Beiträge von MSchenk

    Allerdings würde ich wesentlich lieber Champions-League in beiden Sportarten sehen, bin aber nicht bereit, dafür noch Geld bei mehreren Bezahlsendern (DAZN, Prime, Sky, Eurosport II) zu opfern.

    Ja, aber wovon sollen dann die Millionengagen der Spieler, die Apanagen der Funktionäre, der Einkauf der Übertragungsrechte und nicht zuletzt (Stichwort Korruption!) die Bestechungsgelder für WM und EM möglichst in Verbrecherstaaten bezahlt werden? - Wohl zu einem Teil durch die Rundfunkbeiträge, also auch durch meine und da werde ich auch nicht gefragt, ob ich diesen Moloch Fußball mitfinanzieren möchte ... im Übrigen schon eine etwas merkwürdige Einstellung, etwas haben zu wollen, aber zahlen sollen doch bitte die anderen!? Aber vermutlich hast Du mal wieder vollkommen recht und meine Einschätzung ist einfach nur der Tatsache geschuldet, das mir verschiedene prägende Erlebnisse fremd geblieben sind.

    wenn ich die Einnahmensumme von 2020 in Höhe von 8,11 Milliarden lesen muß, für ständige Wiederholungen, begeisternde Fußballübertragungen aus der 4. Liga und im Winter praktisch rund um die Uhr jede Art von Wintersport.

    Kannst ja auch andere Sachen schauen! Und wieso überhaupt Fußball (ist im TV m.E. vollständig verzichtbar, aber wer's braucht)? Sich hier über Korruption aufregen, aber Fußball schauen wollen ... ;) Gleichwie, grad z.B. scheint die Serie Weissensee wiederholt zu werden, ein mehrfach perisgekröntes Produkt der öffentlich-rechtlichen; habe ich meine Beiträge für bezahlt und lade ich mir jetzt aus der Mediathek herunter um auch hier meine Bildungslücke etwas zu verkleinern.

    Den Willen zur Veränderung erkennt der GEZ-Zahler nicht.

    Leider kann man sich in Deutschland den Zwangsgehühren, [...]

    Ich weiß, dass es in dieser ganzen m.E. etwas überaufgeregten "Bohei"-Diskussion niemanden kratzen wird, aber die GEZ (= Gebühreneinzugszentrale) gibt es seit 2013 nicht mehr und seitdem sind auch keine Gebühren mehr zu entrichten, sondern es werden Beiträge erhoben und vom Beitragsservice ARD ZDF Deutschlandradio eingezogen. - Ich meine, wenn man der Journaille schon gerne mal vorwirft, sie sei linksgesteuert, politisch tendenziös und überhaupt verrottet und versifft, dann sollte man doch wenigstens selber versuchen, die richtigen Begriffe an der richtigen Stelle zu verwenden. - In diesem Sinne noch allen ein Schönes Wochenende und weiter Viel Vergnügen beim Aufregen ... :hello:


    Und bevor jemand fragt oder mir irgendeine Meinung unterstellt: Ja, ich halte den Causa auch für mehr, als ärgerlich. Und ja, ich meine, das Ganze ist vor dem Hintergrund anderer aktueller "Probleme" absolut nachrangig.

    Putzig finde ich allerdings, dass hier wie in anderen Diskussionen im Lande dieses "Man wird ja wohl noch sagen dürfen" aufblitzt, [...]

    Ein Satz übrigens, den ich als das Streichholz des Biedermannes bezeichnen würde ... in der steten Hoffnung, dass das dahinter verborgene schräge Weltbild nie zünden mag.

    [...] ästhetische, gern symbolistische Inszenierungen [...]

    Achtung! Ästhetisch bedeutet entgegen der landläufigen Meinung nicht unbedingt "schön", sondern kann auch häßlich sein; aber da kann Holger Kaletha deutlich mehr zu schreiben. Und "symbolistisch" im Sinne von Symbolismus ist eine Kunstrichtung des ausgehenden 19ten Jahrhunderts. - Meinst Du tatsächlich das?


    p.s. Bitte, ich will Dich nicht ärgern - vielleicht etwas zu viel Rotwein heute abend :untertauch: - aber wovon reden wir hier eigentlich? Tatsache ist doch, dass diese unsäglichen Regietheater-Diskussionen schon allein in Ermangelung einer zumindest akzeptablen Begriffs- und Themendefinition zum Scheitern verurteilt sind. Klar, man kann sich im Angesicht des schieren Themenumfanges auch auf einen oder zwei Einzelaspekte konzentrieren, aber auch über die müsste zuvor Einigkeit erzielt werden. Der pauschale Einstieg "Sinn oder Unsinn - Regietheater" ist da ganz offensichtlich nicht zielführend ...

    Der Standpunkt, den ich diesbezüglich vertrete, ist jener, dass die Inszenierungen aktueller Prägung nur durchführbar sind, weil den meisten Zuhörern in den Spielhäusern die Texte der Opern verborgen bleiben. Das ist aber kein Argument sondern lediglich eine These zum Ist-Zustand.

    Ähh, Obertextanlagen? Inzwischen in praktisch allen Opernhäusern gang und gäbe! - Im übrigen ist leider weiterhin der größte Teil des Publikums jenseits der 60 - Gründe dafür und was man tatsächlich dagegen tun könnte, sind nicht Gegenstand dieses (überflüssigen) Threads - und dürften mit dem jeweiligen Stoff durchaus vertraut sein ...

    Das macht es nur noch schlimmer. Wer den Text mitliest und eine davon unabhängige Handlung toleriert, der hat den Wandel hin zur großen Irrelevanz vollzogen. Man könnte auch von Nihilismus sprechen.

    Okay, und was genau ist jetzt Dein Standpunkt? Den meisten Besuchern/Zuschauern bleibt der Text verborgen? Oder die meisten Besucher/Zuschauer haben den "Wandel hin zur großen Irrelevanz" (was auch immer das konkret bedeuten mag; bin jetzt ich als Zuschauer irrelevant, weil ich es tolleriere? Oder ist die Handlung irrelevant? Die jeweilige Inszenierung? Die jeweilige Oper? Oder Oper an sich?) vollzogen?

    Wer es nicht sehen will, soll es halt bleiben lassen. Genauso wie ich es mache, wenn eine RT-Inszenierung angekündigt wird. Das gilt für Livebesuche und Übertragungen.

    Mit dem Unterschied, dass ein sogenannter "Freund" des sogenannten Regietheaters meiner Erfahrung nach zumeist eher bereit und in der Lage ist, sich mit einer Zeffirelli- oder Schenk-Inszenierung (kritisch) auseinanderzusetzen, als dies die meisten

    Gegner des RT

    bei einer z.B. Konwitschny-Inszenierung überhaupt bereit sind zu tun ... eventuell eine Frage des geistigen Horizonts!?

    Der Standpunkt, den ich diesbezüglich vertrete, ist jener, dass die Inszenierungen aktueller Prägung nur durchführbar sind, weil den meisten Zuhörern in den Spielhäusern die Texte der Opern verborgen bleiben. Das ist aber kein Argument sondern lediglich eine These zum Ist-Zustand.

    Ähh, Obertextanlagen? Inzwischen in praktisch allen Opernhäusern gang und gäbe! - Im übrigen ist leider weiterhin der größte Teil des Publikums jenseits der 60 - Gründe dafür und was man tatsächlich dagegen tun könnte, sind nicht Gegenstand dieses (überflüssigen) Threads - und dürften mit dem jeweiligen Stoff durchaus vertraut sein ...

    Mich ärgert - oder erheitert - je nach momentaner Stimmungslage - der Gedankengang, daß die Verfechter des Regietheaters es in irgendeiner Form mit "intellektuell" in Verbindung bringen.

    Ach, lieber Alfred, auf die Idee käme ich garnicht. Höchstens, dass gutes Regietheater - sowohl Produktion, als auch Rezeption - etwas mit Intelligenz zu tun hat ...

    Wir gehen wenigstens noch in die Oper. Am Sonntag werde ich in Düsseldorf Macbeth sehen. Diese Vorstellung wird übrigens für operavision aufgezeichnet und ist dort ab dem 30 September zu sehen.

    :thumbup:


    Habe für die gerade begonnene Saison hier in Hamburg un Lübeck folgendes auf dem Plan:


    Die Entführung aus dem Serail

    Carmen

    Der fliegende Holländer

    Faust

    Lohengrin

    Lady Macbeth von Mzensk

    Salome

    Don Pasquale

    Il trittico

    Albert Herring

    Norma

    Venere e Adone (Salvatore Sciarrino)

    Dass es viel schlimmer geht, wissen wir nicht erst seit den aktuellen Wagner-Verhundsungen aus Bayreuth, namentlich: Tannhäuser [...]

    Genau! Der Tannhäuser war absolut großartig! Z.B. der zweite Aufzug als quasi-Referenz auf die "klassischen" Inszenierungen unter Wieland und Wolfgang Wagner.

    Ein anderer Punkt ist die zugrunde liegende Willkür. Bei einer Oper handelt es sich um ein Bühnenstück bestehend aus Handlung, Text, Musik und Bühnenbild. Diese Komponenten müssen schlüssig zueinander passen. Wie kommt es, dass bisher (Gott sei Dank!!!) nur bei dargestellter Handlung und Bühnenbild interveniert wird (abgesehen von ein paar kleinen zeitgeistigen Eingriffen bei den Texten)? Wie lange dauert es noch, bis Text und Musik umgeschrieben werden? Wann wird “Der Zerfall”, eine Tetralogie über das Endel der Sowjetunion - Text Robert Menasse - Musik Richard Wagner uraufgeführt?

    Ist die letzten 40, 50 Jahre nicht passiert - Regietheater ist keine Erfindung der letzten Dekade! - warum sollte es es jetzt plötzlich passieren?


    Ganz ehrlich, lieber Stolzing und ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber dieser Thread ist etwa so überflüssig, wie der sprichwörtliche Kropf! - Gerne, wie hier auch regelmäßig gefordert, anhand konkreter Inszenierungen, die allen zugänglich sind. Wobei auch dort ernsthafte Diskussionen aus den unterschiedlichsten Gründen (Unlust, (absichtliches) Unverständnis, Lust am Krawall) die Ausnahme und nicht die Regel sind. Für darüber hinausgehende, theoretische Erörterungen oder gar Diskussionen ist der rein schriftliche Austausch via Forum m.E. ganz schlicht ungeeignet.


    Viel Spaß noch mit diesem Thema :hello:

    Komme grad aus der Elbphilharmonie: Levit & Pappano. Im ersten Teil Schönberg Verklärte Nacht op.4 [Fassung 1943 für Streichorchster], dann Busoni und ich denke, wir haben uns das ungefähr so vorzustellen: Der geniale Komponist sitzt in seinem Komponierstübchen und spricht also zum Botenjungen "Dort auf dem Flügel unter der Tarantella für den italienischen Nationalfeiertag liegen die Noten zu meinem neuen Klavierkonzert. Daneben ist noch etwas für Männerchor, aber das ist nichts. Bringe das bitte zum Notenstecher!" - und dann ist irgendwie etwas schiefgelaufen ...

    Aber der Inhalt der Nachrichtensendungen entspricht in aller Regel der Verpackung: oberflächlich, und statt Information Desinformation. Das brauche ich nicht, klicke stattdessen im Internet Schlagzeilen an, die mein Interesse wecken und lese dann, soweit es für mich relevant ist.

    Und Du glaubst wirklich, dass das, was Du im Internet durch klicken auf Schlagzeilen bekommst, weniger oberflächlich, mehr informativ und weniger desinformativ ist? - Wow!

    Und siehe !! Der Druck auf den Daumen nach unten wird nicht mitgezählt !!!!


    Aber da ist nich eine Spalte für Kommentare: Versuchen Sie mal dort was hineinzuschreiben - Es funktioniert nicht.


    Ich verstehe noch einigermaßen, daß man Bewertungen und Kommentare nicht zulässe: Aber das zuzulassen was einem gefällt - und den falschen Eindruck zu erwecken, man hätte die Freiheit seine Meinung kundzutun, was aber (auf geheime hinterhältige Art) deaktiviert ist - das ist IMO ERBÄRMLICH - so wie die gesamte Inszenierung - und zeigt, daß man sich nur auf diese Art zu helfen weiß

    Ach, Alfred! - Einfache Recherche hätte Dir sofort sagen können, dass bei youtube, wenn es sich denn um einen Trailer auf youtube handelt, die Anzahl der "Mag ich nicht"-Bewertungen schon seit längerem nicht mehr angezeigt wird. Und das ist ganz sicher nicht auf eine Verschwörung der Regietheaterfreunde zurückzuführen. - Also bitte keine "Fake News" verbreiten!


    Und das die Kommentar-Funktion deaktiviert ist, kann man ja schon verstehen. Schließlich sind selbst die entsprechenden Diskussion hier selten zielführend ...


    p.s. Darüber, dass das nicht-Anzeige der Anzahl negativer Bewertungen womöglich der "pädagogisch" falsche Ansatz ist, sind wir übrigens einer Meinung, wenngleich ich es nicht unbedingt als "ERBÄRMLICH" bezeichnen würde ...

    Allerdings von der Inszenierung dürfte ich sehr enttäuscht sein. Ich habe zwar erst ein paar Bilder gesehen und Berichte gelesen. Überzeugte mich jedoch überhaupt nicht. Ich werde mir die Götterdämmerung im TV anschauen und mir dann ein definitives Urteil bilden.

    Hallo Simon, solche Urteile finde ich für mich immer schwierig: zum Einen habe ich schon genügend Inszenierungen gesehen, die in der Kritik verrisssen wurden und mir gefallen haben oder umgekehrt und zum Anderen schlägt eine gute Ring-Inszenierung ja auch einen klugen Bogen über die Stücke, da "nützt" mir eine Götterdämmerung alleine nicht soooo viel ;) Auch können Bilder oder Kritiken natürlich nicht die Details beispielsweise der Personenregie vermitteln. Gleichwie, ich werde es mir vermutlich auch anschauen und zusammen mit einer Flasche Weißwein meinen Spaß haben ...

    Bayreuth via Radio: Gestern Rheingold vor allem im Orchester sehr gefallen, für einen "Einspringer" hat Cornelius Meister das wirklich gut gemacht, klar und transparent, aber sicher nicht kammermusikalisch; hat Lust auf mehr gemacht. Deshalb heute Walküre und nach dem ersten Aufzug weiterhin beeindruckend: Davidsen ganz stark, Zeppi eine Bank und KFV m.E. ein ganz hervorragender Wagner-Tenor, der zugegeben live noch deutlich stärker ist, als aus der Konserve/aus dem Radio. Das Dirigat tadellos, man darf z.B. gespannt auf den Walkürenritt, aber vor allem auf die Götterdämmerung mit ihren großen orchestralen Passagen sein.

    Nach Attila (2018) und Tosca (2019) dachte man sich in Mailand wohl, warum nicht mal wieder Davide Livermore? Und prompt vertraute man ihm im vergangenen Jahr 2021 Verdis Macbetto an ... und ich glaube, allmählich verstehe ich auch die eigentliche Idee dahinter: Natürlich hat die technikverliebte Regie auch hier wieder alles in Bewegung gesetzt, was die Bühnenmaschinerie hergibt. Es wurde also abermals (und doch recht baugleich zur Attila-Inszenierung) geschoben, gezogen, erhoben, abgesengt und gevideot, was das Zeug hält und es ging dabei selten um das Stück, sondern wohl doch eher um eine umfassende technische Überprüfung, dass zu Saisonbeginn auch alles gut geölt funktioniert. Das ganze Spektakel bekommt also sofort und unmittelbar einen Sinn, wenn man sich nur klarmacht, dass es sich bei Davide Livermore weniger um einen Regisseur als um einen vermutlich recht teuer einkauften Inspizienten handelt!


    Amüsanter, als die Inszenierung ist da schon fast die Tatsache, dass in einigen Kommentaren zur TV-Übertragung (siehe hier die Beiträge #1737 bis #1749) aufgrund einfachen Nichtgefallens, aber in Ermangelung qualifizierter Argumente reflexhaft die Regiethater-Karte gezogen wurde, natürlich vebunden mit der dummen und langweiligen Aufforderung, die sog. RT-Befürworter mögen doch bitte erklären, was da gerade an einem vorbeigerauscht ist! Deshalb gerne nochmal für's Gebetbuch: Manchmal ist eine Zigarre nur eine Zigarre und nicht alles, was man auf der Opernbühne doof findet, ist Regietheater! - Im Übrigen bewegt sich Livermore mit seinem Ausstattungstheater deutlich mehr in der Nähe eines Franco Zeffirelli, als etwa in der eines Robert Wilson.


    p.s. Einen Clou gibt es dann aber doch und das im Bühnenbild des letzten Aktes ist die Referenz auf das LP-Cover des Animals-Album der Gruppe Pink Floyd! Man wartet eigentlich nur auf das rosa Schwein, dass leider nicht erscheint ... :(

    Das ist halt die Konditionierung durch die sozialen Medien, wo man kommentiert, dass man nicht kommentiert. Oder wütend behauptet, ob des unbotmäßigen Artikels nun endgültig das Zeitschriftenabo zu kündigen (das man nie hatte…).


    Oder einfach schreibt: „DAS KANN MAN SICH NICHT AUSDENKEN!!!“

    :hahahaha::thumbup:

    Wenn ich den Titel dieses Thread recht verstehe, reist also Claudia Roth im Namen der Bundesregierung zum Schutz europäischen Kulturgutes nach Odessa.

    Das möchte ich nun wirklich lieber nicht kommentieren.


    LG Nemorino

    Ja, aber dann lass es doch einfach!?

    Selbst in den USA mehren sich die Stimmen, daß die Ukraine ohne Gebietsverluste keinen Frieden erreichen wird.

    Nur das der Gebietsverlust der Ukraine eben in der gesamten Ukraine bestehen wird - und sich Putin, wenn das erst "funktioniert" hat, nicht alleine mit der Ukraine zufrieden geben wird. Wenn Orbán dann Pech hat, klopft der russische Kriegverbrecher irgendwann auch an seine Tür ...

    Hallo astewes, grundsätzlich sind wir einer Meinung, insofern bitte ich folgende Verständnisfrage nicht falsch zu verstehen. Du schreibst:

    3. Dieses in-den-Dienst-Stellen von Kunst und Künstler von irgendeiner politischen Meinung ist für mich inakzeptabel. Er erinnert nicht wenig an die dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte. Auch die Kunst ist frei!

    Und mir ist jetzt nicht ganz klar, wie herum Du es meinst? Einerseits natürlich neigt die politische Meinung insbesondere unter nicht-demokratischen Verhältnissen dazu, Kunst und Künstler entweder für sich in den Dienst oder bei Nicht-Konformität auch gerne "außer Dienst" zu stellen. Andererseits gibt es aber ehrlicherweise auch den umgekehrten (und nicht so seltenen) Fall, dass sich Kunst und Künstler nicht nur freiwillig in den Dienst stellen lassen, sondern dies sogar aus vollster Überzeugung tun, d.h. den Dienst quasi bewusst suchen. - Wenn nun die Kunst frei ist, was ich ja sofort unterschreibe, ist sie dann auch so frei, Letzteres zu tun? Ich gebe zu, dass ich persönlich in solchen Fällen plötzlich Schwierigkeiten damit bekomme, die Fahne der Kunstfreiheit unterschiedslos hochzuhalten ...