Beiträge von Accuphan

    Die Frage nach der Zeit war eine rhetorische. Die eigentliche Frage lautet: Bin ich bereit, die fürs Umspeichern erforderliche Zeit zu investieren und mir die Mühe zu machen?

    Diese Frage beantworte ich durch Unterlassen bis heute mit Nein. 😉


    Die von Alfred erwähnten Booklets sind eine eigene Welt, die mit der Übertragung auf Festplatte und Veräußern der CDs verloren geht. Alles, vom Titelbild über die Tracks, Info zur Aufnahme, Texte …


    Es gibt CDs, bei denen ich mich freue, die alte, originale CD zu besitzen.

    Das hat mit den gespeicherten Musikdaten natürlich nichts zu tun. Abgesehen davon, dass jüngere Auflagen einer Aufnahme meist/ oft in einer "Remastered"-Version vorliegen, die klanglich die Erstausgabe übertrifft.

    Dennoch: manche "Originals" habe ich eben im Original, nicht in der Neufassung mit schrägem Ausschnitt des Originalcovers.

    "Galleria - Digitally (was denn sonst?) Remastered", "2CD"-Re-Issues, Neukompilation und Boxen unterschiedlicher Schönheit - oft ist's mir wurscht, oft eben nicht.

    Auf SSD ist alles weg.


    Welche Speicher wie lange halten, kann man vermuten, ahnen, wünschen. Man mag es prognostizieren, aber wissen werden wir es erst, wenn Zeit vergangen ist. So wie sich meine erste CD bis heute nicht "aufgelöst" hat und "unspielbar" geworden ist, allen Unkenrufen der Achtzigerjahre zum Trotz.

    Welche Software wann noch verfügbar und nutzbar ist? Keine Ahnung!

    Meine Stoßrichtung wäre: höchstmogliche Qualität, keine oder verlustfreie Komprimierung; so wenig manipulieren wie möglich, um die Verfügbarkeit der Daten möglichst lange zu erhalten.


    Es gilt auch bei Musik und erst recht bei unseren Schätzen: alles, was es wert ist, gesichert zu werden, ist es wert, doppelt gesichert zu werden. Also zwei Festplatten! Und wer das drohende Szenario mit dem Feuer wirklich ernst meint, der bewahrt eine Kopie tatsächlich woanders auf. Interessanterweise nimmt den Brand- oder Hochwasserfall bei CDs und LPs niemand wirklich ernst, denn niemand - ich kenne keinen - kauft alles zweimal und bewahrt die doppelte Sammlung an einem anderen Ort auf.


    Konsequenz ist halt auch eine Frage des Geldes.

    Ich bin seit 2002 freiwillg Applenutzer und bleibe diesen Produkten treu. In die Windowswelt gehe ich nur, wenn ich gezwungen werde.

    Sollte ich sowas wie die Speicherung meiner Musiksammlung auf Festplatte unternehmen, wird es sicherlich geeignete Software geben, die Apple Music ergänzt oder ersetzt.


    Ich hatte vor langer Zeit begonnen, meine CDs zu katalogisieren; die Software dazu heißt Doghouse. Ich habe einen Barcode-Scanner gekauft und die CDs abgescannt - wie im Geschäft an der Kasse. Bei vielen hat das funktioniert, die Software greift auf Gracenote, Amazon und ich weiß nicht mehr was alles zu. Das Coverbild wird geladen. Ganz toll!

    Leider ist der Inhalt eine Katastrophe. Ob Symphony oder Symphonie oder Sinfonie ist eine Kleinigkeit dabei. Die Sortierung ist Mist, die Zuordnung absolute Vollgrütze! Ensembels, Orchester, Solisten, Dirigenten; dazu noch Unterteilung in Pianisten, Sänger u.a. Das war anscheinend niemals vorgesehen, zumindest ist das nirgends sauber hinterlegt. Und weil mir die Arbeit zuviel wurde, habe ich aufgehört, das System zu füttern. Ein Rumpfbestand von 350 CDs ist auf der "Pocketpedia" auf dem iPhone zu sehen. Damals schon unvollständig, heute wegen vieler Abgänge und nie erfasster Neuzugänge faktische irrelevant.


    Ich müsste 14 CD-Regale (ja, die IKEA-Türme) rippen. Da werde ich irre. Wann soll ich das denn machen...? ;-)

    Sollte es mal so kommen, dass es keine CDs mehr gibt lebe ich hoffentlich nicht mehr.

    Das eine mag mit heutigem Blick wahrscheinlich sein, das andere ist sicher.


    Ich streame und lade teilweise auf Festplatte. Das ist schnell, flexibel und verlockend. Doch müsste ich mich entscheiden, wäre es immer die CD!

    Allein der Umstand - für mich -, den Computer und einen Bildschirm verwenden zu müssen, um Musik zu hören.

    Und die viele Arbeit, alles so wohlsortiert gerippt oder geladen zu bekommen, mit Bildern dazu und korrekten Stichwörtern - ein Irrsinn!


    Manchmal kommt meine Frau mit dem Wunsch ums Eck, einen Plattenspieler besitzen zu wollen. Es könnte also sein, dass auch sowas noch mal ins Haus kommt.

    Und wie lange ist es her, dass der Abgesang auf die LP angestimmt worden war, mehrfach?

    Bei der aktuellen Grafik geht es auch, weil die Größe in der Adresse versteckt ist. Die Original-Grafikadresse lautet 'https://images.universal-music.de/img/assets/633/633521/4/2048/michael-tilson-thomas-... und wenn man aus der 2048 eine 300 macht, hat man folgendes Ergebis :


    michael-tilson-thomas-bruckner-symphony-no-7.jpg

    Vielen Dank! Ich versuche, daran zu denken... Eben probiert: mit "600" kam nur der Bild-Platzhalter, mit "300" hat es funktioniert. :hello:

    Sibelius: Sinfonie Nr. 3 - Oslo Philharmonic Orchestra - Mäkelä

    Nun gut, dann höre ich mal in dieses Set hinein. Viel gepriesen, viel kritisiert.

    Ich bin sehr gespannt, wie Mäkelä sich entwickeln wird. Wenn er die beiden Posten in Amsterdam und Chicago (Debut mit 26) übernimmt, wird er gerade mal 31 Jahre alt sein.

    Bernstein war 40, als er Chef des NYPhil wurde. Maazel 34 beim RSO Berlin, Colin Davis 30 beim BBC Scottish Orchestra.

    Bruckner: Sinfonie Nr. 7 - Verbier Festival Orchestra - MTT

    michael-tilson-thomas-bruckner-symphony-no-7.jpg


    Bildadresse kopiert und über das "Bild"-Symbol eingefügt (in beiden Zeilen). Ich weiß leider nicht, ob und wie ich das kleiner darstellen lassen kann.


    Ein straffer 4. Satz! Das gefällt mir gut, das hat einen ungewohnten Zug.

    Am Radio verfolgt: Zur Saisoneröffnung der Berliner Philharmoniker dirigierte Kirill Petrenko von Edward Elgar die Enigma Variationen und Peter Tschaikowskys 4. Sinfonie f-Moll Op. 36.

    Ab dem Ende des 1. Satzes der Sinfonie habe ich zufällig reingeschaltet. Nach kurzer Tiefgaragenunterbrechung dann zuhause fertig gehört. Hat mir gut gefallen.

    Heute Abend gibt es das ganze Konzert live in der DCH.

    … so mag man sich wundern, wieso ich die Box gekauft habe:

    Nicht weil ich mir erwarte, daß sie mir gefällt, sondern aus bildungsbürgerlichen und enzyklopädischen gründen.

    Diese Gründe teile ich und ergänze: Sammellust, Komplettierungszwang, Seltensheitsaffinität/ Lust auf Randrepertoire und GAHWS, das Gesamtausgaben-Habenwollensyndrom. 😎

    Brahms: 2. KK - Piemontesi - GOL - Honeck

    Sodele, nun habe ich das beim Bügeln gehört. Schön gemacht, mit ein paar Kleinigkeiten, die mir aufgefallen sind. Gute Laune, gutes Cello, da gingen die Falten beschwingt aus den Textilien...


    Nach der Einleitung direkt abgebrochen: Zarathustra mit Steinberg. Hui, das ist ohne Verlust bisher an mir vorbeigegangen.

    Vielen Dank, lieber Alfred, für diesen Thread und die kontinuierliche Aktualisierung. Die Brahms-Konzerte liebe ich sehr, weswegen ich nun neugierig bin, was Piemontesi mit den Leipzigern daraus gemacht hat.

    Mit Honeck fremdle ich, weswegen ich mit einem Vor(be)halt an die Sache herangehe. Den hochgelobten "Don Juan" und Beethovens Neunte habe ich wegen deutlichen Missfallens wieder entsorgt...

    Nun bekommt er eine neue Chance wegen der drei anderen Beteiligten. 😉

    ... Tonbandmaschine ASC 6002 S, einem Revox Tapedeck B215 und einer digitalen TASCAM DA-300 DSD Lösung.

    Zugegeben ... kein bling bling Equipment mit dem man was hermachen kann. Ich hoffe Ihr werdet mir das nachsehen

    Kein Bling-Bling! Das ist ernsthaftes Ding-Dong. Und das weißt du natürlich. ;-)


    Fundstücke:

    Revox B215

    ASC 6002 S


    Ein Freund in Frankfurt-Bornheim hatte einst eine komplette Revox Hifi-Anlage. Großes Tennis sagte man damals noch nicht, ich finde die Dinger immernoch großartig.

    Recht so. Wobei Georg Kreisler dann mit seinem Appell zum „Tauben vergiften im Park“ vermutlich ebenfalls grenzwertig ist.

    1. Das Töten von Tauben ist m.E. der einzige vernünftige Umgang mit den Ratten der Lüfte.

    2. Georg Kreisler geht immer.

    3. Das Lied hat ein amerikanisches Vorbild.

    4. Wenn Religion im Forum verboten ist, muss ich dann beim Posten einer Bachkantate eine Triggerwarnung setzen?

    :hello:

    Die neusete Scheibe von Arcadi, eben rausgekommen 2022 live aufgenommen ... Das ist alles sehr entschleunigt. Vielleicht bei Schubert nicht so schlecht


    Die Zeitschrift Gramophone* schrieb dazu sinngemäß folgendes:


    Volodos’ pianistische Fähigkeiten stehen außer Frage: Sein Spiel ist technisch makellos, mit außergewöhnlicher Klangkultur, perfekter Artikulation, rhythmischer Präzision und enormer dynamischer Bandbreite – vom orchestralen Fortissimo bis zum feinsten Pianissimo. Auch Aufnahmequalität, Instrument und Akustik lassen keine Wünsche offen. Gerade angesichts der vergleichsweise wenigen herausragenden Einspielungen von Schuberts D-Dur-Sonate ist dies bereits ein bedeutender Vorzug.

    Kritischer sieht der Rezensent jedoch Volodos’ interpretatorische Entscheidungen. Während der erste Satz vollständig überzeugt, empfindet er den sehr langsamen zweiten Satz als zu ausgedehnt. Die außergewöhnliche Fähigkeit, lange Melodiebögen zu tragen, rücke stellenweise mehr den Pianisten als die Musik selbst in den Mittelpunkt. Obwohl Volodos keineswegs eitel wirke, erscheine sein Rubato mitunter zu vorhersehbar und zu einheitlich eingesetzt. Besonders im Scherzo störten den Rezensenten die wiederkehrenden agogischen Verzögerungen, und auch die betont niedliche Artikulation im Finale empfindet er als übertrieben.

    Trotz dieser Einwände bleibt die pianistische Leistung außergewöhnlich. Noch überzeugender gelingt Volodos nach Ansicht des Rezensenten jedoch Schumanns Kinderszenen. Hier tritt seine klangliche Raffinesse ganz in den Dienst der Musik und wirkt nicht selbstzweckhaft. Die feine Stimmführung, die differenzierte Klangfarbe sowie die gelungene Verbindung von Kraft und Sanftheit vermitteln eine poetische und unmittelbare Interpretation. Insgesamt hinterlässt Volodos’ Schumann daher einen stärkeren Eindruck als sein Schubert.


    *) übersetzt, gekürzt und umformuliert - weesche dem Koppireit.

    Ist es diese CD?


    Dann findest Du sie beim Werbepartner.

    Zu dessen Website: möchtest Du Hilfe aus dem Forum? Wenn ja, wäre die Pinnwand vielleicht ein Ort zum Austausch.

    Mahler: 3. Sinfonie - DiDonato - Chöre - BPO - Nézet-Séguin

    Eben ist dieses Stück live aus der Berliner Philhamronie in der DCH verklungen. Es war also heute im Konzert. Live aber digital, in Stereo und 5K. Das ist fast wie dabeigewesen.



    Schön war das, gut gemacht; mit einem Gast an der 2. Pauke, der ebenfalls sehr gut gespielt hat (ein bisschen schüchtern-eckig wirkte er beim Applaus, für den er, nach dem Solopauker des Orchesters, aufstehen sollte).

    Wie schön, dass YNS durchs Orchester geht, die Solisten und dann die ganzen Stimmgruppen aufstehen lässt.

    DiDonato hat gut gesungen - wobei ich bei ihren Vokalen gerne noch mal üben würde.


    An manchen Stellen hat's geklappert - der Chor kam gar nicht in die Puschen; da waren die Jungs fixer.

    Ein paar Übergänge, ein paar Tempowackler. Nun könnte ich frotzeln und sagen, dass das eine super Generalprobe war. ;-)


    Mir hat's gefallen und ich freue mich über die spontane Entscheidung, den größten Teil des Abends so verbracht zu haben.