HÄNDEL, Georg Friedrich: Ode for St. Cecilia's Day

  • HÄNDEL, Georg Friedrich: Ode for St. Cecilia's Day

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    Jacques Stella: Hl. Cäcilia (1626)


    Soweit ich sehe, hat dieses großartige Werk bisher keinen eigenen Thread.


    Die Ode for St. Cecilia's Day HWV 76 ist eine Kantate von Georg Friedrich Händel, komponiert im Jahre 1739. Sie ist der heilige Märtyrerin Cäcilia, der Schutzpatronin der Musik, gewidmet. Die Uraufführung fand - zusammen mit "Alexander's Feast" - am 22. November 1739 im Lincoln's Inn Fields Theatre, London, statt.


    Der Text stammt vom englischen Dichter John Dryden (1631-1700) und entstand 1687. Hauptthema ist Harmonia mundi, die Theorie des Pythagoras, dass die Musik eine zentrale Kraft bei der Erschaffung der Welt war. Cäcilienoden erfreuten sich im 17. und 18. Jahrhundert großer Beliebtheit. Neben Händels beiden Vertonungen (besagtes "Alexander's Feast" ist die zweite) sind vor allem jene von Henry Purcell (1683) und William Boyce (1739) hervorzuheben.


    Die erste Aufführung außerhalb Englands datiert auf 1742, für 1769 ist eine solche in Berlin belegt.


    Wolfgang Amadeus Mozart arrangierte das Werk im Jahre 1790 als Ode auf St. Caecilia KV 592; das genaue Datum der Erstaufführung dieser Bearbeitung ist nicht bekannt, vermutlich aber anlässlich des Cäcilienfests im selben Jahr. Die deutsche Übersetzung besorgte Karl Wilhelm Ramler (1725-1798).


    Das Werk untergliedert sich wie folgt:


    Overture: Larghetto e staccato—allegro—minuet

    Recitative (tenor): From harmony, from heavenly harmony

    Chorus: From harmony, from heavenly harmony

    Aria (soprano): What passion cannot music raise and quell!

    Aria (tenor) and Chorus: The trumpet's loud clangour

    March

    Aria (soprano): The soft complaining flute

    Aria (tenor): Sharp violins proclaim their jealous pangs

    Aria (soprano): But oh! What art can teach

    Aria (soprano): Orpheus could lead the savage race

    Recitative (soprano): But bright Cecilia raised the wonder higher

    Grand Chorus with (soprano): As from the power of sacred lays


    Der große Schlusschor beschließt die Ode folgendermaßen:


    Dryden:


    The dead shall live, the living die,

    And music shall untune the sky.


    Ramler:


    Was tot ist lebt, was lebet stirbt,

    und Musik tönt die Welt zu Grab.


    An Aufnahmen besteht kein Mangel. M. E. besonders erwähnenswerte:


    Originalfassung:


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    Mozart-Bearbeitung:


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    Hinsichtlich der entfalteten Opulenz und der zelebrierten Tempi kommt für meine Begriffe bis heute keine Aufnahme an Bernsteins Klassiker (1959) heran. Im neuesten Remastering klingt dieser zudem prachtvoll sondergleichen. Natürlich ist das meilenweit entfernt von modernem HIP. Hier würde ich am ehesten zu Robert King (2003) tendieren. Die Willcocks-Einspielung (1967) steht irgendwo dazwischen. Beide Aufnahmen der Mozart-Bearbeitung sind gelungen, mit leichtem Vorteil für Hogwood (1993).

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Die

    Ode for St. Cecilia's Day

    liebe ich auch sehr!


    meine sieht so aus mit Purcell und Haydn!413ckp4etIL._AC_UY327_QL65_.jpg

    Meine liebste ist jene mit John Butt, danach Pinnock, King (s.o.) und Minkowski !

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)