Beiträge von Boismortier

    zu Yuriy Yurchuk


    ich habe mir die von Dir, caruso41, eingestellten Videos angehört und noch zwei andere: „Ich grolle nicht„ von Schumann und eine Aufnahme vom Queen-Sonja-Wettbewerb von 2015.

    Mir gefällt seine Stimme sehr gut.
    Besonders mag ich, dass er in der tiefen Lage schön tragfähig bleibt und einige andere Sachen, die caruso41 schon aufgezählt hat.
    Das Torero-Video mag ich nicht ganz so, wenn es auch ein wenig ein Spaß sein soll. Hier finde ich seine Phrasierung das ein oder andere mal ... anders als ich es erwarten würde.

    Im Trovatore wiederum wünschte ich mir, er würde auch mal mehr gestalten, das ist mir zu sehr forte, die ganze Zeit. Allerdings hast Du, caruso, ja erwähnt, dass er auch zu „zärtlicheren und geschmeidigeren Tönen“ fähig ist.

    Ich werde ihn auf alle Fälle im Auge behalten.


    Liebe Grüße

    Boismortier

    zu Konstantin Krimmel, vorgestellt in #982

    auf seinem Instagram-Account hat er gepostet, dass nun bald die Proben für Figaros Hochzeit am Staatstheater Wiesbaden beginnen. Er singt die Titelrolle und geplant ist die Premiere für den 6. September.


    Viele Grüße

    Boismortier

    zu Amartuvshin Enkhbath #178

    grade eben habe ich mir Nabucco auf youtube (Operavision) angeschaut. Die Aufnahme ist vom Dezember 2019 aus Parma.

    Seine Stimme ist großartig, scheint mühelos, toller Klang. Dass er nicht gut schauspielern kann fiel mir jetzt nicht auf, aber er hat in den zwei Jahren seit @carusos Vorstellung bestimmt auch dazu gelernt. Er singt im Dezember und März an der Deutschen Oper Berlin Nabucco und Rigoletto, an der MET ab Januar La Traviata. Also läuft bei ihm....


    Viele Grüße

    Boismortier

    zu Katharina Konradi, vorgestellt in #1432

    ich habe grade auf ihrer neuen Webseite gesehen, dass sie 2021 an der Bayerischen Staatsoper die Sophie im Rosenkavalier singen wird. Ihre Karriere nimmt also Fahrt auf.


    viele Grüße

    Boismortier

    An Alexandra Samouilidous habe ich leider keine Erinnerung. Eindrücklich fand ich Nadja Stefanoff als Gräfin, aber sie finde ich ja fast immer toll. Ich habe sie schon in mehreren Produktionen gehört, auch als Judith in Blaubart oder als Octavian. Allerdings ist sie keine „Neue Stimme“ mehr, sie ist schon viele Jahre im Geschäft, sonst hätte ich sie auch schon mal vorgestellt.

    Ich hatte es mir für Anfang letzten Jahres vorgenommen, ich glaube es war Xerxes, aber meine Freundin wollte dann lieber nach Mainz in „Figaros Hochzeit“. Deswegen: leider nein. Jetzt ist sie in Frankfurt nicht mehr im Ensemble und nach München oder gar Wien komme ich mal nicht so eben.

    In Saarbrücken lief in der letzten Spielzeit die Czardasfürstin. War wohl sehr erfolgreich, das Theater gut besucht, die Kritiken freundlich, die Sänger toll, wie mir meine Nichte erzählte. Und ihr selber hat es so gut gefallen, dass sie 7 Mal in die Vorstellung gegangen ist. Als Studentin kommt sie aber auch kostenlos rein.

    zu Vanda Šipova


    ich habe mich lange nicht hier beteiligt, aber lese still mit. Als ich in diesem Thread einen Link zu Rusalka fand habe ich sofort drauf geklickt: ich mag diese Arie sehr und kenne viele Youtube-Videos mit ihr.

    Vanda Šipova konnte mich leider nicht überzeugen. Ich bevorzuge für diese Arie eine etwas dramatischere Stimme und das Timbre von ihr passte für meinen Geschmack zu dieser Rolle garnicht. Es ist mir einfach zu flach und außerdem geht mir ihr Vibrato auf die Nerven. Die musikalische Gestaltung ist auch etwas .... langweilig ? Mir ist das ganze zu technisch, da fehlt mir die Seele.

    Mein Interesse noch andere Aufnahmen von ihr anzuhören war danach sehr gering. Na, vielleicht tue ich ihr ja Unrecht und die anderen Einspielungen sind besser bzw. passen besser zu ihrer Stimme.

    Viele Grüße

    Boismortier

    Die Blicke der Kinder !!!

    Sehr schöne Idee !
    Danke, Caruso41, für den Link.

    Vielleicht kennen manche von euch die Sendung kultour mit Ioan Holender. Man kann über den früheren Operndirektor Wiens ja denken, was man will. Aber eines kann man ihm nicht absprechen: Echte Liebe zur Oper. So reist er in dem offenbar erfolgreichen Format auch in kleinere Städte, um deren Kulturleben vorzustellen. Die letzte Sendung wurde in St. Gallen aufgenommen. In technisch einwandfreier Qualität wurden Passagen aus Gounods "Faust" gezeigt. Holender war ja eher von der Sopranistin Tatjana Schneider angetan, mir imponierte aber vor allem der Tenor Arthur Espiritu. Seine Timbre ist sehr warm und die Höhe von einer Mühelosigkeit, die staunen macht. Hier müsste man die Sendung noch sehen können:

    https://www.servustv.com/videos/aa-1q4b39znn1w11/


    Espiritu ist Amerikaner mit philippinischer Herkunft. Sein Geburtsjahr ist 1982. Hier im Forum wurde er einige Male in Besetzungslisten genannt und auch schon positiv erwähnt. Er sang wohl den Herzog im Römersteinbruch von St. Margarethen. Im Gärtnerplatztheater ist er in dieser Saison als Gast als Rodolfo zu sehen und hören. Hier ein repräsentativer Auftritt mit "Che gelida manina" aus Sydney. Wie gefällt euch dieser spinto? Hat ihn noch jemand gesehen, er ist viel in deutschsprachigen Landen unterwegs.

    Arthur Espiritu habe ich letztes Jahr im Mai am Gärtnerplatztheater gehört, in „Maria Stuarda“.

    Da ist er mir sehr positiv aufgefallen, besonders wie gut hörbar er über das Orchester sang.


    Viele Grüße

    Boismortier

    Zu Bror Magnus Tørensen

    Zitat

    Von Caruso41:
    Besonders das Ritardando mit dem feinen Decrescendo bei „Vincero“ hat es mir angetan

    ....mir auch :)


    und dabei ist er noch so jung ! Wenn er eine kluge Rollenwahl trifft kann man wohl noch einiges von ihm erwarten.

    Ich habe mir seine Webseite angeschaut und und finde nicht, dass er auf der Stelle tritt : bis Weihnachten hat er noch 12 Auftritte in Deutschland, Schweden, Schweiz, England und USA. Lieder-und Konzertsänger stehen halt nicht so im Fokus, da hast Du vermutlich recht. Außerdem gibt er nicht jedes Jahr mehrere CDs raus wie Jonas Kaufmann.

    Lieber caruso41


    dieser Bericht macht jetzt doch richtig Lust sich die Aufführung mal anzusehen.
    Dein Erlebnis mit den Schulklassen ist natürlich erfreulich: wenn sich Jugendliche ohne Opernerfahrung so für einen Sänger begeistern können, will ich ihn auch hören ;)

    Mal schauen, ob ich das noch unterkriege.


    Viele Grüße

    Boismortier

    Da tut es mir schon irgendwie gut, dass Du den Thread einfach mit der Vorstellung einer NEUEN STIMME voranbringst.

    Genau: „Nich lang schnacken, Kopp in’ Nacken !“ ;)


    Wenn ich mich richtig erinnere, müsstest Du sie auch in Bayreuth als Hirte im Tannhäuser gehört haben.

    Besonders die „Wasserrose“ von ihr höre ich mir gerne an. Ich finde, da kommt die Qualität ihrer Stimme gut zur Geltung.


    Viele Grüße

    Boismortier

    Katharina Konradi


    heute möchte ich Euch eine „Neue Stimme“ vorstellen. Leider habe ich sie noch nicht live gehört, kenne nur zahlreiche Videos, die auf Youtube zu finden sind, von ihr. Meiner Meinung nach kann man sich einigermaßen einen Eindruck machen, mich machen sie zumindest neugierig mich mal auf den Weg nach Hamburg zu machen. Dort ist sie Ensemblemitglied.


    Ich bin schon vor über vier Jahren auf sie aufmerksam geworden, als ich auf der Internetseite ihrer Professorin Christiane Iven stöberte. Die macht sich viel Mühe mit der Präsentation ihrer Schüler in den Social Media.
    Sie hat einen eher leichten Sopran, der in den tiefen Lagen herrlich dunkel klingen kann. Sie singt sehr ausdrucksstark und sauber, die Mittellage schön voll, die Höhe leicht und silbrig.


    Die Biografie habe ich von ihrer Künstleragentur gecopypastet und etwas gekürzt.

    Die Videos sind meine Favoriten.


    Katharina Konradi begann 2009 ihre Gesangsausbildung bei Julie Kaufmann in Berlin, der ein Masterstudium in Liedgestaltung bei Christiane Iven und Donald Sulzen an der Hochschule für Musik und Theater München folgte. Meisterklassen bei Helmut Deutsch und Klesie Kelly-Moog gaben der Sopranistin weitere musikalische und künstlerische Impulse.

    2015 wurde sie für drei Jahre Mitglied im Ensemble des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, wo sie bereits viele wichtige Partien ihres Fachs sang: darunter Pamina, Gretel, Adele, Susanna, Zerlina und Nannetta. Infolge ihres bemerkenswerten Debüts in Hamburg (Ännchen in Webers Freischütz) wurde Katharina Konradi mit der Saison 18/19 ins Ensemble der Hamburgischen Staatsoper engagiert. In derselben Spielzeit gab sie ihr Debüt als Zdenka in R. Strauss` Oper Arabella an der Semperoper in Dresden.


    Im Sommer 2019 gab Katharina Konradi ihr Debüt bei den Bayreuther Festspielen. Dort sang sie die Rolle des jungen Hirten bei der Eröffnung in der Tannhäuser-Neuproduktion (Inszenierung: Tobias Kratzer) unter der Leitung von Valery Gergiev, sowie eines von Klingsor`s Zaubermädchen im Parsifal (Leitung: Symeon Bychkov). Im Juni 2020 wird sie erstmals an einem Opernhaus in Frankreich zu hören sein: An der Opéra de Lyon gibt sie die Susanna in der Neuproduktion von Mozarts Le Nozze di Figaro (Inszenierung: der französische Filmregisseur Olivier Assayas). Wichtige Rollen ihres Fachs erwarten sie an ihrem Stammhaus, der Hamburgischen Staatsoper, darunter Pamina, Despina in Mozarts Cosi Fan tutte und Musetta in La Bohème.

    Seit Herbst 2018 wird die junge Künstlerin von der BBC im Rahmen des New-Generation-Artist-Programms über zwei Jahre mit diversen Engagements und Aufnahmen in Großbritannien gefördert. Bereits der Gewinn des Deutschen Musikwettbewerbs 2016 war der Anstoß für wichtige Konzerte: 2017 wirkte sie bei der Saisoneröffnung des NDR Elbphilharmonie Orchesters unter Thomas Hengelbrock mit, kurz darauf debütierte sie, ebenfalls unter Thomas Hengelbrock, beim Orchestre de Paris. Weitere Engagements bei renommierten Orchestern wie dem Tonhalle-Orchester Zürich, den Bamberger Symphonikern, dem Sinfonieorchester des MDR, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen sowie dem Balthasar-Neumann-Ensemble unter Dirigenten wie Manfred Honeck, Paavo Järvi und Lionel Bringuier folgten. In der kommenden Saison wird Katharina Konradi unter anderem mit Mahlers 4. Sinfonie beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Vladimir Jurowski, Haydns Nelson-Messe unter Kent Nagano in Hamburg und mit Mozarts c-Moll-Messe unter Leopold Hager in Porto zu erleben sein.


    Ein großes Anliegen der jungen Sopranistin ist der Liedgesang. Im Sommer 2018 gastierte sie u. a. beim Mozartfest Würzburg, beim Kammermusikfest in Lockenhaus, beim WDR und im spanischen Tuesta. Veranstalter und Presse sprachen bei der Eröffnung der Schubertiada Vilabertran von einer echten „Sternstunde“. Im Sommer 2019 kehrt sie mit einem Liederabend dorthin zurück. Weitere Auftritte in der neuen Saison folgen u. a. in Barcelona, Köln, Essen und in Londons Wigmore Hall. Zuletzt war sie Gast in der arte-Sendung „Stars von morgen“ bei Rolando Villazón und wirkte kürzlich bei einer filmischen Dokumentation über Clara Schumann mit (Regie: Andreas Morell), die im September 2019 erstmals auf arte ausgestrahlt wurde.




    Viele Grüße

    Boismortier

    Einverstanden, lieber Rheingold! Ich bin aber erst einmal vor allem froh und glücklich, daß so große Musikkenner und -liebhaber wie Du und Helmut Hofmann nicht auch noch auf KARL RICHTER einschlagen, sondern im Gegenteil wie ich empfinden, daß man auch nicht - oder schon gar nicht - bei der Musik von BACH ganz ohne Gefühl, Sinnlichkeit, Verve und Begeisterungsfähigkeit auskommen kann.


    Viele Grüße

    wok

    Lieber wok,


    ich interpretiere diese Deine Aussage so, als ob HIP Musik ohne Gefühl und Sinnlichkeit wäre und wenn man Bach mit Gefühl hören will, man zu Karl Richter greifen müsse.

    Also ich heule auch bei der von Dr.Pingel erwähnten Herreweghe Aufnahme, mehrmals und immer wieder.
    Orchesterwerke mit Karl Richter mag ich mir nicht mehr anhören, da fehlt mir die Durchsichtigkeit. Aber seine Orgelinterpretationen höre ich ganz gerne mal, lieber als z.B Ton Koopman.


    Viele Grüße

    Boismortier

    Ich war in der Aufführung am gestrigen 3. Oktober. Otello war wieder Marco Berti. Ralf Reck hätte teilweise ein Dejavu-Erlebnis haben können, denn auch gestern war seine Leistung am Anfang durchwachsen. Die „Esultate“-Rufe gingen gänzlich an mir vorbei, die habe ich überhaupt nicht wahrgenommen. Auch das Liebesduett an Ende des 1. Aktes klang belegt und farblos. Er wurde mit Beginn des 2. Aktes deutlich besser. Er klang kraftvoll ohne zu stemmen, mir gefiel es dann doch sehr gut, wie wohl den anderen Zuschauern auch, denn er wurde sehr bejubelt. Jago war mit Marco Vratogna gut besetzt. Guanqun Yu als Desdemona ließ mich die meiste Zeit kalt, obwohl sie technisch sauber gesungen hat. Aber ihr flirrendes Vibrato ist einfach nicht so mein Geschmack.

    Genervt hat mich eher die Inszenierung: Die ganze Zeit das gleiche Bühnenbild. Dann diese Schienen auf dem Boden, die dazu führten, dass die Sänger vorsichtig darüber steigen mussten ( MSchenk hat es schon erwähnt ), und vor allem diese Nach-vorne-Singerei ! Eigentlich wurde so gut wie garnicht geschauspielert, die standen nur rum. Da hat man ja bei konzertanten Operaufführungen teilweise mehr Bewegung.

    Ich vermute mal, dass das eine Anweisung des Regisseurs war, oder ?

    Mich hat es auf alle Fälle ziemlich abgelenkt.


    Viele Grüße

    Boismortier

    Ich habe mir grade die Tatjana angehört. Mir gefällt das sehr gut, da bekommt man richtig Gänsehaut. Ich finde ihre Stimmfarbe ja eigentlich etwas hart, aber nur ein bisschen, und bei ihr stört mich das garnicht. Da ist soviel Ausdruck drin, das macht Lust auf mehr. Leider werde ich kaum Zeit haben nach Frankfurt zu fahren, aber eine Salome bei myfidelio.at wird es wohl werden :)


    Viele Grüße

    Boismortier

    An den Hochschulen muss man ja bereits eine strenge Aufnahmeprüfung machen. Da braucht man nichts zu verschärfen. Die Professoren möchten natürlich ihre Klassen voll machen. Und wenn zwei Leute ihren Abschluss gemacht haben, dann kann man wieder zwei aufnehmen.

    Man müsste die Anzahl der Professorenstellen reduzieren. An den Hochschulen gibt es manchmal drei, vier Gesangsprofessoren, bei den Bläsern meistens nur jeweils einen.


    Blauäugig sind bestimmt einige der Studienanfänger. An mangelnder Information liegt das aber meiner Meinung nach nicht. Wie man die richtige Einstellung zum Studium und dem Musikerleben in so einer Prüfung abfragen will, kann ich mir nicht vorstellen. Das sind doch Charaktereigenschaften, die man bei seinem Schüler erst nach einer Weile des Unterrichtens erkennen kann.


    Mein Logopäde, ausgebildeter Tenor und unterrichtet aich junge Sänger meint, daß viele deutsche Sänger die Ausbildung nicht so ernst nehmen, wie die Russischen oder koreanischen Sänger.

    Ich habe im Laufe der Zeit einige Musikstudenten kennen gelernt und würde das auch mal so behaupten. Natürlich nicht generell und für alle, aber so im allgemeinen schon.

    in Deutschland ist wohl auch das Ausbildungssystem Schuld an der Misere.

    Es gibt, wie Du schreibst, 24 Musikhochschulen in Deutschland – aber wer bildet da eigentlich den Nachwuchs aus? In vielen Fällen sind es Sänger (oder auch Theoretiker), denen selber die Karriere an Opernhäusern und im Konzertbetrieb versagt blieb und die deshalb den halbwegs sicheren und relativ gut bezahlten Job an den öffentlichen Hochschulen bevorzugen.


    Es liegt also wahrscheinlich nicht immer an mangelndem Talent sondern an falscher Ausbildung.

    Wenn man sich die Biographien der Gesangsprofessoren so anschaut, sind da aber viele noch aktive Sänger und Sängerinnen. Das ist doch ein Klischee, dass Leute die es nicht „geschafft“ haben, dann halt eben mal so Professor werden.

    Allerdings hat Holger unbedingt recht, dass Leute die gut singen können nicht automatisch auch gut lehren können.


    zu viel Theorie zu wenig Gesangsunterricht.

    Kann man so verallgemeinernd nicht sagen. An den meisten Hochschulen sind pro Woche 90 Minuten Gesangsunterricht vorgesehen. Das finde ich nicht generell zu wenig und kann mir auch nicht vorstellen, dass das an ausländischen Musikhochschulen sehr anders ist. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

    Manche Lehrer teilen das dann in zweimal 45 Minuten auf, damit sie ihre Schüler öfter kontrollieren können. Zusätzlich hat man Klassenstunden und Korrepetition.

    Die Semesterferien sind halt sehr lang. Aber ich kenne einige Professoren, die lange vor Semesterbeginn wieder anfangen zu unterrichten.

    Es hängt halt viel vom Engagement der Professoren ab.


    Viele Grüße

    Boismortier

    Zu Adriana Gonzales


    Ich habe mir die drei Videos, die Gregor in Beitrag #31 eingestellt hat angehört. Ich teile seine Meinung, dass sie bei dramatischen Stellen zu stark drückt. Dieser Eindruck war mir bei der Gounod-Arie so stark, dass ich das Preisträgerlied(?) des Wettbewerbs in Beitrag #50 nicht mehr nochmals anhören wollte um zu vergleichen.

    Die Rusalka gefiel mir dagegen sehr gut. Da hatte sie auch sehr gelungene piano-Stellen.

    Bei der Micaela-Arie hat sie wieder etwas „zugemacht“. Der starke Ausdruck ist bei ihr öfter mal ein Aus“druck“. Die Hände zu Fäusten geballt gelang die anschließende Piano-Stelle nicht wirklich.


    Viele Grüße,

    Boismortier