Haydn: Die Schöpfung

  • Ich gönne Dir jede Sekunde Genuss an dieser Aufnahme, kann die Begeisterung allerdings nicht nachvollziehen: ich finde die Aufnahme eng und übersteuert; die Trompeten "fahren" nicht nur "heraus", sie sind schlicht viel zu laut und tröten in die Mikros; das Ganze ist oft nicht zusammen.


    Abgesehen von möglicherweise bestehenden oder ungeklärten Rechten an der Aufnahme (noch lebende Beteiligte oder deren Famile etc.) könnte es sein, dass der französische Rundfunk auch nicht so ganz von der Qualität der Einpielung überzeugt ist...?!

    "mit Bravour"

  • Zitat von Accuphan

    Ganz wunderbare Aufnahmen fehlen hier bis jetzt, zwei in englischer Hand:

    Und die mit ....


    Sandrine Piau, Mark Padmore, Neil Davies, Miah Persson, Peter Harvey, Paul McCreesh


    ....nicht nur in englischer Hand ..... zudem in engl.Sprache und ganz wunderbar!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Eine von meinen 24 GA der Schöpfung, die mir lieb und teuer ist....


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    ....AD 3.-9.6.1984 veröffentlicht 1987


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Ich gönne Dir jede Sekunde Genuss an dieser Aufnahme, kann die Begeisterung allerdings nicht nachvollziehen: ich finde die Aufnahme eng und übersteuert; die Trompeten "fahren" nicht nur "heraus", sie sind schlicht viel zu laut und tröten in die Mikros; das Ganze ist oft nicht zusammen.

    Ich habe mir gerade die Mühe gemacht und via Spotify in sicher zwanzig Aufnahmen beim entsprechenden Chor (Die Himmel erzählen die Ehre Gottes) hineingehört. Am ehesten kommen für mein Dafürhalten noch Harnoncourt (!) in seiner älteren Einspielung mit den Wiener Symphonikern und Bernstein in seiner späten Einspielung mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks an Richter heran (beide unten abgebildet). Bei Richter waren der Ausdruck und die Gesamtwirkung immer wichtiger als bloße Präzision. Wer die sucht, ist mit Gardiner, Herreweghe, Jacobs und Co. besser bedient - mir geben die allerdings zumindest bei diesem Werk nicht viel. Vielerorts wird gnadenlos gehetzt, als gäbe es kein Morgen. Hier geht es doch um die Schöpfung der Welt und nicht um eine puritanisch-akademische Übung. Bei Karl Richter ist das, wie so häufig bei ihm, ein Glaubensbekenntnis. Daher kommt er, vom Geiste her, eben doch noch viel eher nach Günther Ramin, Kurt Thomas, Willem Mengelberg usw. Ich empfinde die Trompeten auch nicht als zu laut, sondern genau im richtigen Maße triumphal - in etlichen anderen, nüchterneren Aufnahmen gehen die total im Gesamtklang unter. Aber natürlich gilt auch hier: Suum cuique.


    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid