Kleine Opern - große Musik

  • Modest MUSSORGSKY: DIE HEIRAT


    Orchestriert von M. Ippolitov-Ivanov
    Wikipedia: "Die Oper handelt von der Heirat eines russischen Paares. Der eitle und charakterschwache Podkolesin wird von seinem energischen Freund Kočkarev mit Gewalt zur Heirat der anmutigen Fekla Ivanovna angetrieben. Die vierte Person ist Podkolesins Diener Stepan.
    Mussorgski wollte, dass die Menschen sich auf der Bühne genau wie gewöhnliche Menschen ausdrücken, so dass auch die Musik die unterschiedlichen Charaktere und Verhaltensweisen dieser vier Personen widerspiegeln sollte."
    Der von Mussorgsky angestrebte Realismus des Klangbilds, in dem die Musik die Sprachmelodie nachahmt, führt zu einem endlosen Parlando ohne rechte Melodiebögen. Ein leider entbehrliches Experiment, wie ich finde.


    Igor STRAVINSKY: OEDIPUS REX
    L´HISTOIRE DU SOLDAT
    Zu den beiden folgenden Werken muss nicht mehr viel gesagt werden, auch wenn man sich natürlich streiten kann, ob sie hierher gehören, da es ja eigentlich keine "richtigen" Opern sind. Hörenswert sind sie trotzdem. ;)



  • In einer Rezension heißt es: Eine vollkommen unhistorische, aber prachtvolle Darbietung! Glucks 'Cenesi' ist ein Einakter, in dessen Handlung Lisinga und ihre beiden Freundinnen Langeweile haben. Der junge Silango, der sie verbotener Weise besucht, hilft bei einem Schäferspiel aus: Lisinga spielt Andromache, Sivene und Silango sind Licoris und Tirsis. Alles gelingt vorzüglich, keiner ist schlechter als der andere, weshalb Silango zum guten Schluss auch ein gemeinsames Ballett vorschlägt.


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  • Der Kalif von Bagdad ist ebenfalls ein Einakter, Musik von François-Adrien Boieldieu, Text von Claude Godard d'Aucour (genannt de Saint-Just),der wohl in 'Tausendundeine Nacht' geblättert hat. Die Uraufführung war am 16.9.1800 in der Pariser Opéra Comique, die deutsche Erstaufführung schon 1801 in Hamburg, dann 1803 in Berlin. Erst 1939 folgte Königsberg. Seinerzeit war es, wie man liest, eine der erfolgreichsten Opern des Komponisten, wird aber heute kaum mehr gespielt. Das Sujet wurde aber immer wieder verwendet, so auch von Rossini (Adina ossia Il califfo di Bagdad, 1826). - Isaun, der Kalif (Tenor), verkleidet sich, um seine Geliebte Zetulbe (Sopran) auf die Probe zu stellen.


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  • La délivrance de Thésée (Der befreite Theseus) ist eine von den drei 'Minuten-Opern' Darius Milhauds (Text von H. Hoppenot, dt. von R. S. Hoffmann), die am 20.4.1928 in Wiesbaden uraufgeführt wurde. - Sie greift zurück auf die antike Sage von der von Theseus verlassenen Ariadne, welche die Geliebte des Bacchus wird.

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  • Puccinis "Il Trittico" wurde hier schon genannt, aber nicht die m.E. unschlagbare Aufnahme aus den späten 50er Jahren:

    mit u.a. Tito Gobbi und Victoria de los Angeles. Leider sind "Il Tabarro" und "Schwester Angelica" noch Mono-Produktionen, aber "Gianni Schicchi" mit dem unübertrefflichen Gobbi ist bereits eine Stereo-Aufnahme.


    LG, Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Dann mache ich mal weiter mit div. Opern von Donizetti.....


    (Il )Pigmalione


    .....eine Oper (Scena lirica) in einem Akt für Sopran und Tenor!
    Hier gekoppelt mit der Opera comica Rita, und div.Arien und Duetten von Opern deren Partitur verloren ist, nur eben diese Arien und Duette sind erhalten!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Rita



    Farce in einem Akt für Sopran, Tenor und Bariton
    Die erste Aufnahme mit K.Karnéus, B.Banks und Ch.Maltman ***** ist von 2014
    mit A.Scarabelli, P.Ballo und A.Corbelli **** die zweite von 1991
    Ein sehr hörenswertes Kleinod!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • La (Romanziera) Romanzesca e l'UomoNero



    Opera buffa in einem Akt. Für das kurze Stück viele Protagonisten ;) aber es sprüht auch vor Einfällen!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Ich möchte Mozarts unvollendet gebliebene 'Zaide', eine kleine, verweggenommene 'Entführung', hier noch anfügen, die ja mit etwa eineinviertel Stunden Aufführungsdauer noch in diesen Thread paßt. In der nebenstehenden Aufnahme singt Edith Mathis die Titelrolle, Peter Schreier ist der Gomatz, Ingvar Wixell Allazim, Werner Hollweg der Sultan Soliman und Reiner Süß singt den Osmin; als 'Vorsänger' ist noch Armin Ude dabei. Bernhard Klee leitet die Staatskapelle Berlin.
    Mozart hat die Oper ohne Auftrag 1779 begonnen, möglicherweise in der Hoffnung, am Wiener Hof Aufmerksamkeit zu finden, wo man dieses Genre schätzte. Der Text von Johann Andreas Schachtner beruht auf einem 1779 in Bozen gedruckten Stück von Franz Josef Sebastiani (1722-72), das von Joseph von Frieberth (1724-99 vertont wurde.
    Aus Mannheim und München war ihm die Form des deutschen Singspiels vertraut: die Secco-Rezitative sind durch Sprechtexte ersetzt, anstelle der Accompagnati stehen Melodramen. Mozart hat die Arbeit 1780 abgebrochen, weil eine Aufführung des Werkes nicht in Aussicht stand. Komponiert waren 15 Musiknummern, das Ende (in Sebastianis Stück entpuppen sich Zaide und Gomatz als Geschwister, Allazim als ihr Vater) blieb offen.
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  • Es gibt wirklich viele "kleine Opern", auch von den Großen des Metiers: Hier nenne ich Christoph Willibald Glucks Einakter "Merlins Insel oder Die verkehrte Welt", dessen Libretto Louis Anseaume nach einem Vaudeville von Lesage und d'Orneval (1718), Uraufführung: 3.10.1758 Wien, verfasste. Durch die Verbindung Durazzos mit Favart gelangten die neuesten französischen Spielopern nach Wien, wo sie Gluck bearbeitete und mit neuer Musik versah. Diese Oper beschreibt eine verkehrte Welt auf der Insel des Zauberers Merlin. Eine Aufnahme dieser Oper gibt es nicht. Der Bärenreiter-Verlag hat dieses Werk sowohl in Partitur als auch im Klavierauszug veröffentlicht (die Partitur wird beim Werbepartner Amazon für 153 Euronen angeboten, der KA ist naturalmente billiger), bei Youtube gibt es folgenden Clip:


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  • Auch Nichtraucher könnten hier ihren musikalischen Spaß bekommen: L'inganno felice (Der geglückte Betrug), eine einaktige »farsa« von Rossini; den
    Text verfasste Giuseppe Maria Foppa nach Palombas Libretto zu Paisiellos gleichnamiger Oper von 1798. Die Uraufführung war am 8.1.1812 in Venedig, 1818 folgte Frankfurt a.M., 1823 kam Wien hinzu. Erst 1952 neue Aufführungen in Rom, 1968 Buenos Aires, 1980 und 1994 Pesaro. - Inhalt: Graf Bertrando (Tenor) findet nach 10 Jahren seine totgeglaubte Frau Isabella (Sopran) wieder. Sie, die er für treulos gehalten hatte, lehnte damals Ormondos (Bass) Annäherungsversuche ab und wurde deshalb von diesem auf einem Boot ausgesetzt. Tarabotto (Bass) rettete sie und behielt sie als seine Nichte bei sich.


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  • Als ich die Beiträge durchgesehen hatte, fand ich bestätigt, dass dieses Öperchen noch fehlte - und sie ist doch ebenso nennenswert wie jene bereits von nemorino eingestellte "Cavalleria". Übrigens ist die hier benutzte Verniedlichungsform von Oper nur als Hinweis auf die kurze Spieldauer verwandt worden - damit keine Missverständnisse aufkommen. Im übrigen habe ich die nebenstehende Aufnahme extra für Freund 'La Roche' ausgesucht...


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  • Das ist eine Aufnahme von Darius Milhauds "Le pauvre matelot" (Der arme Matrose), Klagelied in 3 Bildern, Text von Jean Cocteau. Uraufführung: 12.12.1927 Paris, Opéra Comique (Salle Favart). In der nebenstehenden Aufnahme wirkten Catherine Dubosc, Christian Papis, Jean-Francois Gardeil, Jacques Bona und das Trio Altert Roussel mit. Zwischen 1917 und 1923 entstanden, beginnend mit "Les malheurs d'Orphée", eine Reihe von Kammeropern, die sich durch kurze Spieldauer, kleines Ensemble und kleines Orchester auszeichnen. Basierend auf einer wahren Begebenheit verfasste Cocteau den Text zu "Le pauvre matelot" in bewusster Anlehnung an Seefahrerlegenden sowie an Motiven aus Alfred Lord Tennysons populärer Verserzählung "Enoch Arden").


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  • Zu "Bajazzo": Das liegt wohl daran, dass "Dr. Pingel" nach Einaktern gefragt hatte, während "Bajazzo" eine zweiaktige Oper ist.


    Wollte ich schon nennen und habe es dann aus besagtem Grund nicht getan.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Dass der Dottore speziell Einakter genannt hatte, war mir - o heiliege Einfalt! - entfallen. Andererseits sehe ich das nicht ganz so eng und weiß, dass sich die Pingeligkeit meines Ortsnachbarn in diesen Dingen in Grenzen hält. Es gibt aber tatsächlich bei ihm Dinge, Musiken beispielsweise, da wird er in der Beurteilung sehr, sehr pingelig...


    :hello:

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  • Garantiert nicht mehr als ein Akt:



    Eher sogar ein bischen weniger! Aber sehr hörenswert!


    Ein echtes Highlight ist das Duett Raphaelo-Fornaria mit dem eingeschlossenen Lied des Straßensängers.
    Das kann man von etlichen Tenören auch separat hören!
    Zuletzt hat es wohl Piotr Beczala in einem seiner Alben aufgenommen:
    https://www.youtube.com/watch?v=DmobG28L3HA


    Ist ja auch hit-verdächtig! Trotzdem merkwürdig unbekannt!


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Dass der Dottore speziell Einakter genannt hatte, war mir - o heiliege Einfalt! - entfallen. Andererseits sehe ich das nicht ganz so eng und weiß, dass sich die Pingeligkeit meines Ortsnachbarn in diesen Dingen in Grenzen hält. Es gibt aber tatsächlich bei ihm Dinge, Musiken beispielsweise, da wird er in der Beurteilung sehr, sehr pingelig...


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    In der Tat - so ist es. Ich bin übrigens erstaunt, wieviele solcher Werke es gibt!

    Ihr da OHM macht, WATT ihr VOLT! (26.9.: Wahl)

  • Der Komponist Ermanno Wolf-Ferrari nennt das Werk nur „Intermezzo“ aber vielleicht geht es hier doch als Einakter durch??? :whistling:


    Susannas Geheimnis


    Il Segreto di Susanna


    Ich erinnere mich an eine köstliche Aufführung mit Evelyn Lear und Thomas Stewart!
    Ich kann hier am Smartphone keine Coverbilder oder Videos einstellen. Ich weiß auch nicht ob Lear und Stewart das Werk aufgenommen haben.


    Auf jeden Fall gibt es eine CD mit Renata Scotto und Renato Bruson.
    Auch eine Aufnahme von Maria Chiara und Bernd Weikl ist wohl am Markt. Beide in der italienischen Originalsprache.


    Ein Video mit Antonacci:




    http://youtu.be/h-5nT9y-uY4


    Hab ich es jetzt doch geschafft? Dann kann ich mich ja für heute verabschieden.



    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Auch eine Aufnahme von Maria Chiara und Bernd Weikl ist wohl am Markt. Beide in der italienischen Originalsprache.

    Ob italienisch wirklich die "Originalsprache" ist, darüber kann man sich streiten, schließlich fand die Uraufführung dieser Oper 1909 am Münchner Hoftheater in deutscher Sprache statt.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Ob italienisch wirklich die "Originalsprache" ist, darüber kann man sich streiten, schließlich fand die Uraufführung dieser Oper 1909 am Münchner Hoftheater in deutscher Sprache statt.


    Schwierige Frage, lieber Stimmenliebhaber, schwierige Frage!
    Das Libretto stammt von Enrico Golisciani nach einer Farsa von Amilcare Belotti. Die deutsche Übersetzung von Max Kalbeck wurde für die Uraufführung in München erstellt. Da würde ich eigentlich sagen, dass die Originalsprache italienisch ist. Du hast freilich recht: die Uraufführungssprache war deutsch!


    Aber für schwierige Fragen gibt es ja einen eigenen Thread "Frag nach bei Sixtus!"


    Frag doch da mal nach!


    Liebe Grüße
    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

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  • Von Bohuslav Martinu gibt es nicht nur die hinreißende "Juliette", sondern auch drei Einakter die erstaunlicherweise meist nur von Studenten an Musikhochschulen aufgeführt werden, es aber verdient hätten, einem größeren Publikum vorgestellt zu werden:


    "Tränen des Messers"


    "Komödie auf der Brücke"


    "Zweimal Alexander".


    2015 hat die Oper Frankfurt die drei Werke im Bockenheimer Depot in einer hörens- und sehenswerten Produktion aufgeführt!


    Bei Youtube gibt es einen sehr informativen Kurzfilm über eine Produktion von "Komödie auf der Brücke" mit dem internationalen Opernstudio der Staatsoper Hamburg von 2011.


    https://www.youtube.com/watch?v=mvqb8X0yk2g


    "Zweimal Alexander" gibt es in einer tschechischen Produktion, die echt lohnt!


    https://www.youtube.com/watch?v=MpdzVARG5QQ


    "Tränen des Messers" scheint es nicht zu geben!
    Was man findet, wenn man den Titel bei Youtube eingibt, ist schon abenteuerlich!


    Die drei Einakter wären ja vielleicht Tipp für Cornelius Meister?


    Ich wollte eigentlich noch Hindemiths Einakter-Triptychon "Mörder, Hoffnung der Frauen", "Das Nusch-Nuschi" und "Sancta Susanna" vorstellen, aber jetzt habe ich zu viel Zeit gebraucht, um Martinu zu finden und zu hören!


    Eigentlich nehme ich auch an, dass sie auch längst vorgestellt wurden.
    Ansonsten lasse ich Hindemith einfach Amfortas! Ist ja eigentlich sein Royaume!


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • Wenn ich es richtig verfolgt habe, sind diese beiden Einakter hier noch nicht erwähnt worden. Da die Aufführungsdauer bei ca. eineinhalb Stunden liegt, werden immer zwei CDs benötigt. Und genau diese Kürze gefällt mir, der diesen Strauss nicht so sehr liebt, wie den anderen, der mit dem "ß"- Wenn schon Richard, dann Wagner, wenn schon Strauss, dann Johann (ein schönes Bonmot, wenngleich der erste Teil auf mich wiederum nicht in seiner Bestimmtheit zutrifft). Zur Musik der beiden hier vorgestellten Werke kann ich aber sagen, dass sie bei mir wie Oil heruntergeht...


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  • In dieser Doppel-CD-Ausgabe ist neben Strawinskis "Nachtigall" auch der Einakter "Mavra" enthalten. Das Werk entstand nach Puschkins "Das kleine Haus in Kolomna" und ist dem Dichter, aber auch Glinka und Tschaikowski gewidmet. Die Uraufführung fand am 3. Juni 1922 in Paris unter der Leitung von Grzegorz Fitelberg (zusammen mit Strawinskys "Renard") statt. Zum Inhalt: Parascha (Sopran), die für ihre Mutter (Mezzosopran) einen Koch suchen soll, verpflichtet dazu ihren Geliebten, den Husaren Wassilij (Tenor), der sich, als Mädchen verkleidet, Mavra nennt. Als er beim Rasieren erwischt wird und der Schwindel auffliegt, ergreift er die Flucht.


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  • Schoecks Einakter "Penthesilea" nach dem Drama von Heinrich von Kleist von 1808, wurde 1927 in Dresden uraufgeführt. Im Kampf zwischen Griechen und Amazonen verliebt sich Achilles (Bariton) in Penthesilea (Mezzosopran), die seine Gefühle erwidert, und die er glauben lässt, dass die Niederlage der Amazonen nur ein Traum war. Als der Kampf erneut entbrennt, fordert Achilles Penthesilea heraus, wird aber von ihr getötet. Als Penthesilea bemerkt, dass Achilles waffenlos war, folgt sie ihm in den Tod.


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  • In völlig anderem Zusammenhang bin ich hierüber gestolpert und frage mich, ob es hierher passt:




    auch nur ein Akt, aber offenbar etwas ausführlicher:


    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)


  • Henzes Einakter ist in diesem Thread mit Sicherheit noch nicht genannt worden, also hole ich die Nennung nach, vermag aber nur die Studienpartitur anzuzeigen, denn eine Aufnahme gibt es nicht.


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  • Volo di notte (Nachtflug). Einakter von Luigi Dallapiccola. Text vom Komponisten nach Antoine de Saint-Exupérys Roman "Vol de nuit" (1931). Uraufführung am 18.5. 1940 in Florenz, Teatro della Pergola.


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  • The Perfect Fool, einaktige Oper von Gustav Holst, Text vom Komponisten, Uraufführung am 14.Mai 1923 London unter Goossens - ich konnte mit meinen bescheidenen Mitteln nicht eruieren, welcher "Goossens gemeint ist: Eugène Goossens-Vater kommt nicht in Betracht, er starb vor der Uraufführung; der gleichnamige Sohn könnte es, ebenso auch der Enkel (Sir Eugène Aynsley Goossens), gewesen sein. Auch konnte ich keine Einspielung dieses Öperchens finden, lediglich die Ballettmusik ist von einigen Labels aufgenommen worden. Der Inhalt des Stücks: Eine Prinzessin (Sopran) wird von einem Verdi-Troubadour (Tenor) und einem Wagner-Wanderer (Bass) umworben, schenkt ihr Herz aber einem - Narren. Holsts Werk soll in England mal Kultcharakter besessen haben...


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