Der große Opernvergleich 2. Teil Parsifal

  • Über den Karfreitagszauber rankt sich auch heute noch die hübsche Legende, das Richard Wagner auf diese Idee just an diesem Tage kam. Cosima Wagner setzte diese Legende in ihrem Buch dann aber ins richtige Licht. Dieser Zauber wurde zwar von Richard Wagner komponiert nur, es war eben nicht Karfreitag gewesen.


    1. Arien Aufnahmen.


    Ein absolutes muß stellt hier neben Wagner in Stockholm wo uns Auszüge mit Lily Hafgren, Carl Richter, Sven Nilsson und Joel Berglund geboten werden die Edition 100 Jahre Bayreuth auf Schallplatte ( auf CD ) mit den Sängern Paul Knüpfer, Clarence Whitehill, Erik Schmedes ( leider immer etwas ungehobelt ) und natürlich Les Introuvables du chant Wagnerien mit Frida Leider, Alexander Kipnis und Fritz Wolf dar.
    Weitere hörenswerte Anthologien waren noch auf LP zugänglich 100 Jahre Bayreuth (DG), Sänger auf dem grünen Hügel (EMI), Wagner on Record (EMI), Richard Wagner (Acanta ) u. a. mit dem Vorspiel zum 1 Akt und dem Karfreitagszauber unter Richard Strauss und Auszügen mit unter anderem mit Josef Greindl, Josef von Manowarda, Lilly Hafgren und Günther Treptow
    Andere zu empfehlende Arienaufnahmen auf Recitels der einzelnen Sänger des Parsifal liegen zum Beispiel von :
    Josef Mann, Franz Völker, Torsten Ralf und Otto Wolf vor um jetzt nur einige wenige zu nennen. Ein besonders Augenmerk bitte ich hier auf die Wagner CD mit Otto Wolf zu legen.
    Zu den neueren hörenswerten Tenören auf CD gehören Torsten Kerl, John Treleaven, Ben Heppner und Robert Dean Smith.


    2. Orchestral


    Hier besonders erwähnenswert der Karfreitaszauber und die symphonischen Auszüge aus dem 3. Akt unter der Leitung von Leopold Stokowski, Wolfgang Sawallisch: Vorspiel und Karfreitagszauber, Otto Klemperer: Vorspiel 1. Akt, Eugen Jochum: Vorspiel und Karfreitagszauber, Wilhelm Furtwängler: Karfreitagszauber, Karl Böhm: Vorspiel, Carl Bamberg: Karfreitagszauber, Arturo Toscanini: Vorspiel 1 und 3 Akt und Karfreitagszauber, Sergiu Celibidache (EMI): Vorspiel und Karfreitagszauber, Carl Schuricht: Vorspiel 1. Akt ( zu schnell ).



    3. Fragmente:


    Musikalisch interessant sicherlich die Parsifal Fragmente aus dem Jahr 1927 unter Karl Muck und Siegfried Wagner, ein kompletter 3. Aufzug ebenfalls unter Karl Muck von 1928 mit Cornelius Bronsgeest, Ludwig Hofmann und den leider weniger angenehmen klingenden Gotthelf Pistor.
    In einem anderen 3. Aufzug vom 31. 03.1942 aus Berlin hören wir immerhin noch das stöhnen und das „Dienen“ singen einer der bedeutendsten Kundry Interpretinnen jener Zeit, ich spreche von Elsa Larcen. Des weiteren hören wir hier Carl Hartmann, Ludwig Weber, Hans Reinmar , es dirigierte Hans Knappertsbusch.
    Ein weiteres Fragment dieses mal der 2. Akt, ist vom 21.03.1940 erhalten geblieben und es dirigiert Tullio Serafin , auch er ist leider etwas zu schnell.
    Als Kundry erleben wir hier Piroska Tutsek und des weiteren Fiorenzo Tasso und Umberto di Lelio.
    Die Existens dieses Mitschnitts rechtfertigt einzig die Unterrepräsentierte Piroska Tutsek ( weitere Auszüge aus anderen Opern siehe bitte Wiener Staatsopern Edition oder Recitel, besonderes Augenmerk ist hier bitte auf Tannhäuserauszüge mit Set Svanholm zu legen), wobei hier leider auch klar wird, warum sie nachdem Krieg nicht mehr so häufig beschäftigt wurde. Gewiss sie ist nicht schlecht, aber leider auch nicht so gut das man unbedingt so viel mehr mit ihr hören möchte.
    Andere Fragmentartige Mitschnitte hatte uns dann die Wiener Staatsopern Edition geboten und bei fast allen hätten man sich gewünscht , bitte mehr davon.
    13.04.1933 Gunnar Graarud - Parsifal, Josef von Manowarda – Gurnemanz, Gertrude Rünger – Kundry, Emil Schippers – Amfortas /11.04.1936 unter Felix von Weingartner zu neuen Leiden mit Kerstin Thorborg / 01.11.1937 Elena Nicolai – Kundry , Herbert Alsen – Gurnemanz /06.04.1939 Hans Knappertsbusch mit Anny Konetzni - Kundry , Hans Gral - Parsifal und Herbert Alsen - Gurnemanz , immerhin fast 68 Minuten / vom 04. April gepaart mit dem10.11.1942 immerhin fast 48 Minuten mit Max Lorenz - Parsifal und Helena Braun - Kundry und noch einmal Auszüge vom 10.11.1942 mit Hans Hotter.
    Ein weiteres Fragment stammt aus dem Jahre 1946 aus Buenos Aires unter der Leitung von Erich Kleiber hier erleben wir Torsten Ralf als Parsifal und Rose Bampton als Kundry.
    Es ist ein Verbrechen das sowohl diese wie auch sein Lohengrin aus Bounos Aires offiziell nicht oder nur schwer erhältlich sind, zu mal Torsten Ralf zu den wichtigsten Wagner Sängern seiner Zeit gehörte. Sein Lohengrin anlässlich der Annektierung Österreichs ist legendär.


    4. Die Gesamtaufnahmen bis 1990


    4.1. Die Dirigenten
    Unter den Dirigenten wären hier in ersten Linie Hans Knappertbusch ( 1951, 1952, 1954, 1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1961, 1962, 1963, 1964 ), Reginald Goodall ( 08.05.1971, 1985 ) und Jascha Horenstein 13.03.1973 wegen ihrer einzigartigen Tempi zu empfehlen.
    Hier wird man der gewaltige Kraft die von diesem Werk ausgeht gewahr.
    Gefolgt von Fritz Busch 1936 Buenos Aires, Arthur Bodanzky ( 1938 Met ), Fritz Stiedry (1952, 1954, 1956 ), Rudolf Moralt ( Wien ) und Wolfgang Sawallisch ( 1970 Rom, 1975 München, 1978 München )
    Auch hörenswert vom Dirigat sind die Produktionen unter Marek Janowsky ( 1982 Paris ), Rudolf Kempe ( 16.06.1959 Covent Garden ), Andre Cluytens ( 1960 ), Ferdinand Leitner (1954 Stuttgart ), Georges Pretre ( 1966 Met ), Horst Stein ( 1969, 1978, 1979 Wien, 1981, 1982 Genf, 1985 Wien ), Vittorio Gui ( 1950 italienisch ), Clemens Krauss (1953 ), Herbert von Karajan ( 01.04.1961, 1980, 1981 Salzburg ), Herbert Kegel ( 11.01.1971 ), Armin Jordan ( 1982 Film), Heinrich Hollreiser ( 1987 ), Christof Perrick ( 1986, 1987 Chicago ), Sir Georg Solti ( Studio )
    Vom Tempi her weniger zu empfehlen Richard Krauss ( 1949; langweilig ), Eugen Jochum (29.03.1956, 1969, 1973 Bayreuth; zu schnell ), Heinz Wallberg ( 16.04.1970 Venedig; viel zu schnell ), Pierre Boulez ( 1966, 1967, 1971, 2005 Bayreuth; bei ihm habe ich immer den Eindruck, wenn die Oper um 19.00 beginnt möchte er pünktlich zu den Tagesthemen um 21.45 zu Hause sein ), Rafael Kubelik ( 1980, zu schnell ), Hans Wallat ( 2002 Düsseldorf, schon die Besetzung Behrens und Schmidt schreckt hier ab ), James Levine ( 1983 Bayreuth, 1985 MET, 1994, 19995 MET, getragen und einfach nur sterbenslangweilig ), Janos Ferencsik ( 1983; wenig überzeugend; in ungarisch )


    4.2. Die Sänger


    Martha Mödl (1949, 1951, 1952, 1953, 1954, 1954 Stuttgart, 1956, 1956 Rom, 1957 ) ist mit Sicherheit nicht nur eine der am häufigsten mitgeschnittenen Kundry Interpretinnen sondern auch die suggestivste, dicht gefolgt von Elisabeth Höngen und Christa Ludwig die sich unter Herbert von Karajan die Rolle teilen durften unter Sir Georg Solti sang Christa Ludwig dann alle Akte.
    Ebenfalls zur Gruppe der besten zählen hier Margaret Harshaw ( 1954 ), Gerda Lammers ( auch als Elektra beeindruckend ), Grace Hoffman ( auch als Brangäne zu empfehlen ), Ludmilla Dvorakova( 1969 ), Irene Dalis (1961, 1962, 1963 ), Regine Crespin (1958, 1960, 1969 Colon, 1966 MET ), Eva Randova ( 1975 San Francisco, 1975 Bayreuth, 1976 Bayreuth, 1981, 1988 Barcelona), Tatjana Troyanos ( 1986, 1987 Chicago, 1987 MET )
    Das auch eine Sopranistin in dieser Rolle überzeugen kann das haben sowohl Kirsten Flagstad, Maria Callas sowie auch Leonie Rysanek (1979 Wien, 1982, 1982 Paris, 1982 Bayreuth, 1985 Wien, 1985 Met ) wenn man bei letzterer mal von „ leichten“ Verständigungsprobleme mit dem Text absieht, bewiesen.
    Die Stimmen von Rita Gorr und Gail Gilmore ( 1986 MET ) sind mir etwas zu unsteht, obgleich erstere über ein betörendes Timbre verfügt.
    Und bei aller Liebe zu Jessye Norman ( 1994 Studio ) ein wirkliche Ausnahmesängerin aber ihre Kundry gehört ebenso wenig zu den Glanzpunkten ihre Diskographie wie ihre Salome, ihre Carmen und der 2. Aufzug einer Isolde.
    Die drei Hochdramatischen Astrid Varnay ( 17.04.1954 ), Ursula Schröder Feinen ( 1970 Rom ), Amy Shuard ( 16.04.1970 Venedig, 08.05.1971 ) , Gwyneth Jones ( 1971 Bayreuth) sind eher Stimmen für eine Isolde, Färberin, Elektra oder Turandot, Partien mit denen sie eher glänzen konnten und dieses auch Taten. Eine Kundry hingegen braucht einen eher warmen verführerischen Mezzostimmklang, der Stimmklang dieser Damen hingegen ist eher etwas unterkühlt.
    Gewiss das ist der Stimmklang von Leonie Rysanek auch, aber hier besticht für mich ihre Unbedingtheit in der Interpretation.
    Dunja Vejkovic ( 1978, 1979, 1980, 1980 Salzburg, 1981 Salzburg ) gehört für mich zu den hörenswerten Kundry Interpretinnen nur es gibt eben bessere und Yvonne Minton( 1982 Film ), ist nicht schlecht, aber leider auch nicht überragend, im Liedfach ist sie besser aufgehoben
    Janis Martin ( 1971 ) gehört hier ebenso wie Hildegard Behrens ( 2002 Düsseldorf ) zu den Sängerinnen die ich meide wo es nur geht. Erstere hat eine unangenehme, teilweise keifende Stimme die wenig angenehm aufs Ohr fällt ( ich erinnere mich noch an die Abschiedsvorstellung von Leonie Rysanek als Klytämnestra und sie als Elektra ) und letztere eine miserable Gesangstechnik die sie immer wieder versucht ihrer Interpretation zu unterwerfen, dadurch wird es aber meist noch gruseliger.
    Nach Lauritz Melchoir zähle ich Ramon Vinay, ( 1953, 1956, 1957 ) und Jon Vickers ( 1964, 1976 Paris, 1971 London, 1982 Genf, 1985 MET, 1986, 1987 Chicago )Set Svanholm ( 1956 )zu den suggestivsten Parsifal Interpreten.
    Bernd Aldenhof ist mir 1949 zu blaß und klingt zu angestrengt.
    Hans Beirer, ( 1958, 1959, 1960 ) ist sicherlich nach Melchoir und Lorenz der durchschlagenste vom Stimmvolumen her.
    Ebenfalls sehr gut ist auch James King ( 1967, 1969, 1971,1980 Bayr. Rundf. ) in der Rolle des Parsifal.
    Sowohl Wolfgang Windgassen ( 1951, 1952, 1954, 1963 ), Siegfried Jerusalem ( 1979, 1980, 1981, 1982 Paris, 1985 Wien ) als auch Warren Ellsworth (1985 ) haben bewiesen das man auch als lyrischer Tenor schwerere Wagnerrollen ökonomisch singen kann und darin überzeugt.
    Reiner Goldberg (1982, 1987 ) hatte mit dem Parsifal Film seine beste Aufnahme vorgelegt eine angenehme Stimme und eine gute Interpretation, schade das er dieses hohe Niveau nicht lange hat halten können.
    Jess Thomas (1962, 1975 San Francisco ) auch hier gibt immer wieder Schwierigkeiten mit der Höhe sie wirkt etwas gequetscht.
    Und auch auf die Gefahr hin mich wieder unbeliebt zu machen, sorry aber Sandor Konyas ( 1960, 1966 Met ,1966 Bayreuth, 1971) weniger trockene Art des Singens, für mich klingt es teilweise so als würden die Töne leicht anschluchsen, ist nicht mein Geschmack was adäquaten Wagnergesang anbelangt. Ich mag ihn daher weder als Parsifal geschweige denn als Lohengrin ( weder auf deutsch noch auf italienisch) oder im Verdi oder Puccini ( Madame Butterfly )hören.
    Hans Hopf ( 1952 ) besaß eine enge Höhe die immer mit Gewalt gestemmt wurde Helge Brilliot war im Wagnerfach fast immer überfordert und Wolfgang Schmidt ( 1981 ) besaß eine Stimme die das genau Gegenteil von Charmant war und außerdem farblos
    Ähnlich ist es auch um die Stimme von Rene Kollo , (1975, 1970 Venedig, 1975 Leipzig und die Studioproduktion unter Sir Georg Solti ) bestellt und auch die Phrasierung erfolgt mehr wie nur etwas phantasielos und Peter Hofmann (1976, 1978, 1980 Salzburg, 1981 Salzburg, 1982 Bayreuth, 1986 MET, 1988 Barcelona plus die Studioaufnahme unter Herbert von Karajan ) besaß so gut wie keine akzeptable Gesangstechnik auf die er sich hätte stützen können ( das merkten sogar die New Yorker ) immer wenn es dramatisch wurde fing er an zu schreien und die Stimme verschwand irgendwo im nirgendwo ( am besten bei den Wälsungen schreien, oh pardon rufen in der Walküre unter Boulez nachzuvollziehen.).
    Als Gurnemanz stechen Boris Christoff, Hans Hotter ( 1952 MET, 1954 MET ,1961, 1962, 1963 ) Josef Greindl (1954, 1956, 1957, 1960 ), Ludwig Weber ( 1951, 1952, 1953,1956 Rom ), Gottlob Frick und Jerome Hines (1958, 1959) besonders positiv hervor .
    Später wurde die Partie dann von Franz Crass; ( 1970 Rom, 1967, 1969, 1971 ), eine schwere Krankheit setzte seiner Gesangskarriere leider ein ziemlich frühes Ende, wie er in einem Interview erzählte, Hans Sotin ( 1975, 1976, 1979, 1982 Bayreuth, 1983 Bayreuth, 1986. 1987 Chicago & Met ), Kurt Moll ( 1975, 1976, 1980 Salzburg , 1981 Salzburg, 1982 Paris , 1985 MET, 1988 Barcelona, 1994 ) , Karl Ridderbusch ( 1985 ), Marti Talvela 1986 MET ), Harald Stamm ( 1987 ) ebenfalls sehr erfolgreich übernommen.


    5. Die Gesamtaufnahmen ab 1990.


    5.1. Die Dirigenten:


    Hier treten neben Daniel Barenboim ( 1991 Studio ), Christian Thielemann ( 2002 Berlin, 2005 ) , Simon Rattle ( 1997 und 2001 ), Valerie Gergiev ( 1998 Salzburg, 2006 Washington ) , Donald Runnicles ( 2004 Wien ), Sir Colin Davis ( 2002 Chicago ) ebenfalls besonders positive Sebastian Weigl ( 2005 Barcellona ), Antonio Garcia Navarro und Gabor Ötvös ( 2005 Venedig ) hervor.
    Daniele Gatti setzt zwar viele Pausen aber das durchgehend getragene Tempi das diese Oper verlangt erreicht er nicht, seine Musik, entfaltet sich zu rasch und Bernhard Haitink ( 2007 Covent Garden ) überzeugt mich auch nicht als Wagnerdirigent.
    Hörenswert wären hier auch noch Peter Schneider ( 2005 ) , James Conlon ( 2001 Paris ) und Gustav Kuhn ( July 2007 Tirol )


    5.2. Die Sänger:


    Mit Ausnahme von Placido Domingo ( 1983 Bayreuth, 1991 Salzburg, 1994, 1995, 1998 Covent Garden, Salzburg, 2001, 2001 Paris, 2002, 2005 Wien ) und Robert Dean Smith ( 2002 Berlin) die auch den Tristan im Repertoire führen haben sich überwiegend lyrische Tenöre erfolgreich dieser Rolle angenommen als da wären Gösta Winbergh ( 1998 Berlin, 2002 Chicago ) leider viel zu früh gestorben, Klaus Florian Vogt ( 2002 Neaples ), Johann Botha ( 2004 Wien ), Christopher Ventris ( 2004 Baden, Baden, 2007 Covent Garden ).
    Neu hinzugekommen sind jetzt noch Endrick Wottrich, Alfons Ebers ( 2005 Bayreuth ) , Thomas Moser, Christian Franz, Alexei Steblianko und Michael Baba ( July 2007 Tirol )
    In einer 2008 er Produktion neben dem momentan als Wagnersänger gefeierten Simon O’Neill ( sein Lohengrin kränkelt ein wenig an einer zu überdrehten Lautstärke wahrscheinlich weiß er nicht was er singt oder der Dirigent Jonathan Summers ist mit dem Text nicht ganz vertraut ) singt Detlev Roth den Gurnemanz was als Tannhäuser ( ich hörte ihn Live in Hamburg ) noch aufging, die Rolle des Wolfram Liedhaft anzulegen , hier geht dieser Kunstgriff beim besten Willen nicht auf.
    Von den Sängerinnen der Kundry die mir hier auf CD vorliegen sind Deborah Polaski ( 1983 Bayreuth , 1998 London, 2001 Wien ), Waltraut Meier ( 1985, 1991, 1991 Salzburg , 1998 Salzburg, 2001 Baden Baden, 2004, 2005 ), Angela Denoke ( 2004 Wien), Luana de Vol ( 2002 Berlin ), Violeta Urmana ( 1997, 1998 Berlin, 2005 Barcelona ), Petra Lang ( 2007 Covent Garden ) am überzeugendsten.
    Die beiden Partnerinnen von Placido Domingo, Agnes Baltsa ( 2001 Madrid ) und Julia Juan empfinde als weniger überzeugend.

    Als derzeit besten Sänger des Gurnemanz empfinde ich Matti Salminen ( 1998 Berlin, 2001 Madrid, 2005 Barcelona ).


    6. Fazit:


    Zu empfehlenden Aufnahmen:


    1. 1984 Reginald Goodal: Warren Ellsworth, Waltraut Meier, Philip Joll,
    David Gwynne, Donald McIntyre
    2. 1990 Daniel Barenboim: Siegfried Jerusalem, Waltraut Meier, Jose van
    Dam, John Tomlinson
    3. 2006 Christian Thielemann: Placido Domingo, Waltraut Meier, Franz
    Josef Selig, Falk Struckmann


    Zu empfehlende Liveaufnahmen:


    4. 1951 Hans Knappertsbusch : Martha Mödl, Wolfgang Windgassen,
    Georg London, Arnold van Mill
    5.1956 Fritz Stiedry: Set Svanholm, Margaret Harshaw, Otto Edelmann,
    Paul Schöffler
    6.1964 Hans Knappertsbusch: Jon Vickers, Barbro Ericson, Thomas
    Steward, Hans Hotter


    Nicht zu empfehlen:


    7. 1983 Janos Ferencsik: Andras Molnar, Katalin Kasza, Sandor Solyom-
    Nagy
    8. 1985 James Levine: Peter Hofmann, Waltraut Meier, Simon Estes,
    Matti Salminen
    9. 1975 Herbert Kegel: Rene Kollo, Gisela Schröter, Theo Adam, Fred
    Teschler
    10. 1949 Richard Krauss Martha Mödl ( zu früh ), Bernd Aldenhoff,
    Robert Blasius
    7. Abschlußkommentar


    Auch hier habe ich mich bemüht der Übersichtlichkeit genüge zu tun und mich nach Möglichkeit kurzzufassen und auf das wesentliche zu beschränken.
    Hätte ich mich hier noch ausführlicher mit den Sängern des Gurnemanz, Klingsor und Amfortas befaßt hätte es wahrscheinlich den Rahmen gesprengt und wäre unübersichtlich geworden.
    Aus diesem Grunde habe ich meinen Fokus auf die Sänger des Parsifal, der Kundry und auf den Dirigenten ausgerichtet.
    Aber seien sie versichert bei meinen Empfehlungen habe ich selbstverständlich alle Sänger berücksichtigt, schließlich geht es hier um ein Gesamtkunstwerk und nicht nur darum das 3 Protagonisten gut besetzt und der Rest weniger gut besetzt wurde.
    Auch bin ich hier wieder meiner Maxime treu geblieben nur das zu besprechen was ich gehört habe.
    Aufnahmen die ich nicht besitze und folglich nicht gehört habe, werde ich aus verständlichen Gründen auch nicht besprechen können, denn das wäre unseriös.

  • Lieber Sven .


    Danke für Deine sehr gut zu lesenden und übersichtlichen Ausführungen ünder Wagners " Parsifal " .


    Müsste ich mich für e i n e Aufnahme aus den von dir genannten entscheiden, so fiele meine Entscheidung ohne zu zögern auf die 1951er Live-aufnahme unter Kanppertsbusch mit Wolfgang Windgassen , Martha Mödl ( wohl d i e Kundry überhaupt ) .


    Falls es Dir möglich ist , bitte ich Dich doch einige Sätze zu Wolfgang Windgassens Parsifal aus Deinem Hörerleben zu schreiben .


    Windgassen halte ich auch als Parsifal für absolut unverzichtbar .


    Überrascht hat mich Deine durchgehede Präferenz von W. Meier .



    Viele Grüsse



    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • Lieber Sven,


    vielen Dank für diesen tollen Thread mit diesen sehr fundiert geschriebenen, umfassenden und ausführlichen Bewertungen.


    Einige kurze Bemerkungen will ich anbringen, auch wenn ich bedeutend weniger "Parsifal"-Aufnahmen kenne als Du:


    Daß die Goodall-Aufnahme den Sieg davon trägt, kann ich gut nachvollziehen. Auch ich betrachte sie mit als meine allerliebste. Allerdings fällt der Amfortas von Phillip Joll, der in Deinen Ausführungen aus besagten Gründen nicht erwähnt wird, dann doch negativer ins Gewicht. Seine höchstens mittelmäßige Leistung steht den hervorragenden Darbietungen von Warren Ellsworth (mein favorisierter Parsifal-Sänger), Donald McIntyre (Gurnemanz) und Waltraud Meier (Kundry) gegenüber. Wie schade, daß man für diese Aufnahme keinen Amfortas vom Range eines Bernd Weikl gewinnen konnte.


    Nicht verstehe ich die generelle Abwertung von James Levine. Insbesondere die 1985er Bayreuther Aufnahme finde ich großartig gelungen. Peter Hofmann ist m. M. n. gar kein übler Parsifal und hat durchaus seine Momente.


    Daß der "Kna" ebenfalls weit vorne steht, finde ich wiederum nachvollziehbar und gehe völlig d'accord, wobei ich persönlich die '51er Aufnahme nicht mal als seine allerbeste betrachte (wie auch Du finde ich Greindl als Gurnemanz sehr gut, so daß ich eher zu 1956 oder gleich 1960 tendiere).


    Den Jochum 1973 finde ich ganz gut, genauso würde ich den Kegel nicht so negativ sehen. Kubelik genießt bei mir gleichfalls eine hohe Stellung, wie auch Karajan.


    Noch zwei Fragen, wenn Du erlaubst:


    1. Du schreibst, Karl Ridderbusch habe 1985 den Gurnemanz gesungen. Diese Aufnahme würde mich brennend interessieren. Welche ist das?


    2. Daß Horenstein den "Parsifal" mal dirigierte, ist mir ebenfalls neu. Wo kann man die Aufnahme beziehen?


    Liebe Grüße
    :hello:

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Bernd Weikl ist in der 1980 er Aufnahme unter Rafael Kubelik neben Kurt Moll, James King, Matti Salminen, Franz Muzura und Yvonne Minton zu hören. Ich empfind ihn hier als angenehmer als zum Beispiel in einem Rigoletto unter Lamberto Gardelli ( warum dieser als Verdi Dirigent einmal eine negtive Presse bekam ist für mich nicht nachvollziehbar, es sei denn jemand wollte die moderneren Aufnahmen verkaufträchtig in den Vordergrund rücken ) mit Lucia Popp und Francisco Araiza. Herr Weikl klingt mir hier in seinem italienisch leider eine Spur zu deutsch.


    Mit Peter Hofmann sind mir neben seinen Popplatten, West Side Story, Wagner Album, Tristan ( Bernstein ), Fidelio (Bernstein ), Lohengrin (DVD Levine ) auch der Boulez Ring bestens bekannt. Er besitzt sicherlich ein ansprechendes Stimmtimbre und von seinem Aussehen während diese Produktionen entstanden sind besticht er natürlich (DVD) auch, ich gebe es ja offen zu. Dennoch tritt hier immer wieder dieser Mangel an technischem Finish so grawierend in den Vordergrund, das ich ihn über einen längeren Zeitabschnitt nicht hören kann.


    Meine Ablehung für James Levine beruht darauf, das ich sehr viele Aufnahmen und Produktionen unter diesem Dirigenten gehört habe und immer hat er zwar einen opulenten Orchesterkang zu bieten und auch wie hier schöne getragene Tempi aber das Problem mit James Levine ist hier tatsächliche dieses kleine Wörtchen schön. Es klingt alles berückend schön, Kleinigkeiten werden ausmusiziert und doch habe ich immer das Gefühl bei dem Blick auf die kleinen Details verliert James Levine den großen überblick für das ganz und es wird sehr schnell langweilig. Ich vermisse hier ein erhebliches Maß an Innenspannung. Goodall, Knappertsbusch, Furtwängler, Celibidache, sie alle sind für ihre getragenen Tempi bekannt nur hier haben diese Tempi teilweise eine Spannung das man auf der Stuhlkante sitzenbleibt und gebannt darauf wartet was als nächsten kommt, obgleich man es natürlich weiß.
    Vielleicht liegt es an mir, aber dieses Gefühl konnte mir James Levine bisher weder bei Wagner noch bei Strauss, Verdi oder Puccini anbieten und daher muß mein Daumen leider nach unten zeigen.


    Der Grund warum 1951 will ich erklären. Ich hätte es mir natürlich einfach machen können und sagen können alle, aber das wäre zu einfach und hilft nicht wirklich weiter. Obwohl 1956 Ramon Vinay ( ergreifend, ich schätze ihn als Othello, als Tannhäuser und als Siegmund ) und Martha Mödl ( wundervoll auch in Arien aus Lady Macbeth oder ihre frühe Isolde ), Hans Hotter ( für mich der große Wotansänger ) und Josef Greindl musizieren, fiel meine Entscheidung wegen Dietrich Fischer Diskau ( ich schätze ihn eher als Wolfram neben Gré Brouwenstijn ) nicht auf diese Aufnahme.
    Gewiss er ist musikalisch sehr genau, aber das steht ihm hier auch ein bißchen im Wege, Amfortas leidet, aber leidet er wirklich musiklisch bis ins kleinste Detail genau. Georg London fand ich hier interessanter.
    Den von 1960 habe ich ausgeklammert nicht weil ich Hans Beirer ( spannend als Othello, Tristan, Tannhäuser oder auch im Besuch der alten Dame ) in dieser Rolle nicht schätze, sondern weil er nicht jedermans Geschmack ist und deshalb war ich hier vorsichtig und habe mich gegen eine Empfehlung unter die ersten Drei entschieden , obgleich ich natürlich Regine Crespin ( Les dialogues des Carmelites, Elisabeth und Tosca ) als Sängerin sehr schätze.


    Gegen Herbert Kegel sprach hier natürlich nicht das Dirigat sondern meine weniger ausgeprägte Liebe zu Rene Kollo und Theo Adam


    Die beiden Parsifal Produktionen in ihrer genauen Besetzung:


    Wagner Parsifal 1985 Vienna
    Amfortas - Bernd Weikl/ Titurel - Kurt Rydl / Gurnemanz - Karl Ridderbusch, Parsifal - Siegfried Jerusalem / Klingsor - Walter Berry / Kundry - Leonie Rysanek / Chor & Orchester der Wiener Staatsoper
    Dirigent - Horst Stein / 18.03.1985
    House of Opera


    Covent Garden 13.03.1973
    Kundry - Amy Shuard / Parsifal - Helge Brilioth / Gurnemanz - Matti Talvela / Amforas - Siegmund Nimsgern / Titurel - Forbes Robinson / Klingsor - Norman Bailey
    Omega Opera Archives !!! Vorsicht die Seite ist von einem Vierus befallen und kann nicht direkt über die Startseite aufgerufen werden, hier muß ein kleiner Umweg über eine unter Seite und dann kommt man direkt ins Archive. Er nimmt allerdings bei den CDs 20 Dollar pro Musikstunde.


    Da Jascha Hornstein das gleiche getragene Tempo anschlägt welches wir schon von Goodall und Knappertsbusch kennen macht diese Aufnahme interessant. Außerdem schätze ich diesen Dirigenten außerordentlich.


    Für weitere Fragen stehe selbstvertändlich gern zur Verfügung

  • Hier ist eine sehr informative, umfangreiche Fleißarbeit gelungen. Obwohl die Meinungen schlüssig begründet werden, sind die Einstufungen und Qualifizierungen subjektive Urteile des Rezensenten.
    Meiner Meinung nach gehört die Studioaufnahme des "Parsifal" aus dem Jahre 1972 unter Georg Solti mit den Wiener Philharmonikern zu den absolut besten Aufnahmen. Orchester traumhaft. In Soltis Dirigat blüht die ganze Mystik der Parsifal Musik trotz aller Intensität, die diesen Dirigenten immer auszeichnet, wunderbar klar und transparent auf. Die Sängerbesetzung mit Christa Ludwig, Dietrich Fischer-Dieskau, Gottlob Frick, Hans Hotter und Zoltan Kelemen ist überragend. Ich finde auch René Kollo in der Titelpartie stimmlich und ausdrucksmäßig absolut rollendeckend. Dieser Parsifal ist für mich eine seiner besten Leistungen im Wagnerfach, weil ihm der Wechsel vom naiven, reinen Tor zum gereiften Helden überzeugend gelingt.
    Mit einigen Zitaten möchte ich meine Argumentation belegen: Gottlob Frick war damals von der Zusammenarbeit mit Kollo und vom Zusammenklang ihrer Stimmen äujßerst angetan. Georg Solti sagte mir im Gespräch, dass der damals sängerisch schon im forgeschrittenen Alter stehende Frick für ihn besonders als alter Gurnemanz die ideal-glaubwürdige Verkörperung dieser Figur gewesen sei. Im Harenberg-Opernführer wird der Solti-Parsifal ebenfalls als Referenzaufnahme bewertet.
    Herzichst
    Operus

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  • hallo operus,


    ich hab' den Parsifal nur sechsmal in GA. Bin aber Deiner Meinung. Mir gefällt der mit Solti auch am besten. Dann würde ich Cluytens nennen.


    Die akribische Arbeit von Sven ist ja phänomenal. Den Großteil der Aufnahmen kannte ich ja gar nicht mal, aber ich bin auch kein richtiger Wagnerianer.



    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Liebe Forianer,


    ähnlich wie in seinem "Norma"-Thread sind die Einführungen sehr gelungen, die Empfehlungen sind sehr subjekrtiv angehaucht und nur selten nachvollziehbar.


    Bei den Studioaufnahmen möchte ich die Solti-Aufnahme auch an erster Stelle nennen. An zweiter Stelle ist die die Kubelik-Einspielung mit Weikl, Moll, Salminen, King, Mazura, Minton zu benennen. Da kommt keiner dran vorbei.


    Domingo mit seinen sprachlichen Problemen überhaupt zu benennen, dagegen Kollo und Adam einfach wegzuschieben ist schon sehr bedenklich!



    :hello: LT

  • Natürlich bleibt + - jede Beurteilung subjektiv. Ich hingegen finde Svens Übersicht äusserst sachlich und fundiert.
    Man wird wohl, wenn man Fricks Gurnemanz, lieber Operus, als das non plus ultra empfindet, kaum trotz (!) Kollo und Fi-Di an der Solti-Aufnahme vorbeikommen. Allerdings ist mir die Titelfigur bei weitem existenzieller, und dabei vor allem die Reifung, die auch stimmlich zwischen dem 1. und und dem 3. Akt stattgefunden haben sollte. Deshalb ist auch mein "Ideal -Parsifal" Windgassen in der 51er Aufnahme noch bei weitem von der Perfektion entfernt, die er erst 63 dazu mit dem für mich unübertroffenen Hotter als Gurnemanz, bzw. London als Amfortas erreicht hat (dieses Aufnahme leidet allerdings an Dalis als Kundry). Überhaupt scheint mir das Problem des Titelhelden sämtliche
    sonstige Aufnahmen zu prägen: Entweder wir haben hochgeschraubte Baritone, wie Vinay, und z. Teil auch Vickers, die schon im 1. Akt ziemlich "unknabenhaft" klingen oder "weisse" Tenöre, die auch im dritten Akt noch knabenhaft klingen (Kollo, um nur ein Beispiel zu nennen).
    Von all den stimmtechnisch unzureichenden Sängern, wie z.B. Hofmann, bzw. den schlichten Langweilern, wie King, will ich gar nicht erst anfanngen.

  • Ich halte die sonst exzellente Solti-Aufnahme persönlich vom Dirigat her für ein wenig überschätzt. Wie wurde mal geschrieben: Er kann den Spannungsbogen nicht halten. Soweit würde ich vielleicht nicht gehen, aber ich persönlich vermisse doch irgendwie die Gesamtzusammenhänge. Solti klingt mir z. T. auch im Vergleich ein wenig banal, etwa die Verwandlungsmusik im I. Aufzug (vergleicht mal mit Karajan [mit dem göttlichen Moll] oder Goodall). Auch das Finale bringt er mir zu pauschal, Karajan allerdings auch. Da halte ich Goodall für unerreicht (Ellsworths "Enthüllet den Gral – öffnet den Schrein!" und die Harfe – zum Niederknien!).


    Subjektive Eindrücke, mehr nicht ...


    :hello:

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Lieber Sven,


    ich würde mich persönlich sehr freuen, wenn Du in Deine sehr informative Opernvergleich-Reihe auch "Die Meistersinger" einbeziehen könntest. Bei dieser meiner Lieblings-Oper könnte ich auch viel mehr beitragen, andere natürlich auch.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Zitat

    Original von Joseph II.
    Lieber Sven,


    ich würde mich persönlich sehr freuen, wenn Du in Deine sehr informative Opernvergleich-Reihe auch "Die Meistersinger" einbeziehen könntest. Bei dieser meiner Lieblings-Oper könnte ich auch viel mehr beitragen, andere natürlich auch.



    Hallo Joseph II...und Taminoeaner/innen


    JA, MEISTERSINGER das wär doch was, zumal Hamburg mit der Konwitschny/Metzmacher Inszenierung eine der beachtlichsten....
    aber auch kontroversesten war.(da wird mir Sven sicherlich zustimmen) Da es hiervon einen Rundfunk-Mitschnitt gibt, wäre es sogar möglich sich mit dem Dirigat Metzmacher's zu beschäftigen. :.)


    Anfügen möchte ich noch, daß Robert Wilsons PARSIFAL (seine beste Inszenierung überhaupt, meiner Meinung nach) kongenial von Simone Young dirigiert wurde, (vor ca 2 Jahren) was ich von ihrem Rheingold + Siegfried nicht behaupten kann.



    Gruß...................."Titan"

  • Hierzu muß ich mich aber noch mit einigen modernen Produktionen vertraut machen, die bei Steiger erwähnten Aufnahmen kenne ich alle.
    Wird aber in jedem Falle geschrieben, zu mal ich bei Richard Wagner am vollständigsten Sortiert bin.

  • Das Rheingold und die Walküre hab ich sowohl live, wie auch im Rundfunk gehört, außerdem habe ich die CD Aufnahmen.
    Den Siegfried kenne ich nur aus dem Rundfunk, weil ich bei den letzten beiden Ringsegmenten schon vom Bühnenbild weniger angetan war.
    Hierzu muß ich anmerken, das ich zum einen Simone Young als Dirigentin für Wagner und Strauss überaus schätze.
    Wie es ihr aber zum anderen gelungen ist, und das fand ich wesentlich dramatischer, den 1. Akt der Walküre so spannungslos zu dirigieren ( Live ), ist mir ein absolutes Rätzel.
    Ich kann hier nur vermuten, das ihr bei aller Liebe zum Detail irgentwie der Blick fürs Ganze ein klein wenig verloren gegangen ist.