• Wer kennt Delibes' Ballettfassung von Hugos "Le Roi s'amuse"? Gibt es eine Gesamtaufnahme des Balletts?


    Meines Wissens gibt es kein derartiges Ballett. Das ist mehr eine Bühnenmusik zum Theaterstück (also einzelne Nummern), vielleicht ähnlich wie Schuberts Musik zu "Rosamunde".


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Wer kennt Delibes' Ballettfassung von Hugos "Le Roi s'amuse"? Gibt es eine Gesamtaufnahme des Balletts? Hat oder kennt ein Tamino oder eine Pamina das Ballett im Regal?


    Folgende Noten sind hierzu erhältlich, ob es sich dabei um ein Ballett handelt, geht aus der Literatur nicht hervor:


    Le roi s'amuse
    Komponist: Delibes, Léo
    7 dances (Scène du bal)


    - Gaillarde
    - Pavane: "Belle qui tiens ma vie"
    - Scène du bouquet
    - Lesquercarde
    - Madrigal
    - Passepied
    - Final: Reprise de la gaillarde
    1 song: Vieille chanson


    Komposition: 1882
    Librettist: Victor Hugo (1802-1885)
    Sprache: Französisch
    Instrumentierung: Vocal soloists, Orchestra (2/2/2/2 - 2/0/2/0 - timpani, strings)
    Kategorie: "Romantic"
    Public Domain


    zu hören hier:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Es handelt sich - wie Harald schon schilderte - um 7 Tänze zum gleichnamigen Schauspiel von Victor Hugo. Bei Amazon gibt es diese Tänze zusammen mit Musik aus weiteren Balletten von Delibes auf folgender CD

    Möglicherweise handelt es sich um die gleiche Aufnahme, die Harald schon angesprochen hat



    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Vielen Dank allen, die auf meine Anfrage geantwortet haben. Inzwischen sehe ich auch etwas klarer, denn allen CD-Cover-Beschriftungen zum Trotz (Gerhards Abbildung hierbei ausgenommen), handelt es sich nicht um eine Ballettmusik. Ich habe nämlich inzwischen im Internet eine Notenausgabe entdeckt, die mit "Suite pour Orchestre" überschrieben ist (Internet-Anbieter clanfaw.free.fr).


    Bei "imslp.org" werden sowohl die Partitur als auch Transkriptionen angeboten. Die von Harald angebene Ausgabe dürfte damit gemeint sein.


    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER

  • Heute ist sein 30. Todestag:


    George Balanchine (eigentl. Giorgi Balantschiwadse; * 22. Januar 1904 in Sankt Petersburg; † 30. April 1983 in New York City) war ein Choreograf und Vertreter des neoklassischen Balletts.
    Balanchine brachte die Tradition des klassischen russischen Balletts in die USA und gründete gemeinsam mit Lincoln Kirstein das New York City Ballet, das Weltgeltung erreichte.



    LG

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Bei einem tragischen Flugzeugabsturz in Irland kam er heute vor 40 Jahren ums Leben:


    John Cranko (* 15. August 1927 in Rustenburg, Südafrika; † 26. Juni 1973 in Dublin auf einem Rückflug aus den USA) war ein britischer Tanzregisseur und Choreograf.



    In Stuttgart, seiner langjährigen künstlerischen Heimat ist er begraben.


    LG

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Uraufführung heute vor 80 Jahren in Paris:


    Die sieben Todsünden der Kleinbürger
    (Les sept péchés capitaux des petits bourgeois),
    Ballett mit Gesang in 8 Teilen von Kurt Weill,
    Text von Bertolt Brecht,
    Uraufführung: 7.7.1933 Paris, Théâtre des Champs-Elysées
    (unter Abravanel / Georges Balanchine / Neher mit Lotte Lenya, Tilly Losch).



    Eine Kleinbürgerfamilie aus Louisiana schickt ihre Tochter Anna in die Stadt, um sie dort als Tänzerin viel Geld verdienen zu lassen. Anna besteht aus zwei Personen: Anna I (Sopran), die Vernünftige, die ihren anderen Teil davor warnt, ihren natürlichen Empfindungen nachzugeben, und Anna II (Tänzerin), das naive, zur Ware gewordene Mädchen. Anna hat sieben Stationen, welche die sieben Todsünden darstellen, zu durchwandern, ehe sie sich schließlich ein großes Haus erarbeitet hat. Brecht erklärt die Todsünden zu Tugenden, zu Sünden werden sie nur für den Kleinbürger, da er sie sich im Kapitalismus nicht leisten kann.

    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Um ehrlich zu sein, ich konnte bisher mit dem Namen Jean-Madeleine Schneitzhoeffer nichts anfangen. Es handelt sich um einen französischen Komponisten, der u.a. einige Ballettmusiken geschrieben hat. Darunter "La Sylphide" zur Choreographie von Filippo Taglioni. Dieses wurde 1832 uraufgeführt und gilt als das erste romantische Ballett.
    La Sylphide (nach dem gleichen Libretto) kannte ich bisher nur in der (späteren) Choreographie von Auguste Bournonville zur Musik von Hermann Severin Lovenskjold.
    Nun bin ich auf folgende DVD gestoßen:



    Es handelt sich um eine Rekonstruktion der Choreographie von Filippo Taglioni durch Pierre Lacotte aus der Opera national de Paris von 2004. Die Musik hat ein wenig volkstümliche Anklänge, packend getanzt vom Ballett der Pariser Oper. Eine märchenhafte Inszenierung, die ich jedem Freund des klassischen Balletts wärmstens empfehlen kann.

    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Es handelt sich um eine Rekonstruktion der Choreographie von Filippo Taglioni durch Pierre Lacotte aus der Opera national de Paris von 2004. Die Musik hat ein wenig volkstümliche Anklänge, packend getanzt vom Ballett der Pariser Oper. Eine märchenhafte Inszenierung, die ich jedem Freund des klassischen Balletts wärmstens empfehlen kann.


    Die erinnert mich ganz stark an die hervorragende Wiener Produktion, die ich im April diesen Jahres dort erleben durfte. Ein wunderschönes, zu Unrecht so unbekanntes Ballett und eine Huldigung an den klassischen Tanz. In Berlin gibt es aber auch eine ganz fabelhafte Produktion.

    "Tatsachen sind die wilden Bestien im intellektuellen Gelände." (Oliver Wendell Holmes, 1809-94)


  • Reinhild Hoffmann (* 1. November 1943 in Sorau) ist eine deutsche Tänzerin und Choreografin, die zu den Pionieren des Tanztheaters gehört.

    Sie erhielt ihre Ausbildung an der Folkwang-Schule in Essen, war dann Tänzerin beim Folkwang-Tanzstudio und seit 1978 Ballettdirektorin in Bremen. Seit 1986 leitete sie das Bochumer Tanztheater, das in das Schauspielhaus Bochum integriert war. Seitdem freie Choreografin und Opern-Regisseurin.
    So inszenierte sie 2003 Ariadne auf Naxos von Richard Strauss und 2005 zusammen mit Isabel Mundry Das Mädchen aus der Fremde am Mannheimer Nationaltheater. Im Oktober 2008 folgte eine Inszenierung der Oper Salome von Richard Strauss am Theater Aachen unter der musikalischen Leitung von Marcus R. Bosch.


    Heute feiert sie ihren 70. Geburtstag.

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Wie alle Medien diese Woche berichtet haben, verlängert John Neumeier (70) seinen Vertrag als Hamburger Ballettchef bis 2019. Ab 2015 soll sein langjähriger erster Solist und Ballettmeister Lloyd Riggings (44) ihm als Stellvertreter zur Seite stehen, den er damit als potentiellen Nachfolger ins Gespräch bringt. Wenn das mal gut geht.



  • Martha Graham (* 11. Mai 1894 im Allegheny County, Pennsylvania; † 1. April 1991 in New York) war eine amerikanische Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin. Sie galt in der Fachwelt als eine Innovatorin des Modern Dances.
    In ihrer über 60 Jahre währenden Bühnenarbeit schuf Martha Graham 181 Werke.
    Im Alter von 75 Jahren gab sie mit großem Bedauern ihre letzte eigene Tanzvorstellung.
    Noch mit 96 Jahren choreografierte sie ihre Tanzstücke.


    LG

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Gestern hatte ich die Gelegenheit in Stuttgart eines der legendären Ballette nach Shakespeare von John Cranko zu sehen. Und das 47 Jahre alte Stück hat kein bisschen Patina angesetzt, sondern kommt immer noch überaus flott und witzig rüber. Das nennt man: zeitlos. Zu diesem knapp zweistündigen Ballett hat der deutsche Pianist, Komponist und Dirigent Kurt-Heinz Stolze, manchen vielleicht bekannt als Begleiter von Fritz Wunderlich, Musik von Domenico Scarlatti in neoklassizistischer Manier bearbeitet, vergleichbar der Pulcinella-Suite von Igor Stravinsky. Aber hallo, das was Stolze aus Scarlatti gemacht hat, übertrifft bei weitem die Stravinsky-Adaptation von Pergolesi und Co. Zumal er, dort wo es die Handlung erfordert, auch das große Pathos hervorholt. Schade, dass es davon weder CD noch DVD gibt. Die beiden Tänzer der Hauptrollen, Elisa Badenes als Katharine und Pablo von Sternenfels als Petruchio, waren Idealbesetzungen und somit bleibt nur zu sagen: Grandioser Ballettabend im Stuttgarter Opernhaus.


  • In russischen Einträgen auf youtube findet man manchmal Ballette, die bei uns kaum bekannt sind. Weil die Titel in russischer Sprache gehalten sind, findet sie vielleicht nicht jeder. Ich habe gestern auf youtube ein neues, sehr hübsches Märchenballett aus dem Eremitage-Theater St. Petersburg gefunden, das verschiedene Choreografien zu Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski enthält. Die Handlung wird dadurch zusammengehalten, dass ein kleines Mädchen mit Hilfe einer Ballettfee das Ballett für sich entdeckt und dann den Beruf einer einer Ballerina wählt. Eine Empfehlung für Ballettfreunde.

    Ich habe den ins Deutsche übersetzten russischen Begleittext hierunter kopiert. Wer wissen will, welche Musikstücke Tschaikowskis verwendet werden, kann auf "Mehr anzeigen" unter dem Eintrag in youtube klicken und erhält eine Aufstellung (in deutscher Sprache).


    Am 22. August um 19.00 Uhr findet im Eremitage-Theater der Staatlichen Eremitage die Premiere von Tschaikowskys Märchenballett statt.

    Das kleine Mädchen träumt davon, eine Ballerina zu werden. Sie begegnet der Ballettfee, die sie in das magische Land des Tanzes entführt, wo die Figuren ihrer Lieblingsmärchen zum Leben erwachen, die magischen Figuren die geheimnisvolle Sprache des Balletts sprechen und die weißen Schwäne auf der Oberfläche eines nächtlichen Sees schwimmen. Der König und die Königin geben einen luxuriösen Ball im Palast, ein Holzspielzeug Der Nussknacker verwandelt sich in einen schönen Prinzen und tanzt mit dem Mädchen Mascha, umgeben von funkelnden magischen Schneeflocken.

    Aber nicht nur Märchenfiguren werden von einem Mädchen getroffen - die Welt des Balletts ist voll von dramatischen Ereignissen, spannenden Geschichten und Erzählungen. Der junge Romeo erklärt in seiner Liebe zur schönen Julia, desillusioniert im Leben Eugen Onegin wieder leidenschaftlich verliebt in Tatiana, und besessen vom Kartenspiel lernt Hermann das Geheimnis der Macht über die menschlichen Leidenschaften kennen, die die düstere Gräfin beschützt.

    All diese Geschichten und magischen Abenteuer werden durch die Musik des großen russischen Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowsky vereint, die von Anerkennung und Ruhm in der ganzen Welt begleitet wird. Die Schülerin verwirklichte ihren Traum - sie wurde Ballerina!

    "Tschaikowskys Märchenball", ein neues Projekt des Kulturministeriums der Russischen Föderation, des St. Petersburger Kinderballett-Theaters und mit Unterstützung der Stiftung "Gesellschaft zur Wiederbelebung des künstlerischen Russlands 1915", findet im Rahmen des Tschaikowsky-Weltmusikfestivals statt, das dem 180. Jahrestag des großen russischen Komponisten gewidmet ist. Es ist zu einer guten Tradition geworden, eine Aufführung im Hermitage Theatre zu veranstalten. Das Eremitage-Theater war schon immer das Zentrum des fortgeschrittenen Theaterlebens. Auf der Bühne des Hermitage Theatre inszenierte der berühmte Tänzer und Choreograf Marius Petipa seine Ballette, der das Libretto für das Ballett Der Nussknacker zur Musik von Tschaikowsky schuf.


    Liebe Grüße

    Gerhard


    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)