HIP-Aufnahmen alter Musik

  • Manche Threads eröffnet man aus einem gewissen Eigennutz. Während an anderer Stelle über Non-HIP-Aufnahmen alter Musik diskutiert wird soll es hier um das Gegenteil gehen. Mit Aufnahmen, die historischer Aufführungspraxis folgen, verhält es sich ähnlich wie mit konventionellen: es gibt gute und es gibt weniger gelungene. Deswegen soll hier der Platz sein für gute Aufnahmen alter Musik in historischer Aufführungspraxis.


    Ich fange auch direkt an mit einer Aufnahme, die für mich bei diesem Werk das Nonplusultra ist. Bachs h-moll Messe mit dem Bach Kollegium Japan unter Masaaki Suzuki.



    Der Klang der alten Instrumente tut dem Werk gut, ebenso der Einsatz der Truhenorgel. Der Chor ist ein Klasse für sich, in den Stimmen wunderbar unterstützt durch Trompete und Kontrabass. Stimmen und Instrumente sind aneinander angepasst ("Gratias agimus tibi" und "Dona nobis pacem"), Trompete und Bass stützen die Stimmen. Das ist eine Platte für die einsame Insel.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Ich bin nicht gänzlich der Freund von Suzuki Aufnahmen, das bezieht sich speziell auf die Kantaten!


    Aaaaaber diese h-moll Messe Ist vielen anderen überlegen, ein kleinwenig davor stelle ich diese Aufnahme......


    Carolyn Sampson, Anke Vondung, Daniel Johannsen, Tobias Berndt, Gächinger Kantorei Stuttgart, Freiburger Barockorchester, Hans-Christoph Rademann

    Zitat von Beschreibung

    Die wahre h-moll-Messe

    Die Messe in h-moll von Johann Sebastian Bach wird oft als »Gipfelpunkt der abendländischen Musikkultur« bezeichnet. Hans-Christoph Rademann, neuer Leiter der Internationalen Bachakademie Stuttgart, hat sich zusammen mit Bachforscher Uwe Wolf auf die Suche nach der wahren Version der h-moll-Messe von Bach gemacht und etwa im Archiv der Staatsbibliothek zu Berlin in den Originalnoten geforscht.

    Seine neue und innovative Version räumt mit überkommenen Aufführungstraditionen auf, die nachweislich auf posthume Eintragungen zurückzuführen sind und stützt sich dabei erstmals auf die Dresdner Stimmen als Hauptquellen für das Kyrie und das Gloria.

    Erstmals basiert eine Einspielung konsequent auf den von Bach selbst detailliert eingerichteten »Dresdner Stimmen«. Mit renommierten Solisten und Ensembles setzt Hans-Christoph Rademann in künstlerischer und aufführungspraktischer Hinsicht Maßstäbe.

    +4 Bonus-Tracks mit alternativen Fassungen (autographe Partitur und Sanctus 1724)


    Ich bin ja ein überzeugter Rademann Anhänger geworden, vorallem überzeugen mich auch die Gesangssolisten!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Also,


    die H-Moll Messe von Suzuki rangiert bei mir auch ganz vorne. Noch vor der Hengelbrock und dem von mir so verehrtem Gardiner ( die ältere Aufnahme, die neuere kenne ich nicht ).


    Kalli

  • Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion BWV 245

    Elizabeth Watts, Benno Schachtner, Patrick Grahl, Matthias Winckhler, Peter Harvey, Gaechinger Cantorey, Hans-Christoph Rademann

    Auch diese Johannes-Passion ist wie ihr jetzt erraten könnt, eine Lieblingsaufnahme von mir!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Ich hoffe sehr, dass dieses Thema ein Marathon wird! Ich selbst habe ja einen kleinen Beitrag in meinem Schreibtisch unter der Rubrik "Mille Regretz - der Trost der Polyphonie" geleistet, aber das ja ist nur ein kleiner Ausschnitt der Alten Musik. Dann haben wir noch den thread "Voces8" von Michael Müller und die verschiedenen Vorstellungen von Ensembles, die die alte Musik pflegen. Was mich hier besonders interessiert, dass ich informiert werde über neuere Aufnahmen von Werken, die ich schon lange kenne, wie z.B. die h-moll-Messe von Bach oder die Johannespassion. Ich merke auch, dass ich bei einem meiner Lieblingskomponisten, Heinrich Schütz, ein wenig den Anschluss verloren habe. Am Sonntag lief ein Konzert bei arte mit dem Ensemble "Les cris de Paris", die Schütz à la francaise zelebrierten, nämlich den Schüler Gabrielis, mit prachtvoller Tonentfaltung von verschiedenen Chören, die räumlich getrennt aufgestellt sind.. Die deutsche Tradition hat sich seit der Singbewegung in den 1920ern viel zu sehr auf den "asketischen" Schütz konzentriert, mit der Zielsetzung, die höchste Kunst, eine Motette zu singen sei, sie a cappella zu singen. Dabei steht in der Vorrede zur Geistlichen Chormusik von 1648 das genaue Gegenteil.

    Was grenzt an grenzenlose Dummheit? Mexiko und Kanada (Urban Priol)

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  • Zitat von Dr. Pingel

    Ich merke auch, dass ich bei einem meiner Lieblingskomponisten, Heinrich Schütz, ein wenig den Anschluss verloren habe


    Heinrich Schütz: Geistliche Werke

    La Chapelle Rhenane, Benoit Haller

    Historia der Auferstehung Christi SWV 50; Musikalische Exequien SWV 279-281;

    Symphoniae sacrae II SWV 342, 343, 350, 352-356, 365-367; Symphoniae sacrae III SWV 399, 400, 413, 416; Psalmen Davids SWV 27, 31, 33, 37, 38, 40, 41, 43, 46, 47; Uppsala Magnificat SWV 468; Herr, der du bist vormals gnädig gewest; Kleine geistliche Konzerte II SWV 308 & 309; Erbarm dich mein, o Herre Gott SVW 447O bone, o dulcis, o benigne Jesu SWV 53


    Das sollte man haben, ich weiß nicht wie lange der Preis noch so bleibt, also zugreifen!


    Ich war sofort (2001)von diesem Ensemble begeistert !


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    Die letzte Aufnahme von Schütz bei mir ist diese......



    Ensemble Magnificat, Philip Cave

    Schütz komponierte die Motetten und Madrigale nach Texten aus einem Gebetbuch Precationes von Andreas Musculus aus dem Jahr 1553 für vier Stimmen ( SATB ) und Basso continuo . Einige der Vertonungen bilden Gruppen von bis zu fünf Stücken, darunter die ausdrucksstarken Passionsmotetten , Quid commisisti , SWV 56 bis 60. Cantate Domino , SWV 81, ist eine fröhliche Vertonung von Psalm 149 . Der evangelische Komponist widmete sein Werk dem katholischen Politiker Hans Ulrich von Eggenberg . Er veröffentlichte es als sein Opus quartem. Der Kontrapunkt der Cantiones gilt als unerreicht in den geistlichen Vokalwerken des 17. Jahrhunderts.Schütz komponierte die Motetten und Madrigale nach Texten aus einem Gebetbuch Precationes von Andreas Musculus aus dem Jahr 1553 für vier Stimmen ( SATB ) und Basso continuo . Einige der Vertonungen bilden Gruppen von bis zu fünf Stücken, darunter die ausdrucksstarken Passionsmotetten , Quid commisisti , SWV 56 bis 60. Cantate Domino , SWV 81, ist eine fröhliche Vertonung von Psalm 149 . Der evangelische Komponist widmete sein Werk dem katholischen Politiker Hans Ulrich von Eggenberg . Er veröffentlichte es als sein Opus quartem. Der Kontrapunkt der Cantiones gilt als unerreicht in den geistlichen Vokalwerken des 17. Jahrhunderts. Wikipedia


    Diese Aufnahme habe ich bei einem Chorfreund gehört und war total hin und weg! Eigentlich bräuchte ich die anderen beiden Aufnahmen im Regal nicht mehr, aber man weiß ja nie! ;)


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Schon klar, lieber Fiesco, dass ich die CDsofort bestellt habe. Die Hörschnipsel klangen so völlig anders als meine ganzen ETERNA-Aufnahmen mit Geistlichen Konzerten. Ergänzt habe ich die Bestellung um diese CDs:


    Emma Kirkby und Evelyn Tubb singen Monteverdi



    Die Stimme der Kirkby finde ich schlicht zum Niederknien, bin vor Jahren auf sie über ihre Platte mit Mozart-Arien, u.a. dem "Exultate, Jubilate" gestoßen und hörte gestern Abend noch das Byrd-Album des Consort of Musicke, wo sie lange Jahre Mitglied war. Bei mir verborgen in dieser wahren Schatztruhe:



    Sodann eine weitere Monteverdi-Platte, diesmal mit Dorothee Mields, auch sie ein von mir hochgeschätzte Sängerin, die ich kurz vor Corona in Dortmund mit der von Phillipp Herreweghe geleiteten Marienvesper Monterverdis erleben durfte. Auch die Lautten-Compgnie war schon mal im Dortmunder Konzerthaus zu Gast. Die CD ist ein Ersatz für mein beschädigtes Bestandsexemplar, das ich gestern hören wollte.



    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
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  • Lieber Fiesco, an deine Empfehlung dieser französischen Aufnahmen kann ich mich gut erinnern. Deinen Artikel habe ich mir erstmal ausgedruckt. Ich kann aber jetzt schon sehen, wieviel ich davon nicht kenne. Zu meiner Entschuldigung kann ich nur sagen, dass ich aber sehr viel Schütz gesungen habe, und im Gegensatz zu Bach, der Tenöre als Koloraturenschleudern benutzt, lässt Schütz sie richtig schöne Sachen singen; meist hat man sogar die Auswahl zwischen Tenor 1 und 2.

    Was grenzt an grenzenlose Dummheit? Mexiko und Kanada (Urban Priol)

  • Sodann eine weitere Monteverdi-Platte, diesmal mit Dorothee Mields, auch sie ein von mir hochgeschätzte Sängerin, die ich kurz vor Corona in Dortmund mit der von Phillipp Herreweghe geleiteten Marienvesper Monterverdis erleben durfte. Auch die Lautten-Compgnie war schon mal im Dortmunder Konzerthaus zu Gast. Die CD ist ein Ersatz für mein beschädigtes Bestandsexemplar, das ich gestern hören wollte.



    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Diese CD ist in meinem Schreibtisch unter dem Unterthema "YouFail" als #2 gelistet. Das harte Urteil dort würde ich heute milder formulieren, aber es bleibt dabei, dass dort "Lamento della Ninfa" um die drei 3 Männerstimmen verstümmelt wurde. Dorothee Mields ist natürlich davon nicht betroffen, sie ist im Bereich der Alten Musik immer eine sichere Bank.

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  • Georg Friedrich Händel: Theodora


    Joyce DiDonato, Lisette Oropesa, Michael Spyres, Paul-Antoine Benos-Dijan, John Chest, il pomo d'oro, Maxim Emelyanychev


    Zitat von jpc

    Händels dramatische Theodora in Luxusbesetzung
    »Mit einer Luxusbesetzung für Händels Theodora lockte die Philharmonie Essen die Liebhaber barocker Musik und Oratorien«, schrieb Das Opernglas begeistert von einem hochkarätigen Cast, der noch in den Nebenrollen mit Weltstars aufwartet wie der Mezzosopranistin Joyce DiDonato und dem Tenor Michael Spyres. Die konzertante Aufführung mit dem Ensemble Il Pomo d’Oro unter Leitung von Maxim Emelyanychev erscheint nun als professioneller Mitschnitt und setzt neue Maßstäbe für Händels selten gespieltes Oratorium.

    Als reifes Alterswerk des Komponisten verzichtet Theodora gänzlich auf Effekthascherei und äußere Dramatik. Händel interessierte das Seelendrama, er deckt in seiner Musik die feinsten Gefühlsregungen auf. Vom Cembalo aus leitet Maxim Emelyanychev das Geschehen. »Sein zupackendes, höchst lebendiges Dirigat schafft spannende Kontraste und seine feine, nuancierte Sicht auf die Charaktere lässt alle Figuren als Menschen aus Fleisch und Blut erscheinen«, lobt Das Opernglas.


    Dem ist wahrlich nichts hinzuzufügen, ich habe noch vier andere Aufnahmen aber keine ist in ihrer Gesamtheit so bestechend! Und nicht nur wegen meinem Faible für Joyce DiDonato!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

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  • Tomas Louis de Victoria: Officium Hebdomadae Sanctae (Rom 1585)

    La Capella Reial de Catalunya, Hesperion XXI, Jordi Savall


    Zitat

    Das Officium Hebdomadæ Sanctæ von Tomás Luis de Victoria ist eines der mächtigsten Beispiele für die geniale Schaffenskraft eines Komponisten, denn es ist auf vollkommene Weise ein mystisches, erschütterndes Meisterwerk über die Passion Christi, von großer Reinheit und zugleich mit unendlicher Feinsinnigkeit geschaffen, Ad majorem Dei gloriam. (JORDI SAVALL)

    Diese drei Scheiben ist das schönste was ich an dieser Art Musik zur Passion je gehört habe! ;(


    La Fontaine sagte, "Diese Anmut, die schöner ist als die Schönheit selbst", weil sie unsere Seele direkt berührt.......

    :saint:


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Zitat von Dr. Pingel

    .......Salve Regina

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    Das ist die Aufnahme von Dr.Pingels Mille regretz und der Trost der Polyphonie , ich habe die rechte Ausgabe!


    Salve, Salve, Salve


    Contrapunctus, Owen Rees

    Morales: Jubilate Deo omnis terra+Victoria: Missa Gaudeamus; Salve regina
    +Guerrero: Ave virgo sanctissima; Surge propera, amica mea
    +Desprez: Salve regina
    +Chants: Gaudeamus omnes in Domino; Salve regina


    LG Fiesco

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  • Zitat von Thomas Pape

    Emma Kirkby und Evelyn Tubb singen Monteverdi

    Diese Aufnahme hatte ich schon mal hier Monteverdi, Claudio " Recitals: Aus Opern und Madrigalen vorgestellt, ebenso

    diese Monteverdi, Claudio " Recitals: Aus Opern und Madrigalen mit Dorothe Mields!


    Anthony Rooley, habe ich leider etwas spät kennengelernt, aber nicht zuspät, und vieles nachgeholt, besonders die Madrigale sind sehr zu empfehlen, allerdings nur die Books 1, 2, 3,,6, und 8!


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    Sollte man mal hören :)man wird staunen!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
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  • Tomas Louis de Victoria: Officium Hebdomadae Sanctae (Rom 1585)

    La Capella Reial de Catalunya, Hesperion XXI, Jordi Savall


    Habe ich mir gerade bestellt!

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  • Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion BWV 244


    Gaechinger Cantorey *
    Hans-Christoph Rademann

    Isabel Schicketanz, Sopran
    Marie Henriette Reinhold, Alt
    Patrick Grahl, Tenor (Evangelist)
    Benedikt Kristjánsson, Tenor (Arien)
    Peter Harvey, Bass (Vox Christi)
    Krešimir Stražanac, Bass (Arien)

    Insgesamt ist dies eine temporeiche und klar gespielte Aufführung, die sich einer hervorragenden Mischung und eines Ensembles, wenn nicht sogar einer spirituellen Intensität, erfreut. Ohne etwas Enthüllendes oder „Unerhörtes“ zu versuchen, bietet diese CD eine willkommene Plattform, von der aus man die Passion-Diskographie weiter erforschen möchte.


    * Die von Christoph Rademann Neu gegründete Gaechinger Cantorey und der reformierte Chor verschmelzen zu einem wunderbaren Originalklangensemble. Ziel ist die Entwicklung eines neuen "Stuttgarter Bachstils", der das Markenzeichen einer Bachakademie der Zukunft verkörpern wird!

    Siehe auch "Johannes Passion" und €h-moll Messe".


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

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  • Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion BWV 244


    Julian Prégardien (Evangelist), Stéphane Degout (Jesus), Hana Blažíková & Sabine Devieilhe (Sopran), Lucile Richardot (Mezzosopran), Tim Mead (Countertenor), Emiliano Gonzalez Toro & Reinoud van Mechelen (Tenor), Christian Immler (Bass), Pygmalion, Maîtrise de Radio France, Raphaël Pichon (Leitung)


    Bach und Pygmalion das ist die Geschichte einer Leidenschaft, diese Matthäus-Passion markiert eine Etappe dieser fünfzehnjährigen Leidenschaft und zeugt hier vom Höhepunkt der Präzision und Bescheidenheit geprägten Arbeit an Bach.

    In dieser Aufnahme hier zeigt sich die Passion in einem gänzlich neuen Licht, als ein zutiefst bewegendes Epos das das Herz der lutherischen Spiritualität >erkundet<!


    Die Chöre sind in ihrem Ensemble messerscharf, und wenn sie zunächst weichkörnig erscheinen (in Übereinstimmung mit Pichons im Wesentlichen intimer Herangehensweise), findet ihre Prägnanz schließlich echtes Gift … —BBBC music


    Besonders erwähnenswert ist die Besetzung mit TOP Interpreten.


    LG Fiesco



    Il divino Claudio
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  • Bisher war die Herreweghe-Aufnahme (live aus Köln, 2010) meine erste Wahl; sie ist in voller Länge auf YT immer noch präsent. Sie bleibt auch auf dem Treppchen, allerdings muss ich die von Fiesco zitierte Pygmalion-Aufnahme direkt daneben stellen. Sie wurde, glaube ich, am Karfreitag auf "Arte" ausgestrahlt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich die ganze Matthäuspassion meist nicht mehr durchstehe, wobei mir besonders die Da-capo-Arien die Kondition rauben. Die Rezitative kann ich alle mitsingen, wenn natürlich auch nicht so gut wie Julian Prégardien, den ich anfangs nicht mochte, der aber nach dieser Leistung in die Fußstapfen seines Vaters tritt.

    Fiktiver Dialog im Hause Prégardien, Weihnachten 1985:

    Knabenstimme aus dem Off: "Da ging einer der Zwölfe namens Judas Ischarioth zu den Hohepriestern und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Sie aber boten ihm 30 Dollar. Von da an suchte er Gelegenheit , dass er ihn verriete.

    Frau Prégardien zu ihrem Mann: Wie kommt denn der Julian auf Dollar? Außerdem: warum bringst du ihm nicht die Rezitative zum Weihnachtsoratorium bei?

    Vater Prégardien: Die sind erst Ostern dran.

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  • Johann Sebastian Bach: Markus-Passion nach BWV 247




    Picanders Libretto für die Markuspassion wurde in seiner Ausgabe gesammelter Gedichte (1732) veröffentlicht. Bachs verlorene Vertonung wurde wahrscheinlich am Karfreitag 1731 aufgeführt, aber ihr musikalischer Inhalt könnte Parodien auf fünf Nummern aus der Trauer-Ode (die auch Verse von Picander enthält) und eine Arie aus der Alt-Solo-Kantate Wiederstehe, doch der Sünde (Weimar, c1714). Markus Teutschbein dirigiert eine neue Rekonstruktion, die die jüngste Entdeckung eines späteren Librettos berücksichtigt, das aus einer Wiederbelebung im Jahr 1744 stammt. Jeder Teil des Oratoriums enthält einen zusätzlichen Arientext, von dem der Herausgeber (und Cembalist) Alexander Grychtolik behauptet, er enthülle die ' Suche nach einem besseren Gleichgewicht der Bewegungen'. Ansonsten folgt die Rekonstruktion hinsichtlich der Wahl der Parodiequellen für Arien dem Weg der meisten Vorgänger; aber Grychtolik* verwendet auch einige Choräle, die von Bachs Schüler Johann Ludwig Dietels gesammelt wurden, und modelliert TurbaChöre und Rezitative Christi zu ähnlichen Momenten in den anderen Passionen (was bedeutet, dass manchmal ein Eindruck von einem Pasticcio unvermeidlich ist). Rondeaus Dokumentation versäumt es leider, eine Liste von Quellen und Methoden für jeden Satz aufzunehmen, aber jeder der mit der Trauerode* vertraut ist, wird sofort den Eröffnungschor und die flötengeschmückte Tenor-Arie erkennen, die bei Teil 2 beginnt.

    Ich habe noch eine andere Ausgabe, aber diese hier ist etwas besonderes, was auch zum Teil mit den Sänger:innen zu tun hat.

    * Alexander Grychtolik ist mir sehr bekannt, von ihm gibt es noch drei Aufnahmen von Bach Kantaten.

    Grychtolik hat die rekonstruierten Kantaten mit seinem Ensemble Deutsche Hofmusik sowie aufgenommen. Es entstanden beeindruckende Weltersteinspielungen prachtvoller Bach Musik.

    Johann Sebastian Bach: Kantaten BWV 36a & 66a

    Johann Sebastian Bach: Köthener Trauermusik BWV 244a "Klagt, Kinder, klagt es aller Welt"

    Johann Sebastian Bach: Kantaten BWV 210a & 216a "Huldigungskantaten"

    Johann Sebastian Bach: Kantaten BWV 205a & 249a


    Ich kann ja nur für mich sprechen, diese Einspielungen sind höchstlöblich von der Presse bewertet worden, als erstes erwarb ich die Köthener Trauermusik und danach, wie so oft war ich gierig auf den Rest und wurde niemals enttäuscht!


    LG Fiesco

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  • Deutsche Kantaten mit Solo-Violine

    Johannes Pramsohler Violine, Nahel di Pierro (und andere) Bass, Ensemble Diderot



    NAHUEL DI PIERRO (1, 2, 4, 7, 9)bass

    ANDREA HILL (3, 6, 8)mezzo-soprano

    JORGE NAVARRO COLORADO (5)tenor

    CHRISTOPHER PURVES (9) bass



    Biber: Leatatus sum*; Nisi Dominus**

    +Johann Christoph Bach: Wie bist du denn, o Gott; Ach dass ich Wassers g’nug hätte
    +Pachelbel: Ach Herr, wie ist meiner Feinde recht viel
    +Bruhns: Mein Hertz ist bereit
    +Eberlin: Ich will in aller Not


    Der argentinische Bass Nahuel di Pierro und der Violinist Johannes Pramsohler geben hier mit dem Ensemble Diderot eine vollendete Leistung in Sachen Kantaten ab!


    * 1693 in Vesperæ longiores ac breviores, no. 9

    ** Psalm 127


    LG Fiesco


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  • Georg Philipp Telemann: Miriways (1728)



    André Morsch (Bariton), Robin Johannsen (Sopran), Sophie Karthäuser (Sopran), Lydia Teuscher (Sopran), Michael Nagy (Bariton), Marie-Claude Chappuis (Mezzo), Anett Fritsch (Sopran), Dominik Köninger (Bariton), Paul McNamara (Tenor), Akademie für Alte Musik Berlin by Bernhard Lapadie

    Zitat von Hörbar nmz

    Die Opern von Georg Philipp Telemann sind noch immer «terra incognita» (Pimpinone vielleicht ausgenommen). Wer aber hätte gedacht, dass der vielfach als «Polygraph» verunglimpfte Komponist während seines langen Lebens für Leipzig, Weißenfels und natürlich die Hamburger «Oper am Gänsemarkt» mehr als 50 Bühnenwerke geschrieben hat? Dass sich zwar vieles nachweisen lässt, sich aber nur weniges erhalten hat, liegt (wie so oft) an der Vergänglichkeit der Institutionen. Zu den erhaltenen Raritäten zählt auch Miriways: 1728 und nochmals 1730 gespielt, wurde der Dreiakter erst wieder 1992 und 2012 in Magdeburg aufgeführt; bei der vorliegenden Aufnahme handelt es sich um einen Live-Mitschnitt vom Hamburger Telemann-Festival 2017 anlässlich des 250. Todestags des Komponisten.

    Die Musik ist ansprechend, aaaaaaber im Großen und Ganzen langweilig, besonders beim ersten hören, dann muss ich immer etwas warten für den zweiten Hördurchgang, dan entfalten sich doch wunderschöne Teile dieser Partitur.

    Die Besetzung ist durchweg exzellent, jetzt jetzt eine:n Sänger:in herauszustellen wäre unfair!

    Die Titelliste weist jedoch darauf hin, dass mehrere Nummern weggelassen wurden, sodass nicht festgestellt werden kann, ob die ursprüngliche Balance der Arien beibehalten wurde.

    Keine Klagen gibt es bei Bernard Labadie und der Akademie für Alte Musik Berlin, das ist musikalisch sehr gut herausgestellt!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

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  • Giovanni Battista Bononcini: Polifemo

    recorded: June 19, 2019, Orangerie Sanssouci (Raffaelsaal), Potsdam

    João Fernandes, bass (Polifemo)
    Bruno de Sá, soprano (Aci)
    Roberta Mameli, soprano (Silla)
    Roberta Invernizzi, soprano (Galatea)
    Helena Rasker, contralto (Glauco)
    Liliya Gaysina, soprano (Circe)
    Maria Ladurner, soprano (Venere)

    Ensemble 1700, Dorothee Oberlinger

    Die Geschichte von Acis, Galatea und Polyphemus wird mit einer anderen Ovidian-Legende von Glaucus unerwidertem Verlangen nach der unnahbaren Nymphe Scylla durcheinander gebracht; der Fischer sucht Hilfe bei der eifersüchtigen Zauberin Circe, deren Tricktrank Scylla in ein hässliches Monster verwandelt; Venus greift ein, um Scyllas Schönheit wiederherzustellen (unter der Bedingung, dass sie Glaucus akzeptiert), und kurz darauf greift die Göttin erneut ein, um die ermordete Acis wieder zum Leben zu erwecken – diesmal keine Verwandlung in einen Bach, sondern eine vollständige Auferstehung.


    Es gibt viel zu bewundern an Bononcinis Vorstellungskraft und Können, er beherrschte sein Musiktheaterhandwerk! Oberlinger umgibt sich mit einem engagierten Sängerensemble, hervorragend der Sopranist Bruno de Sa als Acis und die Altistin Helena Rasker als Glauco, ausgestattet mit einem wunderbaren Brustregister.


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Alessandro Scarlatti: Il Martirio di Santa Teodosia (Rom, 1683)


    Emmanuelle de Negri, Emiliano Gonzalez Toro, Renato Dolcini, Anthea Pichanick, Les Accents, Thibault Noally


    In Anlehnung an die zeitgenössische Ikonographie waren weibliche Heilige, Jungfrauen und Märtyrer unwiderstehliche Themen für italienische Barockkomponisten. Alessandro Scarlatti schrieb vier solcher Oratorien, beginnend mit Il martirio de Santa Teodosia , das möglicherweise 1683 von einem römischen Gönner in Auftrag gegeben und sicherlich zwei Jahre später in Modena aufgeführt wurde.


    Die Farbigkeit und harmonische Kühnheit späterer Scarlatti-Oratorien wie Cain, overo Il primo omicidio sucht man hier allerdings vergebens. Aber es gibt viel schönes zu hören im Oratorium, der Stil liegt irgendwo zwischen den italienischen Oratorien von Carissimi und Händel. Die Arien sind eher kurz, Rezitative gehen oft ins Arioso über. Es gibt Arien von sanfter Sehnsucht für Arsenius, kurze lebendige Ensembles der Konfrontation, eine stürmische „Wut“-Arie für Urbanus und ein unbeschwertes Lied mit Solovioline für Decius. Theodosia selbst, bei weitem die größte Rolle sie hat die beiden substanziellsten und ergreifendsten Arien, eine am Ende jedes Teils. Ihr abschließendes „Spirti beati“ erinnert an Didos Klage, die ein paar Jahrenach Scarlattis Oratorium komponiert wurde.


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Nur mal so zwischendurch, ich habe nie die großen Gedanken gemacht über die Alte Musik Ensembles, aber jetzt bin ich dann doch völlig überrascht wie viele es gibt, die schießen ja wie Pilze aus der Erde!

    Welche Ausgrabungen sie uns vorstellen ist ebenso überraschend, und mit wieviel Mühe und mit welcher Liebe sie das tun ist aller Ehren wert, ich pers. werde das weiter verfolgen weil es mir ungeheure Freude bereitet!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Ich finde die Idee auch gut. Du könntest im Barockforum oder im Forum für alte Musik (dort gehören diese Threads eigentlich rein) ähnlich wie bei Neuer Musik einen Thread für Ensembles aufmachen. Mich würde das auch interessieren. Nichts geht über eine lebendige Musikszene.

  • Zitat von astewes

    ......Thread für Ensembles aufmachen

    Den gibt es doch schon...

    Die Protagonisten der Alten Musik ich habe nur mal einen verlinkt!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

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  • Francesco Cavalli: I'Ipermestra


    Elena Monti, Emanuela Galli, Gaele Le Roi, Marcel Beekman, Sergio Foresti, Mark Tucker, La Sfera Armoniosa, Mike Fentross


    Auszug aus der Biografie über Cavalli:

    Der Komponist Francesco Cavalli, der kurz nach der Eröffnung der ersten öffentlichen Opernhäuser der Welt im Venedig des 17. Jahrhunderts arbeitete, hatte keine Tradition, der er folgen konnte. Er ließ seiner fruchtbaren Fantasie freien Lauf und bastelte an der brandneuen Kunstform, um den lebendigen venezianischen Opernstil mit seinen melodischen Arien, lebhaften Tanzrhythmen, freilaufenden mythologischen oder historischen Handlungen und großzügigen Komödien zu erschaffen. Wie die meisten Opern von Cavalli wurde l'Ipermestra zwischen dem späten 17. Jahrhundert und den letzten Jahren nicht aufgeführt.

    ••••••••••Anlässlich der kürzlichen Geburt des ersten Sohnes von König Philipp IV. von Spanien (Prinz Felipe Próspero) im Jahr 1658 feierte das Großherzogtum Toskana das königliche Ereignis mit einer der prächtigsten Opern, die jemals in Florenz aufgeführt wurden: l'Ipermestravon Giovanni Andrea Moniglia und Francesco Cavalli.•••••••••••••

    Entstanden ist diese Oper aus einer ungewöhnlichen Mischung aus höfischer Kultur und der modischen „Opera alla veneziana“, damals eine der angesagtesten Unterhaltungen in Europa. Hauptpatron dieses Bündniszeichens mit der spanischen Krone war jedoch nicht Großherzog Ferdinand II. de' Medici, sondern sein berüchtigter Bruder, Kardinal Giovan Carlo de' Medici: unermüdlicher Opernbesucher und Förderer von Sängern, Musikern und Akademien. l'Ipermestra war eines seiner wichtigsten Projekte, und sein jahrhundertelang verborgener Ursprung ist erst vor kurzem ans Licht gekommen.

    Anlässlich der Aufführungen wurde 1658 ein Bericht über die Oper gedruckt. Doch obwohl die Werbung für die Uraufführung von 1658 so überzeugend war, dass jeder glaubte, die Oper sei nur für diesen Anlass geschrieben worden, gibt es Beweise für die Existenz von l'Ipermestra bereits für 1654, also vier Jahre vor der Geburt des spanischen Prinzen.


    Zitat

    Es ist die Flexibilität von Cavallis Rezitativen, die sich auf der Suche nach psychologischer Wahrhaftigkeit häufig den größeren Konturen der Melodie zuwenden, die dem Werk seine oft hypnotische Kraft verleiht.

    Dem möchte ich aus vollstem Herzen zustimmen! Das Dirigieren von Fentross ist schnell und eindringlich und er registriert die Konfrontationen mit großer Unmittelbarkeit. Einige der Sänger des Ensembles sind eventuell größer als man das in neueren Aufnahmen der Barockmusik findet, aber das ist mMn kein Fehler, denn ich denke hier, Fentross weiß bestimmt was er tut. Es fiel mir besonders auf bei Mark Tuckers Tenor als Arbante, dunkel und schwer kommt er daher was ich aber trotzdem als angemessen obsessiv und für völlig überzeugend empfinde. Galli als Linceo, Monti als Ipermestra sind überzeugend, Forestis überheblicher Danao ist eine Klasse für sich, auch der Rest bringt schönen Gesang, insgesamt eine überzeugende Gesamtleisung!


    Noch ein Wort zu der Leistung von Fentross, sie ist hervorragend, obwohl einige sie, wie ich eventuell vermute, exzentrisch finden könnten. ;)


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Andre Campra: Gli Strali d'Amore - Divertimento Immaginario


    La Risonanza
    Fabio Bonizzoni

    Roberta Invernizzi, dessus [Leonora]
    Cyril Auvity, haute-contre [Lelio]
    Salvo Vitale, basse [Il Dottore]

    mit Zwischenspielen von Louis-Nicolas Clérambault


    Nach dem Tod von Lully und mit der allmählichen Verfinsterung Ludwigs XIV. erlebte die französische Musik einen italienischen Frühling. Wo der große Charpentier in den Tagen von Lullys Dominanz der französischen Musik vorangegangen war, folgten nun andere, insbesondere André Campra. Campra wandte sich von den strengeren Tugenden der klassischen tragédie lyrique ab und produzierte zahlreiche farbenfrohe Unterhaltungen.

    Diese wunderschön produzierte CD versammelt melodische Nummern aus verschiedenen von Campras Opern, von >L'Europe galante< von 1697 bis >Les amours de Venus< von 1712, durchsetzt mit Instrumentalbewegungen seines jüngeren Zeitgenossen Clérambault, einem Komponisten, der ähnlich lebendig für die Verführungen der italienischen Musik ist . Wie das hier Aufgebaut ist erinnert es an ein Pasticcio!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Antonio Caldara: La Concordia de' pianeti

    Delphine Galou (Venere), Veronica Cangemi (Diana), Ruxandra Donose (Giove), Franco Fagioli (Apollo), Carlos Mena (Marte), Daniel Behle (Mercurio), Luca Tittoto (Saturno), La Cetra Barockorchester & Vokalensemble Basel, dir . Andrea Marcon

    Bei dieser Aufnahme von Antonio Caldaras „La Concordia de‘ pianeti“ handelt es sich um eine Wiederentdeckung und Weltersteinspielung. Es ist eine Mischung aus Serenade und Oper und wurde für den Hof des österreichischen Herrscher Karl VI. komponiert. Bei der Uraufführung waren die besten Sänger der Zeit engagiert, so auch der legendäre Kastrat Carestini. Mit dieser Produktion bekommt die Musikwelt ein Juwel der Discographie con Caldara zurück, das hoffentlich viele Liebhaber finden wird!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Luigi Rossi: Kammerkantaten "La Lyra d'Orfeo & Arpa Davidica"

    Jakub Jozef Orlinski, Philippe Jaroussky, Valer Sabadus, Veronique Gens, Celine Scheen, Giuseppina Bridelli, L'Arpeggiata, Christina Pluhar

    Zitat von Gramophone

    Dieses Dreifachalbum umfasst zwei Projekte, die im Abstand von 14 Jahren aufgenommen wurden* ... Ob verschiedene Teile und Stücke für das höfische Musizieren in Rom, Paris oder anderswo entworfen wurden, sie bieten einen reichen Einblick in Rossis leidenschaftliche Wortvertonung, dramatische Ausdruckskraft und harmonische Fantasie. ..L'Arpeggiatas kollektives Musizieren ist tendenziell vernünftig textgetrieben und immer sinnlich.

    *es gab Probleme mit dem Urheberrecht

    Er stand im Dienst von drei berühmten italienischen Herrscherfamilien, den Borghese, den Barberini und den Medici, sowie des französischen Königs Louis XIV.

    Rossi war ein jüngerer Zeitgenosse von Monteverdi!

    Er war im 17. Jahrhundert sowohl in Italien als auch in Frankreich eine herausragende Persönlichkeit und komponierte mehr als 300 Kantaten, und Christina Pluhars detaillierte Recherche führte zu nicht weniger als 21 Weltersteinspielungen auf diesem Album. Sein Orfeo war eine der ersten Opern, die je in Frankreich aufgeführt wurden. Die Musik dieses einst so bedeutenden Komponisten ist heute leider immer noch nicht angemessen bekannt. Somit ist diese Produktion von L'Arpeggiata umso begrüßenswerter und wirft ein neues Licht auf die Kammerkantaten und Opern von Luigi Rossi.


    Diese drei CDs von Kantaten und Arien aus Werken von Rossi, sind für meine Begriffe, (ich kannte den Komponisten nur von ein paar einzelnen Stücken) von seltener Schönheit, besonders CD zwei und drei "Arpa Davidica".


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Luigi Rossis "Orfeo" habe ich vor vielen Jahren (in den 90ern) in einer phänomenalen Inszenierung von Achim Freyer in der Wuppertaler Oper gesehen. Ich hoffe, dass sich in meinen Verliesen das Programmheft noch finden lässt. Am gleichen Ort muss ich auch die CD "Le canterine romane" suchen. Das sind Kompositionen für drei Sängerinnen, die in Rom auftraten und u.a. seine Werke sangen.

    Die oben genannte Aufnahme von L´Arpeggiata habe ich auch bestellt.

    Was grenzt an grenzenlose Dummheit? Mexiko und Kanada (Urban Priol)

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