"Manon Lescaut", Premiere in Dresdner Semperoper

  • Ich zitiere eine heutige Pressemitteilung:


    Bravos & Buhs in der Semperoper

    Dresden - Bravos für Dirigent Christian Thielemann (53), Regisseur Stefan Herheim (42), den Dresdner Opernchor und (fast alle) Solisten.
    Nach Puccinis vor 120 Jahren in Turin uraufgeführter Oper "Manon Lescaut" gab´s Samstagabend in der Semperoper viel Applaus.
    Herheim siedelte die Oper mit gigantischem Bühnenbild in der Mitte der 1880-er Jahre an. In jener Pariser Werkstatt, welche die Freiheitsstatue als Geschenk Frankreichs zur 100-Jahr-Feier der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung 1776 für New York baute.
    Damit schlägt er die Brücke zum vorrevolutionären Frankreich. In diesem spielt ursprünglich die Oper um die unglückliche Liebe des Studenten Renato (Thiago Arancam) zu Manon (Norma Fantini).


    Die Tenorpartie des Renato überzeugte das Publikum in der Semperoper nicht. Er wurde gnadenlos ausgebuht.


    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Mit Herheims Manon Lescaut konnte ich nicht recht warm werden. Es wollte sich keine rechte Stimmung einstellen (ganz im Kontrast zu seiner phasenweise magischen Rusalka).


    (Übrigens spielt die Rahmenhandlung Mitte der 1870-Jahre!)


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • (Übrigens spielt die Rahmenhandlung Mitte der 1870-Jahre!)

    Der Tenor in Puccinis "Manon Lescaut" heißt "Des Grieux"!

    Beides völlig richtig. Und in aller Bescheidenheit, auch ich weiß das. Nur...

    Ich zitiere eine heutige Pressemitteilung:


    ... und diese habe ich so "wörtlich und unverändert abgeschrieben". Der Inhalt stammt nicht von mir. Ich weiß also nicht, ob dem Regisseur aus irgendwelchen Gründen der Name "Des Grieux" nicht mehr angebracht erscheint oder sich der Rezensent nicht so genau auskennt.


    Herzliche Grüße
    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Lieber Chrissy,
    oder der Regisseur wollte eine Verwechselung mit dem Des Grieux aus Massenets Manon vermeiden. Obwohl ich Puccini mag, kann ich mit Manon Lescaut nichts anfangen und mir gefällt die von Massenet wesentlich besser.

  • Lieber Chrissy,
    (...) Obwohl ich Puccini mag, kann ich mit Manon Lescaut nichts anfangen und mir gefällt die von Massenet wesentlich besser.

    So unterschiedlich kann das Empfinden sein: Obwohl mir die Geschichte bis heute einfach nichts sagen will, mir insofern weder Puccinis noch Massenets Oper inhaltlich gefallen, steht mir Puccinis Musik doch wesentlich näher... :S


    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER

  • Herr Brug schrieb Norma Fantini hätte neuerdings ein Vibrato wie Frau Pooth (ehemals Feldbusch).
    Kann das jemand, der dort war, bestätigen (angeblich singt sie ja in dem Zeichentrickfilm über das Leben von Dieter Bohlen, in der Schlußsequenz)?
    In ihrer letzten Tosca in Hamburg (ich berichtete darüber) hatte sie noch kein Vibrato in der Stimme.
    Zumindest keines, das mir negativ auffiel.
    Er sprach wortwörtlich von einem Verona Vibrato oder meinte er etwa sie klinge so wie ihr Vibrator ?

  • Veronas Vibrator vibriert bestimmt auch sehr heftig :) . Aber ich denke mal mit Verona meint er die Arena die Verona. Da fällt mir der alte Witz ein: Was haben Pavarotti und Diether Bohlen gemeinsam? Beide waren schon mal in Verona :hahahaha: