Mikhail Pletnev: Der Pianist

  • Lieber swjatoslaw ,


    inzwischen liegen auch die Reaktion des Konsulats Russlands vor und sehr genaue Details ueber die Eigentumsveraeltnisse Pletnevs in Thailand .


    Es gibt zig Berichte in verschiedenen Presseorgangen weltweit ueber diese | Vorkomnisse .


    Gruesse,


    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • Im Rahmen des Threads über Alternativen zu Steinway habe ich mir die hier abgebildete Cd mit 4 Mozart Klaviersonaten - gespielt von Mikhail Pletnev gekauft - er spielt einen Blüthner Konzertflügel "Concert Grand".
    Die Interpretation ist - gemessen an dem was ich an Aufnahmen von Mozarts Sonaten bisher kenne - und das sind doch einige - eher gewöhnungsbedürftig - was aber kein Qualitätsurteil darstellen soll. Schliesslich passt das auch auf Glenn Gould und Michaekl Endres - jeder auf seine Weise. Allerdings ist die Verfremdung eher eine sanfte. Ob man sie toleriert oder begrüßst, das muß jeder Hörer für sich entscheiden. Im schlimmsten Fall ist sie "interessant"
    Es wurde weiter oben im Thread schon einiges zu dieser Aufnahme geschrieben - das habe ich heute gelesen, nachdem ich gestern die Aufnahme abgehört habe und habe mich gefragt, was hier denn so anders an der Interpretation sei, und wie das die anderen Hörer empfunden hatten. "Verfremdend"- das traf es eigentlich recht gut - wenngleich ich persönlich nicht solch einen absoluten Ausdruck verwendet hätte. Ich hatte auch den Eindruck einer gewissen "Künstlichkeit" - was mir hier (und bei zahlreichen anderen Pianisten ebenso) abgeht, das ist der natürliche Fluß der Musik, das Ungekünstelte. Ich hatte eher den Eindruck des "Ausgeklügelten" und "konstruierten". Manch einer wird nun einwenden, diese Aussage träfe auf Alfred Brendel auch zu - aber dem würde ich entschieden widersprechen wollen. Wenn Brendel "ausgeklügelt" spielt, dann so daß man ein Ergebnis zu hören bekommt, das in jeder Hinsicht natürlich und perfekt wirkt. Da ist nichts "Gekünsteltes" hörbar - nur große Kunst.
    Ein kurzer Nachsatz am Schluß: Plenev wird - nach sechsjähriger Pause - auch wieder als Pianist auftreten.


    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !