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moderato

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Freitag, 3. November 2017, 17:48

Lieber Reinhard

Ich gratuliere dir zur Lösung! Du wirst uns das nächste knifflige Coverbild-Rätsel stellen. Applaus, Applaus :jubel:

Ich fand den Schwierigkeitsgrad des Rätsels hoch und habe deshalb die Tipps gesetzt. Der Maler ist ausserhalb der Schweiz wenig bekannt. Wenn es wegen meines brennenden Hinweises zu zusätzlicher Verwirrung kam, war es nicht meine Absicht.

I dä Schwyz seit me nöd "Streichhölzchen" sondern Zündhölzli. Min Hiwis isch drum für alli andäre Dütschsprochige vilicht es birebitzeli z schwirig gsy.

Ins Hochdeutsche übersetzt lautet der Satz: In der Schweiz nennt man ein "Zündhölzli" nicht Streichhölzchen. Mein Hinweis war * aus diesem Grund für alle anderen Deutschsprachigen vielleicht ein klein wenig zu schwierig.

*(Das Schweizerdeutsch kennt keine Präteritum-Formen. Es genügt das Perfekt, um auszudrücken, was in der Vergangenheit geschah.) war = isch gsy

Das Schweizerdeutsche bildet den sozialen Kitt, der vom Kleinkind bis zum Hochschulprofessor von allen gesprochen wird. Hochdeutsch Sprechende sind verwirrt, wenn sie mit der Alltagssprache der Schweizer konfrontiert werden. Innerhalb des schweizerdeutschen Sprachraums sind die Unterschiede beträchtlich, trotzdem verstehen sich die verschiedenen alemannischen Sprachregionen.

Der schweizerische Liedermacher Mani Matter hat ein in der Schweiz sehr bekanntes Lied zum "Zündhölzli" in Berner Mundart geschrieben, das ich euch nicht vorenthalten möchte. Er beschreibt darin, was hätte geschehen können, wenn er ein brennendes Streichholz nicht vom Teppich aufgehoben hätte. Übrigens: Dieser Dialekt gilt wegen seiner gedehnten Aussprache der Vokale als eher behäbig. Witzig ist es (für einen Berner), wenn Mani Matter die Liedstrophen in hohem Tempo singt.



Nun wieder nach dem sprachlichen Exkurs zurück zum Rätselbild, das Gemälde, das der Schweizer Robert Zünd gemalt hat. Er hat in fotorealistischer Weise diese Seenlandschaft mit Burgruine auf die Leinwand gebannt. Eindrücklich finde ich, wie er die Wolkenstimmung wiedergibt.



Wolkenstimmungen kommen in den Landschaftsdarstellungen dieses Malers öfters vor.


.
Um ein guter Zuhörer zu sein, muss man eine musikalische Kultur erwerben...man muss vertraut sein mit der Geschichte und Entwicklung der Musik, man muss zuhören...Um die Musik zu empfangen, muss man seine Ohren öffnen und auf die Musik warten, man muss glauben, dass man sie braucht...Zuhören ist anstrengend, und blosses Hören ist keine Leistung. Auch eine Ente kann hören.
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Reinhard

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Freitag, 3. November 2017, 18:09

Das "wo ich zu Hause bin" bezog sich nur auf einen Teil Deutschlands, und auch nur auf einen kleinen Teil Sachsens. Das Zündholz als Begriff ist schon vertraut. Hergestellt wurden sie in Riesa und im 10er-Päckchen verkauft<.



Es scheint von dem Bild mehr als eine Fassung zu geben? Schau einmal hier
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Alfred_Schmidt

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Freitag, 3. November 2017, 18:24

Zitat

Als Louis Léopold Robert starb, war die gesuchte Person acht Jahre alt.


An diesem Satz orientiert ich mich - Leider hab ich mir den Satz nicht richtig gemerkt, und hatte VIER statt ACHT Jahre in Erinneung - was zu einem Falschen Geburtsdatum führte...Jedenfalls muß ich jetzt kein Rätsel erstellen -ich kann mich "bedienen" lassen, was natürlich auch seine Vorteile hat.

Beste Grüße aus Wien
Alfred

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Reinhard

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Freitag, 3. November 2017, 19:17



Ich glaube, diesen Maler hatten wir hier noch nicht. Wie heißt er und was hat er da in Szene gesetzt?



 
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Freitag, 3. November 2017, 19:42

Lieber Reinhard

Ansichten von Wien kamen schon öfters vor. Ich musste in der Vergangenheit jeweils viel recherchieren und ich weiss inzwischen, wo ich etwas finde, wenn es um die österreichische Haupt-Stadt an der Donau geht. Das ist der hilfreiche Link:

"http://www.1020-wien.at/jaegerzeile.php" Hier erfährt man vieles zur Geschichte der Leopoldstadt. 1020 ist die Postleitzahl dieses Wiener Bezirks.

Die Vedute von Franz Scheyerer (1762-1839) zeigt die Einmündung der Weintraubengasse in die Jägerzeile mit links dem Leopoldstädter Theater (1847 als Carltheater neu errichtet) und rechts dem Gasthof Zur Weintraube oder Zur blauen Weintraube im Haus Zu den drei Allierten (1895 im Hinblick auf den Bau des neuen Alliiertenhofes geschlossen), dahinter den Turm der Johann-Nepomuk-Kirche. Scheyerer malte diese Ansicht 1830. Heute hängt sie im Wien Museum.



Dieser grosse Platz, eigentlich eine sehr breite Strasse, bildet den mächtigsten Strahl des Praterkreuzes auf dieser Karte der Wiener Leopoldstadt ebenfalls aus dem Jahr 1830.



1905 sah die Praterstrasse vom gleichen Punkt aus Richtung Praterstern so aus:



Und heute?



Die Leopoldstadt gehört zum 2. Wiener Gemeindebezirk.
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Reinhard

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Freitag, 3. November 2017, 20:45

Ansichten von Wien kamen schon öfters vor. Ich musste in der Vergangenheit jeweils viel recherchieren und ich weiss inzwischen, wo ich etwas finde, wenn es um die österreichische Haupt-Stadt an der Donau geht.


Vielleicht kann sich Alfred ja dafür einsetzen, daß Dir die Ehrenbürgerschaft verliehen wird?

Du hast des Rätsels Lösung wie immer schnell und zuverlässig gefunden und wir erwarten das nächste Rätsel aus der Schweiz.


Einen schönen Abend allen Rätslern.
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Freitag, 3. November 2017, 21:17

Liebe Rätselfreunde

Wer hat ihn gemalt?

Es grüsst

moderato
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Alfred_Schmidt

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Freitag, 3. November 2017, 21:32

Weils (für mich) ZU leicht war setze ich diese Runde aus Ich erkannte das Bild auf Anhieb......

LG aus Wien
Alfred

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Freitag, 3. November 2017, 21:42

Lieber Alfred Schmidt

Ich habe das Coverbild gesetzt, weil du diesen Maler verehrst. Einige seiner Werke hängen an deinen Wänden! Diejenigen in der Abstellkammer lassen wir mal, wo sie gestapelt sind. ;)

Es winkt nach Wien

moderato
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Bertarido

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Freitag, 3. November 2017, 22:12

Wenn Alfred nicht will, springe ich mal ein: Das ist der "Mann mit rotem Turban", wahrscheinlich ein Selbstporträt, von Jan van Eyck:


Portator

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Freitag, 3. November 2017, 22:14

Lieber moderato,

der abgebildete Herr ist Jan van Eycks "Mann mit rotem Turban". Das schöne Portrait wird auf das Jahr 1433 datiert. Es gehört der London National Gallery.


Liebe Grüße

Portator

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Freitag, 3. November 2017, 22:17

Lieber Bertarido,

der Lorbeer steht Dir zu. Während ich meinen Text schrieb, um ihn dann abzusenden, hast Du bereits die Lösung gepostet. Glückwunsch!


Liebe Grüße

Portator

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Montag, 6. November 2017, 07:51

Geschätzter Bertarido

Jawohl, deine Lösung stimmt. Du wirst uns das nächste Rätsel stellen.

Jan van Eyk[ 1390-1441)/b] hat dieses Porträt 1433 gemalt. Danke, dass du auch den originalen Rahmen zeigst. Der Künstler hat ihn mit Inschriften versehen, die den Eindruck erwecken, dass sie geschnitzt seien. In Wahrheit hat er sie aufgemalt.

Mehr über dieses beeindruckende Gemälde, erhält man hier:



Es grüss euch

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Bertarido

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Dienstag, 7. November 2017, 21:49

Leider fehlt mir unter der Woche die Zeit, um ein wirklich schwierig zu ermittelndes Coverbild ausfindig zu machen. Für heute muss es dieses tun:



Wie lautet der Titel des Bildes und wer hat es gemalt?

Alfred_Schmidt

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Dienstag, 7. November 2017, 23:07

Lösung:
Georges de la Tour: Der Falschspieler mit dem Karo As.

Das Rätsel ist nicht leichter als andere. In der Millionenschau würden die Kanditadten hier vermutlicih versagen (vor allem das Saalpublikum)
Aber hier -- äh sind andere Kaliber am Werk, wobei ich - gemessen an moderato - nur ein kleines Licht bin.

LG Alfred

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Bertarido

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Mittwoch, 8. November 2017, 16:06

Vollkommen richtig, lieber Alfred! Dass das Cover nur einen kleinen Ausschnitt zeigt, war diesmal wahrscheinlich keine große Erschwernis, weil das entscheidende Karo-Ass nun gerade zu sehen ist, falls Du das Gemälde nicht sowieso gekannt hast. Hier ist es in voller Schönheit:



Zur Strafe musst Du nun wieder ein Rätsel stellen. :rolleyes:

Alfred_Schmidt

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Mittwoch, 8. November 2017, 21:21

Noch eine kurze Anmerkung; Ich kannte dieses Bild aus einem meiner Kunstbücher wo auch darauf hingewiesen wird, daß dies eine GRUPPE von Falscchpielern ist - der hübe un offensichtlich wohlhabende junge Mann aus gutem Haus ist das alleinige Opfer. Georges de la Tour hat übrigens ZWEI Versionen dieses Bildes gemalt, mit anderen klaeiden und zahlreichen divergierenden Details....
----------------------------------------------------------------
Und schon ist das nächste Rätsel am Start.Gefragt sind - völlig überrschend - diesmal der Maler und der Titel des Bildes...

mfg aus Wien
Alfred

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Donnerstag, 9. November 2017, 10:15

Lieber Alfred Schmidt

Gibt man Viola d' amore paintings ein, erscheint als erster Treffer das Original des Coverbildes. Johann Kupetzky (1667-1740) hat die junge Dame mit dem Streichinstrument in der einen Hand und mit der anderen auf den Tasten eines Clavichords oder Cembalos gemalt.



Von diesem tschechischen Künstler stammt dieses schöne Porträt des Flötisten Ferdinand Josef Lemberg.



Es grüsst

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Donnerstag, 9. November 2017, 12:25

Ich hätte es wissen müssen, daß das schnell beantwortet sein wird, aber allmählich neigt asich sie Anzahl verwertbarer Covers dem Ende zu....
Das Bild mit dem Flötisten war ja bereits einmal Thema eines Rätsels in diesem thread.
Für heute gratuliere ich recht herzlich und reiche die Aufgabe zur Erstellung eines neuen Rätsels an Dich weiter....

Freundliche grüße aus Wien
Alfred

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Donnerstag, 9. November 2017, 16:48

Liebe Rätselfreunde

Wer hat's gemalt?

Wie lautet der Titel?

Gegenwärtig ist das Original ausgeliehen. Zum Sammlungsbestand welchen Museums gehört es, wenn es nicht auf Reisen ist?

Es grüsst euch

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Donnerstag, 9. November 2017, 18:00

Lieber Moderato

Das Gemälde stammt von Vincent van Gogh
un ist eines seiner "Olivenbäume" Bilder (1889)
es gehört um Sammlungsbestand der Schottischen Nationalgalerie

Beste Grüße aus Wien
Alfred

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Donnerstag, 9. November 2017, 18:21

Lieber Alfred Schmidt

Bravo! Meine Verehrung! :hail:

Dass es sich um ein Werk Vincent van Goghs handelt, ist an der unverwechselbaren Malweise schnell zu erkennen. Da es sich nicht um eines der bekannten Werke handelt und nur ein Ausschnitt zu sehen ist, dürfte die Suche nach dem passenden Bild sich eher schwierig gestalten, dachte ich mir.

Du hast selbstverständlich schnell das passende Bild und das Museum gefunden. Die Schottische Nationalgalerie in Edingburgh zählt diesen Van-Gogh zu seinen Schätzen.



Entstanden ist das Gemälde 1889, einem Jahr, in dem der Maler einige andere Werke mit Olivenbäumen als Sujet gewählt hatte. Aus Saint-Rémy-de-Provence, am Sonntag, 16. Juni 1889 schrieb Vincent van Gogh seiner Mutter Willemien van Gogh einen Brief, in dem das Gemälde erwähnt wird, das er am Vortag gemalt hatte.

"Ich habe gerade eine Landschaft eines Olivenhain mit grauem Laub vollendet, das mehr oder weniger dem der Weiden gleicht, die ihre Schatten violett auf den sonnenverwöhnten Sand werfen."

Es entstand noch ein anderes Bild, das diese lila-violetten Schatten zeigt:



sowie die Ansicht eines Weizenfeldes. (Oben rechts sieht man den gelben Abdruck eines anderen Gemäldes, dessen Farbe nicht getrocknet war.)



Du weisst jetzt, was kommt: Du hast die Ehre uns das nächste Rätsel zu stellen! Ob du nun in Jubel ausbrichst, weiss ich nicht...

Es sendet dir einen Gruss an Donau und Wien

moderato

PS
Der Grund, weshalb ich dieses Rätsel gestellt habe, ist diese Publikation, auf die ich euch aufmerksam machen möchte: In den nächsten Tagen wird ein Buch mit den Briefen Vincent van Goghs in einer neuen deutschen Übersetzung herauskommen, das ich jedem Kunstliebhaber ans Herz lege. Sie beruht auf der preisgekrönten Neuedition sämtlicher Briefe Van Goghs, die 2009 nach 15-jähriger Forschungsarbeit erschien.


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Samstag, 11. November 2017, 00:40

Pünktlich nach Mitternacht folgt das neue Rätsel- Ich nehme also die Ehre wahr......
Gefragt ist der Maler und das Bild.....

Liebe Grüße aus Wien
Alfred

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Samstag, 11. November 2017, 13:07

Lieber Alfred Schmidt

Ein ovales Bildformat zur Abwechslung nach Rechtecken und Quadraten ist das neues knifflige Rätselbild. Ich nehme an, das Original präsentiert sich auch in dieser Eiform und der Grafiker hat nicht den Ausschnitt eines grösseren Gemäldes oder Freskos in den ovalen Bildausschnitt gesetzt.

Was sieht man? Eine weibliche Gestalt in rosa Rock und mit weissem Leinenhemd, das über die Schultern gerutscht ist, präsentiert sich uns. Die blonde Schönheit scheint nicht zu stehen, sondern ruht auf einem nicht erkennbaren Etwas. Ist es eine Wolke? Am linken Bildrand sieht man Ähren. In der Linken hält die Frau eine Sichel. Ein Knabe hält die Halme eines Getreides und und eine weitere Person ist auf der Höhe der Knie der zentralen Frauengestalt und blickt im Profil zu ihr hoch.

Wenn es sich um ein göttliches Wesen handelt, könnte es die griechische Göttin Demeter, die mythologische Gestalt der Fruchtbarkeit und des Ackerbaus sein. Sichel und Ähren sind ihre Attribute. Es könnte sich auch um ein Jahreszeitenbild einer vierteiligen Serie handeln. Die CD enthält die Musik zu Vivaldis Vier Jahreszeiten. Somit wäre es auch möglich, dass der Sommer dargestellt.

Auch wenn das Bild auf dem Cover recht klein ist und nicht alle Feinheiten der künstlerischen Arbeit zu erkennen sind, überzeugt die Qualität des Gemäldes. Der Faltenwurf und wie die Stoffe den weiblichen Körper verhüllen und dadurch auch mehr erahnen lassen, die Behandlung von Helligkeit und Schatten zeugen von grosser Meisterschaft. Ich vermute, dass ein bedeutender Künstler sein ganzes Können in das Werk gebracht hat. Ich tippe auf einen Franzosen.

Genügend Anhaltspunkte sind beisammen, um das Bild finden zu können.

Vielleicht sind meine Vermutungen hilfreich.

Es grüsst

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Bertarido

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Samstag, 11. November 2017, 13:21

Wenn es sich um ein göttliches Wesen handelt, könnte es die griechische Göttin Demeter, die mythologische Gestalt der Fruchtbarkeit und des Ackerbaus sein. Sichel und Ähren sind ihre Attribute. Es könnte sich auch um ein Jahreszeitenbild einer vierteiligen Serie handeln. Die CD enthält die Musik zu Vivaldis Vier Jahreszeiten. Somit wäre es auch möglich, dass der Sommer dargestellt.

Vielleicht sind meine Vermutungen hilfreich.

Lieber moderato, ist es unfair, wenn ich Deine Überlegungen nutze, um vor Dir zum Ziel zu kommen und damit die Früchte Deiner Arbeit ernte? Damit sind wir auch schon am Ziel, denn es ist tatsächlich eine Göttin dargestellt, aber nicht Demeter, sonder Ceres, die Götting des Ackerbaus und der Ernte. Und wirklich ist das Bild der einzige überlebende Teil einer vierteiligen Jahreszeiten-Serie. Der Maler ist Antoine Watteau, auch hier hast Du also mit einem Franzosen richtig gelegen:



Das Bild hängt in der National Gallery of Art in Washington und ist auf der Webseite des Museums sehr detailliert beschrieben:

Ceres, the goddess of the harvest, who presides over Summer, is shown as a young blond woman with poppies and cornflowers adorning her hair, wearing a white shift and a voluminous pink drapery. She wields a sickle as she sits on clouds among sheaves of wheat. The figures surrounding Ceres — the blond twins bearing sheaves, the crayfish, and the lion — represent the zodiacal symbols for the summer months (Gemini, Cancer, and Leo).

Ceres, or Summer, originally formed part of a set of four oval paintings representing the Four Seasons, “painted for the dining room of M. Crozat,” Jean Antoine Watteau’s great patron. It was engraved , along with its companions, for the Recueil Jullienne (the compendium of prints after Watteau’s work): Spring was destroyed by fire in 1966; Autumn has been lost for more than two centuries; Winter has been lost for more than a century. The Seasons most likely served as overdoors for the dining room of Pierre Crozat’s Paris hôtel on rue de Richelieu, where Watteau was living from about 1715, and certainly by the likely time of the commission, 1717. Cordélia Hattori has shown that they formed part of a larger decorative scheme in the dining room, consisting of eight or nine paintings by several artists, including an oval painting by Michel Corneille (most likely Michel Corneille the Younger, 1642 – 1708) and a circular painting by Giovanni Paolo Panini (Roman, 1691 - 1765), which was perhaps the ninth, added at a later date. The eight paintings are mentioned in an inventory of the house following Crozat’s death in 1740, while nine are mentioned in a description by Louis Petit de Bachaumont, who noted the works by Corneille and Panini.
[...]

The conceptual and compositional challenges of depicting a large-scale mythological figure in an oval frame were unprecedented for Watteau. The comte de Caylus was only the most strident of a number of critics who felt that “this deficiency in the practice of drawing put it beyond his reach to paint or compose anything heroic or allegorical, much less render large-scale figures. . . . [T]his refined and light touch, which works so well on a small scale, loses all its merit and becomes unbearable when it is used in this larger expanse.” However, in Ceres Watteau adopted a broader handling that befits the painting’s function as part of a larger decorative scheme. Unlike cabinet pictures, the Seasons were never intended to be viewed at close range. The surface of the painting was somewhat abraded and in places overpainted before it entered the National Gallery of Art’s collection, and the general effect of discoloration did not help its appearance, which led to criticism in the past. But removal in 2001 of the old yellowed varnish and numerous repaints — and sensitive inpainting of the damaged areas, as described in the Technical Notes — have restored much of Ceres's light-filled palette and brilliancy of touch. Watteau’s pale-toned underpainting again plays its key role in the general luminosity and airiness of the overall conception of the cloud-borne goddess.

Hattori has shown that for the representations of the other Seasons, Watteau turned to specific prototypes in the work of various old masters. Ceres's head, shoulders, and upper torso derive from a drawing from life of one of Watteau’s favorite models: the figure at lower center in a sheet of studies in the Louvre, but reversed as if Watteau employed a counterproof. No doubt there were other drawings, long since lost, to which Watteau turned for models and ideas; several drawings related to other Seasons survive.

[...]

Quelle: https://www.nga.gov/Collection/art-object-page.46149.html

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Samstag, 11. November 2017, 13:59

Lieber Bertarido

Gut, dass meine Vermutungen hilfreich waren und du das Rätsel schnell gelöst hast! Und mit Jean Antoine Watteau ist es ein unbestrittener Meister der Malerei des französischen Rokoko, so wie ich es vermutet hatte. Qualität vermittelt sich selbst in der kleinsten Darstellung!

Ceres ist die römische Göttin, Demeter die griechische. Was im Bild nun auch deutlich zu erkennen ist, sind die roten Mohnblüten, welche die Göttin zum Kranz gebunden auf dem blonden Haupt trägt. Ikonographisch zählen sie zu den Attributen, die man dieser Göttin beigibt.

Warum ein Löwe, der hinter der Göttin mit seiner Mähne hervorguckt? Auf der CD ist er in der dunklen Wiedergabe verborgen. In der englischen Beschreibung wird er erwähnt. Da Ceres bzw. Demeter auch den Sommer mit seinem Überfluss in der Allegorie darstellt, hat Watteau das Tierkreiszeichen des Löwen in das Gemälde einbezogen. Das zweite ist in den beiden Knaben repräsentiert, die Zwillinge darstellen. Es sind doch drei Sternzeichen, die zum Sommer gehören? Wenn man genau hinguckt, entdeckt man unten links einen Krebs, ebenfalls ein Tierkreiszeichen, das man dem Sommer zuordnet. Spannend finde ich es immer wieder, wenn man sich als Betrachter in ein Bild vertieft und welche Zusammenhänge sich einem eröffnen.

Astronomisch gesehen wandert die Sonne im Sommer durch die drei Sternzeichen Zwilling, Krebs und Löwe. Am besten sind die Sterne und Sternhaufen, welche die sommerlichen Tierkreiszeichen bilden, am nächtlichen Winterhimmel zu beobachten.

Es grüsst dich

moderato
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Sonntag, 12. November 2017, 00:46

Und mir bleibt nichts zu tun, als zu gratulieren und den beiden Herren zu danken. Die Strafe indes, ein neues Rätsel finden zu müssen, ereilt diesmal BERTARIDO
Freundliche Grpße aus Wien
Alfred

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Bertarido

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Sonntag, 12. November 2017, 12:36

Die Strafe nehme ich gerne auf mich und stelle hiermit das nächste Rätsel:



"Wer war der Maler?" lautet die Frage - ich vermute, die Antwort wird nicht lange auf sich warten lassen.

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Sonntag, 12. November 2017, 16:27

Der Maler des Bildes ist der Franzose Georges Rouault. Es stellt den König David dar.
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

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Sonntag, 12. November 2017, 17:25

Lieber Rheingold, Du hast den Maler richtig identifiziert - Glückwunsch!



Das Gemälde, welches im Carnegie Museum of Art in Pittsburgh ausgestellt ist, trägt den Titel "Le Vieux Roi", also "Der alte König". Deine Aussage, dass hier der biblische König David dargestellt ist, konnte ich nicht verifizieren. Aber es war ja nur nach dem Maler gefragt. Du stellst uns also auf jeden Fall das nächste Rätsel.