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der Lullist

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1

Montag, 25. April 2005, 08:04

Henri Desmarest - der Betrüger

Henri Desmarest wurde 1661 in Paris geboren, er starb nach einem filmreifen Leben am 7. September 1741 in Lunéville.

Als musikalisch begabter Junge wurde er bei den königlichen Pagen der Kapelle aufgenommen, das entsprach am Hof etwa der Kantorei der großen Kathedralen.
Seine Lehrer waren Pirre Robert und der berühmte Abbé Henri Dumont. Beide waren alte Mitglieder der königlichen Kapelle.

Desmarest nahm an vielen musikalischen Aufführungen am Hof teil, so als Sänger in der 1677 uraufgeführten Tragèdie "Isis" von Lully.
In der Kapelle sang er die großen Motetten des Meister aus Florenz.
Dadurch ist sein Kompositionsstil äußerst stark an Lullys Vorgaben ausgerichtet.
1678 verließ er die Pagen und dank seiner Ausbildung vermochte er es nun selbst Psalmen und Kirchenhymnen zu verfassen.
Er wurde während dieser Zeit offiziell in die Hofmusik aufgenommen, der Titel "Ordinaire de la Musique du Roi" bestätigt dies.

1682 entschied Louis XIV, Versailles entgültig zur Hauptresidenz zu erklären.
Zusammen mit Lully beschloss er eine Neuordnung der Hofmusik.
1683 fand der legendäre Wettbewerb statt, es ging darum vier neue Kapellmeister für die königliche Kapelle zu bestimmen.
Die alten Meister, Pierre Robert, Henri Dumont, Thomas Gobert und Gabriel Expilly wurden in allen Ehren entlassen.

Jeder Teilnehemer sollte auf den Psalm "Beati quorum remissae" eine Grand Motet verfassen. Diese wurden dann vor dem versammelten Hof aufgeführt. Der König und Lully entschieden dann darüber wer eine Rund weiter war - anscheined ist dieses Modell noch Heute gültig, aber wohl mit weniger Niveau :D

Unter den Bewerbern gab es viele Namen die einmal berühmt werden sollten, oder es schon waren:
Michel Richard Delalande, natürlich auch der junge Desmarest, Marc Antoine Charpentier und sogar ein deutsche Komponist aus Mecklenburg war hier vetreten, Danielis.

Charpentier war der Favorit, doch er wurde ganz plötzlich krank (...)
Desmarest schied schon in der Vorrunde aus.
Die Auschreibung gewannen, Michel Richard Delalande, der Abbé Nicolas Goupillet, Pascall Colasse, der Sekretär Lullys undGuillaume Minoret.

Doch 1693 folgte etwas, was das Leben des Henri Desmarest für immer verändern sollte. Der Abbé Goupillet war mit seiner Aufgabe so überfordert, dass er den jungen Komponisten um Hilfe bat, er solle ihm seine Kompositionen für ein Entgelt überlassen.
Irgendwann war jedoch Goupillet nicht mehr in der Lage zu zahlen und Desmarest machte den Betrug öffentlich.

Der König war über diese Machenschaften außerordentlich Ungehalten er entließ Goupillet unehrenhaft und gab den freien Posten an Delalande, der mitlerweile nun vier Ämter inne hatte.
Desmarest war tief enttäuscht, er hatte auf den Posten Goupillets spekuliert.


Venus et Adonis - Titelseite der Partitur

Er versuchte sein Glück an der Oper und es gelang ihm einige Opern zu verfassen, die erfolgreich waren.
Für die Appartements von Versailles verfasste er die kleine Oper "La diane de Fontainebleau"

Doch schon bald machte dieser Musiker wieder von sich reden, er verliebte sich in seine Adlige Schülerin. Nat+ürlich war der Vater der Schönen und der König strikt gegen diese Verbindung.
Also entführte Desmarest das Mädchen kurzer Hand.
Die Entführung eines Adligen wurde zu dieser Zeit mit dem Tode bestraft - Desmarest wurde steckbrieflich gesucht und der König befahl seine Hinrichtung.

Doch Desmarest war gewitzt genug den Heschern zu entkommen, er floh nach Spanien, dort heiratete er dann endlich seine Braut.
Er wurde in die Hofmusik des neuen spanischen Königs, Philipp V. aufgenommen, doch der Erbfolgekrieg der damas tobte zwang den König seine Hofmusik aufzulösen.
Ebenfalls hatte die Agenten ihn ausfindig gemacht. Desmarest floh nach Brüssel, dort residierte der im Exil lebende bayrische Kurfürst Max Emanuel, auch dort wurde er ohne weiteres in die Hofmusik aufgeniommen. Er bereiste auch Düsseldorf. Nach dem Ende des Erbfolgekriegs reiste er jedoch nicht mit nach Bayern sondern bewarb sich als Kapellmeister am Hofe des Herzogs Leopold von Lothringen. Hier verblieb er lange Zeit seines Lebens, bis er in späteren Jahren nach Frankreich zurückkehrte.
Louis XIV begnadigte ihn nie, erst der Regent hob das Todesurteil auf.

Leider sind bisher nur wenige seiner Werke auf CD erschienen, doch selbst diese wenigen Zeugnisse beweisen, dass Henri Desmarest wohl einer größten frz. Komponisten des Barock gewesen ist.


Grands Motets / Te Deum de Paris / Dominus Regnavit
Le Concert Spirituel / Niquet


Grands Motets Lorraines
Les Arts Florissants / Willia Christie


Messe à deux Choeurs + Orgelstücke von Louis Marchand
Les Pages et les Chantres de la Chapelle
Nova Stravaganza / Oliver Schneebeli


La Diane de Fontainebleau
La Simphonie du Marais

Ulli

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2

Montag, 16. Mai 2005, 22:46

Zitat

Er wurde während dieser Zeit offiziell in die Hofmusik aufgenommen, der Titel "Ordinaire de la Musique du Roi" bestätigt dies [...]


... in dessen Fußstapfen knapp 100 Jahre später Piero-Antonio Amedeo Rasetti, der Vater von Amédée Rasetti [1754/59-1799] trat.

Salut,

Henri's Leben war wirklich filmreif und Dein Text mal wieder hinreißend interessant! - Könnte quasi als Drehbuch dienen. Merci.

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Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

der Lullist

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3

Dienstag, 17. Mai 2005, 01:02

Danke für die Blumen, es ist immer schön wenn man für die Mühe die man sich macht auch gelobt wird :D

Tja das Kapitel mit den Musikern unter den letzten Jahren Louis XV und unter Louis XVI ist etwas schwer zu erforschen - man findet einfach so wenig - besonders auch Aufnahmen.
Bis Heute habe ich nicht herausfinden können werd der letzte Sur Intendant gewesen ist.
Antoine Dauvergne verlor diesen obersten Posten 1786 durch eine Intrige.

Jedenfalls habe ich jetzt einen guten Grund mich mit Rasetti zu beschäftigen.
Interessant ist jedenfalls die Entwicklung, daß während des 18. Jahrhunderts die Hofkapelle internationaler wird.
Anton Stamitz war z.B. ebenfalls Mitglied.

Ulli

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4

Dienstag, 17. Mai 2005, 23:16

Salut,

ich habe noch ein wenig herausgefunden:

Reichert installierte ab 1783 in Berlin Concert spirituels nach dem Pariser Vorbild. Diese waren offenbar so gut, dass sie bald die privaten Konzerte als "dilettantische" komplett von der Bühne verschwinden liessen, so um 1797. Dies lässt gar vermuten, dass die [auch pariser] CSs noch bis ins 19. JH hineinreichten und demzufolge vielleicht auch einen SI hatten...!? Ggfs. solltest Du mal am Conservatoire Paris nachfragen..?

Ach ja - etwas zusammenhanglos, aber egal:

L'Étoile N°. 1462 [15. April 1824], S. 3. In der am selben Tag auf der nächsten Seite [S. 4] abgedruckten Besprechung des Premier concert spirituel wird das Gerücht nicht erwähnt [...]

Zu dieser Zeit war, glaube ich, Luigi Cherubini am Conservatoire, wo er auch Juan Crisóstomo de Ariiaga kurz unterrichtete, Arriaga starb 1826, kurz vor seinem 20. Geburtstag.

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Ulli

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5

Montag, 23. Mai 2005, 11:52

Salut,

ich habe wieder etwas gefunden:

Zitat

Francois-Joseph Gossec (1734-1829) war zu seiner Zeit ein angesehener Komponist und wirkte hauptsächlich in Paris. Er Gründete 1770 das berühmte "Concert des amateurs", reorganisierte 1773 die "Concerts spirituels" und leitete diese mehrere Jahre. Ab 1780 war er in führenden Positionen des Pariser Musiklebens tätig.


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der Lullist

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6

Mittwoch, 31. August 2005, 17:47

Eine weitere höchst interessante CD:

Diesmal ein kurioses Manuskript aus New Orlèans:


Manuscrit des Ursulines de la Nouvelle Orlèans
Barockmusik aus New Orleans

Le Concert Lorrain / Anne-Catherine Bucher

Kompositionen von Desmarest / Lully / Campra / Marais...

Das faszinierende ist erstmal wieweit diese Musiken in der damaligen Welt kursierten.

Die Ursulinerinnen haben berühmte Melodien von Lully und Desmarest genommen und sie auf geistliche Texte gelegt.

So finden sich z.B. ein Chor aus Atys und eine getragene Chaconne aus Persee mit neuem Text wieder.

Die Interpretation ist erwartungsgemäß sehr gut.
Es scheint noch weiter CD Produktionen mit Barockmusik "aus der neuen Welt" zu geben, eine äußerst interessante Serie.

der Lullist

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7

Dienstag, 11. Oktober 2005, 09:38

Zwei mehr oder weniger neue CD's mit Grands Motets sind bei Glossa erschienen.



Vol. 1 Grands Motets - Te Deum de Paris / Dominus Regnafit

Le Concert Spirituel / Niquet


Vol. 2 Grands Motets - De Profundis / Veni Creator (noch nicht in Deutschland erhältlich)

Le Concert Spirituel / Niquet

salisburgensis

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8

Freitag, 3. August 2007, 20:15

Liebe Freunde der französisch-barocken Oper,

die vom geschätzen Herrn Lullist erwähnte Oper Venus & Adonis von Desmarest wird in Kürze im Handel erhältlich sein, noch dazu in einer vielversprechenden Besetzung. Damit ist dann eine weitere schmerzliche Lücke in der Verfügbarkeit französischer Barockmusik auf Tonträger geschlossen.

Es handelt sich hierbei um eine live-Aufnahme aus der Opéra national de Lorraine in Nancy vom vergangenen Jahr.



Henry Desmarest : Venus & Adonis

Karine Deshayes, Sebastien Droy, Anna-Maria Panzarella, Henk Neven, Ingrid Perruche
Choeur de l'Opera national de Lorraine, Les Talens Lyriques
Christophe Rousset


Demnächst mehr zur Aufnahme selbst...


herzliche Grüße,
Thomas
Da freute sich der Hase:
"Wie schön ist meine Nase
und auch mein blaues Ohr!
Das kommt so selten vor."
- H. Heine -

der Lullist

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9

Freitag, 3. August 2007, 20:20

da giere ich auch schon eine Zeitlang drauf, nur bisher war ich "Häuptling Knappbeikasse" und musste mir den France-Import aufsparen.

Ich dachte die Oper sein schon bei JPC zu haben ... nangegeben ist der 17.08.


ich bin jedenfalls sehr gespannt, meist sind Opern die damals erfolgreich waren auch bei mir äußerst erfolgreich :D


:jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:

salisburgensis

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10

Mittwoch, 8. August 2007, 21:04

Zitat

Original von salisburgensis
Demnächst mehr zur Aufnahme selbst...



Nun, was soll ich sagen... schee is'! :D

Der Star dieser Aufnahme ist für mich das Orchester. Die spielen mit so viel Freude und Lust, dass die Funken nur so sprühen! Wirklich toll! Aber auch die Sänger und der Chor lassen sich nicht lumpen. Eine sehr gelungene Aufführung.

Auch dass es sich um einen live-Mitschnitt handelt, hört man kaum. Kein Bühnengepolter, keine abweichenden Tempi zwischen Sängern und Instrumenten. Allenfalls mal ein Einsatzgeben vom Chef mittels geräuschvollem Einatmen.

Zum Werk selbst war mein erster Eindruck, dass es ein paar Rezitative zuviel hätte, aber das war spätestens nach dem dritten Mal verflogen.

Wie es sich für eine französische Barockoper gehört, gibt es natürlich eine groß angelegte Chaconne oder Passacaille, in diesem Fall letzteres. Sie ist aber nicht das einzige Stück mit ostinatem Baß - davon gibt´s noch einige mehr, z.B. wenn Adonis die Abwesenheit seiner Venus beklagt. ;(


Einziger kleiner Wermutstropfen ist das nur zweisprachige Beiheft. Wer kein Englisch und kein Französisch kann, guckt in die Röhre.

Und noch eine Seltsamkeit: im Beiheft ist ein Foto mit drei Musikern abgebildet, einer Violinistin, ein Flötenspieler und einer mit Horn. Seltsam nur, dass im ganzen Stück kein Horn zu hören ist. ?(

Trotzdem: eine äußerst lohnenswerte Einspielung. Nicht nur für ausgesprochene Liebhaber der französischen Barockoper. :D


herzliche Grüße,
Thomas
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der Lullist

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11

Freitag, 24. August 2007, 07:51

Mal eine Frage am Rande, ich will mir die Oper demnächst auch kaufen.
Habe aber das Gerücht gehört, das der Prolog fehlt - ist da was dran ?

Wenn ja, dann wäre ich ziemlich enttäuscht, aber kaufen werde ich mir das Teil trotzdem, immerhin spielen ja die Talens Lyriques und nicht das "Concert Spirituel" das meiner Meinung nach, des großen Namens den sie tragen nicht im geringsten für würdig sind.

salisburgensis

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12

Freitag, 24. August 2007, 09:12

Zitat

Original von der Lullist
Mal eine Frage am Rande, ich will mir die Oper demnächst auch kaufen.
Habe aber das Gerücht gehört, das der Prolog fehlt - ist da was dran ?


Dem ist leider so. Im Beiheft wird das natürlich tunlichst verschwiegen.

Auf der Rückseite der Box steht zwar eindeutig Tragédie lyrique en cinq actes et une prologue, nur wenn die erste CD mit acte 1 anfängt, kann man sich den Rest dazu denken...


:hello:
Thomas
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13

Freitag, 9. November 2007, 00:42

ich hab die Oper jetzt auch:


Desmarest: Venus et Adonis
Les Talens Lyriques / Rousset



an die Meisterwerke von Lully reicht diese Oper meiner Meinung nach nicht heran, ist aber dennoch sehr nett anzuhören.

Allerdings ist es ärgerlich dass der Prolog nicht mit aufgenommen wurde - aber der Grund wird ja gleich mehr oder weniger mitgeliefert:

Anscheinend war der Regisseur nicht in der Lage / unwillig den Prolog mit seiner Inszenierung zu vereinbaren... der Prolog konnte also gar nicht mit aufgenommen werden, da er auch nicht aufgeführt wurde.
Die Photos im Booklet sind sowieso sehr aussagekräftig, da hats mal wieder jemand mit Regietheater versucht...Straßenanzüge, langweiliges Bühnenbild etc. *schnarch* :kotz:

Die Interpretation ist auch ganz gut, obwohl mir das Orchester viel zu klein vorkommt.
Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass dieser "Inszenierung" auch ein beträchtlicher Teil der Tänze zum Opfer gefallen sind, mir komt es jedenfalls so vor....

ich weiß nicht so recht was ich von dieser Produktion halten soll - immerhin verfälschen solche Streichungen ja das Werk.
na ja ich sehe es positiv, so kann man wenisgtens in den Genuss der Musik kommen, wenn sie auch nicht vollständig ist.