Haydn, Joseph: Sinfonie Nr. 102 B-dur

  • Die Rattle Aufnahme gibt es nur noch gebraucht , nicht sonderlich günstig, ich hatte sie 2022 noch für unter 5€ gebraucht gekauft. Sieht jetzt so aus :


    51LSYHQ2CRL.jpg


    Als Vergleich habe ich nur Bernstein aus der 5 CD Box :



    Leider nicht mehr lieferbar, gebraucht eher teuer, 2014 hatte sie noch 1/4 gekostet. Manche CDs werden doch tatsächlich sogar teurer, aber darum sollen sich meine Erben kümmern ( wenn sie die Geduld dazu haben sollten - was ich nicht glaube - gut - anderes Thema ) Beide werde ich morgen nach hören.


    Gute Nacht !


    Kalli

  • Hob. I:105; Hob. XXII:10; Hob. XXII:12; Hob. XXII:13; Hob. XXII:14; dann wohl erst wieder Schumann 1841?

    (Ich war immer der Meinung, Lebend-Messen (im Gegesatz zu Toten-Messen) müssten stets in der „göttlichen Tonart“ C-Dur stehen; böser Haydn)


    Aber, wie gesagt, tragen die Pauken vermutlich gar nicht (allein) die Schuld ...

    Danke für die Ergänzung, ich hatte die Concertante und die späten Messen vergessen. Ich persönlich finde nicht das B-Dur mit Trompeten und Pauken schlecht klingt. Es hat gewiss seinen eigenen Charakter, weniger strahlend als C-Dur und nicht so brilliant wie D-Dur, aber andererseits passt dieser Klang zu Werken wie 98, 102 usw.


    LG aus Wien.:hello:

  • Ich persönlich finde nicht das B-Dur mit Trompeten und Pauken schlecht klingt.

    Davon war nicht die Rede 8-) wenn es auch so klang. B-Dur kann genauso gut erfrischend klingen, munter, fröhlich, wenn die musikalischen Themen passen - trotzdem bleibt für mich immer dieses kartonartige, leicht gedämpfte, abgeschirmte der Tonart, das sich schon am ersten Ton zu erkennen gibt.

    Ewigkeit ist ein angemessener Zeitrahmen, Perfektion zu erreichen.
    (unbekannt)

  • Es ist jedenfalls eine ziemlich häufige Tonart, wenn auch seltener als Es-Dur (bei Haydn, Mozart, Beethoven) und öfters ohne Pauken. Auch in Streichquartetten m.E. häufiger als F-Dur, G-Dur, A-Dur

    Dass die späten Messen Haydns fast alle in B-Dur sind, ist auffällig, keine Ahnung, ob es dafür eine Erklärung gibt.

    Ebenso gibt es von Beethoven drei große Fugen in B-Dur: op.106, 123 (et vitam venturi saeculi, amen) und 133. Und das instrumentale fugato nach dem Alla marcia Tenorsolo im Finale der 9. ist auch B-Dur (die Chordoppelfuge später in D-Dur)

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Dass die späten Messen Haydns fast alle in B-Dur sind, ist auffällig, keine Ahnung, ob es dafür eine Erklärung gibt.

    Wenn die Tonart tatsächlich weniger Schwingungen erzeugt (für mich klingt sie „eingesperrt“), was zu überprüfen wäre, dann ergäbe es tatsächlich Sinn in Bezug auf die Messen (Kirchen-Hall), aber auch auf die Sinfonien, die spätestens ab Haydn in größeren Konzertsälen präsentiert wurden.

    Ewigkeit ist ein angemessener Zeitrahmen, Perfektion zu erreichen.
    (unbekannt)

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  • Es ist jedenfalls eine ziemlich häufige Tonart, wenn auch seltener als Es-Dur (bei Haydn, Mozart, Beethoven) und öfters ohne Pauken. Auch in Streichquartetten m.E. häufiger als F-Dur, G-Dur, A-Dur.

    Bei den Streichquartetten ist in fast jedem opus ein B-Dur und ein G-Dur Werk dabei. F-Dur und A-Dur sind hingegen etwas seltener.


    LG aus Wien.:hello:

  • Bei Kammermusik empfinde ist das Phänomen nicht so deutlich, es muß also mit Blech (Holz, Pauken) zusammenhängen.

    Ewigkeit ist ein angemessener Zeitrahmen, Perfektion zu erreichen.
    (unbekannt)

  • Aber zurück zu #102. Mich nervt jetzt seit Tagen

    das synkopische Motiv im Finalsatz (88-90).

    Ich behaupte, das in ganz ähnlicher Weise woanders gehört zu haben, ziemlich sicher bei Beethoven, habe aber irgendwie nichts finden können:


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    (unbekannt)