Die Klassik Connection

  • Hallo!


    Wir bewegen uns von Stück zu Stück, wobei die Stücke durch einen mehr oder weniger sinnhaften Übergang miteinander verbunden werden. Ähnlich wie früher im Rundfunk Stücke durch einen Livepianisten ineinander übergeleitet wurden.


    Ich mache den Einstieg, dann wird deutlicher, was ich meine. Ich würde Euch bitten, Euch auf Stücke (Lieder, Arien, Chorstücke, kürzere sinfonische oder solistische Sätze...) mit maximal 15 Minuten zu beschränken.


    Ich beginne mit dem schönen Lied "Vaga Luna" von Vincenzo Bellini, hier gesungen von Renata Tebaldi:



    Wikipedia sagt mir, dass Bellini am 3. November 1801 in Catania geboren wurde. Das verbindet ihn mit dem britischen Dichter der Romantik, Lord Byron, der mit vollem Namen George Gordon Noel Byron hieß. Der hat nämlich ein Stück über Francesco Foscari, einen venezianischen Dogen geschrieben. Francesco Maria Piave wiederum hat daraus das Libretto für die Verdi - Oper I due Foscari geformt. Das Stück hatte 1844 Premiere und zwar - am 3. November. Am Tag der Uraufführung wäre Bellini 43 Jahre alt geworden, wäre er nicht bereits 1835 gestorben.


    Hier ein Auszug aus der Oper, dargeboten von Montserrat Caballé



    Ich bin bei meiner Google - "Recherche" darauf aufmerksam geworden, dass Lord Byron auch das dramatische Gedicht Manfred verfasst hat, das nicht nur Robert Schumann zu seinem Opus 115 inspirierte. Auch einen der größten deutschen Philosophen - Friedrich Nietzsche - hat es zu Komposition der Manfred-Meditation verleitet (die ich im Übrigen heute erst kennen gelernt habe).



    Wer Lust hat, macht weiter...


    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo


  • Der junge sehr begabte Bariton Samuel Hasselhorn, auf den hier im Forum nach meiner Erinnerung zuerst hart in Carusos "Neuen Stimmen" aufmerksam machte, hat die "Dichterliebe" nach Heinrich Heine zweimal aufgenommenen - in der klassischen Version von Robert Schumann und als Sammlung von Vertonungen durch andere Kompositionen, darunter der Zeitgenosse Stefan Heucke. In dem für den Liedgesang sehr wichtigen Quelle im Internet, dem LiederNet-Archiv, findet sich eine Vielzahl von Beispielen. Alle Gedichte der "Dichterliebe", wurden jenseits von Robert Schumann vielfach in Töne gesetzt. Ich hatte mich mal näher damit beschäftigt und komme an dieser Stellen darauf zurück. Leider gebricht es an Tondokumenten.


    Wenn ich richtig gezählt habe, gibt es – um bei einem Fall zu bleiben – von "Ein Jüngling liebt ein Mädchen" mehr zwanzig Versionen. Unter den Komponisten sind Namen wie Eyvind Alnaeas (1872-1932) aus Norwegen, der tüchtiger Franz Lachner (1803-1890), der mehr als zweihundert Lieder hinterließ, Wilhelm Killmeyer (1927-2017), Reiner Bredemeyer (1929-1995) und Manfred Schmitz (1939-2014), zwei, die das musikalische Leben in der DDR maßgeblich mitgeprägt haben, August Horn (1825-1893), der in Leipzig als Liedkomponist bekannt wurde, der Kirchenmusiker Franz Xaver Dressler (1898-1981), der vornehmlich in der deutschen Schlagerbranche außerordentlich erfolgreiche Christian Brun (geb.1934), Heinrich Henkel (1822-1899), Königlich-Preußischer Musikdirektor, Heinrich Huber (1879-1919), Chorleiter in Schongau, wo er auch Messen, zwei Requien und viele Lieder schuf, Emil Kreuz (1867-1932), der in London hoher Anerkennung erfuhr und es zum musikalischen Vizedirektor in Covent Garden brachte, der niederländische Pianist, Dirigent und Komponist Reinbert de Leeuw (geb. 1938), Ernst Otto Nodnagel (1870-1909) aus Königsberg, wo er nicht nur komponierte sondern auch als Sänger, Schriftsteller und Musikkritiker hervortrat, Jakob Rosenhain (1813-1894), der neben seiner Tätigkeit als Pianist Opern schrieb, in Paris von Rossini und Cherubini gefördert wurde und mit Berlioz verkehrte, Johann Vesque von Püttlingen (1803-1883) der als wichtiger Liedschöpfer in Österreich zwischen Schubert und Brahms gilt, der Schweizer Carl Vogler (1874-1951), der Ire Wilhelm Vincent Wallace (1812-1865), der an der Gründung der New Yorker Philharmoniker beteiligt gewesen ist sowie die englische Komponisten Maude Valerie White (1855-1937). Auch der 1944 in Auschwitz ermordete Österreicher Marcel Tyberg hat den Jüngling, der ein Mädchen liebt, in Töne gesetzt.


    Als Komponist dieser literarischen Vorlage versuchte sich auch der Diplomat und Vertraute des deutschen Kaisers Wilhelm II., Philipp zu Eulenburg (1847-1921), der durch andere historische Begebenheiten bis in die Gegenwart bekannt blieb. Ab November 1906 warf ihm der Publizist Maximilian Harden Eulenburg in mehreren Artikeln andeutungsweise vor, homosexuell zu sein. In der Folge kam es von Herbst 1907 an zu mehreren Aufsehen erregenden Prozessen, die sich zunächst indirekt und dann auch direkt gegen Eulenburg wegen Vergehens gegen Paragraph 175 (Reichsstrafgesetzbuch) richteten. Zu einer Verurteilung kam es aber nicht mehr, obgleich Harden Zeugen unter Eid vorführte, die regelmäßig mit Eulenburg verkehrt haben sollten. Eulenburg war seit 1908 wegen seines Nervenleidens prozessunfähig. Die sogenannte Harden-Eulenburg-Affäre war einer der größten Skandale im wilhelminischen Deutschland. Der letzte Kaiser war politisch bloßgestellt und ließ Eulenburg fallen.


    Auch wenn mein Beitrag vielleicht nicht ganz den Intentionen dieser Threads entspricht, für mich sind die "Dichterliebe" und ihre vielen Komponisten durchaus ein Beispiel für Klassik Connection.


    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Hallo Rüdiger


    Vielen Dank für Deinen Beitrag, wenn er auch von der eigentlichen Intention des Threads, eine Überleitung vom vorherigen Stück zu schaffen, abweicht.

    Vielleicht schließt der nächste Beitrag an Nietzsches "Manfred Meditation" an.


    Wäre Dein Beitrag nicht besser hier zu verorten?

    Im wunderschönen Monat Mai - Robert Schumann: Dichterliebe - Liederkreis op 48


    Gruß

    WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Guten Morgen, WoKa, dachte ich mir's doch! Wenn ich ehrlich bin, hatte ich Deine Absichten nicht so ganz verstanden. Deshalb lag ich wohl auch mit meinem Beitrag falsch. Macht nix. In der Tat könnte meinen Beitrag in den von Dir verlinkten Thread verschoben werden. Aber so wichtig ist er dann doch nicht. Wenn es ein Moderator übernimmt, dann bitte gern. Ich werde hier erstmal mitlesen und mich vielleicht dann wieder melden, wenn ich begriffen haben, worum es geht. Du hast wirklich immer so schöne Ideen! :hello:

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Danke:)

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Zitat von WoKa

    Hier ein Auszug aus der Oper, dargeboten von Montserrat Caballé

    Hier dann die Arie der Lucrezia aus I DUE FOSCARI mit Caballé ....



    .....Scene "No, ....mi lasciate" +Arie +Cabaletta!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Hallo!


    Der Weg von Friedrich Nietzsche aus führt natürlich directement zu seinem Werk "Also sprach Zarathustra". Es wäre nun ein Einfaches, zu Richard Strauss und seiner Vertonung bzw. zu Deodato (2001 - Odyssee im Weltraum) zu verlinken. Mein Link führt allerdings zu dem iranischen Komponisten Amir Molookpour und seiner Assozitation zu Nietzsche:



    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Also auf in den Iran (wenn ich denn die Intention des Threads richtig verestanden habe):


    Albert KETÈLBEY führt uns auf einen persischen Markt...

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Wenn ich es dann auch richtig verstanden habe, lieber Wolfgang, müsste es ja ganz einfach sein und das nächste Stück mit dem vorherigen durch einen Gegenstand, einen Begriff, einen Ort, eine Person o. a. verbunden sein. Ich würde dann an einen anderen Markt denken und zwar an den von Richmond und an dieses Stück:

    Auf diesen Markt führt uns Friedrich von Flotow bzw. sein Librettist mit einem gleichen Vornamen, Friedich Wilhelm Riese...


    Liebe Grüße


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Hallo!


    Schöne Verknüpfung.


    Von Flotows Martha können wir einen gewagten Sprung zu Martha Mödl machen. Sie ist ja nun nicht direkt meine Generation. Meine Aufmerksamkeit habe ich dem Hinweis auf die Sendung "Boulevard Bio - Primadonnen" im Zusammenhang mit dem Tod von Jessye Norman zu verdanken.


    Hier Isoldes Liebestod:



    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Also der Tristan.....

    Ohhh. Da habe ich doch gerade noch ein O unter meinem Schreibtsch gefunden....

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Hallo


    Genau so habe ich es mir vorgestellt - wobei ich zugeben muss, dass ich (mindestens) einen Moment gebraucht habe, den Weg zu kapieren.


    Ab ins 17te Jahrhundert - zu Francesco Cavalli. - Es singt Anna Prohaska:



    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Gut, dann ab in den Wald:


    PS: Die Idee finde ich prima, das macht mir Spaß. Darf ich als erschwerendes Moment vorschlagen, daß verbindende Elemente nicht doppelt verwendet werden. Zum Francesco wäre mir nämlich auch noch was eingefallen...

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Gut, dann ab in den Wald:


    PS: Die Idee finde ich prima, das macht mir Spaß. Darf ich als erschwerendes Moment vorschlagen, daß verbindende Elemente nicht doppelt verwendet werden. Zum Francesco wäre mir nämlich auch noch was eingefallen...


    Hallo Reinhard


    Dachte ich mir, dass es Dir gefällt. Die Einschränkung macht natürlich Sinn.


    Apropos Sinn: Mit Joachim Raff bleiben wir im Alpenraum - wir betreten die Schweiz. Er wurde in Lachen geboren. Nicht so Ernest Bloch - er erblickte in Graz das Licht der Welt:


    (zum Weinen schön...)


    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Wir gehen jetzt zu einem Komponisten, von dem wir am Abend einen vierstimmigen Chorsatz in der Probe gesungen haben, von dem ich aber kein Tonbeispiel gefunden habe. Von dem Komponisten gibt es aber noch eine weitere instrumentale Komposition mit dem gleichen Titel und ist Teil des "Dettinger Tedeum", und in diesem Fall hat die Hauptinterpretin den gleichen Namen wie der Komponist:

    Wir bleiben auch bei der Interpretin in der gleichen Instrumentenfamilie.


    Angenehme Ruhe


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Hallo und guten Morgen!


    Händel hat sein Chorwerk mit Bezug auf die Schlacht bei Dettingen im österreichischen Erbfolgekrieg geschrieben. Die fand 1743 statt - in dem Jahr, in dem die Oper Demofoonte von Christoph Willibald Gluck uraufgeführt wurde:



    Gruß

    WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Da ich bis letzten Freitag einschließlich zu einem neuntägigen Aufenthalt in Leipzig und Dresden weilte, davon 7 Tage zusammen mit meinem Stammchor, liegt es nahe, die Jahreszahl 1743 auch mit Johann Sebastian Bach zu verknüpfen. Das ist aber gar nicht so einfach, zumal ich auf Anhieb auf verschiedenen Internetseiten kein Werk gefunden habe. Aber es gibt ein Spätwerk Bachs, das zwischen 172 und 1749 entstanden ist und ein Markenzeichen für Bach geworden ist, die "Kunst der Fuge", BWV 1080. Davon sei hier die Interpretation meines absoluten Lieblingspianisten genannt:

    Aber, um noch ein musikalisches Ereignis zu nennen, das genau 1743 stattfand und dessen heutige Wirkungsstätte nur unweit von der Thomaskirche, der Wirkungsstätte Bachs auch in jenem Jahr, entfernt ist, gründete dort eine Gruppe von musikliebenden Leipziger Bürgern "Das Große Concert", eine Konzertreihe, die gleichbedeutend war mit dem Gründungsdatum des heutigen Gewandhausorchesters, das demzufolge im letzten Jahr sein 275jähriges Bestehen feierte. Genau ein Jahrhundert später war 5. Gewandhauskapellmeister ein gewisser Felix Mendelssohn Bartholdy, der vor 180 1/2 Jahren Schuberts 8. Symphonie C-dur D.944 "Große C-dur" uraufführte.

    Leider kann ich davon kein YT-Video mit dem GOL einfügen, da ich keines gefunden habe. Jedenfalls konnte ich am 11. 10. dieser Quasi-Jubiläumsaufführung der Großen C-dur beiwohnen. Ich hoffe, dass ich mich mit meinen Ausführungen noch so in etwa im Rahmen dieses Threads bewegt habe.


    Liebe Grüße


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Hallo!


    Nun war Johann Sebastian Bach bekanntermaßen Thomaskantor in Leipzig. Bleiben wir bei den Cantores (?) - G.F. Telemann war Cantor Johannei in Hamburg ab 1721. Hier seine Wassermusik:



    Gruß

    WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Den Wink hin zu Händel möchte ich nicht befolgen , sondern bei Bach bleiben und auch bei Hamburg, wohin sich Bach 1720 aufgemacht hatte, damals noch Hofkapellmeister in Köthen, um die berühmte Arp-Schnittger-Orgel an St. Jacobi zu spielen und als er dann hörte, dass dort die Organistenstelle frei wurde, bewarb er sich darauf, da er sich, kurz zuvor Witwer geworden, verändern wollte. Er machte dann aber doch aus verschiedenen Gründen einen Rückzieher und ging nach Köthen zurück, sonst hätte sich die Beiden vielleicht ein Jahr später getroffen.

    Um jetzt einen musikalischen Bogen zu Hamburg und zu Bach zu schlagen, habe ich hier ein YT-Video ausgesucht, in dem der Holländer Sietze de Vries auf der Arp-Schnitger-Orgel zu St. Jakobi eine Improvisation auf "Wachet auf, ruft uns die Stimme" spielt, das Gegenstand von Bachs berühmter gleichnamiger Kantate BWV 140 ist:



    Liebe Grüße


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Hallo


    Dann sind wir jetzt in Köthen. Dort erwarb die Tochter von Joseph von Eichendorff ein Haus, wobei er wohl nicht länger dort lebte. Daher mache ich mit der Vertonung seines Gedichtes "Mondnacht" durch Robert Schumann weiter:



    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Jetzt sind wir also bei Robert Schumann, lieber Wolfgang, und da hast du ein Lied hervorgeholt, dass mich schon als Jugendlicher tief ergriffen hat, so dass ich es neben Liedern aus der Winterreise nachmittags in der Schule auch gesungen habe, begleitet von meinem Klassenlehrer, der auch mein Deutsch- und Musiklehrer war und nach dem Krieg zuerst als Liedbegleiter unterwegs war, und das war etwas, was er wirklich konnte. Aber vielleicht noch mehr ergreift mich ein anderes Lied Schumanns, eines aus der Dichterliebe, und zwar in dieser wunderbaren Interpretation:


    Liebe Grüße


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Hallo


    Dann sollten wir den Heinrich-Heine-Weg beschreiten. Hier die Vertonung "Mit deinen blauen Augen" - Hermann Prey:



    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Ich gehe den Heinrich-Heine-Weg weiter, bin aber wieder bei Robert Schumann und dem Liederkreis op. 24, dem wunderschönen abschließenden Lied "Mit Myrthen und Rosen", vorgetragen von der wunderbaren Nathalie Stutzman, die ich schon mehrfach im Konzert erlebt habe:

    Begleitet wird sie hier von Inger Södergren.


    Liebe Grüße


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Da pflück ich mir jetzt die Rosen heraus und winde einen Kranz und bin bei einem meiner Lieblingskomponisten, bei Heinrich Ignaz Franz Biber und seinen Rosenkranzsonaten, kennengelernt mit dieser Aufnahme:


    PS: den letzten Übergang habe ich übrigens nicht verstanden, lieber Willi. Klär mich bitte mal auf...

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Lieber Reinhard,


    Wolfgang hatte den Heinrich-Heine-Weg beschritten mit einer Vertonung eines Heinrich-Heine-Gedichtes von Richard Strauss "Mit deinen blauen Augen" in der Interpretation von Hermann Prey, nachdem ich vorher aus der Dichterliebe Schumanns das Lied "Ich hab' im Traum geweinet", Gedicht ebenfalls von Heinrich-Heine, in der Interpretation von Fritz Wunderlich gewählt hatte.

    Ich hatte nun auf Wolfgang geantwortet, ich würde auf dem Heinrich-Heine-Weg bleiben, aber zu Schumann zurückkehren und wählte nun aus dessen Liederkreis op. 24, Texte ebenfalls von Heinrich Heine, das Abschlusslied "Mit Myrthen und Rosen", in der Interpretation der von mir sehr verehrten Nathalie Stutzmann. Es war bis dahin ein kurzer, aber wunderschöner Kranz von Liedern, und du hast diesen Kranz von Liedern nun zu einem Rosenkranz abgeändert.

    In nehme nun deinen Ball auf und spiele ihn aus Bibers Heimat Böhmen wieder in nördliche Richtung in die Heimat Schumanns, in der ja auch Carl Maria von Weber, ein weiterer meiner Lieblingskomponisten, lange lebte und arbeitete und wo in Dresden, östlich von Zwickau, der Freischütz entstand, und ich daraus jetzt diesen wunderschönen Chor nehme, der einen anderen Kranz besingt, standesgemäß auch aus dem Ort des Entstehens in einer der schönsten Interpretationen, die ich kenne:


    Liebe Grüße


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Hallo!


    In eben diesem Dresden, in dem Weber lange wirkte, verstarb 1755 ein Komponist, den man eher in die zweite Reihe einsortiert: Johann Georg Pisendel:



    Gruß WoKa

    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo

  • Wenn ich so auf den Wetterbericht schaue, was uns in den nächsten Tagen blüht, dann muss ich mich jetzt schon schütteln. Ich bleibe bei Gottfried von der Goltz und dem fabelhaften Freiburger Barockorchester, das ich noch Ende April unter René Jacobs mit einer fulminanten Auffhührung der Missa Solemnis in Köln erlebt habe und wechsle in eine Jahreszeit mit mehr Entwicklungspotential: La primavera, hier ebenfalls fulminant dargeboten:


    Liebe Grüße


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Diese Steilvorlage nutze ich doch hiermit:

    Astor Piazolla - Four Seasons Of Buenos Aires



    Ich erinnere mich an die Aufzeichnung eines Konzertes aus dem Jahr 2014:


    Programm

    Vivaldi, The Vier Jahreszeiten, Op.8 Nr. 1-4

    Piazzolla, 4 Estaciones porteñas (Die Vier Jahreszeiten von Buenos Aires)


    Darsteller

    Royal Concertgebouw Orchestra

    Vesko Eschkenazy, Violine

    Liviu Prunaru, Violine

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Lieber Reinhard, da hast du mir aber einen schönen Ball zugespielt. Clara Jumi Kang habe ich am Ende der ersten Saison meines ABOs beim Kölner Kammerorchester kennengelernt, als sie am 1. 6. 2018 in der Kölner Philharmonie nicht nur mich, sondern das ganze Publikum mit einer hinreißenden Aufführung von Beethovens Violinkonzert D-dur op. 61 verzaubert hat. Da es davon leider keine Aufnahme gibt, habe ich stattdessen hier eine Aufnahme des Seoul Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Myungh-Whun Chung vom 24. 5. 2013:


    Liebe Grüße


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Myungh-Whun Chung

    ist bei Olivier Eugène Prosper Charles Messiaen in die Lehre gegangen. Stellvertretend für Messiaens Oeuvre hier das Werk, mit dem ich ihn kenengelernt habe.


    Und nanu..... wer dirigiert denn da???


    Ich weß, das gehört sich nicht, manipulativ zu sein, aber als verbindendes Element für den nächsten Beitrag hätte ich da so ein bestimmtes Musikinstrument im Hinterkopf... :untertauch:

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)