Beiträge von Caruso41

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    Die amerikanische Sopranistin June Card ist am 10 April 1937 in London geboren. Sie begann ihre Karriere als Chormädchen am Broadway, bevor sie in die Oper wechselte. Als Sängerin und Regisseurin hatte sie eine Karriere, die auch heute noch nicht beendet ist. Sie begann an der New York City Opera, wechselte aber bald nach Deutschland, wo sie von 1965 bis 1967 am Theater Regensburg, von 1967 bis 1980 am Staatstheater am Gärtnerplatz und von 1969 bis in die 2000er Jahre an der Oper Frankfurt engagiert war. Vor allem für Partien in Opern des 20. Jahrhunderts war sie sehr gefragt und sie gastierte an vielen deutschen und österreichischen Bühnen, bald auch in Spanien und Italien, Frankreich , Belgien und England. Sie war besonders oft in Opern vor Strauss und Schreker, Berg, Hindemith, Busoni, Janacek und Poulenc zu hören. Sie sang allerdings auch Partien wie Donna Elvira, Norina, Lady Macbeth, Minnie und Brünnhilde!


    Während ihrer Karriere trat June Card in mehreren Uraufführungen auf, darunter Mark Lothars DER WIDERSPENSTIGE HEILIGE (1968), STEPHEN CLIMAX (1986) von Hans Zender, EUROPERA I und EUROPERA II von John Cage (1987) sowie ERINYS von Volker David Kirchner (1990).


    June Card unterrichtete Gesang, sie leitete Opernworkshops und inszenierte Opern (in Frankreich, Deutschland, USA). Zudem war sie auch für Auftritte im Hörfunk und Fernsehen gefragt.

    Leider gibt es kaum LPs oder gar CDs von June Card.



    Aufnahmen bei Youtube habe ich immerhin eine gefunden.



    Herzliche Glückwünsche


    Caruso41

    Du weisst das mich solche hochgepuschten Rezensionen nicht interressieren, ich verlasse mich auf das Urteil meiner Ohren!

    Für Dich war der Hinweis eigentlich auch nicht gedacht. Dass Du die Kritiken von Anderen anhörst oder liest, hatte ich ich sowieso nicht erwartet. Ich kann es ertragen!


    Nicht desto trotz: herzliche Grüße von Musikliebhaber zu Musikliebhaber


    Caruso41

    Ich muss ergänzen: Hier ist eine offenbar vollständige Diskographie des Werkes.

    Ist ja frappierend, wie oft das Werk eingespielt wurde!


    Und ich bin all die Jahre mit weniger als 10 Aufnahmen ausgekommen. Die meisten davon dürften zudem nicht wegen 1812 in meine Sammlung gekommen sein, sondern weil mich andere Werke auf der LP/CD interessiert haben.


    Live-Aufführungen habe ich tatsächlich - soweit ich mich erinnere - nur drei gehört: Herbert von Karajan im Berliner Sportpalast (weil es im Konzertsaal der Musikhochschule wohl nicht gegangen wäre und die Philharmonie noch nicht stand!), Lorin Maazel in der berliner Deutschlandhalle und eben Andrew Manze im Kuppelsaal in Hannover (Video siehe oben!).

    ... war dieses Stück eine Enttäuschung - dass es ein minderes ist, hatte ich erwartet, aber das fiel bei mir jetzt komplett durch,...

    Maxim Gorki hat das ganz anders beurteilt:

    "Die tief in dem Volk verwurzelte Ouvertüre, eine bedeutende machtvolle Musik, ergießt sich in strömenden Wogen durch den Saal und ergreift uns mit etwas Neuem, hoch über den Alltag Erhebendem..."


    Caruso41

    Lieber Stimmenliebhaber!

    kannst du diese Aussage belegen?

    Nein das kann ich nicht. In der Partitur sind keine Stimmen für Chor vorgesehen.

    Ich erinnere mich allerdings an ein Interview mit Herbert von Karajan, in dem er sagte, Tschaikowski hätte vorgesehen gehabt, den Choral zu Beginn und die Zarenhymne am Ende von einem Chor singen zu lassen. Das wurde mir gelegentlich von Alexej Parin, dem russischen Musikwissenschaftler und Journalisten, in einem privaten Gespräch 1) bestätigt. Ob er es irgendwo geschrieben hat und wie er es belegen kann, weiß ich leider nicht.


    Beste Grüße

    Carsuso41


    1) Mit Parin habe ich zwei Jahre eng hier in der Akademie zusammengearbeitet und wir hatte in der Zeit viele Gespräche über russische Musik, vor allem über Muster und Symbole, Tradition und Religion, Macht und Heiligkeit in der russischen Musik!

    Seit dem 26.3. ist die CD nun am Markt und keiner von den Liebhabern der Sängerin hat sich bisher darüber geäußert.

    Das ist wohl eine Folge der Einschränkungen gegen die Corona -Pandemie.

    ... in allen Belangen eine mehr oder weniger peinliche Aufnahme,

    Aha!

    Wer denn doch noch mal eine zweite Meinung einholen will, kann vor allem in englische Zeitungen und Zeitschriften fündige werden:


    https://www1.wdr.de/mediathek/…ven-wagner-verdi-100.html


    https://www.theguardian.com/mu…wagner-verdi-review-decca


    https://www.thetimes.co.uk/art…l-firepower-38f577gs7#top


    https://www.gramophone.co.uk/r…en-beethoven-wagner-verdi


    https://www.independent.co.uk/…gian-london-b1821802.html


    https://www.prestomusic.com/cl…eethoven-wagner-and-verdi


    https://www.aachener-nachricht…wagner-verdi_aid-57051481


    https://klassik-begeistert.de/…n-beethoven-wagner-verdi/


    Caruso41

    Lieber Moderato!

    Den Engländer Andrew Manze hatte ich bisher als Barockgeiger und Dirigenten der HIP Szene auf dem Radar. Man lernt immer wieder etwas dazu

    Andrew Manze hat in den zurückliegenden Jahren die Radiophilharmonie Hannover zu einem großartigen Orchester geformt und damit das Musikleben der niedersächsischen Landeshauptstadt auf ein anderes Niveau gebracht. Inzwischen ist das auch auf einigen CDs zu hören. Besonders empfehlenswert:


    - -


    Eines seiner beeindruckendsten Konzerte in Hannover war Das WAR REQUIEM von Benjamin Britten.



    Im übrigen nimmt er gerade mit dem Deutschen Sinfonie Orchester Berlin Werke von Beethoven auf.
    Auch diese Aufnahmen sind von der Kritik begeistert gelobt worden.

    - -


    Es lohnt sich, auf den Dirigenten Andrew Manze zu achten!!!

    Vielleicht hilft dabei der Andrew-Manze-Thread hier im Forum

    Andrew Manze – the mad scientist


    Beste Grüße

    Caruso41

    ... die ich wegen ihres überbordenden Pathos sehr gern höre.

    Ich habe Tschaikowskis Ouverture Solennelle 1812 unter Andrew Manze bei den Hannover Proms im Kuppelsaal live gehört. Der Eindruck war in der Tat überwältigend.

    Überbordendes Pathos gab es bei Manze allerdings zum Glück nicht. Ihm war vielmehr die eigentümliche Dramaturgie der "Ouvertüre" wichtig: Die liturgisch gefasst Ergriffenheit des Chores am Anfang, die Unsicherheit vor der Schlacht, die prahlerischen Aufzüge der verfeindeten Truppen, die Dramatik des Kampfes, die utopische Vision des tanzenden Volkes, die Eskalation der Schlacht, die offene Situation ihres Ausganges und schließlich die erhabene Feierlichkeit, die majestätisch-pompös mit den Glocken überhöht wird. Das alles war bei Manze streng kalkuliert und geformt, farbenprächtig, mit emotionaler Rhetorik und Kraft. Da bordet nichts über - wie bei manchem russischen Dirigenten. Gerade darin lag die Größe der Aufführung, die das Werk nicht billig verramschte sondern wirklich ernst genommen hat!

    Das Publikum war hingerissen!


    Die Aufführung stand übrigens in einem recht bunten Programm. Es gab den Säbeltanz aus Gayaneh von Chatschaturjan, Borodins Polowetzer Tänze und Märsche von Elgar, es wurde die "schöne blaue Donau" von Strauß besungen und ein Tenor und eine Sopranistin sangen Arien und Duette aus italienische Opern. Ja so sehen die Programme der "Last Night" of the Proms aus! Der Höhepunkt war schon die Ouverture Solennelle.


    Casruso41

    Heute vor 100 Jahren wurde Franco Corelli in Ancona geboren!


    Die erste Livebegegnung mit Franco Corelli war für mich ein unvergessliches Opernereignis. Er sang den Manrico bei einem Gastspiel der Römischen Oper in der Städtischen Oper Berlin an der Kantstraße. Nach der Stretta gab es eine halbe Stunde Jubelstürme im Haus. Ein echter Show-stopper - jedoch keine Wiederholung! Als nach dem Ende der Aufführung der begeisterte Beifall nicht enden wollte, wurde dann ein Klavier auf die Bühne geschoben und Corelli gab etliche neapolitanische Lieder als Zugabe. Begleitet wurde er von Ettore Bastianini!


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    Auf dem Mitschnitt der Aufführung ist der zugegebene 'Liederabend' nicht zu hören, aber ansonsten Corelli at his very best!!!


    Ich habe dann Corelli noch öfter in Verona, Mailand. London und New York gehört. In verschiedenen Partien sogar: Radames, Calaf, Cavaradossi, Ernani, Andrea Chenier, Enzo!

    Wenn ich Arien aus italienischen Opern in verschiedenen Interpretationen vergleiche, ist Corelli immer dabei! Meistens ist da für die Konkurrenten das Setting ziemlich unvorteilhaft. Wer kann sich schon gegen diese Prachtstimme behaupten?
    Meist wird überhört, dass er auch ein sehr guter Sänger war, der zwar keine sublimen Portraits der Figuren bot, wie etwa Bergonzi, aber er war doch ein Tenor, der sich nicht nur auf Lautstärke und Überwältigung verließ. Er konnte Phrasen fein aussingen, die Lautstärke und die Farbe seines Timbres mit einer natürlichen Musikalität durchaus geschmackvoll (manchmal allergings auch nicht ganz so geschmackvoll) variieren.
    Dass er anderen Tenören da durchaus Maßstäbe gesetzt hat, zeigt diese Video-Montage



    Ich werde Franco Corelli immer wieder gerne hören.

    Heute lasse ich jedenfalls keinen anderen Tenor singen! Es ist Corelli-Tag!


    Caruso41

    1921 – 100. Geburtstag von Franco Corelli (Sänger)

    Die erste Livebegegnung mit Franco Corelli war für mich ein unvergessliches Opernereignis. Er sang den Manrico bei einem Gastspiel der Römischen Oper in der Städtischen Oper Berlin an der Kantstraße. Nach der Stretta gab es eine halbe Stunde Jubelstürme im Haus. Ein echter Show-stopper - jedoch keine Wiederholung! Als nach dem Ende der Aufführung der begeisterte Beifall nicht enden wollte, wurde dann ein Klavier auf die Bühne geschoben und Corelli gab etliche neapolitanische Lieder als Zugabe. Begleitet wurde er von Ettore Bastianini!


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    Auf dem Mitschnitt der Aufführung ist der zugegebene 'Liederabend' nicht zu hören, aber ansonsten Corelli at his very best!!!


    Ich habe dann Corelli noch öfter in Verona, Mailand. London und New York gehört.

    Wenn ich Arien aus italienischen Opern in verschiedenen Interpretationen vergleiche, ist Corelli immer dabei! Meistens ist da für die Konkurrenten das Setting sehr unvorteilhaft. Wer kann sich schon gegen diese Prachtstimme behaupten?



    Ich werde Franco Corelli immer wieder gerne hören und mit Sicherheit nie, nie vergessen.


    Caruso41

    Nur an die "Fledermaus" vor 28 Jahren konnte ich mich erinnern - das Gedächtnis spielt einem schon manchmal üble Streiche...

    Ja das Gedächtnis! Ich habe durch Zufall festgestellt, dass ich auch sehr früh in meinem Leben eine "Fledermaus" gehört hatte, die mir offenbar nicht gefallen hat. In meinen Notizen steht nur "schrecklich". Der Dirigent war Ferenc Friscay! Ich hatte keine Erinnerung daran!!!!


    Caruso41

    Heute hat Catherine Rückwardt ihren 61. Geburtstag.

    Die deutsche Dirigentin ist als Tochter der Sopranistin Judith Beckmann und des Pianisten Irvin Beckmann am * 7. April 1960 in Los Angeles geboren.


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    Sie war eine der erste Frauen, die in Deutschland als Generalmusikdirektorin bestellt wurden: 2001 übernahm sie diese Position beim Philharmonischen Orchesters am Staatstheater Mainz. 2006 übernahm sie darüber hinaus auch die Stelle der Intendantin. In beiden Ämtern wirke sie bis 2011.

    Seither arbeitet sie als freischaffende Dirigentin!





    Als Dirigentin habe ich sie nicht erlebt.
    Ich kenne sie aus ihrer Zeit am Theater in Bremen, wo sie als
    Korrepetitorin angestellt war und sehr intensiv mit den jungen Sängerinnen und Sängern gearbeitet hat.


    Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag


    Caruso41






    Wer die NOZZE DI FIGARO aus der Staatsoper im RBB verpasst hat, kann ihn bei Medici.TV sehen.
    Leider aber nicht mehr kostenfrei.


    https://www.medici.tv/en/opera…iel-barenboim-staatsoper/


    Im Ensemble singen immerhin vier Solisten, die im NEUE-STIMMEN-Thread vorgestellt worden waren (Namen rot geschrieben).

    In dem Thread will ich deshalb auch ihre Leistungen würdigen. Aber erst in ein paar Tagen. Jetzt habe ich nicht die Zeit dafür.


    LE NOZZE DI FIGARO

    Gyula Orendt | Count Almaviva

    Elsa Dreisig | Countess Almaviva

    Nadine Sierra | Susanna

    Riccardo Fassi | Figaro

    Emily D'Angelo | Cherubino

    Katharina Kammerloher | Marcellina

    Stephan Rügamer | Basilio

    Siegfried Jerusalem | Don Curzio

    Maurizio Muraro | Bartolo

    David Oštrek | Antonio

    Liubov Medvedeva | Barbarina

    Staatskapelle Berlin

    Daniel Barenboim | Musikalische Leitung

    Vincent Huguet | Inszenierung


    Caruso41

    zu Wallis Giunta, Mezzosopran (vorgestellt im Beitrag #2326f, 2330)


    Hier noch der Link zu Barbers St. Ita's Vision aus den Hermit Songs. In meinem Post hatte ich den erwähnt:


    St. Ita's Vision

    Anon. , translated by Chester Kallman


    'I will take nothing from my Lord,' said she,
    'unless He gives me His Son from Heaven In the form of a Baby that I may nurse Him.' So that Christ came down to her in the form of a Baby and then she said: 'Infant Jesus, at my breast,
    Nothing in this world is true Save, O tiny nursling, You.
    Infant Jesus at my breast,
    By my heart every night,
    You I nurse are not a churl
    But were begot on Mary the Jewess By Heaven's light.
    Infant Jesus at my breast,
    What King is there but You who could Give everlasting good?
    Wherefore I give my food.
    Sing to Him, maidens, sing your best!
    There is none that has such right
    To your song as Heaven's King
    Who every night
    Is Infant Jesus at my breast'.


    Caruso41










    Lieber Joseph II!

    ... Exton-Aufnahme der Fünften von Tschaikowski wurde von Manfred Honeck und dem Pittsburgh Symphony Orchestra ...

    Ich glaube, op. 64 von den Tschaikowski-Symphonien am besten zu kennen, aber derart piano habe ich das Stück wohl noch nicht vernommen. Ob das auch auf die Tontechnik zurückzuführen ist, will ich nicht endgültig entscheiden. Das Orchester klingt bei den leisen Stellen schon weit entfernt, was gewöhnungsbedürftig ist.


    Bei Amazon kann man auch begeisterte Stimmen von Hörern genau zu dieser Aufnahme lesen.

    Ein Kunde hat sogar den niedrigen Level der leisen Passagen, den Du monierst, angesprochen:


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    I. Giles


    An exciting performance of the symphony with an individual slant on some tempi
    Rezension aus dem Vereinigten Königreich vom 20. Juni 2013 Verifizierter Kauf

    This performance was recorded 'live' in 2006 and preserves an exciting performance of this much recorded symphony. The recording is clear and faithful giving good stereo sound but at a low level. The quiet passages at normal replay level are almost inaudible. By raising the playback level by 3 decibels, which is a lot, the whole performances comes far more alive with the quieter passages at the correct level and the louder passages very lively without being a potential problem with neighbours. The recording can be considered a success provided that this adjustment is carried out.

    There are numerous good performances and good recordings of this much loved symphony so it would be foolish to suggest that any one is the definitive or best version. This version is as well played, recorded and as exciting as any but some of the tempi are unusual and not as marked in the score. As a trumpet player who has played this work many times I am aware that Honeck makes a few surprising and sudden adjustments to speed in sections of the last movement in particular which may wind up the orchestra and audience but which other conductors don't feel the need for. Neither did Tchaikovsky... ... ...


    Vielleicht hättest Du Dich nur trauen sollen, mit dem Lautstärkeregler etwas nachzuhelfen!

    Dann hättest Du wohl sogar auch 5 Sterne vergeben?


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    M. Mueller


    5,0 von 5 Sternen

    Phantastisch!

    Rezension aus Deutschland vom 10. November 2012

    Diese Aufnahme ist wirklich phantastisch! Klar, sie gibt nur einen Teil des Live-Erlebnisses wieder. (Ich hatte gestern das Glück, das Stück in gleicher Besetzung in der Stuttgarter Liederhalle zu erleben.) Aber auch die Aufnahme überzeugt. Keine HIP-Marotten, großes Orchester, üppige Streicherbesetzung mit herrlichem Vibrato. Und natürlich der Dirigent, der vom zartesten Pianissimo bis zum dreifachen Forte alle Register zieht und ein Temperament an den Tag legt, das dieser Sinfonie angemessen ist. Absolut empehlenswert


    Nun, ich werde mir gleichwohl die CD nicht zulegen. Ich habe allein auf CD 12 Einspielungen, dazu nach mindestens 7 LPs. Und um ehrlich zu sein: wirklich oft höre ich das Werk nun auch wieder nicht.


    Beste Grüße

    Caruso41






    Daheim statt in Barcelona:

    Die Berliner Philharmoniker spielen ihr traditionelles Europakonzert in diesem Jahr aus dem Foyer der Philharmonie.

    Coronabedingt verzichten müssen die Philharmoniker auch auf den Auftritt in der Kirche Sagrada Familia in Barcelona am 1. Mai: Dort war eigentlich das diesjährige Europakonzert geplant, mit dem das Orchester an seine Gründung als basisdemokratisches Ensemble 1882 erinnert. Weil aber eine Reise nach Spanien derzeit ausgeschlossen ist, wird das Europakonzert in der Berliner Philharmonie stattfinden. Nicht wie gewohnt im Saal, sondern im Foyer. Die Pausenhalle des Scharoun-Baus ist ebenso spektakulär wie der Zuschauerraum, doch weniger bekannt. Das soll sich am 1. Mai ändern, wenn das Europakonzert in 80 Länder übertragen wird. Und auch das Programm hat Kirill Petrenko auf die örtlichen Gegebenheiten im Foyer zugeschnitten. Es werden Werke für großes Orchester und teils räumlich getrennte Gruppen, die dem Charakter des Foyers mit seinen schrägen Flächen und Galerien angepasst sind, gespielt:

    Als erstes wird jene Fanfare erklingen, die Boris Blacher 1964 zur Eröffnung des Hauses komponiert hat, dann folgen Mozarts Notturno für vier Orchester sowie „The Unanswered Question“ von Charles Ives. Als Reminiszenz an den saisonübergreifenden russischen Schwerpunkt spielen die Philharmoniker außerdem die Orchestersuite Nr. 3 von Peter Tschaikowsky.Das Europakonzert wird am 1. Mai um 11.00 Uhr im Ersten Programm der ARD sowie in mehr als 80 Länder und in der Digital Concert Hall der Philharmoniker übertragen.


    Caruso41

    Hallo,

    ich habe Christine Weidinger 1985 in Bielefeld in einer Rolle erlebt, die hier noch nicht erwähnt wurde. Als greise Königin Elisabeth in Donizettis Roberto Devereux. Sehr gut

    Schöne Grüße

    wega

    In der Partie habe ich sie auch gehört und die habe ich auch erwähnt.

    .... sie war Berta in LE PROPHETE, Rachel in LA JUIVE, Inez in L' AFRICAINE, Elisabetta I. in ROBERTO DEVEREUX und sie sang die Titelpartie in der deutschen Erstaufführung von MARY, QUEEN OF SCOTS von Thea Musgrave.

    Beste Grüße

    Caruso41

    zu Wallis Giunta, Mezzosopran (vorgestellt im Beitrag #2326f)


    Lieber Hans Heukenkamp!

    Hab Dank, dass Du diesen Thread mit einer Entdeckung vor dem Verenden bewahrst.

    Mich hatte der Münchner Rosenkavalier noch lange beschäftigt, und so habe ich noch einige Youtube-Nachtstunden in die Suche nach interessanten Octavianen investiert. Kurz möchte ich hier den kanadischen Mezzo Wallis Giunta vorstellen.

    Die Videos der vorgestellten jungen Mezzosopranistin habe ich mir inzwischen angehört. Die richtige physique du rôle hat sie für den Octavian zweifelslos. Aber ich kann mich mit der Stimme nicht so recht anfreunden. Das Timbre finde ich zu flach und spröde. Auch mit ihrem Gesang kann sie das nicht voll ausgleichen. Die Stimme scheint mir zwar gut zu sitzen und wird sicher geführt. Aber mich stört die Eigenart, die Töne aneinander zu reihen. Zwar bindet sie durchaus, aber mir fehlt die Fähigkeit, das legato fließen zu lassen und Bögen zu spannen. Bei Strauss sind nun mal weite Bögen - möglichst über allenfalls notwendige Zwischenatmer hinweg gespannt - eigentlich das, was gute Interpretationen ausmacht. Insofern ist sie vielleicht nur mit den Stücken vorgestellt, die ihre Qualitäten nicht ins rechte Licht setzen. Mit den Hermit Songs von Samuel Barber finde ich sie zum Beispiel entschieden besser. Ich werde mich sicher noch mal weiter mit dieser Sängerin beschäftigen. Sie ist ja noch ganz am Anfang ihrer Laufbahn.


    Herzliche Grüße


    Caruso41

    Lieber Rheingold!

    Warum aber sollte ein Dirigent, der die sechzig überschritten hat und sich - wie es in der Thread-Überschrift heißt - auf Weltkarriere befindet, nicht auch nach einem 15 Jahre alten Mitschnitt beurteilt werden können?

    Warum?

    Natürlich kann jeder sein Urteil auch an Hand dieser Aufnahme bilden, die vor 15 Jahren gemacht wurde! Ich habe allerdings darauf hingewiesen, dass meine Eindrücke von Honecks Tschaikowski 5. Sinfonie (Livekonzert vor drei Jahren in Hannover und die eingestellte Aufzeichnung aus Frankfurt, die auch aus jüngerer Zeit stammt) ganz andere sind.
    Menschen ändern sich und das gilt für Dirigenten in besonderem Maße. Als ich Honeck kennengelernt habe, hat er mich durch seine kapellmeisterliche Professionalität überzeugt aber noch nicht durch Interpretationen, mit denen er Wesentliches und Bedeutendes über die Werke vermittelt hätte. Es scheint mir, als sei ihm diese Fähigkeit erst zugewachsen. Vielleicht hat die Arbeit in Pittsburgh bei ihm einen Kick gegeben? Aber ich habe seine Karriere nicht kontinuierlich verfolgen können und deshalb ist diese Vermutung nicht erfahrungsgestützt.


    Immerhin haben mich mehrere Live-Begegnungen in den letzten Jahren durchweg sehr beeindruckt.

    Auch Aufnahmen von Beethovens 5&7, Bruckners 9, Strauss Till /Juan/Tod und Schostakowitsch 5 fand ich so gut, dass ich mir die SACDs gekauft habe, obwohl genug Aufnahmen von diesen Werken im Regal stehen.


    Deshalb hielt ich es sogar für überfällig, einen Thread für Honeck zu eröffnen.


    Caruso41 vielen Dank für Dein Einstellen dieser großartigen Aufführung der 5. Sinfonie von Tschaikovsky mit dem hr-Sinfonieorchester unter Manfred Honeck.

    Lieber Udohasso!

    Freut mich, dass auch Du diese Aufführung großartig findest!


    So, nun verabschiede ich mich erst mal für die Feiertage.


    Frohe Ostern und herzliche Grüße


    Caruso41

    Lieber Joseph II!

    Manfred Honeck hat mittlerweile die drei späten Symphonien von Tschaikowski mit den Pittsburghern vorgelegt. Nr. 5 war sogar sein erstes Konzert mit diesem Orchester, datiert auf 2006 und erschien noch bei Exton. Nr. 4 und 6 wurden 2015/16 bei Reference Recordings eingespielt.

    Die Fünfte habe ich mir vorhin komplett angehört.

    Ich finde gut, dass Du Deine Urteile über Honeck noch mal überprüfst. Allerdings verstehe ich nicht ganz, warum Du dafür einen 15 Jahre alten Mitschnitt wählst, der zunächst gar nicht zur Veröffentlichung vorgesehen war.
    Die eigenen Eindrücke, die ich von Tschaikowskis 5. Sinfonie unter Martin Honeck im Kuppelsaal in Hannover gewonnen habe, kann ich irgendwie überhaupt nicht mit dem zusammenbringen, was Du schilderst!


    Wenn es schon diese Sinfonie sein soll, hätte sich vielleicht der Mitschnitt der Aufführung mit dem SOdHR aus Frankfurt angeboten.

    Der ist vor drei Jahren gemacht und zeigt sehr eindrucksvoll, wie Honeck auch mit einem fremden Orchester diese Transluzenz und Intensität des Klanges erreichen kann, die vielleicht ungewohnt bei Tschaikowski ist, aber tiefe Einsichten und das Stimmengeflecht und die Architektur der Sinfonie eröffnet. Die ganze Faktur vermittelt so, dass es kein Entrinnen gibt! Für mich wird dadurch mehr über das Schicksal des Menschen Tschaikowski und die düsteren Stimmungen zwischen Ausweglosigkeit und Sehnsucht nach Leben vermittelt als durch laute, mit satten Farben und viel Pathos gemalten Aufführungen *), deren Dramatik meist herzlich äußerlich bleibt.



    Beste Wünsche für das Osterfest und herzliche Grüße


    Caruso41




    *) Sicherheitshalber: Damit meine ich nicht Bernstein und Swetlanov!)

    Euer Majestät!

    Für Puristen ist ein Honeck freilich ein Labsal.


    Da bin ich unversehens in eine Ecke gestellt, in die ich nicht wollte und in der ich mich auch nicht gut aufgehoben fühle. Liegt denn ein Musikfreund der Noten kennt, eine Partitur lesen kann und Interpretationen danach beurteilt, ob sie der gerecht werden, ganz falsch?


    Aber es geht ja nicht um mich:
    Martin Honeck sollte in eine Ecke gestellt werden. Er ist der Dirigent für Puristen. (Nur in Klammern merke ich an, dass sich damit für mich ein Bedeutungshof von Engherzigkeit, Beschränktheit und Spießigkeit öffnet.) Genial ist der nicht und Begeisterungsstürme, ja höchste Ekstase kann so einer nicht entfachen.
    Sei mir nicht böse, aber das finde ich in gleich in zweifacher Hinsicht falsch.
    Erstens übersiehst Du, dass die Emotionalität und die Ekstasen in der Partitur stehen und es Aufgabe des Dirigenten ist, sie in Klang zu übersetzen. Dass Honeck das nicht täte, halte ich für eine Fehlwahrnehmung. Er tut es nur anders als so mancher andere Dirigent, der das Werk - ich sage es mal etwas polemisch - emotional aufmotzt!

    Zweitens hast Du offenbar bisher nicht wahrgenommen, wie stark die emotionale Wirkung von Manfred Honecks Aufführungen ist. Das Publikum antwortet auf das Konzerterlebnis mit Jubel- und Begeisterungsstürmen. Ich verzichte darauf, das zu beschreiben.
    Hör Dir einfach mal den Mitschnitt von Mahlers 5. Sinfonie an, den Udohasso hier dankenswerterweise eingestellt hat und schalte nicht nach dem (grandiosen) Finale ab, sondern erfreue Dich an einer frenetischen Begeisterung nach der Sinfonie und den beiden Zugaben. >>>Manfred Honeck - Österreicher auf Weltkarriere


    Der Beifall nach Dvoraks 8. Sinfonie (auch die hat Udohasso eingestellt Manfred Honeck - Österreicher auf Weltkarriere) scheint mit nicht von Puristen zu kommen, sondern von Konzertbesuchern die echt enthusiasmiert sind.


    Ich wünsche Eurer kaiserlichen Majestät, das auch mal live erleben zu können!

    Alleruntertänigst




    Caruso41

    Lieber Rheingold!

    Hebt die Sinfonie bei Bernstein der Barbirolli an, fühle ich mich wie in einen Abgrund gerissen, aus dem ich nicht entfliehen kann. Ich kann es nicht anders ausdrücken.

    Das Charisma und die emotionale Energie, die ein Barbirolli oder ein Bernstein in ihre Aufführungen einbrachten, entfalteten ohne Frage eine unheimliche Sogwirkung. Der konnte man sich nicht entziehen. Das habe ich nun wahrlich oft genug erlebt! Diese Abende gehören für mich zu den musikalischen Sternstunden.

    Aber was ist das für eine Erwartung, Gleiches oder zumindest Ähnliches von Manfred Honeck haben zu wollen? Beide waren einzig. Sie waren es meiner Meinung nach, weil sie eben nicht nur Charisma und emotionale Energie einbrachten sondern zugleich eine hohe Musikalität und herausragende intellektuelle Fähigkeiten.


    Was ich nun an Honeck schätze, ist seine Fähigkeit, durch genaueste Ausführung der Partiturangaben die Musik selber sprechen zu lassen und die Spannungen aus dem thematischen Material zu entwickeln. Bei Bruckners 9. Sinfonie - um ein konkretes Beispiel zu nehmen, das ich live von Honeck gehört habe und von der SACD - entfaltet das durchaus eine unerhörte Sogwirkung. Da werden große Linien und Zusammenhänge erkennbar. Übergänge gelingen ohne Brüche und Steigerungen und Höhepunkte entstehen ganz organisch und haben nichts willkürlich Gemachtes.


    Liebe Grüße


    Caruso41

    1952 – 69. Todestag von Antonio Cortis (Sänger)

    Heute ist der Todestag von Antonio Cortis und deshalb möchte ich auch in diesem Thread noch einmal nachdrücklich an diesen spanischen Tenor erinnern.

    Wessen Stimme klingt wirklich schöner? Wer hat mehr Poesie? Wessen Hoffnung und Zuversicht reißen mehr mit?

    Nach meiner persönlichen Einschätzung hat er eine der schönsten Tenor-Stimmen für das italienische Fach gehabt. Das Timbre war männlich, edel und reich, es konnte fein abgestuft und koloriert werden, so dass es ihm gelang, in der Gesangslinie harmonische Wendungen zu spiegeln. Das macht seine Aufnahme von 'Nessun dorma' so großartig - aber auch seine Aufnahme von Werthers Ossian-Gesang. Seine Höhe hatte den rechten Squillo, einen glänzenden metallisch strahlenden Klang. Seine Gesangstechnik war perfekt und seine Gestaltung immer kultiviert und intensiv. Gerade in Verismo-Partien ließ er sich nicht - wie etliche seiner Kollegen - zu histrionischen Effekten hinreißen. Er blieb immer geschmackvoll und war bestimmt nicht weniger ausdrucksvoll als andere Tenöre der Zeit.


    Wann immer ich verschiedene Aufnahmen einer Arie vergleiche, kommt Antonio Cortis eigentlich in die engste Wahl für den Lorbeerkranz.
    Auf der Short-List meiner Lieblingstenöre hätte er einen der vorderen Plätze.


    Da es vielleicht Taminos gibt, die ihn noch nicht kennen, stelle ich mal Aufnahmen ein, die ermutigen sollen, sich mit diesem Tenor ein wenig zu beschäftigen.




    Und natürlich "Nessun dorma", eine Aufnahme zu der es auf Youtube einen bemerkenswerten Kommentar gibt:

    Zitat

    I think it is important that the tenor understands the sound of the words. There is some kind of onomatopoeia in this aria.

    Trifft das nicht den Kern? Andere halten vielleicht den krönenden Spitzenton länger. Aber Cortis singt nicht einfach eine Arie - sondern er lässt uns den zentralen Wendepunkt dieser ungeheuerlichen Geschichte miterleben. Man kann ja nachher wieder zu Corelli oder Pavarotti gehen, aber man sollte das mal gehört haben!



    Caruso hatte den jungen Sänger bewegen wollen, ein festes Engagement an der Met in New York anzunehmen. Das hat er nicht getan. Zwar sang er an der Met wie an fast allen der damals bedeutenden Opernhäuser; aber er konzentrierte sich doch weitgehend auf das Teatro Colón in Buenos Aires und die Chicago Civic Opera. Ein sagenumwobener Triumph war sein Auftritt als Calaf am Royal Opera House Covent Garden.

    Vielleicht sollte ich noch ergänzend sagen, dass Cortis wegen der Weltwirtschaftskrise und dem Spanischen Bürgerkrieg im letzten Teil seiner Karriere nicht mehr in Nord- oder Südamerika sang sondern fast nur noch in Opernhäusern auf der iberischen Halbinsel.



    Caruso41

    Das erste Projekt wird ein Sibelius Sinfonienzyklus mit "seinen" Philharmonikern aus Oslo sein...


    Man darf gespannt sein, denn guten Sibelius kann man gar nicht genug hören, wenngleich der etwa zehn Jahre ältere Santtu-Matias Rouvali die Messlatte des Interpretationsvermögens von Sibelius-Sinfonien durch einen jungen finnischen Dirigenten sehr hoch gehängt hat...

    Ich kenne nur die Aufnahme der 2. Sinfonie von Sibelius unter Rouvali. Die hat schon ein bemerkenswerte Klarheit - der Klanges und der Strukturen. Zudem ist sie sehr engagiert und lebendig. Besonders das Scherzo finde echt mitreißend. Das Finale ist nicht weniger mitreißend und voll feuriger Energie. Allerdings vermisse ich hier das große Pathos, das bei Vanskä zu hören ist.


    Wie auch immer. Ich denke, dass Mäkelä durchaus auch noch was zu sagen hat, denn....

    .... guten Sibelius kann man gar nicht genug hören

    Beste Grüße


    Carsuo41

    Lieber Joseph II!

    Wieso nun ausgerechnet Asahina gegen Manfred Honeck ausgespielt wird, erschließt sich mir auch nicht so ganz.

    So gut solltest Du mich doch kennen, um zu wissen, dass es nicht mein Ding ist, einen Musiker gegen einen anderen auszuspielen oder in Ranglisten über- oder nachzuordnen.
    In dem Post, aus dem Du einen Absatz zitierst, ging es mir um etwas ganz anderes. Die eher grundsätzliche Frage allerdings ist nach wie vor nicht beantwortet. Aber damit werde ich leben können. Es gibt Fragen, die lassen sich eben nicht beantworten.


    Beste Grüße

    Caruso41

    Sven Godenrath hat Christine Weidinger hier ausführlich und trefflich vorgestellt.

    Gesten war ihr 75. Geburtstag. Den habe ich zum Anlass genommen an diese bemerkenswerte Sopranistin zu erinnern.


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    Ich habe sie in Bielefeld kennen und schätzen gelernt


    Auf Rat von Marilyn Horne war Christine Weidínger 1976 - Sven Godenrath hat es erähnt - nach Europa gegangen. Zunächst sang sie vier Jahre lang als Ensemblemitglied an der Staatsoper Stuttgart. Da sie hier aber nicht die Partien singen konnte, die sie speziell interessierten, und der Stuttgarter Repertoire-Betrieb ihr etwas bedächtig vorkam, verließ sie Stuttgart nach vier Jahren wieder.

    Sie wechselte 1981 an das Stadttheater Bielefeld. Ihre Antrittsrolle war die Malvina in HANS HEILING. Zehn Spielzeiten lang blieb sie dem Haus treu, das ihr immer wieder attraktive Rollen bot und in dem sie zum umjubelten Star wurde.


    Hier sang sie unter anderem die Violetta in LA TRAVIATA, Leonore in IL TROVATORE und Elisabeth in DON CARLOS. , weiterhin Mimi in LA BOHEME und Lauretta in GIANNI SCHICCHI, Amina in LA SONNAMBULA, , Rosina im BARBIER VON SEVILLA, Lucia in LUCIA DI LAMMERMOOR, RUSALKA, Rosalinde in DIE FLEDERMAUS, Konstanze in DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL, und Donna Elvira in DON GIOVANNi, Nedda in I PAGLIACCI und Margarethe in FAUST.


    Christine Weidinger ist eine Sängerin mit einer unbändigen Neugier. Immer wieder das Gleiche zu singen, war ihre Sache nicht. Auch auf Inszenierungen, die den Geschichten nicht neue und tiefer gehende Perspektiven abgewannen, hatte sie keine Lust. Da war sie in den 80er Jahren in Bielefeld wirklich am rechten Ort. Es wurden dort damals interessante, kaum noch aufgeführte Werke neu zur Diskussion gestellt. Und: John Dew hat mit seinen Inszenierungen das geschaffen, was die Süddeutsche Zeitung das „Opernwunder Bielefeld“ genannt hat. Christine Weidinger wurde schnell eine wichtige Stütze dieses Opernwunders. Auch in den „Ausgrabungen“ von John Dew hat sie tragende Rollen übernommen: sie war Berta in LE PROPHETE, Rachel in LA JUIVE, Inez in L' AFRICAINE, Elisabetta I. in ROBERTO DEVEREUX und sie sang die Titelpartie in der deutschen Erstaufführung von MARY, QUEEN OF SCOTS von Thea Musgrave.


    Für auswärtige Gastspiele hatte sie in diesen Bielefelder Jahren nur wenig Zeit. Gelegentlich gastierte sie in Berlin und Hamburg. Erst in den 90er Jahren begann eine große internationale Gastspielkarriere. Davon hat Sven Godenrath berichtet. Weidingen hatte unter anderem Auftritte an den Staatsopern von Hamburg und Wien, an der Deutschen Oper Berlin, an den Opern von Monte Carlo, Madrid und Barcelona, bei den Festspielen von Aix-en-Provence, Venedig und Lissabon.


    Nun war sie auch wieder in Amerika zu hören gewesen. Zunächst an der San Francisco Opera, in Santiago de Chile, in Cincinetti und Chicago. 1992 erschien sie (nach 16-jähriger Abwesenheit) wieder an der Metropolitan Oper New York in der Titelrolle von SEMIRAMIDE (Rossini): Mit jedem der Gast-Engagements wurde die Liste ihrer Rollen länger. Sie sang viel Mozart, vor allem aber Rossini, Bellini, Donizetti, Mercadante, Pacini und Verdi.


    Sie ist verheiratet mit dem Regisseur Kenneth Smith und sie wohnen derzeit in Durham, North Carolina, wo Weidinger die "Triangle Opera Studios" leitet, eine Organisation, die fortgeschrittenen Sprachschülern in einem professionellen Umfeld Aufführungsmöglichkeiten bietet, um sie auf berufliche Engagements vorzubereiten.


    Hinweise auf ihre Aufnahmen - immerhin 4 Soloalben und mindestens 4 Gesamtaufnahmen, in denen sie zu hören ist - werde ich bei Gelegenheit zusammen suchen und hier vorstellen.


    Caruso41

    Und das soll das Programm für ein einziges Konzert sein? Kaum zu glauben! Die ganze Mahler 1 und die ganze Dvorak 9 und noch zwei Konzerte???

    Gewundert hatte ich mich auch - und deshalb nachgesehen. Vielleicht sollte es noch ein zweites Konzert geben.

    Das Konzert, das ich besuchen wollte und dessen Programm ich oben eingestellt hatte, war für Sonntag den 28. März um 11:00 Uhr angesetzt und wurde komplett abgesagt.

    https://www.elbphilharmonie.de…chen-manfred-honeck/14112


    Das Konzert, das Rheingold nennt, fand am 25 März um 20:00 ohne Zuhörer statt - konnte aber im Hörfunk gehört werden und war als Live-Stream verfügbar!

    https://www.elbphilharmonie.de…ester-duenas-honeck/16351


    In Corona-Zeiten kommt manches durcheinander!

    Caruso41

    1946 – 75. Geburtstag von Christiane Weidinger (Sängerin)

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    Christine Weidinger wurde am 31.3.1946 in Springville (New York) geboren und ist eben dort und in Arizona aufgewachsen. Nach der Schulzeit begann sie als Sekretärin zu arbeiten. Bald aber entschloss sie sich, ihre Stimme ausbilden zu lassen – zunächst durch Marlene Delavan am Grand Canyon College, Richard Dales an der Arizona University in Tempe, David Scott am San Fernando State College und schließlich durch Margaret Harshaw an der Indiana University in Bloomington.


    1972 gewann sie einen Gesangwettbewerb der Metropolitan Oper New York und trat in den Jahren 1973-76 an diesem Haus als Mitglied des Ensembles auf. Hier sang sie eine Anzahl zumeist kleinerer Partien. Ihr Repertoire enthielt aber auch bereits die Konstanze in der ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL, Marzelline im FIDELIO, Gretel in Humperdincks HÄNSEL UND GRETEL, die Musetta in Puccinis LA BOHEME, die Gilda im RIGOTETTO, Violetta in LA TRAVIATA, die Titelheldin in LUCIA DI LAMMERMOOR, die Leonore im TROUBADOUR, die Amina in Bellinis LA SONNAMBULA und die Elvira in Rossinis L' ITALIANA IN ALGERI.


    Auf Rat von Marilyn Horne ging Christine Weidínger 1976 nach Europa. Zunächst sang sie vier Jahre lang als Ensemblemitglied an der Staatsoper Stuttgart. Da sie hier aber nicht die Partien singen konnte, die sie speziell interessierten, verließ sie Stuttgart nach vier Jahren wieder.

    Sie wechselte 1981 an das Stadttheater Bielefeld. Ihre Antrittsrolle war die Malvina in HANS HEILING. Zehn Spielzeiten lang blieb sie dem Haus treu, das ihr immer wieder attraktive Rollen bot und in dem sie zum umjubelten Star wurde.


    Hier sang sie unter anderem die Violetta in LA TRAVIATA, Leonore in DER IL TROVATORE und Elisabeth in DON CARLOS. , weiterhin Mimi in LA BOHEME und Lauretta in GIANNI SCHICCHI, Amina in LA SONNAMBULA, , Rosina im BARBIER VON SEVILLA von Gioacchino Rossini, Lucia in LUCIA DI LAMMERMOOR und Elisabetta I. in ROBERTO DEVEREUX , RUSALKA, Rosalinde in DIE FLEDERMAUS, Konstanze in DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL, und Donna Elvira in DON GIOVANN , Nedda in I PAGLIACCI und Margarethe in FAUST.


    Christine Weidinger ist eine Sängerin mit einer unbändigen Neugier. Immer wieder das Gleiche zu singen, war ihre Sache nicht. Auch auf Inszenierungen, die den Geschichten nicht neue und tiefer gehende Perspektiven abgewannen, hatte sie keine Lust. Da war sie in den 80er Jahren in Bielefeld wirklich am rechten Ort. Es wurde dort damals interessante, kaum noch aufgeführte Werke neu zur Diskussion gestellt. Und: John Dew hat mit seinen Inszenierungen das geschaffen, was die Süddeutsche Zeitung das „Opernwunder Bielefeld“ genannt hat. Christine Weidinger wurde schnell eine wichtige Stütze dieses Opernwunders. Auch in den „Ausgrabungen“ von John Dew hat sie tragende Rollen übernommen, sie war Berta in LE PROPHETE, Rachel in LA JUIVE, Inez in L' AFRICAINE und sang die Titelpartie in der deutschen Erstaufführung von MARY, QUEEN OF SCOTS von Thea Musgrave.


    Für auswärtige Gastspiele hatte sie in diesen Bielefelder Jahren nur wenig Zeit. Gelegentlich gastierte sie in Berlin und Hamburg. Erst in den 90er Jahren begann eine große internationale Gastspielkarriere mit Auftritten an den Staatsopern von Hamburg und Wien, an der Deutschen Oper Berlin, an den Opern von Monte Carlo, Madrid und Barcelona, bei den Festspielen von Aix-en-Provence, Venedig und Lisabon.


    Nun war sie auch wieder in Amerika zu hören gewesen. Zunächst an der San Francisco Opera, in Santiago de Chile, in Cincinetti und Chicago. 1992 erschien sie (nach 16-jähriger Abwesenheit) wieder an der Metropolitan Oper New York in der Titelrolle von SEMIRAMIDE (Rossini): Mit jedem der Gast-Engagements wurde die Liste ihrer Rollen länger. Sie sang viel Mozart, vor allem aber Rossini, Bellini, Donizetti, Mercadante, Pacini und Verdi.


    Sie ist verheiratet mit dem Regisseur Kenneth Smith und sie wohnen derzeit in Durham, North Carolina, wo Weidinger die "Triangle Opera Studios" leitet, eine Organisation, die fortgeschrittenen Sprachschülern in einem professionellen Umfeld Aufführungsmöglichkeiten bietet, um sie auf berufliche Engagements vorzubereiten.


    Es gibt insgesamt vier Solo-Alben von Christine Weidinger auf LPs.

    Nur eines ist auf CD wieder veröffentlicht (leider das späteste!) und bei JPC noch lieferbar


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    Herzliche Glück- und Segenswünsche zum Geburtstag


    Caruso41