Das knifflige Coverbildratespiel - Unterhaltung für Kunstkenner

  • Lieber Alfred Schmidt, lieber Rheingold1876


    Die Reduzierung einer Oper auf 6 Bilder im Verlag von Gustav Kölle erschienen finde ich witzig und geradezu genial. Es wird der Theatralik und Inszenierungen der damaligen Opernaufführungen recht nahe kommen. Manche Opernlibretti übersteigen in meiner Einschätzung inhaltlich nicht den Gehalt einer Moritat. Das Büchlein Operntypen muss ich mir beschaffen. ;)


    In seinem Verlag kamen vier Titel heraus. Die Originale aus dem 19. Jahrhundert kann man antiquarisch erwerben.


    Opern-Typen. Heft 1. Naive Darstellungen von Scenen aus den beliebtesten Opern, mit dem Pinsel gezeichnet und verlegt von Gust. Kölle. Die Costüme sind, soweit es die Kleinheit zuläßt, getreu nach Aufführungen theils der Königlichen, theils anderer berliner Theater copiert.


    Band 1 Don Juan, Die Hugenotten, Czar und Zimmermann, Undine, Fidelio, Alessandro Stradella, Die lustigen Weiber, Tannhäuser, Der Prophet.


    Die Seite für Tannhäuser sieht so aus (kleines Bildchen unten rechts anklicken):


    https://www.booklooker.de/Bücher/Opern-Typen-Heft-1-Naive-Darstellungen-von-Szenen-aus-den-beliebtesten-Opern-mit-dem-Pinsel/id/A01RRSih01ZZJ


    im Tamino-Opernführer findet man die Inhaltsangabe von Richard Wagners Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg.


    WAGNER, Richard: TANNHÄUSER UND DER SÄNGERKRIEG AUF DER WARTBURG


    Das Coverbild zeigt die 2. Szene aus dem ersten Akt von Tannhäuser und Venus auf dem Venusberg, als der Held sich von seiner Angebeteten verabschiedet.


    Venus [Tannhäuser sanft nach sich ziehend]

    Mein Ritter! Mein Geliebter! Willst du fliehn?


    Tannhäuser [auf das Äußerste hingerissen, greift mit trunkener Gebärde in die Harfe]

    Stets soll nur dir, nur dir mein Lied ertönen!

    Gesungen laut sei nur dein Preis von mir!

    Dein süßer Reiz ist Quelle alles Schönen,

    und jedes holde Wunder stammt von dir.

    Die Glut, die du mir in das Herz gegossen,

    als Flamme lodre hell sie dir allein!

    Ja, gegen alle Welt will unverdrossen

    fortan ich nun dein kühner Streiter sein. -

    Doch hin muß ich zur Welt der Erden,

    bei dir kann ich nur Sklave werden;

    nach Freiheit doch verlange ich,

    nach Freiheit, Freiheit dürstet's mich;

    zu Kampf und Streite will ich stehen,

    sei's auch auf Tod und Untergehen: -

    drum muß aus deinem Reich ich fliehn, -

    O Königin, Göttin! Laß mich ziehn!


    Venus [im heftigstem Zorne]

    Zieh hin, Wahnsinniger, zieh hin!

    Verräter, sieh, nicht halt' ich dich!

    Ich geb' dich frei, - zieh hin! zieh hin!

    Was du verlangst, das sei dein Los!

    Hin zu den kalten Menschen flieh,

    vor deren blödem, trübem Wahn

    der Freude Götter wir entflohn

    tief in der Erde wärmenden Schoß.

    Zieh hin, Betörter! Suche dein Heil,

    suche dein Heil - und find es nie!

    Bald weicht der Stolz aus deiner Seel',

    demütig seh' ich dich mir nahn, -

    zerknirscht, zertreten suchst du mich auf,

    flehst um die Zauber meiner Macht.


    Tannhäuser

    Ach, schöne Göttin, lebe wohl!

    Nie kehre ich zu dir zurück.


    Venus [verzweiflungsvoll]

    Ha, kehrtest du mir nie zurück! . . .

    Kehrst du nicht wieder, ha! so sei verfluchet

    von mir das ganze menschliche Geschlecht!

    Nach meinen Wundern dann vergebens suchet!

    Die Welt sei öde, und ihr Held ein Knecht! -

    Kehr wieder! Kehre mir zurück!


    Tannhäuser

    Nie mehr erfreu' mich Liebesglück!


    Venus

    Kehr wieder, wenn dein Herz dich zieht!


    Tannhäuser

    Für ewig dein Geliebter flieht!


    Venus

    Wenn alle Welt dich von sich stößt? -


    Tannhäuser

    Vom Bann werd' ich durch Buß' erlöst.


    Venus

    Nie wird Vergebung dir zuteil, -

    Kehr wieder, schließt sich dir das Heil!


    Tannhäuser

    Mein Heil! mein Heil ruht in Maria!


    Furchtbarer Schlag. Venus ist verschwunden.



    LG sendet euch


    moderato

    .

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    Jede Hörerin und jeder Hörer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat Anspruch darauf, wenigstens einmal am Tag überfordert zu werden. Hans Winking

  • Lieber moderato , lieberRheingolt 1877 liebe bildungshungrige Mitleser.


    Noch ein intereressantes Detaiil ais dem "Vorwort von Heft 1:


    Die Costüme sind, soweit es die kleinheit zulässt, getreu nach Aufführungen, theils der königlichen, theils anderer Berliner Theater copiert.....


    wie erleben also traditionelle Kostüme von 1890 durch ein Zeitfenster.


    Liebe Grüße aus Wien


    Alfred

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert


  • Du darfst das nächste Rätsel stellen....

    Von drüfen kann nicht die Rede sein. ;) Ich muss! Wie djurch ein Wunder habe ich sogar ein geeignetes Cover gefunden, das wir - wenn die Suchfunktion nicht versagte - nicht nicht hatten:



    Wer hat das Bild gemalt, was stellt es vor?

    Es grüßt Rheingold1876

  • Das ging aber schnell, lieber Bertarido. Ich hatte zwar mit der raschen Lösung gerechnet, bin nun aber doch freudig überrascht. :) Für Godward habe ich eine Schwäche. Sein Schicksal bewegt mich. Viel weiß ich allerdings nicht über ihn. Wenn das ein Selbstbildnis sein soll, war er ein starker Typ:


    Godward_portrait.jpg


    Du bist dran!

    Es grüßt Rheingold1876

  • Das ging aber schnell, lieber Bertarido. Ich hatte zwar mit der raschen Lösung gerechnet, bin nun aber doch freudig überrascht. :) Für Godward habe ich eine Schwäche.

    Ich habe allgemein eine Schwäche für englische Maler und für Abbildungen schöner Frauen - die Wahrscheinlichkeit, dass ich dieses Bild kennen würde, war also recht hoch :).


    Bis ich das nächste Rätsel stelle, kann ein paar Tage dauern.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Liebe Rätselfreunde,

    ich bin erst heute dazu gekommen, ein neues, unverbrauchtes Coverbild zu suchen. Dieses zu identifizieren wird wahrscheinlich keine goße Schwierigkeit für unsere Kunstkenner darstellen:


    71yQmbt6BmL._SS500_.jpg


    Wie heißt der Maler? Und wer ist die Dame, die hier zu sehen ist?

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Lieber Bertarido, liebe Leser und Leserinnen, Betrachter und Betrachterinnen dieses Threads


    Der in Italien geborene und ab 1620 in Wien wirkende Komponist und Musiker Antonio Bertali lebte von 1605 bis 1669. Der italienische Titel valoroso bedeutet "tapfer". Ich kenne das Gemälde nicht und weiss nicht, wer die nackte Schöne gemalt hat. Das schaut man auf die Details dieses Ausschnittes.


    Die Barbusige trägt am rechten Ohr einen Ohrring mit einer weissen Perle oder mit einen hellen Stein und ruht auf einem kostbaren gewobenen orangen Stoff mit wiederkehrendem blauem Muster. Die Körperformen sind vor einen dunklen Hintergrund gesetzt und mit Schatten modelliert. Am linken Halsansatz sind einige lange Haare der Frisur sichtbar. Ihre rechte Hand liegt auf einem roten Polster, die andere hält die Dame mit gespreizten Fingern seitlich vor ihrem nur teilweise sichtbaren, in seitlichem Profil dargestellten Gesicht. Ein weisses Tuch bedeckt die Scham. Helles Licht beleuchtet den Körper von rechts oben. Die Szenerie scheint mir im Innern eines Raumes angesiedelt zu sein.


    Mal gucken, ob der Grafiker sich bei der Wahl des Coverbildes an die Epoche des 17. Jahrhunderts und die Regionen gehalten hat. Mein Bauchgefühl sagt mir, der Maler hat später gelebt. Die Haltung der Dargestellten erinnert mich an andere Bildmotive.


    Es grüsst


    moderato

    .

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  • Lieber Bertarido


    Ich habe erwähnt, dass mich die Haltung an andere Bildmotive erinnert. Ich habe in meiner Erinnerung gekramt und bin auf Tizian gestossen. Er hat das gleiche Thema sechs Mal (!) gemalt. Dargestellt ist Danaë. Künstler folgen in der Kunstgeschichte ihren Vorbildern. Gewisse Zitate greifen sie auf. Die Haltung der rechten Hand, der Ohrring, die Körperhaltung haben mich an diesen Maler erinnert.


    https://en.wikipedia.org/wiki/Danaë_(Titian_series)


    auf Did you mean: Danaë (Titian series)? klicken


    Ich habe Danaë eingegeben und bin auf verschiedene Darstellungen gestossen. So auch auf die Vorlage des Rätselbildes.


    Antonio Bellucci (1654-1726) heisst der Maler. Er dürfte Werke des in Venedig wirkenden Tizian gekannt haben, weil er in dieser Stadt ausgebildet wurde.


    Antonio_Bellucci_-_Danaë_-_WGA1846.jpg


    Das Motiv der aus der griechischen Mythologie stammenden Danaë taucht in der Kunst über Jahrhunderte immer wieder auf.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Danaë


    Aufschlussreich, was man alles erfährt, wenn man sich mit diesem Thema beschäftigt. Das war eine schöne Sonntagnachmittag Beschäftigung.


    Ich bedanke mich für dieses schöne Rätsel.

    Es grüsst dich herzlich


    moderato

    .

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  • Lieber moderato,


    es freut mich, dass das Rätsel Dir gefallen hat. Du hast die Fragen wie üblich richtig beantwortet und hast nun das Privileg, das nächste Rätsel zu stellen.


    Mit herzlichen Grüßen in die Schweiz

    Bertarido

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Lieber Bertarido


    Einfach war das Rätsel nicht. Es sind die Herausforderungen, die das Leben spannungsreich gestalten. ;)



    Liebe Rätselfreunde


    Beim letzten Rätsel bin ich unter den Werken des Komponisten auf dieses Coverbild gestossen und ich habe mich auf die Suche nach dem Original begeben. Das Rätsel ist lösbar.


    Neue Runde, neues Glück.


    Wo befindet sich das Fresko?


    Fürs bessere Betrachten bitte aufs Coverbild klicken.



    Ich wünsche den Tamino-Mitgliedern viel Erfolg in der Recherche und beim Kombinieren.


    Herzlich grüsst euch


    moderato

    .

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  • Liebe Rätselfreunde


    Ein Hinweis: Mt 2,16-18


    LG


    moderato

    .

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  • Liebe Rätselfreunde


    Noch ein Hinweis: Das Werk befindet sich in einer Sonderregion, welche die deutschsprachige Minderheit schützt.


    LG moderato

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  • Lieber Moderato,

    Das Werk befindet sich in einer Sonderregion, welche die deutschsprachige Minderheit schützt.

    Dieser Hinweis ist verwirrend, denn die Sprachgruppen in dem Ort, in dem sich das Fresko befindet, werden von Wikipedia angegeben mit: 83,61 % deutsch, 16,07 % italienisch, 0,32 % ladinisch.


    Weitere Hinweise will ich nicht machen, da es mir an einem neuen Rätsel mangelt.

    Allen Rätselfreunden weiterhin viel Spaß beim Suchen.

    Alles Gute und einen Gruß von Orfeo

  • Lieber Orfeo


    Du hast ermittelt, dass es sich um Südtirol in Italien handelt, wohin man reisen muss, will man das Fresco besichtigen.


    Bezogen auf das gesamt Staatsgebiet Italiens befinden sich die Deutschsprachigen in der Minderheit, weshalb die Region Südtirol den Sonderstatus erhalten hat. Die deutsche Sprache ist in der Region der italienischen Sprache, die die amtliche Staatssprache ist, gleichgestellt.

    Allerdings: In den Akten mit Gesetzeskraft und immer dann, wenn dieses Statut eine zweisprachige Fassung vorsieht, ist der italienische Wortlaut massgebend.


    Innerhalb der Region sind die Deutschsprachigen in der Mehrheit, wie du es mit den Zahlen belegst.


    Vier der fünf Regionen mit Sonderstatut wurden von der Verfassunggebenden Versammlung im Jahre 1948 geschaffen: Sizilien und Sardinien auf Grund der starken Autonomiebewegungen (auf Sizilien war der Separatismus in der Nachkriegszeit besonders ausgeprägt), das Aostatal zum Schutz der franko-provenzalischen Minderheit, Trentino-Südtirol, damals Trentino-Tiroler Etschland, zum Schutz der deutschsprachigen Minderheit im Einklang mit dem Pariser Abkommen.


    Jetzt muss noch ermittelt werden, in welcher Kirche das Fresko besichtigt werden kann.


    Es grüsst dich herzlich


    moderato

    .

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    Jede Hörerin und jeder Hörer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat Anspruch darauf, wenigstens einmal am Tag überfordert zu werden. Hans Winking

  • Ich wusste zu Beginn was da dargestelllt war - ich habe Südtirol herausgefunden - Ich habe das Bild gesehen - dirt steht lediglich- was ich ohnedies schon wusste . was es darstellt und einwenig die historischen - oder eher legendären - Hintergründe.

    ABER- WO es genau hängt (Ich dachte eher an ein Fresko) und wer es gemalt hat - das konnte ich nicht finden.

    Google gibt DREI Webseiten an, wo das Bild zzu finden sein soll - aber bei 2 davon ist alles mögliche über Fremdenverkehr etc zu sehen - das Bild aber nicht.

    LG aus Wien

    Alfred

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert


  • Lieber Alfred Schmidt, liebe Rätselfreunde


    Du bist, wie ich vermute, der Lösung sehr nahe.


    Die Fresken sind einzigartig, dies auch aufgrund der Fläche. Eine Wanderseite erwähnt den Standort als Highlight, den man besichtigen sollte. Der Name wird dort erwähnt und es gibt einen ausführlichen Wikipedia Eintrag zur Kirche. Der Kirchturm hatte in der Vergangenheit eine schiefe Lage... Aufgepasst: Es gibt im Südtirol gegenwärtig einen Turm in Schieflage. Dieser Kirchturm ist es nicht. Zwischen Bozen und Meran wird man fündig.


    Es muss nicht der Urheber herausgefunden werden. Es reicht, wie ich in der Rätselfrage geschrieben habe, der Standort der Kirche.


    Es grüsst euch


    moderato

    .

    I think laughter is preferable to tears. John Cage


    Jede Hörerin und jeder Hörer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat Anspruch darauf, wenigstens einmal am Tag überfordert zu werden. Hans Winking

  • Lieber moderato

    total zerfleddert von der Anstrengung siehrst Du mich mit der Antwort zu Deinen Füssen:


    Es handelt sich um die Pfarrkirche "Maria Himmelfahrt" in Terlan

    Das Fresco stammt von 1407 und wurde von Hans Stotzinger ausgeführt...


    Liebe Grüße aus Wien


    Alfred

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert


  • Lieber Alfred Schmidt


    Deine Lösung stimmt: In der Kirche Maria Himmelfahrt in Terlan im Südtirol kann man die gotischen Fresken besichtigen.


    Zur Anstrengung kommt für dich nun noch die Strafe: Du musst das nächste knifflige Coverbild-Rätsel stellen.



    Mariä_Himmelfahrt_Terlan_Innenraum.jpg


    Der damalige materielle Wert der blauen Farbe, die aus dem Halbedelstein Lapislazuli hergestellt wurde, muss immens hoch gewesen sein.

    Gut erkennt man in der Decke die viereckige Öffnung des sogenannten Heiliggeistlochs oder Pfingstlochs, aus dem man während des Pfingstgottesdienstes als Symbol für den Heiligen Geist eine weisse Taube freiliess, eine Holztaube herunterkurbelte oder Blumen heraus streute. Um die Aussparung in der Decke sind als Symbol des Heiligen Geistes Flammenzungen gemalt.


    Auf dem Coverbild ist ein Ausschnitt des Freskos abgebildet, das den bethlehemischen Kindsmord dargestellt.


    Pfarrkirche_Maria_Himmelfahrt%2C_Terlan_-_Fresken_%28hinten_rechts%29.JPG



    Der Kirchturm geriet wegen der Feuchtigkeit des Untergrundes in Schieflage. Er wurde abgetragen und, nachdem man das Fundament saniert hatte, wieder mit den gleichen Steinen aufgebaut.


    s-l1600.jpg

    Die Route der erwähnten Wanderung von Terlan nach Maultasch kann man hier nachlesen:

    https://www.salto.bz/it/articl…erlan-zur-ruine-maultasch


    Es grüsst dich, alle Tamino-Mitglieder und Besucher aus den Weiten des Internets


    <3lich


    moderato

    .

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  • Sträfling Alfred tritt hiermit seine Strafe an. Glücklicherweise hat er in seiner bescheidenen Sammlung noch ein geeignetes Objekt gefunden aus dem er die Frage extrahieren kann.

    Gefragt ist der Maler....

    LG aus Wien

    Alfred



    PS: Die Kirche, bzw der Turm wurde übrigens nach Plänen des Wiener Dombaumeisters von St. Stephan Friedrich von Schmidt wieder aufgebaut - und zwar 2 Jahre nach dessen Tod. Er baute in Wien zahlreiche Kirchen im Neugotischen Stil (auf eine habe ich Ausblick von meiner Wohnung aus), sowie das Wiener Rathaus. Sein Wunsch, den unvollendeten Nordturm des Wiener Stephansdoms (die originalpläne aus 1406 noch heute !!) fertigzustellen wurde indes abgelehnt. wie ich soeben nachlesen konnte, wäre der HÖHERgewesen als der bestehende (ca 136m) nämlich 170 Meter - eine Eitelkeit der mittelalterlichen Planer. Ein weiterer Wunsch Schmidts (Er war auch Professor für mittelalterliche Baukunst) wurde ebenfalls nicht erfüllt. Er hatte die fixe idee, daß das Portal historisch inkorrekt sei - eine spätere hinzufügung vor dem eigentlichen Portal. Und er schlug vor, das Tor wegzusprengen - was vom Wiener Gemeinderat abgelehnt wurde. Jahre nach Schmidts Tod wurde die These mittels der inzwischen erfundenen Röntgenstrahlen überprüft.

    Man wollte erkunden, was sich WIRKLICH hinter dem Portal aus früherer Zeit befand. Und da war NICHTs !!!

    Entschuldigung für das OT - aber das musste sein.....:untertauch::stumm:

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert


  • Lieber Alfred Schmidt


    Danke für deine ergänzenden Worte zum Turm in Terlan und dem Wiener Dombaumeister Friedrich von Schmidt.


    Nun zum neuen Rätsel, ich nehme einen Maler in den Fokus. Der Stil und das Sujet dieses Künstlers sind für mich typisch. Das Rätselbild habe ich nicht gefunden. Kann es sein, dass Eugène Galien-Laloue (1854-1941) der Gesuchte ist?


    Es sendet die Anfrage


    moderato

    .

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  • Lieber moderato

    Ich bin immer wieder überrascht wie schnell Du die Rätsel löst. So habe ich diese Antwort von Dir eben erst jetzt bemerkt - Sorry

    Ja die Antwort ist richtig, das ist der gesuchte Maler...

    Dargestellt ist "la Boulevard de la madeleine"

    Er scheint dort sein Leben verbracht zu haben, denn er hat das Motiv immer wieder gemalt...


    Beste grüße aus Wien

    sendet

    Alfred

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert


  • Lieber Alfred Schmidt


    Ich hatte mich bereits vor dem Rätsel mit dem Maler beschäftigt. Warum? Seine Bilder gefallen mir nicht. Und immer, wenn ich mit etwas nicht im Frieden bin, gehe ich der Sache auf den Grund.


    Eugène Galien-Laloue (1854-1941) malte unter verschiedenen Pseudonymen: "L.Dupuy", "Juliany", "E.Galiany", "Lievin", "G.L" "Dumoutier" and "P.Mattig". Wieso er sich verschiedene Ichs zulegte, ist nicht geklärt. War es ein Geschäftsmodell oder eine Forderung der Galleristen? Er ist als Maler des Pariser Strassenlebens bekannt. Seine Bilder zeigen Menschenansammlungen und Architektur. Omnibusse und Autos kommen vor. Er ist wohl der erste Maler, der diese Gefährte in dieser Genauigkeit in seine Bildmotive aufnahm. Meist sind es Szenen mit herbstlichen und winterlichen Stimmungen. Die Bilder gleichen sich, wenn er das Treiben auf den Plätzen und Boulevards festhielt. Meist hat er das gleiche Bildmotiv aus dem gleichen Blickwinkel gemalt. Vom Boulevard de la Madeleine sind zig Fassungen überliefert. Der gleiche Bank, die schief stehenden Bäume, die gleichen Verkaufsstände des Blumenmarktes. Der Bau mit den antik anmutenden Säulen ist eine katholische Kirche. Warum soll ich ein Bildmotiv ändern, wenn es sich gut verkauft, wird er sich gedacht haben.


    eugène-galien-laloue-flower-market,-la-madeleine.jpg


    Eugène_Galien-Laloue_-_Madeleine.jpg



    Eugène_Galien-Laloue_Paris_Le_marché_aux_fleurs_3.jpg


    Er hat die Gouachen (weil schneller zu Papier zu bringen) und Ölbilder in seinem Atelier gemalt. Von ihm sind aber auch Landschaften der Normandie und Seine-Marne bekannt. Im Ersten Weltkrieg malte er im Auftrag der Armee das Kriegstreiben.

    Er war drei Mal verheiratet. Übrigens war er kein Bigamist, auch wenn es allesamt Schwestern waren, die ehelichte.


    Eugène Galien-Laloue (1854-1941) hat die Gesellschaft der Menschen gemieden. Er nahm sie als Beobachter wahr. Die Architektur bildete die Kulisse.


    Der Blumenmarkt am Boulevard de la Madeleine in Paris besteht immer noch. Der Sitz-Bank ist in veränderter, aber ähnlicher Konstruktion heute noch an der gleicher Stelle.


    France%2C_Paris%2C_le_marché_aux_fleurs_à_côté_de_léglise_de_la_Madeleine.jpg


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  • Liebe Rätselfreunde


    Wie heisst der Künstler?



    R-7927148-1457209943-8108.jpeg.jpg


    Es grüsst euch werte Tamino-Mitglieder und Betrachter und Betrachterinnen aus den Weiten des Internets


    moderato

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  • Liebe Rätselfreunde


    Der Urheber des Coverbildes ist Maler, Grafiker, Illustrator und Cartoonist, wie er auf der eigenen Webseite sich beschreibt.


    Er dürfte vielen Lesern folgender Presseerzeugnisse bekannt sein: Cicero, Manager Magazin, LesArt, solar, natur, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, Eulenspiegel, Nebelspalter


    Es grüsst euch herzlich


    moderato

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  • Liebe Rätselfreunde


    Schwierig ist die Lösung zu finden.


    Der Titel des Rätselbildes hat in Klammern einen Zusatz, den er dem Bild unter der Gangway zu verdanken hat.


    Es grüsst


    moderato, der gespannt ist, ob das Rätsel gelöst wird.

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  • Lieber Rheingold1876


    Deine Lösung stimmt. Es ist Rainer Ehrt. Ich gratuliere dir zur Lösung dieses in meiner Einschätzung schwierigen Rätsels. Du hast den Künstler an seinem Malstil erkannt. Du weisst, dass du nun ein neues Rätsel kreieren darfst.


    Das Bild hat den Titel “Die Emigranten (Abfahrt)".

    Weil das Bild 2012 entstand und das Copyright beim Künstler Rainer Ehrt (*1960) liegt, kann das Bild nicht gezeigt werden. Auf der schön gestalteten Webseite des Künstlers, die es lohnt durchzustöbern, findet man es in ganzer Grösse nebst anderen Arbeiten auch mit Bezügen zur klassischen Musik.


    Die Vorlage zum Cover findet man oben links unter diesem Link:


    https://rainerehrt.de/illustration/


    Von links nach rechts sind diese Persönlichkeiten dargestellt, die im Dritten Reich emigriert sind:

    Sigmund Freud, Marlene Dietrich, Albert Einstein, George Grosz, Franz Werfel, Hanns Eisler, Kurt Weill, Lotte Lenya, ein Schwarzer, der den von den Nazis als "Negermusik" difarmierten Jazz repräsentiert (mit Judenstern), Arnold Schönberg, Max Beckmann, Mathilde (Quappi) Beckmann, Marta Feuchtwanger, Lion Feuchtwanger.

    Auf der Brücke bewacht und beobachtet das Geschehen ein Braunhemd.


    Die Acryl Tusche Malerei hat den Zusatz “Abfahrt”, weil unter dem Gateway auf den Schiffsrumpf der Mittelteil des Triyptochons, 1933, von Max Beckmann als Zitat gemalt ist, das den gleichen Titel trägt. Da Max Beckmann am 27. Dezember 1950 starb, sind die 70 Jahre des Copyright Schutzes beendet. Dieser Maler ist ein ganz grosser der Malerei, betrachtet genau dieses geheimnisvolle, aber auch verstörende Werk.


    MaxBeckmann-Departure_mittpartiett(215x100CM)(1935).JPG


    Es grüsst dich, die Tamino-Mitglieder sowie Leserinnen und Leser aus den Weiten des Internets


    moderato

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  • Lieber Rheingold1876


    Hast du ein neues Rätsel der kniffligen Art?


    LG moderato

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  • Lieber moderato, ich bin noch auf der Suche. Eines meinte ich gefunden zu haben, doch das hatten wir schon - wenn auch vor langer Zeit. :(

    Es grüßt Rheingold1876