Beiträge von Leiermann

    Eben also das Neujahrskonzert im Netz verfolgt, und wie das so ist: Da hat sich natürlich mit Blick zurück auf die Generalprobe einiges getan. Die von mir hervorgehobene Astrid Kessler stimmlich weiterhin souverän und gut - hat sich heute aber im Vergleich zu den anderen Solisten nicht gerade durch eine befreite theatralische Darstellung ausgezeichnet. Als es in der Probe noch die ein und andere Unklarheit, fehlende Absprache usw. gab, beeindruckte sie mich durch eine unerschütterliche Präsenz und Professionalität - sehr auffällig. Zudem scheint sie mir ein bewundernswert ausgeprägtes Körpergefühl beim Singen zu haben.

    Katharina Konradi hingegen brachte heute noch mehr als vor ein paar Tagen eine erfreuliche Einheit von Spiel und Gesang auf die Bühne und bekam dies zurecht durch großen Beifall quittiert.

    Adrian Angelico liegt mir stimmlich nicht so sehr, aber auch er gefiel mir heute etwas besser und scheint auch im Saal sehr überzeugend gewesen zu sein.

    Bo Skovhus darstellerisch und stimmlich mit Schmackes, Michael Nagy geschmackvoll und angenehm, Dovlet Nurgeldiyev ausgeglichen und überzeugend.

    Die ZDF-"Fledermaus" aus Dresden verbreitete sicherlich mehr stimmlichen Glanz - da gefiel mir im Vergleich besonders Elisabeth Kulman: grandios ihr Orfolsky. Heute in der Elphi die nicht auf Fernsehtauglichkeit gebürstete Fassung sehr unterhaltsam und mit ein paar mehr inhaltlichen Spitzen resp. Freiheiten und etwas weniger darstellerischer Gediegenheit. Erfrischend gut.

    Der Vollständigkeit halber: Am Neujahrstag gibt's auf ndr.de um 19:30 Uhr per Live-Stream "Die Fledermaus" in einer "halbszenischen" (eig. konzertanten) Inszenierung unter Manfred Honeck (NDR Elbphilharmonie Orchester), die ebenfalls heute und morgen in der Elbphilharmonie gegeben wird.

    Ich konnte gestern der Generalprobe beiwohnen und hatte Freude an einer netten Umsetzung unter Ausnutzung der örtlichen Gegebenheiten im Großen Saal. Sängerisch natürlich nicht so namhaft besetzt wie die gerade jetzt beginnende Aufführung im ZDF, aber dennoch: eine gute, ausgeglichene Sängerriege. Mein persönliches Highlight: die sehr kurzfristig eingesprungene Astrid Kessler als Rosalinde mit einer tollen Stimm- und Bühnenpräsenz (allerdings hat sie bei der Probe nicht alles ausgesungen, genau wie z.B. Katharina Konradi als Adele).

    Warnung: Die Inszenierung ist für viele Taminos allein schon deswegen keine Empfehlung, weil die Handlung zeitlich nicht in das 19 Jh. passt (es gibt z.B. Handys) und darüber hinaus auch ausdrücklich in die "Elphi" verlegt wird. Ich werde es mir dennoch anschauen.

    Lieber Alfred, ich danke dir für deine Antwort. Genau darauf hatte ich es auch abgesehen: Wo findest du persönlich in den frühen Sinfonien "Hochwertiges"? Dafür braucht es beileibe keine wissenschaftlichen Erklärungen.

    Das mit der "Eingängigkeit" erlebe auch ich des Öfteren merkwürdig gespalten: Diesem Begriff haftet manchmal etwas per se Geringschätziges, Verächtliches an, dann wiederum dient er wie bei dir als Begründung für Wohlgefallen. Ich bleibe ihm gegenüber distanziert, so gut wie wertneutral. Für mich ist vieles musikalisch "eingängig" und hat einen hohen Wiedererkennungswert (die Werbung lebt von sowas), längst nicht alles davon empfinde ich als "hochwertig".

    Und sowohl komplexe als auch "einfache" Kompositionen können mich faszinieren und berühren. Für mich hängt es wohl davon ab, ob ich sie als in sich stimmig erlebe. Wie schwer z.B. erscheint es mir, das Einfache zu schaffen, ohne dass es etwas Banales an sich hat, natürlich wirkt etc.

    Apodiktisch formulierte Werturteile wie das des von dir frei zitierten Users sind für mich nicht von Belang - ich muss wissen, worauf sich so etwas stützt. Dann kann man ins Gespräch darüber kommen und gewisse Dinge auch anerkennen oder weiter in Frage stellen. Von daher kann ich also mit deiner ausdrücklich persönlichen Antwort deutlich mehr anfangen als mit einem unbegründeten Pauschalurteil.

    Ich weiß nicht, ob ich deiner Gleichsetzung von Konzertführern und musikwissenschaftlicher Betrachtungsweise grundsätzlich so folgen möchte: Aber Klangästhetik in deinem geschilderten Sinne dürfte sicherlich kein sonderlich gut oder bevorzugt zu habendes Kriterium in solchen Führern sein. Das fängt ja schon damit an, dass "Klangschönheit" erst im Augenblick einer Aufführung entsteht (oder eben nicht) und sich ein Autor in der Regel zunächst auf die Komposition und ihre Merkmale, Entstehungsgeschichte usw. bezieht - also auf nichts konkret Klingendes. Mit anderen Worten: Ich kann mir Haydns Hob. I:15 sowohl spröde als auch klangschön interpretiert vorstellen. Diesbezüglich kann mir aber der Konzertführer wenig helfen.

    Ich bin weit entfernt davon, beurteilen zu können, als wie "hochwertig" diese Sinfonie im Vergleich zu späteren gelten sollte. Dennoch würde mich interessieren, welche Kriterien du mit diesem Attribut verbindest.

    Was mir beim Hören eben sehr gefallen hat: Haydns sensibles motivisches Spiel, das den Sätzen einen guten Teil ihres überzeugenden inneren Zusammenhanges gibt und sich quer durch die Instrumente(ngruppen) zieht.

    Auch interessant: Die starke Repräsentanz des 3er-Taktes, der hier einerseits so etwas wie einen Rahmen schafft, andererseits aber natürlich vielgestaltig ausgeführt ist. Ich selbst mag es bei Fischer, dass das 3/8-Presto des letzten Satzes in gewisser Weise noch mit dem Anfangs-Adagio und auch dem Menuett korrespondiert, also nicht zu schnell ist und sich vom Ausdruck her ins Ganze eher einfügt. Denn auch ansonsten sind Kontrastwirkungen in dieser Sinfonie eher gemäßigt, wie mir scheint.

    Zum Aspekt der "Eingängigkeit": Tja, wie sollen Musikwissenschaftler mit einem solchen Phänomen, sofern es denn feststellbar ist, umgehen? Zumindest was die "materielle Gestalt" von Eingängigkeit angeht, also die Analyse der entsprechend objektivierbaren Parameter von Musik, dürfte das ziemlich schwierig sein. Ich kenne jedenfalls keine mich überzeugenden "Eingängigkeits-Konzepte", sondern eher nur Ausschlusskriterien dafür. Musiksoziologisch und -psychologisch allerdings kann man diesen Aspekt sicher mit Gewinn aufgreifen.

    Jedenfalls empfinde auch ich diese Sinfonie als insgesamt recht "eingängig", besonders die Mittelsätze. Das Thema des Sonatensatzes jedoch weckt diesen Eindruck für meine Ohren nicht: Zu wenig prägnant ist hier die melodische Gestaltung resp. ihre harmonischen Reibungspunkte (metrisch unverschleiert in Szene gesetzte Sekundabstände von 1. und 2. Violinen).

    Dass sich das "Muster" mit dem eingerahmten Sonatensatz nicht breiter durchgesetzt hat, kann ich gut nachvollziehen, obwohl ich es hier ebenso wie meine Vorredner zu schätzen weiß: Aber die Wiederaufnahme des Adagios am Ende des ersten Satzes hat etwas den Sonatensatz "Relativierendes", sie schafft Distanz zu ihm, verringert vom Prinzip her dessen "Gewichtigkeit". Insofern kann eine langsame Einleitung als "Hinführung" durchaus musikalischen Sinn ergeben, eine nachträgliche "Wegführung" meiner Ansicht nach tendenziell eher nicht - gerade vor dem Hintergrund, dass die Sonate immer stärker zur "spannungsgeladenen Entwicklungsform" wurde. Hier funktioniert es aber ganz hübsch.

    Ich danke dir, chrissy. In der Tat habe ich die "Bohème" bislang noch nicht oft gehört/gesehen. Aber ich empfinde Puccini als sehr "betörend" sinnlichen Komponisten - obwohl ich ihn selten von mir aus aufsuche, schätze ich ihn doch sehr, wenn dann eine Begegnung zustande kommt.

    Bezeichnend, dass du die DVD zwar erinnerst, aber eben auch lediglich ein Mal gesehen hast: Das wird bei mir sicher auch so sein, die wandert wieder in die Ecke. Dennoch muss ich sagen, dass ich der Produktion sehr gern und aufmerksam gefolgt bin.

    Hallo chrissy,


    leider kann ich da mit überhaupt nichts Tollem aufwarten. Es handelte sich um eine vor langer, langer Zeit mal in unseren Haushalt geflatterte DVD einer recht braven Inszenierung aus Sydney in den 90er-Jahren. Da lagen ein paar dieser DVDs vom tandem Verlag seit Jahren unbeachtet in einer Ecke, und ich habe mich der "Bohème" aus einer spontanen Laune und Neugier heraus angenommen.

    Der wesentliche und mit Abstand wichtigste Grund, weshalb ich weggeschmolzen bin, war schlicht die ergreifende Musik Puccinis, die mir ganz passabel zu Ohren gebracht wurde. Mehr war da nicht.

    Lieber teleton, auch ich höre über den AKG K702 und erfreue mich ebenfalls über das ausgewogene, aber eben schon auch recht analytische Klangbild. Ehrlich gesagt: Für mich erfüllt der Kopfhörer damit ähnliche Charakteristiken wie unser neuer Hamburger Konzertsaal, der den Hörer nicht einlullt, sondern das zu Hörende eher "aufspreizt" - Transparenz statt Wattewolke.

    Ich fühle mich an den Thread "HiFi oder Konzertbesuch" erinnert. Und muss erneut sagen, dass auch ich den Opernbesuch grundsätzlich bevorzugen würde. Nur: Beides gegeneinander auszuspielen, fiele mir nicht ein. Ich höre gern CDs und bin mir dessen bewusst, dass der Klang ein produzierter ist. Dennoch fühle ich mich nicht um Authentizität "betrogen", sondern ordne das so ein, wie es eben ist: als technische Reproduktion ästhetischer Informationen, um es mal sehr kühl auszudrücken.

    Ähnlich geht es mir bei audiovisuellen Medien: Die können mich durchaus faszinieren. Bin gerade gestern bei einer "La bohème"-DVD hinweggeschmolzen und habe durchaus den Anspruch als erfüllt angesehen, dieser Oper etwas näher gekommen zu sein. Ich möchte das nicht grundsätzlich abwerten.

    Das von Alfred dankenswerterweise eingestellte Video habe ich mir angeschaut: Wie auch immer Frau Damrau in der Met geklungen haben mag auf den preiswerten Plätzen, aber ich bin von ihrer Stimme erneut hingerissen. Das würde ich mir alles sofort im Kino anschauen/anhören, da ich keine realistische Chance sehe, selbst in die MET zu kommen.

    Und wenn ich mich in die Haut derer versetze, die nach konventionell wirkenden Inszenierungen lechzen - klar wäre das ein weiterer Grund, mir eine Kinokarte zu kaufen.

    Was mich am Video irritiert hat, war zum einen das Bühnenbild, zum anderen der Hinweis auf die substanzielle Umgestaltung der Handlung: Das Ganze war also Violettas psychisch wirksame Projektion ihrer Vergangenheit? Deshalb auch die "prächtige" Umrahmung ihres Sterbens, welches von Verdi ja eher in einem räumlich reduzierten Setting ("Schlafzimmer") angelegt scheint und nun durch die Entdeckung "wahrer" Liebe am Ende des Lebens in einem mental "überhöhten" Raum stattfindet? Wenn es das sein sollte, hätte ich mir keine romantisierenden Euphemismen, also den nostalgisch wirksam verhängten, aber immer noch realistisch-elaborierten Salon gewünscht, sondern ein die Wirklichkeit klar verfremdendes Indiz für das Innenleben der Figur.

    Ah, ja! Findet meine volle Unterstützung mit der Einschränkung, dass ich auf einer meiner allerersten Klassik-LPs nur Gilels "Waldstein" und "Appassionata" hatte. In der Tat eine in meiner Erinnerung überragende Einspielung mit unfassbar ästhetischer Anschlagskultur und interpretatorischer Klarheit, die aber zu gleichsam apotheotischen Wirkungen führte.

    Habe eben auf 3Sat den Film "Architekten des Klangs" gesehen. Darin hieß es, das Sehen beeinflusse den Hörprozess in durchaus wesentlicher Weise, Karajan habe in der Philharmonie deswegen die Bässe "ins rechte Licht gerückt" (weil deren Resonanz im Saal zu schwach war) - ein hörpsychologisches Phänomen. Vielleicht ist es das. Ich erlebe in der Tat Konzerte tendenziell intensiver als die sog. "Hörkonserve". Konzerte sind für mein Musikerleben essenziell.

    Und fest steht für mich nach Anschauen des Films: Der nächste Berlin-Aufenthalt beinhaltet in jedem Fall einen Besuch des Pierre Boulez Saals.

    Es ist eine Frage der persönlichen Einstellung einerseits und eine des Zeitgeistes andrerseits. Zunächst gab es weltberühmte Pianisten, die berühmt für ihre Verspieler waren. Man lächelte, sah darüber hinweg und kaufte ihre Platten. Zahlreiche Pianisten hatten eine Heidenangst vor den Studios, denn bei einem Fehle galt vorerst nur; Entweder stehen lassen oder den gesamten Satz wiederholen. Irgendwann war man dann auch in der Lage Schnitte zu setzen und Fehler zu eliminieren. ABER
    Man glaubt damals (in den 60er und 70 er Jahren, vielleicht auch noch danach), daß dies nicht zu bemerken sei. In der Tat konnte man dies mit dem damaligen Studioequipment nicht hören. Gibt man ein derart bearbeitete Aufnahme in einen heutigen Spitzen-CD-Player mit angeschlossenem analytischen Verstärker und ebensolche Boxen, dann wird die Mogelei schnell offenkundig.


    mfg aus Wien
    Alfred

    Das ist interessant für mich, der ich nicht sonderlich "audiophil" unterwegs bin. Irgendwo hat doch Gould mal von einem Studio-Experiment berichtet, bei welchem er Fachleute aufforderte, die Schnitte in seinen Tonaufnahmen zu identifizieren - mit dem Ergebnis, dass dies nahezu unmöglich gewesen sei. Gould dokumentierte damit natürlich auch seine Liebe zu Studioaufnahmen nebst den technischen Möglichkeiten, die dafür damals schon verfügbar waren. Allerdings weiß ich nicht mehr, von wann diese Begebenheit ist - womöglich aus den 70ern? Zudem: Inwieweit man da von einem Experiment unter damals aussagekräftigen und verallgemeinerungswürdigen Bedingungen sprechen kann, ist mir natürlich auch völlig unklar.

    Herzlichen Dank, lieber MSchenk, für deine nette Antwort auf mein Posting. Ich kann das alles gut nachvollziehen und vieles auch bestätigen. Ich habe eben schon mal in deinen verlinkten Thread geschaut - sehr interessant. Und ich merke natürlich daran, wie viel ich verpasst habe. Wegen der Kinder bin ich eher selten in Konzerte gegangen, wenn Muttern arbeiten war... aber das wird jetzt langsam besser. Lindberg/Sibelius z.B. habe ich neulich ebenfalls gehört (hatte, gelesen, dass du da warst).


    Ich hoffe jedenfalls sehr, dass alle drei von dir genannten großen Hamburger Orchester sich von den "unverblümten" Rückmeldungen, die der Große Saal ihnen stets und direkt zu geben pflegt, inspirieren lassen, um in puncto Klangkultur und Zusammenspiel weiter zu wachsen. Beim NDR dirigiert ja gerade Blomstedt - und macht die langen Proben im Stehen...(!) - wenn das kein Zeichen für das Orchester ist, die Stuhlkante abzuschrubbern...:)

    (...) Sämtliche Instanzen - also gerade auch die 2. Instanz, welche den Erben Recht gab - haben der Inszenierung Werktreue zugebilligt. Wenn diese 2. Instanz nämlich als Begründung eine Entstellung des Werks festgestellt hätte, wäre dessen Urteil höchstwahrscheinlich vom obersten Gericht bestätigt worden. Die 2. Instanz hat aber den Erben Recht gegeben, obwohl es deren Vorwurf einer Entstellung des Werkes für unbegründet hielt. Die Begründung war eine Güterabwägung: Erb-Urheberrecht geht in jedem Fall vor künstlerischer Interpretationsfreiheit des Künstlers, auch wenn der Vorwurf der "Verunstaltung" nicht triftig ist. Das bedeutet aber in letzter Konsequenz, dass die Erben ein Monopol in Sachen Inerpretation bekommen und völlig willkürlich jede Aufführung verbieten können allein durch Berufung auf ihr Erb-Urheberrecht. Genau dem hat das Oberste Gericht zu Recht einen Riegel vorgeschoben. Die Freiheit der Kunst ist ein hohes Gut, das gegen solche Wilkür zu schützen ist. Man muss deshalb schon sehr gewichtige Gründe in der Sache haben, um die künstlerische Freiheit rechtsverbindlichich zu beschränken. Und die waren hier offensichtlich nicht gegeben.


    Schöne Grüße

    Holger

    Vielen Dank, Holger. Das ist ein für mich hochinteressanter Vorgang, dessen Grundlagen ich allerdings nicht ausreichend beurteilen kann: Weder kenne ich mich genügend zum "Erb-Urheberrecht" aus, noch habe ich die Inszenierung gesehen. (Hier in Hamburg wurden die Karmeliterinnen szenisch sehr eindrücklich geköpft.) Spannend aber finde ich, wenn es vor Gericht darum geht, welches denn die "Kernaussage" eines Stückes ist. Wenn das immer so einfach wäre. Und dann muss ein Richter also auf Grundlage einer solch interpretierenden Abstraktion ein gegen anderes Recht abwägendes Justizurteil fällen - schwierig.

    Ich habe eben ein wenig auf br-klassik.de dazu gelesen. Die Inszenierung soll 2020/21 wieder im Spielplan erscheinen, und die zwischenzeitlich per Gerichtsbeschluss zurückgehaltene DVD wieder verkauft werden. Zumindest die werde ich mir wohl zulegen und dann hoffentlich meine eigene Antwort auf die Frage nach der Wahrung der "Kernaussage" finden.

    Lieber Gerhard,


    das ist in diesem Zusammenhang nicht ganz so einfach für mich zu beantworten. Das "Überschmieren" eines vorhandenen Kunstwerks hat mit der Frage nach künstlerischer Freiheit für meine Begriffe nämlich nicht viel zu tun, gerade auch nicht vor diesem konkreten Hintergrund. Deine Formulierung klingt eher nach einem hypothetischen Fall von Sachbeschädigung. Ich erinnere jedenfalls gerade keinen solchen, bei welchem ein Künstler eines anderen Künstlers Werk zerstört und dies mithilfe des Hinweises auf seine künstlerische Freiheit legitimiert. (Gleichwohl: Solche Fälle mag es dennoch geben, mir fällt da jetzt bloß nichts ein. Und klar: So etwas kann ich auf dieser allgemein-hytpothetischen Ebene kaum gutheißen.)

    Einen Sonderfall stellt hier wohl Banksys "programmierte" Zerstörung eines eigenen Gemäldes dar, welches durch den "destruktiven Akt" eine Art künstlerischer Metamorphose durchlief. Aber das ist wohl weder rechtlich bedenklich noch aus meiner persönlichen Sicht heraus.

    Hinsichtlich Poulenc liegt die Sache anders: Seine musikalisch-sprachliche Komposition ist unzerstört, sie ist weiterhin für alle Arten der Begegnung zugänglich.

    Lieber Gerhard, da bist du aber optimistisch. Es hat sich hier ein Götze etabliert, genannt "künstlerische Freiheit", egal, welcher Unsinn unter diesem Etikett veranstaltet wird, mit Oberpriestern , genannt Regisseure und Adepten, die sich vor allem in der Kritikerkaste tummeln. Dass auch Richter sich diesem Götzen beugen wundert mich wenig. Allerdings muss ich dazu anmerken, dass ich die Rechtslage nicht beurteilen kann, schon gar nicht die in Frankreich. Hier in Deutschland zeigte sich ja bereits im Zusammenhang mit Herrn Meese und dem Hitlergruß, dass auch unsere Richter zur Götzenanbetung tendieren.

    Viele Grüße

    Mme. Cortese

    Liebe Mme Cortese,

    ich bin ob deines Beitrages wirklich ziemlich irritiert.

    Was ich gut einordnen kann, sind geschmackliche Präferenzen bzw. Grenzen. Das geht in den Bereich des Persönlichen und hat seine volle Berechtigung. Und auch wenn du irgendwo "Unsinn" ausmachst, dann spricht viel dafür, diesen zu benennen und kommunizieren.

    Hier allerdings geht es um justiziable Angelegenheiten und damit um Zusammenhänge, die den Staat und vor allem dessen Zugehörige als Gesellschaft betrifft. Es fällt mir schwer zu glauben, dass du als Kunstliebhaberin die "künstlerische Freiheit" nicht als schützenswertes Gut betrachtest - und zwar über deine persönlichen Geschmacksgrenzen hinaus, die ja deinem subjektiven Empfinden unterliegen.

    Selbst wenn ich längst nicht alles verstehe, was Regisseure, Kritiker etc. antreibt, bewegt etc., käme ich nicht auf den Gedanken, mein begrenztes Verständnis als Grundlage für eine generelle Ablehnung eines weit gefassten künstlerischen Freiheitsbegriffs zu instrumentalisieren. Im Gegenteil: Weil mir bewusst ist, wie begrenzt meine Auffassungsgabe hinsichtlich anderer Perspektiven ist, Welt und Kunst zu sehen, erlege ich mir größtmögliche Anerkennung dessen auf, was mir fremd erscheint.

    Die Überhöhung deiner Kritik mithilfe des "Götzen"-Begriffs geht für mein Empfinden schon fast in die Richtung von Verschwörungstheorien - meinst du das wirklich so? Dass Richter allen Ernstes mehr oder weniger flächendeckend geltendes Recht beugen, um vermeintlich unsinnigen künstlerischen Äußerungen zu huldigen?

    Ein Wort noch zu Herrn Meese: Sicherlich sucht dieser mit dem Hitlergruß usw. ganz bewusst einen Grenzbereich auf - auch in dem Bewusstsein, dass dies provozierend wirken kann. Das ist eben ein Aspekt des Wesens eines solchen Grenzbereiches der Kunst. Allerdings haben selbst tendenziell konservative Medien wie die "Welt" dazu klar geschrieben, dass es sich bei diesem Einsatz von Nazi-Symbolen keineswegs um Äußerungen des Privatmenschen Meese handelt. Also um kein strafwürdiges Bekenntnis zur NS-Ideologie. Auch hier plädiere ich sehr dafür, dass wir unser Empfinden nicht überbewerten - zu enge justiziable Grenzen würden eine Reihe weiterer sehr fragwürdiger der Kunst abträglicher bis gefährlicher Konsequenzen bedeuten.

    Dennoch muss auch ich den Ball hier ganz flach halten, denn hinsichtlich des rechtlichen Kontextes bin ich ebenfalls alles andere als ein Fachmann.


    Lieber Holger, deshalb schließe ich mich denen an, die sich über eine inhaltliche Wiedergabe des Artikels in für dich zumutbarer Form freuen würden.

    Hinsichtlich der Auffindung des Reprisenbeginns im Kopfsatz schließe ich mich Zwielicht an: Bei Adam Fischer ist das bei Min. 3:49 und für meine Ohren eindeutig durch den (mit dominantischer Geste vorbereiteten) Wiedereintritt der Grundtonart und die thematisch klare Verwandtschaft mit dem ersten Expositionsthema zu hören. Dennoch: Dieses ist zu Reprisenbeginn natürlich ungewöhnlich stark verändert/variiert.

    Mit Blick auf das zweite Thema bin ich unsicherer. Ja, die erste F-Dur-Episode erscheint dem ersten Thema noch verhaftet, allerdings wird auch sie mit ein paar dominantisch wirksamen Signal-C's als eigenständiger Abschnitt vorbereitet und kontrastiert trotz einer gewissen Ähnlichkeit des Materials (z.B. der anfänglichen Bewegungsrichtung) schon allein harmonisch hörbar deutlich. Ich habe da schon den Eindruck eines neuen Themas. Und dass ein zweites Thema strukturelle Korrespondenzen mit dem Hauptsatz pflegt, ist m.E. nicht so ungewöhnlich.

    Aber klar: Noch deutlich eigenständiger ist das neue Thema in der Schlussgruppe - fast schon grotesk eigenständig hinsichtlich seines Kontrastes mit dem Hauptsatz. Und wahrscheinlich ist das dann auch der Grund für diese ungewöhnliche "Lösung" Haydns: In paradoxer Formulierung würde ich hier fast von zwei zweiten Themen sprechen, von denen keines "richtig" (na, ihr wisst schon) passt und durch das andere eine gewisse Wesensergänzung findet: Thema 2.1 ist dem Hauptsatz sehr, sehr nahe (auch zeitlich) - fast noch zu verwandt. Thema 2.2. wiederum ist dem Hauptsatz extrem entgegengesetzt (und wäre zeitlich eben auch grotesk "fern"). Ich für mich sähe bislang keine Schwierigkeit, das so stehenzulassen. Haydn hat ja stets mit Formen experimentiert, sodass die terminologische Beschreibung immer deskriptiv hinterherhinkt.


    Übrigens empfinde ich auch Satz 1 und 4 korrespondierend. Ich neige dazu, diese irren synkopischen Verschiebungen des Schlusssatzes, der mich als Hörer zunächst keinen festen Boden unter den Füßen spüren lässt, als geistigen Rückgriff auf die auffälligen Akzente (sind doch in der Partitur vermerkt?) auf den "Dreien" der anfänglichen Wiederholung des Hauptthemas im ersten Satz zu begreifen. Das Prinzip der rhythmischen Verlagerung ist dort ja ganz spannend eingeführt: Die Akzente heben zunächst im d-Moll-Forte ganz massiv die "Einsen" heraus - das ist schon richtig harter Beton, der da angemischt ist. Aber gleich darauf hört man dann plötzlich die Verschiebung der Akzente auf schwache Taktteile - und ähnlich fängt dann die erste Violine im Schlusssatz auch an: Mit dem die Eins verschleiernden überbundenen Synkopenachtel auf der letzten schwachen Zählzeit. Ohne es noch genauer nachgeprüft zu haben: Aber ich glaube, dass es da weitere rhythmische Korrespondenzen auch mit den anderen Sätzen geben könnte. Die Keimzelle des Schlussatzes ist jedenfalls schon zuvor angelegt.


    Ich hoffe sehr, dass ich da jetzt nicht zu weit gegangen bin, zumal mir leider keine Partitur vorliegt. Aber insgesamt fasziniert mich diese Sinfonie eher, als dass ich da benennbare Mängel hörte. Es scheint mir, als habe Haydn mal wieder ganz ernsthaft-humorvoll gespielt. Im besten Sinne.

    Gleich geht's los in den Kleinen Saal der Elbphilharmonie. Meta4 und das Gringolts Quartett führen folgendes Programm auf:


    Joseph Haydn

    Streichquartett G-Dur Hob. III/75

    Johannes Brahms

    Streichquartett B-Dur op. 67/3


    Felix Mendelssohn Bartholdy

    Streichoktett Es-Dur op. 20


    Gerade mit Blick auf das Oktett freue ich mich schon riesig, zittere aber ein wenig ob meiner Verfassung: Hatte wenig Schlaf in dieser Woche, heute war der Dienst nochmal extrem anstrengend - könnte leider sein, dass ich nicht ganz so die Aufmerksamkeit halten kann, wie ich es mir wünschen würde. Ich setz mich jedenfalls voll auf die Sitzkante.

    Danke für den Hinweis auf die Doku. Habe mir das eben auch mit Interesse angesehen.

    Meine ersten Eindrücke waren: Hoffentlich spricht er nicht so lange. Da fielen dann gewichtig vorgetragene Formulierungen ("eine neue Sprache erfinden, die Sprache unserer Träume"), die nicht daneben, aber zunächst fast banal wirkten. Übrigens auch der Satz über die "Musik nur im Jetzt" - für mich eine Selbstverständlichkeit. Und als er dann darüber redete, dass sich durch und in der Musik "Räume" auftun, in denen er sprechen könne über seine Liebe und Probleme und Einsamkeit - da dachte ich: Warum sollte ich mir das anhören wollen?

    Aber das war eben lange und gottseidank nicht alles. Bertarido hat völlig Recht: Das Einzige, das zählt, ist das klangliche Ergebnis in all seinen Facetten. Und das Wesentliche zu Currentzis habe ich gesehen in seiner unbedingten Art, mit den Orchestern in Musik zu kommunizieren. Es war natürlich quantitativ nicht viel zu sehen, aber wenn das kein Zerrbild seiner Arbeit war, dann hat er äußerst viel zu vermitteln und zu geben - eine musikalische Führung in Musik. Und die Entfaltung der Musik ist das Zentrum, nicht er als Person.

    Geradezu kurios wurde es, als man zunächst sah, wie verhältnismäßig förmlich er beim und vom SWR-Sinfonieorchester empfangen wurde, und dann, wie ungebunden das Zusammenwirken mit seinen Musikern in Perm überbordet in mehrerlei Hinsicht. SWR und Currentzis sind erstmal eine irgendwie irre Mischung, eine sehr heterogene Konstellation. Fast wesensfremd wirkte das. Dennoch scheint der Beginn geglückt zu sein. Die Begebenheit mit dem Konzert, das er dort drei Stunden nach einer Vollnarkose gegeben hat, ist nicht nur stark, sondern ebenfalls ein Indiz für seine Authentizität und künstlerische Potenz sowie Führungskraft.

    Auch in Anbetracht der die Musiker belastenden jüngeren Geschichte des Orchesters wünsche ich dieser neuen Verbindung eine beflügelte Zukunft.

    Sehr schön, danke! Es ist aus dem "Buch der Lieder", aber eben nicht aus den "Traumbildern", sondern aus der "Heimkehr" - welches beide untergeordnete Zyklen der Sammlung sind und also mehrere Einzelgedichte umfassen, die ohne Titel sind. Ich hatte vorhin in meiner vierbändigen Heine-Insel-Ausgabe geguckt, aber es handelt sich leider um keine Gesamtausgabe, und "Wenn ich auf dem Lager liege" ist nicht darin enthalten.

    So werden wohl die Interpretinnen für die Verwendung des anderen Titels verantwortlich sein, was bei mir mit Blick auf nur dieses eine Lied eine kleine Verwirrung auslöste.

    Wichtiger aber: Mir scheint die Innerlichkeit des Textes musikalisch passend und feinfühlig-empfindsam gestaltet, auch wenn ich beim "Herzen" etwas gezuckt und mich gefragt habe, ob die Melodik an dieser Stelle etwas zu plakativ geraten ist. So allerdings meine erste Spontanempfindung, das heißt ja nicht viel.

    Lieber William, danke für deine auch ins Persönliche hinein reichende Antwort. Möge es hoffentlich so früh wie möglich kommen, dass niemand wegen seines Geschlechts und/oder seiner sexuellen Orientierung Nachteile erleiden muss - ich habe übrigens neulich in Eisenach die kleine Ausstellung "Frauen und Bachs Musik" im dortigen Bach-Haus besucht. Das hatte mit Homosexualität nichts zu tun, und auch der emanzipatorische Aspekt stand nicht im Mittelpunkt. Dennoch konnte ich (mal wieder) anhand mehrerer offensichtlich überaus geistvoller Frauen nachvollziehen, wie viel schwieriger es für sie war, sich im Kreise ausübender Künstler einzubringen. Das hat sich im Laufe gerade des letzten Jahrhunderts natürlich relativiert.

    So habe ich aber eben im Anschluss an diese Gedanken, da du es uns hier so schön auf dem berühmten Silbertablett präsentierst hattest, das Lied von Josephine Lang (Text: Heine) angeklickt - eine weitere Künstlerin, von der ich bislang nichts kenne. Vielen Dank dafür! Die Tonsprache erschien mir beim ersten Hören stimmig gestaltet und reizvoll - ganz davon abgesehen, dass ich Kommerells/Hallaschkas Vortrag geschmackvoll finde.

    Bleibt die Frage nach dem Titel: Heines Gedicht scheint mir keinen zu haben, oder? Wo kommt das Wort "Traumbild" dann her? Ich weiß, dass es von ihm die "Traumbilder" gibt, konnte aber eben bei der Recherche das Gedicht "Wenn ich auf dem Lager liege" nicht darin verorten (und habe auch gerade keinen Zugriff auf entsprechende Publikationen). Weißt du oder ein anderer User darüber Bescheid?

    Diesem Thread kann ich nur mit seeeeehr persönlichem Bezug begegnen. Meine Frau spielt im NDR Elbphilharmonie Orchester.

    So habe ich natürlich über die Jahre hinweg eine gewisse "Geschichte" des Orchesters aus individueller Perspektive vernommen und als Hörer miterlebt. Unter anderem dessen Entwicklung als Residenzorchester des neuen Hamburger Konzertsaales und nicht zuletzt unter dem "alten" Chef Hengelbrock sowie dem neuen Chef Gilbert: Ich habe u.a. den Einstand Hengelbrocks als auch dessen "neue" Art des Umgangs mit dem Orchester sehr intensiv mitbekommen. Meine Frau fühlte sich davon ausgesprochen angeregt, ich ebenso. Da wehte frischer Wind durch die Hansestadt. Und Hengelbrock erwies sich als jemand, von dem 'frau' lernen konnte. Ob mit oder ohne Darmsaiten.

    Der Umschwung erfolgte mit der Elphi. Was war das für eine Zeit, nicht zuletzt hier in unserem Haus. Meine Frau war über drei Monate hinweg für die Familie praktisch "abgemeldet". Und plötzlich wurden Ansprüche an das Orchester gestellt, die zunehmend utopisch waren. Was? Das NDR-Elbphilharmonie-Orchester sollte nun seinen Rang eines "Weltklasseorchesters" in einem "Weltklassekonzertsaal" untermauern? Aha, und Chicago ist also besser mit den akustischen Bedingungen umgegangen?

    Meine Quintessenz aus dieser Zeit: Ein neuer Saal macht kein neues Orchester, stellt aber neue Herausforderungen. Hengelbrock scheint mir nicht immer ganz glücklich damit umgegangen zu sein. Meine Frau war wirklich traurig über seinen Abschied. Andererseits hat sich Gilbert jüngst sehr eindrucksvoll eingeführt in Hamburg. Eine neue Ära hier in der Hansestadt.

    Was gibt mir Mozarts Musik. Das geht an die Substanz.

    Es gibt mir eine Ahnung davon, wie besonders beschenkte Seelen auf ihre einsame Weise Antworten geben. Mozart, das ist wie eine Brücke zum Himmel, den es nicht gibt.

    Mozart, das ist die galante und ebenso harmonische Antwort auf das Chaos. Und Mozart: Das ist das Gegenteil von lieblich. Mozarts Musik umfasst die Welt - ganz.

    Lieber William, ich freue mich sehr über die Erwähnung Arrieus, die offenbar unter geschlechtsspezifischen Vorurteilen gellitten hatte - sodass sie sich einen "neutralen" Vornamen zulegte, um möglichst 'autark' vor allem als Komponistin agieren zu können. Kennst du (ein) Klavierkonzert(e) von ihr?

    Bei mir laufen gerade die Scarlatti-Sonaten von Pogorelich - 1992 brilliant eingespielt und eben auch brilliant im Tonstudio eingefangen. Hat mich in meiner Zeit als Musikstudent sehr geprägt. Um Aufnahmen zu empfehlen, fehlt mir allerdings meist der Überblick, so wie jetzt auch: Ganz sicher gehört diese zu hörenswerten, sofern eine "moderne" Flügeleinspielung toleriert wird. Pogorelichs Anschlagskultur ist fantastisch, und sein Verständnis für die Sinnlichkeit der Sonaten bedarf keiner intellektualisierten Besprechung. Meine Auffassung: Es handelt sich auch am allerwenigsten um eine "exzentrische" Einspielung. Nur so, für die Pogorelich-Skeptiker.

    Und die h-Moll-Sonate - na ja. Ganz anders als Horowitz, aber beides im Pianisten-Olymp. Für die Ewigkeit.

    Lieber Parafino,

    leider habe ich auch den Eindruck, dass die Karajan-Bühnenaufnahme vom 23.6.52 nicht dem gerecht wird, was tatsächlich in Bayreuth zu hören war. Aber wenn ich Mödl mit Isoldes "Ich bin's, ich in's" vernehme oder eben das "Mild und leise" - selbst auf einer Aufnahme mit mangelhafter Tonqualität - wird deutlich, welch fantastische Sängerin sie war. Vor allem ihre Artikulation verliert wohl unter diesen Aufnahmebedingungen - aber ihre Ausdrucksstärke und hervorragende Intonation sind für mich gleichwohl klar zu erkennen.