Beiträge von Melomane

    Wie die Deutsche Oper am Rhein mitteilt ist der Bassbariton Bodo Brinkmann am 1. September 2021 im 79. Lebensjahr verstorben. Er war insbesondere in den großen Wagnerpartien seines Faches dem Haus in seiner über 20 Jahre währenden Ensemblezugehörigkeit eine unverzichtbare Stütze.

    Meines Wissens war bereits in den 90er Jahren eine Dirigentin an einem Berliner Opernhaus fest angestellt: Simone Young als Assistentin Daniel Barenboims.

    Der britische Opernregisseur Graham Vick ist am 17. Juli 2021 im Alter von 67 Jahren an den Folgen einer Covid-Infektion verstorben. Er war über die letzten 30 Jahre hinweg ein Gast an beinahe allen großen Opernbühnen. Ein besonderer Schwerpunkt seines Wirkens in letzter Zeit war Italien, wo er viele Werke aus den unterschiedlichsten Repertoire-Richtungen auf die Bühne brachte. Darüber hinaus war er künstlerischer Leiter der Birmingham Opera Company.


    https://operawire.com/obituary…r-graham-vick-dies-at-67/

    Das Musiktheater im Revier vermeldet den Tod von Mario Brell. Er wurde 85 Jahre alt. Über Jahre hinweg war er eine Stütze des Hauses und sang beinahe alle Fächer, die man als Tenor singen kann. Ich bin froh, seinen letzten Auftritt am Haus live erlebt zu haben. Im November 2019 brillierte er in Dietrich Hilsdorfs Inszenierung der "Sache Makropoulos" und hatte als Hauk-Sendorf noch mal einen großen Publikumserfolg. Hier äußert er sich zu seiner Partie:


    Stimmt auch wieder, lieber Stimmliebahber! Andererseits, man möchte soetwas einfach nicht stehen lassen. Deshalb mein Vorschlag an die Moderation: Bitte die Beiträge #27, #28 und #32 als zumindest nicht zum Thema gehörige Meinungsäußerungen bitte gerne löschen.

    Ich schließe mich dieser Ansicht an, solch platter Sexismus sollte in einem seriösen Klassilforum keinen Raum haben.

    Was die Orchestervirtuosität angeht, ist das Chicago SO einfach einsame Spitze. Da können die Wiener Philharmoniker nicht konkurrieren - wie andere Orchester von Weltniveau auch nicht. Dafür haben die Wiener aber wieder andere Vorzüge. Und nochmals: Du kennst die Aufnahmen nicht, über die ich rede.

    Das behauptest du, ohne das belegen zu können. Zum ersten warst du bisher gar nicht dazu in der Lage, zu sagen, von welcher Aufnahme du eigentlich redest. "Joseph II." hat drei Möglichkeiten genannt, auf welche beziehst du dich denn? Vielleicht sogar auf alle drei?

    Zum zweiten konntest du bisher nicht annähernd plausibel machen, worauf sich dein abwertendes Urteil gegenüber den Wienern stützt. Welche Bläserstellen waren in der Aufnahme, von der du uns noch wissen lassen solltest, welche es eigentlich ist, nicht gut musiziert? Und ist das wirklich - wie von dir unterstellt - fehlende Qualität oder wurde vielleicht einfach dein klanglicher Geschmack nicht getroffen?

    Du stellst die unbewiesene Behauptung auf, dem CSO könne in puncto Orchestervirtuosität niemand das Wasser reichen. Wer solche absoluten Wahrheiten predigt, sollte sehr gute Belege dafür haben. Und einfach mit dem Fuß aufzustampfen und zu sagen: "Das ist aber so!" überzeugt mich zumindest nicht.

    Im übrigen habe ich beide Orchester schon mehrere Male live gehört. Natürlich haben sie einen unterschiedlichen Klang. Und natürlich sind beide hervorragende Orchester. Einen grundsätzlichen Qualitätsunterschied habe ich nie ausmachen können.

    Das war ein Konzertmitschnitt, der gefilmt wurde nach meiner Erinnerung. Die große Stärke des Chicago SO sind symphonische Werke mit großen Besetzungen. So war es schon immer. Das Orchester hat eine unübertreffliche Virtuosität, Homogenität und speziell seine unverwechselbare Durchschlagskraft und auch Sonorität der Blechbläserfraktion. Gerade bei den "Durchbruchs"-Passagen bei Mahler erreichen da die Wiener Philharomiker diese Souveränität und Schlagkraft der Bläser aus Chicago einfach nicht.

    Ich muss gestehen, dass mich das nicht besonders überzeugt. Zum einen wird hier ein Livemitschnitt mit einer Studioaufnahme verglichen, da ist ja wohl klar, dass wenn bei Bläsern live etwas schiefgeht, man in der Studioaufnahme andere Mittel hat, das zu retuschieren. Zum anderen habe ich den Blechbläserklang des CSO insbesondere in den 80ern nie als besonders sonor empfunden. Es ist eher ein sehr direkter, beinahe schneidender Klang, was auch dadurch erzeugt wird, dass gerade in den in dieser Zeit zahlreich entstandenen Solti-Aufnahmen bei den Bläsern fast nie weich angesetzt wird. Das ist durchaus manchmal imponierend, gerade bei Mahler mag ich persönlich einen etwas hintergründigeren, dunkleren Klang. Keineswegs ist daraus abzuleiten, dass in einem Orchester die besseren Musiker sitzen als in dem anderen, sondern hat den Grund in einer anderen Klangtradition. Dass die Wiener die "Souveränität einfach nicht erreichen" finde ich nicht haltbar, schon gar nicht, wenn das so pauschal dahingessagt wird.

    Ich bin zwar nicht Holger fand aber die Aufnahme von Mahlers 1. Sinfonie mit dem CSO unter Abbado im Netz, noch dazu von Musikfreunden gerne gelobt...

    Das war aber nicht meine Frage. Ich habe nach der von "Dr. Holger Kaletha" angeführten Aufnahme von Mahlers 1. mit Abbado und den Wiener Philharmonikern gefragt. Eine solche ist mir - wie schon gesagt - nicht bekannt.

    Ich muss auch sagen, dass ich die Aussage des Users "lustein" in ihrer Absolutheit für völlig daneben halte. Kaum ein anderes Spitzenorchester deckt wohl ein so breites Spektrum an erschlossenem Repertoire ab, was natürlich auch am Wagemut der dem Orchester verbundenen Dirigenten wie Bruno Walter, Pierre Boulez, Mitropoulos, Bernstein, aber auch Kurt Masur liegt. Das pauschale Abkanzeln von Institutionen oder Künstlern ohne eine argumentative Grundlage halte ich für eine absolute Unsitte, die leider auch in diesem Forum immer mehr vorkommt.

    Wenn er daran Freude hat, will ich sie ihm nicht nehmen.

    Ganz ehrlich gesagt, ich hätte mehr Freude, wenn Korrekturen dieser Art nicht nötig wären. Das wäre auch gar nicht so schwer, dafür müsste derjenige, der hier kraft seiner Wassersuppe meint festlegen zu müssen, wer verzichtbar ist und wer nicht, einzig und allein den Artikel lesen, der dem Ganzen zugrunde liegt. Ganz offensichtlich ist das aber zu viel verlangt, es ist ja auch zu verführerisch, einfach mal ordentlich draufloszuplauzen. Ob das einem seriösen Klassilforum zur Ehre gereicht, kann ja jeder Leser für sich selbst beantworten.

    Oh mon Dieu, da hat sich La Roche halt vertan, ist das jetzt so schlimm dass man ein solch aufhebens macht!

    Vielleicht bin ich da altmodisch, aber ich bin der Meinung, dass, wenn man schon in einem öffentlichen Forum meint kundtun zu müssen, eine Person sei in ihrem Beruf verzichtbar, es diese Person zumindest in diesem Beruf geben sollte. Wahrscheinlich bin ich da aber wirklich zu kleinlich, bzw. stelle zu hohe Ansprüche an das "führende Kulturforum im deutschsprachigen Raum".

    Den Verlust der Intendantin würde man wahrscheinlich nicht bedauern.

    Du bist ja mal wieder wahnsinnig gut informiert. Vielleicht könntest du allen, die nicht ganz so in der Materie bewandert sind wie du, kurz ausführen, welche Intendantin du meinst. Du scheinst dich ja sehr gut auszukennen, wenn du so genau weißt, dass man deren Verlust wahrscheinlich nicht bedauern würde. Mir zum Beispiel war bisher gar nicht bekannt, dass es zur Zeit an der Semperoper eine Intendantin gibt.

    Heute jährt sich folgende, denkwürdige Aufführung zum 20. Mal, die ich in einem anderen Thread beschrieben habe:


    "Wie aus der Ferne längst vergang'ner Zeiten..." - Live erlebte Opernaufführungen, an die man sich heute noch erinnert


    Deutschlandradio Kultur hat anlässlich des 20. Todestages von Sinopoli diese sehr interessante Sendung produziert:


    Aus der Dlf Audiothek | Interpretationen | Der Dirigent, Komponist und Universalist Giuseppe Sinopoli (1946-2001) - Im Labyrinth des Geistes


    https://srv.deutschlandradio.d….html?mdm:audio_id=918517

    Dass das für Video aufgezeichnet wurde, wusste ich auch, dass das im Fernsehen gesendet wurde, wusste ich nicht. Weißt du zufällig noch, in welchem Jahr das zu welcher Uhrzeit auf welchem Sender .

    Nein, das weiß ich nicht. Ich habe aber in Oswald Georg Bauers "Chronik der Bayreuther Festspiele" nachgeschaut und dort steht, dass die Produktion "für das Fernsehen aufgezeichnet" wurde.

    Alle anderen hier aufgebotenen Sänger/innen sind herzlich schlecht, singen ziemlich dünn und überhaupt nicht im Körper.

    So und nicht anders wird das stimmen! Anthony Rolfe Johnson und Barabara Bonney sind wahrlich herzlich schlechte Sänger, insbesondere bei Bach! Und wo das technisch angeblich so vorbildliche Singen Andreas Schmidt hingeführt hat, kann man auf diesem Mitschnitt eindrücklich nachhören:



    Natürlich kann jeder seinen eigenen Geschmack haben, aber Äußerungen und Bewertungskriterien wie im oben zitierten Beitrag sind für mich eindeutig Realsatire!

    Auf die Bühne ist er dann meines Wissens auch nicht mehr zurückgekehrt, sondern hat nur noch im Konzert gesungen.

    Doch, er hat im Oktober 2013 noch den Gremin in Dietrich Hildorfs Kölner "Onegin"-Inszenierung gesungen. Meines Wissens war das aber die einzige Bühnenproduktion, die er nach überstandener Krankheit absolviert hat.

    Also das Spielalter einer Emilia Marty ist nicht dem einer Salome gleich: Das Elixier wurde um das Jahr 1600 eingenommen und wirkt genau 300 Jahre. Damals war die Tochter des Alchimisten 16 Jahre alt. Dazu addieren muss man natürlich die Zeit zwischen 1900, von wo an das Elixier nicht mehr wirkt bis in die Zeit, in der das Stück spielt, also die 20er Jahre. Somit kann man getrost vom einem Spielalter von Mitte 30 bis 40 ausgehen, ganz so mädchenhaft wie eine Salome muss eine Emilia Marty also nicht sein.