Herta Talmar - eine der großen Alleskönnerinnen!

  • Wenn ich heute so nachdenke, dann muss ich sagen, es gibt eigentlich keine Operettensängerin, die Schlager und Diva "unter eine Hut brachte" wie Herta Talmar.


    Wenn man in eine Discographie schaut, dann wundert man sich nur, Herta Talmar war eine Glawari, genauso wie eine Valencienne in der "Lustigen Witwe", sie war eine Rosalinde in der "Fledermaus",


    aber auch eine Sora in Millöckers "Gasparone".



    Die Operetteneinspielungen, zumeist in großen Querschnitten kamen in die Schallplattenhandlungen und Herta Talmar war eine charmante Franziska Cagliari aber auch Gräfin Zedlau im "Wiener Blut", und reizend im "Weißen Rössl" und eine bezaubernde Gräfin Mariza.



    Franz Marszalek der wirklich große Operetten - Dirigent hatte das richtige Gespür und brachte wundervolle Querschnitte, eben mit Herta Talmar.


    Herta Talmar sang eigentlich kein "Fach", sie sang eine deutsche "Fair Lady", das gehobene Schlagerlied und das Musical, aber auch das Volkslied.



    Heute ist Herta Talmar wenigen Operettenfreunden bekannt, aber in ihrer Zeit sang sie neben Peter Alexander, der sich ja auch zuerst in der Operette versuchte, wie Günther Frank, der auch ein Allrounder ist.

  • Lieber Peter,


    viel ist es ja nicht, was Du uns über diese sympathischen Sängerin an Informationen lieferst!


    Für alle, die vielleicht etwas Biographisches wissen wollen, hier ein paar ergänzende Angaben:


    Die österreichische Sopranistin Herta Talmar wurde am 4, Juli 1920 in Salzburg geboren. Ihre Ausbildung erfolgte am Salzburger Mozarteum.
    Bereits mit elf Jahren stand sie auf der Bühne des Salzburger Landestheaters als kleine Prinzessin in Leo Falls Operette „Die Kaiserin“ – eine frühe Initialzündung für ihre spätere Laufbahn. Ab 1952 sang sie Operette in Salzburg, bis 1957 war sie dort festes Ensemblemitglied., sang in vielen Operetten, u.a. 1956 in der „Lustigen Witwe“ zusammen mit Johannes Heesters.
    Ab 1957 gab sie nur noch Gastspiele und begann gleichzeitig eine herausragende Karriere als Rundfunk-Sängerin. Vor allem im Westdeutschen Rundfunk in Köln, dessen Operettenabteilung von Franz Marszalek geleitet wurde, sang sie in einer Vielzahl von Operetten und erlangte so große Berühmtheit. Die meisten dieser Operettenaufnahmen wurden von der Firma Polydor auf großen und kleinen Schallplatten herausgebracht, die allesamt Topseller wurden, u.a. „Der Graf von Luxemburg“, „Die lustige Witwe“, „Paganini“, „Land des Lächelns“ (alle von Lehar), „Csardasfürstin“ von Kalman, „Blume von Hawaii“ von Abraham, „Im weissen Rössl“ von Benatzky, „Gasparone“ von Millöcker, „Maske in Blau“ von Raymond, „My Fair Lady“ von Loewe.........


    Nach dem Ende ihrer Sängerinnen-Karriere trat sie als Schauspielerin im Sprechtheater auf, z.B. am Münchener Volkstheater. Sie lebte später wieder in Salzburg, ihrer Geburtsstadt.


    In einer niederländischen Rundfunksendung, die mir als Aufzeichnung vorliegt, spricht sie ausführlich über ihre Erfahrungen mit den Sänger-Kollegen, namentlich über ihre Tenorpartner wie Wunderlich, Fehringer, Konya usw..


    Viele Grüße


    Harald


    :hello: :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Lieber Harald!


    Da habe ich leider selber nicht viel gewusst, und ich dachte gleich an Dich, dass Du mehr weißt.


    DANKE für Deine Bemühungen.


    Ich habe halt nicht allzu vielin Erfahrung bringen können, eniges wasmir meine Mutter immer erzählte,aberdas war wenig genug.


    Liebe Grüße sendet Dir, zum Palmsonntag 2009, Peter aus Wien. :hello: :hello:

  • In meinem ersten Beitrag zu diesem Forum möchte ich sagen, dass ich mich sehr darüber freue, dass endlich einmal Herta Talmar, eine Operettensängerin "par excellence", ausführlich gewürdigt wird. Wie kaum eine andere Künstlerin im ach so schweren Bereich der sog. leichten Muse verstand es Herta Talmar mit ihrer Stimme (die in gesangstechnischer Hinsicht vielleicht nicht immer perfekt war) die richtige Operettenatmosphäre heraufzubeschwören. Mit Franz Marszalek, dem grössten Operettendirigenten des Rundfunks der Nachkriegszeit, hat sie am WDR Köln unzählige Aufnahmen gemacht, die leider Gottes nicht mehr alle vorhanden sind. Eine grosse Löschaktion im Bereich der Marszalek-Aufnahmen hat vor Jahren zu unersetzlichen Verlusten geführt. Nur: die Rosalinde in der "Fledermaus" hat sie nie gesungen; das hätte auch ihre Möglichkeiten überfordert. Das wäre etwas für Anny Schlemm gewesen, neben Herta Talmar die ungekrönte Königin der WDR-Operette. (Anny Schlemm hat die Rosalinde 1949 in Berlin unter Ferenc Fricsay gesungen, im zarten Alter von 20 Jahren!).
    Doch zurück zu Herta Talmar: es muss festgehalten werden, dass Herta Talmar auch eine hervorragende Sprecherin war. Sie hat denn auch in fast allen Fällen die Dialoge in den Operetten-Gesamtaufnahmen selbst gesprochen.
    Herta Talmar war ein ausgesprochener Glücksfall für die Operette und es ist denn auch besonders zu begrüssen, dass eine Reihe von Operetten, die mit ihr zustande kamen, nunmehr auf CD vorliegen.


    Beste Grüsse
    Henk Blankenstein

  • Lieber Henk, :hello:


    herzlich willkommen hier bei Tamino. Es freut mich ausserordentlich, hier einen so prominenten "Radiomacher" begrüßen zu dürfen!


    Weiter oben habe ich in meinem Beitrag geschrieben, einen großen Teil meines Wissens verdanke ich einer Porträtsendung über Hertha Talmar im niederländischen Radio (VARA) - von 1995 (und es würde mich nicht wundern, wenn da nicht ein gewisser Henk Blankenstein mitgewirkt hat!)


    Viele Grüße


    ich freue mich schon auf viele weitere Beiträge von Dir - auch bei Anny Schlemm z.B.


    Harald :hello:



    PS: Am Freitag, 24. 4. treffen wir uns in Köln!
    Vielleicht kommst Du auch!

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Lieber Harald,


    vielen Dank für die freundlichen Worte. Ja, Du hast recht: ich habe 1995 eine Sendung um Herta Talmar für die Sendeanstalt VARA hier in Holland produziert. Fast 25 Jahre hindurch habe ich meiner Liebe zur Operette und zur leichten Klassik im öffentlich-rechtlichen niederländischen Rundfunk frönen können, bis die Sendung im Herbst 2007 gestrichen wurde (gegen meinen Willen, versteht sich). Ein wichtiger Schwerpunkt war in all den Jahren das Wirken Franz Marszaleks für den Rundfunk (übrigens nicht nur im Bereich der Operette) und ich habe denn auch viele WDR-Aufnahmen des Dirigenten hier ausstrahlen können. Ein besonderes Merkmal meiner Sendungen war die Tatsache, dass ich bevorzugt unbekanntes Repertoire vorgestellt habe und da war ich bei Marszalek natürlich an der richtigen Adresse, denn er hat in seinen WDR-Jahren (1949 bis 1965) massenweise entlegene Titel für den Funk aufgenommen. Ich erinnere hier nur an seinen Einsatz für seinen Freund Eduard Künneke, aber auch Leo Fall und der heute nahezu vergessene Walter Wilhelm Goetze wurden von ihm favorisiert. Marszalek war, ich wiederhole es an dieser Stelle noch einmal, ein Meister der Operette, der die Intentionen des Komponisten auf hervorragende Weise weitergab. Darüber hinaus hatte er eine glückliche Hand bei der Auswahl seiner Sänger(innen) und wusste dadurch eine unnachahmliche Atmosphäre zu bilden. Die Natürlichkeit und Spontaneität der Marszalek-Produktionen unterscheiden sie auf angenehme Weise von mancher glatten Einspielung der Plattenindustrie. Ich hoffe, in Zukunft hin und wieder einen Beitrag beisteuern zu können, werde das aber bestimmt nicht so häufig wie Du tun können, weil mir dazu einfach die Zeit fehlt.


    Mit besten Grüssen
    Henk Blankenstein

  • Lieber Henk!


    Auch ich freue mich Dich hier zu haben, denn Du weißt enorm viel, bei Herta Talmar hatte ich einen kurzen Querschnitt 45/17cm, da sang Herta Talmar den Anfang des Czardas der "Fledermaus",


    aber wie Du weißt sind diese Querschnitte ziemlich "lieblos" "zusammen gestoppelt" worden.


    Liebe Grüße Peter aus Wien. :hello::hello:

  • Lieber Peter,


    auch Dir danke ich bestens für den netten Willkommensgruss. Ich wundere mich ein bisschen, dass mein Name offenbar in weiten Kreisen doch bekannt geworden ist. Ich möchte bei dieser Gelegenheit gleich die Frage an Dich richten, welche Schallplatte Du denn meinst, auf der Herta Talmar teilweise den Fledermaus-Csárdás singt. Ich kenne eine solche Platte nicht. Herta Talmar war, wie Marszalek auch, an Polydor gebunden (es gibt allerdings auch ein Potpourri "Wien singt" auf Telefunken und eine Platte mit Mutterliedern - welches Label das war entzieht sich im Moment meiner Kenntnis).


    Beste Grüsse aus den Niederlanden
    Henk Blankenstein

  • LIeber Henk!


    Das stimmt Harta Talmar sang bei Polydor, es gab aber eine 17er LP bei Bertelsmann, Seinerzeit, scheußliches Cover,


    da singt Herta Talmar 18 Takte des Czardas.


    Liebe Grüße sendet Dir Peter aus Wien. :hello: :hello:

  • Wie Henk schon geschrieben hat, Franz Marszalek hat sich sehr für das Werk von Walter Wilhelm Goetze eingesetzt, so auch für seine Operette "Adrienne", in der Herta Talmar die Titelrolle singt:



    Walter Goetze (1883-1961)
    Adrienne

    Talmar, Fehringer, Lorentz, Bürks,
    RSO Köln, Franz Marszalek (1956)


    +Liebe im Dreiklang (Ausz. mit Anders, Hübener, Vietz, Hofmann,
    RSO Köln, Franz Marszalek / 1951)


    Documents , ADD/m, 2 CDs


    Lange Zeit nicht erhältlich, gibt es jetzt diese Gesamtaufnahme für wenig Geld (2**1) zu kaufen.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Eine der Raritäten, die Franz Marszalek für den WDR mit Herta Talmar einspielte, war Johann Strauss' Operette "Jabuka". Wir haben den alten privaten Tonband-Mitschnitt der Plattenfirma zur Verfügung gestellt, und das ist dabei herausgekommen:



    Johann Strauss II (1825-1899)
    Jabuka (Das Apfelfest)

    Schlemm, Fehringer, Jenckel, Talmar, Schanzara,
    RSO Köln, Franz Marszalek
    Line , AAD/m, 1957, 2 CDs


    (Könnte ich auch bei Anny Schlemm oder Franz Fehringer einstellen!)


    Hörproben gibt es bei jpc!


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Lieber Harald,


    sehr schön, dass Du noch einmal auf die Operette "Jabuka" aufmerksam machst, denn ich halte sie für eine der schönsten Strauss-Operetten und für eine der gelungensten Marszalek-Produktionen überhaupt.
    Es gibt auch eine Einspielung dieses Werks bei Naxos, die (trotz der sympathischen Initiative) bei weitem nicht das Niveau der WDR-Aufnahme erreicht. In einem Punkt möchte ich noch das Tüpfelchen aufs i setzen: das Begleitorchester bei "Jabuka" war nicht das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester (von Dir RSO Köln genannt), sondern das Kölner Rundfunkorchester. Tatsächlich war das Sinfonie-Orchester des WDR (abgesehen von einigen Einzelaufnahmen) an nur drei Operetten-Gesamtaufnahmen beteiligt: "Der Zigeunerbaron", "Karneval in Rom" und "Die grosse Sünderin".


    Beste Grüsse
    Henk Blankenstein

  • Lieber Henk,
    der Unterschied zwischen Kölner Rundfunk-Orchester und Rundfunk-Sinfonie-Orchester ist mir durchaus bekannt. Im obigen Fall habe ich nur den Text von jpc kopiert und dabei übersehen, dass da versehentlich RSO geschrieben wurde; sonst hätte ich das "S" eliminiert.



    MY FAIR LADY


    Peter hat es im Eröffnungsbeitrag schon erwähnt: Herta Talmar war auch eine bezaubernde "Fair Lady" in Loewes gleichnamigen Musical:



    In dieser Aufnahme aus Köln singt Herta Talmar aber nur die "Lady", das Blumenmädchen Eliza wird von der Diseuse und Kabarettistin Cissy Kraner gesungen.
    Im Thread zum Musical "My Fair Lady" haben wir schon ausführlich über diese Aufnahme gesprochen, Peter Alexander ist Henry Higgins, Sandor Konya der Freddie, Willy Millowitsch gibt den alten Doolittle. Ferner wirken mit: Das Hazy-Osterwald-Sextett, das Orchester Kurt Edelhagen (= WDR-Big Band + WDR-Rundfunkorchester); produziert wurde das ganze von Franz Marszalek.


    Leider bis heute nie auf CD erschienen.


    LG


    :hello: :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Lieber Harald,


    die deutschsprachige Polydor-Aufnahme von "My Fair Lady" kenne ich. Bei der Erstveröffentlichung wurde sie als "deutsche Idealbesetzung" präsentiert. Die Rückseite des Originalcovers enthält u.a. ein Bild von Herta Talmar und Sándor Kónya während der Aufnahme. Mir gefällt diese Platte, obwohl ich weiss, dass darüber verschiedenartig gedacht wird. Ich stutzte allerdings, als ich Deine Behauptung las, Franz Marszalek hätte das Ganze produziert. Mich würde schon sehr interessieren, woher Du diese Information hast. Meines Wissens schwärmte Marszalek nicht gerade für das Musical (seine Rundfunkproduktion von "No, no, Nanette" im Jahre 1949 ist die vielbesagte Ausnahme von der Regel). Frau Talmar hat mir einmal mitgeteilt, dass Marszalek nicht gerade erbaut war, als er erfuhr, dass Herta Talmar in "My Fair Lady" singen würde. "Müssen Sie sowas machen?" war seine vorwurfsvolle Frage. Schon deshalb kann ich kaum glauben, dass gerade Franz Marszalek diese Produktion auf die Beine gestellt hat.
    Auch hege ich Zweifel, ob das Orchester Kurt Edelhagen eine Zusammenlegung der WDR Big Band und des Rundfunkorchesters ist. Kurt Edelhagen war beim WDR ja in erster Linie verantwortlich für Jazzmusik und diese Richtung ist nicht gerade eine Domäne des Rundfunkorchesters. Es stimmt schon, dass bei bestimmten Produktionen Mitglieder der WDR-Klangkörper ausgetauscht wurden. So wurden z.B. einige Edelhagen-Musiker bei der Polydor-Einspielung des Querschnitts aus "Viktoria und ihr Husar" (Abraham) herangezogen, weil diese Musik stellenweise jazzbetont ist.
    In diesem Zusammenhang: ein hervorragendes Buch (Du wirst es gewiss kennen) über die Unterhaltungsmusik in Nordrhein-Westfalen und damit auch über die U-Musik im WDR - einschliesslich der Operette - ist vor sechs Jahren unter dem Titel "Von Trizonesien zur Starlight-Ära" im "agenda Verlag" in Münster erschienen (ISBN 3-89688-172-8).


    Beste Grüsse
    Henk Blankenstein

  • Eine interessante Entdeckung ist eine frühe Aufnahme mit Herta Talmar aus Wien (1951):


    Die Operette "Venus im Grünen" von Oscar Straus (1910)
    mit Herta Talmar unter Prof. Max Schönherr


    Ein Juwel für jeden Talmar-Fan!


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Lieber Harald,


    es stimmt schon, dass "Venus im Grünen" eine echte Rarität ist. Das Werk ist nicht nur eine Oscar-Straus-Seltenheit, sondern auch eine der wenigen Aufnahmen, die Herta Talmar NICHT unter der Stabführung Marszaleks gemacht hat. Ausserdem ist "Venus im Grünen" die einzige Aufnahme, in der Herta Talmar mit Waldemar Kmentt vor dem Mikrophon stand. Allerdings stimmt das von Dir genannte Aufnahmejahr 1951 nicht: die Einspielung entstand Ende 1955 in Wien.


    Beste Grüsse aus den Niederlanden
    Henk Blankenstein

  • Liebe Mitglieder,


    zu meinem grossen Bedauern muss ich mitteilen, dass am 24. Juni im Alter von fast 90 Jahren Herta Talmar in Salzburg gestorben ist.
    Herta Talmar, wir wissen es alle, war eine Operettensängerin par excellence, eine überaus sympathische Künstlerin, die wie keine andere auf Anhieb die richtige Operettenatmosphäre verbreiten konnte.
    Sie wird in ihren zahlreichen Aufnahmen weiterleben.


    Mit traurigen Grüssen
    Henk Blankenstein

  • Für mich war Herta Talmar ja eine der Sängerinnen, die ich als Jugendlicher im Rundfunk häufig gehört habe und durch die ich letztendlich zur "Klassik" gekommen bin. Dies habe ich ja in dem Thread über die Wege zur klassischen Musik der Forumsmitglieder ausführlich dargestellt.
    Ich habe ihre Stimme sehr geliebt, da sie nie ein "Switscher-Sopran" war, sondern rund, weich und mit "Kern" gesungen hat. Ich hatte dadurch eine Vorstellung von ihr als Typ (hatte ja kein Bild von ihr) und war sehr enttäuscht, als in einer der Fernsehoperetten von Kurt Wilhelm (?) eine Schauspielerin die Heldin darstellte und Herta Talmar ihr die Stimme lieh. Das passte für mich gar nicht zusammen !
    Ich freue mich jedenfalls, dass ich einige der Marzsalek-Aufnahmen von ihr habe und ich ihre Stimme immer wieder hören kann.

  • Lieber Henk,


    das ist wahrlich eine traurige Nachricht.
    Erst letzten Freitag wurde im WDR an den bevorstehenden 90. Geburtstag erinnert - den wird sie jetzt leider nicht mehr erleben.


    Vor nicht allzu langer Zeit hat das Hamburger Archiv für Gesangskunst in ihrer Operetten-Serie noch eine CD herausgebracht - mit Bonus Tracks schöner Melodien mit ihr!



    Jara Benes
    Auf der grünen Wiese

    (Aufnahme des WDR von 1959)


    * Adalbert ... Wilhelm Pilgram
    * Vera ... Herta Talmar
    * Wittgenstein ... Peter René Körner
    * Liebling ... Franz Fehringer, Paul Bürks
    * Borstl ... Hans Hansen
    * Lubiza ... Friedel Münzer
    * Hanni ... Rita Bartos
    * Lola ... Ilse Lehnert
    * Kölner Rundfunkorchester / Franz Marszalek


    + BONUS: Herta Talmar singt Highlight aus Operetten & Musicals


    LG

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)