Beiträge von Don_Gaiferos

    Dank Nemorinos Information über den niederländischen Dirigenten und Alfreds Präzisierungen habe ich auch einmal auf youtube nachgeforscht, und voilà: hier kann man sich einen Überblick über diese bemerkenswerte, seelenvolle, ausdrucksstarke Aufnahme verschaffen. Diese Einspielung von Schuberts 4. Symphonie ist sicherlich ein großartiges Zeugnis des Könnens von Eduard van Beinum; man sollte ihn sicherlich nicht vergessen!


    Ähnlich, wie Alfred es immer wieder schafft, meine Neugier für unbekannte Komponisten zu wecken, folge ich auch Nemorino gerne in diesem verdienstvollen Thread in eine weitere ungemein reizvolle Sphäre: die unbekannten oder weniger bekannten Werke der allseits bekannten Komponisten.


    Ich habe dieses Werk zum ersten Mal bewusst gehört, wobei ich mich folgender Box bedient habe:



    Viele Musikfreunde mögen solche großen CD-Boxen ja nicht, ich hingegen mag sie sehr gerne, gerade in Fällen wie diesem verfügt man über die Möglichkeit, enzyklopädisch eine große Zahl an Kompositionen bereithalten zu können und im Bedarfsfall einlegen zu können.


    In der Tat finde ich es auch völlig unverständlich, unbegreiflich und frappierend, dass dieses Werk nicht häufiger zu hören ist. Wenn man ihm überhaupt etwas ankreiden will, dann allenfalls die Tatsasche, dass es zu schön ist! Ob das nonchalante, muntere, schwungvoll sich verströmende Allegro spiritoso, das idyllische, samtweiche, zärtliche Andantino grazioso, oder das bezaubernde, dynamische, eingängige Tempo di menuetto, alle Sätze sind von erlesener, exquisiter Schönheit und Eleganz.


    Bei meiner Aufnahme, die eine Übernahme des Labes OPUS darstellt (obgleich ich sie als einzelne Einspielung nicht gefunden habe), musizieren das Slowakische Kammerorchester unter Bohdan Warchal, die Solo-Violinen werden von Anna und Guido Höbling zum Klingen gebracht. Alle Beteiligten spielen makellos und einfühlsam, auch die Klangtechnik ist sehr gut. Eine echte Entdeckung.

    Tja, böllern oder nicht, darf man das, soll man das? Zumindest dürfen wir weiterhin dieses feinstaubfreie Operetten-Feuerwerk aufleuchten lassen! So soll hier der kürzlich verstorbene Peter Schreier zusammen mit Sylvia Geszty in Eduard Künnekes "Dorf ohne Glocken" die Arie "wenn die Knospen sprießen" zu Gehör bringen - und wie die beiden das singen, ist eine Herrlichkeit sondergleichen:


    Peter Schreier habe ich das erste Mal, meiner Erinnerung nach, als Joaquino gehört in Fidelio; da sang er, da ich nur einen Querschnitt besaß, nur bei wenigen Stellen mit, aber die Stimme ließ mich aufhorchen. In Begeisterung versetzte mich dann in Cosí fan tutte sein "un aura amorosa", dass wunderschön gesungen war, sowohl technisch als auch interpretatorisch, die Verblendung der Register, das Einbinden des Falsetts in die Gesangslinie, das mühelose Legato, verbunden mit fein dosiertem An- und Abschwellen, zeigten da einen Sänger von höchstem Rang, den ich seitdem immer wieder in verschiedenen Rollen in der Oper, Operette und Lied sehr gerne gehört habe. Möge er in Frieden ruhen; seine Aufnahmen, die einen Schatz darstellen, für den ich sehr dankbar bin, werden bleiben und Bestand haben.



    Eine ganz wundervolle Komposition, ich habe nochmals in der Beethoven-Brilliant-Classics-85-CD-Box gewühlt, und eine Aufnahme zutage gefördert, die sich auch günstigst in dieser Kompilation auftreiben ließe:



    Christus am Ölberge op. 85

    Lieselotte Rebmann, Sopran

    Reinhold Barthel, Tenor

    August Messthal, Bass

    Süddeutsche Chorvereinigung,

    Stuttgarter Philharmoniker,

    Leitung Josef Bloser


    Die Originalaufnahme, die hier übernommen wurde, stammt aus dem Jahr 1995. Meine Eindrücke sind zwiespältig: Dirigat und Orchester gefallen mir ganz ausgezeichnet; die Solisten sind hochkarätig, Reinhold Bartel verfügt über eine schöne, strahlende Tenorstimme, ebenso klangschön singt Lieselotte Rebmann, wenngleich ein wenig spitz in der Höhe bisweilen, solide auch August Messthal; Der Chor hingegen ist für mein Ohr eher ein Schwachpunkt; mir sagt das Ensemble "Süddeutsche Chorvereinigung" überhaupt nichts, jedenfalls klingt das für mich eher nach einem ambitionierten Amateurchor als alles andere. Da wird zwar engagiert gesungen, allerdings empfinde ich den Klang und die Intonation insgesamt als anfechtbar, nicht immer homogen und ziemlich unausgewogen, und keinesfalls auf der Höhe der Solisten und des Orchesters. Dennoch eine Aufnahme, die ihre Meriten hat und sicherlich hörenswert ist.

    Lieber Hans,


    in diesem Zusammenhang möchte ich auch die kenntnisreiche und liebevoll gemachte Seite des Rudolf-Schock-Experten Krijn de Lege empfehlen:


    https://tenorschock.blogspot.c…singt-erich-wolfgang.html


    Dort zeigt er auch auf, dass es zumindest drei unterschiedliche Aufnahmen gibt, auf denen Rudolf Schock Teile aus Korngolds Opernschaffen verewigt hat:


    Zitat

    Rudolf Schock singt Pauls Schlussgesang dreimal auf CD: 1951 in einer Radioaufnahme unter Heinrich Hollreiser, 1959 in einer Studioaufnahme unter Berislav Klobucar und 1963 unter Horst Stein live in einem Opernkonzert aus - wie könnte es auch anders - München.

    liebe Grüße

    Hier erschallt noch Operngesang in tiefer Nacht ...

    Lieber Garaguly, so auch hier; ich lausche Samuel Ramey, ein von mir hochvehrter Bass, dessen sonore, schwarze Stimme mich immer wieder begeistert. Dass er für Naxos aufnehmen würde, hätte ich nie geglaubt, so jedoch geschehen im Jahre 2000. Je nach Geburtsjahr (die Angaben schwanken zwischen 1940 und 1942) war er der 58 - 60 Jahre alt. Immer noch eine immens kernige Stimme, eine ungemein reiche, verschwenderische Fülle, was sein Timbre angeht, wenn er auch manches nicht mehr so mühelos zu Gehör bringt wie in früheren Jahren, und in der Höhe bisweilen etwas stemmt und presst. Auch das Vibrato gerät ihm bisweilen etwas behäbig, gleitet jedoch nie zum "wobble" ab. Alles in allem eine sehr ansprechende Leistung, ein interessant zusammengestelltes Programm, und Interpretation und Stimme sind absolut hochkarätig. Ein tolles Album, live aufgenommen, und das Publikum ist zu Recht begeistert.

    Als Cavaradossi kann ich ihn mir auf der Bühne nicht vorstellen, er hat diese Rolle wohl auch nicht gesungen.

    Lieber Nemorino,


    das stimmt nicht ganz! Es ist sicher wahr, dass er diese Rolle eher selten gesungen hat, aber er hat sie durchaus in Gänze auf die Bühne gebracht!


    Hier kannst Du sogar ein Liveaufnahme aus Nizza aus dem Jahre 1987 hören (Als Scarpia Theo Adam!).


    https://www.podcasts.com/hande…de/nicolai-gedda-in-tosca


    Aus ziemlicher Distanz und mit klanglichen Einschränkungen versehen, kann man diesen Mitschnitt dennoch, wie ich meine, durchaus mit Genuss hören; ich finde, dass dieses Zeugnis sehr eindrucksvoll ist.


    Liebe Grüße an Dich, lieber Nemorino, und an Chrissi, Deine neuerliche Beteiligung im Forum freut mich sehr, beste Wünsche für die Adventszeit

    Lieber Uwe,


    danke für diesen wertvollen Hinweis! Gerade bei manchen Komponisten wird ja derzeit erfreulich viel aufgeführt, zum BEispiel gab es bei Jacques Offenbach ja 2019 einiges zu entdecken, und 2020 wird es auch einige interessante Aufführungen geben.


    viele Grüße

    Ich darf hier den "Snake Rag" ergänzen; der Spielspaß, das kompakte, straffe Zusammenspiel, die Präzision und Lebhaftigkeit lässt auch die eingeschränkte Tonqulität vergessen.


    Viele Kommentatoren sind sich einig, dass hier eine der pursten, authentischsten und wegweisendsten Combos am Werk ist. Macht mir jedenfalls auch nach bald einem Jahrhundert immer noch große Freude, das anzuhören - Stillsitzen unmöglich!


    Und ich meine, das war auch gut so. Bei aller Wertschätzung, halte ich ihn und seine Stimme, weder für Verdi oder Puccini ideal.

    Lieber Chrissy,


    zumindest bei Puccini würde ich diese Ansicht so nicht teilen; hier kann man zum Beispiel "Recondita armonia" hören aus Puccinis Tosca, das klingt für mich schon sehr ünberzeugend; für mich widerlegt es auch die in vorherigen Beiträgen geäußerte Ansicht, er habe eine "unsinnliche" Stimmfärbung; das kann ich jetzt überhaupt nicht finden; man höre ihn nur in Massenets "Thais", da singt er temperament- und glutvoll, mit Verve und Hingabe, da finde ich keineswegs, dass es ihm da an sinnlichem Schmelz gemangelt hätte.



    Ich lausche gerade der dritten Sonate, die eine wundervolle, vielgestaltige Musik bietet, die hier Clifford Curzon in brillanter, überragender Weise darbietet. Die Sonate weist fünf Sätze auf, nämlich


    Allegro Maestoso - Andante - Scherzo - Intermezzo - Finale.


    Clifford Curzon bietet sowohl eine zupackend-machtvollen Ton, der erhaben und leidenschaftlich sein kann, er wartet am andere Ende der Skala auch mit einem stupenden Pianissimo im zweiten Satz auf, das einen den Atem anhalten lässt (laut wikipedia will ein Kritiker der New York Times allein zwanzig Schattierungen seines Pianissimos festgestellt haben).


    Wie dem auch sei, die Musik erklingt hier in betörender, bezwingender Weise, die Klangtechnik ist sehr gut, mit minimalem Rauschen, das dem Alter natürlich geschuldet ist, aber ansonsten ungemein plastisch und voll im Klang, eine Spitzen-Aufnahme nach meinem Dafürhalten.



    Wer übrigens Downloads nicht scheut, findet die Aufnahme auch in dieser Wundertüte, man erhält 160 (!) Tracks für rund 10 Euro, das sind über 17 Stunden Brahms, mit durchweg sehr guten bis herausragenden Interpreten, Klangqualität sehr unterschiedlich, überwiedgend jedoch schon sehr gut (Arrau ist zum Beispiel ein deutlich rumpelnde und knisternde LP-Überspielung, während Curzon zum Beispiel einwandfrei und makellos zu hören ist).


    https://www.amazon.de/Johannes…576007384&s=dmusic&sr=1-9

    Mit Thomas Sanderling / Philharmonia Orchestra gibt es die 4CD-Box gar für 3,89EURO beim Label DarpoDDD, 1995,
    (Bei jpc kostet diese Box allerdings unverschämte 45,99EURO)
    Wer kennt diese Aufnahme ?

    Lieber Wolfgang,


    falls Deine Anfrage von vor 12 Jahren noch aktuell ist ^^, ich höre gerade verstärkt die Brahms-Symphonien. Neben Karajans Aufnahmen, die ich auch toll finde, habe ich die von Dir genannte auch einmal für dreifuffzich auf dem Wühltisch gekauft, angesichts des Preises nicht viel erwartet, und war dann äußerst posititv überrascht: Thomas Sanderling spielt einen eher getragenen, aber überaus spannenden, vollmundigen Brahms, der zu keiner Zeit schleppt oder fahl bleibt. Hier glüht und blüht alles, und das Orchester entwickelt mitunter auch große Wucht und Energie. Auch der Klang ist sehr gut. Alles in allem eine tolle Einspielung, die ich Karajan durchaus an die Seite stellen würde, Thomas Sanderling fällt da, für mein Empfinden, überhaupt nicht ab!

    Ich halte es auch für einen Marketing-Gag, und sicher nicht für ein bedeutendes Kunstwerk, was da entstehen wird. Ich werde es mir aber sicher einmal anhören, auch wenn es mehr eine Spielerei ist als alles andere. Mich empört das Ganze auch nicht - ich finde es immer noch besser, wenn man sich in irgendeiner Weise mit dem vorhandenen Material auseinandersetzt, und wieder ein wenig mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit bringt, als das alles nur in der Schublade schlummert und vergessen wird.

    Mir hat es es ausgezeichnet gefallen! Ich pflichte Kurt zwar bei, dass Anna Netrebkos Stimme mittlerweile relativ dunkel ist für einen Sopran, dennoch finde ich, dass ihre Höhe auch immer noch strahlend ist, ebenso spricht die Mittellage gut an, sie singt sauber und sicher, engagiert und differenziert, und hat, finde ich, insgesamt ein sehr stimmiges und glaubhaftes Porträt der Floria Tosca geboten, sowohl stimmlich wie auch darstellerisch. Ich glaube, ein Problem ist tatsächlich die Tontechnik, ich hatte vermehrt den Eindruck, dass insbesondere bei den hohen Tönen im Forte, auch bei wuchtigem Orchester-Tutti, bisweilen irgendein Filter oder Kompressor greift, um Übersteuerung zu verhindern, und dass daher dann auch auf einmal die Steigerung ausbleibt, und die Höhe weniger kräftig und energiegeladen ist, als man es erwarten würde (ansonsten war die Tontechnik allerdings sehr gut, man konnte alles transparent und kristallklar hören).

    Francesco Meli hat ein sehr schönes, goldenes, lyrisches Timbre, wirkte am Anfang noch minimal verhalten auf mich, dann allerdings mit Steigerungen, aber insgesamt sehr hörenswerte Leistung, gerade bei einer solchen Premiere ist der Durck schon immens hoch. Dennoch muss ich auch hier Kurt beipflichten, etwas mehr Dramatik insbesondere bei "E lucevan le stelle" hätte ich mir mitunter auch noch gewünscht, aber dennoch gefiel er mir gut.

    Luca Salsi als Scarpia, ein kerniger, metallreicher Bariton, der sowohl geschmeidig-einschmeichelnd als auch böse-auftrumpfend sein kann. Auch darstellerisch ein kraftvoller, markanter Typ.

    Die Inszenierung packend, spannend, gute Personenführung. Obwohl ich diese Oper ich weiß nicht wie oft gesehen und gehört habe, hat es mich sehr berührt. Toll!

    Riccardo Chailly hat insgesamt sehr gut dirigiert, manches hätte für mein Empfinden ein bisschen straffer und energischer genommen werden können, er hat der Partitur allerdings sehr viel Detailreichtum abgewonnen und hat den Sängern Raum gegeben, um sich gut zu entfalten.

    Es wurde die Fassung der Aufführung gespielt, die sich laut dem Dirigenten an acht Stellen von der normalen Fassung unterscheidet (Te Deum a capella gesungen von Chor und Scarpia, ohne Blechbläser; ein paar Takte noch angehängt an Vissi d'arte, ein paar Takte mehr am Ende der Oper etc., keine einschneidenden Änderungen, wie ich fand.)

    Alles in allem großer Jubel, verdient, wie ich fand, und auch als Freund eher librettonaher Inszenierungen war ich mit der Regiearbeit von Davide Livermore sehr einverstanden. Hat mir insgesamt viel Freude bereitet!

    Die gesamte Aufführung wird in Bälde auch noch in der arte_mediathek abrufbar sein.


    https://www.arte.tv/de/videos/090625-001-A/tosca/

    Gut gelungen ist wiederum Karajans Aufnahme des Fliegenden Holländer von 1984, den er von der symphonischen Warte her deutet und ebenfalls recht kammermusikalisch ans Werk geht.

    Lieber lustein,


    Für die Orchesterleistung und das Dirigat volle Zustimmung, von der sängerischen Leistung her finde ich die Aufnahme aber doch sehr durchwachsen; José van Dam finde ich sehr fahl, angestrengt und ohne die notwendige Durchschlagskraft, auch ansonsten erscheint mir sein Gesang wenig differenziert und aussagekräftig. Dunja Vejzovic empfinde ich als solide, aber glanzlos. Einziger Lichtblick: Kurt Moll singt phantastisch. Peter Hofmann: auch nicht unbedingt ein Triumph...


    liebe Grüße

    Ich bevorzuge natürlich auch Stereo bzw. bestmögliche Klangqualität, gar keine Frage; dennoch kann ich auch ohne Probleme Mono- und Schellackplatten hören, obwohl ich auch 1973, also schon lange in der Stereo-Ära, geboren bin.


    Das hat zumindest den Vorteil, dass ich meine Möglichkeiten, Künstler und Interpreten zu entdecken, möglichst offen halten kann; einige unverzichtbare Aufnahmen wurden ja schon genannt (wie die Einspielungen der Callas), aber natürlich ist mittlerweile der Fundus an Stereo-Aufnahmen so gewaltig, dass auch bei mir Mono eher die Ausnahme bildet.


    liebe Grüße

    Ich lausche gerade einer Einspielung, die ich einer Radioübertragung verdanke, die anlässlich dieses festivals gemacht wurde:


    http://www.schlosskonzerte.de/…9/08/16/faszination-haydn


    Das klingt nicht nur wegen der Klangfarbe des Instrumentariums ungewöhnlich, auch die Intonation ist hier eigenwillig, to say the least, bei manchen Bläsern wackelt es ganz schön, auch die Streicher sind teilweise etwas auseinander; dies ist jedoch sicher nicht dem Unvermögen des ansonsten insgesamt sehr souverän musizierenden Orchesters geschuldet, sondern zeigt eben, wie schwer diese Instrumente zu spielen sind. Entschädigt wird man mit einem Ton, der eben nicht glatt poliert ist und sein kann, der Ecken und Kanten aufweist, und dennoch sehr harmonisch, charakteristisch und vielgestaltig ist. Die Interpretation vermeidet auch schroffe oder harte Akzente; insgesamt durchaus interessant, das einmal in dieser Form zu hören.


    Wenn es auch diese Symphonie in dieser Besetzung noch nicht auf CD gibt, so kann man zumindest der Capella Augustina und Andreas Spering bei der Interpretation von Haydns Schöpfung auf diesem Tonträger lauschen:


    In einem älteren „Tamino“-Beitrag wurde einmal erklärt, wie man es schafft, YouTube-Aufnahmen hier einzustellen. Leider habe ich das damals 'überlesen', weil ich da noch nicht vorhatte, ein „Tamino“-Mitglied zu werden. Ich würde mich freuen, wenn das Du oder einer von den 'Taminos' für mich – und natürlich auch zur Freude anderer Hörer – machen könnte.

    Lieber Carlo,


    es ist denkbar einfach: Du musst nur einfach ganz oben in youtube den Video-Link mit der Maus markieren und per Rechtsklick mit der Maus kopieren (für das Video, das ich hier unten einstelle, also sowas wie "https://www.youtube.com/watch?v=S1rz_l0VI0U")


    Und das kopierst Du einfach in das Textfeld - kennzeichnest es jedoch nicht als Link! Sonst erhältst Du, wie im Eintrag von Greghauser über mir, zwar die Links (was natürlich auch völlig OK ist), wenn Du aber einfach die Videolinkadresse ohne alles weitere Zutun in das Textfeld kopierst, wird daraus ein in Deinen Beitrag wunderschön eingebettetes Video:



    Die Software macht nämlich automatisch so etwas Ähnliches wie das hier daraus (ich habe ein "falsches" Leerzeichen bei https eingefügt, damit eben nicht automatisch das Video eingefügt wird, sondern der Text erhalten bleibt):


    "[media]h ttps://www.youtube.com/watch?v=S1rz_l0VI0U[/media]"


    Viel Spaß beim Ausprobieren!


    liebe Grüße

    Meine ganze Hoffnung ist, dass unter denen, die hier im Tamino-Kunstliedforum als Leser verkehren, wenigsten Einer oder Eine ist, die das mit einer solchen Intention tun.


    Lieber Helmut, genau das ist der Fall, und besonders die Verzahnung zwischen musikalischer Gestaltung und textlicher Ausdeutung wird von Dir oft in einer Weise erhellt und plausibel gemacht, die für mich hochinteressant und sehr bereichernd ist. Daher möchte ich mich mit diesem kurzen Zwischenruf zu Wort melden, in der Hoffnung, dass ich Dich damit in Deinem Schaffen bestätigen kann, und Dich nicht mit meinen "Durchhalteparolen" hier nerve....Ansonsten finde ich auch sehr spannend bei diesem Lied, wie die Verwendung der Chromatik und der Rückgriff auf eben nicht naheliegende Tonarten das innere Suchen, Zweifeln und Auseinanderdriften von Hoffnung und Wirklichkeit reflektiert, und das Lied erstaunlich modern klingen lässt, wenn man so will. Ansonsten finde ich die Aufteilung in Einleitung und Überblick einerseits und detailliertere, tiefergehende musikalische Betrachtung sehr gelungen und überzeugend!

    Für Spanien würde ich "La Vida breve" von Manuel de Falla vorschlagen, sowie Enrique Granados "Goyescas", auch wenn letztere eher als Klavierfassung bekannt ist. Man hat auch immer wieder versucht, so etwas wie eine umfangreiche Zarzuela als Oper zu promoten -so sehe ich es zumindest-, z. B. Tomás Bretón und seine "Dolores", oder auch Werke von Ruperto Chapí, das ist zwar auch alles tolle Musik, hingegen bin ich mir nicht sicher, ob man das wirklich als Oper, gar als Nationaloper führen sollte.


    Erste Versuche so etwas wie eine spanische Nationaloper zu etablieren, gab es auch schon früher, beispielsweise von Felipe Pedrell, und 1902 wurde tatsächlich auch seine Oper "Els Pirineus" -so der katalanische Titel, auf Spanisch würde der Titel "Los Pirineos" lauten, die Uraufführung in Barcelona war jedoch in italienischer Sprache- zum ersten Mal auf die Bühne gebracht.


    Diese schöne Partitur, die an Wagner und die italienische Operntradition denken lässt, setzte sich jedoch nicht durch; erst 2003 wurde die originale, katalanische Urfassung gespielt, nachzuhören in dieser youtube-Aufnahme:



    Die ambitionierte Oper dauert immerhin drei Stunden...Manuel de Fallas La Vida Breve ist zwar nur eine kurze Oper, hat sich jedoch, auch international, weitaus mehr Gehör verschaffen können als die Werke von Pedrell und seinen Mitstreitern. Daher würde ich selbige an erster Stelle nennen.

    Auch Robert Dean Smith und Peter Seiffert wären hier noch zu nennen.

    Lieber lustein, willkommen im Forum! Schön, dass Du hier schreibst.

    Indes möchte ich doch meine Vorbehalte bei Peter Seiffert zur Sprache bringen; ich kann die Kritik an Klaus Florian Vogt durchaus nachvollziehen, bin jedoch der Meinung, dass Seifferts Stimme tragfähig und durchschlagskräftig genug war, um auch in Wagner-Partien eine glaubwürdige und sehr gute Leistung zu zeigen.


    liebe Grüße