Beiträge von Don_Gaiferos

    Hallo Doc,


    dann hatte ich das falsch verstanden, ich dachte, es ginge Dir auch darum, die Sammlung irgendwo zu erfassen und zu katalogisieren. Das kann zum Beispiel praktisch sein, wenn Du wissen möchtest, welche Einspielungen Du mit einem bestimmten Interpreten hast (wenn Du zum Beispiel nach Komponisten ordnest, dann sind die Einspielungen des besagten Solisten oder Dirigenten ggf. überall verstreut).

    Wenn es Dir also nur darum geht, das Ganze im heimischen Regal sinnvoll zu ordnen, gibt es natürlich viele Möglichkeiten. Ich sortiere nach Land (Deutschland, Österreich, Spanien, England) und dann alphabetisch, das funktioniert eigentlich für mich ganz gut.

    Lieber Doc Brown,


    schau doch mal auf


    https://www.discogs.com/de/


    dort kannst Du schnell Deine Schallplatten erfassen, im Suchfeld einfach Komponist, Werk oder Plattennummer eingeben, dann erhältst Du alle Daten fix und fertig (sofern die Platte schon einmal von jemandem erfasst worden ist, wobei die Sammlung riesig ist - ich habe kaum Platten entdeckt, die ich in meiner Sammlung habe, die noch nicht im System vorhanden waren).

    So hast Du in Windeseile alle Schallplatten zumindest online in einer übersichtlichen Sammlung sortiert und kannst sie dann nach verschiedenen Kriterien anzeigen lassen. Kauf- und Verkauf ist bei dieser Plattform ebenfalls möglich; Cds und andere Tonträger werden auch katalogisiert.

    Auch hier wieder die Bitte an die Moderatoren, den Threadtitel abzuändern, da es hier ja schon lange nicht mehr um den 75. Geburtstag gegangen ist, und heute sogar die traurige Chronistenpflicht dazukommt, von ihrem Tod im Alter von 89 Jahren zu berichten.

    TERESA BERGANZA 16. 3. 1933 - 13. 5. 2022



    Traurige Nachricht für alle Opernfreunde: eine der bedeutendsten spanischen Sängerinnen, Teresa Berganza, ist heute gestorben. Sie war nicht nur eine besonders tolle Interpretin spanischer Komponisten, sondern war auch eine eindrucksvolle Carmen an der Seite von Plácido Domingo als Don José; ebenso gefeiert wurde sie als Rossini- und Mozartinterpretin.

    Einmal durfte ich sie sogar hier in Deutschland live erleben, mit den 7 canciones von Manuel de Falla - ein zutiefst beeindruckendes Erlebnis.

    Ich habe viele Aufnahmen von ihr, die ich immer wieder sehr gerne höre.





    Ruhe sie in Frieden!

    TERESA BERGANZA 16. 3. 1933 - 13. 5. 2022

    Traurige Nachricht für alle Opernfreunde: eine der bedeutendsten spanischen Sängerinnen, Teresa Berganza, ist heute gestorben. Sie war nicht nur eine besonders tolle Interpretin spanischer Komponisten, sondern war auch eine eindrucksvolle Carmen an der Seite von Plácido Domingo als Don José; ebenso gefeiert wurde sie als Rossini- und Mozartinterpretin.
    Einmal durfte ich sie sogar hier in Deutschland live erleben, mit den 7 canciones von Manuel de Falla - ein zutiefst beeindruckendes Erlebnis.
    Ich habe viele Aufnahmen von ihr, die ich immer wieder sehr gerne höre.



    Ruhe sie in Frieden!

    Einen Einblick in die wunderschönen, heiteren, verspielten Sonaten findet man hier; scheinbar hat brilliant Classics auch mal die Sonaten herausgebracht, als CD habe ich es jedoch nicht gefunden; oder sollte es diese Kompilation nur für das Streaming geben? Jedenfalls hat hier Brilliant Classics selbst auf youtube die Aufnahme verfügbar gemacht:


    Ein sehr schöner Hörgenuss, die Mozart-Nähe mit italienischem Temperament, die Alfred festgestellt hat, sehe ich hier auch.

    Na ja. Es gibt Anbieter, die eben Streaming nicht in "oller MP3-Qualität" anbieten und die wurden hier auch schon genannt. Und dass du dir einen eher günstigen DAC (der zweifellos aber gut ist) gekauft hast, ist für dich, der du ihn nur gewissermaßen als Ergänzung nutzt, sicherlich auch richtig. Nur hättest du für ihn ähnlich viel investiert, wie für die übrigen Teile deiner Anlage, würdest du sicher auch zu ähnlich guten Ergebnissen kommen. Dass man 4000 oder 7000 Euro ausgeben muss, um adäquate Qualität zu bekommen, ist sicherlich übertrieben. Man darf jedoch, wenn man horrende Kosten anführt, nicht vergessen, dass 220 Euro für eine Box, deren Materialwert vielleicht höchstens 20 Euro beträgt, auch ziemlich teuer ist. Dafür kann man Tidal in der Hifi-Variante fast ein Jahr lang Abonnieren. Und hat nicht auf die in der Box enthaltenen 100 CDs oder deine 4000 CDs Zugriff, sondern auf Hunderttausende. Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Ich gönne jedem seine Sammlerfreude, aber es gibt auch Alternativen dazu und zwar nicht nur in MP3-Qualität.

    Dass Streaming nur etwas für Leute ist, die noch keine große CD-Sammlung haben, ist auch nur bedingt richtig. Gerade wenn man sich mit einem Werk intensiv beschäftigt und versucht, alle verfügbaren Aufnahmen zu hören, schlägt die Stunde der Streaming-Dienste. Ich habe mich kürzlich intensiv mit "Das Lied von der Erde" beschäftigt und hatte davon ca. 10 Aufnahmen in meiner CD-Sammlung. Dank TIDAL habe ich aber beinahe 40 hören können, auch solche, die ich mir wahrscheinlich nie gekauft hätte. Und es waren einige Überraschungen dabei.

    Lieber Melomane,

    das würde mich sehr interessieren, zu welchen Ergebnissen Du da gekommen bist und welche Überraschungen Du dabei erlebt hast. Würdest Du Dich bereit erklären, dazu kurz etwas im entsprechenden Thread zu schreiben - zB die drei besten Aufnahmen, oder vielleicht eine Top-Aufnahme, und eine, die Dich eher enttäuscht hat? Das würde mich sehr interessieren.

    Gustav Mahler: Das Lied von der Erde


    Danke für diesen Hinweis,


    ich habe die Sendung über Puccinis "La Boheme" gehört. Na, da war ich jedenfalls mal erstaunt, dass niemand Beniamino Gigli erkannt hat, ich fand, dass man seine unverwechselbare Stimmführung, sein typisches Gefühl des "dolcezza", also nicht direkt forciert, sondern verhalten zu singen, sehr deutlich gehört hat; die Beteiligten hatten eher in die Richtung von Richard Tucker und Jussi Björling spekuliert! Aber zumindest Pavarotti wurde erkannt, und viele andere auch.

    Doch, es war eine muntere und anregende Sendung, auch, wenn ich ebenfalls ganz andere Urteile gefällt habe, aber ich konnte viele der konträren Bewertungen als durchaus plausibel nachvollziehen. Hat Spaß gemacht!

    Das ist sehr traurig, ruhe er in Frieden. Rafael Rojas hat auch außerhalb der Reihen der Aficionados eine gewisse Berühmtheit erlangt aufgrund dieses "Flashmob"-Videos, das einige Millionen Mal aufgerufen worden ist - die Passanten in einem Einkaufszentrum werden von einem "Nessun dorma" bei ihrem Einkaufsbummel überrascht...


    Lieber Alfred,

    Liebe Musikfreunde,


    auch ich wünsche allen ein frohes neues Jahr, erfüllt mit Musik und Liebe zur Kunst, auf dass es ein gesundes, glückliche und erfolgreiches Jahr werden möge.

    Lieber Alfred,


    da hast Du wieder hochinteressante Aspekte zutage gefördert, Chapeau! Ich hoffe, ich darf auch hier wieder mit einem kleinen youtube Video assistieren; dieses Spielzeug- bzw. Kindersymphonie ist in der Tat ein Kuriosum, das sich hier in einer historischen Aufnahme bestaunen lässt; und staunenswert ist dieses kleine Werk, das mit Vogelgezwitscher, Rasseln, Klappern und allerlei Instrumentarium aufwartet...


    Diese wunderbare Aufnahme gibt es auch auf youtube zu hören; die Aufnahme, die Alfred gezeigt hat, ist anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Sinfonieorchesters Münster entstanden, dessen Mitbegründer und 1. GMD der Komponist war; Andreas Denhoff hat mit Genehmigung von CPO diese wunderschöne Symphonie eindrucksvoll mit Bildern unterlegt:


    Liebe Musik- und Bücherfreunde,

    mittlerweile ist mein Gedichtband auch bei JPC erhältlich; wer also noch auf der Suche nach einem schönen Nikolaus- oder Weihnachtsgeschenk ist, oder sich selbst mit etwas schöngeistiger Literatur verwöhnen will, kann also das Buch auch über den Werbepartner beziehen und damit gleichzeitig auch das Tamino-Forum unterstützen:



    Holger war so freundlich und hat das Buch bereits ganz wunderbar rezensiert:


    Aktive Pianisten unserer Tage - Olga Scheps - "Kraft und Seele"

    Lieber Holger,


    die Unterscheidung von "Sound" und "Klang" finde ich interessant, aber ich glaube ich verstehe, was Du meinst - man könnte vielleicht sogar weitergehen und von "Soundeffekt" und "Klangwirkung" sprechen; dort spiegelt sich dann auch der Unterschied wider zwischen dem eher äußerlichen, auf Überrumpelung angelegten, effektheischenden "satten" Sound im Vergleich zur lange nachhallenden, aufblühenden, aus dem Werk heraus entstehenden Klangentfaltung.


    Ich glaube auch, dass die "nicht-klassischen" Stücke kein reines "Kinder"-Repertoire sind (also keine "Kinderszenen" oder ähnliches). Das einzige Lied, das m. W. explizit Bezug auf die kindliche Welt nimmt ist Chilly Gonzales "Jeu de Maxim", das Olgas kleinem Sohn gewidmet ist. Bei den anderen Stücken stelle ich es mir eher so vor, dass wir hier einen Einblick bekommen in die Musik, der Olga abseits des Konzertpodiums begegnet - dazu gehört der Soundtrack eines Filmes, den sie gesehen hat, sogar die Melodie eines Computerspiels (!) wie bei "Unravel", oder die elektronische Musik von "Schiller" (eigentlich Christoph van Deylen - sehr hörenswerte Musik, übrigens) - dass sie dort nicht mit spätromantischer Geste auftrumpft, sondern eher unprätentiös spielt, finde ich durchaus stimmig.


    So wird aus dem Salon des 19. Jahrhunderts die Lounge des 21. Jahrhunderts - in beiden Fällen bin ich gerne lauschend zu Gast.

    Lieber Holger,


    ganz, ganz herzlichen Dank für Deine wundervolle Rezension; jeder, der schreibt, kann von so einer feinsinnigen, einfühlsamen und detaillierten Rückmeldung nur träumen, das freut mich ganz enorm, danke nochmals, dass Du Dir die Mühe gemacht hast!

    Ansonsten pflichte ich Dir auch bei, dass die CD vor allem wegen der Trias Haydn - Beethoven - Mozart ein Glanzlicht setzt; die anderen Stücke gefallen mir zwar auch, allerdings stehen mir da die drei oben genannten Komponisten in der Tat am nächsten.

    Aber immerhin, in das Konzept eines "Family"-Album passen auch die kleinen, eher schlicht gehaltenen Miniaturen, denke ich, und auch das sehr spärliche Booklet lässt sich da verschmerzen, obwohl ich es auch bedauere, dass man da nicht zumindest online noch mehr Hintergrundmaterial zur Verfügung stellt.


    Wer sich beeilt, kann Olga Scheps neueste CD handsigniert beim Werbepartner erhalten. Sie spielt nicht nur bekanntes klassisches Repertoire -Beethoven, Haydn, Mozart sind vertreten, alles wunderschön, geschmeidig, balanciert, quicklebendig und zupackend gespielt-, sondern auch weniger Bekanntes, Filmmusik, Adaptationen, ein Stück, das Chilly Gonzales für sie komponiert hat - alles sehr hörenswert, wie ich finde.


    Zudem habe ich auch, inspiriert durch Olga, einige Gedichte über sie und ihr Klavierspiel geschrieben, die auch Niederschlag in meinem 1. Gedichtband gefunden haben, der im Berliner Treibgut-Verlag erschienen ist. Olga kennt die Gedichte und mag sie sehr, sie hat mich enorm inspiriert und ausdrücklich ermutigt, das Ganze auch herauszugeben. Das Buch kann direkt beim Verlag, in jeder Buchhandlung, oder auf Wunsch mit Widmung gerne auch bei mir (Kontakt über Alfred) geordert werden.


    https://www.buchhandel.de/buch…ernschlaege-9783947674374


    https://www.treibgut-verlag.de/Lyrik

    Vielen Dank, lieber Alfred, dass Du mir wieder eine spannende Begegnung ermöglichst, ich kannte den Komponisten nicht, möchte Deine Arbeit jedoch gerne sekundieren mit einem Link:



    Hier kann man in das Klavierkonzert hineinhorchen. Unter dem Video hat es auch interessante Kommentare gegeben; so weist einer der Verfasser darauf hin, dass er sogar eine ganze Biographie über den Komponisten veröffentlicht hat:


    Harald Herresthal: "Carl Arnold (1794-1873). Ein europäischer Musiker des 19. Jahrhunderts, Florian Noetzel Verlag: Wilhelmshafen 1993.


    Leider ist das Buch nur gebraucht erhältlich; aber zumindest findet sich ein sehr interessanter, längerer Essay online:


    https://www.klassika.info/Komp…Charles/dokument_vita.pdf

    Liebe Musik- und Literaturfreunde,


    ich hoffe, es ist in Ordnung hier Schleichwerbung für meinen Gedichtband zu machen, der dieser Tage im Treibgut-Verlag in Berlin erschienen ist; falls nicht, bitte das Posting löschen.


    Wie es natürlich naheliegt, spielt bei den Gedichten auch Musik eine große Rolle.


    https://www.treibgut-verlag.de/Lyrik


    Das Buch gibt es in jeder Buchhandlung, bei manchen Online-Plattformen sowie bei mir (Adresse bzw email über Alfred), falls eine Signatur gewünscht wird.

    Lieber Alfred,


    dank Dir habe ich wieder einen spannenden Komponisten entdeckt, darüber freue ich mich immer sehr, besten Dank! Leider gibt der Tonträgerfachhandel nicht viel er, umso erstaunlicher ist eine Vielzahl von Werken, die man auf youtube aufspüren kann - sowie dieses wunderschöne Klavierkonzert, das mir ganz herausragend gefällt:



    viel Spaß beim Lauschen!

    Ich denke, bei den meisten Rekonstruktionen muss man sich von dem Gedanken freimachen, dass man das Werk genauso fertigstellen kann wie der Urheber. Man sollte eher die Chance sehen, das Ganze in eine aufführungsreife Form zu bringen, damit es überhaupt gegeben werden kann, ohne dass es allzu offensichtliche Brüche gibt. Bei Offenbachs "Les Contes d'Hoffmann" ist das ja recht gut gelungen, die Oper hat sich gehalten - andere Rekonstruktionen weniger...

    Lieber Nemorino,


    danke für deine ergänzenden Angaben, ein paar CDs mit Siegfried Borries verzeichnet auch jpc, so kann man ihn auf dieser Kompilation als Solist in Busonis Violinkonzert hören:


    Hier weiche ich -was eher selten vorkommt- von Alfreds Einschätzung ab; ich finde die Symphonie großartig, gerade der furiose, energische Kopfsatz ist sehr gelungen, da spüre ich schon fast ein wenig Beethoven in dieser Energie und diesem geschmeidigen, raubtierartigen Ducken, um dann weit nach vorne zu schnellen. Das empfand ich auch nicht als schroff, barsch, oder ruppig, im Gegenteil, hier finde ich Schönheit und zupackende Entschlossenheit in sehr ausgewogener Balance.


    Ich hätte übrigens, selbst im Adagio, keineswegs irgendeine Empfindung der Trauer; Nachdenklichkeit, Innerlichkeit, Wehmut womöglich - aber keineswegs Trauer. Ich habe hier wieder einmal Adam Fischer gelauscht, dessen Einspielung mit dem österreichisch-ungarischen Haydnorchester meistens den ersten Bezugspunkt für mich darstellt.


    Nunja, ganz so drastisch ist es ja jetzt auch nicht. Ich bin sicher auch kein Freund davon, die Opern in einer Weise umzudeuten, dass man das Libretto nur noch als lose Vorlage sieht, die man dann quasi völlig entkernt, wie ein historisches Gebäude, bei dem man nur noch die Fassade stehenlässt, aber alles andere innendrin neu gestaltet. Ich verstehe sicherlich, dass dies eine Herangehensweise ist, die der konsequenten Weiterentwicklung inszenatorischen Schaffens Rechnung tragen will, mein Fall ist es jedoch nicht. Dennoch finde ich es gut und richtig, dass es solcherlei Dinge gibt, selbst wenn sie mir nicht gefallen - solange es nicht NUR solche freien Deutungen gibt, die sich sehr stark von der Textvorlage lösen.


    Nach wie vor finden sich immer wieder auch Inszenierungen, die sich enger an das Libretto halten, und versuchen, möglichst nah am verfassten Text zu bleiben; das liegt mir persönlich mehr.


    Dass der Regisseur selbstverständlich das Libretto sehr genau kennt, steht für mich außer Frage; dass er auch, wie die meisten Regisseure, über eine langjährige Ausbildung und Erfahrung verfügt, ist mit Sicherheit der Fall, und die Inszenierung ist mit Sicherheit sehr bewusst und überlegt gestaltet worden; all die Entscheidungen, vom Libretto abzuweichen, sind nicht aus Ignoranz vorgenommen worden, sondern einem Konzept, einer Zielsetzung folgend. Diese Professionalität möchte ich auch keinem Regisseur absprechen, selbst wenn ich seine Herangehensweise und seine Arbeiten nicht mag.


    In Bayreuth ist es nun so, dass man in den letzten Jahren vermehrt darauf setzt, mit avantgardistischen Inszenierungen zu punkten, die darauf ausgelegt sind, das Libretto möglichst gegen den Strich zu bürsten. Da dies für mich zumeist wenig zufriedenstellend ist, mithin sogar störend, wenn nicht gar sogar verstörend wirkt, ist für mich die Konsequenz, dass ich mich vor allem auf die Radioübertragung konzentriere; die Vorstellungen, die ich im Opernhaus, im Kino oder im Fernsehen anschauen möchte, klopfe ich im Vorfeld darauf ab, ob sie eher "frei nach" oder doch eher eng am Libretto bleiben; da werde ich auch immer noch fündig - von daher ist für mich alles gut, solange diese Vielfalt gewahrt bleibt.


    Dass daher die Oper jetzt allgemein dem Untergang geweiht ist und ermordet wurde, sehe ich nicht. Es sind ganz klar sehr schwierige Zeiten - aber die Oper hat da schon ganz anderes überlebt, und sie wird sich auch in Zukunft weiterentwickeln.


    Ich hoffe, ich bin nicht zu weit abgewichen, schließlich geht es ja hier nicht um Grundsatzdiskussionen über RT oder nicht RT - aber immerhin, dieser Holländer war für mich auch schon rein musikalisch sehr interessant und bewahrenswert, auch ohne die Inszenierung.

    Ich möchte kurz einwerfen, dass ich dieses Zwiegespräch zwischen Holger und Bachianer sehr spannend finde, mich dafür bedanke, auch, dass trotz der ein- oder anderen Schärfe keine unschöne verbale Streitigkeit aufgekommen ist, wie so manches Mal hier im Forum, sondern dass immer wieder höchst kenntnisreich und interessant diskutiert worden ist. Chapeau, meine Herren! CPE Bach hat in Bachianer einen grandiosen Fürsprecher, danke auch für den CD-Hinweis, dem ich gerne nachgehen werde.


    Aber genug des Zwischenrufes, mir steht es auch gar nicht zu, hier in irgendeiner Form zu werten, aber dennoch wollte ich zumindest Rückmeldung geben, dass ihr in Eurem Dialog nicht alleine seid, sondern ich sehr interessiert mitlese.