Beiträge von MSchenk

    Die Thielemann Coverbilder sind in der Tradition jene der alten Karajan Veröffentlichungen vor der Dirigent meist in versonnener oder charismatischer Pose vor schwarzem oder schwer identifizierbarem Hintergrund dargestellt wird.

    Rein interessehalber: Kannst Du mir einen Operngesamteinspielung unter HvK nennen bzw. das Coverbild einstellen, auf welchem nur HvK zu sehen ist und kein Sänger genannte wird.

    Glaubt ihr wirklich, Herr Thielemann bestimmt die Covergestaltung bei Hänssler?

    Bestimmen nicht, aber er bzw. sein Management werden sicher ein Mitspracherecht haben. Im übrigen ist das Cover ja grundsätzlich okay passt in die Reihe der Veröffentlichungen Thielemann/Sächsische Staatskapelle, aber z.B. hier war immerhin noch Platz für die Sänger:


    Eine für eine Opern-Gesamtaufnahme etwas eigenwillige - oder sollte man sagen, egomane - Covergestaltung: Keine Sänger, keine Szene oder (stilisiertes) Bühnenbild o.ä. Nur Konzentration auf das Wesentliche!? Das hat eigentlich auch ein Christian Thielemann nicht nötig.

    Wer die Schönberg/Riehn-Bearbeitung einmal "live" hören will, könnte dies hiermit in hochkarätiger Besetzung tun:


    »Die liebe Erde allüberall«


    Collagen zu Gustav Mahlers »Das Lied von der Erde« – Ein Internet-Projekt der Symphoniker Hamburg zwischen Musik und neuer Medienkunst von Daniel Kühnel und Aron Kitzig


    Mo 22.06.20 bis So 28.06.20 – jeweils um 19:00 Uhr auf www.symphonikerhamburg.de – frei zugänglich und für begrenzte Zeit in der Mediathek


    Sylvain Cambreling Leitung – Nicholas Angelich Klavier – Martha Argerich Klavier – Jean-Efflam Bavouzet Klavier – Daniel Behle Tenor – Andrei Ioniță Violoncello – Julia Kleiter Sopran – David Orlowsky Klarinette – Michael Volle Bariton – Kammerensemble der Symphoniker Hamburg – Aron Kitzig Video, Bilder, Text – Lars Dreiucker Text, Bilder – Kobi Ben-Meir Bilder

    Jetzt ganz kompliziert

    - CD mit dem Spieler über die Analog Anlage abspielen

    - über den Verstärkerausgang in die Soundkarte

    - von der Soundkarte ins Audio-Aufnahme-Programm

    - also genauso als wie vom Plattenspieler aufnehmen

    Na ja, so kompliziert finde ich das nicht, aber ziemlich aufwendig für ein Ergebnis, welches Du ja auch einfach dadurch erreichen kannst, dass Du dir die CD auf Deiner Anlage einfach anhörst. Klar ist wohl, das die technische Qualität durch die digital-analog-digital-Kette nicht besser wird, auch wenn Du das klangliche Ergebnis (subjektiv) als "besser" empfindest. Zum Vergleich: Bei einem Film entspräche das Verfahren wohl einem Abspielen einer DVD auf einem PC bei einem gleichzeitigem capture des Bildes, welches man dann wiederum auf eine DVD brennt. Auch hierbei wird es Einbußen in der Bildqualität geben.

    Das soll jetzt nicht boshaft klingen, aber das erinnert mich an einen Bekannten der "wichtige" Post eingescannt hat, um sie anschließend teilweise auszudrucken und abzuheften; also quasi analog-digital-analog.

    Für die Oboe solo hat Benjamin Britten Sechs Metamorphosen nach Ovid op. 49 komponiert. Ich spiel dieses Werk gerne in der freien Natur. Wer sich erinnern kann: Pan erklang zur Eröffnung der Elbphilharmonie von Henri Dutilleux gespielt.

    Ich kann mich erinnern, allerdings spielte einer der Solo-Oboisten des NDR Elbphilharmonieorchester Kalev Kuljus. Anschließend folgte dann ein Stück von Henri Dutilleux (siehe hier). [Links zuletzt aufgerufen am 15.06.2020]

    Nein, es ging mir lediglich darum, darauf aufmerksam zu machen, dass die Dinge vielleicht nicht so einfach liegen, wie sie von chrissy hier dargestellt - und umgehend gegen den "bösen" Inszenierungsstil verwendet wurde. Klar ist doch, dass wir alle mehr oder weniger manipulierbar sind und wahrscheinlich diejenigen, die das jetzt weit von sich weisen sogar mehr, als diejenigen, die sich dieser Tatsache bewusst sind. Und sicher hat die DDR auch eine kulturpolitische Linie verfolgt, die auch kritisches Theater - zumindest bis zu einer bestimmten Grenze - zugelassen hat. Letztlich fand ich es einfach nur interessant, wie chrissy solche Dinge für sich einerseits verneint, andererseits aber m.E. zeigt, wie solche Mechanismen auch bei ihm ein Stück weit funktioniert haben.

    Keine dieser Aufführungen hatte auch nur den geringsten Hauch einer politisch gerichteten Prägung!!! Im Gegenteil, alle waren werkgetreu

    entsprechend der Handlung und somit einschließlich Bühnenbild und Kostümen inszeniert.

    Schonmal darüber nachgedacht, dass auch die Förderung diese Art von Inszenierungen durchaus einem politischen Kalkül gefolgt sein könnte? Das auch dadurch eine Form der politischen Prägung erreicht oder zumindest unterstützt worden ist? Immerhin räumst Du selber ein:

    Für mich waren diese Aufführungen prägend auf meinen Geschmack, meinen Erwartungen, meiner Auffassung und Ansicht einer Inszenierung.

    Der damalige "Kulturpolitische Auftrag", wurde wohl doch mehrheitlich und überwiegend positiv, im Sinne von vernünftigem sehenswertem Theater, umgesetzt.

    Na ja, immerhin hat die Umsetzung des kulturpolistischen Auftrages dazu geführt, dass Du eine ziemlich dezidierte Meinung dazu hast, was vernünftig und sehenswert ist ...

    Das ist schon großartig, dass es inzwischen nicht einmal mehr möglich ist, ein paar wenige, möglicherweise sogar gewinnbringende und eigentlich vollkommen unverfängliche Gedanken zu einem Begriff, wie dem der Authentizität im Hinblick auf die Kunst zu entwickeln, weil es dem selbsternannten Meinungspolizisten Gerhard und seinem Adjudanten chrissy nicht gefällt. - Ganz ehrlich: Ich kann es total verstehen, wnn udohasso hier nach diesem Einstieg bereits die Schnauze voll hat!

    Lieber Holger, danke für Deinen kurzen Exkurs zum Thema "Authentizität"! - Wieder einmal bringt mich Dein "philosophisches Geschwurbel" dazu, über Dinge nachzudenken, die sonst so leicht dahingesagt sind. Beispielsweise erscheint es mir vor diesem Hintergrund durchaus paradox, eine künstlerische Darstellung, zu der neben den Werken der bildenden Kunst ja auch eine Opern- oder Theaterinszenierung - gleich, welcher Art - gehört, überhaupt als authentisch zu bezeichnen. Ist es nicht vielmehr so, dass der "besonderes authentische" Performancekünstler genau dies eben nicht ist, sondern im Gegenteil er in diesem Moment "besonders künstlich" ist!?

    Na ja, diese Idee, einen Teil bzw. mindestens die Hälfte der Plätze frei zu lassen, d.h. nicht zu verkaufen, gibt es ja anderswo auch. Und überlege ich im Stillen mal, was eigentlich passiert, wenn ich die Wahl zwischen "Wir lassen einen teureren Platz zugunsten eines günstigeren Platzes in dessen Nähe frei." und umgekehrt "Wir lassen einen günstigeren Platz zugunsten eines teureren Platzes in dessen Nähe frei." habe!? - Angesichts der aktuellen Situation nach monatelanger Schließung und entsprechendem Einnahmeausfall erscheint die Antwort zwangsläufig. Schlecht halt für die Opern- und Konzertbesucher, die es dann nicht so "Dicke" haben ...

    Vielleicht mag der ein oder andere opernaffine Tamino sich anschließen und ebenfalls drei Werke nennen, die sie oder ihn in der abgelaufenen Saison auf der Bühne bewegt haben.

    Tja, gesehen habe ich von den obigen Ankündigungen am Ende


    - Die Nase (Insz. Karin Beier)[siehe hier]

    - Don Giovanni (vervollständigt den neuen daPonte-Zyklus und der Dörrie-Giovanni war wirklich schlecht) [siehe hier]

    - Falstaff (Insz. Bieto, ein herzliches :baeh01: an alle RT-Gegner)

    - Ariadne auf Naxos (Insz. Stückl; Nagano, Nylund, Gould)

    - Le nozze di Figaro (Minasi, Ensemble Resonanz)

    - Pelléas et Mélisande (Nagano, Prohaska, Villazón(!), Kennlyside) [siehe hier]

    - Lohengrin (oder sollte ich besser Klassengrin sagen? Ein weiteres, herzliches :baeh01: mit Nagano, Simone Schneider, Baumgartner, KFV, Koch, Dobber) [siehe hier]

    - Lulu (Insz. Marthaler; Nagano, Hannigan Mojca Erdmann, von Otter, Lodahl, Schmeckenbecher)


    Die Norma war quasi mein erstes "Corona-Opfer" und die Elektra-Premiere wäre morgen gewesen ;( Am spannensden waren jedoch die beiden am Stadttheater Lübeck besuchten Aufführungen von Astor Piazollas María de Buenos Aires und Darius Milhauds Christophe Colomb.

    Wie fast alles krankhaft war, was in den letzten Jahren in Bayreuth auf die Bühne gestellt wurde, vom Rattengrin über den Biogashäuser, den Ölring bist zum letztjährigen Tuntenhäuser.

    Danke für den Hinweis auf die Inszenierung des Royal Opera Houses, die ich mir ansehen werde. Vom Royal Opera House kommen ja überwiegend noch vernünftige Inszenierungen, die ich mir teilweise auch im Kino angesehen habe und ansehen werde, wenn das wieder geht.

    Verschwende nicht unnötig Deine Zeit! - Ich kenne die Coproduktion aus Hamburg (siehe hier) und ich habe offen gesagt überhaupt keinen Bock auf Deine dbzgl. Ausführungen ...

    Allein die Tatsache, dass Böhm im Mittelpunkt eines Theaterstückes steht, verdeutlicht doch eigentlich gerade seine Bedeutung. Über welche anderen Dirigenten gibt es dergleichen?

    Nur am Rande: Über Wilhelm Furtwängler gibt es ein Theaterstück von Ronald Harwood, welches von István Szabó verfilmt wurde Taking Sides – Der Fall Furtwängler. Ich kenne weder Stück, noch Film, fürchte jedoch, dass auch diese Werke bei einigen hier auf wenig Gegenliebe stoßen könnten ...

    Ich habe den Film gesehen und sogar als DVD in meinem Bestand. Er gehört zu einem ganzen Konvolut von Hamburger Produktionen, auf die in dem Link sehr professionell gleich mit verwiesen wird.

    Ja, genau! Du meinst diese Box, die für mich als Hamburger Jung natürlich ein muss ist:


    [am='B001F1YBLC'][/am]


    Ich war auch der Meinung, ich hätte vor langer Zeit hier im Forum mal etwas ausführlicher über den Fidelio geschrieben, kann es aber nicht mehr finden.

    Ich weiß nicht, ob hier oder an anderer Stelle schon darauf hingewiesen wurde: Im Rahmen des aktuellen Video-on-demand-Angebotes der Staatsoper Hamburg in Zeiten der Corona-Krise (für das komplette Angebot siehe hier) kann man sich hier ab morgen 12:00 Uhr Beethovens Fidelio u.a. mit Anja Silja in der Rolle der Leonore anschauen:


    TV-Regie: Joachim Hess

    Ausstattung: Wilhelm Reinking

    Chor: Günther Schmidt-Bohländer

    Musikalische Leitung: Leopold Ludwig

    Don Fernando: Hans Sotin

    Don Pizarro: Theo Adam

    Florestan: Richard Cassilly

    Leonore: Anja Silja

    Rocco: Ernst Wiemann

    Marzelline: Lucia Popp

    Jacquino: Erwin Wohlfahrt

    Erster Gefangener: Kurt Marschner

    Zweiter Gefangener: William Workman

    Orchester: Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

    Chor: Chor der Hamburgischen Staatsoper


    Eine Produktion aus 1968.

    Auch wenn The Greatest Story ever told und King of Kings zweifelslos in ihrer "Eindrucksvoll"-heit - und ich schreibe hier bewusst nicht "Eindrücklichkeit" - zu den besten und schönsten Filmen gehören, die Hollywood zu diesem Thema hervorgebracht hat, haben sie eigentlich auch genau dieses als Problem: sie sind vielleicht einfach zu schön für dieses Thema und können aus diesem Grund m.E. nur schwerlich mit Pasolinis Il Vangelo secondo Matteo mithalten.


    [am='B000641MWA'][/am]

    .... und hier ist er wieder, der MSchenk, dessen Beiträge so ungeheuer sachlich sind, daß er alles, was nicht in seinen Kram paßt, negiert und niederknüppelt, ohne Inhalt und ohne auf Inhalte einzugehen.

    Ah, Schützenhilfe von erwarteter Seite! - Aber erkläre mir, ist es nicht Gerhard, der für sich immer wieder ins Feld führt, er würde stets nur gegen die Sache argumentiren? Und ist es denn dann ein anderer Gerhard, der folgendes geschrieben hat?

    Bei manchen, die hier so groß gegen uns tönten, aber keine konkreten Antworten zu beanstandeten Verunstaltungen geben konnten, stellte sich mir hier schon häufiger die Frage, wieweit sie dieses Werk überhaupt kennen.

    Weiter scheint Dir entgangen zu sein, dass ich mich durchaus nicht negierend und niederknüppelt gegen den Artikel geäußert habe, der im übrigen kein "Mikisch-Artikel", sondern eher ein Brenner-Artikel ist. Wenn ich allerdings lese, dass sich Deine Auffassung zum Operntheater durch nichts wird beeinflussen lassen, frage ich mich schon, warum Du den Artikel überhaupt gelesen hast, ja, dies sogar noch mehrmals tun willst?


    Verstehe mich bitte nicht falsch, aber warum sollte ich mich unter solchen Voraussetzung auf eine inhaltliche Diskussion einlassen?

    Bei manchen, die hier so groß gegen uns tönten, aber keine konkreten Antworten zu beanstandeten Verunstaltungen geben konnten, stellte sich mir hier schon häufiger die Frage, wieweit sie dieses Werk überhaupt kennen.

    Ah, da ist sie wieder, die absolut sachliche Art der "Argumentation", die Du, lieber Gerhard, so perfekt beherrscht und damit zu recht auch bei anderen immer wieder einforderst ... Gleichwie, ich habe den Artikel jetzt zweimal überflogen und mir scheint, er sagt doch etwas mehr und durchaus differenzierter, als die von Dir kontextlos ausgewählten - und Dir sicherlich gut in den Kram passenden - Zitate uns glauben machen sollen.

    Die erschütternde Antwort war, daß man keinerlei Einfluß auf die Art der Inszenierung habe und auch nicht haben möchte. Ihre Aufgabe bestehe darin, den Festspielen finanzielle Unterstützung zu geben.

    Also mich hätte tatsächlich alles andere erschüttert und so finde ich die Aussage der Richard Wagner-Gesellschaft - vollkommen unabhängig davon, was und wie in Bayreuth inszeniert wird und ob es mir gefällt oder nicht - eher beruhigend!