Beiträge von Kapellmeister Storch

    Ich war damals auch in der Aufführung und schließe mich an: Roberto Alagna. Es war übrigens das erste Mal, dass ich auf den damals noch recht unbekannten George Petean aufmerksam geworden bin. Auch Laura Polverelli hat mir gefallen. Sie ist allerdings danach nicht mehr auf meinem Radar aufgetaucht.

    Von mir gibt es heute eine weitere französische Rolle:


    Zurga, Les Pêcheurs de Perles



    1. Etienne Dupuis


    In dieser Rolle hat er 2011 an der Seite von Calleja für Furore gesorgt und den sehr guten Eindruck, den ich 2010 von ihm in Monte Carlo als Schaunard gewonnen hatte, nicht nur bestätigt, sondern weit übertroffen.



    2. Christoph Pohl


    In einer weiteren konzertanten Aufführung der DOB hat er 2013 die Rolle übernommen und ordentlich gesungen, aber nach Dupuis hing die Messlatte zu hoch.



    3. Gyula Orendt


    Der talentierte Hausbariton der Staatsoper war für mich der Lichtblick der Generalprobe 2017 im Schiller-Theater.

    Wenn ich schon in Frankreich bin, dann soll es auch eine weitere französische Rolle geben:


    Marguérite, La Damnation de Faust



    1. Julia Varady


    Sie hat die Rolle an der Seite ihres Mannes 1992 in einer konzertanten Aufführung an der DOB gesungen. Dieses Duo hätte ich gerne öfter gehört.



    2. Jeanne Piland


    1991 bin ich extra nach Hamburg gefahren, um sie in dieser Rolle zu hören. Leider hat man sie nie als Gast an die DOB eingeladen.



    3. Magdalena Kozena


    Ich habe sie 2017 an der Staatsoper unter Rattle gehört.



    Viele Grüße aus der Provence und einen schönen Sonntag!

    Ich leute das Wochenende mit einer neuen Strauss-Rolle ein:


    Zdenka, Arabella



    1. Hanna Elisabeth-Müller


    Sie gehört derzeit zu den besten Sängerinnen ihres Fachs und hat die Rolle hervorragend 2014 unter Thielemann in Dresden und 2018 in München gesungen.



    2. Genia Kühmeier


    Die ersten beiden Plätze sind eigentlich beliebig vertauschbar, denn sie war 2015 in Dresden unter Thielemann ebenso gut.



    3. Fionnuala McCarthy


    Gesanglich steht sie weit hinter den ersten beiden Damen, aber ihre sympathischen Auftritte 2006 und 2007 an der DOB machen sie zur "Lieblingsinterpretin".

    Meine neue Rolle für heute:


    Roi Arkel, Pelléas et Mélisande



    1. Franz-Josef Selig


    Bei der konzertanten Aufführung unter Rattle 2015 in der Berliner Philharmonie hat er eindrucksvoll gezeigt, dass er nicht nur Wagner kann, sondern balsamisch wunderschön und liedhaft wie kaum ein zweiter Bass singen kann.



    2. Kwangchul Youn


    In seiner guten Zeit konnte er so ziemlich alles. Ich habe ihn 1999 mit großer Freude in der Berliner Staatsoper erlebt.



    3. Robert Lloyd


    Er hat die Rolle 2008 unter Rattle ebenfalls in der dortigen Berhaus-Inszenierung gesungen.

    Renata, Der feurige Engel


    Svetlana Sozdateleva - 2016, KOB



    Ich habe noch eine weitere hervorragende Aufführung unter Gergiev bei seinem Gastspiel an der DOB gehört, aber da habe ich nicht herausbekommen, um welche Sergejewa es sich bei der Renata gehandelt hat. Dafür habe ich eine Kritik über die Premiere an der KOB gefunden, in der behauptet wurde, dass das Werk "nach 40 Jahren ans Berliner Tageslicht" (Concerti) geholt worden wäre. Gergiev hat das Werk 2003 aufgeführt.

    Magdalene, Die Meistersinger von Nürnberg



    Wieder eine Rolle, wo ich leider nicht alle Sängerinnen notiert habe. Daher diese Auswahl:


    1. Rosemarie Lang - 1990+1992, Staatsoper Berlin


    2. Uta Priew - 1991, Staatsoper Berlin


    3. Michelle Breedt - 2011, RSB unter Janowski




    So ist das leider auch bei dieser Rolle:


    Geisterbote, Die Frau ohne Schatten



    1. Jan-Hendrik Rootering - 1988, München


    2. Hans-Joachim Ketelsen - 2005+2006, Dresden


    3. Jan Buchwald - 2007, Hamburg

    Heute mal wieder Strauss:


    Helena, Die Ägyptische Helena



    1. Gwyneth Jones


    Ich habe sie 1988 in München erlebt. Sie stand auf der Bühne wie eine Göttin.



    2. Deborah Voigt


    Sie hat die Rolle im Jahr 2000 in einer tollen konzertanten Aufführung unter Thielemann gesungen.



    3. Ricarda Merbeth


    Einige Opernfreunde mögen die Merbeth nicht so, aber ich kann mich an keine schlechte aufführung mit ihr erinnern, im Gegenteil, sie hat mich immer positiv überrascht, so auch als Helena 2009 an der DOB.

    Wurm, Luisa Miller



    1. Mika Kares


    Er hat mir 2018 in Zürich gut gefallen. Gesanglich war er die Nummer 1.



    2. Arutjun Kotchinian


    Hier hat Stimmenliebhaber bereits alles sehr treffend beschrieben. Seine eigentümliche Stimme ist Geschmackssache und nicht immer ein Genuss, aber als Wurm war er sehr charismatisch und passte vorzüglich in die Friedrich-Produktion an der DOB. Ich habe ihn mehrfach zwischen der Premiere im Jahr 2000 und 2012 gehört.



    3. Ramaz Chikviladze


    Ich habe ihn 2018 in Hamburg gehört.

    Meine neue Rolle für heute:


    Golaud, Pelléas et Mélisande



    1. Gerald Finley


    Er war 2015 in der Philharmonie unter Rattle absolut überragend. Ein toller Sänger!



    2. Laurent Naouri


    Er hat 2004 in der Premiere an der DOB gesungen und war zu der Zeit einer der überragenden französischen Sänger.



    3. Armand Arapian


    Ich habe ihn 1999 an der Staatsoper Berlin erlebt und habe ihn als besonders charismatisch in Erinnerung.



    Es ist fast schon tragisch, dass für den in dieser Roller herausragenden Hanno Müller-Brachmann kein Platz mehr ist.

    Meine neue Rollle zum Wochenanfang:


    Sparafucile, Rigoletto



    1. Tobias Kehrer


    Den hochveranlagten Kehrer habe ich sehr unterschiedlich erlebt: von enttäuschend bis überragend. Letzteres trifft auf diese Rolle zu, in der ich ihn 2016 und 2018 an der DOB erlebt habe.



    2. Ante Jerkunica


    Ebenfalls auf höchstem Niveau hat ein anderes Ensemble-Mitglied 2008 die Rolle gesungen.



    3. Giacomo Prestia


    Hinter den beiden "Berlinern" fällt die Wahl nicht so leicht. ich entscheide mich für Giacomo Prestia, den ich am Teatro Reggio in Parma 2018 an der Seite von Leo Nucci gehört habe.

    Alice Ford, Falstaff



    1. Barbara Frittoli


    Es geht ja hier um Lieblinge und nicht um eine gesangliche Bewertung: ich erlebe sie sehr gerne auf der Bühne, in dieser Rolle 2018 und 2020 an der Staatsoper Berlin.



    2. Adrienne Pieczonka


    Am selben Haus habe ich die Kanadierin 2001 gehört.



    3. Pamela Coburn


    Ich habe sie Ende der 80er bis Anfang der 00er-Jahre sehr gerne gehört. Als Alice habe ich sie 1988 in München erlebt.

    Charlotte, Werther



    Meine persönliche Auswahl ist hier leider nicht so groß.



    1. Sophie Koch


    Sie war Bestandteil einer überragenden Aufführung an der DOB im Jahr 2005. Melomane hat in einem anderen Thread ausführlich darüber berichtet.



    2. Lucia Cervoni


    Sie gefällt mir immer ausgesprochen gut, wenn ich mal in Magdeburg bin, so auch 2012 als Charlotte.



    3. Charlotte Hellekant


    Sie 2002 die Premiere der Baumgarten-Inszenierung an der DOB gesungen.

    Meine Rolle für den heutigen Sonntag:


    Méphistophelès, La Damnation de Faust



    1. Dietrich Fischer-Dieskau


    Ich bin nicht der größte F.-D.-Fan, aber ich habe den größten Respekt vor seiner Lebensleistung und habe ihn dennoch gerne gehört, weil er ein überragender Sänger war. Mit größter Ehrfurcht habe ich ihn 1992 in einer konzertanten Aufführung der DOB in dieser Rolle gehört. Es war die letzte von drei Rollen, in denen ich ihn live erlebt habe.



    2. Franz Grundheber


    Er gehört zu den Sängern, die ich immer besonders gerne gehört habe. Dies war wohl die einzige Rolle in französischer Sprache. Die Aufführung war 1991 szenisch in Hamburg.



    3. Alexander Vinogradov


    Ich finde, er hat sich sehr gut entwickelt. Rolle wie der Méphistophelès passen meiner Meinung nach besser zu seiner Stimmfarbe als manch andere reine Bass-Rolle. Ich habe ihn 2019 in einer konzertanten Aufführung des DSO unter Ticciati gehört.

    Lieber Otello50, lieber Caruso 41,


    vielen Dank für die interessante Vorstellung von Alan Pingarrón, # 1.738 und 1.739.


    Ich habe mir die Videos in der eingestellten Reihenfolge zu Gemüte geführt. Die Stimme an sich finde ich sehr schön timbriert, und er singt auch sehr kultiviert. Insgesamt trägt er mir die Arien zu sehr vor, das heisst, mir fehlen ein wenig Leben und Emotionen. Als ich die Puccini-Arien hörte, hatte ich die Vermutung, dass die Arie aus dem Liebestrank am besten sein würde, aber ausgerechnet die fand ich dann im Vergleich zu den beiden anderen eher enttäuschend, weil die Stimme nicht so lyrisch strömt wie sie könnte. Das ist vielleicht Gemäkel auf hohem Niveau, aber es geht ja darum seine Meinung zu sagen. Unterm Strich hat mir "Nessun dorma" am besten gefallen.



    Viele Grüße aus der Provence,


    Kapellmeister Storch

    Die lustigen Weiber von Windsor habe ich ein einziges Mal live erlebt. Das war 1991 in der Staatsoper Berlin. Ich benenne aus der Aufführung Barbara Bornemann als Frau Reich und Ralph Eschrig, der damals noch Solist war und später in den Chor der DOB gewechselt ist, als Fenton.


    Für den Silvio aus I Pagliacci belasse ich es bei Markus Brück, der die Rolle in den ersten Jahren der Pountney-Produktion an der DOB gesungen hat.


    Als Walther von der Vogelweide aus Tannhäuser nominiere ich vorerst nur Clemens Bieber, der die Rolle über viele Jahre hinweg immer zuverläassig an der DOB gesungen hat.

    Hier mal wieder eine Strauss-Rolle:


    Amme, Die Frau ohne Schatten



    1. Jane Henschel


    Sie war für mich zwischen 1998 und 2005 in den unvergesslichen Thielemann-Vorstellungen die prägende Sängerin in der Rolle.



    2. Gabriele Schnaut


    Ebenfalls überragend fand ich diese Sängerin, die ich 2007 in Hamburg erlebt habe.



    3. Brigitte Fassbaender


    Ich habe sie 1988 in München erlebt. Innerhalb von drei Wochen habe ich damals bis auf die Amme zwei verschiedene Besetzungen gehört.

    Am 21.06.: Pohl, Bjoner, Fassbaender; King, Muff

    Am 12.07.: Studer, Jones, Fassbaender; Schunk, Weikl

    Die erste Vorstellung hatte die Besonderheit, dass sie für die Freunde des Nationaltheaters angestzt war. Ich bin aber trotzdem irgendwie reingekommen. Bei dieser Gelegenheit habe ich Legenden wie Marianne Schech oder Josef Metternich gegenüber gestanden, die sich sehr gefreut haben angesprochen und um Autogramme gebeten worden zu sein.