Christian Thielemann – Meine liebsten Aufnahmen

  • Die Möglichkeiten, sich über Thielemann zu äussern sind ja schier unübersehbar.
    So weiss ich nicht, wo ich am besten einen ganz simplen Hinweis auf eine vielversprechende Konzertübertragung anbringen kann.


    Ich tue es einfach mal hier :



    So 10.01.2016 20:00 - 23:00 Uhr
    l i v e aus der Berliner Philharmonie
    BERLINER PHILHARMONIKER


    Christian Thielemann dirigiert die Berliner Philharmoniker
    Mit Christiane Karg (Sopran), Marie-Pierre Langlamet (Harfe) u.a.


    Ernest Chausson
    Poème de l'amour et de la mer, op. 19
    Sophie Koch, Mezzosopran


    Claude Debussy
    Danse sacrée et Danse profane
    Marie-Pierre Langlamet, Harfe


    Gabriel Fauré
    Requiem op. 48 (Fassung von 1900)
    Christiane Karg, Sopran
    Adrian Eröd, Bass
    Rundfunkchor Berlin
    Einstudierung: Gijs Leenaars

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Ich glaube, dieser Thread ist genau der Richtige, um kurz meine Höreindrücke zu schildern, die ich von einer Thielemann-Box gewonnen habe, nicht der ersten, sondern der letzten, die ich bis jetzt erworben habe:



    Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-moll op. 68
    Staatskapelle Dresden
    Dirigent: Christian Thielemann
    AD: Oktober 2012, NHK Hall, Tokyo, live


    Johannes Brahms, Sinfonie Nr. 2 D-dur op. 73
    Staatskapelle Dresden
    Dirigent: Christian Thielemann
    AD: Januar 2013, Semperoper Dresden, live


    Seit einiger Zeit kaufe ich mir nur noch, falls erhältlich, DVD-Videos oder Blue Ray Videos von Konzerten oder Studio-Aufnahmen. Auf diese wurde ich nicht nur durch Fernseh-Aufnahmen aufmerksam, sondern auch durch eigene Konzerterlebnisse.
    Wie ich schon in einem anderen Thread erzählte, erlebte ich Christian Thielemann zum ersten Mal im Frühjahr 2003 in Berlin live, damals mit Haydns Schöpfung. Etliche Jahre später erlebte ich ihn dann in Essen live mit Bruckners Achter. Das war kurz, bevor er den Chefdirigentenposten in Dresden übernahm.
    Die heutige Hör- und Sehsitzung hat mir gezeigt, dass er nicht nur Beethoven und Bruckner kann, sondern auch Brahms, wie ich es zuvor schon in einer Aufnahme des 1. KK Brahms mit Pollini erlebt hatte. Ich muss allerdings sagen, dass ich diese Gewissheit schon beim ersten Erleben dieser Aufnahmen erlangt, aber hier noch nicht artikuliert hatte.
    Thielemann hatte ja bei Karajan assistiert, an der Wand zu Hause über seinem Klavier hing jedoch das Konterfei von Furtwängler, will sagen, dass er von Fu wesentlich mehr geerbt hat als von Karajan, zumindest, was seine Tempogestaltung, seine agogischen Freiheiten und seine Accelerandi betrifft. Auch Generalpausen pflegt er an bestimmten Stellen auszudehnen, sei es nun bei Beethoven oder Bruckner. Auch heute war es wieder so. Aber es ist keine Marotte, es ist wohl überlegt und treibt die Spannung hoch. Also ist es m. E. auch zulässig.
    Jedenfalls waren beide Konzerte, ohne dass ich jetzt in die Einzelheiten gehen will, m. E. volle Erfolge, wenngleich die Tokyoter Zuschauer wesentlich mehr aus sich herausgingen als die Dresdner. Als treuer Konzertgänger der Kölner Philharmonie weiß ich, dass die Kölner ähnlich sind wie die Tokyoter, jedenfalls, was den Applaus angeht.
    Thielemann hat m. E. unter Beweis gestellt, dass er die Parituren der Brahms-Sinfonien vollständig in sich aufgenommen hat und mit seinem Orchester, das in beiden Konzerten in Bestform war, umgesetzt hat. Ich kann schon jetzt für diese Box eine Kaufempfehlung aussprechen und werde das in einigen Tagen, wenn ich einen kurzen Bericht zu den Sinfonien 3 und 4 abgeben werde, bestätigen können.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Danke für den Bericht, lieber Willi.


    Vermerkt das Beiheft eigentlich, wieso man teilweise auf Aufführungen aus Tokio, teilweise aus Dresden zurückgriff? Im Rundfunk wurden seinerzeit alle vier aus Dresden gesendet.


    Liebe Grüße
    Joseph

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Ich habe das Beiheft gerade noch einmal durchgelesen, lieber Joseph, da steht nichts davon zu lesen. Es wird m. E. wohl eher kommerzielle als künstlerische Gründe gehabt haben, da das Ganze eine UNITEL-Produktion in Coproduktion mit NHK und Sächischer Staatskaelle war, sprich, die Produktion war so für alle Beteiligten kostengünstiger, und wer weiß, welche zukünftigen Konzertreisen der Staatskapelle nach Japan dadurch in Zukunft noch möglich sein werden.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Das sind meine Aufnahmen die ich sehr schätzte


    -Brahms ein deutsches Requiem

    -Die Alpensinfonie

    -Brahms die vier Sinfonien

    -Die Beethoven Sinfonien

    -Bruckner Sinfonie Nr.4


    Nur mit der 8. Sinfonie (Bruckner) kann ich nichts anfangen, da sie zum Teil einschläfernd ist, außer bei den schönen Stellen.

    Bruckner+Wand So und nicht anders :)