PARSIFAL - Bayreuth 1882-2023


  • Bayreuther Inszenierungen des Parsifal

    Entwürfe und Fotos

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    1882 UA am 26. Juli – 1933 (205 Vorstellungen)

    Regie: Richard Wagner, Dirigent Hermann Levi (Richard Wagner diririgierte 1882 in der letzten Vorstellung von der Verwandlungsmusik im III. Aufzug an bis zum Ende des Werks. – Es war das einzige Mal, dass Wagner hier eine öffentliche Aufführung leitete), Ausstattung: : Max Brückner, Paul von Joukowsky, Siegfried Wagner, Kurt Söhnlein

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    1934-36 Regie: Heinz Tietjen, Dirigent: Richard Strauss, Bühnenbild: Alfred Roller, Emil Preetorius

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    1937-39 Regie: Heinz Tietjen, Dirigent: Wilhelm Furtwängler, Bühnen: Wieland Wagner

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    1951-73 Regie und Bühne: Wieland Wagner, Dirigent: Hans Knappertsbusch

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    Wieland Wagner näherte sich Parsifal durch ein analytisches Szenario, das als „Parsifal-Kreuz bekannt wurde, an. Es war ein Diagramm, das zeigte, wie sich die Ereignisse der Oper auf einen Wendepunkt (Kundrys Kuss) zu und dann von ihm weg bewegen und symmetrisch zueinander in Beziehung stehen.


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    1975-81 Regie und Bühne: Wolfgang Wagner, Dirigent: Horst Stein

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    1982-88 Regie: Götz Friedrich, Dirigent: James Levine, Bühne: Andreas Reinhardt

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    1989-2000 Regie und Bühne: Wolfgang Wagner, Dirigent: James Levine

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    2004-07 Regie: Christoph Schlingensief, Dirigent: Pierre Boulez, Bühne + Ausstattung: Thomas George, Daniel Angermahr, Tabea Braun

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    2008-12 Regie: Stefan Herheim, Dirigent: Daniele Gatti, Bühne: Heike Scheele, Gesine Völlm, Momme Hinrichs

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    2016-19 Regie: Uwe Eric Laufenberg, Dirigent: Hartmut Haenchen, Bühne: Gisbert Jäkel, Jessica Karge, Reinhard Traub

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    2023 Regie: Jay Scheib, Dirigent: Pablo Heras-Casado, Bühne: Mimi Lien, Meentje Nielsen, Joshua Higgason, Rainer Casper

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    Alles Gute und einen Gruß von Orfeo

  • Thomas Pape

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Ich finde an diesen Bildern und denen zum »Tristan« von neulich sehr bemerkenswert, dass die ältesten Bühnenbilder ausgesprochen hell und farbenfroh wirken, und auf eine durchaus leichte Weise heiter wirken, was in beiden Fällen im Laufe zunehmend einer schwergewichtigen und bedeutungsschwangeren Düsternis weicht. Ich glaube, es kann sich lohnen, dem genauer nachzugehen.

  • Lieber Orfeo,


    ich fand es immer sehr schade, dass die Parsifal-Inszenierung von Götz Friedrich niemals auf DVD oder Bluray erschienen ist, während beide Wolfgang Wagner-Inszenierungen veröffentlich wurden. Weißt Du, ob die Friedrich-Inszenierung irgendwo in den Tiefen des Internets zu finden ist?

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Ich finde an diesen Bildern und denen zum »Tristan« von neulich sehr bemerkenswert, dass die ältesten Bühnenbilder ausgesprochen hell und farbenfroh wirken, und auf eine durchaus leichte Weise heiter wirken, was in beiden Fällen im Laufe zunehmend einer schwergewichtigen und bedeutungsschwangeren Düsternis weicht. Ich glaube, es kann sich lohnen, dem genauer nachzugehen.

    Der aktuelle Parsifal ist aber sehr farbenfroh, was man auch auf dem Foto ganz gut sieht.

  • Der ist bunt. Ja. Und eklektisch. Aber keineswegs heiter. Und schon gar nicht leicht. Sondern bedeutungsschwanger, auch wenn niemand weiß, welche Bedeutung da eigentlich ausgetragen wird.

  • Ich finde an diesen Bildern und denen zum »Tristan« von neulich sehr bemerkenswert, dass die ältesten Bühnenbilder ausgesprochen hell und farbenfroh wirken, und auf eine durchaus leichte Weise heiter wirken, was in beiden Fällen im Laufe zunehmend einer schwergewichtigen und bedeutungsschwangeren Düsternis weicht.

    Nach meinem Eindruck hat das vielleicht auch damit zu tun, dass Wagner Impulse für die Bühnenausstattung seines "Parsifal" in Italien empfing. Er fühlte sich diesem Land sehr eng verbunden, bereiste es intensiv und starb ja auch dort. Für die Gralsburg soll der Dom von Siena Pate gestanden haben. Wer ihn je besucht hat, wird dem zustimmen können. Ein Vorbild für Klingsors Zaubergarten fand sich angeblich in Ravello über dem Golf von Neapel.


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    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Weißt Du, ob die Friedrich-Inszenierung irgendwo in den Tiefen des Internets zu finden ist?

    Hallo Bertarido,

    ich bin inzwischen fast ganz sicher, dass es nichts gibt. Zuerst dachte ich, dass vielleicht an Levine liegt, aber ich habe in 3 russischen, je einer chinesichen, japanischen, amerikanischen und italienischen Video-Plattform auch nicht die geringste Spur gefunden.

    Alles Gute und einen Gruß von Orfeo

  • Danke für das Suchen! Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass diese Produktion nicht mitgeschnitten wurde, zumal der damalige Publikumsliebling und Frauenschwarm Peter Hofmann die Titelrolle sang. Und die Bayreuther Produktionen liefen doch damals auch im Fernsehen.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Danke für das Suchen! Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass diese Produktion nicht mitgeschnitten wurde. Scheinbar wollte man sie in Bayreuth nicht veröffentlichen.

    Nun war es in den 80ern freilich noch viel schwieriger als heute, Videoaufzeichnungen von Opernproduktionen anzufertigen. Während der Aufführung war das mit großen Sichtberhinderungen für Teile des Publikums verbunden, weil die Kameras noch viel wuchtiger waren. Auch das Licht musste häufig eigens für die Aufzeichnungen angepasst werden. Deshalb hat man in Bayreuth damals auch nicht während einer Vorstellung, sondern vor leerem Zuschauerraum aufgenommen und man hat das beleibe nicht mit jeder Produktion damals gemacht. Darüber hinaus ist denkbar, dass Wolfgang Wagner seiner eigenen Vorgängerinszenierung, die ja für Fernsehen und Video aufgezeichnet wurde, keine Konkurrenz machen wollte.

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  • Darüber hinaus ist denkbar, dass Wolfgang Wagner seiner eigenen Vorgängerinszenierung, die ja für Fernsehen und Video aufgezeichnet wurde, keine Konkurrenz machen wollte.

    Das wäre auch meine Vermutung. Was sehr schade ist, weil die Wolfgang Wagner-Inszenierung nach meiner Meinung nicht unbedingt für die Ewigkeit hätte festgehalten werden müssen.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Ich habe von Götz Friedrich zwar nicht mehr die Bayreuther Inszenierung gesehen, wohl aber noch mehrfach seine (spätere) Berliner Inszenierung. Die war nun wahrlich kein Jahrhundertwurf, andere Wagner-Opern ("Ring", auch "Tannhäuser") lagen ihm meines Erachtens mehr...

  • Ich habe zumindest noch einige Bilder von der Friedrich-Inszenierung gefunden:


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    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.