Beiträge von Caruso41

    Historische Opernführer rümpfen gern bei erotischen Aspekte die Nase, umschreiben sie umständlich - oder kehren sie gleich unter den Teppich.

    Lieber Rheingold!

    Nicht nur historische Opernführer sind eigentümlich verschämt, wenn es um die Sexualität geht. Musterbeispiele dafür findest Du auch im Opernführer unseres Forums. Schau zum Beispiel mal den genanten Beitrag über die DAPHNE von Richard Strauss an!

    Caruso41

    Also es gibt keinen Nachtrag für William Cochran!


    Ich habe am Sonntag dem lieben William pers. gratuliert und über 1Stunde mit ihm geplaudert, es geht ihm soweit gut bis auf das gehen, aber er wird immer noch mitgenommen in die Oper!

    Lieber Fiesco,

    das habe ich mit großer Freunde gelesen! Wo wohnt denn William Cochran heute? Schön, dass Du Kontakt zu ihm hast. Ich habe ihn in vielen Partien erlebt, in denen ich keinen Besseren gehört und gesehen habe!

    …. Video ..., das die ganze Größe dieses Sängerdarstellers auf das Eindrucksvollste zeigt!

    Ein großer Sängerdarsteller - das war er. Er konnte einen in die Geschichten hineinziehen, dass man so schnell nicht wieder herausgekommen ist.

    Lieber Rheingold!


    Das hast Du schön und ganz und gar treffend gesagt!


    Euch beiden einen lieben Gruß

    Caruso41

    Nein, nein, dank deiner letzten beiden Ergänzungen sind Sylvia McNaier, Livia Budai und jetzt auch William Chochran an den richtigen Stellen dokumentiert.

    Irgendwie habe ich die Stelle nicht finden können, an der Du William Cochran ergänzt hast.


    Deshalb möchte ich meine Glückwünsche für ihn mit der Einstellung eines Videos verbinden, dass die ganze Größe dieses Sängerdarstellers auf das Eindrucksvollste zeigt!


    William Cochran als Laca

    Zugleich dokumentiert es eine Aufführung, die zu den eindrucksvollsten gehört, die ich je erlebt habe.

    Am Pult Rafael Kubelik.

    Inszenierung Günther Rennert! Die Aufführung wurde Anfang der 70er Jahre noch in deutscher Sprache gesungen.

    Die Hauptpartien waren auch durchweg stark besetzt:

    Küsterin: Astrid Varnay

    Jenufa: Hildegard Hillebrecht

    Stewa: Jean Cox

    Laca: William Cochran



    Carsuo41

    Lieber William,


    So, diese Ausführungen habe ich schon mehrere Male gemacht, heute jedoch zum endgültig letzten Mal.

    es tut mir leid, dass Du so viel Ärger mit meinen Ergänzungswünschen hast.


    Wie Du schon mehrmals darauf hingewiesen hast, dass äußerst namhafte Sänger nicht in der Wikipedia-Liste stehen, habe ich schon mehrmals angemerkt, dass ich es nicht verstehen kann, dass Wikipedia angesichts der vielen Lücken und Fehler für eine Quelle gehalten wird, auf die man sich verlassen kann.

    Ich weiß nicht ob es eine vollständige Liste gibt, oder überhaupt geben kann. Vermutlich wir man sich immer auf verschiedene Quellen stützen müssen. Deshalb habe ich meine Ergänzungen ausschließlich als kleinen Beitrag zu einer Vervollständigung Deiner Liste verstanden. Offenbar hast Du sie aber als Kritik empfunden. Deshalb werde ich darauf in Zukunft verzichten.

    Beste Grüße


    Caruso41

    Besten Dank, lieber William, für die Ergänzungen!


    Durch einen Freund, der gelegentlich Tamino besucht, wurde ich darauf hingewiesen, dass auch William Cochran in der Liste fehlt.


    Cochran, der auch am 23. Juni geboren wurde, haben wir in den 70er Jahren in München vor allem für seinen Laca gefeiert. Er war auch der Aeneas von Ruth Berghaus in Frankfurt! Klemperer hat den ersten Akt der Walküre mit ihm aufgenommen! Es gibt einige weitere Aufnahmen mit ihm. Sicher war er ein Sänger, der es verdient hat, dass die Erinnerung an ihn lebendig gehalten wird.


    Beste Grüße

    Caruso41

    Lieber William!


    Darf ich Dich noch bitten, unter den Jubilaren des 23. Juni Sylvia McNair zu ergänzen?

    Nach meiner Erinnerung hast Du ihr im letzten Jahr gratuliert. Sie war ja auch eine wirklich außergewöhnliche Sopranistin, die ich in ihrem Fach zu den Bedeutendsten ihrer Generation zählen würde.

    Zudem hat sie sich als Operndirektorin der Oper in Omaha (Nebraska) erhebliche Verdienste erworben.

    Einen eigenen Thread im Forum scheint sie nicht zu haben. Sie hat aber reichlich Gesamtaufnahmen (Meist unter renommierten Dirigenten!) und Solo-Alben eingespielt.


    Auch Livia Budai hatte am 23. Juni Geburtstag!

    Auch sie hat keinen eigenen Thread in Forum.

    Auch sie hat einige Gesamtaufnahmen (Bei Hungaroton) und Solo-Alben eingespielt.


    Beste Grüße

    Caruso41

    Lieber Nemorino!


    Nachdem ich gestanden habe, dass ich mit dem Bezug zu dem Schlagersänger und seinem „Hit“ so rein gar nichts anfangen kann, möchte ich doch zwei Bezüge zu Kompositionen herstellen, die mir einfallen, wenn ich Tschaikowskis „Capriccio Italien“ höre.


    Beide sind auch nach Italienreisen geschrieben und geben Urlaubseindrücke wieder – ohne den Anspruch zu erheben, tiefgründige sinfonische Werke zu sein.


    Richard Strauss: Aus Italien. Symphonische Phantasie op.16 (UA 1887)

    Das ist ein Werk des noch jungen Richard Strauss, das bereits viel von den Stärken zeigt, die ihn auszeichneten. Man hört eine pittoreske Musik, stimmig und stimmungsvoll instrumentiert. Die Struktur deutet auf die sinfonische Form, aber eine sinfonische Durcharbeitung des thematischen Materials gibt es nicht. Vielmehr geht es Strauss um das Ausmalen der Stimmungen und Eindrücke. Dabei benutzt viel melodisches Material, das er in Italien aufgenommen hat. Für das neapolitanische Volksfest beispielweise ‚Funiculi-Funicula‘ von Luigi Denza! Erstaunlicherweise findet man das Stück heutzutage selten auf Konzertprogrammen. Ich bin überzeugt: es hätte durchaus sein Publikum.


    Edward Elgar: In the South op. 50 (UA 1904)

    Elgar nennt das Werk eine Konzertouvertüre. Man könnte es allerdings getrost als Sinfonische Dichtung werten. Auch diese Musik des ja damals schon arrivierten Komponisten ist assoziativ und pittoresk. Elgar beweist einen ausgeprägten Spürsinn für aussagekräftige tonmalerische Elemente und ihm gelingt eine stimmige Balance zwischen Farbdetails und großem Bogen.

    Die Grundstimmung ist heiter und gelöst, oft zart und verträumt, mediterran-idyllisch. Ob tatsächlich Melodien erklingen, die Elgar in Italien aufgenommen hat, weiß ich nicht. Ich glaube, dass es ihm mehr um die Verarbeitung seiner Eindrücke und Erlebnisse in einem Tongemälde ging, das Stimmungen und Kolorit des Südens einfängt. Dafür bietet er ein erstaunlich großes Orchester mit viel Schlagzeug und Blech auf. Überraschend sind vielleicht auch einige dunkle Farben, wuchtige Akkorde und rohe Dissonanzen. Mit ihnen wollte Elgar die Erinnerung an Kriege in sein Bild integrieren, die hier –in Alessio- in früheren Zeit getobt haben. Dennoch bleibt der Eindruck, einer klingenden Postkarte mit herrlichen Farben.


    Beste Grüße


    Caruso41

    • Heute in DLF-Kultur an 19:00

    Theater Osnabrück

    Aufzeichnung vom 15.06.2019
    Albéric Magnard

    „Guercœur“

    Tragédie en musique in drei Akten op. 12

    Libretto vom Komponisten


    Guercœur – Rhys Jenkins, Bariton

    Giselle – Susann Vent-Wunderlich, Sopran

    La Vérité – Lina Liu, Sopran

    La Bonté / Schatten einer Frau – Katarina Morfa, Mezzosopran

    La Beauté / Schatten einer Jungfrau – Erika Simons, Sopran

    Schatten eines Dichters – Daniel Wagner, Tenor

    Chor des Theaters Osnabrück

    Osnabrücker Symphonieorchester

    Leitung: Andreas Hotz


    Sehr zu empfehlen!


    Caruso41

    Heute in DLF-Kultur

    Theater Osnabrück

    Aufzeichnung vom 15.06.2019


    Albéric Magnard

    „Guercœur“, Tragédie en musique in drei Akten op. 12

    Libretto vom Komponisten


    Guercœur – Rhys Jenkins, Bariton

    Giselle – Susann Vent-Wunderlich, Sopran

    La Vérité – Lina Liu, Sopran

    La Bonté / Schatten einer Frau – Katarina Morfa, Mezzosopran

    La Beauté / Schatten einer Jungfrau – Erika Simons, Sopran

    Schatten eines Dichters – Daniel Wagner, Tenor

    Chor des Theaters Osnabrück

    Osnabrücker Symphonieorchester

    Leitung: Andreas Hotz

    Heute in DLF-Kultur

    Theater Osnabrück

    Aufzeichnung vom 15.06.2019


    Albéric Magnard

    „Guercœur“, Tragédie en musique in drei Akten op. 12

    Libretto vom Komponisten


    Guercœur – Rhys Jenkins, Bariton

    Giselle – Susann Vent-Wunderlich, Sopran

    La Vérité – Lina Liu, Sopran

    La Bonté / Schatten einer Frau – Katarina Morfa, Mezzosopran

    La Beauté / Schatten einer Jungfrau – Erika Simons, Sopran

    Schatten eines Dichters – Daniel Wagner, Tenor

    Chor des Theaters Osnabrück

    Osnabrücker Symphonieorchester

    Leitung: Andreas Hotz

    Lieber Fiesco,


    hab vielmals Dank für den Hinweis.

    Das sind in der Tat zwei lesenswerte Besprechungen. Mir hat besonders gefallen, dass in beiden die einzelnen Titel der CD differenziert betrachtet werden. Nun bin ich gespannt, welche Eindrücke ich beim Hören der Aufnahmen gewinnen werde.

    Nächste Woche werde ich wohl zu meinem Händler kommen.


    Beste Grüße

    Caruso41

    Leider noch nichts zu Matthias Koziorowski

    Am 1.6. habe ich in Halle Strauss' Ariadne auf Naxos besucht. In einer munteren Inszenierung stand dort Matthias Koziorowski als Tanzmeister und Brighella auf der Bühne.

    Mir fiel die Stimme schon in seiner ersten Passage im Vorspiel auf: Die Oper ist langweilig über die Begriffe, und was die Einfälle anlangt, so steckt in meinem linken Schuhabsatz mehr Melodie als in dieser ganzen »Ariadne auf Naxos«. ...

    Lieber Hans Heukenkamp!


    Wie Du den Tenor Matthias Koziorowski vorgestellt hast, das hat mich neugierig gemacht. So habe ich mir denn etliche Aufnahmen, die ich von ihm im Internet finden konnte, angehört. Die meisten sind in sehr bescheidener technischer Qualität. Danach kann man leider nichts über eine Stimme sagen. Man hört ein paar hell strahlende Töne, von denen man nicht wirklich einschätzen kann, ob sie eher von einem Charaktertenor kommen oder ob sich da ein Heldentenor ankündigt. Und dass er ein besonderes Talent hätte, Melodien zu formen und zum Klingen zu bringen, hört man eigentlich nicht. Nicht einmal in Meyerbeers Arie des Vasco da Gama.


    Deshalb: ich kann zu Matthias Koziorowski leider überhaupt noch nichts sagen. Warten wir also auf eine Live-Begegnung oder neuere Aufnahmen.


    Beste Grüße

    Caruso41

    UIch habe in jüngster Zeit sehr viele CDs abgestoßen, weil mir erstens die persönliche digitale Kopie auf Festplatte reicht und ich zweitens nicht in CDs ersticken möchte. Es gibt in meinem Umfeld einige warnende Beispiele. Und da ich nicht möchte, dass die physische Musiksammlung später mal auf dem Müll landet, ordne ich die Weitergabe einer Einkäufe lieber selbst.

    Dazu habe ich etwas geantwortet, das nicht hier in diesen Thread passt.

    Deshalb guckst Du da >>>

    Ich habe genug - Betrachtungen eines Sammlers

    Zitat

    von Rheingold


    Ich habe in jüngster Zeit sehr viele CDs abgestoßen, weil mir erstens die persönliche digitale Kopie auf Festplatte reicht und ich zweitens nicht in CDs ersticken möchte. Es gibt in meinem Umfeld einige warnende Beispiele. Und da ich nicht möchte, dass die physische Musiksammlung später mal auf dem Müll landet, ordne ich die Weitergabe einer Einkäufe lieber selbst. Das ist eine sehr sinnvolle Beschäftigung, wie ich finde. Sie befreit. Und es gibt Platz für Neuanschaffungen. Denn auch musikalische Datenträger haben nach meinem Verständnis "hie keine bleibende Statt".

    Lieber Rheingold!


    Nein, auf dem Müll sollte meine Musiksammlung auch nicht enden. Ich habe ein ziemlich großes Haus und viel Platz.

    Deshalb habe ich kein Problem mit meiner Sammlung.


    Ich habe rund tausend LPs, weit mehr CDs, zudem einige hundert Reel-to-Reel-Tapes, nicht weniger Compact-Cassetten sowie auch noch viele, viele Video-Cassetten mit Opernmitschnitte auf der Audio-Spur! Meine Sammel-Leidenschaft ist schon sehr ausgeprägt. Manchmal muss ich ein bisschen suchen - aber eigentlich finde ich gesuchte Aufnahmen immer ohne Probleme.

    Mich von Aufnahmen zu trennen, fällt mir ausgesprochen schwer. Auch Aufnahmen von Werken, die ich nicht so sehr schätze, und von Sängerinnen und Sängern, die ich sehr kritisch sehe, sind mir wichtig. Sie sind irgendwie das Umfeld, in dem man die bedeutenden Werke und die wichtigen Sängerinnen und Sänger überhaupt erst als bedeutend erkennt und würdigen kann.


    Eines Tages - möge er nicht zu bald kommen - werden allerdings meine Kinder ein Problem mit meiner Sammlung haben. Das ist mir schon bewusst. Deshalb spreche ich häufig mit ihnen darüber. Sicher werden sie Teile diese große Sammlung nicht verkaufen können. Aber sie könnten die Sammlung an Musikhochschulen, Musikschulen oder Musikbibliotheken geben. Das wäre zumindest eine Möglichkeit, die ich ihnen nahelege. Es ist ein schönes Gefühl, wenn sie weiter gehört und genossen werden können, vielleicht sogar gebraucht werden ...

    Wenn ich mich denn in der Vergangenheit wirklich mal von Aufnahmen getrennt habe, habe ich sie eigentlich immer verschenkt: meist an Freunde und Bekannte. Besonders gerne gebe ich CDs an Studenten meiner Uni oder einer Musik-Hochschule. Da habe ich immer dankbare Abnehmer gefunden. Inzwischen haben sich darüber dauerhafte Kontakte ergeben.


    Beste Grüße


    Caruso41

    Lieber Rheingold!

    Wenn Du aber einer Sängerin, die mehr als zwanzig Jahre tot ist, in einer Weise zum Geburtstag gratulierst als würde sie noch unter den Lebens seien, war mir das eine Nachfrage wert. Das ist geklärt.

    Gladys Kuchta war eine tief gläubige Frau und stellte sich das Leben nach dem Tode sehr konkret vor. Da habe ich mich an Gespräche erinnert, die wir hatten. Es ging um das "la morte e nulla" Jagos, dem sie die Gewissheit entgegensetzte, dass es nach dem Tode ein Leben in der Nähe zu Gott gebe. Darin bestand für sie die höchste Glückseligkeit. Insofern waren meine Wünsche mehr als zwanzig Jahre nach ihrem Tode vielleicht sehr persönlich aber sicher nicht unangebracht.
    Vielleicht hätte ich damit rechnen müssen, dass meine Wünsche in einem Forum, in dem auch nichtreligiöse Menschen unterwegs sind, nicht verständlich sind und damit unangebracht wären.


    Leider muss ich zu dem Schluss kommen, dass Du es gelegentlich nicht erträgst, wenn jemand anderer Meinung ist und eine Sängerin, auf die Du große Stücke setzt, nicht so wahrnimmt wie Du.

    Vielleicht ertrage ich es nur schwer, aber ich versuche es eigentlich immer ernst zu nehmen und zu respektieren.


    Ich respektiere durchaus auch Dein Urteil über Frau Davidsen.


    Das Problem für mich war etwas ganz andres!

    Wie Du erzählt hast, dass Du ihre Debut-CD verscherbelt hast und für den Erlös nicht mal ein Bio-Ei auf dem Markt bekommen hättest, da bin ich doch erschrocken über den Mangel an Respekt für eine junge Künstlerin, die noch nicht einmal drei Jahre auf den Opernbühnen auftritt.
    Eier sind nun mal ein bevorzugtes Objekt, mit dem in Italien unliebsame Sängerinnen beworfen werden. Ich habe das mehrmals erleben müssen. Das war einfach despektierlich und abwertend, roh und schamlos. Vielleicht haben mich diese Erlebnisse übersensibel gemacht? Jedenfalls fühlte ich mich durch deine Erzählung an diese obszöne Unart erinnert. Und das wollte ich zumindest anmerken. Dass Du es nicht so böse gemeint hast, zeigt mir Deine anschließende Bemerkung:

    Das muss aber nicht gegen Frau Davidsen sprechen.

    Damit sollte die Dissonanz zwischen uns aufgelöst sein.

    Oder würdest Du dazu noch etwas sagen wollen?


    Liebe Grüße


    Caruso41

    Albéric Magnards "Guercœur" in Osnabrück ist ein Ereignis, das sich kein Opernliebhaber entgehen lassen sollte!

    Leider habe ich nicht die Zeit, darüber jetzt zu berichten. Vielleicht später!

    Aber schon jetzt: Fahrt nach Osnabrück! Es lohnt sich! Das Stadttheater ist wirklich über sich hinausgewachsen. Auch für Melomanen lohnt der Trip: es gibt überdurchschnittlich gute Sänger zu hören!



    Aufmunternde Grüße

    Caruso41


    .

    Meine Meinung dazu: ….

    Das, lieber Stimmenliebhaber, ist Deine Meinung.

    Man kann aber auch ganz anderer Meinung sein.

    Wer an ein Leben nach dem Tode glaubt und inständig darum bittet, nach dem Tode "in parte dextra" zu kommen, um dann ewige Glückseligkeit genießen zu können, wird eine andere Meinung haben!


    Und selbst wenn es nicht in diesen Thread hier passt (Sorry, William!), erlaube ich mir den Hinweis, dass man auch die Sache mit den Eiern unterschiedlich sehen kann.

    Wer je erlebt hat, wie eine Sängerin auf der Bühne mit Eiern beworfen wurde, weil sie die Erwartungen des Publikums nicht erfüllt hat, darf denn schon seine Verwunderung über die Ausführungen von Rheingold äußern. Ich habe Rheingold eigentlich als stets sehr sensiblen und besonnenen Gesprächspartner kennen und schätzen gelernt. Darum wollte ich ihn nicht direkt attackieren. Vielleicht war es nur eine unbedachte Formulierung mit einem unpassenden Bild. Aber so ganz auf einen Einspruch wollte ich denn auch nicht verzichten, wenn so das Bild einer vielversprechenden Sängerin hässlich geschädigt wird.


    Beste Grüße


    Caruso41

    Lieber Caruso, hoffentlich vernimmt sie Deine Wünsche, denn sie ist seit mehr als zanwig Jahren tot.

    Sie hätte verstanden, warum ich mehr als zwanzig Jahre nach ihrem Tode, so formuliert habe.


    Aber, lieber Rheingold, das kannst Du wohl nicht verstehen. Du hast sie vermutlich nicht gekannt?


    Im Übrigen - ganz offen und ehrlich: ich hatte eine Bemerkung von Dir eigentlich eher in einem anderen Thread erwartet. Da ging es um Bio-Eier .... und um Gesangsaufnahmen einer Sängerin, die du nicht für würdig ansiehst, in den Pantheon Deiner heiligen Sammlung aufgenommen zu werden.


    Caruso41

    Lieber Willi,


    2015 hast Du noch an den Geburtstag von Gladys Kuchta gedacht und eine sehr frühe Aufnahme von ihr in den Thread eingestellt, der ihr gewidmet ist:

    Zitat

    Gladys Kuchta, Sängerin und Pädagogin -
    DIE BERÜHMTE STIMME - SÄNGERPORTRAIT - TAMINO-KLASSIKFORUM


    • Gladys Kuchta wurde am 16. Juni 1915 geboren und starb am 7. Oktober 1998. Zu ihrem Ehrentag habe ich diese Aufnahme mitgebracht:

    Ich denke, Gladys Kuchta hat es verdient, dass man ihr auch gratuliert, wenn es keinen runden Geburtstag zu feiern gibt.

    Sie war eine sehr verlässliche Sängerin und eine bemerkenswerte Künstlerin. Vielleicht war ihre Stimme nicht so ausnehmend schön, dass die Opern-Aficionados und Melomanen spontan auf sie flogen. Auch eindrucksvolle Gestaltungen waren ihre Sache nicht. Dafür aber bot sie musikalisch sehr sorgfältig ausgefeilte Gesangsleistungen, wie man sie heute nicht mehr oft hört! Deshalb habe ich sie stets geschätzt. An die vielen Wagner- und Strauss-Abende , die ich von ihr in der Deutschen Oper Berlin gehört habe, denke ich gerne zurück.


    Herzlichen Glückwunsch, liebe Frau Kuchta!

    Manche Phrase, manchen Bogen habe ich nie wieder so schön gesungen gehört wie von Ihnen. Sie sind mir tief in die Erinnerung eingebrannt!


    s-l1600.jpg


    Beste Grüße an Dich, lieber Willi.

    Bitte sieh es mir nach, wenn ich Sängerinnen und Sänger ergänze, die mir wichtig sind.

    Ich hoffe, dass Dich solche Ergänzungen nicht nerven.


    Caruso41

    .... da meine CD niemand haben wollte - sie ist ja schließlich auch bei Spotify online - landete sie heute in einem Paket für einen Aufkäufer. Nur frage mich bitte nicht, wieviel ich dafür bekomme. :( Für ein Bio-Ei vom Markt reicht es nicht. Das muss aber nicht gegen Frau Davidsen sprechen.

    Lieber Rheingold, hättest du mich gefragt, hätte ich Dir dafür ein Sechserpackung der allerbesten und frischesten Bio-Eier geboten. Die hätte ich sogar direkt vom niedersächsischen Bauernhof nach Berlin bringen können, da ich zu Thomas HAMLET an die Spree kommen werde.

    Schade!


    Caruso41


    Noch ein PS.: Die Rezension im Tagesspiegel ist ja nicht gerade sehr freundlich. Da liest sich der Bericht in Bachtrack ganz anders:


    Zitat

    .....Die junge norwegische Sopranistin Lise Davidsen wandte sich diesem altersmilden Abschiednehmen in den Vier letzten Liedern auf höchst souveräne Weise zu. Von der Singstimme verlangt Strauss hier so etwas wie innige Virtuosität, also das Gegenteil zu einer äußerlichen Brillanz früherer Lieder. Das wurde schon im ersten Lied, „Frühling“, deutlich, wenn Lise Davidsen zum Textwort „Vogelsang“ eine melismatische Koloratur zu singen hatte. Dass sich hier und auch nicht immer das fast durchweg vorgeschriebene Piano einhalten ließ, war ebenso zu verzeihen, wie es unnötig wäre, in ihrem Vortrag der „unendlichen Melodie“ Textverständlichkeit zu fordern. Bewundernswert war ihr langer Atem und der wunderbare Ton der hohen Register ihrer Stimme. Hervorzuheben ist der Dialog mit der Konzertmeisterin Jiyoon Lee, die das Melisma einer frei sich emporschwingenden Seele in der Solovioline vorgab, das Davidsen zum Textwort „Flügen“ weiterspann.....

    Zu Lise Davidsen #335:


    Ich habe die Sängerin heute zum ersten Mal live erlebt. Sie hat in der Philharmonie zusammen mit der Staatskapelle Berlin unter Zubin Mehta die Vier letzten Lieder von Strauss gesungen. Die positiven Eindrücke überwiegen bei weitem. Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann dass die Stimme fast schon zu reif klingt und ich den Eindruck habe, dass sie sehr kontrolliert und mit angezogener Handbremse singen musste, um nicht den Putz von der Decke zu holen. Aber welch eine Stimme, wenn sie frei klingt. Aufgefallen ist mir auch, dass sie Töne in der Höhe des öfteren mit einem crescendo singt. Sie besitzt insgesamt eine tolle Ausstrahlung und wurde heftig umjubelt.

    noch zu Lise Davidsen


    Ja, lieber Kapellmeister Storch,

    Das ist eine Stimme, die man live hören muss, um ihre ganze Schönheit und Grandeur zu erkennen. Dass sie in der Höhe den Ton in einem Crescendo „aufmacht“, gleichsam aufblühen lässt, hat sie wohl von Hochdramatischen Sopranistinnen wie Flagstad oder Vällki übernommen. Ich mag das.


    Liebe Grüße von

    Caruso41