Bruckner 9: Finale/Aufführungsfassung - - -(Samale - Philips - Cohrs - Mazzuca )

  • Lieber Norbert, lieber Elisabeth, danke für Eure freundlichen Postings!!!
    :jubel:


    Das Orchester hatte in der Tat viel Streß zu bewältigen. Wir mußten z. B. ohne Wagner-Tuben proben, die erst in der Generalprobe aus Linz dazustießen. Dann die lange Busfahrt aus Ostrava nach Gmunden. Die Generalprobe konnte erst am Mittag des Konzertes stattfinden, und es war zwischen Probe und Konzert wenig Zeit zur Erholung.


    Und auch noch die räumlichen Verhältnisse: Ich war bereits am Vortag angereist und konnte gottlob noch bei der Errichtung des Podestes helfen... Der Toscana-Congreß in Gmunden ist ein sehr kleiner Saal für ca. 600 Personen; das Podium ist nicht sehr groß. Erschwerend kommt hinzu, daß der Raum fast rund ist, und der runde Bühnenhintergrund ist nicht günstig für die Schallabstrahlung. Um das Orchester überhaupt platzieren zu können, mußten wir die Bestuhlung und die Podeste sehr überlegt disponieren -- dankenswerterweise gab es ÜBERHAUPT Podeste (!); üblicherweise sitzt das Orchester ebenerdig. Wir mußten sogar in letzter Minute Bretter zurechtsägen ... Die MusikerInnen saßen sehr eng; für die sechs Kontrabässe in der letzten Reihe hinten war fast kein Platz. Im übrigen saßen die Streicher wie immer bei mir Geigen links-rechts, Violen links, Celli rechts mittig, Hörner und Tuben links schräg, das Holz stark erhöht mittig, Trompeten, Posaunen und Tuba rechts. Allerdings gab es durch die runde Rückwand komische Effekte: ich hörte manchmal die Blechbläser im Tutti seitenverkehrt, und da es sich um Holzwände handelte, wurden sie zusätzlich verstärkt. Da wir nur eine Minimum-Streicherbesetzung (12-12-8-8-6) hatten, ist das Blech halt manchmal unverhältnismäßig stark.


    Bezüglich der Tempi war ich selbst auch nicht ganz glücklich mit der Aufführung; die Wackeleien sind aber vor allem dem Raum und dem Moment geschuldet. Z. b. haben am Anfang des Trios die Streicher das Tempo nicht richtig abgenommen; dann kann man besonders bei Bruckner leider nicht mehr schneller werden. Bei dem "Langsamer", das im halben Tempo geplant war, reicht schon ein Musiker, der sich daran nicht erinnert ... Und insgesamt geriet die Aufführung auch für meinen Geschmack etwas zu langsam, was aber, wie ich glaube, vor allem am Raum liegt. Auf dem Podium konnte man sich schlecht hören, und dann wird man vorsichtig und schleppt etwas. Schließlich gibt es natürlich auch noch völlig unvorhergesehene Dinge -- und die waren wirklich skurril!!!


    1.) Ich hatte ein vergleichsweise kleines Podest, gerade mal etwa ein halber Quadratmeter. Nach nur knapp zwei Minuten, kurz vor dem Hauptthema, fiel mir plötzlich die rechte Kontaktlinse aus dem Auge, direkt vor mir auf den roten Teppich, wo ich sie dann liegen sah, unversehrt, aber nahe am Rand. Man hört den Moment am zeitweiligen Durcheinander etwa ab T. 59. Ich habe gottlob auswendig dirigiert und hatte keine Partitur vor mir. Aber praktisch mit nur einem Auge zu dirigieren war schon merkwürdig. Erst vor dem Adagio konnte ich mich bücken und die Kontaktlinse tatsächlich wieder einsetzen... Der positive Nebeneffekt war: Ein Freund von mir, der auch Dirigent ist, lobte hinterher, daß mein Dirigieren viel besser geworden sei, weil ich so ruhig und fest im Boden stand. Kein Wunder ...


    2.) Beim Übergang zum Trio war nicht uneingeschränkt das Orchester schuld: Ein Schmetterling gaukelte herein durch eine offene Dachluke, in den letzten Takten des Scherzo, und flog in aller Seelenruhe mal zu diesem, mal zu jenem Pult, nahm auch einmal auf einer Geige Platz ... Es war ein wunderschöner, großer Brauner Fuchs.


    3.) Im Adagio, genau an der Stelle, wo der himmlische Streicherchoral in A-Dur einsetzt, schwebte plötzlich ein riesengroßes Kastanienblatt aus nämlicher Deckenluke ganz langsam majestätisch herab auf den Boden, genau in der Mitte, direkt vor mir ... That´s live ...


    Mit dem Orchester war ich eigentlich sehr glücklich. Gerade, weil das Orchester keine Erfahrung mit dem Werk hatte, habe ich viele Dinge probieren können, die mir ein anderes Orchester nicht so ohne weiteres abgenommen hätte. Ich war im Gegenteil glücklich über viel Aufgeschlossenheit in deren Reihen. Ich hätte mir nur einen Tag mehr zum Proben für einen etwas entzerrteren Probenplan sowie noch ein oder zwei weitere Konzerte gewünscht, damit alle mehr davon gehabt hätten. Ich hätte gern wieder mit dem Orchester gearbeitet, aber das Konzert kam nur auf den ausdrücklichen Wunsch von Jörg Zulehner, dem inzwischen leider verstorbenen langjährigen Präsidenten des Gmundener Brucknerbundes zustande, der auf mir als Dirigent bestand, nachdem er mich kennengelernt und einen Konzertmitschnitt von mir gehört hat.


    Leider bin ich als Musiker auf Veranstalter angewiesen, die sich so etwas erlauben können. Denn für den normalen Betrieb ist jemand wie ich "nicht bankable". Ich hätte kein Interesse daran, meine Haut für eine Agentur zu Markte zu tragen und bis zu 100 Konzerte im Jahr nur dafür zu dirigieren, daß die Agentur auf ihre Kosten kommt. Der Preis dafür, den ich persönlich zu zahlen hätte, wäre mir viel zu hoch. Ich bin eher der Typ, der schon glücklich ist, fünf Projekte im Jahr machen zu können -- dafür aber alles gründlich vorbereitet. Es wäre ein Alptraum für mich, das abgenudelte Standardrepertoire rauf und runter dirigieren zu müssen, und ich hätte keine große Lust, mich immer wieder zu wiederholen... Aber die Agenturen haben nun einmal leider das Sagen; was jemand musikalisch anzubieten hat, zählt da nicht sonderlich, solange ein Dirigent die Rolle klaglos spielt, die ihm die Mischpoke aus Agenten, Veranstaltern und Managern zugedacht hat. Auch die Janacek Philharmonie sah keinen Grund, mich von sich aus nochmals einzuladen ...
    :untertauch:

  • Zitat

    Original von Elisabeth


    Ist wirklich die Klangtechnik so entscheidend?
    Natürlich hat Ben einen ganz andern akustischen Raum (Ben, könntest Du dazu noch etwas sagen?) – aber was mich interessiert, ist der interpretatorische Ansatz – und der kommt auch in Bens Aufnahme sehr gut herüber. Und mit dem, was Ben aus der Musik macht, zähle ich diese Interpretation zu den überzeugendsten, die ich bislang gehört habe!


    Hallo Elisabeth,


    es ist erstaunlich (oder auch nicht), denn Ben und ich hatten uns über das Thema der Klangqualität bereits länger ausgetauscht.


    Sie ist nicht haupt-entscheidend, aber dennoch nicht zu vernachlässigen.
    Wenn gewisse Dinge nicht zu hören sind, dann liegt das idR am Dirigenten, der Details vernachlässigt oder am Orchester, dem es an der Spielkultur fehlt, diese Details rüberzubringen oder an der Klangqualität, die Details verschluckt.


    Bei einer professionellen Aufnahme aus 2002 möchte ich, wenn ich fehlende Details entdecke, Punkt 3 ausschließen können.


    Natürlich steht aber der künstlerische Wert einer Aufnahme im Vordergrund und den kann ich zweifelsfrei z.B. bei einer Mono-Aufnahme von Horenstein oder Furtwängler oder bei einer technisch nicht optimalen Aufnahme wie der von Ben erkennen.


    Zitat

    Das sehe ich nicht so eng – natürlich höre ich den ein oder anderen verwackelten Einsatz oder kicksende Bläser. Dafür vermittelt mir die Aufnahme viel mehr als die technisch perfekten das Gefühl, das Entstehen der Musik im Augenblick gerade jetzt miterleben zu dürfen – und das hat für mich einen ganz eigenen Reiz!


    Korrekt, technische Perfektion ist nicht alles. Ich höre gerne Live-Aufnahmen, weil mir Spontaneität mehr gefällt als technische Perfektion.
    Auch bei Harding "sitzt nicht alles" 100% ig, Carlos Kleibers Aufnahme der 4. von Beethoven "glänzt" im 1. Satz durch einen wunderbaren Verspieler der Celli, aber trotzdem sind das ganz ausgezeichnete Aufnahmen.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • LIeber Ben,


    die Umstände der Konzertaufführung lesen sich sehr abenteuerlich...


    Zitat

    Original von ben cohrs
    Mit dem Orchester war ich eigentlich sehr glücklich. Gerade, weil das Orchester keine Erfahrung mit dem Werk hatte, habe ich viele Dinge probieren können, die mir ein anderes Orchester nicht so ohne weiteres abgenommen hätte. Ich war im Gegenteil glücklich über viel Aufgeschlossenheit in deren Reihen.


    Die Aufgeschlossenheit dürfte besonders dem Finale gegolten haben. Keiner der Musiker wird wohl vorher in den Genß gekommen sein, das Finale anhören zu dürfen.


    Wie ich schon schrieb: Das hört man auch. Das positive Bemühen des Orchesters wird im Finale für mich besonders hörbar.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Leider verschafft die CD immer wieder die Illusion der "perfekten Aufnahme". Fehlervermeidung wird gern zum wichtigen Kritikerium beim Hören. Aber Menschen sind nun einmal nicht perfekt. Und wer sich mehr darüber ärgert, daß ein Hornist kiekst, als sich dem Musizieren hinzugeben, bedenke dies. (Nur ganz allgemein gesprochen!!!) Auch für ein Orchester wie das RSO Schweden ist es nicht alltäglich, eine achtzigminütige Bruckner-Sinfonie, vorher noch Mendelssohns Violinkonzert und das ganze dann auch noch zwei mal hintereinander aufzuführen.

  • Liebe Forianer!


    Wer kommt denn zu der Aufführung der Neunten in Mannheim (Nationalorchester unter Friedemann Layer, Mozartsaal, 31.3. und 1. 4.)?


    Ich würde mich freuen, Euch am 31. März dort zu treffen.


    Für alle, die es nicht schaffen, gibt es am 1. 4. eine Radio-Live-Übertragung des zweiten Konzertes auf DeutschlandRadio.

  • Liebe Finale-Freunde:
    Leider stellte sich heute heraus, daß ich aus verschiedenen Gründen leider NICHT nach Mannheim kommen kann. Ich wünsche jedoch allen, die hinfahren, viel Freude beim Konzert!
    Liebe Grüße
    BGC

  • Leider kann ich nächste Woche nicht zu den Bruckner-Konzerten in Mannheim gehen, habe aber einen freien Tag nach Ostern genutzt, im Heidelberger Musik-Institut die beiden Veröffentlichtungen von John Phillips zum Finale der 9. Sinfonie anzuschauen:


    Phillips, John A. (Hrsg.): Anton Bruckner, IX. Symphonie d-moll, Finale (unvollendet), Rekonstruktion der Autograph-Partitur nach den erhaltenen Quellen, Dokumentation des Fragments, Partitur einschl. Kommentar & Stimmen, Wien 1999/2001


    Phillips, John A. (Hrsg.): Anton Bruckner, IX. Symphonie d-moll, Finale (unvollendet), Faksimile-Ausgabe sämtlicher autographen Notenseiten, Wien 1996


    Der Autograph zeigt ein durchgehendes Particell (Entwurf des Satzes in wenigen vereinfachten Stimmen), und ansonsten völlig ausgearbeitete Abschnitte, die unterbrochen sind von sehr großen Lücken.


    Phillips hat in einer Übersicht das Material in Blöcke zusammengestellt und im Text Kommentare eingefügt, wo es größere Unterbrechungen gibt. Im wesentlichen ergeben sich 3 Teile:


    Takt 1 - 278. Zusammenhängend auskomponiert. Lücken gibt es nur bei einzelnen fehlenden Bogen. Auch von diesen 278 Takten wurden jedoch gleich am Anfang einige von Bruckner gestrichene Noten wieder aufgenommen und an zahlreichen weiteren Stellen einige Noten aus anderem Material eingearbeitet. Phillips nennt Passagen jeweils ab den Takten 59, 75, 91, 107, 123, 223, 239, 271.


    Takt 279 - 526. Streicher komplett, einige Bläserhinweise. Der Bruch im Vergleich zu den ersten ersten 278 Takten ist weit größer, als das jetzt klingen mag. In diesem Teil befindet sich ab Takt 311 auch die Fuge. Ziemlich am Ende fehlt nochmals ab Takt 511 ein Bogen mit 16 Takten.


    Mit Takt 526 bricht noch vor der Coda das vorliegende Material ab. Für die Coda gibt es einige wenige Hinweise.


    Ben fasste beim Start dieses Threads zusammen: "Im zweiten Teil klaffen durch die verlorenen Bogen 15, 20, 25, 28 und 31 Lücken, deren Inhalt sich jedoch weitgehend aus den Entwürfen rekonstruieren ließ. ... Nurmehr 43 Takte wurden von den Herausgebern ohne direkte Vorlage synthetisiert, weniger als zwei Drittel des Ganzen nachträglich instrumentiert."


    Wird die Partitur gelesen, sieht das doch wesentlich dramatischer aus. Ben hatte Peter Gülke zitiert, der auf dies Phänomen eingeht, wie katastrophal eine unvollständige Partitur wirkt, etwa im Vergleich zu nicht fertig gestellten Gemälden oder Skulpturen. (Ob sich das in der Musik des 20. Jahrhundert geändert hat, - siehe die Hinweise auf Charles Ives, Sibelius und Pierre Henry in anderen Beiträgen -, ist für mich nach wie vor eine äußerst spannende Frage, der ich weiter nachgehen will.)


    Wenn die Partitur in diesem Zustand verglichen wird mit anderen Partituren, die Bruckner fertig gestellt hat, kann für mich kein Zweifel mehr bestehen, wie viel noch fehlt. Weiter zeigen die zahlreichen nachträglichen Überarbeitungen im ersten Teil, der schon als auskomponiert gilt, wie sehr Bruckner noch an der Musik gearbeitet hat.


    Wem es wichtig ist, "möglichst viel Bruckner" zu hören, für den erscheint mir daher der Vorschlag von Phillips am besten, ausschließlich das vorliegende Material zu spielen, an den kritischen Stellen durch Kommentare zu erläutern und keine eigenen Ergänzungen vorzunehmen. Die von ihm vorgelegte Partitur, die keinerlei "Hinzukomponiertes" enthält, wurde von Harnoncourt 1999 uraufgeführt und 2001 von Ben in der Tonhalle Düsseldorf gespielt. So vorzugehen halte ich für die beste Lösung.


    Alle anderen Fassungen haben sicher auch ihren eigenen Wert, zeigen jedoch stärker, wie die jeweiligen Autoren Bruckner sehen und verstehen. Das sind für mich ernst zu nehmende Beiträge, die ich mit großem Interesse anhöre, und die anregen, über Bruckners Musik weiter nachzudenken, aber sie sollten nicht als "Bruckner" verkauft werden. Ihr größter Wert besteht darin, dass nun überhaupt das Finale und die dort von Bruckner gestalteten musikalischen und theologischen Fragen zugänglich geworden sind.


    Inzwischen habe ich es in verschiedenen Interpretationen oft gehört und habe persönlich immer mehr den Eindruck, dass Bruckner auch die ersten Takte noch stark überarbeitet hätte. Für mich klingt zum Beispiel die erste Tutti-Steigerung noch sehr stark als ein Entwurf, um die Grundstruktur festzuhalten, die jedoch noch zu überarbeiten wäre. Aber auch das ist nur eine persönliche Meinung.


    P.S. Lieber Ben, aufgrund der Spaltung der Bruckner-Diskussion in zwei Foren muss ich diesen Beitrag doppelt abstellen, was ich normalerweise vermeide. Nach erneuter Lektüre Deines Beitrags interessiert mich sehr, mehr zu erfahren über die von Dir genannten "Theoriesysteme, die Bruckner selbst als Fundament seines Komponierens galten", durch deren Verständnis Phillips so gute Fortschritte gelangen. Gibt es dazu irgendwo weitere Ausführungen? Oder ist damit die Arbeitsweise Bruckners gemeint, über mehrere Entwürfe, Austausch korrigierter Bogen das vollständige Werk zu schaffen?


    Viele Grüße,
    Walter

  • Lieber Walter:
    Es geht schon mit den Begrifflichkeiten los, die klar sein sollten.
    Es gibt bei Bruckner kein durchgehendes Particell. Das autographe Material enthält zwar Particell-Skizzen, aber im wesentlichen handelt es sich um die "Autograph-Partitur im Entstehen", von der manche Bogen ganz fertig waren, andere weniger, etliches wieder verworfen und ausgesondert.


    Die Faksimile-Ausgabe bietet durch ihre Anlage (alle Versionen eines Bogens unmittelbar hintereinander) das Problem, das sie richtig gelesen werden will. Wenn Du beispielsweise einen zusammenhängenden Eindruck von der letzt-erhaltenen Arbeitsphase bekommen möchtest, ginge das nur, wenn Du Dir die entsprechenden Seiten kopierst und hintereinander bindest...


    Ob Bruckner wirklich die ersten Takte noch weiter überarbeitet hätte, können wir natürlich nicht wissen. Aber wenn Du Dir einmal die Mühe machst, sämtliche erhaltene Stadien der Anfangssteigerung in ihrer Substanz zu vergleichen, läßt sich gut erkennen, welche Elemente Bruckner stets beibehalten hat, woran er gearbeitet hat, was er verändert hat, welche Varianten er probiert hat.


    Zu Deiner letzten Frage: Sowohl als auch. Bruckners Arbeitsweise erschließt sich leider nur aus gründlichem Studium der Handschriften (so ist es zum Beispiel unglaublich wichtig, die Kompositions-Stufen und Arbeitsphasen im Finale in Beziehung zu setzen zu denen der ersten drei Sätze, aber auch zu anderen Werken, um wirklich adäquate Schlüsse ziehen zu können). Hinzu kommt Bruckners Tonsatzkunst (Harmonie und Kontrapunkt), Stimmführung, Instrumentationsgewohnheiten, Instrumentenbehandlung.


    Leider Gottes handelt es sich bei all diesen Dingen um weitgehend weiße Flecken auf der Bruckner-Landkarte. Das beständige Bewerten und Sammeln von Hinweisen, Erkenntnisse und Einsichten kostete uns immerhin 25 Jahre ...


    Wenn Du mal in Bremen sein solltest, melde Dich doch. Ich stehe gern für ein Treffen mit ausführlicheren Erklärungen zur Verfügung!

  • Liebe Forianer:


    Die Administration hat meinen Thread "Bruckners Neunte komplett in Mannheim" verschoben, undzwar in die Nebenthemen, "Aktuelles aus der Klassikwelt".


    Der Link dazu ist nach der Tamino-Adresse mit Schrägstrich:


    thread.php?threadid=7696

  • Liebe Forianer:


    Unabhängig von hier gelegentlich von mir zitierten Rezensionen möchte ich nochmals darauf hinweisen, daß ich zu sämtlichen Aufführungen und Einspielungen unserer Aufführungsfassung des Finales einen Pressespiegel erstelle.


    Auf Anfrage kann ich Euch gern Auszüge per e-mail zukommen lassen.

  • Liebe Finale-Freunde:


    Stefan Blunier, scheidender GMD in Darmstadt, war von der Aufführung der Neunten mit Finale unter Friedemann Layer so überzeugt, daß er sich nun dazu entschlossen hat, für seine Abschiedskonzerte die Neunte mit Finale ebenfalls aufs Programm zu setzen. Die Aufführungen finden statt am 21. September 2008 um 11 Uhr und am 22. September um 20 Uhr im großen Saal des Theaters.
    Ich werde sicher dort sein, denn am 21. September (ein Sonntag) habe ich Geburtstag -- und was kann man sich schöneres wünschen?

  • REVIDIERTE NEUAUSGABE ERSCHIENEN


    Liebe Forianer:
    Der gründlichst revidierte Nachdruck 2008 der Studienpartitur des Finales mit Kommentar in Deutsch und Englisch ist ab sofort in der Musikproduktion Höflich erhältlich.


    (Repertoire Explorer Study Score 444, musikmph.de)

  • Liebe Forianer!
    Ich werde ganz bestimmt bei der Aufführung der Neunten unter Stefan Blunier in Darmstadt am 21. 9. sein. Außerdem habe ich an dem Tag Geburtstag.


    An alle, die noch kommen möchten: Bitte gebt mir doch Bescheid oder schreibt ein pin oder e-mail an meine allseits bekannte Adresse


    bruckner9finale@web.de


    Vielleicht kann man sich auf ein Gläschen oder zum Essen irgendwo treffen?
    Das Konzert ist ja mittags um Elf ...
    Es empfiehlt sich, allmählich Karten zu besorgen; ich hörte von verschiedener Seite, daß das bereits knapp wird.
    Liebe Grüße
    Ben

  • Lieber Ben,


    ich habe mir eine Karte reserviert und werde Dich anschreiben. Ich freue mich sehr auf ein persönliches Treffen in Darmstadt.


    Viele Grüße,


    Walter

  • Zitat

    Original von ben cohrs
    Liebe Finale-Freunde:


    Stefan Blunier, scheidender GMD in Darmstadt, war von der Aufführung der Neunten mit Finale unter Friedemann Layer so überzeugt, daß er sich nun dazu entschlossen hat, für seine Abschiedskonzerte die Neunte mit Finale ebenfalls aufs Programm zu setzen. Die Aufführungen finden statt am 21. September 2008 um 11 Uhr und am 22. September um 20 Uhr im großen Saal des Theaters.
    Ich werde sicher dort sein, denn am 21. September (ein Sonntag) habe ich Geburtstag -- und was kann man sich schöneres wünschen?


    Lieber Ben,


    schade, ich hab leider Dienst an diesem Tag ;(


    Weißt Du zufällig, ob es eine Aufzeichnung oder Rundfunkübertragung von diesem Konzert geben wird?



    LG, Elisabeth

  • In zwei Wochen ist es so weit, und ich freue mich, mit meiner Frau dabei zu sein (am Sonntagstermin, das Konzert gibt's ja dann noch einmal am Montagabend). Wir sind gern dabei, wenn sich anschließend noch bei einem Kaffee oder so Gelegenheit für einen Erfahrungsaustausch bieten sollte.


    Restkarten sind noch zu bekommen, aber nicht mehr viele, wie ich gerade gesehen habe.


    Ich weiß gar nicht mehr, wann ich zuletzt eine Bruckner-Symphonie im Konzertsaal erlebt habe. Dabei schätze ich die Neunte sehr, zumal ich sie diesmal erstmals mit dem von Ben komponierten Finale erleben werde. :pfeif: Darauf bin ich besonders gespannt.

  • Liebe Finale-Freunde:


    Da diesbezüglich Fragen aufgetaucht sind, hier noch einmal vosichtshalber zur Richtigstellung -- bei der Aufführung der Neunten mit Finale am 21. (11.00) und 22. (20.00) September im Theater Darmstadt unter Stefan Blunier erklingen die ersten drei Sätze in der kritischen Neuausgabe von mir, das Finale im revidierten Nachdruck 2008 der SPCM-Aufführungsfassung, also in der Gestalt, in der das Werk 2007 auch von Daniel Harding aufgeführt wurde.


    Ich werde zu beiden Konzerten anwesend sein. Wer möchte, kann mich nach dem Konzert jeweils am Haupteingang des Theaters treffen.

  • Kleine Ergänzung zu Darmstadt: Am Montag abend wird es, so wie es jetzt aussieht, nach dem Konzert einen After-Concert-Talk mit mir und Stefan Blunier geben. Bitte darauf einrichten!

  • Es war sehr beindruckend: Heute morgen war ich dabei und war überwältigt! Stefan Blunier bevorzugte zügige Tempi, es hörte sich transparent, klar durchleuchtet und teilweise unbarmherzig hart an (Scherzo!). Dadurch wurde für mich das dissonant Zugeschärfte, die kühne, grenzüberschreitende, "moderne" Harmonik deutlich. Das Finale hörte ich zum ersten Mal im Zusammenhang - für mich war es ein logischer Abschluß des Werks. Ob dies so nun im Sinne des Komponisten gewesen wäre, kann ich nicht beurteilen - ich fand es stimmig.


    An Ben ein herzliches Dankeschön für seine Arbeit, die dieses Erlebnis erst ermöglichte! (Und beim Theater-Türken anschließend war's auch gemütlich und schön...)


    Ein Tip für Interessenten, die sich die Wiederholung morgen antun möchten: Nach Möglichkeit unbedingt im Rang sitzen - selbst an der Seite hinten klang es gut und ausgewogen; ein anderer Hörer, der im Parkett saß, bemängelte das Übergewicht der Blechbläser.

  • Nun -- leider war die Kritik nicht ganz so gnädig.
    Rezensent Heinz Zietsch fand im "Darmstädter Echo":


    "Zweifellos, das Adagio ist der Höhepunkt von Bruckners Neunter. Braucht es da noch ein komplettiertes Finale? Denn Neues kommt jetzt eigentlich nicht mehr. Vieles wirkt wie ein Patchwork zusammengestückelt. Die Radikalität des Vorangegangenen wird im ergänzten Finale ins Feierlich-Monumentale zurückgenommen zum Choral, der eine Paraphrase sein könnte auf „Christ ist erstanden“. Dieses Finale hat allenfalls zu Bruckners Kern in den vorausgegangenen Sätzen geführt. In diesem Sinne ist Bruckner wieder auferstanden."


    Man sieht -- an den alten Klischees ändern auch solche Aufführungen offenbar leider wenig. Und bei Kritikern, die eingefahrene Hörgewohnheiten haben, allemal nicht.
    :untertauch:

  • Daß der Darmstädter Rezensent mit dem Finale Schwierigkeiten hatte, kann ich durchaus nachvollziehen: Auch ich habe das Werk seinerzeit durch Interpretationen (Furtwängler, Jochum) kennengelernt, die das Adagio so weihevoll-endzeitlich zelebrieren, daß deutlich wird: Danach darf eigentlich nichts mehr kommen. Stefan Blunier hat hier - so meine Wahrnehmung - gegengesteuert, indem er den 3. Satz so zügig, straff durchzog, daß klar wurde: Hier wird etwas Neues vorbereitet - schwierig natürlich, wenn man am Gewohnten festhalten möchte.


    Ich selbst hatte noch am ehesten zu Beginn Probleme, mich einzustimmen, weil mir im 1. Satz das vertraute Bruckner-Pathos fehlte, dieses metaphysische Herumwabern, das mich durchaus schon fasziniert hatte; mir war es am Anfang noch etwas zu nüchtern. Allerdings war mir nicht recht klar, ob das an Bluniers antiromantischer Haltung (?) lag oder eher daran, daß ich selbst schon lange keinen Bruckner mehr gehört hatte.


    Spätestens mit der brutalen Härte des Scherzos allerdings war ich völlig gefangen von dem, was ich da erlebte, und der Beginn des 3. Satzes überwältigte mich dann vollends - so daß ich, wie schon geschrieben, das Finale als logischen und überzeugenden Abschluß erlebte - und jetzt gern wüßte, welche CD-Aufnahme dieser Interpretation wohl nahe kommen könnte ...


    Interessant wäre für mich auch die Frage, ob eine eher traditionelle Auffassung des Adagios mit dem Finale - dann ebenfalls langsamer, evt. weihevoller - harmonieren könnte.

  • Zitat

    Original von Gurnemanz
    Daß der Darmstädter Rezensent mit dem Finale Schwierigkeiten hatte, kann ich durchaus nachvollziehen: Auch ich habe das Werk seinerzeit durch Interpretationen (Furtwängler, Jochum) kennengelernt, die das Adagio so weihevoll-endzeitlich zelebrieren, daß deutlich wird: Danach darf eigentlich nichts mehr kommen. Stefan Blunier hat hier - so meine Wahrnehmung - gegengesteuert, indem er den 3. Satz so zügig, straff durchzog, daß klar wurde: Hier wird etwas Neues vorbereitet - schwierig natürlich, wenn man am Gewohnten festhalten möchte.


    Hallo Gurnemanz,


    so ähnlich hatte ich auch gedacht, bevor ich die viersätzige Version(en) kennen lernte. Es gibt in der Tat nur sehr wenige dreisätzige Versionen, in denen der musikalische Fluß, so wie von Bruckner gewünscht, durchgehalten wird. Spontan fällt mir nur Ferdinand Leitner (Hänssler) (eventuell noch Herbert Blomstedt (Decca)) ein, der nicht bis fast zum Stillstand abbremst.


    Auch ich mußte mich zuerst an den "anderen Schluß" gewöhnen, aber ich denke, daß es auch in der dreisätzigen 9. richtig ist, Bruckners Tempoangaben zu beachten, denn, auch wenn Bruckner das Finale selbst nicht vollenden konnte, hatte er niemals geplant, sein Werk mit dem Adagio enden zu lassen.


    Zitat

    Interessant wäre für mich auch die Frage, ob eine eher traditionelle Auffassung des Adagios mit dem Finale - dann ebenfalls langsamer, evt. weihevoller - harmonieren könnte.


    Dann höre Dir mal die Aufnahme mit Johannes Wildner an.



    Wildner favorisiert generell recht gemessene Tempi: 23'12'', 10'58'', 25'06'' und 23'28'' und bremst, wie üblich, das Tempo des Adagios zum Schluß bis fast zum Stillstand ab.


    Das Finale enstpricht zwar dem Stand von 1996, aber die Unterschiede zur neuen Fassung sind nicht so gravierend.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Nach Konzerten mit den Finalfassungen von Nors S. Josephson und Peter Jan Marthé im Jahr 2006 konnte ich jetzt in Darmstadt die SPCM-Version live hören, die mir bisher nur von den CDs und Konzertmitschnitten unter Wildner, Bosch und Harding bekannt war. Es war das 2. Orchestert-Konzert der Saison 2008-09. Stefan Blunier leitet das Orchester seit 2001 und wird es am Ende dieser Saison verlassen. Es war zu sehen und zu hören, dass sich Orchester und Dirigent gut kennen. Blunier schlug von Anfang an ein sicheres Tempo ein, das im Finale ein wenig beschleunigt wurde. Dadurch wurde eine große Geschlossenheit erzielt, und das Publikum folgte durchweg gespannt und aufmerksam. Die Begeisterung und Konzentriertheit, die ich bei den Konzerten mit Klaus Arp und Marthé erlebt hatte, fehlte allerdings. Besonders in den ersten beiden Sätzen wirkte die Dynamik ein wenig gepreßt und fiel dann bei den ruhigeren Stellen naturgemäß etwas ab. Celli und Kontrabässe blieben ein wenig blass, das Gesanghafte der Holzbläser könnte sich noch besser entfalten. Im Vergleich mit den mir bekannten Einspielungen würde ich es dennoch im Ganzen in der Nähe der Wildner-Aufnahme sehen.


    Wie schon bei den anderen Konzerten zeigte sich im "Nachklang" die ungeheure Suggestivkraft der von Bruckner im letzten Satz entworfenen Melodien, die sich tief einprägen. Dennoch bleibe ich überzeugt, dass Bruckner noch viel an diesem Satz geändert hätte. Je öfter ich ihn höre, desto mehr kann ich mir vorstellen, dass Bruckner gerade die kammermusikalischen Stellen weiter ausgearbeitet und möglicherweise noch ganz andere Klangfarben zum Hören gebracht hätte, wie es etwa am Anfang des Scherzo oder in der Mitte des Adagio (mit dem Oboen - Klarinetten - Klang) zu hören ist und diesen Sätzen ihre jeweis besondere Farbe verleiht. So müssen wir froh sein, dass wenigstens so viel an Entwürfen vorliegt, um unterschiedliche Vollendungen anzuregen und dem Hörer die Möglichkeit zu geben, sich in die letzten Visionen von Bruckner hineinzufühlen.


    Viele Grüße,
    Walter

  • Heute habe ich die hier schon mehrfach besprochene Einspielung erstmals gehört:


    Daniel Harding, Schwedisches Radio-Symphonie-Orchester, Rundfunkmitschnitt vom 9.11.2007


    Meine ersten Eindrücke, die sich schon in der Einleitung des 1. Satzes bildeten - solide, zu ruhig - bestätigten sich im weiteren Verlauf, bis zum 3. Satz, vielleicht bin ich hier einfach zu sehr von romantischen Interpretationen, die das Pathetische ind Erratische betonen, versaut, jedenfalls fehlten mir die lang ausgesungenen, intensiven Spannungsbögen. Im Finalsatz dagegen, der mir relativ neu ist, sagte mir die gemessene und langsam sich entfaltende Darstellung Hardings durchaus zu - das hat mich berührt, und ich empfand den deutlichen Kontrast zu der Darmstädter Aufführung mit Stefan Blunier (s. o.) am 21.9.08, als bereichernd: Die differenzierte Auffächerung, der warme Klang und der weitgehende Verzicht auf theatralische Wirkung (anders als bei Blunier, der viel härter und "unbarmherziger" zur Sache gegangen war) beeindruckten mich.


    Eine grundsätzliche Schwierigkeit, vielleicht nicht nur für mich: Die ersten 3 Sätze habe ich in den letzten Jahrzehnten (ich muß die Neunte so um 1970 zum ersten Mal gehört haben) mehrfach gehört und die Brucknersche Klangwelt ist mir relativ vertraut. Wenn ich also heute eine Aufführung, ob von der Konserve oder im Konzertsaal, erlebe, habe ich Vergleiche und Erinnerungen, die weit zurückreichen.


    Für den Finalsatz gilt das natürlich nicht: Ich habe momentan nur den Vergleich Harding - Blunier mit zwei recht unterschiedlichen Ansätzen. Dabei interessiert mich eigentlich das Werk im Ganzen, sei es drei- oder viersätzig. Bis ich ein übergreifendes emotionales Auffassen der vervollständigten Fassung gewinne, brauche ich noch einige Hörerfahrung - bislang fällt da noch etwas auseinander - ganz unabhängig davon, ob das SPCM-Finale nun im Sinne Bruckners wäre oder nicht: Dies kann und will ich ohnehin nicht beurteilen, nur so viel: Ich bewundere die riesige, kreative Arbeit, die hier geleistet wurde, und wünsche mir weitere Aufführungen/Einspielungen in der großen Fassung.

  • Jetzt am Abend noch eine weitere Liveaufnahme, mit Friedemann Layer und dem Nationaltheater-Orchester Mannheim (Mitschnitt vom 1.4.2008):


    Was sich zunächst lebendiger und spannungsgeladener als die Harding-Aufnahme für mich anhörte, erwies sich im weiteren Verlauf als teilweise zerfahren; ich höre da Schwierigkeiten in der Abstimmung der Instrumentengruppen, im 3. Satz habe ich zeitweise den Eindruck, das Orchester müsse wie ein müder Ackergaul mitgeschleppt werden - und doch gewinne ich dieser Aufführung einiges ab, das mich anspricht: teilweise eine hohe Plastizität, wunderbar herausgearbeitete Details, weitgespannte und intensive Spannungsbögen, die ich etwa bei Harding nicht so bemerkt habe.


    Der Finalsatz hat mich bei Harding mehr erreicht, da fehlt mir bei Layer so etwas wie der vorwärtsdrängende Impetus. Es ist ein wenig zäh und dick. Und doch sagt mir der wenig kultivierte, aufgerauhte Klang zu: Es ist ungeschönt, ungeglättet - und das trifft etwas, das mir bei Bruckner durchaus angelegt ist.


    So weit meine Eindrücke nach erstmaligem Anhören.

  • Moin zusammen,


    die Aufnahme aus der Berwaldhalle in Stockholm wird heute abend im Norwegischen Rundfunk ab 19:30 wiederholt und ins Netz gestreamt:


    http://radio.hiof.no/nrk-alltid-klassisk-172.ogg


    Wer keinen Streamripper o. ä. hat: Wenn ich den URL direkt in meinen Browser eingebe (Firefox) und "save to disk" wähle, wird der Stream bei meinem System auf der Festplatte gespeichert. Es braucht dann allerdings einen kleinen Kunstgriff: Bevor(!) man den Speichervorgang mit "cancel" abbricht, muß man die Datei "nrk-alltid-klassisk-172.ogg.part" markieren, mit STRG-C eine Kopie davon erzeugen und mit STRG-V (im selben oder einem anderen Ordner) ablegen, da Firefox beim Abbrechen des Speichervorgangs das schon gespeicherte Dateifragment löscht. Dann noch bei der erzeugten Kopie ("Kopie von nrk-alltid-klassisk-172.ogg.part") das ".part" löschen und man hat eine funktionierende .ogg-Audiodatei.


    Geuß aus dem Norden, Ralf

  • Zitat

    Original von Ralf_Hamburg
    ...
    Wer keinen Streamripper o. ä. hat: Wenn ich den URL direkt in meinen Browser eingebe (Firefox) und "save to disk" wähle, wird der Stream bei meinem System auf der Festplatte gespeichert. Es braucht dann allerdings einen kleinen Kunstgriff: Bevor(!) man den Speichervorgang mit "cancel" abbricht, muß man die Datei "nrk-alltid-klassisk-172.ogg.part" markieren, mit STRG-C eine Kopie davon erzeugen und mit STRG-V (im selben oder einem anderen Ordner) ablegen, da Firefox beim Abbrechen des Speichervorgangs das schon gespeicherte Dateifragment löscht. Dann noch bei der erzeugten Kopie ("Kopie von nrk-alltid-klassisk-172.ogg.part") das ".part" löschen und man hat eine funktionierende .ogg-Audiodatei.


    Beim FF3 kann man im Downloadfenster auf "Pause" klicken. Dann geht man in den Dateimanager ins Downloadverzeichnis und gibt der Datei "nrk-alltid-klassisk-172.ogg.part" einen neuen Namen, z.B. "nrk-Bruckner#9.ogg". Dann kann man den Download abbrechen, FF3 findet keine Datei zum Löschen mehr und man erspart sich momentan das Kopieren vieler MBs...


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Die Bruckner-Diskographie von John Berky (abruckner.com) informiert darüber, daß es inzwischen sogar eine über das Internet bestellbare CD von dem Harding-Mitschnitt auf einem japanischen Piratenlabel gibt ...
    Aus rechtlichen Gründen ist das natürlich nicht sehr erfreulich...
    :stumm: