Beiträge von Stimmenliebhaber

    Der 2008 gestorbene Bariton und Regisseur Uwe Kreyssig würde heute 90 Jahre alt werden.


    https://onlinemerker.com/in-me…tstage-im-september-2020/


    IcRqLyjNURpeW5SWzAbjO2X45g0c5t4HYf6Jl970ACYCWRlUUQUwrRY7s-wcnUvi37w1jSng4TjvNYArZtz3dN7-NCPxA5FL9UWbW_BGQg2vxwNxVGPeLfyefmkIFZOSXWPn


    Walter Felsenstein engagierte den jungen Bariton 1957 fest an die Komische Oper Berlin, wo er ihn u.a. als Demetrius in Brittens "Sommernachtstraum", als Figaro im Paisiello-"Barbier" und als Graf in "Die Hochzeit des Figaro" besetzte.



    Wenige Jahre nach Felsensteins Tod verließ Kreyssig die Komische Oper (wo er 1990 noch einmal zum Stellvertretenden Intendanten berufen wurde) und arbeitete als Oberspielleiter zuerst drei Jahre in Bonn und dann am Stadttheater von Hildesheim. Er war auch ein gefragter Gesangslehrer.


    Hier (ab 10:47) kann man Kreyssig mit dem Ständchen des Harlekin aus "Ariadne auf Naxos" hören, er war 1964 die Premierenbesetzung an der Staatsoper Berlin, wo er neben seiner Festverpflichtung an der Komischen Oper Berlin in mehreren Rollen gastierte:


    Ich für mein Teil achte auch gegenteilige Meinungen und habe kein Problem damit, wenn jemand generell die Originalsprache präferiert, aber warum dann ausgerechnet an der Volksoper, die doch nun wirklich ein prädestiniertes Haus für landessprachliche Aufführungen ist (im Gegensatz zu Staatsoper und Theater an der Wien)? So wenig, wie ich erwarte, dass meine Präferierung landessprachlicher Aufführungen überall zu 100% umgesetzt wird, so wenig verstehe ich die Erwartung der Verfechter der Originalsprache, dass diese nun überall zu 100% stattzufinden habe und alle Alternativen abzulehnen seien.

    Es kommen ja auch die von Werfel übersetzten Verdi-Opern, beginnend mit der "Macht des Schicksals" im November.

    Das freut mich zu lesen.

    Die Originalsprache würde ja auch von vielen Sängern bevorzugt werden.

    Das ist so, keine Frage, Sänger bevorzugen fast immer die Originalsprache, obgleich sie in ihrer eigenen Muttersprache mehr Obertöne erzeugen können als in allen anderen Sprachen.


    Die entscheidende Frage dazu hat schon Joachim Herz gestellt: "Für wen wird eigentlich gespielt?"

    Mit der Entscheidung der Verantwortlichen diese Produktion nicht in der Originalsprache, sondern auch Deutsch aufführen zu lassen, hat man niemanden etwas Gutes getan, am wenigsten den ausführenden Künstlern.

    Diese Aussage finde ich in dieser Verabsolutierung mehr als fragwürdig. Dass es dir nichts gegeben hat der das Original gut kennt, glaube ich dir. Dass es den ausführenden Künstlern nicht entgegengekommen ist, glaube ich auch sofort. Aber NIEMANDEM??? Woher weißt du das?

    Ich muss sagen, dass ich da vom Text genau nichts mitbekommen habe.

    Naja, wer schon vorher weiß, dass es keine landessprachliche Aufführung hören möchte, sondern lieber eine originalsprachliche, der bekommt dann halt auch nichts mit. Ich behaupte hingegen: Selbst das größte Unvermögen in der deutschen Sprachbehandlung und der schlimmste Akzent lassen semantisch immer noch mehr vom Text mitbekommen als die am perfektesten perlende Originalsprache. Die Frage ist, ob man etwas mitekommen will. NICHTS ist schon wieder eine verdächtige Absolutierung, die mich sehr an die obige erinnert und die ich ganz genau so werte.

    Natürlich gibt es Opern, die man durchaus auf Deutsch spielen kann. Mir fallen hier spontan Werke in tschechischer Sprache ein. Es gibt in unseren Landen nicht so viele Muttersprachler

    Aber viele französische Muttersprachler, oder wie? Ich finde das sehr verdächtig. Jemand, der französisch kann, aber kein tschechisch, will tschechische Opern auf Deutsch, aber französische Opern in Originalsprache. HGanz redlich finde ich diese "Differenzierung" nicht. Was ist mit denen, die auch kein Französisch können. An deutschen Gesangshochschulen gehört Italienisch zum Lehrplan, andere Sprachen nicht. (So ist es zumindest ganz konkret an der UdK in Berlin.)

    und ich erinnere mich wie sehr z.B. José Cura mit der Sprache in der Produktion der "Le Villi" zu kämpfen hatte...

    Ist "Le Villi" nicht von Puccini? Cura hatte mit Italienisch zu kämpfen???

    Bezüglich deutscher Sprache in der Volksoper möchte ich nur sagen, dass ich nicht grundsätzlich dagegen bin. Ich finde, es stellt ein interessantes Zusatzangebot dar, manchmal Opern in deutschen Übersetzungen zu spielen. An der Staatsoper hat Karajan das ja schon in den 60er-Jahren abgestellt - in der VOLKSoper passiert es fallweise noch. Es gibt durchaus viele Opern, zumal komödiantische wie "Gianni Schicchi" oder "Die verkaufte Braut", in denen eine Übersetzung durchaus Sinn macht. Und wo soll ein Opernhaus dann die Grenze ziehen?

    Vielleicht ist es für manche Besucher auch eine Chance, doch mehr von der Handlung mitzubekommen.

    Lieber "greghauser2002",

    hier bin ich völlig deiner Meinung. Und warum soll nicht die Wiener Staatsoper eine originalsprachliche "Carmen" und die Wiener Volksoper eine deutschsprachige "Carmen" spielen. die Original-Sprache-Fetischisten können dann ja in die Staatsoper gehen, während die Volksoper möglicherweise durch die Landessprache Menschen erreicht, die andernfalls nicht in die Oper gehen würden, zumindest wäre ihre Hemmschwelle höher.

    Wenn aber die Solisten die Sprache selber nicht beherrschen, wie von dir bemerkt, wird das Ganze allerdings in der Tat absurd.

    Das ist in der Tat ärgerlich und konterkariert das an udn für sich positive Anliegen leider gewaltig.

    Das war aber schon bei Felsenstein 1972 an der Komischen Oper Berlin so, wo die Premierenbesetzung von Carmen, Micaela und Don José drei Russen waren. Da soll man dem Vernhemen nach auch nicht allzuviel Text verstanden haben. Alerdings haben dann auch textverständliche Deutschmuttersprachler nachgesungen. Vielleicht wird dieses Glück der Wiener Volksoper auch nicht zuteil, ich weiß es nicht, mit der Textverständlichkeit geht es leider generell bergab, egal in welcher Sprache - in der Ausbildung wird mehr Wert unf Klang und Volumen gelegt als auf Textverständlichkeit...

    Die Mezzosopranistin Kerstin Witt, die viele Jahre lang Ensemblemitglied der Semperoper Dresden war, feiert heute ihren 60. Geburtstag.



    In Dresden sang sie alles von der "Fidelio"-Leonore bis zu Mutter Gertrud und Knusperhexe an einem Abend.

    Ich habe sie dort mehrfach u.a. als Brangäne, Magdalene, Carlotta und Clairon erlebt - als Clairon auch an der Staatsoper Berlin.



    Ihre Herodias hat sie unter Ozawa (neben Jessye Norman) auch im Studio eingespielt:


    Kein runder Geburtstag, sondern ein 128., allerdings von einem mir sehr wichtigen Sänger: Herbert Janssen.


    Ich glaube nicht, dass ich den Wahn-Monolog des Hans Sachs aus Wagners "Meistersingern" jemals sonorer und zugleich wärmer gehört habe als eben hier:



    Schon "Flieder" klingt hinreißend, dann folgt eine trauhafte Piano-"Johannisnacht" und dann eine Offenbarung bei "Johannistag". Beim langen "Wahn" am Ende scheint die Luftreserve zwar nicht unendlich zu sein, aber wie er diesen Ton am Ende abphrasiert, das ist für mich ganz große Gesangskunst! :jubel:

    Durch das Video habe ich erstmalig etwas über und von Frau Paßow gehört, die mir stimmlich sehr gefällt. Zumindest in dem Teil den ich mir gerade angehört habe. Es ist schade, dass man sich zwar hier im Forum seitenweise über neue Sänger und den Sängernachwuchs auslässt, wo es ja noch gar nicht so viel zu sagen gibt, während man über andere Sänger, die lange etabliert sind und schon lange Karrieren hinter sich haben, so gut wie gar nichts im Forum erfährt. Ich stelle fest, dass eine ganze Sängergeneration hier praktisch sehr stiefmütterlich behandelt wird, denn Frau Paßow kann diesbezüglich stellvertretend für viele andere Sänger genannt werden.

    Lieber Gregor,


    das ist ja genau meine Auffassung: Ich bringe hier auch viel lieber Sängerinnen und Sänger in Erinnerung, die über Jahrzehnte viel geleistet haben, aber nun ihren Zenit überschnritten und ihre Karriere nicht selten längst beendet haben. An ihnen kann keine Agentur mehr verdienen und so fallen sie dem Vergessen anheim. Ich möchte hier gegensteuern. Um aktuelle, gar "neue" Sänger, die ihre Agenturen haben, welche kräftig die Werbetrommel rühren, weil sie an ihnen gut verdienen, muss ich mich meiner Auffassung nach da nicht auch noch kümmern. Wider das Vergessen, das ist mir wichtig, das ist mein Antrieb. Solange das Rennpferd rennt und gutes Geld abwirft, wird es auch nicht vergessen...


    (Natürlich habe ich mir bis Frühjahr trotzdem gerne aktuelle Sängerinnen und Sänger live angehört, aber die Motivation, für diese noch extra die Werbetrommel zu rühren, hält sich dann doch in sehr engen Grenzen, es sei denn, sie beeindrucken mich wirklich mit ganz herausragenden Leistungen, die sind aber eher selten, sonst würden sie ja auch nicht herausragen.)

    Ok damit ist dann diese Diskussion für mich beendet.

    Es ist sowieso albern zu argumentieren, dass man doch keine Verbote und Regeln erlassen könne, weil man die nicht genug kontrollieren könne. Die Anschallpflicht in Autos oder die Promillegrenze sind trotzdem sinnvoll, auch wenn sie nicht bei jedem kontrolliert werden können, aber Stichprobenkontrollen helfen, den nötigen Druck aufzubauen, die Regeln trotzdem zu befolgen. Und so muss das mit der Maskenpflicht auch sein.

    Lieber Willi, über deinen gestrigen Beitrag in dieser Rubrik habe ich mich gefreut. Zwar konzentriere ich mich hier mehr auf die runden und halbrunden Erinnerungstage, aber die Rubrik ist offen und jeder soll so gedenken und erinnern, wie es ihm beliebt. :hello:

    die anderen Sängernamen sagen mir gar nichts.

    Hans-Martin Nau war seit 1969 Ensemblemitglied der Komischen Oper und dort 1982 die Premierenbesetzung der Colline in Kupfers dortiger "Bohème"-Inszenierung, die ja quasi an die Volksoper Wien übertragen wurde, ohne deshalb in Berlin zu verschwinden. Nau durfte dann in Wien in dieser Rolle eine ganze Zeit lang gastieren.


    Hier ein Audiomitschnitt aus Berlin von 1983 mit Jolanta Radek als Mimì und Hans-Martin Nau als Colline:



    Und hier eine Videoaufzeichnung vom Japan-Gastspiel der Berliner Kupfer-Inszenierung 1991 (auch mit Nau):



    So kommen zur akustischen Erinnerung an die erste "Bohème" vielleicht auch einige visuelle wieder.

    Lieber "MDM",


    zunächst einmal großen Dank, dass du dir erneut Zeit genommen hast, um Beiträge meiner Dresdner Besetzungsrubrik Korrektur zu lesen.


    Nun zu deinen Anmerkungen:


    Pfleger der Orest....(1) bis (35)


    Pfleger des Orest

    Autsch. ein Flüchtigkeitsschreibfehler durch Kopieren vervielfacht - wie gut, dass ich das jetzt korrigieren konnte herzlichen Dank dafür! :thumbup:

    Man selbst liest ja immer das, was man glaubt geschrieben zu haben, und nicht das, was wirklich da steht.


    Lia Frey-Rabine (Elektra) : Vorstellung Nr. (2),4,5,7,9,10,15,16,17,20,21,22,23,24,25,33,35


    Leah oder sic ?


    http://www.frey-rabine.de/de/chasan/

    Es ist gut, dass du auf diesen scheinbaren Widerspruch aufmerksam machst, aber die Dame ist nunmal seinerzeit in Dresden und anderswo unter dem Vornamen "Lia" aufgetreten. Dass sie sich später als Kantorin "Leah" genannt hat, kann mit diesem Berufswechsel zu tun haben, uss es aber nicht, ich habe schon viele Beispiele anderer Sängerinnen und Sänger genannt, die plötzlich, mitten in ihrer Karriere, ihren Namen verändert haben. Die frühere Variante, die seinerzeit auch veröffentlich wurde, wird dadurch nicht falsch. Ich habe ja in den Sängerregistern (in Beitrag 51 und Beitrag 105) das "Leah" als alternative Vornamensschreibweise in Klammern dazugesetzt, die Hauptvariante bleibt für mich in diesem Zusammenhang aber die damals gedruckte Variante "Lia".


    Siehe zum Beispiel hier:


    https://web.operissimo.com/tri…=&id=ffcyoieagxaaaaabarrt


    Oder hier:


    https://archiv.wiener-staatsop…earch/person/907/work/162


    Oder hier:


    https://www.nd-archiv.de/ausgabe/1988-12-28


    Vielen Dank, ist korrigiert! :thumbup:

    Nein, nein, du hast schon Recht, das ist so ein Schmarrn, der durch spätere Ergänzung an freilich falscher Stelle entstanden ist. Ich hab's korrigiert, Danke! :thumbup:

    2005-03-25 („41.“) - (45.); (49.), (50.): Jacques Greg Belobo (Titurel)


    Jacques-Greg Belobo


    https://de-de.facebook.com/jacquesgregbelobo

    Ein kleiner, aber feiner Unterschied, du hast Recht, danke, ich hab's korrigiert! :thumbup:


    2008-03-21 („46.“) Klaus-Florian Vogt (Parsifal)-> Klaus Florian Vogt

    Siehe Voranmerkung! ;):thumbup:

    2009-04-10 („49.“) bis („52.“) Sofie Lorentzen


    Sofi

    Völlig richtig, deine Anmerkung, vielen Dank! In den Registerbeiträgen war es schon richtig, hier aber noch nicht. :thumbup:

    1992-09-21 („38.“) Abgela Liebold (Mary)


    Angela

    In dummer Tippfehler, ich bin froh, dass ich ihn dank dir ausmerzen konnte. :thumbup:

    Beitrag #26: Alles OK!

    Da bin ich ja beruhigt! ^^


    Ganz herzlichen Dank nochmal, ich freue mich wirklich sehr, dass ich gemachte Fehler dank deiner Hinweise korrigieren konnte!

    :yes::jubel::hail::thumbup::hello:

    Kammersängerin Brigitte Eisenfeld feiert heute ihren 75. Geburtstag.


    Sie galt als "Ulknudel von der Staatsoper", das langjährige Ensemblemitglied der Deutschen Staatsoper Berlin war jedoch viel mehr. So habe ich die Koloratursopranistin etwa als eindrückliche Konstanze, Gilda, Violetta, Olympia und Zerbinetta erlebt.