Das romantische Klavierkonzert - Hyperions Megaserie - Vol 1 - 80

  • Das Romantische Klavierkonzert - 74c

    BENNETT William Sterndale : Klavierkonzert Nr 3 op 9

    Hatte William Sterndale Bennett mit seinem ersten Klavierkonzert die Aufmerksamkeit Mendelssohns erregt und mit dem zweiten einen großen Erfolg, so gelang ihm mit dem dritten der internationale Durchbruch. Dabei war er bei der Erstaufführung am 16. Mai 1835 erst 18 Jahre alt. Persönlich finde ich es als sehr gelungenes eindrucksvolles Konzert, aber mein persönlicher Favorit (bisher) ist nach wie vor das 2. Ich sehe auch nicht wirklich ein stilistisches Naheverhältnis zu Mozart, wie das Booklet vorschlägt. Bennet mag ein Verehrer Mozarts gewesen sein, aber er hat dennoch einen anderen Stil - kein Wunder Mozart war schon über 40 Jahre tot. Aber es gibt auch nichts titanenhaftes a la Beethoven. Bennet war anscheinend in der Verwirklichung seiner Karriere recht zielstrebig, dieses Konzert widmete er Johann Baptist Cramer (1771-1858), einem englischen Pianisten, Komponisten, Klavierbauer, Pädagogen und Musikverleger, einer einflußreichen Persönlichkeit des Londoner Musiklebens mit deutschen Wurzeln.

    1837 spielte Bennet das Konzert in Leipzig in einem Gewandhaus-Konzert, wo Robert Schumann begeistert über das Stück sprach (oder schrieb ?)

    Generell wurde Bennet in Leipzig überaus freundlich behandelt.


    mfg aus Wien

    Alfred






    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert


  • Das Romantische Klavierkonzert - 76a

    RHEINBERGER Joseph : Klavierkonzert in As-dur op 94


    Welch ein wuchtiger Beginn, der dann mehr oder weniger den gesamten ersten Satz prägt, aber in gewisser Hinsicht dem ganzen Konzert den Stempel aufdrückt. Man kännte von Bombast sprechen, aber das träfe es nicht wirklich, geballte Energie wäre hier treffender, bei gleichzeitiger Wahrung der Eingängigkeit. Der Autor des Booklets fühlt sich an Beethoven erinnert, im zweiten Satz eher an Schumann. Der zweite Satz, wiewohl verinnerlicht, ist eine optimale Fortführung des ersten (Adagio pathetico trifft das genau !), der dritte indes greift den kraftvollen Grundton des ersten Satzes wieeder auf.Wieder ist mit der Bezeichung "Allegro energica" der Punkt getroffen - IMO würde das aber auch auf den ersten Staz zutreffe. Alles ist sehr wirkungsvoll, wuchtig und brilliant, ohne indes in reines Virtusentum abzgleiten. Ein Konzert dsß jeder Klavierfreund gehört haben sollte.


    Das Werk ist dreisätzig und besteht aus den Sätzen


    1) Moderato

    2) Adagio pathetica

    3) Finale Allegro energico


    mfg aus Wien

    Alfred

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  • Das Romantische Klavierkonzert - 76b

    SCHOLZ Bernhard : Klavierkonzert in B-dur op 57




    Kaum jemandem wird der heute der Name Bernhard Scholz (1835-1916) mehr etwas sagen. Zear war er vor allem als Musikpödagoge tätig. Eindes hat er uns ca 80 Werke mit Opuszahl hinterlassen, darunter einige Opern, zwis sinfonien, ein Klavierkonzert und etliche Kammermusik und Werke für Klavier solo. Er gehörte zum Kreis um Johannes Brahms, Clara Schumann , Joseph Joachim. Man sagt ihm auch eine eher "akademische" als "schöpferische" Tendenz in seinen Werken nach. Zumindest was das von mir soeben gehörte Klavierkonzert betrifft, möchte ich dem energisch widersprechen.

    Sollte ich diesem Klavierkonzert einen Titel geben, so wüede ich es als "das Sonnige "bezeichnen

    Das 3 sätzige Kontzert wurde erstmals 1883 im Druck veröffentlicht


    Die Sätze:

    1) Allegro moderato

    2) Andante, quasi adagio

    3) Allegro



    Im Booklet wird auf Einflüsse von Brahms verwiesen (was ich nicht so empfunden habe) und im zweiten Satz auf solche von Schumann. (des ist für mich eher nachvollziebqar)


    Im ersten Satz eröffnet das Orchester mir einem eingängigem Thema, welches kurz dauf vom Klavier übernommen wird. In folge durchzieht das Thema den gesamten ersten Satz, immer durchs Klavier umspielt und variiert. In der Mitte etwas selbstbewusster, marschähnlich und immer wieder durch weichere Passagen abgemildert, aber auch durch solche mit strahlendem Charakter verstärkt. Der zweite Satz ist aus meiner Sicht entspannt und kontemplative, aber nicht wirklich ernst, wie das Booklet behauptet.


    Der dritte Satz ist dem ersten Satz verwandt ein spielerisches eingängiges Thema ,mitreissend voller Lebensfreude mit einem kurzen stahlenden Ausklang der mich an Beethoven erinnert.


    Man sollte nicht glauben wie viele unendeckte Schätze in den Archiven verborgen sind


    mfg aus Wien

    Alfred


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  • Das Romantische Klavierkonzert - 4b

    ARENSKY Anton: Fantasie über Russische Volkslieder


    Im Booklet finden wir den Hinweis darauf, dass die Aufnahme eine Lücke fült, nämlich ein unbedeutendes , aber klangschönes Werk eines (zur Zeit des Erscheinens der CD - 1992)

    kaum jemand mehr bekannten Komponisten: Die knapp 9 Minuten dauernde Fantasie verwendet als Themen 2 Lieder, welche von Trophin Rjabinin gesammelt wurden.

    Steltenweis kling sie nach "großem Klavierkonzert, stellenweise erinnert sie mich an Balletmusik a la Tschaikowsky. Ein nettes Zugabestück der Vergangenheit...


    mfg aus Wien

    Alfred

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  • Das Romantische Klavierkonzert - 9a

    D' ALBERT Eugen : Klavierkonzert Nr 1 h-moll op 2


    D' Alberts Klavierkonzert Nr 1 von 1884 ust eigentlich sein 2. Klavierkontzert, denn bereits 3 Jahre zuvor fand die Aufführung eine einsätzigen Klavierkonzertes in A-dur unter Hans Richter statt, welches indes nie gedruckt wurde und heute verschollen ist.

    So läuft nun das KK op 2 als Nr 1. Es wurde Franz Liszt gewidmet, der das Vorbild von D' Albert war.

    Es ist ein Virtuosenkonzert und hat mich alles in allem erstaunlich wenig beeindruckt. "Viel Lärm um nichts" wäre vielleicht ein zu hartes Urteil, aber tendenziell trifft es den Punkt.

    Ich habe längere Zeit gezögert, dies bei solch einem aufwändigen Schlachtross eines doch sehr bekannten Komponisten schreiben zu dürfen, aber dann habe ich herausgefunden, daß dieser Komponist - aller Berühmtheit zum Trotz - lediglich in einem meiner drei Konzertführer Erwähnung fand. Es ist schon klar, daß sein Hauptwerk aus Opern bestand. aber man hätte ihn wenigstens erwähnen können, wie beispielsweise der von mir oft "abgewatschte" "Harenberg Konzertführer" dies tat.


    mfg aus Wien

    Alfred

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert


  • Zitat

    Nach langer Pause - (durch das Fernbleiben von JLang habe ich irgendwie die Freude an diesem Thread verloren)

    Das, lieber Alfred, bedaure ich sehr, wenn ich selbst ein wenig die Freude verliere ist es das eine, dass ich anderen die Freude an etwas genommen habe, bedarf einer Entschuldigung. Ich muss gestehen, dass der Sammler in mir in den letzten Jahren weiterhin am Werk war, in der Tat gehörten CD‘s dieser Serie zu den wenigen, die ich gekauft habe, eine nach der anderen. Es existiert daher ein eigener „ungehörte“ Stapel nur mit Hyperion Romantic Piano Concerto, also werde ich den Basis nehmen, um diesen thread hier in den kommenden Tagen ein wenig aufzufüllen. Mit bestem Grüßen JLang

    Gute Opern zu hören, versäume nie
    (R. Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln)

  • Lieber JLang

    Ich freue mich sehr, daß ich Dich wieder bei uns sehe - und ich hoffe das bleibt über einen längeren Zeitraum zu

    Selbstverständlich kankst Du hier über Aufnahmen schreiben, die ich bereits vorgestellt habe.

    Ich habe den Beiträgen ein Schema gegeben.

    Da ich einzelne Werke vorstelle und nicht jeweils die ganze CD

    habe ich eine Systematik hier eingeführt.

    Zuerst kommt der Serientitel und die Nummer

    Oft sind auf eine solchen CD mehrere Werke - auch 3 oder 4

    und daher wird durch die angdängten Kleinbuchstaben die Position auf der CD angeszeigt,

    so ist beispielsweise c die dritte Nummer auf der CD


    Liebe Grüße aus Wien

    Alfred

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert


  • Das Romantische Klavierkonzert - 11a
    SCHARWENKA Franz Xaver: Klavierkonzert Nr. 4 in f-moll op 82



    0034571167909.jpgNach längerer Zeit darf ich mich noch einmal ausgiebiger einer Einspielung aus der großen Serie widmen, die hier im Forum erfreulicherweise viele Anhänger hat. Ganz zu Recht, möchte ich sagen. Unter den zahlreichen Zeugnissen romantischer Klavierkonzerte sind immer wieder solche wie das vorliegende, das einem Hörer knappe 40 Minuten eine wunderbare Bandbreite spätromantischer Klaviermusik darzubieten weiß. Franz Xaver Scharwenka (1850-1924) komponierte es im frühesten 20. Jahrhundert (1908 wurde es komponiert und uraufgeführt) als er bereits eine sehr erfolgreiche Karriere als Solist, aber auch Lehrer absolviert hatte.
    Der erste Satz Allegro Pathetico nimmt mit seinen über 18 Minuten nahezu eine Hälfte des gesamten Konzerts ein. Nach einer kurzen, wuchtigen Vorstellung des Themas (Bläser und Pauken dominieren), setzt das nicht minder wuchtige Klavier ein. Das ist wahrlich keine leichte Kost, aber immer wenn man den Eindruck hat, nun könne es einen akustisch erdrücken, wird Wucht herausgenommen, kehrt immer wieder Leichtigkeit ein, wenn das Klavier einzig durch Pizzicati begleitet wird und im Anschluss Klavierstimmen und Streicher ineinanderfließen. Ich schwelge einfach gern in diesem durch und durch spätromantischen Klangbild.

    Der knapp siebenminütige, zweite Satz Intermezzo. Allegro molto tranquillo variiert thematische Anklänge an den ersten Satz. Wie im ersten Satz reagiert der Pianist auf den Vortrag des Orchesters, greift die Themen auf, variiert sie und spielt sie zurück ans Orchester. Die zunächst vorgebrachte bisweilen tänzerische Leichtigkeit im Klavierpart (Solo und über einem Streicherteppich) bietet ein erstes Gegengewicht zum ersten Satz, doch gewinnt auch dieser Satz bald an Dramatik und akustischer Schwere, bevor gegen Ende wieder die tänzerischen Elemente überwiegen.
    Ein mysteriös angehauchter Bläserklang (Fagott und Hörner) eröffnet den mit Lento mesto überschriebenen dritten Satz, der knapp 7.30 Minuten dauert. Hier übernimmt das Klavier zunächst die Funktion als Begleitung, trägt erst im Anschluss ein eigenes Thema vor und geht schließlich in ein ruhig-ausgewogenes, musikalisch breit auserzähltes, schwermütiges Gespräch mit dem Orchester über, an das ohne Pause der vierte Satz angehängt ist.

    Und der letzte, kürzeste Satz Allegro con fuoco hat es in sich! Hier ist gleich von Beginn an pianistische Virtuosität gefragt, die gegen Ende in Doppeloktavketten und Läufen gipfelt. Man hat fast den Eindruck, dass er nicht länger hätte andauern können, weil das nicht durchzuhalten gewesen wäre. Und ja, das ist alles etwas vordergründig auf den anschließenden Beifall ausgelegt, na und? Ich kann damit sehr gut leben und finde das Konzert fabelhaft.


    Musikalisch bin ich überzeugt: das Orchester, das City of Birmingham Symphony Orchestra unter Lawrence Foster und Stephen Hough sind bestens disponiert, der Aufnahmeklang imO sehr gut und bei einem dunklen Orchesterklang sehr transparent. Meine Vorliebe für diese Reihe führt vielleicht dazu, unkritisch zu werden, aber was wäre an einer sehr gut eingespielten Aufnahme eines seltener präsentierten, hörenswerten Repertoires auch auszusetzen. Für mich nichts, ich würde mich freuen, das Werk einmal im Konzertsaal zu hören und könnte mir vorstellen, dass es einem Publikum auch gut zu vermitteln wäre. Mit besten Grüßen JLang


    Gute Opern zu hören, versäume nie
    (R. Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln)

  • Das romantische Klavierkonzert - 24a VIANNA DA MOTTA José: Klavierkonzert in A-Dur op 82


    Das schöne an dieser Hyperion-Reihe ist die enorme Breite, die bei mir immer wieder zu Erweiterungen des Repertoires führt. Dabei zählte José Vianna da Motta seiner Zeit wirklich zu den ganz großen Pianisten des Faches. Das Klavierkonzert entstand in den Jahren 1886/ 87 und ist das Werk des noch jungen Komponisten. Es ist ein Werk voller hörbarer technischer Klippen und gibt sich in den ersten Takten zunächst als charakteristischer Vertreter der romantischen Klavierkonzerte zu erkennen, Nach dem kurzen, noch verhaltenen Orchestervortrag setzt der Klavierpart wuchtigen Akkordfolgen ein, es folgt das übliche Wechselspiel aus Themenvortrag und -Wiederholung. Das ist gefällig, aber so recht mag es mich nicht mitreißen, auch wenn die Themen schwelgerisch eingängig sind und die technische Raffinesse immer wieder durchklingt.

    Hier kommt der zweite Satz, das in Variationen konstruierte Largo, das in fünf Variationen aufgeteilt ist, interessanter daher; leider wackeln - für mich etwas zu deutlich, die Hörner gleich zum Auftakt der ersten Variation, schade. Zwei kurze Variationen werden von drei längeren gefolgt. Dabei folgte dem Orchestervortrag der Klavierpart, der das vorgetragene Thema aufgreift, weiterführt und steigert. Zunächst wird der Satz bis zu einem Vivace (Variation 3) aufgebaut, bremst noch einmal kurz ab, um virtuos in einem molto vivace zu enden. Das ist hinsichtlich der Melodie vielleicht nicht allzu spannend, aber insgesamt gefällt mir das Verweben der Variationen mit den Wechseln der Tempi wirklich gut. Das hat etwas Leichtes, mitunter romantisch Tänzelndes, das eben nicht allein von pianistischer Artistik lebt.

    Nun, man mag sich über die klangliche (leicht gedämpfte) Qualität der Aufnahme und die Qualität dieses Werkes eines knapp 20jährigen, der vor allem Virtuose war, streiten können, für mich ist das Klavierkonzert zumindest mit dem harschen Urteil „es spielen artur pizaro und das mittelmäßioge gulbenkian orchster und leitung von martyn brabbins belangloses geklimper aus der reihe romantische klavioerkonzerte von hyperion - fehlkauf“ eines Forenmitglieds nicht hinreichend charakterisiert. Aber dass in der Reihe andere Aufnahmen höher einzuschätzen sind, dieses Urteil teile ich gern. Als verschwendete Zeit kann ich die knapp über 26 Minuten, die ich das Konzert gehört habe, nicht ansehen.

    Abendliche Grüße

    JLang

    Gute Opern zu hören, versäume nie
    (R. Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln)

  • Mein urspünglicher Gedanke und Wunsch, in einem Thread über romantische / spätromantische Klavierkonzerte zu lesen, evtl. auch zu schreiben, wäre in diesem Thread hier gut aufgehoben. Oder etwa nicht ?

  • Mein urspünglicher Gedanke und Wunsch, in einem Thread über romantische / spätromantische Klavierkonzerte zu lesen, evtl. auch zu schreiben, wäre in diesem Thread hier gut aufgehoben. Oder etwa nicht ?

    Sofern sie in die Serie von Hyperion gehören JA

    Hier bitte ich auch die von mir vorgegeben Form bezüglich Bild und Überschrift einzuhalten.


    Für Romantische Klavierkonzerte, welche bei anderen Labeln veröffentlicht wurden habe isch soeben einen speziellen Thread eingerichtet, er muss jetzt nur noch eingeweiht werden......


    Romantische Klavierkonzerte - Jenseits der Hyperion Serie


    mfg aus Wien

    Alfred

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert


  • Das Romantische Klavierkonzert - 12b

    STANFORD Charles Villiers: Klavierkonzert Nr 1 in G-dur op 59 (1894)


    Schon bei den ersten Tönen fällt der leichte, eingängig- gefällige Ton des Konzerts auf. Das war durchaus beabsichtigt. Stanford wollte sich von den bombastisch donnerneden und Epischen, teilweise auch aggressiven Werken seiner Zeitgenossen unterscheiden. Das wurde dem Werk beinahe zum Verhängnis, als es bei seiner uraufführung hinter einer Sinfonie von Tschaukowski und eienem Stück von Richard Wagner aufgeführt wurde. Stanford selbst hat diesen Makel erkannt, sein Werk sei eher als Nebenstück gesehen word, neben zwei Giganten. Zwei weitere Aufführungen waren erfolgreicher, insbesondere die dritte, wo er dreimal durch Obationen aufs Podium gerufen wurde.

    Nun stand der Drucklegung des Werke eigentlich nichts mehr im Wege. Die Betonung liegt auf "eigerntlich". Denn wieder kam das Konzert mit einem anderen in Wettstreit.

    Diesmal war es ein eigenes Werk, nämlich Stanfords Klavierkonzert Nr 2. Das war sooo erfolgreich, daß darüber das erste - noch vor der geplanten und vorbereiteten Drucklegung- in Vergessenheit geriet. Die informationen darüber verdanke ich dem Autor des Booklets, dem englischen Musikwissenschafter Jeremy Dibble (*1958).

    Ungeachtet dessen ist es ein wunderbares eingängiges Werk, das gute Laune macht, selbst in den introvertierrteren Passagen, die zum Reflektieren anregen - aber nicht zum Grübeln.


    Die Sätze:


    1) Allegro commodo

    2) Adagio molto

    3) Allegro e giocoso


    mfg aus Wien

    Alfred







    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert


  • Danke,


    schon ( gebraucht ) bestellt, auch das zweite Konzert habe ich geordert. Das zweite mit dem mir unbekannten Andres Jetter......


    Kalli wünscht noch einen schönen Sonntag !

  • Das Romantische Klavierkonzert - 13a

    GLASUNOW Alexander: Klavierkonzert Nr 1 in f-moll op 92


    Das erste Klavierkonzert von Alexander Glasunow (1865-1936) ist zweisätzig und hat eine Spieldauerer von etwas einer halben Stunde.

    Es ist dem Pianisten und Komponisten Leopold GODOWSKY (1870-1938) gewidmet.

    Wer ein feuriges Virtuosenkonzert erwartet, der wird vermutlich (vor allem zu Beginn) leich enttäuscht sein, denn das Werk beginnt zurückhaltend und düster und blüht erst langsam auf um gegen Ende des ersten Satzes dann durchaus Feuer zu entwickeln.

    Der zweite Satz wiederum stellt ein langsames, dezentes Thema vor, welches im weiteren Verlauf 9 Variationen durchlebt, die gut beschrieben sind, daher also keiner weiteren Erläuterung bedürfen. allenfalls daß ab Varation 7, einer Mazurka, das Thema wieder an Temperament gewinnt und in Variation 9 - vor allem gegen Ende des Konzerts, das Orchester aufrtrumpft - offenbar um den Eindruck eines 2bombasrischen" Werkes zu erzielen, was aber nur eine dem Endspurt spendierte Täuschung ist....


    1) Allegro Moderato

    2) Tema (andantino tranquillo)

    3) Variation I

    4) Variation II (chromatica) Andantino

    5) Variation III (Eroica) Allegro moderato

    6) Variation IV (Lyrica) Adagio

    7) Variation V (Intermezzo) Allegro

    8 ) Variation VI (Quasi una fantasia) Lento

    9) Variation VII Mazurka: Allegretto

    10) Variation VIII Scherzo: Allegro ma non troppo

    11) Variation IX Finale: Allegro moderato


    Die Konzertführer Harenberg und Csampai/Holland erwähnen Glasunows Klavierkonzerte mit keinem Wort


    mfg aus Wien

    Alfred

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  • Das Romantische Klavierkonzert - 15a

    MASSENET Jules: Klavierkonzert in Es-dur (1903)




    Dieses Klavierkonzert ist unbeschreiblich - und das in jeder Bedeutung des Wortes. Zum einen wegen seiner Güte , zum andern wergen seiner Originalität und Vielfalt, sowie seiner klanglichen Effekte. Der Dritte Satz (man höre ins Sample hinein !!) ist vermutlich für unser Mitglied Teleton komponiert. Franz Liszt schätzete Massenet so sehr, daß er ihm sogar eine seiner Schülerinnen - Louise-Constance de Gressy - überließ - eine selten Auszeichnung mit Folgen. Sie war bildhübsch und Massenet verliebte sich sofort in sie. 1866 heirateten die beiden.

    Das von mir gewählte Bild stammt von 1864, also in etwa zwei Jahre vor seiner Heirat.

    Das Klavierkonzert weist - vor allem im Letzten Satz Einflüsse von Liszt auf. Es ist eigentlich ein Frühes Werk, oder besser gesagt, die Fragmente sind ein Frühwerk. Im Alter von 60 Jahren -1902- holte Massenet das vorhandene Matereial quasi aus der Schublade nd vollendete es binnen dreier Monate. Die Uraufführeung fand dann 1903 statt.

    Die Sätze


    1) Andante Moderato -Allegro-non troppo

    2) Largo

    3)Airs Slovaques: Allegro




    Eigentlich schade, daß Massenet ansonst nur Opern geschrieben hat.....


    mfg aus Wien

    Alfred

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert