HIFI Qualität von der Festplatte?

  • Läuft immer noch.


    Und irgendwie hat sich der Eindruck verfestigt, daß die Karte Musik neutraler, unaufdringlicher, natürlicher und weniger angestrengt wiedergibt, als die ursprüngliche Soundkarte: ein schwer festzustellender, wenn auch der eigentliche High-Fidelity-Effekt: entspanntes, unverfärbtes Hören, wie bei einem Life-Konzert ohne Elektronik. Wenn auch mit de facto ganz erheblichem Elektronik-Einsatz...

  • Habe heute ein wenig Zeit, während ich mit einem Auge dem Qualifying in der Formel 1 folge, und möchte kurz meine Lösung für HiFi-Qualität von der Festplatte vorstellen:


    Meine CDs rippe ich mit EAC und speichere sie dann als FLAC Datei. Am aufwendigsten ist das korrekte Taggen gemäß den eigenen Beschriftungsregeln. Ein NAS von QNAP speichert die FLAC Dateien auf einem RAID-5 Set gebildet aus 4 2 TByte Harddisks. Das NAS hängt am WLAN-Router, so dass ich von all meinen Rechnern kabellos das betreffende Laufwerk mounten kann.


    Ein Samsung R510 dient als Abspielgerät. Zum Abspielen nutze ich inzwischen foobar2000, dass die Musik vom genannten NAS-Laufwerk abspielt. Foobar2000 gefiel mir klanglich schon immer etwas besser als Winamp. (Ich weiß, theoretisch sollte da eigentlich kein Unterschied sein, aber in der Praxis höre ich das anders.) Inzwischen habe ich jedenfalls begriffen, wie ich foobar2000 an meine Wünsche anpassen kann, und somit bin ich von Winamp auf foobar2000 gewechselt. Dennoch schätze ich Winamp wegen seiner intuitiven Bedienbarkeit. ASIO4ALL installiert und ASAPI-Plugin in foobar2000 geladen.


    An das Samsung Notebook ist per USB der V-DAC von Musical Fidelity angeschlossen, der vom V-PSU mit Strom versorgt wird. Über einen Entstörfilter geht es vom V-DAC dann analog zum Denon PMA-2000AE, der keinen Digitaleingang kennt.


    Mit der Lösung bin ich zufrieden, klanglich höre ich keinen Unterschied, als wenn ich die CD vom DCD-2000AE abspielen würde. Aber vom Notebook lässt sich der Musikbestand besser verwalten und vergleichendes Hören lässt sich so nun bequem von der Coach realisieren, ohne immer zum Laufwerk hechten zu müssen.


    Sukzessive werde ich nun meine CDs alle auf das NAS transferieren und abschließend im Keller einlagern, um so ein paar Regalmeter wieder frei zu kriegen. SACDs bleiben weiterhin im Wohnzimmer präsent.


    Gruß enkidu2

    Nach Schlaganfall zurück im Leben.

  • Im Grunde bin ich ja kein grosser Freund vom Thema DOWNLOAD.
    *** Aber es hat sich ja doch in den letzten Jahren einiges auf meinen PC´s an Musikdaten (nicht nur Klassik) angesammelt, die ich bisher auch über meinen PC höre, an dem ich einen Vr und gute Canton-Standboxen Ergo SC-S angeschlossen habe.
    Ich würde inzwischen auch gerne über meine Dolby-Suround-Hauptanlage von der Festplatte hören.


    :?: Welche Geräte habt ihr dazu zur Verfügung, und/oder welche Komponenten würdet ihr dazu empfehlen ?
    Ich habe auch schon an NAS (wie Enkidu im Vorbeitrag) gedacht. Doch würde ich lieber eine Externe Festplatte an einen Netzwerkplayer o.ä. anschliessen um das WLAN-Gedöns ganz zu vermeiden. Die Musikdaten habe und übernehme ich ohnehin auf eine (dann ggf auch auf mehere) Ext.1TB - USB-Festplatte !


    Ich hatte zunächst an den Netzwerkplayer Pioneer N-50AE gedacht, der auch gleich Internetradio hätte; oder noch besser den Pioneer NC-50 DAB-S, der neben IntRadio auch DAB+ und einen CD-Player zum Rippen eingebaut hat. Man kann dann den digitalen Ausgang per KOAX (ich bin kein LWL-Fan) mit dem AV-Receiver verbinden.
    Gut - Surroundfähig sind beide Pioneers nicht ! Aber da die meisten Daten auch Stereo sind wäre ich da weiterhin mit Dolby Surround Pro Logic II zufrieden, weil ich ja ansonsten sowieso weiter SACD höre, wenn es unkomprimiert Multikanal sein soll.


    Pioneer NC-50


    :?: Welche brauchbare Möglichkeiten seht ihr für Musik von Festplatte (jetzt aber ohne PC) ... sondern direkt ?


    Laut den Test-und Anwenderberichten sind die "Netzwerkplayer - DINGER" auch nicht besonders anwenderfreundlich und sollen im WLAN-betrieb ziemliche Umstände machen ... der N-50 hat nicht mal WLAN on Board sondern nur einen USB-AsL für einen optionalen WLAN - Stick ... der auch nihct stabil läuft :no:
    Folglich käme auch nur der NC-50 (verdammt teurer Hund; gem.Abb) in Frage.


    :?: Aber was gibt es sonst ?

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Ich höre Musik seit Jahren fast nur von der Festplatte, mit der einzigen Ausnahme von SACDs, die sich nur recht aufwändig (und unter illegaler Umgehung des Kopierschutzes) rippen lassen. Allerdings habe ich eine andere Lösung gewählt, als sie Dir offenbar vorschwebt: Ich nutze einen speziellen PC als Abspielgerät, der nur diesem Zweck dient und mit einem schönen, recht edel aussehenden Alu-Gehäuse auch neben der Anlage im Wohnzimmer steht. Das Betriebssystem (Windows 10) und die Abspielprogramme sind auf einer SSD, so dass der PC in ein paar Sekunden hochgefahren ist. Meine Musikdaten (inkl. Videos) haben inzwischen einen Umfang von über 10 TB angenommen und befinden sich auf einem NAS, der in einer Kammer versteckt ist. Für die Verbindung habe ich Kabel gelegt, weil mir WLAN zu unzuverlässig ist. Auf dem PC läuft foobar2000 als Musik-Player, und die Daten werden digital ohne irgendeine Bearbeitung im PC über den S/PDIF-Ausgang der Soundkarte als Bitstream an meinen Vorverstärker übertragen, wo die D/A-Wandlung erfolgt. Für hochaufgelöste Multikanal-Dateien, für die die Bandbreite des S/PDIF-Ausgangs nicht ausreicht, nutze ich notgedrungen den HDMI-Ausgang der Videokarte. Auf dem gleichen Wege verwende ich den PC auch als Wiedergabegerät für meine vielen Opern-Videos auf der Festplatte, als Abspielsoftware nutze ich da Jriver Media Center. Und während bei Videos natürlich ohnehin der Plasma-TV eingeschaltet sein muss, der an die Anlage angeschlossen ist, brauche ich den TV bei reinen Musik-Dateien nicht einmal, denn die Steuerung des foobar-Players erfolgt per App von meinem iPhone. Die Bearbeitung der Dateien auf dem NAS, z.B. das recht aufwändige Tagging nach einem von mir erdachten System, mache ich vom PC in meinem Arbeitszimmer aus, daher brauche ich für den Musik-PC auch in der Regel keine Tastatur, sondern nur eine kleine Funkmaus, die ansonsten in der Schublade verschwindet.


    Für mich ist das nach wie vor die perfekte Lösung - einen Netzwerkplayer brauche ich nicht, und von Streaming halte ich ohnehin nicht viel.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Hallo Wolfgang,


    Hat denn dein AVR keinen integrierten Netzwerkplayer? Weil dann wäre die einfachste Lösung per Kabel vom NAS in den AVR. Und übers tablet bedienen.


    Bei uns ist es so: Das NAS ist per Lan an der Fritzbox angestöpselt und von dort geht es direkt per wlan, geht bei uns raumtechnisch nicht anders, zum AVR. Meinen Netzwerkplayer habe ich ausgemustert, weil der AVR alles kann, was auch der Netzwerkplayer konnte.

  • Erst einmal vielen Dank für Eure Beiden Antworten mit Möglichkeiten für Musik von FP, lieber Bertarido und Friese.
    Warscheinlich (wenn keine bessre Lösung in Sicht ist) wird es auch bei mir der PC bleiben, denn den kann ich ja auch an die Hauptanlage anschliessen.



    Hat denn dein AVR keinen integrierten Netzwerkplayer?

    Nein, meine SONY-Receiver im Wohnzimmer und im Hobbyraum sind edle Geräte aus der ES - Serie (Esprit-Serie) und die haben auch beide Dolby Surround ProLogic II, worauf ich nicht verzichten möchte.
    Die neuen Receiver haben dies bereits nicht mehr ... wie der Pioneer-Multikanal-Netzwerk-Receiver SC-LX501, den ich mir angesehen hatte ... der hat nur das steril klingende Dolby Athmos. Kann ich nicht gebrauchen!


    Ich bleibe bei meinen SONY-ES-Receivern, die einen astreinem Klang haben - auserdem im WZ mit Pre-Out-Ausgang für meinen SONY-ES-Hauptverstärker (für das Stereo-Front-Signal), auf den ich auch bei Multikanal nicht verzichte.



    Das NAS ist per Lan an der Fritzbox angestöpselt und von dort geht es direkt per wlan, geht bei uns raumtechnisch nicht anders, zum AVR.

    Ist mir zu umständlich noch LAN-Kabel von der Fritz-Box zu verlegen, die in einer ganz anderen Etage steht !


    :!: Deshalb ja auch mein ganz einfacher Wunsch:
    Eine High-Endiges Gerät, an dem ich meine Ext.FP anschliessen kann und dann digital per KOAX an die/den Receiver.

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Dolby Surround ProLogic II,


    Stimmt, dass hat meiner nicht. Er hat nur Dolby Surround, DTS neural:x und ich kann noch nicht sagen was mir davon besser gefällt. Und natürlich einen Kanal der sich Matrix nennt und für Stereomaterial, dass einen räumlichen surroundeffekt haben soll. Zumindest wären das die wohl wichtigsten. Auf Athmos habe ich verzichtet.


    Viele Grüße, Michael

  • In letzter Zeit habe ich mich mal mit den Netzwerkplayern von Pioneer und Onkyo beschäftigt.
    Die "Dinger" sind laut Benutzermeinungen relativ bedienerunfreundlich und im Betrieb nicht besonders stabil. Ausserdem müsste ich bei dem Preis zwischen 500 - 1000€ ein Menge mitkaufen, was ich gar nicht nutzen wollte. Der Panasonic hätte nicht mal DAB+ . Hinzu kommt, das eine angeschlossene mobile USB-Festplatte nicht NTFS formatiert sein kann (wie normal jede unserer gebräuchlichen FP), sondern auf FAT32. Das hiesse, ich müsste alles nochmal umkopieren und neu aufspielen ... ist mir zuviel Gedöns!


    Ich habe eine bessere Lösung gefunden:
    Ich lasse alles auf den PC´s, die ohnehin 2FP haben und ich kann alle mobilen USB-FP auch problemlos nutzen.
    Bisher war mir die Soundqualität vom PC nicht gut genug mit den ONBOARD-Soundkarten. Eine Digitale mit einem DAC und DSD und zu kaufen wäre auch wieder kostspielig und mit Umbaumassnahmen.
    *** Habe mich deshalb für einen externen DAC (Digital Analog Converter) entschieden, der alle gängigen digitalen Formate umwandeln kann, und per USB an den PC angeschlossen wird. Quasi wie eine digitale externe Soundkarte!
    Der DAC (auch als digitaler KH-Vr nutzbar) kam heute an ... in WIN10 eingerichtet ... :thumbsup: habe dann "Bauklötze gestaunt", welche Klangqualität ich nun an dem angeschlossen Vr mit Standboxen als Endergebnis erhalte.


    Das ganze für weit unter nem Hunni!
    So so sieht der DAC aus:

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Schönen guten Tag,

    ich habe mich heute in diesem Forum neu angemeldet.

    Zur klassischen Musik kann ich derzeit nicht viel beitragen da ich erst beginne diese zusätzlich zu anderen Musikrichtungen zu hören.
    Bezüglich Abhöranlagen kann ich eher mit diskutieren ;-)

    Ich verwende nur Zweikanal und dies auf zwei verschiedenen Wegen:

    1. PS Audio PWT CD Laufwerk über I²S (HDMI) zum D/A Wandler PS Audio PWD MK2 (der auch als Vorverstärker dient) weiter zur Endstufe Goldmund SRA
    und dann zu den 2-wege Lautsprechern Ensemble Elysia und zusätzlich einem kleinen Subwoofer REL R-218
    2. PC Windows 7 ohne NAS mit Foobarsoftwareplayer über LAN (kein WLAN!) zur Netzwerkkarte PS Audio Bridge I – der Rest bleibt gleich

    Für Bluray, DVD verwende ich den KM Player auf dem PC der auf Grund der kleinen Wohnung gleich neben der gesamten Anlage steht.

    Ton über USB Kabel in den D/A Wandler PS Audio PWD MK2
    Bild über Grafikkarte via HDMI zum kalibrierten Plasma TV


    Das ganze läuft super und es wird auch in den nächsten Jahren für mich keinen Bedarf geben etwas daran zu ändern - war ja auch teuer genug :S


    LG

    @: das soll keine Produktwerbung und auch keine "Angeberei" sein aber ich versichere die Kette macht Spaß!

  • Die Möglichkeiten der Audiowiedergabe über den Datenspeicher Festplatte sind recht vielfältig.


    In einem PC mit S/PDIF Ausgang oder in einem PC als reiner Datenlieferant per Netzwerk (NAS) oder mit USB Ausgabe (Streamer) wären weitere Einsatzszenarien.


    Insgesamt hat die Festplatte grundsätzlich einen großen Vorteil gegenüber der CD oder DVD: sie braucht keine Fehlerkorrektur, da es keine optische Abtastung gibt.

  • Nachdem mein CD-Spieler den Geist aufgegeben hatte, habe ich alles auf ein NAS mit Streamer umgestellt. Im Wohnzimmer war der erste Versuch mit einem
    Pioneer NC-50 klanglich recht zufriedenstellend. Gegenüber meinem alten X-DAC von Musical Fidelity war der ESS-Chip im Pioneer ein echter Gewinn. Das NAS wurde im eignen LAN und WLAN so integriert, daß die "Küchengeräte" auch darauf zugreifen können. Alle CD's sind vom Notebook auf das NAS kopiert. Natürlich gibt es ein Backup-System. Danach habe ich mit dem Raspberry Pi und Digi+ einen eigenen Streamer mit audiophilem Netzteil gebaut. Das Betriebssystem ist RuneAudio. Die Bedienung über Smartphone oder Tablett ist um Klassen besser als beim Pioneer. Das digitale Audio-Signal wird über SPDIF von einem hochwertigen modifizierten DAC (LKS Audio MH-DA003 mit Dual-ESS) gewandelt und beliefert die Vorstufe etc. Mit diesem System kann ich so ziemlich alle digitalen Medien spielen: Im Musik-Zimmer HiFi und sonst im ganzen Haus wie es gebraucht wird.
    Die CD ist nur noch Transport- und Sicherungsmedium. Schade ist, daß die CD's zum gleichen Preis nicht als FLAC etc. runtergeladen werden können. Streaming-Dienste sind meist teurer. - Also kaufe ich immer noch die alte CD und muß selber kopieren. Aus meiner Sicht beeinflußt die Platte nicht im geringsten die Klangqualität. Entscheidend ist der DAC.

  • Schade ist, daß die CD's zum gleichen Preis nicht als FLAC etc. runtergeladen werden können. Streaming-Dienste sind meist teurer. - Also kaufe ich immer noch die alte CD und muß selber kopieren. Aus meiner Sicht beeinflußt die P


    Das verstehe ich nicht. Du kannst doch flacs überall herunterladen. Ich selber kaufe die meisten meiner Downloads bei Qobuz, eben weil ich keine Lust habe immer die CDs zu kopieren. Und Flacs sind ja meistens um ein paar Euro billiger, was ich auch schätze. :)


  • Das verstehe ich nicht. Du kannst doch flacs überall herunterladen. Ich selber kaufe die meisten meiner Downloads bei Qobuz, eben weil ich keine Lust habe immer die CDs zu kopieren. Und Flacs sind ja meistens um ein paar Euro billiger, was ich auch schätze. :)


    Guten Abend,


    da es heutzutage bis auf sehr wenige Aufnahmen (rede hier von ganz normalem stereo) nur noch hochkomprimierte und Minikopfhörertaugliche Musik zu erwerben gibt, ist es eigentlich egal was du kaufst.


    Oft ist es auch so das bei Wiederveröffentlichungen von älteren Werken bei SACD´s und hochauflösenden Downloads gegenüber den Original CDs (zB. aus den 80er) beim Masterung stärker kompremmiert wird.
    Auch das ganze hochauflösende Zeugs bringt gar nix wenn die Quelle nicht passt bzw. beim Mastering zu Tode kompremmiert wird - alles Augenauswischerei.


    Wenn die Quelle und das Mastering passt reicht ein 320er MP3 zu einem Topergebnis!!!


    Die Menschen haben sich an das "alles laut und fett" gewöhnt und die Musikindustrie jubelt - nur noch ein Mastering und dieses passt dann vom Miniplayer bis zu den Abspielanlagen in den Discotheken. Diese Masterings haben aber absolut nichts mehr mit der klanglichen Realität der Livemusik zu tun - dies müssten besonders Klassiklivehörer am besten wissen.


    Oft beinhalten ältere DVD´s den mit Abstand besten Ton im Vergleich zu den gleichlautenden CD´s.
    Ein Klassiker: vergleicht den Sound von der Eric Clapton MTV Unplugged CD mit der Tonspur der DVD - da werdet ihr Augen machen.


    Ich kaufe ja hin und wieder gebrauchte CDs - wenn da auf der Hülle irgendwas von Remastering draufsteht mach ich einen weiten Bogen drum :D :D - will ja den anderen nicht die guten, moderneren CDs weg kaufen ;)



    @: dies hier ist eine gute Seite zur Info - http://dr.loudness-war.info - ist in der Musikindustrie nicht so beliebt und wird darum immer wieder in Frage gestellt - wen wunderts - nach meinen Erfahrungen passt das aber ganz gut, außer bei Schallplatten werden zu gute Werte errechnet.


    @@: Gustavo Dudamel, Simón Bolívar Symphony Orchestra of Venezuela : Beethoven 9 (Qobuz Hi-Res 24bits/96kHz) müsste 2017 zumindest dynamisch ne feine Aufnahme sein - kennt sie wer?

  • Hallo Wikau,


    Wahrscheinlich stehe ich heute irgendwie auf dem Schlauch, aber Mastering und remastering war doch gar nicht das Thema, oder doch?


    Tatsächlich habe ich die Aufnahme, kann dir aber leider nichts darüber sagen. Es gab sie mal als kostenlosen download. Von daher habe ich sie mitgenommen, aber nur einmal gehört. Beethoven ist nett, aber.... :stumm::D:)


    Lg


  • Hallo,


    ja hast recht ... sorry für mein Abschweifen ... ich halte das momentane Masteringverhalten halt für eine absolute Schwachstelle bezüglich einer halbwegs natürlichen Musikübertragung ... da sind irgendwelche Wandlerunterschiede sowas von unwichtig dagegen ... das wollte ich eigentlich damit sagen.


    LG

  • Das verstehe ich nicht. Du kannst doch flacs ünerall herunterladen. Ich selber kaufe die meisten meiner Downloads bei Qobuz, eben weil ich keine Lust habe immer die CDs zu kopieren. Und Flacs sind ja meistens um ein paar Euro billiger, was ich auch schätze.

    Genauso ist es.



    da es heutzutage bis auf sehr wenige Aufnahmen (rede hier von ganz normalem stereo) nur noch hochkompremmierte und Minikopfhörertaugliche Musik zu erwerben gibt, ist es eigentlich egal was kaufst.

    Man kann zumindest im Bereich der klassischen Musik (in anderen kenne ich mich nicht aus) nahezu jede neu veröffentliche CD auch in CD-Qualität im FLAC-Format herunterladen. Oft, wenn nicht meistens, sogar in besserer Qualität (24 Bit / 48-96 kHz). Zwar nicht bei Amazon oder iTunes, aber bei qobuz oder anderen Download-Anbietern. Im übrigen ist nicht die Komprimierung das Problem, wenn sie verlustfrei erfolgt, komprimiert sind auch Formate wie FLAC oder APE. Problematisch ist die Verwendung datenreduzierter Formate wie MP3 oder AAC.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • . ich halte das momentane Masteringverhalten halt für eine absolute Schwachstelle bezüglich einer halbwegs natürlichen Musikübertragung ... da sind irgendwelche Wandlerunterschiede sowas von unwichtig dagegen ... das wollte ich eigentlich damit sagen.


    Jetzt verstehe ich, was du sagen wolltest :)
    LG

  • Fast jeden Tag höre ich das hervorragende Programm von bayern4-klassik. Das Rundfunkorchester und der Chor sind weltklasse. Die Liveaufnahmen zeugen überwiegend von einer sehr guten Studio- und Aufnahme-Technik. Das Repertoire ist sehr vielfältig am Zug der Zeit.
    Das Signal bekomme ich über DVB-S.


    Natürlich kann man das nicht ohne einen externen Wandler hören. Die Receiver eigenen Wandler sind da hörbar zu schlecht.


    Zu MP3 kann ich nur sagen, daß ich den gleichen Stream der ARD-Sender statt über DVB-S über Internet als MP3-Stream hören kann.
    Egal welche Audioqualität am Streamer angezeigt wird: 96, 128, 256k etc., am Wandler wird immer 48k 16bit angezeigt. Mit welchen Algorithmus mp3 umgerechnet wird, oder ob es nur gewrappt ist, habe ich beim besten Willen bisher nicht rausbekommen.
    Klanglich gibt es jedenfalls für mich kaum einen hörbaren Unterschied zwischen MP3-X und PCM-48k - blind wahrscheinlich nicht hörbar. Die Unterschiede in der Aufnahmetechnik sind da wesentlich gravierender.

  • Hallo Ludus,


    Du scheinst dich ja im Bereich gehobene Wandler- und HighEnd-Hifi-Technik bestens aus zu kennen.


    Ich habe eine ganze Reihe an MP3-CD´s und DVD´s (allerdings weniger im klassischen Bereich) und bin auch mit der Qualität voll zufrieden.
    Wenn nicht am PC höre ich diese MP3-Medien auf meinem SONY-Multiformatplayer DVP-NS930 (auch für SACD), der auch schon einen wirklich anständigen Analogausgang hat. Bei SACD geht´s ja nur darüber ! :!: Der bessere Weg ist aber bei allen anderen Medien (ausser SACD) den Digitalausgang (koaxial) an meinem SONY-ES-Receiver der absoluten Spitzenklasse anzuschliessen.
    Dieser hat so einen edlen DAC, dass auch bei einfacher MP3-Quelle schon eine frapierend sagenhafte Klangqualität herauskommt, die von CD-Quali nicht zu unterscheiden ist.


    Leider gibt es heute gar nicht mehr so TOP verarbeitete Multiformatplayer, wie den SONY DVP-NS900 oder 930. Das ist heute alles "Plastic-fantastic".

    Gruß aus Bonn, Wolfgang


  • Hallo teleton,


    ich bin mir nicht sicher ob du mich gemeint hast aber es gibt aktuell Multiformatplayer wie zB. den PS Audio ... nicht grad preiswert dafür kein Plastikbomber ;)
    http://www.psaudio.com/directstream-memory-player
    Ich denke das ist dann wirklich der letzte Player den man sich kauft 8-) ... so wie es die Firma schreibt.



    Das obere Teil ist der Player, darunter der aktuelle DSD Wandler.
    Dazu gibt es noch die Netzwerkkarte Bridge II die in hinten in den Wandler eingeschoben werden kann



    Tolle Kombi - leider für den "Normalbürger" nicht bezahlbar :S

  • Hallo WiKau,
    das PS Audio - Gerät liegt nicht in dem Bereich, den ich für "Hifi-Quali von der FP" ausgeben würde. Es gefällt mir auch optisch und vom Konzept her nicht.


    Ich habe jetzt meinen Weg für "HIFI von der FP" gefunden:
    :thumbsup: Meine Festplatten im PC ! Und dann an den PC einen DAC über USB als externe Soundkarte angeschlossen und die Sache läuft bestens.


    :!: Soviel Aufwand lohnt sich nicht, denn ich habe ja doch das Wichtigste in der Klassik alles auf CD und DVD ... und da ich das CD-Material mit :thumbup:Anfassqualität und allem was dazu gehört habe, dann würde ich einen Teufel tun und meine CD´s auf FP kopieren.



    Interessant, was Du über das CD-Remastering schreibst !
    Ich habe damit eigentlich nur in Aussnahmefällen schlechte Erfahrungen gemacht.
    Hier zwei Beispiele:

    :thumbdown: Negativ: So bei Smetanas Mein Vaterland mit Ancerl (Supraphon), die in der Neuausgabe klanglich so schlecht und übelst remastert wurde, dass mir nichts anderes übrig blieb, als mir die CD-Erstausgabe zu kaufen .. die ist OK ... so wie meine Supraphon-Doppel-LP damals.


    :thumbup: Positiv
    Absolut positiv ist das Remastering bei der Schostakowitsch - Sinfonien - GA mit Kondraschin (Melodiya/AULOS) gelungen. Das DSD-Verfahren der Koreaner haben für diese Aufnahmen von 1961 - ~1975 wahre Wunder bewirkt. Diese AULOS-CD´s klingen den CD-Erstausgaben und sowieso der alten Kratzware (LP´s) haushoch überlegen. Die Aufnahmen der 70er aus der CD-GA haben die Qualität von heutigen DDD-Aufnahmen !

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    für die PC Lösung würde ich den USB Ausgang nicht favorisieren, da du mit dem Wackeltakt des Mainboardoszillators keine gute Übertragungsstrecke zum DAC herstellen kannst.


    Wesentlich besser wäre die Netzwerktechnik mit Dante, wie sie ein Bekannter mit dem Lynx Hilo incl. Danteeinschubkarte realisiert hat.


    Damit wird fast das ganze Störpotential des PCs eleminiert, das sonst über die USB Strecke in den DAC gelangt.


    Karl


  • Hallo Karl,


    genau so ist es.
    Darum verwendet auch PS Audio für die höherwertige Übertragung eine Netzwerkkarte - Betriebssystem ist auch hier Linux.
    Das eingehende Signal wird zwischengespeichert, neu getaktet und dann ausgegeben.
    Zumindest beim PCM Wandler ist das so - beim neuen DSD Wandler weiß ich es nicht.


    LG
    Willi

  • Hallo Wolfgang,


    Hallo WiKau,
    das PS Audio - Gerät liegt nicht in dem Bereich, den ich für "Hifi-Quali von der FP" ausgeben würde. Es gefällt mir auch optisch und vom Konzept her nicht.

    So gehen die Meinungen auseinander :rolleyes:



    Ich habe jetzt meinen Weg für "HIFI von der FP" gefunden:
    Meine Festplatten im PC ! Und dann an den PC einen DAC über USB als externe Soundkarte angeschlossen und die Sache läuft bestens.

    ... wie bereits von Karl erwähnt - USB ist halt nicht die optimale Lösung aber passt natürlich auch :thumbup:



    Soviel Aufwand lohnt sich nicht, denn ich habe ja doch das Wichtigste in der Klassik alles auf CD und DVD ... und da ich das CD-Material mit Anfassqualität und allem was dazu gehört habe, dann würde ich einen Teufel tun und meine CD´s auf FP kopieren.

    Ich würde es zur Datensicherung machen - auch CDs unterliegen einer Alterung - je nach Lagerung natürlich unterschiedlich - entscheidend ist so wenig Sonne wie möglich denn die macht alles hin.



    Interessant, was Du über das CD-Remastering schreibst !
    Ich habe damit eigentlich nur in Aussnahmefällen schlechte Erfahrungen gemacht.
    Hier zwei Beispiele:


    Negativ: So bei Smetanas Mein Vaterland mit Ancerl (Supraphon), die in der Neuausgabe klanglich so schlecht und übelst remastert wurde, dass mir nichts anderes übrig blieb, als mir die CD-Erstausgabe zu kaufen .. die ist OK ... so wie meine Supraphon-Doppel-LP damals.

    Positiv
    Absolut positiv ist das Remastering bei der Schostakowitsch - Sinfonien - GA mit Kondraschin (Melodiya/AULOS) gelungen. Das DSD-Verfahren der Koreaner haben für diese Aufnahmen von 1961 - ~1975 wahre Wunder bewirkt. Diese AULOS-CD´s klingen den CD-Erstausgaben und sowieso der alten Kratzware (LP´s) haushoch überlegen. Die Aufnahmen der 70er aus der CD-GA haben die Qualität von heutigen DDD-Aufnahmen !

    Schön dass du auch tolle Remasterings gefunden hast aber diese werden oft als "besser" empfunden weil sie auf Grund der Komprimierung den Eindruck erwecken, dass man alles besser hört und das Gefühl hat näher dran zu sein.
    Ohne Komprimierung geht mal nicht für die Heimanlage aber das was in den letzten Jahren meistens gemacht wurde ist des Guten zu viel und hat mit dem Liveerlebnis oft wenig zu tun.
    Gerade denen die oft ins Konzerthaus gehen müsste das am meisten auffallen.
    Ich muss aber gestehen dass ich meine Erfahrungen eher nicht aus der Klassik kommen aber auch hier gibt es diesen Trend.


    LG


    @: eine gut gemachte LP mit einem anständiger Plattenspieler, Arm und einem sauber justierten und nicht uraltem Tonabnehmer mit einer guten Phonovorstufe macht bezüglich Timing und Lebendigkeit viele CD Spieler platt - langjährige Erfahrung - wenn der Musikfluss passt stören auch ein paar wenige Staubkörner nicht. Das man top gepflegte und gewaschene Schallplatten verwendet sollte klar sein.
    Der PS Audio CD Spieler + Wandler war die erste Kombi die ich da wirklich mindestens so gut finde.
    Damit man sich das besser vorstellen kann was ich meine ein paar Bilder dazu:


    Plattenwaschmaschine:



    Plattenspieler Phonosophie P3 mit Naim Aro - eine Spaßmaschine


    Dynavector DV20x2 MC Tonabnehmer - sehr ausgeglichen mit gutem Preis Leistungsverhältnis


    Phonovorstufe Dynavector P75 - sehr, sehr gut fürs Geld - besonders mit den hauseigenen Tonabnehmern :thumbsup:


    Diese Analogkette wurde von mir nach vielen Hörsessions vor Jahren so zusammen gestellt und kann auch mit heutigen "Zeugs" bestens mithalten ... hör ja immer wieder verschiedene Setups da mein Kollege ein Hifigeschäft betreibt.


    Aber bei all diesen Sachen gilt: Die Quelle - sprich die Aufnahme selbst und der Transfer auf CD, LP, SACD, DVD, BD, Downloads usw. ist das Entscheidenste und das Hauptmenü - alles anderen Geräte danach das Dessert!


    Sorry ich schweife schon wieder vom Thema ab :untertauch: ... grundsätzlich ist eine Festplatte das beste Medium für die Musikspeicherung und Wiedergabe ... entscheidend ist das Umfeld des PC.
    - guter Softwareplayer und wenn möglich nicht USB sondern Netzwerk mit Netzwerkkarte im D/A Wandler zur Übertragung.
    Verlustfreie Musikfiles mit zB: FLAC aufwärts dürfen es schon sein - hochauflösende Musikformate mMn. überschätz und viel "Geldmacherei".
    Bei allen Softwareplayern ist die Überprüfung der eingestellten Parameter sehr wichtig da etwaige Fehleinstellungen das ganze sehr verfälschen können!
    (Equalizer, Bassanhebungen, Limiter bzw. automatische Lautstärkeregelungen usw.)


    Empfehlung - keep it simple!

  • Ob USB oder Ethernet ist immer eine Frage der technischen Umsetzung.


    Nimmt man eine PCIe USB Karte mit gutem Oszi und versorgt die Karte extern (geregeltes Linearnetzteil oder Akku) mit Strom, ist das eine gute Lösung.


    Ethernet (Netzwerkanschluss) punktet, wenn Dante (von audinate) die Steuerung dieser Verbindung übernimmt.


    Leider gibt es derzeit noch nicht allzuviel Auswahl an entsprechender Hardware.


    Der klassische Ethernetanschluss profitiert von einer Lichtwellenleiteranbindung, da hier durch die galvanische Trennung kein störender Potentialausgleich über die Signalkabel mehr stattfindet.

  • Hallo Karl,


    Dante wird ja hauptsächlich im Pro Bereich eingesetzt und wohl mit allem Drum und Dran nicht ganz "preiswert" sein.
    Darf ich Fragen woher du Dante genauer kennst da dies vielen hier kein Begriff sein dütfte?
    Bist du beruflich in diesem Bereich tätig?


    Merci und LG


    @: falls von Interesse noch technische Details zum PS Audio PWD+Bridge I - http://www.audiotuning.com/ima…e-Training--Pi-260411.PDF - (mit dem neuen DSD Wandler und der Bridge II habe ich mich nicht befasst weil schlicht und einfach zu teuer für mich)

  • Hallo Willi,


    bei einem privaten Treffen wurde Dante (Einschubkarte) mit dem Lynx Hilo vorgeführt, die Teilnehmer waren erstaunt, wie gut das plötzlich klang, kannten wir den Hilo mit USB Einschubkarte doch aus einem früheren Test.


    Ich selbst bin reiner Musik- und HiFi Liebhaber, beruflich ganz woanders angesiedelt.


    In nächster Zeit teste ich mal eine Dantekarte in einem PC Audionetzwerk, das bisher mit einem Linn Streamer arbeitete.


    Es grüßt


    Karl


  • Interessant ... bitte halte mich ein wenig auf dem laufenden wie sich das entwickelt ... Merci

  • Ich würde es zur Datensicherung machen - auch CDs unterliegen einer Alterung - je nach Lagerung natürlich unterschiedlich - entscheidend ist so wenig Sonne wie möglich denn die macht alles hin.


    Hallo WiKau,


    Danke für Deinen interessanten Beitrag. Aber für LP und Plattenwaschmaschine :feint: (das ICON gibts nicht mehr) wird mich heute im 21.Jhd keiner mehr begeistern oder überzeugen können.
    *** Eine SACD ist heute klanglich besser, als es bei einer LP je möglich gewesen ist. ***


    Zu Deinem Zitat oben:
    Meine ersten CD´s habe ich um 1980 gekauft. Die laufen auch heute noch wie am ersten Tag. Und wenn tatsächlich makl eine nicht mehr läuft, dann kaufe ich die eben neu.
    :!: Oder, was auch schon TOP gelungen ist: Ich habe eine defekt gewordene CD einfach damals mit meinem PLEXTOR-CD-Brenner, heute macht das jeder CD/DVD-Brenner, einfach neu als CD-R gebrannt und dann lief die CD als CD-R eben wieder !
    *** Das ist mir in den Jahren seit 1980 aber keine fünf mal passiert. Also bleibt die CD/SACD für mich ein sehr sicheres Medium über das ich mir keine Sorgen machen muss; geschweige denn auf FP zu kopieren. Natürlich werden CD´s nie der Sonne ausgesetzt - sie stehen in meinem geschlossenen CD-Schrank ... megasicher !

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Hm,


    toller Thread. :jubel:


    Er beantwortete bereits einige Fragen, welche sich in Monaten aufgestaut bzw. konkretisiert haben, auf dem Weg zur Integration meiner Hörwünsche bzw. -bedürfnisse an zwei ganz verschiedenen Komponentengruppen. Ich möchte mich umgehend wieder melden.


    Gruss und Danke
    D.