TMOO - Troyens, Les

  • Aufnahme 1: Orchestre symphonique de Montréal, Charles Dutoit, 1993


    CD, Decca



    Orchestre symphonique de Montréal, Charles Dutoit - 5


    Cassandre: Deborah Voigt - 5
    Didon: Françoise Pollet - 5
    Enée: Gary Lakes - 2
    Ascagne: Catherine Dubosc - 4
    Chorèbe: Gino Quilico - 4


    Rest - 4


    Wertung 29/7 = 4,14


    TQ: 5

    Links:
    Opernführer - BERLIOZ Hector: LES TROYENS
    allgemein - LES TROYENS von Berlioz

  • Aufnahme 2: Orchestra of the Covent Garden Opera London, Colin Davis, 1969
    CD, Philips



    Orchestra of the Covent Garden Opera London, Colin Davis - 4


    Cassandre: Berit Lindholm - 3
    Didon: Josephine Veasey - 4
    Enée: Jon Vickers - 5
    Ascagne: Anne Howells - 4
    Chorèbe: Peter Glossop - 4


    Rest - 4


    Wertung 28/7 = 4,0


    TQ: 4

  • Aufnahme 3: London Symphony Orchestra, Colin Davis, 2000
    CD, LSO Live



    London Symphony Orchestra, Colin Davis - 4


    Cassandre: Petra Lang - 4
    Didon: Michelle DeYoung - 4
    Enée: Ben Heppner - 5
    Chorèbe: Peter Mattei - 4
    Ascagne: Isabelle Cals - 3


    Rest – 3


    Wertung 27/7 = 3,86


    TQ: 5

  • Aufnahme 3: London Symphony Orchestra, Colin Davis, 2000
    CD, LSO Live



    London Symphony Orchestra, Colin Davis - 4


    Cassandre: Petra Lang - 4
    Didon: Michelle DeYoung - 4
    Enée: Ben Heppner - 5
    Chorèbe: Peter Mattei - 4
    Ascagne: Isabelle Cals - 3


    Rest – 4


    Wertung 28/7 = 4


    TQ: 4,5 (wegen magerer Beilagen. Ton ist sehr gut)


    :hello: Jacques Rideamus

  • Aufnahme 4: Orchestra della RAI di Roma, Georges Prêtre, 1969, (live, gekürzt)



    Orchestra della RAI di Roma, Georges Prêtre - 2


    Cassandre: Marilyn Horne - 4
    Didon: Shirley Verrett - 4
    Enée: Nicolai Gedda - 3
    Chorèbe: Robert Massard - 4
    Ascagne: Rosina Cavicchioli - 3


    Rest – 3


    Wertung 23/7 = 3,29


    TQ - 3

  • Aufnahme 2: Orchestra of the Covent Garden Opera London, Colin Davis, 1969
    CD, Philips



    Covent Garden OO London, Colin Davis - 4


    Cassandre: Berit Lindholm - 3
    Didon: Josephine Veasey - 4
    Enée: Jon Vickers - 4,5 (wieder mal das Timbre trotz grandioser Leistung)
    Ascagne: Anne Howells - 4
    Chorèbe: Peter Glossop - 4


    Rest - 4


    Wertung 27,5/7 = 3,93


    TQ: 5 (bezieht sich auf die fürstlich ausgestattete LP-Box, die mir ein tolles Kennenlernen dieser Oper erlaubte. Die Ausstattung der cd kann ich nicht beuzrteilen, da ich sie nur in der extrem dürftigen Sammelbox aller Opern von Berlioz habe)


    :hello: Jacques Rideamus

  • Aufnahme 1: Orchestre symphonique de Montréal, Charles Dutoit, 1993


    CD, Decca



    Orchestre symphonique de Montréal, Charles Dutoit - 5


    Cassandre: Deborah Voigt - 5
    Didon: Françoise Pollet - 4
    Enée: Gary Lakes - 2
    Ascagne: Catherine Dubosc - 4
    Chorèbe: Gino Quilico - 4


    Rest - 3


    Wertung 27/7 = 3,86


    TQ: 5


    Jacques Rideamus

  • Orchestre de Paris, Sylvain Cambreling, 2000
    Regie: Herbert Wernicke
    DVD, Arthaus



    Orchestre de Paris, Sylvain Cambreling - 5


    Cassandre: Deborah Polaski - 4
    Didon: Deborah Polaski - 4
    Enée: Jon Villars - 4
    Chorèbe: Russell Braun - 4
    Ascagne: Gaële Le Roi - 4


    Rest - 4


    Wertung: 29/7 = 4,14


    Regie - 5
    TQ – 5

  • Metropolitan Opera Orchestra, James Levine, 1983
    Regie: Fabrizio Melano
    DVD, DGG



    Metropolitan Opera Orchestra, James Levine - 2


    Cassandre: Jessye Norman - 4
    Didon: Tatiana Troyanos - 4
    Enée: Plácido Domingo - 3
    Chorèbe: Allan Monk - 4
    Ascagne: Claudia Catania - 3


    Rest - 4


    Wertung: 24/7 = 3,43


    Regie – 0 (Findet eigentlich nicht statt. Die Sänger haben sich nur zu Karneval so angezogen, wie man in Amerika glaubt, daß man in der europäischen Antike rumgelaufen sei)
    TQ – 4

  • Orchestre de Paris, Sylvain Cambreling, 2000
    Regie: Herbert Wernicke
    DVD, Arthaus



    Orchestre de Paris, Sylvain Cambreling - 5


    Cassandre: Deborah Polaski - 5
    Didon: Deborah Polaski - 4
    Enée: Jon Villars - 3,5
    Chorèbe: Russell Braun - 4
    Ascagne: Gaële Le Roi - 4


    Rest - 3 (sind mir nicht präsent genug für eine höhere Wertung)


    Wertung: 28,5/7 = 4,07


    Herbert Wernicke u. Bild - 5
    TQ – 4 (Ton und Bild technisch sehr gut, aber keine Extras)


    :hello: Jacques Rideamus

  • Orchestre Révolutionnaire et Romantique, John Eliot Gardiner, 2003
    Regie: Yannis Kokkos
    DVD, BBC Opus Arte



    Orchestre Révolutionnaire et Romantique, John Eliot Gardiner – 4 (eigentlich ist alles perfekt, aber irgendwie fehlt der letzte Funke, um mich so richtig zu packen. So geht’s mir ja leider häufig mir Herrn Gardiner)


    Cassandre: Anna Caterina Antonacci - 4
    Didon: Susan Graham - 5
    Enée: Gregory Kunde - 4
    Chorèbe: Ludovic Tézier - 3
    Ascagne: Stéphanie d' Oustrac - 4


    Rest - 4


    Wertung: 28/7 = 4,0


    Regie - 4


    TQ - 5

  • Orchestre Révolutionnaire et Romantique, John Eliot Gardiner, 2003
    Regie: Yannis Kokkos
    DVD, BBC Opus Arte



    Orchestre Révolutionnaire et Romantique, John Eliot Gardiner – 4


    Cassandre: Anna Caterina Antonacci - 4
    Didon: Susan Graham - 5
    Enée: Gregory Kunde - 4
    Chorèbe: Ludovic Tézier - 3
    Ascagne: Stéphanie d' Oustrac - 4


    Rest - 4


    Wertung: 28/7 = 4,0


    Regie - 4


    TQ - 5


    Hier kann ich Klawirr glatt verdoppeln, wobei mein Votum für bzw. gegen Ludovic Tézier nicht als Kritik zu verstehen ist, sondern als Ausdruck mangelnder Vergegenwärtigung. Irgendwie entgeht mir der Chorèbe fast immer. Ausdrücklich positiv erwähnt werden sollten die tollen Extras der Edition mit ihren vielen Interviews.


    :hello: Jacques Rideamus

  • Royal Philharmonia Orchestra London, T. Beecham, 1947 (leicht gekürzt)



    Royal Philharmonia Orchestra London, T. Beecham – 4


    Cassandre: Marisa Ferrer - 4
    Didon: Marisa Ferrer - 4
    Enée: Jean Giraudeau – 3,5
    Chorèbe: Charles Gambon – 3,5
    Ascagne: Maria Branèze - 4


    Rest – 3


    Wertung: 26/7 = 3,71


    TQ – 3 (eingeschränkt gutes Mono)



    So, bis auf Scherchen waren das jetzt die mir bekannten Aufnahmen. Da Scherchen nur den 2. Teil aufgenommen hat, ist die Frage, ob er ins Rennen darf... Was sagt das Olympische Komitee dazu?

  • Zitat

    Original von Klawirr


    So, bis auf Scherchen waren das jetzt die mir bekannten Aufnahmen. Da Scherchen nur den 2. Teil aufgenommen hat, ist die Frage, ob er ins Rennen darf... Was sagt das Olympische Komitee dazu?


    Tolle Sammlung! Ich denke, Scherchen sollte dürfen, wenn man besonders darauf hinweist. Ich werde dann auch den großen Pretre-Querschnitt einstellen, damit Régine Crespin nicht ganz außen vor bleibt.


    Grundsätzlich denke ich, dass alle Aufnahmen zugelassen sein sollten, die man am Markt haben kann oder konnte. Leider schließt das einige sehr gute Rundfunkaufnahmen gerade von dieser Oper (Nelson, Kubelik, Gibson) aus, aber vielleicht bringt die ja auch mal jemand heraus.


    :hello: Jacques Rideamus

  • Zitat

    Original von Jacques Rideamus


    Ich denke, Scherchen sollte dürfen, wenn man besonders darauf hinweist.


    O.k., dann stellen wir also den Scherchen auch noch ein...


    Zitat

    Ich werde dann auch den großen Pretre-Querschnitt einstellen, damit Régine Crespin nicht ganz außen vor bleibt.


    Stimmt, gibt's ja auch noch! Den Querschnitt hab ich noch auf einer hübschen alten Doppel-LP - ewig nicht gehört. Muß ich abends mal wieder hervorkramen.


    Viele Grüße,
    Medard

  • cd EMI Opéra de Paris Orchestre, Georges Pretre 1965 (großer Querschnitt)




    Orchestre de l'Opéra de Paris, Georges Pretre – 5 (trotz gelegentlicher Schwächen des Orchesters, was für eine Interpretation!)


    Cassandre: Régine Crespin - entfällt, da zu wenig Material zu einer vergleichbaren Bewertung vorhanden
    Didon: Régine Crespin - 5
    Enée: Guy Chauvet – 4 (er ist, mindestens in den Ausschnitten hier, besser als sein Ruf, wenn man bedenkt, was außer Vickers und Heppner da nachkam)
    Chorèbe: nicht vorhanden
    Ascagne: Jane Berbié - 4


    Rest – 4


    Wertung: 22/5 = 4,5


    TQ – 3


    Was für ein ewiger Jammer, dass dieses Werk seinerzeit nicht vollständig aufgenommen wurde. Die Aufnahme hätte heute noch einen Platz in der obersten Spitze.

    Editorische Anmerkung des Ausrichters:
    Eigentlich ist die Aufnahme nicht umfangreich genug um hier das ganze Werk zu repräsentieren, aber da alle Filetstücke aufgenommen wurden und ich bei Scherchen auch den zweiten Teil für sich zugelassen habe, der hier sehr umfangreich, nämlich fast ausschließlich repräsentiert ist, gestatte ich mir selbst eine Ausnahme, zumal das nicht nur die erste offizielle Aufnahme großer Teile der Oper war, sondern lange Zeit auch die einzige in jeder Hinsicht französische - ein hörbarer Vorteil!


    :hello: Jacques Rideamus

  • DG DVD 1983
    Regie: Fabrizio Melano



    Orchester der Metropolitan Opera, New York; James Levine - 3,5 (sehr solides bis gutes Dirigat. Leider über lange Strecken auch einfach nur routiniert. Wohl nicht Levines Lieblingspartitur)


    Cassandre: Jessye Norman - 4 (superb gesungen, aber etwas zu wenig aggressiv-verzweifelt. Ich hätte sie lieber als Dido gesehen...)
    Didon: Tatjana Troyanos - 4 (...wenn Troyanos nicht genau so gut wäre. Ich finde aber andere besser, was auch an Troyanos' für meinen Geschmack etwas zu herbem Timbre liegt)
    Enée: Placido Domingo - 4 (Nach Heppner vielleicht der stimmschönste Äneas, nur transponiert er einige Passagen nach unten. Trotzdem neben dem Otello eine seiner besten "Heldentenor"- Rollen)
    Chorèbe: Allan Monk - 3,5 (singt ordentlich, aber gestaltet kaum)
    Ascagne: Jocelyne Taillon - 3 (nicht wirklich gut, aber immerhin unauffällig)


    Rest - 3


    Wertung: 25/7 = 3,57


    Regie (Melano) - 2 (schlimmstes prunkvolles Stehtheater)


    TQ - 4 (auf der Basis meiner alten VHS-Kassetten. Der DG Transfer auf DVD soll hervorragend sein)


    Kommentar: obwohl die Aufnahme als meine frühesten Trojaner mit Bild (außerhalb der Live-Oper) lange Zeit eine Exklusivstellung hatte und deshalb entsprechend oft gespielt wurde, ist sie trotz beachtlicher musikalischer Werte in die zweite Regalreihe gewandert, weil die Inszenierung zum Gähnen öde ist. Da ich auch den Rundfunkmitschnitt habe, kann ich die Aufzeichnung immerhin auch nur hören, und das tue ich gerne, denn die Stärken dieser Aufnahme liegen eindeutig im Musikalischen, und das bleibt doch das Wichtigste


    :hello: Jacques Rideamus

  • DG DVD 1983
    Regie: Fabrizio Melano



    Orchester der Metropolitan Opera, New York; James Levine - 2 (jeglicher Spannungsbogen geht entweder völlig verlohren oder die SängerInnen sind auf sich gestellt und müssen Spannung geradezu gegen Levins Dirigat durchsetzen.)


    Cassandre: Jessye Norman - 4 (grandios gesungen, aber nicht verzweifelt genug)
    Didon: Tatjana Troyanos - 4 (gesanglich sehr gut, aber nicht herausragend)
    Enée: Placido Domingo - 4 ("stimmschönste Äneas, nur transponiert er einige Passagen nach unten." - hier teile ich wieder Rideamus Einschätzung, kenne jedoch Heppner nicht in der Rolle)
    Chorèbe: Allan Monk - 3 (gestaltet kaum, gesanglich wirklich nur "ordentlich")
    Ascagne: Jocelyne Taillon - 2,5(gesanglich nicht beonders, keine Rollengestaltung)


    Rest - 2,5 (Chöre können kaum besser sein, als Dirigent; Leistungen des Restensembles auch sehr gemischt, maximal in Ordnung)


    Wertung: 22/7 = 3,14


    Regie (Melano) - 0 (Regie findet nicht statt)


    TQ - 4,5


    Levine verdirbt mir wieder mal allen Spaß an einigen sehr guten gesanglichen Leistungen, durch die die Gesamtwertung für mich eigentlich noch zu gut ausfällt.


    :hello: Matthias

  • Aufnahme 2: Orchestra of the Covent Garden Opera London, Colin Davis, 1969
    CD, Philips



    Covent Garden OO London, Colin Davis - 4 (wirklich gutes Dirigat, aber nicht herausragend wie Dutoit und Munch)


    Cassandre: Berit Lindholm - 2,5 (Rollengestaltung erstklassig: sehr verzweifelt bis hysterisch, auch sehr gut in der aus tiefer Verzweiflung die meisten anderen Trojanerinnen überzeugenden Entschlossenheit, nicht den Siegern in die Hände fallen zu wollen, aber leider so wenig stimmschön)
    Didon: Josephine Veasey - 4 (gesanglich sehr gut, aber nicht durchgehend überragend, in der Rollengestaltung mir etwas zu wenig nuanciert)
    Enée: Jon Vickers - 4,5 (In der Rollengestaltung überragend, aber stimmlich (Timbre, Vibrato) und gesanglich hier für mich auch nicht ganz durchgehend herausragend)
    Ascagne: Anne Howells - 4 (stimmlich in Mittellagen ganz leicht gepreßt, sonst würde ich sie noch höher werten)
    Chorèbe: Peter Glossop - 3 (überzeugt mich stimmlich nicht durchgehend in allen Lagen, sonst eigentlich recht gut)


    Rest - 3,5 (Chöre gut, aber nicht herausragend, Restensemble sehr mittelmäßig)


    Wertung 25,5/7 = 3,64


    TQ: 3,5 (sehr informationsreiches Beiheft, doch ohne Rollenzuordnung der SängerInnen)


    :hello: Matthias

  • Aufnahme 1: Orchestre symphonique de Montréal, Charles Dutoit, 1993


    CD, Decca



    Orchestre symphonique de Montréal, Charles Dutoit - 5 (glasklar, perfekt ausbalanciert und sehr dynamisch)


    Cassandre: Deborah Voigt - 5 (in Rollengestaltung wie Gesang vorzüglich)
    Didon: Françoise Pollet - 4,5 (in der Rollengestaltung absolut wunderbar, gesanglich/stimmlich kleiner Abzug, da nicht immer gleichbleibend auf absolutem Spitzenniveau, an den meisten Stellen aber schon)
    Enée: Gary Lakes - 2 (soo schlecht, dass er die Aufnahme verderben könnte, finde ich ihn nicht, in lyrischen leisen Passagen sogar manchmal recht schön, aber insgesamt arg überfordert und immer, wenn er etwas kräftiger sein muß, fürchterlich quäkig)
    Ascagne: Catherine Dubosc - 3,5 (schön, aber Anne Howells ist deutlich besser)
    Chorèbe: Gino Quilico - 3,5 (meistens sogar sehr schön, aber wenn es sehr tief wird, dann gar nicht mehr)


    Rest - 4 (Chor, Hylas, Narbal sehr gut, Anna auch noch überdurchschnittlich, Iopas (weinerlich, in der Höhe meckernd) und der Rest deutlich schwächer)


    Wertung 27,5/7 = 3,93


    TQ: 5


    Vom Dirigat ist nur Charles Munch ähnlich herausragend. Munch ist noch energiereicher, Dutoit noch einen Tick besser ausbalanciert, transparenter und nuancierter. Leider kann ich Munch nicht werten, weil ich bei meinem wenigen Material zu meiner Aufnahme die SängerInnen nicht zu ihren Rollen zuordnen kann.


    :hello: Matthias