Ensemble Intercontemporain

  • Ein französisches Ensemble


    1976 gründete Pierre Boulez das Ensemble Intercontemporain, erfährt man auf der Webseite des Ensemble Intercontemporain.


    Die Musiker des Ensembles Intercontemporain haben ein reiches und sehr vielfältiges Konzertprogramm:


    https://www.ensembleintercontemporain.com/en/calendar/


    Die 31 Solisten des Ensembles teilen die Leidenschaft für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie werden mit unbefristeten Verträgen angestellt, die es ihnen ermöglichen, die Hauptziele des Ensembles zu erfüllen: Aufführung, Schaffen und Ausbildung für junge Musiker und die breite Öffentlichkeit. Unter der künstlerischen Leitung von Matthias Pintscher arbeiten die Musiker eng mit Komponisten zusammen, erforschen Instrumentaltechniken und entwickeln Projekte, die Musik, Tanz, Theater, Film, Video und bildende Kunst miteinander verweben.

    In Zusammenarbeit mit dem IRCAM (Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique) ist das Ensemble intercontemporain auch auf dem Gebiet der synthetischen Klangerzeugung tätig. Regelmäßig werden neue Stücke in Auftrag gegeben und aufgeführt.

    Das Ensemble ist bekannt für seinen starken Schwerpunkt auf Musikvermittlung: Konzerte für Kinder, kreative Workshops für Studenten, Trainingsprogramme für zukünftige Künstler, Dirigenten, Komponisten usw.

    Das Ensemble, das in der Cité de la musique – Philharmonie de Paris ansässig ist, tritt in Frankreich und im Ausland auf und nimmt Aufnahmen auf und nimmt an den wichtigsten Festivals weltweit teil.

    Das Ensemble wird vom Kulturministerium finanziert und erhält zusätzliche Unterstützung von der Pariser Stadtverwaltung.


    Eine Doppel-CD mit Werken des Leiters Matthias Pinschers.




    Ein Projekt mit Musik zu einem Film über Gerhard Richter von Steve Reich ist die jüngste Einspielung.


    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • Lieber moderato , vielen Dank, dass Du den Thread zum ensemble intercontemporain eröffnet hast. Ich hatte bisher noch nicht den Mut. Es ist weltweit das bekanntetste und auch eines der einflussreichsten, die sich für die zeitgenössische Musik einsetzen. Viele (ehemalige) Ensemblemitgleider konzertieren auch als Solisten, wie Pierre-Laurent Aimard, Florant Boffard oder der Bratschist Garth Knox.


    Ich liebe auch Aufnahmen des Ensembles, wo sie repertoiremäßig ein bisschen "Retro" drauf sind ...



    Hier finden sich Intégrales von Edgar Varèse (1925), oder das Klarinettenkonzert von Elliott Carter (1996) aber auch das neue Streichquartett von Steve Reich WTC 9/11. John Cage und Morton Feldman sind auch vertreten. Eine wirklich sehr empfehlenswerte Scheibe. Über die Qualiät der Interpretation verliere ich kein Wort.


    Auch ein wenig Retro und trotzdem großartig ist:



    Es enthält Bartók Kontraste, seine Sonate für zwei Klaviere :thumbup: und von Ligeti das Cellokonzert, das Klavierkonzert und das violinkonzert ....

  • Lieber atewes


    Ehrlich gesagt, finde ich die Konzertprogramme des Ensemle Intercontemporain mehr der Jetzt-Zeit zugewandt und aufregender als die CDs, die es von ihnen gibt. Was mir auffällt, ist die aktuelle, vielfältige Zusammenarbeit mit verschiedenen Konzertorten. Das mag der Zusammensetzung des Ensembles geschuldet sein, denn es sind Solisten, die dem Ensemble angehören. Für die Planung, wer, wann, wo für ein Zusammenspiel Zeit hat, ist es eine logistische Herausforderung.

    Und in einer Kulturmetropole wie Paris als Zentrum ist es einfacher ein interessiertes und aufgeschlossenes Publikum für Zeitgenössisches zu finden.


    Aber wie der der Name des Ensembles besagt, es will Zeiten verbinden. Deshalb vielleicht auch die eher, wie du es bezeichnest, dem Retro verpflichtete CD Aufnahmen.


    LG moderato

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    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • Aber wie der der Name des Ensembles besagt, es will Zeiten verbinden. Deshalb vielleicht auch die eher, wie du es bezeichnest, dem Retro verpflichtete CD Aufnahmen.

    Da mag etwas dran sein. In letzter Zeit gibt es bei mir auch mehr Klangforum oder musikfabrik .... Aber ich habe keinen wirklichen Überblick über alle Veröffentlichungen.


    im Jahr 1984 jedenfalls veröffentlichte das ensemble intercontemporain unter Pierre Boulez Kammermusik von Frank Zappa. Ich kenne kein anderes ensemble, was das gemacht hat :)



    Ich hatte es mir 1984 als Platte (damals bei EMI noch erschienen) geholt und nie bereut ...


    BTW Pierre-Laurent Aimard spielt darauf Klavier!

  • Das ensemble Intercontemporain bekam 2022 den Polar Prize für Musik verliehen


    https://www.polarmusicprize.or…nsemble-intercontemporain


    Aus dem Text


    The Polar Music Prize 2022 is awarded to the Paris-based Ensemble intercontemporain, founded by Pierre Boulez with the support of Michel Guy (who was Minister of Culture at the time) and Nicholas Snowman. Many masterpieces have been created by composers having one particularly brilliant musician or exceptional instrument in mind while composing. Ensemble intercontemporain is the Stradivarius of modern music and has inspired the greatest composers of our time to create new masterpieces since the 1970s. Thanks to its openness to new technology and collaborating with other art forms, this groundbreaking ensemble has been enormously important for pushing progress. Ensemble intercontemporain, under the guidance of music director Matthias Pintscher, is made up of 31 soloists and has a repertoire that now includes over 3,000 modern pieces. Thanks to its focus on creativity, innovation and high quality, as well as focusing on engaging with young musicians, the ensemble has helped to advance the entire world of music.


    Videos zur Preisverleihung


    Wer gerne Preisverleihungen sieht, kann hier einen Blick investieren. Der musikalische Direktor Olivier Leymarie nimmt den Preis entgegen. Matthias Pinterscher war leider verhindert. Das Gespräch an sich könnte aber auch interessieren.