Elfie Mayerhofer

  • In der Zeit der Staatsoper in der Volksoper gab es für die Operette das Opernhaus am Währinger Gürtel, die Wiener Volksoper.


    Hier sang auch eine bezaubernde Frau, die ich heute rein zufällig in einer alten Aufzeichnung des ZDF Theaterkanals in "Erkennen Sie die Melodie" im Vilja Lied aus der "Lustigen Witwe" und einer eingelegten Arie der Eurydice in "Orpheus in der Unterwelt" gehört und gesehen habe.


    Diese Sängerin war die "Haus - Adele" in der "Fledermaus", wenn Wilma Lipp nicht zur Verfügung stand, und das war öfter der Fall, Elfie Mayerhofer.


    Die in Maribor geborene Elfie Mayerhofer war auch in vielen Filmen tätig,


    ihr Geburstag war der 15.3. nur beim Jahr bin ich mir sehr unsicher.


    Nach dem 2.Weltkrieg sang sie auch an den Salzburger Festspielen und in Fernsehproduktionen.


    Elfie Mayerhofer war eine reizende Persönlichkeit, die ich selber gut kennenlernte, da in ihrer Wohngegend, Maria Enzersdorf bei Wien, ein Mitschüler wohnte und sie eine bekannte Persönlichkeit war.


    In Maria Enzersdorf verstarb Elfie Mayerhofer auch am 28.12.1992 und sie liegt am Grinzinger Friedhof in einem ehrenhalber gewidmeten Grab.


    Aber bestimmt weiß unser Harald hier wieder mehr Biographisches.

  • Lieber Peter,


    schön, daß Du Elfie Mayerhofer einen Thread gewidmet hast.
    Auf Schallplatten scheint es nicht viel von ihr zu geben. Von einem Sammlerfreund habe ich eine Operetten-Gesamtaufnahme bekommen, die mir sehr viel Freude macht:


    "Die Tänzerin Fanny Elßler"
    von Johann Strauß / G.Stalla


    Aufnahme: 1956, München, 2 CD
    Dirigent: Werner Schmidt-Boelke
    Münchener Rundfunkorchester
    Chor des Bayerischen Rundfunks
    Chorleitung: Kurt Prestel


    Baron Franz Fournier: Rudolf Christ
    Dominik: Ferry Gruber
    Fanny Elssler: Elfie Mayerhofer
    Fürst Eszterhazy: Josef Knapp
    Johann Elssler: Bruno Hübner
    Minna: Brigitte Mira


    Als Bonus singt sie auf der 2. CD noch Lieder und Arien von Strauß, Schmidseder, Lehar, u.a.


    Aus der gleichen Zeit gibt es noch eine andere Aufnahme, die ich noch suche:


    Leo Fall: Die Rose von Stambul


    Aufnahme: 1956, München
    Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke
    Münchener Rundfunkorchester
    Chor des Bayerischen Rundfunks
    Chorleitung: Kurt Prestel


    Achmed Bey: Rudolf Christ
    Fridolin: Harry Friedauer
    Herr Schmitz aus Köln: Kurt Grosskurth
    Hoteldirektor: Ludwig Bender
    Kondja Gül: Elfie Mayerhofer
    Midili Hanim: Liselotte Schmidt
    Pascha Mehmed: Ado Riegler


    Habe ich leider noch nicht gefunden.


    Geboren ist sie im Jahre 1917. Schon 1937 sang sie im Theater der Jugend in Berlin. Im Jahre 1957 kam sie hierher nach Düsseldorf und sang an der Rheinoper, ab 1961 auch an der Kölner Oper. Ab 1965 gastierte sie an vielen Häusern, meist in Operetten, aber auch in leichteren Opernpartien, so als Cherubino im "Figaros Hochzeit"
    Dass sie mehr war als nur eine Soubrette hört man z.B. in einer Aufnahme der "Juwelen-Arie" aus Gounods "Faust".


    "Daneben hatte die Künstlerin eine zweite nicht minder bedeutende Karriere als Filmsängerin und -schauspielerin Sie galt überhaupt als hervorragende Bühnendarstellerin und wirkte gleichzeitig durch die Anmut ihrer Erscheinung wie durch ihr Können als Sängerin."(Kutsch-Riemens)


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Lieber Harald!


    Danke! Ich habe ja gewusst Du weißt noch mehr, bei ihrem Geburtsdatum hat sie, bei mir, immer 1923 angeben, sich aber dann widersprochen und 1917 gesagt,


    deshalb konnte ich dieses Geburtsjahr nicht einordnen und ließ es weg, denn sie meinte einmal, zu meiner Mama, sie sei etwa der gleiche Jahrgang [meine Mutter war 1912].


    Die Gesamtaufnahme muss ja wunderbar sein, ich habe eine SW DVD mit der "Tänzerin Fanny Elßler" mit Ingeborg Hallstein.


    Also hast Du einen besonderen Schatz mit Elfie Mayerhofer.


    Liebe Grüße und schönen Sonntag wünscht Dir Peter aus Wien. :hello: :hello:

  • Meine Lieben,


    Elfie Mayerhofer kenne ich aus mehreren Filmen, in denen sie mich immer wieder überwältigt, wie sie z.B. aus einer eher billigen Drehbuchfigur etwas Besonderes macht. Ihre Stimme war weich und von glockenhellem Timbre - ideal für die Operette. aber nicht nur. Sie konnte das naive Mädchen ebenso verkörpern wie ein paar Sekunden später die große Dame und sie verfügte über eine phantastische Ausstrahlung. Wie schön, daß Peter sie aus der Versenkung geholt hat!


    LG


    Waldi

  • Jetzt ist diese legendäre Aufnahme endlich offiziell erschienen:



    Johann Strauss II (1825-1899)
    Die Tänzerin Fanny Elßler


    Künstler: Elfie Mayerhofer, Brigitte Mira, Bruno Hübner, Fritz Rasp,
    Münchner Rundfunkorchester,
    Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke


    + Bonus: Wiener Blut (Auszüge mit Elisabeth Schwarzkopf,
    Erika Köth, Nicolai Gedda, Philharmonia Orchestra,
    Otto Ackermann / 1954)


    Label: Documents , ADD/m, 1956


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Hallo!


    Am Wochenende erst gehört: Elfie Mayerhofer mit dem "Schwipslied" aus EINE NACHT IN VENEDIG: Sehr amüsant.



    Gruß Wolfgang

    W.S.

  • heute vor 20 Jahren ist sie 75jährig gestorben:


    [timg]http://farm5.static.flickr.com…_0c83685a81.jpg;l;324;500[/timg]
    Elfie Mayerhofer, in einigen Filmvorspännen auch aufgeführt als Meyerhofer, (* 15. März 1917 [nach anderen Quellen auch 1923] in Maribor; † 28. Dezember 1992 in Maria Enzersdorf in Niederösterreich) war eine österreichische Filmschauspielerin und Sängerin.


    Ob ihrer Stimme erhielt sie durch Presse und Publikum den Beinamen die Wiener Nachtigall.


    LG

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Elfie Mayerhofer, die ich in meiner Kindheit und Jugend viel am Rundfunk gehört und später auch im Fernsehen gesehen habe, wurde am 15. März 1917 geboren und starb am 28. Dezember 1992. Zu ihrem Geburtstag habe ich diese CD mitgebracht:



    Heute wäre ihr 98. Geburtstag.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).