Beiträge von Stimmenliebhaber

    Aber erstaunlicherweise handelt es sich hier wohl tatsächlich um eine hamburger Erstaufführung.

    Nun mal langsam mit die jungen Pferde! ^^


    Ein Blick in mein Besetzungsarchiv der Staatsoper Berlin zeigt, dass "Die Nase" sehr wohl schon in Hamburg zu hören und zu sehen war:


    Zitat

    Gastspiele in Hamburg und Wiesbaden (6.-15. Juni 1978) mit „Die Nase“, „Einstein“ und „Julius Cäsar“ sowie Mahlers II. (Dirigent Suitner) – 1. Gastspiel der Staatsoper Berlin in Westdeutschland;

    Hamburg: „Einstein“ (6.6.), „Die Nase“ (7.6.), „Julius Cäsar“ (9.6.), Mahlers II. (8.6.)

    Wiesbaden: „Die Nase“ (11.6.), „Einstein“ (12.6.), „Julius Cäsar“ (14.+15.6.)

    Besetzungsarchiv Staatsoper Berlin - Spielzeit 1977/78


    Also nix mit Hamburgischer Erstaufführung in diesem Jahr! :P

    Vielen Dank für's Einstellen! Ich habe 2002 in der Semperoper mal eine grandiose Große C-Dur Schubert erlebt (mit dem Brahms-Doppelkonzert davor, das ich als Werk nicht besonders hoch schätze, was sich durch dieses Erlebnis auch nicht geändert hat).


    Dann hate ich ihn 2011 nochmal in der Berliner Philharmonie mit den Berliner Philharmonikern und einem Brahms-Programm (3. Sinfonie, 1. Klavierkonzert), was ich aber doch etwas enttäuschend fand. Damals hatte ich das Gefühl, dass er seinen Zenit bereits überschritten hat.


    Im Internet habe ich gerade das dazu gefunden:


    Zitat

    Haitinks Brahms ist langweilig, nein, nicht langweilig. Sorgfältig, aber nicht unendlich sorgfältig, vollständig, aber nicht erschöpfend, bewegt, aber nicht hitzig. Haitink macht keine Fehler, er riskiert auch keine.


    https://konzertkritikopernkrit…berliner-winter/#more-414

    ging er schließlich 1992 als Künstlerischer Leiter und GMD auf Lebenszeit an die Berliner Staatsoper und übernahm 2000 auch die Staatskapelle Berlin.

    Das ist mir ganz neu! Wen soll er denn vor 2000, also seit 1992 dirigiert bzw. "übernommen" haben, wenn nicht die Staatskapelle Berlin?


    Barenboim begann 1992 als Künstlerischer Leiter und Generalmusikdirektor der Staatsoper Berlin und selbstverständlich auch als GMD und Chefdirigent der Staatskapelle Berlin. 2000 wählte ihn das Orchester als Chefdirigenten auf Lebenszeit (was nicht wirklich rechtsverbindlich war und ist, sondern mehr eine Demonstration, eine Willenserklärung des Orchesters, völlig selbstständig wählen können nur die Berliner Philharmoniker ihren Chefdirigenten), danach erfolgte eine Vertragsverlängerung als Generalmusikdirektor der Staatsoper Berlin (nicht als Künstlerischer Leiter, die übernahm mit Mussbach wieder der Intendant) und somit auch als Chefdirigent der Staatskapelle Berlin.

    Und weiter droht der Untergang des Abendlandes:


    Mit dem "Untergang des Abendlandes" hat das nichts zu tun (das ist reine Polemik), viel eher mit dem Verlust einer abendländischen kulturellen Tradition, in der es eben reine Mädchen- und Knabenchöre gab und (bislang) gibt. Es geht ja um dieselbe Tochter und dieselbe profilierungssüchtige Mutter, die zugleich Rechtsanwältin ist, wie beim Staats- und Domchor in Berlin. Der Thomanerchor ist weise genug, das Mädchen zum Vorsingen einzuladen, damit die Mutter nicht gegen die Ablehnung einer Einladung zum Vorsingen klagen kann, und dann - gemäß den jüngsten Gerichtsurteilen dazu - aus künstlerischen Gründen abzulehnen. Was allerdings diese Mutter mit ihrem ganzen Aktionismus ihrer Tochter antut, ist eigentlich unfassbar...

    Ich kann in diesem eingestellten Zitat nichts lesen, dass darauf hindeutet, dass Vinay unmittelbar vor seinen kräftezehrenden Partien Sex hatte.

    Dass viele Tenöre große Frauenhelden und auch Schürzenjäger sind, ist doch völlig unbestritten. Hier ging es konkret um die Aussage, dass ein Sänger behauptet hätte, dass er durch Sex unmittelbar vor der Vorstellung besser singen könne - und das glaube ich im Leben nicht, alles spricht dagegen, dass das funktioniert, wenn der (leistungsmäßige) Höhepunklt des die Vorstellung sein soll und man seinen "Höhepunkt" schon vorher hatte...


    Man kann statt einer Vorstellung Sex haben, aber nicht unmittelbar davor. (Nicht anders lese ich die Merill-Schilderung über Vinay.)

    Muss man unbedingt hersagen können, wer die "Loreley" gedichtet hat?

    Ja, sollte man zumindest hersagen können. Andernfalls wird von unserer tradierten Kultur nicht mehr viel übrigbleiben, wenn nicht einmal mehr solche Dinge abrufbar sind, dass die "Loreley" (unabhängig von der Vertonung) von Heine und der "Faust" von Goethe ist. Ich finde wirklich, man sollte nicht alle Ansprüche an die nachfolgenden Generationen aufgeben!

    Wollen wir diskutieren oder uns gegenseitig Populismus vorwerfen?

    Die Frage, wie denn Gerechtigkeit jenseits vom Recht entstehen soll, ist meines Erachtens nicht diskutabel - so wie ich die ganze Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt für reine Zeitverschwendung erachte, was mich aber nicht davon abbringt, gegen ein "Steiniget ihn!" zum jetzigen Zeitpunkt (vor Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse durch die eingesetzte Komission) das Wort zu erheben.


    Schönen Abend noch!

    @ Woka: Wie soll ich denn "zu deinem Zweifel stehen"? Was habe ich mit deinem Zweifel zu tun? Gar nichts.

    Der gültige Rechtsgrundsatz lautet: "Im Zweifel für den Angeklagten."


    Nun haben wir diesen "Zweifel" in der Sache ja alle, weil niemand von uns weiß, wer in diesem Falle Recht hat oder nicht, wer die Wahrheit sagt und wer die Unwahrheit, denn niemand von uns war dabei gewesen. (Ich habe jedenfalls in dieser Rubrik nie etwas anderes behauptet.)

    Ich verstehe aber auch nicht, warum und auf welcher Grundlage ich zum jetzigen Zeitpunkt ein (Vor-) Urteil fällen sollte und kann diejenigen nicht verstehen, die meinen, dass sie dies müssten.


    Ist es denn wirklich so schwer zu warten, bis die eingesetzte Komission in L.A. zu einem Ergebnis ihrer eingeleiteten Untersuchung kommt? Sobald dieses vorliegt, kann man über Konsequenzen daraus debattieren. Aber die "Kampagne" will wohl nicht warten, legt immer wieder nach und will wohl Herrn Domingo schon zur Strecke bringen, bevor dieses Untersuchungsergebnis überhaupt vorliegt. Das finde ich widerlich!


    Ebenso widerlich finde ich übrigens, wie "Rheingold1976" in dieser Rubrik Leute behandelt, die nicht seine Meinung sind. Er sagt zwar, dass er auch nichts weiß, weiß dann aber angeblich ganz genau, was andere denken und wie sie daraus resultierend angeblich vorgehen. (Namen werden natürlich nicht genannt.) Das ist unterste Schublade! :thumbdown:


    Das eine ist Recht - das andere Gerechtigkeit. Ich weiß, dass das nicht immer zusammen geht.

    Und genau solche Aussagen sind letztlich dazu geeignet, das Recht auszuhebeln und durch eine "höhere Gerechtigkeit" (man könnte auch sagen: ein "gesundes Volksempfinden") zu ersetzen. Und das finde ich schlimm! (Konsequenzen: siehe z.B. 2. und 3. Akt "Peter Grimes")

    Wie stehst Du zu meinem eigentlichen Zweifel? Ist das nicht genau die perfide Logik der Täter, die wir damit unterstützen?

    Bevor etwas bewiesen ist, gibt es immer Zweifel und mit diesem Zweifel muss man bis zum Beweis leider leben. Aber dein erneutes Statement beweist ja nur einmal mehr, dass du eigentlich gar keine Zweifel hast, sondern genau zu wissen vermeinst, wer die "Täter" sind und was "perfide" ist.


    Wahrlich, ich sage dir: Wer aufgrund von Stimmungen und nicht bewiesenen Annahmen bereit ist, die aus gutem Grund bestehenden rechtstaatlichen Grundsätze aufzugeben, der schafft den Rechtsstaat ab! Und der Verlust des Rechtsstaates wäre das Allerschlimmste, was uns blühen könnte - in dieser Frage und in allen anderen auch!

    Auch ich bin der Auffassung, dass mögliche Falschurteile (aber natürlich nicht nur die, sondern auch grundsätzliche Werte) gegen die Todesstrafe sprechen. Allerdings liegt hier in der Regel ein konkretisiertes und belegbares Verbrechen vor.

    Es wurden genug Fälle festgestellt, wo der Beschuldigte und Verurteilte zu Unrecht verurteilt und hingerichtet wurde, wie sich später(!) herausstellte. Eine lange Haftstrafe ist dann zwar immer noch ungerecht, wenn der Beschuldigte fälschlicherweise verurteilt wurde, aber zumindest ist ein solches Fehlurteil mit einer solchen Strafe noch irgendwie reparabel - eine Todesstrafe hingegen nicht mehr. Deswegen ist es in Europa selbstverständlich, die Todesstrafe abzulehnen und deshalb kann die USA juristisch kein Vorbild für Europa sein.

    Andererseits kann es doch auch nicht sein, dass diese 5- oder 10 oder wie viel Prozent auch immer dazu führen, dass alle anderen "Vergehen" nur angeprangert werden dürfen, wenn der Beweis dafür erbracht wurde

    Das kann nicht nur sein, das muss sogar so sein! Andernfalls dürfte die Zahl der Falschbeschuldigungen rapide ansteigen - und ich wünsche niemandem, dass er das durchmachen muss, was unser Neu-Mitglied "Ascanio" durchmachen musste! Selbst wenn es für ihn am Ende(!) noch relativ glimpflich(!) ausging, war das gewiss das Schlimmste, das er je erleben musste.


    Und ich wünsche nicht mal denen, die hier ernsthaft fordern, dass eine Beschuldigung auch ohne Beweise zu Konsequenzen für den Beschuldigten führen muss, dass sie mal selbst in diese Situation kommen!


    Aber auch wenn ich es denjenigen nicht wünsche, dass selbst am eigenen Leib durchmachen zu müssen, kann ich über solch abenteuerliche Vorschläge nur den Kopf schütteln! :no:

    „Wozzeck“-Aufführungen (Inszenierung: Joachim Herz) an der Staatsoper Dresden (1984-88)


    1984-05-06 (1. Voraufführung)

    Hiroshi Wakasugi (Dirigent) – Agnes Habereder (Marie), Annette Jahns (Margret);

    Karl-Heinz Stryczek (Wozzeck), Elliot Palay (Tambourmajor), Hajo Müller (Doktor), Peter Menzel (Hauptmann), Armin Ude (Andres), Gunther Emmerlich, Andreas Scheibner (Handwerksburschen), Johannes Kemter (Narr), Joachim Schroeter (Ein Soldat), Tobias Wünsche (Knabe)


    1984-05-11 (2. Voraufführung)

    Hiroshi Wakasugi (Dirigent) – Susanne Lang (Marie), Angela Liebold (Margret);

    Karl-Heinz Stryczek (Wozzeck), Elliot Palay (Tambourmajor), Hajo Müller (Doktor), Peter Menzel (Hauptmann), Christoph Rösel (Andres), Jürgen Commichau, Olaf Bär (Handwerksburschen), Günter Neef (Narr), Edmund Kopp (Ein Soldat), Frank Stöckmann (Knabe)


    1984-05-16 (3. Voraufführung)

    Hiroshi Wakasugi (Dirigent) – Agnes Habereder (Marie), Annette Jahns (Margret);

    Karl-Heinz Stryczek (Wozzeck), Elliot Palay (Tambourmajor), Hajo Müller (Doktor), Peter Menzel (Hauptmann), Armin Ude (Andres), Gunther Emmerlich, Andreas Scheibner (Handwerksburschen), Johannes Kemter (Narr), Joachim Schroeter (Ein Soldat), Tobias Wünsche (Knabe)


    1984-05-27 (Premiere)

    Hiroshi Wakasugi (Dirigent) – Agnes Habereder (Marie), Annette Jahns (Margret);

    Karl-Heinz Stryczek (Wozzeck), Elliot Palay (Tambourmajor), Hajo Müller (Doktor), Peter Menzel (Hauptmann), Armin Ude (Andres), Gunther Emmerlich, Andreas Scheibner (Handwerksburschen), Johannes Kemter (Narr), Joachim Schroeter (Ein Soldat), Tobias Wünsche (Knabe)


    1984-06-11

    Hiroshi Wakasugi (Dirigent) – Susanne Lang (Marie), Angela Liebold (Margret);

    Karl-Heinz Stryczek (Wozzeck), Elliot Palay (Tambourmajor), Hajo Müller (Doktor), Peter Menzel (Hauptmann), Christoph Rösel (Andres), Jürgen Commichau, Olaf Bär (Handwerksburschen), Günter Neef (Narr), Edmund Kopp (Ein Soldat), Frank Stöckmann (Knabe)


    1986-04-07 (Wiederaufnahme in der Semperoper)

    Hiroshi Wakasugi (Dirigent) – Agnes Habereder (Marie), Annette Jahns (Margret);

    Karl-Heinz Stryczek (Wozzeck), Elliot Palay (Tambourmajor), Hajo Müller (Doktor), Helmut Henschel (Hauptmann), Christoph Rösel (Andres), Gunther Emmerlich, Andreas Scheibner (Handwerksburschen), Johannes Kemter (Narr), Joachim Schroeter (Ein Soldat), Jörg Biesold (Knabe)


    1986-05-02

    Hiroshi Wakasugi (Dirigent) – Uta Priew (Marie), Annette Jahns (Margret);

    Karl-Heinz Stryczek (Wozzeck), Reiner Goldberg (Tambourmajor), Hajo Müller (Doktor), Helmut Henschel (Hauptmann), Christoph Rösel (Andres), Gunther Emmerlich, Andreas Scheibner (Handwerksburschen), Johannes Kemter (Narr), Joachim Schroeter (Ein Soldat), Jörg Biesold (Knabe)


    1986-08-27

    Hiroshi Wakasugi (Dirigent) – Agnes Habereder (Marie), Annette Jahns (Margret);

    Karl-Heinz Stryczek (Wozzeck), Manfred Jung (Tambourmajor), Hajo Müller (Doktor), Peter Menzel (Hauptmann), Christoph Rösel (Andres), Jürgen Commichau, Olaf Bär (Handwerksburschen), Günter Neef (Narr), Joachim Schroeter (Ein Soldat), Jörg Biesold (Knabe)


    1986-08-29

    Hiroshi Wakasugi (Dirigent) – Agnes Habereder (Marie), Annette Jahns (Margret);

    Karl-Heinz Stryczek (Wozzeck), Manfred Jung (Tambourmajor), Hajo Müller (Doktor), Peter Menzel (Hauptmann), Christoph Rösel (Andres), Gunther Emmerlich, Andreas Scheibner (Handwerksburschen), Johannes Kemter (Narr), Edmund Kopp (Ein Soldat), Jörg Biesold (Knabe)


    1987-01-04

    Hiroshi Wakasugi (Dirigent) – Uta Priew (Marie), Angela Liebold (Margret);

    Karl-Heinz Stryczek (Wozzeck), Elliot Palay (Tambourmajor), Hajo Müller (Doktor), Peter Menzel (Hauptmann), Christoph Rösel (Andres), Jürgen Commichau, Andreas Scheibner (Handwerksburschen), Günter Neef (Narr), Edmund Kopp (Ein Soldat), Jörg Biesold (Knabe)


    1987-01-22

    Friedemann Layer (Dirigent) – Uta Priew (Marie), Angela Liebold (Margret);

    Karl-Heinz Stryczek (Wozzeck), Elliot Palay (Tambourmajor), Hajo Müller (Doktor), Helmut Henschel (Hauptmann), Armin Ude (Andres), Jürgen Commichau, Olaf Bär (Handwerksburschen), Günter Neef (Narr), Edmund Kopp (Ein Soldat), Jörg Biesold (Knabe)


    1987-01-25

    Friedemann Layer (Dirigent) – Uta Priew (Marie), Annette Jahns (Margret);

    Karl-Heinz Stryczek (Wozzeck), Manfred Jung (Tambourmajor), Hajo Müller (Doktor), Helmut Henschel (Hauptmann), Armin Ude (Andres), Gunther Emmerlich, Andreas Scheibner (Handwerksburschen), Günter Neef (Narr), Edmund Kopp (Ein Soldat), Jörg Biesold (Knabe)


    1987-04-21

    Friedemann Layer (Dirigent) – Agnes Habereder (Marie), Annette Jahns (Margret);

    Karl-Heinz Stryczek (Wozzeck), Dieter Schwartner (Tambourmajor), Hajo Müller (Doktor), Peter Menzel (Hauptmann), Armin Ude (Andres), Gunther Emmerlich, Olaf Bär (Handwerksburschen), Johannes Kemter (Narr), Joachim Schroeter (Ein Soldat), Thomas Hofmann (Knabe)


    1987-06-06

    Hiroshi Wakasugi (Dirigent) – Uta Priew (Marie), Annette Jahns (Margret);

    Karl-Heinz Stryczek (Wozzeck), Dieter Schwartner (Tambourmajor), Hajo Müller (Doktor), Peter Menzel (Hauptmann), Christoph Rösel (Andres), Gunther Emmerlich, Andreas Scheibner (Handwerksburschen), Johannes Kemter (Narr), Edmund Kopp (Ein Soldat), Thomas Hofmann (Knabe)


    1988-04-29

    Friedemann Layer (Dirigent) – Uta Priew (Marie), Angela Liebold (Margret);

    Karl-Heinz Stryczek (Wozzeck), Dieter Schwartner (Tambourmajor), Hajo Müller (Doktor), Peter Menzel (Hauptmann), Armin Ude (Andres), Jürgen Commichau, Olaf Bär (Handwerksburschen), Johannes Kemter (Narr), Joachim Schroeter (Ein Soldat), Thomas Hofmann (Knabe)


    1988-05-01

    Friedemann Layer (Dirigent) – Uta Priew (Marie), Angela Liebold (Margret);

    Karl-Heinz Stryczek (Wozzeck), Dieter Schwartner (Tambourmajor), Hajo Müller (Doktor), Peter Menzel (Hauptmann), Armin Ude (Andres), Jürgen Commichau, Olaf Bär (Handwerksburschen), Johannes Kemter (Narr), Edmund Kopp (Ein Soldat), Thomas Hofmann (Knabe)


    1988-07-01

    Friedemann Layer (Dirigent) – Uta Priew (Marie), Angela Liebold (Margret);

    Karl-Heinz Stryczek (Wozzeck), Elliot Palay (Tambourmajor), Hajo Müller (Doktor), Helmut Henschel (Hauptmann), Armin Ude (Andres), Jürgen Commichau, Andreas Scheibner (Handwerksburschen), Johannes Kemter (Narr), Joachim Schroeter (Ein Soldat), Thomas Hofmann (Knabe)


    1988-07-03

    Friedemann Layer (Dirigent) – Uta Priew (Marie), Angela Liebold (Margret);

    Karl-Heinz Stryczek (Wozzeck), Elliot Palay (Tambourmajor), Hajo Müller (Doktor), Helmut Henschel (Hauptmann), Armin Ude (Andres), Jürgen Commichau, Andreas Scheibner (Handwerksburschen), Johannes Kemter (Narr), Edmund Kopp (Ein Soldat), Thomas Hofmann (Knabe)




    P.S.: Nun werde ich diese Rubrik genau einen Monat ruhen lassen. Und welche Inszenierung dann - aus gegebenem Anlass - genau heute in einem Monat dran sein wird, ist nicht schwer zu erraten.

    Es gibt natürlich Fälle, in denen jemanden etwas untergeschoben wird. Aber wenn das auf 5% der Fälle zutrifft, ist es viel - so zumindest meine Einschätzung. Und über diese 5% empören sich hier alle und die 95% werden ignoriert.

    Erstens würde ich diese behaupteten Zahlen von 95 zu 5 in einer Statistik erst einmal gerne lesen, bevor ich sie glaube!

    Zweitens: Weil angeblich 95% der Vorwürfe zutreffen, kann man die 5% getrost ignorieren? Oder man beschließt anhand einer "Wahrscheinlichkeitstheorie", dass Herr Domingo schuldig ist, bevor irgendetwas bewiesen ist, weil dies ja zu 95% wahrscheinlich ist? :no::thumbdown:

    Vor diesem Hintergrund finde ich den hier viel beschworenen Grundsatz der Unschuldsvermutung allenfalls dazu geeignet, das offenbar in Frage gestellte heile Weltbild zu besänftigen.

    Ja, genau, steiniget ihn, um mit ihm ein Wletbild zu zertrümmern! Ob er schuldig ist oder nicht, ist völlig irrelevant, wichtig ist, das Weltbild zu zertrümmern. Ob dabei auch der einzelne Mensch zertrümmert wird und ob das zu Recht geschieht, weil er schuldig ist, ist völlig irrelevant. Er ist ein Mann und ein Mann mit Macht, das reicht! :no::thumbdown:

    Damit auch 20 weitere Zeugenaussagen nur nicht daran rütteln können...

    Es gibt in diesem konkreten Fall keine 20 weiteren Zeugenaussagen!

    Ich hätte es ja interessant gefunden darüber nachzudenken, ob außergewöhnliche künstlerische Leistungen eben manchmal einen Preis haben. Wenn ein Sänger tatsächlich besser singt, wenn er vor der Aufführung Sex hat - ja dann muss man da halt was organisieren.

    Noch einmal: Die Behauptung, dass ein Mann besser singen könne, wenn er unmittelbar vor dem Singen Sex hat, ist das Dümmste, das ich je gelesen habe! Das habe ich hier auch bereits deutlich gesagt! Trotzdem wird diese absurde Behauptung wieder nachgeplappert. :no: Singen ist Hochleistungssport! Ich empfehle mal, einen anstrengenden Sport 2x durchzuführen, 1x mit Sex davor und 1x ohne Sex davor - dann merkst du selbst, wie absurd diese Vorstellung ist! Aber eine der Beschuldigerinnen hat das behauptet, eine Frau, ein Opfer, also muss es ja stimmen... :no:

    So, das wars jetzt von meiner Seite zu diesem Thema.

    Es wäre sinnvoller gewesen, wenn du zu dieser Erkenntnis vor Verfassen dieses deines letzten Beitrags gekommen wärest, denn er ist nun wirklich mit Abstand der schwächste und unüberlegteste aller deiner Beiträge in dieser Rubrik! :thumbdown:

    (Einigen Vorbeiträgen von dir in dieser Rubrik würde ich hingegen das Niveau nicht absprechen.)


    Hättest du dir diesen angeblich letzten deiner Beiträge in dieser Rubrik gespart, könntest du jetzt nämlich immer noch sagen:


    Ich muss gestehen, dass es mich viel Energie kostet, bei diesem Thema sachlich zu bleiben.


    Und zum Thema Schuld und Vorverurteilung empfehle ich dir nochmal die Beschäftigung mit der Oper "Peter Grimes" - falls du dich über dieses Me-too-Thema hinaus doch noch ein wenig mehr für Oper interessieren solltest!

    Aber erklärt, warum wir in Berlin seit dem Mauerfall (und vermutlich noch länger) keine konzertante "Adriana Lecovreur" erleben können. 1994 sollte eine an der Berliner Staatsoper kommen, dann wurde aufgrund von Sparmaßnahmen eine "Tosca"-Serie draus...

    Du hattest das Glück, diese Oper bei deiner ersten Live-Begegnung szenisch zu erleben, wie du geschrieben hast. Das hätte ich auch gerne. Unbekannte Opern erstmals konzertant zu erleben, das macht für mich nicht so viel Sinn, wie ich festgestellt habe (zuletzt im Februar 2018 auch in der DOB bei dieser Calleja-Sache - wie die Oper hieß, habe ich vergessen...)

    Warum wurde die A. eigentlich konzertant gegeben?


    Die Antwort ist einfach: die Aufführungen wurden explizit für Anna Netrebko angesetzt.


    Oder anders gesagt: Sie wollte vermutlich weder vorher lange (szenisch) proben noch nach der Premiere lange bleiben (um noch viele Reprisen zu singen), das wäre für das Haus wahrscheinlich auch zu teuer geworden, also kam sie nur für zwei konzertante Aufführungen.

    das gilt auch für den Fall Metzelder, bei dem die Presse wie die FAZ bspw. - anders als hier dargestellt - lediglich eine Meldung der Staatsanwaltschaft aufgegriffen hat!).

    Beim Fall Metzelder hatte die Staatsanwaltschaft zuerst ein Statement herausgegeben, dass gegen einen 38-jährigen ermittelt werde. Später, als mehrere Medien den Namen des Beschuldigten bereits genannt hatten, gab die Staatsanwaltschaft diesem öffentlichen Druck nach und bestätigte, dass gegen Herrn Metzelder ermittelt werde. Ich bin kein Jurist und weiß nicht, wie legal das war, sofern Herr Metzelder seiner Namensnennung nicht ausdrücklich zugestimmt hat. Dieses Nachgeben der juristischen Institution gegenüber dem öffentlichen Druck (ich könnte auch sagen: der Sensationslüsternheit der Presse) finde ich unabhängig davon doch bedenklich.

    in der Höhe blüht ihre Stimme auf (gelegentlich mit Ladehemmungen), ihre Tiefe ist üppig.

    Mein lieber "Storch",


    in einer Rezension, die ich gelesen habe, las sich das mit den "Ladehemmungen" so:


    Zitat

    Sicher, Netrebkos Ton benötigt ab und an ein Momentchen, um auf die korrekte Höhe einzuschwingen.

    Und bei lauten Spitzentönen – eigentlich bei allen lauten Tönen über dem System – scheint sich Netrebkos Stimme nicht (mehr) ganz wohl zu fühlen.


    https://konzertkritikopernkrit…ko-in-adriana-lecouvreur/


    Aber insgesamt ist die Kritik für sie so positiv wie deine und alle anderen auch.


    Ja, das Konzert fand zur Eröffnung des Berlin-Jubiläumsjahres (750 Jahre Berlin) am 1. Januar 1987 im Schauspielhaus Berlin (heute: Konzerthaus Berlin statt) und wurde seinerzeit (nicht ganz vollständig: das "Rosenkavalier"-Terzett wurde weggelassen) im Fernsehen übertragen. Bei Youtube ist es ansehbar:


    Aber findest Du es denn falsch, dass Diskriminiering welcher Art auch immer nun ein Vertragsbestandteil ist?

    Nein, das finde ich nicht falsch, auch wenn hierbei natürlich ebenfalls streng zwischen bewiesenen und nicht bewiesenen Fällen unterschiedenen werden muss.


    Aber ich finde es in der Tat falsch, Maßstäbe von heute (mit solchen Vertragsklauseln) einfach auf frühere Zeiten, z.B. vor 20 oder 30 Jahren, eins zu eins übertragen zu wollen, wo diese Maßstäbe noch nicht so klar waren wie heute, weil z.B. solche Klauseln noch nicht in Verträgen standen.

    Dann aber noch eine Nachfrage: Seit wann sind Dinge wie Diskriminierung etc. (jenseits von schriftlicher Kündigungsandrohung, die es so erst seit einem Jahr gibt) überhaupt Bestandteil solcher Verträge? Ich würde wetten: nicht länger als seit 10 bis 15 Jahren, oder? Seit wann spielt dieses Thema in verträgen eine Rolle?