Ohne Krimi...V.2 - Krimis und Krimiserien auf Video

  • Als Bücher schon lange Bestseller - auch die Verfilmungen sind erfolgreich, nicht zuletzt wegen Herbert Knaup in der Titelrolle des kauzigen Kommissars aus dem Allgäu!


    Hier ein Fernsehtipp für diese Woche:


    Do, 28.11.13 | 20:15 Uhr in Ersten:


    Seegrund.
    Ein Kluftingerkrimi

    Zitat

    Der gleichnamige Roman aus Volker Klüpfels und Michael Kobrs Bestseller-Reihe lieferte den Stoff zu diesem komödiantischen Heimatkrimi. Nach den Erfolgen der ersten beiden Episoden schlüpft Charakterkopf Herbert Knaup zum dritten Mal in die Rolle des grantigen Alpenermittlers. Der gebürtige Sonthofener spricht in seiner heimischen Mundart und gibt der Figur dadurch unnachahmliche Authentizität. Sein liebenswürdig-schräges Ermittlerteam ergänzen Jockel Tschiersch, Johannes Allmayer und Katharina Spiering in der Rolle der sächselnden Sekretärin. Catrin Striebeck verleiht der Zigarren rauchenden Kollegin Friedel Marx maskuline Züge, und Stipe Erceg überzeugt als esoterischer Wunderheiler. Rainer Kaufmann, bekannt für „Die Apothekerin", bricht die alpenländische Postkartenidylle mit psychedelischen Blicken auf den Seegrund.


    und nächste Woche auch als DVD und BluRay zu kaufen:


    Auf EinsFestival wird der 2. Kluftigerkrimi zur Einstimmung wiederholt:
    So 24.11.2013, 20.15 - 21.45 Uhr
    Milchgeld.
    Ein Kluftingerkrimi

    Spielfilm Deutschland 2012


    LG

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Hallo,


    was haltet Ihr in diesem Zusammenhang von "Kottan" (natürlich mit Lukas Resetarits)?
    Die Absurdität der dortigen Geschichten und der surreale Handlungsverlauf passen m.E. recht gut zu einer "postmodernen" Variante des Krimi-Genres (auch wenn die Folgen,die ich im Fernsehen gesehen habe,wohl aus den Siebziger/frühen Achtzigern stammen).


    Viele Grüße
    J.Schneider

    "Die Musik steht hinter den Noten" (Gustav Mahler)

  • Ich habe die "Kottans" seit den 70ern verfolgt (nicht nur mit L. Resetarits), war vom neuen Stil anfangs begeistert, doch wie das mit Serien halt so ist, im Laufe der Zeit läßt alles nach. Heute favorisiere ich mehr den "Trautmann" (immer noch).

    Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

  • Hallo,


    erwähnen sollte man noch die Maigretverfilmungen mit Bruno Cremer und die Poirot-Serie mit David Suchet.
    Die Maigret-Serie ist unglaublich genau auf das Frankreich der frühen Fünfziger eingestellt.Simenon hat seine Werke ja selbst als "Halbliteratur" bezeichnet.Sehr bekannte Regisseure,z.B. Claude Goretta haben an dieser Serie mitgewirkt.Erhältlich bei Amazon,allerdings nur im franz. Original.
    David Suchets Poirot ist so genial,daß man die unlogischen und teilweise törichten Romanvorlagen weitgehend vergisst.Hier sind schon 10 Boxen synchronisiert erschienen.


    Viele Grüße


    J.Schneider

    "Die Musik steht hinter den Noten" (Gustav Mahler)

  • Zitat

    was haltet Ihr in diesem Zusammenhang von "Kottan" (natürlich mit Lukas Resetarits)?
    Die Absurdität der dortigen Geschichten und der surreale Handlungsverlauf passen m.E. recht gut zu einer "postmodernen" Variante des Krimi-Genres (auch wenn die Folgen,die ich im Fernsehen gesehen habe,wohl aus den Siebziger/frühen Achtzigern stammen).


    Ehrlich gesagt halte ich "Kottan" für den klassischen Fall von "Das Beste aus einem Flop machen".
    UIrsprünglich war "Kottan" nämlich als durchaus ernst zu nehmende Krimiseria geplant. Aber es passieren einige essentielle Pannen, so musste beispielsweise die Titelfigur mehrfach ausgewechselt werden (Peter Vogel - Franz Buchrieser - Lukas Resetarits) und auch andere Umbesetzungen fanden statt. Ich bin nach wie vor der Meiung, daß die Einbringung des satirischen Elements in die Serie mehr ein Verzweiflungsakt war, als eine gewollte Strategie. Denn "kriminalistisch" hatte die Serie von Anbeginn nichts zu bieten. So entstand - meiner Meinung nach - eine Ansammlung von Slapstick- Effekten, welche aus mir unerfindlichen Gründen die Gunst des Publikums und der Kritik auf sich zog....


    mfg aus Wien
    Alfred

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert


  • Hallo,


    eigentlich schade, daß man die verrückten Elemente im Kottan mit der Zeit tatsächlich übertrieben hat, denn an sich war die Idee einer Slapstick-Krimiserie - wenn auch aus der Not heraus geboren - zumindest im typischen Fernseh-Allerlei innovativ!


    Viele Grüße


    J.Schneider

    "Die Musik steht hinter den Noten" (Gustav Mahler)

  • Im Schwester-Thread "Ohne Krimi...." über gedruckte Bücher hat der Commissario Montalbano aus dem (fiktiven) Vigata auf Sizilien gerade Konjunktur, aber auch im TV und auf DVD ist er äußerst beliebt. Nachdem schon vor Jahren die vom ZDF synchronisierten Filme im Spätprogramm sowie auf ZDF-neo liefen, hat "Servus TV" aus Salzburg alle Filme im Programm.
    Teilweise handelt es sich um brandneue Krimis, die in Buchform noch nicht mal übersetzt im deutschen Buchhandel vorliegen!


    Aber auch unser Werbepartner hat die DVDs im Programm, teilweise in preiswerten Multi-Boxen:



    Zitat

    Commissario Salvo Montalbano (Luca Zingaretti) ermittelt mit ganz eigenen Methoden in der sizilianischen Küstenstadt Vigàta. Während er allen Vorgesetzten, Mächtigen und Einflussreichen mehr als skeptisch gegenüber steht, liebt der Commissario sein Haus am Meer, italienisches Essen und seine Dauer-Verlobte Livia (Katharina Böhm) aus Genua, mit der er mehr oder weniger erfolgreich eine Fernbeziehung führt.


    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Der inzwischen 89jähige italienische Schriftsteller beschäftigt sich schon seit vielen Jahrzehnten mit der Figur des Commissario Montalbano ("Salvo").
    Bei den Filmen, die unter dem Titel "Der junge Montalbano" bei Servus TV gelaufen sind und auch als DVD erhältlich sind, handelt es sich um Erzählungen, die in den frühen 90er Jahren spielen.
    Der junge, schwarzgelockte Schauspieler Michele Riondino gefällt mir als "Salvo" besser als der glatzköpfige Luca Zingaretti in den weiter oben vorgestellten Filmen.



    Diese insgesamt 6 Filme (ich kenne allerdings nur 5) sind sozusagen das "prequel" zur beliebten italienischen TV-Reihe "Commissario Montalbano" nach den Romanen von Andrea Camilleri; beim Werbepartner für kleines Geld zu erstenen.


    LG

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Ich habe die "Kottans" seit den 70ern verfolgt (nicht nur mit L. Resetarits), war vom neuen Stil anfangs begeistert, doch wie das mit Serien halt so ist, im Laufe der Zeit läßt alles nach. Heute favorisiere ich mehr den "Trautmann" (immer noch).


    Diese beiden Serien sind aber eigentlich nicht miteinander vergleichbar. Für den Kottan muss man eine Ader haben, dann ist er zu Recht Kult. Der Trautmann hingegen ist ein fast singulärer Höhepunkt bei deutschsprachigen Krimi-Serien. Ernst Hinterberger hat sich dabei selbst übertroffen. Rund ein Dutzend ständiger Charaktere - brilliant verkörpert, herausragende Milieuschilderungen, kurz: ein einziges Sehvergnügen. Allerdings sind gute Wienerisch-Kenntnisse für das Verständnis empfehlenswert...


    :)

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Ich hatte jetzt für einige Tage Zugriff auf die erste DVD-Staffel des Inspector Lewis. Im Wesentlichen hat sich meine erste Einschätzung nicht geändert, dennoch gibt es Verfeinerungen in der Bewertung. Zuerst ein Negativum: bei den DVDs fiel mir stärker auf, dass es teilweise deutliche Unterschiede in der Bildqualität gibt. Manche Außenaufnahmen und auch gelegentlich schwach ausgeleuchtete Innenaufnahmen sind richtig schlecht (starkes Bildrauschen). Bei einer derart neuen Serie finde ich das überraschend und erwähnenswert.


    Nach dem ersten Durchlauf in Deutsch habe ich mir das Ganze natürlich auch im Original gegeben. Und da fällt mir gleich ein zweites Negativum ein: leider gibt es keine englischen Untertitel, und das tut etwas weh, da für mich sowohl Kevin Whately als auch Laurence Fox phasenweise schwer verständlich sind. Obwohl die Synchronisation eigentlich sehr gut ist - vor allem Till Hagen gibt den DI Lewis ganz vorzüglich - ist das Original auch in diesem Fall noch mindestens eine Klasse besser. Insbesondere Laurence Fox muss man einfach im Original hören - an diesem Mimen ist ein Bariton verloren gegangen! Auch der trockene britische Humor wirkt im Original besser, was natürlich keine Überraschung ist. Eher schon die Tatsache, wie deutlich sich unterschiedliche Gesellschaftsschichten in der Sprache unterscheiden. Das kann man in der Synchronisation naturgemäß nur sehr eingeschränkt wiedergeben und fällt mir im deutschen Sprachraum auch nicht so klar auf.


    Also auch in diesem Fall gilt: die Originalversion ist nicht wirklich ersetzbar.


    Die Bekanntschaft mit DI Lewis lässt natürlich Neugierde auf Inspector Morse aufkommen, der in England ja nahezu Kultstatus genießen soll...

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Passt zwar nicht hierher, bleibt aber beim Thema:


    Ich hege in meinem Fundus noch immer eine Anzahl von Victor Gunn's Kiminalromanen mit Inspektor Cromwell. Echte englische Krimiliteratur!

    Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

  • Dafür gibt es einen eigenen Thread: Ohne Krimi ...


    Ich hatte ebenfalls eine fast komplette Sammlung der "Cromwell"-Krimis.
    Neulich habe ich die alle an einen Flohmarkt-Händler verschenkt......

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)


  • Sonntag 10.08.2014, 22:00 - 23:30 Uhr, im ZDF:


    George Gently - Der Unbestechliche
    - Tödliches Verlangen -
    Nach einem Roman von Alan Hunter


    Sechs Folgen "George Gently - Der Unbestechliche" werden sonntags, 22:00 Uhr, ausgestrahlt.


    LG

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)