Opernaufführungen als Übertragungen per Rundfunk und Fernsehen

  • Im Radio NDR Kultur: 15.03.2009 18:00 Uhr
    Live aus der Staatsoper Hannover
    "Aus einem Totenhaus" von Leoš Janácek


    Gorjantschikoff: Jin-Ho Yoo, Bariton
    Morosoff: Robert Künzli, Tenor
    Der große Sträfling: Latchezar Pravtchev, Tenor
    Der kleine Sträfling: Stefan Zenkl, Bariton
    Skuratoff: Ivan Tursic, Tenor
    Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
    Ltg.: Wolfgang Bozic


    Zitat

    Ein sibirisches Straflager ist Schauplatz dieser eindrucksvollen Oper von Leoš Janácek. Politische Häftlinge sind hier ebenso inhaftiert wie Straftäter. Ihr trostloser Alltag hat Dostojweski berührt - Leoš Janácek schuf nach der Vorlage des Russen eine seiner besten Opern. "In jedem Geschöpf ein Funke Gottes" - das ist das Credo des Komponisten, der an eine Solidarität aller leidenden Menschen glaubte - oder zumindest darauf hoffte.


    (Sonntag, 15. März, 18.00 - 20.30 Uhr, NDR Kultur)


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Montag, 6. April 2009 um 22.40 Uhr arte



    Sergej Prokofjew - Der Spieler
    Regie: Dmitri Tcherniakov
    Darsteller: Vladimir Ognovenko, u.a.
    Dirigent: Daniel Barenboim
    (Deutschland, 2008, 136mn)


    In der fiktiven Kasinostadt Roulettenburg herrschen Spielsucht, Liebe und Geldgier: Ein verschuldeter russischer Generals muss mit ansehen, wie seine Erbtante sein Erbe verspielt, während ein betrügerischer Marquis seine Tochter Polina verführt. Diese wiederum demütigt den für sie entbrannten Hauslehrer Alexj - den Titelhelden -, der seinerseits dem Spieltisch verfällt ... Oper nach Dostojewskis bekanntem Roman.
    ARTE zeigt am Montag Prokofjews "Der Spieler" in der gefeierten Inszenierung von Dmitri Tcherniakov und unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim.
    ( Aufzeichnung der Aufführung aus der Staatsoper Unter den Linden.)



    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • An anderer Stelle wurde bereits auf die Wiederholung der Eröffnungs-Vorstellung der Scala vor 2 Jahren hingewiesen, Chereaus Inszenierung des Tristan, über die es einen eigenen Thread bereits gibt:


    Samstag, den 18.04.2009 - 20:15 Uhr

    Tristan und Isolde
    Oper von Richard Wagner

    Mailänder Scala, 2007


    Tristan Ian Storey
    Isolde Waltraud Meier
    Brangane Michelle De Young
    Kurwenal Gerd Grochowski
    König Marke Matti Salminen
    Melot Will Hartmann
    Ein junger Seemann Alfredo Nigro
    Ein Steuermann Ernesto Panariello
    Ein Hirt Ryland Davies


    Musikalische Leitung: Daniel Barenboim
    Inszenierung: Patrice Chéreau
    Fernsehregie: Patrizia Carmine
    Chor: Mailänder Scala
    Orchester: Philharmonisches Orchester der , Mailänder Scala


    Zitat

    Richard Wagners Musikdrama "Tristan und Isolde" gilt als diebedeutendste Oper des 19. Jahrhunderts, weil sie zum Wegbereiter der Neuen Musik wurde. Doch die für 1863 in Wien geplante Uraufführung des Werks musste nach 77 Proben abgesagt werden: Das Werk galt aus unaufführbar. Erst 1865, als der junge König Ludwig II. Richard Wagner nach Bayern eingeladen hatte, kam es zur Uraufführung am Münchner Hof- und Nationaltheater. Die Geschichte der Oper handelt von der verbotenen Liebe zwischen Tristan und Isolde, die mit Urgewalt über die Liebenden hereinbricht. Die Tragödie spielt im Dunkel der britannisch-keltischen Sagen- und Geschichtswelt des Hochmittelalters. Hintergrund ist der Kampf zwischen den beiden Königshäusern Cornwall und Irland.
    3sat zeigt eine Aufzeichnung der Oper aus der Mailänder Scala unter der Leitung von Daniel Barenboim. Für die Inszenierung zeichnete Patrice Chéreau verantwortlich. Der Franzose zählt zu den bedeutendsten Film-, Theater- und Opernregisseuren seiner Zeit. Legendär ist seine als "Jahrhundertring" bekannte Inszenierung von Richard Wagners "Ring des Nibelungen" anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele im Jahr 1976. Seit den späten 1960er Jahren arbeitet Chéreau fast ausschließlich mit dem Maler und Architekten Richard Peduzzi zusammen, der auch in der Mailänder Neuinszenierung von "Tristan und Isolde" für das Bühnenbild zuständig war.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Liebe Forianer,


    am 25.05.2009 zeigt arte die aktuelle Produktion der Staatsoper Unter den Linden:


    Musikalische Leitung: René Jacobs
    Inszenierung: Nigel Lowery
    Bühnenbild | Kostüme:
    Choreographie: Amir Hosseinpour


    Angelica: Marlis Petersen
    Rodomonte: Pietro Spagnoli
    Orlando: Tom Randle
    Medoro: Magnus Staveland
    Eurilla: Sunhae Im
    Pasquale: Victor Torres
    Alcina: Alexandrina Pendatchanska
    Licone: Arttu Kataja
    Caronte: Arttu Kataja


    Freiburger Barockorchester



    Herzliche Grüße
    von LT :hello:

  • Liebe Forianer,


    mit großem Interesse warte ich auf Wilsons Inszenierung von Webers "Freischütz" am Festspielhaus in Baden-Baden.


    Am 1. Juni 2009 kann man seine Version auf arte erleben.


    Thomas Hengelbrock: Musikalische Leitung
    Robert Wilson: Inszenierung, Bühnenbild und Licht
    Ann-Christin Rommen: Co-Regisseurin
    Viktor und Rolf: Kostüme
    Wolfgang Wiens: Dramaturgie
    Tillmann Hecker: Regieassistenz


    Klaus Kuttler: Ottokar
    Reinhard Dorn: Cuno
    Juliane Banse: Agathe
    Julia Kleiter: Ännchen
    Dimitry Ivashchenko: Kaspar
    Steve Davislim: Max
    Paata Burchuladze: Ein Eremit
    Ronald Spiess: Samiel
    Matjaz Robavs: Kilian


    Philharmonia Chor Wien
    Mahler Chamber Orchestra



    Herzliche Grüße
    von LT :hello:

  • Heute abend ist im ZDF-Theaterkanal um 19.40 Uhr die Oper "Hänsel und Gretel" zu sehen.


    Mitwirkende:


    Gretel - Malin Hartelius
    Hänsel- Liliana Nikiteanu
    Hexe - Volker Vogel
    Mutter - Gabriele Lechner
    Vater- Alfred Muff
    u.a.


    Es spielt das Orchester des Opernhauses Zürich unter der Leitung von Franz Welser-Möst


    Viele Grüße
    :hello:
    Jolanthe

  • Mein heutiger Tipp ist eine Live-Übertragung im Radio NDR Kultur am kommenden Sonntag:


    NDR Kultur - Sonntag, 24. Mai 2009 - 17:55 Live aus der Staatsoper Hamburg


    „Iphigénie en Tauride“ von
    Christoph Willibald Gluck

    Iphigénie: Krassimira Stoyanova
    Oreste: Christopher Maltman
    Pylade: Toby Spence
    Thoas: Thomas J. Mayer
    Première Prêtresse: Trine W. Lund
    Deuxième Prêtresse: Katerina Tretyakova
    Diane: Ann-Beth Solvang
    Un Skythe: Ziad Nehme
    Le Ministre: Dominik Köninger
    Une femme greque: Gabriele Rossmanith
    Philharmoniker Hamburg
    Ltg.: Alessandro De Marchi



    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Lieber Harlad ,
    liebe Taminos !


    Tohomas Quasthoff , ein Sänger von Weltruf , hat gestern Abend im Z D F ausdrücklich darauf hingewiesen , dass es in der öffenltich - rechtliche A R D keine Klassiksendungen mehr gebe .


    Dies ist sicherlich ein weiterer Tiefpunkt in der Geschichte der ARD, deren Dasein ein führender CDU - NRW - Landespolitiker aufgrund "ihrer Ausgewogenheit" als besonders geglückt dargestellt hat ( 2008 ) .


    "PISA"-Ergebnisse ( für Deutschland ) wie der weitere Verfall der deutschen Kultur können nicht weiter überraschen .


    Traurig und besorgt ,



    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • Lieber Frank,


    was den Haupt-Sender der ARD, "das Erste" betrifft, mögst Du vielleicht recht haben.


    Inzwischen gibt es aber auf den digitalen Kanälen diverse (ARD-) Sender, die diese Klassik-Lücke schließen, als da wären


    3sat
    arte
    einsfestival


    Auf allen 3 Sendern wird regelmäßig Klassik, Oper und Ballett gesendet, insgesamt mehr als "zu Deiner Zeit", als es nur "das erste Programm" gab.


    Nimmt man noch die ganzen dritten Programme dazu, die (regional unterschiedlich) auch ihre aktuellen Kulturprogramme haben, kann man sich nicht beschweren.


    Dass auch das ZDF mit einem eigenen "Theaterkanal" vertreten ist, brauche ich wohl nicht extra hervorzuheben, das sieht man hier aus den täglichen Programmhinweisen!


    LG Harald


    :pfeif: :pfeif:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Lieber Harald ,



    es geht hier um die berechtigte Aussage und Thomas Quasthoff .


    Meine Meinung zur ARD , insbesondere dem WDR Köln , ist noch sehr viel schlechter . Ich mag diese Form der Politischen Sender nicht. Das hatten wir alles schon einmal in Deutschland !


    Zu meiner Zeit, also ich lebe noch recht bewusst , gab es im Fernsehen mehr als nur des Programm der ARD / Das Erste ( kann nicht qualitativ gemeint sein ! ) . Dies mag auch an dem Wohnort meiner Eltern mitgelegen haben . Wer in Deutschland grenznah zu einem anderen Land gewohnt hat , der konnte schon ab 1960 auch Sender anderer Länder mitsehen. Und noch in den 1970er Jahren selbst in Düsseldorf besonders im Gebiet um die Uinversitätsklinik konnten wir ohne Zusatztechnik auch den SWR , niederländische oder französischsprachige TV - Sender sehen .


    Mein Hinweis geht auch gerade auf die Menschen hin , die Deine Kenntnisse nicht haben und sich schwer tun , einen Zugang zu neune techniken zu finden .


    Es gibt nach meiner recht eingehenden Kenntnis über Klassikliebhaber in Alten- und Pflegeheime nur sehr wenige Menschen , die die von Dir dankenswerterweise genannten Programme empfangen können .


    Meiner Meinung nach gehören Aufführungen der Klassischen Musik , der Schauspielhäuser etc. absolut in die Hauptproramme der sog. öffentlich - rechtlichen wie privaten TV - Sender !


    Bildung ist für mich ein Grundrecht jedes Bürgers .


    Und auch eine Grundpflicht der steuer- und rundfunkbeiträge finanzierter Funktionäre in den Sende - Anstalten .


    Mit besten Grüssen ,



    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

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  • Heute abend in arte:


    Montag, 25. Mai 2009 um 22.25 Uhr



    Orlando Paladino


    Regie: Nigel Lowery, Amir Hosseinpour
    Dirigent: René Jacobs
    Komponist: Joseph Haydn
    Inszenierung: Nigel Lowery
    Orchester: Freiburger Barockorchester
    Fernsehregie: Andreas Morell


    (Deutschland, 2009, 140mn) - RBB


    Zitat

    Im 200. Todesjahr von Joseph Haydn würdigt ARTE den großen Komponisten mit einer Oper, die zu seinen Lebzeiten die bei weitem bekannteste und am häufigsten gespielte war: "Orlando Paladino" in einer aktuellen Produktion der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Die Handlung erinnert an heutige Fantasyliteratur, obwohl sie auf das Jahr 1516 zurückgeht: Die Königin Angelica und der Sarazenen-Kämpfer Medoro lieben sich, Ritter Orlando jedoch bedroht die beiden mit dem Tod, da er vor Eifersucht geradezu wahnsinnig ist. Nur dank der Zauberkraft einer Fee kann das Paar gerettet werden. Die Inszenierung ist unter der Regie des britischen Regisseurs Nigel Lowery in Zusammenarbeit mit dem iranischen Choreographen Amir Hosseinpour entstanden. Die musikalische Leitung hat der Belgier René Jacobs.


    Haydns Oper "Orlando Paladino" verdankt ihre Entstehung einem Ereignis, das gar nicht stattfand: mit ihrer Aufführung auf Schloss Esterhazy, wo Haydn Komponist, Impresario und Kapellmeister in Personalunion war, sollte dem angekündigten Besuch des russischen Großfürsten Paul und seiner Gemahlin festlicher Glanz verliehen werden; selbst mit der Anwesenheit Josephs II. wurde gerechnet. Letztlich änderte allerdings das fürstliche Prominentenpaar seine Reiseroute und kam nie nach Esterhazy. Aber Haydns "Orlando" war fertig komponiert, wurde im Dezember 1782 auf Schloss Esterhazy uraufgeführt und bald darauf überall in Europa nachgespielt. Die Oper avancierte außerhalb von Esterhazy zu seinem erfolgreichsten Bühnenwerk.
    "Orlando Paladino" ist ein "Dramma eroicomico", eine heroisch-komische Oper, die Pathos und Ironie, Abenteuer und Maschinenwunder, echte Empfindung und völlig überdrehtes Liebeswerben miteinander verquickt. Die Handlung geht auf eine Episode aus dem Weltbestseller "Orlando furioso" von Ludovico Ariost aus dem Jahre 1516 zurück.
    Haydns Librettist Nunziato Porta stellt dem Liebespaar, der Königin Angelica und dem schönen Sarazenen-Kämpfer Medoro, die Raserei des in Angelica verliebten fränkischen Ritters Orlando gegenüber. Der wegen seiner unerfüllten Liebe wahnsinnig gewordene Orlando will Angelica und Medoro töten, die nur dank der Zauberkräfte der Fee Alcina und des Lethe-Fährmanns Caronte gerettet werden. Die komischen Figuren, etwa das niedere Paar, bestehend aus Eurilla und Pasquale, ergänzen und spiegeln auf ihre Weise die Handlung, die dem heutigen "Fantasy"-Genre gerecht werden könnte.
    Haydns Musik ist reich an bewegenden und glanzvollen Einfällen, die die gegensätzlichen Welten der Handlung, ihre heroischen, komischen und empfindsamen Seiten, virtuos kontrastieren. Man findet dramatisches Feuer, unverschnörkelte Schlichtheit, buffoneske Plappereien, ergreifende Liebeslieder und große Ensembleszenen in den Aktfinali. Haydn, der Mozarts Opern über alles bewunderte, kommt in seinem "Orlando Paladino" ganz dicht an ihn heran.


    Zitat

    Der Belgier René Jacobs ist ein international anerkannter Dirigent, die Barockmusik des 17. und 18. Jahrhunderts sein Spezialgebiet. Seine Diskographie umfasst mehr als 250 Aufnahmen; viele davon wurden ausgezeichnet. Seit 1982 widmet sich René Jacobs verstärkt der musikalischen Leitung und Bearbeitung von Barockopern mit Schwerpunkt auf der frühen venezianischen Oper Monteverdis, Cavallis und Cestis. Seit 1988 dirigiert Jacobs regelmäßig beim Centre de musique baroque de Versailles. Im Jahr 1991 wurde René Jacobs Künstlerischer Leiter der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik.
    Nigel Lowery wurde in London geboren und studierte Theaterdesign an der Central St. Martin's School of Art. Zu seinen vielen Bühnenbildarbeiten zählen "Giulio Cesare" in München und "Der Ring des Nibelungen" für Covent Garden. Sein Debüt als Regisseur absolvierte er beim Festival Musica nel Chiostro in Italien. Seitdem arbeitet er regelmäßig für das Theater Basel (unter anderem "Hänsel und Gretel", "La Cenerentola" und "Les Paladins"). Weitere Arbeiten legte er in Stuttgart mit "Le nozze di Figaro" und "Der Wildschütz" vor, in Hannover inszenierte er alle fünf "Europeras" von John Cage. Mit Amir Hosseinpour entwickelte er "Orphée et Euridice" in München und "Rinaldo" in Montpellier, Innsbruck, Antwerpen und Berlin.
    Der Iraner Amir Hosseinpour, Regisseur und Choreograph, gründete im Jahr 1992 die "Amir Hosseinpour Dance Company". Das Repertoire dieser Compagnie beinhaltet Programme wie "Fantasie Nocturne" oder "Is that all there is", die bereits in London und New York aufgeführt wurden. Aus der Zusammenarbeit mit dem Regisseur Nigel Lowery gingen bereits Neuproduktionen von "L'italiana in Algeri" an der Berliner Staatsoper, "Orphée et Euridice" an der Bayerischen Staatsoper, "Les Paladins" am Theater Basel sowie der umjubelte "Rinaldo" aus dem Jahr 2002 im Rahmen einer Koproduktion der Lindenoper mit den Innsbrucker Festwochen hervor.
    "Orlando Paladino" ist eine Koproduktion der Staatsoper Unter den Linden Berlin mit den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Liebe Forianer,


    auch in diesem Jahr gibt es wieder sehr interessante Aufführungen, die man am Bildschirm miterleben kann:


    Mai 2009


    30. Mai 2009, 20.15 Uhr
    Richard Strauß: Der Rosenkavalier
    Herbert Wernickes Inszenierung der Strauss-Oper, 1995 für die Salzburger Festspiele produziert, wurde für die Festspielhausbühne in Baden-Baden neu einstudiert
    Münchner Philharmoniker unter der Leitung von Christian Thielemann
    Feldmarschallin: Renée Fleming
    Octavian: Sophie Koch
    Sophie: Diana Damrau
    Baron Ochs auf Lerchenau: Franz Hawlata
    Ein Sänger : Jonas Kaufmann
    Herr von Faninal: Franz Grundheber


    Philharmonia Chor Wien und Theaterkinderchor



    Juni 2009


    27. Juni 2009, 20.15
    Bel Canto Spectacular
    Eine Operngala mit Juan Diego Flórez aus dem Festspielhaus Baden-Baden, 2008
    Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
    Musikalische Leitung: Christopher Franklin



    Juli 2009


    25. Juli 2009, 20.15 Uhr
    Münchner Opernfestspiele 2009: Lucrezia Borgia
    Oper von Gaetano Donizetti
    Aus dem Staatstheater München, Juli 2009
    mit Edita Gruberova



    August 2009


    14. August 2009, 20.15 Uhr
    Salzburger Festspiele 2008:
    W.A. Mozart: Don Giovanni


    15. August 2009, 20.15 Uhr
    Salzburger Festspiele 2009:
    W.A. Mozart: Così fan tutte


    16. August 2009, 20.15 Uhr
    Salzburger Festspiele 2006:
    W.A. Mozart: Le Nozze Di Figaro


    29. August 2009, 20.15 Uhr
    Bregenzer Festspiele 2008:
    Karl V Oper von Ernst Krenek



    September 2009


    19. September 2009, 20.15 Uhr
    Georg Friedrich Händel: Ezio
    Oper in drei Akten
    Aufzeichnung aus dem Rokokotheater Schwetzingen, Mai 2009



    Herzliche Grüße
    von LT :hello:

  • Im Rahmen der Sendereihe "Die schönsten Opern aller Zeiten" bringt der ZDF-Theaterkanal am Pfingstsonntag, 31. Mai 2009 eine Fernseh-Aufzeichnung der "AIDA" aus Mailand 1986:


    Aida
    Oper von Giuseppe Verdi

    Mailänder Scala 1986


    König - Paata Burchuladze
    Amneris - Ghena Dimitrova
    Aida - Maria Chiara
    Radames - Luciano Pavarotti
    Ramphis - Nicolai Ghiaurov
    Amonasro - Juan Pons
    Ein Bote - Ernesto Gavazzi
    Priesterin - Francesca Garbi


    Regie: Derek Bailey
    Bühnenbild: Mauro Pagano
    Chor: Mailänder Scala
    Inszenierung: Luca Ronconi
    Musikalische Leitung: Lorin Maazel
    Orchester: Mailänder Scala


    Zitat

    Als Ismael Pascha, der Vizekönig von Ägypten, vor der Eröffnung des neuen italienischen Opernhauses in Kairo einen großen Komponisten für eine altägyptische Prunkoper suchte, hatte er die Wahl zwischen Verdi, Wagner und Gounod. Der Khedive entschied sich für den italienischen Maestro. 1870 beginnt Verdi, das Bestellungswerk zu komponieren. Verdi ließ sich bei seinem Opernlibretto zu "Aida" von der jahrtausendealten Kultur und Exotik des Pharaonenreiches inspirieren. Der Stoff zu "Aida" ist frei erfunden. Mit seiner geschichtlichen Fixierung um 1550 v.u.Z. knüpft er historisch an die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Ägyptern, Nubiern und Äthiopiern an. In "Aida" geht es um die Liebe, die sich infolge der Feindschaft zweier Völker nicht erfüllen kann - ein Grundthema des Welttheaters vom "Romeo" bis zum "Tristan". Die Oper ging am 24.12.1871 im festlichen Rahmen des 100 Jahre später durch einen Brand vernichteten Teatro del’Opera in Kairo in Szene. 3sat zeigt "Aida" anlässlich der 125-jährigen Premierenfeier. Luca Ronconi inszenierte 1986 die legendäre "Aida"-Aufführung in der Mailänder Scala mit Maria Chiara und Luciano Pavarotti in den Hauptrollen. Mauro Pagano entwarf monumentale Bühnenbilder, die das Exotische Ägyptens auf beeindruckende Weise wiedergeben.


    Sendung: So, 31.05.2009 19:40 Uhr(161 min.)



    Ich freue mich darauf! :jubel:


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Der ZDF-Theaterkanal setzt seine Serie mit den schönsten Opern am Pfingstmontag fort mit einer alten Verfilmung der Verdi-Oper "Ein Maskenball" fort:


    Ein Maskenball
    Oper in drei Akten von Guiseppe Verdi
    Fernsehinszenierung, BR Deutschland 1966


    Gustav III., -
    König von Schweden - Sandor Konya
    Rene, Graf Anckarström - Rudolf Constantin
    Amelia, Gräfin Anckarström - Charlotte Berthold
    Zigeunerin - Martha Mödl
    Page des Königs - Roberta Peters
    Matrose - Heinz Blankenburg
    Graf Horn - Toni Blankenheim
    Graf Ribbing - Peter Roth-Ehrang
    Richter - Kurt Marschner
    Diener - Werner Malambré


    Regie: Herbert Junkers
    Buch: Antonio Somma
    Choreographie: Isabella Vernici
    Chor: Staatsoper Hamburg
    Komponist: Giuseppe Verdi
    Literarische Vorlage: Eugene Scribe
    Musikalische Leitung: Nino Sanzogno
    Orchester: Philh. Staatsorchester Hamburg


    Zitat

    Von den Werken Verdis, die in der Zeit zwischen den drei erfolgreichsten Opern der Jahre 1851 bis 1953 (Rigoletto - Troubadour - Traviata) und den späteren Meisterwerken entstanden, sind es in erster Linie "Ein Maskenball" und "Die Macht des Schicksals", die seit jeher die stärkste Anziehungskraft auf die Opernbesucher ausüben. Die Uraufführung der Oper fand am 17. Februar 1859 in Rom statt; seine deutsche Erstaufführung erlebte das Werk am 6. März 1862 in Stuttgart. Die Oper hat sich seit dieser Zeit ununterbrochen auf den Spielplänen der Opernhäuser in aller Welt behauptet. Im "Maskenball" greifen komödiantische und tragische Elemente auf befremdliche Weise ineinander. Das Hauptthema ist und bleibt das Liebesdrama. Die Verbindung der beiden Liebenden ist doppelt unmöglich, da der Ehegatte der beste und treueste Freund des Liebhabers ist und seine Gattin über alles liebt. Der schmerzliche Verzicht der Liebenden und die Freundestreue werden getragen von einer Musik, die zu den schönsten Verdis gehört.


    Der alte Schwarzweiß-Film bringt ein Wiedersehen mit unvergessenen Opernstars wie Sandor Konya, Martha Mödl, Roberta Peters u.v.a., aber auch mit Sängern, die sonst nie zu sehen sind wie Peter Roth-Ehrang oder Kurt Marschner.


    Sendetermin: Mo, 01.06.2009 19:40 Uhr(135 min.)


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Der ZDF-Theaterkanal setzt am Samstag Abend seine Reihe der Vorstellungen zum Ranking der besten Opern der Welt fort mit Donizettis Meisterwerk "Lucia di Lammermoor" fort:


    Lucia di Lammermoor
    Oper von Gaetano Donizetti

    Teatro Carlo Fenice, Genua 2003


    Lucia - Stefania Bonfadelli
    Edgardo - Marcelo Alvarez
    Enrico - Roberto Frontali
    Raimondo - Mirco Palazzi


    Bühnenbild: Paul Brown
    Chor: Teatro Carlo Fenice
    Fernsehregie: Andrea Dorigo
    Inszenierung: Graham Vick
    Kostüme: Paul Brown
    Musikalische Leitung: Patrick Fournillier
    Orchester: Teatro Carlo Fenice


    Sendung Sa, 13.06.2009 22:15 Uhr(145 min.) im ZDF-Theaterkanal.


    Wer die Aufnahme nicht kennt; es gibt sie auch als DVD:



    Darum gehts:


    Zitat

    Lucia soll auf Drängen ihres Bruders Enrico den reichen Lord Bucklaw heiraten, um den finanziellen Ruin der Familie abzuwenden. Gegen ihren Willen - denn sie ist heimlich mit Edgardo di Ravenswood, dem ärgsten Feind ihres Bruders, liiert. Als dieser nach Frankreich reisen muss, unterschlägt der Bruder die Briefe zwischen den Liebenden und täuscht Lucia die Untreue ihres Geliebten vor. Resigniert lässt sie sich in die Zwangsehe führen. Auf der Feier erscheint plötzlich Edgardo. Er sieht den Ehevertrag, fordert - im Glauben, von Lucia betrogen worden zu sein - den Verlobungsring von ihr zurück und flieht auf sein Schloss. Dem Wahnsinn verfallen ermordet Lucia während der Hochzeitsnacht den ihr aufgezwungenen Gatten und stirbt selbst. Während Edgardo auf sein Duell mit Enrico wartet, erfährt er vom Tod der Geliebten und ersticht sich. In der Inszenierung für das Teatro Carlo Felice in Genua im Jahr 2003 richtet Graham Vick seine Konzentration gekonnt auf die Figuren und die szenische Atmosphäre. Gezielt arbeitet er die Konflikte, Leidenschaften und Motivationen der Figuren heraus. Er abstrahiert die Bühne als Ort der psychologischen und emotionalen Entwicklungen - immer in Einklang zu Donizetti und Cammarano.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Der ZDF-Theaterkanal bringt morgen in der Reihe der Suche nach der Super-Oper den 10 Jahre alten Hamburger "Freischütz" von Peter Konwitschny:


    Sa, 20.06.2009 22:15 Uhr(160 min.)


    Der Freischütz
    Oper von Carl Maria von Weber
    Hamburgische Staatsoper, 1999


    Ottokar - Wolfgang Rauch
    Cuno - Dieter Weller
    Agathe - Charlotte Margiono
    Ännchen - Sabine Ritterbusch
    Caspar - Albert Dohmen
    Max - Poul Elming
    Eremit - Simon Yang
    Kilian - Martin Homrich
    Samiel - Jörg Michael Koerbl


    Buch: Carl Maria von Weber
    Bildregie: Felix Breisach
    Inszenierung: Peter Konwitschny
    Musikalische Leitung: Ingo Metzmacher
    Orchester: Hamburgische Staatsoper


    Zitat

    Weber eröffnete mit dem "Freischütz" die hohe Zeit der musikalischen Romantik; ganz auf Stimmungen und Gefühle ausgerichtet, ließ die Musik ganze Generationen von Komponisten nicht mehr los. Der designierte Nachfolger des Erbförsters Cuno und Schwiegersohn in spe, Max, soll in einem Probeschießen seine Treffsicherheit unter Beweis stellen. Aus Angst vor einem Versagen glaubt er den Einflüsterungen des bösen Caspar. Ohne von Caspars Pakt mit dem Teufel zu wissen, besucht Max ihn in der Wolfsschlucht, um Freikugeln zu gießen, die garantiert treffen. Was aber Max nicht weiß: Die letzte Kugel lenkt der Teufel ins Ziel... Weber eröffnete mit dem "Freischütz" die hohe Zeit der musikalischen Romantik. Erstmals wurde der Mensch in seiner Natur geschildert, wie er von negativen Mächten bedroht und durch die Vergebung der Gemeinschaft von seiner Schuld erlöst wird. Die Musik, die ganz auf Stimmungen und Gefühle ausgerichtet ist, öffnete die Tür für romantische Empfindungen und erzeugte einen akustischen Flächenbrand, der ganze Generationen von Komponisten nicht mehr los ließ.


    Sendung am Sa, 20.06.2009 22:15 Uhr(160 min.)


    Gibt es natürlich längst als DVD:



    steht ungesehen bei mir im Regal.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Als Ersatz für die (ausgefallene) Übertragung der Berliner Neuinszenierung gibt es morgen im ZDF-Theaterkanal eine Salzburger "Entführung" aus der Konserve:
    Aus der Reihe: Die schönsten Opern aller Zeiten


    Die Entführung aus dem Serail
    Deutsches Singspiel in drei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart
    Libretto von Johann Gottlieb Stephanie d. J.
    nach einer Komödie von Christoph Friedrich Bretzner
    Bassa Selim ***
    Konstanze Laura Aikin
    Blonde Valentina Farcas
    Belmonte Charles Castronovo
    Pedrillo Dietmar Kerschbaum
    Osmin Franz Hawlata
    Janitscharen Erika Hatházi
    Karin Wieser
    Erich Wessner
    Josef Stangl
    Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
    Mozarteum Orchester Salzburg
    Musikal. Leitung: Ivor Bolton
    Bühnenbild und Kostüme: Gottfried Pilz
    Inszenierung: Stefan Herheim
    Fernsehregie: Tomas Simerda
    (Salzburg, August 2006; in einer neuen Dialogfassung von Stefan Herheim und Wolfgang Willascheck)


    Sendung am So, 21.06.2009 19:40 Uhr(160 min.)


    Die DVD zur Sendung sieht so aus:



    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Es geht weiter im ZDF-Theaterkanal mit der Präsentation der "schönsten Opern der Welt"....
    Nach dem absoluten Tiefpunkt gestern abend mit Herheims miserabler "Entführung" kommt morgen Puccinis "La Boheme" aus Berlin:


    La Boheme
    Oper von Giacomo Puccini

    Szenen aus Henri Murgers "La vie de boheme" in 4 Bildern


    Mimi - Zvetelina Vassileva
    Musetta - Daniela Bruera
    Rodolfo - Miroslav Dvorsky
    Marcello - Roman Trekel
    Schaunard - Hanno Müller-Brachmann
    Colline - Kwangchul Youn
    Parpignol - Peter Jürgen Schmidt


    Buch: Guiseppe Giacosa
    Buch: Luigi Illica
    Bildregie: Felix Breisach
    Bühnenbild: Dan Potra
    Chor: Staatsoper Berlin
    Chor: Leitung: Eberhard Friedrich
    Inszenierung: Lindy Hume
    Musikalische Leitung: Philippe Jordan
    Orchester: Staatskapelle Berlin


    Zitat

    Am Pult der Staatsoper Berlin stellt sich der 26-jährige Philippe Jordan, Senkrechtstarter in der Musikszene des neuen Jahrhunderts, vor. Seine bisherigen Interpretationen klassischer Opern brachten Fachleute und Publikum gleichermaßen zum Schwärmen.
    Die australische Regisseurin Lindy Hume wurde 1997, nach Engagements als freie Regisseurin, künstlerische Leiterin der Oz-Opern in Melbourne und Sydney. Bekannt wurde sie durch avantgardistische Inszenierungen von "Madame Butterfly", "Der Troubadour" und "Die Zauberflöte". Nach ihrer Interpretation von "Radamisto" bei den Händelfestspielen in Halle wurde sie für diese Inszenierung an der Staatsoper Berlin engagiert. Der Bühnenbildner Dan Potra arbeitete an den Opernhäusern von Budapest, St. Petersburg, Wien und San Francisco und gestaltete die Eröffnungsfeiern der Olympischen Spiele von Sydney.


    Die Grundlage für eine der erfolgreichsten Opern aller Zeiten waren die Fortsetzungsgeschichten "Scènes de Bohème" von Henri Murger, die 1845 in eine Illustrierten in Paris erschienen. Das danach entstandene Theaterstück veranlasste die Komponisten Giacomo Puccini und Ruggero Leoncavallo, in einen Wett streit um die Erstveröffentlichung des Stoffes als Oper zu treten.
    Erzählt wird die Geschichte von vier schlecht verdienenden Künstlern im Pariser Quartier Latin. Ihr jugendlich arrogantes, freizügiges Leben am Rande der Gesellschaft ist bestimmt von spontanen Liebschaften, ständiger Geldnot und der Erwartung des sicheren, ewigen Erfolges. Da lernt Rodolfo in Marcellos kalter Dachwohnung am Weihnachtsabend Mimi kennen - und verliebt sich in sie. Rodolfos Versuch, sich dem Ernst des Lebens und der Liebe dauerhaft zu entziehen, wird überraschend auf die Probe gestellt. Die nachhaltige Wirkung der Oper lag für die Zeitgenossen Puccinis nicht nur in der dramaturgischen Kraft stimmungsvoller und atmosphärischer Momente, die sich ganz ohne Pathos und Dramatik entfaltet - sondern mehr noch beruht sie auf den genialen Arrangements von Puccinis Musik, die aus einer Fülle von Themen und Motiven einen dichten Klangteppich zaubert, der bis heute tief berührt.


    Ich bin gespannt, ich kenne diese Inszenierung nicht.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Die Vorstellung der "schönsten Opern der Welt" im ZDF-Theaterkanal geht am Samstag abend weiter mit einer Provinz-Inszenierung des "Rigoletto" unter Thomas Hengelbrock:


    RIGOLETTO
    Oper von Giuseppe Verdi in italienischer Sprache
    Festspielhaus Baden-Baden, 2004


    Der Herzog von Mantua - Raúl Hernández
    Rigoletto, dessen Hofnarr - Paolo Gavanelli
    Gilda, seine Tochter - Iride Martinez
    Sparafucile, ein Bandit - Guido Jentjens
    Maddalena, seine Schwester - Mariselle Martinez
    Der Graf von Monterone - Martin Snell
    Marullo, ein Edelmann - Alejandro Gallo
    Giovanna, Erzieherin Gildas - Mona Somm
    Der Graf von Ceprano - Marco Vassalli
    Die Gräfin, seine Gemahlin - Antonia Bourvé
    Matteo Borsa, Höfling - Musa Duke Nkuna
    Ein Page - Martin Nyvall


    Fernsehregie: Peter Schönhofer
    Inszenierung: Philippe Arlaud
    Kostüme: Anton Wiesinger und Esther Geremus


    Zitat

    Thomas Hengelbrock und Philippe Arlaud verbindet eine lange, erfolgreiche Zusammenarbeit. Ihr neues gemeinsames Projekt ist die Inszenierung von Giuseppe Verdis "Rigoletto" mit historischen Instrumenten. Um dem Originalklang des Uraufführungsjahres 1851 ganz nahe zu kommen, wurden Instrumente des 19. Jahrhunderts gesuc ht und umfangreiche musikwissenschaftliche Recherchen zur historischen Aufführungspraxis unternommen. Die neue Bewertung der Tempi und der Klangfarbe lassen Ver dis Vision von einer einheitlichen musikalischen Grundfarbe im 21. Jahrhundert W irklichkeit werden: der "tinta musicale". Regisseur Philippe Arlaud rückt seine Inszenierung in die Zeit um 1905, in eine Epoche voller Utopien vor dem Chaos de s Ersten Weltkriegs. Arlaud, bekannt und gefeiert als Mann der Farbe, begibt sic h diesmal auf eine radikal puristische Ebene und lässt sich von Fritz Lang, Alfred Hitchcock und anderen Meistern des Schwarz-Weiß-Films inspirieren. Diese Oper nproduktion wurde in einer Koproduktion der Festspielhaus Baden-Baden GmbH, der Wuppertaler Bühnen GmbH, der Staatstheater Mainz GmbH und der Büro für Internatio nale Kulturprojekte GmbH realisiert.



    Sendung am Sa, 27.06.2009 22:15 Uhr(120 min.)


    LG


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    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Freitag, 10. Juli 2009 um 21.40 Uhr - arte


    Idomeneo, live aus Aix-en-Provence


    Regie: Don Kent
    Chorleiter: Simon Halsey
    Kostüme: Pierre André Weitz
    Dirigent: Marc Minkowski
    Interpret: Rundfunkchor Berlin
    Inszenierung: Olivier Py
    Orchester: Musiciens du Louvre.Grenoble
    Moderation: Emmanuelle Gaume
    (Original mit Untertiteln)


    ARTE sendet in diesem Jahr wieder Live vom Opernfestival Aix-en-Provence. Auf dem Spielplan: Mozarts "Idomeneo" in der Inszenierung von Olivier Py. Marc Minkowski dirigiert die Musiciens du Louvre. Die Titelrolle übernimmt Richard Croft, seinen Sohn Idamante, der aufgrund eines leichtsinnigen Versprechens des Vaters, den Göttern geopfert werden soll, Yann Beuron. Auch die weiblichen Gegenspielerinnen sind erstklassig besetzt. Sophie Karthäuser singt Ilia, die trojanische Kriegsgefangene, die in Idamante, ihren Kriegsfeind verliebt ist. Ilias Rivalin Elettra wird von niemand geringerem als Mireille Delunsch verkörpert. Durch den Abend führt Emmanuelle Gaume.


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    Harald


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    (Vinícius de Moraes)

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  • Diesen Monat im ZDF-Theaterkanal:


    La Finta Semplice (Irrfahrten I)
    Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
    Landestheater Salzburg, Festspiele 2006


    Rosina - Malin Hartelius
    Don Cassandro - Josef Wagner
    Giacinta - Marina Comparato
    Don Polidoro - Matthias Klink
    Fracasso - Jeremy Ovenden
    Ninetta - Silvia Moi
    Simone - Miljenko Turk
    Auctoritas - Marianne Hamre
    Dark Rosina - Anna Tenta


    Bühnenbild: Jens Kilian
    Inszenierung: Joachim Schlömer
    Kostüme: Jens Kilian
    Libretto: Marco Coltellini
    Literarische Vorlage: Carlo Goldoni


    Zitat

    La finta semplice (dt.: Die verstellte Einfalt), komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Alter von nur zwölf Jahren. Sie wurde am 1. Mai 1769 in Salzburg uraufgeführt. Auf die Anregung Kaiser Joseph II. hin komponierte Mozart erstmals im Sujet der opera buffa. Hauptfigur sind Cassandro und sein naiver jüngerer Bruder Polidoro, die gemeinsam mit dem Nesthäkchen, der jungfräulichen Schwester Giacinta, auf ihrem Landschloss in der Nähe Cremonas ein abgeschiedenes Junggesellendasein führen. Die Brüder beherbergen in ihrem Haus den ungarischen Hauptmann Fracasso und seinen Sergeant Simone. Seit Don Cassandro einmal von einer Frau schlecht behandelt wurde, spielt er den Frauenfeind. Sein ebenfalls unverheirateter Bruder Don Polidoro, der am liebsten jeder Frau nachstellen würde, steht unter der Fuchtel seines Bruders und muss sich ebenfalls von den Frauen fernhalten. Fracasso verliebt sich in Don Cassandros und Don Polidoros Schwester Giacinta, Simone in deren Zofe Ninetta. Der einzige Ausweg, den Weiberfeind dazu zu bewegen, in die Heiratspläne der Schwester einzuwilligen, scheint eine List zu sein: Fracassos kluge Schwester, die Baronessa Rosina gibt sich einfältig und umwirbt gleich beide Brüder. Als sie bemerken, dass sie Rivalen sind, bringt eine weitere List sie so durcheinander, dass Cassandro schließlich der Hochzeit von Giacinta und Fracasso zustimmt.



    Termine im ZDF-Theaterkanal:
    So, 12.07.2009 19:40 Uhr(130 min.)
    Fr, 17.07.2009 19:40 Uhr
    Mi, 22.07.2009 19:40 Uhr


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    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Bitte schon mal den Termin vormerken:


    Freitag, 24. Juli 2009


    Verdi: Aida
    Live von den Bregenzer Festspielen

    ORF2 21:20 Uhr, 150 Min.


    Weitere Einzelheiten folgen.


    LG


    :pfeif: :pfeif:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Samstag, den 25.07.2009 - 3sat - 20:15 Uhr - Münchner Opernfestspiele 2009 - aus dem Nationaltheater München:


    Lucrezia Borgia
    Oper von Gaetano Donizetti

    Libretto: Felice Romani nach Victor Hugo


    Don Alfonso Franco Vassallo
    Donna Lucrezia Borgia Edita Gruberova
    Gennaro Pavol Breslik
    Maffio Orsini Alice Coote
    Don Aposto Gazella Christian Rieger
    Jeppo Liverotto Bruno Ribeiro
    Ascanio Petrucci Christopher Magiera
    Gubetta Steven Humes
    Rustighello Emanuelle d'Aguanno
    Oloferno Vitellozzo Erik Arman
    Astolfo Christian Van Horn
    Chor: Chor der Bayerischen Staatsope
    Orchester: Bayerisches Staatsorchester
    Musikalische Leitung: Bertrand de Billy


    Inszenierung: Christof Loy


    Zitat

    Lucrezia Borgias Sohn Gennaro, unwissend, dass sie seine Mutter ist, verliebt sich beim ersten Anblick in sie. Im Kreise seiner jungen Freunde wird er mit der wahren Identität von Lucrezia konfrontiert. Ein auswegloser Konflikt entsteht, in dessen Verlauf Don Alfonso, Lucrezias Mann, ihn als vermeintlichen Rivalen aus dem Weg schaffen will. Doch Lucrezia rettet Gennaro, ohne sich zu offenbaren. Aus Rache vergiftet sie wahllos alle beteiligten Männer. Zu spät bemerkt sie dabei die Anwesenheit ihres Sohnes. Gennaro stirbt. Was bleibt, ist ein gnadenloses Trauma für die Überlebenden.
    Mit "Lucrezia Borgia" setzen Christof Loy und Edita Gruberova ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Der Rolle der Hauptdarstellerin geben sie das Profil einer Frau auf der Suche nach ihrer eigenen Identität. Lucrezia Borgia, die Giftmischerin, Ehebrecherin und Mörderin, erfüllt einerseits die männliche Sicht auf sie, doch versucht sie ebenso leidenschaftlich, eine andere zu werden. Christof Loy wurde 2008 bereits zum dritten Mal von der Zeitschrift "Opernwelt" zum Regisseur des Jahres nominiert. Er richtet seinen Blick auf das Individuum, auf die versteckten Beweggründe und emotionalen Energien der einzelnen Menschen. So macht er ihre geheimen Gefühle, Ängste und Sehnsüchte sichtbar und schafft ein psychologisch dichtes Spannungsfeld um die Figuren. Am Pult steht einer der gefragtesten Dirigenten der internationalen Opern- und Konzertszene: Bertrand de Billy, Chefdirigent des Radio-Symphonieorchesters Wien.


    LG


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    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Do., 23.07.2009 - Ö1 - 19.30-21.00 Uhr
    - Liveübertragung aus dem Festspielhaus Bregenz - Premierenvorstellung -



    Karol Szymanowski (1882-1937):
    Król Roger (König Roger) - Oper in 3 Akten, opus 46 1918-25
    Libretto: Karol Szymanowski, Jaroslaw Iwaszkiewicz



    Besetzung:
    König Roger II., König von Sizilien - Scott Hendricks, Bariton
    Roxane, seine Frau - Olga Pasichnyk, Sopran
    Edrisi, der arabische Weise - John Graham-Hall, Tenor
    Der Hirte - Will Hartmann, Tenor
    Der Erzbischof - Sorin Coliban, Baß
    Die Diakonisse - Liubov Sokolova, Alt


    Chöre:
    Kinderchor
    'Camerata Silesia' - Sängerensemble der Stadt Katowice
    Polnischer Rundfunkchor Krakau


    Orchester: Wiener Symphoniker
    Leitung: Sir Mark Elder



    Inszenierung: David Pountney
    Bühne: Raimund Bauer
    Kostüme: Marie-Jeanne Lecca
    Choreographie: Beate Vollack
    Video: Gilles Papain
    Licht: Fabrice Kebour
    Chorleitung: Anna Szostak, Wlodzimierz Siedlik, Wolfgang Schwendinger



    Zur Oper:
    Im Zentrum der Oper steht der in der europäischen Moderne oft behandelte Konflikt zwischen Ratio und Sinnlichkeit, zwischen Vernunft und Ekstase. Musikalisch begegnen sich unterschiedliche Kulturen. Szymanowskis 'König Roger' changiert zwischen byzantinischem Kirchengesang, impressionistischem Klangkolorit, arabisch anmutender Melismatik, spätromantischem Pathos und expressivem Gesang. Sir Mark Elder dirigiert und Intendant David Pountney inszeniert.



    Weitere Infos zur Oper bei Ö1


    Probenfotos



    Weitere Vorstellungen:
    So., 26.07.2009 - Festspielhaus Bregenz, Großer Saal - 11.00-12.30 Uhr
    Sa., 01.08.2009 - Festspielhaus Bregenz, Großer Saal - 11.00-12.30 Uhr
    Mo., 03.08.2009 - Festspielhaus Bregenz, Großer Saal - 19.30-21.00 Uhr

  • Eine Rossini-Oper in deutscher Sprache - da werden viele die Nase rümpfen.


    Allen anderen sei empfohlen...


    Oper des Monats August 2009 im ZDF-Theaterkanal:


    Der Türke in Italien
    Heitere Oper von Gioacchino Rossini

    Fernsehinszenierung, BR Deutschland 1971


    Der Poet - Hermann Prey
    Florilla - Ingeborg Hallstein
    Zaida - Rohangiz Yachmi
    Don Narciso - Adolf Dallapozza
    Don Geronio - Oskar Czerwenka
    Selim - Barry McDaniel
    Sein Diener - Michel de Lutry


    Regie: Franco Enriquez
    Choreographie: Ernst Craemer
    Chor: RIAS-Kammerchor
    Musikalische Leitung: Giuseppe Patané
    Orchester: Radio-Symphonie-Orchester Berl
    Szenenbild: Karl Wägele


    Zitat

    Rossinis heitere Oper "Der Türke in Italien" bedient sich eines geistreichen und sehr modern anmutenden dramaturgischen Kniffs, um die quirlige Handlung fast zwei Stunden lang mit italienischem Brio in Schwung zu halten: Ein Poet hat den Auftrag, ein Opern-Libretto zu schreiben. Und er versucht, sich für seine Handlung von der Realität des neapolitanischen Volkslebens anregen zu lassen. Doch es wird nie ganz klar werden, ob er den Figuren, denen er dort begegnet, seine Handlung einfach ablauscht und abschaut oder ob er sie selber am Gängelband seiner poetischen Einfälle zu den vielen Verwicklungen und zu dem endlichen Happy-End führt.


    Termine im August 2009 im ZDF-Theaterkanal:


    Mo, 03.08.2009 09:50 Uhr(105 min.)
    Mi, 05.08.2009 14:50 Uhr
    Sa, 08.08.2009 09:50 Uhr
    Mo, 10.08.2009 14:50 Uhr
    Sa, 15.08.2009 14:50 Uhr
    Do, 20.08.2009 09:50 Uhr
    Di, 25.08.2009 09:50 Uhr
    Do, 27.08.2009 14:50 Uhr
    So, 30.08.2009 09:50 Uhr


    Eine komische Oper mit Spaßgarantie! Die Besetzung läßt keine Wünsche offen!


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Fr, 14. August, 20.15 Uhr - 3sat
    Salzburger Festspiele 2008


    Mozart - Don Giovanni
    Don Giovanni: Christopher Maltman
    Leporello: Erwin Schrott
    Donna Anna: Annette Dasch
    Donna Elvira: Dorothea Röschmann
    Don Ottavio: Matthew Polenzani
    Zerlina: Ekaterina Siurina
    Masetto: Alex Esposito
    Der Komtur: Anatoli Kotscherga
    KV Wiener Staatsopernchor
    Wiener Philharmoniker
    Musikalische Leitung: Bertrand de Billy
    Inszenierung: Claus Guth



    Sa, 15. August, 20.15 Uhr - 3Sat
    Salzburger Festspiele Aufzeichnung vom 30. Juli 2009


    Aufzeichnung vom 30. Juli 2009
    Mozart - Cosi fan tutte
    Fiordiligi: Miah Persson
    Dorabella: Isabel Leonard
    Ferrando: Topi Lehtipuu
    Guglielmo: Florian Boesch
    Don Alfonso: Bo Skovhus
    Despina: Patricia Petibon
    KV Wiener Staatsopernchor
    Wiener Philharmoniker
    Musikalische Leitung: Adam Fischer
    Inszenierung: Claus Guth




    So, 16. August, 20.15 Uhr - 3sat
    Salzburger Festspiele 2006


    Mozart - Le nozze di Figaro
    Susanna: Anna Netrebko
    Figaro: Ildebrando d'Arcangelo
    La Contessa Almaviva: Dorothea Röschmann
    Il Conte Almaviva: Bo Skovhus
    Cherubino: Christine Schäfer
    Marcellina: Marie McLaughlin
    Barbarina: Eva Liebau u.a.
    Wiener Philharmoniker
    Musikalische Leitung: Nikolaus Harnoncourt
    Inszenierung: Claus Guth


    LG
    :hello:
    Jolanthe

  • Das besondere Musikereignis - MDR Leipzig, Sonntag, 16. August 2009 - 23:40 Uhr
    Giuseppe Verdi: Ein Maskenball (Un Ballo in Maschera)
    Text: Antonio Somma Länge: 136 min.


    Musikalische Leitung - Riccardo Chailly
    Inszenierung - Ermanno Olmi
    Bühne und Kostüm - Arnaldo Pomodoro
    Chor der Oper Leipzig, Gewandhausorchester


    Amelia - Chiara Taigi
    Oscar - Eun Yee You
    Renato - Franco Vassallo
    Riccardo - Massimiliano Pisapia
    Samuel - Tuomas Pursio
    Silvano - Hermann Wallén
    Tom - Metodie Bujor
    Ulrica - Anna-Maria Chiuri
    Un Giudice/Un Servo - Seung-Hyun Kim


    Zitat

    Einer der brisantesten politischen Morde des 18. Jahrhunderts inspirierte den Komponisten zu dieser in ihrer musikalischen Perfektion einzigartigen Oper. Sie ist packend wie ein Thriller und leidenschaftlich, wie es nur ein Werk von Verdi sein kann. Der Maskenball ist ein Krimi, in dem sich Privates und Politisches mischen. Er ist nicht nur die Geschichte einer politischen Verschwörung, sondern es geht zugleich um die heimliche Liebe zur Frau eines Freundes, um Eifersucht, Neid und Verrat. Ein Drama, das schließlich blutig endet.


    Der gefeierte Dirigent Riccardo Chailly trat 2005 sein Amt als Gewandhauskapellmeister an und eröffnete glanzvoll mit dem musikalisch beeindruckenden "Maskenball" die Leipziger Opernsaison. Der Mailänder Chailly gehört zu den großen Interpreten der italienischen Oper. Er dirigierte sie an der Scala, der Metropolitan und auch an der Wiener Staatsoper. Für die Regie hat er sich den viel gerühmten 74-jährigen Filmemacher Ermanno Olmi nach Leipzig geholt. Mit Arnoldo Pomodoro hat Chailly einen weiteren Landsmann für sein Team verpflichtet. Berühmt wurde Pomodoro als Bildhauer. Diese Operninszenierung bringt die Musik, die großen Stimmen und das phänomenale Orchester zum Strahlen.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Sagitt meint:


    ist ja in bestimmten Kreisen ein Schimpfwort. Ich habe den Giovanni fast komplett gesehen. Das Problem solcher Inscenierungen ist, dass man vor lauter Bildern, Regie-Einfällen ein wenig von der Musik abgelenkt wird. Warum Leporello einen Tick haben musste, Don Giovanni zittern-ängstlich über die Bühne, in einem Wald irrt, ist mir noch nicht klar.


    Vielleicht erklärt es mal einer ?


    Musikalisch war es keine Spitzenleistung, aber natürich Festspielniveau.
    Bei den Männern war das Problem, dass Schrott in allen Belangen ( Stimme,Aussehen) Giovanni ausstach. Der Diener als Herr.
    Die Frauen konnten gefallen,nicht nur die Zerlina, die als Entdeckung gefeiert wurde.


    Zum Dirigat will ich nichts schreiben, dazu müsste ich es nochmals genauer hören.


    Cosi habe ich aufgezeichnet und werde es mir ansehen.

  • Mozart in die heutige Zeit verlegt,stört mich nicht wirklich.Wenn man sich aber wundern muß,was gesungen und was gezeigt wird,kommt man ins Grübeln.Don Giovanni 3 Stunden im Wald,da dachte ich eher an Hänsel und Gretel.Daß Don Giovanni und sein Diener drogenabhängig waren und sich Heroin in die Arme spritzten und Marihuana inhalierten,gehört heute zum normalen Alltag in diesen Kreisen.
    Bei der Registerarie hätte Leporello einen Ipod aus dem Ärmel ziehen können,das hätte gepaßt.Statt dessen las er die - von ihm selbst aufgezeichneten!- Verführungserfolge seines Herrn von einem Fahrplan aus dem Bus-Wartehäuschen ab.
    Daß Schrott einen guten Eindruck hinterließ,will ich bestätigen.


    Cosi fan tutte zog sich in die Länge,was natürlich an Mozart liegt: Zuviele Noten.Wie auch schon bei Don Giovanni zierte nur ein einziges Bühnenbild die 3 Stunden Aufführung,wodurch alles noch langweiliger wirkte.Die "Verkleidung" der beiden Herren bestand aus einem Wechsel der Anzüge:Vorher dunkle Anzüge - nachher weiße Anzüge.Wenn dann gesungen wird,daß sie mit ihren Bärten aussahen wie Türken,fragt man sich,wie das sein kann,da sie doch keine Bärte trugen.So fragt man sich,weshalb die Damen ihre Verlobten nicht wiedererkannten,wo diese doch nur ihre Anzüge gewechselt hatten und im Gesicht genauso aussahen wie vorher.


    Heute bringt 3SAT das Highligt der daPonte Opern,nämlich "Die Hochzeit des Figaro".
    Die hatte ich bei der Erstausstrahlung schon gesehen und war von der Netrebko enttäuscht,die offenbar nicht ihren besten Tag hatte.Das paßte zudem zum Bühnenbild.Wenn ich mich recht erinnere,fehlte schon zu Beginn der Sessel auf der Bühne,hinter dem sich Cherubino verstecken soll,wenn der Graf erscheint.Alles in schwarz/weiß.
    Hier konnte sich die Fröhlichkeit in Mozarts bester Oper nicht entfalten.
    Vielleicht wird mir das Wiedersehen dieser Aufführung besser gefallen,da meine Erwartungen nicht mehr so hoch liegen wie damals.

    mfG
    Michael

  • Zitat

    Original von sagitt
    Bei den Männern war das Problem, dass Schrott in allen Belangen ( Stimme,Aussehen) Giovanni ausstach.


    Nicht stimmlich: Maltman war sensationell gut. Schrott ging so.
    :hello:
    Gerd

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