Das knifflige Coverbildratespiel - Unterhaltung für Kunstkenner

  • Hallo gerade das letztere, die Sache mit der Ölmalerei und der "Neuerung in der Malerei führte mich immer wieder zu jan van Eyck, aber dies war ein Irrweg, denn die Geschicte mit den Erdben wollte so gar nicht passen. Letztlich landete ich bei Antonello da Messina - und hier bin ich - wie ich meine - richtig.


    mfg aus Wien

    Alfred

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  • Lieber Alfred Schmidt


    Da meinst du nicht nur, sondern du hast die Lösung gefunden. Antonello da Messina oder eigentlich Antonio di Giovanni de Antonio ist der Künstler. Er lebte von 1429/30 bis 1479.


    Betrachtet man die Gemälde im Internet, fällt die hohe Qualität der Malerei auf. Technisch brilliant bis in die letzte Falte eines Kragens hat er das Wesen der Portraitierten erfasst. Antonello da Messina hat die Harzölmalerei in Italien eingeführt und entwickelt. Die Schichtung der lasierenden Schichten macht den besonderen Reiz dieser Technik aus. Man sieht dies schön im durchsichtigen Stoff



    Eine Unart der Grafiker ist mit diesem Rätselbild verbunden: Er hat die Jungfrau mit Kind gespiegelt. Ich denke, dass die hellen Flügel der Engel genügend Wiedererkennungswert haben, um das Bild zu finden.


    Im Palazzo Reale in Mailand kann man bis 2. August eine grosse Ausstellung mit Werken Antonello da Messianas besuchen.


    Messina auf Sizilien wurde 1908 durch ein Erdbeben total zerstört. 72'000 bis 110'000 Tote waren nach dem Erdbeben und dem Tsunami zu beklagen. Es war im 20. Jahrhundert die an Opfern grösste Naturkatastrophe in Europa.

    Das Polittico von San Gregorio in Messina war nach der Zerstörung der Kirche dem Regen ausgesetzt und wurde zu grossen Teilen beschädigt.


    Es gelang das unersetzliche Werk in den Teilen zu restaurieren, die als gesichert gelten. Die Madonna auf diesem Altarbild hat grosse Ähnlichkeit mit der Maria des Rätselbildes. Dies ergab genaue Untersuchung der Gesichtsform der Maria auf dem Gemälde, dessen Urheberschaft bisher nicht sicher ist. Die Sachverständigen der National Gallery geben eine Urheberschaft aus dem Umkreis des Malers an. Ich persönlich denke, dass die Qualität der Gemäldes für Antonello da Messina spricht.




    Es grüsst dich, lieber Alfred Schmidt, mit der Bitte um ein neues kniffliges Coverbildrätsel mit tiefer Verneigung


    moderato

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    Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer


    Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
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    3 Mal editiert, zuletzt von moderato ()

  • Vielen Dank lieber Moderato

    Es dürfte das Schicksal dieses 'Malers sein, daß viele seiner Blder nur fragmentarisch erhalten sind. Hier der Link zu einem Altarfragment, das bei uns im KHM ausgetellt ist. Das Bild wirde bereits 1620 !! zersägt und verkauft. Der Druck ist zwar beeindruckend, aber das Original ist geradezu von frappierender Plastizltät. Das Blau zudem weaentlich eindringlicher....


    https://www.khm.at/objektdb/detail/5258/


    Das neue Rätsel ist bereits in Arbeit..


    LG


    Alfred

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  • Und hier ist es schon. Ein Coverbild eine Klassikcd

    Wer hats gemalt, Was ist die Location und was findet hier statt ?


    Viel Spaß beim Raetseln


    Alfred

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  • Lieber Alfred Schmidt


    Dieses Bild war einst eine der schwierigsten Knack-Nüsse des kniffligen Coverbildrätsels, die du gestellt hattest. Ich rotierte damals in der Findung der Lösung, weil das Bild und dessen Urheber nicht als allzu bekannt bezeichnet werden darf. Am 20. Februar 2014 hattest du es uns gestellt. Der entscheidende Hinweis für den Rätselpfad war damals Mannheim, wo der Komponist Johann Christian Cannabich als wichtigster Vertreter der Mannheimer Schule galt.


    Es stammte von einer Naxos Aufnahme mit Werken von Johann Christian Cannabich 1731-1798. Damals waren die Rückseiten der Cover nicht sichtbar. Das hat sich geändert, weil die Besitzer der Bildrechte verlangen, dass ihre Quelle genannt wird. Das hattest du uns in diesem Thread einmal erklärt. Naxos hätte stets eine für unser Rätsel gute Vorlagen geliefert. Weil der Werbepartner aber die Rückseite abbildet, verbieten sich Aufnahmen dieses Labels für unser Rätsel.


    Sebastian Staasens (1752 - nach 1821)


    Fastenpredigt des Dr. Mai im Konzertsaal des Nationaltheaters in Mannheim, Gemälde 1793




    Es grüsst dich für sein Bildgedächtnis sich entschuldigend


    moderato

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  • Ich will mich nicht so schweigend und unfertig aus diesem Thread stehlen und liefer daher - auch wenn es lange gebraucht hat - ein Ersatzräetsel nach. Ich habe recherchiert und den Namen des Males durch die Tamino Suchfunktion nicht finden können,



    Gesucht ist wie immer der Name des Malers und des Bildes


    mfg aus Wien

    Alfred

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  • Lieber Alfred Schmidt, liebe Rätselfreunde


    Wenn man keine Ahnung hat, wer es gemalt hat, hilft genaues Hinsehen.


    Im Vordergrund sind rechts unter dem Schatten eines Baumes vier Herren mit Dreispitz in ein Gespräch vertieft. Links sieht man eine vierköpfige Familie mit Hund. Die Frau hat einen weissen knielangenlangen Schleier auf dem Kopf. Blau und rot sind die kräftigsten Farben, die der Maler gewählt hat. Im Mittelgrund ist ein Brunnen dargestellt, aus dem ein Pferd mit einem Reiter auf seinem Rücken trinkt. Ein Mann führt seinen Schimmel am Halfter vom Becken weg und blickt in Richtung des Betrachters. Auf dem Brunnen ist eine Skulptur: Zwei Löwen ziehen einen Wagen, auf dem eine Gestalt sitzt. Dahinter ist ein Wäldchen, wodurch eine Strasse führt und den Blick auf ein Tor mit drei Bogen frei gibt. Dieses Monument mit einem Aufbau ist recht auffällig. Eine Kutsche fährt darauf zu. Man ahnt einige Personen im Dunst. Die Farben sind fahl. Mit dem Kunstgriff der Luftperspektive und Hell-Dunkel-Kontrast schafft der Künstler Tiefe.


    Ich denke, das Tor und der Brunnen sind der Schlüssel zur Lösung. Wenn sie nicht abgebaut oder zerstört worden sind, sind die steinernen Zeitzeugen heute noch zu sehen. Die Szenerie erinnert mich an eine südliche Stadt. Ich gucke mal, was in Städten an Sehenswürdigkeiten vorhanden ist.


    Es grüsst euch herzlich


    moderato

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  • Lieber Alfred Schmidt, liebe Rätselfreunde


    "Brunnen in Madrid" führt zum Brunnen des Rätsels. Bingo!

    Es ist der Cibeles Brunnen, der im Zentrum des Cibeles Platzes in der spanischen Hauptstadt steht.


    Wikipedia weiss dazu:


    Die Plaza de Cibeles ist ein verkehrsreicher Platz in Madrid, Spanien, und befindet sich an der Kreuzung der Straßen Calle Alcalá, Paseo de Recoletos und Paseo del Prado. Es ist ein Platz mit Ansichtskartencharakter für die spanische Hauptstadt.


    In der Mitte des Platzes befindet sich der berühmte Brunnen Fuente de Cibeles. Er ist der griechischen Göttin Kybele gewidmet, welche für die Erde, die Landwirtschaft und die Fruchtbarkeit steht. Die Göttin sitzt auf einem Wagen, der von Löwen gezogen wird. Der Brunnen wurde im Jahr 1782 errichtet. Hierfür waren die Bildhauer Francisco Gutiérrez (für die Gottesfigur und den Wagen) und Roberto Michel (für die Löwen) sowie der Dekorationsmaler Miguel Ximénez (für den Gesamtschmuck) verantwortlich.


    Somit ist das Bild des Coverrätsels nach 1782 gemalt worden. Das ist schon mal ein wichtiger Hinweis.


    Der Platz ist eine für Automobile geschaffene Steinwüste. Links in der Gesamtsicht müsste das Tor zu finden sein. Der Maler und die Personen und Tiere dürften etwa dort gestanden haben, wo die Spitze des Flaggenmastes hinweist. So ändern sich die Zeiten.


    Konsultiert man einen Stadtführer kommt man zu Puerta de alcala.


    Es grüsst moderato

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    Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
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  • Lieber Alfred Schmidt


    Gibt man "puerta de Alcala Cibeles painting" in die Suchmaske ein, gelangt man zum Rätselbild und seinen Urheber.


    Gines Andres de Aguirre (1727-1800). Das riesige Gemälde 398 cm x 440 cm gehört zum Sammlungsbestand des Prado in Madrid. Es entstand 1785, drei Jahre nachdem der Brunnen erstellt wurde. Der Maler war in der Wandteppich Manufaktur tätig. Das Gemälde wurde als Vorlage für gewobene Wandbilder verwendet.


    https://www.museodelprado.es/c…11-49ac-ae0c-2090cdc93228


    Es grüsst dich


    moderato

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    Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
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  • Mich erinnert das Bild an die Plaza de Cibelis in Madrid, in deren Mittelpunkt sich die Skulpturengruppe der Göttin Kybele, der Schutzgöttin der Natur und des Volks, befindet. Sie sitzt in einem von Löwen gezogenen Streitwagen und wurde 1777 von Ventura Rodríguez entworfen. In diese Zeit fällt auch der Dreispitz, der von moderato als modisches Zutat erwähnt wurde.


    Da war ich wohl zu spät. :( Ich merkte das erst, nachdem ich meinen Beitrag abgespielt hatte.

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

    Einmal editiert, zuletzt von Rheingold1876 ()

  • Lieber rheingold1876


    Tut mir leid, dass ich dir mit der Lösung zuvor gekommen bin. Der Dreispitz ist eine spanische Erfindung, wie ich herausgefunden habe.


    Wikipedia weiss dazu:


    "Der Dreispitz scheint das Ergebnis einer Entwicklung vom runden Hut mit breiter Krempe der spanischen Soldaten (Achtzigjähriger Krieg und Reunionskrieg (1683–1684)) zum Zwecke eines besseren Schutzes gegenüber den Witterungsverhältnissen in Flandern während des 17. Jahrhunderts zu sein, bei dem die Krempe zuerst auf einer Seite, dann rundum auf drei Seiten hochgeschlagen wurde. Durch das Hochschlagen der Hutränder erhielt man eine dreieckige Form, sodass der Regen an den Ecken ablaufen konnte. Im Jahre 1683 brach der Krieg zwischen Frankreich und Spanien in den spanischen Niederlanden aus. Während der militärischen Auseinandersetzungen breitete sich die Verwendung des Dreispitzes auch auf die französischen Armeen aus."


    Anders als man annehmen könnte, war diese Kopfbedeckung in Spanien nicht beliebt und der Grund für tiefgreifende politische Veränderungen. Wikipedia informiert uns so:

    "Der Madrider Hutaufstand (auch Aufstand der Hüte; spanisch Motín de Madrid, Motín de Esquilache, oder Motín contra Esquilache oder Motín de Aranjuez) war ein unblutiger Aufstand im Jahre 1766 in Spanien gegen den Marqués de Esquilache, Minister (rey alcalde) unter König Karl III.


    Vordergründiger Anlass war das am 10. März erlassene Verbot der Regierung, in Madrid den runden, breitkrempigen Hut (sombrero redondo) und den traditionellen langen Mantel (capa larga) zu tragen. Stattdessen wurden der Dreispitz und der französische kurze Mantel für Männer vorgeschrieben. Bei Missachtung drohten Geldstrafe und Kerker. Vorgeblich sollte diese Kleidung verhindern, dass Verbrecher unter dem Schutz dieser Kleidung unerkannt ihre Taten begingen. Auch glaubte der „aufgeklärte“ Monarch Karl III. wahrscheinlich, durch Verbot der im übrigen Europa als altmodisch empfundenen Kleidung den Anschein des gesellschaftlichen Fortschritts zu erwecken. Ein weiterer Grund mag die Neigung des bourbonischen Königs italienischer Abstammung zur französischen Kultur gewesen sein."


    "Namengebend war Leopoldo de Gregorio, Marqués de Esquilache, der die Kleidernorm initiierte und deren Durchsetzung durchführte. Er gehörte zu dem zahlreichen italienischen Gefolge, das der König von Sizilien mitbrachte, als er 1759 nach Madrid kam, um sein Amt anzutreten. Der neue König erkannte schnell die Rückständigkeit seines neuen Landes und versuchte, gemeinsam mit seinen Italienern die Verhältnisse zu verbessern. Er förderte Handel und Industrie, schaffte veraltete Gesetze ab und führte Reformen ein, die zwar meist durchaus sinnvoll waren, aber mit großer Arroganz und Unkenntnis der Verhältnisse durchgeführt wurden. Als etwa den Madridern verboten wurde, ihren Abfall zum Fenster hinauszuwerfen, jedoch ohne dass eine Alternative angeboten wurde, und die Madrider sich darüber beklagten, verglich der König sie mit „Kindern, die schreien, wenn ihre Gesichter gewaschen werden“.


    "Das Krisenpotential wurde verstärkt durch die Brotkrise, unter der die einfache Bevölkerung litt. Karl III. war gezwungen, den von seinem Bruder Ferdinand VI. hinterlassenen Haushalt durch Verschlechterung der Münzen zu sanieren. Der Versuch, nach dem Vorbild der Gallikanischen Kirche auch die spanische Kirche aus der Abhängigkeit vom Papst zu lösen, führte zu Konflikten mit der Geistlichkeit, vor allem mit den besonders romtreuen Jesuiten. Viele spanische Adelige passten sich den neuen Verhältnissen an, während die anderen umso verbissener an den alten Formen festhielten, was sie auch durch ihre Kleidung demonstrierten.


    Der Aufstand

    In dieser brisanten Lage kam die neue Kleidervorschrift unter fadenscheinigem Vorwand. Der Aufstand brach 13 Tage nach dem Verbot am Palmsonntag (23. März) aus und breitete sich von Madrid rasch aus. „Muera Esquilache!“ (Stirb Esquilache!) und „Muera el mal gobierno!“ (Tod der schlechten Regierung) hieß es bald im ganzen Land. Es wird geschätzt, dass sich am Ende 50.000 Menschen daran beteiligten. Der König floh nach Aranjuez und überließ die Regierung dem Minister Pedro Pablo Aranda. Die Truppen konnten die Autorität der Staatsmacht nicht wiederherstellen. Nur dem Eingreifen zweier Jesuiten, Padre Osma und Padre Cueva, war es zu verdanken, dass die Aufständischen gegen kleinere Zugeständnisse und die Entlassung von Esquilache nachgaben.


    Folgen

    Esquilache verließ über Cartagena das Land und schiffte sich nach Neapel ein. Später wurde er spanischer Botschafter in Venedig. Dieses Amt behielt er bis zu seinem Tod 1785. Obwohl er den Jesuiten seine Rettung verdankte, konnte der König den Verdacht nicht loswerden, dass diese die eigentlichen Urheber des Aufstands gewesen seien. 1767 wurde der Jesuitenorden in Spanien verboten. Karl III. hat maßgeblichen Anteil an der Auflösung des Ordens durch Papst Clemens XIV. im Jahre 1773.


    Eine Szene, in der die demonstrierende Menge durch einen Jesuiten im Zaum gehalten wurde, hat Goya in seinem Bild El motín de Esquilache (Der Esquilache-Aufruhr, vermutlich 1767) festgehalten."


    Es verwundert deshalb nicht, dass im Werk dieses Spaniers ich keinen einzigen Dreispitz gefunden habe.




    In den 19 Jahren nach diesem Ereignis muss sich gesellschaftlich in Spanien etwas geändert haben. Gines Andres de Aguirre hatte 1785 die Personen seines Gemäldes mit Dreispitz gemalt. Es kann auch sein, dass der Maler im Anstellungsverhältnis am spanischen Hof, den Adelsstand in seinem Gemälde zeigte. Seine Entwürfe wurden für die Ausgestaltung der Paläste benutzt.



    Es grüsst dich und alle Rätselfreunde


    moderato


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  • Lieber moderato


    Ich gratuliere zur erfolgreichen Lösung des Rätsels und den interessanten Zusatzinformationen

    Hier nun das Cover, dem es entnommen ist


    mfg aus Wien

    Alfred

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  • Liebe Rätselfreunde


    Wer hat's gemalt?


    Düsseldorf ist eine schöne Stadt. ;)


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  • Bei dieser Darstellung handelt es sich um ein Wandgemälde von Schloss Benrath und seines Parks. Geschaffen hat es der Franzose Antoine Charles Horace Vernet (1758-1836). Stimmt's?


    Düsseldorf ist eine schöne Stadt. ;)

    War, lieber moderato, war. Das Schloss aber gilt zurecht als die Attraktion der Stadt. Aus eigener Anschauung kenne ich es allerdings nicht.

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Lieber Rheingold1876


    Ich beglückwünsche dich zur Lösung. :jubel:


    Dein bedauerndes "war" zielt wohl auf die totale Zerstörung Düsseldorfs im Zweiten Weltkrieg und die Bauten des Wiederaufbaus der 50er Jahre.


    Ein Internetfund aus https://www.nrz.de/staedte/due…che-gelegt-id8084398.html beschreibt die Ereignisse so:

    "Es war in der Nacht zum 12. Juni 1943, ... : Bei einem der heftigsten Fliegerangriffe auf Düsseldorf übersäten britische Einheiten die Stadt Düsseldorf von der Luft aus mit Bomben.


    Besonders stark betroffen waren die Innenstadt, die Südstadt und Derendorf. Dieses Bombardement, das von 1.15 Uhr bis 2.35 Uhr dauerte, zerstörte oder beschädigte unter anderem 16 Kirchen, 13 Krankenhäuser, 28 Schulen und mehrere tausend Wohngebäude. 1300 Spreng- und etwa 225.000 Brandbomben fielen in diesen 80 Minuten auf die Stadt und verwandelten Derendorf, das Zentrum und die Südstadt in ein 40 Quadratkilometer großes Flammenmeer mit etwa 9000 Bränden."


    Denken wir an die Zerstörungen und das menschliche Leid, die wir in Mitteleuropa nun 74 Jahre Frieden haben.





    Schloss Benrath ist eine schöne Ecke Düsseldorfs.



    Und die Stelle, wo Antoine Charles Horace Vernet 1806 das Sujet festgehalten hat, ist heute in asphaltiertem Zustand. Es fahren heute keine Kutschen diese Passage. Man sieht, dass Vernet ein Könner seines Faches war, wenn man die Darstellung der Bäume und der Gebäude mit der Spiegelung im vorgelagerten See studiert.



    Es grüsst dich mit der Aufforderung uns das nächste Rätsel zu stellen herzlich


    moderato

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