karl Ridderbusch deutlich zu hören.) Schließlich nahm sich Karajan die 'unselige' „Lohengrin“-Produktion noch einmal vor und führte sie im April 1984 zweimal bei den Salzburger Osterfestspielen mit Anna Tomowa-Sintow, Dunja Vejzovic, Peter Hofmann, Siegmund Nimsgern, Kurt Moll und Franz Grundheber auf; ein Mitschnitt dieser Aufführungen existiert m. W. nicht.


    Carlo

    Danke, 'udohasso', für die Eröffnung dieses schon lange fälligen Threads!


    Ich habe diese großartige Sängerin, die auch eine wirklich nette, liebenswerte Person war, an der Deutschen Oper am Rhein mehrfach in den folgenden Rollen (und in dieser Reihenfolge) erlebt: Jenufa, Sieglinde, 'Fidelio'-Leonore, Kundry, Salome, Elektra und Färberin. Ihr viel zu frühes Verstummen auf Grund nervlicher Probleme (und wohl auch stimmlicher Überforderung) hat uns alle damals traurig gemacht und wir hofften, dass sie ihre Schwierigkeiten würde lösen können. Auch ihr weiteres Leben – sie betrieb zusammen mit Ihrem Mann, einem Maskenbildner, zeitweise einen Campingplatz im Siegerland und versuchte nach langer Pause (und erneutem Gesangsunterricht) vergeblich, wieder auf die Bühne zurückzukehren – und ihr plötzlicher Tod 2005 ließ uns fassunglos zurück.


    Bisher nicht genannt wurde der folgende Mitschnitt:


    „Fidelio“ (Beethoven): Don Fernando – Siegmund Nimsgern / Don Pizarro – Peter Wimberger / Florestan – Ernst Kozub / Leonore – Ursula Schröder-Feinen / Rocco – Peter Meven / Marzelline – Ingrit Liljeberg / Jaquino – Wolf Appel / Erster Gefangener – Alfred Backles / Zweiter Gefangener – Constantin Dumitru / Der Chor der Deutschen Oper am Rhein / Chorltg.: Rudolf Staude / Die Düsseldorfer Symphoniker / Dirigent: Günther Wich (Düsseldorf, Opernhaus, 11. 9. 1971). Drei Ausschnitte ('Abscheulicher! Wo eilst du hin?' - 'Er sterbe! Doch er soll erst wissen' – 'O namenlose Freude!) aus diesem Mitschnitt sind auf der 'Orfeo'-CD (Beitrag Nr. 10) zu hören.


    Die komplette Besetzung des römischen „Parsifals“ von 1970 – der übrigens in einer Kirche (Basilica dell'Ara Coeli) aufgenommen wurde - ist wie folgt:


    „Parsifal“ (Wagner): Amfortas – Theo Adam / Titurel – Kurt Moll / Gurnemanz – Franz Crass / Parsifal – Timo Callio / Kundry – Ursula Schröder-Feinen / Klingsor – Gerd Nienstedt / Erster Gralsritter – Hans Wegmann / Zweiter Gralsritter – Rolf Becker / Vier Knappen – Gerlinde Lorenz, Olive Fredericks, Manfred Schmidt und Richard van Vrooman / Blumenmädchen – Gerlinde Lorenz, Barbara Vogel, Olive Fredericks, Ute Vinzing, Carol Malone und Regine Fonseca / Altsolo – Regine Fonseca / Coro e Orchestra di Roma della Radiotelevisione Italiana / Chorltg.: Gianni Lazzari / Dirigent: Wolfgang Sawallisch (Rom, Basilica dell'Ara Coeli, 28. 3. 1970). Die Radiosendung der RAI war am 27. 4. 1970.


    Es gab auch eine 'Fernseh-Oper' mit Ursula Schröder-Feinen - allerdings war sie nur zu hören, da alle Personen durch posierende Tänzer dargestellt wurden:


    "Oberon" (Weber): Oberon - Donald Grobe / Puck - Marga Schiml / Hüon - René Kollo / Scherasmin - Gerhard Misske / Rezia - Ursula Schröder-Feinen / Fatime - Elke Estlinbaum / Meermädchen - Maria de Francesca-Cavazza / Der Erzähler - Hans Putz / Der Chor des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Josef Schmidhuber / Die Bamberger Symphoniker / Dirigent: Heinz Wallberg / Choreographie: Jean Deroc / Ausstattung und Bild-Collagen: Gerd Krauss / TV-Regie: Gerhard Junkers (ZDF, 15. 10. 1972). Die Oper wurde (unter dem Titel "Des Elfenkönigs Schwur") in einer arg zusammengestrichenen 'musikalischen Bearbeitung' von Gerhard Reutter aufgenommen; die Tonspur der Sendung ist (ohne die Zwischentexte des 'Erzählers') bei der niederländischen CD-Firma 'Ponto' erschienen, allerdings gab man dort Rafael Kubelik als Dirigenten am Pult des Symphonie-Orchesters des Bayerischen Rundfunks an.


    Die "Elektra" vom 17. 7. 1977 aus der Bayerischen Staatsoper (unter Karl Böhm) ist in hervorragender Klangtechnik bei der niederländischen 'Bella Voce' zusammen mit Ausschnitten aus dem dritten Akt der "Frau ohne Schatten" (Salzburg, 26. 7. 1975) veröffentlicht worden.


    Carlo

    Hallo, 'Rheingold1876' und 'Nemorino'!


    Bzgl. der Aufnahmedaten des "Freischütz" habe ich jetzt noch einmal genau nachgesehen, da in verschiedenen 'Electrola''- bzw. 'EMI'-Veröffentlichungen dieser Gesamtaufnahme auch verschiedene Aufnahmedaten angegeben werden:


    Die Ariette des Ännchen nahm Erika Köth am 22. 4. 1958 (Portrait 'EMI' CDM 7 63138 2) in Berlin auf (auf ihrem 'Electrola'-Doppelalbum 1 C 147-30 607/08 wird sogar der Februar 1958 genannt). Für die beiden Arien der Agathe mit Elisabeth Grümmer werden auf ihrer 'Dacapo'-Platte der 'Electrola' (1 C 047-28 553) wie auch auf ihrem 'EMI'-Doppelalbum (137 - 29 1210 3) und der Portrait-CD (CDM 7 63137 2) die Daten 23. 4. 1958 und 12. bis 14. 9. 1958 genannt. In der englischen "Freischütz"-Ausgabe (3 LP) von 'HMV' (ASD 319/21) steht als Aufnahmedatum 'Oktober 1958', während die CD-Ausgabe der 'EMI' (CMS 7 69342 2) auch den 23. 4. 1958 und den 12. bis 14. 9. 1958 nennt.


    Ich erinnere mich, dass in einer alten 'fono forum'-Ausgabe mit einer vergleichenden "Freischütz"-Diskographie die Rede von der nach zwei Tagen abgebrochenen Aufnahme im April 1958 und der Wiederaufnahme der Aufnahmesitzungen ein halbes Jahr später, also wohl Oktober 1958, die Rede war. Unzweifelhaft ist aber die Grunewaldkirche in Berlin der Aufnahmeort.


    Carlo

    Lieber 'Rheingold1876',


    diese Platte (25 cm), die 1959 nur monaural veröffentlicht wurde, habe ich auch. (Inhalt: 'Nein, länger trag' ich nicht die Qualen... Durch die Wälder, durch die Auen' - 'Wie nahte mir der Schlummer... Leise, leise, fromme Weise' - 'Schelm, halt fest!' - 'Hier im ird'schen Jammertal' - 'Kommt ein schlanker Bursch gegangen' - 'Und ob die Wolke sie verhülle') Die Ariette des 'Ännchen' mit Erika Köth wurde später in ihren Recitals stets in der Mono-Fassung gepresst, so auch auf der 'EMI'-CD CDM 7 63138 2 von 1989.


    Mit der Aufnahme des "Freischütz" begann man am 22. 4. 1958 in der Berliner Grunewaldkirche; Erika Köth sang das Ännchen. Doch schon einen Tag später wurden die Aufnahmesitzungen (soviel ich weiß, wegen technischer Probleme) abgebrochen. Als sie im Oktober 1958 wieder aufgenommen wurden, stand Erika Köth (wegen anderer Termine oder wegen Krankheit?) nicht zur Verfügung und Lisa Otto - ein herrliches Ännchen! - sprang ein. Ob man im April nur in mono aufgenommen hat und man im Oktober dann für die Stereo-Version die in dem obigen Querschnitt enthaltenen Teile (mit Grümmer, Schock und Kohn) neu aufgenommen hat, weiß ich nicht. Dazu müsste man das Aufnahme-Protokoll vom Oktober 1958 kennen. Vielleicht steht in der Keilberth-Biographie Näheres; wegen 'Corona' komme ich zur Zeit nicht in unsere Stadtbücherei, wo das Buch verfügbar ist.


    Übrigens tut man Elisabeth Grümmer mit der Betonung der - allerdings idealen - Rollenverkörperung der 'Agathe' großes Unrecht. Sie sang noch so viel Anderes und auch das maßstabsetzend. In den 'Giftschränken' der Rundfunkhäuser lagern noch ungehobene Schätze, z. B. "Die Hochzeit des Figaro" in Berlin, Dezember 1955 (mit Rita Streich, Lisa Otto, Irene Dalis, Karl Christian Kohn und Dietrich Fischer-Dieskau / Dirigent: Mathieu Lange; der Süddeutsche Rundfunk Stuttgart brachte einen Mitschnitt am 27. 1. 1956 im Rahmen einer "Berlin-Woche"), "Idomeneo" in Berlin, Januar 1956 (Elisabeth Grümmer als 'Ilia' neben Leonie Rysanek, Ernst Haefliger in der Titelrolle, Helmut Krebs und John Alexander / Dirigent: Artur Rother; ein nie gesendeter Mitschnitt des RIAS Berlin), "Cosi fan tutte" (mit Sieglinde Wagner, Lisa Otto, Ernst Haefliger, Herbert Brauer und Josef Greindl / Dirigent: Artur Rother; ein Mitschnitt des ORTF vom 30. 4. 1956 vom Gastspiel der Städtischen Oper Berlin im Pariser Théâtre Sarah Bernhardt) oder "Don Giovanni" in der Royal Festival Hall in London am 20. 2. 1961 (mit Elisabeth Schwarzkopf, Mirella Freni, Eberhard Waechter, Ernst Haefliger, Giuseppe Taddei, Piero Cappuccilli und Gottlob Frick / Dirigent: Carlo Maria Giulini). Und auf den "Freischütz" aus Edinburgh 1952 als Gastspiel der Hamburgischen Staatsoper (mit Anneliese Rothenberger, Peter Anders, Gottlob Frick, Georg Mund und Theo Herrmann / Dirigent: Joseph Keilberth; der NWDR Hamburg sendete am 27. 8. 1952 einen Mitschnitt der BBC) hofft man wohl auch vergebens!


    Carlo

    Liebe Taminos,



    die Letten sind ein sangesfreudiges Volk und Lettland ist ein Land der Lieder! Cirka 1,2 Millionen Volkslieder, sogenannte 'Dainas', soll es geben, fast so viele wie es Letten gibt. Seit Jahrhunderten schon haben sie ihre wechselvolle Geschichte in kleinen, prägnanten Liedern festgehalten, für die sich auch Johann Gottfried Herder („Stimmen der Völker in Liedern“) während seiner Zeit in Lettland interessierte und ihre schriftliche Fixierung anregte, wofür man ihm 1864 zur hundertsten Wiederkehr seiner Ankunft in Riga ein Denkmal errichtete, das während der Sowjet-Zeit entfernt und 1959 anlässlich des Besuchs einer DDR-Delegation wieder aufgestellt wurde. Unvergessen ist die 'singende Revolution' vom August 1989, als sich durch das Baltikum von Tallinn über Riga nach Vilnius eine über 500 km lange Kette von Menschen bildete, die ihre nationalen Volkslieder sangen, die während der Sowjet-Diktatur verboten waren. (Janis Zabers wurde auch deshalb von seinen Landsleuten so geliebt, weil er in den Zugaben mancher Konzerte eben auch ein paar unverdächtige Volkslieder sang.)


    Durch seinen Studienfreund, den späteren Musikwissenschaftler Arnolds Klotins, lernte Janis Zabers viele der neuzeitlichen Lieder lettischer Komponisten – hauptsächlich von Emils Darzins und Alfreds Kalnins – kennen und sang sie in seinen Konzerten, die man aber nicht mit herkömmlichen Liederabenden vergleichen kann; meistens waren es Auftritte gemeinsam mit Sängerkollegen oder Chören in Schulen, Gemeindesälen und Kultureinrichtungen im Baltikum und in der UdSSR. (Seit 1958 war er auch im jungen lettischen Fernsehen als Lied-Interpret zu sehen, was seinen Bekanntheitsgrad enorm steigerte.)


    Aus der Tradition der 'Dainas' heraus schufen zeitgenössische lettische Komponisten ihre überwiegend kurzen, aber stimmungsvollen Lieder, wobei sie sich als Textgrundlage der reichen Poesieschätze des Landes bedienten. Der bevorzugte Dichter für die Lieder Emils Darzins' war der mit diesem befreundete Janis Poruks; von Darzins stammt übrigens einer der drei 'Millionen-Hits' der Sowjet-Ära (neben Shostakovichs Walzer Nr. 2 und Solovev-Sedois „Moskauer Nächte“): der 'melancholische Walzer'. Alfreds Kalnins komponierte fast 250 Lieder (viele nach Gedichten des lettischen Nationaldichters Janis Rainis), sein Kollege Janis Medins brachte es auf ca. 150 Stück und schuf das erste lettische Ballett „Milas uzvara“ ('Der Triumph der Liebe'). Zu Beginn der 60er Jahre wurde Janis Zabers mit dem Liedschaffen von Arvids Zilinskis vertraut, der ihn auch oft als Pianist öffentlich begleitete; in der Uraufführung der schon 1958 komponierten, aber erst 1965 in Riga uraufgeführten Oper „Zelta zirgs“ ('Das goldene Pferd') von Zilinskis sang Janis Zabers über 50 Mal die Hauptrolle. Die Pianistin und Komponistin Elga Igenberga widmete viele ihrer Lieder dem so tragisch früh verstorbenen Tenor.


    Da, wie bereits gesagt, viele der Lieder sich stilistisch an Volksliedern orientieren, ist kaum ein Unterschied – nach unseren Maßstäben - zwischen E- und U-Musik vorhanden; die Grenzen sind fließend, was eine korrekte Einordnung erschwert. Auch war es mir mit mehreren Internet-Übersetzungsportalen manchmal nicht möglich, die lettischen Lieder-Titel auf deutsch zu nennen. Zunächst gebe ich nachstehend eine Übersicht von Janis Zabers' Aufnahmen aus seinem Repertoire heimischer Lieder:



    „Drei Lieder von Emils Darzins“: Teici to stundu, to bridi (Sag es diese Stunde, diesen Moment) – Aizver actinas un smaidi - Mana laime (Mein Glück) / Vilma Cirule (Klavier) / 'Melodiia' M 10-37097/98 (LP. UdSSR 1975, 30 cm - gekoppelt mit Liedern von Alfreds Kalnins und Janis Medins). Diese Platte wurde mit dem Titel „Latviesu komponistu 20 solo dziesmas“ auch unter dem Label 'Latvian Music' (LP 48) in einer deutschen Pressung in Lettland veröffentlicht, allerdings fehlt ein Lied: „Teici to stundu, to bridi“ von Emils Darzins.



    „Zwölf Lieder von Alfreds Kalnins: Es milu tevi (Ich liebe dich) – Sis briniskigas acis (Diese wunderbaren Augen) – Kad smejies tu (Wenn du lachst) – Leni viena zvaigzne iet (Langsam geht ein einzelner Stern) – Taurenitei (An einen Schmetterling) - Rits (Der Morgen) – Tev smejas acis (Deine Augen lachen) – Ikkatra pukite – Brinos es (Ich wundere mich) – Plaveja diendusa (Das Nickerchn der Schnitter) – Ik vakaru zvaigzne naca (Jede Nacht kam der Stern) – Div' jauni zeni iet un dzied (Die zwei jungen Menschen spazieren und singen) – Maminai (An die Mama) / Hermanis Brauns (Klavier) / 'Melodiia' D 28395/96 (LP, UdSSR 1971, 30 cm) Zehn Lieder komponierte Alfreds Kalnins auf Gedichte von Janis Rainis. Andrievs Niedra schrieb den Text zu 'Brinos es' und der Text zu 'Maminai' stammt von Atis Kenins.


    „Vierzehn Lieder von Alfreds Kalnins“: Tev (Für dich) – Es milu tevi – Sis briniskigas acis – Kad smejies tu – Leni viena zvaigzne iet – Rits – Tev smejas acis – Brinos es – Plaveja diendusa – Maminai – Menesnica (Mondenschein) – Ja es butu (Wenn ich wäre) – Ik vakaru zvaigzne naca – Taurenitis (Der Schmetterling) / Hermanis Brauns und Vilma Cirule (nur das Lied „Brinos es“) (Klavier) / 'Melodiia' M10-37097/98 (LP, UdSSR 1975, 30 cm – gekoppelt mit Liedern von Emils Darzins und Janis Medins). Diese Platte wurde mit dem Titel „Latviesu komponistu 20 solo dziesmas“ auch unter dem Label „'Latvian Music' (LP 48) in einer deutschen Pressung in Lettland veröffentlicht, allerdings fehlt ein Lied: „Teici to stundu, to bridi“ von Emils Darzins.



    „Drei Lieder von Janis Medins“: Ir viens vakars (Es geschah an solch einem Abend) – Glasts (Liebkosung) – Ta ietu (Das würde gehen) / Vilma Cirule (Klavier) / 'Melodiia' D 22005/06 (LP, UdSSR, 30 cm – gekoppelt mit fünf weiteren Liedern des Komponisten, gesungen von Leonarda Daine und Karlis Zarins)


    „Vier Lieder von Janis Medins“: Ir viens vakars – Ta ietu – Maigums un greks – Glasts / Vilma Cirule (Klavier) / 'Melodiia' M 10-37097/98 (LP, UdSSR 1975, 30 cm – gekoppelt mit Liedern von Emils Darzins und Alfreds Kalnins). Diese Platte wurde mit dem Titel „Latviesu komponistu 20 solo dziesmas“ auch unter dem Label 'Latvian Music' (LP 48) in einer deutschen Pressung in Lettland veröffentlicht, allerdings fehlt ein Lied: „Teici to stundu, to bridi“ von Emils Darzins.



    „Zwei Lieder von Janis Ozolins“: Ir pavasaris (Es ist Frühling) - Vasara (Sommer) / Monika Griva (Klavier) / 'Melodiia' D 19949/50 (LP, UdSSR 1968, 25 cm - gekoppelt mit drei Liedern von Arvids Zilinskis mit Janis Zabers; die Platte enthält auch fünf Lieder von Janis Ozolins und drei Lieder von Arvids Zilinskis, gesungen von Laima Andersone)



    „Drei Lieder von Arvids Zilinskis“: Vasara (Sommer) – Maza dziesma (Kleines Lied) – Zeltains maigums (Goldene Zärtlichkeit) / Vilma Cirule (Klavier) / 'Melodiia' D 007153/54 (LP, UdSSR 1962, 25 cm - gekoppelt mit zwei Liedern von Jazeps Vitols, gesungen von Leonarda Daine, und zwei Liedern von P. Litsits, gesungen von Ilga Tiknus)


    „Drei Lieder von Arvids Zilinskis“: Aktiera muzs ( Ein Schauspielerleben) – Jauna kapteina dziesma (Lied des jungen Kapitäns) – Komponistam (An einen Komponisten) / Monika Griva (Klavier) / 'Melodiia' D 19949/50 (LP, UdSSR 1968, 25 cm - gekoppelt mit zwei Liedern von Janis Ozolins mit Janis Zabers; die Platte enthält auch drei Lieder Zilinskis' und fünf Lieder von Janis Ozolins, gesungen von Laima Andersone)


    „Lieder für Kinder von Arvids Zilinskis“ ('Dziesmas berniem'): Laba slava sniedzinam (Das Geben hat einen guten Ruf) – Krusa un saule (Hagel und Sonne) – Svetki ledus pili – Negaisa (Sturm) – Ziemas miegs (Winterschlaf) – Taurenitis (Der Schmetterling) – Labu nakti! (Gute Nacht!) / Arvids Zilinskis (Klavier) / 'Melodiia' M32-35631/32 (EP, UdSSR 1974, 17 cm). Die Texte der ersten sechs Lieder stammen von Dzidra Rinkule-Zemzare, den Text des siebten Liedes schrieb Alfreds Kruklis.


    „Vier Duette von Arvids Zilinskis“ ('Vokals duets'): Lenina iela Janvara sarma (Die Lenin-Straße im Januar) - Kur planivu jura - Dzivibas krasa (Die Farbe des Lebens) - Pie gaujas / Janis Zabers (Tenor) und Maigurs Andermanis (Bariton) / Vilma Cirule (Klavier) / 'Melodiia' D 00035039/40 (EP, UdSSR 1974, 17 cm)


    Recitals:


    „Latviesu komponistu solo dziesmas 2“* ('Sologesänge lettischer Komponisten Nr. 2')


    „Acht Lieder von Arvids Zilinskis (1905-1993)“: Aktiera muzs (Ein Schauspielerleben) – Komponistam (An einen Komponisten) – Jauna kapteina dziesma (Lied des jungen Kapitäns) – Dziesmina – Zeltainais maigums (Goldene Zärtlichkeit) – Zem zvaigznem (Unter den Sternen) - Cirulu dziesmas – Vasara (Sommer) /

    „Lied von Lucija Garuta (1902-1977): Kaija briniska /

    „Vier Lieder von Janis Ozolins (1908-1993)“: Padomju dzimtene darga (Teure sowjetische Heimat) – Cimdu paris (Ein Paar Handschuhe) – Ir pavasaris (Es ist Frühling) – Vasara (Sommer) /

    „Drei Lieder von Elga Igenberga (1921-2003)“: Tev, jaunatne (Für dich, Jugend) – Zvejnieku dziesma (Fischerlied) – Matei (An die Mutter) /


    Janis Zabers (Tenor) / Klavier: Vilma Cirule (4-8, 11, 15-16), Lucija Garuta (9), Monika Griva (1-3, 12-13), Elga Igenberga (14) und M. Saiva (10) /

    'Melodiia' M10-37099/100 (LP, UdSSR 1975, 30 cm) *Die 1. Schallplatte „Latviesu komponistu solo dziesmas“ ('Melodiia' M10-37097/98) enthält Lieder von Emils Darzins, Alfreds Kalnins und Arvids Zilinskis – Einzelheiten siehe oben bei den weiteren Schallplatten der drei Komponisten.



    „Latviesu Kamermuzika“ ('Lettische Kammermusik'):


    Drei Lieder von Emils Darzins (1875-1910): Teici to stundu, to bridi (Sag es diese Stunde, diesen Moment) – Aizver actinas un smaidi – Mana laime (Mein Glück) /

    Sechzehn Lieder von Alfreds Kalnins (1879-1951): Tev (Für dich) – Es milu tevi (Ich liebe dich) – Sis briniskigas acis (Diese wunderbaren Augen) – Kad smejies tu (Wenn du lachst) – Leni viena zvaigzne iet (Langsam geht ein einzelner Stern) – Taurenitis (Der Schmetterling) – Rits (Der Morgen) – Tev smejas acis (Deine Augen lachen) – Div' jauni zeni iet un dzied (Die zwei jungen Menschen spazieren und singen) – Ja es butu (Wenn ich wäre) - Ikkatra pukite – Ik vakaru zvaigzne naca (Jede Nacht kam der Stern) – Maminai (An die Mama) – Menesnica (Mondenschein) – Plaveja diendusa (Das Nickerchen der Schnitter) – Brinos es (Ich bin verwundert) /

    Vier Lieder von Janis Medins (1890-1966): Ir viens vakars (Es geschah an solch einem Abend) – Glasts (Liebkosung) – Ta ietu (Das würde gehen) – Maigums un greks /

    Sieben Lieder von Arvids Zilinskis (1905-1993): Maza dziesma (Kleines Lied) – Zem zvaigznem (Unter den Sternen) – Cirulu dziesmas – Vasara (Sommer) – Zeltains maigums (Goldene Zärtlichkeit) – Aktiera muzs (Schauspielerleben) – Komponistam (An einen Komponisten) /

    Lied von Elga Igenberga (1921-2003): Matei (An die Mutter) /

    Lied von Margeris Zarins (1910-1993): Ir mana mila rozes zieds (Meine Liebe ist wie eine Rosenblüte) /


    Janis Zabers (Tenor) / Klavier: Hermanis Brauns (4-18), Vilma Cirule (1-3, 19-29, 31) und Monika Griva (30) / Koris 'Tevzeme' – Ltg.: Haralds Mednis (32) / ''Upett' CD 061 (CD 1, Latvija 2011)



    In der folgenden Woche nenne ich Aufnahmen aus dem internationalen Lied-Repertoire von Janis Zabers und einige Titel der 'Unterhaltungsmusik'.


    Carlo


    Eine Bitte an die Moderation: im Thread "Berühmte Stimmen" fehlt noch


    'Karlis Zarins - Tenor aus Lettland'


    (gestartet am 6. 7. 2019 von 'Caruso41' mit 12 folgenden Beiträgen, incl. Ermonela Jaho).

    Hallo!


    Im Thread „Die beliebtesten Verdi-Tenöre“ schrieb ich am 20. 1. 2020 (es ging um Giuseppe Di Stefano): Der US-Ausgabe (2 LPs) der 'RCA'-Kassette „A Portrait of Manon“ lag eine EP bei, die aus Massenets Einakter „Le portrait de Manon“ von 1894 zwei Stücke enthielt: die Arie des (gealterten) Des Grieux 'L'amour, toujours l'amour maudit... Voilà ton image chérie' (mit dem Bariton Robert Kerns) und das Chanson der Aurore 'Au jardin Colin s'envint un matin... On se serait assis sur le gazon' (mit Anna Moffo). In beiden Aufnahmen dirigiert René Leibowitz das Orchester der RCA Italiana. In der Veröffentlichung der deutschen 'Teldec' fehlte diese kleine Platte, zumal im Beiheft der 'RCA' mit keinem Wort auf Massenets zweite „Manon“-Oper und auf diese 'Beilage' hingewiesen wurde – und auch in der CD-Version von 'Testament' sind die beiden Arien nicht enthalten!


    Von Aubers „Manon Lescaut“ (mit Mady Mesplé) habe ich die LP-Ausgabe von 'La voix de son maitre'; das Beiheft enthält das Libretto nur im französischen Original mit englischer Übersetzung. (Die Manon hat übrigens fünf verschiedene Arien zu singen, wovon der 'Eclat de rire' die bekannteste ist.) Auf CD gibt es ferner noch den Mitschnitt vom September 1990 aus der Pariser Opéra Comique mit Elisabeth Vidal (Manon Lescaut), Alain Gabriel (Chevalier Des Grieux), André Cognet (Lescaut, Manons Cousin), René Massis (Marquis d'Herigny), Brigitte Lafon (Marguerite, Manons Freundin), Alexandre Laiter (Gervais, Marguerites Verlobter), Gilles Dubernet (Renaud / Ein Sergeant), Dominique Longuet (Durozeau, Polizeioffizier), Marie Thérèse Orain (Mme. Bancelin, Wirtin), Catherine Estourelle (Zabi, Manons Zofe) / Choeurs du Théâtre Francais de la Musique / L'Orchestre Regional de Picardie 'Le Sinfonietta' / Dirigent: Patrick Fournillier (Die Besetzung der Aufnahme ist identisch mit der Inszenierung dieser Oper durch Pierre Jourdans 'Théâtre Francais de la Musique' im Théâtre Imperial in Compiègne - siehe Beitrag Nr. 89 - die leider durch einige merkwürdige Regieeinfälle, wie z. B. ständig lebensgroße Puppen auf der Bühne, beeinträchtigt wird. Der Striptease von Elisabeth Vidal - die sängerisch Mady Mesplé 'überholt' - kann sich allerdings sehen lassen.)


    Henzes "Boulevard Solitude" wurde bereits im September 1953 vom Hessischen Rundfunk in Frankfurt aufgenommen mit Elfride Trötschel (Manon), Josef Traxel (Armand Des Grieux, ein Student), Kurt Gester (Lescaut, Manons Bruder), Rudolf Gonszar (Francis, Armands Freund / Lilaque fils), Walter Jenckel (Lilaque père, ein reicher Kavalier) / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks / Dirigent: Kurt Schröder (Auf CD erschienen im 'Hamburger Archiv für Gesangskunst' und bei 'Cantus Classics'). Aus Lausanne stammt ein Mitschnitt vom November 1987 mit Elena Vassilieva (Manon), Jerome Pruett (Armand), Carl Johan Falkman (Lescaut), Jean-Marc Salzmann (Francis), Bruce Brewer (Lilaque père) und Daniel Ottewaere (Lilaque fils) / Choeurs d'Enfants d'Epalinges / Choeurs du Théâtre Musical des Lausanne / L'Orchestre de Recontres Musicales / Dirigent: Ivan Anguelov (erschienen bei der Schweizer CD-Firma 'Cascavelle').


    Im März 1974 hatte am Royal Opera House Covent Garden das Ballett „Manon“ in der Choreographie von Kenneth MacMillan Premiere, für das Leighton Lucas und Hilda Gaunt die Musik aus verschiedenen Werken von Jules Massenet – aber nicht aus seiner Oper „Manon“ - zusammen stellten. (Richard Bonynge dirigierte 1987 eine Gesamtaufnahme mit dem Orchester des Royal Oper House Covent Garden für die 'Decca'.)


    Und – last but not least – gibt es noch die Operette "Manon, fille galante" von Reynaldo Hahn (Uraufführung: Paris, 22. 10. 1924)!


    Carlo

    Im 'Heiligen Jahr 2000' begann der damalige Chef-Dirigent des Münchner Rundfunkorchesters, Marcello Viotti, in Zusammenarbeit mit der Künstlerseelsorge der Erzdiözese München und Freising eine neue Konzertreihe - "Paradisi gloria" - mit zeitgenössischer geistlicher Musik, zu der Schauspieler Texte von Autoren des 20. Jahrhunderts rezitierten.


    "Münchner Sonntagskonzerte" 2000


    „Sonderkonzert“ - „De temporum fine comoedia“ (Carl Orff): Martha Mödl (Sprecherin) und Finalisten des Carl-Orff-Gesangswettbewerbs / Die Augsburger Domsingknaben / Die Singphoniker / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Udo Mehrpohl) / Der Sprechchor der Bayerischen Theater-Akademie / Dirigentin: Alicja Mounk / Prinzregententheater München, 14. und 17. 1. sowie 6. 2. 2000


    „Sonntagskonzert“: Catherine Malfitano / Solisten des Chors des Bayerischen Rundfunks / (Ausschnitte aus „Fidelio“ von Ludwig van Beethoven, „Macbeth“ von Giuseppe Verdi und „Salome“ von Richard Strauss; Ouvertüren von Beethoven und Verdi) / Dirigent: Dennis Russell Davies / 16. 1. 2000


    „Paradisi gloria“: Christine Buffle (statt Elisabeth Magnusson), Iris Vermillion, Daniel Galvez-Vallejo, Philippe Rouillon und Christophe Fel / Hans Korte (Sprecher) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Michael Gläser) / (Uraufführung der symphonischen Kantate für Mezzosopran, Chor und Orchester „...cerco un paese innocente“ von Wilfrid Maria Danner auf einen Text von Giuseppe Ungaretti; Oratorium „In terra pax“ von Frank Martin) / Dirigent: Marcello Viotti / Pfarrkirche St. Gabriel München-Haidhausen, 4. 2. 2000


    „Sonntagskonzert“: Eva Mei und Bruno Praticò / (Arien, Duette und Ouvertüren aus Opern von Gioachino Rossini) / Dirigent: Marcello Viottii / 13. 2. 2000 (Die Gesangsnummern des Programms wurden vom 9. bis 13. 2. 2000 für 'RCA' in der Philharmonie am Gasteig aufgenommen.)


    „Sonntagskonzert“ - „Hoffnungs Erzählungen“: Solisten und Chor der Kentish Opera Group in Sevenoaks (Großbritannien) (Künstlerische Leitung: Annetta Hoffnung) / (Ein Abend mit Werken aus den 'Hoffnung Music Festival Concerts', darunter „Let's Fake an Opera“ und „Horrortorio“) / Dirigent: Mark Fitz-Gerald / 5. 3. 2000. In den letzten Jahren haben erfreulicherweise hierzulande immer mehr Orchester und Dirigenten die köstlichen Parodien und Verballhornungen klassischer Musik durch den aus Deutschland stammenden Briten Gerard Hoffnung – ein musikalischer Laie, der aber öffentlich als Okarina- und Tuba-Spieler auftrat - entdeckt. Er wurde zunächst als Cartoonist für die Illustrierte „Punch“ bekannt und initiierte 1956 und 1958 in London zwei Konzerte, für die Komponisten wie Malcolm Arnold ('A Grand Grand Overture'), der ebenfalls deutschstämmige Franz Reizenstein ('Concerto Popolare – A Piano Concerto to end all Piano Concertos') oder Humphrey Searle, aber auch Leopold Mozart ('Konzert für Gartenschlauch und Streichorchester' mit Dennis Brain!) und Ludwig van Beethoven ('Leonoren-Ouvertüre Nr. 4') Werke beisteuerten. Die Konzerte in der 3000 Sitze fassenden Royal Festival Hall waren jeweils innerhalb von zwei Stunden ausverkauft und nach Hoffnungs frühem Tod 1959 (mit 34 Jahren) fand noch ein drittes Konzert 1961 statt. Im zweiten Konzert gab es einen haarsträubenden Opern-'Verschnitt' („Let's Fake an Opera or The Tales of Hoffnung“) von Franz Reizenstein, in dem Azucena, Otello, Brünnhilde, Manrico, Escamillo, Melisande, Beckmesser, Salome, Fidelio_Leonore, Don Giovanni, Nadir, der „Meistersinger“-Nachtwächter und ein Chor wild durcheinander singen (wobei damals durchaus bekannte Sänger wie Edith Coates, Gloria Lane, Owen Brannigan, Edgar Evans, Peter Glossop, Otakar Kraus und Ian Wallace mitwirkten). 1961 folgte eine Oratorium-Parodie „Horrortorio“ von Joseph Horowitz - Zitate von Bach und Händel - mit Personen wie Edgar Allan Poe, Graf Dracula, Draculas Tochter, die verwitwete Baroness Frankenstein und ihr Sohn. (Die britische 'Columbia' schnitt alle drei Konzerte mit; die ich in einer LP-Kassette habe.) Annetta Hoffnung war die Witwe Gerard Hoffnungs.


    „Paradisi gloria“: Georgina von Benza, Violeta Urmana und Fabio Previati / Sunnyi Melles (Sprecherin) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg. Gustaf Sjökvist) / („Stabat mater“-Kompositionen von Francis Poulenc und Karol Szymanowski) / Dirigent: Marcello Viotti / Pfarrkirche St. Gabriel München-Haidhausen, 17. 3. 2000


    „Sonderkonzert“ - „There's no Business...“: Patricia Nessy und die Musical-Sänger Eileen Hunter, Kelli James Chase, Yngve Gasoy-Romdal, David Michael Johnson und Kenneth Nichols / (Operetten- und Musical-Melodien von Franz Lehár, Robert Stolz, Imre Kálmán, Irving Berlin, Cole Porter, George Gershwin, Leonard Bernstein, Stephen Sondheim, Andrew Lloyd Webber u. a. ) / Dirigenten: Sylvester Levay und Charles Prince / 2. 4. 2000


    „Sonderkonzert“ - „Die Dreigroschenoper“ (Kurt Weill): Günter Neumann (statt Robert Gambill) (Macheath), Franz-Josef Kapellmann (Mr. Peachum), Marita Knobel (Mrs. Peachum), Angela Denoke (Polly), Martin Gantner (Brown), Olga Schalaewa (Lucy), Ann Murray (Spelunkenjenny), Oliver Trautwein (Filch) u. a. / Der Chor des Bayerischen Rundfunks / Dirigent: Vladimir Jurowski / Herkulessaal der Münchner Residenz, 21. 5. 2000 (Eine konzertante Aufführung zum 100. Geburtstag des Komponisten.)


    „Sonderkonzert“: Angela Denoke und Bo Skovhus / (Szenen aus „Evgeni Onegin“ von Piotr Ilich Chaikovskii, die „Wesendonck-Lieder“ von Richard Wagner und die „Jedermann-Monologe“ von Frank Martin) / Dirigent: Marcello Viotti / Regentenbau Bad Kissingen, 2. 7. 2000 (Sendung am 19. 8. 2000)


    „Paradisi gloria“: Ivan Kusnjer / Romuald Pekny (Sprecher) / The Hilliard Ensemble / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Udo Mehrpohl) (Die „Feldmesse“ von Bohuslav Martinu und die „Litany“ von Arvo Pärt) / Dirigent: Marcello Viotti / Pfarrkirche St. Gabriel München-Haidhausen / 8. 7. 2000


    „Sonntagskonzert“: Renato Bruson (mit Irène Theorin, Zoran Todorovich, Martin Gantner, Jan Zinkler und Duccio Dal Monte) / (Szenen und Arien aus den Verdi-Opern „Macbeth“, „I due Foscari“, „Simon Boccanegra“ und „Ernani“) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Gustaf Sjökvist) / Dirigent: Marcello Viotti / 8. 10. 2000


    „Paradisi gloria“: Angela Maria Blasi, Lioba Braun und László Polgár / Jens Harzer (Sprecher) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks / (Das „Lacrimosa“ für Sopran, Chor und Orchester von Witold Lutoslawski; die „Requiem Canticles“ für Alt, Bass, Chor und Orchester von Igor Strawinsky; die Symphonie Nr. 1. „Jeremiah“ mit Altsolo von Leonard Bernstein) / Chorltg. und Dirigent: Gustaf Sjökvist / Pfarrkirche St. Gabriel München-Haidhausen, 13. 10. 2000 (Das Konzert war Leonard Bernstein zu seinem 10. Todestag gewidmet.)


    „Sonderkonzert“: Samuel Ramey / (Opernmelodien von Giacomo Meyerbeer, Hector Berlioz, Jacques Offenbach, Charles Gounod, Arrigo Boito und Igor Stravinsky) / Dirigent: Julius Rudel / 22. 10. 2000 (Das Arien-Programm dieses Konzerts – zzgl. des 'Mephisto-Walzers' von Franz Liszt – wurde vom 21. bis 23. 10. 2000 in der Münchner Philharmonie für die CD „A Date with the Devil“ von der Firma 'Naxos' aufgenommen.)


    „Sonntagskonzert“ - „Die Meistersinger von Nürnberg“ (Richard Wagner) (Ausschnitte): Tina Kiberg (statt Emily Magee), Michelle Breedt, Stig Fogh Andersen, Herbert Lippert, Bernd Weikl und Chorsolisten / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Chorltg.: Udo Mehrpohl) / Dirigent: Jesús López Cobos / 5. 11. 2000


    „Sonderkonzert“: Gwendolyn Bradley / (Musik von Wolfgang Amadé Mozart, Sergei Prokofiev, George Gershwin und Leonard Bernstein) / Dirigent: Wayne Marshall / Regentenbau Bad Kissingen, 1. 12. 2000


    „Paradisi gloria“: Silvia Colombini (statt Brigitte Poschner), Brigitte Balleys, René Velazquez-Díaz und Francois Le Roux (und ein Knabensopran) / Doris Schade (Sprecherin) / Der Tölzer Knabenchor (Ltg.: Gerhard Schmidt-Gaden) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Pascal Mayer) / („Lauda per la natività del Signore“ von Ottorino Respighi und „Une cantate de Noel“ von Arthur Honegger) / Dirigent: Marcello Viotti / Pfarrkirche St. Gabriel München-Haidhausen, 8. 12. 2000


    „Sonntagskonzert“: Gisèle Blanchard, Heidi Brunner, Regina Schörg, Suzanne Chappuis, Haida Housseini, Bernard Imbert und Guy Flechter / Örs Kisfaludy (Sprecher) / Die 'Maitrise de Saint-Pierre-aux-Liens', Frankreich (Ltg.: Pascal Mayer) / („Les enfants à Bethléem“ für 2 Soprane, 2 Altstimmen, Tenor, Bariton, Erzähler, Kinderchor und Orchester von Gabriel Pierné; „Dona nobis pacem“ für Sopran, Bariton, Chor und Orchester von Ralph Vaughan Williams) / Dirigent: Marcello Viotti / 17. 12. 2000


    Carlo

    Liebe Taminos,


    heute vor 100 Jahren wurde Mario Lanza geboren!


    Christoph Wagner-Trenkwitz hat in der ORF-Hörfunkreihe "Anklang" am 26. 1. 2021 unter dem Titel 'Tenorstar abseits der Bühne' ein akustisches Portrait des Sängers gebracht, das man noch bis Dienstag nachhören kann.


    Carlo

    Liebe Taminos,


    in den elf Jahren seiner Zugehörigkeit zum Opernhaus der Lettischen Hauptstadt Riga hat Janis Zabers nur wenige Schallplattenaufnahmen machen können; kein Vergleich mit dem reichen diskographischen Erbe, das Fritz Wunderlich für den gleichen Zeitraum hinterlassen hat. Natürlich spielte die politische Situation jener Jahre eine große Rolle, einmal weil die zentral aus Moskau gesteuerten Kultur-Verantwortlichen der Sowjet-Union (vor allem die allgewaltige Ministerin Ekaterina Furtseva) die russischen Künstler eindeutig bevorzugten und weil es keine eigenständige Schallplattenfirma - wie z. B. den VEB Deutsche Schallplatten in der DDR - gab.


    Im lettischen Rundfunk sind zwar einige Opernvorstellungen aus Riga („La Bohème“, „La Traviata“, „Cavalleria rusticana“ und „Khovanshchina“) mit Janis Zabers übertragen worden, aber bisher wurde nur der Mitschnitt der Oper „Zelta zirgs“ (siehe Beitrag Nr. 1) in den USA bei 'Premiere Opera' veröffentlicht. Von seinen übrigen Opern- und Operettenaufnahmen konnte ich lediglich 23 Einzeltitel feststellen, die in verschiedenen Zusammenstellungen auf den ganz unten genannten Schallplatten und CDs zu finden sind.


    Die beiden begleitenden Orchester der Einzeltitel sind:


    1 = LPSR Operas un baleta teatra orkestris - heute: Latvijas Nacionalas operas orkestris (Das Orchester des Opern- und Ballett-Theaters der Lettischen Sowjetischen Sozialistischen Republik - heute: Das Orchester der Lettischen Nationaloper)


    2= LPSR Valsts radio un televizijas simfoniskais orkestris – heute: Latvijas Radio un TV simfoniskais orkestris (Das Symphonie-Orchester des Staatlichen Rundfunks und Fernsehens der Lettischen Sowjetischen Sozialistischen Republik – heute: Das Symphonie-Orchester des Lettischen Rundfunks und Fernsehens)


    „Kniaz Igor“ ('Fürst Igor') (Aleksandr Borodin): Rezitativ und Kavatine des Vladimir Igorevich 'Medlenno den ugasal... Akh! Gde ti, gde?' ' (Langsam sinkt die Nacht herab... Oh, wo weilst du, wo?) / 2 / Edgars Tons (1963) (Nr. 1)


    „Pikovaia dama“ ('Pique Dame') (Piotr Ilich Chaikovskii): Arioso des Hermann, 1. Akt, 1. Szene 'Ia imeni eo ne znaiu' (In wen? Das kann ich dir nicht sagen) / 1 / Rihards Glazups (1967) (Nr. 2)


    dto.: Arie des Hermann, 1. Akt, 2. Szene 'Prosti, nebesnoe sozdane' (Verzeihe mir, du himmlisch' Wesen) / 1 / Rihards Glazups (1967) (Nr. 3)


    dto.: Arioso des Hermann, 3. Akt 'Chto nazha shizn? Igra!' (Was ist unser Leben? Ein Spiel!) / 1 / Rihards Glazups (1967) (Nr. 4)


    „L'elisir d'amore“ ('Der Liebestrank') (Gaetano Donizetti): Arie des Nemorino 'Quanto è bella, quanto è cara' (Welche Huld und welche Reize) / Jazeps Lindbergs (Klavier) (1964, live) (Janis Zabers singt allerdings 'Quanto è cara, quanto è bella'.) (Nr. 5)


    "Fedora“ (Umberto Giordano): Arie des Loris „Amor ti vieta di non mi amar“ (Lieb' verbietet, Lieb' zu verbieten) / Hermanis Brauns (Klavier) (1970, live) (Nr. 6)


    "Faust“ (Charles Gounod): Kavatine des Faust 'Quel trouble inconnu me pénètre?... Salut, demeure chaste et pure' (Welch unbekannter Zauber rührt mich an?... Gegrüßt sei mir, o heil'ge Stätte) / 1 / Rihards Glazups (1960 lettisch gesungen) (Nr. 7)


    „Cavalleria rusticana“ (Pietro Mascagni): Duett Santuzza-Turiddu 'Tu qui, Santuzza?' (Du hier, Santuzza?) mit Regina Frinberga / 1 / Jazeps Lindbergs (1967) (Nr. 08)


    dto.: Turiddus Abschied von der Mutter 'Mamma, quel vino è generoso' (Mutter, der Rote war allzu feurig) / 2 / Edgars Tons (1965) (Nr. 9)


    „Les cloches de Corneville“ ('Die Glocken von Corneville') (Robert Planquette): Walzer-Rondo des Jean, 1. Akt 'J'ai fait trois fois le tour du monde' (Ich bin dreimal um die Welt gereist) / Teodora Veja koncertansamblis (Konzertorchester Teodor Vejs) / Teodor Vejs (1962, lettisch gesungen) (Nr. 10)


    „La Bohème“ (Giacomo Puccini); Arie des Rodolfo 'Che gelida manina' (Wie eiskalt ist dies Händchen) / 1 / Edgars Tons (1963) (Nr. 11)


    "Tosca“ (Giacomo Puccini): Arie des Mario Cavaradossi, 1. Akt 'Recondita armonia' (Wie sich die Bilder gleichen) / 1 / Leonids Vigners (1962, lettisch gesungen) (Nr. 12)


    dto.: Arie des Mario Cavaradossi, 3. Akt 'E lucevan le stelle' (Und es blitzten die Sterne) / 1 / Rihards Glazups (1965) (Nr. 13)


    „La fanciulla del west“ ('Das Mädchen aus dem goldenen Westen') (Giacomo Puccini): Arie des Dick Johnson, 3. Akt 'Ch'ella mi creda libero e lontano' (Lasset sie glauben, dass ich in die Welt zog) / 2 / Leonids Vigners (1963, lettisch gesungen) (Nr.14)


    "Turandot“ (Giacomo Puccini): Arie des Kalaf, 3. Akt 'Nessun dorma!' (Keiner schlafe!) / 1 / Jazeps Lindbergs (1961) (Nr. 15)


    „Rigoletto“ (Giuseppe Verdi): Rezitativ und Arie des Herzogs von Mantua, 3. Akt 'Ella mi fu rapita!... Parmi veder le lagrime' (Sie wurde mir entrissen!... Ich seh' die heißen Zähren dort) / 1 / Rihards Glazups (1966) (Nr. 16)


    „Il trovatore“ ('Der Troubadour') (Giuseppe Verdi): Duett Azucena-Manrico, 2. Akt 'Non son tuo figlio?... Mal reggendo all'aspro assalto' (Ich bin dein Sohn nicht?... Den ungestümen Ausfall schlecht pariert) mit Laima Andersone / 1 / Rihards Glazups (1966) (Nr. 17)


    dto.: Duett Azucena-Manrico, 4. Akt 'Madre, non dormi?... Ai nostri monti ritorneremo' (Mutter, schläfst du nicht?... In uns're Heimat kehren wir wieder) mit Laima Andersone / 1 / Rihards Glazups (1966) (Nr. 18)


    „La Traviata“ (Giuseppe Verdi): Arie des Alfredo Germont 'Lunge da lei... De' miei bollenti spiriti' (Fern von ihr... Ach, ihres Auges Zauberblick) / 1 / Rihards Glazups (1966) (Nr. 19)


    „Zelta zirgs“ ('Das goldene Pferd') (Arvids Zilinskis): Arie des Antins, 2. Akt 'Sirds ka uguns augsa cela' / 2 / Edgars Tons (1965) (Nr. 20)


    dto.: Duett Saulcerite-Antins mit Vera Davidone / LPSR Valsts radio un televizija koris (Der Chor des Staatlichen Rundfunks und Fernsehens der LPSR) / 2 / Edgars Tons (1965) (Nr. 21)


    „Dzintarkrasta puisi“ ('Die Burschen von der Bernstein-Küste') (Arvids Zilinskis): Lied des Arnis, 2. Akt 'Menes, sonakt neaizmiedz' (Mond, schlafe heut' nicht) LPSR Valsts Radio kamerorkestris / Jazeps Lindbergs (1970) (Nr. 22)


    „Kad Adams atvalinajuma“ ('Wenn Adam auf Reisen geht') (Nikolajs Zolotonos): Lied des Janis / Teodora Veja koncertansamblis (Konzertorchester Teodor Vejs) / Teodor Vejs (1959) (Nr. 23)


    Die Arien erschienen auf folgenden Tonträgern:


    „Il trovatore“ (Giuseppe Verdi): 17 und 18 / 'Melodiia' D 030587/88 (EP, UdSSR, 17 cm)


    „Cavalleria rusticana“ (Pietro Mascagni): 8 / 'Melodiia' D 030593/94 (EP, UdSSR, 17 cm)


    „Pikovaia dama“ (Piotr Ilich Chaikovskii): 2, 3 und 4 / 'Melodiia' D 030617/18 (EP, UdSSR, 17 cm)


    „Arien von Giacomo Puccini“: 11, 13, 14 und 15 / 'Melodiia' D 14445/46 (EP, UdSSR, 17 cm) (Die Arie aus „La fanciulla del west“ wird lettisch gesungen, die übrigen Arien in italienischer Sprache.)


    „Kniaz Igor“ (Aleksandr Borodin): 1 / 'Melodiia' D 14543/44 (EP, UdSSR, 17 cm) (gekoppelt mit der Arie der Lisa aus dem 3. Akt von“Pikovaia dama“ mit Regina Frinberga und dem Staatlichen Rundfunk-Symphonie-Orchester der LPSR unter Jazeps Lindbergs) / 'Melodiia' D 14543/44 (EP, UdSSR, 17 cm)


    „Il trovatore“ (Giuseppe Verdi) (Szenen): Tacea la notte placida (Es glänzte schon das Sternenheer) – Ah sì, ben mio, coll'essere io tuo (Dass nur für mich dein Herz erbebt) - D'amor sull'ali rosée... Miserere d'un alma già vicina (In deines Kerkers tiefe Nacht... Erbarme dich, Herr, der Seele) – Udiste? Come albeggi... Mira d'acerbe lagrime (Hört ihr? Sobald es tagt... Sieh meiner heißen Tränen Flut) – Madre, non dormi?... Ai nostri monti ritorneremo (Mutter, schläfst du nicht?... In unsere Heimat kehren wir wieder)*° / Leonora – Germena Heine-Wagner, Azucena – Laima Andersone*, Manrico – Karlis Zarins und Janis Zabers* / Graf Luna – Peteris Gravelis / LPSR Operas un baleta teatra orkestris (Das Orchester des Opern- und Ballett-Theaters der Lettischen Sowjetischen Sozialistischen Republik) / Dirigenten: Jazeps Lindbergs und Rihards Glazups° / 'Melodiia' D 030587/88 (LP, UdSSR, 25 cm) (italienisch gesungen)


    „Recital“: La Bohème (11) / Tosca (12 und 13) / La fanciulla del west (14) / Cavalleria rusticana (8 und 9) / La Traviata (19) / Rigoletto (16) / Il trovatore (18) / 'Kaibala Records' 40D02 (LP, USA 1973, 30 cm)


    „Recital“: La Bohème (11) / Tosca (12 und 13) / La fanciulla del west (14) / Cavalleria rusticana (8 und 9) / Pikovaia dama (2, 3 und 4) / La Traviata (19) / Rigoletto (16) / Il trovatore (18) / 'Melodiia' D 031463/64 (LP, Latvija 1978, 30 cm)


    „Recital“: La Bohème (11) / Tosca (13) / Cavalleria rusticana (8 und 9) / La Traviata (19) / Rigoletto (16) / Il trovatore (18) / 'Hamburger Archiv für Gesangskunst' 10333 (CD, BRD 2010, gekoppelt mit einem Recital von Bogdan Paprocki)


    „Recital“: Turandot (15) / La fanciulla del west (14) / Tosca (12) / Kniaz Igor (1) / La Bohème (11) / Tosca (13) / Zelta zirgs (20 und 21) / La Traviata (19) / Rigoletto (16) / Pikovaia dama (2, 3 und 4) / Cavalleria rusticana (8 und 9) / Faust (7) / L'elisir d'amore (5) / Fedora (6) / 'Upett' CD 053 (CD, Latvija 2010)


    In der nächsten Woche folgt eine Aufstellung von Janis Zabers' Lied-Aufnahmen.


    Carlo

    Lieber Orfeo,


    ich bin immer wieder verblüfft, was für Schätze Du in den Tiefen des Internets findest. Und Deine Beiträge im Thread 'Unbekannte Opern' – und hier speziell zur Oper „Zelta zirgs“ - sind immer wieder hervorragend und lesenswert. Vielen Dank dafür!


    Carlo