LALO, Edouard: Le Roi d'Ys

  • Zauber der Oper


    Edouard Lalo (1823-1892)
    Le Roi d’Ys


    Oper in drei Akten und 5 Bildern
    Deutscher Titel: Der König von Ys
    Libretto: Edouard Blau
    Quelle: Bretonischer Sagenschatz
    Französisch gesungen
    Uraufführung am 7. Mai 1888 an der Opéra-Comique, Paris


    Das Geschehen spielt in frühchristlicher Zeit
    in der Bretagne


    DIE PERSONEN
    Der König von Ys
    Margared, die Thronfolgerin
    Rozenn, ihre Schwester
    Mylio, ein Ritter
    Karnac, ein Eroberer
    Jahel, ein Priester
    Saint-Corentin, ein Heiliger


    DIE HANDLUNG


    Erster Akt
    Die Stadt Ys in der Bretagne ist von einem dunkelhäutigen Heerführer - möglicherweise von der afrikanischen Küste – erfolgreich bekriegt worden. Nun muss er besänftigt werden. Was liegt näher, als dem Eroberer die Tochter des Königs als Gemahlin anzubieten. um eine emotionale Basis zu schaffen, damit das Land zukünftig in Frieden leben kann. Die dem Wohl der Allgemeinheit Geopferte ist nicht ganz einverstanden, weil das Herz bereits an einen anderen vergeben wurde. Der Hohepriester hat das Volk auf Jubel eingestimmt und der König von d’Ys das Machtwort gesprochen. Margared hat ihr Gesicht in kummervolle Falten gelegt und die Schwester fragt teilnahmsvoll, weshalb die Braut nicht glücklich ist. Der vom Vater auserwählte Partner ist ein exotischer Held und sieht dazu noch gut aus und zudem sei heute Weihnachten. Aus der Unglücklichen bricht es heraus: Von Kindesbeinen an liebt sie Mylio, der aber leider zur Zeit nicht greifbar ist, weil ein Schiff ihn aus der Stadt davongetragen hat. Er könnte wiederkommen und dann sieht er - o Schreck - dass sie einen anderen geheiratet hat. Das Zepter und die Krone, welche ihr als Thronfolgerin heute auf den Kopf gesetzt werden soll, möchte die Unzufriedene am liebsten wegschmeißen, aber sie will den Vater nicht erzürnen.


    Der Brautzug formatiert sich und lässt Rozenn mit ihren Gedanken allein zurück. In der Stadt herrscht Mangel an attraktiven Männern, so dass auch sie sich in den Gefährten ihrer Kindheit verliebt hat und in Gedanken nun sein Bild heraufbeschört. Sie wartet, dass er von seiner Erkundungsfahrt zurückkommen wird und schon steht er hinter ihr. Zum Liebesduett reicht die Zeit nicht, weil die Hochzeitsfeierlichkeiten der Schwester bereits begonnen haben. Die einfältige Rozenn hat nichts besseres zu tun, als in aller Hast vor der Hochzeit ihrer Schwester noch zuzuwhispern, dass Mylio wieder im Lande sei. Margared – wegen ihrer vornehmen Abstammung schreibt sie den Endkonsonanten ihres Vornamens nicht wie allgemein üblich mit einem „t“, sondern sie hat ein „d“ ausgewählt - hat nun überhaupt keine Lust mehr, sich für den Frieden des Landes zu opfern. Sie lehnt es ab, mit dem dunkelhäutigen Prinzen die Ehe einzugehen und verweigert den Hochzeitskuss. Der Opernchor missbilligt diese Ungezogenheit nachdrücklich und der verschmähte Karnac, zuerst hofiert und dann missachtet, bebt verständlicherweise vor Zorn. Er liebt es nicht, vorgeführt zu werden und Allüren kann er absolut nicht ausstehen. Zur seiner Hochzeitsgarderobe gehören auch ein paar Handschuhe. Einen davon zieht er aus und wirft ihn dem König vor die Füße, ein Zeichen tödlicher Herausforderung. Mylio beeilt sich, das Textil aufzuheben und weist sich damit als Streiter für den König aus. Das Volk jubelt, obwohl der vom König mühsam gekittete Frieden, nun erst einmal wieder zum Teufel ist. Die Kampfgenossen Karnacs bedeuten Mylo, dass er zittern soll.


    Zweiter Akt
    Die Gefühle Margareds haben sich erneut heftig entflammt und sie begehrt das Objekt Ihrer Leidenschaft mehr denn je. Doch was ist, wenn der heiß Begehrte sich für die jüngere Rozenn entscheidet? Sollte dieser Verdacht sich bestätigen, wird ihr Hass keine Grenzen kennen. Das Liebesduett der beiden hat sie belauscht, und sie hat auch mitbekommen, dass der König dem Neuankömmling die Schwester zur Frau verspricht, wenn er den Zweikampf gegen den schwarzen Eindringling gewinnt. Der Opernbesucher glaubt allerdings, dass er die Trophäe auch dann bekommen wird, wenn er verliert.


    Die erboste Margared knöpft sich die ahnungslose Schwester vor und bringt ihre Galle zum Überlaufen. Den beiden Verliebten, wünscht die Megäre Tod und Teufel auf den Hals. Die zartbesaitete Rozenn ist dem Gefühlsausbruch des stimmgewaltigen Mezzos mit ihrem zarten Stimmchen kaum gewachsen - auf meiner LP. sind es Rita Gorr kontra Janine Micheau - und steht vor einem Nervenzusammenbruch.


    Szenenwechsel
    Mylo hat das Duell erwartungsgemäß gewonnen. Der Schutzpatron von Ys, der heilige Corentin hat ihm geholfen. Seine Kapelle steht ganz in der Nähe, Mylo hat vor dem Duell dort gebetet und Gehör erlangt. Der Chor fordert, dass dem Heiligen die Ehre zuteil werden soll, die ihm gebührt.


    Karnac ist am Boden zerstört. Alle guten Geister haben ihn verlassen und die bösen ihm nicht geholfen. In seiner Betrübnis naht sich ihm die Braut, die vorher nichts mehr von ihm wissen wollte. Auch sie ist verdrießlich, weil der umschwärmte Mylo die schöne Schwester bekommt. Beide gründen eine Zweckgemeinschaft, um ihren Hassgefühlen Genugtuung zu verschaffen. Margared hat einen fertigen Plan im Kopf. Die Stadt liegt unter dem Meeresspiegel und ist von einem Deich umgeben. Wenn man die Floodgates einfach aufmacht, wird der königliche Bungalow unter Wasser gesetzt und Mann und Maus müssen ertrinken. Eine geniale Idee, Karnac frohlockt und man schreitet sofort zur Tat. Der Weg führt an der Kapelle des heiligen Corentin vorbei und die Stätte des Gebetes lädt zu einer kurzen Andacht ein. Wenn er ihre Ränke durchkreuzen will, höhnen die beiden, soll er sich beeilen und ein Wunder vollbringen. Der Säulenheilige lässt sich nicht provozieren und erwacht plötzlich zum Leben. Einen Kinderchor als Medium benutzend ermahnt er die Verstörten, von dem geplanten Unfug abzulassen. Ein Donnerwetter in der freien Natur bekräftigt glaubwürdig seine Botschaft.


    Dritter Akt
    Die Hochzeit zwischen Mylio und Rozenn ist beschlossene Sache. Die Brautleute haben gewechselt, aber die Hochzeitsgäste sind noch die gleichen. Man hat ein wenig Schabernack getrieben und Mylo befleißigt sich, seiner zukünftigen Gemahlin ein Ständchen zu bringen. Margared sieht das Glück der beiden, kann ihre Gefühle nicht mehr sortieren und will von ihrem Racheplan Abstand nehmen. Karnac verhöhnt sie und versteht es, den Hass zu schüren und sie erneut für den gemeinsamen Racheplan einzunehmen. Gehässig imitiert er, wie Mylo und Rozenn sich abschmatzten, was der Abgelehnten einen Stich ins Herz gibt.


    Margared führt Karnac zu den Schleusen und erklärt ihm den Mechanismus. Der König trauert um die in ihren Gefühlen fehlgeleitete Tochter und die Familie nimmt sich ihrer liebevoll an, als die Verstörte plötzlich zurückkommt. Mit einem freudigen Aufschrei wird sie von den Ihren begrüßt und in die Arme genommen. Die Familie weiß nämlich noch gar nicht, was die Törichte in ihren verletzten Gefühlen angestellt hat. Mylo kommt aufgeregt hinzu und eröffnet, dass er zu spät gekommen sei, eine Schandtat zu verhindern. Die Schleusen wurden von unbefugter Hand geöffnet, weil man vergessen habe, dort ein Verbotsschild anzubringen. Den Übeltäter habe er jedoch auf der Stelle unschädlich gemacht. Panik bricht aus und man flüchtet in Erwartung des Rettungshubschraubers auf das Dach und in die Baumkronen. Das arme Vieh! Die Schafe, wie werden sie blöken!


    Szenenwechsel
    Das Wasser steigt unaufhaltsam. Die Menge betet. Der heilige Corentin soll sich etwas einfallen lassen, zu irgendwas muss er schließlich nutze sein, wenn er schon ein Heiligtum für sich allein beansprucht. Eine alte Opernweisheit besteht darin, dass Götter sich beschwichtigen lassen, wenn ihnen ein Schlachtopfer angeboten wird. Vom schlechten Gewissen geplagt kommt Margared auf die Idee, dass sie diese Opfer sein möchte, damit die Wogen sich beruhigen und aufhören, die Stadt mit Wasser zu füllen. Sie klettert auf einen Felsen, hält eine kleine Ansprache an die Hochzeitsgäste und das königliche Küchenpersonal. In Ekstase lässt sie sich einfach nach vorn kippen und wird vom Gischt verschlungen.


    Das Opfer hat der Himmel angenommen, denn die Fluten verebben augenblicklich. Die Statue des heiligen Corentin wird noch einmal lebendig, erscheint in einem Lichtstrahl und lässt sich feiern. Mylio hebt mit leidenschaftlicher Stimme an, sich für die außerordentliche Gnade zu bedanken und der Chor kann nicht anders, tut es auch gern, als in Jubel auszubrechen. Der Seele der armen Margared soll der Himmel gnädig sein.


    Tamino 2005 – Engelbert Hellen

  • Meine Diskographie.....


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    Die älteren sind entfernt!


    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • LE ROI D’YS (Edouard Lalo)


    Légende bretonne en trois actes et cinq tableaux. Poème de Edouard Blau. Musique de Edouard Lalo.


    Création / Uraufführung: 7. 5. 1888, L’Opéra-Comique, Paris (Salle du Châtelet).


    Personnages / Personen:


    Le Roi d’Ys / Der König von Ys – Basse

    Margared, sa fille / Margared, seine Tochter – Mezzo-Sopran

    Rozenn, sa soeur / Rozenn, ihre Schwester – Sopran

    Mylio, un jeune Chevalier / Mylio, ein junger Ritter – Tenor

    Karnac, un Prince étranger / Karnac, ein fremder Fürst – Bariton

    Jahel, le Héraut / Jahel, der Herold - Bariton

    Saint Corentin / Der Hl. Corentin – Bass

    Seigneurs, Guerriers, Soldats, Pages, Écuyers, Peuple, Dames et Suivantes / Höflinge, Krieger, Soldaten, Pagen, Schildknechte, Volk, Damen und Gefolge - Chor



    Le Roi – Lucien Lovano / Margared – Germaine Cernay / Rozenn - Ginette Guillamat / Mylio – Gaston Micheletti / Karnac – Georges Ravoux / Jahel – Paul Gaudin / Un Choeur et l’Orchestre National de la Radiodiffusion / Dirigent: Desiré-Émile Inghelbrecht (Marseille, 1943). Eine Veröffentlichung von ‚Malibran Music‘ auf einer CD (CDRG 133) von 1999.


    (Das von Jean Mitsler 1934 gegründete Rundfunkorchester war 1940 wegen der deutschen Besetzung von Paris nach Marseille umgezogen und blieb dort mit seinem Chef-Dirigenten Desiré-Émile Inghelbrecht bis zur ‚Libération‘ 1944. Wegen der Ermordung eines deutschen Offiziers 1943 durch die Résistance kam es zu Vergeltungsmaßnahmen der deutschen Wehrmacht im mittlerweile von ihr vollständig besetzten Frankreich und die aus Paris angereisten Sänger konnten nicht dorthin zurückkehren. Man beschloss daher, die abgesagte konzertante Aufführung von „Le roi d’Ys“ auf Schallplatten aufzunehmen. Die Ouvertüre und die zweite Szene des zweiten Aktes wurden zwar auch eingespielt, aber die entsprechenden Acetatplatten sind verschollen.)



    Le Roi – Gustave Wion / Margared – Geneviève Moizan / Rozenn – Geori Boué / Mylio – Georges Noré / Karnac – René Bianco / Jahel – André Philippe / Saint Corentin – Charles Cambon / Le Choeur de la RTF / Chorltg.: René Alix / L’Orchestre Radio Lyrique de la RTF / Dirigent: Pierre Dervaux (Paris, 1954). Dieser Konzert-Mitschnitt erschien bei ‚Malibran Music‘ auf zwei CDs, gekoppelt mit Arien-Aufnahmen des Tenors Georges Noré. Es gibt zwei Katalognummern: OP 1016 und MR 604. Leider habe ich nichts Näheres über diese ‚Malibran‘-Veröffentlichung in Erfahrung bringen können.



    Le Roi – Pierre Savignol / Margared – Rita Gorr / Rozenn – Janine Micheau / Mylio – Henri Legay / Karnac – Jean Borthayre / Jahel – Serge Rallier / Saint Corentin – Jacques Mars / Le Choeur et l’Orchestre de la Radiodiffusion Franҫaise / Chorltg.: René Alix / Dirigent: André Cluytens (Paris, Salle de la Mutualité, 10. 6. - 15. 6. 1957). Die monaurale Aufnahme wurde mehrfach veröffentlicht: ‚Columbia‘ FCX 683/85 (3 LPs; 1958) - ‚La Voix de son Maitre’ 2 C 153-11068/69 (2 LPs; 1984) - ‚EMI‘ CMS 7 69858 2 (2 CDs, 1996) und ‚Warner‘ 0190295734855 (2 CDs: 2018).


    Den zwei CDs der ‚EMI‘ (CMS 7 69858 2) sind einige Arien-Aufnahmen mit Rita Gorr angehängt, die ihrem Recital von 1959 entnommen wurden. Begleitet vom Orchestre du Théâtre National de l’Opéra Paris unter André Cluytens singt sie auf dieser LP aus „Lohengrin“, „Tristan und Isolde“, „Werther“, „Don Carlo“, „Il trovatore“, „Cavalleria rusticana“, „Samson et Dalila“, „Orphée et Eurydice“ und „Alceste“.



    Le Roi – Jules Bastin / Margared – Jane Rhodes / Rozenn – Andréa Guiot / Mylio – Alain Vanzo / Karnac – Robert Massard / Jahel – Michel Llado / Saint Corentin – Pierre Thau / Le Choeur et l’Orchestre Lyrique de l’ORTF / Chorltg.: Marcel Couraud / Dirigent: Pierre Dervaux (Paris, Maison de la Radio, 10. 9. 1973). Eine konzertante Aufführung, deren Mitschnitt von ‚Le Chant du Monde‘ auf zwei LPs (LDX 78879-80) bzw. zwei CDs (LDC 278 879-80) herausgegeben wurde. (Der Bariton Robert Massard ist am 26. 12. 2025 im Alter von 100 Jahren gestorben.)


    Die niederländische ‚Gala‘ hat diese Aufnahme ebenfalls im Programm (GL 100.599 / 2 CDs) und ergänzt sie mit zwölf historischen Aufnahmen aus dieser Oper mit Yvonne Brothier, Germaine Cernay, Bernadette Delprat, Suzanne Juyol, Madeleine Sibille, Ninon Vallin, André d’Arkor, Léon Laffitte, Jean Marny, Gaston Micheletti, Joseph Rogatchewsky, César Vezzani und Miguel Villabella.



    Le Roi – Juan Soumagnas / Margared – Gillian Knight / Rozenn – Christiane Chateau / Mylio – Antonio Barasorda / Karnac – Stuart Harling / Jahel – Michel Vallat / Saint Corentin – Juan Soumagnas / The Wexford Festival Chorus / Chorltg.: Kenneth Cleveland / The RTÉ Symphony Orchestra / Dirigent: Jean Périsson (Wexford, National Theatre, 26. 10. 1975). Eine Inszenierung von Jean-Claude Auvray für das jährliche Festival im irischen Wexford, aufgenommen von Raidió Teilifís Éireann.



    Le Roi – Michel Hubert / Margared – Jane Rhodes / Rozenn – Christiane Eda-Pierre / Mylio – Jean Dupouy / Karnac – Jacques Trigeau / Jahel – Mario Hacquard / Saint Corentin – Pierre d’Hollander / Le Choeur et le Nouvel Orchestre Philharmonique de Radio France / Chorltg.: Jacques Jouineau / Dirigent: Jean-Pierre Marty (Paris, Salle Pleyel, 1978*). Der Mitschnitt der konzertanten Aufführung ist auf zwei CDs bei ‚Premiere Opera‘ (15672) und bei ‚La Maison de la Lirique‘ als Download erschienen. *Es werden allerdings zwei verschiedene Daten genannt: 14. 3. 1978 (‚La Maison de la Lirique‘) und 24. 11. 1978 (‚L‘Avant-Scène Opéra’).



    Le Roi – Pierre Thau / Margared – Glenys Linos / Rozenn – Marion Sylvestre / Mylio – Alain Vanzo / Karnac – Alain Fondary / Jahel – Bertrand Kovack / Saint Corentin – Michel Bouvier / Smesen Khor ‚Rodina‘, Sofia (Der Gemischte Chor ‚Rodina‘ aus Sofia) / Chorltg.: Vassil Arnaudov / L’Orchestre Philharmonique des Pays de la Loire / Dirigent: Marc Soustrot (Carpentras, Place de la Cathédrale, 21. 7. 1984). Ein privater Audio-Mitschnitt der Freilicht-Aufführung vor der Kathedrale Saint-Siffrein während des ‚Festival de Carpentras 1984‘ (Regie: Jacques Karpo).



    Le Roi – Marc Vento / Margared – Cleopatra Ciurca / Rozenn – Barbara Hendricks / Mylio – Tibère Raffalli / Karnac – Alan Titus / Jahel – Mark Pedrotti / Saint Corentin – Greg Ryerson / The Schola Cantorum, New York / Chorltg.: Hugh Ross / Choreinstudierung: Robert de Ceunynck / The Opera Orchestra of New York / Dirigentin: Eve Queler (New York, Carnegie Hall, 14. 4. 1985). Eine konzertante Aufführung in französischer Sprache, festgehalten von ‚Opera Vault‘ (13020-2 / 2 CDs).



    Le Roi – Jean-Philippe Courtis / Margared – Delores Ziegler / Rozenn – Barbara Hendricks / Mylio – Eduardo Villa / Karnac – Marcel Vanaud / Jahel – Philippe Bohée / Saint Corentin – Michel Piquemal / Les Choeurs et l’Orchestre Philharmonique de Radio France / Chorltg.: Michel Tranchant / Dirigent: Armin Jordan (Paris, Radio France, Studio 104, März/April 1988). Eine Studio-Produktion der ‚Erato‘ (245 015-2) auf zwei CDs, veröffentlicht 1990.



    Le Roi – Jacques Mars / Margared – Glenys Linos / Rozenn – Marion Sylvestre / Mylio – Alain Vanzo / Karnac – Juan-Carlos Moralès / Jahel – Christian Davesnes / Saint Corentin – Christian Poulizac / Le Choeur et l’Orchestre de l’Opéra de Tours / Dirigent: Robert Martignoni (Tours, Grand Théâtre, 19. 2. 1989). Ein Privat-Mitschnitt einer Bühnenaufführung in der Regie von André Battedou.



    Le Roi – Christian Tréguir / Margared – Nona Javakhidze / Rozenn – Nathalie Manfrino / Mylio – Florian Laconi / Karnac – Olivier Grand / Jahel – Patrick Vilet / Saint Corentin – Jean Vendassi / Le Choeur de l’Opéra Théâtre de Saint-Étienne / L’Orchestre Symphonique de Saint-Étienne / Dirigent: Laurent Campellone (Saint-Étienne, Opéra Théâtre, 4. 3. 2007). Ein Privatmitschnitt der zweiten Vorstellung (Premiere am 2. 3. 2007). Eine Coproduktion des Opernhauses im ostfranzösischen Saint-Étienne mit der Königlichen Oper im belgischen Lüttich/Liège (siehe unten).



    Le Roi – Paul Gay / Margared – Sophie Koch / Rozenn – Inva Mula / Mylio – Charles Castronovo / Karnac – Franck Ferrari / Jahel – André Heyboer / Saint Corentin – Éric Martin-Bonnet / Le Choeur et l’Orchestre National du Capitole de Toulouse / Dirigent: Yves Abel (Toulouse, Théâtre du Capitole, 14. 10. 2007; Premiere am 5. 10. 2007). Die Veröffentlichung des Rundfunkmitschnitts von ‚France Musique‘ durch den ehemaligen ‚Opera-Club.net‘ auf zwei CDs (‚Fiori‘ FI-1139) brachte zusätzlich 13 Aufnahmen der ‚Aubade‘ des Mylio (‚Vainement, ma bien-aimée‘) mit Léon Laffitte, Nellie Melba, Miguel Villabella, Joseph Rogatchewsky, Gaston Micheletti, André d’Arkor, César Vezzani, Tino Rossi, Beniamino Gigli, Nicolai Gedda, Alain Vanzo, Alfredo Kraus und Roberto Alagna.


    Leider wurde diese Produktion (Bühnenbild: Ezio Frigerio; Kostüme: Franca Squarciapino; Regie: Nicolas Joel) nicht vom Fernsehen festgehalten. ‚Opéra International‘ schreibt dazu: „Bref, une imagerie à la fois traditionnelle et efficace, aux antipodes du ‚Regietheater‘ en vogue sur certains scènes de l’Hexagone, évoqué avec sobriété.“ (‚Kurzum, eine Bildsprache, die sowohl traditionell als auch wirkungsvoll ist, im Gegensatz zum ‚Regietheater‘, das auf einigen Bühnen in Frankreich in Mode ist und mit Nüchternheit evoziert wird.‘)



    Le Roi – Éric Martin-Bonnet / Margared – Giuseppina Piunti / Rozenn – Guylaine Girard / Mylio – Sébastien Guèze / Karnac – Werner van Mechelen / Jahel – Marc Tissons / Saint Corentin – Léonard Graus / Le Choeur et l’Orchestre de l’Opéra Royal de Wallonie-Liège / Chorltg.: Edouard Rasquin / Dirigent: Patrick Davin / Bühnenbild: Alexandre Heyraud / Kostüme: Frédéric Pineau / Inszenierung: Jean-Louis Pichon / Video-Regie: Matteo Ricchetti (Liège/Lüttich, Opéra Royal, 1. 4. und 3. 4. 2008). Eine Veröffentlichung von 2012 bei ‚Dynamic‘ aus Italien auf CD (CDS 592/1-2) und DVD (33592). Diese Produktion war im März 2007 auch in Saint-Étienne zu sehen (siehe oben).



    Le Roi – Curtis Streetman / Margared – Dana Beth Miller / Rozenn – Georgia Jarman / Mylio – Frédéric Antoun / Karnac - Eugene Brancoveanu / Jahel und Saint Corentin – Andrew Nolen / The Concert Chorale of New York / Chorltg.: Richard Vogt / The American Symphony Orchestra / Dirigent: Leon Botstein (New York, Avery Fisher Hall, 3. 10. 2008). Die Generalprobe des Konzerts wurde für das Archiv des ASO (American Symphony Orchestra) mitgeschnitten.



    Le Roi – Nicolas Courjal / Margared – Kate Aldrich / Rozenn – Judith van Wanroij / Mylio – Cyrille Dubois / Karnac – Jérôme Boutillier / Jahel und Saint Corentin – Christian Helmer / Nemzeti Énekkar (Der Ungarische Nationalchor) / Chorltg.: Csabá Somos / Nemzeti Filharmonikus Zenekar (Das Ungarische Philharmonische Nationalorchester) / Dirigent: György Vashegyi (Budapest, Müpa, Nationaler Konzertsaal ‚Béla Bartók‘, 9. 1. und 11. 1. 2024). Eine Live-Aufnahme vom ‚Palazzetto Bru Zane‘ (BZ 1060) auf zwei CDs.



    Le Roi – Nicolas Courjal / Margared – Isabelle Druet / Rozenn – Judith van Wanroij / Mylio – Cyrille Dubois / Karnac – Christian Helmer / Jahel und Saint Corentin – Zsombor Cserményi / Nemzeti Énekkar / Chorltg.: Csabá Somos / Nemzeti Filharmonikus Zenekar / Dirigent: György Vashegyi (Amsterdam, Concertgebouw, 3. 2. 2024). Diese ‚Zaterdag-Matinée‘ wurde live vom niederländischen Rundfunksender ‚NPO Klassiek‘ übertragen.



    Die stimmungsvolle Ouvertüre zu „Le Roi d’Ys“ war in Zeiten, als beim Eiskunstlauf noch nach klassischer Musik getanzt wurde, öfters im Fernsehen zu hören. Sie wurde mehrfach auf Tonträgern eingespielt; ich habe sie auf LP mit Antonio de Almeida (L’Orchestre de l’Opéra de Monte Carlo; ‚Philips‘), Jean Martinon (Chicago Symphony Orchestra; ‚RCA Victor‘), Paul Paray (Detroit Symphony Orchestra; ‚Mercury‘) und Yan-Pascal Tortelier (BBC Symphony Orchestra; ‚Chandos‘).


    Das berühmteste Stück der Oper ist aber die ‚Aubade‘ - das Morgenständchen - das Mylio seiner Braut Rozenn zu Beginn des dritten Aktes bringt (‚Puisqu‘on ne peut fléchir ces jalouses gardiennes…. Vainement, ma bien-aimée!‘). In neueren Aufnahmen habe ich z. B.: Roberto Alagna (Bertrand de Billy; ‚EMI‘), Marcelo Álvarez (Marcello Viotti; ‚Sony‘), José Carreras (Jacques Delacôte; ‚EMI‘) , Nicolai Gedda (Georges Prêtre; ‚EMI‘), David Hobson (Marco Guidarini; ‚ABC Classics‘), Jonas Kaufmann (Bertrand de Billy; ‚Sony‘), Petr Nekoranec (Christopher Franklin; ‚Supraphon‘), Michael Schade (Richard Bradshaw; ‚CBC Records‘) und zweimal Alain Vanzo: (Jésus Etcheverry; ‚Le Chant du Monde‘) / (Georges Prêtre; ‚Forlane‘).



    Carlo

  • Nachtrag:



    Mady Mesplé und Nicolai Gedda singen das Duett Rozenn-Mylio (‚Cher Mylio!… A l‘autel j’allais rayonnant!’) aus dem dritten Akt (1. Szene) von „Le Roi d’Ys“ auf der LP „Duos d’Opéras Franҫais“ von ‚La Voix de son Maitre‘ (2 C 069-14010) aus dem Jahr 1975 unter der musikalischen Leitung von Pierre Dervaux. (Ferner sind auf dieser LP mit den beiden Sängern Duette aus „Manon“, „Les Pêcheurs de perles“, „Les Huguenots“, „Roméo et Juliette“, „Mireille“ und „Orphée et Eurydice“ enthalten.)



    Diese LP ist 1993 komplett auf eine Doppel-CD mit dem Titel „Airs et Duos d’Opéras“ übernommen worden, die auch zwei vollständige Arien-Recitals mit Mady Mesplé enthält: a) aus französischen Opern – „Roméo et Juliette“, „Lakmé“, „Hamlet“, „Mignon“, „Manon“, „Les Pêcheurs de perles“ und „Les Contes d’Hoffmann“ – dirigiert von Jean-Pierre Marty (2 C 069-10411 / 1969) und b) aus italienischen Opern – „Lucia di Lammermoor“, „Rigoletto“, „La Gazza ladra“, „I Capuleti e i Montecchi“, „La Sonnambula“ und „Il Barbiere di Siviglia“ – mit dem Dirigat von Gianfranco Masini (2 069-12889 / 1975). Ich habe alle drei LPs (bei denen jeweils das Orchester des Théâtre National de l’Opéra de Paris spielt), aber nicht die Doppel-CD von ‚EMI France‘ aus dem Jahre 1993 (5 69282 2).



    Carlo

  • Nachtrag:


    Der spanische Bariton Juan Carlos Morales hat 2024 einige Audio-Mitschnitte seiner Auftritte ins Internet gestellt, so auch diesen hier:


    Le Roi – Christian Poulizac / Margared – Cathérine Decaen / Rozenn – Andrée Caroubi / Mylio – Alain Vanzo / Karnac – Juan Carlos Morales / Jahel – Dominique Rossignol / Saint-Corentin – Jean-Marie Delpas / Le Choeur et l’Orchestre du Grand Théâtre de l’Opéra de Dijon / Dirigent: Michel Lehmann (Dijon, Grand Théâtre de l’Opéra, 17. 2. 1991). Ein relativ später Auftritt des 62jährigen Alain Vanzo.


    Carlo

  • Ein dritter Nachtrag:


    Le Roi – Lionel Sarrazin / Margared – Anne Salvan / Rozenn – Maryse Castets / Mylio – Luca Lombardo / Karnac – Philippe Bohée / Jahel – Yvan Rebeyrol / Saint-Corentin – Jean-Paul Weinberg / Le Choeur de l’Opéra de Metz / Chorltg.: Jean-Pierre Aniorte / L’Orchestre Philharmonique de Lorraine / Dirigent: Giuseppe Grazioli (Metz, Opéra-Théâtre, 17. 11. 1998). Ein privater Mitschnitt. Eine Produktion in der Regie und Ausstattung von Antoine Selva, die im Oktober 1997 schon in Tours zu sehen war (mit Mireille Delunsch als Rozenn, Lidia Tirendi als Margared, Jean-Francis Monvoisin als Mylio und Gaëtan Laperrière als Karnac).


    Le Roi – Patrick Bolleire / Margared – Anaïk Morel / Rozenn – Lauranne Oliva / Mylio – Julien Henric / Karnac – Jean-Kristof Bouton / Jahel – Jean-Noël Teyssier / Saint-Corentin – Fabien Gaschy / Le Choeur de l’Opéra National du Rhin / Chorltg.: Hendrik Haas / L’Orchestre National de Mulhouse / Dirigent: Samy Rachid / Ausstattung: Pierre-André Weitz / Regie: Olivier Py / TV-Regie: Julien Hanck (Strasbourg, L’Opéra, 17. 3. 2026). Der ‚Stream‘ ist verfügbar bis 8. 11. 2026 auf ‚Opera Vision‘.


    Carlo