Arnold BAX : Die Kammermusik

  • Nachdem unlängst ein BAX Thread über seine Sinfonien auf Interesse stieß, eröffne ich hier einen über seine Kammermusk - inklusiv der Streichquartette (Die ja sonst meist extra abgehandelt werden).

    Liebhabern dieses Threads rate ich, sich eine Verknüpfung oder einen Link dazu anzulegen, denn BAX wird von der Tamino Suchfunktion nicht gefunden - weil der Name nur 3 Buchstaben hat.

    Ob dieser Thread erfolgreich verläuft oder nicht liegt allein bei den Tamino Mitgliedern, denn Bax hat ungemein viel Kammermusik geschrieben und außerdem ist die Diskographie hervorragend bestückt.

    Hier nun mal zur Einleitung ein chronologisches Verzeichnis seiner Kammermusikwerke (lt. Wikipedia)


    • Streichquartett (1902)
    • Streichquartett E-Dur (1903)
    • Konzertstück für Violine oder Viola und Klavier (1903)
    • Fantasy für Violine oder Viola und Klavier (1904)
    • Klaviertrio (1906)
    • Streichquintett G-Dur (1908)
    • Violinsonate Nr. 1 (1910; 1915, 1920 und 1945 bearbeitet)
    • 4 Stücke für Violine und Klavier (1915)
    • Violinsonate Nr. 2 (1915; 1921 bearbeitet)
    • Ballade für Violine und Klavier (1916)
    • Elegiac Trio für Flöte, Viola und Harfe (1916)
    • In memoriam für Englischhorn, Harfe und Streichquartett (1917)
    • Streichquartett Nr. 1 (1918)
    • Folk Tale für Violoncello und Klavier (1918)
    • Harfenquintett (1919)
    • Violasonate (1922)
    • Lyrical Interlude für Streichquintett (1922)
    • Oboenquintett (1922)
    • Klavierquartett (1922)
    • Cellosonate Es-Dur (1923)
    • Streichquartett Nr. 2 (1925)
    • Violinsonate Nr. 3 (1927)
    • Fantasy Sonata für Viola und Harfe (1927)
    • Sonatina für Flöte und Harfe (1928)
    • Violinsonate F-Dur (1928)
    • Legend für Viola und Klavier (1929)
    • Nonett (1930)
    • Streichquintett (1933)
    • Sonatina für Violoncello und Klavier (1933)
    • Klarinettensonate (1934)
    • Oktett für Horn, Klavier und Streichsextett (1934)
    • Concerto für Flöte, Oboe, Harfe und Streichquartett (1936)
    • Threnody and Scherzo für Fagott, Harfe und Streichsextett (1936)
    • Streichquartett Nr. 3 (1936)
    • Rhapsodic Ballad für Violoncello (1939)
    • Legend-Sonata für Violoncello und Klavier (1943)
    • Klaviertrio B-Dur (1946)

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    mfg aus Wien

    Alfred


    Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.

    (stammt von Oscar Wilde - Hätte aber auch von mir sein können....)


  • Arnold Bax: Violinsonate Nr 1 in E-dur


    Für den Beginn habe ich mir die gezeigte CD aus meiner Sammlung geholt. Darauf ist unter anderem die Violinsonate Nr 1 in E-dur aus den Jahre 1910- 1915 Allerdings hat Bax das Werk 2 Revisionen unterzogen, nämlich 1920 und 1945. Genauer gesagt hat er die Sätze 2 und drei dur völlig neue (und kürzere) ersetzt, da er der Meinung war, die ursprünglichen würden "nicht funktionieren" Dabei war nicht die Qualität gemeint, sodern das Einfügen in das Gesamtwerk.

    Auf der gezeigten CD wurde die letzte Revision eingespielt.

    Aber als Sahnehäubchen gibt es auch noch die Alternative Sätz zu hören (bislang noch nicht gehört)

    Der Komponist hier sie nicht für geeget allein aufgeführt zu werden, aber sie eignen sic (laut Booklet) idealerweise als Zugaben.

    Die Kompositionen von Bax sind oft sehr stark von seinem (IMO etwas verworrenen) Privatleben und Beziehungen beeiinflusst.

    Die Beschreibung der Sonate ist (für mich) schwierig. Ich will mich deshalb auf Wesentliches beschränken.

    Zu Beginn wirkt die Sonate einige Takte hindurch recht harmlos - ein epigonales Werk im Umkreis von Brahms (?)

    Aber der Schein trügt und das Werk entpuppt sich als vielschichtig - spätromantischer Kern mit zahlreichen modernistischen Einflüssen - niemals über eine gewisse Grenze der Modernität, aber gelegentlich knapp darfan vorbeischrammend, wobei Bax hier IMO meisterhaft manövriert.

    Interessant im ersten Satz der Kontrast zwischen der klagenden Violine und dem sehr "resoluten" Klavier, und die "aggressiven" Pizzicati sind nicht ohne.

    Insgesamt fragt man sich stellenweise wie es möglich ist mit nur 2 Instrumenten solch einen voluminösen Klang zu erzeugen.

    Der am Anfang nervös flirrende 2. Satz ist eine Klasse für sich, der sich dann stellenweise zum "Inferno" steigert.Und ich muß sagen, die Interpreten der Aufnahme leisten hier schon besonders - wie sie dann fast unmerklich wieder in stillere Gefilde gleiten - das ist schon bemerkenswert. Gegen Ende des Satzes verdunkelt sich der Klang - aber bei den letzten Takten folgt eine Überrschung: Der Satz endet - so wie er begonnen hat.

    Der dritte Satz kann IMO hier nicht mithalten, leicht schräg klingende Neoromantik, wie schon die Satzbezeichnug sagt: smooth ans serene


    mfg aus Wien

    Alfred


    clck 87


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  • Arnold Bax: Violinsonate Nr 1 in E-dur


    Die erst Violinsonate von 1910 (sie wurde erst 1920)urauffgeführt) stand - wie schon beschrieben - unter dem Einfluß von Bax' Liebesleben- genauer gesagt der aäh "Romanze" mit Natalia Skarginska, ebenso wie seine 1, Klaviersonare (folgt noch heuer im speziellen zukünftigren Thread über Bax' Werke für Klavier solo)

    wogegen die zweit unter dem Einfluß des 2. Weltkrieges stan. Kein aufbrausender Protest oder Schlachtenlärm findet man in dieser Sonate - zu unendliche Traurigkeitm ach wenn der Finalsatz mit "allgro feroce" (fröhlich heftig) überschrieben ist


    1) Slow and gloomy

    2) The Grey Danzer in The Twilight

    3) Very Broad and conentratet

    4) Allegro feroce


    Die Uraufführung erfolgte ebenfalls erst 1920, relativ kurz nach der erfolgreichen Erstaufführung der Violinsonate Nr 1


    mfg aus Wien

    Alfred


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  • Ich habe von Bax nicht viel mehr als die Streichquartette, eingespielt vom Maggini Quartett aus der großen Box und ein Stück für Cello solo. Das Letztere höre ich allerdings gar nicht so selten. und auch recht gerne.


    Es handelt sich um die Rhapsodic Ballad aus dem Jahr 1939. Das Stück hält, was der Titel verpricht. Man hört eine Erzählung über viele motivische und rhythmische Eigenheiten hinweg spannend erzählt. Das Stück ist klanglich interessant. Der Komponist gibt dem Cello Möglichkeiten. Das Rhapsodische ist klar nachvollziehbar. Tonal ist das Stück gemäßigt.


    Auf meiner Einpielung höre ich Rohan de Saram, der viele Jahre im Arditti Quartett Cello spielte.



    Die ganze Scheibe ist hochinteressant gestaltet und der Bax eignet sich hervorragend als Anfangsstück. Ich würde den folgenden Ligeti mit seiner Sonate für Cello und ganz besonders den Dallapiccola als bedeutender einstufen, aber in dieser Kombination möchte ich den Bax nicht missen.


    Dass das Stück nicht ganz einfach ist, hört man, wenn man die Einspielung de Sarams mit der von Domenico Ermirio vergleicht.



    Der gewaltige Anfang des Stückes umreißt seinen Anspruch, dem es über die Zeit von fünfzehn Minuten durchaus gerecht wird.


    Die Einspielung von Saram ist aber auch zu finden. Der interessierte Hörer vergleiche selbst..



    BTW In den Kriegswirren ging das schöne Stück unter und die Uraufführung fand erst im Jahre 1966 statt

  • Arnold Bax: Klavierquintett in g-moll


    Das Klavierquintett in g-moll entstand in den Jahren 1914/15 und war Bax' Freund, dem Musikkritiker Edwin Evans (1874-1945) gewidmet. Es wurde erstmals am 19. Dezember 1917 im Rahmen einer Privataufführung aufgeführt, die öffentliche Premiere fand dann am 12. Mai 1920 statt. Das Werk ist sehr dunkel , orchesterartig timbiert, mit eindeutigen Attributen des 20. Jahrhundert ausgestattet, sollte aber auch für viele konservative Klassikfreunde anhörbar sein. (Samples anhören !!) Auf jeden Fall originell und interessant, ein wenig "schräg" und melancholisch, gleichzeitg stellenweise lyrisch, aber auch aufbrausend und düster monumental. Hier nun die Satzbezeichnungen:


    1) Passionate snd Rebellious (Tempo moderato)

    2) Slow and Serious (Lento serioso)

    3) Moderate Tempo (Tempo moderato) - Allegro vivace - Lento con gran' espressione


    Das Quintett ist nicht nur vom Gesamteindruck , beinahe "symphonisch, sondern auch von der Spieldauer her (41:00)

    Etliche Zupfeffekte geben dem Stück zusätzliche farbige Akzente...


    mfg aus Wien

    Alfred


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    (stammt von Oscar Wilde - Hätte aber auch von mir sein können....)


  • Arnold Bax schrieb zwischen 1918 und 1927 insgesamt drei nummerierte Streichquartette, die vor zwei Dekaden auch vom Maggini Quartett für Naxos eingespielt wurden.


    Neu eingespielt wurde vom Tippett Quartett jetzt ein frühes Quartett in E von 1903, also ein Werk des 20-jährigen Studenten, der zu der Zeit nach der Lektüre von W.B. Yeats gerade den Kelten in sich entdeckt hatte. Das Werk hat drei Sätze und dauert knapp 40 min. Den langsamen mittleren Satz hat Bax kurz darauf orchestriert und als seine erste sinfonische Dichtung Cathaleen-ni-Hoolihan herausgebracht. Er ist auch der charakteristischste Satz. Die beiden Ecksätze erinnern entfernt an Dvorak.


  • Lieber lutgra

    Besten Dank für diese interessante Nachricht.

    Ich wollt nun nachsehen, welches der drei Streichquartette, die Bax geschrieben hat , denn mit dem nun Veröffentlichten identisch ist:

    Die Anwort ist: mit keinem. Bay hat nämlich nicht DREI, sondern FÜNF Streichquartette geschrieben, eovon die beiden ersten (1902 und 1903) nicht gezählt erfrn, vermutlich weil da der Stil von Bax noch nicht individuell war.

    (Lutgra hat das ohnedies geschrieben - ich ich jetzt sehe: Wer lesen kann ist klar im Vorteil)

    Bei der Gelegenheit bin ich drauf aufmerksam geworden, daß auch die anderen Quartette hier nicht erwähnt wurden, zwei davon wurden ganz kurz im Thread: Wenig bekannte Streichquartette des 20. Jahrhunderts erwähnt.

    Also müssen sie hierher. Das trifft sich gut, denn der Kauf des Streichquartettss Nr 3 wurde von mir immer wieder verschoben - aber wie der Zufall es will habe ich es letztlich vor 3 Tagen bestellt. Da jpc es nicht lagernd hat, wid es vermutlich einie Tage dauern, bis es einlangt.


    Prinzipiell ist es nun so, daß 4 der 5 existierenden Streichquartette von Arnold Bax am Tonträgermarkt verfügbar sind.


    mfg aus Wien

    Alfred


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  • Arnold BAX: Streichquartett Nr. 1 in G-dur


    Spät aber doch bekommen die Streichquartette Bax' hier ihren Platz, der ihnen zusteht. Vielleicht war die Wartezeit gut investiert, denn ich schreib mir heute viel leicht und freier uber seine Streichquartette als noch vor einigen Jahren.

    Inzwischen habe ich auch herausgefunden, warum die beiden Jugendwerke (und einie weitere dazu) nicht gezält werden: Bax selbst wollte es nicht.


    Somit zählt also das hier gezeigte Streichquartett Nr. 1 als erstes das er persönlich anerkannte. Es entstand am Ende des ersten Weltkriegs und wurde am 7. Juni 1816 in der Aeolian Hall in London durch das Philharmonic Quartett uraufgeführt, dessen Glanzzeit damals war. Es war - ebenso wie heute das Maggini Quartet - auf englische zeitgenössische Komponisten spezialisiert.

    Das Werk widmete Bax Sir Edward Elgar (1857-1934) den er sehr verehrte, und den er als Siebzehnjähriger hatte besuchen dürfen, was er als beglückendes Erlebnis empfand.


    Das 1. Streichquartett ist dreisätzig. Der erste Satz erinnert, wie schon bei einem der beiden Frühwerke festgestellt - vor allem zu Beginn des ersten Satzes - an Dvorak. Der Satz ist durchwegs heiter und eingängig und trotz der eingängigen Tonsprache merkt man, daß man sich im 20. Jahrhundert befindet. Der zweite Satz wurde als "traurig" beschrieben, ich empfinde allenfalls ene leichte Melancholie oder grüblerische Schönheit.

    Der Hammer indes ist der anspringende 3. Satz, der mit einem Thema im Stile einer Jig beginnt, dann aber "irische Themen" aufgreift

    Zeigenossen aus Irland wollten ier ein heimisches Volkslied erkennen - Bax indes bestand darauf, daß es sich hier um ein eigenes Thema handle.

    Dieses Quartett war zwischen den Weltkriegen eines der bekanntesten Kammermusikwerke eines englischen Komponisten, geriet aber danach bald in Vergessenheit, obwohl es schon in der Vergangenheit 2 Aufnahmen - allerdings auf Schellack - gab.

    Erst 2001 wurde das Werk (und weitere) dank Klaus Heymann (Naxos) wieder für den Tonträgermarkt verfügbar gemacht.


    1) Allegretto semplice

    2) Lento e molto espressivo

    3) Rondo: Allegro vivce


    mfg aus Wien

    Alfred


    Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.

    (stammt von Oscar Wilde - Hätte aber auch von mir sein können....)


  • Das 1. Streichquartett von Arnold Bax ist übrigens zeitgleich entstanden wie das einzige von Edward Elgar. Eine Einspielung durch das britische Pavao Quartet hat beide Werke gekoppelt. Das Pavao Quartet scheint es nicht mehr zu geben.

    Für seine Debut-CD von 2007 hat sich das britische Pavao Quartett das 1. Streichquartett von Arnold Bax und das Quartett von Edward Elgar ausgewählt, eine gute Wahl. Die beiden Quartette haben einige Gemeinsamkeiten, beide entstanden im gleichen Jahr 1918, beide sind dreisätzig und beide gehören stilistisch eigentlich noch ins 19. Jahrhundert. Das Bax-Quartett gemahnt speziell im ersten Satz deutlich an Dvorak und ist ein recht unkompliziertes Werk. Das von Elgar entstammt dem Umfeld des Cellokonzerts und ist schwermütig wie dieses. Arnold Bax hatte sein Quartett Elgar gewidmet.


    https://www.discogs.com/de/release/22143694-The-Pavão-String-Quartet-Elgar-and-Bax

  • Arnold BAX: Streichquartett Nr. 2 in a-moll


    Gestern am Abend habe ich mich ein wenig mit dem 2. Streichquartett von Bax befasst. Es entstand 1924/25 und wurde 1927 durch das New Philharmonic Quartet in der Grotrian Hall London erstmals gespielt. Das Quartett konnte indes an die Beliebtheit des ersten nicht anknüpfen, was ich gut nachvollziehen kann. Es ist wesentlich sperriger, der "dvoraksche Unterton" ist nicht existent, das Werk ist wesentlich sperriger. Aber vielleicht nicht "zeitgemäß" genug, Jene, denen der rebound an die Romantik gefiel, werden enttäuscht gewesen sein, und für die Anhänger der damaligen Avantgarde war es vermutlich zu zahm. Generell ist das Quartett aber durchaus anhörbar - vor allem beim öfteren Hören, wenn man sich an die Tonsprache gewöhnt hat, die im übrigen gar nicht so weit vom Erstling abweicht, sie ist lediglich etwas weniger verbindlich, hat aber ihre Meriten, wie beispielsweise recht derb gezupfte Pizzicati.


    Hier nun der erste Satz des Quartetts Nr 2 - Er hat e seit 2017 auf 297 Seitenaufrufe geschafft (!!!)



    Im 2. Satz zitiert Bax ein Thema aus seinem 1918 geschriebnen Klavierstück "A Romance", welches er laut Booklet später im langsamen Satz der 4. Sinfonie nochmal verwendete. IMO müsste man da aber die entsprechenden Werke schon gut kennen um das herauszuhören...


    Die Sätze:


    1) Allegro

    2) Lento, mollo espressivo

    3) Allegro vivace


    mfg aus Wien

    Alfred


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  • Arnold BAX: Streichquartett Nr. 3 in F-dur


    l Heute ist die CD mit dem Streichqartett Nr 3 bei mir eingelangt. Es hat lange gedauert bis ich es in meine Sammlung holt. Einerseits war ich dem Werk gegenüber skeptisch, weil schon das Quartett Nr 2 sperriger war als das erste. Die Beschreibungen formulieren das als "anspruchsvoller" - und erklären damit, daß es in Sachen Beliebheit weit hinter der Nr 1 zurückstand - und zurücksteht. andrerseit hatte ich mich in den letzten Jahren schon mehrfach aufgerafft es zu kaufen, aber es war nie auf Lager und ich wollte es nicht bestellen. Letztlich habe ich mich doch durchgerungen und das 3. Steichquartett bestellt, das 1936 entstanden war. Zur Erinnerimng: Die ersten beiden Quartette stammen von 1918 und 1925.

    Das nun hier vorgestellte war dem Griller Quartett gewidnmet. Es war ziemliche Recherche nötig, herauszufinden, ob dier Widmungsträger das Quartett dann tatsächlich aus der Taufe hob. Ja das war der Fall und zwar 1937 für das BBC National Programme.

    Vielleicht fehlt dem Werk das wirklich Originelle des ersten Steichquartetts, vielleicht ist es - der Entstehungszeit geschuldet - "moderner". Aber prinzipiell sind die Bax'sche Vorzüge hörnar, Bax gat auf Nachfrage behauptet, im ersten Satz wären "vermutlich Einflüsse des herannahenden Frühlings im schönen Kenmare" ich gewisse irische Einflüsse sind zu hören.Im dritten Satz finden wir eine Referenz an Elgar und eine gewisse "Krönungsstimmung" - die dann wegen der Abdankung von Eward VIII doch nicht stattfand. So gab es die Uraufführung kurz nach der Krönung von Georg VI.

    In jenen Tagen lebten Bax und Moeran, mit dem er befreundet war, im gleichen Ort, aber in einem anderen Hotel , genau in jenen Tagen entstand dort ein Teil des 3. Streichqaurtetts.

    Dem Booklet der CD entnehmen wir, daß BAX ausser den 3 nummerierten Streichquartette 2 Jugendwerke verfasst hat, die teilweise erhalten sind.

    Damit füllt Naxos die verbelibende Zeit auf der CD und schreibt ein wenig über Entstehung und Umarbeitung...


    mfg aus Wien

    Alfred


    clck 701


    Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.

    (stammt von Oscar Wilde - Hätte aber auch von mir sein können....)