Offensichtlich gab es noch keine Komponisten-Thread über Nielsen. Das ist natürlich ein unhaltbarer Zustand. Ich verlinke hier nochmal die Werk-Threads die Nielsen betreffen:
Beiträge von Tristan2511
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Da zuletzt von Nielsen im Forum die Rede war, habe ich bemerkt, dass es ein Tamino-Ranking gibt, bei dem ich noch nicht teilgenommen habe. Das geht natürlich nicht! Wie der Kollege Joseph II. mache ich diese Spielereien gerne. Man muss sie a) nicht zu ernst nehmen und b) akzeptieren, dass es Momentaufnahmen sind, die sich immer mal ändern.
Ich oute mich als großer Anhänger der frühen Nielsen-Sinfonien:
1) 2. Sinfonie
2) 3. Sinfonie (der Kopfsatz ist allerdings mein liebster Einzelsatz)
3) 1. Sinfonie
4) 4. Sinfonie
5) 5. Sinfonie
6) 6. Sinfonie
Allesamt finde ich sie großartig - einer der ganz großen Sinfonien-Kanons!
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Hallo kalli, ich habe das Bild etwas verkleinert. Du kannst das manuell selber machen, indem du - in diesem Fall SL1500 - im Link auf 300 änderst.

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Es folgt der sehr deutliche Hinweis, auf persönliche Beleidigungen - direkt oder subtil - zu verzichten, sich bitte an die Forenregeln zu halten und zum Sachgegenstand zurückzukehren. Wir werden bei den letzten Beiträgen erneut den Rotstift (Blaustift) ansetzen. Derartige Diskussionen sind Tamino nicht würdig.
Tristan
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Nun, das Schmidtsche Klavierquintett steht in dieser Aufnahme auch seit gut vierzig Jahren in meinem Plattenschrank.

Immer wieder mal habe ich danach gegriffen, zuletzt vorgestern, als ich voller Begeisterung die erste Sinfonie von Schmidt gehört hatte. Und da war sie dann wieder, die Ernüchterung. Der zweite Satzt ist ja ganz nett, aber insgesamt wirkt das Werk auf mich mühselig. Schade eigentlich, denn die Gattung Klavierquintett ist ja nicht sehr reich mit Werken bestückt. In den 1950ern hatt sich in Siena eine Formation gebildet, die ausschließlich Klavierquintette spielte, das Quintetto Chigiano. Die Diskographie ist schmal, da denen auftreten und unterrichten wichtiger war, aber wenn ich jetzt den Schmid in die Reihe dessen stelle, was dioe Chigis aufgenommen haben: Brahms, Schostakowitsch, Franck, Dvorak, Bloch und Boccerini, dann werden bei Schmidt für mich musikalische Strukturen erkennbar, die das Hören durchaus erschweren. Die oben genannte Aufnahme von den baryllis und Jörg Demus stammt übrigens aus der Blütezeit der Chigis, was ich merkenswert genug und durchaus auch Deiner Wertschätzung entsprechend empfinde: 1952, quasi im Geburtsjahr der LP in Europa dieses Werk für die Platte einzuspielen, lässt ja durchaus auf Wertschätzung schließen. Nur mich hat's noch nicht erreicht. Aber aus dem Umstand, dass die Platte immer noch in der Sammlung st magst Du schließen, daß ich die Hoffnung nicht aufgebe.
Liebe Grüße vom Thomas

Eine gewisse Rolle werden persönliche Vorlieben und Prägung auch spielen. Fällt mir persönlich diese deutsch-österreichische Spätromantik sehr zu, tue ich mich mit französischen Impressionismus z.B. trotz zahlreicher Versuche sehr schwer. Ich sehe, auch hier im Forum, dass Ravel und Debussy als sehr große Komponisten gehandelt werden, aber ich komme nicht so richtig dahinter...
Jetzt bleibe ich aber bei Respighi und höre ein ebenfalls sehr eingängiges, fast unverschämt schönes Stück:
Ottorino Respighi - Adagio con variazioni
Sinfonica di Roma (Francesco La Vecchia) + Andrea Noferini (Vc.)
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Sehr schöne Musik, danke für den Hinweis, das kannte ich auch noch nicht (obwohl ich Respighi sehr schätze). Aber, sag' selbst, das ist doch musikalisch eine andere Liga als das zähe Klavierquintett von Franz Schmidt?
Ich höre das jetzt auch gerade (also den Respighi).
Liebe Grüße vom Thomas

Das Klavierquintett vom Ottorino hat mir auch sehr gut gefallen, eine kleine Entdeckung!
Es ist halt recht eingängig und spricht etwas unmittelbarer als Franz Schmidts Musik. Eine andere Liga sehe ich allerdings überhaupt nicht. Ich habe eine große Schwäche für diese Musik des Epochenübergangs Spätromantik/Jugendstil/Fin de siecle. Korngold, Strauss, Schreker, Zemlinsky und eben auch Franz Schmidt gehören zu meinen liebsten Komponisten! Zäh finde ich die Kammermusik dieser Komponisten nicht, ich mag zum Beispiel die oft dräuende Opulenz und die Mehrdeutigkeit. Allerdings gebe ich zu, dass diese Musik oft (äußer von ihrer oberflächlichen Üppigkeit) nicht sofort wirkt, sie will vielleicht ins Ohr 'eingeübt' werden, was ich die letzten Jahre viel getan habe...
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Ottorino Respighi - Klavierquintett in f-Moll
Kannte ich noch gar nicht...Quartetto di Venezia
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Ich mag alle vier Sinfonien sehr, jede hat ihre Eigenheiten und ihren Eigenwert. Das von Amdir ins Spiel gebrachte Erstlingswerk ist eben dies: Ein frisches, an die romantische Tradition anknüpfendes Werk von opulentem Klang und einer Mischung aus Leichtigkeit und kontrapunktischer Dichte.
Die fanfarenartige, feierliche Einleitung des Kopfsatzes erinnert an so manches aus der Sinfoniegeschichte und gibt dem Satz ein Motto, welches der auftrumpfende Hauptgedanke ähnlich weiterführt. Besonders markant finde ich das leise absteigende, von Pizzicati begleitete Motiv der Holzbläser. Das ist so ein ganz eigener Klang. Insgesamt ein sehr optimistischer, teilweise überschäumender Satz, der eigentlich gar nicht nicht gefallen kann.
Der Motivbau im langsamen Satz erinnert mich im Zusammenspiel aus Harmonik der Begleitung und Flötenmelodie an Mendelssohn und Raff. Das ewige Fließen der Melodie passt sehr gut zum (spät-)romantischen Anstrich der Sinfonie.
Das sehr österreichische Scherzo gefällt mir in seiner Spielfreude ebenfalls. Ist der Rahmen eher klassisch gehalten, wirkt das verhaltene Trio (con sordino?) moderner.
Mit einem aufbrechenden, öffnenden Motiv beginnt auch das Finale sehr freudig und erinnert direkt an den Kopfsatz. Virtuos ist die Behandlung der Orchesterstimmen und die kontrapunktische Dichte erinnert zuweilen an Brahms. Noch einen größeren historischen Bogen schlägt der Satz durch die Verwendung barocker Tanzformen - mindestens eine Gigue ist deutlich wahrnehmbar, ebenso natürlich das zentrale Fugato. Ich finde diese Kombination äußerst gelungen und kunstvoll.
Die 1. Sinfonie - das ist mir jetzt beim Wiederhören nochmal besonders deutlich geworden - ist wirklich ein sehr optimistisches, freudiges Werk, das ein großes Hörvergnügen garantiert. Besonders die Rahmensätze haben es mir mal wieder richtig angetan!
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Gleichwohl hatte Schweden zu der Zeit kaum Schöpfer sinfonischer Musik aufzubieten, schon gar nicht in der aufkeimenden Romantik, so kann man sagen, dass ohne Lindblad die Wege eines Ludvig Norman und später eines Wilhelm Stenhammars anders verlaufen wären.
Das gibt es ja gelegentlich, dass Künstler für die Entwicklung einer nationalen Schule sehr wichtig sind, im internationalen Vergleich dann aber weniger berühmt/bedeutend als diejenigen, deren Weg sie ermöglicht haben.
Letztlich sind bei beiden die Einflüsse der Leipziger Schule recht deutlich und sie führen im Fall Schweden damit erstmal - bis nach Stenhammar - zu einem Nationalstil, der weniger 'nordisch' wirkt, als Parallel in Norwegen oder später in Finnland. Ähnlich ist es dagegen in Dänemark, wo z.B. Kuhlau und besonders Gade ja auch sehr deutlich in Deutschland verortet ist. Jedenfalls ist die klassische Musik und deren Entwicklung in den nordischen Ländern ein sehr spannendes Thema

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Von Lindblad habe ich im Zuge meiner in den letzten Jahren gewachsenen Begeisterung für nordische Komponisten diese CD mit den beiden Sinfonien, gespielt vom Uppsala Kammerorchester, zugelegt:
Beide Werke enthalten schöne Stellen, allerdings bliebt die Musik relativ harmlos. Ich persönlich finde - in Schweden bleibend - Berwald parallel und Stenhammar, Atterberg und Co danach doch spannender. Gleichwohl natürlich hörenswerte Musik...
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Eine Art Bruckner zum Sonntagsfrühstück.
Das ist eine sehr schöne Charakterisierung!

Und dem Wolfgang gebe ich auch Recht, wenn er hier über die Sinfonien hinaus auch die Kammermusik Schmidts wärmstens empfiehlt (über die wir uns hier auch schon ausgetauscht haben). -
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Oh, das freut mich aber, lieber Amdir. Von Franz Schmidt bin ich seit einigen Jahren auch ein Anhänger! Letztes Jahr gab es in der Elphi sowohl das Oratorium "Das Buch mit sieben Siegeln", als auch die 2. Sinfonie mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester zu hören. Er ist also - dezent - im Konzertleben angekommen. Ich habe und höre bei den Sinfonien gerne die schöne Frankfurter GA mit Järvi:
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Mein persönlicher Favorit ist auch Jochum. Und da, finde ich, muss man auch die Aufnahmen mit den Dresdnern würdigen. Trotz aller Freiheiten (oder wegen?) ist das für mich am ehesten der Bruckner-Sound den ich bevorzuge. Mit Blomstedt kann ich ebenfalls sehr gut leben.
Karajan scheint hingegen - da gebe ich dem Kollegen Orffeus recht - manchmal eine ganz andere Musik zu dirigieren. Auch mich stört die Glättung des Blockhaften (in der 4. Sinfonie besonders schlimm). Es ist nun einmal Bruckners spezifischer, auch von der Verwendung von Orgelregistern herkommender, Kompositionsstil.
Kleine Werbung also auch für den Dresdner Jochum (enthält z.B. meine liebste Interpretation der 7. Sinfonie)
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Danke für den verdienstvollen Thread und den Hinweis auf einen Komponisten, von dem ich bisher noch gar nichts gehört hatte. Und wieder wird die Liste der kennenzulernenden Komponisten länger...
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Erich Wolfgang Korngold - 3. Klaviersonate Op. 25
Beginnt wie Schuberts Wandererfantasie und Brahms Op. 1...Michael Schafer
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Erich Wolfgang Korngold - Suite für Klavierquartett Op. 23
Freilich das Klavierquartett Korngolds, kaum Suite. Die Viola wird durch eine zweite Geige ersetzt und das Klavier ist, wie bei Korngolds Klavierkonzert Op. 17, für die linke Hand gesetzt, weil Wittgenstein der Auftraggeber war.Ensemble Q
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Begleitend zu meiner akustischen Korngold-Phase lese ich momentan die empfehlenswerte Biographie von Brendan G. Carroll: Erich Wolfgang Korngold. Das letzte Wunderkind
Eingängig und biographisch-chronologisch leicht nachvollziehbar geschrieben bekommt man einen guten Eindruck vom "Wunderkind" und von der sehr interessanten Zeit seines Wirkens als Komponist. Verbindungen zu Mahler, Strauss, Schreker, Zemlinsky und Co beleuchten eine musikalische Epoche des Übergangs, die mich seit einigen Jahren sehr fasziniert. Dazu kommen interessante Fotographien und ein vollständiges Werkeverzeichnis, sowie die Diskographie bis zur Veröffentlichung 2012.
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Ich habe verschiedene Aufnahmen und greife der Abwechslung halber immer mal zu einer anderen. Die schwedische ist orchestral gar nicht so schlecht, aber die Münchner Leinsdorf-Aufnahme höre ich ebenfalls gerne

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Ein wenig abgelenkt war ich durch mein Unvermögen, in diesem Thread nachzufahnden, welches Werk von Judassohn Tristan bereits hier vorgestellt hatte. Aber für diese Computerdinge bin ich wahrscheinlich zu unbegabt. Vielleicht verrät Tristan es noch einmal. Die CD, die ich gehört habe, verdanke ich auf alle Fälle Tristans Empfehlung. Schon jetzt einmal danke für den erneuten Einsatz für diesen Komponisten.
In diesem Thread habe ich jetzt mit dem 4. Klaviertrio erstmals Jadassohn ausgewählt.
Allerdings habe ich im Forum gelegentlich Werbung für Jadassohn gemacht und im Jadassohn-Thread auch das eine oder andere Werk vorgestellt.
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Erich Wolfgang Korngold - Lieder des Abschieds Op. 14 (Orchesterfassung)
BBC PO (Edward Downes) + Linda Finnie
Oh ja, das trifft genau meine Vorliebe für spätromantische Lieder! Dazu noch diese Betrachtung gelesen.

