Künstler-Gedenktage Februar 2021

  • 1885 – 136. Geburtstag von Thomas de Hartmann (Komponist)


    Thomas de Hartmann (*19. Februar 1885 - †28. März 1956) war ein russischer Komponist, der im wesentlichen als Instrumentierer des russischen Esoterikers Georges Gurdjeff bekannt geworden ist. Gurdjeff konnte die für seine Sitzungen benötigte Musik nur singen oder pfeifen oder auf einem Harmonium vorspielen. Thomas de Hartmann als begeisterter Anhänger von Gurdjeffs Lehren setzte sie dann für Klavier.




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    Obwohl ich mit Gurdjeffs Lehren herzlich wenig anfangen kann, und mir eigentlich auch sein Institut für die harmonische Entwicklung des Menschen bei Paris nichts bedeutet, begleitet mich die Musik vom ihm und de Hartmann schon sehr lange Zeit und bereitet mir immer wieder Vergnügen. Die orientalisch anmutenden Klänge und der einfache, aber reizvolle Klaviersatz, die Hymnen und die Tanzformen sind in meinen Ohren wunderschöne Musik.



    Ich hatte schon früh die Einspielungen von Herbert Henck auf Vinyl, die es seit kurzem aber auch auf CD zu kaufen gibt und die ich sehr empfehlen kann.





    Das Internet versteckt die Einspielung von Henck vor uns. ;-) Es gibt aber eine Einspielung aus den seidischen Tänzen von Joanna Goodale, die ich nicht vorenthalten möchte:







    Es gibt noch weitere eine Einspielung des ersten Tanzes vom US-amerikanischen Pianisten Cecil Lytle. Lytle hat das Gesamtwerk aufgenommen. Diese Aufnahmen kenne ich aber nicht zur Gänze.







    und der besonders reizvolle sechste Tanz







    Thomas de Hartmann würde heute seinen 136. Geburtstag feiern. Tun wir das für ihn :jubel:

  • 1743 – 278. Geburtstag von Luigi Boccherini (Komponist u.a.)

    Jeder, der "Ladykillers" mit Alec Guiness gesehen hat, wird die Musik im Ohr haben, die die Herren Bankräuber angeblich üben, daß es sich dabei um ein Stück von Luigi Boccherini handelt, werden vermutlich die wenigsten wissen. Natürlich hat der Italiener, der ab 1768 bis zu seinem Tode 1805 in Spanien lebte, unendlich viel mehr komponiert als dieses Menuett, aber er ist heute doch - wenn man einmal von vereinzelten Aktivitäten (auch der CD-Branche) absieht - weitgehend in Vergessenheit geraten. Dabei ist seine Bedeutung für die Weiterentwicklung der Kammermusik nicht zu unterschätzen. So "erfand" er - selbst ein hervorragender Cellist - das Streichquintett mit zwei Celli anstelle der sonst üblichen zwei Bratschen, eine Besetzung, für die er vor allem für den preussischen König Friedrich Wilhelm II. der ihn, selbst ausgezeichneter Cellist, ohne Anwesenheitspflicht zum compositeur de notre chambre ernannt hatte, viele Werke schrieb.



    Und das darf natürlich auch nicht fehlen

    Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! (Erich Kästner)

  • 1837 – 184. Todestag von Georg Büchner (Dramatiker)

    Der deutsche Schriftsteller Georg Büchner (17.10.1813 - 19.02.1837) starb heute vor 184 Jahren viel zu früh im Alter von nur 23 Jahren (an Typhus) in Zürich.


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    Trotz seines so kurzen Lebens haben seine wenigen literarischen Werke mehr Spuren in der Musik hinterlassen, als die der allermeisten anderen Literaten mit längeren Leben. Erinnert sei hier nur an "Wozzeck" von Alban Berg wie Manfred Gurlitt (die Titeländerung liegt einem Lesefehler des Titels im Autographen des ungedruckten "Woyzeck" zugrunde), an "Dantons Tod" von Gottfried von Einem, an "Jakob Lenz" von Wolfgang Rihm sowie an "Leonce und Lena" von Kurt Schwaen wie Paul Dessau.



    Und hier noch die bekannteste Veroperung eines seiner dramatischen Werke:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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  • 1881 – 140. Geburtstag von Armin Knab (Komponist)

    Heute vor 140 Jahren wurde der deutsche Komponist Armin Knab (19.02.1881 - 23.06.1951) in Unterfranken geboren.


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    Bei ihm fällt mir immer sofort dieses eine wundervolle Weihnachtslied ein, das ich auf dieser hinreißenden Weihnachtslieder-CD von Dietrich Fischer-Dieskau und Jörg Demus kennen lernte und auch mal bei einem Weihnachtskonzert zur Orgel gesungen habe.



    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1943 – 78. Geburtstag von Stefania Toczyska (Sängerin)

    Gratulation an die polnische Mezzosopranistin Stefania Toczyska zum heutigen 78. Geburtstag, einem Tag, an dem sich Sängerinnen eigentlich längst im wohlverdienten Ruhestand befinden, aber ganz kann sie es wohl doch nicht lassen, noch in den letzten Jahren ist sie immer mal wieder als Mamma Lucia oder Filipjewna in "Eugen Onegin" aufgetreten. Und die geplante Alte Buryja in der "Jenufa" in Amsterdam vor ungefähr 3 Wochen dürfte nur den Corona-bedingten Reisebeschränkungen zum Opfer gefallen sein, stattgefunden hat die konzertante Aufführung nämlich, wenn auch ohne Publikum.

    Angefangen hat sie vor nunmehr 48 Jahren in Danzig. 5 Jahre später erfolgte das erste Auslandsgastspiel als Amneris in Basel, und dann ging es Schlag auf Schlag: 1979 das Debut in San Francisco als Laura in der "Gioconda" neben Scotto &Pavarotti, 1983 folgten das Teatro Colón und Covent Garden. 1987 eröffnete sie das neue Opernhaus in Houston im Rahmen einer All-Star-Aida mit Freni/Domingo/Wixell/Ghiaurov, die auch im US-Fernsehen lief (und bei Youtube greifbar ist). Ein Jahr später war sie dann auch an der Met, an der sie bis 1997 knapp 90mal aufgetreten ist, als Amneris, Azucena, Ulrica, Prinzessin von Bouillon in "Adriana Lecouvreur" und Laura, aber auch als Marina Mnischek, Marfa und Jezibaba in der "Rusalka". In Hamburg habe ich sie zwischen 1979 und 1983 als Azucena, Amneris und mehrfach als Eboli erlebt, und 1990 hat sie auch noch Venus gesungen; eine ausgesprochen schöne Stimme und zudem eine blendende Bühnenerscheinung, an die ich mich immer gerne erinnern werde.


    Hier die komplette Aida aus San Francisco von 1981, in der sie innerhalb einer vorsintflutlich bombastischen Inszenierung ausgesprochen gute Figur macht - und hervorragend singt

    Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! (Erich Kästner)

  • 1897 – 124. Geburtstag von Willi Domgraf-Fassbaender (Sänger)

    Der deutsche Bariton Willi Domgraf-Fassbaender (19.02.1897 - 13.02.1978) wurde heute vor 124 Jahren in Aachen geboren.


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    Das erste Mal erlebte ich diesen Sänger 1992 im Apollo-Saal der Staatsoper Berlin. Das mag jetzt absurd klingen, weil er damals schon 14 Jahre lang tot war, war aber trotzdem so. Es gab dort eine neue Reihe "Oper und Kino" (oder so ähnlich) und da wurde der Defa-Film "Die Hochzeit des Figaro" von 1949 mit ihm in der Titelpartie auf Großleinwand vorgeführt.



    Natürlich gibt es auch noch andere Aufnahmen, die den Sänger dokumentieren:



    Und hier seine Kavatine des Figaro aus dem Rossini-"Barbier" in Bild und Ton (Ausschnitt aus einem Film):


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1932 – 89. Geburtstag von Jean-Pierre Ponnelle (Regisseur u.a.)

    Heute vor 89 Jahren wurde der Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner Jean-Pierre Ponnelle (19.02.1932 - 11.08.1988) in Paris geboren.


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    Er war einer der herausragenden Musiktheaterregisseure der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ich habe an der Deutschen Oper Berlin noch mehrfach seinen "Fidelio" sowie in Köln seine "Italiana in Algeri" und in Mailand seinen Rossini-"Barbiere" erlebt. An der Wiener Staatsoper wurde gerade seine "Figaro"-Inszenierung wiederbelebt.


    Einige seiner wichtigsten Inszenierungen sind aufgezeichnet worden.



    Und hier seine "Figaro"-Verfilmung mit Mirella Freni und Dietrich Fischer-Dieskau:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1939 – 82. Geburtstag von Wladimir Atlantow (Sänger)

    Der russische Tenor Wladimir Atlantow, geboren am 19. Februar 1939 in Leningrad (heute wieder St. Petersburg), feiert heute seinen 82. Geburtstag.


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    Vladimir Atlantov (so die "internationale" Schreibweise) war wohl der international erfolgreichste russische Tenor im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts mit Aufrtitten an nahezu allen großen Opernhäusern dieser Welt und zahlreichen Aufnahmen - und das nicht nur im russischen Fach, er war auch ein vielgefragter Otello. Anfang der Neunziger habe ich ihn an der Deutschen Oper Berlin noch 1x als Samson und 2x als Otello erlebt. Einen umwerfenden Eindruck hat er da nicht auf mich gemacht, aber ich vermute, dass er seinen Zenit damals schon leicht überschritten hatte.


    Hier einige seiner Aufnahmen:



    Das hier könnte eine der beiden "Otello"-Vorstellungen sein, die ich 1991 in Berlin erlebt habe:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 20. Februar 2021


    1626 – 395. Begräbnistag von John Dowland (Komponist) #250


    1667 – 354. Todestag von Zacharias Zarevutius (Komponist und Organist)


    1705 – 316. Geburtstag von Nicolas Chédeville (Komponist und Oboist)


    1734 – 287. Tauftag von Franz Ignaz Beck (Komponist)


    1744 – 277. Geburtstag von Marie-Alexandre Guénin (Komponist und Geiger)


    1761 – 260. Geburtstag von Ludwig Abeille (Komponist und Pianist)


    1770 – 251. Geburtstag von Jan August Vitásek (Komponist und Pianist)


    1785 – 236. Tauftag von Katharina Cibbini-Kozeluch (Komponistin und Pianistin)


    1802 – 219. Geburtstag von Charles-Auguste de Bériot (Komponist und Geiger) #256


    1853 – 168. Geburtstag von Amanda Röntgen-Maier (Komponistin und Geigerin)


    1861 – 160. Todestag von Eugène Scribe (Dramatiker und Librettist) #253


    1874 – 147. Geburtstag von Mary Garden (Sängerin)


    1911 – 110. Todestag von Alexander Kopylov (Komponist)


    1912 – 109. Geburtstag von Gerhard Lenssen (Dirigent und Regisseur)


    1914 – 107. Geburtstag von Hans Pischner (Cembalist und Intendant)


    1925 – 96. Todestag von Marco Enrico Bossi (Komponist und Organist)


    1926 – 95. Geburtstag von Carol Smith (Sängerin)

    1926 (a.Q. 1920) – 95. Geburtstag von Friederike Sailer (Sängerin)


    1931 – 90. Geburtstag von Margareta Hallin (Sängerin)


    1936 – 85. Geburtstag von Ida Farina (Sängerin)

    1936 – 85. Geburtstag von Barry Hanner (Sänger)


    1939 – 82. Geburtstag von Giorgio Merighi (Sänger)


    1940 – 81. Geburtstag von Christoph Eschenbach (Dirigent und Pianist)


    1947 – 74. Geburtstag von Carlo Domeniconi (Gitarrist und Komponist)

    1947 – 74. Geburtstag von Henry Hübchen (Schauspieler)


    1953 – 68. Geburtstag von Riccardo Chailly (Dirigent) #252


    1958 – 63. Todestag von Franz Ippisch (Komponist und Cellist)

    1958 – 63. Todestag von Isidore Philipp (Pianist)


    1961 – 60- Todestag von Percy Grainger (Komponist und Pianist) #255


    1962 – 59. Geburtstag von Iraida Yusupova (Komponistin)


    1963 – 58. Todestag von Ferenc Fricsay (Dirigent) #254


    1969 – 52. Todestag von Ernest Ansermet (Dirigent)


    1974 – 47. Todestag von David Monrad Johansen (Komponist)


    1976 – 45. Geburtstag von Johanna Beisteiner (Gitarristin)


    1981 – 40. Todestag von Hans Fleischer (Komponist)


    1984 – 37. Todestag von Fikret Amirow (Komponist)


    1989 – 32. Todestag von Erika Köth (Sängerin) #257


    1990 – 31. Todestag von Verdina Shlonsky (Komponistin u.a.)


    2015 – 6. Todestag von Gerard Calvi (Komponist)


    2016 – 5. Todestag von Herbert Callhoff (Komponist)


    2019 – 2. Todestag von Ekkehard Wlaschiha (Sänger) #251

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1626 – 395. Begräbnistag von John Dowland (Komponist)

    Heute vor 395 Jahren wurde der englische Komponist und Lautenist John Dowland etwa 63-jährig in London begraben.

    (Das genaue Sterbedatum ist ebenso unbekannt wie das genaue Geburtsdatum.)


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    Sein Gesamtwerk wurde auf 12 CD's veröffentlicht:



    Ich bilde mir ein, als Jugendlicher mal ein oder zwei Werke von ihm im Chor mitgesungen zu haben.


    Mein Dowland-Erweckungserlebnis war dann freilich Mitte der 1990er Jahre die von Andreas Scholl gesungene CD "Englische Volks- und Lautenlieder"



    Er war dann noch bei weiteren Dowland-Einspielungen beteiligt:



    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 2019 – 2. Todestag von Ekkehard Wlaschiha (Sänger)

    Heute vor zwei Jahren starb der deutsche Bariton Ekkehard Wlaschiha (28.05.1938 - 20.02.2019) in Bayreuth.


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    Der in Pirna gebürtige Sänger kam über die Stationen Gera, Radebeul, Weimar und Leipzig Anfang der 1980er Jahre ins Ensemble der Deutschen Staatsoper Berlin, von wo er seine Weltkarriere (Wien, München, Bayreuth, London, MET usw.) startete. Für mich war er einer der prägenden Sänger meines Lebens. Im September 1990 war er an der Berliner Staatsoper mein erster Holländer, im Mai 1991 an der Deutschen Oper Berlin mein erster Alberich, im April 1992 dann wieder an der Staatsoper Berlin mein erster Jochanaan. In den Neunzigern erlebte ich ihn in Berlin und Dresden häufig als Pizarro, Holländer, Telramund, Kurwenal, Sachs und Amfortas, in München auch nochmals als "Rheingold"-Alberich und in Wels 1999 als Kurwenal, danach erlebte ich ihn noch in Dresden als Orest und Klingsor.


    Seine Stimme war markant und unverwechselbar, durchaus vielfarbig, wenn auch in den verschiedenen Lagen unterschiedlich, an guten Abenden hatte er nicht nur eine ungemeine Durchschlagskraft, sondern auch ein herrliches Timbre, das dann frei strömte und die Stimme auch in Heldenpartien nicht angestrengt klingen ließ. Erwischte er einen weniger guten Tag, konnte es auch schon mal heikel werden. Ich verdanke ihm umwerfende Abende, war er einer meiner live erlebten Lieblingssänger und wird dies immer bleiben. In einigen der genannten Rollen hat er live für mich Maßstäbe gesetzt.


    Hier einige seiner Aufnahmen:



    1998 war Ekkehard Wlaschiha der Gast in der letzten Folge der Da-capo-Reihe von August Everdings, der kurz darauf verstarb:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1953 – 68. Geburtstag von Riccardo Chailly (Dirigent)

    Als Durch-und-durch-Leipziger kann ich nicht umhin, ein paar Sätze zu Chailly zu schreiben.

    2005 trat er ja die Nachfolge Herbert Blomstedts als 20. Gewandhauskapellmeister an. Obwohl ich einige durchaus beglückende Konzerte mit ihm erleben durfte, bleiben für mich zwiespältige Gefühle. Abgesehen davon, daß er nach Querelen mit der Leipziger Oper nach kurzer Zeit sein Amt als Generalmusikdirektor aufkündigte fand ich es seltsam, daß er recht sang- und klanglos und ohne Abschied von seinem Orchester selbiges vorzeitig verließ. Im Unterschied zu seinen Vorgängern schien er mir nie so recht in Leipzig und beim Gewandhaus-Orchester angekommen zu sein, er "brannte" nicht so wie die von mir aktiv erlebten Masur und Blomstedt.

    Aber wie gesagt, das ändert nichts an der Tatsache, das ich ihn für einen großen Künstler und Dirigenten halte. Vielleicht gehört er einfach nach Italien und nicht in das bürokratische und schwerfällige Deutschland.

    Besonders zahlreich ist Chailly nicht in meiner Sammlung vertreten, aber drei mir lieb und teuer gewordene Aufnahmen möchte ich noch vorstellen (auch wenn bei der einen wohl der eine oder andere die Nase rümpfen wird):

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    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • 1861 – 160. Todestag von Eugène Scribe (Dramatiker und Librettist)

    Heute vor 160 Jahren verstarb der bedeutende französische Dramatiker und Librettist Eugène Scribe (24.12.1791 - 20.02.1861) in seiner Geburtsstadt Paris.


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    Er war einer der bedeutendsten und einflussreichsten Opernlibrettisten des 19. Jahrhunderts, in der europäischen "Opernhauptstadt" Paris über Jahrzehnte sogar der bedeutendste. Wer dort Erfolg haben wollte, schaffte das nur mit Scribe. Er unterhilet eine regelrechte "Schreib-Manufaktur" mit dutzenden Schriftstellern, die seine Ideen zu Stücken ausarbeiteten. Alle drei Wochen kam in Paris ein neues Scribe-Stück, entweder als Schauspiel (bekannt ist noch "Ein Glas Wasser") oder als Opernlibretto, zur Uraufführung.


    Zu den Komponisten, die er (gegen gutes Geld) mit Operntextbüchern versorgte, gehörten u.a. Adam, Auber, Bellini, Boildieu, Donizetti, Halévy, Meyerbeer (diese Zusammenarbeit prägte die "Grand Opéra"), Offenbach, Rossini und Verdi.



    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1963 – 58. Todestag von Ferenc Fricsay (Dirigent)

    Ich möchte heute an einen Dirigenten erinnern, Ferenc Fricsay (*9. August 1914 - † 20.Februar 1963). Anders, als offensichtlich viele andere hier im Forum, habe ich nur eine sehr einfache Beziehung zu Dirigenten; es ist schön, wenn sie halt dirigieren ;). Ich höre allerdings auch sehr wenig Symphonisches. Es gibt eine wirklichen Ausnahme.


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    Ich war gerade zwölf und hatte mein ganzes Erspartes zusammengelegt, um mir eine HiFi-Anlage zu kaufen. Sie bestand aus Plattenspieler, Verstärker und zwei Boxen, dem nötigen Minimum halt. Damals kam ein Kollege meines Vaters zu Besuch, der mitbekommen hatte, dass ich gerne klassische Musik höre - das war damals wohl auch nicht ganz alltäglich.


    Er brachte einen Schuber mit den Bartók-Klavierkonzerten mit, gespielt von Géza Anda und der Begleitung durch das Radio-Symphony-Orchester Berlin unter Leitung von Ferenc Fricsay. Und, obwohl ich damals schon gerne Klassik hörte, war das ein fundamentales Erlebnis. Das hier klang völlig anders als Beethoven, Schubert, Dvorak, Chopin und die üblichen Verdächtigen, die sich bei mir im Plattenschrank befanden (Ich musste ja bis vor kurzem über die Anlage meiner Eltern hören =O) . Das Album durfte ich für ein paar Tage behalten und hören. Später hatte ich die Box dann selbst.


    Diese Klavierkonzerte, im besonderen, das zweite mit seinem irrsinnig einsamen zweiten Satz, haben große Teile meiner weiteren Entwicklung beeinflusst. Diese Rhythmik und das Zusammenspiel von Klavier und Orchester, das ich so in keiner weiteren Aufnahme mehr gehört hatte (da mag sicher Voreingenommenheit mitspielen :)) waren für mich ein prägendes Erlebnis für die Musik des zwanzigsten Jahrhunderts. Auch eine Verquickúng mit den historischen, schrecklichen Erlebnissen durch die Kriege, die ja diskursiv in meiner Kindheit präsent waren, kann ich damit immer in Zusammenhang bringen. Und obwohl viele Symphonien und Klavierkonzerte von damals von meinem Radar verschwunden sind, ist diese Aufnahme für mich immer noch präsent und wird auch viel gehört.


    Das ist für mich unauslöschlich mit diesem Dirigenten verbunden. Leider finde ich die Box nicht mehr auf discogs, aber eine einzelne Platte dazu ist leicht zu finden


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    mittlerweile höre ich die Fassung natürlich auf CD (Gerippt...:)), hier die jpc Links für Platte und CD


    oder als CD leider nicht ganz so erinnerungsträchtig (ich habe die CD der Grammophon, die es gerade wohl nicht mehr gibt)


    und hier der Satz, der so prägend war



    Ferenc Fricsay hat heute seinen 58. Todestag. RIP

  • 1961 – 60- Todestag von Percy Grainger (Komponist und Pianist)

    Heute vor 60 Jahren verstarb der 1882 in Australien geborene Komponist, Pianist, Arrangeur und Volksmusiksammler Percy Grainger. Da es in seinem Fall einen extrem detaillierten englischen Wikipedia-Beitrag gibt, sei diesmal einfach auf diesen verwiesen: https://en.wikipedia.org/wiki/Percy_Grainger


    Als Video eine wirkliche Rarität: ein Stummfilm, in dem Grainger beim spielen von zei seiner Stücke zu sehen ist, nachträglich synchronisiert mit seinen entsprechenden Aufnahmen.


    Und noch ein bißchen mehr

    Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! (Erich Kästner)

  • 1802 – 219. Geburtstag von Charles-Auguste de Bériot (Komponist und Geiger)

    Der belgische Violinvirtuose Charles-Auguste de Bériot teilt das Schicksal der meisten Interpreten vor Erfindung der Schallaufzeichnung, die nicht durch ihre Kompositionen überlebt haben; spätestens mit dem Tod derjenigen, die sie noch live erlebt hatten, gerieten sie weitgehend in Vergessenheit. Heute dürften sich allenfalls fortgeschrittene Geigenschüler mit seinem Unterrichtswerk befassen. Und dem historisch interessierten Gesangsfreak mag der Name als derjenige des Ehemanns von Marisa Malibran untergekommen sein (für beide zusammen schrieb Mendelssohn eine Arie mit obligater Violine). Dabei gehörte de Bériot zu den wichtigen Geigern seiner Zeit, nicht nur als höchst erfolgreicher reisender Virtuose, der für sein Instrument zahlreiche Konzerte schrieb, sondern vor allem durch die Gründung einer Franco-Belgischen Violinschule, die sich durch einen romantischen, aber "eleganten" Ton und die Spieltechnik vor allem der rechten Hand von der deutschen Schule unterschied. Zu seinen direkten Schülern zählten Henri Vieuxtemps und Heinrich Wilhelm Ernst, der zu seiner großen Zeit als Nachfolger von Paganini galt. Verstorben ist de Bériot am 8. April 1870, komplett erblindet und am Ende auch noch seines linken Armes beraubt, der aufgrund einer Lähmung und extremer Schmerzen amputiert werden mußte.


    Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! (Erich Kästner)

  • 1989 – 32. Todestag von Erika Köth (Sängerin)

    Heute vor 32 Jahren verstarb die deutsche Sopranistin Erika Köth (15.09.1925 - 20.02.1989) in Speyer.


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    Die eine der führenden deutschen Koloratursopranistinnen ihrer Zeit und ihre Gesangskunst ist Dank zahlreicher Aufnahmen gut dokumentiert. Hier eine Auswahl:



    Auch sie war - wenige Monate vor ihrem Tod - Fernseh-Gast bei August Everding:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 21. Februar 2021


    1556 – 465. Geburtstag von Sethus Calvisius (Komponist u.a.)


    1628 – 393. Todestag von Gregor Aichinger (Komponist)


    1725 – 296. Geburtstag von Johann Jacob Tischbein (Maler)


    1754 – 267. Todestag von Johann Jakob Schnell (Komponist)


    1791 – 230. Geburtstag von Carl Czerny (Komponist) #264

    1791 – 230. Geburtstag von Nicola Manfroce (Komponist)


    1801 – 220. Geburtstag von Johann Wenzel Kalliwoda (Komponist u.a.)


    1831 – 190. Geburtstag von Henri Meilhac (Bühnendichter und Librettist)


    1836 – 185. Geburtstag von Leo Delibes (Komponist) #263

    1836 – 185. Geburtstag von Emil Hartmann (Komponist)


    1844 – 177. Geburtstag von Charles-Marie Widor (Komponist und Organist) #262


    1851 – 170. Geburtstag von Karl Wilhelm Diefenbach (Maler)


    1861 – 160. Geburtstag von Pierre de Bréville (Komponist)


    1867 – 154. Geburtstag von Ferruccio Corradetti (Sänger)


    1893 – 128. Geburtstag von Andres Segovia (Gitarrist)


    1902 – 119. Geburtstag von Carl Bamberger (Dirigent)


    1911 – 110. Todestag von Eugène Vast (Komponist)


    1912 – 109. Geburtstag von Nikita Magaloff (Pianist)


    1914 – 107. Geburtstag von Daniza Ilitsch (Sängerin)


    1919 – 102. Geburtstag von Martin Ritzmann (Sänger) #259


    1930 – 91. Geburtstag von Wilfried Minks (Bühnenbildner und Regisseur)


    1935 – 86. Geburtstag von Burghard Schloemann (Organist u.a.)


    1940 – 81. Geburtstag von Heinz Zednik (Sänger) #265


    1942 – 79. Geburtstag von Margarethe von Trotta (Schauspielerin und Regisseurin)


    1945 – 76. Geburtstag von Lisbeth Balslev (Sängerin) #266

    1945 – 76. Geburtstag von John Bröcheler (Sänger) #267


    1948 – 73. Todestag von Frederic Lamond (Pianist und Komponist)


    1956 – 65. Todestag von Edwin Franko Goldman (Dirigent und Kornettist)


    1963 - 58. Geburtstag von Martin Otava (Regisseur und Theaterleiter) #261


    1977 – 44. Geburtstag von Max von Thun (Schauspieler)


    1996 – 25. Todestag von Morton Gould (Komponist u.a.)


    2005 – 16. Todestag von Josef Metternich (Bariton) #268

    2005 – 16. Todestag von Horst Drinda (Schauspieler und Regisseur)


    2011 – 10. Todestag von Antonín Švorc (Sänger) #260


    2014 – 7. Todestag von Heinz Schachtner (Trompeter)


    2015 – 6. Todestag von Luca Ronconi (Regisseur) #269


    2017 – 4. Todestag von Stanisław Skrowaczewski (Dirigent und Komponist)


    2019 – 2. Todestag von Hilde Zadek (Sängerin) #270


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1919 – 102. Geburtstag von Martin Ritzmann (Sänger)

    Der deutsche Tenor Martin Ritzmann (21.02.1919 - 07.08.1984) wurde heute vor 102 Jahren im thüringischen Oberschönau geboren.


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    1958 wechselte Ritzmann vom Ensemble des Metropol-Theaters Berlin ins Ensemble der Deutschen Staatsoper Berlin und war dort bis weit in die 1970er Jahre hinein einer der wichtigsten Leistungsträger des Hauses. Insbesondere nach dem Mauerbau hätte man ohne ihn viele große Opern gar nicht spielen können. Er sang am Haus ein vielfältiges Repertoire von Komponisten wie Händel, Mozart, Wagner, Verdi, Puccini, Strauss, Paul Dessau u.v.a.



    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 2011 – 10. Todestag von Antonín Švorc (Sänger)

    Heute vor zehn Jahren starb der tschechische Bassbariton Antonín Švorc (12.02.1934 - 21.02.2011)


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    Was ich zu ihm zu sagen hatte, habe ich bereits vor wenigen Tagen anlässlich seines Geburtstages gesagt:


    Künstler-Gedenktage Februar 2021


    Ergänzungen durch andere, die ihn vielleicht noch live erlebt haben, sind willkommen!


    Heute möchte ich nur noch seinen Pizarro (Video) und seinen Fliegenden Holländer (Audio) einstellen:



    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Anläßlich seines heutigen 58. Geburtstages, möchte ich den tschech. Regisseur und Theaterdirektor Martin Otava vorstellen,

    den ich vor einigen Jahren bei mehrmaligen überaus freundlichen Gesprächen persönlich kennenlernte.

    Bildergebnis für martin otava plzeň

    Milý Martin Otava

    Vše nejlepší a vše nejlepší k narozeninám.

    Se srdečným pozdravem

    Gratulation und alles Gute zum Geburtstag!
    Herzliche Grüße

    CHRISSY


    Martin Otava ( 21. Februar 1963 , Prag) ist ein tschechischer Schauspieler, Regisseur, Theaterregisseur und Pädagoge.

    Er studierte Schauspiel (1978–1984) und Operngesang (1979–1985) am Prager Konservatorium und Opernregie an der

    Akademie der darstellenden Künste in Prag.

    In den zehn Jahren nach 2000 war er einer der gefragtesten Opernregisseure in der Tschechischen Republik und arbeitete auch regelmäßig im Ausland, beispielsweise in Japan. Von 1991 bis 2006 arbeitete er als Opernregisseur an der Prager Staatsoper.

    2009–2014 wurde er zum Direktor des FX Šalda Theaters in Liberec ernannt und ist seit 2014 Direktor des JK Tyl Theaters in Pilsen.

    Als Lehrer unterrichtet er an der Akademie der darstellenden Künste in Prag und leitet das lokale Opernstudio.

    Er war mehrmals Mitglied der Jury des Internationalen Gesangswettbewerbs A. Dvořák in Karlsbad.

    Jegliches hat seine Zeit...

  • 1844 – 177. Geburtstag von Charles-Marie Widor (Komponist und Organist)

    Der französische Komponist und Organist Charles-Marie Widor (21.02.1844 - 12.03.1937) wurde heute vor 177 Jahren in Lyon geboren.


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    Ich bin nicht der große Experte für Orgelmusik und freue mich daher sehr, wenn noch jemand Berufener eine kompetentere Würdigung vornimmt. Dennoch denke ich persönlich bei Widor immer an Bayreuth, denn er war der erste Komponist, den ich in Bayreuth hörte. Ich fuhr im August 1997 mit einer Karte für die "Meistersinger von Nürnberg" im Festspielhaus nach Bayreuth, schlenderte tagsüber durch die Stadt und sah, dass um 12 Uhr in der Stadtkirche ein kostenloses Orgelkonzert mit Werken von Widor beginnen würde. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen und habe ich auch nicht. Es war ein eindrucksvolles Erlebnis für ich, beinahe eindrucksvoller als die anschließende "Meistersinger"-Aufführung, denn die seinerzeitige Chemnitzer Produktion, die ich damals regelmäßig besuchte, war nicht schlechter besetzt und zudem besser inszeniert. Und so wird mein erster Besuch bei den Bayreuther Festspielern kurioserweise immer mit dem Namen Widor verbunden bleiben. ;)


    Hier ein paar Aufnahmen seiner Werke:



    Es war u.a. eine "Orgensymphonie", die mich damals in Bayreuth so beeindruckte - welche, das kann ich leider beim besten Willen nicht mehr sagen. Wenn ich allerdings dieses Video höre, würde ich behaupten, dass dieser Satz dabei war:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1836 – 185. Geburtstag von Leo Delibes (Komponist)

    Heute vor 185 Jahren wurde der französische Komponist Léo Delibes (21.02.1836 - 16.01.1891) geboren.


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    Ich kenne eigentlich nur sein Ballett "Coppélia" und seine Oper "Lakmé", wobei ich letztere leider noch nie gesehen habe.




    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1791 – 230. Geburtstag von Carl Czerny (Komponist)

    Heute vor 230 Jahren wurde der österreichische Komponist und Pianist Carl Czerny (21.02.1791 - 15.07.1857) in Wien geboren.


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    Ich bin ganz gewiss nicht der Einzige, der sich daran erinnert, dass dies einer der ersten Komponisten war, die er auf dem Klavier spielte, natürlich einfache Werke. Er hat aber auch Klavierkonzerte und Sinfonien komponiert.



    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1945 – 76. Geburtstag von Lisbeth Balslev (Sängerin)

    Die dänische Sopranistin Lisbeth Balslev feiert heute ihren 76. Geburtstag.


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    Bekannt wurde sie vor allem als Senta in Harry Kupfers Bayreuther Inszenierung des "Fliegenden Holländers".



    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 2015 – 6. Todestag von Luca Ronconi (Regisseur)

    Heute vor 6 Jahren starb der italienische Regisseur Luca Ronconi (08.03.1933 - 21.02.2015) in Mailand.


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    Ich habe (mindestens) seinen Berliner "Macbeth" an der Deutschen Oper mehrfach erlebt.



    Er hat u.a. auch Rossini inszeniert:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"