Symphonien und symphonische Werke nach der Jahrtausendwende - gibt's da Hörenswertes?

  • Liebe Musikfreunde,


    viele Klassikhörer mögen besonders gerne Symphonien, und so geht der Griff immer wieder zu Beethoven, Mozart, Brahms, Mahler, Bruckner, Schostakowitsch...aber danach? Wer hört denn Werke, die nach dem Jahr 2000 entstanden sind? Kann man diese Werke überhaupt noch hören, oder gibt es da nur noch hochkomplexe Cluster, Dissonanzen und Soundeffekte, die dem geneigten Hörer einiges abverlangen? Musik, die hermetisch und schwer zugänglich ist, die von Experten für Experten komponiert wurde?

    Kennt ihr da Beispiele? Ich bin gespannt!

    Ich versuche derzeit eine Erstbegegnung mit der durchaus spannenden Symphonie Nr. 16 (komponiert 2015) des finnischen Komponisten Kalehi Avo. Hm, ich sag' mal so: nicht unbedingt was zum Mitpfeifen. Ohrwurmqualitäten finden sich hier weniger. Aber dafür ganz unerhörte Klangfarben...



  • Thomas Larcher: Symphonie Nr. 2 "Kenotaph" (2015-2016)


    Heute beschäftige ich mich mit einem sehr interessanten, wenn auch nicht leicht zugänglichen Werk, das aber dennoch hörenswert ist und auch weitaus mehr zu bieten hat als dissonante Klänge.

    Es geht um Thomas Larchers (Jahrgang 1963) Symphonie Nr. 2 "Kenotaph", die am 3. Juni 2016 von Semyon Bychkow und den Wiener Philharmonikern in Wien uraufgeführt wurde. Die Auftragsarbeit erhielt unter anderem den Prix de Composition Musicale. Ich habe keine CD-Einspielung gefunden (auch wenn es von dem Komponisten mehrere CD gibt). Es gibt jedoch zumindest eine youtube-Aufnahme von den Proms 2016, die auch sehr gut den Klang abbildet.

    Das Werk soll „Gräber für verlorene und vergessene Seelen“ in Musik setzen, so der Komponist. Larcher führt weiter aus:


    "Tausende und Abertausende von Menschen ertranken im Mittelmeer, während ganz Europa untätig am Rand stand, diese Tragödie beobachtete oder sogar wegschaute. [Die Symphonie] ist ein Symbol für das, was inmitten Europas geschehen ist und auch gerade noch geschieht."


    Wie man sich anhand dieser einführend Worte denken kann, ist die Musik hier sicherlich keine sonnendurchflutete, beschauliche, idyllische Klangwelt, sondern setzt wuchtig-dramatische Akzente. Das Ganze ist aber wirklich meisterhaft gemacht, und in den spitzen, schrillen, aufschreienden Streichern, im Wummern des Orchester-Tutti wird die allgegenwärtige Bedrohlichkeit und Bedrohung sinnfällig, allerdings wird hier nicht nur brachial alles im Forte niedergewalzt, es gibt sehr subtile harmonische Färbungen, und stellenweise kommen auch kleinere Instrumentengruppen zum Tragen, die auch melodiös und verinnerlichter sind. Insgesamt eine ungemein spannungs- und farbenreiche Komposition, die sehr aufhorchen lässt, ohne zu betäuben, die aufrüttelt, einen aber nicht durchschüttelt, die einen aufstört, aber nicht verstört.

    Tatsächlich gibt es auch viel wirklich klangschön-Arioses finden, wie im Zweiten Satz zum Beispiel. Auch wenn immer wieder ein spannungsgeladener oder sogar bedrohlicher Unterton durchschimmert, gibt es hier auch Passagen, die einen traumhafte, leicht entrückte und unwirkliche Atmosphäre heraufbeschwören.

    Genial auch im dritten Satz die Steigerungen, in denen das Orchester zu einem einzigen, großen Schlaginstrument wird. Dann auf einmal wieder Stille - und eine wunderschöne, zarte Melodie, nur von wenigen Instrumenten gespielt. Das muss man gehört haben, das ist schon ein grandioser Effekt.

    Alles in allem ein fesselndes, abwechslungsreiches Hörerlebnis!


    Die Satzbezeichnungen:


    I Allegro

    II Adagio

    III Scherzo, Molto Allegro

    IV Introduzione, Molto Allegro


    Ich wünsche viel Spaß beim Hören!


  • Hallo Don,


    Deinen Thread habe ich bereits vorgestern mit grossem Interesse gelesen. Sinfonische und geniessbare Werke des 21.Jhd sind nämlich genau das Repertoire nach dem ich immer auf der Suche bin.

    Ich hätte allerdings besser gefunden, wenn Du im Threadtitel statt "Sinfonien" lieber "Sinfonische Werke" geschrieben hättest, denn explizit als Sinfonie werden moderne Orchesterwerke nicht immer bezeichnet. Womit ich nicht sagen will, dass die eigentliche Form der Sinfonie für heutige Komponisten erledigt ist !


    Bei "Sinfonischen Werken" könnte ich Dir eine Menge herausragende Beispiele von grossartigen und voll geniessbaren Werken des 21.Jhd präsentieren.

    Michael Daugherty wäre so ein Positivbeispiel für das 21.Jhd, der allerdings seine einzige Sinfonie, die Metropoplis-Sinfonie bereits 1988-1993 geschrieben hatte; somit für die "Sinfonie" nicht mehr in den gewünschten Zeitrahmen fällt.


    *** Es gibt tatsächlich noch einige "anständige Komponisten", die keine Expertenmusik für Experten schreiben, sondern sinnvoll Musik für den Hörer, an der man auch geniessbaren Spass haben kann !


    :hello: In der nächsten Zeit werde ich Dir hier einige tolle Beispiele präsentieren, an denen ich selber Riesenspass habe.

  • Peter Boyer (geb.1970) - Sinfonie Nr. 1 (2012-2013)

    Peter Boyer ist ein amerikanischer Komponist unserer Zeit.

    Seine Sinfonie Nr.1 ist absolute Musik ohne Programm und mit äusserst postivem Grundcharakter. Rhythmisch, trotz der Tonalität modern mit tollen Orchesterfarben und fetzigen Sätzen.

    1. Prelude

    2. Scherzo/Dance

    3. Adagio


    Die weiteren Werke auf der CD: Silver Fanfare (2004), Three Olympians (2000), Celebretian Ouvertüre (2001) sind mit dem gleichen Hörspassfaktor gesegnet. Bei Tamino gibt es auch einen Thread dazu ... allerdings ohne Resonanz ... ;) wen wunderts ?!



    NAXOS, 2013, DDD



    Die von Dir vorgestellte Sinfonie Nr.16 von K.Aho gibt da schon weit mehr Rätsel auf und ist bei weitem nicht so "geniessbar" wie noch einige seiner früheren nordischen Sinfonien. Ich selber habe einige davon ... aber so richtig "vom Hocker" haben die mich noch nicht gehauen.

  • Penderecki - Sinfonie Nr.8 "Lieder der Vergänglichkeit" (2005)

    Ich persönlich begrüsse es ausdrücklich, dass Penederecki seinen Komponierstil mit Techniken der Avantgarde Ende der 70er-Jahre zugunsten einer neoromantischen Tonsprache aufgegeben hat. Eine der ersten (wie ich finde) richtig guten Sinfonien war dann auch die Sinfonie Nr.2 (1980), die wegen des verwendeten Themas "Stille Nacht" dann Weihnachtssinfonie genannt wurde (Hat sonst nichts mit Weihnachten zu tun !).


    Das nächste Beispiel nach 2000 ist dann die Sinfonie Nr.8 mit zwei Einschränkungen:

    1. Es ist keine Sinfonie in dem Sinne, sondern eher eine Chorkantate mit Solisten und Orchester in 12 Sätzen

    2. Mir persönlich liegt das Gesangs-Werk weniger. Habe es nur im Rahmen der Sinfonien_GA mit Wit (Naxos) miterworben.


    Es werden Texte deutscher Dichter des 19.und 20.Jhd (Rilke, Eichendorf + Co.) verwendet. Es geht um "die menschliche Lebensreise, die sich im Verfall und der Wiedergeburt der Natur wiederspiegelt". Rein von der Tonsprache bleibt die Musik sauber auf tonalem Boden.



    NAXOS, 2007, DDD


    Antoni Wit ist übrigens ein ausgezeichneter Penderecki - Interpret bei den gesamten Sinfonischen Werken.

    8) Ich habe gerade mal in die Sinfonie Nr.8 reingehört ... :untertauch: und erwische mich beim ständigen "weiterzappen" (bes. wenn Tenöre oder kreischende Soprane einsetzen ... uuuaaaaahhh schüttel !) - insgesamt habe ich für meinen Geschmack nur ein Fazit = ziemlich langweilig.



    :thumbup::love: Um dem Thread aber dennoch eine ganz positive Note zu geben, möchte ich auf Penderecki´s Klavierkonzert (2007) ... wie ich schon sagte = Sinfonische Werke ! ... hinweisen. Die neoklassische Megaklasse die sich hier bei Penderecki offenbart, macht das 37minütige Werk für mich zu einem der Hörenswerten des bisherigen 21.Jhd !!! :hail:


    Die CD bilde ich deshalb auch mal ab; auch wenn das keine Sinfonie ist:

    Barry Douglas, Piano und A.Wit mit dem Warschau PO in Bestform !



    NAXOS, 2010, DDD


    =O Mir wird es ewig ein Rätsel bleiben, warum Komponisten solche Wahnsinswerke schreiben können und dann dagegen so ein ....."zensiert"(von mir).... wie oben produzieren.

  • Michael Hersch - Sinfonie Nr.2 (2001)

    M.Hersch (Geb. 1971) ist ebenfalls ( wie Boyer) eine amerikanischer Komponist.


    Nachdem er 1998 seine Sinfonie Nr.1 schrieb, folgte schon drei Jahre später die Sinfonie Nr.2.

    Ein weit weniger zugängliches Stück in 4Sätzen (ohne Satzbezeichnung) als das, was Boyer 2013 ablieferte, aber mit interessanten Effekten und komplexen Clustern und nicht unbedingt auf "avantgardistisch - ungeniesbar" getrimmt.

    Ruhige Passagen werden von wilden Ausbrüchen umsäumt; sowie atmosphärische Passagen und Sätze.

    Nicht so ein doller "Ohrwurmknaller" wie Boyer, aber dennoch hörenswert.


    Wenn Marin Alsop und Maris Jansons seine Werke aufführen, dann gehe ich davon aus, dass diese auch nicht zu extreem, sondern eher "sauber" sind.

    ^^ In den Kritiken schreiben einige etwas von "amazing" ... nunja, da muss bei mir man schon mit anderen Tönen auffahren um dem voll zuzustimmen.



    NAXOS, 2005, DDD









  • Don_Gaiferos

    Hat den Titel des Themas von „Symphonien nach der Jahrtausendwende - gibt's da Hörenswertes?“ zu „Symphonien und symphonische Werke nach der Jahrtausendwende - gibt's da Hörenswertes?“ geändert.
  • Lieber Wolfgang,


    vielen herzlichen Dank für Deine vielen Anregungen - das ist ja ganz wunderbar! Ganz in Deinem Sinne habe ich den Threadtitel um die "symphonischen Werke" erweitert, so dass alle Vorschläge, die Du gemacht hast, absolut gültig sind.

    Ich werde auf jeden Fall einige Deiner Empfehlungen aufgreifen und dann darüber berichten.


    liebe Grüße

  • Michael Daugherty


    Durch die Namensergänzung der Sinfonien des 21.Jhd mit nun den "Sinfonischen Werken des 21.Jhd." machst Du mir eine Menge Arbeit, denn davon würde ich einiges vorstellen.

    Um mich nicht wiederholen zumüssen, beschränke mich aber beim Hinweis auf Daugherty auf den Hinweis auf den Thread:

    Dort habe ich im Laufe der Jahre immer "die Neuste von Daugherty" vorgestellt.

    Michael Daugherty – Werke unserer Zeit


    :!:Seine sinfonischen Werke sind in der Hauptsache alle aus dem 21.Jhd und durchweg alle hörenswert und dabei in ihrer supermodernen Tonsprache auf weitgehend tonalem Boden "Musik für den Hörer" und nicht "Musik von Experten für Experten", was für ihre Verbreitung wenig Sinn hätte !


    :love: Herausragend finde ich diese beiden Daugherty - CD´s mit den Werken:

    Philadelphia Stories (2001)

    UFO für Solo-Percussion und Orchester (1999)


    NAXOS, 2002, DDD


    Fire and Blood für Violine und Orchester (2003)

    Motor City - Triptch für Orchester (2000)
    Raise the Roof für Pauken und Orchester (2003)

    61j7kquEGbL.jpg

    NAXOS, 2002, DDD


    Die Werke auf der 2.CD wurden von Neeme Järvi und dem Detroit SO uraufgeführt. Diese UA befinden sich (mit Nachbearbeitung in den folgenden Tagen für die CD) nach der UA auf der NAXOS-CD. Klanglich würde man bei der Qualität eher das Label DECCA vermuten.


    Das Paukenkonzert Raise the Roof (2003) und die anderen beiden Werke sind von der Int ohne Fehl und Tadel und Orchestral bei Järvi in besten Händen.



    Die folgende YT-Datei zeigt dieses Konzert in einer orchestral nicht ganz so noblen Aufführung, wie unter Järvi mit dem herausragenden Detroit SO und dem Solisten Brian Jones.

    Das Orchester wirkt manchmal etwas quäkig/abgehackt ... :) aber was der Schlagzeuger der Percussion Studies at the University of Oklahoma School of Musican an rhythmischer Perfektion und Sinn für den jazzigen Daugherty - Sound abliefert ist sensationell. Zudem wirkt die Solopauke auch nochmal präsenter; ggf durch den optischen Zusatz mit Bild.


  • Zwei meiner Lieblinge, die bei TAMINO wenig Beachtung finden, sind die russischen Komponisten der Schostakowitsch Nachfolge -

    Andrei Eshpai (1925 - 2015) und Boris Tischtschenko (1939-2010)


    Beide schrieben ihre Sinfonie Nr. 8 nach 2000 im 21.Jhd. in tonaler Form; es existeren derzeit keine CD-Aufnahmen, sodass man auf YT angewiesen ist:


    Andrei Eshpai: Sinfonie Nr.8 (2000)

    - bei Eshpai existiert noch eine Sinfonie Nr.9, die bislang nicht als Aufnahme vorliegt.

    Das teils dramatische Werk in einem Satz dauert knapp 20Minuten und ist deutlich kürzer als alle Vorgänger.


    Eshpai hat im Jahre 1995 eine sehr sympathische These für seinen Kompositionsstil ausgesprochen:

    - Quelle: Textheft der SACD beim Konzert für Oboe und Orchester (1982) vom Label MDG -

    Zitat von Andrei Eshpai

    Einfach und verständlich für alle zu schreiben ist ein Ziel, dem nur ein ehrliches und grosses Talent gewachsen ist. Auch wenn es paradox klingt, verlangt dies nach Mut bei der Auswahl der gestaltungsmittel. Der Sinn des Komponiern von Musik besteht darin, dass sie von jemandem anderem benötigt wird. Wenn es ihm gelingt, lebendig zzu bleiben und aufrichtig zu sein, wird das Publikum den Komponisten annehmen.




    Boris Tischtschenko: Sinfonie Nr.8 (2008)

    - fast DITO, denn hier existiert ein Fragment als Sinfonie Nr.9 (2010-11)

    Die Sinfonie Nr.8 ist Einsätzig und dauert knapp 18Minuten. Die weit packendere Aufname mit Nikolayev ist der mit Serov (Naxos) vorzuziehen, weil sie alle Ecken und Kanten ausspielt und das Werk spannend gestaltet.


    NAXOS, 2015, DDD


    Bei Tischtschenko sind 4 von 5 DANTE-Sinfonien nach Dantes göttlicher Komödie op.123 auch aus dem 21.Jhd:

    • Nr. 1 „Einleitung“ op. 123 Nr. 1 (1997)
    • Nr. 2 „Inferno: Erster bis Sechster Kreis“ op. 123 Nr. 2 und 3 (2000)
    • Nr. 3 „Inferno: Siebter bis Neunter Kreis“ op. 123 Nr. 4 (2001)
    • Nr. 4 „Purgatorio“ op. 123 Nr. 5, 6 und 7 (2003)
    • Nr. 5 „Paradiso“ op. 123 Nr. 8, 9 und 10 (2005)


    :!:Die genannten Sinfonien Nr.8 (Eshpai und Tischtschenko) und die Dante Sinfonien sind alle bei YT abrufbar !




  • Lieber Wolfgang,


    an dieser Stelle nochmals vielen herzlichen Dank für dieses großartige Füllhorn an musikalischen Anregungen, das Du großzügig hier ausstreust, klasse! Diese Woche habe ich leider viel Arbeit, so dass ich nur eingeschränkt zum Musikhören komme. Ungeachtet dessen hat mich Deine Beschreibung sehr neugierig gemacht, und gerade Eshpai hat mich sehr begeistert! Ich habe die achte Symphonie über Youtube gehört, und zwar in dieser Aufnahme:



    Was der Komponist im Jahr 2000 als 75jähriger da geschaffen hat, ist wirklich eine bezaubernde, betörend schöne Musik! Sie verleugnet nicht ihre Modernität, ist jedoch über weite Strecken sehr tonal. Dabei klingt sie nicht nach kitschiger Filmmusik (oft empfinde ich tonale moderne Musik als so eine seichte, dahinplätschernde, Filme untermalende Begleitmusik), hier ist eine ganz klar und scharf konturierte Musik, die durchaus auch wuchtig und auftrumpfend mit schmetternden Bläsern kantig im Raum steht; allerdings gibt es auch tänzerisch-leichte sowie wirklich bezaubernde, in warmen Harmonien gewandete, samtene Melodien, die sich reich verströmen.

    Auch hier bin ich am Ziel meiner Wünsche: nichts, dass kakophon plärrt, mulmig klingt, schrill das Trommelfell zwickt oder bizarr-verstörende Klaustrophobie ausdrückt, nichts, was man nur unter äußerster Anstrengung und mit unterdrücktem Fluchtreflex hören kann; nein, das ist eine kraftvolle, anspruchsvolle, lyrisch-blühende, opulent entfaltete Symphonie, die den Hörer reich beschenkt.


    Danke, Wolfgang!


    liebe Grüße

  • Der Pianist Fazil Say ist auch als Komponist aktiv.

    Neben den hier gezeigten CDs mit seinen 3 Sinfonien (2009-2012) ist auch sein Violinkonzert "1001 Nights in the Harem" -mit Patricia Kopatchinskaja 2008 uraufgeführt- hörenswert.

  • Lieber Michael,


    vielen Dank für den Hinweis! Ich wusste in der Tat nicht, dass Fazil Say sogar Symphonien geschrieben hat, ich habe ihn einmal im Konzert erlebt, da hat er auch als Zugabe eigene Kompositionen für das Klavier gespielt, das war sehr hörenswert. Von daher bin ich sehr gespannt, wie er mit dem Orchester umgeht als Tonschöpfer.

  • Lieber Michael und Don,


    Fasil SAY wäre auch der Nächste, den ich genannt hätte.

    Da mir seine CD´s zu teuer sind, habe ich alles verfügbare aus YT vorliegen. Das Angenemehe bei Fasil Say ist die Verschmelzung der tonalen orchestralen Strukturen mit heimischen Instrumentarium .... natürlich auch im 21.Jhd = alles genissbar !


    Die Sinfonie Nr.2 "Mesopotamina" hatte ich noch gar nicht.

    Alle Sinfonien sind über YT abrufbar. Als Konzert-Video mit dem HR SO Frankfurt/Griffiths sind die Istanbul-Sinfonie und die Universe-Sinfonie sogar in technisch ausgezeichneter Qualität abrufbar.


    :angel: Die Istanbul-Sinfonie ist schon beeindruckend:

    - Fasil Say gibt vor der Aufführung vom 10.November 2012 erst einmal persönlich eine Einführung für die Konzertbesucher -


    Die 7 Sätze:

    I. Nostalgie
    II. Der Orden
    III. Sultan-Ahmed-Moschee
    IV. Hübsch gekleidete junge Mädchen auf dem Schiff zu den Princess-Inseln
    V. Über die Reisenden auf dem Weg vom Bahnhof Haydarpaşa nach Anatolien
    VI. Orientalische Nacht
    VII. Finale