Beiträge von wok

    Lieber Nemorino,


    Das finde ich ja schön, daß Dich mein früherer Bericht über die Aufnahme der Carmen- und Arlesienne-Suiten von BIZET dazu bewogen haben, Dir diese auch zu besorgen. Erstaunlich, daß Du diese so alte Aufnahme noch bekommen hast. Vor allem freut es mich, daß auch Dir diese Einspielung so gut gefällt, obwohl Du schon durch verschiedene Aufnahmen durch ganz große Dirigenten und Orchester versorgt und verwöhnt bist. Es ist in der Tat eine Aufnahme, bei der einfach alles stimmt, sowohl was die Orchesterleistung, beflügelt von VAN OTTERLOOs sorgfältigem Dirigat, als auch die gewählten Tempi und den Duktus dieser einprägsamen Musik angeht. Ähnliches trifft eben auch für seine Einspielung von BEETHOVEN's 5. Sinfonie mit den WIENER SYMPHONIKERN, und SCHUBERT's 8. Sinfonie mit dem PHILHARMONISCHEN ORCHESTER DEN HAAG zu.


    Viele Grüße

    wok


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    • Van-OTTERLOO-Symphonien-BEETHOVEN-034-Nr-5-034-amp-SCHUBERT-034-Nr-8-034-NM Indexbild 2
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    Van OTTERLOO Symphonien : BEETHOVEN "Nr. 5" & SCHUBERT "Nr. 8" - NM-


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    ROBERT HEGER - heute schon fast vergessen, hat es mit seiner enormen Lebensleistung mehr als verdient, hier wieder in unser Gedächtnis zurückgerufen zu werden. Er war einer der wichtigsten Operndirigenten Deutschlands und Österreichs seiner Generation. Jahrzehntelang hatte er mit seinem zuverlässigen, vornehmen, unermüdlichen Wirken zahllosen Werken und Generationen von Künstlern zum Erfolg verholfen. In Straßburg 1886 geboren, wurde er zunächst Cellist. Nach Studien bei F. STOCKHAUSEN in Straßburg, KEMPTER in Zürich und MAX VON SCHILLINGS in München begann er 1907 am Theater von Straßburg als Dirigent Sein weiterer Weg führte ihn u. a. nach Nürnberg, 1921 als Ersten Kapellmeister an die BAYERISCHE STAATSOPER neben BRUNO WALTER und HANS KNAPPERTSBUSCH, und schließlich nach Wien. 1933 ging HEGER an die BERLINER STAATSOPER, ab 1950 wirkte er wieder in München als 1. Staatskapellmeister an der BAYERISCHEN STAATSOPER. Von 1925 - 33 und 1935 und 1953 dirigierte er als ständiger Gast am COVENT GARDEN. Von 1950 - 1954 war er Leiter der MÜNCHNER HOCHSCHULE FÜR MUSIK.


    ROBERT HEGER war ein bedeutender STRAUSS- und WAGNER-Dirigent, und besonders gut lagen ihm romantische Opern von LORTZING und CARL MARIA VON WEBER, von denen er großartige Aufnahmen und Aufführungen in meist hochkarätiger Sängerbesetzung realisierte.


    Als kleine aber feine Erinnerung an ihn möge hier ein kleiner Ausschnitt aus dem "Rosenkavalier" von einer Einspielung aus dem Jahr 1933 in Wien mit den WIENER PHILHARMONIKERN und der unvergessenen LOTTE LEHMANN Erwähnung finden: "Da geht er hin", aus dem 1. Akt.



    wok

    Antonio Salieri,     italienischer Komponist, Kapellmeister und Musikpädagoe, * 18. 8. 1750 - + 7. 5. 1825 --- 269. Geburtstag

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    Mit dem Namen ANTONIO SALIERI verbindet man heute fast ausschließlich einen Komponisten von Opern, worauf auch in der Tat der Schwerpunkt seines Schaffens lag. Dennoch hat SALIERI auch herrliche Instrumentalwerke komponiert, an die man sich inzwischen nun ebenfalls erinnert. Alfred hat kürzllich bereits auf die beiden Klavierkonzerte aufmerksam gemacht.


    Als kleines Beispiel möchte ich nur sein doch schon recht bekanntes Concerto für Flöte, Oboe und Orchester C-Dur erwähnen, dessen Schönheit und Wert als einer der ersten Dirigenten JÖRG FÄRBER erkannte, und das er bei "turnabout" mit seinem vorzüglichen WÜRTTEMBERISCHEN KAMMERORCHESTER und seinen ganz hervorragenden Solisten ROBERT DOHN , Flöte, und ALFRED SOUS, Oboe, 1969 einspielte. Wer die Musik SALIERIs liebt und schätzt, dem sollte dieses Werk in seiner Sammlung nicht fehlen, zumal in einer so erstklassigen Einspielung, die man aber vermutlich nur noch gebraucht als LP erstehen kann. !


    Zu den ausgezeichneten Solisten: ROBERT DOHN studierte Flöte, Klavier und Komposition in Mainz. Bereits 1959 wurde er Solo-Flötist des Württembergischen Staatsorchesters. 1983 wurde er erster Solo-Flötist des RADIO SYMPHONIE-ORCHESTERS STUTTGART. Er war Professor an der MUSIKHOCHSCHULE STUTTART. und war Herausgeber der "Orchesterstudien für Flöte".


    ALFRED SOUS studierte bei dem berühmten HELMUT WINSCHERMANN. 1952 wurde er Solooboist beim RADIO--SINFONIE-ORCHESTER DES HESSISCHEN RUNDFUNKS. Ferner war er Mitglied der CAPPELLA COLONIENSIS und des BAYREUTHER FESTSPIELORCHESTERS: Er war Professor an der HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND DARSTELLENDE KUNST FRANKFURT/MAIN für das Fach Oboe. Er veröffentlichte Werke über die Geschichte des BAYREUTHER FESTSPIELORCHESTERS und des RADIO-SINFONIE-ORCHESTERS FRANKFURT. Er war auch Komponist - gab eine "Neue Oboenschule" heraus, war Autor und schrieb Krimis.


    Concerto In C Major For Flute, Oboe & Orchestra / Concertante In G Major For 2 Flutes & Orchestra / Concerto In G Major For Flute, Strings & Continuo (Vinyl, LP, Stereo) Plattencover


    wok






    Nach sieben Jahren Kriegsgefangenschaft, wo er „Intendant“ einer Lager-Theatergruppe war, beendete er sein Musikstudium bei Winschermann. Sein erstesEngagement war in Darmstadt. Danach, 1952, ging er als Solooboist nach Frankfurt zum Radio-Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks. Außerdem war er Mitglied der Cappella Coloniensis und des Bayreuther Festspielorchesters. Sous war Professor an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main für das Fach Oboe. Er veröffentlichte Werke über die Geschichte des Bayreuther Festspielorchesters sowie des RADIO-SINFONIE-ORCHESTERS FRANKFURT. Er war auch Autor und schrieb Krimis.



    Zum 75. Geburtstag von JEAN-BERNARD POMMIER auch meinerseits nachträglich meinen herzlichsten Glückwunsch. Ich wurde auf diesen Pianisten bereits 1970 durch sein wunderbares MOZART-Spiel aufmerksam.


    JEAN-BERNARD POMMIER konnte bereits mit 4 Jahren eine MOZART-Sonate spielen und erhielt ersten Klavierunterricht von MINA KOSLOFF. Mit 7 Jahren hatte er schon seinen ersten öffentlichen Auftritt. Der berühmte Pianist YVES NAT wurde auf ihn aufmerksam und förderte ihn. Am PARISER CONSERVATOIRE sorgten PIERRE SANCAN und der Dirigent EUGÈNE BIGOT für seine weitere Ausbildung. Mit 16 Jahren gewann er beim Berliner Wettbewerb "Jeunesses musicales" den 1. Preis. 1 Jahr später setzte er seine Studien bei EUGÈNE ISTOMIN fort. Nach seiner Finalisten-Teilnahme beim TSCHAIKOWSKY-Wettbewerb wurde KARAJAN auf ihn aufmerksam und gab mit ihm 1971 in Salzburg, und 1972 in Berlin ein Konzert. Anschließend spielte er mit CASALS in Puerto Rico. 1973 debütierte er in den USA und spielte mit den NEW YORKER PHILHARMONIKERN und dem CHICAGO SYMPHONY ORCHESTRA. Er spielte mit so großen Künstlern wie STERN, PERLMAN, ZUKERMAN, FERRAS, LEONARD ROSE, ALEXANDER SCHNEIDER, RAMPAL, TORTELIER, BOURGUE, dem GUARNERI- und dem VERMEER QARTETT, und er gab Meisterkurse in Chicago, London, Lausanne und Melbourne, Tokio und noch anderen wichtigen Musikzentren.

    Ab 1980 begann er verstärkt zu dirigieren, vor allem mit der NORTHERN SINFONIA.



    Ob JEAN-BERNARD POMMIER nun MOZART - BEETHOVEN - SCHUMANN - CHOPIN - BACH oder DEBUSSY interpretiert, sein virtuoses Spiel ist stets von äußerster Klarheit und Ungekünsteltheit gekennzeichnet, es ist je nach Werk variabel und nuanciert, schwungvoll und vorwärtsdrängend.


    Ab 1986 war er Juror u. a. beim WILHELM KEMPFF-Wettbewerb.


    Ganz besonders liebe ich seine Einspielung von MOZART's Konzert für 2 Klaviere und Orchester KV 365 mit dem ORECHSTRE LAMOUREUX unter der sensiblen Leitung von DIMITRI CHOROFAS. Dieses Konzert spielt er mit seinem Lehrer, dem renommierten Pianisten und Pädagogen PIERRE SANCAN. Diese wunderbare Aufnahme dürfte zu einer der besten dieses Werkes zählen, und der hoch eingeschätzten Einspielung durch ROBERT UND GABY CASADESUS zumindest ebenbürtig sein.


    JEAN-BERNARD POMMIER ist auch einer der 3 Solisten in MOZART's Konzert für 3 Klavier und Orchester KV 242 mit dem gleichen Orchester unter der Stabführung von DIMITRI CHOROFAS. Sein Lehrer PIERRE SANCAN und die exzellente CATHERINE SILIE, ebenfalls eine Schülerin von SANCAN, sind die beiden anderen Solisten dieser fabelhaften Einspielung.




    MOZART Konzerte für 2 & 3 Klaviere - SAMCAN POMMIER SILIE - CHOROFAS - NM-


    wok

    Lieber Willi,


    Ja, Du hast schon recht, aber ich habe zu so vielen Namen, die Du täglich meldest, ein besonderes Verhältnis und würde mich gerne zu diesen noch etwas mehr äußern, doch läßt es meine Zeit einfach nicht zu, diese immer sofort zu kommentieren. Deshalb frage ich mich ja auch schon die ganze Zeit, wie Du dieses enorme Pensum, das Du allein in diesem Forum leistest, überhaupt bewältigen kannst. Bei mir wird es ja schon mit dem Schlafengehen jeden Tag später, doch gibt es eben auch noch viele andere Arbeiten und Aufgaben, die von mir erledigt werden müssen.


    Nun, ich werde mich bemühen, nicht mehr soviel Zeit mit meinen Zusatzbeiträgen verstreichen zu lassen, und kann dann eben auch nur noch wenige Namen mit Ergänzungskommentaren versehen. Aber selbst dann wird es mir nicht möglich sein, immer noch am gleichen Tag einen Ergänzungsbericht zu schreiben..


    Viele Grüße

    wok

    Organistin:


    Marie Claire Alain,     französische Organistin und Musikpädagogin, * 10. 8. 1926 - + 26. 2. 2013 --- 93. Geburtstag

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    Marie CLAIRE-ALAIN war die erste, die bei ERATO das gesamte Orgelwerk BACHs auf 25 LPs einspielte. Sie erhielt dafür 1968 den GRAND PRIX der ACADÉMIE DU DISQUE FRANCAIS. In der Folge spielte sie BACH's Gesamtwerk noch zweimal auf Schallplatte ein. Ferner nahm sie auch eine Gesamtaufnahme des Orgelwerks von BUXTEHUDE vor, für die sie den GRAND PRIX der "ACADÉMIE CHARLES GROS" erhielt. Allein schon dies eine unglaubliche Lebensleistung. Es gibt fast kein bekanntes Orgelwerk, das sie nicht gespielt hätte, inklusive romantische Werke, insbesondere CÉSAR FRANCK. Sie war DUPRÉ-Schülerin; und war mit einer überragenden Spielbegabung ausgestattet; und konnte auch noch eine stupende Technik aufweisen. Ihr Spiel zeichnet sich durch kräftige, klare Farben, durch eine relativ kühle, zügige Darstellung aus, wobei sie immer wieder durch ihre rhythmische Präzision besticht. Sie wurde mit 20 Grands Prix du Disque ausgezeichnet, und ihr Spiel wurde auf zahlreichen Auslandstourneen bewundert. In den USA, wo sie mit der Doktorwürde der Universitäten von Colorado und Texas ausgezeichnet wurde, nannte man sie "The first Lady of the Organ".


    MARIE CLAIRE-ALAIN war auch eine gesuchte Pädagogin, und viele ihrer Schüler wurden ebenfalls bekannte Organisten/innen.


    Besonders hörenswert erscheint mir ihre Wiedergabe der BUXTEHUDE-Toccaten.



    wok






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    wok

    Hans von Benda,    deutscher Dirigent, Musikredakteur und Offizier, * 22. 11. 1888 - + 13. 8. 1972 -- 47. Todestag

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    Von den zahlreichen Schallplatteneinspielungen, die HANS VON BENDA u. a mit den BERLINER PHILHARMONIKERN realisierte, ist seine Aufnahme von "Der Dorfjahrmarkt", eine neckische Operette komponiert von seinem berühmten Vorfahr GEORG ANTON BENDA, die er 1968 in Prag für die Plattenaufnahme dirigierte, wohl noch am ehesten in Erinnerung geblieben.

    Auch mit dem von ihm 1952 gegründeten BERLINER KAMMERORCHESTER, das sich aus Musikern des RIAS- SYMPHONIE-ORCHESTERS zusammensetzte, und das er längre Zeit leitete, führte er zahlreiche internationale Reisen durch. Von 1954 bis 1958 war er auch Leiter der Abteilung Musik am Sender Freies Berlin. 1958 wurde er mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik ausgezeichnet.


    Von ihm und den BERLINER PHILHARMONIKERN besitze ich eine äußerst hörenswerte Einspielung der Sinfonia D-dur für 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Hörner, Streicher und b.c. komponiert von FRIEDRICH DEM GROSSEN; mit dem exzellenten Flötisten KARL-HEINZ ZÖLLER.


    Potsdam - Am Hofe Friedrichs des Großen - Carl Heinrich Graun, Johann Joachim Quantz, Carl Philipp Emanuel Bach, Friedrich der Große [Vinyl LP record] [Schallplatte]


    Potsdam - Am Hofe Friedrichs des Großen - Carl Heinrich Graun, Johann Joachim Quantz, Carl Philipp Emanuel Bach, Friedrich der Große [Vinyl LP record] [Schallplatte]

    von Hans von Benda und Berliner Philharmoniker, Hans von Benda,


    wok

    Agnes Giebel,     deutsche Sopranistin, * 10. 8. 1926 - + 24. 4. 2017 --- 93. Geburtstag

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    AGNES GIEBEL zählte für mich neben MARGA HÖFFGEN, ELLY AMELING, PILAR LORENGAR und ADELE STOLTE zu jenen Sängerinnen, die mir für geistliche Musik am nachhaltigsten in Erinnerung bleiben. Ihr leuchtender Sopran, ihre Stimmkultur, ihr Stilgefühl, ihre schlanke, mühelose, innige Darstellung der von ihr interpretierten Werke; nehmen unmittelbar für sich ein. Zudem war sie eine äußerst sympathische, liebenswerte Erscheinung, die auch stets durch ihren Vortrag bestach. Bereits in den 50er Jahren war sie eine der ganz großen BACH-Interpretinnen, und man konnte sie häufig im Rundfunk mit ihrer schon fast überirdischen Stimme mit BACH-Kantaten und Oratorien hören. In der Folge entstanden dann auch viele Schallplattenaufnahmen mit ihr. Ganz besonders schätze ich ihren Part im Weihnachtsoratorium von BACH, neben ihren kongenialen hochkarätigen Gesangskollegen DIETRICH FISCHER-DIESKAU und JOSEF TRAXEL, nicht zuletzt MARGA HÖFFGEN, mit dem GEWANDHAUSORCHESTER LEIPZIG unter KURT THOMAS.

    Hörenswert ist auch ihre Mitwirkung in KARL FORSTER's Aufnahme der Missa brevis Nr. 8 (Spatzenmesse) von MOZART, wo sie neben zwei weiteren von mir sehr geschätzten Sängern, nämlich JOSEF TRAXEL und MARGA HÖFFGEN, wie auch KARL CHRISTIAN KOHN als Solistin zu hören ist. Mit ihr gibt es auch wunderbare Aufnahmen der Matthäus- und Johannes-Passion von BACH; HAYDN's Schöpfung, BEETHOVEN's Missa Solemnis, BRAHMS' Deutsches Requiem, BRUCKNER's Requiem. Nicht zuletzt sang sie auch Lieder, vor allem von SCHUBERT.


    AGNES GIEBEL ist ähnlich wie MARGA HÖFFGEN und ADELE STOLTE nie auf der Bühne aufgetreten, im Rundfunk und auch auf Schallplatten hat sie jedoch auch Opernpartien gesungen. In fast allen Aufnahmen besticht sie durch die Reinheit ihrer Stimme, die Klarheit ihrer Diktion, und ihre feinsinnige Ausdruckskunst.



    wok

    Hallo Willi,


    Eine so ausführliche Besprechung einer einzigen Aufnahme zu machen - und allein schon zu schreiben - ist ja schon eine fast unmenschliche Arbeit! Und dazu noch die zahlreichen täglichen Erinnerungen an Verstorbene und Geburtstag-Glückwünsche an lebende Musiker!! Wann machst Du das bloß alles, lieber Willi?? Du besuchst ja auch noch Konzerte und hast Auftritte mit dem Chor! Dein Pensum und Dein Engagement für die Musik ist wirklich bewundernswert! Ich muß schon zusehen, daß ich Zeit finde - meist nachts, um Deine Berichte in Ruhe zu lesen, was jedes Mal wieder spannend ist. NAMI EJIRI kommt ja bei Deiner Besprechung noch besser weg als so mancher berühmte Name! So werde ich mich auch mit dieser Pianistin einmal genauer beschäftigen müssen. Ich hörte sie schon einmal kurz mit CHOPIN und SCHUBERT's Impromptu op. 90 Nr 3, und dabei fällt mir schon einmal ihr unglaublich gefühlvolles, introvertiertes Spiel auf. Eine tolle Persönlichkeit!


    Deinen Bericht werde ich etwas später genau studieren.


    Viele Grüße, und mein ganz großes Kompliment zu Deiner Leistung!

    wok


    PS Vielleicht kommst Du ja auch irgend wann auch einmal zu der Besprechung von FRIEDRICH WÜHRER's Einspielung! Aber der Buchstabe "W" kommt bekanntlich ganz am Schluß!


    BORIS PERGAMENSCHIKOW erlebte ich Ende der 80er Jahre in einem Konzert in Weiden mit HAYDN's Cellokonzert op. 101, und es zeigte sich ein Künstler von grandiosem Format, der die Zuhörerschaft mit seinem Spiel zu nicht enden wollendem Applaus brachte. Sein früher Tod mit nur 55 Jahren am 03. 04. 2004 war dann auch ein Schock für jeden, der jemals mit ihm oder seiner Kunst in Berührung gekommen war.


    Der in St. Petersburg geborene Cellist begann bereits im Alter von nur 6 Jahren am Konservatorium seiner Heimatstadt mit dem Studium von Komposition und Cello. Bereits 1970 gewann er einen ersten nationalen Preis in Moskau, 4 Jahre später errang er den begehrten 1. Preis beim 5. Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau. Eine steile Karriere als Solist und Kammermusiker (mit GIDON KREMER beim Kammermusik-Festival in Lockenhaus) ) erschloß sich ihm in der Folge. 1977 emigrierte er mit seiner Familie in den Westen und nahm eine Professur an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln an. 1982 gab er mit großem Erfolg sein Debüt in den USA. Ab 1987 unterrichtete er an der Musikakademie in Basel. Ab 1998 hatte er einen Lehrstuhl an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin inne.


    Seit 1974 spielte er auf einer Montagnana aus dem Jahr 1735.


    wok

    Es wurde in diesem Thread davon berichtet, daß zumindest eine Frau PLACIDO DOMINGO penetrant nachgereist ist, um sich ihm sexuell anzubieten, was ihr dann offenbar auch gelungen ist. Da muß ich mich dann aber auch einmal fragen, was sind dies bloß für "Damen", die einem berühmten großen Künstler - und noch dazu einem in sehr fortgeschrittenen Alter - nachreisen, nicht aus reiner Bewunderung seiner Kunst oder auch Verehrung seiner Persönlichkeit, sondern aus niedrigen Instinkten gleich welcher Art, und kalkulierten Absichten! Und solche Frauen scheint es heutzutage wohl etliche zu geben. Ein solches Verhalten schätze ich verwerflicher ein als wenn ein Mensch solcher Aufdringlichkeit nachgibt oder diese am Ende auch gerne annimmt. Es ist meiner Meinung nach deshalb an dieser Stelle durchaus angebracht, sich einmal über die heutige Moral einiger Damen - um nicht zu sagen unserer Damenwelt - Gedanken zu machen.


    wok

    Ja lieber wok, siehe hier!


    LG Fiesco

    Lieber Fiesco,


    Danke für Deine Information, daß es tatsächlich einen Flötisten ADOLF SCHERBAUM gibt, der offenbar mit unserem berühmten Trompeter nicht verwandt ist. Welch eine Koinzidenz! Ein Trompeter und ein Flötist beide gleichen Namens! Ich muß gestehen, daß ich von diesem noch nie gehört habe. So lernt man auf diese Weise immer wieder neu dazu.


    Lieber Willi,


    Pardon, daß ich die Richtigkeit Deiner Geburtstagsmeldung über ADOLF SCHERBAUM angezweifelt habe! Wie gesagt, ich habe tatsächlich noch nie etwas über den Flötisten ADOLF SCHERBAUM gehört und bin so durch Dich um eine neue Kenntnis reicher. Es hätte mich auch gewundert, wenn Du mit Deiner Meldung so daneben gelegen hättest. Es paßt also alles.


    Viele Grüße

    wok

    Lieber Willi,


    Schön, daß Du auch an ADOLF SCHERBAUM denkst. Aber irgend etwas stimmt hier nicht. SCHERBAUM war doch ein Trompeter und kein Flötist, und auch das Geburtsdatum müßte ja 23.08.1909 heißen. Oder gibt es evtl. auch einen Flötisten ADOLF SCHERBAUM? Wäre mir aber neu. Bitte doch mal überprüfen.


    Viele Grüße

    wok

    Lieber Holger,


    Vielen Dank für den Hinweis und die Einstellung dieses Films von Bechstein über Bechstein.

    Höchst interessant, und ich finde die Darstellung eigentlich nicht als zu kitschig, sondern eher sachlich-instruktiv, wobei man natürlich bezüglich der Tugenden der Bechstein-Flügel schon ziemlich starke Pinselstriche benutzt und auch kleinste Details als Qualitätsplus herausstellt. Die Stimme des Sprechers finde ich sehr angenehm, und vom werbetechnischen Aspekt her gesehen ist das Ganze doch recht geschickt und nicht unsympathisch aufgezogen.


    Dies ändert aber leider nicht viel an meiner Vermutung und Befürchtung, daß die Verwendung von Bechstein-Flügeln im heutigen Konzertbetrieb durch große Pianisten wohl eher die Ausnahme ist, ganz im Gegensatz zu den Verhältnissen vor dem Krieg. Gegen den Steinway anzukommen, hat es wohl heute jedes Fabrikat sehr schwer, und die noch besten Absatzmärkte für Bechstein bieten sich wohl noch am ehesten in Asien.


    Viele Grüße

    wokl

    Anshel Brusilow,     amerikanischer Dirigent und Geiger, * 14. 8. 1918 - + 15. 1. 2018 --- 101. Geburtstag

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    Sehr gerne erinnere ich mich an den 101. Geburtstag von ANSHEL BRUSILOW, dem in Europa leider wenig bekannt gewordenen amerikanischen Dirigenten. Vielen Dank, lieber Willi, für dieses wunderbare Foto, das ich bisher noch nicht kannte.


    ANSHEL BRUSILOW wurde am 14. 08. 1928 in Philadelphia geboren und hatte russisch-jüdische Eltern. Er studierte zunächst bei EFREM ZIMBALIST Violine, trat schon mit 5 Jahren auf und wurde dann, mit einem Preis ausgezeichnet, 1944 der jüngste Assistent von PIERRE MONTEUX, mit dem er 10 Jahre lang arbeitete. Unter ORMANDY's Leitung debütierte er dann als Solist mit dem PHILADELPHIA ORCHESTRA. 1955 wurde er Konzertmeister beim CLEVELAND ORCHESTRA unter GEORGE SZELL, und 1959 Konzertmeister des PHILADELPHIA ORCHESTRA unter ORMANDY. 1961 gründete er das PHILADELPHIA CHAMBER ORCHESTRA, und von 1966 - 1968 leitete er dann diese CHAMBER SYMPHONY OF PHILDELPHIA. 1970 - 1973 war er leitender Direktor und Dirigent des DALLAS SYMPHONY ORCHESTRA. ANSHEL BRUSILOW starb am 15.01.2018


    Bereits 1971 wurde ich auf diesen Dirigenten aufmerksam durch seine mitreißende Einspielung mit seiner großartig aufspielenden CHAMBER SYMPHONY OF PHILADELPHIA von TSCHAIKOWSKYs "Mozartiana-Suite" erschienen bei RCA Victor, die ich mir damals extra aus den USA kommen ließ. Diese LP enthält auch noch TSCHAIKOWSKYs Andante Cantabile op. 11, und ARENSKYs "Variationen über eine Thema von Tschaikowsky" op. 35 A.


    ANSHEL BRUSILOW erhielt übrigens auch den Kritikerstern von FONO FORUM für seine RCA-Aufnahme von RAVEL's "Le tombeau de Couperin", IBERT's "Capriccio" und FRANCAIX's "Sérénade".


    Pyotr Ilyich Tchaikovsky, Anton Stepanovich Arensky, Chamber Symphony Of Philadelphia, Anshel Brusilow ‎– Tchaikovsky— Suite No. 4 “Mozartiana” / Andante Cantabile (from Op. 11) - Arensky— Variations On A Theme Of Tchaikovsky, 0p. 35a

    Jahr:
    1968



    wok

    Hallo Wolfgang,


    Danke für Deinen ergänzenden Kommentar zu dieser Einspielung. In der Tat kam zuletzt die große Orchesterleistung unter dem vorzüglichen Dirigat von VLADIMIR GOLSCHMANN durch unsere starke Konzentration auf den Pianisten GLENN GOULD etwas zu kurz. Auch ist das ausgezeichnete Zusammenspiel zwischen dem Solisten und dem Orchester besonders hervorzuheben.


    Viele Grüße, und noch einen erholsamen Urlaub!


    wok

    Hallo Willi,


    Diesen Einwand habe ich erst heute entdeckt. Natürlich ist mir bekannt, daß BECHSTEIN-Flügel weiter produziert werden, denn ich interessiere mich weiter für dieses Unternehmen und dessen Entwickllung.. (Danke für Deine aktuelle Information in Beitrag 147), doch meinte ich mit diesem Satz, daß die GUTEN, oder auch BESTEN Zeiten von einst, als der BECHSTEIN vor dem Krieg noch der meistgespielte Konzertflügel war, vorbei sind. Und nach meinem Kenntnisstand genießen die nach dem Krieg hergestellten Konzertflügel auch nicht mir das große Renommee von einst, und sind auch kaum noch in den Konzertsälen anzutreffen. Insofern war meine Feststellung in Beitrag 146 wohl etwas unpräzise und mißverständlich. Wenn Du diese Präzisierung für wichtig hältst, oder gar diesen Satz weglassen würdest, so überlasse ich diese Änderung gerne Dir.


    Viele Grüße

    wok

    Lieber Nemorino,


    Ja, es geht oft so, daß wenn man ein Werk mit einem bestimmten Interpreten kennen und lieben gelernt hat, es dann andere Interpretationen etwas schwer haben, daneben im Vergleich zu bestehen. Und zwischen dem Spiel des jungen ESCHENBACH und dem des ausgesprochenen BACH-Interpreten GLENN GOULD bestehen doch deutliche Unterschiede, wobei man sich aber in diesem Fall sicher für beide Varianten erwärmen, ja begeistern kann.


    Obwohl heute in der Tat der Name CHRISTOPH ESCHENBACH wohl für die meisten Klassik-Liebhaber mit dem des Dirigenten ESCHENBACH verbunden wird - und es ist höchst bemerkenswert, wie sich der adoptierte Vollwaise zu einem doch bedeutenden Dirigenten hochgearbeitet hat - habe auch ich ihn immer noch als großartigen Pianisten - vor allem der Werke MOZARTs in Erinnerung. Ich erlebte den noch ganz jungen CHRISTOPH ESCHENBACH wohl 1963 bei einem MOZART-Rezital in Würzburg, und ich fand erst kürzlich wieder meine Steno-Notiz über meine Eindrucke zu diesem Konzert, wonach diesem Pianisten wohl eine große Karriere bevorstehen dürfte. Erst danach erfuhr ich dann, daß er als 10-Jähriger beim Hamburger Steinway-Wettbewerb den 1. Preis gewonnen hatte, und 1962 mit dem Internationalen ARD-Musikpreis ausgezeichnet wurde. Drei Jahre später gewann der dann sogar den erstmals ausgetragenen "CLARA-HASKIL-Wettbewerb"!! HERBERT VON KARAJAN erkannte das pianistische Talent frühzeitig und förderte ihn, ähnlich wie GEROGE SZELL. 1970 präsentierte ihn KARAJAN bei den SALZBURGER FESTSPIELEN mit MOZART's Klavierkonzert KV 488. Er spielte dann als Solist mit großen Orchestern unter namhaften Dirigenten und erntete auch als solcher große Erfolge. In dieser Zeit machte er sich dann auch einen Namen als höchst kompetenter Interpret - zusammen mit JUSTUS FRANTZ- von 4-händiiger Klaviermusik, vor allem von MOZART - auch von Konzerten für mehrere Klaviere. Auch begleitete er u. a. DiIETRICH FISCHER-DIESKAU am Klavier. Dennoch entschied er sich dann - zum großen Bedauern vieler Anhänger von ihm als Pianist - für die Karriere als Dirigent, obwohl er immer wieder auch einmal pianistisch auftritt.


    Sein Spiel als Pianist ist eigentlich zeitlos, klar, natürlich, jugendlich-frisch, sensibel und pianistisch immer auf höchstem Niveau

    So ist auch seine frühe Einspielung von MOZART's Klaviersonaten KV 330 und 331, sowie der Rondos KV 485 und 511 für mich das absolute Nonplusultra. Nie wieder habe ich diese Sonaten so wunderbar schlicht, ungekünstelt, so unverzärtelt, mit so feiner Phrasierungs- und Anschlagkunst gehört, wie man sich deren Wiedergabe aus der Feder des noch jungen unbeschwerten MOZART vorstellt.

    Doch ich muß hier meiner Begeisterung über das Spiel ESCHENBACHs als Pianist Einhalt gebieten, denn es geht hier ja um BEETHOVEN's Klavierkonzert!



    In die WÜHRER-Aufnahme von BEETHOVEN's 1. Klavierkonzert solltest Du doch einmal hineinhören, es lohnt sich, denn WÜHRER war nicht nur ein wunderbarer SCHUBERT-Interpret, sondern auch dieses Klavierkonzert spielt er sicher auch nach Deinem Gechmack. (siehe meinen youtube-link)


    Viele Grüße

    wok

    Lieber Nemorino,


    Vielen Dank für Deinen Kommentar zu der GOULD/GOLSCHMANN-Einspielung, der mich schon etwas überrascht. Aber man kann natürlich nicht immer in allen Punkten übereinstimmen. Über die von GOULD gespielte ungewohnte Kadenz kann man gewiiß streiten, doch finde ich seine Deutung dieses Konzertes durchaus schlüssig und seine Spieltechnik ohnehin genial. Da ich auf Grund Deiner recht negativen Meinung nun doch etwas an der meinen zweifeln muß, habe ich mir nun einmal einige andere Meinungen in diesem Forum angesehen und festgestellt, daß diese überwiegend ebenfalls von der GOULD/GOLSCHMANN-Einspielung sehr angetan sind.


    So hält Johannes Roehl diese Aufnahme (wie auch die des 2. Klavierkonzertes) für die beste Konzertaufnahme GOULDs. Und teleton äußerte sich dazu wie folgt: "Eine Aufnahme, die orchestral und pianistisch mit richtig grosser Klasse ist die mit Gould / Golschmann (SONY, 1958). ...... Es gibt keine Aufnahme des Klavierkonzertes Nr.1, die nicht nur pianistisch ausgefeilt ist, sondern auch orchestral so zupackend ist und auch meine geliebten Paukenstellen so prägnant rüber bringen".

    Und Willi schrieb gar: "Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch einmal eine Aufnahme Glenn Goulds so bejubeln würde wie dieses Konzert".


    So unterschiedlich sind nun einmal die Ansichten, und jeder hat bestimmt gute Argumente für seine Sichtweise.


    Die Aufnahme GIESEKNG/KUBELIK ist natürlich auch über alle Zweifel erhaben. Bei GIESEKING weiß man nicht, was man mehr bewundern soll: seine kühle Klarheit, die aber gleichzeitig ein Wohlfühlgefühl verbreitet, sein müheloses, von seltenem Ebenmaß geprägtes Passagenspiel, oder seine außergewöhnliche Fähigkeit der dynamischen Abstufungen.


    GIESEKING war ja besonders für seine DEBUSSY-Interpretationen berühmt, aber ob BACH; SCHUMANN, SCHUBERT, MOZART, BEETHOVEN, RACHMANINOW, BRAHMS oder GRIEG, er beherrschte dieses große Repertoire verschiedenster Musikrichtungen stets auf höchstem Niveau. Ganz besonders gefällt er mir mit SCHUBERT's Impromptus.


    Viele Grüße

    wök

    Lieber Holger,


    Vielen herzlichen Dank für diesen Hinweis. Ich wußte, daß es diese CD-gibt, hatte diese Referenz aber für meinen Beitrag nicht gleich gefunden.

    Es freut mich ganz besonders, daß Dich diese Aufnahme von BEETHOVEN's 1. Klavierkonzert mit FRIEDRICH WÜHRER beim kurzen Reinhören überzeugt, und ich bin sicher, daß sich dieser positive Eindruck auch nicht ändern würde, wenn Du die ganze Aufnahme hörst.


    Viele Grüße

    wok

    Es gibt so viele wunderbare Aufnahmen gerade von BEETHOVEN's Klavierkonzert Nr. 1, die z. T. hier auch schon genannt wurden. Ich möchte gerne noch auf drei weitere äußerst hörenswerte Einspielungen hinweisen, die - sofern ich diese nicht übersehen habe - noch keine Erwähnung fanden:


    - die Aufnahme durch GLENN GOULD mit dem COLUMBIA SYMPHONY ORCHESTRA unter VLADIMIR GOLSCHMANN - die meiner Meinung nach wohl gelungenste Interpretation eines BEETHOVEN-Werkes durch GLENN GOULD! Da gibt es kaum etwas auszusetzen.



    - Die Aufnahme mit WILHELM BACKHAUS und den WIENER PHILHARMONIKERN unter HANS SCHMIDT-ISSERSTEDT



    - Die alte mono-Aufnahme mit dem großartigen BEETHOVEN- und SCHUBERT- Interpreten FRIEDRICH WÜHRER und dem PRO MUSICA-SYMOPHONIE-ORCHESTER WIEN unter HANS SWAROWSKY, die selbst in mono immer noch für sich einnimmt.



    wok

    :thumbup:Lieber Wok, klar! Bechstein war vor 1945 der verbreitetste Flügel. Nach dem 2. Weltkrieg, als die Fabrik in Schutt und Asche lag, hat Steinway die Lücke dann genutzt. Das ist ein wunderbares Instrument - die Firma war leider immer wieder in finanziellen Schwierigkeiten. Ich bin gar nicht auf dem Laufenden, wem sie jetzt gehört. Ich kann demnächst mal einige exemplarische Bechstein-Aufnahmen besprechen oder zumindest auf sie hinweisen!


    Schöne Grüße

    Holger

    Lieber Holger,


    Vielen Dank für Deinen Kommentar zu BECHSTEIN. Zunächst muß ich einen Fehler in meinem Beitrag korrigieren! Der Flügel, den ich besitze, ist natürlich von 1907 und nicht von 2007 - ein großer Unterschied! Man soll einfach so spät keine Berichte mehr schreiben!


    Heute sind natürlich die Zeiten von BECHSTEIN vorbei, wie schade! Deine Besprechung von exemplarischen BECHSTEIN-Aufnahmen würde mich natürlich sehr interessieren! Aber mache Dir damit nicht soviel Arbeit!


    Viele Grüße


    wok

    Etwas erstaunlich, daß hier bei den letzten Beiträgen von BECHSTEIN als Alternative zu Steinway kaum die Rede ist. Zumindest vor dem Krieg war BECHSTEIN der meistgespielte Konzertflügel. Ich besitze selbst einen Bechstein-Flügel aus dem Jahr 2007 und bin von dessen Qualitäten überzeugt. Der BECHSTEIN--Klang gilt allgemein als weich bis silbern, klar, und die Mechanik wird z. B. von dem Klavierexperten JÖRG DEMUS als "sehr weich und sensibel " beschrieben.


    FURTWÄNGLER, BACKHAUS, GIESEKING, KEMPFF, GODOWSKY, ARRAU, CELIBIDACHE, NIKOLAJEWA, RUBINSTEIN, DEMUS, BERNSTEIN, PENDERECKI, S. RICHTER, FRANTZ, KATSARIS und andere äußerten sich z. T. begeistert über die Qualitäten des BECHSTEIN, und ARTURO BENEDETTI MICHELANGELI, der als schon fast übertrieben instrumenten-krtisch galt, spielte u. a. auch auf einem BECHSTEIN. DIe bekanntesten Pianistenen, die wohl überwiegend auf BECHSTEIN spielten, waren WILHELM BACKHAUS undl JORGE BOLET. BACKHAUS äußerte: "Mit Freuden bekenne ich mich als begeisterter Anhänger der herrlichen BECHSTEIN-Flügels", und BOLET ging sogar noch weiter und sagte: "Nach meiner Meinung ist der BECHSTEIN von so überlegener Qualität , daß er keinen Konkurrenten hat. Die Mächtigkeit des Klanges gibt dem Pianisten ein unbegrenztes Reservoir für die größten Konzertsäle. Die Möglichkeit, den Ton des Instrumentes in allen Klangfarben zu variieren, macht es zu dem idealen Instrument für Konzerte der gesamten Klavierliteratur. Von ARRAU lautet ein Zitat: "Immer wieder mein ganzer Enthusiasmus für diese fabelhafte Instrument" TATJANA NIKOLAJEWA sagte: "Die BECHSTEIN Instrumente harmonisieren mehr als andere mit meinem künstlerischem Gefühl". Zitat von JÖRG DEMUS: "Im BECHSTEINFLÜGEL verbinden sich die allerwichtigsten Vorzüge: Klarheit, Größe, und doch auch Weichheit des Tones mit einer wunderbar sensiblen Mechanik." Oder ARTUR SCHNABEL: BECHSTEIN ist die Erfüllung für Hand und Ohr". Und um noch weiter zurückzugreifen. FRANZ LISZT an BECHSTEIN: "Seit 28 Jahren habe ich nun Ihre Instrumente gespielt, und sie haben ihren Vorrang aufrecht erhalten" Oder HANS VON BÜLOW: "BECHSTEIN ist das für Pianisten, was Stradivarius und Amati für die Geiger". CLAUDE DEBUSSY: "Man sollte Klaviermusik nur für den BECHSTEIN schreiben". Und etwas aktueller soll auch der dänische Pianist JOHN DAMGAARD in diesem Zusammenhang zitiert werden: "Meines Erachtens schafft dieser Flügel die perfekte Synthese zwischen dem idealen "von damals" und dem Anschlag, den heutige Pianisten erwarten. Kurzum: Dieser BECHSTEIN-FLÜGEL ist der Traum eines jeden Pianisten."  


    wok

    REINHARD GOEBEL gilt mein ganz besonderer Glückwunsch - nachträglich! Mit ihm teile ich die Wertschätzung des Komponisten JOHANN CHRISTOPH VOGEL, für ihn der "Nürnberger MOZART" - gewissermaßen unser beider Geheimtipp! Ich tauschte mich mit ihm über diesen Komponisten schriftlich aus, und er war so freundlich, mir eine 98-seitige Doktorarbeit zu kopieren und zuzuschicken, die 1914 ein Arthur Vogler über JOHANN CHRISTOPH VOGEL geschrieben hatte!

    Konsequenterweise hatte REINHARD GOEBEL auch 2009 VOGEL's 3 Symphonien mit der BAYERISCHEN KAMMERPHILHARMONIE eingespielt, und zwar so mitreißend, daß meine Begeisterung für diesen Komponisten noch wuchs.



    Über REINHARD GOEBEL und sein musikalisches Schaffen gäbe es soviel zu berichten, daß es an dieser Stelle den Rahmen sprengen würde. Er war ja zunächst ein renommierter Geiger und Schüler von FRANZJOSEF MAIER,  EDUARD MELKUS, MARIE LEONHARDT und SASCHKO GAWRILOFF, mußte aber seine Karriere als Geiger 2006 wegen einer Lähmung in der linken Hand komplett aufgeben und konzentrierte sich dann auf die Dirigententätigkeit. 33 Jahre lang leitete er das Ensemble MUSICA ANTIQUA KÖLN und nahm bei der DGG Archiv-Produktion mit diesem Ensemble zahlreiche Werke des Barock und der Vorklassik auf. 2002 wurde REINHARD GOEBEL mit dem "Telemann-Preis" der Stadt Magdeburg. geehrt. 2017 ehrte ihn die Stadt Leipzig mit der "Bach-Medaille".

    2010 wurde REINHARD GOEBEL in Nachfolge von NIKOLAUS HARNONCOURT als Professor für historische Aufführungspraxis an das Mozarteum Salzburg berufen.


    Großartig auch seine Einspielung mit dem "CHORWERK RUHR" von TELEMANN's Grand Motet "Deus judicium tuum regi da" und "Der Tag des Gerichts".



    wok

    Gerald Moore,     englischer Pianist und Liedbegleiter, * 30. 7. 1899 - + 13. 3. 1987 ---   120. Geburtstag

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    Erinnerung an den 120. Geburtstag eines so großen Pianisten und Begleiters, das ist wirklich ein würdiger Gedenktag!

    Mit GERALD MOORE untrennbar verbunden ist der Name DIETRICH FISCHER-DIESKAU. Diesem kongenialen Duo verdanken wir so unzählige wunderbare Aufnahmen, vor allem die Gesamtaufnahme sämtlicher SCHUBERT-Lieder, eine bereits fast unmenschliche Lebensleistung, aber auch die Aufnahmen der BEETHOVEN-Lieder ("An die ferne Geliebte"!!), und auch seine Aufnahmen der SCHUMANN-Lieder bezeugen einen Klavierbegleiter von höchster pianistischer Kultur und sensibler Auffassungskraft. Für seine Aufnahmen mit FISCHER-DIESKAU erhielt er 1970 den DEUTSCHEN SCHALLPLATTENPREIS.


    GERALD MOORE machte sich aber auch einen Namen als Klavierbegleiter von Sängergrößen wie SCHALJAPIN, MC CORMACK, ERB, RETHBERG. Er begleitete auch BAILLIE, FLAGSTAD, HOTTER, CHRISTA LUDWIG, SCHIÖTZ, ELISABETH SCHUMANN, SEEFRIED, DAME TEYTE und noch andere.

    Am 20.01.1967 verabschiedete er sich in der LONDONER FESTIVAL HALL vom Konzert-Publikum mit einem Recital, bei dem z. T. Künstler mitwirkten, denen er am liebsten assistierte: VICTORIA DE LOS ANGELES, ELISABETH SCHWARZKOPF, DIETRICH FISCHER-DIESKAU. In all seinen Aufnahmen mit den verschiedensten Sängerpersönlichkeiten offenbarte er eine unvergleichliche Vielseitigkeit.



    wok


    • Dieses Gedenken an den 49. Todestag gilt einem ganz großen Meister des Taktstocks: GEORGE SZELL. Ihm verdanke ich eine ganze Reihe wunderbarer, referenzwürdiger Schallplattenaufnahmen. GEORGE SZELL galt zwar als perfektionswütig, was auch seine Orchestermitglieder häufig zu spüren bekamen, da er von diesen stets höchste Leistungen und größte Disziplin erwartete, doch nicht zuletzt deshalb wurde er auch mit seinem CLEVELAND ORCHESTRA zum Inbegriff von Orchesterkultur, Präzession und vorbildlicher Werktreue. Er konnte wunderbar satte Klangfarben generieren und auch großartig ausspielen. Kaum ein anderer Dirigent vermochte wohl mitteleuropäische Spielkultur und nordamerikanische Präzession so überzeugend zu verbinden.
    • Für folgende Aufnahmen mit ihm habe ich bisher kaum überzeugendere Interpretationen gefunden:


      BRAHMS Klavierkonzerts Nr. 1 mit dem grandios aufspielenden RUDOLF SERKIN:



      Das MOZART Klarinettenkonzert KV 622 mit ROBERT MARCELLUS als herausragenden Solisten



      MOZART's Divertimento für 2 Violinen, Viola, Baß, Flöte, Oboe, Fagott und 4 Hörner KV 131 mit erstklassigen Solisten wie MAURICE SHARP, Flöte, MARC LIFSCHEY, Oboe und George Goslee, Fagott

      MOZART's Sinfonia Concertante für Violine, Viola und Orchester KV 364 mit den beiden kongenialen Solisten RAFAEL DRUIAN, Violine und ABRAHAM SKERNICK,

      MOZART: Sinfonie Nr. 40 KV 550

      und MOZART: Sinfonie Nr. 41 KV 551:

      MOZART's wunderschöne Motette für Sopran, Streicher, Oboe und Horn, KV 165 mit der famosen Koloratur-Sopranistin JUDITH RASKIN, die 1962 mit der "Susanne" in Figaros Hochzeit an der MET ihr stark applaudiertes Debut gab.

      Diese wenigen Aufnahmen weisen GEORGE SZELL und sein CLEVELAND ORCHESTRA als brillanten MOZART-Interpreten aus, der eben nicht nur für Präzession und Werktreue, sondern auch für höchste Spielkultur steht, und zudem auch ein sicheres Gespür für die Musik MOZARTs besaß.


      wok





    KARLHEINZ ZÖLLER war einer der ganz großen deutschen Flötisten des vorigen Jahrhunderts. Gegen seine Meisterschaft hatte seine Konkurrenz einen schweren Stand, obwohl es noch eine ganze Reihe weiterer exzellenter deutscher Flötisten gab.

    Sein Studium begann er an den Musikhochschulen in Frankfurt und in Detmold bei dem berühmten KURT REDEL als Lehrer. Noch während der Ausbildung erspielte er den 1. Preis im "Wettbewerb für junge Solisten". Bereits mit 22 Jahren trat er als Solist und Kammermusiker auf. 1960 wurde er Solo-Flötist der BERLINER PHILHARMONIKER. Nach einem schweren Autounfall mußte er diese Stelle 1968 aufgeben. Nach einer erfolgreichen OP konnte er sich wieder an die Spitze zurückarbeiten und wurde 1976 erneut Solo-Flötist der BERLINER PHILHARMONIKER. Bis zu seinem Ruhestand 1993 behielt er diese Position inne.

    Auch HERBERT VON KARAJAN schätze seine herausragende Meisterschaft sehr und gab mit ihm Konzerte.


    KARLHEINZ ZÖLLER war ein großer Förderer der Neuen Musik. Mit ihm fand u. a. 1972 auch die Uraufführung von LIGETIs Doppelkonzert für Flöte, Oboe und Orchester statt.

    1964 hatte er das Ensemble "PHILHARMONISCHE SOLISTEN BERLIN" gegründet.

    Als Professor unterrichtete er an der HOCHSCHULE DER KÜNSTE BERLIN und an der ORCHESTER-AKADEMIE DER BERLINER PHILHARMONIKER. Er gab auch sehr begehrte Meisterkurse.

    1968 erhielt er den Deutschen Kritikerpreis.


    Ich schätze vor allem seine Mitwirkung an der Einspielung von BACH's "Kaffee-Kantate" BWV 211 und der "Bauern-Kantate" BWV 212, mit den BERLINER PHILHARMONIKERN unter KARL FORSTER, mit den exzellenten Gesangssolisten LISA OTTO, JOSEF TEAXEL und DIETRICH FISCHER-DIESKAU; wo man ihn mit Flöten-Soli vom Feinsten bewundern kann, und auch in der SINFONIA in D-Dur für 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Hörner, Streicher und b.c. von FRIEDRICH II. unter dem Titel "Musik am Hofe Friedrich des Großen", mit den BERLINER PHILHARMONIKERN unter Leitung von HANS VON BENDA.




    wok


    SIR JOHN BARBIROLLI galt als der Engländer mit dem romanischen Temperament und mit eher italienischen Eigenschaften. Er war ein Musiker des Herzens und Gefühls. Er schaffte es, Expression und Architektonik nahtlos zu verschmelzen. Seine Interpretationen vermitteln oft eine wohltuende Gefühlsschwere. Mit seinem von ihm geliebten HALLÉ ORCHESTRA, das er in seiner Zeit zu einem der besten Orchester in England formte, und mit dem er seine lyrische Grundstimmung optimal realisieren konnte, gelangen ihm besonders romantische Werke beeindruckend. Der spezifisch warme Klang dieses Orchesters war ebenfalls prädestiniert für die Wiedergabe von BRAHMS' 4.Sinfonie , die SIR BARBIROLLI mit dem HALLÉ ORCHESTRA 1959 bei PEYE RECORDS vornahm. Ich ließ mir diese singuläre Aufnahme 1973 extra aus England kommen, da sie in Deutschland nicht im Handel war. Verglichen mit den zahlreichen Einspielungen dieser Sinfonie, die es schon damals davon gab und die noch folgten, wird sie immer meine Favoritin bleiben. Ich ziehe diese Aufnahme auch der Einspielung mit den WIENER PHILHARMONIKERN vor, die er noch kurz vor seinem Tod vornahm, als er alle 4 BRAHMS Sinfonien aufnahm. Ich schätze bei dieser Aufnahme besonders die äußerst klare, natürliche, gefühlvolle und zugleich kraftvolle Realisation dieser Vierten. Wegen dieser Tugenden wurde er auch für seine MAHLER-, STRAUSS-, GRIEG- und auch VERDI-Interpretationen sehr geschätzt.


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    wok


    An einen solchen Ausnahmekünstler wie GOTTLOB FRICK wird man sich immer gerne und mit besonderer Wehmut erinnern, denn seine stimmlichen Leistungen bürgten immer von höchster Qualität, und auch menschlich war er großartig. Welcher Sänger in seiner Zeit, und auch nach ihm, konnte jemals mit einer solchen Schwärze der Stimme aufwarten, und trotzdem konnte diese Stimme ungemein warmherzig erklingen.

    Sein "Sarastro" in der Zauberflöte, und sein "Raphael" und "Adam" in HAYDN's "Die Schöpfung" in der wunderbaren Einspielung mit den BERLINER SYMPHONIKERN unter KARL FORSTER mit ELISABETH GRÜMMER und JOSEF TRAXEL sind für mich unvergeißlich und unübertreffiche Dokumente seines stimmichen Formats.




    wok


      

    Dirigenten:


    Bernhard Paumgartner,    österreichischer Dirigent, Komponist und Musikwissenschaftler, * 14. 11. 1887 - + 27. 7. 1971 --- 48. Todestag

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    Das musikalische Wissen und die Kompetenz von BERNHARD PAUMGARTNER auf fast allen Gebieten der Musik, sei es nun als Dirigent, als Komponist, Schriftsteller oder Forscher, waren einzigartig. Den meisten Melomanen ist wohl noch bekannt, daß er 1929 die CAMERATA ACADEMICA gründete, die aus Lehrern und Schülern des MOZARTEUMS bestanden, mit der er auf vielen Konzertreisen musizierte, daß er Präsident des MOZARTEUMS in Salzburg war (1953 - 1959), auch noch, daß er Mitbegründer der SALZBURGER FESTSPIELE war, deren Präsident 1960 wurde, die durch ihn neue Impulse in Sachen Wiederbelebung und Pflege älterer Musik erhielten, sicher auch, daß er als sehr aktiver und gründlicher Musikschriftsteller wertvolle Arbeiten über MOZART und die Musik des Barock verfaßte, doch scheint vergessen worden zu sein - und dies zu Unrecht - daß BERNHARD PAUMGARTNER auch ein großartiger Dirigent war, gerade für der Interpretation der Musik MOZARTs, aber auch HAYDNs.


    Die uns noch zugänglichen Tondokumente von Aufnahmen dieser Werke lassen mit jedem Takt seine große Affinität und seine Liebe zu MOZART verspüren, und wie nah er sich diesem offenbar in Salzburg fühlte. So machte er selbst aus seiner Einspielung der aufführungsmäßig so überstrapazierten Serenade KV 525 "Eine kleine Nachtmusik" mit den WIENER SYMPHONIKERN in einer Einspielung bei fontana ein wundersames neues Hörerlebnis, und kaum jemals habe ich dieses populäre Werk wieder so herrlich natürlich, und gleichzeitig mit solcher Strahlkraft erklingen gehört. Man bezeichnete PAUMGARTNER's Interpretationen gelegentlich als "genial-schlampig", doch wird in diesem Fall eher genial-musikantisch und wohltuend unartifiziell, aber doch auch sehr präzise musiziert. Auch die Musik HAYDNs entsprach, wie gesagt, sehr seinem Naturelll, und so wird auch seine Einspielung seines berühmten Trompetenkonzerts Es-dur mit den WIENER SYMPHONIKERN mit dem fabelhaften Trompeter HARRY SEVENSTERN zu einem echten Hörgenuß.


    Aber auch mit seiner CAMERATA ACADEMICA gibt es eine referenzverdächtige Einspielung mit dem berühmten Cellisten ANDRÉ NAVARRA, für mich alles Aufnahmen von hohem künstlerischen Wert, die es auch heute noch mit den besten dieser Gattung leicht aufnehmen können.

    Übrigens gab PAUMGARTNER auch Konzerte - und realisierte Einspielungen mit so berühmten Solisten wie GEZA ANDA, CLARA HASKIL, WALTER KLIEN und anderen.


    Joseph Haydn , Leopold Mozart , Wolfgang Amadeus Mozart , Wiener Symphoniker , Bernhard Paumgartner , Harry Sevenstern , Württembergisches Kammerorchester , Jörg Faerber - Trompetenkonzert / Kindersinfonie / Eine Kleine Nachtmusik - Fontana - 6530 035

    [am][B077H7ZTV5/am]

    B077H7ZTV5

    Joseph Haydn , Leopold Mozart , Wolfgang Amadeus Mozart , Wiener Symphoniker , Bernhard Paumgartner , Harry Sevenstern , Württembergisches Kammerorchester , Jörg Faerber - Trompetenkonzert / Kindersinfonie / Eine Kleine Nachtmusik - Fontana - 6530 035



    Joseph Haydn , André Navarra , Leopold Ludwig - Paukenschlag-Symphonie - Eurodisc - 63 733


    Joseph Haydn , André Navarra , Leopold Ludwig - Paukenschlag-Symphonie - Eurodisc - 63 733  Bernhard Paumgartnervon Joseph Haydn , André Navarra , Bernhard Paumgartner

    wok