Operette im Radio

  • Die Meldung kommt etwas spät, habe es aber selbst jetzt erst gecheckt. Heute, am 25.11.2012 überträgt BR Klassik Live die konzertante Aufführung von Leo Falls "Die Dollarprinzessin".


    Beginn: 19.00 Uhr
    Ende: 22.00 Uhr


    Sonntagskonzert mit dem Münchner Rundfunkorchester
    Leitung: Ulf Schirmer


    Leo Fall: "Die Dollarprinzessin"
    John Couder - Thomas Mohr
    Alice - Christiane Libor
    Daisy Gray - Magdalena Hinterdobler
    Fredy Wehrburg - Ferdinand von Bothmer
    Hans Freiherr von Schlick - Ralf Simon
    Dick - Tobias Haaks
    Olga Labinska - Angela Mehling
    und andere
    Chor der Musikalischen Komödie Leipzig
    Ca. 20.00 - 20.25 Uhr:
    PausenZeichen *
    Die Dollarprinzessin - Leo Falls "Selfmade-Mädel"
    Von Stefan Frey


    Zitat

    Eine Operette, die mit einem Chor tippender Schreibmaschinenmädchen beginnt, war selbst 1907 ungewöhnlich genug. Dass sie darüber hinaus in den höchsten Dollarkreisen New Yorks spielt, machte sie zur damals modernsten Vertreterin des Genres - gemeint ist "Die Dollarprinzessin", die ihren Komponisten Leo Fall mit einem Schlag berühmt machte, selbst in New York. Dabei enthielt die Operette keinen einzigen Takt amerikanischer Musik. Wie schon Karl May waren weder Librettisten noch Komponist jemals in den USA gewesen. Trotzdem wurden Nummern wie der Titelwalzer, das Ringelreih'n-Duett oder der "Hipp-hipp-hurra-Marsch" internationale Erfolge.
    Nach den konzertanten Aufführungen der sechs späten Operetten des Altmeisters Franz Lehár widmet Ulf Schirmer seinem damals nicht minder populären, heute aber weitgehend vergessenen Kollegen einen eigenen Aufführungszyklus. Dass er ihn mit der "Dollarprinzessin" eröffnet, ist nur folgerichtig, erweist sich doch der Komponist gerade in diesem Werk als spöttischer Rebell der Wiener Operette, als der er einst gefeiert wurde. "


    :) Uwe

  • Nach langer Durststrecke konnte ich in der Sendung vom 7.12.2012 wieder einmal einige "Schnäppchen" mitschneiden:

    • Ouvertüre zu "Genoveva von Brabant" von Jacques Offenbach
    • Pastetencouplet aus "Genoveva von Brabant" gesungen auf Kölsch von dem Wahlkölner Kaberettisten Konrad Beikircher !!!- köstlich !!!


    Ferner vier Titel aus Eduard Künnekes so gut wie nie gespielter Operette "Die Ehe im Kreise":

    • Zeus o Zeus seh uns bittend hier stehen
    • Gibt's denn noch mal so was Dummes
    • Ach wie schön ist doch die Treue
    • Hey, Shimmy, Shimmy, Shimmy


    Besonders mit letztem Titel stand Künneke in direkter "Konkurrenz" zu Kálmáns "Fräulein woll'n Sie Shimmy tanzen" aus "Die Bajadere", die übrigens im selben Jahr uraufgeführt wurde wie "Die Ehe im Kreise", nämlich 1921.


    Die vier eingespielten Titel gefielen mir ausnehmend gut und es ist wirklich verwunderlich, wie so eine tolle Musik in der Versenkung verschwinden konnte. Die Aufnahmen stammen aus einer konzertanten Aufführung des WDR aus dem Jahre 2006 und diese ist leider bisher noch nicht auf CD veröffentlicht. Unsere ehemaliges Tamino-Mitglied Rideamus hat hier (im Beitrag 2) schon einmal über die Operette berichtet - nicht aber, wie versprochen, über den Mitschnitt des Konzerts. Und so weit ich weiß, hat er dies auch noch nicht in seinem neuen Wirkungskreis nachgeholt.


    :) Uwe

  • Nur eine Woche nach vorangegangener Ausbeute hat der WDR in seiner Sendung "Operette nach Wunsch" vom 14.12.2012 drei weiter Titel aus Künnekes "Die Ehe im Kreise" gespielt:

    • Ich brauch 'nen Mann
    • Lass die liebe Kleine niemals alleine
    • Finale


    Wer da wohl ein Interesse hat, diese in Vergessenheit geratene Operette wieder publik zu machen? Mir kann's recht sein, wenn ich auf diese Weise eine Gesamtaufnahmen zusammenbringen könnte - denn anders scheint es ja zur Zeit nicht möglich.


    Weitere Raritäten aus dieser Sendung waren drei mir bisher ebenfalls unbekannte Titel aus "Sissy"


    • Soldatenmarsch
    • Ein stilles Glück
    • Ich hab dich lieb


    Und als absolute Kuriosität gingen mir noch zwei Titel aus "Die schöne Risette" ins Netz, die ich zwar schon habe - aber es waren Aufnahmen mit der Originalbesetzung von 1910 mit Leo Fall am Pult.
    Klangtechnisch hört sich's allerdings greuslich an und ist somit nur etwas für absolute Sammler.


    :) Uwe

  • Der Operettenboulevard des BR ändert seinen Sendeplatz, von bisher BR1 samstags, 22.00 Uhr auf BR-Klassik dienstags 22.00 Uhr, und zwar erstmalig ab 22.01.2013.


    Der Wechsel innerhalb der Sparten kann zweierlei bedeuten: Zum einen eine Aufwertung der Operette, vom bisherigen "Hausfrauenfunk" in den Bereich der "elitären" Klassik. Zum anderen, dass die Zielgruppe eben wieder kleiner geworden ist.


    Wie ich hier schon öfters mal geschrieben habe, ist der Operetten-Boulevard in erster Linie eine Plauderstunde, bei der die Musik für meinen Geschmack etwas zu kurz kommt. Dennoch - es gibt ja nicht viel mehr im Radio, da muss man eben hübsch bescheiden sein.


    :pfeif: Uwe

  • Noch kurz vor Toresschluss: BR Klassik sendet heute ab 19.05


    Jacques Offenbach: "La vie parisienne"


    Opéra-bouffe in vier Akten
    In französischer Sprache
    Métella - Régine Crespin
    Gabrielle - Mady Mesplé
    Baron de Gondremarck - Luis Masson
    Baronne de Gondremarck - Christiane Chateau
    Raoul de Gardefeu - Michel Sénéchal
    Bobinet - Michel Trempont
    und andere
    Choeurs et Orchestre National du Capitole de Toulouse
    Leitung: Michel Plasson
    Aufnahme von 1976


    Ich werde es aufzeichnen.


    :) Uwe

  • Du hast Glück bei den Frau'n, Bel Ami


    [timg]http://www.cyranos.ch/smmackeb.jpg;l;190;288[/timg]

    Der Pianist, Dirigent und Komponist Theo Mackeben ( * 5. Januar 1897 in Preußisch Stargard, Westpreußen; † 10. Januar 1953 in Berlin) erfüllte den frühen Tonfilm mit Leben, widmete sich u.a. "Chemie und Liebe", eroberte "Das Herz der Königin" und die seiner Fans im Sturm.
    Zum 60. Todestag sendet WDR 4 den Mitschnitt des WRO-Konzerts: "Du hast Glück bei den Frau'n, Bel Ami". Mit dabei die Cologne Voices, Tim Fischer, sowie Entertainer Götz Alsmann - die Leitung hat Ari Rasilainen!


    heute, Samstag, 12.01.2013 - 20.05 bis 22.00 Uhr


    WDR 4 - Das Samstagskonzert
    Theo Mackeben zum 60. Todestag
    mit
    Maria Leyer, Sopran
    Peter Orloff, Gesang
    Tim Fischer, Gesang
    Cologne Voices
    Elzbieta Kalvelage und Thomas Dörschel, Klavier
    Präsentation: Götz Alsmann
    WDR Rundfunkorchester Köln
    Leitung: Ari Rasilainen


    N.B.: Bitte nicht wundern, wenn Moderator Götz Alsmann "zum 50. Todestag" sagt: Das Konzert wurde vor 10 Jahren aufgezeichnet.
    (Mitschnitt eines Konzertes vom 1. Februar 2003 aus der Kölner Philharmonie)


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Gestern wurde erstmals der "Operettenboulevard" auf seinem neuen Sendeplatz in Bayern Klassik gesendet. Die Moderatorin Andrea Plattner hat dabei eine erstaunliche Wandlung vollzogen: von der bisher oftmals aufgesetzt wirkenden Begeisterung für alles was da singt und klingt zu einem eher sachlichen und fachlich kompetenten Stil. Naja, man ist ja jetzt auch bei der Klassik. Mir jedenfalls gefällt sie so wesentlich besser.


    Der WDR 4 scheint sich, wenn zwar nicht sang- und klanglos, aber wohl doch ohne entsprechende Ankündigung von seiner Sendung "Operette nach Wunsch" verabschiedet zu haben. Ich glaube jedenfalls, die letzte Sendung im alten Jahr noch gehört zu haben ohne Hinweis auf das Einstellen der Sendung - oder habe ich da doch was verpasst?


    "Ersatz" ist, worauf Harald schon hingewiesen hat, das "Samstags-Konzert", das gelegentlich auch Operette bringt oder hin und wieder ganz der Operette gewidmet ist. Die erste Operetten-Spezialsendung hat mir allerdings noch wenig Sachkompetenz vermittelt. Leicht entsetzt war ich doch darüber, dass die Moderatorin den Komponisten Edmund Eysler als den Albert Lortzing der Operette bezeichnete. Das ist nach meinen Geschmack sowohl eine Beleidigung für den Komponisten der "Chorprobe", der "5000 Taler", des "Billardquintetts" und vieler Köstlichkeiten mehr als auch (im Vergleich dazu) eine Herabsetzung des Genres Operette überhaupt.


    :):( Uwe

  • Zur Karnevalszeit sendet DLR morgen abend eine Operette:


    26.01.2013 · 19:05 Uhr - Live aus dem Staatstheater Cottbus


    Leo Fall: "Madame Pompadour"
    Operette in drei Akten
    Libretto: Rudolph Schanzer/Ernst Welisch


    Die Marquise von Pompadour - Gesine Forberger
    Der König Ludwig XV. - Andreas Jäpel
    René - Jens Klaus Wilde
    Madeleine - Debra Stanley
    Belotte - Cornelia Zink
    Joseph Calicot - Heiko Walter
    Maurepas - Jörn E. Werner
    Poulard - Dirk Kleinke
    Prunier - Thomas Pöschel
    Collin - Matthias Bleidorn
    Boucher - Thorstern Coers
    Leutnant - Hans Anacker
    1. Zofe - Sandra Bösel/Mariette Jansen van Rensburg
    2. Zofe - Katharina Dittmar/Meike Funken
    3. Zofe - Julie Szelinsky/Kerstin Veselic-Futivic
    Caroline - Beate Dittmann-Apel/Meike Funken
    Leonie - Angela Budich/Kerstin Veselic-Futivic


    Opernchor Cottbus
    Philharmonisches Orchester Cottbus
    Leitung: Marc Niemann


    nach dem 1. Akt ca. 20:30 Uhr Pause mit Nachrichten



    Viel Vergügen!


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • heute abend kommt im SWR 2 um 21.03 folgende Sendung:


    "Heimat, deine Lieder"
    Nico Dostal, der letzte Meister der Operette
    Am Mikrofon: Stefan Frey


    Stefan Frey ist ein renommierter Operettenfachmann der u. a. auch Biographien über Emmerich Kálmán und Leo Fall geschrieben hat.


    Meine Information kommt deshalb so kurzfristig, da ich erst seit kurzem jeden Morgen die Programmhinweise der gängigen Radiosender durchforste. Kennt jemand eine besseres "Vorwarnsystem"? Es gab da mal eine Zeit lang eine gute Möglichkeit in www-euro-opera.de. Diese Seite wird aber seit einigen Monaten leider nicht mehr aktualisiert.


    :) Uwe

  • Hallo, Uwe!


    Diese Sendung habe ich leider wegen des Länderspiels verpaßt. Schade, eine Sendung über Nico Dostal hätte mich auch sehr interessiert.




    Gruß Wolfgang

    W.S.

  • Der WDR 4 hat sein Samstagskonzert von gestern mit "Operette am Samstag" betitelt. In welchem Turnus jetzt innerhalb des Samstagskonzertes Operette gespielt wird, muss sich noch zeigen. Erfreulicherweise wurde in der gestrigen Sendung die sog. Erzähloperette wieder aufgenommen, das ist jeweils eine Gesamtaufnahme einer Operette, die auf drei bis vier Wochen verteilt in Fortsetzungen gesendet wird. Zu meiner großen Freude war es diesmal


    Die Ehe im Kreise von Eduard Künneke.


    Nach dieser Operette hatte ich ja, nach Mitschnitt einiger Einzeltitel, bisher vergeblich Ausschau gehalten (siehe hierzu die Beiträge 182 und 183 in diesem Thread).


    Die Moderatorin hat die Fortsetzung für die nächsten drei Wochen versprochen. Darauf freue ich mich schon.


    :) Uwe

  • Mein gestriger Mitschnitt des WDR Samstags-Konzerts ging leider schief, weil der WDR seine Live-Stream-Ausstrahlung im Windows-Media-Format (WMA) eingestellt hat - und genau dieses Format hatte ich eingestellt. (Zur Info: mit Einstellung MP3 geht es nach wie vor im Internet-Radio).


    Blöd ist nur, dass mir jetzt der dritte Teil der Erzähl Operette "Die Ehe im Kreise" (die ja dummerweise in Fortsetzungen gesendet wird) fehlt. Ich wage es kaum zu hoffen und frage aber trotzdem:


    Hat jemand sonst die Sendung mitgeschnitten?


    ;( Uwe

  • Heute, 08.05.2013 gibt es bei BR Klassik folgende Sendung:


    Live aus dem Münchner Prinzregententheater:
    Konzert des Münchner Rundfunkorchesters
    aus der Reihe "Mittwochs um halb acht"


    "Das Küssen macht so gut wie kein Geräusch"
    Melodien von Leo Fall


    Sendezeite: 19:30 bis 21:00


    Zitat

    "Keiner seiner Rivalen hat so lachen können. Und als alter Humorist glaube ich, dass Leo Fall darum der Beste seiner Zunft war," schrieb sein Librettist Fritz Grünbaum 1925 im Nachruf auf den früh verstorbenen Komponisten. Das ist auch seiner Musik anzuhören, die damit Falls alles andere als heitere Biographie kontrastiert. Denn obwohl er seit dem Erfolg seiner Operette "Die Dollarprinzessin" zu den bestverdienenden Komponisten seiner Generation gehörte, kämpfte er sein Leben lang gegen Schulden, Verleger und andere Zumutungen. Diesen Widerspruch stellen Fall-Biograph Stefan Frey und Choreographin Annet Scholwin in den Mittelpunkt eines szenischen Konzerts, das Ulf Schirmer mit Conférencier Johannes Silberschneider, den Sängern Magdalena Hinterdobler, Olivia Delauré, Benjamin Appl und Tom Schimon zum Auftakt des Leo-Fall-Zyklus des Münchner Rundfunkorchesters präsentiert.


    Da freu' ich mich drauf.


    :jubel: Uwe

  • Heute, Samstag, 11.05.2013, im HR 2 am 20.05


    Die Deutsche Radio Philharmonie zu Gast in der Frankfurter Alten Oper
    Juliane Banse, Sopran / Bo Skovhus, Bariton
    Leitung: Christoph Poppen
    Ausschnitte aus Opern und Operetten von Joh. Strauß, Kalman und Lehar
    (Aufnahme vom 13. Oktober 2012 aus dem Großen Saal)


    Zitat

    In die Welt der Wiener Operette entführt hr2-kultur seine Hörerinnen und Hörer heute Abend mit zwei der renommiertesten Gesangssolisten der internationalen Opern- und Operettenszene. Juliane Banse, die mit ihrem samtigen, dunkel gefärbten Sopran, gepaart mit ihrer musikalischen wie darstellerischen Vielseitigkeit das Publikum in ihren Bann zieht, hat sich als „suggestive Sängerdarstellerin“ (FonoForum) einen Namen gemacht. Auch der dänische Bariton Bo Skovhus zählt zu den Spitzeninterpreten auf den Musiktheaterbühnen und wird von allen bedeutenden Festspielen und Musikzentren der Welt immer wieder eingeladen. Zusammen mit der Deutschen Radio Philharmonie unter der Leitung von Christoph Poppen gaben sie in der Alten Oper Frankfurt ein vielumjubeltes Konzert mit bekannten Opern- und Operettenmelodien von Johann Strauß, Emmerich Kálmán und Franz Lehár. hr2-kultur sendet die Aufnahme des Konzerts.


    :) Uwe

  • Wieder einmal sehr kurzfristig:


    Freunde der französischen Operette kommen heute, um 14.05 - 15.00 auf BR Klassik in der Sendung Cantabile auf ihre Kosten.


    Gesendet werden Werke von


    Emanuel Chabrier: ("L'étoile", "Le roi malgré lui")
    Maurice Yvain: ("Ta bouche", "Yes")
    Robert Planquette: ("Les cloches de Corneville")
    André Messager: ("Coups de roulis", "Madame Chrysanthème")
    François-Adrien Boieldieu: ("La dame blanche")
    Léo Delibes: ("Lakmé", "Le roi l'a dit")
    Henri Christiné: ("Phi-Phi")


    Fast alle diese Komponisten sind bei uns nur sehr wenig bekannt, einige davon werden aber in Volker Klotz's Standardwerk "Operette" eingehend beschrieben.


    :) Uwe

  • wieder mal was Lohnenswertes aus dem Radio - Heute, 14,05 in BR Klassik in der Sendereihe Cantabile:



    :) Uwe

  • Seit langem gab es in der Sendung des WDR 4 "Operette am Samstag" vom 23. 11. mal wieder ein reiche Ausbeute an wirklichen Raritäten, hier eine Auswahl von selten bis noch nie gehörten Titeln:


    Allein aus der Operette "Cagliostro in Wien" von Johann Strauß:


    Ouvertüre
    Quartett
    Lied der Lorenza
    Jodelduett
    Ensembleausschnitt aus dem 3. Akt


    ferner:


    • "Die Frauen sie gleichen den Weinen" aus "Klein Dorit" von Eduard Künneke
    • "In den Himmel kommen alle Mädchen" aus Hochzeit mit Erika" von Eduard Künneke
    • "Böhmisches Lied" aus "Wiener Frauen" von Franz Lehár
    • "Spanische Romanze" aus "Wiener Frauen" von Franz Lehár

    und dann noch vier Titel in Deutsch (!!!) aus den "Piraten" von Sullivan. Hierzu mehr in diesem Thread (Beitrag 39).


    :) Uwe

  • Wer hätte gedacht (außer den Britten-Kennern/Liebhabern), dass Benjamin Britten auch eine Operette geschrieben hat. Sogar nachzulesen in Wiki:


    Zitat

    Paul Bunyan. Operette. Prolog und 2 Akte. Libretto: Wystan Hugh Auden; deutsche Fassung: Erich Fried. UA 5. Mai 1941 New York (Columbia University). Neufassung (bearbeitet von C. Graham): 4. Juni 1976 Aldeburgh Festival


    Diese Operette scheint Britten während seines USA Aufenthaltes von 1939-1942 geschrieben zu haben.


    BR Klassik brachte gestern in seiner Sendung "Operetten-Boulevard" zwei Ausschnitte aus dieser Operette:


    • Sunshine up and children praying
    • Inkslingers Lovesong


    Ersteres Lied ist sehr interessant und vergleichsweise modern, letzteres klingt doch sehr nach Sullivan.


    Wieder mal eine außerordentliche Rarität. :thumbup:


    :) Uwe

  • [timg]http://ecx.images-amazon.com/i…UXL._SX355_.jpg;n;300;300[/timg]


    Paul Bunyan,
    »Operette« von Benjamin Britten,
    Text von Wystan Hugh Auden,
    Uraufführung: 5.5.1941 New York;
    1976 BBC, 4.6.1976 Aldeburgh Festival,
    1978 Kassel (dt. von Erich Fried).


    Im Prolog dieser Legende aus der amerikanischen Pionierzeit kündigen die Wildgänse Paul Bunyan an, der eine neue Art von Leben bringen werde.
    Der Erzähler (Bariton) schildert das Geschehen in einem Baumfällercamp. Paul Bunyan (Sprechrolle) heiratet Carrie (die als Figur nicht auftritt). Die Ehe scheitert, Carrie stirbt, und Paul holt seine Tochter Tiny (Sopran) ins Lager. Tiny verliebt sich in den Koch Slim (Tenor) und nimmt mit ihm Arbeit in einem großen Hotel an.
    Nachdem der Wald gerodet ist, löst Paul das Lager auf und kündet von den Zielen, die eine starke Gemeinschaft in einem freien Land verwirklichen kann.

    (Quelle: Reclams Opernlexikon, S. 1922 (c) 2001 Philipp Reclam jun.)

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Hallo Harald,


    Respekt, Respekt. Es gibt ja beinahe nichts, was sich in Deinem Archiv nicht findet.


    In meinem Reclam Operenführer (1961 und zerfleddert !!!) wird dieses Werk gar nicht mal erwähnt. Interessant ist, dass dieser "historische" Opernführer ja noch zu Lebzeiten Brittens erschien ist und es dort heißt: "Die neuesten Opern Brittens sind...".


    :) Uwe

  • + Eilmeldung + Eilmeldung + Eilmeldung + Eilmeldung + Eilmeldung + Eilmeldung + Eilmeldung + Eilmeldung + Eilmeldung + Eilmeldung + Eilmeldung + Eilmeldung + Eilmeldung + Eilmeldung +


    Heute abend 20.03 in Deutschlandradio Kultur



    :jubel: Uwe

  • Emmerich Kalman : Die Bajadere (1921)


    In der Kölner Philharmonie wird am Freitag, 14. Februar 2014 um 20.00 Uhr die beliebte Operette von Kalman konzertant aufgeführt. Es spielt das Kölner Rundfunkorchester unter Richard Bonynge (!).


    Der bekannte Tenor Rainer Trost singt für den erkrankten Christoph Genz.


    WDR 4 sendet die Aufzeichnung am 26. April 2014 von 20.05 bis 22.00 Uhr.


    LG


    Portator

  • Nach längerer Pause wieder mal einige Raritäten im Radio (Operettenboulevard BR 1) und Samstagsskonzert WDR 4 mitgeschnitten:

    • Manot Manot Manot aus Die Männer der Manot (Goetze)
    • Vater Rhein-Marsch aus Fräulein Loreley (Lincke)
    • Die Zahnradbahn aus Fräulein Loreley, Interpret: Herbert Feuerstein !!!
    • Arie aus Ali Baba (Lecoq)


    von Ralpf Benatzky

    • Ich weiß auf der Wieden ein kleines Hotel, Interpret Michael Heltau
    • A Mehlspeis aus Das kleine Café, Interpret Michael Heltau
    • In Hollywood aus Axel an der Himmelstür, Interpret Max Hansen
    • Drei Musketiere aus der gleichnamigen Operette, Interpreten: Comedian Harmonists


    :) Uwe

  • Hallo, lieber Uwe!


    Gerade aus Österreich zurück, habe ich eine Frage an Dich. Bei einem Abstecher zum Mondsee fiel mir die Melodie "Mondsee, so licht und blau" ein. Aus welcher Operette stammt wohl diese Melodie?





    Gruß Wolfgang

    W.S.

  • Hallo, Uwe!


    Das wundert mich aber! Es muß aus einer Operette stammen. Ich habe auch einen Teil der Melodie im Kopf. Leider kann ich sie Dir nicht vorsingen. :stumm:

    W.S.

  • Lieber Wolfgang,


    ein Hinweis könnte vielleicht sein, dass Leo Falls "Der fidele Bauer" am Mondsee angesiedelt bzw von dieser Gegend und ihren Bewohnern inspiriert worden ist - vielleicht ist das die Lösung? Ich habe allerdings noch nicht nachgeprüft, ob die Operette die von Dir genannte Melodie enthält.


    Liebe Grüße

    viele Grüße von Boris alias Don_Gaiferos

  • Morgen, Sylvester, 20.05 überträgt BR Klassik eine neue Operette:


    Charleys Tante mit der Musik von Ernst Fischer.


    Diese Operette war kürzlich von einer Radiomoderatorin als "funkelnagelneue Operette" angepriesen worden. Also, so funkelnagelneu ist dieses Werk dann doch nicht. Zunächst einmal geht das Werk auf ein Lustspiel aus dem Jahr 1892 zurück, das schon XXL mal verfilmt wurde. Dann wurde diese "neue" Operette bereits im Januar 2014 in der Kammeroper München uraufgeführt. Und bezeichnenderweise wurde für diese "neue" Operette keine neue Musik komponiert sondern es wurden auf Orchesterwerke des Komponisten Ernst Fischer (1900-1975) zurückgegriffen. Dieser Ernst Fischer hat übrigens selbst auch Operetten geschrieben, die sind aber kaum bekannt. Ich kenne im Augenblick nur einen einzigen Titel aus einer Operette namens "Das Land ohne Musik".


    Zitat

    Die vergessene Musik
    Die Musik von Ernst Fischer (1900–1975) war der Anstoß für die Produktion der Kammeroper München. Heute so gut wie vergessen, erfreuten sich Fischers Orchesterstücke zu Lebzeiten des Komponisten großer Beliebtheit: Schwungvolle, raffiniert instrumentierte Orchestermusik aus den 30-er bis 50-er Jahren, deren Melodien und Rhythmik sofort mitreißen, wurden von den Rundfunkorchestern, Promenaden- und Kurkapellen blind abgekauft und viel gespielt.


    Zitat

    Das Team der Kammeroper München hat das Lustspiel von Brandon Thomas als Operette neu gesetzt und umgeschrieben sowie mit einzelnen Musikstücken von Ernst Fischer kombiniert. Autor ist Dominik Wilgenbus, er führt auch Regie und spielt den Butler. Die musikalische Bearbeitung stammt von Alexander Krampe. Herausgekommen ist eine "Operette legère", wie aus einem Guss. Witzig, spritzig, anrührend, temporeich. Acht Personen suchen nach dem Glück – oder nach dem, was sie dafür halten.


    Die Sendung ist auch zeitgleich zu sehen im Videostream auf br-klassik.de - und anschließend noch weitere sechs Monate on demand.


    Trotz so mancher Vorbehalte wünsche ich dieser Produktion viel Erfolg. Vielleicht wird ja dadurch doch mal wieder ein Komponist angeregt, eine wirklich neue Operette zu schreiben. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.


    :thumbup: Uwe

  • Auf WDR3 (möglicherweise auch über andere Rundfunkanstalten) wird am 17. Januar 2015 ab 19.00 Uhr Live aus der Met Die Lustige Witwe übertragen.


    Es spielt das Metropolitan Opera Orchestra unter Sir Andrew Davis.


    Die Hanna Glawari wird von Renée Fleming gesungen, in weiteren Rollen werden Nathan Gunn, Thomas Allen, Carson Elrod und andere genannt.



    Liebe Grüße


    Portator

  • Zitat

    Die Hanna Glawari wird von Renée Fleming gesungen, in weiteren Rollen werden Nathan Gunn, Thomas Allen, Carson Elrod und andere genannt.


    Die Besetzung liest sich schon mal interessant an.

    W.S.