Beiträge von Uwe Aisenpreis

    Die 1921 uraufgeführte Operette Die Straßensängerin von Leo Fall war nicht erfolgreich ist heutzutage völlig unbekannt. Das Textbuch wurde von einem Lo Portem und August Neidhardt, dem Librettist des Schwarzwaldmädel verfasst und behandelte eine Art Nach- oder Umerzählung der Komödie Pygmalion von Bernhard Shaw, also gewissermaßen eine Vorwegnahme der Fair Lady. Vermutlich war die Umerzählung nötig, um Tantiemen zu sparen oder weil keine Genehmigung zur Vertonung vorlag. Stefan Frey urteilt in seiner Fall-Biographie jedenfalls, die Autoren hätten Shaws unkonventionelle Geschichte in ein stereotypes Operettenschema gezwungen. Aus Eliza wurde Sonja, zwar immer noch ein Blumenmädel, das aber zusätzlich noch schlüpfrige Chansons singt, aus Higgins ein blasierter Lebemann, der immer wieder bahnbrechende, aber nicht näher bezeichnete Erfindungen macht, aus Doolitle ein gewöhnlicher Schieber und aus Oberst Pickering ein Sekretär des Lebemannes. Bei der Wette geht es nicht mehr um die Sprache sondern ledig darum, aus einem gewöhnlichen Mädel eine interessante Frau zu machen. Es ist an dieser Stelle nicht nötig, die an sich uninteressante Handlung weiter zu erzählen. Sie kann in Stefan Freys Biographie „Leo Fall – spöttischer Rebell der Operette“ nachgelesen werden.


    Leo Fall hat die Musik zu dieser Operette in knappen zwei Monaten geschrieben. „Die Musik ist wie aus der Pistole geschossen“ beschrieb sie ein Kritiker. Da die Titelfigur im 3. Akt in den USA als Sängerin Karriere macht, kommt dort eine kleine Jazzband vor, die einen „Shimmy“ intoniert. Damit war Leo Fall, der sich ansonsten um moderne Einflüsse wenig scherte, der erste, der Jazz auf die Operettenbühne brachte.


    Vor allem aufgrund des Textbuches wurde die Operette kein Erfolg. Jetzt hat sie die Musikalische Komödie Leipzig wieder ausgegraben und im Rahmen eines einwöchigen Workshops, bei der drei Dirigenten dieses unbekannte Werk einzustudieren und zu leiten hatten und dabei noch innerhalb drei Tagen ein aufführungsreifes Notenmaterial aufgrund eines Klavierauszuges und einer autographischen Partitur erstellen mussten, konzertant aufgeführt. Die Aufführung wurde am 07.Januar 2023 im Rundfunk übertragen.


    Die sängerischen Darbietungen möchte ich jetzt hier nicht bewerten und die Leistung der Dirigenten kann ich gar nicht beurteilen. Mit geht es hier nur um die Musik. Wenn auch ein Kritiker anmerkte „Die Musik von Fall ist merkliche Schnellarbeit“, so gefällt sie mir streckenweise sehr gut. Die Introduktion, vorwiegend im Walzertakt, bringt gleich ein großes Ensemble, in dem Sonja bereits ein schönes Blumenlied singt. Dieser erste Auftakt klingt ein wenig wie ein später Johann Strauß, nur melodiöser. Dagegen erinnert die zweite Nummer, ein Männerduett, an so manche Buffo-Nummer von Suppé. In der Rundfunksendung wurde in einem Interview, das Stefan Frey mit dem Veranstalter führte, auch das teilweise Opernhafte in Leo Falls Musik betont, welches aber offensichtlich nicht den Publikumsgeschmack traf. Allerdings finde ich es ganz gut. Bereits die vierte Nummer ist ein Terzett, in welchem am Ende die drei Stimmen nicht miteinander sondern gegeneinander, also polyphon singen. Solche polyphonen Strukturen, wie man sie beispielsweise von Rossini, Donizetti, aber auch Verdi kennt, gab es in der sog. Klassischen Operette noch relativ oft; in der nachfolgenden, sog. Silbernen Ära sind sie dann fast völlig verschwunden. Lehár verwendete sie noch im Graf von Luxemburg („Ich bin verliebt bis über beide Ohren“). Das ca. 11-minütige erste Finale erinnert mich mit seinem Mix von Opern- und Operettenhaftem, Rezitativen, Solo- und Chorgesängen und einer oft gegenläufigen Orchesterbegleitung in seiner Struktur an das 2. Finale von Suppés vorletzter Operette Bellman, mit der ich mich gerade ausgiebig beschäftigt hatte. Auch die nachfolgende Eröffnungsnummer des zweiten Aktes ist wieder sehr ambitioniert, mit Solo und teils polyphonem Chorgesang und enthält auch noch eine hübsche, sehr originelle Melodie, die man gerne öfters hören möchte. Das zweite Finale ist dann, typisch für die silberne Operettenära, im Wesentlich eine Abfolge von Reminiszenzen aus den vorangegangenen Akten, was in diesem Falle sogar vorteilhaft ist, weil manche der schönen Nummern zuvor etwas „zu kurz“ gekommen sind. Gleichzeitig ist dieses Finale mit seinen dramatischen Überleitungen und einer ausgefeilten Instrumentation hervorragend gestaltet.


    Aber auch das Leichte kommt in dieser Operette nicht zu kurz. Neben dem bereits erwähnten Männerduett gibt es noch einige ohrwurmverdächtige Nummern, ein ansprechendes Duett und als Gipfel der Originalität im 3. Akt die bereits genannte Jimmy-Nummer.


    Sicher wird dieses Werk, nicht nur aufgrund des Librettos, sondern auch wegen mangelnder Zugnummern, kein großer Operettenhit. Es ist aber diese Bandbreite von ambitionierter Opernhaftigkeit über typischer Operettenmusik, mal karikiert, mal ernst, aber ohne „Operettenseligkeit“ und ganz leichten Schlagern, welche die Operette so interessant macht und, wie im Interview mit Stefan Frey erwähnt, auch die ausführenden Künstler vor große Herausforderungen stellt.


    :) Uwe

    +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++

    Gerade eben erst entdeckt: Deutschlandfunk Kultur überträgt heute abend 20.05 live aus der Komödie Leipzig Leo Falls Operette die Straßensängerin in einer konzertanten Aufführung.

    Bellman - Franz von Suppés kriegerischste Operette

    Franz von Suppés vorletzte (noch selbst vollendete) Operette kam bei der Wiener Presse außergewöhnlich gut an. Ich habe von 10 gefundenen Besprechungen nur eine negative (Wiener Presse) und eine gehässige Kritik (Wiener Zeitung) gefunden. Vor allem die Musik wird, von den zwei genannten Ausnahmen abgesehen, beinahe überschwänglich gefeiert. Da heißt es u.a.


    • Die Musik trägt ein höheres Gepräge als das der Operette, die Behandlung der Stimmen wie die des Orchesters ist überwältigend, schwedische Volkslieder sind sehr glücklich eingefügt…
    • …entfaltete Meister Suppé seine ganze und volle Künstlerschaft, um ein musikalisches Gebäude im Stile von Boccaccio und Fatinitza aufzuführen…
    • Bis auf das Finale des 2. Aktes, welches allzu opernhaft ausgearbeitet ist […] ist die ganze Partitur eine ununterbrochene Reihe charakteristischer und melodiöser Nummern
    • Die Musik zeigt den Altmeister Suppé in seiner vollen Klangschönheit
    • Suppés Musik ist ein kleines Meisterstück…


    Besonders hervorgehoben wurden einzelne Musiktitel wie ein Duett von zwei Pulverfabrikanten, welches einen „Sturm von Heiterkeit entfesselte“, ein Couplet des Heringshändlers mit dem Refrain „Aber in Schweden darf man nicht reden“ - eine „hübsch erfundene Nummer von köstlicher Wirkung“, die als effektvoll bezeichnete Punschszene, das Lappländerlied, in welchem Suppé „ein schwedisches Nationallied verwertete“ und das Schwalbenquartett, „in welchem er eine schwedische Volksmelodie geschickt verwendete“.


    Leider gibt es, außer einem eher belanglosen Marsch, aufgrund dessen man dieser Operette all das hier Gesagte nicht zutrauen würde, keine Aufnahmen von diesem Werk. Auch in keiner Operettenbearbeitung von Suppé wird irgendein Titel von Bellman verwendet. Aufgrund eines computerunterstützten intensiven Studiums der handschriftlichen originalen Partitur, die mir als Kopie zur Verfügung stand, kann ich aber die oben angeführten Bewertungen voll und ganz bestätigen.


    Es stimmt aber auch, was einer der wohlmeinenden Kritiker anmerkte: „Die Ensembles sind den Sologesängen entschieden vorzuziehen, die letzteren leiden viel an melodischer Schwäche…“. Doch gibt es außer den oben genannten noch einige hübsche Einzelnummern, so etwa das Flicka (Mädchen)–Lied, das durchaus auch Gassenhauer-Qualität hat oder das Quintett am Ende der Operette, ebenfalls ohrwurmverdächtig. In der Tat zeigt Suppé aber in den teils polyphonen Ensembles seine wahre Stärke, seine außergewöhnliche kompositorische Kraft.


    Als Beispiel sei die Punschszene im 2. Akt erwähnt. Da wird zunächst der Punsch gebraut, dann das Punschlied gesungen, ein Sturm zieht auf, der durch Rezitative angekündigt und mit einer Sturmmusik untermalt wird. Trotz hörbarem Sturm wird das Punschlied weitergesungen und ein Parlando, bereits melodiös untermalt, leitet dann über zu einem wunderschönen, mehrstimmigen Traumlied, welches wiederum von einem Liebesduett abgelöst wird. Am Ende der eigentlichen Punschszene hängt sich noch nahtlos ein Terzett mit einer sehr originellen Musik an, welches bereits zu einer weiteren Szene gehört, nämlich die Ankunft neuer Gäste mitten im Sturm.


    In den beiden Finales wechseln sich dann Rezitative mit originellen musikalischen Einfällen und großen vielstimmigen Ensembles ab, wobei beim zweiten Finale das Rezitativische etwas überwiegt, was dem Aktschluss den Vorwurf des allzu opernhaften einbrachte.


    Die Musik der Operette hat es meines Erachten auf alle Fälle verdient, wiederbelebt zu werden. Allerdings ist ohne Bearbeitung des Librettos nur eine Gesamtaufnahme auf CD ohne Dialoge denkbar. In der jetzigen Form kann man heutzutage das Werk weder mit Dialogen aufnehmen noch konzertant aufführen oder gar auf die Bühne bringen. Das liegt vor allem am martialischen Schluss der Operette; da wird mit ernsthaftem Hurra-Patriotismus der Krieg gegen Russland erklärt. Dass ausgerechnet Russland der Kriegsgegner sein soll, ist dieser Tage von besonders aktueller Brisanz. Und dies war es schon zu Zeiten der Uraufführung. Damals wurde aus politischen Erwägungen Russland von der Zensur gestrichen und der Krieg musste gegen Dänemark erklärt werden. Dieser Schluss bzw. der ganze, außer einigen unsäglichen Blödeleien in den Dialogen und einem Couplet fast humorfreie 3. Akt ist wohl der Grund, warum viele Rezensenten der Uraufführung das Libretto im Ganzen als zu ernst beschrieben haben.


    Dabei wird in den beiden Akten zuvor durchaus noch um Krieg oder Frieden gerungen, und zwar auch mit viel Humor und politischen Anspielungen. Bellman verhält sich dazu eigentlich ambivalent, ohne aber seine vaterländische Gesinnung zu verbergen. Der Dichter fällt einer Intrige zum Opfer. Nach einer geplatzten Hochzeit im ersten Akt landet er im zweiten Akt mit seiner ehemaligen Angebeteten, der Kriegstreiberin Gräfin Ulla, auf der Flucht vor deren Widersachern direkt im Lager ihrer Feinde, kann aber mit ihr durch allerlei Finten entkommen.


    Soweit ist alles noch spannend und lustig. Der dritte Akt beginnt aber gleich mit einer hochnotpeinlich sentimentalen Arie Bellmans, in welcher dieser seinen Verzicht gegenüber Ulla erklärt, damit sie ihrer Bestimmung folgen kann, als zukünftige Mätresse des Königs diesen zum Krieg zu drängen. Es ist dies die Arie, die einer der genannten Kritiken als „zweiten Aufguss“ des Trompeterliedes (Trompeter von Säckingen) bezeichnete. Dies mag wohl sogar Absicht gewesen sein, denn im Versmaß entspricht diese Arie genau dem Vorbild. Mit der Reminiszenz eines zuvor dargebrachten Quintetts, in welchem Krieg und Frieden nochmals pseudophilosophisch, mit originalen Bellman-Zitaten gespickt, thematisiert wird, endet die Operette unter Hurra-Rufen zur Kriegserklärung.


    Wer sich für eine ausführliche Inhaltsbeschreibung interessiert kann diese hier nachlesen.


    Die zeitgenössische Presse störte sich übrigens überwiegend nicht an diesem Schluss, sprach sogar von „einem äußerst anmutigen, interessanten Textbuch“, oder von einem „recht amüsanten und wirkungsvollen“ Libretto, das „viel Gelegenheit zu Massenwirkungen gibt“. Aber das war eine andere Zeit, in welcher der Krieg noch als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln galt.


    Zum Glück finden die entscheidenden Weichenstellungen nur im dritten Akt statt, so dass man meines Erachtens die Operette noch retten kann, ohne dabei das Kind mit dem Bade auszuschütten. Ich habe selbst einige Versuche unternommen, die zeigen, dass es mit verhältnismäßig wenigen Änderungen möglich ist, einen Schluss etwa im Geiste Offenbachs zu gestalten.


    Anmerkungen:


    Zwei Prophezeiungen aus der zeitgenössischen Presse haben sich übrigens nicht bewahrheitet: „Es ist kein Zweifel, dass sich die neue Operette lange auf dem Repertoire erhalten wird und dass die vielen melodiösen Nummern bald ‚ins Volksblut übergehen‘ werden.“ (Neuigkeits-Weltblatt) und: „Wenn man die besten Namen von Suppés Werken nennt so wird man in Zukunft auch ‚Bellman‘ nennen.“ Die Operette wurde nach nur 19 Vorstellungen vom Programm abgesetzt. Suppé Biograph H.D. Roser vermutete, dass neben dem in Wien unbekannten Dichter Bellman, dem ungewohnten nordischen Sujet sowie die von Suppé gewählte Bezeichnung „Oper“ auch der kriegstreibende Schluss einer der Gründe gewesen sein könnte.


    Historisch gab es die zwei streitenden Parteien in Schweden wirklich, jedoch handelte es sich dabei um den Adel und die nichtadeligen Stände im Ständereichstag. König Gustav III hat 1788 tatsächlich gegen Russland Krieg geführt (allerdings ohne Erklärung) - und ihn verloren.


    PS:


    Kurz nach Fertigstellung dieses Artikels habe ich erfahren, dass die Operette Bellman von der schwedischen Gesellschaft Par Pricole bereits am 28. und 29. Januar 2023 im Stockholmer Södra Theater zur Aufführung gebracht wird. Par Pricole konzentriert sich auf kulturelle Veranstaltungen und pflegt alte Traditionen mit vielen Orchestern, Chören, Sängern, Schauspielern, Musikern usw. Der erster Dichter der bereits 1779 gegründeten Gesellschaft war Carl Michael Bellman selbst. Seine musikalischen, theatralischen und poetischen Werke werden ständig bei jeder Versammlung aufgeführt.


    Ob die Produzenten am Libretto außer der Übersetzung ins Schwedische etwas geändert haben, weiß ich leider nicht. Ich hatte vor längerer Zeit mal einen Kontakt zu Par Pricole; dieser ist aber aus unerfindlichen Gründen abgebrochen.


    Uwe

    Die Fledermaus am Silvesterabend auf BR Klassik

    BR Klassik wird seinem Namen gerecht und bringt ganz "klassisch" die unvermeidliche Fledermaus an Silvester. Weiß der Geier, warum es immer die Fledermaus sein muss, nur weil im 2. Akt ein bisschen viel Champagner getrunken wird?


    Klassisch auch die Aufnahme von 1975, mit


    Gabriel von Eisenstein - Hermann Prey
    Rosalinde - Julia Varady
    Frank - Benno Kusche
    Prinz Orlofsky - Iwan Rebroff
    Alfred - René Kollo
    Dr. Falke - Bernd Weikl
    Dr. Blind - Ferry Gruber
    Adele - Lucia Popp
    Frosch - Franz Muxeneder
    Chor der Bayerischen Staatsoper
    Orchester der Bayerischen Staatsoper
    Leitung: Carlos Kleiber


    Uwe

    Die Czárdásfürstin am Silvesterabend auf WDR 3

    Heute am 31.12.2022 mal nicht die Fledermaus, sondern auf WDR 3 "Die Czárdásfürstin" ab 20:03 bis 22:00.


    :) Uwe

    "Hopfen und Malz" kurz vor der Uraufführung

    Die im Beitrag #450 bereits angekündigte neue Operette von Daniel Behle steht kurz vor der Uraufführung:


    Der als Mozart-, Strauss- und Wagner-Interpret bekannte Startenor Daniel Behle hat während der Pandemie eine Operette übers Bierbrauen geschrieben. Das Eduard-von-Winterstein-Theater in Annaberg-Buchholz (Deutschland) hat sich die Uraufführung für das spektakulär-unterhaltsame Werk gesichert und am 21. Jänner 2023 wird hier die zweiaktige Operette "Hopfen und Malz" von Daniel Behle uraufgeführt.

    winterstein-theater.de/315-Hopfen-und-Malz

    :thumbup:Uwe

    Lange habe ich darauf gewartet, dass die Operette endlich mal irgendwo nachgespielt wird. Jetzt endlich habe ich was davon gelesen. Das Gelsenkirchener Musiktheater am Revier hat das Stück in einer eigenen Inszenierung auf die Bühne gebracht. Premiere war bereits am 22. September 2022.


    Eine Kritik der Inszenierung gibt es hier.


    Ich bin allerdings nicht der Meinung, dass das Stück nicht die gleichen Ohrwurmqualiäten wie Abrahams „Märchen im Grand-Hotel“ hat.

    Die schöne Galathée in konzertanter Aufführung durch das Münchner Rundfunkorchester

    Das Münchner Rundfunkorchester präsentiert Suppé Kleinod in einer konzertanten Aufführung am 16. Oktober 2022, 19.00 Uhr im Prinzregententheater. Die Aufführung wird live im Rundfunk BR Klassik übertragen. Mehr dazu siehe hier.

    Prominente Stars aus Film und Fernsehen machen Operette

    So lebendig ist die Operette in den letzten Jahren, dass sogar die Prominenz aus Film und Fernsehen schon seit geraumer Zeit sich in der Operette austobt. Allen voran Dagmar Manzel, u. a. auch bekannt als Nürnberger Tatortkommisarin, wurde an der Komischen Oper Berlin zum Star, z. B. mit der "Perle der Cleopatra" und "Eine Frau, die weiß was sie will", beide von Oscar Straus. Stefan Kurt, u.a. bekannt als korrupter Polizist in Babylon Berlin wirkte u. a. in Weinbergers "Frühlingsstürme" und Dostals "Clivia mit" - er hat auch schon den Frosch in der "Fledermaus" gespielt. Max Hopp, u. a. bekannt als Staatsanwalt im "Usedom Krimi" hat den Sprecher in Abrahams "Märchen im Grandhotel" gegeben und nebenher eine Nebenrolle übernommen. Für die kommenden Saison inszeniert er an der Komischen Oper Berlin zwei Einakter von Offenbach, Oyayaye und Fortunios Lied. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt, der mir im Augenglick geläufig ist.


    Uwe

    Sonntag, 20.03.2022, 21.05 auf BR Klassik

    (nach langer Pause wieder mal)* Operettenboulevard


    Zitat

    Themen am 20.03.:

    • Louis Treumann zum 150. Geburtstag (am 03.03.) - er war der erste Danilo in der "Lustigen Witwe"
    • Neue CD "Gemischter Satz" - Günther Groissböck, Karl-Michael Ebner und Christoph Wagner-Trenkwitz
    • "Eine Frau, die weiß, was sie will!", Werksviertel München, Werk7 Theater (am 01.04. und 02.04.)
    • "Der reichste Mann der Welt", Erzgebirgisches Theater in Annaberg-Buchholz (13./19.03. und 18.04.)

    Mit Amelie Pauli und Stefan Frey

    * immer wenn "gehobene" Musk Vorrang hat muss der Operettenboulevard weichen.


    :) Uwe

    Sonntag, 27.02.2022, 21.05 auf BR Klassik

    Moto: Girls, Girls, Girls


    Zitat

    Themen am 27.02.:

    • "Me and My Girl" in Passau
    • "Vom Shop Girl bis zum Girl from Utah" - englische Musical Comedy von 1894 bis 1937
    • "Hallo, Dolly!" in Baden
    • "Orpheus in der Unterwelt" in Düsseldorf
    • "Im Weißen Rössl" in Sirnach/Schweiz

    Operettenboulevard goes Musical!


    :/ Uwe

    Sonntag, 20.02.2022, 21.05 auf BR Klassik

    Moto: BUNTES FASCHINGSTREIBEN

    Zitat
    • "Die Faschingsfee"- Wiederaufnahme am Gärtnerplatztheater - Operettenführer
    • Buch-Tipp "Die Perlen der Cleopatra - Notentitelblätter als Spiegel der Gesellschaft" von Evelin Förster
    • "Ball im Savoy" - Wiederaufnahme an der Komischen Oper Berlin
    • Faschingskonzert am 27.02., 15:00 Uhr im Parktheater Göggingen / Interview Salon-Orchester Frank Lippe - dazu eine Kartenverlosung

    Mit Franziska Stürz und Stefan Frey

    :) Uwe

    Sonntag, 06.02.2022, 21.05 auf BR Klassik

    Operettenboulevard

    Motto: Historisch informiert


    Zitat

    Themen am 06.02.:

    • "Die lustige Witwe" - in der Revue-Fassung von 1928 - an der Oper Dortmund, Regie: Thomas Enzinger (am 29.01.)
    • Symposium zur historisch informierten Aufführungspraxis in der Jazz-Operette an der Oper Dortmund (am 29.01.) - mit BR-Operettenforscher Stefan Frey - Näheres erfahren Sie hier
    • "Frau Luna" am Hoftheater Bergkirchen/Landkreis Dachau (ab 29.01.)
    • "Der Vetter aus Dingsda" an der Staatsoperette Dresden (am 29.01.)

    Mit Amelie Pauli und Stefan Frey

    Sonntag, 30.01.2022, 21.05 auf BR Klassik

    Operettenboulevard

    Motto: Kaffeeklatsch


    Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich in meiner Jugendzeit im Uraufführungsjahr 1958 die Rundfunkproduktion der komplette Operette "Wiener Café" auf Tonband aufgenommen habe. Das war für mich als Jugendlicher schon ein Einschnitt, nachdem ich zuvor den Zigeunerbaron von Strauß und Banditenstreiche von Suppé aufgenommen hatte.


    :) Uwe

    Sonntag, 16.01.2022, 21.05 auf BR Klassik

    Operettenboulevard

    Motto: Gestohlenes Glück


    Zitat

    Themen am 16.01.:


    • Operetten-Workshop mit Walter Kollos "Jettchen Gebert" an der Musikalischen Komödie Leipzig - Gespräche mit Stefan Klingele, Musikdirektor der MuKo und Daniel Hirschel, Operettenmelder
    • "Die Piraten" an der Oper Wuppertal (am 09.01.) - Gespräche mit Cusch Jung, Regisseur und Ulrich Zippelius, Chorleiter
    • "War'n Sie schon mal in mich verliebt?" - Max-Hansen-Abend im MuTH Wien (am 27.01.) - Gespräch mit Peter Lund, Regisseur und Autor

    Mit Franziska Stürz und Amelie Pauli

    :) Uwe

    SWR 2 sendet heute, am Silvesterabend 31.12.2021, um 20:15 die Operette


    Die schöne Helena


    von Jacques Offenbach.


    Hierbei handelt es sich anscheinend um die Wiedergabe einer CD mit nachfolgenden Interpreten:


    Paris: Nicolai Gedda

    Menelaus: Ferry Gruber

    Helena: Annelies Rothenberger

    Agamemnon: Klaus Hirte

    Orestes: Brigitte Fassbaender

    Kalchas. Benno Kusche

    Achiles: Norbert Orth

    Ajax I: Martion Finke

    Ajax II: Friedrich Lenz

    Phikolomus: Gerd W. Bieberitz

    Chor des BR

    Münchner Rundfunkorchester

    Leitung: Willy Mattes


    weiterhin zum Programm gehören:


    Gioacchino Rossini: Ouvertüren zu "Siramide" und "La gazza ladra"

    Orchestra Filarmonica della Scala

    Leitung: Riccardo Chailly


    und


    Ottorino Respighi: "La Boutique Fantasque"

    Ballett in einem Akt nach Rossini

    Nation Philharmonic Orchestra

    Leitung: Richard Bonynge


    :) Uwe

    Deutschlandfunk Kultur sendet heute, am Silvesterabend 31.12.2021, um 20:10 die Operette


    Die Blume von Hawai

    von Paul Abraham


    in einer Aufzeichnung vom 19.12.2021 aus der Komischen Oper Berlin.


    :) Uwe

    WDR 3 sendet heute, am Silvesterabend 31.12.2021 um 20.04 de Operette


    Das Land des Lächelns

    von Franz Lehár.


    Also, zu Silvester könnte ich mir eine lustigere Operette (auch) von Franz Lehár vorstellen.


    :| Uwe

    Sonntag, 05.12.2021, 21.05 auf BR Klassik

    Operettenboulevard

    Zitat

    THEMEN AM 05.12.:

    • "Die Fledermaus" im Theater Regensburg (seit 04.12.)
    • Barrie Koskys "Orpheus in der Unterwelt" an der KO Berlin (ab 7.12.) - Interview mit Max Hopp
    • Vorbericht "Moskau Tscherjomuschki" am Staatstheater Augsburg, martini-Park (ab 11.12.)
    • "Giuditta" an der Bayerischen Staatsoper (ab 18.12.) - Gespräch mit Dirigent Titus Engel

    Mit Franziska Stürz

    :) Uwe

    Sonntag, 28.11.2021, 21.05 auf BR Klassik

    Operettenboulevard


    :( Jetzt arbeitet der Operettenboulevard auch schon mit Wiederholungen!

    Sonntag, 21.11.2021, 21.05 auf BR Klassik

    Operettenboulevard

    Zitat

    THEMEN AM 21.11.:

    • Jacques Offenbach: "La Vie Parisienne" - Wiederentdeckung der fünfaktigen Urauffassung durch das Palazzetto Bru Zane in der Opéra Rouen - Gespräch mit dem Leiter Alexandre Dratwicki
    • Richard Genée und Jacques Offenbach: "Der Musikfeind" und andere Einakter im Vogtlandtheater Plauen - Gespräch mit dem Chefdramaturgen André Mayer
    • Max Reinhard und Erich W. Korngold: "Die Fledermaus" im Theater Regensburg (am 04.12.) - Gespräch mit dem Regisseur Cusch Jung

    Mit Stefan Frey

    :) Uwe

    Sonntag, 14.11.2021, 21.05 auf BR Klassik

    Operettenboulevard

    Zitat

    THEMEN AM 14.11.:

    • Paul Abraham: "Viktoria und ihr Husar" an der Oper Halle" (am 20.11.) - Interview mit Regisseur Patric Seibert
    • Emmerich Kálmánn: "Gräfin Mariza" an der Bühne Baden bei Wien (am 23.10.)

    Mit Amelie Paul

    :) Uwe

    Sonntag, 07.11.2021, 21.05 auf BR Klassik

    Operettenboulevard


    Zitat

    THEMEN AM 07.11.:

    • Carl Nielsen: "Maskerade" von Carl Nielsen an der Oper Frankfurt (am 31.10.) - Interview mit Librettist Martin G. Berger - hier ein Kurzfilm von Thiemo Hehl
    • Charles Lecocq: "La fille de Madame Angot", neues CD-Buch des Palazzetto Bru Zane - dazu Verlosungsaktion

    Mit Franziska Stürz

    Bei Maskerade von Carl Nielsen scheint es sich eher um eine komische Oper denn um eine Operette zu handeln (wird auch als solche angekündigt), wenngleich wir wissen, dass die Unterschiede fließend sind.


    :) Uwe