SCHOSTAKOWITSCH Dmitri: Sinfonie Nr 5 in d-moll op 47

  • Vor einigen Monaten wurde ich von TAMINO zum Kauf der abgebildeten CD angeregt. (Ich glaube es war ein positiver Eindruck von Norbert in "Heute gehört".)

    [Die Beethoven 5 und die Mendelssohn 4 mt den WPO hatte ich bereits auf einer anderen Decca-CD - die kann jetzt weg, weil ich auch parallel die CD mit Schostakowitsch 9 mit der Beethoven 5 gekauft habe.]


    Klar - die Schostakowitsch - Sinfonien, die Solti eingespielt hat (Nr.1 ,5 ,8 ,9 ,10 ,13, 15), will ich natürlich alle haben ! Nur bisher hatte ein grosser Teil dieser diese Decca-CD´s Mondpreise ... jetzt habe ich fast alle ...


    *** Solti´s Interpretation kann auch bei der Fünften voll und mit Hochspannung überzeugen. Selten habe ich Details so präzise wahrgenommen, wie hier. Die Wiener PH zeigen, dass sie auch anders können, als "Wiener Walzer". Trotzdem klingt es manchmal nicht ganz so unbarmherzig direkt, wie bei meinen russischen Favoriten Kondraschin - Roshdestwensky - Swetlanow. Dafür wird man mit einem fantastischen Decca-Sound belohnt, der keine Wünsche offen lässt.


    Auch Soltis eher zügig straffe Tempogestaltung empfinde ich sehr gelungen. Besonders im 1.Satz Moderato und 3. Satz Largo finde ich zum Bsp.Haitinks breiten langatmigen Ansatz völlig daneben; das führt zum Auseinanderfallen. Der Spannungsaufbau bleibt auf der Strecke (Haitink im 1.Satz 18:04 = geht für mich ins unerträgliche ...). Solti hingegen baut den Satz mit Spannung auf und liegt damit im gleichen Zeitrahmen der grossen russ. Dirigenten.

    Spieldauer Solti = 15:26 - 5:16 - 12:24 - 10:05

    :angel: Gänsehaut pur - bis zum genialen Finale, das Solti mit voller Wucht entladen lässt.

    TOP-Empfehlung und eine ganz wichtige Ergänzung meiner Schostakowitsch-Sammlung !


    Nebenbei: Ich habe von keinem Komponisten mehr CD´s als von Schostakowitsch ...



       ... Kritikpunkt: Die Covergestaltung empfinde ich als lieblos ...

    Decca, 1993, DDD


  • LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)