Interpretationsvergleiche Klavier - Diskussionsforum

  • In Kürze stelle ich meinen ersten ersten Kolumnenartikel ein zum Thema - Gegenstand des Interpretationsvergleichs (mit einführenden Überlegungen) ist Franz Liszts Ungarische Rhapsodie Nr. 2. Danach kommen dann mehrere Artikel zu Franz Schubert Sonate B-Dur D 960. Die Artikel stelle ich nicht zuletzt wegen der Länge und der leichten Abrufbarkeit - sie verlieren sich so nicht, wenn der Thread wächst - als Kolumnenartikel ein. Die Kolumnenbeiträge werden dann mit diesem Diskussionsthread hier verlinkt.


    Schöne Grüße

    Holger

  • Wozu Interpretarionsvergleiche? (I) Antworten auf die Frage am Beispiel von Franz Liszts Ungarischer Rhapsodie Nr. 2


    Zu den Musikbeispielen - die CDs:


    Mit Brigitte Fassbaender habe ich nicht die bei Youtbe eingestellte Aufnahme mit Irwin Gage von Die drei Zigeuner, sondern die mit Jean-Yives Thibaudet - besonders bei diesem Lied ist sie dank Thibaudets Virtuosität ganz hervorragend:


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    Horowitz:


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    Cziffra:


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    Cortot:


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    Ginsburg:


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    Später kommen die Youtube-Links! :)


    Schöne Grüße

    Holger


  • Als bezahlbare Einzelausgaben bekommt man von Cziffra die 1956iger Aufnahme der Ungarischen Rhapsodien komplett, von der späteren 1972-75 (mit der 2.) nur eine Auswahl:


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    Auf LP gibt es die Aufnahmen wohl auch noch! :)


    Schöne Grüße

    Holger

  • Werter Dr.Kaletha, hier einige Verlinkungen.....


    51%2BOfguGe9L._SX300_QL70_.jpgKlick das ist die LP

    513CBYU6hsL._SX300_.jpgKlick

    41BflF2D8UL._SY300_QL70_.jpgKlick

    51q2jNOZijL._SY300_QL70_.jpgKlick

    ....mit den besten Grüßen

    Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • ....mit den besten Grüßen

    ... die gebe ich gerne zurück mit bestem Dank, lieber Fiesco! Das ist wirklich irre! Vorhin habe ich noch bei der Cziffra-Box geschaut, sie kostete 500 Euro. Jetzt sind es schon 1791 Euro - also mehr als der dreifache Preis! Was mein Artikel doch bewirkt an der CD-Börse! Ich sollte Zinsen verlangen! :D


    Die drei Interpretationen, die ich auch bespreche, die es nur als Youtube-Video gibt:




    Und zum Schluss das Grauen 8| :



    Schöne Grüße

    Holger

  • Außer JLang, der schon seit langem nicht mehr schreibt in Tamino (wo ist er nur abgeblieben?), scheint sich ja Niemand für Liszt zu interessieren.


    Ich werde nachher mal schauen, wieviele Dokumente es von Cortot gibt und mir das anhören, und dann natürlich etwas zu Alfred Brendel sagen und auch Grigory Ginsburg. Der Sinn einer intensiveren Beschäftigung mit einem Werk im Zusammenhang mit einem Interpretationsvergleich ist ja nicht, festzulegen, was absolut richtig ist, sondern zu sehen, wo die grundlegenden Interpretationsprobleme liegen, auf die der Interpret eine Antwort finden muss, denen er also unmöglich ausweichen kann, egal, wie er damit letztlich umgeht. Es gibt natürlich auch kapitale Fehlinterpretationen, wo man sagen kann und muss: So geht es nicht - wie bei Lang Lang, weil er vollkommen naiv sich schlicht solche Interpretationsfragen nicht gestellt hat. In der Regel sind die Lösungen aber die von mehr oder weniger annehmbaren, überzeugenden und weniger überzeugenden. Sonst brauchte man ja auch nicht zu diskutieren, sondern könnte wie in dieser Fernsehsendung mit den Buchbesprechungen das Eine in den Müll schmeißen und das Andere auf den Stapel legen. :D


    :)


    Schöne Grüße

    Holger

  • Außer JLang, der schon seit langem nicht mehr schreibt in Tamino (wo ist er nur abgeblieben?), scheint sich ja Niemand für Liszt zu interessieren.

    Oh doch, nur interessiere ich mich mehr für die "Harmonies poétiques et religeuses". Den virtuosen, aber auch ein wenig leerlaufenden "Ungarischen Rhapsodien" kann ich nichts nichts abgewinnen... Aber ich werde es gerne noch einmal versuchen.


    Viele Grüße

    Christian

  • Lieber Holger,


    ich habe die 2. Ungarische Rhapsodie mit:


    Alfred Cortot (eigene Kadenz)

    Arcadi Volodos

    Josef Bulva (2x)

    Marc-André Hamelin (eigene Kadenz)


    Jeder dieser Interpretationen hat ihren eigenen Reiz. Ganz oben steht für mich Marc-André Hamelin mit seiner vertrackten aberwitzigen Kadenz, welche das Werk gelungen modernisiert.


    LG Siamak

  • Und ich, lieber Holger, warte auf Deinen Verriß von Lisitsa und KB, um dazu dann meine völlig unmaßgebliche, wenn auch absolut zutreffende Meinung kundzutun.

  • Vorhin habe ich noch bei der Cziffra-Box geschaut, sie kostete 500 Euro. Jetzt sind es schon 1791 Euro - also mehr als der dreifache Preis! Was mein Artikel doch bewirkt an der CD-Börse! Ich sollte Zinsen verlangen! :D

    mhhhh... Preis verlangen ist das eine, den dann auch bezahlen, das andere. Ich wäre hier wohl ziemlich anders....

  • Oh doch, nur interessiere ich mich mehr für die "Harmonies poétiques et religeuses". Den virtuosen, aber auch ein wenig leerlaufenden "Ungarischen Rhapsodien" kann ich nichts nichts abgewinnen... Aber ich werde es gerne noch einmal versuchen.

    Du meinst, lieber Christian, "Funerailles" und "La benediction de dieu dans la solitüde" - letzteres ist eins meiner absoluten Lieblingsstücke, "Funerailles" ist natürlich hoch bedeutend, wirklich eine "Symphonische Dichtung" für Klavier und ebenfalls eines der von mir am höchsten geschätzten Liszt-Stücke, besoders, wenn man es so expressionistisch und tiefschürfend spielt wie Lazar Berman (im Konzert). Natürlich sind die auch bei mir immer höher im Kurs gewesen als die "Ungarischen Rhapsodien". Ich habe aber gerade deshalb mit der Ungarischen Rhapsodie Nr. 2 angefangen, weil man hier den Sinn von Interpretationsvergleichen nachvollziehen kann: Wie man das Stück wahrnimmt und auch Liszt selbst, hängt sehr wesentlich von den Interpreten ab! Alfred Brendel hat 1968 einen kurzen Text geschrieben Liszts Ungarische Rhapsodien, wo er schreibt, die Interpreten hätten gerade an den Ungarischen Rhapsodien etwas gut zu machen. Ich zitiere nachher daraus mal!

    ich habe die 2. Ungarische Rhapsodie mit:


    Alfred Cortot (eigene Kadenz)

    Arcadi Volodos

    Josef Bulva (2x)

    Marc-André Hamelin (eigene Kadenz)

    Lieber Acon,


    Volodos hatte ich doch tatsächlich vergessen (weil im Kopf mit anderem Liszt abgespeichert)! Natürlich habe ich die Aufnahme auch! :) Hamelin kenne ich leider nur vom Youtube-Video - die Kadenz ist wirklich unglaublich! Bulva dagegen habe ich leider gar nicht! Die Aufnahme von Grigory Ginsburg hat mir auch immer sehr gut gefallen - ich muss das alles nochmals hören!

    Und ich, lieber Holger, warte auf Deinen Verriß von Lisitsa und KB, um dazu dann meine völlig unmaßgebliche, wenn auch absolut zutreffende Meinung kundzutun.

    Wenn Du meinen Kolumnentext liest, wirst Du sehen, dass ich Katia Buniatishvili nicht verrissen habe. Den Lassan finde ich sehr schön gespielt - da orientiert sie sich an Cziffra. Bei ihrer Einleitung habe ich kritisiert, dass sie die Idiomatik nicht trifft und die Friska ist mir zu monoton theatralisch in Richtung Horowitz gespielt. Interessant wird es, wenn man Arcadi Volodos zum Vergleich heranzieht, weil auch er sich an Horowitz orientiert. Bei Valentina Lisitsa habe ich lediglich angemerkt, dass sie die Idiomatik des Lassan nicht genau trifft, indem sie das Ganze etwas vitalisiert. Das Problem gibt es aber bei den meisten Interpretationen. Ansonsten spielt sie das Stück sehr poetisch. Alle (auch KB) kann man sehr gut hören - die einzige Aufnahme, die ich wirklich verrissen habe, ist Lang Lang.


    Schöne Grüße

    Holger

  • Du meinst, lieber Christian, "Funerailles" und "La benediction de dieu dans la solitüde"

    Der Zyklus umfasst insgesamt 10 Stücke. INVOCATION ist für mich eins seiner schönsten Werke überhaupt. "Pensée des Morts" ist auch großartig.

    Siehe beispielsweise hier:



    Viele Grüße

    Christian

  • Ein schönes Thema, sehr gut eingeleitet. Eins vorweg: es gibt hier Sammler von Interpretationen und Sammler von Musik. Ich verstehe z.B. nie so recht, wie man 50 Gesamtaufnahmen von Beethoven-Sinfonien haben kann oder 100x die 2. von Mahler. Aber richtig kümmert es mich nicht, denn das muss ja jeder selber wissen.

    Ich habe von Anfang Referenz-Aufnahmen gesammelt, mit ziemlich vielen Irrtümern. Die haben sich reduziert, seit ich hier im Forum mich beraten lassen kann. Manchmal mache ich einfach Schluss, weil ich die gütigen Aufnahmen alle habe. Das ist z.B. beim "Orfeo" von Monteverdi so, obwohl da jetzt die aufregende neue Aufnahme von Gardiner dazugekommen ist.

    Ein konkretes Beispiel möchte ich (jetzt ohne Link) beisteuern. Eine meiner absoluten Lieblingsopern ist Cavallis "La Calisto". Die Referenz ist die CD-Box von René Jacobs. Danach habe ich mir die DVD zugelegt, in einer Inszenierung von Wernicke. Die spielt auf 3 Ebenen und ist sehr turbulent. Allerdings waren die sängerischen Leistungen, mit der Ausnahme von Maria Bayo, deutlich schwächer als auf der CD. Die Bonus- Abteilung (Making of) lieferte die Lösung. Wernicke hatte die Oper in 3 Stockwerken spielen lassen: Unterwelt, Welt, Himmel. Sehr schlüssig, aber die Folgen: die ganze Truppe hetzte zwischen den Ebenen hin und her, was den Gesang wegen Kurzatmigkeit schwer beeinträchtigte. Vor allem der grandiose Bass Marcello Lippi, der eine schwere Partie hat (er muss u.a. im Falsett singen, mit Koloraturen), beschwerte sich vorsichtig, dass die notwendige Standsicherheit für das Singen nicht immer gegeben war. Hier muss man auch dem Dirigenten einen Vorwurf machen, denn der Schutz der Sänger ist eine seiner Hauptaufgaben. Die Inszenierung war übrigens ausgezeichnet, phantasievoll und stimmig. Aber auf Kosten der Musik sollte das nicht gehen.

    Ansonsten muss ich sagen, dass ich mich bei Klaviermusik und Sinfonien ganz hier auf die Experten verlasse, z.T. auch bei Opern (besonders bei der Regimentstochter und der Lucia :untertauch:). Bei alter Musik und bei Chormusik brauche ich das nicht, vor allem, wo ich sehr viele Chormusik selber gesungen habe. Das ist eine gute Schule.

    Dürfen Vegetarier/Veganer eigentlich Hunde und Katzen halten?

  • Der Zyklus umfasst insgesamt 10 Stücke. INVOCATION ist für mich eins seiner schönsten Werke überhaupt. "Pensée des Morts" ist auch großartig.

    Siehe beispielsweise hier:

    Lieber Christian,


    den Zyklus habe ich von Brendel - "Pensée des Morts" als Einzelaufnahme von Svjatoslav Richter, das ist natürlich unglaublich! Den Zyklus gilt es auch wiederzuentdecken. "Invocation" höre ich mir gleich mal an! :)

    Ein schönes Thema, sehr gut eingeleitet. Eins vorweg: es gibt hier Sammler von Interpretationen und Sammler von Musik. Ich verstehe z.B. nie so recht, wie man 50 Gesamtaufnahmen von Beethoven-Sinfonien haben kann oder 100x die 2. von Mahler. Aber richtig kümmert es mich nicht, denn das muss ja jeder selber wissen.

    Ich habe von Anfang Referenz-Aufnahmen gesammelt, mit ziemlich vielen Irrtümern. Die haben sich reduziert, seit ich hier im Forum mich beraten lassen kann. Manchmal mache ich einfach Schluss, weil ich die gütigen Aufnahmen alle habe.

    Danke, lieber Dr. Pingel, es freut mich, dass es Dich anspricht! Ich bin auch nicht der Typ, der diese Mammutboxen "der kompette Mozart" etc. haben will. Bei Interpreten mag ich die Sammelboxen schon (nur bei denen, die mich freilich wirklich interessieren), weil nur so kommt man an gewissene vergriffene oder schwer erhältliche Aufnahmen. Und die Bremse der Sammelleidenschaft ist die Ehefrau, die sagt: Wenn die Wände voll sind, sind sie voll! :D Um so mehr CDs ich habe, umso wählerischer werde ich! Wenn Du selber einen Interpretationsvergleich machen willst - bitte! Das würde mich sehr freuen! Dazu ist dieser Thread da. Zu Orchester würde ich dann aber einen eigenen aufmachen, denn hier ist die Rubrik Klavier! :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

  • Alfred Brendel: Liszts Ungarische Rhapsodien (1968)


    (aus: „Über Musik“, Pieper 2007 S. 340-343)


    „Es sind vor allem zwei Wege, die dem modernen Hörer den Zugang zu Liszt, oder zumindest zu Teilen seiner Persönlichkeit, erleichtern. Der eine kommt von der neuen Musik (...) Der zweite Weg führt zur poetisch-religiösen Romantik Liszts und verleitet dazu, den Franziskaner zugunsten des Zigeuners zu bevorzugen.


    Das bringt uns zu den Ungarischen Rhapsodien. An ihnen ist vielleicht am meisten wiedergutzumachen. Man muß sie nach zwei Seiten verteidigen: einmal gegen die Musiker seriöser Art, welche die Rhapsodien als Zirkusmusik geringschätzen, zum anderen gegen die Maniker des Klavierspiels, die sie als Zirkusmusik mißbrauchen. Man muß drittens auch gegen die Erinnerung an Kurorchester und Kaffeehauspianisten ankämpfen: Wo ist das Meisterwerk, das einem Salonpianisten standhält? Gerade die Rhapsodien leben vom improvisatorischen Geist und Feuer des Interpreten, sind Wachs in seiner Hand wie wenige Stücke sonst.


    (...)


    Liszts Ungarische Rhapsodien gehören also, strenggenommen, zu seinen Paraphrasen. Wie Brahms in den Ungarischen Tänzen verwendet Liszt Melodien der >städtischen< Volksmusik; sie haben, jenseits der großartigen bäuerlichen Volklore Ungarns, ihren frischen Reiz bewahrt. Was ihre Verarbeitung durch Liszt betrifft, so zitiere ich Bartók, der zwar das verwendete Material nicht mochte, aber zugeben mußte, >daß die Rhapsodien, insbesondere die ungarischen, vollendete Schöpfungen eigener Art sind. Das Material, das Liszt in ihnen benutzt, könnte nicht mit genialerer Schönheit behandelt werden.< Diese Behandlung ergreift Besitz von den Prinzipien des Zigeunerstils und steigert sie ins Ungemessene: Das Freischweifende, Romantisch-Exaltierte, seltsam Modulierende, Sprunghaft-Abrupte, metrische Bindungen Verleugnende mußte in Liszts Natur Gefühle der Wahlverwandtschaft erwecken. Eine Vielfalt brennender, düster-glühender und zart-schmelzender Klang- und Gefühlsfarben ist an den Ungarischen Rhapsodien wiederzuentdecken, neben Eigenschaften, die das Publikum der Jahrhundertwende wohl kaum goutiert, ja vielleicht nicht einmal bemerkt hat: den mephistophelischen Witz, die Lust am Grotesken, die Bereitschaft zur Ironie, die den eigenen Taumel verspottet.“

  • So ein Interpretationsvergleich macht richtig Freude, wenn man nur absolut herausragende Aufnahmen zu besprechen hat. Und das ist heute der Fall!




    Arcadi Volodos wählt Horowitz´ Bearbeitung, und folgt Horowitz sehr genau, auch was seinen Vortrag angeht. So übernimmt er etwa Horowitz´ dynamische Gestaltung der Einleitung, macht also gegen Liszts Vorschrift ein crescendo im Übergang zum Lassan-Teil, nimmt die wuchtige Begleitung aber sogleich bei der Wiederholung in der Art von Cziffra ins mp zurück. Aber was bei Volodos herauskommt, ist wahrlich kein Horowitz Plagiat! Volodos macht aus Horowitz´ Virtuosenspektakel einen ästhetischen Genuss und verwandelt dessen Übertreibungen in hochpoetische Natürlichkeit, was eigentlich eine Quadratur des Kreises zu sein scheint, so, als sei er die Synthese von Feuer und Wasser unter den großen Klaviertitanen und Antipoden: Vladimir Horowitz und Artur Rubinstein. Das Stück klingt bei Volodos wie aus einem Guss – die Horowitz-Exzentrizitäten an der Grenze zum schlechten Geschmack sind in seinem absolut organischen Vortrag verschwunden. Pianistisch ist das eine olympische Leistung in jeder Hinsicht, vom Klangästhetischen her und von der Beherrschung des Instruments in den absoluten Extremen: Wie Volodos das immense dynamische Spektrum von pp zu fff ausspielt, ohne dass der Flügel jemals hässlich hart klingt, sondern voll und saftig, das ist absolut einmalig und unverwechselbarer Volodos! So hat diese skurrile Horowitz-Bearbeitung Bestand – auch wenn das Liszt-Stück auf diese Art gespielt natürlich nicht eigentlich ungarisch-idiomatisch, also vor allem kein Tanz-Stück mehr ist, aber eben eine durch Volodos zum Rein-Poetischen geläuterte höchstvirtuose Liszt-Bearbeitung. Einzigartig!


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    Alfred Cortot


    Aufnahmen (EMI Anniversary-Box):

    28.1.1920 (CD 1) (nur der Lassan)
    1.3.1923 (CD 2)
    27., 28.12.1926 (CD 4)
    Tokyo 1. u. 3.12.1952 (CD 25)


    Für mich sind die verschiedenen Aufnahmen von Cortot maßstabsetzend, stellen den Gipfel dar, was die Interpretationskunst in Einheit mit virtuoser Souveränität in Sachen Ungarische Rhapsodie Nr. 2 darstellt. 1920 hat Alfred Cortot nur die Einleitung und den Lassan aufgenommen. Die Friska fehlt. Schon dieses Fragment ist beeindruckend! Cortot nimmt die Einleitung in einem Sostenuto-Ton, die akzentuierten Akkorde dabei mit dem nötigen Trotz, aber jedoch (die Vorschlagsakkorde) zum Teil arpeggiert, was man heute sicher nicht mehr so spielen würde. Auch das Mittel der Bassoktavierung (im Lassan) scheut Cortot nicht. Ein Wunder in dieser ersten Aufnahme ist das Lassan-Thema, das Cortot scherzando rhythmisierend spielt aber zugleich mit der Schwere eines Trauermarsches: ein Tanz im Marschgang wie der Trauermarsch der 5. Symphonie von Gustav Mahler, ein Satz, der bei Mahler überschrieben ist mit: „In gemessenem Schritt, streng, wie ein Kondukt“. Das passt, bis auf das „streng“. Genau diese Strenge hat Cortots genialische Intuition mit der Freizügigkeit tänzerischer Rhythmisierung gekonnt ausgetrieben, weil sie mit einem Zigeuner-Czárdás unvereinbar ist. Man darf bei Alfred Cortot annehmen, dass er Franz Liszts Schrift über die Zigeuner gelesen hat. Dort steht über den Lassan:


    „Das in sehr langsamem Tempo gehende Stück heißt Lassan (lassù, lassan) nach einem Worte welches Langsamkeit bedeutet und lässt sich durch „Maestoso“, „Dolente“, „Pomposo“ bezeichnen. Hierher gehören die feierlichen, nationalen Märsche.“


    Das pesante interpretiert Cortot im Sinne des „Pomposo“ der „feierlichen, nationalen Märsche“ – besser kann man die Idiomatik hier, Liszt beim Wort nehmend, eigentlich nicht treffen, ein feierliches Marschieren, das zugleich die tänzerische Rubato-Freiheit des Zigeuners wahrt. Es dominiert ein schmerzvoller Ton – wie es sich für den Lassan gehört. Hervorzuheben in Bezug auf Cortots Pianistik der 20iger Jahre ist eine eindrucksvolle virtuose Leichtigkeit und Mühelosigkeit, mit der er sämtliche technischen Höchstschwierigkeiten bewältigt. Die kadenzartigen rasenden Läufe kommen wie Leuchtraketen, ungemein brillant. Und auch in der Friska packt Cortot zu – Virtuosität mit müheloser Leichtigkeit aus dem Handgelenk geschüttelt von der elegantesten Art, immer rhythmisch, präzise, nie dick und aufdringlich. Das ist die höchste Schule von Klaviertechnik!


    In der erstmals kompletten 1923iger Aufnahme wirkt die Einleitung noch intensiver, getragener. Dafür bekommt das Lassan-Thema eine an Chopin erinnernde Eleganz und Leichtigkeit – da finde ich, dass er die Idiomatik 1920 (und dann wieder 1926) besser getroffen hat. Aber auch hier hat der Lassan den erforderlichen traurigen Ton. Die Friska ist ein Hochgenuss zu hören – so unglaublich leicht und zart, mit eleganter Virtuosität gespielt: das ist Anti-Horowitz, eine Apotheose des Poetisch-Tänzerischen. Cortot spielt – wohl eine eigene – ausladende Kadenz, hoch brillant und sehr farbenreich. Eindrucksvoll ist gar kein Ausdruck!


    1926 trägt Cortot die Einleitung noch einmal etwas wuchtiger, gertragener vor. Vor allem aber nimmt er das Lassan-Thema wieder ähnlich der 1920iger Aufnahme feierlich marschierend wie bei einem Kondukt. Beeindruckend auch, wenn er zu Beginn der Friska die Marschcharaktere aus dem Lassan nachklingen lässt. Idiomatisch richtiger, poetischer und virtuos-müheloser kann man das nicht spielen – nur die charakteristischen Friska-Beschleunigungen vermag nur George Cziffra so vorzuführen, wie sie sein sollen. Insgesamt ist der Anschlag 1926 vielleicht eine Spur irdischer und kräftiger als die dämonische Leichtigkeit in der 1923iger Einspielung. Angesicht von Corots Höhenflügen fragt man sich: Wer sonst spielt die Ungarische Rhapsodie Nr. 2 so geistvoll, so tiefgründig? Alfred Cortot setzt gerade bei diesem Stück bis heute die Maßstäbe – alle jungen Pianisten sollten seine Aufnahmen hören, zur Schulung des Geschmacks!


    Aus Tokyo von 1952 gibt es nun noch ein weiteres Tondokument, wohl auch eine Studioaufnahme. Man merkt Cortot an, dass er in seinen späten Tagen nicht mehr über die mühelose, leichtgängige Virtuosität der 20iger Jahre verfügt. Diese Aufnahme ist langsamer, bedächtiger, sie legt mehr Wert auf sorgfältige Detailcharakterisierung. Ihre unverwechselbare Eigenart und Stärke ist und eine typisierende Deutlichkeit in der Darstellung. Das ist ungemein plastisch und solche aufs Höchste gesteigerte Plastizität wiegt letztlich die weniger dämonisch-rauschhaften Tempi auf. 1952 spielt Cortot wuchtiger, langsamer, das Eidetische betonend: Aus Liszts Ungarischer Rhapsodie Nr. 2 ist endgültig reine Poesie geworden im Sinne einer Klassizität der „charakteristischen Melodie“ (wiederum ganz im Sinne von Liszt), welche Tastenzauber nicht mehr nötig hat, um eindringlich zu wirken. Eine zeitlose Aufnahme!


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    Alfred Brendel (Wien 1968)


    Auch Brendel spielt die Einleitung Cortot verwandt in einem getragenen Ton (ob er Cortots Aufnahmen, die er sehr schätzt, in diesem Falle kennt?) und gibt der Einleitung das Gewicht eines selbständigen Formteils, so wie er sie als eine kleine Binnenerzählung geradezu liebevoll ausgestaltet. Auch Brendel vermag dem Lassan einen traurigen Ton zu geben – das Lassan-Thema (das ja nicht aus Ungarn, sondern Liszts Heften zufolge aus Moldawien stammt!) bekommt aber einen stolz-trotzigen Ton, was der Zigeuner-Idiomatik – Trotz und Schmerz zugleich nach Liszt – entspricht. Insgesamt verleiht er dem Lassan einen sehr eigenen, denkend-nachsinnenden Ton. Die Zymbal-Klänge nimmt er dagegen sehr „realistisch“ – um nicht zu sagen naturalistisch, ohne dass sie jedoch mechanisch klappern würden. So kann man diesen Lassan idiomatisch treffend und zugleich persönlich gestalten! Sehr intuitiv treffsicher auch, wie Brendel der im Pianissimo anhebenden Friska einen etwas kräftigeren, frischen Vivace-Ton gibt, so dass er sich vom Lassan deutlich abhebt. Brendels Chrakterisierungen der verschiedenen Stimmungen und Rhythmen sind vorbildlich, seine Tempo-Gestaltung eher gemäßigt „bürgerlich“ als virtuos überschäumend. Die hochvirtuose und harmonisch kühne Kadenz, die er spielt, ist vermute ich von Ferruccio Busoni oder von ihm selbst. Das ist Liszts Ungarische Rhapsodie Nr. 2 als reine Poesie, zum poetischen Klavierstück geadelt. Ebenfalls eine klassische, zeitlos gültige Interpretation!


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    Gregory Ginsburg (Moskau 1947)


    Es ist schön, wenn sich beim Wiederhören der erste Eindruck einer Aufnahme bestätigt, auch wenn diese erste Hörbegegnung lange zurückliegt. Ich mochte diese Aufnahme von Anfang an besonders – und das bleibt auch so! Schon in der Einleitung zeigt sich der Grundcharakter bei Ginsburg: ein tragisch-schwermütiger Ton. Diese Getragenheit erinnert an Cortot. Hochpoetisch, wie er das Forte-Marcato dieser Einleitung ins Piano zurücknehmen kann: Das ist nachdenkliche Poesie, fernab jeglicher virtuoser Bedenkenlosigkeit. Die schwermütige Gewichtigkeit durchzieht den ganzen Lassan – mit wunderbar nachdenklich-leisen und poetisch antinaturalistisch gespielten Zymbal-Effekten. Ginsburgs Aufnahme ist auch die einzige, welche die Schwermütigkeit in die Friska übernehmen und so zur Grundstimmung des ganzen Czárdás machen kann, ohne den Charakterwechsel der Tänze einzuebnen. Da werden die Fortissimo-Akkorde nicht theatralisch „gedonnert“, sondern beim ersten Auftreten mit eleganter Leichtigkeit dezent in die Tasten gesetzt, welche so die getragene Stimmung nicht zerstören, sondern als Aufhellungen und Belebungen des düsteren Grundcharakters wirken. Wo es sein muss, kann Ginsburg selbstverständlich „zulangen“. Wohltuend ist das virtuoser Liszt ohne jegliche Effekthascherei – überlegene Virtuosität braucht Gregory Ginsburg nicht zu demonstrieren, er hat sie einfach zur Verfügung in überreichlichem Maße. Die Friska ist treffsicher charakterisiert mit wunderbar einleuchtenden, sehr persönlichen Tempowechseln. Ginsburg spielt eine kurze – wohl eigene – Kadenz, wo sich die Virtuosität im begrenzten Raum der improvisatorisch freien Kadenz ungehemmt austoben darf für einen Moment, wodurch die Gefahr gebannt ist, dass sich das ganze Stück in eine Virtuosen-Zirkusnummer verwandelt aber auch improvisatorische Virtuosität nicht völlig verschwindet. Eine der schönsten, zeitlos gültigen Aufnahmen – Liszt, gespielt mit „russischer Seele“, „für die Ewigkeit“ aufgenommen! Unbedingt hörenswert! :) :) :)


    Schöne Grüße

    Holger

  • Ich habe übrigens gesehen, dass ich noch zwei Interpretationen habe (und wundere mich, dass es nicht noch mehr sind):


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    Fiorentino habe ich als sehr schön in Erinnerung. Dann habe ich auch noch:


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    Das Coverbild ist schrecklich! :D


    Besprechung wird folgen...


    Schöne Grüße

    Holger

  • Lieber Christian,


    den Zyklus habe ich von Brendel - "Pensée des Morts" als Einzelaufnahme von Svjatoslav Richter, das ist natürlich unglaublich! Den Zyklus gilt es auch wiederzuentdecken. "Invocation" höre ich mir gleich mal an! :)

    Lieber Holger,


    Brendel hat nur die vier bekanntesten Stücke aus dem zehnteiligen Zyklus aufgenommen. Da gibt es noch einiges zu entdecken.


    Viele Grüße

    Christian

  • Brendel hat nur die vier bekanntesten Stücke aus dem zehnteiligen Zyklus aufgenommen. Da gibt es noch einiges zu entdecken.

    Du hast Recht, lieber Christian, die sind nicht komplett aufgenommen. Der junge Brendel hat 5 Stücke eingespielt (Vox ist das glaube ich). Da muss ich mir wohl entweder Korstick oder Ciccollini zulegen. Hier sind auch noch einige Stücke aus dem Zyklus drin:


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    Schöne Grüße

    Holger

  • Es gibt noch von Larrocha und Gilels Aufnahmen, lasse ich Dir zukommen. Interessant könnte Maurizio Baglini sein, dessen Schumann-Aufnahmen ist sehr schätze.



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  • Es gibt noch von Larrocha und Gilels Aufnahmen, lasse ich Dir zukommen. Interessant könnte Maurizio Baglini sein, dessen Schumann-Aufnahmen ist sehr schätze.

    Lieber Christian,


    super, das freut mich! :) Ich wusste gar nicht, dass Gilels außer den Ung. Rhaps. Nr. 6 und 9 (die habe ich natürlich) auch die Nr. 2 gespielt hat. Da bin ich sehr gespannt und auch auf Larrocha!


    Maurizio Baglini kannte ich beisher gar nicht - die Liszt-Etüden bei Youtube finde ich auf Anhieb wirklich gut. Er kanns also. Hier spielt er die Friska auf einem schönen Fazioli - es gibt noch einen anderen Konzertmitschnitt bei Youtube auch mit dem Lassan, aber die Klangqualität ist da grottenschlecht. Die Friska haut mich aber nun auch nicht vom Sessel... Aber ansonsten scheint er wirklich ein sehr guter Pianist zu sein - wie man liest mit dem Schwerpunkt Kammermusik.



    Schöne Grüße

    Holger

  • Die Friska haut mich aber nun auch nicht vom Sessel... Aber ansonsten scheint er wirklich ein sehr guter Pianist zu sein - wie man liest mit dem Schwerpunkt Kammermusik.

    na ja, im Vergleich zu Lisitsa, die m.E. die Referenz für dieses Stück spielt (it est: die beste Version von allen), ist das buchstabiert.


    Du hast allerdings recht mit der Lang Lang-Version: das Grauen pur. Da ist nun gar nichts richtig! Ich weiß nicht, wie ich ihn jemals als ernst zu nehmenden Pianisten klassifizieren konnte.

  • na ja, im Vergleich zu Lisitsa, die m.E. die Referenz für dieses Stück spielt (it est: die beste Version von allen), ist das buchstabiert.


    Du hast allerdings recht mit der Lang Lang-Version: das Grauen pur. Da ist nun gar nichts richtig! Ich weiß nicht, wie ich ihn jemals als ernst zu nehmenden Pianisten klassifizieren konnte.

    Ich hatte mir neulich auch die drei eingestellten Videos von Lisitsa, Buniatishvili und Lang Lang angehört - davon Lisitsa klar am besten für meine Ohren. Das ist nicht nur beeindruckend (was hat die für tolle Hände!), sondern auch mit Verve und Ausdruck. Danach hörte ich allerdings dann noch Brendel, der eine noch überzeugendere Handschrift offenbarte.

    Leider konnte ich den Vergleichen bislang noch nicht weiter folgen. Aber toll, was Holger hier mal wieder alles anbietet. :thumbup:

  • na ja, im Vergleich zu Lisitsa, die m.E. die Referenz für dieses Stück spielt (it est: die beste Version von allen), ist das buchstabiert.


    Das ist nicht nur beeindruckend (was hat die für tolle Hände!), sondern auch mit Verve und Ausdruck. Danach hörte ich allerdings dann noch Brendel, der eine noch überzeugendere Handschrift offenbarte.

    Danke für Eure Rückmeldungen! Dafür sind Interpretationsvergleiche ja da! Ich finde auch, dass Lisitsas Fassung zu den besten und wirklich hörenswerten gehört. (Gibt es von ihr eigentlich eine Aufnahme, die auf CD erhältlich ist außer diesen beiden Youtube-Videos?) Eine "Referenz" ist sie für mich jedoch nicht. Und zwar vor allem aus dem Grund, weil sie wie auch die großen Titanen der russischen Pianistenschule Vladimir Horowitz und Emil Gilels an der sehr spezifischen Idiomatik dieser Ungarischen Rhapsodie vorbeispielt. Das ist ja ein Czardas (Liszt war der erste, der ihn in dieser Ungarischen Rhapsodie in die Kunstmusik aufnahm) und man sollte wissen, was dessen spezifisch ungarische Idiomatik ist. Liszt wollte zudem mit den Ungarischen Rhapsodien so etwas wie ein ungarisches Nationalepos schaffen - von daher ist eine nicht ungarisch klingende Ungarische Rhapsodie eigentlich ein hölzernes Eisen. Lisitsa spielt diesen Liszt virtuos und mit einfühlsamer Empfindsamkeit - und das wars dann aber auch schon. Eine tiefer gehende intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Stück fehlt, wie es sie bei Cortot oder Brendel gibt. Deshalb haben deren Interpretationen auch eine ganz andere Dimension, die eine Valentina Lisitsa einfach nicht erreicht. Bei Lisitsa kommt ein Grundproblem der Interpretation zum Vorschein, dass eine Reihe gerade auch der wirklich sehr guten Interpretationen haben, die nicht wirklich idiomatisch treffsicher sind: Der Lassan wird im Charakter nicht deutlich unterschieden von einer lebhaften Friska. Bei Lisitsa ist der Lassan viel zu lebhaft für einen langsamen und eher depressiv-traurigen Lassan - so wie Liszt selbst ihn in seiner Schrift über die Zigeuner beschreibt. Mit der Kür zur Referenz sollte man überhaupt vorsichtig sein. Es ist nämlich z.B. so unmittelbar gar nicht einsehbar, warum Lisitsas Aufnahme referenzwürdiger sein soll als die von Arcadi Volodos oder Marc-Andre Hamelin z.B. Wie will man das schlüssig begründen? Wenn man es denn will: Auf den Referenztrohn gehören für mich auf jeden Fall die beiden Aufnahmen von George Cziffra sowie die drei plus Fragment von Alfred Cortot. Sie setzen die Maßstäbe in jeder Hinsicht. Dann kommt Brendel, Roberto Szidon usw.


    Ich warte nun noch vor allem auf die historische Aufnahme von Mark Hambourg - und Hamelin kommt auch noch.


    Auf jeden Fall noch einmal Christian B. herzlichen Dank für die Übersendung der Aufnahmen, an die ich sonst nicht gekommen wäre.


    Schöne Grüße

    Holger

  • Nachtrag: Marc-André Hamelin und Sergei Rachmaninow


    hier:


    Wozu Interpretationsvergleiche? (I) Antworten auf die Frage am Beispiel von Franz Liszts Ungarischer Rhapsodie Nr. 2


    Beim Lesen des wirklich außergewöhnlich guten Klappentextes der Hamelin-CD stelle ich fest, dass ich doch Sergei Rachmaninow glatt vergessen hatte - das wäre unverzeihlich! ^^ Also kommen diese beiden Besprechungen als Nachtrag!


    Mark Hambourg wird noch etwas auf sich warten lassen, so dass ich zwischenzeitlich wohl mit dem Interpretationsvergleich von Schuberts B-Dur-Sonate D 960 beginnen werde und dann diese eine Besprechung nachreiche und vielleicht ein Fazit.


    Schöne Grüße

    Holger