Beiträge von Carlo

    Zum Abschluss der Liste mit den Konzert-Aufnahmen Roland Hermanns folgen Werke von Isang Yun (1917-1995), Friedrich Zehm (1923-2007), Alexander von Zemlinsky (1871-1942), Hans Zender (1936-2019), Bernd Alois Zimmermann (1918-1970) und Udo Zimmermann (1943-2021).



    „Om mani padme hum“ (Isang Yun): 'Zyklus für Soli, Chor und Orchester nach Texten Buddhas' / Gloria Davy (Sopran) und Roland Hermann (Bariton) / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Wolfgang Schubert / Dirigent: Bruno Maderna (München, Herkules-Saal der Residenz, 29. 11. 1968). Dieses Werk des aus Korea stammenden deutschen Komponisten wurde 1965 bei den ‚Tagen der Neuen Musik‘ in Hannover erstmals aufgeführt; hier wie auch 1968 in München benutzte man eine deutsche Übersetzung der Texte des Religionsstifters Siddharta Gautama.



    „Lyrische Kantate“ (Friedrich Zehm): Roland Hermann (Bariton) / Philharmonisches Orchester Freiburg / Dirigent: Leopold Hager (Freiburg i. Br., Städtische Bühnen, 11. 6. 1967, Uraufführung). Friedrich Zehm schrieb diese Kantate für Bariton und Orchester nach Worten vonJulius Bissier in den Jahren 1964-1965; der Südwestfunk (Studio Freiburg) übertrug dieses Konzert. (Die Kammermusikfassung – für Bariton, zwei Flöten, Violoncello und Klavier – wurde mit dem Caryevschi-Quartett 1981 vom Westdeutschen Rundfunk Köln und 1982 von Radio Hilversum aufgenommen; in beiden Fällen sang auch hier auch Roland Hermann.)



    Sechs Lieder“ (Friedrich Zehm): Roland Hermann (Bariton) / Klavier: Rolf Reinhardt (Köln, Funkhaus, 1977). Eine Studio-Produktion des Westdeutschen Rundfunks Köln. Die sechs Lieder auf Gedichte von Marie-Luise Kaschnitz stammen aus dem Jahre 1976 und haben die Titel: ‚Nicht gesagt‘ – ‚Morgen‘ – ‚Obertöne‘ – ‚Am Strande‘ – ‚Abgesang‘ – ‚Gloria‘.



    „Lyrische Symphonie, op. 18“ (Alexander von Zemlinsky): Karan Armstrong (Sopran) und Roland Hermann (Bariton) / Das ORF Symphonieorchester Wien / Dirigent: Michael Gielen (Wien, Musikverein, 27. 1. 1989). Die „Lyrische Symphonie in sieben Gesängen nach Gedichten von Rabindranath Tagore“ stammt aus dem Jahre 1923. Der Konzertmitschnitt des ORF wurde 2021 bei ‚Orfeo‘ veröffentlicht, gekoppelt mit Franz Schrekers „Vorspiel zu einem Drama“ (1914). Roland Hermann sang in diesem Konzert auch Arnold Schönbergs Vertonung des „Kol Nidre“-Gebets (siehe dort). Ferner erklangen die Chorwerke „Schicksalslied, op. 54“ und „Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen?, op. 74 Nr. 1“ von Johannes Brahms und das „Prélude, op. 44“ von Arnold Schönberg.



    „Frühlingsbegräbnis“ (Alexander von Zemlinsky): Edith Mathis (Sopran) und Roland Hermann (Bariton) / Der Chor und das Symphonieorchester des Norddeutschen Rundfunks Hamburg / Chorltg.: Werner Hagen / Dirigent: Antony Beaumont (Hamburg, Funkhaus, 28. - 30. 11. 1995 und 16. - 18. 4. 1997). „Frühlingsbegräbnis“ ist ein Zyklus von sechs Liedern auf Gedichte von Paul Heyse für Sopran, Bariton, Chor und Orchester, komponiert 1896/97, der hier in der Fassung von 1902 aufgenommen wurde. Eine CD von 'Capriccio' (1997), ergänzt mit weiteren Werken Zemlinskys: die Ballade „Waldgespräch“, das Lied „Maiblumen blühten überall“ und die Symphonie in d-moll.



    „Muji no kyo“ (Hans Zender): Roland Hermann (Bariton) / Das Sinfonie-Orchester des Südwestfunks Baden-Baden / Dirigent: Ernest Bour (Donaueschingen, 18. 10. 1975, Uraufführung). Der Titel dieser Komposition (in englischer Sprache) für Gesangsstimme und variables Kammerorchester auf einen mittelalterlichen japanischen Text bedeutet soviel wie „Das Lied von der leeren Schrift“.


    dto.: Roland Hermann (Bariton) / Die Berliner Philharmoniker / Dirigent: Hans Zender (Berlin, Philharmonie, 26. 2. 77). Weitere Werke des vom RIAS Berlin aufgezeichneten Konzerts waren die „Kantate Nr. 2, op. 31“ von Anton Webern (siehe oben), das Chorwerk „Ecuatorial“ von Edgar Varèse und die Komposition für Kammerorchester „Siglied“ von Lorenzo Ferrero.



    „Jours de Silence“ (Hans Zender): Roland Hermann (Bariton) / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Dirigent: Hans Zender (Berlin, Philharmonie, 9. 9. 1988, Uraufführung).‚Die Tage der Stille‘ sind ein Auftragswerk der Berliner Festwochen (für Bariton und großes Orchester auf Texte von Henri Michaux), das Roland Hermann und Hans Zender u. a. auch im Wiener Konzerthaus (ORF Radio-Symphonieorchester Wien, 6. 10. 1988), im 'Kunstcampus De Singel' in Antwerpen (Symfonie-Orkest van de Munt, Brussels, 16. 4. 1989), in der Musikhochschule Freiburg am 1. 2. 1990 und einen Tag später im Kurhaus Baden-Baden (beide Male mit dem Sinfonie-Orchester des Südwestfunks) zur Aufführung brachten. Am 10. 3. 1990 sang Roland Hermann diese Komposition unter der Leitung von Sylvain Cambreling (mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart) in der Villa Berg in Stuttgart. Die Konzerte in Berlin, Wien und Stuttgart wurden im Rundfunk übertragen; doch bereits 1988 gab es beim Südwestfunk Baden-Baden (mit Roland Hermann und Hans Zender) eine Studio-Aufnahme, die auf einer CD des Labels 'Amati', gekoppelt mit Gustav Mahlers „Totenfeier“ und Olivier Messiaens „Les offrandes oubliées“, zu hören ist.



    „Canto VI“ (Hans Zender) (Für Bass-Bariton und gemischten Chor) / Roland Hermann (Bass-Bariton) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Michael Gläser / Dirigent: Hans Zender (München, Herz-Jesu-Kirche, 19. 7. 2002). Ein Konzert der 'Paradisi Gloria’-Reihe in hebräischer Sprache.



    „Requiem für einen jungen Dichter“ (Bernd Alois Zimmermann): Phyllis Bryn-Julson (Sopran), Roland Hermann (Bariton), Hans Franzen und Lutz Lansemann (Sprecher) / Der Chor des Norddeutschen Rundfunks Hamburg (Ltg.: Helmut Franz) / Der Kölner Rundfunkchor (Ltg.: Herbert Schernus)/ Der Chor des Österreichischen Rundfunks Wien (Ltg.: Erwin Ortner) / Das Manfred-Schoof-Quintett / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Gary Bertini (Köln, Funkhaus, 1986). Erschienen bei 'Wergo' 1989 (1 CD). Der Komponist nannte sein Werk „Lingual für zwei Sprecher, Sopran- und Bariton-Solo, drei Chöre, elektronische Klänge, Jazz-Combo, Orgel und großes Orchester mit Texten verschiedener Dichter, Berichten und Reportagen''. Zu den zitierten Dichtern zählen Vladimir Maiakovskii, Sergei Esenin und Konrad Bayer, die wie B. A. Zimmermann durch Selbstmord aus dem Leben schieden. In der Musik verarbeitete er u. a. Motive aus „Tristan und Isolde“ (Richard Wagner), „La Création du monde“ (Darius Milhaud), „L'ascension“ (Olivier Messiaen) und „Hey Jude“ (The Beatles).



    „Pax Questuosa“ ('Der klagende Friede') (Udo Zimmermann): Mechthild Gessendorf und Edith Wiens (Sopran), William Cochran (Tenor), Roland Hermann (Bariton) und Siegmund Nimsgern (Bass-Bariton) / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Jörg-Peter Weigle / Dirigent: Udo Zimmermann (München, Herkulessaal der Residenz, 6. 7. 1984). Weitere Programmpunkte des Konzerts im Rahmen des 'Deutschen Katholikentages München 1984': „Vier Motetten“ von Orlando di Lasso, „Monumentum pro Gesualdo di Venosa“ von Igor Stravinsky und die Uraufführung des Chorwerks „Pater noster“ von Ernst Ludwig Leitner. (Der Mitschnitt von Udo Zimmermanns dreiteiligem 'Oratorium auf Texte des Franz von Assisi, von Czeslaw Milosz und deutschsprachigen Dichtern des 20. Jahrhunderts' ist 2003 auf einer CD bei der Firma 'col legno' erschienen.)



    Carlo

    Hier ist der 1. Teil von Trude Eipperles Aufnahmen mit den Opern Richard Wagners:




    „Rienzi“ (Richard Wagner): Cola Rienzi – Günther Treptow / Irene – Trude Eipperle / Steffano Colonna – Helmut Fehn / Adriano Colonna – Erna Schlüter / Paolo Orsini – Rudolf Gonszar / Raimondo – Heinz Prybit / Baroncelli – Willy Hofmann / Cecco del Vecchio – Josef Lindlar / Der Friedensbote – Berta Preisker / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks / Chorltg.: Edmund von Michnay / Dirigent: Winfried Zillig (Frankfurt, Funkhaus, 1950). Das genaue Aufnahmedatum ist nicht mehr zu ermitteln. Die Spieldauer beträgt 170 Minuten (eine ungekürzte Aufführung käme auf 280 Minuten incl. der Ballettmusik von 40 Minuten Dauer). Diese Produktion erschien zunächst in den USA bei 'Opera Recordings' und in Italien bei 'Melodram' auf je drei LPs; auf CD gibt es mehrere Ausgaben, z. B. beim 'Hamburger Archiv', bei 'Documents' und bei 'Urania Italia'.




    „Tannhäuser“ (Richard Wagner): Landgraf Hermann – Sven Nilsson / Tannhäuser – Fritz Krauss / Wolfram von Eschenbach – Karl Schmitt-Walter / Walther von der Vogelweide – Rudolf Dittrich / Biterolf – Richard Bitterauf / Heinrich der Schreiber – Max Osswald / Reinmar von Zweter – Alexander Welitsch / Elisabeth – Trude Eipperle / Venus – Inger Karén / Ein junger Hirt – Ein Regensburger Domspatz / Vier Edelknaben – Mitglieder der Regensburger Domspatzen / Chor und Orchester des Reichssenders Stuttgart / Dirigent: Carl Leonhardt / Funkregie: Fritz Ganss (Stuttgart, Funkhaus, 24. 10. 1937). Erschienen bei 'Preiser' und bei 'Grammofono 2000' auf je 3 CDs.



    dto.: Landgraf Hermann – Otto von Rohr / Tannhäuser – Günther Treptow / Wolfram von Eschenbach – Heinrich Schlusnus / Walther von der Vogelweide – Joachim Stein / Biterolf – Georg Stern / Heinrich der Schreiber – Herbert Hess / Reinmar von Zweter – Wolfram Zimmermann / Elisabeth – Trude Eipperle / Venus – Aga Joesten / Ein junger Hirt – Maria-Madlen Madsen / Vier Edelknaben – Elisabeth Gladohs, Gustl Kettner-Graepp, Maria Herchet und Käthe Wurst-Lindloff / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks Frankfurt / Chorltg.: Edmund von Michnay / Dirigent: Kurt Schröder (Frankfurt, Funkhaus, 9. 12. 1949). Die 'Deutsche Grammophon Gesellschaft' veröffentlichte 1960 erstmals diese Aufnahme und gab sie 1970 in einer Stereo-Transcription auf 'Heliodor' noch einmal heraus (jeweils 4 LPs). 2001 erschien sie dann auf je 3 CDs bei 'Preiser' (incl. dem 5. Akt aus „Rienzi“ mit Eipperle und Treptow; siehe oben) und bei 'Gebhardt'.



    In einem Beitrag im 'Record Collector' vom Juni 2002 stellen Michael Seil und Christian Zwarg klar, dass die – zusammen mit drei Orchesterliedern von Hugo Wolf - am 11. 4. 1949 in Frankfurt unter Kurt Schröder gemachten Aufnahmen von Wolframs Solonummern ('Blick' ich um,her' und 'Wie Todesahnung... O du, mein holder Abendstern') in die spätere Gesamtaufnahme vom Dezember 1949 integriert wurden. Die Einspielungen von 1937 und 1949 bringen beide das Werk in der 'Dresdner Fassung'.




    „Lohengrin“ (Richard Wagner): König Heinrich der Vogler – Otto von Rohr / Lohenrin – Wolfgang Windgassen / Elsa von Brabant – Trude Eipperle / Friedrich von Telramund – Rudolf Gonszar / Ortrud – Aga Joesten / Der Heerrufer – Kurt Gester / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks Frankfurt / Chorltg.: Edmund von Michnay / Dirigent: Winfried Zillig (Sendung am 3. und 4. Mai 1950). Die Bänder dieser Aufnahme wurden in Frankfurt gelöscht; m. W. gab es bisher keine Veröffentlichung eines eventuellen Privat-Mitschnitts der Rundfunksendung.



    dto.: Heinrich der Vogler – Josef Greindl / Lohengrin – Peter Anders / Elsa von Brabant – Trude Eipperle / Friedrich von Telramund – Carl Kronenberg / Ortrud – Helena Braun / Der Heerrufer – Günther Ambrosius / Vier brabantische Edle - Jürgen Förster, Paul Erlinghäuser, Hermann Firchow und Günther Wilhelms / Vier Edelknaben - Marga Weißenfeld, Linny Jöntgen, Friedel Eppenich und Maria Plümacher / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Richard Kraus (Köln, Funkhaus, 10. - 16. 11. 1951). Diese Aufnahme wurde bereits in den 50er Jahren gelöscht, konnte jedoch als Privatmitschnitt eines Rundfunkhörers wieder in das Archiv des WDR genommen werden und wurde am 28. (1. und 2. Akt) und 29. 8. 1970 (3. Akt) zum 120. Jahrestag der Uraufführung gesendet. Zuerst erschien dieser „Lohengrin“ bei ‚Rococo‘ in Canada, dann in Italien bei ‚Movimento Musica‘ – jeweils auf vier LPs - und schließlich 1993 bei ‚Myto‘ in Italien auf drei CDs mit weiteren CD-Ausgaben unter diversen Labels.



    Carlo

    Hallo, Peter!


    Mit dem Namen „musica et litera“ verbinde ich eine (kurzlebige) Hamburger Schallplattenfirma, die Anfang der 60er Jahre mehrere – originalsprachige! - Opernquerschnitte (u. a. „Le nozze di Figaro“, „Don Giovanni“, „Il barbiere di Siviglia“, „Nabucco“, „La Traviata“, „Boris Godunov“ und „Madama Butterfly“) und Gesamtaufnahmen („La serva padrona“ und „Bastien und Bastienne“) veröffentlichte und dafür auch zahlreiche internationale Sänger engagierte: z. B. Mimi Coertse, Erna-Maria Duske, Clara Ebers, Adele Leigh, Bruna Rizzoli, Elisabeth Steiner, Virginia Zeani, Walter Berry, Anton Dermota, Paolo Gorin, Horst Günter, Walter Monachesi, James Pease, Nicola Rossi-Lemeni, Giuseppe Savio und Lawrence Winters. Die Dirigenten – am Pult des Sinfonie-Orchesters des Norddeutschen Rundfunks - waren u. a. Napoleone Annovazzi, Wilhelm Brückner-Rüggeberg, George Singer und Winfried Zillig. (In den 70er Jahren wurden einige dieser Schallplatten von der deutschen 'CBS' – mit Phantasienamen – wieder herausgegeben.)


    Der NDR (Rundfunk) hat Mitte der 50er Jahre auch zwei Operngesamtaufnahmen in italienischer Sprache produziert: „Un ballo in maschera“ (mit Annamaria Rovere, Eugenia Ratti, Lucia Danieli, Salvatore Puma und Dino Dondi) und „Madama Butterfly“ (mit Orietta Moscucci, Claudia Carbi, Giuseppe Savio und Paolo Pedani); beide Opern wurden von Mario Cordone dirigiert. Ausserdem gab es viele Einzelaufnahmen italienischer Arien mit u. a. Carla Martinis, Orietta Moscucci, Luisa Villa, Virginia Zeani, Luigi Alva, Libero De Luca, Lorenzo Gaetani, Agostino Lazzari, Paolo Montarsolo, Mario Zanasi und auch Ettore Bastianini; es dirigierten Mario Cordone, Walter Martin und Wilhelm Schüchter.


    Carlo

    Lieber Gregor,


    auch ich zähle mich zu den Verehrern dieses Sängers.


    Eines meiner frühen Fernseh-Erlebnisse war die Sendung der Puccini-Oper „Der Mantel“ mit Ettore Bastianini; der damalige NWDR Hamburg produzierte 1955 das Werk in italienischer Sprache mit folgender Besetzung:


    „Il tabarro“ (‚Der Mantel‘) (Giacomo Puccini): Michele – Ettore Bastianini / Giorgetta – Nora De Rosa / Luigi – Salvatore Puma / Tinca – Angelo Mercuriali / Talpa – Eraldo Coda / Frugola – Ebe Ticozzi / Il venditore di canzonette – Luigi Alva / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Norddeutschen Rundfunks Hamburg / Chorltg.: Max Thurn / Dirigent: Mario Cordone / Szenenbild: Karl Hermann Joksch / Regie: Alessandro Brisoni (Sendung am 1. 7. 1955. Natürlich gab es damals noch keine Untertitel; eine kurze Einführung musste genügen.) Die Tonspur der TV-Sendung wurde von mehreren CD-Labels veröffentlicht; ich habe die Ausgabe von ‚Myto‘ (MCD 992.207) aus dem Jahr 1999.


    Vermutlich während der Fernseh-Aufnahmen zu „Der Mantel“ hat Ettore Bastianini beim NDR für den Rundfunk auch einige Arien – z. B. aus „Rigoletto“, „La forza del destino“ und „Andrea Chenier“ – aufgenommen.


    Carlo

    Ergänzung zu meinem Beitrag Nr. 27 vom 6. 9. 2022:


    Ich hatte vergessen, bei der „Turandot“-Aufnahme von 1938 - mit Maria Cebotari und Carl Hauss - zu erwähnen, dass der dritte Akt nur unvollständig erhalten ist. (Die ‚Verführungsszene‘ fehlt, denn direkt nach Liùs Tod setzt Turandot mit den Worten „O Frevel! Was ist denn geschehen? Wie wird mir?“ ein und bricht dann nach „O wie viele sah ich sterben um mich?“ ab. Dann folgt das Finale ab „Siebentausend Jahre soll leben unser Kaiser!“.) Der Grund ist, dass der Reichsrundfunk Stuttgart wegen der kriegsbedingten Knappheit von Magnetophonbändern einen Teil seiner Archivaufnahmen auf Acetatplatten überspielte, um Bandmaterial für neue Aufnahmen zu haben. Am Kriegsende wurden die Platten als ‚Beutekunst‘ in die Sowjetunion abtransportiert, wobei wohl etliche von ihnen zu Bruch gingen. Anfang der 90er Jahre kehrten viele der akustischen ‚Schätze‘ wieder nach Deutschland zurück.



    Weiter geht es nun mit Trude Eipperle und ihren Aufnahmen in Opern von Richard Strauss und Giuseppe Verdi.



    „Die Frau ohne Schatten“ (Richard Strauss): Die Kaiserin – Trude Eipperle / Der Kaiser – Wolfgang Windgassen / Die Amme – Res Fischer / Der Geisterbote – Gustav Neidlinger / Der Hüter der Tempelschwelle – Friederike Sailer / Die Erscheinung eines Jünglings – Hans Blessin / Die Stimme des Falken – Friederike Sailer / Die Stimme von oben – Hetty Plümacher / Barak, der Färber – Wilhelm Schirp / Die Frau des Färbers – Maria Kinasiewicz / Die Brüder des Färbers: Der Einäugige – Gustav Grefe, Der Einarmige – Heinz Cramer, Der Bucklige – Alfred Pfeifle / Drei Wächter der Stadt – Gustav Grefe, Frithjof Sentpaul und Alfred Wohlgemuth / Drei Dienerinnen – Lieselotte Kiefer, Georgine Böhn und Erika Weber / Die Stimmen der Ungeborenen – Olga Moll, Friederike Sailer, Lieselotte Kiefer, Hetty Plümacher, Erika Weber und Hilda Wagner / Der Chor und das Orchester der Württembergischen Staatsoper Stuttgart / Chorltg.: Heinz Mende / Dirigent: Ferdinand Leitner (Stuttgart, Opernhaus, 11. 9. 1954). Offensichtlich sind die Tonbänder zu dieser Live-Übertragung erhalten geblieben.



    „Arabella“ (Tichard Strauss): Graf Waldner – Theo Herrmann / Adelaide – Luise Willer / Arabella – Viorica Ursuleac / Zdenka – Trude Eipperle / Mandryka – Hans Reinmar / Matteo – Horst Taubmann / Graf Elemer – Franz Klarwein / Graf Dominik – Odo Ruepp / Graf Lamoral – Alfred Poell / Die Fiaker-Milli – Else Böttcher / Eine Kartenaufschlägerin – Ruth Michaelis / Welko – William Wernigk / Djura – Emanuel Haller / Jankel – Viktor Maiwald / Ein Zimmerkellner – Emil Graf / Drei Spieler – Johann Hahn, Franz Polcar und Franz Kolin / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Clemens Krauss (Salzburg, Festspielhaus, 15. 8. 1942). Der Mitschnitt befand sich im Archiv des Rundfunks der DDR und gehört heute zum Bestand des Deutschen Rundfunkarchivs in Potsdam. Die beiden CD-Veröffentlichungen 1992 und 1998 von 'Myto' - auf je zwei CDs - nennen als Aufnahmedatum den Tag der Premiere (9. 8. 1942).


    Ich habe den 'Almanach der Salzburger Festspiele 1942' (veröffentlicht 1943, 145 Seiten), der in langen Beiträgen mit sehr vielen, z. T. farbigen Fotos die Produktionen jenes Festspielsommers („Die Hochzeit des Figaro“, „Arabella“, „Goethes „Iphigenie auf Tauris“ und Nestroys „Einen Jux will er sich machen“) vorstellt. Darunter ist auch ein Farbfoto von Trude Eipperle als 'Zdenka/Zdenko'. Einziger Hinweis auf die politischen Zeitumstände - kein einziges Hakenkreuz im Gegensatz zu den Bayreuther Programmheften aus jener Zeit! - sind vier Fotos von Soldaten, u. a. zusammen mit Clemens Krauss, der die künstlerische Gesamtleitung hatte.


    Mit Trude Eipperle und Marcel Cordes nahm man 1955 das Duett 'Arabella-Mandryka' aus dem zweiten Akt auf ('Sie woll'n mich heiraten, sagt mein Vater... Und du wirst mein Gebieter sein'); Alfons Rischner leitete das Sinfonie-Orchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart (siehe die CD-Box „Portrait Trude Eipperle“ am Ende dieser Aufstellung).



    „Daphne“ (Richard Strauss): Peneios – Otto von Rohr / Gaea – Res Fischer / Daphne – Trude Eipperle / Leukippos – Franz Fehringer / Apollo – Heinrich Bensing / Zwei Mägde – Hanna Clauss und Erika Winkler / Vier Schäfer – Ernst Gratwohl, Richard Zimmermann, Wolfram Zimmermann und Alfred Appenzeller / Der Südfunk-Chor / Chorltg.: Hermann Josef Dahmen / Das Sinfonie-Orchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart / Dirigent: Hans Müller-Kray (Stuttgart-Untertürkheim, Gasthof 'Zur Krone', 29. 5. 1949).



    „Luisa Miller“ (Giuseppe Verdi): In verschiedenen Veröffentlichungen der Dresdner Reichsrundfunkaufnahme von Giuseppe Verdis „Luisa Miller“ (mit Maria Cebotari, Peter Anders und Josef Herrmann unter Carl Elmendorff) wird fälschlich Trude Eipperle als Sängerin der ‚Laura‘ genannt. Tatsächlich singt hier aber Elfride Trötschel! 1943 war Trude Eipperle schon längst eine arrivierte Sopranistin der Bayerischen Staatsoper, die wohl kaum für eine derartige Nebenrolle – noch dazu in dieser unsicheren Zeit – nach Dresden gefahren wäre.



    „Der Troubadour“ ('Il trovatore') (Giuseppe Verdi) (Ausschnitte): Der Graf von Luna – Marcel Cordes / Leonora – Trude Eipperle / Manrico – Eugene Tobin / Ferrando – Frithjof Sentpaul / Ines – Herta Schulz-Huber / Manrico – Bernhard Michaelis / Der Südfunk-Chor / Chorltg.: Hermann Josef Dahmen / Das Sinfonie-Orchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart / Dirigent: Alfons Rischner (Stuttgart, Villa Berg, 24. 7. 1956). Es wurden nur Szenen aus dem 1. und 2. Akt eingespielt.



    „Die Macht des Schicksals“ (Giuseppe Verdi): Niemand stört uns, sprich offen… Meiner Seele Qual wird milder… Gepriesen sei Gottes heiliger Name immer und ewig… Die Himmelsjungfrau gnadenvoll den Mantel um mich breite (‚Klosterszene’ mit Duett Leonora-Pater Guardian) / Trude Eipperle und Otto von Rohr / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks / Chorltg.: Edmund von Michnay / Dirigent: Kurt Schröder (Frankfurt, Funkhaus, 1953). Das Band dieser Aufnahme wurde gelöscht.



    „Aida“ (Giuseppe Verdi): Wer steigt beim Klang der Hymnen… Wohl war euch das Los der Waffen feindlich (Duett Aida-Amneris) / Trude Eipperle und Rut Siewert / Der Südfunk-Chor / Chorltg.: Hermann Josef Dahmen / Das Sinfonie-Orchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart / Dirigent: Alfons Rischner (Stuttgart, Villa Berg, 3. 9. 1957). Diese Aufnahme ist vermutlich beim SWR noch vorhanden.



    „Otello“ ('Otello') Giuseppe Verdi): Otello – Adam Fendt / Desdemona – Trude Eipperle / Jago – Carl Kronenberg / Emilia – Else Tegetthoff / Cassio – Franz Fehringer / Rodrigo – Willy Hofmann / Lodovico – Otto von Rohr / Montano – Günther Ambrosius / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks / Chorltg.: Edmund von Michnay / Dirigent: Kurt Schröder (Frankfurt, Hochschule für Musik, 28. 9. 1949). Leider befindet sich diese Aufnahme – die ein seltenes Tondokument des früh verstorbenen Tenors Adam Fendt war - nicht mehr im Archiv des Hessischen Rundfunks. Beim ersten Stuttgarter Gastspiel Mario Del Monacos an der Württembergischen Staatsoper im Juni 1956 für zwei Vorstellungen als Otello mit Hetty Plümacher als Emilia, Gustav Neidlinger als Jago und Fritz Wunderlich als Cassio unter Angelo Questas Dirigat (der 'Tenorissimo' kehrte später noch für weitere Auftritte - in „Carmen“, „Die Walküre“ und „Die Trojaner“ - an den Neckar zurück) war Trude Eipperle die Desdemona; die Duette mit dem illustren Gast sang sie ihm zuliebe in seiner Sprache, während die übrigen Sänger und der Chor beim heimischen Idiom blieben.



    Carlo

    Bei mir hat sich inzwischen ein ehemaliger Gesangsstudent von Roland Hermann gemeldet, der durch die bekannte Sopranistin Sunhae Im – ebenfalls eine Schülerin Roland Hermanns – zu ihm gekommen ist und auch seine Meisterkurse in Karlsruhe und Rom besucht hat. Er ist noch heute vom pädagogischen Einfühlungsvermögen und der herzlichen Ausstrahlung seines Lehrers tief beeindruckt und sagt über ihn: „Er war einer der Besten!“.



    Heute folgen Lied-Interpretationen von Roland Hermann mit Kompositionen von Franz Schubert und Hugo Wolf:



    „Zwei Lieder“ (Franz Schubert): ‚Liebesbotschaft, D 957 (aus dem Zyklus „Schwanengesang“)‘ – ‚An die Leier, D 737‘ / Roland Hermann Bariton) / Klavier: Aribert Reimann (München, Hochschule für Musik, 20. 9. 1961). Eine Live-Aufnahme vom Internationalen Musikwettbewerb der ARD 1961, bei dem Roland Hermann den 1. Preis errang. Dies ist nun definitiv die erste Rundfunkaufnahme des Sängers.



    „Sechs Lieder“ (Franz Schubert): ‚Des Fischers Liebesglück, D 933‘ – ‚An die Entfernte, D 765‘ – ‚Liebesbotschaft, D 957‘ – ‚Erster Verlust, D 226‘ – ‚Rastlose Liebe, D 138‘ – ‚Szene aus „Faust“, D 126b’ / Roland Hermann (Bariton) / Klavier: Magda Rusy (München, Funkhaus, 27. 1. 1966). Eine Live-Aufnahme des Bayerischen Rundfunks.



    „Neun Lieder“ (Franz Schubert): ‚Philoktet, D 540‘ – ‚Dem Unendlichen, D 291‘ – ‚An die Laute, D 905‘ – ‚Orest auf Tauris, D 548‘ – ‚Rastlose Liebe, D 138‘ – ‚Der entsühnte Orest, D 699‘ – ‚Der Zwerg, D 771‘ – ‚Freiwilliges Versinken, D 700‘ – ‚Erster Verlust, D 226‘ / Roland Hermann (Bariton) / Klavier: Rolf Reinhardt (München, Funkhaus, 2. 6. 1969). Eine Studio-Produktion des Bayerischen Rundfunks.



    „Fünf Lieder“ (Hugo Wolf): 'Der Freund' - 'Der Musikant' – 'Verschwiegene Liebe' – 'Das Ständchen' – 'Der Schreckenberger' / Roland Hermann (Bariton) / Klavier: Rolf Reinhardt (Köln, Funkhaus, 16. 4. 1964). In diesem vom WDR live gesendeten Liederabend sang Roland Hermann auch Wolfgang Fortners „Hölderlin-Lieder“ (siehe dort).



    „Harfner-Lieder I-III“ (Hugo Wolf): Roland Hermann (Bariton) / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Dirigent: Jonathan Sternberg (Berlin, Hochschule für Musik, 4. 11. 1964). Neben den drei Gesängen des Harfners aus Goethes „Wilhelm Meister“ ('Wer sich der Einsamkeit ergibt' – 'An die Türen will ich schleichen' – 'Wer nie sein Brot mit Tränen aß') sang Roland Hermann in diesem Konzert – mit Live-Übertragung durch den RIAS Berlin – auch den Zyklus „Don Quichotte à Dulcinée“ von Maurice Ravel (siehe dort).



    „Fünf Mörike-Lieder“ (Hugo Wolf): 'Zur Warnung' – 'Abschied' – 'Auftrag' – 'Bei einer Trauung' – 'Storchenbotschaft' / Roland Hermann (Bariton) / Klavier: Rolf Reinhardt (München, Funkhaus, 28. 5. 1968).



    „Michelangelo-Lieder“ (Hugo Wolf - Instrumentierung: Wolfgang Fortner) / Roland Hermann (Bariton) / Het Rotterdams Philharmonisch Orkest / Dirigent: Ferdinand Leitner (Rotterdam, De Doelen, 7. 11. 1975, Uraufführung). Die drei Lieder nach Gedichten von Michelangelo Buonarroti haben die folgenden Titel: 'Wohl denk ich oft an mein vergangnes Leben' – 'Alles endet, was entstehet' – 'Fühlt meine Seele das ersehnte Licht'.


    dto.: Roland Hermann (Bariton) / Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Dirigent: Rafael Kubelik (München, Herkules-Saal der Residenz, 15. 12. 1977, live).



    „Fünf Orchesterlieder“ (Hugo Wolf): 'Und willst du deinen Liebsten sterben sehen' (Instrumentierung: Max Reger) – 'Gesang Weylas' – 'Der Freund' (Instrumentierung: Günter Raphael) – 'Der Rattenfänger' – 'Auf ein altes Bild' / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Heinz Wallberg (München, Funkhaus, 9. 11. 1978). Einen Tag nach der Aufnahme im Studio des Bayerischen Rundfunks sang Roland Hermann diese Lieder auch vor Publikum im Rahmen der 'Funkkonzerte' (siehe Carl Loewe).



    Carlo

    Trude Eipperle in Opern von Giacomo Puccini und Bedrich Smetana:



    „Schwester Angelica“ ('Suor Angelica') (Giacomo Puccini): Schwester Angelica – Trude Eipperle / Die Fürstin – Res Fischer / Die Äbtissin – Ingeborg Lasser / Schwester Eiferin – Charlotte Hoffmann-Pauels / Die Lehrmeisterin der Novizen – Käthe Retzmann / Schwester Genoveva – Else Veith / Schwester Osmina – Ruth Hoen / Schwester Dolcina – Ruth Dörkes-Drathen / Schwester Pflegerin – Lotte Kluge / Zwei Almosensucherinnen – Waltraud Kolditz und Maria Seifert / Eine Novize – Elisabeth Küllchen / Zwei Laienschwestern – Paula Tauscher und Käthe Schwedowsky / Ein Knabenchor / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Richard Kraus (Köln, Bayer-Erholungshaus, November 1949).


    dto.: (Schluss-Szene ab 'Ohne Mutter bist du, Kind, gestorben'): Schwester Angelica – Trude Eipperle / Schwester Genoveva - Hanna Stolze-Fröhlich / Der Knabenchor des Zeppelin-Gymnasiums, Stuttgart / Der Südfunk-Chor / Chorltg.: Hermann Josef Dahmen / Das Sinfonie-Orchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart / Dirigent: Alfons Rischner (Stuttgart, Villa Berg, 18. 2. 1957). Ob dieser Ausschnitt aus einer Gesamtaufnahme stammt, ist nicht mehr feststellbar.



    „Turandot“ (Giacomo Puccini): Turandot - Maria Cebotari / Altoum - Hubert Buchta / Timur – Georg Hann / Kalaf - Carl Hauss / Liù - Trude Eipperle / Ping - Fritz Harlan / Pang - Werner Schupp / Pong - Robert Kiefer / Ein Mandarin - Heinrich Hölzlin / Der junge Prinz von Persien – Heinz Schlehbusch / Ein Kinderchor, der Chor und das Orchester des Reichssenders Stuttgart / Dirigent: Joseph Keilberth (Stuttgart, Funkhaus, 10. 12. 1938). Die Sänger der drei Minister kamen vom Opernhaus in Karlsruhe. Diese Aufnahme wurde 1998 von 'Koch/Schwann' veröffentlicht, ergänzt um Ausschnitte aus "La Bohème" mit Maria Cebotari und Peter Anders aus dem Jahre 1944.


    dto.: Turandot – Maud Cunitz / Altoum – Oskar Wittazschek / Timur – Günther Wilhelms / Kalaf – Lorenz Fehenberger / Liù – Trude Eipperle / Ping – Hans-Herbert Fiedler / Pang – Peter Offermanns / Pong – Christo Bajew / Ein Mandarin – Andrej Christiansen / Ein Kinderchor und der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Ljubomir Romansky (Leverkusen, Bayer-Erholungshaus, Januar 1949). Die entsprechenden Bänder wurden schon in den 50er Jahren gelöscht.



    Am 8. 6. 1943 nahmen Trude Eipperle und Alfons Fügel, begleitet vom Bayerischen Staatsorchester München unter Heinrich Hollreiser, für die ‚Deutsche Grammophon Gesellschaft‘ zwei Schelllackplatten auf: Duette aus „La Bohème“ (‚O du entzückendes Mädchen‘ aus dem 1. Akt und ‚Sind wir allein?‘ aus dem 4. Akt) und „Madame Butterfly“ (‚Mädchen, in deinen Augen liegt ein Zauber‘); sie wurden mit den Katalognummern 68147 („La Bohème“) und 68293 („Madame Butterfly“) gepresst. Auf Langspielplatte wurden sie 1972 auf der dem Tenor Alfons Fügel gewidmeten Platte seiner Heimatgemeinde Bonlanden veröffentlicht. Das Duett aus „Madame Butterfly“ ist auf einer 1997 bei ‚UraCant‘ erschienenen Alfons-Fügel-CD zu hören, während die Duette aus „La Bohème“ in der CD-Box „Portrait Trude Eipperle“ von ‚Bayer-Records‘ (1991) enthalten sind, deren Inhalt später in diesem Thread unter ‚Einzelaufnahmen‘ genannt wird.



    „Die verkaufte Braut“ (‚Prodaná nevesta‘) (Bedrich Smetana): Nur ein Traum (Arie der Marie) – Ist die Mutter uns ein Segen (Duett Marie-Hans) / Trude Eipperle und Horst Taubmann / Das Bayerische Staatsorchester München / Dirigent: Heinrich Hollreiser (München, 1943). Auch diese Ausschnitte gehören zu den wenigen Schallplattenaufnahmen von Trude Eipperle, veröffentlicht 1943 unter der Katalognummer 68299 von der ‚Deutschen Grammophon Gesellschaft‘ und in der CD-Box „Portrait Trude Eipperle“ von ‚Bayer-Records‘ enthalten.


    Am 5. 3. 1940 gab es in der Bayerischen Staatsoper eine erfolgreiche Neuinszenierung der „Verkauften Braut“ mit Trude Eipperle (Marie), Horst Taubmann (Hans), Georg Hann (Kezal) und Walter Carnuth (Wenzel); die Elternpaare wurden von Karl Schmidt und Luise Willer (Kruschina und Ludmila) bzw. Odo Ruepp und Hedwig Fichtmüller (Micha und Anna) verkörpert. Clemens Krauss dirigierte und Rudolf Hartmann war für die Regie verantwortlich. Nach der Zerstörung des Münchner Nationaltheaters wurde diese Produktion im Juni 1944 noch vier Mal im Prinzregententheater gezeigt (mit nahezu unveränderter Besetzung, neu waren Käthe Nentwig als Esmeralda und Ludwig Weber als Kezal unter Heinrich Hollreisers Dirigat), dann gingen in Deutschland die Bühnenlichter aus...



    „Die zwei Witwen“ ('Dvé vdovy') (Bedrich Smetana): Karoline – Trude Eipperle / Agnes – Hetty Plümacher / Ladislav – Christo Bajew / Mumlal – Frithjof Sentpaul / Der Südfunk-Chor / Chorltg.: Hermann Josef Dahmen / Das Sinfonie-Orchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart / Dirigent: Alfons Rischner (Stuttgart, Villa Berg, März 1955). In dieser - natürlich deutsch gesungenen - Aufnahme sind die Nebenrollen des Kammermädchens Lidunka und ihres Bräutigams Tonik gestrichen.Es gibt davon zwei Ausgaben auf je zwei CDs: a) beim ‚Hamburger Archiv‘ (mit zusätzlichen Szenen aus der „Verkauften Braut“ in der ‚DGG‘-Aufnahme von 1954 mit Anny Schlemm, Walther Ludwig, Paul Kuen und Josef Greindl unter Fritz Lehmann) und b) bei ‚Cantus Classsics’, die auch noch eine Live-Aufnahme von 1959 aus dem Theater am Goetheplatz in Bremen im Programm haben; hier wirken Maria Tauberová (Karoline), Erika Wien (Agnes), Irmgard Huber (Lidunka), Hugo Sieberg (Ladislav), Elfego Esparza (Mumlal) und Georg Koch (Tonik) unter der Leitung von Jaroslav Krombholc – der Ehemann Maria Tauberovás – mit.



    Carlo

    Liebe gattina,


    vielen Dank für den Hinweis auf die mir nicht bekannte CD mit Werken des als Dirigent wie auch als Komponist unterschätzten René Leibowitz. Wieder ein Beweis für die enorme sängerische Spannweite im Repertoire von Roland Hermann!



    Im nachfolgenden Beitrag geht es um Kompositionen von Dmitri Shostakovich, Rudi Stephan, Igor Stravinsky, Anton Webern und Gerhard Wimberger.



    „Symphonie Nr. 14“ (Dmitri Shostakovich): Elena Prokina (Sopran) und Roland Hermann (Bass-Bariton) / Das Münchner Kammerorchester / Dirigent: Christoph Poppen (München, Herkulessaal der Residenz, 14. 5. 1998). Diese ‚Symphonie für Sopran, Bass, Streichorchester und Schlagzeug‘ aus dem Jahre 1969 gliedert sich in elf Sätze mit Texten von Guilleaume Apollinaire, Federico Garcia Lorca und Rainer Maria Rilke sowie einem russischen Gedicht von Wilhelm Küchelbecker.



    „Liebeszauber“ (Rudi Stephan): Roland Hermann (Bariton) / Die Bamberger Symphoniker / Dirigent: Rudolf Alberth (Bamberg, Kulturraum, 24. 9. 1973). In diesem Konzert, das vom Bayerischen Rundfunk übertragen wurde, sang Roland Hermann neben Max Regers „Hymnus der Liebe“ (siehe dort) auch diese 'Ballade für Bariton und Orchester nach Friedrich Hebbel' des 1915 im 1. Weltkrieg mit 28 Jahren gefallenen Rudi Stephan.



    „Pulcinella“ (Igor Stravinsky): Kari Lövaas (Sopran), Horst Laubenthal (Tenor), Roland Hermann (Bariton) / Het Koninklijk Concertgebouw Orkest / Dirigent: Eugen Jochum (Luzern, Kunsthaus, 7. 9. 1972). Ein Mitschnitt der SRG von den Musikfestwochen in Luzern.



    „Abraham and Isaac“ (Igor Stravinsky): Roland Hermann (Bariton) / Das Sinfonieorchester des Südwestfunks Baden-Baden / Dirigent: Hiroshi Wakasugi (Baden-Baden, Studio des SWF, 22. 4. 1982). 'A Sacred Ballad for Baritone and Chamber Orchestra' (1962/1963) in hebräischer Sprache!



    „Kantate Nr. 2, op. 31“ (Anton Webern): Catherine Gayer (Sopran) und Roland Hermann (Bariton) / Der RIAS-Kammerchor / Chorltg.: Uwe Gronostay / Die Berliner Philharmoniker / Dirigent: Hans Zender (Berlin, Philharmonie, 26. 2. 1977). Diese letzte Komposition Anton Weberns (1883-1945) wurde erst fünf Jahre nach seinem Tod uraufgeführt; der Gesangstext – beginnend mit den Worten 'Schweigt auch die Welt' – stammt von Hildegard Jone. Weitere Werke des Konzerts in der Berliner Philharmonie waren: „Muji no kyo“ von Hans Zender (mit Roland Hermann, siehe unten); „Ecuatorial“ von Edgar Varèse und „Siglied“ von Lorenzo Ferrero.



    „Ars amatoria“ (Gerhard Wimberger): Joan Carroll (Sopran) und Roland Hermann (Bariton) / Der RIAS-Kammerchor / Ltg.: Günther Arndt / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Dirigent: Gerhard Wimberger (Berlin, Hochschule für Musik, 27. 6. 1969, Uraufführung). Kantate für Sopran, Bariton, Chor, Combo und Kammerorchester (1967). Eine Aufnahme des RIAS Berlin, die sich heute im Archiv von DeutschlandradioKultur befindet. Die der Kantate zugrunde liegenden Texte sind dem „Ars amatoria“ des römischen Dichters Ovid entnommen; der ungeheure Erfolg dieses recht freizügigen ‚Lehrbuches der Liebe’ trug wohl auch zur Verbannung des Dichters durch Kaiser Augustus im Jahre 8 n. Chr. bei. Gerhard Wimberger (1923-2016) vertonte folgende Gedichte: 1. Siquis in hoc artem populo non novit amandi – 2. Cera vadum temptet – 3. Sed tibi nec fero placeat – 4. Blanditiis animum furtim deprendere nunc sit - 5. Non obstet reverentia, velle moveri.



    Carlo

    Weiter geht es heute mit Opern von Otto Nicolai, Hans Pfitzner und Giacomo Puccini:



    „Die lustigen Weiber von Windsor“ (Otto Nicolai): Sir John Falstaff – Helmut Fehn / Herr Fluth – Kurt Gester / Herr Reich – Günther Wilhelms / Fenton – Christo Bajew / Junker Spärlich – Karl Schiebener / Dr. Cajus – Theo Zilliken / Frau Fluth – Trude Eipperle / Frau Reich – Marie-Luise Schilp / Jungfer Anna Reich – Carla Spletter / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Gustav König (Leverkusen, Bayer-Erholungshaus, Juli 1948). Diese Aufnahme des damaligen NWDR Köln ist nicht mehr erhalten.



    „Die Rose vom Liebesgarten“ (Hans Pfitzner): Siegnot, ein junger Edeling – Bernd Aldenhoff / Zwei Edelinge vom Liebesgarten: Der Waffenmeister – Kieth Engen, Der Sangesmeister – Marcel Cordes / Minneleide, die Elfe vom Quellenstein – Trude Eipperle / Schwarzhilde und Rotelse, zwei Waldweibchen, Minneleides Dienerinnen – Hanna Scholl und Georgine von Milinkovic / Der Moormann, ein Sumpfbewohner – Paul Kuen / Der Nachtwunderer, Herr in den Bergen – Max Proebstl / Die Singgemeinschaft Rudolf Lamy / Chorltg.: Rudolf Lamy / Die Münchner Philharmoniker / Dirigent: Robert Heger / Funkregie: Johann Maria Boykow (München, Funkhaus, 24. 6. 1957). Die ungekürzte Aufführungsdauer dieser Oper beträgt ca. 170 Minuten; die um ca. 45 Minuten kürzere Produktion des Bayerischen Rundfunks wurde zuerst 1976 auf zwei Schallplatten der Firma ‚Rococo‘ in Canada veröffentlicht und erschien später auf je zwei CDs unter den Labels ‚Gala‘ und ‚Cantus Classics‘. Siegnots ‚Erzählung vom Liebesgarten‘ liegt in zwei Aufnahmen vor: a) mit Julius Patzak und dem Orchester des Reichssenders München unter der Leitung des Komponisten (1937) und b) mit Wolfgang Windgassen im Duett mit Lore Wissmann und dem Sinfonieorchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart unter Bertil Wetzelsberger (1951).



    „La Bohème“ (Giacomo Puccini): Rudolf – Alfons Fügel / Schaunard – Georg Hann / Marcel – Carl Kronenberg / Collin – Georg Wieter / Benoit – Karl Schmidt / Mimi – Trude Eipperle / Musette – Hildegarde Ranczak / Alcindor – Emil Graf / Parpignol – Otto Hillerbrandt / Der Chor und das Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Chorltg.: Josef Kugler / Dirigent: Clemens Krauss / Funkregie: Fritz Ganss (München, Funkhaus, 4. 12. 1940), Die Studio-Aufnahme des Reichssenders München (mit einer neuen Textfassung von Hans Swarowsky) wurde am 25. 12. 1940 über die Sender des 'Großdeutschen Rundfunks' ausgestrahlt. Bemerkensert ist, dass man statt der herkömmlichen deutschen Textfassung von Ludwig Hartmann die Version von Hans Swarowsky verwendete. 1996 wurde diese Aufnahme von ‚Preiser‘ auf zwei CDs erstmals veröffentlicht.


    dto.: Rudolf – Karl Terkal / Schaunard – Carl Hoppe / Marcel – Alfred Poell / Collin – Hans Hermann Nissen / Benoit – Georg Wieter / Mimi – Trude Eipperle / Musette – Wilma Lipp / Alcindor – Emil Graf / Parpignol – Karl Kreile / Der Sergeant der Zollwache – Wulf von Lochner / Ein Zöllner – Franz Weiss / Ein Verkäufer - Herbert Beisel / Ein Kind – Elisabeth Wiese / Der Chor und das Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Josef Kugler / Dirigent: Clemens Krauss / Funkregie: Fritz Ganss (München, Funkhaus, 22. 12. 1951). Clemens Krauss verwendete auch hier die Swarowsky-Textfassung. 2004 veröffentlichte 'Walhall' diese Rundfunk-Produktion auf zwei CDs mit einigen Ausschnitten aus der Münchner „Bohème“-Aufnahme von 1940 (siehe oben) als ‚Bonus‘.


    dto.: Ausschnitte ('Wie eiskalt ist dies Händchen'* – 'Man nennt mich jetzt Mimi'° - 'O du süßestes Mädchen'* – 'Will ich allein des Abends, mit Finale 2. Akt'* – 'Marcel, da bist du endlich... Kokett ist dieses Mädchen'* – 'Leb wohl jetzt... Wo ich selig von Glück, mit Finale 3. Akt'* – 'Ach, Geliebte, nie kehrest du mir wieder'* – 'Höre, du alter Mantel'° - 'Sind wir allein?, mit Finale der Oper'*) mit Trude Eipperle (Mimi), Hilde Güden (Musette), Peter Anders (Rudolf), Willi Domgraf-Fassbaender (Marcel) und Ludwig Windisch (Alcindor, Schaunard und Collin) / Der Chor des Deutschen Opernhauses Berlin / Chorltg.: Hermann Lüddecke / Das Große Orchester des Reichssenders Berlin / Dirigent: Hanns Steinkopf (Berlin, Haus des Rundfunks, 8. und 9. 7. 1942). *Diese Aufnahmen (insgesamt 46 Minuten) erschienen als „La Bohème“-Querschnitt, während die Arie der Mimi° und die Arie des Collin° nur auf einer Sammelplatte „Puccini – Arien und Duette aus den schönsten Opern“ enthalten sind. Beide Schallplatten stammen aus dem 'BASF'-Katalog von 1974.


    dto.: Ausschnitte mit Trude Eipperle (Mimi), Ilse Hollweg (Musette), Rudolf Schock (Rudolf) und Robert Blasius (Marcel) / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Richard Kraus (Köln, Funkhaus, 1952). Nähere Angaben sind beim Sender nicht mehr zu ermitteln; die Aufnahmen wurden gelöscht.


    dto.: Querschnitt mit Trude Eipperle (Mimi), Ruth-Margret Pütz (Musette), Fritz Wunderlich (Rudolf), Herbert Brauer (Marcel), Peter Roth-Ehrang (Collin), Robert Koffmane (Schaunard), Leopold Clam (Alcindor), Heinrich Lindemann (Parpignol) / Die Schöneberger Sängerknaben / Der Chor und das Orchester der Städtischen Oper Berlin / Chorltg.: Hermann Lüddecke / Dirigent: Richard Kraus (Berlin, Esplanade-Festsaal, September 1956). Eine Aufnahme des 'Europäischen Phonoklubs' aus Stuttgart mit seinem Label 'Opera', die 1976 von 'Bertelsmann/Ariola' mit dem Etikett 'Baccarola' wiederveröffentlicht wurde. Richard Kraus benutzte ebenfalls die Textfassung von Hans Swarowsky und spielte auch einige kleine Ensemble-Szenen ein, die man normalerweise auf "La Bohème"-Querschnitt-LPs selten findet.



    „Madame Butterfly“ (Giacomo Puccini): Querschnitt mit Trude Eipperle (Cho-Cho-San), Esther Hilbert (Suzuki), Helga Hildebrand (Kate Linkerton), Fritz Wunderlich (F. B. Linkerton), Theo Zilliken (Sharpless), Martin Vantin (Goro), Peter Roth-Ehrang (Onkel Bonze) / Der Chor und das Orchester der Städtischen Oper Berlin / Chorltg.: Hermann Lüddecke / Dirigent: Richard Kraus (Berlin, Esplanade-Festsaal, 1958). Auch für diese Schallplatte der Marke 'Opera' nahm man mehrere kurze Ensemble-Szenen auf (in der traditionellen deutschen Textfassung von A. Brüggemann). Nach Übernahme des 'Europäischen Phonoklubs' durch 'Bertelsmann/Ariola' wurde dieser Querschnitt 1976 unter 'Baccarola' wiederveröffentlicht.


    dto.: Ausschnitte mit Trude Eipperle (Cho-Cho-San), Trude Roesler (Suzuki), Rudolf Schock (F. B. Linkerton) und Robert Blasius (Sharpless) / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Richard Kraus (Köln, Funkhaus, 1952). Nähere Angaben sind beim Sender nicht mehr zu ermitteln; die Aufnahmen wurden gelöscht.



    Mehr von Puccini folgt in der nächsten Woche.


    Carlo

    Roland Hermann mit Werken von Giacinto Scelsi, Heinz Schnitzler, Othmar Schoeck, Arnold Schönberg, Franz Schubert und Robert Schumann:



    „Yamaon“ (Giacinto Scelsi): Roland Hermann (Bass-Bariton) / Mitglieder des 'Klangforums Wien': Lorelei Dowling (Fagott), Pierre-Stéphane Meuge und Gerald Preinfalk (Saxophon), Uli Fussenegger (Kontrabass), Lukas Schiske und Adam Weisman (Schlagzeug) / Dirigent: Hans Zender (Wien, Casino Zögernitz, 11. 2. 1998). Dieses Werk (über den Untergang der Maya-Kultur) aus den Jahren 1954-1958 erschien 1999 auf einer CD der Firma „Kairos“, gekoppelt mit weiteren Werken des Grafen Scelsi (1905-1988): „Anahit“ für Violine und 18 Instrumente (1965); „I presagi“ für ein Kammerensemble (1958); „Tre pezzi“ für Sopran-Saxophon (1956) und „Okanagon“ für Harfe,Kontrabass und Tam-Tam (1968).



    „Lieder und Chorlieder“ (Heinz Schnitzler): Roland Hermann (Bariton). Es gab eine Schallplatte der Düsseldorfer Firma 'Life Records' mit Liedern des aus Essen gebürtigen Komponisten und Chorleiters Heinz Schnitzler (1907-2002). Leider habe ich diese LP nie gesehen oder Teile daraus gehört, so dass ich dazu keine Einzelheiten mitteilen kann. Auch im ‚Bielefelder Katalog‘ war sie nicht gelistet.



    „Elegie“ (Othmar Schoeck): Roland Hermann (Bass) / Die Festival Strings Lucerne / Dirigent: Rudolf Baumgartner (Luzern, Kunsthaus, 17. 8. 1986). „Elegie“ ist ein Zyklus von 24 Liedern nach Gedichten von Nikolaus Lenau und Joseph von Eichendorff für Bariton und Kammerorchester, komponiert in den Jahren 1915 – 1922. Roland Hermann sang hier in einem Konzert während der Luzerner Musikfestwochen 1986.



    „Kol Nidre“ (Arnold Schönberg): Roland Hermann (Sprecher) / Der ORF-Chor und das ORF-Symphonieorchester Wien / Chorltg.: Roman Ortner ? / Dirigent: Michael Gielen (Wien, Musikverein, 27. 1. 1989). Die Vertonung – für einen Sprecher, einen gemischten Chor und Orchester - des traditionellen, am Abend des Jom Kippur ('Versöhnungsfest') gesprochenen, Gebetes trägt in Schönbergs Werkverzeichnis die Opuszahl 39 und sie entstand 1938 in Los Angeles. Allerdings änderte Arnold Schönberg den jahrhundertealten Text unter dem Eindruck der ihn aus Deutschland erreichenden schlimmen Nachrichten ab, so dass die Freisprechung nur für die frevelhaften Gelübde und Schwüre gegen den Glauben an Gott gilt.



    „Ode an Napoleon Buonaparte“ (Arnold Schönberg): Roland Hermann (Sprecher) / Tim Vogler und Frank Reinecke (Violine), Stefan Fehlandt (Viola), Michael Sanderling (Violoncello) und Frank-Immo Zichner (Klavier) (Aufgenommen 1994 und ein Jahr später veröffentlicht auf CD in der ‚Edition Abseits‘.) Eingespielt wurde das 1942 in den USA komponierte Werk (op. 41) - mit einem Text von Lord Byron in Schönbergs eigener deutscher Übersetzung - in der Fassung für Streichquartett und Klavier. (Die CD enthält ferner „Sechs kleine Klavierstücke, op. 19“ von Arnold Schönberg und von Viktor Ullmann die „Variationen und Doppelfuge über ein Thema von Arnold Schönberg für Klavier, op. 3a“ sowie „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke, für Sprecher und Klavier“ mit Gert Westphal.)



    „Ein Überlebender aus Warschau“ (Arnold Schönberg): Roland Hermann (Sprecher) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Marc Albrecht (München, Herz-Jesu-Kirche, 7. 2. 2003). Dieses Konzert der Reihe ‚Paradisi gloria‘ brachte neben diesem Melodram für Sprecher, Männerchor und Orchester (1947) von Arnold Schönberg auch die Chorkomposition „Friede auf Erden“ (1907) sowie das Adagetto ‚Als Jakob erwachte‘ aus der Oper „Paradise Lost“ von Krzysztof Penderecki (1978) und den „Psalmus hungaricus“ für Tenor, Chor und Orchester (1923) von Zoltán Kodály; der Solist war hier Zoran Todorovich. (Das komplette Konzert wurde am 15. 2. 2003 im Bayerischen Rundfunk gesendet.)



    „Fünf Lieder“ (Franz Schubert): 'An die Leyer, D 737' - 'Orest auf Tauris, D 548' - 'Der entsühnte Orest, D 679' - 'Philoktet, D 540' - 'Freiwilliges Versinken, D 700' / Roland Hermann (Bariton) / Klavier: Rolf Reinhardt (Köln, Funkhaus, 1962). Eine Sendung des WDR vom 6. 11. 1962; m. E. die frühesten Aufnahmen Roland Hermanns.



    „Winterreise, D 911“ (Franz Schubert): Roland Hermann (Bariton) / Klavier: Roman Ortner (Wien, Musikverein, Brahmssaal, 30. 1. 1977). Roland Hermann sprang für den erkrankten Ulrik Cold ein; vermutlich existiert ein Mitschnitt.



    „Faust-Szenen“ (Robert Schumann): Pamela Coburn, Sopran (Gretchen, Una Poenitentium) / Sylvia Greenberg, Sopran (Sorge) / Silvia Herman, Sopran (Not, Magna Peccatrix) / Marga Schiml, Alt (Marthe, Schuld, Maria Aegyptiaca, Mater Gloriosa) / Ursula Kunz, Alt (Mangel, Mater Samaritana) / Endrik Wottrich, Tenor (Ariel, Pater Ecstaticus) / Wolfgang Schöne, Bariton (Faust, Doctor Marianus) / Roland Hermann, Bass-Bariton (Mephistopheles, Böser Geist, Pater Seraphicus) / Franz-Josef Selig, Bass (Pater Profundus) / Die Wuppertaler Kurrende / Chorltg.: Heinz Rudolf Meier / Der Chor des Städtischen Musikvereins Düsseldorf / Chorltg.: Hartmut Schmidt / Die Düsseldorfer Symphoniker / Dirigent: Salvador Mas Conde (Düsseldorf, Tonhalle, 16., 17. und 19. 6. 1994). Der Mitschnitt eines der drei Konzerte befindet sich im Archiv des Städtischen Musikvereins Düsseldorf. Meine Aufteilung der Gesangspartien ist spekulativ, da im Programmheft die Sänger nur mit ihrem Stimmfach genannt wurden. (Ich habe leider keines dieser Konzerte besucht, weil ich verreist war.)



    Carlo

    Heute Trude Eipperle als Mozart-Sängerin:



    „Idomeneo“ (Wolfgang Amadé Mozart): Idomeneo – Kurt Schüffler / Idamantes – Trude Eipperle / Ilia – Elfride Trötschel / Elektra – Annelies Kupper / Arbaces – Herbert Hess / Der Oberpriester – Franz Fehringer / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks / Chorltg.: Edmund von Michnay / Dirigent: Winfried Zillig (Frankfurt, Funkhaus, April 1954). Die Erstsendung dieser Aufnahme war am 8. 4. 1954 mit einer Wiederholung am 10. 12. 1954. Von Winfried Zillig, der auch das Cembalo in den Secco-Rezitativen spielte, stammt nicht nur die deutsche Textfassung, sondern auch die Funkbearbeitung, die das Werk auf eine Spieldauer von 120 Minuten brachte. 2005 gab es eine Veröffentlichung bei 'Walhall' auf zwei CDs.



    „Die Gärtnerin aus Liebe“ ('La finta giardiniera') (Wolfgang Amadé Mozart): Don Anchise, der Podestà – Alfred Pfeifle / Gräfin Violante Onesti, unter dem Namen 'Sandrina' – Olga Moll / Graf Belfiore – Fritz Wunderlich / Arminda – Trude Eipperle / Don Ramiro – Katja Sabo / Nardo, Belfiores Diener – Gustav Grefe / Serpetta – Ellinor Junker-Giesen / Der Chor und das Orchester der Württembergischen Staatsoper Stuttgart / Chorltg.: Heinz Mende / Dirigent: Josef Dünnwald (statt Ferdinand Leitner) (Ludwigsburg, Schlosstheater, 1. 7. 1956). Ein Mittschnitt des Süddeutschen Rundfunks vom 5. Deutschen Mozartfest. Die Oper des 19jährigen Mozart wurde in zwei Vorstellungen (am 30. 6. und 1. 7. 1956) in deutscher Sprache in einer Fassung von Karlheinz Gutheim aufgeführt. Die Veröffentlichung von 'Myto' (2005) enthält als Ergänzung Ausschnitte aus Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ vom Gastspiel der Stuttgarter Oper bei den Festspielen 1958 in Edinburgh mit Wilma Lipp, Lotte Schädle, Fritz Wunderlich, Gerhard Unger und Fritz Linke unter Lovro von Matačić.



    „Cosi fan tutte“ (Wolfgang Amadé Mozart): Fiordiligi – Trude Eipperle / Dorabella – Walburga Wegner / Despina – Käthe Nentwig / Ferrando – Franz Fehringer / Guglielmo – Willi Domgraf-Fassbaender / Don Alfonso – Hellmut Schweebs / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Ljubomir Romansky (Köln, Gemeindehaus St. Agnes, Februar 1949). Diese Aufnahme ist gelöscht worden.



    „Die Zauberflöte“ (Wolfgang Amadé Mozart): Sarastro – Josef von Manowarda / Tamino – Walther Ludwig / Der Sprecher – Georg Hann / Die Königin der Nacht – Lea Piltti / Pamina – Trude Eipperle / Drei Damen – Martha Martensen, Ellen Pfeil und Yella Hochreiter / Papageno – Karl Schmitt-Walter / Papagena – Lilly Preisig / Monostatos – Hubert Buchta / Drei Knaben – Drei Regensburger Domspatzen / Erster Geharnischter – Einar Kristjansson / Zweiter Geharnischter – Alexander Welitsch / Erster Priester – Max Osswald / Zweiter Priester – Georg Hann / Der Chor und das Orchester des Reichssenders Stuttgart / Dirigent: Joseph Keilberth. (Trude Eipperle arbeitete hier zum ersten Mal mit Joseph Keilberth zusammen, der von ihr sehr angetan war und in seinem Tagebuch vermerkte: „Im großen Ganzen gut. Sehr anstrengend. Orchester gut. Eipperle Erlebnis! 3 Damen schlecht.“)


    Gemäß dem Booklet-Text der CD-Veröffentlichung bei 'Preiser' (2 CDs, 1995) entstand die Aufnahme an einem einzigen Tag (10. 12. 1937), wogegen der Süddeutsche Rundfunk in der Sendung am 15. 5. 1994 – es ging um aus Russland zurückgekehrte Aufnahmen des Reichssenders Stuttgart – von vier Tagen (9. bis 11. und 19. Dezember) berichtete: 1. Tag Proben und Aufnahme der Ouvertüre; 2. Tag Soloarien; 3. Tag Duette und Terzette; 4. Tag Ensembles mit Chor; dazwischen Dialogaufnahmen. Das Datum der Erstsendung war der 21. 12. 1937.



    "Die Zauberflöte" (Wolfgang Amadé Mozart): Sarastro – Georg Hann / Tamino – Peter Anders / Der Sprecher – Hans Hermann Nissen / Die Königin der Nacht – Felicie Hüni-Mihacsek / Pamina – Trude Eipperle / Drei Damen – Elisabeth Feuge, Maria Cornelius und Luise Willer / Papageno – Heinrich Rehkemper / Papagena – Adele Kern / Monostatos – Carl Seydel / Drei Knaben – Friedl Gehr, Gertrud Friedrich und Ziska Molac / Erster Geharnischter – Karl Ostertag / Zweiter Geharnischter – Karl Schmidt / Erster Priester – Emil Graf / Zweiter Priester – Odo Ruepp / Der Chor und das Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Chorltg.: Josef Kugler / Dirigent: Clemens Krauss (München, Nationaltheater, 26. 12. 1937). Eine Live-Übertragung des Reichssenders München, von der sich kein Mitschnitt erhalten hat.


    dto.: Sarastro – Otto von Rohr / Tamino – Walther Ludwig / Der Sprecher – Rudolf Gonszar / Die Königin der Nacht – Olga Moll / Pamina – Trude Eipperle / Papageno – Günther Ambrosius / Papagena – Maria-Madlen Madsen / Monostatos- Willy Hofmann u. a. / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks / Chorltg.: Edmund von Michnay / Dirigent: Winfried Zillig (Frankfurt, 1949). Die Aufnahme ist gelöscht worden. Übrigens gab es noch drei weitere Rundfunkproduktionen der „Zauberflöte“ mit Walther Ludwig als Tamino: 1936 vom Deutschlandsender Berlin (mit Gertrud Callam, Adelheid Armhold, Tresi Rudolph, Hans Wocke, Josef von Manowarda, Gotthold Ditter und Paul Kluge unter Hermann Stange), 1937 vom Reichssender Berlin (mit Tiana Lemnitz, Erna Berger, Tresi Rudolph, Willy Domgraf-Fassbaender, Herbert Alsen, Friedrich Wilhelm Hetzel, Ernst Fabry und Hans Florian unter Heinrich Steiner) und 1949 vom Süddeutschen Rundfunk Stuttgart (mit Lore Wissmann, Edith Jäger, Ellinor Junker-Giesen, Karl Schmitt-Walter, Otto von Rohr, Bruno Müller, Werner Nesseler und Wolfram Zimmermann unter Hans Müller-Kray). Während die Aufnahmen von 1936 und 1937 spurlos verschwunden sind, ist " Das Zauberflötenspiel" von 1949 - ein Hörspiel über die Entstehung von Mozarts Oper von Gerhart Herrmann Mostar, bekannt als Autor von Essays ("In diesem Sinne..."), Romanen und Hörspielen sowie als Gerichtsreporter - mit der kompletten Opernmusik erhalten geblieben.


    dto.: Ausschnitt ('Soll ich dich, Teurer, nicht mehr seh'n?') mit Trude Eipperle (Pamina), Peter Anders (Tamino) und Georg Hann (Sarastro) / Das Große Orchester des Reichssenders Berlin / Dirigent: Artur Rother (Berlin, Haus des Rundfunks, 24. 6. 1942). Auf LP 1975 veröffentlicht auf einem „Peter-Anders-Recital“ (2 LPs) bei 'BASF'.



    Leider gibt es keine Tondokumente von Trude Eipperles Interpretationen der Gräfin in „Figaros Hochzeit“ und der Donna Elvira im „Don Giovanni“.



    Carlo

    Nachfolgend Kompositionen von Penderecki, Prokofiev, Ravel, Reger, Reutter, Rihm und Rossini:



    „Te Deum“ (Krysztof Penderecki): Kathrin Graf (Sopran), Glenys Linos (Alt), Richard Decker (Tenor), Roland Hermann (Bass) / Der Zürcher Bach-Chor / Die 'basel sinfonietta' / Chorleiter und Dirigent: Peter Eidenbenz (Basel, Casino, 13. 9. 1986, Schweizerische Erstaufführung). In diesem Konzert erklang auch die Chor-Kantate 'Nun ist das Heil und die Kraft, BWV 50 ' von Johann Sebastian Bach und Arthur Honeggers Symphonie Nr. 5.



    „Leutnant Kijé“ (Sergej Prokofiev): Roland Hermann (Bariton) / Die Bamberger Symphoniker / Dirigent: Moshe Atzmon (Bamberg, Dominikanerbau, 21. 2. 1968). Eine Aufnahme vom Studio Franken des Bayerischen Rundfunks.



    „Don Quichotte à Dulcinée“ (Maurice Ravel): Roland Hermann (Bariton) / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Dirigent: Jonathan Sternberg (Berlin, Hochschule für Musik, 4. 11. 1964). Roland Hermann sang die drei Lieder nach Gedichten von Paul Morand in französischer Sprache. In der Live-Übertragung dieses Konzerts durch den RIAS Berlin war der Sänger auch mit den drei „Gesängen des Harfners“ von Hugo Wolf zu hören und wurde in der Pause interviewt.



    „Hymnus der Liebe“ (Max Reger): Roland Hermann (Bariton) / Die Bamberger Symphoniker / Dirigent: Rudolf Alberth (Bamberg, Kulturraum, 25. 9. 1973, Live). In diesem Konzert sang Roland Hermann auch Rudi Stephans „Liebeszauber“ (siehe dort).



    „Der große Kalender“ (Hermann Reutter): Annabelle Bernard (Sopran) und Roland Hermann (Bariton) / Ein Kinderchor / Der Philharmonische Chor Stuttgart / Der Südfunk-Chor Stuttgart / Das Sinfonie-Orchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart / Dirigent und Chorleiter: Heinz Mende (Stuttgart, Liederhalle, 17. 6. 1970, Uraufführung der Neufassung). Dieses Konzert zum 70. Geburtstag Hermann Reutters wurde gleichzeitig im Süddeutschen Rundfunk und im Bayerischen Rundfunk live übertragen. Den Text zu diesem Oratorium - ein musikalischer Kalender in 24 Teilen - schrieb der durch Werner Egks „Die Zaubergeige“ bekannte Ludwig Andersen; die Uraufführung war am 22. 6. 1933 in Dortmund.



    „Dies“ (Wolfgang Rihm): Agnes Habereder (Sopran), Klára Takács (Alt), Robert Gambill (Tenor), John Brandstetter (Bariton), Roland Hermann (Bass-Bariton) / Alexander Goebel und Jost Meyer (Sprecher) / Die Wiener Sängerknaben / Der ORF-Chor Wien / Das ORF-Symphonieorchester Wien / Dirigent: Lothar Zagrosek (Wien, Konzerthaus, 13. 11. 1986, Uraufführung). Wolfgang Rihm komponierte dieses 'Oratorium nach Texten von Leonardo da Vinci, aus dem Graduale und der Vulgata für Soli, Sprecher, Kinderchor, Sprechchor, großen gemischten Chor, große Orgel, Fernorchester und großes Orchester' 1984 im Auftrag des Landes Rheinland-Pfalz.


    dto.: Edith Wiens (Sopran), Cornelia Kallisch (Alt), Josef Protschka (Tenor), Sebastian Reinthaller (Tenor), Roland Hermann (Bass-Bariton) / Peter Pikl und Georg Schuchter (Sprecher) / Die St. Florianer Sängerknaben / Chorltg.: Franz Farnberger / Der Salzburger Bachchor / Chorltg.: Howard Arman / Der Chor des Ungarischen Rundfunks und Fernsehens / Chorltg.: Ferenc Sapzszon / Das Mozarteum-Orchester Salzburg / Dirigent: Lothar Zagrosek (Salzburg, Universitätskirche, 15. 8. 1990). Am Beginn dieses Konzertes stand Anton Bruckners „Messe Nr. 3 in f-Moll“ (siehe dort).



    „Stabat Mater“ (Gioachino Rossini): Pilar Lorengar (Sopran), Barbara Scherler (Alt), Dieter Ellenbeck (Tenor), Roland Hermann (Bass-Bariton) / Der Chor der St. Hedwigs-Kathedrale, Berlin / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Chorleiter und Dirigent: Anton Lippe (Berlin, Philharmonie, 28. 3. 1971). Ein Mitschnitt des RIAS Berlin.



    Carlo

    Hallo,


    morgen Abend - Freitag, 19. 8. 2022 - zeigt das 'ZDF' um 23.10 Uhr einen neunzigminütigen Zusammenschnitt der diesjährigen "Carmen"-Produktion aus der Arena in Verona mit Elina Garanca (Carmen), Maria Teresa Leva (Micaela), Brian Jagde (Don José) und Claudio Sgura (Escamillo); der Dirigent ist Marco Armiliato. Es handelt sich um eine Wiederaufnahme der Inszenierung Franco Zeffirellis (verstorben 2019) aus dem Jahre 1995 mit von ihm intendierten - aber bisher nicht realisierten - Änderungen des Bühnenbildes. Am Samstag, 3. 9. 2022, wird diese "Carmen"-Aufzeichnung in kompletter Länge auf '3sat' um 20.15 Uhr gesendet.


    Carlo

    Hallo!


    Gestern nannte ich im Thread „Trude Eipperle – Die schwäbische Nachtigall“ die folgende Rundfunkaufnahme:


    „Undine“ (Albert Lortzing): Berthalda – Vilma Fichtmüller / Hugo von Ringstetten – Karl Ostertag / Veit – Hubert Buchta / Kühleborn – Gerhard Hüsch / Tobias – Bruno Müller / Marthe – Emma Mayer / Undine – Trude Eipperle / Pater Heilmann – Hans Ducrue / Hans – Franz Schuster / Der Chor und das Orchester des Reichssenders Stuttgart / Dirigent: Bernhard Zimmermann (Stuttgart, Funkhaus, 6. 3. 1938). Die Matrizen der Aufnahme sind größtenteils erhalten.

    Dies ist m. W. die einzige Tonaufnahme der Sopranistin Vilma Fichtmüller, geboren 1910 (?) in Berlin und gestorben in Karlsruhe am 11. 7. 2008. Bis vor kurzem konnte man im Internet noch einen langen, interessanten Lebensbericht bei www.karlsruhe.de unter dem Titel „Karlsruhe, diese saubere, ruhige Stadt“ lesen. Die Sängerin hat auch ihre Memoiren („Erinnerungen“) veröffentlicht, ein längst vergriffenes Buch, das ich nicht kenne.


    Vilma Fichtmüller absolvierte ein Gesangsstudium bei Paul Mangold in Berlin; dort gab sie auch 1934 an der Staatsoper (?) ihr Debüt als Theoda in Max von Schillings' "Moloch". Ein Jahr später gastierte sie so erfolgreich am Badischen Staatstheater Karlsruhe, dass sie bis 1938 dem dortigen Opernensemble beitrat, bevor sie an die Wiener Volksoper wechselte; 1941 folgte bis zur kriegsbedingten Schließung das Opernhaus in Stettin. Nach dem Krieg unternahm sie eine rege Gastspieltätigkeit, so man ihren "Erinnerungen" glauben darf. Da sie ihre eigentlich lyrische Sopranstimme schon früh durch einen Wechsel ins hochdramatische Fach belastete, dürfte ihre Karriere um 1960 beendet gewesen sein. Vilma Fichtmüller war die zweite Ehefrau von Karl Fritz, dem Herausgeber der Zeitschrift „Film-Revue“, auf dessen Initiative die Verleihung des jährlichen „Bambi“-Filmpreises (erstmals 1948) zurückgeht – heute ist er ein Medienpreis des ‚Hubert Burda Imperiums‘.


    Die Sopranistin Vilma Fichtmüller ist nicht zu verwechseln mit der Altistin Hedwig Fichtmüller (1. 10. 1894, Wittingen in Böhmen – 3. 12. 1975, Garmisch-Partenkirchen), die bereits ab 1917 an der Bayerischen Staatsoper sang und nach dem Zweiten Weltkrieg dort in der Administration tätig war; ab 1952 unterrichtete sie bis zu ihrer Pensionierung an der Münchner Musikhochschule. Einige Auftritte von Hedwig Fichtmüller an der Bayerischen Staatsoper habe ich ebenfalls im „Trude-Eipperle-Thread“ genannt:


    „Das Rheingold“ (Richard Wagner): (Freia) mit Luise Willer (Fricka); Hedwig Fichtmüller (Erda); Felicie Hüni-Mihacsek (Woglinde); Gisela Meyer (Wellgunde); Marga Koch (Flosshilde); Hans Hotter (Wotan); Julius Patzak (Loge); Karl Schmidt (Donner); Peter Anders (Froh); Jean Stern (Alberich); Carl Seydel (Mime); Ludwig Weber (Fasolt) und Paul Bender (Fafner) / 29. 10. 1939.


    „Daphne“ (Richard Strauss): (Daphne) mit Hedwig Fichtmüller (Gaea); Anton Dermota (Leukippos); Horst Taubmann (Apollo); Hans Hermann Nissen (Peneios); Anny van Kruyswyk und Georgine von Milinkovic (Zwei Mägde); Walther Carnuth, Franz Theo Reuter, Odo Ruepp und Hermann Uhde (Vier Schäfer) / 24. 5. 1941.


    „Götterdämmerung“ (Richard Wagner): (Woglinde) mit Gertrud Rünger (Brünnhilde); Cäcilie Reich (Gutrune); Georgine von Milinkovic (Waltraute, Dritte Norne und Wellgunde); Hedwig Fichtmüller (Erste Norne); Marga Koch (Zweite Norne); Ruth Michaelis (Floßhilde); Günther Treptow (Siegfried); Carl Kronenberg (Gunther); Ludwig Weber (Hagen) und Karl Schmidt (Alberich) / 29. 6. 1941.


    „Margarethe“ (Charles Gounod): (Margarethe) mit Hedwig Fichtmüller (Marthe); Julius Patzak (Faust); Ludwig Weber (Mephisto); Carl Kronenberg (Valentin); Josef Knapp (Siebel) und Karl Schmidt (Brander) / Dirigent: Meinhard von Zallinger / 14. 5. 1943.

    Wegen der Seltenheit des Namens kann spekuliert werden, ob zwischen den beiden Sängerinnen eine verwandtschaftliche Beziehung bestand (z. B. Tante und Nichte).


    Carlo

    Heute geht es weiter mit Opern von Humperdinck, Janácek, Leoncavallo und Lortzing:



    „Königskinder“ (Engelbert Hunperdinck): Der Königssohn – Paul Vincent Gunia / Die Gänsemagd – Trude Eipperle / Der Spielmann – Hans-Herbert Fiedler / Die Hexe – Marie-Luise Schilp / Der Holzhacker – Günther Wilhelms / Der Besenbinder – Karl Schiebener / Sein Töchterlein – Margot Klausmeier / Der Wirt – Julius Jüllich / Die Wirtstochter – Gisela Litz / Die Stallmagd – Paula Röhrig / Zwei Torwächter – Albert Bolz und Iwan Tschub / Ein Kinderchor / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Wilhelm Schüchter (Leverkusen, Bayer-Erholungshaus, Dezember 1947). Vermutlich waren die Rollen ‚Der Ratsälteste‘ und ‚Der Schneider‘ gestrichen worden. Die Bänder wurden vom damaligen NWDR Köln gelöscht, nachdem man 1952 eine Neuaufnahme (mit Käthe Möller-Siepermann, Peter Anders und Dietrich Fischer-Dieskau unter Richard Kraus) machte.


    dto.: Der Königssohn – Franz Fehringer / Die Gänsemagd – Trude Eipperle / Der Spielmann – Rudolf Gonszar / Die Hexe – Marie-Luise Schilp / Der Holzhacker – Sanders Schier / Der Besenbinder – Willy Hofmann / Der Ratsältestte- Xaver Waibel / Die Wirtstochter – Christa Ludwig u. a. / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks / Chorltg.: Edmund von Michnay / Dirigent: Kurt Schröder (Frankfurt, Hochschule für Musik, Dezember 1948). Die Aufnahme wurde am zweiten Weihnachtsfeiertag 1948 erstmals gesendet, ist aber beim Hessischen Rundfunk nicht mehr vorhanden.



    „Jenufa“ (Leos Janácek): Die alte Buryja – Ilsa Ihme-Sabisch / Stewa Buryja – Julius Katona / Laca Klemen – Wilhelm Otto / Die Küsterin – Margarete Klose / Jenufa – Trude Eipperle / Der Altgesell – Felix Knäpper / Der Dorfrichter – Anton Germann / Seine Frau – Gertrud Köhler / Karolka – Else Veith / Eine Magd – Hannelore Schmücking / Barena – Paula Röhrig / Jarno – Ruth Hoen / Die Tante – Mia Michels / Der Chor der Städtischen Bühnen Köln / Chorltg.: Peter Hammers / Das Gürzenich-Orchester Köln / Dirigent: Richard Kraus (Köln, vermtl. Aula der Universität, August 1949). Eine - beim Sender damals nicht archivierte - Studio-Produktion des NWDR Köln, die sich aber durch den Mitschnitt eines Rundfunkhörers erhalten hat. Für die Veröffentlichung beim schweizerischen Label ‚Relief‘ (2004) wurde die fehlende Kölner Schluss-Szene aus der Frankfurter Aufnahme unter Paul Schmitz ersetzt. (Die Schreibung einiger Sängernamen bei 'Relief' weicht von den Angaben des WDR ab, auf die ich mich beziehe.)


    dto.: Die alte Buryja – Ingeborg Lasser / Stewa Buryja – Sebastian Feiersinger / Laca Klemen – Franz Fehringer / Die Küsterin – Aga Joesten / Jenufa – Trude Eipperle / Der Altgesell – Georg Stern / Der Dorfrichter – Frithjof Sentpaul / Seine Frau – Christa Ludwig / Karolka – Traute Brill-Schirmherr / Eine Magd – Käthe Lindloff / Barena – Helene Bindhardt / Jarno – Maria-Madlen Madsen / Die Tante – Gustl Kaettner-Graepp / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks / Chorltg.: Edmund von Michnay / Dirigent: Paul Schmitz (Frankfurt, Funkhaus, Mai 1953). 2005 erschien diese Aufnahme bei ‚Walhall‘ auf zwei CDs.



    „Der Bajazzo“ ('I pagliacci') (Ruggiero Leoncavallo): Canio – Helge Rosvaenge / Nedda – Trude Eipperle / Tonio – Mathieu Ahlersmeyer / Beppo – Hermann Schmidt-Berikoven / Silvio – Johanes Draht / Ein Bauer – Bruno Müller / Der Chor und das Orchester des Reichssenders Stuttgart / Dirigent: Hans Rosbaud (Stuttgart, Funkhaus, 5. 2. 1938). Am 6. 3. 1951 wurde die Aufnahme vom Süddeutschen Rundfunk Stuttgart zuletzt gesendet.



    „Undine“ (Albert Lortzing): Berthalda – Vilma Fichtmüller / Hugo von Ringstetten – Karl Ostertag / Veit – Hubert Buchta / Kühleborn – Gerhard Hüsch / Tobias – Bruno Müller / Marthe – Emma Mayer / Undine – Trude Eipperle / Pater Heilmann – Hans Ducrue / Hans – Franz Schuster / Der Chor und das Orchester des Reichssenders Stuttgart / Dirigent: Bernhard Zimmermann (Stuttgart, Funkhaus, 6. 3. 1938). Die Matrizen der Aufnahme sind größtenteils erhalten.


    Die Sopranistin Vilma Fichtmüller (1910-2008), die überwiegend am Badischen Staatstheater Karlsruhe sang und über die bis vor kurzem ein interessanter Lebensbericht (Titel: "Karlsruhe, diese saubere, ruhige Stadt") unter www.karlsruhe.de gelesen werden konnte, ist nicht zu verwechseln mit der Altistin Hedwig Fichtmüller (1894-1975), die in den 40erJahren an der Bayerischen Staatsoper sang (siehe die Aufstellung im Beitrag Nr. 14). Eine verwandtschaftliche Beziehung der beiden Sängerinnen ist nicht auszuschließen.


    dto.: Berthalda – Christa Ludwig / Hugo von Ringstetten – Willy Friedrich (Martin Büttner) / Veit – Willy Hofmann / Kühleborn – Ferdinand Frantz / Tobias – Frithjof Sentpaul / Marthe – Else Tegetthoff / Undine – Trude Eipperle / Pater Heilmann – Aage Poulsen (Hans Kautz) / Hans – Sanders Schier / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks Frankfurt / Chorltg.: Edmund von Michnay / Dirigent: Carl Alexander Häfner (Frankfurt, Funkhaus, 6. 12. 1951, in Klammern die Namen der Dialogsprecher).


    Diese Aufnahme erschien 2003 bei 'Relief' auf zwei CDs; allerdings nennt man hier als 'Hugo von Ringstetten' irrtümlicherweise den Tenor Karl Friedrich (der in mehreren Produktionen beim Hessischen Rundfunk eingesetzt wurde), während die Rundfunkzeitung 'Hör Zu' für die Sendung am 27. 2. 1952 den Tenor Willy Friedrich angibt. (Auch das private Verzeichnis eines langjährigen Hörers des Hessischen Rundfunks nennt den zuletzt Genannten, der sich deutlich im Stimmtimbre unterscheidet.) Im „Die berühmte Stimme“-Thread zu Karl Friedrich wurde spekuliert, ob die beiden österreichischen Tenöre miteinander verwandt waren. Bemerkenswert ist die Besetzung der Sopranrolle 'Berthalda' mit der damals 23jährigen Altistin Christa Ludwig, die in ihren Memoiren schrieb, dass ihr damals bei jedem höheren Ton die Stimme 'weggebrochen' sei, wovon in dieser Aufnahme nichts zu merken ist.



    Carlo

    Das Sängerehepaar Anna Netrebko und Yusif Eyvazov tritt am 29. 8. 2022 in der Kölner Philharmonie auf und singt "Die schönsten Arien und Duette der Oper"; begleitet werden sie von der Nordwestdeutschen Philharmonie unter der Leitung von Michelangelo Mazza. Ein weiteres Konzert ist für den 7. 9. 2022 in der Hamburger Elbphilharmonie angekündigt.


    Bei ihrem Konzert bei den Schlossfestspielen in Regensburg am 22. 7. 2022 gab es einige zahme Proteste gegen den Auftritt der Sopranistin.


    Carlo

    Hallo, gattina!



    Herzlich willkommen im "Tamino Klassikforum"! Vielen Dank für die Ergänzungen zur Diskographie von Roland Hermann! (Dieser Dank geht auch an Orfeo!) Leider war ich für zwei Monate wegen des Totalausfalls meines noch nicht vier Jahre alten Notebooks zu einer 'Zwangspause' gezwungen, doch nun hoffe ich, zügig weiter meine Beiträge schreiben zu können.



    Hier folgen Werke von Frank Martin, Bohuslav Martinu, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Wolfgang Amadé Mozart und Carl Orff. (Mein neues Schreibprogramm enthält nicht die Möglichkeit, fremde Schrift- und Akzentzeichen zu setzen.)



    „In terra pax“ (Frank Martin): Regina Klepper (Sopran), Cornelia Kallisch (Alt), Peter Bartels (Tenor), Roland Hermann (Bariton), Peter Lika (Bass) / Der Kammerchor Stuttgart / Die Bamberger Symphoniker / Chorleiter und Dirigent: Frieder Bernius (Nürnberg, Kirche St. Sebald, 29. 6. 1986). Ein Konzert anlässlich der Internationalen Orgelwoche Nürnberg 1986, mitgeschnitten vom Bayerischen Rundfunk (Studio Franken).



    „Polni Mse“ ('Feldmesse') (Bohuslav Martinu): Roland Hermann (Bariton) / Der Akademiechor Luzern / Chorltg.: Alois Koch / Das Schweizerische Festspielorchester / Dirigent: Jirí Belohlávek (Luzern, Kunsthaus, 15. 8. 1984). Ein Mitschnitt der SRG von den ‚Internationalen Musikfestwochen Luzern‘ (seit 2001 ‚Lucerne Festival’). Ursprünglich sollte Rafael Kubelik das Konzert dirigieren.



    „Vier Geistliche Kantaten“ (Felix Mendelssohn-Bartholdy): 'Ach Gott, vom Himmel sieh' darein'*+ – 'Jesu, meine Freude'+ – 'Wer nur den lieben Gott lässt walten'°+ – 'Christe, du Lamm Gottes'+ / Krisztina Laki° (Sopran) und Roland Hermann* (Bariton) / Der Kammerchor Stuttgart+ / Das Württembergische Kammerorchester Heilbronn / Chorleiter und Dirigent: Frieder Bernius (Stuttgart, September 1980). Eine Schallplatte der 'EMI' von 1981.



    „Per questa bella mano, KV 612“ (Wolfgang Amadé Mozart): Roland Hermann (Bass) / Georg Hörtnagel (Kontrabass) / Das Mozarteum-Orchester Salzburg / Dirigent: Leopold Hager (Salzburg, Mozarteum, Januar 1973). Die Aufnahme dieser Konzertarie wurde zusammen mit dem Konzert für Fagott und Orchester (KV 191) und den Symphonien Nrn. 10 (KV 74) und 35 „Haffner-Symphonie“ (KV 385) auf einer LP der 'BASF' veröffentlicht.



    „Requiem, KV 626“ (Wolfgang Amadé Mozart): Leonore Kirschstein (Sopran), Kaja Borris (Alt), Horst Laubenthal (Tenor), Roland Hermann (Bass) / Der Berliner Konzertchor / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Chorleiter und Dirigent: Fritz Weisse (Berlin, Philharmonie, 15. 11. 1975) (Siehe Anton Bruckner: Te Deum)


    dto.: Jutta-Renate Ihloff (Sopran), Barbara Egel (Alt), Dieter Ellenbeck (Tenor), Roland Hermann (Bass) / Der Münchner Motettenchor / Mitglieder der Münchner Philharmoniker und des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks / Chorleiter und Dirigent: Hans Rudolf Zöbeley (München, Herkulessaal der Residenz, 14. 11. 1976). Ein Konzert 'In memoriam Rudolf Kempe’. (Siehe Benjamin Britten: „Cantata Misericordium“).



    „Carmina burana“ (Carl Orff): Ruth-Margret Pütz (Sopran), Michael Cousins (Tenor), Roland Hermann und Barry McDaniel (Bariton) / Chorsolisten: Marlies Jacobs, Barbara Dommer, Marita Janssen-Scheeben, Werner Becker, André Peysang, Toni Maxen, Ferdinand Schnelle, Nikolaus Hillebrand und Dietrich Satzky / Der Tölzer Knabenchor / Ltg.: Gerhard Schmidt-Gaden / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Herbert Schernus / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Ferdinand Leitner (Köln, WDR-Funkhaus, März 1971) Erschienen auf LP bei 'BASF' (1973) bzw. 'Acanta' (1976) sowie auf CD bei ‚Allegria‘ (2003) und ‚Arts Archives‘ (2008). Aus den Angaben zu der Schallplatten-Veröffentlichung geht nicht hervor, welchen Part die beiden Baritone interpretieren. Meiner Meinung nach singt Roland Hermann im 1. Teil („Der Frühling“), während Barry McDaniel der Bariton in den beiden anderen Teilen („In Taberna“ und „Cour d' Amour“) ist.


    „Carmina burana“ (Carl Orff): Krisztina Laki (Sopran), Zeger Vanderstene (Tenor), Roland Hermann (Bariton) / Der Chor der Wiener Volksoper / Die Chorvereinigung 'Jung-Wien' / Der Wiener Schubertbund / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Gustav Kuhn (Wien, Musikverein, 30. 6. 1983).



    Carlo

    Lieber Orfeo,


    Danke für den Hinweis auf diesen Flüchtigkeitsfehler - in den anderen Absätzen des Beitrages habe ich den Vornamen ja korrekt geschrieben! Als jahrzehntelanger Abonnent des englischen Magazins "Opera" ist mir der australische Tenor Ronald Dowd besser im Gedächtnis als der amerikanische Tenor Jeffrey Dowd.


    Carlo

    Liebe Taminos,


    ich bin wieder 'online'!



    Der am 22. 7. 2022 mit 73 Jahren verstorbene Dirigent Stefan Soltesz – der nicht tot am Dirigentenpult im Münchner Nationaltheater zusammenbrach, sondern erst bei der Einlieferung ins Krankenhaus starb – hatte vor allem während seiner Zeit als Generalmusikdirektor der Essener Philharmoniker und Intendant des Aalto-Musiktheaters in Essen internationale Anerkennung als Richard-Strauss-Experte erworben.



    In Essen initiierte und dirigierte Stefan Soltesz Neuinszenierungen von acht Strauss-Opern:


    „Arabella“ (September 1997) mit Petra-Maria Schnitzer, Zsuzsanna Bazsinka, Ildikó Szönyi, Claudio Otelli, Marcel Rosca und Jeffrey Dowd / Regie: Adolf Dresen.


    „Die Frau ohne Schatten“ (September 1998) mit Susan Anthony, Luana DeVol, Ildikó Szönyi, Jeffrey Dowd, Wolfgang Brendel und Marcel Rosca / Regie: Fred Berndt. (Bei den Richard-Strauss-Festtagen 2010 in Garmisch leitete Stefan Soltesz eine konzertante Aufführung dieser Oper mit den Essener Philharmonikern und den genannten Solisten, aber statt Susan Anthony sang hier Silvana Dussmann die Kaiserin.)


    „Daphne“ (Mai 1999) mit Zsuzsanna Bazsinka, Elisabeth Hornung, Rainer Maria Röhr, Jeffrey Dowd und Marcel Rosca / Regie: Peter Konwitschny.


    „Elektra“ (Februar 2000) mit Luana DeVol, Silvana Dussmann, Ildikó Szönyi, Karl-Heinz Lehner und Rainer Maria Röhr / Regie: Nicolas Brieger.


    „Ariadne auf Naxos“ (Februar 2002) mit Mariana Zvetkova, Viktoria Loukianetz, Stella Kleindienst, Albert Bonnema und Heiko Trinsinger / Regie: Johannes Schaaf.


    „Die ägyptische Helena“ (Juni 2003) mit Luana DeVol, Helen Donath, Elisabeth Hornung, Hendrik Vonk, Almas Svilpa und Peter Bording / Regie: Gottfried Pilz.


    „Salome“ (Januar 2004) mit Francesca Patané, Ildikó Szönyi, Rainer Maria Röhr, Almas Svilpa und Jeffrey Dowd / Regie: Tilman Knabe.


    „Der Rosenkavalier“ (Dezember 2004) mit Martina Serafin, Michelle Breedt, Rachel Harnisch und Franz Hawlata / Regie: Anselm Weber.


    Mit einer umjubelten Aufführung der „Frau ohne Schatten“ verabschiedete sich Stefan Soltesz 2013 nach sechzehn Jahren vom Essener Opernpublikum.



    Von drei Strauss-Opern sind Mitschnitte erhalten:


    „Friedenstag“ (Richard Strauss): Der Kommandant der belagerten Stadt – Hans-Joachim Ketelsen / Maria, seine Frau – Luana DeVol / Der Wachtmeister – Karl-Heinz Stryczek / Der Schütze – Tom Martinsen / Der Konstabel – Andreas Scholz / Der Musketier – André Eckert / Der Hornist – Jürgen Commichau / Ein Offizier – Jürgen Hartfiel / Ein Frontoffizier – Matthias Henneberg / Ein Piemonteser – Werner Güra / Der Holsteiner, Kommandant der Belagerungsarmee – Oddbjörn Tennfjord / Der Bürgermeister – Klaus König / Der Prälat – Rainer Büsching / Eine Frau aus dem Volk – Sabine Brohm / Der Sinfoniechor Dresden / Der Kinderchor und der Chor der Staatsoper Dresden / Die Sächsische Staatskapelle Dresden / Dirigent: Stefan Soltesz / Dresden, Staatsoper, 2. 4. 1995. Ein Premieren-Mitschnitt des Deutschlandfunks aus der Dresdner ‚Semperoper‘ (Regie: Peter Konwitschny); bei einer Vorstellungsserie dieser Inszenierung im Mai 1998 (bei nahezu unveränderter Besetzung, ebenfalls unter Stefan Soltesz) sang Susan Anthony die Maria.


    „Daphne“ (Richard Strauss): Peneios – Alfred Reiter / Gaea – Jane Henschel / Daphne – Alexandra von der Weth / Leukippos – Roberto Saccà / Apollo – Johan Botha / Zwei Mägde – Rebecca Nash und Gweneth-Ann Jeffers / Vier Hirten – James Rutherford, Peter Auty, Graeme Broadbent und Darren Jeffery / Chorus and Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden / Dirigent: Stefan Soltesz (London, Royal Opera House, 11. 5. 2002, Konzertante Aufführung). Ein Mitschnitt der BBC London, gesendet am 18. 5. 2002 und auf ‚Premiere Opera‘ veröffentlicht. (Stefan Soltesz sprang kurzfristig für Christian Thielemann ein.)


    „Salome“ (Richard Strauss): Herodes – Kim Begley / Herodias – Doris Soffel / Salome – Angela Denoke / Jochanaan – Alan Held / Narraboth – Marcel Reijans / Der Page der Herodias – Jurgita Adamonytè / Fünf Juden – Jeffrey Francis, Benjamin Hulett, Timothy Robinson, Pascal Pittie und Reinhard Dorn / Zwei Nazarener – Steven Humes und Roman Grübner / Zwei Soldaten – David Jerusalem und Artur Grywatzik / Ein Cappadozier – Roman Grübner / Ein Page – Iwona Sakowicz / Naaman, der Henker – Patrick Büttner / Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin / Dirigent: Stefan Soltesz / Choreographie: Denni Sayers / Bühnenbild: Hans-Martin Scholder / Kostüme: Bettina Walter / Licht: Duane Schuler / Inszenierung: Nikolaus Lehnhoff / TV-Regie: Thomas Grimm (Baden-Baden, Festspielhaus, Juni 2011). Erschienen 2012 auf DVD bei ‚Unitel‘.



    Mit Stefan Soltesz gibt es ausser den in den Beiträgen Nrn. 1, 6 und 22 genannten Aufnahmen noch folgende Opern-Gesamtaufnahmen und Recitals auf CD bzw. DVD:


    „Don Giovanni ossia Il convitato di pietra„ (Giuseppe Gazzaniga) mit Pamela Coburn, Julie Kaufmann, John Aler, Robert Swensen, Günter von Kannen, Anton Scharinger, Jean-Luc Chaignaud u. a. (München, Funkhaus, 1990). Erschienen bei ‚Orfeo‘.


    „Der Kreidekreis“ (Alexander von Zemlinsky) mit Renate Behle, Celina Lindsley, Gabriele Schreckenbach, Roland Hermann, Siegfried Lorenz, Reiner Goldberg u. a. (Berlin, Jesus-Christus-Kirche, Februar 1990). Erschienen bei ‚Capriccio‘.


    „Zazà“ (Ruggero Leoncavallo) mit Svetlana Aksenova, Enkelejda Shkosa, Juliette Mara, Nikolai Schukoff, Christopher Maltman, Paul Schweinester u. a. (Wien, Theater an der Wien, September 2020). Eine DVD von ‚Unitel‘.


    „Grace Bumbry“ (Opernarien). LP und CD von ‚Orfeo‘.


    „Dietrich Fischer-Dieskau“ (Orchesterlieder von Hugo Wolf). LP und CD von ‚Orfeo‘.



    Bei den ‚Münchner Sonntagskonzerten‘ wurde die folgende Oper (mit dem Münchner Rundfunkorchester) aufgeführt:


    „Sonntagskonzert“ - „Cardillac“ (Paul Hindemith): Markus Eiche (Cardillac), Juliane Banse (Cardillacs Tochter), Matthias Klink (statt Oliver Ringelhahn) (Der Offizier), Jan-Henrik Rootering (Der Goldhändler), Torsten Kerl (Der Kavalier), Michaela Selinger (Eine Dame), Kay Stiefermann (Der Führer der Prevoté) / Prazský filharmonický sbor (Der Prager Philharmonische Chor) (Ltg.: Lukás Vasilek) / Dirigent: Stefan Soltesz / Prinzregententheater München, 13. 10. 2013. Die Erstfassung der Oper von 1926 kam hier zur Aufführung; es war der erste Video-Livestream des Bayerischen Rundfunks per Internet.


    und es gab auch ein ‚Münchner Sonntagskonzert‘ mit folgenden Solisten:


    „Sonntagskonzert“: Eva Marton, Ben Heppner und Paata Burchuladze / (Opernmelodien von Ludwig van Beethoven, Mikhail Glinka, Richard Wagner, Giuseppe Verdi, Georges Bizet, Modest Mussorgski, Aleksander Borodin, Modest Mussorgskii, Arrigo Boito, Giacomo Puccini, Umberto Giordano u. a.) / Dirigent: Stefan Soltesz / 10. 3. 1991


    In den 90er Jahren war Stefan Soltesz auch mehrmals mit Opern- und Sinfonie-Konzerten aus Essen im TV zu sehen. Da ich mit dem reichhaltigen Musikangebot in Düsseldorf und Köln lange Jahre gut ‚ausgelastet‘ war, bin ich nur selten dafür in benachbarte Städte gefahren. So habe ich Stefan Soltesz nur zweimal erleben können, beide Male am Aalto-Musiktheater in Essen: am 12. 2. 2000 in „Elektra“ (Besetzung siehe oben) und am 11. 3. 2001 in „Luisa Miller“ (aus dem Verdi-Zyklus von Dietrich Hilsdorf) mit Elena Mosuc, Gritt Gnauck, Mikhail Dawidoff, Károly Szilágyi, Marcel Rosca und Almas Svilpa.



    Carlo

    Liebe Taminos,


    nach einer längeren 'Zwangspause' wegen gesundheitlicher und hauptsächlich technischer Probleme melde ich mich heute zurück. (Mein noch nicht vier Jahre altes Notebook war nach einer dritten Reparatur nicht mehr funktionsfähig und musste durch ein neues Gerät ersetzt werden.)


    Weiter geht es nun also mit den Aufnahmen der Sopranistin Trude Eipperle; alphabetisch sortiert nach den Namen der Komponisten:



    „Der Barbier von Bagdad“ (Peter Cornelius): Der Kalif – Alexander Welitsch / Baba Mustapha – Max Osswald / Margiana – Trude Eipperle / Bostana – Elisabeth Waldenau / Nureddin – Walther Ludwig / Abul Hassan – Georg Hann / Drei Muezzine – Bruno Müller, Albert Tronje und Edward Ewen / Der Chor und das Orchester des Reichssenders Stuttgart / Dirigent: Carl Leonhardt (Stuttgart, Funkhaus, 29. 4. 1939). Auf CD veröffentlicht bei 'Koch/Schwann' (1999) und bei 'Cantus Classics' (2014).


    Übrigens gab es 1938 am Stuttgarter Opernhaus eine Inszenierung der Peter-Cornelius-Oper „Der Cid“ mit Trude Eipperle als Chimene und Rudolf Gonszar als Ruy Díaz. Schon am 12. 1. 1936 hatte der Berliner Reichsrundfunk das Werk in einer eigenen Aufnahme unter der Leitung von Heinrich Steiner (mit Gerda Heuer als Chimene, Hanns Heinz Nissen als Ruy Díaz, Wilhelm Strienz als Luyn Calvo und Marius Andersen als König von Kastilien) präsentiert; Ausschnitte aus dieser Produktion brachte DeutschlandRadio Berlin anlässlich der Übertragung der konzertanten Aufführung des "Cid" (unter dem Dirigat von Gustav Kuhn) im Berliner Konzerthaus am 11. 5. 1993.



    „Pelleas und Melisande“ (Claude Debussy): König Arkel – Aage Poulsen / Genoveva – Gusta Hammer / Golo – Otto von Rohr / Pelleas – Franz Fehringer / Melisande – Trude Eipperle / Yniold – Maria-Madlen Madsen / Ein Arzt – Frithjof Sentpaul / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks / Chorltg.: Edmund von Michnay / Dirigent: Kurt Schröder (Frankfurt, Funkhaus, November 1952). Diese m. W. neben der arg ‚verstümmelten’ Stuttgarter Einspielung von 1948 (mit Lore Wissmann, Wolfgang Windgassen, Alexander Welitsch und Walter Hagner unter Bertil Wetzelsberger) zweite Aufnahme in deutscher Sprache wurde am 16. 11. 1952 erstmals gesendet; sie wurde bisher nicht veröffentlicht. Verwendet wurde hier die bei der deutschen Erstaufführung am 19. 4. 1907 in Frankfurt am Main benutzte Fassung von Otto Neitzel nach der Übersetzung von Friedrich von Oppeln-Bronikowski; damals sangen Lisbeth Sellin (Melisande), Erik Wirl (Pelleas) und Richard Breitenfeld (Golo) unter dem Dirigat von Ludwig Rottenberg.



    „Margarethe“ ('Faust') (Charles Gounod): Faust – Helge Rosvaenge / Mephistopheles – Georg Hann / Margarethe – Trude Eipperle / Valentin – Hans Wocke / Siebel - Hildegard Erdmann / Marthe – Elisabeth Waldenau / Der Chor und das Orchester des Deutschen Opernhauses Berlin / Chorltg.: Hermann Lüddecke / Dirigent: Artur Rother (Berlin, Philharmonie, 2. 6. - 4. 6. 1943). Die Partie des Brander ist in dieser Aufnahme gestrichen worden. 'Walhall' veröffentlichte 2005 die Gesamtaufnahme auf zwei CDs; Ausschnitte gab es 1974 auf einer LP bei 'BASF', wo als Aufnahmejahr 1942 genannt wird.


    dto.: Faust – Helge Rosvaenge / Mephistopheles – Otto von Rohr / Margarethe – Trude Eipperle / Valentin – Rudolf Gonszar / Siebel – Christa Ludwig / Marthe – Else Tegetthoff / Brander – Frithjof Sentpaul / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks / Chorltg.: Edmund von Michnay / Dirigent: Kurt Schröder (Frankfurt, Funkhaus, 1951). Diese Produktion ist im Programm des 'Hamburger Archivs’ (3 CDs) enthalten.


    dto.: Ausschnitte ('Ja, das Gold regiert die Welt' – 'Es war ein König in Thule... Ha, welch' ein Glück' – 'Gegrüßt sei mir, o holde Stätte' – 'Es ist schon spät. Lebt wohl.' - 'Scheinst zu schlafen du im Stübchen' – 'Hoch Ruhm und Ehre!') mit Trude Eipperle (Margarethe), Julius Katona (Faust) und Helmut Fehn (Mephistopheles) / Der Kölner Rundfunk-Chor / Chorltg.: Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Ljubomir Romansky (Leverkusen, Bayer-Erholungshaus, April 1950). Die entsprechenden Bänder wurden beim damaligen NWDR Köln gelöscht.



    „Hanneles Himmelfahrt“ (Paul Graener): Hannele – Trude Eipperle / Lehrer Gottwald – Walther Ludwig / Schwester Martha, Diakonissin – Margarethe Arndt-Ober / Die Armenhäusler: Tulpe – Herta Koska, Hedwig – Erna Pütt, Pleschke – Carl de Vogt, Hanke – Willy Byler / Maurer Mattern, Hanneles Vater – Rudolf Hofbauer / Die Erscheinung von Hanneles verstorbener Mutter – Marie-Luise Schilp / Drei lichte Engel – Hannelore Franke, Gertrud Seifert und Lissy Bühler / Der Fremde – Walther Ludwig / Der Dorfschneider – Heinrich Allmeroth / Drei Frauen – Else Joep, Grete Femann und Anna Bellé / Zwei Kinder – Renate Howe und Wolfgang Kieling. / Der Chor und das Orchester des Reichssenders Berlin / Dirigent: Paul Graener. Es gibt zwei unterschiedliche Daten zu dieser – live vor Publikum im Berliner 'Haus des Rundfunks' in der Masurenallee gemachten – Aufnahme, die erhalten geblieben ist: 20. 3. 1937 und 30. 3. 1937.


    Die Partie von Hanneles Vater ist eine Sprechrolle; es gibt in dieser Oper mehrere 'stumme' Rollen: der Arzt Dr. Wachler, der Waldarbeiter Seidel und ein schwarzer Engel. Die Schauspieler Carl de Vogt (hier als Bassist eingesetzt) und Rudolf Hofbauer sind durch zahlreiche Filme bekannt geworden; der Tenor Heinrich Allmeroth war nach dem Krieg zeitweilig Intendant der Dresdner Staatsoper. Bemerkenswert an dieser Aufnahme ist auch die Mitwirkung des Knabensoprans Wolfgang Kieling (1924-1985), der 1935 als Kinderdarsteller im Film seine spätere Laufbahn als sehr bekannter Film- und Fernsehschauspieler startete. Seine Schallplatten („Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein“, „Wer hat die schönsten Schäfchen“, „StilleNacht, heilige Nacht“, „Es ist ein Ros entsprungen“), 1930 mit Chor und Orchester unter der Leitung von Bruno Seidler-Winkler für 'Electrola' aufgenommen, drehten sich auf tausenden von Grammophonen.


    Der Komponist Paul Graener (1872-1944), dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 150. Mal jährte, scheint gründlich vergessen zu sein, was wohl hauptsächlich darauf beruht, dass er sich im 'Dritten Reich' allzusehr der politischen Lage anpasste. Die kurze Oper „Hanneles Himmelfahrt“ (Dauer: 75 Minuten) - mit dem Libretto seines Cousins Georg Gräner (sic!) nach Gerhart Hauptmanns gleichnamigem ‚Traumspiel‘ von 1893 - wurde am 17. 2. 1927, also vor 95 Jahren, an der Dresdner Staatsoper (mit Erna Berger, Curt Taucher und Helene Jung unter der Leitung von Fritz Busch) in Anwesenheit Hauptmanns erfolgreich uraufgeführt.


    Ich kann mich an eine Fernsehinszenierung (1957) des Schauspiels - mit Marianne Lutz (Hannele), Tilly Lauenstein (Martha), Jürgen Goslar (Gottwald) und Fritz Tillmann (Mattern) - erinnern, die ich als Elfjähriger gesehen habe und die mich damals tief berührt hat. Wie das Schauspiel dürfte auch die Oper wegen des Sujets heutzutage keine Chance für eine Bühnenaufführung haben, aber eine konzertante Aufführung würde vielleicht eine Neubewertung des Komponisten Paul Graener („Hanneles Himmelfahrt“ ist das siebte seiner elf Bühnenwerke) bewirken.



    Carlo

    Werke von Wilhelm Killmayer, Ernst Krenek, Roland Leistner-Mayer, Carl Loewe und Gustav Mahler:



    „Antiphone“ (Wilhelm Killmayer): Roland Hermann (Bariton) / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Hans-Peter Rauscher / Dirigent: Wilhelm Killmayer (München, Herkulessaal der Residenz, 25. - 27. 9. 1985). Eine Studio-Produktion des Bayerischen Rundfunks. Wilhelm Killmayer (1927-2017) komponierte 1967 vier „Antiphone“ ('Wechselgesänge') für Bariton-Solo, Männerchor und Orchester nach lateinischen Texten von Meister Eckhart und den Psalmen Nrn. 24 und 40.



    „Symeon der Stylit“ (Ernst Krenek): Eva Csapò (Sopran) / Cornelia Kallisch (Mezzosopran) / Werner Hollweg (Tenor und Sprecher) / Roland Hermann (Bariton) / Der ORF-Chor Wien / Ltg.: Erwin Ortner / Das 'Ensemble Modern' Frankfurt / Dirigent: Lothar Zagrosek (Salzburg, Universitätskirche, 27. 7. 1988, Uraufführung).


    Ernst Krenek, vom Erfolgskomponisten der zwanziger Jahre (Oper „Jonny spielt auf“) durch die Nationalsozialisten zum 'Entarteten Musiker' abgestempelt, schrieb dieses unvollendete Oratorium über den berühmten Säulenheiligen – auf Texte aus dem „Byzantinischen Christenbuch“ von Hugo Ball, kombiniert mit lateinischen Psalmen und Worten der Bergpredigt – 1935/36 vor seiner Emigration in die USA. (Die Uraufführung des ca. 40minütigen Werks bei den Salzburger Festspielen 1988 wurde gekoppelt mit einer Aufführung des Oratoriums „Jephte“ von Giacomo Carissimi in der Fassung von Hans Werner Henze – siehe oben); die deutsche Erstaufführung von „Symeon der Stylit“ war 2013 bei den Kasseler Musiktagen.



    „Das weiße Requiem“ (Roland Leistner-Mayer): Daphne Evangelatos (Mezzosopran) und Roland Hermann (Bariton) / John Edward Kelly (Altsaxophon) / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Michael Gläser / Dirigent: Arturo Tamayo (München, Herkulessaal der Residenz, 11. 4. 1997, Uraufführung).


    Der sehr produktive Komponist Roland Leistner-Mayer (Jahrgang 1945) schuf seine 'Symphonie Nr. 3, op. 81' mit einem darin eingewobenen Gesangsteil für zwei Solisten und Chor (Text von Rudolf Mayer-Freiwaldau) in den Jahren 1991 bis 1994. Die Uraufführung erfolgte im Rahmen der Konzertreihe 'musica viva' des Bayerischen Rundfunks, wobei an diesem Abend noch Werke von Sylvano Bussoti („Souvenirs d'Italie“ von 1996, Uraufführung) und Hubert Stuppner („Salomes Tanz“ von 1933, Orchesterfassung) erklangen.



    „Zwei Balladen“ (Carl Loewe): 'Odins Meeresritt', op. 118 – 'Der Erlkönig', op. 1 Nr. 3 (Instrumentierungen beider Lieder: Hans Pfitzner) / Roland Hermann (Bariton) / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Heinz Wallberg (München, Funkhaus, Studio 1, 9. 11. 1978). Aufgenommen als Studio-Produktion und einen Tag später als 'Funkkonzert' live vor Publikum wiederholt. (Siehe auch die Aufnahmen von Liedern von Hugo Wolf.)



    „Zwei Balladen-Zyklen“ (Carl Loewe): 'Kaiser Karl V.' (Vier historische Balladen, op. 99): Das Wiegenfest zu Gent; 1844 – Kaiser Karl V. in Wittenberg; 1844 – Der Pilgrim vor St. Just; 1832 – Die Leiche zu St. Just; 1844 / 'Gregor auf dem Stein' (Legende in fünf Teilen, op. 38; 1834): Herolde ritten von Ort zu Ort – Im Schloss, da brennen der Kerzen viel – Der junge König und sein Gemahl – Ein Klippeneiland liegt am Meer – Wie bräutlich glänzt das heilige Rom / Roland Hermann (Bariton) / Geoffrey Parsons (Klavier) (Gstaad, März 1981). Eine Produktion der schweizerischen Firma 'Claves'. Ich habe noch die LP-Ausgabe von 1981, die auf dem Cover das Abbild Karls V. auf einer Silbermedaille nach dem Entwurf Albrecht Dürers zeigt, während auf dem CD-Cover von 1990 Tizians berühmtes Portrait des Kaisers aus der Alten Münchner Pinakothek zu sehen ist (siehe Beitrag Nr. 6).



    „Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit“ (Gustav Mahler): 'Frühlingsmorgen' – 'Erinnerung' – 'Hans und Grete' – 'Serenade' – 'Phantasie ' - 'Um schlimme Kinder artig zu machen' – 'Ich ging mit Lust durch einen grünen Wald' – 'Aus! Aus!' - 'Starke Einbildungskraft' – 'Zu Straßburg auf der Schanz' – 'Ablösung im Sommer' – 'Scheiden und Meiden' – 'Nicht wiedersehen!' - 'Selbstgefühl' – 'Revelge' – 'Der Tambourg'sell' / Roland Hermann (Bariton) / Geoffrey Parsons (Klavier) (London. Studio No. 1, Abbey Road, 12. und 13. 8. 1974). Zuerst erschienen diese Lieder 1975 auf einer LP der 'EMI'; 1990 wurde bei 'Claves' in der Schweiz eine CD davon herausgegeben.


    Im Klavierlieder-Zyklus „Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit“ stammen die ersten fünf Lieder aus den Jahren 1880 bis 1883 ('Frühlingsmorgen' und 'Erinnerung' sind Gedichte von Richard Leander recte Richard von Volkmann; 'Hans und Grete' ist Gustav Mahlers eigene Textfassung des Volksliedes; die Texte der Lieder 'Serenade' und 'Phantasie' sind ebenfalls von Gustav Mahler nach dem „Don Juan“ von Tirso de Molina), gefolgt von neun zwischen 1887 und 1890 komponierten Liedern auf Texte aus der Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“ (herausgegeben von 1805 bis 1808 von Achim von Arnim und Clemens Brentano). Angehängt sind die nicht von Gustav Mahler stammenden Klavierfassungen seiner Orchesterlieder 'Revelge' (1899) und 'Der Tambourg'sell' (1901), ebenfalls nach Gedichten aus der „Wunderhorn-Lieder“-Sammlung.



    „Lieder eines fahrenden Gesellen“ (Gustav Mahler): 'Wenn mein Schatz Hochzeit macht' – 'Ging heut' Morgen über's Feld' – 'Ich hab' ein glühend' Messer' – 'Die zwei blauen Augen von meinem Schatz' / Roland Hermann (Bariton) / Symphonica of London / Dirigent: Wyn Morris (London, November 1973). Veröffentlicht 1974 als Doppel-LP bei 'Symphonica Music' (gekoppelt mit Mahlers Symphonie Nr. 5) und 1995 auf CD bei 'IMP' – International Music Publications - als Ergänzung zu der Aufnahme von Mahlers „Wunderhorn-Liedern“ mit Janet Baker und Geraint Evans unter Wyn Morris am Pult des London Philharmonic Orchestra.



    „Achte Symphonie“ (Gustav Mahler): Ute Vinzing, Sopran (Magna Peccatrix) / Judith Blegen, Sopran (Una poenitentium) / Gilah Yaron, Sopran (Mater gloriosa) / Julia Hamari, Alt (Mulier Samaritana) / Birgit Finnilä, Alt (Maria Aegyptiaca) / Werner Hollweg, Tenor (Doctor Marianus) / Roland Hermann, Bariton (Pater ecstaticus) / Harald Stamm, Bass (Pater profundus) / Die Limburger Domsingknaben – Ltg.: Matthias Breitschaft / Der Chor des Bayerischen Rundfunks – Ltg.: Gordon Kember / Der Kölner Rundfunkchor – Ltg.: Herbert Schernus / Der Chor des Norddeutschen Rundfunks – Ltg.: Werner Hagen / Der Südfunk-Chor Stuttgart – Ltg.: Heinz Mende / Das Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt / Dirigent: Eliahu Inbal (Frankfurt, Alte Oper, 10. 6. 1983). Eine Live-Übertragung des Hessischen Rundfunks. Dieser Rundfunk-Mitschnitt ist nicht identisch mit der Aufnahme Eliahu Inbals aus der Alten Oper Frankfurt im Oktober 1986, die von 'Denon' in Japan veröffentlicht wurde; hier sind Faye Robinson, Teresa Cahill, Hildegard Heichele, Livia Budai, Jane Henschel, Kenneth Riegel, Hermann Prey und Harald Stamm die Solisten.



    Carlo

    Lieber 'Rheingold1876',


    nicht nur die Zuschreibung des 'Grafen von Walter' an Kurt Böhme, sondern auch die Besetzung des Bauernmädchens 'Laura' scheint für die diversen Herausgeber dieser Aufnahme schwierig gewesen zu sein.


    'BASF' veröffentlichte 1973 „Luisa Miller – Die großen Szenen“ auf einem LP-Doppelalbum und nannte korrekt Elfride Trötschel (die man dort dem Mezzosopran-Fach zuordnete) als Sängerin der 'Laura'. 'Preiser' gab auf seiner LP-Ausgabe (1972) und auf seiner späteren CD-Veröffentlichung aber Trude Eipperle für diese Rolle an – und alle anderen Labels übernahmen diesen Fehler. Hätte man z. B. bei 'Kutsch-Riemens' nachgeschlagen, wäre das garantiert aufgefallen, denn Trude Eipperle war 1944 – andere Quellen nennen das Aufnahmejahr 1943 - längst eine arrivierte Sängerin für die großen Rollen auf der Bühne und im damaligen Reichsrundfunk und sie ist wohl kaum in jenen unsicheren Tagen von München, wo sie lebte, nach Dresden gefahren, um diese kleine Nebenrolle zu singen. Meiner Meinung nach wäre sie auch selbst eine überzeugende Interpretin der Titelrolle gewesen.


    In meiner gestern begonnenen Auflistung der Aufnahmen Trude Eipperles im Thread 'Die berühmte Stimme' wird diese Aufnahme der „Luisa Miller“ daher auch fehlen.


    Carlo

    Lieber La Roche,


    Du musst Dich nicht entschuldigen, denn Flüchtigkeitsfehler unterlaufen uns Allen – und auch mir - unabhängig vom Alter immer einmal. Dass Du auf unser gemeinsames Wohl einen Grappa getrunken hast, finde ich schön; hoffentlich hilft's, denn mir geht es momentan gesundheitlich gar nicht gut und das ist mein Altersproblem...



    Lieber Siegfried,


    ich finde derartige Spielplan-Statistiken auch sehr spannend, zeigen sie doch nicht nur die Vielseitigkeit der Sänger, sondern z. B. auch, dass die deutschen Theater im 'Dritten Reich' nicht durchweg gleichgeschaltet waren und dass man auch zu Kriegszeiten Opern ("Margarethe", "Carmen", "Eugen Onegin") feindlicher Nationen aufgeführt hat, worüber aktuell zum Ukraine-Krieg heftig diskutiert wird. Und auch Dir ein Dankeschön für die Anerkennung.


    Carlo

    Lieber Orfeo,


    dass man 2015 die „Don Pasquale“-Produktion des Reichsrundfunks Stuttgart (1939) wieder auffand, ist eine schöne Nachricht. Vor Jahren bekam ich von 'dem' deutschen Peter-Anders-Experten, Joachim Vierrath, die Information, dass seine Recherche beim Deutschen Rundfunkarchiv ergebnislos war. Leider lebt Herr Vierrath seit einiger Zeit in einem Pflegeheim und hat das Interesse an Musik vollkommen verloren. Und Gottfried Cervenka, der schmerzlich vermisste 'Stimmen-Kenner' und Opern-Präsentator des ORF, ist im Dezember 2015 plötzlich verstorben. Wie traurig das ist...


    Carlo

    Hallo, orsini!


    Danke für deinen Beitrag vom 23. Mai, den ich jetzt erst gesehen habe. Dass Teile der „Traviata“-Aufnahmen des Reichsrundfunks Stuttgart (1937) von 'Preiser' auf dem CD-Recital von Mathieu Ahlersmeyer enthalten sind, wusste ich nicht. Merkwürdig ist aber, dass aus der gleichzeitigen, unvollständig erhaltenen „Rigoletto“-Gesamtaufnahme mit Rosvaenge und Ahlersmeyer nichts veröffentlicht wurde.


    Die Ausschnitte aus „La Traviata“ (mit Rosvaenge) und „Die Entführung aus dem Serail“ auf den zwei anderen gezeigten CDs stammen aus dem Katalog der 'Electrola' und sind Bestandteile der 'Preiser'-Platte LV 73 – siehe Beitrag Nr. 5.


    Carlo

    Heute beginne ich mit der Auflistung von Trude Eipperles Opern-Aufnahmen, alphabetisch sortiert nach Komponisten:



    „Fidelio“ (Ludwig van Beethoven): Ausschnitte ('Gut, Söhnchen, gut' – 'Hat man nicht auch Gold beineben' – 'Mir ist so wunderbar'*) mit Trude Eipperle (Marzelline), Marta Fuchs (Leonore), Peter Anders (Jaquino) und Georg Hann (Rocco) / Das Große Orchester des Reichssenders Berlin / Dirigent: Artur Rother (Berlin, Haus des Rundfunks, 24. 6. 1942). Das Quartett* aus dem 1. Akt wurde 1975 veröffentlicht auf einem „Peter-Anders-Recital“ (2 LPs) bei der 'BASF' und ist auch auf einer EP der ostdeutschen 'Eterna' enthalten (gekoppelt mit dem „Rigoletto“-Quartett mit Maria Cebotari, Elisabeth Waldenau, Helge Rosvaenge und Willi Domgraf-Fassbender unter Artur Rother).



    „Carmen“ (Georges Bizet): Carmen – Margarete Klose / Don José – Rudolf Schock / Micaela – Trude Eipperle / Escamillo – Hermann Uhde / Frasquita – Margot Guilleaume / Mercedes – Hedy Gura / Dancairo – Peter Markwort / Remendado – Alfred Pfeifle / Morales – Gustav Neidlinger / Zuniga – Theo Herrmann / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Norddeutschen Rundfunks Hamburg / Chorltg.: Max Thurn / Dirigent: Hans Schmidt-Isserstedt (Hamburg, Musikhalle, 22. 3. 1948). Die Aufnahme wurde u. a. am 30. 6. 1949 im damaligen NWDR gesendet.


    Diese Gesamtaufnahme wurde 1951 noch einmal ausgestrahlt, danach verschwanden die entsprechenden Bänder auf mysteriöse Weise aus dem Archiv. Die Besetzung der Nebenrollen ist spekulativ, da beim NDR wie auch beim DRA über diese Aufnahme keine Unterlagen vorhanden sind. Meine Angaben beziehen sich auf eine Sendung des NDR von 1950 mit Ausschnitten aus „Macbeth“, „Carmen“ und „André Chenier“, von der in der Rundfunk-Programmzeitung alle beteiligten Sänger – wie damals üblich - nur summarisch genannt wurden.



    „Verkündigung“ (Walter Braunfels): Andreas Gradherz – Gerhard Gröschel / Seine Frau – Irmgard Gerz / Violäne und Mara, seine Töchter – Trude Eipperle und Walburga Wegner / Jakobäus, Violänes Verlobter – Felix Knäpper / Peter von Ulm, Dombaumeister – Wilhelm Otto / Sein Gehilfe – Karl Schiebener / Der Schulze von Rothenstein – Heinz Froitzheim / Drei Arbeiter – Anton Germann, Heinrich Engels und Ferdinand Burgwinkel / Zwei Weiber – Käthe Wendführ und Hildegard Sinzig / Die Stimme eines Engels – Elisabeth Urbaniak / Der Chor der Städtischen Bühnen Köln / Chorltg.: Peter Hammers / Das Gürzenich-Orchester Köln / Dirigent: Hellmut Schnackenburg (Köln, Aula der Kölner Universität, 4. 4. 1948). Der damalige NWDR Köln schnitt diese Aufführung mit und sendete sie einige Tage später; eine weitere Sendung gab es am 17. 10. 1951 im Bayerischen Rundfunk. Nachdem die Aufnahmen noch in den 50er Jahren gelöscht wurden, konnte der WDR vor einigen Jahren den Tonbandmitschnitt eines Hörers erwerben und in das Archiv des WDR übernehmen.


    Das am 6. 9. 1902 als 'Neues Theater' eröffnete Kölner Opernhaus am Habsburgerring (Ecke Aachener Straße) wurde am 14. 5. 1944 vollkommen zerstört; nach dem Krieg bespielte man ab August 1945 die Aula der Kölner Universität, die schon in den letzten Kriegsmonaten als Behelfsbühne gedient hatte. Erst am 8. 5. 1957 konnte in Köln (am Offenbachplatz) wieder ein neues Opernhaus – von den Besuchern nach dem ersten Intendanten Oscar Fritz Schuh 'Schuhhaus* genannt – eröffnet werden. Der WDR übertrug von der Premiere mit Webers „Oberon“ (mit Leonie Rysanek und Karl Liebl unter Otto Ackermann) den zweiten Akt.


    Walter Braunfels (1882 - 1954) komponierte 1934/1937 sein 'Mysterium in vier Aufzügen und einem Vorspiel' nach dem Schauspiel „L'Annonce faite à Marie“ von Paul Claudel, wobei er die deutsche Übersetzung von Jakob Hegner wortgetreu übernahm. Die religiös geprägte Handlung spielt im 11. Jahrhundert während des Dombaus zu Speyer. (Mittlerweile gibt es zwei weitere Aufnahmen der Oper: ein Mitschnitt der konzertanten Aufführung in der Kölner Philharmonie vom 'Aschermittwoch der Künstler' am 4. 3. 1992 - Dirigent: Dennis Russell Davies - bei 'EMI' und ein Konzert im Rahmen des 'EBU-Euroradio-Weihnachtstages' am 18. 12. 2011 im Münchner Prinzregententheater unter Ulf Schirmer, erschienen bei 'Bayern Klassik'.)



    „Jolantha“ ('Iolanta') (Piotr Ilich Chaikovskii): René, König der Provence – Otto von Rohr / Jolantha, seine Tochter – Trude Eipperle / Robert, Herzog von Burgund – Rudolf Gonszar / Graf Tristan Vaudemont, ein burgundischer Ritter – Lorenz Fehenberger / Ibn-Jahia, ein maurischer Arzt – Rudolf Watzke / Martha, Jolanthes Amme – Emma Mayer / Brigitte und Laura, Jolanthes Gespielinnen – Olga Moll und Hetty Plümacher / Almerik, der Waffenträger des Königs – Alfred Pfeifle / Bertram, der Pförtner des Schlosses - Friedhelm Hessenbruch / Der Südfunk-Chor / Chorltg.: Hermann Josef Dahmen / Das Radio-Sinfonie-Orchester Stuttgart / Dirigent: Hans Müller-Kray (Stuttgart-Degerloch, Straßenbahner-Waldheim, Oktober 1950). Die Aufnahme wurde 2007 auf zwei CDs von 'Walhall' veröffentlicht.


    Es sei daran erinnert, dass es beim Reichssender Berlin eine Gesamtaufnahme dieser Oper – deutsche Bearbeitung von Heinrich Burkhard - mit dem Titel „Die Legende von der blinden Yolanta“ in folgender Besetzung gab: René, König von Neapel, Graf der Provence – Kurt Böhme / Yolanta, Tochter des Königs – Maria Cebotari / Robert, Herzog von Burgund – Hanns Heinz Nissen / Graf Vaudemont, ein burgundischer Ritter – Peter Anders / Ebn-Jahia, ein maurischer Arzt – Rudolf Watzke / Almerik, Waffenträger des Königs – Heinz Matthéi / Bertram, Pförtner des Schlosses – Hugo Gauß / Marta, die Frau Bertrams, Yolantas Amme – Margarete Arndt-Ober / Yolantas Freundinnen: Brigitta – Tresi Rudolph, Laura – Irmi Overhof / Der Berliner Funk-Chor / Das Große Orchester des Reichssenders Berlin / Dirigent: Heinrich Steiner / Spielleitung: Leopold Hainisch. Die Erstsendung war am 7. 4. 1935, mit einer Wiederholung am 17. 3. 1936 gleichzeitig in den Reichssendern Berlin und Stuttgart (Dauer: 105 Minuten). Leider ist bis heute keine akustische Spur dieser „Legende von der blinden Yolanta“ gefunden worden.



    “Louise” (Gustave Charpentier): Louise – Trude Eipperle / Ihr Vater – Wilhelm Schirp / Ihre Mutter – Ilsa Ihme-Sabisch / Julien – Christo Bajew / Der Maler und der Bildhauer, Juliens Freunde – Karl Schiebener und Walter Schönfeld / Die Näherinnen: Blanche – Else Veith, Irma – Hanni Mack-Cosack, Camilla – Ruth Weigelt, Elise – Hannelore Schmücking, Madeleine – Paula Röhrig / Die Aufseherin – Ingeborg Lasser / Das Lehrmädchen – Ruth Dörkes-Drathen / Die Leute des Montmartre: Der Nachtschwärmer – Wilhelm Otto, Der Lumpensammler – Willy Schöneweiß, Die Lumpensammlerin – Ruth Weigelt, Die Kohlensammlerin – Käthe Schwedowsky, Die Milchfrau – Maria Seifert, Der Trödler – Anton Germann, Der Straßenjunge – Ruth Hoen, Die Straßenkehrerin – Lotte Kluge, Der Kleiderhändler – Walter Kassek, Die Vogelfutterverkäuferin – Marga Weißenfeld / Ein Knabenchor / Chorltg.: Egon Kraus / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Richard Kraus (Leverkusen, Bayer-Erholungshaus, September 1950).


    Diese Aufnahme – Gustave Charpentiers eigenes Libretto wurde von Otto Neitzel ins Deutsche übertragen - wurde vom WDR am 5. 9. 1952 noch einmal gesendet und später gelöscht. Eine weitere Aufnahme dieser Oper in deutscher Sprache ist der Mitschnitt des Bayerischen Rundfunks von der Münchner Staatsopern-Inszenierung (1956) unter Hans Knappertsbusch mit Leonie Rysanek, Lilian Benningsen, Howard Vandenburg und Hans Hotter; leider konnte sich die CD-Firma 'Orfeo' wegen der ihrer Ansicht nach mangelhaften Tonqualität bisher nicht zu einer Veröffentlichung entschließen.



    Carlo

    Lieber Orfeo,


    herzlichen Dank für das Einstellen der Filme mit Maria Cebotari in Deinem Beitrag Nr. 51 vom 13. 5. 2022. Endlich habe ich mir die Zeit genommen und mir am Wochenende die Spielfilme „Divine armonie - Drei Frauen um Verdi“ (1938), „Il sogno di Butterfly - Premiere der Butterfly“ (1939) und „Odessa in fiamme - Flammen über Odessa“ (1942) angesehen.


    Der ebenfalls in Deinem Beitrag eingestellte Dokumentarfilm "Aria" von Vlad Druc, Dumitru Olarescu und Aurelian Danila aus dem Jahr 2010, herausgegeben vom moldawischen Kultusministerium, ist ein Musterbeispiel für eine sowohl faktenorientierte als auch bewegende Sängerbiographie, der auch viele der hier im Forum gestellten Fragen beantwortet. Wie ich im Beitrag Nr. 32 am 20. 10. 2019 schrieb, bekam der ORF für seine 2009 (60. Todestag) bzw. 2010 (100. Geburtstag) geplante Dokumentation keine Einwilligung der Söhne Maria Cebotaris; in dem nun gezeigten Film-Portrait sind sie in kurzen älteren Interviews aber zu sehen. Der durchgehend englisch untertitelte Film (72 Minuten) zeigt in '4 Akten' die Laufbahn und das kurze Leben der auch heute noch berühmten Sängerin, dokumentiert durch eine Flut von Fotos und zahlreiche Ausschnitte aus ihren Spielfilmen. Allein das Rollenverzeichnis am Ende des Films ist beeindruckend: 66 Partien in 18 Jahren, unterbrochen wegen der kriegsbedingten Theatersperre ab Herbst 1944 und einem zeitweiligen Auftrittsverbot in Wien durch die Alliierten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. (Ihr wurde zum Verhängnis, dass sie auf der Liste der 'Gottbegnadeten' stand und es Pressefotos gab mit Göring - ihrem 'Chef' an der Berliner Staatsoper - und Mussolini, der sie bei Dreharbeiten in Rom besuchte und sie zu seiner Lieblingssängerin erkor.)


    In meinem Beitrag Nr. 32 hatte ich bereits über die Filme von Maria Cebotari geschrieben, wobei ich aber lediglich nur einen Film („Mutterlied“ von 1937 mit Beniamino Gigli und Michael Bohnen) auf Video habe und zwei andere („ Premiere der Butterfly“ und „Maria Malibran“) in den 50er Jahren im deutschen Fernsehen sah. Umso mehr freut es mich, nun auch zwei weitere Filme von 'Cebo' (so - oder auch 'die fliegende Sängerin' - nannten sie ihre Wiener Kollegen liebevoll) gesehen zu haben.


    „Divine armonie“ (1939 in Deutschland als „Drei Frauen um Verdi“ in den Kinos gezeigt) ist eine typische Film-Biographie jener Jahre. In groben Umrissen werden Begebenheiten aus dem Leben des Komponisten abgehandelt, ohne dem Zuschauer tiefere Einblicke in die Persönlichkeit oder das Werk Giuseppe Verdis zu vermitteln. Maria Cebotari ist – ohne jede Ähnlichkeit mit der stämmigen böhmischen Sopranistin Teresa Stolz - in zwei Szenen als Elisabeth von Valois („Don Carlos“) und als Aida (mit der Stimme Beniamino Giglis) zu sehen, zwei Rollen, die sie m. W. nie auf der Bühne gesungen hat. Gigli selbst ist akustisch zu hören als Alfredo in „La Traviata“, aber auch zu sehen, als Verdi bei einer Gondelfahrt in Venedig dem Uraufführungs-Interpreten des Herzogs von Mantua (Raffaele Mirate) im „Rigoletto“ die Noten der Arie 'La donna è mobile' gibt. In weiteren kurzen Opernszenen hört man die Stimmen von Gabriela Gatti, Maria Huder, Edmea Limberti, Pia Tassinari, Sara Ungaro, Ernesto Dominici, Tito Gobbi, Apollo Granforte, Nino Mazziotti und Giulio Tomei; Tullio Serafin leitet den Chor und das Orchester der Römischen Oper. (Der sehr gut restaurierte Film wird hier aber in spanischer Synchronisation gezeigt!)


    Aus traurigem Anlass ganz aktuell ist der Spielfilm (de facto ein Propagandafilm) „Odessa in Flammen“, der 1941 in Rom, Bukarest und in Maria Cebotaris Geburtsstadt Chisinau (russisch: Kishinev) gedreht wurde. Leider ist es schwierig, der Handlung detailliert zu folgen: ich spreche zwar italienisch für den 'Hausgebrauch', aber jeder Dialog wird von einem rumänischen Sprecher aus dem 'Off' überlagert. 1940 annektierte die Sowjetunion das zu Rumänien gehörende Bessarabien, worauf die rumänische Armee mit Unterstützung der deutschen 11. Armee die Besatzer zurück drängen konnte und in mörderischen verlustreichen Kämpfen die von den Sowjets eingekesselte Stadt Odessa (vorübergehend) befreite.

    Die Sängerin Maria Teodorescu, deren Mann ein Verhältnis hat, gerät mit ihrem kleinen Sohn in die Wirren dieses Krieges. In einem Lager trifft Maria den russischen Hauptmann Sergei, der sich in sie verliebt und für sie zum Verräter wird, was er mit dem Leben bezahlt. Ihr Kind ist bei einem Bombenangriff aus einem sowjetischen Umerziehungslager geflohen, doch zusammen mit ihrem reumütig zu ihr zurückgekehrten Ehemann findet sie ihren Sohn wieder. Maria Cebotari singt in diesem Film zwei rumänische Volkslleder und ein italienisches Wiegenlied, in zwei Ausschnitten ist sie (u. a. mit Francesco Albanese) als Floria Tosca in Puccinis „Tosca“ zu sehen; auch diese Rolle sang die Cebotari nie auf der Bühne. Und im Vorspann des Films hört man sie - leider nur sehr kurz - sogar mit der 'Hallenarie' aus dem „Tannhäuser“!


    Carlo

    Ich habe noch eine weitere Rundfunk-Aufnahme mit Margherita Perras gefunden:


    „Don Pasquale“ (Gaetano Donizetti): Don Pasquale – Georg Hann / Doktor Malatesta – Arno Schellenberg / Ernesto – Peter Anders / Norina – Margherita Perras / Ein Notar – Bruno Müller / Der Chor und das Orchester des Reichssenders Stuttgart / Dirigent: Gustav Görlich (Stuttgart, Funkhaus, Sendung am 3. 2. 1939).


    Das Tonmaterial (Matrizen oder Tonbänder) zu dieser Aufnahme scheint aber verschollen zu sein.


    Carlo

    Ergänzung zu meinem Beitrag Nr. 3 vom 15. 5. 2022:


    Bevor ich mit der Auflistung der Aufnahmen Trude Eipperles beginne, gebe ich nachstehend eine Übersicht der Neuinszenierungen der Bayerischen Staatsoper in der Zeit von 1937 bis 1943 mit der Teilnahme Trude Eipperles.


    „Die Zauberflöte“ (Wolfgang Amadé Mozart): (Pamina) mit Felicie Hüni-Mihacsek (Königin der Nacht); Adele Kern (Papagena); Elisabeth Feuge, Maria Cornelius und Luise Willer (Drei Damen); Friedl Gehr, Gertrud Friedrich und Ziska Molac (Drei Knaben); Peter Anders (Tamino); Heinrich Rehkemper (Papgeno); Ludwig Weber (Sarastro); Hans Hermann Nissen (Der Sprecher); Carl Seydel (Monostatos); Karl Ostertag und Karl Schmidt (Zwei Geharnischte); Emil Graf und Odo Ruepp (Zwei Priester) / 4. 11. 1937.


    „Lohengrin“ (Richard Wagner): (Elsa von Brabant) mit Gertrud Rünger (Ortrud); Torsten Ralf (Lohengrin); Hans Hermann Nissen (Friedrich von Telramund); Ludwig Weber (König Heinrich); Mathieu Ahlersmeyer (Der Heerrufer); Otto Hillerbrand, Emil Graf, Josef Knapp und Willy Merkert (Vier brabantische Edle); Vier Wiener Sängerknaben (Vier Edelkanben) / 9. 7. 1938.


    „Eugen Onegin“ (Piotr Ilich Chaikovskii): (Tatjana) mit Else Schürhoff (Larina); Else Tegetthoff (Olga); Luise Willer (Filipjewna); Alexander Svéd (Eugen Onegin); Peter Anders (Lenski); Hans Hermann Nissen (Fürst Gremin); Emil Graf (Triquet); Karl Schmidt (Ein Hauptmann) und Odo Ruepp (Saretzki) / 26. 10. 1938.


    „Carmen“ (Georges Bizet): (Micaela) mit Hildegarde Ranczak (Carmen); Anny van Kruyswyk (Frasquita); Ruth Michaelis (Mercedes); Karl Ostertag (Don José); Hans Hotter (Escamillo); Emil Graf (Dancairo); Walther Carnuth (Remendado); Josef Knapp (Morales) und Georg Wieter (Zuniga) / 26. 11. 1938.


    „Der Jahrmarkt von Sorotschintzi“ (Modest Mussorgski): (Parassja) mit Luise Willer (Chiwria); Julius Patzak (Gritzko); Georg Wieter (Tscherewik); Karl Ostertag (Afanassi); Georg Hann (Der Gevatter) und Franz Theo Reuter (Ein Zigeuner) / 5. 2. 1939.


    „Tannhäuser“ (Richard Wagner): (Elisabeth) mit Gertrud Rünger (Venus); Adele Kern (Ein junger Hirt); Günther Treptow (Tannhäuser); Heinrich Rehkemper (Wolfram von Eschenbach); Hans Hermann Nissen (Landgraf Hermann); Walther Carnuth (Walter von der Vogelweide); Hans Hotter (Biterolf); Emil Graf (Heinrich der Schreiber) und Odo Ruepp (Reinmar von Zweter) / 15. 7. 1939.


    „Arabella“ (Richard Strauss): (Zdenka) mit Viorica Ursuleac (Arabella); Luise Willer (Adelaide); Anny van Kruyswyk (Fiakermilli); Nelly Peckensen (Kartenaufschlägerin); Hans Hotter (Mandryka); Peter Anders (Matteo); Georg Hann (Graf Waldner); Karl Ostertag (Graf Elemer); Franz Theo Reuter (Graf Dominik); Josef Knapp (Graf Lamoral) / 16. 7. 1939.


    „Das Rheingold“ (Richard Wagner): (Freia) mit Luise Willer (Fricka); Hedwig Fichtmüller (Erda); Felicie Hüni-Mihacsek (Woglinde); Gisela Meyer (Wellgunde); Marga Koch (Flosshilde); Hans Hotter (Wotan); Julius Patzak (Loge); Karl Schmidt (Donner); Peter Anders (Froh); Jean Stern (Alberich); Carl Seydel (Mime); Ludwig Weber (Fasolt) und Paul Bender (Fafner) / 29. 10. 1939.


    „La Bohème“ (Giacomo Puccini): (Mimi) mit Hildegarde Ranczak (Musette); Horst Taubmann (Rudolf); Georg Hann (Schaunard); Carl Kronenberg (Marcel); Georg Wieter (Collin); Karl Schmidt (Benoit) und Emil Graf (Alcindor) / 27. 10. 1940.


    „Falstaff“ (Giuseppe Verdi): (Mrs. Ford) mit Adele Kern (Nannetta); Luise Willer (Mrs. Quickly); Marga Koch (Meg Page); Georg Hann (Falstaff); Carl Kronenberg (Mr. Ford); Alfons Fügel (Fenton): Jozsi Trojan-Regar (Dr. Cajus); Emil Graf (Bardolph) und Hermann Uhde (Pistol) / 2. 2. 1941.


    „Fidelio“ (Ludwig van Beethoven): (Marzelline) mit Viorica Ursuleac (Leonore); Julius Patzak (Florestan); Hans Hotter (Don Pizarro); Ludwig Weber (Rocco); Walter Carnuth (Jaquino); Carl Kronenberg (Don Fernando); Alfons Fügel und Franz Theo Reuter (Zwei Gefangene) / 20. 4. 1941.


    „Daphne“ (Richard Strauss): (Daphne) mit Hedwig Fichtmüller (Gaea); Anton Dermota (Leukippos); Horst Taubmann (Apollo); Hans Hermann Nissen (Peneios); Anny van Kruyswyk und Georgine von Milinkovic (Zwei Mägde); Walther Carnuth, Franz Theo Reuter, Odo Ruepp und Hermann Uhde (Vier Schäfer) / 24. 5. 1941.


    „Götterdämmerung“ (Richard Wagner): (Woglinde) mit Gertrud Rünger (Brünnhilde); Cäcilie Reich (Gutrune); Georgine von Milinkovic (Waltraute, Dritte Norne und Wellgunde); Hedwig Fichtmüller (Erste Norne); Marga Koch (Zweite Norne); Ruth Michaelis (Floßhilde); Günther Treptow (Siegfried); Carl Kronenberg (Gunther); Ludwig Weber (Hagen) und Karl Schmidt (Alberich) / 29. 6. 1941.


    „Der Freischütz“ (Carl Maria von Weber): (Agathe) mit Adele Kern (Ännchen); Horst Taubmann (Max); Ludwig Weber (Kaspar); Walter Höfermeyer (Ottokar); Odo Ruepp (Kuno); Josef Knapp (Kilian) und Georg Wieter (Eremit) / 30. 1. 1942.


    „Turandot“ (Giacomo Puccini) (Liù) mit Viorica Ursuleac (Turandot); Alfons Fügel (Kalaf); Georg Hann (Timur); Emil Graf (Altoum); Carl Kronenberg (Ping); Jozsi Trojan-Regar (Pang) und Walther Carnuth (Pong) / 4. 4. 1942.


    „Ero der Schelm“ (Jakov Gotovac): (Djula) mit Luise Willer (Doma); Julius Patzak (Mischa); Ludwig Weber (Marko) und Karl Schmidt (Sima) / Dirigent: Heinrich Hollreiser / 20. 12. 1942.


    „Margarethe“ (Charles Gounod): (Margarethe) mit Hedwig Fichtmüller (Marthe); Julius Patzak (Faust); Ludwig Weber (Mephisto); Carl Kronenberg (Valentin); Josef Knapp (Siebel) und Karl Schmidt (Brander) / Dirigent: Meinhard von Zallinger / 14. 5. 1943.


    „Die Meistersinger von Nürnberg“ (Richard Wagner): (Eva) mit Luise Willer (Magdalena); Hans Hermann Nissen (Hans Sachs); Günther Treptow (Walther von Stolzing); Walther Carnuth (David); Heinrich Rehkemper (Sixtus Beckmesser); Ludwig Weber (Veit Pogner); Georg Hann (Fritz Kothner); Franz Klarwein (Kunz Vogelgesang); Josef Knapp (Konrad Nachtigall); Alfons Fügel (Balthasar Zorn); Hans Kern (Ulrich Eislinger); Emil Graf (Augustin Moser); Franz Theo Reuter (Hermann Ortel und Ein Nachtwächter); Walter Bracht (Hans Schwarz) und Odo Ruepp (Hans Foltz) / 27. 6. 1943. ('Eine Aufführung anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Uraufführung.')


    Wenn nicht anders vermerkt, wurde die Aufführung von Clemens Krauss geleitet.


    Carlo