Beiträge von hasiewicz

    Es scheint, dass die ESOTERIC-CDs unterschiedlich ausfallen, was den Klanggewinn gegenüber dem Standard bzw. dem Label-eigenen Remastering betrifft.


    Es gibt ein englischsprachiges Audiophilie-Forum, gegründet von Steve Hoffman.


    Zitat

    "Steve has worked on 180 gram audiophile vinyl record releases from Tom Petty, Donald Fagen, The White Stripes and Red Hot Chili Peppers. He has remastered the classics "Fragile" by Yes and "Blue" by Joni Mitchell. In addition, for Warner Bros./Rhino Records he has mastered on vinyl the classic Van Morrison "Moondance", James Taylor "Sweet Baby James", Frank Sinatra and a host of others. Steve Hoffman and Kevin Gray remastered some of the greatest Blue Note albums of all time for the definitive 45 RPM Blue Note Reissue Series by Music Matters, Ltd. and Analogue Productions, pressed on Virgin 180 gram vinyl at RTI and SACD."


    Darin gibt es einen Thread zum Thema klassische Musik-SACDs. Laut diesem gehört die Michelangeli-Debussy-ESOTERIC-SACD eher zu den "duds", zu den Enttäuschungen. Nicht, weil sie schlecht klingt, sondern weil sie nicht deutlich besser klingt als die Referenzaufnahme. Allerdings ist es hier nicht klar, ob die Referenz das Remastering der Deutschen Grammophon auf Blu-ray Audio ist.


    https://forums.stevehoffman.tv…356/page-43#post-30899654


    Gutes Hören

    Christian

    Es gibt schon auch sehr viele Musiker, die Musik von CD, Festplatte oder auch gestreamt hören. Aber vielleicht erleben sie noch intensiver als Nur-Hörer den Unterschied zum Konzert, und damit meine ich gar nicht in erster Linie den klanglichen Unterschied sondern den grundsätzlichen, der sich an solchen Dingen festmachen lässt wie Unwiederholbarkeit, Unmittelbarkeit, Teilhaben am Risiko, gemeinschaftliches Hören, gemeinsames Schaffen von "Atmosphäre" und so weiter. Den "Konzertsaal im eigenen Heim" kann es deshalb meines Erachtens niemals geben, selbst wenn man eine Stereoanlage im Wert eines Mehrfamilienhauses kauft.

    Umgekehrt bietet aber das Musikhören zuhause das Ausschalten des Störfaktors Mensch. Leider sind Konzertgänger in Westeuropa bekanntlich nicht so diszipliniert wie die in Japan, und es scheint immer schlimmer zu werden. Kürzlich flüsterte ein Pärchen zwei Reihen vor mir in der Tonhalle ständig während Bachs h-moll-Messe. Sibelius ohne jedes Husten und Bonbonpapierrascheln bekommt man nur zuhause.

    Ich glaube auch, dass die CD weiterhin eine Zukunft hat - zu welchen Anteilen und mit welcher Tendenz wird man sehen, aber das interessiert mich nicht besonders.


    Ich persönlich kaufe immer weniger CDs, da ich Hi-Res-Medien vorziehe, aus dem Grund, dass sie für mich dem Liveerlebnis als eigentlicher Referenz am nächsten kommen. Sprich: Ich kaufe vor allem SACDs. Gibt es eine Aufnahme, die ich haben will, nicht als solche, halte ich Ausschau nach einer Blu-Ray. Ist diese nicht verfügbar, kaufe ich dann allerdings lieber einen Hi-Res-Download als eine CD.


    Es ist klar: Die SACD ist ein noch viel nischenhafteres Medium als die CD. Aber eigentlich wäre sie deren würdiger Nachfolger. Und solange Label wie Tower Records, Universal Japan, Sony, Dutton, BIS, Chandos, Esoteric und jüngst sogar DGG und Decca wieder Nachschub hochklassiger Aufnahmen produzieren, mache ich mir für das nächste Jahrzehnt keinerlei Sorgen.


    Gutes Hören

    Christian

    Schuberts scheinbar zufälliges Innehalten, seine plötzlichen Brüche und Ausbrüche, seine komponierte Unsicherheit und Angst, die Bodenlosigkeit seiner Musik, all das, was ihn von Beethoven so charakteristisch unterscheidet und oft in die Nähe zu Mahler bringt, das findet bei Zimerman kaum statt.

    Das ist eine sehr treffende Aussage, scheint mir.

    Zu Zimerman ganz kurz (und teilweise anschließend an ChKöhn)


    - Seine Aufnahme mit Chopins vier Balladen und den weiteren Werken auf der CD gehört für mich zu den großartigsten Klavieraufnahmen überhaupt.


    - Seine Schubert-Impromptus sind klassizistisch-langweilig.


    - Seine Debussy-Preludes fand ich wiederum "wärmer/emotionaler" als die von Benedetti Michelangeli


    - Den Liszt-Sonaten-Koloss kenne ich nur in seiner Aufnahme, und wollte ihn bisher nicht wieder hören.


    - Seine Live-Konzerte (zwei habe ich gehört) waren eher wenig aufregend.


    Gutes Hören


    Christian

    Aus der Box "Carlos Kleiber - Complete Orchestral Recordings on Deutsche Grammophon" verklang hier gerade:


    Johannes Brahms

    Sinfonie Nr. 4 e-moll

    Carlos Kleiber, Wiener Philharmoniker


    Es lief die CD, nicht die beigefügte Blu-ray Audio. Laut Deutsche Grammophon wurde remastered, im Booklet macht man aber keine näheren Angaben dazu.




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    Wenn bei mir alles internetmäßig stimmt (leider selten der Fall) habe ich bei bisherigen Versuchen keinen Unterschiede feststellen können (ist allerdings jetzt auch schon eine Weile her)

    Das wäre für mich der Grund, nie auf Streaming als Haupthörquelle zu setzen: Wenn es dort Stau gibt und man unter Qualitätsverlusten leidet, ist das ein Systemfehler. Da lobe ich mir die haptischen Medien!

    Hier ein kurzes Video über das Esoteric Mastering Center, in dem zwei Mitarbeiter zu Wort kommen und man eine sehr beeindruckende Zahl an Geräten bestaunen kann. Ich mag sehr, wie Herr Ohmachi bei Minute 1:35 nicht umhin kommt, etwas stolz zu schmunzeln, wenn er beschreibt, welchen Effekt ihre Arbeit oft in Bezug auf wohlbekannte Aufnahmen hat.



    Gerade ist angekündigt ein Remastering von Mozarts "Requiem" in der Aufnahme von Karl Böhm und den Wiener Philharmonikern: https://elusivedisc.com/karl-b…reo-japanese-import-sacd/


    Esoteric baut übrigens auch traumhafte Geräte - der Esoteric K03XD ist der ultimative (SA)CD-Player.

    Hier ein Testbericht: https://www.lowbeats.de/test-c…d-mit-sacd-an-die-spitze/


    Gutes Hören
    Christian

    Hier findet sich eine Besprechung der Gilels-SACD-Aufnahme, die meine Eindrücke insbesondere bei der Waldstein bestätigt:


    https://www.sa-cd.net/showtitle/9506

    Danke! Was spannend wäre - stimmt es, dass bei der ersten Eroica-Variation zwei Takte fehlen?


    CORRECTION : A MEMBER OF THIS SITE HAS NOTED AN EDITING FLAW IN THE SACD :

    The final four bars in track 1 are omitted in the Eroica Variations, prior to track 2, the formal statement of the theme. I have checked with the performance on the CD in the CD box set, the same one from which Esoteric reprinted the English notes. These bars are present in the recording. The booklet track timings for the Eroica in the CD transfer are : Introduzione 3'01, Tema 0'42.

    SACD timings Introduzione 2'58, Tema 0'42

    Die Esoteric-SACDs sind klanglich wie preislich der Rolls Royce unter den Klassikaufnahmen. In Japan mit spürbarem bis fulminanten Qualitätszuwachs remastered, sind die Kleinauflagen oft schnell vergriffen. Man zahlt neu wie auch bei E-Bay Beträge zwischen 50 € für Karajan/Respighi bis 500 € für Böhm/Mozart und Furtwängler/Ring.


    Eine der Aufnahmen, mit denen ich sozialisiert wurde, ist Böhms Aufnahme von Beethovens Pastorale in Kombination mit Schuberts 5. Sinfonie, erschienen bei Deutsche Grammophon.


    Hier mein Höreindruck:


    Was hört ihr gerade jetzt? (Klassik 2022)


    Ich bin gerade im „Böhm-Fieber“… Und angesichts des Sublimen vieler Böhm-Einspielungen (gerade höre ich seine Bruckner 4-Aufnahme) fühlt sich der Kauf dieser Kollektion wie ein ästhetischer Widerstand gegen die allgemeine Flachheit an.



    Beste Grüße

    Christian

    Robert Schumann

    Sinfonie Nr. 3 Es-dur op. 97 "Rheinische"

    Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan

    DGG, ADD, 1971

    SHM-CD, Japan-Import


    Diese Sinfonie ist eine, die es immer schafft, mich zu erden. Nachdem ich kürzlich zwei Interpretationen gehört habe, die mich nicht so glücklich machten, hörte ich wieder diese Einspielung Karajans von 1971. Für mich eine grandiose Aufnahme - in wirklich jedem Satz schafft es Karajan mit den bestens disponierten Berlinern, mindestens einen Gänsehautmoment zu erzeugen. Das ist wirklich Klangmagie, die mit dem musikalischen Gehalt eine Einheit findet. Großartig!


    Wie ein Echo aus ferner Vergangenheit hatte ich seit dem Erwerb dieser Platte in den frühen "Nuller-Jahren" in Erinnerung, dass diese Septette mir irgendwie gefallen würden. Am Sonntag hörte ich sie erstmals seit vielen Jahren wieder (ich hatte sie aus den Ohren, aus dem Sinn verloren) - und bin seither ganz hingerissen von diesen beiden Septetten - besonders von dem ersten Septett c-Moll!

    Werter Garaguly,


    das ist ja auch wirklich sehr meloldienselige Musik, zugleich geistreich und stilsicher genug, um nie überzuckert zu klingen. Wirklich eine Empfehlung!


    Beste Grüße


    Christian

    Heute Abend scheint es einen interessanten Abend zu geben mit Texten von Marcel Proust und Musik von (natürlich) Reynaldo Hahn, Lili Boulanger, Olivier Messiaen, Camille Saint-Saens, Erik Satie und Claude Debussy. Es ist eine Sendung des Bruchsaler Schlosskonzerts vom 7.10.2022. Wahrscheinlich kann man es auch später in der Mediathek nachhören, falls man heute Abend schon etwas anderes vorhat.

    Danke für den Hinweis, klingt sehr interessant!


    Herzliche Grüße & willkommen bei Tamino

    Christian

    Hier beginnt der Sonntag mit Mozarts erstem Violinkonzert, dargeboten von der aparten Frau Fischer.


    Wolfgang Amadeus Mozart

    Violinkonzert Nr. 1 B-Dur KV 207 (1773)

    Julia Fischer, Gordan Nikolitch, Netherlands Chamber Orchestra, Yakov Kreizberg

    Pentatone, DDD, 2005-2007




    Gutes Hören

    Christian

    Ich habe den "Appetizer" heute vom Werbepartner zugesendet bekommen und gleich neugierig hineingehört (in die SACD-Spur). Vor allem war ich neugierig, sie mit der Blu ray Audio meiner limitierten Luxusausgabe im Vergleich zu hören - da ich in der "Wohnzimmer-Anlage" mit dem Cambridge Audio einen "Universalplayer" habe, ging das von einem Quellgerät aus.


    Und was soll ich sagen - ich dachte eigentlich, nach der Ausgabe dieser Jahrhundertaufnahme bräuchte ich nun wirklich keine weitere. Was die Gestaltung betrifft (Libretti und Einführung jeweils als eigenes Buch, Faksimile der von Solti benutzten Partitur der "Walküre", eine BBC-Dokumentation über die Entstehung der Aufnahme und zwei CDs mit einer Einführung in den Ring von Deryck Cooke) stimmt das auch - es gibt keine schönere Ausgabe.


    Nicht aber, was den Klang betrifft. Als ich heute die SACD mit Ausschnitten des Remasterings gehört habe war ich hin und weg. Bei der Schmiedeszene aus "Siegfried" denkt man bei der SACD wirklich, der Amboss stünde im Raum - auch die Katzen wurden unruhig. Weiterer Effekt - die Stimmen klingen nicht nur präsenter, sondern auch angenehmer.


    Ich werde wohl leider zuschlagen müssen - danke, Joseph II., dass du mein Bankkonto durch die Empfehlung etwas "erleichterst". ;)


    Gutes Hören


    Christian


    Hier noch die Links zum Werbepartner:


    Diese Ausgabe habe ich damals leider verpasst. Falls sie mal jemand irgendwo auf dem Flohmarkt sieht - ich wäre interessiert...


    Hier heute gehört früher Bruckner, der manchmal eher etwas nach Schumann klingt, aber auch schon die eigene Handschrift erkennen lässt und vor allem in dieser Interpretation nicht nach einer "Schularbeit" klingt.


    Anton Bruckner

    Symphonie f-moll

    RSO Saarbrücken, Stanislaw Skrowaczewski





    Gutes Hören


    Christian