Künstler-Gedenktage April 2021

  • Da heute leider irgendwie niemand anderes zu wollen scheint:


    1933 – 88. Geburtstag von Montserrat Caballé (Sängerin)

    Die spanische (katalanische) Sopranistin Montserrat Caballé, geboren am 12. April 1933 in Barcelona, würde heute 88 Jahre alt werden.


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    Sie war eine der herausragenden Sängerinnen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und ihre Gesangskunst ist erfreulicherweise sehr gut dokumentiert.



    Nach so viel italienischem Repertoire hier noch ein paar deutsche Sachen:






    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1970 – 51. Todestag von Kerstin Thorborg (Sängerin)

    Die schwedische Mezzosopranistin Kerstin Thorborg (19.05.1896 - 12.04.1970) starb heute vor 51 Jahren im schwedischen Hedemora.


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    Ich kenne und schätze sie vor allem durch zahlreiche MET-Mitschnitte.



    Auch in meinem Lieblingsmitschnitt von "Salome" ist sie als Herodias mit von der Partie:




    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 13. April 2021


    1377 – 644. Todestag von Guillaume de Machaut (Komponist und Dichter) #68


    1695 – 326. Todestag von Jean de La Fontaine (Schriftsteller) #69


    1742 – 279. Todestag von Giovanni Veneziano (Komponist u.a.)


    1799 – 222. Geburtstag von Ludwig Rellstab (Dichter u.a.) #70


    1816 – 205. Geburtstag von William Sterndale Bennett (Komponist u.a.)


    1826 – 195. Todestag von Franz Danzi (Komponist u.a.)


    1830 – 191. Geburtstag von Eduard Lassen (Komponist)


    1847 – 173. Geburtstag von Elisabeth von Herzogenberg (Komponistin u.a.)


    1868 – 153. Geburtstag von John Blackwood McEwen (Komponist u.a.)


    1870 – 151. Geburtstag von Ernst Décsey (Schriftsteller)


    1886 – 135. Geburtstag von Ethel Leginska (Dirigentin, Pianistin u.a.)


    1899 – 122. Todestag von Friedrich Wilckens (Komponist und Pianist)


    1906 – 115. Geburtstag von Samuel Beckett (Schriftsteller)

    1906 – 115. Geburtstag von Endre Koréh (Sänger)


    1915 – 106. Geburtstag von Stephan Hermlin (Schriftsteller)


    1931 – 90. Geburtstag von Anita Cerquetti (Sängerin) #72


    1934 – 87. Geburtstag von Siegfried Matthus (Komponist u.a.) #74


    1938 – 83. Geburtstag von Frederic Rzewski (Komponist und Pianist)

    1938 – 83. Geburtstag von Heinz Holecek (Sänger und Schauspieler) #65


    1940 – 81. Geburtstag von Vladimir Cosma (Komponist und Dirigent)


    1941 – 80. Geburtstag von Margret Price (Sängerin) #75


    1943 – 78. Todestag von Oskar Schlemmer (Maler u.a.)


    1944 – 77. Geburtstag von Elisabeth Trissenaar (Schauspielerin)

    1944 – 77. Todestag von Cécile Chaminade (Komponistin und Pianistin)


    1946 – 75. Geburtstag von Della Jones (Sängerin)

    1946 – 75. Geburtstag von Kari Tikka (Dirigent u.a.) #64


    1952 – 69. Todestag von Margarethe Siems (Sängerin)


    1953 – 68. Geburtstag von Lettie Beckon Alston (Komponistin)

    1953 – 68. Geburtstag von Hans Gansch (Trompeter) #66


    1956 – 65. Todestag von Emil Nolde (Maler)


    1959 – 62. Todestag von Eduard van Beinum (Dirigent)


    1975 – 46. Geburtstag von David Philip Hefti (Komponist und Dirigent)


    1976 – 45. Todestag von Kurt Bossler (Komponist)


    1984 – 37. Todestag von Ralph Kirkpatrick (Cembalist)


    1991 – 30. Todestag von Wilhelm Lanzky-Otto (Hornist)


    2002 – 19. Todestag von Scipio Colombo (Sänger) #71, 73


    2012 – 9. Todestag von Heinz Holecek (Sänger und Schauspieler) #65


    2013 – 8. Todestag von Adolf Herseth (Trompeter) #67


    2015 – 6. Todestag von Günter Grass (Schriftsteller)


    2018 – 3. Todestag von Miloš Forman (Regisseur)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 13. April 2021


    1946 – 75. Geburtstag von Kari Tikka (Dirigent u.a.)

    Kari Tikka, der heute seinen 75. Geburtstag feiert, studierte in Helsinki, St. Petersburg und Rom Oboe, Dirigieren und Komposition (Letzteres u.a. bei Joonas Kokkonen und Einojuhani Rautaaara). Schon als Mittzwanziger war er Dirigent an der Finnischen Nationaloper, die damals noch im heutigen Alexander-Theater spielte, dem früheren russichen Garnisonstheater. Noch vor seinem 30. Lebensjahr dirigierte er zusätzlich das Finnische Radio-Sinfonieorchester, an der Stockholmer Oper und kehrte ab 1979 wieder an die Finnische Natioaloper zurück. 1986 gründete Tikka das Sinfonieorchester Vivo, ein Jugendorchester, und war von 2005 bis 2011 künstlerischer Leiter des Urkuyö ja aaria-Festivals in Espoo.


    Bekannt wurde der Komponist Kari Tikka vor allem durch seine geistlichen Werke. Am bekanntesten sein "Armolaulu" (Song of Mercy = Gnadenlied), das er später in seine 2000 uraufgeführte Oper "Luther" einfügte. Diese Oper wurde dann auch nicht auf der Bühne der Finnischen Nationaloper gegeben, sondern in der Felsenkirche in Helsinki mit Esa Ruuttunen als Protagonisten, einem Priester und auch in Deutschland bekannten Opernsänger. Bereits 1995 wurde Tikkas Oper "Frieda" uraufgeführt.







    Beste Grüße aus Finnland


    Peter Schünemann

  • 13. April 2021


    1938 – 83. Geburtstag von Heinz Holecek (Sänger und Schauspieler)

    Ist es nicht etwas vermessen, wenn sich ein Nordlicht wie ich in einem österreichischen Kulturforum an Heinz Holecek erinnert, der heute vor 83 Jahren geboren wurde und am selben Tag vor nunmehr 9 Jahren starb ? Sollte dies nicht einem Österreicher, am besten einem Wiener vorbehalten sein?

    An welchen Heinz Holecek erinnere ich mich? An den Opern- und Operettensänger? An den Sänger Wiener Lieder? An den Schauspieler, Entertainer, Parodisten? Ich habe Heinz Holecek nie auf der Bühne erlebt, "erlebt" jedoch Anfang der 70er Jahre nach Tom Krauses erstem Wiener Liederabend (beide kannten sich aus dem Studium), als er sich nach dem Konzert im Hotel Sacher über einen Kellner mokierte und sogleich eine Kostprobe eine seiner Parodien ("Das es so was gibt!") zum besten gab.

    Holecek hatte bei Elisabeth Rado studiert, zu deren Schülern u.a. Waldemar Kmentt und Eberhard Waechter gehörten, und 1960 an der Wiener Volksoper und 1962 an der Wiener Staatsoper debütiert, beide Male als Papageno, die zu seinem "Markenzeichen" werden sollte, mit der er so gut wie weltweit gastierte.

    Für mich unvergessen ist Heinz Holecek jedoch als Parodist und Stimmenimitator, und ich erinnere mich gerne an eine LP, auf der er im Verein mit Otto Schenk Künstler wie u.a. Leo Slezak, Josef Schmidt, Dietrich Fischer-Dieskau imitierte. Ich weiß nicht seine Künste als "seriöser" Sänger einzuschätzen, erinnere aber an eine Kritik des Wiener "Merker", in dem Holecek nach einer La Bohème-Aufführung empfohlen wurde, als Schaunard Giuseppe Taddei zu imitieren - was wohl nicht gerade als Kompliment gemeint war.

    Heinz Holecek verstarb im April 2012 an seinem 74. Geburtstag. Sein Sohn Sebastian ist in des Vaters Fußstapfen getreten.











    Beste Grüße aus Finnland


    Peter Schünemann

  • Zitat von Stimmenliebhaber

    1953 – 68. Geburtstag von Hans Gansch (Trompeter)


    Hans Gansch, Orchestertrompeter und Trompetensolist


    Erhielt ersten Musikunterricht im Alter von sieben Jahren beim Vater (Blockflöte und kleine Trommel), Trompetenunterricht ab dem elften Lebensjahr. Studium am Brucknerkonservatorium Linz bei Franz Veigl; 1974–76 erster Trompeter im Bruckner-Orchester Linz;
    1976–82 erster Trompeter beim Radio Symphonieorchester Wien;
    1982–96 erster Trompeter im WienerStaatsopernorchester und bei den Wiener Philharmonikern;
    seit 1997 Prof. für Trompete an der Salzburger MHsch. Mozarteum; Kammermusik mit zahlreichen Ensembles, darunter Art of Brass Vienna, Brass Band Oberösterreich, Pro Brass, Austrian Brass Connection sowie BläserPhilharmonie Mozarteum Salzburg


    Heute feiert Hans Gansch seinen 68. Geburtstag.


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    Die legendäre Alpensinfonie von 1994, Seiji Ozawa mit Wiener Philharmonikern
    Hans Gansch 1. Trompete



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    Wiener Philharmoniker, Seiji Ozawa

    4-9.Mar.1996, Wien (49:13)

    CD: Philips 454 448-2 (out of print)


    Links:
    https://trumpetscout.de/hans-g…ter-der-aufhoeren-konnte/
    https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_G/Gansch_Familie.xml
    fb

    :):):)

  • Zitat von Stimmenliebhaber

    2013 – 8. Todestag von Adolf Herseth (Trompeter)

    Adolph "Bud" Herseth verstarb vor 8 Jahren im Alter von fast 92 Jahren. Nach ihm als legendären Principal Trumpet ist die Erster Trompeter Stelle des Chicago Symphony Orchestra benannt. Bud Herseth spielte unglaubliche 53 Jahre lang als erster Solotrompeter im CSO und war dort der Musiker, der Mitte der 1950er Jahre die C-Trompeten von Vincent Bach als Dienstinstrumente eingeführt hat.


    Der Klang der CSO-Blechbläser wurde Anfang der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts unter einer Gruppe einzigartiger Musiker geformt, berühmt und bewundert.


    Als Kommentar zu seiner in jeder Hinsicht einzigartigen beruflichen Karriere gab Bud Herseth eine Kostprobe seines trockenen Humors: zu seinen Jahrzehnten als Principal Trumpet im CSO zitierte er da einen seiner Söhne:
    "Dad, you're a failure, you have not been promoted".


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    Links:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Adolph_Herseth
    https://www.musiker-board.de/threads/bud-herseth.529398/


    :):):)

  • 1377 – 644. Todestag von Guillaume de Machaut (Komponist und Dichter)

    Heute vor 644 Jahren, am 13. April 1377, verstarb der französische Komponist und Dichter Guillaume de Machaut im Reims.


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    Er gilt als bedeutendster Komponist der Ars nova, man kann ihn somit als einen der Väter der hochentwickelten abendländischen Musik bezeichnen.



    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1695 – 326. Todestag von Jean de La Fontaine (Schriftsteller)

    Der französische Schriftsteller Jean de La Fontaine (06.07.1621 - 13.04.1695) starb heute vor 326 Jahren in Paris.


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    Berühmt wurde er vor allem für seine Tierfabeln, die auch teilweise auch vertont wurden.



    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1799 – 222. Geburtstag von Ludwig Rellstab (Dichter u.a.)

    Heute vor 222 Jahren wurde der deutsche Dichter Ludwig Rellstab (13.04.1799 - 27.11.1860) in Berlin geboren.


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    Als Journalist und Musikkritiker war er für seine scharfe Zunge gefürchtet. Im Gedächtnis geblieben ist er vor allem als Verfasser der Gedichte, die Franz Schubert vertonte und welche (neben Vertonungem von Heine-Gedichten) Eingang in den postumen Liederzyklus "Schwanengesang" fanden.




    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Heute vor 19 Jahren, am 13. April 2002, ist der Bariton Scipio Colombo in Gernsbach im Landkreis Rastatt gestorben. Er stammte aus Vicenza wo er am 25. Mai 1910 geboren wurde. Seine Gesangsausbildung erhielt er in Mailand (am Conservatorio Giuseppe Verdi bei Giuseppe Venturini) und Rom (privat beim Bariton Giuseppe de Luca). Colombo debütierte 1937 als Marcello in "La Bohème" in Alessandria. Während er in den ersten Jahren noch vorwiegend an italienischen Opernhäusern auftrat, entwickelte sich seine Karriere nach Ende des Krieges bald auf internationaler Basis. Als äusserst vielseitiger, auch an zeitgenössischer Musik interessierter Sänger, finden sich in seinem Repertoire zahlreiche Partien, die für einen 'typisch' italienischen Bariton verhältnismässig ungewöhnlich sind. Davon einige Beispiele: Britten "Peter Grimes" (Balstrode - 1947 italienische Erstaufführung an der Scala Mailand), Bartók "Herzog Blaubarts Burg" (Blaubart - 1957/58 Stadttheater Basel und Teatro Municipal Rio de Janeiro), Berg "Lulu" (Dr. Schön - Teatro Municipal Rio de Janeiro und 1967/68 Teatro dell'Opera Roma), Dallapiccola "Job" (Job - 1950 Uraufführung am Teatro Eliseo Rom), Dallapiccola "Il Prigioniero" (Titelpartie - Uraufführung konzertant 1949 RAI Turin und szenisch 1950 beim Maggio Musicale Fiorentino Florenz), Dallapiccola "Il Prigioniero" (Titelpartie - 1951 Frankfurt a. M. konzertant beim 25. Fest der IGNM), Pino Donati "Corradino le svevo" (Titelpartie - 1948 Teatro Comunale di Bologna), Hindemith "Mathis der Maler" (Mathis), Martinu "Griechische Passion" (Priester Grigoris), Pizzetti "Cagliostro" (Barone Flachsland - 1953 Szenische Uraufführung an der Scala Mailand), Poulenc "Dialogues des Carmélites" (Marquis de la Force - 1957 Uraufführung an der Scala Mailand), Prokofjew "Die Liebe zu den drei Orangen" (Pantalone - 1947 Scala Mailand), Prokofjew "Der Spieler" (Astley - 1968/69 italienische Erstaufführung am Teatro dell'Opera Roma), Strawinsky "Oedipus Rex" (Kreon und Bote - 1955 RAI Rom - Dirigent: Igor Strawinsky), Henri Tomasi "Sampiero Corso" (welche Partie ist mir nicht bekannt - 1956 beim Holland Festival) u. a. Selbstverständlich gehörten zu seinem zentralen Repertoire auch die entsprechenden Aufgaben in den Opern von Puccini und Verdi: Marcello, Sharpless, Lescaut, Michele und Baron Scarpia - sowie Amonasro, Renato, Ford, Miller, Macbeth, Nabucco, Iago, Rigoletto, Germont, Luna. Hervorzuheben sind auch die drei Da Ponte-Mozart-Opern: Guglielmo, Don Giovanni und Conte Almaviva. Colombo sang u. a. beim Festival von Aix-en-Provence (1948 Guglielmo in "Così fan tutte"), bei den Bregenzer Festspielen (1959 Enrico in "Campanello" von Donizetti), Edinburgh Festival (Dallapiccola "Prigioniero"), Holland Festival Amsterdam (1955 Don Giovanni, 1954 und 1957 Dr. Malatesta in "Don Pasquale" und 1958 Renato in "Ballo in maschera", 1961 als Fieramosca in "Benvenuto Cellini) und Arena di Verona (1950 Marcello). An der Wiener Staatsoper im Theater an der Wien sang Colombo 1954/55 Conte di Luna und Rigoletto sowie 1955/56 in der wiederaufgebauten Wiener Staatsoper den Scarpia. Er trat auch an der Covent Garden Opera London auf (1956 und 1958 als Scarpia), in Tokyo (1959 als Escamillo), am Théâtre de la Monnaie Bruxelles, an den Opernhäusern von Lyon, Marseille, Monte Carlo und Braunschweig, Hannover, Stuttgart, Wiesbaden u. a. In der Schweiz sang er am Grand Théâtre de Genève (1947 Sharpless), am Théâtre Municipal de Lausanne (1950 Dr. Malatesta und 1952 Guglielmo in "Così"). Am Stadttheater Bern trat er zwischen 1947 und 1952 häufig auf als Escamillo, Fürst Igor, Sebastiano in "Tiefland", als Vincenzo Gellner in Alfredo Catalanis "Wally" mit Inge Borkh, als Tonio in "Pagliacci", als Scarpia und in den Verdi-Partien Macbeth (mit Inge Borkh), Rigoletto, Iago, Nabucco, Luna, Amonasro, Renato und Germont. Am Stadttheater Basel wirkte er zwischen 1953 und 1959 (u. a. als Don Giovanni, Rigoletto, Scarpia, Fürst Igor). Am Opernhaus Zürich gastierte er als Nabucco (1949/50 und 1950/51) und am Stadttheater St. Gallen erschien er 1953/54 neben Hilde Zadek und Laszlo von Szemere als Scarpia. - . Scipio Colombo, ein grossartiger Sänger und ausserordentlich intensiver Darsteller, entfaltete ausserdem eine ausgedehnte Tätigkeit als Gesangspädagoge, so an der Musikakademie Basel, an der Staatlichen Musikhochschule in Karlsruhe sowie privat an seinem Wohnort in Gernsbach. Es existieren doch zahlreiche Gesamtaufnahmen mit ihm: Leider bin ich nach wie vor nicht fähig, die entsprechenden CD-Covers hier runterzuladen. Obwohl mir Stimmenliebhaber Nachhilfeunterricht gegeben hat - aber irgendwie klappt es nicht :(:(

    Aber nur soviel: ich habe den "Don Pasquale" mit Colombo als Malatesta unter Argeo Quadri mit dem mich nicht so ganz überzeugenden Melchiorre Luise in der Titelpartie, "Tosca" - ebenfalls unter Quadri (beide paperback opera), von Gounod "Médecin malgré lui" mit Nino Sanzogno und "Nabucco" unter Berislav Klobucar. - . Dies die kleine Würdigung zu seinem 19. Todestag.

    Herzlich Buralicchio:)

  • 1931 – 90. Geburtstag von Anita Cerquetti (Sängerin)

    Die italienische Sopranistin Anita Cerquetti (13.04.1931 - 11.10.2014) würde heute 90 Jahre alt werden.


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    Sie war in den 1950er Jahren eine der größten Konkurrentinnen der Callas, wobei ihre Karriere noch kürzer war als die der Callas, aber es gibt ernstzunehmende Opernfreunde, die die Cerquetti in einigen Rollen der Callas vorziehen.



    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Scipio Colombo, ein grossartiger Sänger und ausserordentlich intensiver Darsteller, entfaltete ausserdem eine ausgedehnte Tätigkeit als Gesangspädagoge, so an der Musikakademie Basel, an der Staatlichen Musikhochschule in Karlsruhe sowie privat an seinem Wohnort in Gernsbach. Es existieren doch zahlreiche Gesamtaufnahmen mit ihm

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    :hello:

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1934 – 87. Geburtstag von Siegfried Matthus (Komponist u.a.)

    Der deutsche Komponist Siegfried Matthus, geboren am 13. April 1934 im ostpreußischen Mallenuppen, feiert heute seinen 87. Geburtstag.


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    Seinen großen Berliner Aufführungen ("Der letzte Schuss", "Noch einen Löffel Gift, Liebling?" und "Judith" an der Komischen Oper Berlin sowie "Graf Mirabeau" an der Staatsoper Berlin) habe ich nicht mehr miterlebt, wohl aber habe ich "Kronprinz Friedrich" und "Effi Briest" in Cottbus live erlebt, außerdem war ich zu Zeiten seiner Festspielleitung der Kammeroper Schloss Rheinsberg einige Male dort zu Gast. Eindrucksvoll war die Vorführung der "Judith"-Aufzeichnung 1999 in der Berliner Urania, wo er auch anwesend war.


    Wie man sieht, hat er nicht nur Opern, sondern auch Instrumentalmusik komponiert:







    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1941 – 80. Geburtstag von Margret Price (Sängerin)

    Die walisische Sopranistin Dame Margaret Price (13.04.1941 - 28.01.2011) würde heute ihren 80. Geburtstag feiern, wenn sie nicht schon vor zehn Jahren gestorben wäre.


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    Auf der ersten "Zauberflöte"-Gesamtaufnahme meines Lebens (die Dresdner unter Colin Davis) sang sie die Pamina, dann hörte ich ihre Isolde in der Dresdner Studioaufnahme unter Carlos Kleiber und war beeindruckt von dieser Repertoirespannbreite und dem Wohlklang ihrer Isolde. 1993 erlebte ich an der Berliner Staatsoper einen Liederabend von ihr, 1994 erlebte ich sie dann och 4x als Ariadne in den viel letzten Vorstellungen der wunderbaren Fischer-Inszenierung unter Horst Stein. Auch ihre Aida im Video neben Pavarotti gefällt mir sehr gut.


    Hier einige Aufnahmen von ihr:



    Und hier noch meine Lieblingsaufnahmen von ihr, wenn auch der Mozart derzeit leider vergriffen ist:



    Hier noch ihre "da-capo-Sendung" bei August Everding:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 14. April 2021


    1718 – 303. Geburtstag von Emanuele Barbella (Komponist u.a.)


    1759 – 262. Todestag von Georg Friedrich Händel (Komponist) #79


    1813 – 208. Todestag von Joachim Nicolas Eggert (Komponist u.a.)


    1843 – 178. Todestag von Joseph Lanner (Komponist u.a.)


    1859 – 162. Todestag von Ignaz Bösendorfer (Klavierbauer) #77


    1861 – 160. Geburtstag von Jean-François Delmas (Sänger)


    1900 – 121. Geburtstag von Salvatore Baccaloni (Sänger)


    1911 – 110- Todestag von Walter Richter-Reinick (Schauspieler)


    1919 – 102. Geburtstag von Karel Berman (Sänger)


    1929 – 92. Geburtstag von Paavo Berglund (Dirigent) #82


    1945 – 76. Geburtstag von Eva Wagner-Pasquier (Festspielleiterin)


    1947 – 74. Geburtstag von Hortense von Gelmini (Dirigentin, Komponistin u.a.)

    1947 – 74. Geburtstag von Irena Milkevičiūtė (Sängerin) #78


    1951 – 70. Geburtstag von Guido Paevatalu (Sänger)


    1956 – 65. Geburtstag von Barbara Bonney (Sängerin) #80, #81


    1981 – 40. Todestag von Ivan Galamian (Geiger)


    1982 – 39. Geburtstag von Alisa Weilerstein (Cellistin)


    2013 – 8. Todestag von Colin Davis (Dirigent)


    2017 – 4. Todestag von Manfred Jung (Sänger)


    2018 – 3. Todestag von Jean-Claude Malgoire (Oboist und Dirigent)


    2020 – 1. Todestag von Kerstin Meyer (Sängerin)


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1859 - 162. Todestag von Ignaz Bösendorfer (Klavierbauer)

    Ignaz Bösendorfer wurde 1794 als Sohn eines Tischlermeisters in Wien geboren, studierte an der Akademie der bildenden Künste und wurde dank großer Musikalität und technischen Verständnisses im Alter von 19 Jahren zum bekannten Klavierbauer Joseph Brodman in die Lehre geschickt. Mit einem Startkapital von 500 Gulden übernahm er 1828 dessen Werkstätte.

    Bösendorfer ging daran, die in Handarbeit gebauten Klaviere zu verbessern; sein Hauptbestreben war, den am weichen Streicherklang orientierten Charakter des Wiener Instruments zu erhalten, gleichzeitig aber sein Klangvolumen zu verstärken. Das erforderte stabilere Bauweise und stärkere Saitenbespannung.


    Zu dieser Zeit zertrümmert der junge Franz List mit seiner impulsiven Spieltechnik fast jedes Klavier, das ihm zur Verfügung stand. Auf Anraten einiger Freunde versuchte er es mit einem Bösendorfer-Flügel – und dieser hielt seinem Spiel stand. Mit einem Schlag wurde der "Bösendorfer" als Konzertflügel berühmt.

    Die hohe Qualität der Bösendorfer Klaviere sprach sich herum. Auf Industrieausstellungen gab es Goldmedaillen und Kaiser Ferdinand I. verlieh 1839 Ignaz Bösendorfer, als erstem Klaviermacher überhaupt, den Titel eines "k.k.Hof-Fortepianomachers", 1858 folgte die Ernennung zum noch höher angesehenen Kammerlieferanten des Kaisers. Der Bösendorfer Export nach Europa und Übersee florierte und schließlich hatte Bösendorfer den ersten Rang unter den österreichischen Klavierfabriken errungen.


    Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Ludwig Bösendorfer den Betrieb.


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    Links:
    https://austria-forum.org
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ignaz_Bösendorfer

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bösendorfer_(Unternehmen)

    :):):)

  • Die wunderbare Sopranistin Irena Milkeviciuté, die in unseren Breiten nur wenigen Opernaficionados und Melomanen bekannt ist, hat heute ihren 74. Geburtstag. Sie war mit Gegam Grigorian verheiratet und ist die Mutter von Asmik Grigorian. In Vilnius lehrt sie als Professorin noch immer. Zu ihren berühmtesten Schülerinnen gehören Asmik Grigorian und Aušrinė Stundytė.

    Vor einigen Jahren habe ich sie noch als Gräfin in PIKOVAYA DAMA gehört. In ihrer Glanzzeit aber war sie eine glanzvolle Senta und Brünnhilde, Norma, Aida, Abigaile und Turandot.

    Eine große Darstellerin war sie eher nicht aber dafür entschädigte sie mit einer prachtvollen Stimme, die vor allem in der oberen Oktave viel Leuchtkraft entwickelte und hell strahlende Spitzentöne hatte, zugleich aber auch sehr bewegend klingen konnte. Ich habe sie als Norma und Senta live hören können. Manche Senta, die hierzulande gefeiert wurde oder wird, hat mich entschieden weniger überzeugt.





    Ich wünsche ihr noch viele glückliche Jahre


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • 1759 – 262. Todestag von Georg Friedrich Händel (Komponist)

    Der in Halle geborene Komponist Georg Friedrich Händel (1685 - 1759) starb heute vor 262 Jahren in London, wo er seit Jahrzehnten gelebt und gewirkt hatte.


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    Er war einer der bedeutendsten Opernkomponisten seiner Zeit und zudem ein herausragender Komponist von Oratorien.


    Über meine frühen Händel-Prägungen hatte ich bereits anlässlich seines diesjährigen Geburtstages am 5. März berichtet:


    Künstler-Gedenktage März 2021


    Letztlich haben mich drei Inszenierungen von Händel-Oper live besonders stark beeindruckt und alle drei liefen an der Komischen Oper Berlin: die Kupfer-Inszenierungen von "Giustino" (1984 - 1996, 13x live erlebt) und "Julius Cäsar in Ägypten" (1993 - 1999, 22x live erlebt) sowie - mit etwas Abstand - die Herheim-Inszenierung von "Xerxes" (2012? - 2019, 3x live erlebt). Meine anderen Händel-Bühnenerlebnisse haben mich weniger beeindruckt und ich war - abgesehen von "Saul" an der Komischen Oper Berlin- jeweils nur 1x drin, u.a. Kupfers "Belsazar" 1994 in Dresden und "Poros" 2019 an der Komischen Oper Berlin, "Rinaldo" an der Staatsoper Berlin, "Alcina" an der Komischen Oper Berlin usw.. Zudem habe ich mich zugegebenermaßen auch bei manch konzertant aufgeführten Oratorium gelangweilt, nicht jedoch beim "Messiah".


    2014 wurde übrigens in der Orangerie von Hannover-Herrenhausen eine Oper über Händel uraufgeführt: "George" von Axel Ranisch (Libretto und Regie) und Elena Kats-Chernin (Musik).


    Zu meiner persönlichen Händel-Rezeption gehört noch der "Messiah" an Heiligabend, während die beiden Feiertage Bachs WO vorbehalten sind.


    Hier einige Aufnahmen von Händel-Werken:



    Und hier als Videos einige Sachen, die mir am Herzen liegen:








    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Sophie wird 65


    Die wunderbare Sopranistin Barbara Bonney feiert heute ihren 65. Geburtstag. Ich habe sie 1987 im Monte Carlo als Sophie für mich entdeckt. Seitdem schätze ich sie als Strauss- und Mozart-Sängerin. Leider hat sie ihre Bühnenlaufbahn viel zu früh beendet. 1992 oder 1993 habe ich sie in Berlin getroffen, als sie ihren damaligen Mann Hakan Hagegard zu Auftritten begleitet hat. Sie hat mir erzählt wie stolz sie wäre in den meisten der wenigen Aufführungen mit Carlos Kleiber am Pult mitwirken zu dürfen. In einer solchen Aufführung habe ich sie 1994 in Wien erlebt. Sie auf die Rolle der Sophie zu reduzieren ist sicher ungerecht, aber sie ist für mich bis heute exemplarisch in der Rolle. Alles Gute zum Geburtstag und viel Freude bei der Formung neuer Sophies!

  • Die wunderbare Sopranistin Barbara Bonney feiert heute ihren 65. Geburtstag.

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    Und hier der berühmte Wiener "Rosenkavalier" von 1994 mit Lott, von Otter, Bonney und Moll unter Carlos Kleiber:



    Meine zweite Lieblingsaufnahme von ihr (neben diesem tollen "Rosenkavalier") ist bei JPC derzeit leider nicht verfügbar:



    Leider habe ich diese Sängerin nie auf der Bühne erlebt, aber immerhin 2x im Konzertsaal (jeweils mit den Berliner Philharmonikern unter Abbado).


    An Händels Todestag gibt es sie natürlich mit Händel zu hören:



    Und extra für den Strauss-Liebhaber "Kapellmeister Storch" natürlich noch ein Stück Sophie, vielleicht das schönste überhauüt, nämlich die Rosenüberreichung:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1929 – 92. Geburtstag von Paavo Berglund (Dirigent)

    Der finnische Dirigent Paavo Berglund (14.04.1929 -25.01.2012) wurde heute vor 92 Jahren in Helsinki geboren.


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    Wenn ich den Namen Paavo Berglund lese, denke ich unwillkürlich an ein wunderbares erlebtes Sinfoniekonzert in den Neunzigern, bei dem er die Staatskapelle Berlin im Konzerthaus (Schauspielhaus am Gendarmenmarkt) leitete. Was es vor der Pause gab, weiß ich gar nicht mehr genau (es könnte evtl. Sibelius gewesen sein), aber nach der Pause gab es die Erste Brahms - und das war eine der besten Brahms-1, die ich je live erlebt habe. (Die andere sehr gute live erlebte Brahms-1 war Thielemann mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin, während meine größte Brahms-1-Enttäuschung live kurioserweise Mariss Jansons mit den Wiener Philharmonikern 2012 im Großen Festspielhaus Salzburg war).


    Hier einige Aufnahmen von ihm, als Finne war er natürlich für Sibelius besonders gefragt:



    Hier noch eine Kostprobe des Sibelius-Dirigenten Paavo Berglund:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 15. April 2021


    1452 – 569. Geburtstag von Leonardo da Vinci (Maler, Bildhauer u.a.)


    1659 – 362. Todestag von Simon Dach (Dichter)


    1756 – 265. Todestag von Johann Gottlieb Goldberg (Komponist u.a.)


    1885 – 136. Geburtstag von Margarethe Arndt-Ober (Sängerin)


    1688 – 333. Geburtstag von Johann Friedrich Fasch (Komponist)


    1832 – 189. Geburtstag von Wilhelm Busch (Dichter und Zeichner) #86, 88, 89


    1869 – 152. Todestag von August Wilhelm Bach (Komponist u.a.)


    1877 – 144. Geburtstag von Georg Kolbe (Bildhauer)


    1878 – 143. Geburtstag von Robert Walser (Schriftsteller)


    1891 – 130. Geburtstag von Vainö Raitio (Komponist)


    1891 – 130. Geburtstag von Karl Alwin (Dirigent)


    1898 – 123. Geburtstag von Ria Ginster (Sängerin)


    1903 – 118. Geburtstag von Erich Arendt (Schriftsteller)


    1906 – 115. Geburtstag von Wilhelm Brückner-Rüggeberg (Dirigent)


    1921 – 100. Geburtstag von Juan Oncina (Sänger)


    1922 – 99. Geburtstag von Siegfried Wischnewski (Schauspieler)


    1924 – 97. Geburtstag von Neville Marriner (Dirigent und Geiger) #87


    1927 – 94. Geburtstag von Walter Hagen-Groll (Chorleiter)


    1929 – 92. Geburtstag von Renato Cioni (Sänger) #85


    1931 – 90. Geburtstag von Noreen Berry (Sängerin)


    1936 – 85. Geburtstag von Maritza Alemán (Sängerin)


    1938 – 83. Geburtstag von Walter Scholz (Trompeter) #90


    1941 – 80. Geburtstag von Konstantin Plushnikov (Sänger) #84


    1942 – 79. Todestag von Robert Musil (Schriftsteller)


    1946 – 75. Geburtstag von Beate Morgenstern (Schriftstellerin)


    1949 – 72. Geburtstag von Walter Zimmermann (Komponist)

    1949 – 72. Geburtstag von Marc Soustrot (Dirigent)


    1951 – 70. Geburtstag von Stefania Kaluza (Sängerin)


    1956 – 65. Geburtstag von Irena Welhasch (Sängerin)


    1968 – 53. Geburtstag von Stella Doufexis (Sängerin)


    1971 – 50. Geburtstag von Dorothee Mields (Sängerin)


    1975 – 36. Todestag von Arthur Endrèze (Sänger)


    1980 – 41. Todestag von Jean-Paul Sartre (Schriftsteller u.a.)


    1986 – 35. Todestag von Jean Genet (Autor)


    1988 – 33. Todestag von Kenneth Williams (Schauspieler)


    2011 – 10. Todestag von Vincenzo La Scola (Sänger)


    2013 – 8. Todestag von Jean-François Paillard (Dirigent)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 15. April 2021


    1941 – 80. Geburtstag von Konstantin Plushnikov (Sänger)

    Der russische Tenor Konstantin Pluzhnikov wird heute 80 Jahre alt. Beim ersten Gastspiel der damals so genannten Kirov-Oper 1989 in Hamburg begegnete ich ihm erstmals, als Gottesnarr in „Boris Godunov“. Der Zusammenbruch der Sowjet-Union brachte russischen Künstlern vorher nicht gekannte Reisemöglichkeiten, und so gastierte Pluzhnikov Anfang der 90er Jahre in Essen als Manrico. Aber das war er (zumindest) nicht mehr - ein Tenor für das italienische Fach. Er wurde zu Hause am Mariinsky und auch bei Gastpielen vornehmlich als Charaktertenor eingesetzt, ein Fach, das er mit ungebrochener Stimmkraft und beeindruckender Charakterisierungskunst vollkommen ausfüllte.



    Wenn man ihn in Partien wie „Kitezh“-Grishka oder auch „Rheingold“-Loge erlebte, vergaß man ganz, dass Pluzhnikov eine große Karriere als lyrischer Tenor hinter sich hatte, und zwar als einer, der sich mit seinem mediterranen Timbre, einer interessanten „Träne“ in der Stimme und großer Strahlkraft vom damals vorherrschenden russischen Tenortyp abhob. Nach seinem Studium am Leningrader Rimsky-Korsakov-Konseratorium war er 1968 an das Maly (Kleine) Theater in Leningrad verpflichtet worden, blieb dort drei Spielzeiten und ging dann an das Kirov-, das heutige Mariinsky-Theater, wo er sich schnell zu einem führenden Mitglied des Ensembles entwickelte. An diesem Haus sang er Almaviva, Edgardo, Don Carlo, Faust bis hin zum Lohengrin (den er später auch inszenierte), daneben natürlich die russischen Partien seines Fachs.


    1998 wurde Pluzhnikov Direktor der von der Gergiev-Schwester Larissa Gergieva gegründeten Mariinsky-Akademie, einer Art Luxus-Opernstudio (zumindest am Anfang).


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    Gegam Grigorian, Konstantin Pluzhnikov, Valery Gergiev, Galina Gorchakova, Georgy Zavastny, Gennady Bezzubenkov in "Kitezh", Hamburg 1994 (Foto : Peter Schünemann)


    Das Mariinsky-Theater lässt es sich normalerweise nicht nehmen, verdienten Künstlern zu ihrem Jubliläum zu gedenken. Ich gehe wohl nicht fehl in der Annahme, dass es eine solche Ehrung zu Pluzhnikovs 80. Geburtstag nicht geben wird. Mir fehlen detaillierte Kenntnisse, warum dieser einst von Valery Gergiev favorisierte Sänger in Ungnade gefallen ist. Opernfreunden mit Russischkenntnissen wird sich unter Umständen der Hintergrund erschließen, wenn sie sich die Videos ansehen, die des Sängers „Pluzhnikov TV“ unter dem Kanal „Gergiev Valera“ auf YouTube gepostet hat und in denen er sich offenbar mit Missständen am Mariinsky beschäftigt. Es ist einfach, an diesem Institut zur „persona non grata“ zu werden, wie Sängerinnen wie Galina Gorchakova, Elina Prokina oder Marianna Tarasova erfahren haben, wenn man dem Mariinsky-Zaren nicht die erforderliche Loyalität erweist.



    Wie dem auch sei, die künstlerische Hinterlassenschaft Konstantin Pluzhnikovs ist bedeutend genug, um an seinem 80. Geburtstag an einige seiner Aufnahmen zu erinnern. Angesichts dieser Videos kann ich nur bedauern, diesen Sänger nicht schon in seiner „großen“ Zeit erlebt zu haben, doch die politischen Umstände erlaubten dies nicht.


    Hier in der Bravourarie aus Glinkas "Leben für den Zaren", die sich durchaus mit Nicolai Geddas Wiedergabe messen kann.






    Hier eine Zusammenstellung des frühen Pluzhnikov (1975) :






    Eine Gesangsstunde seines ehemaligen Tenor-Kollegen Grair Khanedanians, des ersten Mannes Larisa Gergievas. Die Verantwortlichen des Mariinsky-Theaters sind sicherlich nicht "amused" angesichts solcher Videos von "Pluzhnikov TV".




    Dieser Ausschnitt von 2004 zeigt Pluzhnikov als Regisseur. Lohengrin ist hier Leonid Zakhozhaev, Elsa Tatyana Borodina.




    S dnyom rozhdeniya, Maestro. Beste Grüße aus Finnland.


    Peter Schünemann

  • 1929 – 92. Geburtstag von Renato Cioni (Sänger)

    Über Renato Cioni habe ich aus Anlass seines Todestages in dem Gedenk-Thread März geschrieben: Künstler-Gedenktage März 2021

    Deshalb stelle ich nur ein paar Videos ein, auf denen man ihn hören kann.


    Den Tosca-Film mit Callas kennen vermutlich die meisten Opernaficionados.
    Cavaradossi/Cioni wird bei 6:50 zum Verhör hereingeführt, bei 19:00 kommt er wieder rein.



    Und hier die Arie aus dem 3. Akt, der im Film wohl nicht festgehalten wurde:





    Und hier kann man ihn als ERNANI bewundern:



    Er war einfach ein Sänger, der in vielen Partien zu überzeugen konnte! Nicht nur als Duca im Rigoletto!


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Es hat sich ja eingebürgert, dass der Fokus dieses Threads nicht eng auf Musiker eingestellt ist.
    Deshalb traue ich mich, an einen Künstler zu erinnern, der nur 6 Kilometer von meinem derzeitigen Wohnort entfernt geboren wurde.

    Immerhin hat er Kluges über Musik von sich gegeben.


    Wilhelm Busch kam am 15. April 1832 in Wiedensahl auf die Welt.
    Damals war das Kloster Loccum noch Grundherr in Wiedensahl!
    Den größten Teil seines Lebens hat er auch in Wiedensahl gewohnt.


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    Berühmt sind viele seiner Bücher, Zeichnungen und Gemälde.

    Besonders liebe ich den hinterhältigen Witz und Scharfsinn, der sich in vielen seiner Zitate ausdrückt

    Einige thematisieren auch die Musik!


    Musik ist angenehm zu hören,

    Doch ewig braucht sie nicht zu währen.
    (Aphorismen und Reime)


    Musik wird oft nicht schön gefunden.

    weil sie stets mit Geräusch verbunden.
    (Dideldum, Der Maulwurf)


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    Wer weitere Entdeckungen machen will, kann hier manch Interessantes und Amüsantes finden:

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    Caruso41


    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • 1924 – 97. Geburtstag von Neville Marriner (Dirigent und Geiger)

    Der englische Dirigent und Geiger Sir Neville Marriner (15.04.1924 - 02.10.2016) würde heute 97 Jahre alt werden.


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    Er war gewiss einer der bedeutendsten Dirigenten der letzten sechs Jahrzehnte und hat viele Aufnahmen hinterlassen, von denen mich einige sehr überzeugen, ja begeistern (vor allem seine Mozart-Sinfonien und sein "Messiah", also die beiden ersten verlinkten Aufnahmen).




    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Immerhin hat er Kluges über Musik von sich gegeben.


    Wilhelm Busch

    Er hat auch Meyerbeers "Dinorah" dichterisch und zeichnerisch karikiert - was zeigt, wie populär diese Oper damals war:


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    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Er (also Wilhelm Busch) hat auch Meyerbeers "Dinorah" dichterisch und zeichnerisch karikiert - was zeigt, wie populär diese Oper damals war:

    Kannte ich nicht. Köstlich!

    Unglaublich was der Mann für eine Fülle hinterlassen hat.

    In dem Haus, in dem er geboren wurde und so lange gelebt hat, gibt es eine echt sehenswertes Museum. Da entdecke ich bei jedem neuen Besuch etwas für mich!


    Es lohnt auch, seine Bilder anzusehen. Die hängen aber in Hannover, Berlin und München. Leider nicht in Wiedensahl.


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    ;) - ;) - ;)


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  • 1938 - 83. Geburtstag von Walter Scholz (Trompeter)


    Walter Scholz ist "ein Teufelskerl auf seiner Trompete", urteilte Georg Solti, Herbert von Karajan schwärmte vom "Jahrhundert-Trompeter", der Operettenkomponist Robert Stolz (1880-1975) lobte ihn als «Trompeter mit dem einfühlsamsten Klang».


    Scholz war von 1962 bis 1998 erster Solotrompeter im Sinfonieorchester des Südwestfunks Baden-Baden. Für den Funk spielte in dieser Zeit 1977 das B. A. Zimmermann Trompetenkonzert ein - assistiert vom Komponisten.


    Neben der Arbeit als Orchestertrompeter machte Walter Scholz als Trompetensolist in der Unterhaltungsmusik Karriere und wurde so einem Millionenpublikum bekannt. Bereits 1972 veröffentlichte er zusammen mit Rolf Schneebiegl und dessen Blasorchester Original Schwarzwaldmusikanten eine Langspielplatte im Bereich der populären Musik. Sein größter Hit aus jener Zeit war „Die Teufelszunge“.


    Mit 16 Millionen von verkauften Tonträgern sowie zahlreichen Auszeichnungen in Gold und Platin gilt er als "Deutschlands erfolgreichster Solotrompeter aller Zeiten".


    Walter Scholz feiert heute seinen 83. Geburtstag.


    Links: fb, HNA

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    INTERMEZZO XII - ERICH LEINSDORF DIRIGIERT SCHUMANN


    Robert Schumann - Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120


    SWF-Sinfonie Orchester, Erich Leinsdorf, Leitung

    Trompete: Walter Scholz



    Walter Scholz, SWF-Sinfonie Orchester, Hanns-Martin Schneidt,

    Radiosendung Baden-Baden, April 8, 1977


    Aloïs Bernd Zimmermann - "Nobody Knows the trouble I See"

    Trompete: Walter Scholz

    :):):)