Beiträge von Melomane

    Und warum soll ich traurig sein, wenn meine Meinung nicht Deine ist?

    Da hast du - mal wieder - etwas missverstanden oder bewusst nicht zur Kenntnis genommen. Es geht nicht um deine "Meinung", die mich in den meisten Fällen ungefähr so stark interessiert wie der sprichwörtliche chinesische Sack Reis, sondern sondern darum, dass du in einem Klassikforum behauptest "glücklich und zufrieden" zu sein, einen renommierten Musikschriftsteller nicht zu kennen. Das ist für ein Fachforum eine sehr merkwürdige Haltung, ebenso wie dein ständiges Verächtlichmachen von "Fachleuten".

    Irgendwie bin ich glücklich und zufrieden damit, daß mir der Name Riehle völlig unbekannt ist.

    Dass dir Erkenntnisse oder Personen, insbesondere, wenn um Fachfragen oder Fachleute im Bereich von klassischer Musik geht, völlig unbekannt sind, ist wahrlich nichts Neues. Und dass du mit deinen Nicht-Kenntnissen glücklich und zufrieden bist, auch nicht. Sad but true.

    So teuer wird die Sanierung der Komischen Oper in Berlin

    https://www.bz-berlin.de/meinu…che-oper-sanierung-kosten

    Interessanter Kommentar von jemandem, der offensichtlich genau weiß, wie das richtig professionell geht mit großen Bauprojekten und dass es ganz einfach ist, Kulturprojekte und Infrastruktur von Feuerwachen und Polizeirevieren gleichzusetzen.

    Danke auch für die Verlinkung! Normalerweise lese ich diese Zeitung zwar nicht, schön aber dass jemand, der im Umgang mit Boulevard-Medien offensichtlich geübt ist, auch mal diese Sicht im Forum zu Wort kommen lässt.

    Ich finde es gut, dass zwei Raritäten auf dem Spielplan zu finden sind – man sollte sich diese zumindest einmal anhören. In weiterer Folge kann man „Il Tabarro“ und „Suor Angelica“ wieder entsorgen und für den „Gianni Schicci“ – wie schon in der Vergangenheit – ein Stück finden, mit dem man diese Oper kombinieren kann.

    1. Es ist falsch, dass "Il trittico" in seiner Gesamtheit zum ersten Mal an der Wiener Staatsoper aufgeführt wurde. Anfang der 20er sowie Ende der 70er gab es bereits Produktionen, die das Werk vollständig präsentierten.

    2. "Il tabarro" und "Suor Angelica" sind keine Raritäten. Wenn man sich ernsthaft mit dem Genre Oper und maßgeblichen Interpreten beschäftigt, kommt man an diesem Stücken eigentlich nicht vorbei. Das "Trittico" wurde und wird an großen Opernhäusern immer wieder in Neuproduktionen und Repertoirevorstellungen gezeigt. Kürzlich brachten die Deutsche Oper Berlin sowie die Staatsoper Hamburg Neuproduktionen von "Il trittico" heraus.

    3. Das dritte Werk heißt "Gianni Schicchi".

    Hab ja meinen Fehler zugegeben, Herr Lehrer. Kannst mir ne 5 geben, aber als Lehrer bist Du bei mir unten durch.

    Nun halt stille. Es geht um Krieg und Frieden in der Oper.

    Vor allem hast du weinerlich gesagt, dass du keine Zeit und Lust hast, nachzusehen, ob die Angaben, die du hier machst, zutreffen... Aber geschenkt. Ich bin aus diesem Thread hier raus, denn ich ziehe keinen Gewinn daraus, mich mit offensichtlich unrichtigen Behauptungen auseinanderzusetzen.

    Ich habe nicht jeden Tag Lust und Zeit, Programmhefte aus dem Keller zu holen.

    Das mag ja sein, aber ist es dann nicht besser zu schreiben "War ein toller Abend, die Besetzung weiß ich aber nicht mehr" als einfach etwas zu behaupten, das nicht stimmen kann? Büsching hat - und das zählst du ja auf - Partien aus dem seriösen Bassfach gesungen, damit kann er den Kommandanten nicht gesungen haben.

    Das ist mir bis heute in Erinnerung geblieben, und es ist sicher über 25 Jahre her. Rainer Büsching sang damals den Festungskommandanten.

    Die Partie des Kommandanten ist für einen hohen Bariton geschrieben, also wurde er natürlich nicht von Rainer Büsching gesungen. Büsching sang in dieser Produktion den Prälaten, während der Kommandant fast immer von Hans-Joachim Ketelsen gesungen wurde (in der letzten Serie traten auch Hartmut Welker und Albert Dohmen als Kommandant auf).

    Ich habe gestern die neue Aufnahme von Monteverdis "Marienvesper" unter Raphael Pichon (erschienen bei Harmonia Mundi) gehört und war begeistert von der Interpretation, aber auch von der klanglichen Qualität der Aufnahme. Gerade "Harmonia Mundi" zeigt nicht nur in dieser Aufnahme, wie es geht. Leider investieren nicht alle Labels die gleiche Sorgfalt in ihre Neuerscheinungen.

    Das ist überhaupt nicht erstaunlich.

    Schon bei Karajan, Böhm, Furtwängeler, Richard Strauß und besonders exzessiv bei Ellie Ney*, also allem was man unter "konservativ, rechts, bürgerlich, "antisemitisch, etc etc. einordnete, wurde angegriffen.

    Nun sind "bürgerlich" und "antisemitisch" freilich zwei völlig verschiedene paar Schuhe. "Bürgerlich" und zugleich "antisemitisch" zu sein, schließt sich in zivilisierten mitteleuropäischen Gesellschaftsformen übrigens aus. "Antisemitisch" ist darüber hinaus heutzutage keine Gesinnung, die bei der Mehrheit der Gesellschaft "Sympathie hervorruft" - weder in Deutschland noch in Österreich.

    Der Bayerische Rundfunk fasst einige Reaktionen auf die Thielemann-Berufung zusammen:


    https://www.br-klassik.de/aktu…er-staatskapelle-100.html


    Erstaunlich, wie viel bei der Bewertung sich um außermusikalische Themen dreht. Der einzige fachliche Einwand ist das angeblich "schmale" Repertoire Thielemanns. Ich muss gestehen, dass ich das zumindest in Bezug auf Musiktheater nicht wirklich nachvollziehen kann. Zum einen hat Thielemann in der Pressekonferenz angekündigt, neues Repertoire erschließen zu wollen. Zum anderen denke ich, dass er im Laufe seines Lebens mehr Bühnenwerke dirigiert hat als Barenboim, was auch dem Umstand geschuldet ist, dass Thielemann eine "klassische" Kapellmeister-Tour durch Provinz und dann größere Häuser genommen hat. Aber auch im symphonischen Bereich hat Thielemann sein Repertoire in den letzten Jahren erweitert, beispielsweise in Richtung Mahler... (Claudio Abbado, der in seiner Karriere zwei großen Opernhäusern vorstand, hat nicht einmal halb so viele verschiedene Opern dirigiert wie Thielemann.)

    Dass Thielemann keine vorklassischen Stücke dirigiert, kann man ihm in einer Zeit, wo dieses Repertoire vornehmlich Sache von Spezialisten ist, kaum vorwerfen. Im Bereich der klassischen Moderne hat er ja durchaus einiges dirigiert, ich erinnere mich beispielsweise an "Moses und Aron" und warum sollte an der Staatsoper nicht auch mal ein "Wozzeck" dazukommen? Thielemanns Faible für Strauss wird immer ein bisschen naserümpfend erwähnt - komischerweise wurde bei Barenboim nie kritisch angemerkt, dass er außer "Elektra" nie eine Strauss-Oper dirigiert hat.

    Sobotka hat darauf verwiesen, dass die Staatsoper alle 10 bayreuthwürdigen Werke Wagners im Repertoire hat und es hier in naher Zukunft keine Neuproduktionen geben wird - richtig so! Da wird Thielemann andere Premieren dirigieren und anderes Repertoire für das Haus erschließen.

    Selbst in Berlin fallen ab und an noch die richtigen Entscheidungen. :thumbup:

    Wann wurde denn in Berlin zuletzt eine richtig schlechte Entscheidung bezüglich einer Chefdirigentenposition getroffen? Ok, Palumbo an der DOB, aber das ist fast 20 Jahre her... Ansonsten haben andere in letzter Zeit wesentlich tiefer ins Klo gegriffen. (Hallo, Wien, hallo Herr Orozco-Estrada. Hallo, Herr Jordan. Hallo, Herr Wellber...)

    Manuel Brug und Robert Braunmüller schäumen (Quelle X, vormals twitter):


    Zitat von Manuel Brug

    selfish orchestra has won, new intendant is looser, senator has no clue - #berlin has to live again with anti-modern conductor bully, marvellous, but limited repertoire and no idea how to run opera house of today. thielemann new gmd @staatsoperbln from 09/24 on. Will see how long.

    Zitat von Robert Braunmüller

    Wie naiv kann man eigentlich sein? Natürlich ist Thielemann ein bedeutender Dirigent, Aber nun wirklich JEDER außerhalb von Berlin weiß, dass er in alles reinreden, sich aber um nichts kümmern wird. Erst große Euphorie. Und dann Krach.


    Wenn sich die "Richtigen" darüber aufregen ist das ein Indiz dafür, dass die Entscheidung so verkehrt nicht sein kann...

    Eine gute Entscheidung für Berlin, nur was sagt man in Dresden dazu? Werden sie ihn teilweise freistellen ?

    Das ist freilich nicht nötig. Thielemann wurde in Dresden bekanntlich nicht verlängert und sein Vertrag dort endet am Ende der laufenden Spielzeit.

    Mich wundert nur, daß die rotgrüne woke Kulturszene dort , sich für ihn entschieden hat.

    Mit solchen Stereotypen sollte man sehr vorsichtig sein... Bei Orchestern, die über das Standing einer Berliner Staatskapelle verfügen, wird immer die Meinung des Orchesters bei der Neubesetzung einer derart exponierten Stelle ausschlaggebend sein, auch wenn sie formell nicht wie die Berliner Philharmoniker ihren Chef wählen. Freilich sind große Orchester auch heterogene Gebilde, in denen die Meinungen zur künstlerischen Profilierung auseinandergehen. Dennoch ist es gut zu sehen, dass auf diesem Wege künstlerisch hochwertige Entscheidungen wie Petrenko bei den Philharmonikern bzw. Thielemann bei der Staatskapelle getroffen wurden bzw. werden...

    Der Berliner Kultursenator Joe Chialo wird heute Mittag auf einer Pressekonferenz über die Nachfolge Daniel Barenboims als Generalmusikdirektor der Staatsoper Berlin informieren. Wenig überraschend soll es sich dabei um Christian Thielemann handeln:


    Staatsoper Unter den Linden: Christian Thielemann soll Daniel Barenboim nachfolgen (berliner-zeitung.de)


    Christian Thielemann käme damit in einer führenden Position in seine Heimatstadt zurück, nachdem er 2004 als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurückgetreten ist.

    Das ist für mich an der Homepage der DOR das größte Ärgernis, das bei Doppelter Besetzung nicht dabei steht, wer wann singt.

    Natürlich steht das dabei. Man kann auf der Homepage bei einem Stück unter der Rubrik Besetzung sowohl "Alle Besetzungen" als auch die Besetzungen der einzelnen Termine nachschauen.

    Ja, ich war auch in der Vorstellung. Der Bewertung der musikalischen Seite stimme ich zu, die Inszenierung hat zumindest einige eindrucksvolle Bilder zu bieten, aber auch einiges an Leerlauf, der aber durch die Persönlichkeit der Darsteller ausgeglichen wird.

    Das Schlaue Füchslein


    Erstaufführung: Duisburg 4.5.1972

    Düsseldorf Übernahme 14.5.1972


    Musikalische Leitung: Peter Schneider

    Inszenierung: Bohumil Herlischka

    Ausstattung: Ruodi Barth

    Choreographie: Ruzena Mazalova

    Chor: Jürgen Schütz



    Quelle: "Die Deutsche Oper am Rhein 1964-1986"

    Von der Rheinoper herausgegebenes Buch zur Ära Barfuss


    Meines Wissens arbeitete Herlischka bei seinen Arbeiten für die Rheinoper nie mit Wendel zusammen, Wendel arbeitete in erster Linie mit Georg Reinhardt, gelegentlich auch mit Gert Westphal, der seinen Nachruhm in erster Linie als Rezitator und Leser erworben hat.

    Unser Forum aber sollte bei "Neulingen" Lust darauf machen.

    Ist das wirklich so? Und wer hat das festgelegt? Du? Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass es das strategische Ziel des Forenbetreibers ist, "Neulingen" Lust zu machen. Vielmehr schwebte ihm doch immer etwas anderes vor: ein elitärer Elfenbeinturm für bürgerliches Klientel. Bevor du hier selbstherrlich Forenstrategien festlegst, solltest du vielleicht erst mal nachfragen, ob die Forenleitung diese Strategien teilt.

    Sie hört Musik, die für mich keine Musik ist und hat wenn überhaupt Ideale, die alles, worauf wir stolz wurden im Laufe unseres Lebens mit Füßen tritt. Sie möchte nur noch 32 Wochenstunden arbeiten, ihnen ist eine finanziell gesicherte Zukunft offensichtlich egal und wissen nicht, was hungern ist.

    Vielleicht wissen die jungen Leute heute aber auch, dass sie - im Gegensatz zu dir - wahrscheinlich bis 70 oder gar noch länger arbeiten müssen, um das Renteneintrittsalter zu erreichen. Da finde ich das dann kein "mit Füßen treten", sondern eher normal und legitim, dass man schaut, wie der Arbeitsalltag unter Umständen anders organisiert wird...

    Dank der "sozialen Medien" und allen möglichen Plattformen kann man seinem Drang zur Selbstdarstellung, und sei der Blödsinn, der verzapft wird, noch so groß, freien Lauf lassen.

    Wie ging gleich noch der Spruch mit dem Glashaus und den Steinen?


    ...die Jugend ist desinteressiert.

    Sie surft im Internet und fertig scheussliche Selfies von sich an ist mit billigem Essen und geschmackloser (aber nicht immer billiger) Kleidung zufrieden, wohnt teilweise in möblierten Wohnungen.

    Das ist beileibe kein reines "Jugend"-Phänomen. Wie sich manch einer mit 60+ bei Facebook oder Instagram "präsentiert" - da ließen sich interessante Studien zu anfertigen...