Beiträge von Melomane

    Hier würde mich interessieren, was Dich nicht überzeugt hat. Mir wurde er empfohlen ...

    Mir war er im Höhenbereich etwas zu spitz oder - anders formuliert - sehr nüchtern. Der musical fidelity für den ich mich letzten Endes statt dessen entschieden habe, war klanglich runder, wenn vielleichtauch genau genommen etwas schönzeichnend. Ich habe beide mit dem Beyerdynamic DT 1990 getestet, der musical fidelity war mit diesem an sich schon sehr nüchternen Kopfhörer das bessere match.

    Ist aber Geschmackssache. Bei ebay-Kleinanzeigen wird gerade ein Drachenfels in der USB-Version für 550 Euro angeboten...

    Liebe/r Melomane,


    der Clear von astewes wird an einem Cambridge 200m betrieben, der von Holger an einem Lehmann Audio Linear (analog also ohne Dac).

    Auch ich betreibe meine Elear an einem Cambridge Magic Plus.
    wir sind alle sehr zufrieden mit der Kette.
    Ich kann nur empfehlen dem Händler deines Vertrauens mit dem Clear zu besuchen und zu testen.

    Das Lehmann tolle Kopfhörerverstärker baut, steht außer Frage.

    Da ich aber eine Kombination aus DAC und KHV suche, käme für mich nur der Audio LinearD Mk II in Betracht. Den Drachenfels habe ich intensiv getestet und er hat mich nicht überzeugt. Wenn ich aber über 1500 Euro für ein solches Gerät ausgebe, fände ich einen symmetrischen Betrieb schon gut. Daher tendiere ich eher zum Focal Arche oder zum Sennheiser HDV 820.

    2. Ich musste mir ja für knapp 300 Euro ein vernüftiges Kabel mit Klinkenstecker dazu kaufen, was man beim Preis immer bedenken sollte! Nun habe ich aus reiner Neugier ein 08/15-Adapterkaber von 3,5 auf 6,35 im Handel gekauft, so für knapp 20 Euro mit vergoldeten Kontakten.

    In der Tat ist das keine Glanzleistung von Focal, dass beim Focal Clear Mg - anders als beim Vorgängermodell - nur noch ein kurzes Klinkenkabel (und ein 3 m langes vierpoliges XLR-Kabel) im Lieferumfang enthalten ist. Wahrscheinlich geht man davon aus, dass fast jeder, der sich einen so teuren Kopfhörer zulegt, ihn auch symmetrisch betreibt. Das ist aber meines Erachtens ein Irrglaube, da es natürlich auch sehr gute Kopfhörerverstärker gibt, die nicht symmetrisch betrieben werden.

    Wenn ich das richtig sehe, sind das reine Kopfhörerverstärker. Welchen DAC benutzt Du denn?

    Für den TEAC benutze ich einen Aune S6, der zwar auch gleichzeitig ein Kopfhörerverstärker ist, der mich allerdings dahingehend nicht begeistert hat. Als DAC gefällt er mir aber gut.

    Den Musical Fidelity habe ich an meinen Marantz NR 1200 angeschlossen, das ist kein eigentlicher DAC, sondern eine Kombination aus Verstärker und Netzwerkplayer.

    Den Focal Arche würde ich mir gerne für das Arbeitszimmer zulegen und finde ich es natürlich sehr gut, dass es sich um eine Kombination aus HPA und DAC handelt...

    Da wir gerade beim Thema Focal Clear sind: Hat jemand Erfahrung mit dem Kopfhörerverstärker aus dem Hause Focal, dem Focal Arche? Ich betreibe meinen Focal Clear momentan abwechselnd mit dem Musical Fidelity mx-hpa und dem TEAC ha-501. Beide sind zweifelsohne sehr gute Kopfhörerverstärker, aber ich überlege, mir dort ein Upgrade zuzulegen. Andererseits sind 2500 Euro schon ein Brett, daher hier meine Frage, ob jemand Erfahrungen mit dem Focal Arche hat.

    Aber dank geringerer Subventionen und postcoronabedingt wird das unter Umständen selbst eintrocknen, denn die Hemmschwelle ein Opernhaus zu besuchen wird nun schon dadurch höher, daß viele einstige Opernbesucher es aus Angst vor einer Ansteckung meiden.Genau - Ein Thread zum Thema Regietheater ist immer willkommen:hello:

    Zumindest in Wien wird das noch ein bisschen dauern, fürchte ich...

    Bogdan Roscics Vertrag an der Staatsoper wurde kürzlich bis 2030 verlängert (https://www.nmz.de/kiz/nachric…-hat-bis-2030-verlaengert), an der Volksoper beginnt Lotte de Beer jetzt ihre Intendanz, am Theater an der Wien Stefan Herheim, da trocknet so schnell zumindest in der Donaumetropole gar nichts ein...

    Kann jemand dazu Laut geben?

    Habe mir die erste komplett angehört. Sehr transparenter, federnder Orchesterklang, eine logische Fortschreibung des (aus meiner Sicht) gelungenen Zugangs zu den Mozart- und Beethoven-Symphonien mit demselben Klangkörper. Den ganz großen interpretatorischen Stempel habe ich nach der ersten "Brahms" jetzt noch nicht erkennen können, besonders der letzte Satz war mir dann doch eine Spur zu pauschal.

    Ob eine Anschaffung lohnt? Schwer zu sagen, dann die Konkurrenz an großen Aufnahmen der Brahms-Symphonien ist bekanntlich gewaltig. Ich bin froh, dass ich mir dank Tidal diese Frage nicht stellen muss.

    Daher muss ich mich nicht von Melomane hier beschimpfen lassen, dass ich zu dumm sei, diesen zu öffnen.

    Dass ich dich "dumm" genannt habe bzw. "beschimpft" habe, kannst du hoffentlich belegen. Ansonsten würde ich dir raten, solche haltlosen Unterstellungen zu unterlassen, ansonsten könnte das sehr unangenehm für dich werden.

    Ich kann den Link aus diesem Forum heraus problemlos öffnen und den Podcast zur Gänze hören. Und habe keinen Spotify Premium-Account.

    Eben. Genau darum lässt die Forensoftware mittlerweile auch zu, dass man einzelne Titel (Podcast-Folgen gelten ja bei spotify als "Titel") hier verlinkt...

    Ah ok, das meinst du. Das "Balanced Cable" habe ich bei Sennheiser bestellt - ist ein Voucher, der dem Paket beiliegt, kommt dann kostenlos. Momentan nutze ich ihn nur per Cinch. Dürfte dann nochmal eine Verbesserung geben.

    Wurde der Adapter auf die zwei dreipoligen xlrs auch von sennheiser mitgeliefert oder hast du den separat bestellt?

    Hi also unten auf dem Bild sieht man ne HD 800 oder s, da ist aber nen Adapter an dem Kopfhörer

    mf_sennhd800s.jpg




    KHV

    Ja. Der musical fidelity mx-hpa hat zwei dreipolige xlr-ausgänge, wenn man einen Kopfhörer symmetrisch an diesen Verstärker anschließen will, braucht man diesen Adapter.

    Die Firma Lake People möchte ihre Produkte verkaufen und deren Marketingfirma wird daher Argumente (er)finden, warum man bei ihnen Geräte kaufen soll. (Der Link spielt nur 30 Sekunden, einen Satz.)

    Jede Firma will ihre Produkte verkaufen und daran ist auch absolut nichts verwerflich, insbesondere dann, wenn es sich - wie im vorliegenden Fall - um hervorragende Produkte handelt.

    In diesem konkreten Fall äußert sich der Firmengründer sehr detailliert dazu, wie er seine HPAs aufbaut und was welche Art des Aufbaus für das Hörerlebnis bringt.

    Was man aus dem Podcast für sich herauszieht, kann natürlich jeder selbst entscheiden. Dass du dir nach nur 30 Sekunden Hören ein Urteil über den Podcast anmaßt, finde ich persönlich schon mutig. Noch erstaunlicher finde ich allerdings, dass dein technischer Sachverstand ganz offensichtlich nicht dazu auszureichen scheint, den Link zu öffnen. In diesem Zusammenhang kann jeder Leser deine Aussagen zu Macbooks, Apple, Drähten und Verstärkern allerdings auch sehr gut einordnen.

    Wozu benötigt man einen Kopfhörerverstärker? Jedes Gerät hat doch bereits einen eingebaut, denn das sind doch nur ein paar Cent. Auch der von mir verwendete kleine YDA138 Verstärker hat einen integriert.

    Wenn man sich mal ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzen will, kann ich folgenden Podcast mit dem Mitbegründer und Chefentwickler von Lake People, Fried Reim, sehr empfehlen:



    Nicht wenige sind der Ansicht, dass die von ihm entwickelten Violectric-HPAs die besten im für Normalverdiener erschwinglichen Preissegment sind.

    Würdest Du Dich bereit erklären, dazu kurz etwas im entsprechenden Thread zu schreiben - zB die drei besten Aufnahmen, oder vielleicht eine Top-Aufnahme, und eine, die Dich eher enttäuscht hat? Das würde mich sehr interessieren.

    Das kann ich gerne tun, vielleicht komme ich am Wochenende dazu...



    Zum eigentlichen Thema der Frage hat Dave Hurwitz ein eigenes Video produziert, wo er noch einmal detailliert auf die Vorzüge (und auch Nachteile) der Szell-Aufnahmen eingeht:


    Stellen wr uns das fiktive Szenario vor, ein Streaming oder Downöload Anbieter nähme jetzt sämtliche - auch historische russische Aufnahmen aus dem Angebot. Auch wenn es spekulativ ist, so ist es doch möglich.

    Für Streaming verstehe ich den Gedanken, aber was macht es demjenigen, der die entsprechende Aufnahme schon heruntergeladen hat?


    Erfreulicherweise konnte übrigens nach Jahren der Talfahrt die Musikindustrie in Deutschland wieder den Umsatz steigern (was sicherlich auch mit dem Rückgang an "Live"-Events durch Corona zu tun hat):


    https://www.faz.net/aktuell/wi…-10-prozent-17845596.html


    Streaming und Vinyl (!) ist auf dem Vormarsch, die CD hat gegenüber dem Vorjahr erneut 16 % an Umsatz eingebüßt. Dennoch bleibe sie "ein wichtiges Element".

    Natürlich. Nur liegt das Problem woanders. Als Sammler, der schon eine große Sammlung hat, ist das Interesse sehr selektiv. Und genau die ganz besonderen Aufnahmen, die einen interessieren, sind dann leider zumeist in MP3-Qualität.

    Den letzten Satz halte ich für eine äußerst gewagte These. Tidal bietet beim Hifi-Abo mindestens CD Qualität, bei einem Großteil der Aufnahmen auch Master-Qualität an. Dass ich eine Aufnahme aus dem Bereich der Klassischen Musik bei Tidal nicht gefunden hätte, bei Anbietern mit niedriger Qualität (Spotify, Napster) hingegen schon, ist zumindest mir noch nicht passiert.

    Pro CD lasse ich gerne das Argument der Gewohnheit, meinetwegen auch das der ständigen Verfügbarkeit (obwohl mir jetzt nicht aufgefallen wäre, dass beispielsweise Aufnahmen von James Levine nicht mehr verfügbar wären, außerdem gibt es auch den Fall, dass CDs die als hardware vergriffen sind, auf den Streaming-Plattformen noch zu finden sind), auch gerne der Haptik gelten. Wer jedoch bereit ist, in seine streaming-Ausrüstung ähnlich viel zu investieren wie in seine "klassische" Hifi-Anlage wird klanglich zu ähnlichen oder besseren Ergebnissen kommen, wenn er ein entsprechendes Streaming (bis zu 9216 Kbps oder 24 Bit / 192 kHz) wählt.

    In den meisten Fällen gibt es Streaming immer noch nur in oller MP3-Qualität. Das ist einfach unattraktiv unter Hifi-Gesichtspunkten. Denn die CD ist dann klanglich eindeutig besser.

    Na ja. Es gibt Anbieter, die eben Streaming nicht in "oller MP3-Qualität" anbieten und die wurden hier auch schon genannt. Und dass du dir einen eher günstigen DAC (der zweifellos aber gut ist) gekauft hast, ist für dich, der du ihn nur gewissermaßen als Ergänzung nutzt, sicherlich auch richtig. Nur hättest du für ihn ähnlich viel investiert, wie für die übrigen Teile deiner Anlage, würdest du sicher auch zu ähnlich guten Ergebnissen kommen. Dass man 4000 oder 7000 Euro ausgeben muss, um adäquate Qualität zu bekommen, ist sicherlich übertrieben. Man darf jedoch, wenn man horrende Kosten anführt, nicht vergessen, dass 220 Euro für eine Box, deren Materialwert vielleicht höchstens 20 Euro beträgt, auch ziemlich teuer ist. Dafür kann man Tidal in der Hifi-Variante fast ein Jahr lang Abonnieren. Und hat nicht auf die in der Box enthaltenen 100 CDs oder deine 4000 CDs Zugriff, sondern auf Hunderttausende. Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Ich gönne jedem seine Sammlerfreude, aber es gibt auch Alternativen dazu und zwar nicht nur in MP3-Qualität.

    Dass Streaming nur etwas für Leute ist, die noch keine große CD-Sammlung haben, ist auch nur bedingt richtig. Gerade wenn man sich mit einem Werk intensiv beschäftigt und versucht, alle verfügbaren Aufnahmen zu hören, schlägt die Stunde der Streaming-Dienste. Ich habe mich kürzlich intensiv mit "Das Lied von der Erde" beschäftigt und hatte davon ca. 10 Aufnahmen in meiner CD-Sammlung. Dank TIDAL habe ich aber beinahe 40 hören können, auch solche, die ich mir wahrscheinlich nie gekauft hätte. Und es waren einige Überraschungen dabei.

    Ich stehe seit einer Woche vor einer schweren Entscheidung: Die Szell-Box mit sämtlichen Columbia-Einspielungen ist wieder bei jpc verfügbar und ich hadere mit mir, ob sich diese gewaltige Ausgabe lohnt.

    Ich habe die Box vor einigen Jahren geschenkt bekommen und sie ist, was Aufmachung und Qualität der Aufnahmen angeht, fraglos eine Klasse für sich.

    Dennoch würde ich sie mir heute nicht mehr kaufen. Ich würde das Geld in einen guten Digital-Analog-Wandler und ein TIDAL-Abo investieren. Da kann man viele der in der Box enthaltenen Aufnahmen sogar in so genannter genannter Master-Qualität abrufen, d. h. man streamt bis zu 9216 kbps oder 24-Bit / 192 kHz. Seitdem ich beides besitze (Streamer und Tidal-Abo) habe ich keine einzige CD mehr gekauft. Auf das Booklet muss man natürlich verzichten. Aber ist das 220 Euro wert?

    Lieber "Stimmenliebhaber",

    ich bedauere deine Entscheidung sehr, kann sie jedoch gut nachvollziehen. Ich hätte auch keine Lust, mein Engagement in ein Forum einzubringen, wo ich im Thread "Pressespiegel" - offensichtlich von der Moderation gebilligt- als "Narzisst" (wobei der Urheber dieser Äußerung vielleicht noch einmal nachschlagen sollte, wie man das Wort schreibt) bezeichnet werde. Einige User scheinen hier Narrenfreiheit zu genießen. Nun ja. Für deine vielen wertvollen Beiträge hier bedanke ich mich sehr! :hello:

    Und doch: dieses Polemisierende und Polarisierede bei allen Dreien führt zwar immer wieder mal zu Widerspruch, aber auch zu einer bewussteren Auseinandersetzung mit dem Werk und seinen Interpretationen. Insofern wird das Ziel der Sendung erreicht. Mich erinnert das Ganze ein wenig an das "Literarische Quartett", wo ja auch viel polemisiert und zugespitzt wurde - ein bissl mehr Gehakel zwischen den dreien vermisse ich bei dieser Radiosendung allerdings schon, da ging bei MRR und Frau Löffler mehr die Post ab und hatte einen höheren Unterhaltungswert.

    Lieber „Stimmenliebhaber“,


    den Vergleich mit dem „Literarischen Quartett“ halte ich für sehr treffend, und auch deine Analyse des Erfolgsrezepts dieser Sendung teile ich. Ein argumentativ gut vorgetragener Diskurs „zwingt“ den lesenden, hörenden oder schauenden Dritten ja beinahe dazu, seine eigenen Argumente mit den vorgetragenen abzugleichen und selbst Position zu beziehen. Eine meiner Lieblingsseiten in der „ZEIT“ ist die mit dem Titel „Streit“, wo ein kontroverses Interview mit mindestens zwei - meinungstechnisch entgegengesetzten - Partnern geführt wird.

    Ich erlaube mir die Bemerkung, das Ähnliches auf ein Internetforum zutrifft. Auch hier lese ich persönlich am liebsten den Austausch kontroverser Positionen zu den entsprechenden Sachthemen. Wenn jemand einen Beitrag schreibt und fünf Teilnehmer darunter schreiben „Lieber Freund XY, ich möchte dir voll und ganz zustimmen“ hat das für mich als Leser keinen Mehrwert. Der Forenbetreiber wird bestätigen, dass Rubriken mit kontrovers ausgetauschten Positionen hohe Aufrufzahlen haben.

    Finde die Reihe auch unterhaltsam und interessant. Habe heute mal die Folge zu Schuberts Großer C-Dur-Symphonie durchgehört und teilte zwar viele Urteile nicht (insbesondere von Frau Lemke-Matwey, die alles außer Furtwängler mehr oder weniger doof fand), aber gerne gehört habe ich die Sendung dennoch. Dass die Runde mit dem Werk selbst so große Probleme hatte, hat mich auch eher überrascht. Interessant übrigens, dass weder Karajan noch Böhm überhaupt nur erwähnt wurden. Das wäre wahrscheinlich bei einer derart vergleichenden Sendung in einem Kultursender vor 30 Jahren unvorstellbar gewesen, aber die Zeit schreitet halt voran. Die einhellig negativ beurteilte Aufnahme von Harnoncourt und dem Concertgebouw-Orchester hat mir dem Ausschnitt nach übrigens so gut gefallen, dass ich sie mir danach gleich einmal vollständig angehört habe. Insofern hat die Sendung schon etwas Gutes bewirkt.